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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 2. Oktober 2018, 20:33

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Atlan verteilt fleißig Seekarten und verleiht damit dem Erkundungsdrang der Europäer Flügel. Was die nachfolgende Expansion für die "entdeckten" Völker bedeuten würde, kam ihm anscheinend nicht in den Sinn. Er hatte es ja gut gemeint.

Der Atlan auf dem Titelbild gefällt mir im Übrigen recht gut. Würde auch in die Atlan-Galerie der PP passen.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Yman » 4. Oktober 2018, 21:38

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dandelion hat geschrieben:Atlan verteilt fleißig Seekarten und verleiht damit dem Erkundungsdrang der Europäer Flügel. Was die nachfolgende Expansion für die "entdeckten" Völker bedeuten würde, kam ihm anscheinend nicht in den Sinn. Er hatte es ja gut gemeint.

Der Atlan auf dem Titelbild gefällt mir im Übrigen recht gut. Würde auch in die Atlan-Galerie der PP passen.


Ja, ist mal eine interessante Abwechslung. Die letzten beiden Abenteuer "Herrscher der Zeiten" und "Das Genie und die Weltentdecker" habe ich noch nicht gelesen, aber ich will das Buch, in dem beide drin sind, noch dieses Jahr fertig lesen und auch mit dem nächsten dann anfangen.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Lumpazie » 7. Oktober 2018, 08:30

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Im Februar des Jahres 1972 erschien das chronologisch 45te Zeitabenteuer (in der Reihe der Planetenromane als Nr.98).

Wettfahrt der Entdecker

von Hanns Kneifel

Bild

Handlung:

Im November 2409 befindet sich Atlan da Gonozal auf dem Planeten Khaza, wo gerade die Herrschaft des KRATA zu Ende ging. Ein Ritual der Einheimischen löst bei ihm eine Erinnerung an die Südsee aus, und Atlan beginnt zu erzählen.

Im November 1517 weckt ihn Rico, da das Zeitalter der Entdeckungen angebrochen ist und die Möglichkeit besteht, den Menschen wertvolle Erkenntnisse über die Erde und ihre Stellung im Kosmos zu vermitteln. In der Identität des Atlan de Gonozal y Arcon begibt sich Atlan Ende November nach Spanien. Unterwegs nach Sevilla, bemerkt sein Robotgepard Scarron einen Mann, der überfallen worden ist. Atlan rettet den Fremden, der Diego de Avarra heißt und Sohn einer Schiffbauerfamilie aus Coria ist. Beide besuchen zusammen den Sklavenmarkt, wo Atlan zwei Frauen und einen Mann erwirbt. Er lässt diese sofort pflegen, gut versorgen und will ihnen auch lesen und schreiben beibringen lassen, was Diego zunächst sehr verwundert. Anschließend erteilt Atlan der Familie de Avarra den Auftrag, nach Plänen seiner Robotmaschinen eine Karavelle sehr fortschrittlicher Bauart zu konstruieren.

Gemeinsam mit Sharma, einer der ehemaligen Sklavinnen, die seine Geliebte wird, reist Atlan nach Thorn weiter, wo er Nikolaus Kopernikus besucht und ihm viel über die Gestalt des Sonnensystems erzählt, sowie ihm Bilder überlässt. Als Sharma wegen ihrer Hautfarbe als Hexe verbrannt werden soll, ergreift den Arkoniden die Wut. Er rettet sie dank seiner technischen Mittel, bevor er auch den für eine weitere Hexenverbrennung vorgesehenen Scheiterhaufen zerstört. Als der Mob tobt, fliehen beide mit einem Gleiter aus Polen.

In Valladolid besucht Atlan den Kardinal Fonseca und übergibt ihm Seekarten. Dann, im September 1519, ist Atlans Schiff, die TERRA AUSTRALIS INCOGNITA, fertig. Diego de Avarra und die drei ehemaligen Sklaven, zu denen noch die Frau Ssachany gehört, gehen mit 37 angeheuerten Männern, meist Verbrechern, an Bord. Atlan will die Welt umsegeln. Vorher trifft er noch Magellan an Bord von dessen Flaggschiff TRINIDAD und wettet mit ihm um einen hochwertigen Kompass, schneller zu sein. Magellan erhält von Atlan eine Seekarte, auf der die bestmögliche Route und denkbare Treffpunkte eingezeichnet sind.

