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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon piehdschäij » 26. November 2017, 23:22

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piehdschäij
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Yman hat geschrieben:Ich denke, dass es sich um die Kanarischen Inseln handelt, auch wenn die Angabe im Roman "nordöstlich" wieder einmal irreführend ist.

Seltsam, das wird ein Druckfehler sein, da habe ich glatt drüber hinweg gelesen - wohl, weil ich die Kanarischen Inseln von Anfang an im Hinterkopf hatte. Ich hatte versucht, aus "Tamaran" schlau zu werden, und fand - neben einem Planeten im DC-Universum -, dass es der Name Gran Canarias in der Sprache der Ureinwohner ist (Quelle: Wikipedia, spanisch). Von daher erschienen mir diese 7 Inseln = 7 Königreiche als logisch. Dazu passt, dass Expose-Autor Marc Herren eine Weile auf Gran Canaria gelebt hat.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Yman » 29. November 2017, 09:38

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Yman
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Ich bin jetzt auch fertig mit dem ersten Teil der Trilogie.

piehdschäij hat geschrieben:
Yman hat geschrieben:Ich denke, dass es sich um die Kanarischen Inseln handelt, auch wenn die Angabe im Roman "nordöstlich" wieder einmal irreführend ist.

Seltsam, das wird ein Druckfehler sein, da habe ich glatt drüber hinweg gelesen - wohl, weil ich die Kanarischen Inseln von Anfang an im Hinterkopf hatte. Ich hatte versucht, aus "Tamaran" schlau zu werden, und fand - neben einem Planeten im DC-Universum -, dass es der Name Gran Canarias in der Sprache der Ureinwohner ist (Quelle: Wikipedia, spanisch). Von daher erschienen mir diese 7 Inseln = 7 Königreiche als logisch. Dazu passt, dass Expose-Autor Marc Herren eine Weile auf Gran Canaria gelebt hat.


Damit ist es dann natürlich eindeutig. Der Begriff Canarii taucht im Roman aber erst spät auf, wenn ich nichts überlesen habe. Im Glossar fehlt er. Das Glossar ist seltsam. An die Hälfte der Begriffe kann ich mich nicht erinnern, sie im Roman gelesen zu haben. Begriffe, die ich nachschlagen wollte, fehlten, z.B. Schepset. Atlan nennt die Goldene einmal Schepset Nitetis.

Das Völkchen ist nun überzeugt, auf die Wanderschaft zu gehen. Die Befreiung geschah mit Atlans überlegener Ausrüstung ziemlich rasch und relativ unblutig, und es war mir auch lieber, dass das Buch, das mit einem Gemetzel begann, nicht mit einem Gemetzel endete.

piehdschäij hat geschrieben:Nitetis blieb für mich als Figur ziemlich blass. Sie hält mehr als die üblichen Zumutungen (Gleiterflug, Individualschirm etc.) ohne große Probleme aus, gibt aber nur ein paar Stichworte und macht sich als "Goldene Königin" bereit. Von ihr selbst erfährt man leider wenig. Das wird sich sicher in den Folgebänden ändern. Vielleicht ja auch dadurch, dass Atlan ihr näherkommt?


Ich glaube nicht, dass da in den Folgebänden noch viel zur Goldenen kommen wird, oder dass Atlan mit ihr noch etwas haben wird. Das befreite Volk braucht ja eine Regierung, z.B. eben erst einmal diese Nitetis, und ihr kommt in der Geschichte diese Rolle zu, da Atlan diese nicht selbst übernehmen wird. Atlan braucht ja immer für so etwas jemanden an seiner Stelle. Er berät ja immer nur.

Bei der Goldenen habe ich mich natürlich auch gefragt, was an der so besonders ist. Durch ihre Adoption im Säuglingsalter durch den Pharao ist sie von vornehmer Herkunft, und sie dürfte einiges mitbekommen haben, wie regiert wird. Sie ist also eine Adelige, etwas größer als 1,80 und besonders schön, und dürfte sich zunächst als Herrscherin über das helle Volk erfolgreich anbieten, wird sich aber letzlich bewähren müssen. Charakterlich bleibt sie ein bisschen blass. Anfangs wirkte sie noch sehr selbstsicher und streitlustig, aber gegen Atlan, der sie manipuliert und in die Rolle der Herrscherin manövriert, kommt sie nicht an.

Atlans Motiv ist wohl zu verhindern, dass Nitetis den Persern zwecks politischer Heirat ausgeliefert oder am Hof des Pharaos aus politischen Gründen vergiftet oder sonstwie aus dem Weg geräumt wird. Atlan hält ja recht viel von der Aristokratie, und da ist die Idee, der Goldenen zu einem neuen Herrschaftsbereich zu verhelfen, recht naheliegend.

Undurchsichtig ist dieser Orsat, der Eindruck erweckt, als habe er die Prophezeiung erfunden. Atlan traut ihm nicht mehr, seit er beobachtet hat, dass Orsat keinen Finger rührt, um zu helfen.

Über die historischen Gegebenheiten nachzudenken ist etwas müßig, da der Großteil des Romans auf reiner Fiktion basiert, auch wenn es einen recherchierbaren geschichtlichen Hintergrund gibt. Ich freue mich sehr über die prächtige, detailreich abgebildete historische Kulisse des Romans, aber historische Genauigkeit will ich hier nicht als Maßstab für die Qualität des Romans nehmen, solange keine groben Fehler gemacht wurden. Ärgerlich finde ich aber, dass es dieses Mal keine Karten im Buch gibt.

Zu den Folgebänden habe ich im Moment keine Vorstellung, wo da der Stoff für zwei umfangreiche Bände herkommen soll. Das Volk, 1000 Leute, marschieren nach Westen, und danach müssen sie noch auf die Inseln. Hier und da ein kleiner Überfall, ein Sandsturm, schlechtes Wetter auf hoher See, auch die Logistik wird ein Problem sein, so dass Rico wieder voll im Einsatz sein wird, das haben wir aber alles schon gehabt.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon piehdschäij » 29. November 2017, 18:18

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Yman hat geschrieben:Undurchsichtig ist dieser Orsat, der Eindruck erweckt, als habe er die Prophezeiung erfunden.

Was es mit ihm auf sich hat und wo die Prophezeiung überhaupt herkommt, würde mich auch interessieren. Mal sehen, was da noch kommt.

Yman hat geschrieben:Über die historischen Gegebenheiten nachzudenken ist etwas müßig, da der Großteil des Romans auf reiner Fiktion basiert, auch wenn es einen recherchierbaren geschichtlichen Hintergrund gibt.

