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Re: Klassiker-Zyklus 4: die Abenteuer der SOL

Beitragvon NEX » 12. November 2017, 22:51

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Dann entspricht wohl der Container in der Risszeichnung nicht den Containern im Roman :rolleyes:
Die Zeichnung stammt von Gregor Puschmann, er ist hier im Forum aktiv. Frag ihn doch einmal.

Re: Klassiker-Zyklus 4: die Abenteuer der SOL

Beitragvon Yman » 13. November 2017, 04:53

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NEX hat geschrieben:Dann entspricht wohl der Container in der Risszeichnung nicht den Containern im Roman :rolleyes:
Die Zeichnung stammt von Gregor Puschmann, er ist hier im Forum aktiv. Frag ihn doch einmal.


Gregor Paulmann (*1970) kann ich gerne mal fragen, aber er ist nicht Günter Puschmann (*1963).

Re: Klassiker-Zyklus 4: die Abenteuer der SOL

Beitragvon Cardif » 13. November 2017, 07:35

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586 – Rettungsaktion für Chybrain – Kurt Mahr
Routinierter Roman von Mahr, ordentlich zu lesen. Allerdings ist es mir ein Rätsel, wie ein explodierender Roboter einen Parabolspiegel mit einem Durchmesser von mehreren tausend Kilometer vernichten kann. Hidden-X hat eine weitere Niederlage erlitten, so langsam geht es dem Bösewicht an den mentalen Kragen. Gegen Ende des Romans ging es mir dann alles viel zu schnell.

Re: Klassiker-Zyklus 4: die Abenteuer der SOL

Beitragvon NEX » 13. November 2017, 15:14

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Yman hat geschrieben:... Gregor Paulmann (*1970) kann ich gerne mal fragen, aber er ist nicht Günter Puschmann (*1963).

Asche auf mein Haupt ...

Re: Klassiker-Zyklus 4: die Abenteuer der SOL

Beitragvon Yman » 19. November 2017, 08:50

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Lumpazie hat geschrieben:Am Montag, den 20. Dezember 1982 erschien der Band 585 der Atlan-Serie:

Anschlag auf die Zukunft

von Peter Terrid



Der Roman gefällt mir nicht besonders. An Bord der SOL verbreitet sich eine Hautkrankheit. Zwei Buhrlos (Tristan und Hreila), die nicht gefunden werden wollen, haben sich irgendwo versteckt. Das hätte eine sehr spannende Handlung ergeben können, aber Peter Terrid hat einen sehr, sehr langweiligen Roman daraus gemacht. Seine Entscheidung, nicht mit den üblichen Handlungsträgern wie z.B. Atlan die Handlung zu bestreiten, sondern mit Hallam Blake eine Art Bordjournalist einzuführen, der die Ermittlungen aufnimmt, kann ich nur als Fehlentscheidung beurteilen, bzw. der Autor ist einfach unfähig, der Figur Charisma zu verleihen. Peter Terrid schafft es sogar, Atlan so darzustellen, als müde Figur, dass man sich fragt, warum der eine eigene Serie bekommen hat.

Dinge, die heute lächerlich wirken, wie z.B. der Vergleich der DNA als biologische Lochstreifenkarte, lasse ich ja noch durchgehen, aber dass sich Hallam Blake in Nockemanns Labor ein daumennagelgroßes Stück Haut entfernen lässt, war nicht mehr zu ertragen. Es geht hier um mind. 1 Quadratzentimeter Haut, nur um zu sehen, dass dieses Stück Haut anders aussieht als eine Probe von einem Buhrlo. Sonst nichts. 1 Quadratzentimeter Haut, wenn sich ein Autor nicht vorstellen kann, wie viel das ist, das ist ein Riesenloch, dann kann man eigentlich nur an der Zurechnungsfähigkeit des Autors zweifeln.

Sowieso, immer wieder Nockemann und Blödel, nichts dagegen, diese Figuren immer wieder auftreten zu lassen, aber bitte nicht so, als ob erstens Nockemann der einzige Wissenschaftler an Bord der SOL ist, und zweitens Blödel die einzige Positronik an Bord der SOL ist (SENECA hat seinen freien Tag, oder was?).