Am 30. September segelt die TERRA ab. Ein robotischer Albatros dient als weiteres Hilfsmittel. Nachdem das Schiff einen Wirbelsturm überstanden hat, erreicht es im Dezember Brasilien und in der Nähe des heutigen Rio de Janeiro wartet Atlan auf Magellans Flotte von fünf Schiffen. Als Magellan in der Bucht ankert, besucht ihn Atlan heimlich auf seinem Flaggschiff. Dann segelt er weiter und gelangt problemlos in die spätere Magellanstraße und schließlich in den Pazifik. Es scheint aber in der Besatzung eine Gruppe zu geben, die eine Meuterei plant. Atlan ist auf der Hut.

Am 15. September 1520 ankert die TERRA vor einer paradiesischen Südseeinsel, doch von Magellan fehlt jede Spur. Mit einem als Beiboot getarnten Gleiter fliegt Atlan zusammen mit Sharma und Agsacha zurück. In der Magellanstraße beobachten sie am 1. November 1520, wie Magellans drei verbliebene Schiffe eintreffen. Atlan entzündet als Hilfe Signalfeuer am Ufer, und am 25. November lässt er den Albatros einen Brief auf Magellans Schiff abwerfen, in dem er neue Empfehlungen abgibt.

Wieder zurück in der Südsee, muss Atlan feststellen, dass ein Teil seiner Besatzung gemeutert und das Schiff gestohlen hat. Diego, Ssachany und ein Großteil der Crew war zu einem Fest an Land gewesen, als der Steuermann Zaro die Gunst der Stunde nutzte. Atlan verfolgt mit dem Gleiter die TERRA. Dann schleicht er sich mit seinen Begleitern an Bord. Mit Hilfe von Tonbandaufnahmen lässt er die Meuterer an einen Spuk glauben und konfrontiert Zaro. Als dieser seine Niederlage erkennt, springt er ins Wasser und wird von Haien gefressen. Die restliche Crew ist wieder loyal zu Atlan.

Die TERRA, ergänzt um einen Insulaner namens Mauki, segelt weiter. Alle erleben eine schöne Zeit in Polynesien, doch ist nichts von Magellans Schiffen zu sehen. Auf der Insel Aruarufa veranstalten die Eingeborenen ein seltsames Ritual. Als ein Vulkan ausbricht, kann die TERRA am 27. April 1521 mit knapper Not entkommen.

Schließlich weisen die Flammen der brennenden CONCEPCION den Weg zu Magellans Restflotte. Atlan zeigt sich mit der TERRA offen den verzweifelten Seeleuten. Magellan ist tot, aber Atlan gibt den Kapitänen bei der Insel Cebu alle denkbare Hilfe, bevor er sich verabschiedet. Mauki verabschiedet sich ebenfalls.

Im September 1521 erreicht die TERRA Neuguinea. Ein zunächst friedlicher Kontakt mit den Eingeborenen führt zur Katastrophe, da es sich um Kannibalen handelt, die zwei Gefangene brutal töten. Atlan, dem noch der Schrecken von Thorn in den Knochen steckt, will das ganze verhindern, aber die Übermacht ist zu groß. Er wird betäubt und gefangen, vorher gelingt es ihm gerade noch, den als Amulett getarnten Zellaktivator zu verschlucken. Glücklicherweise können der Robotalbatros und Agsacha den Arkoniden befreien.

Die TERRA verlässt Neuguinea. An Bord operieren Diego, Sharma und Agsacha den Zellaktivator nach Anleitung Atlans erfolgreich heraus. Im Februar 1522 ist das Schiff bei Madagaskar und erreicht am 4. August wieder Sevilla, wo niemand etwas von Magellans Schiffen gehört hat. Atlan verkauft die TERRA und bereitet seinen Abschied vor. Für Sharma und Agsacha erwirbt er ein Haus und Ländereien, auch Diego und Ssacharny, die ein Paar geworden sind, erhalten wertvolle Geschenke. Dann trifft doch noch die VICTORIA, letztes Schiff aus Magellans Flotte, in Spanien ein.

Atlan zieht sich in seine Tiefseekuppel zurück. Agsacha und Sharma heiraten.