Zumindest hat ja Dennis Mathiak schon erwähnt, dass er viel recherchiert hat. Ob er den historischen oder den PR-spezifischen Kontext meinte, ist mir allerdings nicht klar.

Yman hat geschrieben:Zu den Folgebänden habe ich im Moment keine Vorstellung, wo da der Stoff für zwei umfangreiche Bände herkommen soll.

Lassen wir uns überraschen - den Autoren ist bestimmt etwas eingefallen. :D

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Yman » 29. November 2017, 19:00

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piehdschäij hat geschrieben:
Yman hat geschrieben:Über die historischen Gegebenheiten nachzudenken ist etwas müßig, da der Großteil des Romans auf reiner Fiktion basiert, auch wenn es einen recherchierbaren geschichtlichen Hintergrund gibt.

Zumindest hat ja Dennis Mathiak schon erwähnt, dass er viel recherchiert hat. Ob er den historischen oder den PR-spezifischen Kontext meinte, ist mir allerdings nicht klar.


Das kann er uns ja hier dann noch mitteilen. :)

Gründliche Recherchen halte ich schon für wichtig, und es ist auch interessant, die geschichtlichen Hintergründe zu kennen, aber das Ziel der Atlan-Zeitabenteuer ist ja nicht wirklich eine möglichst exakte Rekonstruktion der tatsächlichen geschichtlichen Ereignisse.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Dennis Mathiak » 29. November 2017, 22:14

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Dennis Mathiak
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Yman hat geschrieben:
piehdschäij hat geschrieben:Zumindest hat ja Dennis Mathiak schon erwähnt, dass er viel recherchiert hat. Ob er den historischen oder den PR-spezifischen Kontext meinte, ist mir allerdings nicht klar.


Das kann er uns ja hier dann noch mitteilen. :)

Gründliche Recherchen halte ich schon für wichtig, und es ist auch interessant, die geschichtlichen Hintergründe zu kennen, aber das Ziel der Atlan-Zeitabenteuer ist ja nicht wirklich eine möglichst exakte Rekonstruktion der tatsächlichen geschichtlichen Ereignisse.


Ich bezog mich auf die historische Recherche, wobei das Gebiet nicht soooo gut erforscht ist. Lasst euch überraschen.

Band 2, das erste Zeitabenteuer von einem anderen Autor als Hans Kneifel, fand ich damals übrigens sehr spannend
Ad Astra,

Dennis

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Christian Montillon » 30. November 2017, 08:52

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Dennis Mathiak hat geschrieben:
Yman hat geschrieben:
piehdschäij hat geschrieben:Zumindest hat ja Dennis Mathiak schon erwähnt, dass er viel recherchiert hat. Ob er den historischen oder den PR-spezifischen Kontext meinte, ist mir allerdings nicht klar.


Das kann er uns ja hier dann noch mitteilen. :)

Gründliche Recherchen halte ich schon für wichtig, und es ist auch interessant, die geschichtlichen Hintergründe zu kennen, aber das Ziel der Atlan-Zeitabenteuer ist ja nicht wirklich eine möglichst exakte Rekonstruktion der tatsächlichen geschichtlichen Ereignisse.


Ich bezog mich auf die historische Recherche, wobei das Gebiet nicht soooo gut erforscht ist. Lasst euch überraschen.

Band 2, das erste Zeitabenteuer von einem anderen Autor als Hans Kneifel, fand ich damals übrigens sehr spannend



Ich auch :-)

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon MAH » 30. November 2017, 09:57

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Ich werde hier auch mitlesen. :) Falls ihr Fragen zur Konzeption etc. habt, dürft ihr sie gerne stellen.

PS: Der Begriff "Guanchen" bedeutet übersetzt "Mann von [Teneriffa]". Der Begriff wurde für die Einwohner von Tamaràn (Gran Canaria) übernommen, obwohl er eigentlich nicht zutrifft. Auf El Hierro nannten sich die Ureinwohner "Bimbachen". :)

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Lumpazie » 1. Dezember 2017, 11:04

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@Dennis, Christian und MAH

Schön das ihr dabei seit :st: Das freut uns sehr. Anekdote zu damaligen Zusammenhängen (Recherchen, Teamwork usw) werden von uns immer gerne gelesen :-)) Nur her damit.....
Es is kein’ Ordnung mehr jetzt in die Stern’,
D’ Kometen müßten sonst verboten wer’n;
Ein Komet reist ohne Unterlaß
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(Johann Nestroy)

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon MAH » 2. Dezember 2017, 11:45

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Hans hatte einige Anmerkungen zu meinem Exposé. Beispielsweise gefiel ihm der Name Nitetis nicht. Allerdings stammte dieser gar nicht von mir. Ich orientierte mich nämlich an der historischen Figur, die Ah'mes als seine Tochter an die Perser gab.

http://referenceworks.brillonline.com/entries/der-neue-pauly/nitetis-e823930#

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Lumpazie » 2. Dezember 2017, 12:55

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Da ich morgen einen Tagesausflug nach Regensburg mache, kommt die Besprechung des nächsten Atlan-Romans ausnahmsweise schon heute:

Im November des Jahres 2010 erschien als zweiter Band des Tamaran Zyklus innerhalb der PERRY RHODAN-Reihe ATLAN X das chronologisch "22te" Zeitabenteuer. Da diese neue Triologie allerdings erst NACH der ursprünglichen Erscheinung der Planetenromane (und Zeitabenteuer) erschien und die Handlung natürlich zwischen anderen Zeitabenteuern spielt, werden dieser und die kommenden beiden Zeitabenteur mit Band 20 a,b,c tituliert. Erschienen ist diese Triologie bei dem Erkrather Unternehmen FANTASY PRODUCTIONS, die Exposes schrieb Marc A.Herren. Der zweite Band wurde von Christian Montillion verfasst und ist quasi das erste Zeitabenteur welches nicht von Hans Kneifel verfasst wurde! Die Titelbilder gestaldete Arndt Drechsler.

Sternenfall der Goldenen

von Christian Montillion

Bild

Handlung:
Seit Tagen ist die Karawane der aus der Sklaverei befreiten Canarii unterwegs zu den sagenhaften »Sieben Inseln«, wo sie unter Führung von Nitetis ein neues Königreich errichten wollen. Eines Morgens wird die verstümmelte Leiche von Chemira gefunden. Eine grünliche Flüssigkeit läuft aus seinem Mund. Orsat, er Schriftgelehrte, hebt den Körper hoch. Dabei ergießt sich ein Schwall grünen Blutes aus der Wunde.

