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dandelion
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Ich habe nicht alle Kommentare in diesem thread gelesen, diesen aber schon. Das Titelbild hat mich dazu animiert. Habe schon vermutet, daß es dieses Formenergie-Raumschiff sein könnte.
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Yman
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dandelion hat geschrieben:Ich habe nicht alle Kommentare in diesem thread gelesen, diesen aber schon. Das Titelbild hat mich dazu animiert. Habe schon vermutet, daß es dieses Formenergie-Raumschiff sein könnte.


Man weiß halt eben nicht, was dahinter steckt, und ich habe auch noch keine Spekulationen. Man kann es auch nicht ausschließen, dass das Ganze eine Finte von Anti-ES ist und Tyari selbst Manifest C oder sogar D ist. Das Formenergieschiff ist auf jeden Fall fortgeschrittene Technologie, wie man sie im Fundus von Superintelligenzen oder bei Dienern der Hohen Mächte findet.
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Grauer Lord
Siganese
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Ein spannender Roman, prallvoll mit abenteuerlichen Ereignissen. Hans Kneifel hat ihn so geschrieben, dass ich endlich mal wieder das Gefühl hatte, kein Kinderbuch für Zehnjährige zu lesen, wie bei den Wuschel-Eskapaden der letzen Wochen. Auch das Auftauchen von Breckcrown Hanyes als Hauptperson tat der Handlung gut, ich halte den High Sideryt nach wie vor für eine markante und überzeugende Figur. Auch die Gefahr durch die kriegslüsternen Völker von Xiinx-Markant kam überzeugend rüber, inklusive Absturz auf einer fremdnen Welt. Witzig, dass Atlan am Ende das schon gewohnte böse Selbstgespräch von Anti-Homink, das offenbar zu so gut wie jedem Roman diseser Ebene gehört, quasi selber nachempfindet.

Da ich @Ymans letztem Posting entnehme, dass hier die Wahrheit(en) hinter Barleona und Tyari noch nicht bekannt ist/ sind, halte ich mich als „Leser von damals“ wegen Spoilergefahr besser mal zurück. Interessant ist aber schon, dass auch an Bord der SOL bei beiden Frauen automatisch von einer Gefahr ausgegangen wird. Auffällig ist in jedem Fall, dass Barleona eine Art unbeschriebenes Blatt zu sein scheint, von den Erinnerungen und Eigenschaften her regelrecht „leer“; Tyari hingegen kommt als weibliches Atlan-Double daher, dynamisch, lässig, selbstbewusst, ausgestattet mit einer nur auf sie zugeschnittenen Formenergie-Supertechnik, in der Hand eine Art Aktenkoffer, wie eine kosmische Handlungsreisende auf spezieller Mission.

Die Sache mit Trentrin hätte ich nicht gebraucht, die ganzen ach so superstarken Manifesre, die dann im Handumdrehen vernichtet werden, sind bisher doch recht unbefriedigend. Und das nächste scheint ja nun schon in SENECA zu lauern.
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Lumpazie
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Am Montag, den 13. Juni 1983 erschien der Band 610 der Atlan-Serie:

SENECA gegen SOL

von Horst Hofmann

Bild


Handlung:

Zwei Tage nach der Vernichtung des Manifests D steht die SOL 52 Lichttage von der Grenze der durch kosmischen Staub verdunkelten Zentrumsregion Xiinx-Markants entfernt. Breckcrown Hayes stellt als Geschenk für das Atlan-Team den Kreuzer MT-1 und die Korvette MT-K-20 zur Verfügung, die beide über von SENECA unabhängige Bordpositroniken mit Plasmazusatz verfügen. Als Piloten wechseln die Zwillinge Uster und Vorlan Brick zum Atlan-Team, wofür Cara Doz Chefpilotin der SOL wird. Atlan nennt den Kreuzer CHYBRAIN und die Korvette FARTULOON. SENECA erweist sich als ernsthaft gestört, da er die Anwesenheit der beiden Schiffe im Hangar verleugnet. Er blendet die zuvor auf einem Bildschirm sichtbar gewesenen Schiffe aus, als Atlan ihn darauf anspricht.

Zur gleichen Zeit beginnt Cpt'Carchs Geburt, indem sich der Extra verpuppt. In diesem Zustand spürt er deutlich, dass das Manifest C SENECA übernimmt, kann aber niemanden warnen. Das Manifest, das Erfrin heißt, will die SOL ohne Schutzschirme mit halber Lichtgeschwindigkeit in den kosmischen Staub der Zentrumsregion fliegen, was ihr sicheres Ende in 104 Tagen bedeuten würde.

