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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon piehdschäij » 26. November 2017, 23:22

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piehdschäij
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Yman hat geschrieben:Ich denke, dass es sich um die Kanarischen Inseln handelt, auch wenn die Angabe im Roman "nordöstlich" wieder einmal irreführend ist.

Seltsam, das wird ein Druckfehler sein, da habe ich glatt drüber hinweg gelesen - wohl, weil ich die Kanarischen Inseln von Anfang an im Hinterkopf hatte. Ich hatte versucht, aus "Tamaran" schlau zu werden, und fand - neben einem Planeten im DC-Universum -, dass es der Name Gran Canarias in der Sprache der Ureinwohner ist (Quelle: Wikipedia, spanisch). Von daher erschienen mir diese 7 Inseln = 7 Königreiche als logisch. Dazu passt, dass Expose-Autor Marc Herren eine Weile auf Gran Canaria gelebt hat.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Yman » 29. November 2017, 09:38

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Yman
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Ich bin jetzt auch fertig mit dem ersten Teil der Trilogie.

piehdschäij hat geschrieben:
Yman hat geschrieben:Ich denke, dass es sich um die Kanarischen Inseln handelt, auch wenn die Angabe im Roman "nordöstlich" wieder einmal irreführend ist.

Seltsam, das wird ein Druckfehler sein, da habe ich glatt drüber hinweg gelesen - wohl, weil ich die Kanarischen Inseln von Anfang an im Hinterkopf hatte. Ich hatte versucht, aus "Tamaran" schlau zu werden, und fand - neben einem Planeten im DC-Universum -, dass es der Name Gran Canarias in der Sprache der Ureinwohner ist (Quelle: Wikipedia, spanisch). Von daher erschienen mir diese 7 Inseln = 7 Königreiche als logisch. Dazu passt, dass Expose-Autor Marc Herren eine Weile auf Gran Canaria gelebt hat.


Damit ist es dann natürlich eindeutig. Der Begriff Canarii taucht im Roman aber erst spät auf, wenn ich nichts überlesen habe. Im Glossar fehlt er. Das Glossar ist seltsam. An die Hälfte der Begriffe kann ich mich nicht erinnern, sie im Roman gelesen zu haben. Begriffe, die ich nachschlagen wollte, fehlten, z.B. Schepset. Atlan nennt die Goldene einmal Schepset Nitetis.

Das Völkchen ist nun überzeugt, auf die Wanderschaft zu gehen. Die Befreiung geschah mit Atlans überlegener Ausrüstung ziemlich rasch und relativ unblutig, und es war mir auch lieber, dass das Buch, das mit einem Gemetzel begann, nicht mit einem Gemetzel endete.

piehdschäij hat geschrieben:Nitetis blieb für mich als Figur ziemlich blass. Sie hält mehr als die üblichen Zumutungen (Gleiterflug, Individualschirm etc.) ohne große Probleme aus, gibt aber nur ein paar Stichworte und macht sich als "Goldene Königin" bereit. Von ihr selbst erfährt man leider wenig. Das wird sich sicher in den Folgebänden ändern. Vielleicht ja auch dadurch, dass Atlan ihr näherkommt?


Ich glaube nicht, dass da in den Folgebänden noch viel zur Goldenen kommen wird, oder dass Atlan mit ihr noch etwas haben wird. Das befreite Volk braucht ja eine Regierung, z.B. eben erst einmal diese Nitetis, und ihr kommt in der Geschichte diese Rolle zu, da Atlan diese nicht selbst übernehmen wird. Atlan braucht ja immer für so etwas jemanden an seiner Stelle. Er berät ja immer nur.

Bei der Goldenen habe ich mich natürlich auch gefragt, was an der so besonders ist. Durch ihre Adoption im Säuglingsalter durch den Pharao ist sie von vornehmer Herkunft, und sie dürfte einiges mitbekommen haben, wie regiert wird. Sie ist also eine Adelige, etwas größer als 1,80 und besonders schön, und dürfte sich zunächst als Herrscherin über das helle Volk erfolgreich anbieten, wird sich aber letzlich bewähren müssen. Charakterlich bleibt sie ein bisschen blass. Anfangs wirkte sie noch sehr selbstsicher und streitlustig, aber gegen Atlan, der sie manipuliert und in die Rolle der Herrscherin manövriert, kommt sie nicht an.