Nitetis und Atlantos von Alashia, der Weiße Krieger, machen sich Gedanken über den Mord. Der Goldenen ist aufgefallen, dass der Altar der Götter Attax und Xatta, der vor der Karawane der Canarii hergetragen wird, ebenfalls grün gefärbt ist. Sie erwartet einen weiteren Mord, der diesen Zusammenhang deutlicher erkennbar lassen wird.

Orsat findet unter seinen zahlreichen Pergamentrollen eine, die er neu übersetzt und interpretiert. Den Titel benannt er mit »Sternenfall der Goldenen«. Atlantos, Nitetis und der Schriftgelehrte versuchen die Worte zu deuten.

Rico erhält den Auftrag Gewebeproben aus Chemiras Leichnam zu entnehmen und zu analysieren. Der Roboter stellt fest, dass Chemira an einer Vergiftung gestorben ist. Die verwendeten Pflanzenextrakte und –pulver führen dazu, dass das Blut eine grüne Färbung angenommen hat. Da die Komplexität des Giftes es unmöglich erscheinen lässt, dass es unterwegs hergestellt werden kann, kommt Rico zu dem logischen Schluss, dass die Tat von langer Hand vorbereitet worden ist. Ein weiterer derartiger Zwischenfall wird nicht allzu lange auf sich warten lassen.

Die Karawane erreicht die Oase Kahena, wo die Canarii auf Mbareks Männer treffen, die ebenfalls hier ihr Lager aufgeschlagen haben. Die Hochzeit von Feguise und Tiguafaya wird vorbereitet. Am Vorabend der Hochzeit versammeln sich die Frauen und schmücken den Körper der Braut mit Ornamenten aus Henna, das mit durch Zugabe eines Pulvers grün gefärbt ist. Auch Nitetis beteiligt sich an diesem Brauch. Tiguafaya feiert in einem benachbarten Zelt mit den Männern, als ein grauenvoller Schmerzensschrei ertönt. Aus Tafalkayts Fingerspitzen quillt Blut. Auch Feguise zeigt Wirkung. Sie wird von Krämpfen geschüttelt und beißt sich sogar die eigene Zunge ab. Atlantos von Alashia ruft Rico herbei. Der Roboter verabreicht dem Mädchen eine schmerzstillende Injektion. Doch die Wirkung ist nur kurzfristig. Auch das Anlegen des Zellaktivators nützt nichts mehr. Mit einem letzten Aufbäumen stirbt Feguise.

Atlantos von Alashia beruft eine Versammlung ein, wo er Erklärungen über einige seiner technischen Hilfsmittel abgibt. Auch plant er, etwa 70 Canarii, Alte, Gebrechliche, Kranke und Mütter mit Säuglingen mit dem Gleiter von Riancoros zur Küste fliegen zu lassen.

Noch in der Nacht werden zwei weitere Canarii erschlagen aufgefunden. Riancoros ist es gelungen, die Aufzeichnungen von Horus auszuwerten. Das Gesicht des Mörders ist jedoch nicht eindeutig zu erkennen. Der Roboter bringt ihn zum Rand der Oase, wo die Leichen unter breiten Dornbüschen versteckt sind.

Ka-Nachtmin und Nitetis überbringen die Nachricht vom Fund eines Toten, der im seichten Uferwasser des Teiches mit dem Gesicht nach unten getrieben ist. Gegenüber Atlantos identifiziert Riancoros Zonzamas als den bisher unbekannten Mörder.

Atlantos hält eine Ansprache, in der er den Canarii mitteilt, dass sie in drei Gruppen aufgeteilt werden. Demetrion begleitet die erste Gruppe, die sich aus 68 Alten, Schwachen, schwangeren Frauen und Müttern mit kleinen Kindern sowie 40 rômetischen Soldaten und Rico besteht. Mit dem Gleiter werden sie in mehreren Flügen zum Fluss Elkhalona gebracht, von wo aus die Sieben Königreiche zu sehen sind. Tauschhandel mit einer kleinen Stadt in der Nähe soll das Überleben der Gruppe bis zum Eintreffen der beiden anderen sichern. Ein Lager soll gebaut, Felder bestellt und Vorräte angelegt werden.

Eine zweite Gruppe aus etwa 300 Personen unter Führung von Guayaram und Atlantos wandert zur Küste des Großen Grünen, wo Kapitän Boshmun mit der KÜSTENSCHWALBE und zwei weiteren Schiffen wartet. Während der Seereise zum Fluss Elkhalona haben die von Guayaram begleiteten Canarii und die Rômet die Gelegenheit, das Segeln, Fische fangen und Schwimmen zu lernen.

Die dritte Gruppe aus etwa 600 Personen mit Ka-Nachtmin, Nitetis und Orsat wird durch die Steinwüste ziehen, muss ein Gebirge überqueren und vielleicht in einem Jahr das Lager am Fluss Elkhalona erreichen.

Während des anstrengenden Marsches zur Küste kommt es in den nächsten Tagen zu mehreren Todesfällen, die aber anscheinend mit der Prophezeiung in keinem Zusammenhang stehen, da nichts auf die Farbe Grün hindeutet. Atlantos wird bald insgeheim als Lügner bezeichnet, da dieser behauptet, das Meer sei nur mehr eine Tagesreise entfernt. Am Ende der Vorräte und der Kräfte liegt die Hafenstadt vor ihnen.

Als Atlantos die Stadt Sirt erreicht, wird er von Maghreb begrüßt und zu Kapitän Boshmun gebracht. Dieser eröffnet ihm, dass er die für die Canarii bestimmten Vorräte an die Bewohner der zerstörten Stadt verkauft hat. Windstille hat ihn daran gehindert, Nahrungsmittel und Wasser heranzuschaffen. Atlantos nimmt mit Rico Verbindung auf, der im Anflug auf Sirt ist.

Die zweite Gruppe erreicht das Atlas-Gebirge. Saco, der für die Sicherheit der Karawane zuständig ist, nimmt einen großen Schluck aus seinem Wasserschlauch. Die Flüssigkeit ist stark salzhaltig. Der Canarii geht zu Boden und bleibt stundenlang in der Hitze bewusstlos liegen. Als er wieder zu sich kommt, kriecht er auf allen vieren weiter und stürzt einen steilen Abhang hinunter. Aus einem seiner Pfeile und Lederstreifen bastelt er eine Fackel und setzt in der Nacht seinen Weg fort. Ein zweites Licht in der Dunkelheit führt ihn in eine Höhle, wo er niedergeschlagen und gefesselt wird. Ein Vermummter stößt ihm zwei glühende Eisenspitzen in die Augen. Der Mörder hat ein weiteres Opfer gefunden.