Barleona und Tyari sind inzwischen Konkurrentinnen um Atlans Gunst. Erstere gerät in Lebensgefahr, als sie einen von SENECA kontrollierten Wagen benutzt. Joscan Hellmut wird von dem Bordcomputer in einem Korridor festgesetzt. Beide kommen noch glimpflich davon, denn noch kämpft SENECA gegen die Fremdbeeinflussung an. Atlan dagegen wird von SENECA entführt. Der Bordcomputer fordert, dass der Arkonide die beiden Schiffe mit unabhängigen Positroniken von Bord schafft. Als Tyari versucht, den Arkoniden zu befreien, benutzt SENECA stattdessen Atlan als Geisel, um die Schiffsführung zur Beseitigung der beiden Schiffe zu zwingen.

Die Solaner nutzen die Gelegenheit, um die Schiffe gegen den Widerstand SENECAS zu besetzen. Danach versuchen sie, Atlan zu befreien. Dabei geraten Breckcrown Hayes, Bjo Breiskoll und Atlan in ein merkwürdiges Transmitter-Feld. In einer simulierten Welt nehmen sie am geistigen Kampf zwischen Erfrin und SENECA teil, können jedoch nicht entscheidend helfen. SENECA unterliegt und kann nur noch das Trio sicher zurückbefördern.

Federspiel versteht schließlich Cpt'Carchs Gedanken. Dieser verlässt als körperloser Impuls die SOL und fliegt zu seiner Heimatwelt, die sich innerhalb der Dunkelzone von Xiinx-Markant befindet.

Atlan und Hayes überzeugen SENECA, die Solaner, die sich bereits auf den beiden Schiffen befinden, von Bord zu lassen. Die Positronik stimmt zu, aber nur um Kampfroboter an Bord zu schaffen. Dies haben Atlan und Hayes jedoch vorausgeahnt und nutzen die Gelegenheit, um das komplette Atlan-Team mit Transmittern in die beiden Schiffe zu versetzen, während die Angehörigen der Schiffsführung zu Hayes' Unterstützung auf der SOL bleiben bzw. auf sie zurückkehren. Sternfeuer bleibt auf der SOL, damit die beiden Gruppen Kontakt halten können.

Am 17. November 3807 verlassen die CHYBRAIN und die FARTULOON die SOL, die noch 104 Tage vor sich hat. Obwohl Tyari einen Flug nach Bars-2-Bars vorschlägt, will Atlan eine Lösung in der Zentrumsregion von Xiinx-Markant suchen.

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
Es is kein’ Ordnung mehr jetzt in die Stern’,
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Yman
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Grauer Lord hat geschrieben:Ein spannender Roman, prallvoll mit abenteuerlichen Ereignissen. Hans Kneifel hat ihn so geschrieben, dass ich endlich mal wieder das Gefühl hatte, kein Kinderbuch für Zehnjährige zu lesen, wie bei den Wuschel-Eskapaden der letzen Wochen.

Das ist einer der Vorzüge von Hans Kneifel. Hier und da dürfte die Atlan-Serie ruhig etwas erwachsener sein. Blödel ist für sich alleine schon schlimm genug, aber in Verbindung mit Wuschel wird es zu viel.

Grauer Lord hat geschrieben:Da ich @Ymans letztem Posting entnehme, dass hier die Wahrheit(en) hinter Barleona und Tyari noch nicht bekannt ist/ sind, halte ich mich als „Leser von damals“ wegen Spoilergefahr besser mal zurück.


Danke, aber die Autoren spoilern selbst auch kräftig. Horst Hoffmann verrät bereits im nächsten Roman auf den ersten Seiten, dass die beiden Frauen nicht das Manifest C sind, dass Manifest D vernichtet wurde, um von Manifest C abzulenken, und dass Manifest C nun in SENECA steckt, der mit Mühe dagegen ankämpft. Der Untertitel des Romans tut ein Übriges. Möglicherweise hat man die Leser damals für so dumm gehalten, dass man ihnen alles schon vorab erklären wollte, aus Furcht, sie könnten diesen hochkomplexen Roman sonst nicht verstehen.

Was hat ein Leser davon, wenn der Autor selbst ihm auf Seite 12 mitteilt, keine der beiden, mehr oder weniger, nun eher weniger geheimnisvollen Frauen hat etwas mit Manifest C zu tun?

