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Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon dandelion » 28. September 2017, 09:50

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dandelion
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Yman hat geschrieben:Munter werden Wesen eingeführt, von denen man nie zuvor etwas gehört hat, und von denen man auch nie wieder etwas lesen wird.


Diesmal sind es die Maakhfinder. Sie sind anscheinend wichtige Figuren im Kampf gegen die Methanatmer. Wie groß dieses Zweigvolk der Arkondiden ist und welche Ursachen ihren besonderen Fähigkeiten zugrundeliegen, bleibt offen. Letzteres wissen sie ja selbst nicht. Das ist einfach und schnell geschrieben, ist aber beim Lesen eher unbefriedigend. Warum die "Normal"-Arkoniden die Maakhfinder verfolgen, obwohl sie doch so wertvolle Helfer sind, wird ebenso nicht näher beleuchtet.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Lebo Axton » 28. September 2017, 10:33

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Lebo Axton
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Hallo Erstmal!

Ich habe mich ja erst vor kurzem hier im Forum angemeldet, leider, sonst hätte ich hier öfter mal mitlesen und schreiben können.

Der "Held von Arkon" Zyklus war der erste Zyklus den ich als Jugendlicher mit 13-14 Jahren gelesen habe. Er hat mich damals total fasziniert. Spannung, Action, Weltraum, andere Planeten, andere Wesen - ich fand das Klasse!

Vor drei, vier Jahren habe ich dann mal wieder die alten Romane von meinem Kumpel (bei dem sie gelagert sind) ausgeliehen um sie wieder zu lesen. Wohl aus nostalgischen Gründen und um vielleicht die alte Faszination wieder zu erleben.
Das hätte ich mal besser gelassen. :unsure:

Doch, es gab einige tolle Romane, die mir Spaß gemacht haben: H.G. Francis' Axton/Kennon Romane gehörten dazu, die Geschichten um den kosmischen Kundschafter von Ewers und ein paar Kneifel. Insgesamt konnte ich aber viele Romane nur quer lesen, nach mehr als 30 Jahren liest man vielleicht doch anders. :D
Viele Storys fand ich sehr einfach gestrickt und einfach geschrieben.

Aber ich will mich korrigieren: Es ist gut, dass ich mir die alten Romane noch mal vorgenommen habe. Viele alte Erinnerungen kamen hoch, an die Achtziger, die oft gar nichts mit Atlan zu tun hatten... :rolleyes:

Egal, jetzt zum Zyklusfinale hier, kann ich noch meinen Senf zu den letzten Romanen dazu geben.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Yman » 28. September 2017, 22:11

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Yman
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dandelion hat geschrieben:Diesmal sind es die Maakhfinder. Sie sind anscheinend wichtige Figuren im Kampf gegen die Methanatmer. Wie groß dieses Zweigvolk der Arkondiden ist und welche Ursachen ihren besonderen Fähigkeiten zugrundeliegen, bleibt offen. Letzteres wissen sie ja selbst nicht. Das ist einfach und schnell geschrieben, ist aber beim Lesen eher unbefriedigend. Warum die "Normal"-Arkoniden die Maakhfinder verfolgen, obwohl sie doch so wertvolle Helfer sind, wird ebenso nicht näher beleuchtet.


Atlan bei den Maahkfindern ... klingt wie Pfadfinder. Nein, im Ernst, die Maahkfinder hätten großes Potenzial gehabt, kommen aber einfach extrem spät im Zyklus. Vielleicht mit einem Griff in die Restekiste mit den gesammelten Ideen? Ich kann mir gut vorstellen, dass die Maahkfinder schon zu einem früheren Zeitpunkt angedacht, aber zurückgestellt wurden, und dann hat man sich am Ende noch mal an sie erinnert und ein Exposé aus der Reserve geholt.

Wie lange vor dem Zyklusende war denn bekannt, dass der Zyklus mit Band 299 enden würde?
Was waren denn die Planungen, bevor man an den König von Atlantis dachte?