Atlans Motiv ist wohl zu verhindern, dass Nitetis den Persern zwecks politischer Heirat ausgeliefert oder am Hof des Pharaos aus politischen Gründen vergiftet oder sonstwie aus dem Weg geräumt wird. Atlan hält ja recht viel von der Aristokratie, und da ist die Idee, der Goldenen zu einem neuen Herrschaftsbereich zu verhelfen, recht naheliegend.

Undurchsichtig ist dieser Orsat, der Eindruck erweckt, als habe er die Prophezeiung erfunden. Atlan traut ihm nicht mehr, seit er beobachtet hat, dass Orsat keinen Finger rührt, um zu helfen.

Über die historischen Gegebenheiten nachzudenken ist etwas müßig, da der Großteil des Romans auf reiner Fiktion basiert, auch wenn es einen recherchierbaren geschichtlichen Hintergrund gibt. Ich freue mich sehr über die prächtige, detailreich abgebildete historische Kulisse des Romans, aber historische Genauigkeit will ich hier nicht als Maßstab für die Qualität des Romans nehmen, solange keine groben Fehler gemacht wurden. Ärgerlich finde ich aber, dass es dieses Mal keine Karten im Buch gibt.

Zu den Folgebänden habe ich im Moment keine Vorstellung, wo da der Stoff für zwei umfangreiche Bände herkommen soll. Das Volk, 1000 Leute, marschieren nach Westen, und danach müssen sie noch auf die Inseln. Hier und da ein kleiner Überfall, ein Sandsturm, schlechtes Wetter auf hoher See, auch die Logistik wird ein Problem sein, so dass Rico wieder voll im Einsatz sein wird, das haben wir aber alles schon gehabt.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon piehdschäij » 29. November 2017, 18:18

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Yman hat geschrieben:Undurchsichtig ist dieser Orsat, der Eindruck erweckt, als habe er die Prophezeiung erfunden.

Was es mit ihm auf sich hat und wo die Prophezeiung überhaupt herkommt, würde mich auch interessieren. Mal sehen, was da noch kommt.

Yman hat geschrieben:Über die historischen Gegebenheiten nachzudenken ist etwas müßig, da der Großteil des Romans auf reiner Fiktion basiert, auch wenn es einen recherchierbaren geschichtlichen Hintergrund gibt.

Zumindest hat ja Dennis Mathiak schon erwähnt, dass er viel recherchiert hat. Ob er den historischen oder den PR-spezifischen Kontext meinte, ist mir allerdings nicht klar.

Yman hat geschrieben:Zu den Folgebänden habe ich im Moment keine Vorstellung, wo da der Stoff für zwei umfangreiche Bände herkommen soll.

Lassen wir uns überraschen - den Autoren ist bestimmt etwas eingefallen. :D

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Yman » 29. November 2017, 19:00

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piehdschäij hat geschrieben:
Yman hat geschrieben:Über die historischen Gegebenheiten nachzudenken ist etwas müßig, da der Großteil des Romans auf reiner Fiktion basiert, auch wenn es einen recherchierbaren geschichtlichen Hintergrund gibt.

Zumindest hat ja Dennis Mathiak schon erwähnt, dass er viel recherchiert hat. Ob er den historischen oder den PR-spezifischen Kontext meinte, ist mir allerdings nicht klar.


Das kann er uns ja hier dann noch mitteilen. :)

Gründliche Recherchen halte ich schon für wichtig, und es ist auch interessant, die geschichtlichen Hintergründe zu kennen, aber das Ziel der Atlan-Zeitabenteuer ist ja nicht wirklich eine möglichst exakte Rekonstruktion der tatsächlichen geschichtlichen Ereignisse.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Dennis Mathiak » 29. November 2017, 22:14

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Dennis Mathiak
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Yman hat geschrieben:
piehdschäij hat geschrieben:Zumindest hat ja Dennis Mathiak schon erwähnt, dass er viel recherchiert hat. Ob er den historischen oder den PR-spezifischen Kontext meinte, ist mir allerdings nicht klar.