Personenregister

Atlan da Gonozal alias Atlan de Gonozal y Arkon Wieder einmal versucht der unsterbliche Arkonide, den Barbaren von Larsaf III bei ihrer Weiterentwicklung zu helfen.
Rico Atlans Roboter
Scarron Atlans Robotgepard
Diego de Avarra Spanischer Schiffbauer
Sharma Die ehemalige Sklavin wird die neue Gefährtin Atlans
Nikolaus Kopernikus Astronom aus Thorn
Kardinal Fonseca
Ssachany Eine ehemalige Sklavin
Magellan Portugiesischer Weltumsegler in spanischen Diensten
Agsacha Ein ehemaliger Sklave
Zaro Der Steuermann meutert
Mauki Insulaner

Der obige Text wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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D’ Kometen müßten sonst verboten wer’n;
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 12. Oktober 2018, 20:41

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Lumpazie hat geschrieben:
Gemeinsam mit Sharma, einer der ehemaligen Sklavinnen, die seine Geliebte wird, reist Atlan nach Thorn weiter, wo er Nikolaus Kopernikus besucht und ihm viel über die Gestalt des Sonnensystems erzählt, sowie ihm Bilder überlässt. Als Sharma wegen ihrer Hautfarbe als Hexe verbrannt werden soll, ergreift den Arkoniden die Wut. Er rettet sie dank seiner technischen Mittel, bevor er auch den für eine weitere Hexenverbrennung vorgesehenen Scheiterhaufen zerstört. Als der Mob tobt, fliehen beide mit einem Gleiter aus Polen.


Ich weiß nicht, wie stark der Hexenglauben in der Thorner Bevölkerung zu dieser Zeit verwurzelt war, aber nach Atlans spektakulärem Auftritt gab es dort wohl nur noch wenig Leute, die die Existenz dunkler Mächte bezweifelten. Lähmstrahlen, Gaskugeln, die Flucht mit dem Gleiter... Atlan hat sich nach Kräften bemüht, Höllenängste in die Seelen furchtsamer Gemüter zu pflanzen. Aber es ging ja um das große Ganze, Kopernikus hat sicher von seinem Besuch profitiert.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon GruftiHH » 16. Oktober 2018, 11:12

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Ich lese ja die Blaubände und bin jetzt bei Nr. 5.

In der Perrypedia steht , dass eine Erzählung mit eingearbeitet worden ist.
Erzählung Die Zweite Odyssee

Wo ist die ursprünglich erschienen?

Ich möchte nichts Falsches in meinen Blog schreiben

Vielen Dank
* Am Ende des Regensbogen sehen wir uns wieder. *

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Lumpazie » 16. Oktober 2018, 11:30

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GruftiHH hat geschrieben:Ich lese ja die Blaubände und bin jetzt bei Nr. 5.

In der Perrypedia steht , dass eine Erzählung mit eingearbeitet worden ist.
Erzählung Die Zweite Odyssee

Wo ist die ursprünglich erschienen?

Ich möchte nichts Falsches in meinen Blog schreiben

Vielen Dank


Ich denke, die wurde exklusiv für den Blauband geschrieben - ansonsten müßte dabei stehen, wo sie ursprünglich erschienen ist. Analog zum "Roboter auf Urlaub" - Blauband 9. Aber genau weiß es leider auch nicht. :nixweis: Schau mal ins Vorwort von Blauband 5 - eventuell steht da ein Hinweis.
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Axo » 16. Oktober 2018, 15:08

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Lumpazie hat geschrieben:
GruftiHH hat geschrieben:Ich lese ja die Blaubände und bin jetzt bei Nr. 5.

In der Perrypedia steht , dass eine Erzählung mit eingearbeitet worden ist.
Erzählung Die Zweite Odyssee

Wo ist die ursprünglich erschienen?

Ich möchte nichts Falsches in meinen Blog schreiben

Vielen Dank


Ich denke, die wurde exklusiv für den Blauband geschrieben - ansonsten müßte dabei stehen, wo sie ursprünglich erschienen ist. Analog zum "Roboter auf Urlaub" - Blauband 9. Aber genau weiß es leider auch nicht. :nixweis: Schau mal ins Vorwort von Blauband 5 - eventuell steht da ein Hinweis.


Nun, der "Roboter auf Urlaub" ist in einem Jubiläumsband zuerst erschienen. Moment. Aus der Perrypedia zitiert: "Ein Roboter auf Urlaub ist eine Kurzgeschichte von Hans Kneifel, enthalten in Jubiläumsband 2 und wieder veröffentlicht in Blauband 9." Über die "Zweite Odyssee" weiß ich nichts.
Der Umgang mit Büchern bringt die Leute um den Verstand.
Erasmus von Rotterdam

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Lumpazie » 16. Oktober 2018, 16:42

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Axo hat geschrieben:
Lumpazie hat geschrieben:
GruftiHH hat geschrieben:Ich lese ja die Blaubände und bin jetzt bei Nr. 5.

In der Perrypedia steht , dass eine Erzählung mit eingearbeitet worden ist.
Erzählung Die Zweite Odyssee

Wo ist die ursprünglich erschienen?