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon dandelion » 29. September 2017, 20:05

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dandelion
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Ich glaube eher nicht, daß es alternative Planungen gab. Laut PR-Chronik wurden schon im Sommer1976 die Weichen für den Themenwechsel bei Atlan gestellt, also etwa 1 Jahr bevor im Juni 1977 der Band 300 erschien. Kurt Bernhardt hatte sich anscheinend schon sehr früh auf die "Atlantis-Idee" festgelegt. Es gab deshalb wohl kaum Überlegungen in andere Richtungen.

Die Leser wurden in Heft 290 zum ersten Mal, glaube ich, über Änderungen in der Handlung informiert,

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Yman » 29. September 2017, 22:45

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Yman
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Lebo Axton hat geschrieben:Vor drei, vier Jahren habe ich dann mal wieder die alten Romane von meinem Kumpel (bei dem sie gelagert sind) ausgeliehen um sie wieder zu lesen. Wohl aus nostalgischen Gründen und um vielleicht die alte Faszination wieder zu erleben.
Das hätte ich mal besser gelassen. :unsure:


Herzlich willkommen!

Ich kann mir vorstellen, dass man die Romane nicht mehr denselben Gefühlen wie in der Kindheit lesen kann und da vieles leider verloren geht. Aber das Kind in mir ist ja noch nicht ganz tot, und so ein wenig fühle ich dann doch noch etwas. Es ist schon auch eine spannende Frage, wie man auf so einen Atlan-Roman reagiert und wie man sich verändert hat.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon AARN MUNRO » 30. September 2017, 08:47

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AARN MUNRO
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Yman hat geschrieben:
Lebo Axton hat geschrieben:Vor drei, vier Jahren habe ich dann mal wieder die alten Romane von meinem Kumpel (bei dem sie gelagert sind) ausgeliehen um sie wieder zu lesen. Wohl aus nostalgischen Gründen und um vielleicht die alte Faszination wieder zu erleben.
Das hätte ich mal besser gelassen. :unsure:


Herzlich willkommen!

Ich kann mir vorstellen, dass man die Romane nicht mehr denselben Gefühlen wie in der Kindheit lesen kann und da vieles leider verloren geht. Aber das Kind in mir ist ja noch nicht ganz tot, und so ein wenig fühle ich dann doch noch etwas. Es ist schon auch eine spannende Frage, wie man auf so einen Atlan-Roman reagiert und wie man sich verändert hat.



Das geht mir auch so. Ich lese diese Bände noch immer mit grossem Vergnügen (stieg allerdings damals beim Atlantiszyklus aus).Der junge Mensch ist eben manchmal ein idealistischer Purist, ihm fehlt die Milde der Altersweisheit :D , deshalb wollte ich damals reine SF und stieg auf andere Reihen um. Pech für Curd Bernard, äh Kurt Bernhart und Atlan. Mit dem Solzyklus stieg ich dann wieder ein.
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Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon dandelion » 1. Oktober 2017, 22:01

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dandelion
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Am 6. Junil 1977 erschien der 296. Roman der ATLAN-Serie:

Harvey Patton: Orbanaschols Rache

Bild

Handlung

Der Zweifache Sonnenträger Zardok erhält den Befehl, mit seinem Schweren Kreuzer SENKKO chemische Kampfstoffe über Aycua abzuregnen. Zur Überwachung der Aktion kommen Männer der POGIM an Bord, angeführt von dem Spitzel Gourman Zehlk. Nicht zuletzt, weil Zardok Verwandte auf Aycua hat, versucht er, die Kolonie über Funk zu warnen. Dabei wird er von Zehlk erschossen. Die planetare Verteidigung reagiert zu langsam, um den Angriff zu verhindern.

Mekron Dermitron und die Besatzung der zerstörten MEDON sitzen auf Cherkaton ohne Informationen fest, was aus den übrigen Rebellen von Kraumon geworden ist. Der Gouverneur bittet sie um Hilfe, als der angebliche 60-Meter-Handelsraumer SALVOOR landet. Nach den Erfahrungen mit Dermitron durchschauen die Kolonisten, dass es sich um ein getarntes Kriegsschiff handelt. Wie sich schnell herausstellt, ist Kommandant Lengavor, ähnlich wie Dermitron, aus den Diensten Orbanaschols desertiert, nachdem sein Schiff als einziges von dreißig Imperiumsschiffen die Schlacht im Frelanc-Sektor überstanden hat. Lengavor hat auch Aufzeichnungen von Atlans öffentlichem Auftritt auf Celkar an Bord. Man beschließt, etwas zur Unterstützung des Kristallprinzen zu tun.