Interessant sind Atlans neue Schiffe, der 100-m-Kreuzer CHYBRAIN und die 60-m-Korvette FARTULOON. Für die Romanhandlung wichtig ist sicher die unglaubliche "Neuerung", dass diese beiden Schiffe nun von SENECA unabhängige Hauptpositroniken haben. Aber ich bin sowieso seit Zyklusstart mit Band 500 davon ausgegangen, dass die Beibootpositroniken von SENECA unabhängig sind. Das Neue scheint also nur zu sein, dass es sich bei den Positroniken der beiden speziellen Atlan-Beiboote um Biopositroniken handelt.
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Yman
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Lumpazie hat geschrieben:Am Montag, den 13. Juni 1983 erschien der Band 610 der Atlan-Serie:

SENECA gegen SOL

von Horst Hoffmann


Das Titelbild gefällt mir ja gut, aber Atlan sieht ziemlich alt und angegriffen aus, und in den beiden anderen Männern kann ich weder Bjo Breiskoll noch Breckcrown Hayes erkennen, die es beide mit Atlan in diese simulierte Welt verschlagen hat.

Der Roman läuft auf zwei Ebenen: Eine geistige Ebene, in der das Manifest C gegen SENECA kämpft, und in der sich parallel zu diesem Kampf die Geburt von Cpt'Carch vollzieht. Die andere Ebene ist der Kampf gegen SENECAS Roboter, bei dem es nur deshalb zu keinen Toten kommt, da SENECA auf der anderen Ebene gegen C kämpft. Von dem Kampf auf der geistigen Ebene bekommt außer in der simulierten Welt wenig Anschauliches mit, aber man kann diesen geistigen Kampf anhand SENECAS wirrer Dialoge mitverfolgen.

Zum Teil hat mir der Roman recht gut gefallen, wenn auch vieles nicht ganz leicht nachzuvollziehen war, aber es stand wohl einfach so im Exposé, und ich bin auf die direkte Fortsetzung von Horst Hoffmann, der ja so eine Art Cpt'Carch-Spezialist war, gespannt.

Die SOL hat nun eine Frist von 104 Tagen, weil sie mit blockierten Überlichtriebwerken mit halber Lichtgeschwindigkeit auf eine Dunkelwolke zurast, und das Atlan-Team wurde auf die zwei oben genannten Schiffe mit unabhängiger Biopositronik, den 100-m-Kreuzer CHYBRAIN und die 60-m-Korvette FARTULOON, verteilt in der noch weitgehend unbekannten Galaxis Xiinx-Markant auf freien Fuß gesetzt. Die beiden Frauen, Barleona und Tyari, sind mit von der Partie. Das kann schon noch sehr interessant werden.

Auf der SOL selbst, wo Hayes gegen Manifest C kämpfen wird und Sternfeuer den Kontakt zum Atlan-Team halten wird, werden aber sicher auch noch einige der kommenden Romane spielen. Diese 104 Tage werden ja nun nicht gerade wie im Flug vergehen.

Grauer Lord hat geschrieben:Auch das Auftauchen von Breckcrown Hanyes als Hauptperson tat der Handlung gut, ich halte den High Sideryt nach wie vor für eine markante und überzeugende Figur.


Da stimme ich dir zu. Neben Hayes finde ich auch noch die Telepathen Breiskoll, Federspiel und Sternfeuer markant und überzeugend. Hage Nockemann und Blödel finde ich vor allem "markant", den Rest der Besatzung, von den Extras abgesehen, ... eher vernachlässigbar.
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Grauer Lord
Siganese
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Die Cpt’ Carch-Ebene hat mir auch ganz gut gefallen; dabei habe ich gemerkt, dass mir die „Banane“ am Ende doch ein bisschen ans Herz gewachsen ist. Der Ausblick auf vergangene und zukünftige Existenzformen seines geheimnisvollen Volkes, das Rätsel von Carchs Herkunft offenbar in Xiinx-Markant (wie kam er dann an Bord der SOL?) sowie die „Flugrichtung“ seiner geistigen Essenz in Richtung Dunkelzone machen neugierig auf den zweiten Teil des Doppelbandes.