Das kann er uns ja hier dann noch mitteilen. :)

Gründliche Recherchen halte ich schon für wichtig, und es ist auch interessant, die geschichtlichen Hintergründe zu kennen, aber das Ziel der Atlan-Zeitabenteuer ist ja nicht wirklich eine möglichst exakte Rekonstruktion der tatsächlichen geschichtlichen Ereignisse.


Ich bezog mich auf die historische Recherche, wobei das Gebiet nicht soooo gut erforscht ist. Lasst euch überraschen.

Band 2, das erste Zeitabenteuer von einem anderen Autor als Hans Kneifel, fand ich damals übrigens sehr spannend
Ad Astra,

Dennis

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Christian Montillon » 30. November 2017, 08:52

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Dennis Mathiak hat geschrieben:
Yman hat geschrieben:
piehdschäij hat geschrieben:Zumindest hat ja Dennis Mathiak schon erwähnt, dass er viel recherchiert hat. Ob er den historischen oder den PR-spezifischen Kontext meinte, ist mir allerdings nicht klar.


Das kann er uns ja hier dann noch mitteilen. :)

Gründliche Recherchen halte ich schon für wichtig, und es ist auch interessant, die geschichtlichen Hintergründe zu kennen, aber das Ziel der Atlan-Zeitabenteuer ist ja nicht wirklich eine möglichst exakte Rekonstruktion der tatsächlichen geschichtlichen Ereignisse.


Ich bezog mich auf die historische Recherche, wobei das Gebiet nicht soooo gut erforscht ist. Lasst euch überraschen.

Band 2, das erste Zeitabenteuer von einem anderen Autor als Hans Kneifel, fand ich damals übrigens sehr spannend



Ich auch :-)

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon MAH » 30. November 2017, 09:57

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Ich werde hier auch mitlesen. :) Falls ihr Fragen zur Konzeption etc. habt, dürft ihr sie gerne stellen.

PS: Der Begriff "Guanchen" bedeutet übersetzt "Mann von [Teneriffa]". Der Begriff wurde für die Einwohner von Tamaràn (Gran Canaria) übernommen, obwohl er eigentlich nicht zutrifft. Auf El Hierro nannten sich die Ureinwohner "Bimbachen". :)

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Lumpazie » 1. Dezember 2017, 11:04

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@Dennis, Christian und MAH

Schön das ihr dabei seit :st: Das freut uns sehr. Anekdote zu damaligen Zusammenhängen (Recherchen, Teamwork usw) werden von uns immer gerne gelesen :-)) Nur her damit.....
Es is kein’ Ordnung mehr jetzt in die Stern’,
D’ Kometen müßten sonst verboten wer’n;
Ein Komet reist ohne Unterlaß
Um am Firmament und hat kein’ Paß;
Und jetzt richt’ a so a Vagabund
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(Johann Nestroy)

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon MAH » 2. Dezember 2017, 11:45

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Hans hatte einige Anmerkungen zu meinem Exposé. Beispielsweise gefiel ihm der Name Nitetis nicht. Allerdings stammte dieser gar nicht von mir. Ich orientierte mich nämlich an der historischen Figur, die Ah'mes als seine Tochter an die Perser gab.

http://referenceworks.brillonline.com/entries/der-neue-pauly/nitetis-e823930#

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Lumpazie » 2. Dezember 2017, 12:55

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Da ich morgen einen Tagesausflug nach Regensburg mache, kommt die Besprechung des nächsten Atlan-Romans ausnahmsweise schon heute:

Im November des Jahres 2010 erschien als zweiter Band des Tamaran Zyklus innerhalb der PERRY RHODAN-Reihe ATLAN X das chronologisch "22te" Zeitabenteuer. Da diese neue Triologie allerdings erst NACH der ursprünglichen Erscheinung der Planetenromane (und Zeitabenteuer) erschien und die Handlung natürlich zwischen anderen Zeitabenteuern spielt, werden dieser und die kommenden beiden Zeitabenteur mit Band 20 a,b,c tituliert. Erschienen ist diese Triologie bei dem Erkrather Unternehmen FANTASY PRODUCTIONS, die Exposes schrieb Marc A.Herren. Der zweite Band wurde von Christian Montillion verfasst und ist quasi das erste Zeitabenteur welches nicht von Hans Kneifel verfasst wurde! Die Titelbilder gestaldete Arndt Drechsler.