Atlantos pilotiert den Gleiter zur Gruppe von Nitetis. Aus den internen Aufzeichnungen des Roboterhundes Anub erfährt er, dass Saco, der die Nachhut gebildet hat, vermisst wird. Atlantos berichtet den Canarii, dass seine Gruppe den Hafen erreicht hat.

Ka-Nachtmin kündigt die Rückkehr des Suchtrupps an. Rahotep hat Saco gefunden. Er bringt Ka-Nachtmin, Nitetis und Atlantos zu der Höhle, in der die Leiche liegt. Unbemerkt nimmt Atlantos eine Gewebeprobe des Toten, um sie später von Rico untersuchen zu lassen. Vorbereitungen werden getroffen, um Saco vor der Höhle zu bestatten. Plötzlich geht der Leichnam in grüne Flammen auf.

Atlantos stellt fest, dass unter der Kleidung von Saco die Substanz Lichtträger platziert worden ist. Diese Chemikalie kann zu dieser Zeit weder von den Rômet noch von den Canarii hergestellt worden sein. Eine kleine Menge Lichtträger wird von Anub im Körper des Canarii Avago gefunden. Avago, der für die Verbrennung Sacos verantwortlich ist, begeht Selbstmord.

Während sich die Karawane wieder in Bewegung setzt, fliegt Atlan mit Rico zum Fluss Elkhalona. Dort haben die Bewohner von Sirt begonnen, neue Brunnen an den Stellen zu graben, die ihnen Atlantos als erfolgversprechend gezeigt hat. Tatsächlich sind sie auf Wasser gestoßen. Der Weiße Krieger macht Maghreb das Angebot, etwa 30 bis 40 Dorfbewohner zu den Sieben Königreichen mitzunehmen. Nach reiflicher Überlegung will auch Maghreb mit seiner Familie an Bord der KÜSTENSCHWALBE gehen. Bei einem Essen teilt Atlantos Huanarame und Guayaram mit, dass die Dorfbewohner die Canarii begleiten wollen. Während Huanarame positiv reagiert, ist der Priester von der Aussicht, dass sich Canarii und Fremde vermischen werden, nicht gerade angetan.

Die KÜSTENSCHWALBE und ihre beiden Begleitschiffe stechen in See. Stürmische Tage liegen vor ihnen. Nach einigen Tagen auf See treten seltsame Krankheitsfälle auf. Betroffen sind allerdings nur sechs Mischlinge. Sie sind mit Lichtträger vergiftet worden. Medizinische Hilfe ist aufgrund der stark eingeschränkten Möglichkeiten nicht möglich. Durch den Einsatz seines Psychostrahlers erfährt Atlantos von Hamilkar, dass Guayaram bei den Kranken gewesen ist, um mit ihnen für die Gunst der Götter zu beten. Atlantos stellt den Priester zur Rede. Dieser gibt zu, vom »Sternanzündemann« beauftragt worden zu sein, die Mischlinge zu vergiften. Er kann sich jedoch nicht an die Identität des Auftraggebers erinnern.

Die KÜSTENSCHWALBE und ihre Begleitschiffe erreichen die Mündung des Elkhalona. Die Canarii gehen von Bord und ziehen zum Lager. Bei einem Gespräch mit Guayaram gelangt Atlantos immer mehr zu der Überzeugung, dass Orsat etwas mit dem Sternanzündemann zu tun haben könnte. Die Weisen der Canarii, allen voran Maronagas wollen aus ihrer Mitte die sieben zukünftigen »Guarnateme«, die neuen Könige der sieben Inseln, wählen. Der Weiße Krieger bittet, auf die Ankunft von Nitetis zu warten.

Atlantos und Rico fliegen erneut mit dem Gleiter der Gruppe um Nitetis entgegen. Auf einem weiten, steppenartigen Plateau im Hochland des Atlas-Gebirges finden sie die Canarii. Der Weiße Krieger berichtet Nitetis und Orsat von der Überfahrt mit der KÜSTENSCHWALBE und den Todesfällen an Bord. Als er mit Orsat allein sprechen kann, setzt er den Psychostrahler ein. Bereitwillig gibt der Gelehrte Antworten auf die Fragen. Die Hoffnung, in ihm den Sternanzündemann gefunden zu haben, zerschlägt sich. Atlantos kehrt zum Elkhalona zurück.

Etwa ein halbes Jahr später, Nitetis hat mit ihrer Gruppe in der Zwischenzeit das Dorf erreicht, soll der Transport zu den Sieben Königreichen vorbereitet werden. Doch zuvor sollen die Guanarteme in Ausscheidungskämpfen bestimmt werden.

Am Vorabend der Stab- und Ringkämpfe begeben sich Atlantos und Nitetis auf einen Hügel, von dem aus sie die Königreiche erkennen können. Der Weiße Krieger und die Goldene kommen sich sehr nahe und vereinigen sich. Während des Liebesspiels scheint es, als würde die Goldene in dunkler Nacht erstrahlen und glühen. Wie in der Prophezeiung scheint die Goldene zu brennen. Am Horizont fallen Sterne vom Himmel. Die Sonne scheint im Westen aufzugehen. Tatsächlich ist es auf einer der Inseln zu einem Vulkanausbruch gekommen. Riesige Gesteinsbrocken zischen durch die Luft und versinken brodelnd im Meer.

47 Canarii stellen sich den Kämpfen um die Würde eines Guanarteme zu erringen. Unter den Kämpfern befinden sich auch Maronagas, Huanarame und Guayaram.

Rico wird von Atlantos zu der Vulkaninsel geschickt. Der Roboter stellt fest, dass genau zu dem Zeitpunkt der Vereinigung mit Nitetis eine gewaltige Bombe gezündet wurde, die das obere Drittel des Vulkankegels wegsprengte und Lavamassen in die Luft schleuderte.

Erneut drängt sich Atlantos der Verdacht auf, Orsat hätte die uralten Pergamente mit der Prophezeiung manipulieren können. Das Verhör mit dem Psychostrahler passt jedoch nicht in das Gesamtbild. Um Orsat dennoch als Sternanzündemann überführen zu können, hat Atlantos Riancoros beauftragt, das Sonnen-Pergament herzustellen und auf alt zu trimmen.