Die beiden Innenillustrationen zeigen zwar SF-Motive, eine außerirdische Mondlandschaft und einen toten Astronauten mit Skelettschädel unter dem Helm, aber beides hat mit dem Roman praktisch nichts zu tun. Ich bin gerade an der Stelle mit der zweiten Illustration und habe keine Lust mehr, den Roman zu Ende zu lesen, aber es muss wohl (irgendwie weiter gehen).

Re: Klassiker-Zyklus 4: die Abenteuer der SOL

Beitragvon Yman » 19. November 2017, 10:32

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Ich habe es geschafft, den Roman zu Ende zu lesen, aber ich befürchte, dass Terrid mit diesem Hallam Blake eine neue Nebenfigur etabliert hat, die in seinen nachfolgenden Romanen zum Einsatz kommt und mich einfach nur nervt.

Sehr unlogisch fand ich am Ende, dass die von Hidden-X auf die SOL zurückgeschickten, als Buhrlos maskierten Molaaten Oserfan, Sanny und Ajjar alle als Kopien von Tristan Bessborg herumlaufen, der überall an Bord der SOL gesucht wurde. Diese Maskierungen von Molaaten hatten wir ja schon im ganzen Unterzyklus mit Hapeldan immer wieder gesehen, nur konnte der die Masken immer wieder wechseln, und welchen Sinn macht es, drei Molaaten in ein und derselben Maskierung auf die SOL zu schicken?
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Am Montag, den 17. Januar 1983 erschien der Band 589 der Atlan-Serie:

Das Zeittal

von Peter Griese

Bild


Handlung:
Handlung

Bis zum 14. Dezember 3804 verschwinden die Dunkelplaneten der Zone-X. Als der Mentaldruck von HIDDEN-X verschwindet, kehren die Chailiden in ihre Heimat zurück. Die CHART DECCON wird weiter repariert. Am 15. Dezember um 1 Uhr 48 stoppen alle Uhren an Bord der SOL. SENECA vermutet, dass HIDDEN-X das Schiff in ein Zeittal verbannt hat.

Die HORNISSE irrt durch leeren Raum. Zur Besatzung gehören Bjo Breiskoll, Federspiel, Uster Brick, Cpt'Carch und Insider. Nachdem Kommandant Bolo Terebble durchdreht, übernimmt Bjo Breiskoll das Kommando über den Kreuzer. In der Nacht vom 14. zum 15. versucht Terebble, das Schiff zu sprengen, und wird getötet, als Insider und Cpt'Carch versuchen, ihn zu überwältigen.

Zu diesem Zeitpunkt entdeckt die HORNISSE das Utopia-System. Cpt'Carch gibt an, dass er vom innersten Planeten namens VIVARIUM eine Warnung über die Pläne Terebbles erhalten habe. Der Warner hat ihm auch mitgeteilt, dass HIDDEN-X im Begriff ist, sich zurückzuziehen.

Eine Space-Jet landet auf dem Planeten. Unsichtbare Wesen, die sich die Zeithüter nennen, geben an, Nachfolger zu suchen. Cpt'Carch und Insider werden mehreren ominösen Prüfungen unterzogen. Nachdem sie bestanden haben, erklären die Zeithüter die beiden Extras zu ihren Nachfolgern und sterben.

Im Flekto-Yn setzt sich Blödel mit Sanny, Wuschel und Argan U ab. Atlan wird von HIDDEN-X versetzt, um ihn von den Bakwern töten zu lassen. Selbst ist HIDDEN-X dazu nicht in der Lage, da Atlan von der Aura der Kosmokraten geschützt wird. Während die übrigen Solaner beeinflusst werden, bleibt Sternfeuer frei und deponiert Sprengsätze. Ebenso verfahren Blödel und Atlan.

Als Atlan von Bakwern eingeschlossen ist, erhalten diese durch ein Serum von Blödel ihre Intelligenz zurück. Wuschels Elter Syth hilft Atlan, zu Blödels Gruppe zu entkommen, wofür er von HIDDEN-X getötet wird. Sanny benutzt eine Maschine, mit der HIDDEN-X seine materiellen Spiegelungen erzeugt. Damit werden Transmitter zu den Solanern und eine 50 Meter durchmessende Notstation außerhalb des Flekto-Yns erzeugt, zu denen die Solaner entkommen.

HIDDEN-X zieht sich am 15. Dezember nach den Niederlagen zu den Zyanern zurück. Die Zeithüter sollen die SOL gefangenhalten. Das Flekto-Yn wird in ein »Universum ohne nennenswertes Leben« versetzt.