Sternenfall der Goldenen

von Christian Montillion

Bild

Handlung:
Seit Tagen ist die Karawane der aus der Sklaverei befreiten Canarii unterwegs zu den sagenhaften »Sieben Inseln«, wo sie unter Führung von Nitetis ein neues Königreich errichten wollen. Eines Morgens wird die verstümmelte Leiche von Chemira gefunden. Eine grünliche Flüssigkeit läuft aus seinem Mund. Orsat, er Schriftgelehrte, hebt den Körper hoch. Dabei ergießt sich ein Schwall grünen Blutes aus der Wunde.

Nitetis und Atlantos von Alashia, der Weiße Krieger, machen sich Gedanken über den Mord. Der Goldenen ist aufgefallen, dass der Altar der Götter Attax und Xatta, der vor der Karawane der Canarii hergetragen wird, ebenfalls grün gefärbt ist. Sie erwartet einen weiteren Mord, der diesen Zusammenhang deutlicher erkennbar lassen wird.

Orsat findet unter seinen zahlreichen Pergamentrollen eine, die er neu übersetzt und interpretiert. Den Titel benannt er mit »Sternenfall der Goldenen«. Atlantos, Nitetis und der Schriftgelehrte versuchen die Worte zu deuten.

Rico erhält den Auftrag Gewebeproben aus Chemiras Leichnam zu entnehmen und zu analysieren. Der Roboter stellt fest, dass Chemira an einer Vergiftung gestorben ist. Die verwendeten Pflanzenextrakte und –pulver führen dazu, dass das Blut eine grüne Färbung angenommen hat. Da die Komplexität des Giftes es unmöglich erscheinen lässt, dass es unterwegs hergestellt werden kann, kommt Rico zu dem logischen Schluss, dass die Tat von langer Hand vorbereitet worden ist. Ein weiterer derartiger Zwischenfall wird nicht allzu lange auf sich warten lassen.

Die Karawane erreicht die Oase Kahena, wo die Canarii auf Mbareks Männer treffen, die ebenfalls hier ihr Lager aufgeschlagen haben. Die Hochzeit von Feguise und Tiguafaya wird vorbereitet. Am Vorabend der Hochzeit versammeln sich die Frauen und schmücken den Körper der Braut mit Ornamenten aus Henna, das mit durch Zugabe eines Pulvers grün gefärbt ist. Auch Nitetis beteiligt sich an diesem Brauch. Tiguafaya feiert in einem benachbarten Zelt mit den Männern, als ein grauenvoller Schmerzensschrei ertönt. Aus Tafalkayts Fingerspitzen quillt Blut. Auch Feguise zeigt Wirkung. Sie wird von Krämpfen geschüttelt und beißt sich sogar die eigene Zunge ab. Atlantos von Alashia ruft Rico herbei. Der Roboter verabreicht dem Mädchen eine schmerzstillende Injektion. Doch die Wirkung ist nur kurzfristig. Auch das Anlegen des Zellaktivators nützt nichts mehr. Mit einem letzten Aufbäumen stirbt Feguise.

Atlantos von Alashia beruft eine Versammlung ein, wo er Erklärungen über einige seiner technischen Hilfsmittel abgibt. Auch plant er, etwa 70 Canarii, Alte, Gebrechliche, Kranke und Mütter mit Säuglingen mit dem Gleiter von Riancoros zur Küste fliegen zu lassen.