Nach dem Ende der Ausscheidungskämpfe gibt Atlantos das Auffinden einer weiteren alten Prophezeiung bekannt. Nitetis verliest die Worte des Sonnen-Pergamentes. Orsat nähert sich dem Podest, auf dem der Weiße Krieger und die Goldene stehen. Er bezeichnet gegenüber Atlantos das Pergament als Fälschung. Auch teilt er diesem mit, dass er schon vor Tagen Nitetis vergiftet hat und die Goldene nur noch wenige Tage zu leben hat. Die Herstellung eines Gegengiftes wird auch dem Roboter nicht möglich sein. Orsat fordert Atlantos zum Stockkampf heraus.

Der angebliche Gelehrte präsentiert eine Kugel, die ähnlich dem Psychostrahler funktioniert. Die beiden Kontrahenten einigen sich darauf, beide Waffen zu zerstören. Orsat reißt sich die Biomolplast-Maske vom Gesicht und gibt sich als Suskohne zu erkennen. Er schlägt dem Arkoniden einen Handel vor. Für die Überlassung des Gegengiftes verlangt er von Atlantos, dass er mit einem Teil des Hellen Volkes auf eine der Inseln ziehen kann. Der Weiße Krieger soll sich zurückziehen. Nitetis belauscht die Verhandlungen. Ein harter Kampf entbrennt, aus dem Atlantos als Sieger hervorgeht. Orsat verabreicht Nitetis das Gegengift. Mit 83 Anhängern verlässt er die Siedlung. Kein einziger Mischling ist unter ihnen.

Anmerkung

Das Titelbild existiert in zwei verschiedenen Versionen, eines davon für die Taschenbücher, das andere für eBooks:

Bild

Der obige Text wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
Es is kein’ Ordnung mehr jetzt in die Stern’,
D’ Kometen müßten sonst verboten wer’n;
Ein Komet reist ohne Unterlaß
Um am Firmament und hat kein’ Paß;
Und jetzt richt’ a so a Vagabund
Und die Welt bei Butz und Stingel z’grund
(Johann Nestroy)

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon piehdschäij » 6. Dezember 2017, 23:11

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Dass ein neuer Autor einen neuen Stil in die Zeitabenteuer bringen würde, hatte ich erwartet und war gespannt. Dass das neue Element Splatter sein würde, hatte nicht erwartet. Die abgetrennten Füße fand ich schon ekelhaft genug - so explizit will ich Gewalt nicht lesen! Die "dünnen Ärmchen der Ungeborenen", die aus den aufgeschlitzten Bäuchen ihrer Mütter ragen, waren für mich unerträglich. Und als dann noch der brutale Mord von Zonzamas in allen ekelhaften Details beschrieben wird, hat es mir endgültig gereicht.

Ich lese zum Vergnügen, nicht, um mich zu übergeben :übel:

Fazit: Tschüss, Tamaran, ich steige aus. Schade, denn MAHs Romane habe ich immer sehr gerne gelesen. Aber auf eine Zweidrittel-Trilogie habe ich keine Lust. Wir sehen uns beim nächsten Blauband-Abenteuer wieder.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 6. Dezember 2017, 23:40

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Habe auch anderswo schon gelesen, daß es in diesem Roman recht blutig zuging. Passt wohl nicht so recht zu den früheren Zeitabenteuern. Welche Absicht steckte dahinter? Wie war Hans Kneifels Meinung dazu?

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Yman » 7. Dezember 2017, 20:23

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Yman
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dandelion hat geschrieben:Habe auch anderswo schon gelesen, daß es in diesem Roman recht blutig zuging. Passt wohl nicht so recht zu den früheren Zeitabenteuern. Welche Absicht steckte dahinter? Wie war Hans Kneifels Meinung dazu?


Hoffentlich erhalten wir eine Antwort darauf. Das ist für mich eine, vielleicht sogar die entscheidende Kernfrage zu dieser Trilogie.

piehdschäij hat geschrieben:Fazit: Tschüss, Tamaran, ich steige aus. Schade, denn MAHs Romane habe ich immer sehr gerne gelesen. Aber auf eine Zweidrittel-Trilogie habe ich keine Lust. Wir sehen uns beim nächsten Blauband-Abenteuer wieder.


Das ist schade, aber ich kann es verstehen, wobei du aber auch schon ein Drittel gelesen hast und es, falls du das Buch bereits gekauft hast, vielleicht ja doch noch mal eine Überlegung wert wäre, den Abschlussband der Trilogie zu lesen.

Ansonsten freue ich mich natürlich auf ein Wiedersehen beim nächsten Blauband-Abenteuer. Mit den Blaubänden macht man sicher nichts falsch.

piehdschäij hat geschrieben:Dass ein neuer Autor einen neuen Stil in die Zeitabenteuer bringen würde, hatte ich erwartet und war gespannt. Dass das neue Element Splatter sein würde, hatte nicht erwartet. Die abgetrennten Füße fand ich schon ekelhaft genug - so explizit will ich Gewalt nicht lesen!


Ich will so etwas auch nicht lesen. Ich habe jetzt gerade den Prolog hinter mich gebracht und eigentlich auch keine Lust mehr, weiter zu lesen, will aber noch nicht aufgeben. Ich frage mich, warum der Autor so etwas geschrieben hat, was da im Kopf des Autors eigentlich vorgeht.

Was ich auch gerne wissen würde: Warum wurde für den ersten Band der Trilogie das Titelbild geändert? Warum musste Nitetis plötzlich aussehen wie eine amerikanische Schauspielerin in einem B-Movie? Warum konnte sie nicht so bleiben wie sie war?

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon piehdschäij » 9. Dezember 2017, 13:22

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piehdschäij
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Yman hat geschrieben:... und es, falls du das Buch bereits gekauft hast, vielleicht ja doch noch mal eine Überlegung wert wäre, den Abschlussband der Trilogie zu lesen.