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
Es is kein’ Ordnung mehr jetzt in die Stern’,
D’ Kometen müßten sonst verboten wer’n;
Ein Komet reist ohne Unterlaß
Um am Firmament und hat kein’ Paß;
Und jetzt richt’ a so a Vagabund
Und die Welt bei Butz und Stingel z’grund
(Johann Nestroy)

Re: Klassiker-Zyklus 4: die Abenteuer der SOL

Beitragvon Yman » 19. November 2017, 12:24

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Lumpazie hat geschrieben:Am Montag, den 27. Dezember 1982 erschien der Band 586 der Atlan-Serie:

Rettungsaktion für Chybrain

von Kurt Mahr


Der Roman von Kurt Mahr hat mir gut gefallen. Der Titel "Rettungsaktion für Chybrain" war eigentlich eine Rettungsaktion für Sanny, denn seltsamerweise wurde Sanny nicht von Hidden-X gegen die SOL eingesetzt. Chybrain versteckte sich in Sanny, kam nur ein Mal hervor, um ein Loch in eine Wand zu schmelzen und Sanny so freizusetzen, so dass sie im Flekto-Yn herumlaufen konnte. Das war nicht weiter aufregend, aber die Idee der Bakwer, kugelförmige pelzige Lebewesen, die organischen Müll, Chemikalien und Metalle fressen können und so als Putzkolonne fungierten, war nicht schlecht. Leider ist es nun um die Pelzwesen geschehen. Atlan, angesichts der Gefahr, die Hidden-X darstellt, ziemlich rücksichtslos, hat offenbar einen mit einer Arkonbombe versehenen Spezialroboter gegen den zentralen Hohlspiegel des Flekto-Yn eingesetzt und dabei möglicherweise einige Hunderttausend Bakwer geopfert, die im Erwachsenalter von Hidden-X zwar künstlich verdummt wurden, aber dennoch, es bleibt eine Katastrophe.

Mit Wöbbekings magischer Hilfe gelangte Atlan auf das Flekto-Yn und im richtigen Moment auch wieder zurück. Begleitet wurde er von Blödel. Kurt Mahr gelingt es, Blödel interessanter darzustellen, als ich es von HGF und Terrid gewohnt war. Roboter mit Persönlichkeit sind ein schwieriges Thema. Bei den meisten Autoren wird nur geblödelt. Hier hebt sich Kurt Mahr wohltuend ab.

Auf der Extra-Sinn-Seite erläutert Expokrat Griese, dass Hidden-X keine vollwertige Superintelligenz ist, was manches, aber nicht alles erklärt. Es wirkt leider auch ziemlich ratlos. Schade ist, dass die doppelseitige Illustration in der Heftmitte wieder einmal rein gar nichts mit dem Heftinhalt zu tun hat.

Re: Klassiker-Zyklus 4: die Abenteuer der SOL

Beitragvon Yman » 19. November 2017, 18:21

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Lumpazie hat geschrieben:Am Montag, den 03.Januar 1983 erschien der Band 587 der Atlan-Serie:

Krieger für Hidden-X

von Hans Kneifel


War Atlan 583 "Die fünfte Kolonne der Molaaten", Hans Kneifels vorheriger Beitrag zur Serie, nur guter Durchschnitt, so ist der nur vier Wochen später erschienene Roman "Krieger für Hidden-X" von Hans Kneifel wieder Spitzenklasse. Die SOL hat ein neues Spezialschiff fertiggestellt, den Hypervakuumverzerrer (Risszeichnung im nächsten Band), der gegen Hidden-X eingesetzt werden soll, aber es fehlen noch entsprechende Tests. Kommandantin ist die ehemalige Magnidin Ursula Grown, für die dies eine Bewährungsmöglichkeit darstellt. Ganz ohne die alte Garde geht es nicht.

Hidden-X bleibt nicht untätig und handstreichartig organisiert er sich ein neues Hilfsvolk, die katzenartigen Anterferranter, die mir außerordentlich gut gefallen haben. Hans Kneifel beschreibt alles sehr schön und erweckt dieses Volk auf wenigen Seiten zum Leben. Es ist alles sehr gut nachvollziehbar, wie es Hidden-X in sehr kurzer Zeit gelingt, die durchaus sympathischen Anterferranter als Hilfsvolk einzusetzen und zum Äußersten anzutreiben.