Ich möchte nichts Falsches in meinen Blog schreiben

Vielen Dank


Ich denke, die wurde exklusiv für den Blauband geschrieben - ansonsten müßte dabei stehen, wo sie ursprünglich erschienen ist. Analog zum "Roboter auf Urlaub" - Blauband 9. Aber genau weiß es leider auch nicht. :nixweis: Schau mal ins Vorwort von Blauband 5 - eventuell steht da ein Hinweis.


Nun, der "Roboter auf Urlaub" ist in einem Jubiläumsband zuerst erschienen. Moment. Aus der Perrypedia zitiert: "Ein Roboter auf Urlaub ist eine Kurzgeschichte von Hans Kneifel, enthalten in Jubiläumsband 2 und wieder veröffentlicht in Blauband 9." Über die "Zweite Odyssee" weiß ich nichts.


Das ist mir schon klar Axo, sorry, da habe ich mich etwas missverständlich ausgedrückt. Mit Analog zu einem "Roboter auf Urlaub" meinte, das die auch eine Kurzgeschichte ist. Allerdings in diesem Fall mit Quellenangabe. Da diese bei der "Zweiten Odyssee" fehlt, gehe ich von einer Exklusiv-Story aus. :)
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon GruftiHH » 17. Oktober 2018, 13:01

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Im Vorwort steht leider nichts. Und separat ist da auch keine aufgeführt. Nur 29 Kapitel.
Mal sehen, wo die Story nicht mehr mit den Planetenromanen übereinstimmt.

Ich melde mich dann noch mal hier.
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Lumpazie » 17. Oktober 2018, 14:49

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GruftiHH hat geschrieben:Im Vorwort steht leider nichts. Und separat ist da auch keine aufgeführt. Nur 29 Kapitel.
Mal sehen, wo die Story nicht mehr mit den Planetenromanen übereinstimmt.

Ich melde mich dann noch mal hier.


Vielleicht wärst Du mit Deiner Frage auch hier richtig:

Fragen an die Redaktion - Klaus N. Frick kann das bestimmt beantworten.

Prinzipell würde ich in Deinem Block halt erwähnen, das diese Geschichte ohne Quellenangabe im Blauband 5 vorhanden ist (vorausgesetzt, Klaus hat auch keine Antwort darauf) - die Vermutung, das es sich um eine Exklusivgeschichte von Hans Kneifel handelt, kann man ja äußern. So lange Sie als solche deutlich gekennzeichnet ist :st:
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Ce Rhioton » 17. Oktober 2018, 20:05

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Was "Die Zweite Odyssee" betrifft, so handelt es sich in der Tat um eine exklusive Kurzgeschichte.
Das Thema wurde bereits einmal im Forum angesprochen:

https://forum.perry-rhodan.net/viewtopi ... ise#p29394

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon GruftiHH » 18. Oktober 2018, 16:10

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Ce Rhioton hat geschrieben:Was "Die Zweite Odyssee" betrifft, so handelt es sich in der Tat um eine exklusive Kurzgeschichte.
Das Thema wurde bereits einmal im Forum angesprochen:

https://forum.perry-rhodan.net/viewtopi ... ise#p29394


Cool. Danke. für den Hinweis. :st:
* Am Ende des Regensbogen sehen wir uns wieder. *

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Lumpazie » 21. Oktober 2018, 08:25

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Im April des Jahres 1988 erschien das chronologisch 46te Zeitabenteuer (in der Reihe der Planetenromane als Nr.301).

Die Masken der Erinnerung

von Hanns Kneifel

Bild

Handlung:

Im Jahr 1550 wird Atlan da Gonozal von Rico, seinem treuen Roboter, aus dem Kälteschlaf geweckt, denn in dem Dorf Beaumont in Frankreich, das sich seit einiger Zeit Beauvallon nennt und von Atlan gegründet wurde, ist die Pest ausgebrochen. Atlan leistet erst alleine, dann zusammen mit Rico medizinische Hilfe, während Monique de Beauvallon im Kälteschlaf bleibt. Er kann das schlimmste verhindern, aber 61 von 300 Einwohnern sind tot. Der Arkonide findet in dieser Zeit eine Gefährtin unter den Einwohnern Beauvallons, das Mädchen Georgette. Wegen der starken Inquisition in Spanien betrachtet Atlan den Stützpunkt Arcanjuiz als unzugänglich.