Der liegt warm und trocken auf meinem Reader und frisst kein Brot. Da (bzw. auf meinem Calibre-Archiv) liegen aber jetzt schon mehr ungelesene Bücher, als ich realistischerweise noch schaffe. Da kann ich also frohgemut nach einem anderen greifen. :o)

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Lumpazie » 17. Dezember 2017, 10:40

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Im Januar des Jahres 2011 erschien als dritter Band des Tamaran Zyklus innerhalb der PERRY RHODAN-Reihe ATLAN X das chronologisch "23te" Zeitabenteuer. Da diese neue Triologie allerdings erst NACH der ursprünglichen Erscheinung der Planetenromane (und Zeitabenteuer) erschien und die Handlung natürlich zwischen anderen Zeitabenteuern spielt, werden dieser und die kommenden beiden Zeitabenteur mit Band 20 a,b,c tituliert. Erschienen ist diese Triologie bei dem Erkrather Unternehmen FANTASY PRODUCTIONS, die Exposes schrieb Marc A.Herren. Der dritte Band wurde von Marc A. Herren und Dennis Mathiak verfasst. Die Titelbilder gestaldete Arndt Drechsler.

Das Urteil des Drachenbaumes

von von Marc A. Herren und Dennis Mathiak

Bild

Handlung:
Acht Monate sind vergangen, seit die Canarii die Küste erreicht und auf die Inseln der Sieben Königreiche übergesetzt haben. Ka-Nachtmin und 23 weitere Rômet haben sich dem Hellen Volk angeschlossen. Die restlichen Krieger des Pharao wurden von Rico mit dem Gleiter nach Tameri zurück gebracht.

Atlantos von Alashia, Ka-Nachtmin, Nitetis und die Canarii, die sich ihnen angeschlossen haben, bewohnen ein Höhlensystem auf Tamarán, das stetig weiter ausgebaut wird. Felder werden angelegt und Quellen ausfindig gemacht.

Atlantos macht ein dunkles Objekt weit draußen im Meer aus, das im nächsten Moment wieder verschwunden ist. Er erinnert sich an eine uralte Legende über eine schwimmende Insel, von der ihm der König der Aceró berichtet hat.

Riancoros hat nun genügend Zeit gefunden, um umfangreichere Gentests bei den Canarii durchzuführen. Er stellt fest, dass das Erbmaterial gezielt manipuliert worden ist. Der Roboter findet auch heraus, dass der Suskohne Orsat geklont wurde. Welchen Langzeitplan der Suskohne mit den Canarii verfolgt, bleibt unbekannt. Dies bedeutet für Atlantos und Riancoros erhöhte Aufmerksamkeit.

In der Zwischenzeit veranstaltet Maronagas auf der Almagoren ein großes Guatativoa. Auch Nitetis, Atlantos, Riancoros und Ka-Nachtmin nehmen an dem Festmahl teil.

Riancoros hat nach der Rückkehr auf seine Insel Esero mit Hygieneproblemen und einer daraus resultierenden Rattenplage zu kämpfen. Auch berichtet ihm Masuege von der Bimbaccere, die Zerstörungen an den Feldern anrichtet. Zudem wird er mit einer fortschreitenden Ablehnung des Königs Guayaram durch die Bevölkerung konfrontiert, die diesen für die Missstände verantwortlich macht. Er soll noch immer mit Orsat im Bunde sein und die Mischlinge nicht in seinem Königreich haben wollen. Masuege will König Guayaram zum Stockkampf um die Herrschaft über Esero herausfordern.

Agando trifft in den Bergen auf den Bimbaccere. Er glaubt einen Drachen aus den Erzählungen Riancoros vor sich zu haben, kann den Dämon aber mit Zweigen des Sadebaums vertreiben, die er nach ihm wirft. Auf dem Rückweg trifft der Junge auf König Guayaram und eine Gruppe Männer. Bald gesellt sich auch Riancoros zu ihnen. Agando soll im Dorf der Canarii die Kunde vom Zusammentreffen mit dem Dämon verbreiten, allerdings die Abwehr verschweigen. Masuege soll Angst vor dem Bimbaccere bekommen.

Riancoros und Guayaram schicken ASW-V21 los, um drei der Riesenechsen zu fangen. Ein viertes, männliches Exemplar liefert ein Drüsensekret. Im Schutz seines Deflektorfeldes benetzt Riancoros die drei schlafenden Brüder Masuege, Xerach und Bencomo mit dem Sekret. Die drei bereits aus der Lähmung erwachenden Tiere werden in der Wohnhöhle abgelegt.

Die Bimbaccere verfolgen Masuege, der besonders viel Sekret abbekommen hat. Er stürzt. Vor Angst schlotternd ruft er die Zwillingsgötter an, ihm beizustehen. Guayaram greift in den Kampf ein und tötet mit seinem Speer die drei Dämonen.

Der Auftritt des Königs und seine Worte an die Canarii festigen seine Stellung in der Bevölkerung Eseros. Er überlässt es Bucatermanaza, das Urteil über die drei Hirten zu sprechen. Er spricht Masuege und seinen Brüdern alle Ehre ab, die sie nur mühevoll durch Fleiß und Edelmut zurückgewinnen können. Riancoros rät dem König, Bucatermanaza als Richter, Agando als Priester des Xatta und Iballa als Priesterin der Attax einzusetzen.

Auf Tamarán leidet Nitetis unter plötzlich auftretenden starken Unterleibsschmerzen. Atlantos verabreicht der Goldenen eine schmerzstillende Injektion und ein Beruhigungsmittel. Die von ihm durchgeführte Untersuchung deutet auf eine Magenverstimmung hin.

Riancoros trifft mit dem Gleiter und ASW-V21 auf Tamarán ein. Er übergibt den Hund an Atlantos, der ihn auf den Namen Magutamar tauft. Bald bricht der Roboter wieder auf, um der Insel Achinet einen Besuch abzustatten.

Dort angekommen erfährt er von Gomidafe, dass vor zehn Tagen der Todeshauch des Guayota die Tamogante zerstört hat. Alle Harimaguadas sind dabei getötet worden. Riancoros spricht mit den Guanchen Tanausú und Tamanca. Er will das Unglück aufklären.

In der Zwischenzeit macht Atlantos mit dem zurückbeorderten Gleiter einen Abstecher nach Gomera, wo es zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen den Canarii und den einheimischen Gomerern gekommen ist. Magutamar und Horus bleiben zur Bewachung der Goldenen auf Tamarán zurück.

Die Getreideernte der Gomerer ist verfault, während jene der Canarii kräftig und gesund ausgefallen ist. Wütend hat Häuptling Toivo das Dorf der Canarii verlassen. Bald darauf setzten Überfälle auf Holz- und Wurzelsucher ein. Der erste Tote auf Seiten der Canarii ließ nicht lange auf sich warten. Ein Rachefeldzug König Chimayos wurde von den Gomerern zurückgeschlagen.