Der Verband von Kraumon, kommandiert von Karmina Arthamin, stößt auf dem Weg zum Treffpunkt Sorkoth zwei Lichtmonate vor dem Ziel durch Zufall auf einen ebenbürtigen Maahk-Verband. Dabei werden alle Schiffe bis auf die ISCHTAR so schwer beschädigt, dass sie nicht transitieren können. Die ISCHTAR hinterlässt eine Boje im Sorkoth-System, die aber vor Atlans Eintreffen von einem Meteoriten zerstört wird.

Während die Kreuzer im Raum repariert werden, werden sie von dem Leichten Kreuzer SENC-PORTH unter Jarko Hangrin entdeckt. Hangrin sympathisiert mit den Rebellen. Er selbst dient als Kurier zwischen Flottenverbänden, die in Kürze putschen wollen. Karmina beschließt, mit dem Verband von Kraumon nach Arkon zu fliegen, um die putschende Flotte zu suchen.

Mekron Dermitron hat nach Erkundungsflügen mit den Booten von der MEDON ebenfalls von dem Flottenputsch erfahren. Einige Gerüchte reden schon von Atlan als Anführer. Dermitron überredet Lengavor, mit der SALVOOR nach Arkon zu fliegen. Zu den Besatzungen der SALVOOR und der MEDON kommen Freiwillige von Cherkaton, so dass die SALVOOR mit 193 Mann Besatzung überbesetzt ist. In Thantur-Lok fehlt aber ein Anhaltspunkt auf den Treffpunkt der Flotte, so dass Lengavor Aycua als Ziel vorschlägt, um mehr zu erfahren.

Auf Aycua führt inzwischen der POGIM-Kommandoführer Planc Gurtamyn mit einem kleinen Trupp seiner Leute das Kommando. Die Besatzung der SALVOOR wird überrascht und gefangen genommen. Lediglich zwölf Mann können mit drei Beibooten, die ursprünglich von der MEDON stammen, entkommen. Während Lengavor verhört wird, entdecken die Entkommenen die Folgen des chemischen Angriffs. Die Natur ist praktisch tot, die arkonidischen Bewohner leiden unter Schmerzattacken und starken Sehstörungen. Die immunisierten POGIM-Angehörigen können willkürlich strafen und morden.

Dermitrons Gruppe beginnt auch, unter Vergiftungserscheinungen zu leiden. Also müssen sie schnell zum Angriff übergehen. Die drei Boote werden auf Kamikazeattacken auf die Geschütze am Raumhafen programmiert. Mit der Ablenkung können die POGIM-Männer überrascht werden, die sich nicht ergeben und getötet werden.

Dermitron sendet einen offenen Notruf aus. Durch die Schäden, verursacht durch die explodierten Beiboote, hat der Funkspruch nur eine kurze Reichweite und wird nur von Karminas Verband empfangen, der sich gerade auf der Suche nach der aufständischen Flotte befindet. Sie lässt die Entwicklung und Verbreitung eines Gegenmittels gegen das Gift einleiten. Dazu bleiben die Männer der SAALVOR auf Aycua zurück. Mittelfristig bietet der Planet keine Lebensgrundlage mehr und wird evakuiert werden müssen.

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Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Lebo Axton » 2. Oktober 2017, 11:36

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Yman hat geschrieben:
Herzlich willkommen!

Ich kann mir vorstellen, dass man die Romane nicht mehr denselben Gefühlen wie in der Kindheit lesen kann und da vieles leider verloren geht. Aber das Kind in mir ist ja noch nicht ganz tot, und so ein wenig fühle ich dann doch noch etwas. Es ist schon auch eine spannende Frage, wie man auf so einen Atlan-Roman reagiert und wie man sich verändert hat.