In Florenz trifft der Arkonide den Baumeister Vasari und berät diesen beim Bau der Uffizien. Er entwickelt eine Beziehung mit der hübschen Witwe Dianina, doch als sie die Heirat gerichtlich einklagen will, ergreift der Arkonide die Flucht. Den Winter verbringt er in Beauvallon, ehe er sich wieder in die Tiefseekuppel zurückzieht.

Im Jahre 1563 sind Monique, Rico und Atlan wieder in Frankreich aktiv. Sie haben den Ritter Blaise Monluc vor dem Erfrieren gerettet und seine Freundschaft gewonnen. Jetzt begeben sie sich nach Paris, um ihn zu besuchen. In Paris richten die drei sich als reisende Gelehrte ein. Am Königshof kommen sie in Kontakt mit einem seltsamen Gelehrten, der sich Michael de Notre Dame oder auch Nostradamus nennt. Atlan hat ein merkwürdiges Gefühl, als handele es sich um einen weiteren Außerirdischen. In der Folgezeit versuchen die drei, kulturelle Impulse zu vermitteln. Insbesondere lehren sie Hygiene und zeigen, wie man die Pestrisiken verringern kann. Nostradamus versucht immer wieder, die Bemühungen Atlans und seiner Gefährten zu sabotieren. Im Winter ziehen sie sich nach Beauvallon zurück.

Da kommt eines Tages eine Alarmmeldung aus der Kuppelstation: Wassereinbruch! Atlan und Rico gehen sofort per Transmitter in die Kuppel zurück. Sie führen einen harten Kampf gegen die Wassermassen, können das Leck aber schließlich verschließen und das schlimmste verhindern. Leider wird aber der Hypersender, den Atlan einst von der Venuspositronik erhielt, irreparabel zerstört. Damit ist die Möglichkeit, die Arkon-Flotte zu Hilfe zu rufen, verloren. Nach einer Erholungszeit in Beauvallon gehen Atlan und Monique Ende 1565 wieder in den Kälteschlaf.

Rico weckt sie im Herbst 1587 wegen des drohenden Krieges zwischen Spanien und England. Die meiste Zeit beobachten Sonden das Geschehen, während sich Atlan und Monique auf einer unbewohnten, paradiesischen Insel in der Neuen Welt aufhalten. Sie verfolgen im Jahre 1588, wie die Armada eine Invasion versucht, aber scheitert, ohne dass Atlan hätte eingreifen müssen. Im Herbst geht Atlan nach London, wo er den Poeten William Shakespeare trifft und ihm die Inspiration zu einem Stück namens »Romeo und Julia« gibt. Außerdem wird eine Kornmühle in England zu einem neuen Stützpunkt ausgebaut, da Atlan davon ausgeht, zukünftig häufiger in England aktiv werden zu müssen. Er begegnet noch dem Forscher Edward Dale-O'Rourke und dem Korsaren und Weltumsegler Thomas Cavendish, ehe er England verlässt.

In Frankreich toben Religionskriege zwischen Katholiken und Hugenotten. Atlan und Rico schlagen mithilfe von Psychostrahlern eine Truppe hugenottischer Plünderer, die sich Beauvallon näherte, zurück. Dann, im Jahre 1590, kehren sie in die Tiefseekuppel zurück.
Personenregister

Atlan da Gonozal Der Arkonide in Europa und auf dem Meeresgrund
Rico Atlans treuer Roboter
Monique de Beauvallon Atlans Gefährtin bleibt im Kälteschlaf
Georgette Eine neue Geliebte
Vasari Baumeister in Florenz
Dianina Eine hübsche Witwe in Florenz, die eine Hochzeit mit Atlan einklagen will.
Blaise Monluc Ein französischer Ritter
Nostradamus alias Michael de Notre Dame Ein geheimnisvoller Mann am französischen Hof
William Shakespeare Poet
Edward Dale-O'Rourke Ein Forscher
Thomas Cavendish Korsar und Weltumsegler

Der obige Text wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 21. Oktober 2018, 13:23

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Monique, Georgette, Dianina. Atlan in Hochform, aber auch er muß einmal die Flucht vor dem angeblich schwachen Geschlecht ergreifen. :D

Der Hypersender ist zerstört, Atlan ist also wieder auf die schnellere technisch Entwicklung der Menschheit angewiesen oder auf die zufällige Landung eines Raumschiffes. Das letztere passierte ja in der Vergangenheit öfter und ging regelmäßig schief. Auf jeden Fall ist damit die Widersprüchlichkeit zwischen Atlans Wunsch nach Arkon zu gelangen und der Nichtbenutzung des Senders beseitigt.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon GruftiHH » 2. November 2018, 10:13

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Blauband 5 durchgelesen. Jetzt weiß ich auch endlich, wer das Trojanische Pferd erfunden hat. ;)
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Lumpazie » 4. November 2018, 08:50

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Im Jahr 1988 erschien das chronologisch 47te Zeitabenteuer (in der Reihe der Planetenromane als Nr.305).