Noch in der Nacht werden zwei weitere Canarii erschlagen aufgefunden. Riancoros ist es gelungen, die Aufzeichnungen von Horus auszuwerten. Das Gesicht des Mörders ist jedoch nicht eindeutig zu erkennen. Der Roboter bringt ihn zum Rand der Oase, wo die Leichen unter breiten Dornbüschen versteckt sind.

Ka-Nachtmin und Nitetis überbringen die Nachricht vom Fund eines Toten, der im seichten Uferwasser des Teiches mit dem Gesicht nach unten getrieben ist. Gegenüber Atlantos identifiziert Riancoros Zonzamas als den bisher unbekannten Mörder.

Atlantos hält eine Ansprache, in der er den Canarii mitteilt, dass sie in drei Gruppen aufgeteilt werden. Demetrion begleitet die erste Gruppe, die sich aus 68 Alten, Schwachen, schwangeren Frauen und Müttern mit kleinen Kindern sowie 40 rômetischen Soldaten und Rico besteht. Mit dem Gleiter werden sie in mehreren Flügen zum Fluss Elkhalona gebracht, von wo aus die Sieben Königreiche zu sehen sind. Tauschhandel mit einer kleinen Stadt in der Nähe soll das Überleben der Gruppe bis zum Eintreffen der beiden anderen sichern. Ein Lager soll gebaut, Felder bestellt und Vorräte angelegt werden.

Eine zweite Gruppe aus etwa 300 Personen unter Führung von Guayaram und Atlantos wandert zur Küste des Großen Grünen, wo Kapitän Boshmun mit der KÜSTENSCHWALBE und zwei weiteren Schiffen wartet. Während der Seereise zum Fluss Elkhalona haben die von Guayaram begleiteten Canarii und die Rômet die Gelegenheit, das Segeln, Fische fangen und Schwimmen zu lernen.

Die dritte Gruppe aus etwa 600 Personen mit Ka-Nachtmin, Nitetis und Orsat wird durch die Steinwüste ziehen, muss ein Gebirge überqueren und vielleicht in einem Jahr das Lager am Fluss Elkhalona erreichen.

Während des anstrengenden Marsches zur Küste kommt es in den nächsten Tagen zu mehreren Todesfällen, die aber anscheinend mit der Prophezeiung in keinem Zusammenhang stehen, da nichts auf die Farbe Grün hindeutet. Atlantos wird bald insgeheim als Lügner bezeichnet, da dieser behauptet, das Meer sei nur mehr eine Tagesreise entfernt. Am Ende der Vorräte und der Kräfte liegt die Hafenstadt vor ihnen.

Als Atlantos die Stadt Sirt erreicht, wird er von Maghreb begrüßt und zu Kapitän Boshmun gebracht. Dieser eröffnet ihm, dass er die für die Canarii bestimmten Vorräte an die Bewohner der zerstörten Stadt verkauft hat. Windstille hat ihn daran gehindert, Nahrungsmittel und Wasser heranzuschaffen. Atlantos nimmt mit Rico Verbindung auf, der im Anflug auf Sirt ist.

Die zweite Gruppe erreicht das Atlas-Gebirge. Saco, der für die Sicherheit der Karawane zuständig ist, nimmt einen großen Schluck aus seinem Wasserschlauch. Die Flüssigkeit ist stark salzhaltig. Der Canarii geht zu Boden und bleibt stundenlang in der Hitze bewusstlos liegen. Als er wieder zu sich kommt, kriecht er auf allen vieren weiter und stürzt einen steilen Abhang hinunter. Aus einem seiner Pfeile und Lederstreifen bastelt er eine Fackel und setzt in der Nacht seinen Weg fort. Ein zweites Licht in der Dunkelheit führt ihn in eine Höhle, wo er niedergeschlagen und gefesselt wird. Ein Vermummter stößt ihm zwei glühende Eisenspitzen in die Augen. Der Mörder hat ein weiteres Opfer gefunden.

Atlantos pilotiert den Gleiter zur Gruppe von Nitetis. Aus den internen Aufzeichnungen des Roboterhundes Anub erfährt er, dass Saco, der die Nachhut gebildet hat, vermisst wird. Atlantos berichtet den Canarii, dass seine Gruppe den Hafen erreicht hat.