Atlantos erwartet nun den nächsten Angriff von Toivos Truppen. Er bildet die Canarii im Stockkampf und Steinwurf aus. Tijinama und Chimayo berichten Atlantos von einer schwimmenden Insel, die im Meer gesichtet worden ist. In der Nacht erfolgt der Angriff der Gomerer. Ein Teil der Kämpfer, unter ihnen auch Toivo, stürzt in eine Fallgrube, der Rest wird von den Canarii verprügelt und gefangen genommen. Atlantos kann Toivo davon überzeugen, dass die Canarii für die Missernte nicht verantwortlich sind. Die Canarii stellen den Gomerern die Hälfte ihrer eigenen Ernte zur Verfügung. Der Frieden zwischen den beiden Völkern wird mit einer Guatativoa gefeiert.

Auf Achinet untersucht Riancoros unterdessen die Tamogante. Er wird dabei von Tanausú und Tamanca begleitet. Der Tod der Harimaguadas bleibt zunächst rätselhaft. Das poröse Gestein der Höhlen führt Riancoros auf die richtige Spur. Zufällig austretendes Giftgas hat den Tod der Mädchen herbeigeführt. Zurück im Dorf verlangt Gomidafe sofort seine Tochter Nesfete, deren Amulett Riancoros an einem Strauch hängend gefunden hat, zu suchen. Tanausú versucht die Guanchen zu beruhigen und ruft zur Besonnenheit auf. Doch erst das Eintreffen des Königs Huanarame lässt die Canarii einhalten. Riancoros berichtet dem König über die Todesursache der Mädchen. Huanarame bringt ihn auf den Gedanken, Anub, der sich im Gleiter aufhält, bei der Suche nach Nesfete einzusetzen.

Bald nimmt Anub die Spur der jungen Frau auf. Die robotische Silbermöwe schickt Riancoros Bilder aus der Luft. Vor einem brennenden Wald im Nordosten der Insel endet die Spur. Riancoros durchquert allein den Feuerstreifen. Auf einem Felsvorsprung findet er Nesfete. Mit leichten Blessuren und einem Beinbruch bringt der Roboter das Mädchen zu den Männern zurück. Im Dorf wird sie in die Obhut von Tamanca übergeben.

Riancoros versucht Atlan zu erreichen, um ihn über die Geschehnisse auf der Insel zu informieren. Doch es kommt keine Verbindung zustande. Auch Magutamar weiß nicht, wo sich sein Herr aufhält. Riancoros nimmt mit dem Gleiter Verbindung auf, der noch auf Gomera steht, und gibt der Positronik den Befehl, ihn abzuholen.

Auf Gomera unterlässt es Riancoros zunächst, sich den Bewohnern zu zeigen. Er schickt Anub los, um eine Spur seines verschwundenen Herrn zu finden. Er belauscht im Schutz seines Deflektorfeldes ein Gespräch zwischen dem König Chimayo und drei anderen Canarii, die sich ebenfalls Sorgen um den Verbleib von Atlantos machen. Riancoros schaltet das Feld ab und gibt sich zu erkennen. Es wird ihm berichtet, dass Atlantos zum König der Gomerer aufgebrochen und von dort nicht mehr zurückgekehrt ist. Riancoros will nun zu Toivo aufbrechen. Der Häuptling berichtet ihm von Atlantos, der an einem Festmahl teilgenommen hat und sich dann in eine etwas entfernt liegende Höhle zurückgezogen hat. Zwei Gomerer geleiten Riancoros zu dieser Höhle, die jedoch infolge eines Erdbebens eingestürzt ist. Riancoros schickt Hero und Tammo wieder weg und legt den Eingang der Höhle aus eigener Kraft frei. Plötzlich wird er von den beiden Gomerern angegriffen. Es gelingt ihm und Anub mühelos, die beiden Männer zu überwältigen. Ein Kontrollanruf in der Tiefseekuppel gibt ihm die Gewissheit, dass auf Gomera kein Erdbeben angemessen worden ist.

Der Roboter beschuldigt Toivo offen der Lüge und des Angriffs auf ihn. Der Häuptling versucht, Riancoros mit seinem Speer zu treffen. Toivo fordert einen Ringkampf, um seine Ehre wiederherzustellen. Bevor der Kampf beginnt, erhält Riancoros einen Becher mit vergiftetem Milchsaft, den er trinkt. Der Roboter wirft den Häuptling zu Boden und hält ihn fest. Doch Toivo ist nicht bereit, das Verschwinden von Atlantos aufzuklären. Riancoros zerrt ihn an den Haaren in die Höhe und bestreicht mit seinem Lähmstrahler die Beine der umstehenden Gomerer, die zusammenbrechen. Nun presst er den Becher mit dem vergifteten Getränk an den Mund des Häuptlings. Nun endlich ist Toivo bereit zuzugeben, dass auch Atlantos von dem Milchsaft getrunken hat. Fünf blonde, blauäugige Canarii haben ihn zu diesem Vorgehen gezwungen und den Weißen Krieger zum Strand gebracht. Eilig verlässt Riancoros die Siedlung der Gomerer. Im Sand findet er zwei Zeichen: ein Dreieck, das Tiga Ranton darstellt und eine keilförmige Darstellung der Insel Benahoare. Bevor Riancoros dorthin fliegt, besucht er noch König Chimayo und bittet ihn, gegenüber den Gomerern achtsam zu sein.

Auf Benahoare belauscht der Roboter die Tenegua, Tihuya und Aceró, kann aber keinen Hinweis auf den Verbleib von Atlantos entdecken. Erst im Dorf der Canarii bringt ihn König Tegueste mit Angocor zusammen, der von einer schwimmenden Insel berichtet, die er vom Strand aus beobachtet hat. Die Robotmöwe meldet Schleifspuren eines doppelkieligen Bootes am Strand nahe dem südlichen Vulkan der Insel. Anub erschnüffelt Milchsaftgift. Riancoros wird von einem kleinen, dürren Mann angegriffen. Der Robothund hält das Männlein am Hals fest. Riancoros räumt einen Steinhaufen vor der Höhle zur Seite, in der sich Atlantos aufhalten muss. Der treue Gefährte befreit seinen Herrn aus dem dunklen Gefängnis. Ugranfir, der Wächter der Höhle, erzählt von Canarii aus dem Gefolge Orsats, die ihm den Auftrag erteilt haben, auf den Gefangenen aufzupassen. Um ihn gefügig zu machen, haben sie den Alten mit dem grünen Tod bedroht und Lichtträger in ein Feuer geworfen, das sodann mit grünen Flammen brannte.