Balladen des Todes

von Hanns Kneifel

Bild

Handlung:

Im Jahre 1609 ist Atlan da Gonozal als Comte Atlan de Arcon et Sagittaire zusammen mit Adligen aus ganz Europa einer der Lehrer des jungen Gustav Adolf von Schweden. Monique de Beauvallon schläft in der Tiefseekuppel. Atlan verspricht sich von Gustav Adolf positive Auswirkungen für die Entwicklung der Menschheit.

Rico vermutet jedoch seit einiger Zeit, dass sich ein unsichtbares Wesen mit fortgeschrittener Technologie auf der Erde bewegt. Vielleicht ist ein Außerirdischer unerkannt gelandet. Dabei hält es der Roboter für möglich, dass der Unbekannte den Deflektor benutzt, den Atlan einst Hagen von Tronye geschenkt hat. Rico ist weiterhin auf seltsame Berichte über Jenseitslandschaften, Utopia-Welten und ähnliche Erzählungen gestoßen und vermutet eine Verbindung.

Die Hofdame Britta Persdottir ist Atlans Geliebte während seiner Zeit in Schweden. Zum Abschied schenkt er Gustav Adolf ein Fernrohr, mit dem der Schwede auch in der Lage sein wird, ihn zu rufen. Atlan reist nach England weiter, wo er sich mit Francis Bacon und William Shakespeare trifft. Er denkt immer noch über seinen möglichen unbekannten Gegner nach und erwägt, ob es ein entkommener Androide von Wanderer sein könnte. Circa 1610 kehrt Atlan nach Beauvallon zurück, wo er einige Zeit mit dem Mädchen Roquette verbringt, ehe er sich in die Tiefseekuppel zurückzieht.

1630 wird Atlan geweckt. Gustav Adolf hat ihn gerufen und Rico das Signal empfangen. In Europa tobt seit über einem Jahrzehnt eine Kette von Kriegen, die man eines Tages den Dreißigjährigen Krieg nennen wird. Ricos Sonden haben Bilder von einem seltsamen weißhaarigen Fremden aufgefangen, der sich bei Gustav Adolf bewegt und ihn offenbar berät und zum Krieg hetzt. Der Fremde nennt sich Nahith Nonfarmale »aus Sarpedon im Meer von Kalkar«, und hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Atlan, wirkt aber älter. Atlan fragt sich, ob Gustav Adolf einer Verwechslung zum Opfer gefallen ist.

Rico richtet in der Nähe von Fulda in Deutschland eine Höhle als Stützpunkt ein und platziert dort unter anderem einen Transmitter. Dann erkundet Atlan zunächst mit einem Gleiter das Land. Überall herrschen Krieg und Elend. Schließlich sieht er Nonfarmale auf einer Art Flugsaurier reitend, bevor er sich nach Stettin begibt, wo der Arkonide auf Gustav Adolfs Heer warten will.

Atlan und der Schwedenkönig treffen zusammen, und die Wiedersehensfreude ist groß. Gustav Adolf will Schwedens Machtposition in Europa sichern. Beide reden lange, und Atlan bleibt als Berater beim Heer. 1631 trifft er in Deutschland einen seltsamen Einsiedler namens Malte Uhlenhorst, der anscheinend Visionen der Zukunft sehen kann. Atlan erlebt ein Gefecht bei Frankfurt an der Oder nebst Belagerung der Stadt durch die Schweden. Nonfarmale kreist plötzlich über der Stadt. Mit explosiven Armbrustbolzen greift er in den Kampf ein und schlägt eine Bresche in die Befestigung. Die Schweden stürmen Frankfurt und geraten, im Siegesrausch plündernd und vergewaltigend, außer Kontrolle. Atlan rettet ein Nonnenkloster, kann aber nicht überall sein. Schließlich können Gustav Adolfs Offiziere die Disziplin wiederherstellen, aber es hat viele Opfer gegeben. Zusammen mit dem Arzt Acker Gabbo operiert Atlan den König und entfernt ihm eine seit Jahren im Körper sitzende Musketenkugel.