Ka-Nachtmin kündigt die Rückkehr des Suchtrupps an. Rahotep hat Saco gefunden. Er bringt Ka-Nachtmin, Nitetis und Atlantos zu der Höhle, in der die Leiche liegt. Unbemerkt nimmt Atlantos eine Gewebeprobe des Toten, um sie später von Rico untersuchen zu lassen. Vorbereitungen werden getroffen, um Saco vor der Höhle zu bestatten. Plötzlich geht der Leichnam in grüne Flammen auf.

Atlantos stellt fest, dass unter der Kleidung von Saco die Substanz Lichtträger platziert worden ist. Diese Chemikalie kann zu dieser Zeit weder von den Rômet noch von den Canarii hergestellt worden sein. Eine kleine Menge Lichtträger wird von Anub im Körper des Canarii Avago gefunden. Avago, der für die Verbrennung Sacos verantwortlich ist, begeht Selbstmord.

Während sich die Karawane wieder in Bewegung setzt, fliegt Atlan mit Rico zum Fluss Elkhalona. Dort haben die Bewohner von Sirt begonnen, neue Brunnen an den Stellen zu graben, die ihnen Atlantos als erfolgversprechend gezeigt hat. Tatsächlich sind sie auf Wasser gestoßen. Der Weiße Krieger macht Maghreb das Angebot, etwa 30 bis 40 Dorfbewohner zu den Sieben Königreichen mitzunehmen. Nach reiflicher Überlegung will auch Maghreb mit seiner Familie an Bord der KÜSTENSCHWALBE gehen. Bei einem Essen teilt Atlantos Huanarame und Guayaram mit, dass die Dorfbewohner die Canarii begleiten wollen. Während Huanarame positiv reagiert, ist der Priester von der Aussicht, dass sich Canarii und Fremde vermischen werden, nicht gerade angetan.

Die KÜSTENSCHWALBE und ihre beiden Begleitschiffe stechen in See. Stürmische Tage liegen vor ihnen. Nach einigen Tagen auf See treten seltsame Krankheitsfälle auf. Betroffen sind allerdings nur sechs Mischlinge. Sie sind mit Lichtträger vergiftet worden. Medizinische Hilfe ist aufgrund der stark eingeschränkten Möglichkeiten nicht möglich. Durch den Einsatz seines Psychostrahlers erfährt Atlantos von Hamilkar, dass Guayaram bei den Kranken gewesen ist, um mit ihnen für die Gunst der Götter zu beten. Atlantos stellt den Priester zur Rede. Dieser gibt zu, vom »Sternanzündemann« beauftragt worden zu sein, die Mischlinge zu vergiften. Er kann sich jedoch nicht an die Identität des Auftraggebers erinnern.

Die KÜSTENSCHWALBE und ihre Begleitschiffe erreichen die Mündung des Elkhalona. Die Canarii gehen von Bord und ziehen zum Lager. Bei einem Gespräch mit Guayaram gelangt Atlantos immer mehr zu der Überzeugung, dass Orsat etwas mit dem Sternanzündemann zu tun haben könnte. Die Weisen der Canarii, allen voran Maronagas wollen aus ihrer Mitte die sieben zukünftigen »Guarnateme«, die neuen Könige der sieben Inseln, wählen. Der Weiße Krieger bittet, auf die Ankunft von Nitetis zu warten.

Atlantos und Rico fliegen erneut mit dem Gleiter der Gruppe um Nitetis entgegen. Auf einem weiten, steppenartigen Plateau im Hochland des Atlas-Gebirges finden sie die Canarii. Der Weiße Krieger berichtet Nitetis und Orsat von der Überfahrt mit der KÜSTENSCHWALBE und den Todesfällen an Bord. Als er mit Orsat allein sprechen kann, setzt er den Psychostrahler ein. Bereitwillig gibt der Gelehrte Antworten auf die Fragen. Die Hoffnung, in ihm den Sternanzündemann gefunden zu haben, zerschlägt sich. Atlantos kehrt zum Elkhalona zurück.