Riancoros bringt Atlantos zu König Tegueste, wo er sich einigermaßen erholen kann. Horus, der auf Tamarán geblieben ist, meldet den Tod von Maronagas. Der Robotfalke sendet Bilder, die Orsat vor der Höhle des Königs zeigen. Er hat Maronagas getötet und wird von seinen Gefolgsleuten umringt.

Über Magutamar kann Atlantos Nitetis sehen und auch mit ihr sprechen. Der Weiße Krieger erfährt, dass Orsat gekommen ist, um die Führung des Hellen Volkes zu übernehmen. Er hat sich mit Maronagas duelliert und sich vom Fayacan zum neuen Guanarteme ausrufen lassen.

Gemäß Atlantos' Plan bittet Nitetis Orsat zu sich. Der Suskohne erzählt seine Geschichte und offenbart der Goldenen die für sie vorgesehene Bestimmung. Ihr Kind soll sie an Orsat übergeben. Als Gegenleistung wird er dafür zwei Dutzend Canarii verschonen und am Leben lassen.

Während Atlantos unbemerkt auf dem Vorplatz des Königshofes ankommt, ist Orsat gerade dabei die Canarii in »Reine« und »Bastarde« aufzuteilen. Der Weiße Krieger macht sich bemerkbar und stellt die Führungsrolle des Suskohnen in Frage. Orsat muss zustimmen, den Fayacan ein Urteil der Götter fällen zu lassen. Orsat wird zum Drachenbaum gebeten, wo der Fayacan mit seinem Steinmesser die Umrisse von Orsats Hand tief in die Rinde des Baumes ritzt. Harz tritt aus und verfärbt sich blutrot. Damit ist Orsats Wahl zum Guanarteme nicht rechtens.

Auch der Weiße Krieger stellt sich dem Gottesurteil. Aus dem Armband Atlantos sorgen unsichtbare Kältestrahlen für eine Vereisung der Poren des Drachenbaumes, so dass kein Harz austreten kann. Für den Fayacan ist klar, dass der Weiße Krieger im Auftrag der Götter handelt.

Rasend vor Wut zieht Orsat einen getarnten Strahler aus seinem Gürtel und richtet die Mündung auf Atlantos. Riancoros feuert einen Thermostrahl ab, der den Arm des Suskohnen mit der Waffe verkohlt. Es kommt zu Kämpfen zwischen den Anhängern Orsats und den Getreuen von Atlantos. Auch Magutamar stürzt sich in das Getümmel. Ka-Nachtmin stürzt sich auf Orsat und deckt ihn mit einem Hagel von harten Schlägen ein. Der Suskohne löst seinen Strahler aus und trifft Ka-Nachtmin in die Brust, die in einer Explosion zerrissen wird.

Atlantos rammt den getarnten Dolch in den Halsansatz Orsats. Mit letzter Kraft greift dieser nach einer radähnlichen Brosche. Atlantos feuert auf den Suskohnen, dessen Brust wie jene von Ka-Nachtmin gewissermaßen explodiert. Orsat stirbt. Er konnte jedoch die Selbstzerstörung der schwimmenden Insel, seines Raumschiffes, auslösen. Das Schiff vergeht in einer gewaltigen Explosion.

Der Weiße Krieger beendet die Kämpfe. Er bemerkt, dass Nitetis eine grüne sternenförmige Frucht zu sich nimmt. Der Extrasinn warnt den Arkoniden, dass es auf Tamarán keine derartige Frucht gibt. Atlantos versucht die Goldene vom Verzehr der Frucht abzuhalten. Doch es ist bereits zu spät. Auch die Verabreichung großer Mengen Salzwasser kann die Wirkung des Giftes nicht mehr aufhalten. Riancoros verabreicht der Frau Schmerz- und Beruhigungsmittel. Die Fruchtblase platzt und Siri wird geboren. Atlantos verliert den Kampf um seine Geliebte. Nitetis stirbt.

In den nächsten Tagen werden die Körper von Nitetis, Ka-Nachtmin und Orsat mit dem roten Harz des Drachenbaumes einbalsamiert, in mehrere Lagen Ziegenhäutige gewickelt und in kleinen trockenen Höhlen in den Bergen eingemauert. Gáldar soll vorübergehend die Herrschaft über beide Teile Tamaráns übernehmen. In einem Jahr sollen der Fayacan, die Sigonen und der Faycan einen neuen Guanarteme bestimmen. Siri wird an Keranete weitergegeben, die sich um das Kind kümmern wird. Ihr zur Seite wird Agando gestellt, den Riancoros von Esero abholt. Die Steine mit den »Seelen« der Suskohnen werden trotz intensiver Suche nicht gefunden. Ebenso gibt es keine Erkenntnisse bei der Untersuchung der Trümmer des Raumschiffes.

Die von Orsat ausgehende Gefahr ist gebannt. Nun ist der Zeitpunkt da, an dem Atlantos und Riancoros wieder in die Tiefseekuppel zurückkehren können.

Anmerkung

Das Titelbild existiert in zwei verschiedenen Versionen, eines davon für die Taschenbücher, das andere für eBooks:

Bild

Der obige Text wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
Es is kein’ Ordnung mehr jetzt in die Stern’,
D’ Kometen müßten sonst verboten wer’n;
Ein Komet reist ohne Unterlaß
Um am Firmament und hat kein’ Paß;
Und jetzt richt’ a so a Vagabund
Und die Welt bei Butz und Stingel z’grund
(Johann Nestroy)

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Dennis Mathiak » 17. Dezember 2017, 13:17

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Dennis Mathiak
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Lumpazie hat geschrieben: (...)
Das Urteil des Drachenbaumes

von von Marc A. Herren und Dennis Mathiak

(...)


Ich bin auf eure Rückmeldungen gespannt. Im Vergleich zu Band 2 - der mir persönlich sehr gut gefallen hat - ist Band 3 eher klassischer.
Ad Astra,

Dennis

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Clark Flipper » 17. Dezember 2017, 13:33

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Clark Flipper
Terraner
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Wohnort: Nordlicht
:gruebel: Dennis? Aber du hast für das TiBi nicht als Model gedient oder?
Die Ultimativen Antworten des SF:
"Es geschieht weil es geschah." und "42"
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Dennis Mathiak » 17. Dezember 2017, 16:14

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Dennis Mathiak
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Clark Flipper hat geschrieben::gruebel: Dennis? Aber du hast für das TiBi nicht als Model gedient oder?


Nein, nicht dass ich wüsste. :D
Ad Astra,

Dennis
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