Danke erst mal!
Vermutlich formulierte ich jetzt aus der zeitlichen Distanz etwas harscher als beabsichtigt. Denn schließlich habe ich ja den Zyklus bis zum Ende gelesen. So ganz schrecklich kann es also wohl nicht gewesen sein. :D
Die Handlung war spannend genug um mich bei der Stange zu halten. Aber wie gesagt: Einzelne Romane konnte ich nur querlesen, überfliegen. Ich kann mich an zwei Autoren erinnern, mit deren Schreibstil ich mich einfach nicht anfreunden konnte.

An den KvA Zyklus kann ich mich übrigens noch weniger erinnern. Nur die Romane um die Magier von Oth, ich glaube meist von Marianne Sydow geschrieben, blieben mir in (guter) Erinnerung.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon dandelion » 4. Oktober 2017, 00:18

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Lebo Axton hat geschrieben:Doch, es gab einige tolle Romane, die mir Spaß gemacht haben: H.G. Francis' Axton/Kennon Romane gehörten dazu,


Die gehören auch zu meinen Favoriten. Zwei Francis-Romane kommen ja noch und sorgen vielleicht für einen geglückten Abschluß. Ich lese den Zyklus zum erstenmal und lasse mich überraschen.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon AARN MUNRO » 4. Oktober 2017, 08:16

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AARN MUNRO
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Nun, diesen hier fand ich ganz ordentlich, wenn auch mitunter ein bißchen naiv geschrieben. Dafür entschädigt das tolleTitelbild. Auch wird ja inhaltlich plötzlich wieder ein wenig zurückgerudert. nach dem Titel zu urteilen, hätte man eine noch größere Katastrophe auf dem Planeten erwartet. Gut, dass dieser doch ewtas langgezogen wirkende Zyklus nun langsam zuende geht.
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Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Lebo Axton » 6. Oktober 2017, 11:37

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AARN MUNRO hat geschrieben:Nun, diesen hier fand ich ganz ordentlich, wenn auch mitunter ein bißchen naiv geschrieben.


Da kann ich zustimmen.
Mit vielen Romanen vom guten Hans Peschke konnte ich leider recht wenig anfangen, aber diesen hier fand ich recht gut.
Die Handlung steuert (vielleicht etwas abrupt?) dem Höhepunkt entgegen.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon dandelion » 8. Oktober 2017, 20:32

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dandelion
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Am 13. Junil 1977 erschien der 297. Roman der ATLAN-Serie:

Hans Kneifel:Das Treffen der Rebellen

Bild

Handlung


Orbanaschol III. befindet sich inzwischen am Rand des Wahnsinns. Aus Angst vor seinen Feinden lässt er ein Landeverbot für Arkon I verhängen und zieht 5000 Schiffe von der Front ab, die das Arkon-System gegen die aufständische Flotte beschützen sollen.

Über 4000 Schiffe versammeln sich zwölf Lichtjahre vom Arkon-System entfernt. Bei einer Versammlung der Kommandanten beschließt man, Orbanaschol eine Frist zu setzen, um ehrenvoll zurückzutreten. Als Nachfolger schlagen viele Kommandanten Atlan vor, was Kornelius für die falsche Lösung hält. Kornelius und Getray von Helonk melden sich freiwillig, um das Ultimatum an Orbanaschol zu überbringen.

Die ISCHTAR erreicht den Treffpunkt der Rebellen und schließt sich dem Verband an.

Der Frachter NEKOR mit Atlan und Fartuloon an Bord hat das Arkon-System erreicht, darf aber nicht landen. Als der Kommandant Denc-Mons erfährt, dass seine Ladung von Containerschleppern übernommen wird, verstecken sich Atlan und Fartuloon in einem Container. Nach der Landung auf Arkon II werden sie jedoch entdeckt und geraten in Gefangenschaft. Die Wachen erkennen aber nicht, mit wem sie es zu tun haben.

Getray von Helonk und Kornelius werden im Parkpavillon des Imperators empfangen. Orbanaschol reagiert nur mit wütenden Drohungen auf das Ultimatum und verurteilt die beiden Parlamentäre zum Tode. Zuständig für die Hinrichtung ist der Verantwortliche der Parkanlage, ein Mann namens Wessalock. Der ist Anhänger Lebo Axtons und versucht vergeblich, den Kriminalisten zu erreichen. Schließlich sabotiert er die Waffen, mit denen von Helonk und Kornelius am nächsten Morgen hingerichtet werden sollen, so dass sie nur harmlose Lichtblitze verschießen. Die angeblichen Leichen schafft er beiseite. Kornelius und Getray von Helonk kommen in einem Haus im Park unter.