Etwa ein halbes Jahr später, Nitetis hat mit ihrer Gruppe in der Zwischenzeit das Dorf erreicht, soll der Transport zu den Sieben Königreichen vorbereitet werden. Doch zuvor sollen die Guanarteme in Ausscheidungskämpfen bestimmt werden.

Am Vorabend der Stab- und Ringkämpfe begeben sich Atlantos und Nitetis auf einen Hügel, von dem aus sie die Königreiche erkennen können. Der Weiße Krieger und die Goldene kommen sich sehr nahe und vereinigen sich. Während des Liebesspiels scheint es, als würde die Goldene in dunkler Nacht erstrahlen und glühen. Wie in der Prophezeiung scheint die Goldene zu brennen. Am Horizont fallen Sterne vom Himmel. Die Sonne scheint im Westen aufzugehen. Tatsächlich ist es auf einer der Inseln zu einem Vulkanausbruch gekommen. Riesige Gesteinsbrocken zischen durch die Luft und versinken brodelnd im Meer.

47 Canarii stellen sich den Kämpfen um die Würde eines Guanarteme zu erringen. Unter den Kämpfern befinden sich auch Maronagas, Huanarame und Guayaram.

Rico wird von Atlantos zu der Vulkaninsel geschickt. Der Roboter stellt fest, dass genau zu dem Zeitpunkt der Vereinigung mit Nitetis eine gewaltige Bombe gezündet wurde, die das obere Drittel des Vulkankegels wegsprengte und Lavamassen in die Luft schleuderte.

Erneut drängt sich Atlantos der Verdacht auf, Orsat hätte die uralten Pergamente mit der Prophezeiung manipulieren können. Das Verhör mit dem Psychostrahler passt jedoch nicht in das Gesamtbild. Um Orsat dennoch als Sternanzündemann überführen zu können, hat Atlantos Riancoros beauftragt, das Sonnen-Pergament herzustellen und auf alt zu trimmen.

Nach dem Ende der Ausscheidungskämpfe gibt Atlantos das Auffinden einer weiteren alten Prophezeiung bekannt. Nitetis verliest die Worte des Sonnen-Pergamentes. Orsat nähert sich dem Podest, auf dem der Weiße Krieger und die Goldene stehen. Er bezeichnet gegenüber Atlantos das Pergament als Fälschung. Auch teilt er diesem mit, dass er schon vor Tagen Nitetis vergiftet hat und die Goldene nur noch wenige Tage zu leben hat. Die Herstellung eines Gegengiftes wird auch dem Roboter nicht möglich sein. Orsat fordert Atlantos zum Stockkampf heraus.

Der angebliche Gelehrte präsentiert eine Kugel, die ähnlich dem Psychostrahler funktioniert. Die beiden Kontrahenten einigen sich darauf, beide Waffen zu zerstören. Orsat reißt sich die Biomolplast-Maske vom Gesicht und gibt sich als Suskohne zu erkennen. Er schlägt dem Arkoniden einen Handel vor. Für die Überlassung des Gegengiftes verlangt er von Atlantos, dass er mit einem Teil des Hellen Volkes auf eine der Inseln ziehen kann. Der Weiße Krieger soll sich zurückziehen. Nitetis belauscht die Verhandlungen. Ein harter Kampf entbrennt, aus dem Atlantos als Sieger hervorgeht. Orsat verabreicht Nitetis das Gegengift. Mit 83 Anhängern verlässt er die Siedlung. Kein einziger Mischling ist unter ihnen.