Den Rest zu lesen war für mich dann doch mehr ein Stück Arbeit als Lesefreude. Das Manifest Erfrin setzt sich in SENECA fest, vernichtet die SOL aber nicht sofort (warum auch) sondern will sie ganz genüsslich in 104 Tagen im Staubmantel zerbröseln lassen. Die von SENECA unabhängigen Schiffe werden just jetzt in die Handlung eingeführt, wo sich Atlan und seine Getreuen auf Rettungsmission von der SOL entfernen müssen. Nunja. Dazu kommen Schießereien um die FARTULOON und die CHYBRAIN, eine Kurz-Odyssee durch SENECAS positronische „Seele“. Immerhin versucht das Bordgehirn bis zum Schluss, immer wieder Hilfe zu leisten. Ich fand diese Passagen dennoch mühsam und zäh zu lesen.

Interessant wird es am Schluß: Barleona erklärt, „das Böse“ müsse vernichtet werden. Und Tyari sieht den Schlüssel zur Lösung von Atlans Problemen im benachbarten Bar-2-Bars. Die Reihenfolge, in der die beiden geheimnisvollen Frauen ihre Rolle zu spielen haben, deutet sich damit an. Erschreckend teilweise die Zahl der Druckfehler, vor allem in der Schlüsselszene am Ende („Wenn du KEINE Probleme lösen willst“, statt „deine“].

Und weiter geht’s in die Dunkelzone.
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Yman
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Grauer Lord hat geschrieben:Die Cpt’ Carch-Ebene hat mir auch ganz gut gefallen; dabei habe ich gemerkt, dass mir die „Banane“ am Ende doch ein bisschen ans Herz gewachsen ist.


Die Extras Cpt'Carch, Insider, Argan U, usw. gefallen mir allgemein recht gut. Sie bringen Farbe in die Serie und sind immer für eine Überraschung gut. Argan U hat aber wohl seine besten Zeiten hinter sich, Insider vielleicht auch schon, aber Cpt'Carch hat sein Potenzial noch nicht ganz ausgespielt. Er ist der rätselhafteste aller Extras.

Grauer Lord hat geschrieben:Das Manifest Erfrin setzt sich in SENECA fest, vernichtet die SOL aber nicht sofort (warum auch) sondern will sie ganz genüsslich in 104 Tagen im Staubmantel zerbröseln lassen.


Es ist nicht ganz richtig, dass Erfrin eine Frist von 104 Tagen setzt. SENECA blockiert die Überlichttriebwerke, also dauert es deshalb diese 104 Tage, bis die SOL die 52 Lichttage mit halber Lichtgeschwindigkeit überwindet. Sonst wäre es vielleicht nur noch eine Sache von Stunden.

Grauer Lord hat geschrieben:Die von SENECA unabhängigen Schiffe werden just jetzt in die Handlung eingeführt, wo sich Atlan und seine Getreuen auf Rettungsmission von der SOL entfernen müssen. Nunja. Dazu kommen Schießereien um die FARTULOON und die CHYBRAIN, eine Kurz-Odyssee durch SENECAS positronische „Seele“. Immerhin versucht das Bordgehirn bis zum Schluss, immer wieder Hilfe zu leisten. Ich fand diese Passagen dennoch mühsam und zäh zu lesen.

Das war tatsächlich etwas mühsam und zäh, auch für mich, weil ich mir von Anfang an denken konnte, dass diese von SENECA unabhängigen Schiffe bzw. Schiffspositroniken nicht umsonst ausgerechnet jetzt eingeführt werden, zu einem Zeitpunkt, wo SENECA selbst das Ziel eines Angegriffs ist. Bei den Kämpfen um die Schiffe war auch klar, wie sie ausgehen, und man kann jetzt schon mal darauf spekulieren, da es zwei Schiffe sind, dass sich das Atlan-Team bei dem weiteren Vorgehen entsprechend aufteilen wird. Ich bin aber mal gespannt, wann das erste Schiff zerstört wird. Das wird vielleicht gar nicht so lange dauern. Ich tippe, dass die FARTULOON, die Korvette, es nicht mehr lange macht.

Grauer Lord hat geschrieben:Interessant wird es am Schluß: Barleona erklärt, „das Böse“ müsse vernichtet werden. Und Tyari sieht den Schlüssel zur Lösung von Atlans Problemen im benachbarten Bar-2-Bars. Die Reihenfolge, in der die beiden geheimnisvollen Frauen ihre Rolle zu spielen haben, deutet sich damit an. Erschreckend teilweise die Zahl der Druckfehler, vor allem in der Schlüsselszene am Ende („Wenn du KEINE Probleme lösen willst“, statt „deine“].