Atlan verlässt für einige Zeit das schwedische Heer. Als angeblicher Magister trifft er im Mai 1631 Graf Pappenheim und dessen kaiserliche Truppen nahe Magdeburg, wo er die Eroberung der Stadt miterlebt. Auch hier ist Nonfarmale zu sehen, der seine Armbrust einsetzt, um die Stadt in Brand zu setzen. Panik bricht aus, auch hier geraten die Soldaten außer Kontrolle, und Tausende von Bürgern sterben. Atlan rettet eine Frau namens Almuth, die seine Gefährtin wird. Im Februar 1632 verbringen sie einige Zeit gemeinsam in Süddeutschland, bevor er sie in einem Kloster in Landsberg am Lech zurücklässt.

Wieder bei den Schweden, nimmt Atlan im April an der Schlacht bei Rain am Lech teil und erlebt den Tod des Feldmarschalls Tilly mit. Er trennt sich erneut vom Heer und holt Almuth ab, mit der er Richtung Nürnberg weiterreist, ehe er sie wieder ins Kloster bringt. Nahe Nürnberg trifft er im Juli Wallenstein und ist eine Zeitlang dessen Berater und Arzt. Seuchen schwächen das kaiserliche Heer und fordern Tausende von Opfern. Von Nonfarmale fehlt jede Spur. Gleiches gilt für Almuth, als Atlan sie wieder abholen möchte.

Nach einem Intermezzo bei Malte Uhlenhorst trifft Atlan unweit von Lützen wieder auf das schwedische Heer. Er reist unter dem Namen Atlan von Arkonstein, als er ein kleines Dorf erreicht, in dem er freundlich aufgenommen wird. Die Witwe Ullana wird seine neue Geliebte, aber beide werden nachts von marodierenden Schweden überfallen. In höchster Not schluckt Atlan seinen Zellaktivator herunter, bevor die Angreifer durch die Dorfbewohner und Ullana vertrieben werden können. Atlan zieht mit dem schwedischen Heer in die Schlacht von Lützen, in der Gustav Adolf in seiner unmittelbaren Nähe getötet wird. Nach der Schlacht bittet er den Arzt Acker Gabbo, ihm bei vollem Bewusstsein den Zellaktivator aus dem Magen zu entfernen. Die Operation gelingt.

Atlan bittet Rico um Hilfe. Zusammen mit Ullana, die ihn pflegt, zieht er sich in die Höhlenbasis zurück, bis seine Verletzung verheilt ist. Die Zeit vergeht, und es wird Winter. Aus Japan werden Sichtungen Nonfarmales gemeldet, der als Samurai gekleidet ist und auf einem blauen Pferd reitet. Atlan und Ullana begeben sich nach Beauvallon, wo sie eine schöne und unbeschwerte Zeit verbringen. Ullana bittet aber heimlich Rico, sie in die Kuppel mitzunehmen. Der Roboter entspricht dem Wunsch, und Atlan wundert sich nur, dass Ullana eines Tages verschwunden ist.

Rico und Atlan besprechen ihre Erkenntnisse über Nonfarmale. Sie entwickeln die Theorie, dass er von starken Emotionen lebt, also eine Art Emotio-Sauger ist, und daher von Kriegen angezogen wird. Außerdem scheint Nonfarmale über beträchtliche Kampffertigkeiten zu verfügen. Es wird unter anderem beschlossen, die LARSAF ZWEI:DREI aus ihrem Versteck zu holen und flugklar zu machen. Dann zieht sich auch Atlan für die nächste Schlafperiode in die Kuppel zurück.

Anmerkung

In der Archiv-CD1 sind als Handlungsjahre abweichend 1609–1611 und 1630–1633 angegeben.

Personenregister

Atlan da Gonozal alias Comte Atlan de Arcon et Sagittaire alias Atlan von Arkonstein Der Arkonide erlebt die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges.
Gustav Adolf König von Schweden
Monique de Beauvallon Sie bleibt diesmal in der Tiefseekuppel.
Rico Atlans treuer Roboter
Britta Persdottir Eine Hofdame in Schweden, die Atlan verfällt
Francis Bacon
William Shakespeare
Roquette Eine von Atlans Gefährtinnen
Nahith Nonfarmale Der Unbekannte wird Atlans neuer Langzeitgegner.
Malte Uhlenhorst Ein Einsiedler mit dem »zweiten Gesicht«
Acker Gabbo Leibarzt des Gustav Adolf
Pappenheim Heerführer
Almuth Eine von Atlans neuen Gefährtinnen, unklar bleibt, ob mehr passiert…
Tilly Feldmarschall
Wallenstein Heerführer
Ullana Auch diese Witwe wird Atlans Geliebte

Der obige Text wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 11. November 2018, 00:14

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dandelion
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Lumpazie hat geschrieben:Rico und Atlan besprechen ihre Erkenntnisse über Nonfarmale. Sie entwickeln die Theorie, dass er von starken Emotionen lebt, also eine Art Emotio-Sauger ist, und daher von Kriegen angezogen wird. Außerdem scheint Nonfarmale über beträchtliche Kampffertigkeiten zu verfügen.