Auf der Kolonie Dalirc wird Upoc da Gonozal, der Halbbruder Gonozals VII., von einer Abordnung von fünfzehn Arkoniden aufgesucht. Diese wollen ihn überreden, das Amt des Imperators zu übernehmen. Upoc lehnt diese Verantwortung ab. Der Sprecher der Gruppe, Kavery, wirkt drei Tage ohne Erfolg auf Upoc ein.

Nach Ablauf des Ultimatums empfangen die Rebellen nur Drohungen von Orbanaschol. Etwa 4200 Schiffe nehmen Kurs auf das Arkon-System. Die Rebellen rechnen mit Hilfe von Offizieren innerhalb der Systemverteidigung. Orbanaschol aktiviert die Systemverteidigung und rüstet sich zur Abwehrschlacht.

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Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon dandelion » 10. Oktober 2017, 23:14

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Wie stürzt man einen Diktator ohne daß das Land in einem blutigen Bürgerkrieg versinkt, noch dazu mitten in einem verlustreichen Krieg? Hans Kneifel hat sich beim Schreiben sichtlich Mühe gegeben, ein anschauliches Szenario zu entwerfen. Es geht ja nicht nur um die Beseitigung des Tyrannen, sondern auch um die Befriedung des sicher immer noch vorhandenen Anhanges. Die freiwillige Abdankung als Königsweg wäre da natürlich eine schöne Lösung, aber Orbi will ja nicht hören, so daß wir noch zwei Hefte auf sein unvermeidliches Ende warten müssen.

Unversehens wird noch ein neuer Kandidat für das Imperatorenamt aus dem Hut gezaubert. Die stimmungsvollen Szenen um den Schöngeist Upoc gehören zu den Höhepunkten dieses lesenswerten Romans.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon AARN MUNRO » 11. Oktober 2017, 08:23

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dandelion hat geschrieben:Wie stürzt man einen Diktator ohne daß das Land in einem blutigen Bürgerkrieg versinkt, noch dazu mitten in einem verlustreichen Krieg? Hans Kneifel hat sich beim Schreiben sichtlich Mühe gegeben, ein anschauliches Szenario zu entwerfen. Es geht ja nicht nur um die Beseitigung des Tyrannen, sondern auch um die Befriedung des sicher immer noch vorhandenen Anhanges. Die freiwillige Abdankung als Königsweg wäre da natürlich eine schöne Lösung, aber Orbi will ja nicht hören, so daß wir noch zwei Hefte auf sein unvermeidliches Ende warten müssen.

Unversehens wird noch ein neuer Kandidat für das Imperatorenamt aus dem Hut gezaubert. Die stimmungsvollen Szenen um den Schöngeist Upoc gehören zu den Höhepunkten dieses lesenswerten Romans.



Ja, da wir Leser ja schon wussten, dass Atlan nicht Imp werden konnte, weil sein Weg ja schon in Richtung Larsaf III, Druuf, Atlantis und Perry und ES vorgezeichnet war, musste Upoc als neuer Imp herbeigeschafft werden.
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Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon dandelion » 15. Oktober 2017, 21:40

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dandelion
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Am 20. Junil 1977 erschien der 298. Roman der ATLAN-Serie:

H.G. Francis: Gegner des Imperators

Bild

Handlung

Die Männer, die Atlan auf Arkon II gefangen halten, brauchen Gewissheit über seine Identität. Der Wohlhabende Malok und der Wächter Beyze täuschen einen Streit in einem Restaurant vor, der damit endet, dass Beyze Malok scheinbar in den Tod stürzt. Dies wird von Trash Cordogon aufgezeichnet, einem Mann der Organisation Gonozal VII.