Sehr interessant fand ich, dass deren Heimatgalaxis Bars von einer anderen Galaxis im senkrechten Winkel durchstoßen wird und sich das Ganze zu einer Art Kreuz-Galaxis namens Bars-2-Bars (klingt schon super!) zu vereinigen scheint.

Ziel von Hidden-X ist es, die Solaner von der SOL zu entführen, dazu bedient er sich einer besonderen Teleportationsfähigkeit der Anterferranter, die 222 Auserwählte zu einem Parablock zusammenschließen. Prominentes Opfer ist Oggar, der bei der anschließenden, sehr spannend geschilderten Flucht als Anführer der Fliehenden sein Leben lässt. Über den Dunkelplaneten und dem Planeten der Anterferranter tobt eine gewaltige Raumschlacht. Dabei wird auch der HORT vernichtet, nur die SCHNECKE überlebt. Insider tritt Oggars Nachfolge an.

Das hier wieder einmal aufgeräumt wurde, im letzten Roman, Oserfan, jetzt Oggar und der HORT, ist offensichtlich, aber ich bin froh, wenn Sternfeuer wieder zurück in ihrem Körper ist, und über Oggar ist möglicherweise noch nicht das letzte Wort gesprochen.

Ziel der Attacke der Anterferranter ist ganz logisch der Hypervakuumverzerrer, und auch das war sehr spannend. Ohne Testrun wird er schließlich eingesetzt, und es kann vermutet werden, dass die Anterferranter und ihr Planet wieder in ihre Heimatgalaxis zurücktransportiert wurden, was zu schön um wahr zu sein ist, womit man als Leser aber leben kann.

Drei Solaner wurden ins Flekto-Yn teleportiert, Hidden-X verhindert einen Gegenangriff der SOL, d.h. einen erneuten Einsatz des Hypervakuumverzerrers, und holt wieder ein Mal zum Gegenschlag aus, was jetzt aber sehr spannend geworden ist.

Re: Klassiker-Zyklus 4: die Abenteuer der SOL

Beitragvon Yman » 22. November 2017, 15:40

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Lumpazie hat geschrieben:Am Montag, den 10. Januar 1983 erschien der Band 588 der Atlan-Serie:

Das schlafende Heer

von Falk-Ingo Klee


Der Roman war gut, aber am Ende brachte der Hypervakuumverzerrer (gute Risszeichnung im Heft) wieder einmal innerhalb kurzer Zeit die Entscheidung. Dieses Mal wurde er gegen die SOL selbst eingesetzt, mit dem Effekt, dass die angreifenden Roboter des schlafenden Heeres sich um einen Faktor 75 verlangsamten. Bei einer früheren Gelegenheit wurde ein ganzer Planet in seine Galaxie zurückversetzt. Und danach wurde ein Durchgang in die Dimension des Flekto-Yn geschaffen. Das Gerät scheint alles zu können, was gerade gebraucht wird. Vermutlich wird man nun nicht mehr erfahren, warum die Roboter telepathisch zu registrieren waren, woher sie kamen, usw.

Für Atlan sieht die Sache wieder einmal wie so oft aus: Mit einer Handvoll Getreuer und minimaler Ausrüstung ist er unterwegs zur Höhle des Löwen. Besonders fies war, wie Hidden-X die drei zuvor entführten Solaner gegen die beiden Kreuzer einsetzte und immerhin einen zerstörte. Sehr gut gefiel mir Bjo Breiskolls rasche Reaktion, die sein Schiff vor der Zerstörung bewahrte. Atlan war wieder einmal zu vertrauensselig. Er hätte die drei Solaner auf einer Space-Jet lassen sollen.

Der Kampf auf der SOL war anfangs spannend, später ließ das aber nach. SENECA, unzählige SOL-Roboter und die Besatzung der SOL im Kampf gegen unzählige gigantische Roboter, das war einfach eine Riesen-Materialschlacht ohne echte Höhepunkte.

Sehr schön aber war das Eindringen bzw. das Vordringen in der fremden Dimension beschrieben, unter anderem mit einem Probe-Linearflug, der die Schiffe kein bisschen näher ans Flekto-Yn brachte, bis Sanny irgendetwas berechnete. Ich finde es immer interessant, wenn plötzlich andere physikalische Gesetze gelten, andere Gesetze, aber eben noch Gesetze, die gelten.
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