Druckfehler gab es dieses Mal tatsächlich ein paar zuviel. Dass es bald nach Bars-2-Bars geht, glaube ich auch nicht, jedenfalls nicht mit beiden Schiffen zugleich. Ich könnte mir aber vorstellen, dass die FARTULOON unter dem Kommando von Breiskoll, vielleicht, vielleicht aber auch nicht mit Tyari an Bord, einen Abstecher nach Bars-2-Bars macht. Ich glaube nicht, dass beide Frauen es lange gemeinsam an Bord eines Schiffes miteinander aushalten, aber wer, der die Romane noch nicht kennt, weiß, wie die Autoren das lösen? Das wird noch sehr interessant.
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Lumpazie
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Am Montag, den 20. Juni 1983 erschien der Band 611 der Atlan-Serie:

Impuls der Vernichtung

von Horst Hofmann

Bild


Handlung:

Auf seinem Weg durch den Staubmantel passiert Cpt'Carch ein Raumschiffswrack. Der letzte noch lebende Insasse Ceemer verbindet sich im Sterben mit Carch, so dass sie den Weg nach Cpt gemeinsam fortsetzen. Dabei drohen sie im Staubmantel verlorenzugehen. Eine Gruppe von jungen Staubfliegern, angeführt von Daal, schafft ihnen eine Bresche, durch die sie den Staubmantel durchqueren können. Im Raum innerhalb des Mantels liegt Cpt.

Auf einem Felsplateau manifestieren sich Cpt'Carch und Creemer zu Carchs Enttäuschung als unförmige Plasmawesen. Während sie von gefräßigen Cpt'Taks angegriffen werden, spürt Creemer die Annäherung eines körperlosen Feindes. Dabei handelt es sich um Zeepkörob, dem »zur endgültigen Eliminierung programmierten körperlosen Roboter«. Dieser soll den Rückkehrer Cpt'Carch und anschließend den ganzen Planeten vernichten. Er verliert jedoch die Spur von Cpt'Carch, als dieser und Creemer von Cpt'Taks angegriffen werden. Die beiden werden gerettet, als die einheimischen Humanoiden, die Kalmorer, die Cpt'Taks jagen.

Carch und Creemer bewegen sich in ein Dorf, wo früher Kalmorer und Cpt'Noks zusammengelebt haben. Von den Kalmorern erfahren sie, dass Carch die ausgesandte Essenz seines Volkes ist. Seit Jahren haben die jeweiligen Formen der Cpt'Cpts aufgehört, sich in die jeweils nächste Form weiterzuentwickeln. Daher sind die Cpt'Noks ausgestorben, während die Cpt'Taks zur Plage für die Kalmorer werden.

Die Kalmorer können nicht verhindern, dass Cpt'Carchs und Creemers Körper austrocknen. Als Cpt'Carchs Körper abstirbt, wird sein Bewusstsein nicht von den vergeistigten Cpt'Cpt aufgenommen. Dafür erfährt er seine Geschichte:

Vor etwa 50 Jahren haben einige Cpt'Noks um Voonol und Naadun versucht, ihre Rasse zu retten. Acht Jahre zuvor haben sie bemerkt, dass die einzelnen Stadien der Cpt'Cpt keine Metamorphosen mehr durchlaufen. Strahlende Sphären erschienen am Himmel und richteten, wenn sie abstürzten, große Verwüstungen an. Zu der Zeit ist auch das letzte Schiff der Mbona gelandet, die einst versucht haben, Cpt zu erobern. Nach dem Scheitern durch das Eingreifen der vergeistigten Cpt'Cpt sind sie zu Handelsbeziehungen übergegangen, die nun durch den undurchdringlich werdenden Staubmantel enden.

Mit Ausrüstung der Mbona will Naadun erreichen, dass mehrere Cpt'Taks Entwicklungsstadien überspringen und als höhere Form helfend eingreifen. Tatsächlich verwandelt sich der Cpt'Tak Twoxl in eine Mischform. Naadun, Taijh und Voonol gehen in Twoxl auf, um ihm Kraft zu geben. Das neue Wesen nennt sich Cpt'Carch und verlässt körperlos den Planeten, um Kontakt zu den vergeistigten Cpt'Cpt aufzunehmen. Als dies scheitert, verliert er sich im All, bis er auf die SOL stößt. Dort empfindet er eine Affinität zu der schlafenden Sternfeuer und materialisiert als Cpt'Tak in der Kammer der Schläfer, um sich sofort in einen Cpt'Nok zu verwandeln. Als SOLAG-Mitglieder der Störung nachgehen, entkommt Cpt'Carch ohne Erinnerung an seine Herkunft in die Tiefen der SOL.