Anmerkung

Das Titelbild existiert in zwei verschiedenen Versionen, eines davon für die Taschenbücher, das andere für eBooks:

Bild

Der obige Text wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
Es is kein’ Ordnung mehr jetzt in die Stern’,
D’ Kometen müßten sonst verboten wer’n;
Ein Komet reist ohne Unterlaß
Um am Firmament und hat kein’ Paß;
Und jetzt richt’ a so a Vagabund
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon piehdschäij » 6. Dezember 2017, 23:11

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piehdschäij
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Dass ein neuer Autor einen neuen Stil in die Zeitabenteuer bringen würde, hatte ich erwartet und war gespannt. Dass das neue Element Splatter sein würde, hatte nicht erwartet. Die abgetrennten Füße fand ich schon ekelhaft genug - so explizit will ich Gewalt nicht lesen! Die "dünnen Ärmchen der Ungeborenen", die aus den aufgeschlitzten Bäuchen ihrer Mütter ragen, waren für mich unerträglich. Und als dann noch der brutale Mord von Zonzamas in allen ekelhaften Details beschrieben wird, hat es mir endgültig gereicht.

Ich lese zum Vergnügen, nicht, um mich zu übergeben :übel:

Fazit: Tschüss, Tamaran, ich steige aus. Schade, denn MAHs Romane habe ich immer sehr gerne gelesen. Aber auf eine Zweidrittel-Trilogie habe ich keine Lust. Wir sehen uns beim nächsten Blauband-Abenteuer wieder.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 6. Dezember 2017, 23:40

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dandelion
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Habe auch anderswo schon gelesen, daß es in diesem Roman recht blutig zuging. Passt wohl nicht so recht zu den früheren Zeitabenteuern. Welche Absicht steckte dahinter? Wie war Hans Kneifels Meinung dazu?

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Yman » 7. Dezember 2017, 20:23

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Yman
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dandelion hat geschrieben:Habe auch anderswo schon gelesen, daß es in diesem Roman recht blutig zuging. Passt wohl nicht so recht zu den früheren Zeitabenteuern. Welche Absicht steckte dahinter? Wie war Hans Kneifels Meinung dazu?


Hoffentlich erhalten wir eine Antwort darauf. Das ist für mich eine, vielleicht sogar die entscheidende Kernfrage zu dieser Trilogie.

piehdschäij hat geschrieben:Fazit: Tschüss, Tamaran, ich steige aus. Schade, denn MAHs Romane habe ich immer sehr gerne gelesen. Aber auf eine Zweidrittel-Trilogie habe ich keine Lust. Wir sehen uns beim nächsten Blauband-Abenteuer wieder.


Das ist schade, aber ich kann es verstehen, wobei du aber auch schon ein Drittel gelesen hast und es, falls du das Buch bereits gekauft hast, vielleicht ja doch noch mal eine Überlegung wert wäre, den Abschlussband der Trilogie zu lesen.

Ansonsten freue ich mich natürlich auf ein Wiedersehen beim nächsten Blauband-Abenteuer. Mit den Blaubänden macht man sicher nichts falsch.

piehdschäij hat geschrieben:Dass ein neuer Autor einen neuen Stil in die Zeitabenteuer bringen würde, hatte ich erwartet und war gespannt. Dass das neue Element Splatter sein würde, hatte nicht erwartet. Die abgetrennten Füße fand ich schon ekelhaft genug - so explizit will ich Gewalt nicht lesen!


Ich will so etwas auch nicht lesen. Ich habe jetzt gerade den Prolog hinter mich gebracht und eigentlich auch keine Lust mehr, weiter zu lesen, will aber noch nicht aufgeben. Ich frage mich, warum der Autor so etwas geschrieben hat, was da im Kopf des Autors eigentlich vorgeht.

Was ich auch gerne wissen würde: Warum wurde für den ersten Band der Trilogie das Titelbild geändert? Warum musste Nitetis plötzlich aussehen wie eine amerikanische Schauspielerin in einem B-Movie? Warum konnte sie nicht so bleiben wie sie war?

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon piehdschäij » 9. Dezember 2017, 13:22

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piehdschäij
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Yman hat geschrieben:... und es, falls du das Buch bereits gekauft hast, vielleicht ja doch noch mal eine Überlegung wert wäre, den Abschlussband der Trilogie zu lesen.

Der liegt warm und trocken auf meinem Reader und frisst kein Brot. Da (bzw. auf meinem Calibre-Archiv) liegen aber jetzt schon mehr ungelesene Bücher, als ich realistischerweise noch schaffe. Da kann ich also frohgemut nach einem anderen greifen. :o)
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