Ein Mann namens Dolf sucht den Informanten Krama auf, weil er von der Verhaftung zweier Spione auf Arkon II erfahren hat. Krama kann ihm nur die Namen der Wächter des Militärgefängnisses nennen, in dem sie untergebracht sind. Zu ihnen gehört Beyze. Dolf wiederum arbeitet mit Cordogon zusammen, der ihm von Beyzes Tat erzählt. Damit ist der Wächter erpressbar und ermöglicht ihnen einen Besuch der Gefangenen. Cordogon erkennt Atlan und will die Information an Arkon I weitergeben. Damit gibt er dem Hintermann Beyzes – Eihrett Khantron, dem höchsten Beamten von Arkon II und ehemaligen Komiteespräsidenten von Arkon III – die Bestätigung, dass die Gefangenen Atlan und Fartuloon sind. Als Beyze und Malok Cordogon verhaften wollen, stürzt sich dieser in den Tod, um keine Geheimnisse der Organisation zu verraten.

Malok wird nach Arkon I geschickt, um den Weg der Botschaft Cordogons zu verfolgen und damit den Leiter der Organisation Gonozal zu finden. Doch zuvor macht er einen Abstecher zu dem Dreifachen Sonnenträger Spronthrok, der einen Großteil des Militärs kontrolliert und Ambitionen auf die Nachfolge Orbanaschols hat. Für 100.000 Chronners verkauft Malok Spronthrok die Information, dass Atlan im Militärgefängnis vom Olp'Duor sitzt.

Lebo Axton wird zu Orbanaschols Privatvilla gerufen, in der sich Orbanaschol verschanzt hat. Der Imperator hat seinen Geheimdienstchef Kethor Frantomor erschossen und will Axton zum Nachfolger ernennen. Auf dem Weg will der Kriminalist die eingetroffene Nachricht von Cordogon abholen. Dabei bemerkt er Malok und überwältigt ihn. Nach dem Besuch bei Orbanaschol verhört er den Spion und erfährt von Atlans Schicksal. Er beschließt, nach Arkon II zu reisen, um Eihrett Khantrons Rolle zu untersuchen.

Der Kristallprinz wird derweil von Eihrett Khantron unter der Androhung, Fartuloon zu erschießen, gezwungen, einen Vertrag zu unterschreiben, der Atlan zu einem reinen Marionetten-Herrscher machen würde.

In Lebo Axtons eigentlicher Gegenwart beginnt die Verdummung durch den Schwarm. Die beiden USO-Angehörigen Peter Randok und Jeremy Thorton lassen in den Folgemonaten immer mehr Störungen der Traummaschine zu.

Auf Arkon II angekommen, interessiert sich Axton für Khantrons Vorgänger Moira Erclac. Durch seine Ermittlungen findet er heraus, dass jener der eigentlich Mächtige ist. Erclac finanziert und baut die Riesenpositronik auf Arkon III und kann diese kontrollieren. Eihrett ist vom ihm eingesetzt worden. Das Organisationsbüro des Geheimdienstes auf Arkon II ist ebenfalls unter seiner Kontrolle.

Einen Teil dieser Informationen erhält Axton erst beim Einbruch in Erclacs Gebäudekomplex. Daher realisiert er zu spät, dass er sich mit dem Einbruch ohne Rückendeckung übernommen hat. Lediglich Gentleman Kelly bleibt als Hilfe, der aufgrund der Ortungsgefahr nicht mit in das Hauptgebäude eindringen kann.

Der Kriminalist wird ertappt und zu Erclac gebracht, als dieser gerade mit Atlan und Fartuloon redet, die in sein Haus gebracht worden sind. Durch den ersten Störfall der Traummaschine löst sich Axton kurz auf. Durch die Ablenkung kann Fartuloon eine Waffe an sich bringen.

Spronthrok greift mit dem Kreuzer VERGILNAUT das Militärgefängnis an, um Atlan in seine Gewalt zu bringen. Durch diese Aktion erfährt Orbanaschol von Atlans Anwesenheit und schickt seine Elitetruppe. Spronthrok greift Erclacs Wohnsitz an. Der Industrielle wiederum wehrt sich mit getarnten Kampfsatelliten, die von der Riesenpositronik gesteuert werden. Der Kreuzer des Sonnenträgers wird bei dem Gefecht vernichtet.