In der Gegenwart verwandelt sich Cpt'Carch in einen Cpt'Kul mit der besonderen Fähigkeit, Energie nicht nur absorbieren, sondern auch benutzen zu können, und nennt sich wieder Twoxl. In Zeepkörob, einer Schöpfung Anti-Homunks, erkennt er den Grund für die stockende Entwicklung der Cpt'Cpt. HIDDEN-X hat in ihnen eine Bedrohung gesehen und sie so ausschalten wollen.

Mit seinen neuen Fähigkeiten kann Twoxl Zeepkörob anlocken und dessen vernichtende Energien größtenteils ableiten oder neutralisieren. Trotzdem kommt es zu schweren Verwüstungen, bei denen die Dörfer der Kalmorer in der Umgebung zerstört werden. Twoxl sucht nach weiteren Dörfern für einen Neuanfang.

Er wird mit dem Dorf des Kalmorers Promk und seines Stammes fündig. Nach Tagen entstehen dort Cpt'Noks, die jedoch nach einigen Stunden absterben. Creemer nimmt Kontakt mit Twoxl auf. Er ist bei den vergeistigten Cpt'Cpt gelandet, die noch nicht wieder kämpfen können. Ohne Zeepkörob ist die Entwicklung der Cpt'Cpt nicht mehr gehemmt, aber durch eine Strahlung aus dem All werden die höheren Formen getötet. Twoxl ist immun. Er soll Verbündete suchen, da ANTI-ES nach dem Versagen Zeepkörobs andere Werkzeuge schicken wird.

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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Lumpazie hat geschrieben:Am Montag, den 20. Juni 1983 erschien der Band 611 der Atlan-Serie:

Impuls der Vernichtung

von Horst Hofmann

Bild


Handlung:

Auf seinem Weg durch den Staubmantel passiert Cpt'Carch ein Raumschiffswrack. Der letzte noch lebende Insasse Ceemer verbindet sich im Sterben mit Carch, so dass sie den Weg nach Cpt gemeinsam fortsetzen. Dabei drohen sie im Staubmantel verlorenzugehen. Eine Gruppe von jungen Staubfliegern, angeführt von Daal, schafft ihnen eine Bresche, durch die sie den Staubmantel durchqueren können. Im Raum innerhalb des Mantels liegt Cpt.


Cpt'Carchs Rückkehr zu seinem Heimatplaneten fand ich zwar einerseits interessant, da die verschiedenen Entwicklungsstadien konkretisiert wurden und auch angedeutet wird, dass die vergeistigten Cpt'Cpt eine Gefahr für Anti-ES darstellen, aber mir war der Roman über weite Strecken zu esoterisch und handlungsarm.

Zwar muss Carch ab und zu fliehen oder kämpfen, und er hat mit Ceemer auch einen Gefährten, so dass der Roman nicht unerträglich langweilig war, aber die Auseinandersetzung mit dem körperlosen Roboter Zeepkörob, einer Schöpfung Anti-Homunks, verlief ohne jeden Spannungsbogen.

Ein wenig kann man sich durch den Roman auch vorstellen, dass es in einer fernen Galaxie fremdartiges Leben geben könnte, auch intelligentes Leben, weit weit von der Erde entfernt, und was hier gerne Sense of Wonder genannt wird, kommt nicht zu kurz. Andererseits leben auf dem Planeten leben auch Humanoide, wie man sie auch auch dem Titelbild sehen kann, aber daraus wurde wenig bis nichts gemacht. Im Hauptpersonenkasten ist kein Humanoide zu finden, und ich bin nicht sicher, ob im Roman überhaupt einer der Humanoiden einen Namen trägt.

Die verschiedenen Stadien der Cpt-Entwicklung sind:

Cpt'Won - flache Eier, die an Steinen usw. haften
Cpt'Tak - handförmige, gefährlichgefrässige grüne Fladen
Cpt'Nok - eine gelbe Banane mit vier dünnen Beinchen
Cpt'Kul - bestehend aus sieben Komponenten, die wie blaugraue Steine aussehen
Cpt'Cpt (vergeistigte) - noch unbekannte Fähigkeiten

Von den vergleichbaren Romanen, die die Lebensgeschichte eines besonderen Volkes oder Wesens erzählen, wie z.B. Zwzwko (Insider, A 573 von H.G. Francis), Oggar (A 559 von Peter Griese), Chybrain (A 581 von Peter Griese), usw. ist dieser hier mit Abstand der schlechteste, aber Cpt'Carch wird uns noch eine Weile erhalten bleiben.
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