Atlan und Fartuloon können fliehen, wobei sie nicht auf Axton hören, weil sie diesem misstrauen und sich sogar abgestoßen fühlen. Der Kriminalist wird aufgehalten, als er in seine Gegenwart zurückversetzt wird, wo Peter Randock beim Herumspielen die Traummaschine abgeschaltet hat. Als Axton die Maschine reaktiviert, gerät er an Erclac, der im Getümmel in das Feuer seiner eigenen Leute gerät und stirbt.

Als die Elitetruppe des Imperators eintrifft und die Kontrolle über das Schlachtfeld übernimmt, kann Axton Atlan und Fartuloon nur noch verhaften, um die Verantwortung für die Gefangenen zu haben. Orbanaschol hat befohlen, Atlan sofort zu ihm zu bringen, um ihn öffentlich hinzurichten.

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Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Yman » 15. Oktober 2017, 22:05

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Das Titelbild hat was. H.G.Francis gebührt die Ehre, den Zyklus zu beenden. Als der Zyklus mit Band 88 anfing, zunächst noch im Wechsel mit dem anderen Zyklus, "Im Auftrag der Menschheit", hatte z.B. H.G.Ewers sehr viel mehr Anteil, aber mit Band 176 kam Lebo Axton ins Spiel und übernahm bald eine zentrale Rolle, und mit der Figur auch der Autor. Nach der Lektüre der ersten paar Romane des Zyklus, bis zu dem Punkt, an dem Atlan Kraumon einnimmt, muss man eigentlich nur noch dem Handlungsstrang Lebo Axtons folgen. :devil:

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon AARN MUNRO » 16. Oktober 2017, 07:51

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Yman hat geschrieben:Das Titelbild hat was. H.G.Francis gebührt die Ehre, den Zyklus zu beenden. Als der Zyklus mit Band 88 anfing, zunächst noch im Wechsel mit dem anderen Zyklus, "Im Auftrag der Menschheit", hatte z.B. H.G.Ewers sehr viel mehr Anteil, aber mit Band 176 kam Lebo Axton ins Spiel und übernahm bald eine zentrale Rolle, und mit der Figur auch der Autor. Nach der Lektüre der ersten paar Romane des Zyklus, bis zu dem Punkt, an dem Atlan Kraumon einnimmt, muss man eigentlich nur noch dem Handlungsstrang Lebo Axtons folgen. :devil:



Jedenfalls geht in HGF-Romanen immer die Post ab. Das bringt Leben und Action in die Erzähl-Bude!
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Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon dandelion » 16. Oktober 2017, 22:11

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Plötzlich bekommt Orbanaschol Katzenjammer. Wenn er die Krise übersteht will er sich Gonozal VII. nennen. Wurde nicht atlan von einem gleichnamigen Imperator ins SOL-System geschickt, obwohl der eigentlcihe Träger dieses Namens tot ist, wie wir wissen. Überlebt Orbanaschol veilleicht doch alle Wirren und läutert sich? H.G. Francis hat hier kurz vor Toresschluß noch einmal eine Klippe eingebaut um Aufmerksamkeit zu wecken.

Axton kennt Atlan, aber umgekehrt ist das natürlich nicht der Fall. Atlan will seinem heimlichen Helfer sogar an den Kragen, weil er ihn ihm nur den feindlichen Geheimdienstchef sieht. Das Verwirrspiel geht also weiter, guter Roman.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon AARN MUNRO » 17. Oktober 2017, 07:49

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dandelion hat geschrieben:Plötzlich bekommt Orbanaschol Katzenjammer. Wenn er die Krise übersteht will er sich Gonozal VII. nennen. Wurde nicht atlan von einem gleichnamigen Imperator ins SOL-System geschickt, obwohl der eigentlcihe Träger dieses Namens tot ist, wie wir wissen. Überlebt Orbanaschol veilleicht doch alle Wirren und läutert sich? H.G. Francis hat hier kurz vor Toresschluß noch einmal eine Klippe eingebaut um Aufmerksamkeit zu wecken.

Axton kennt Atlan, aber umgekehrt ist das natürlich nicht der Fall. Atlan will seinem heimlichen Helfer sogar an den Kragen, weil er ihn ihm nur den feindlichen Geheimdienstchef sieht. Das Verwirrspiel geht also weiter, guter Roman.



Finde ich auch. Trotz aller Verwirrung klären sich die Dinge langsam.
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