Dann zieht sich auch Atlan für die nächste Schlafperiode in die Kuppel zurück.



Interessante Vermutung, der Atlan aber keine Taten folgen läßt. Ein Kriegstreiber zieht durch die Lande, aber der "Beschützer der Menschheit" geht erst mal schlafen.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Lumpazie » 18. November 2018, 11:25

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Lumpazie
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Im April des Jahres 1972 erschien das chronologisch 48te Zeitabenteuer (in der Reihe der Planetenromane als Nr.100).

Der Kontinent des Krieges

von Hanns Kneifel

Bild

Handlung:

Atlan da Gonozal wird im Jahre 1645 von seinem Roboter Rico geweckt. Es sind kurz nacheinander zwei Raumschiffe auf der Erde gelandet. Aus dem ersten Schiff stiegen zwei Personen, ein Mann und eine Frau. Das zweite Schiff, das im Orbit geblieben ist, setzte eine Gruppe von 15 Personen ab, die offenbar die Verfolgung des Pärchens aufgenommen haben. Rico informiert Atlan über den Dreißigjährigen Krieg, der in Europa und dort vor allem in Deutschland tobt. Atlan erhält über Hypnoschulungen alles erforderliche Wissen, bevor er, mit gut verborgener Spezialausrüstung versehen, als der französische Artillerist Atlan d'Arcogne die Oberfläche der Erde betritt. Unterstützung erhält der Arkonide von einem Robotfalken und dem großen Robotwolf Hound.

Mithilfe perfekt gefälschter Schutzbriefe gelingt es Atlan, im Lager der kaiserlichen Armee in Fünfstetten von Pistorius, dem Stellvertreter des Marschalls, 25 gute Soldaten als Begleiter zu erhalten. Er bittet gezielt um erfahrene, zuverlässige Männer, von denen die meisten sogar lesen können. Nach einer gründlichen Reinigung und dem Einsatz von Antibiotika verfügt Atlan über eine schlagkräftige kleine Kampftruppe, die er zudem teilweise mit dreißigschüssigen Reiterpistolen ausrüstet. Er erzählt, ihre Aufgabe sei die Jagd nach zwei Spionen.

Es gelingt, Hinweise zu erhalten, dass zwei auffällige Fremde in einem nahegelegenen Ort gefangen worden sind. Atlan und seine Soldaten reiten in den elenden, vom Krieg verwüsteten Ort, wo es tatsächlich gelingt, eine fliehende Frau zu retten. Es ist eine der gesuchten Außerirdischen mit Namen Radogyne. Sie sollte als Hexe verbrannt werden und wurde tagelang übel gefoltert und gedemütigt. Atlan pflegt die Frau und setzt auch seinen Zellaktivator ein, gibt sich aber nicht als Raumfahrer zu erkennen. Nach einigen Tagen ist Radogyne wiederhergestellt und hat ein gewisses Vertrauen zu Atlan entwickelt.

Währenddessen befreit sich der gefangene andere Fremde, ein Mann namens Vaskane, mithilfe verborgener Spezialausrüstung selbst. Er verschafft sich ein Pferd und Ausrüstung und reitet davon, wird aber von dem Robotfalken gefilmt. Atlan erfährt von Radogyne nur Andeutungen. Nachdem er mit seinen Soldaten den Scharfrichter für dessen Schandtaten bestraft hat, reiten die Männer und Radogyne in Richtung Mergentheim, wo sie Vaskane zu finden hoffen. In der Nähe des Ortes zeichnet sich eine Schlacht zwischen den Kaiserlichen unter Mercy und den Franzosen unter Tourenne ab. Atlan und seine Soldaten können auf Seiten der Kaiserlichen eingreifen, indem sie eine strategisch wichtige Batterie erobern. Sie feuern auch auf eine auffallende Reitergruppe und wundern sich sehr, als diese den Beschuss unbeschadet übersteht. Offenbar handelt es sich um die Raumfahrer, die Vaskane verfolgen – und sie müssen über Schutzschirme verfügen.

Dann kommt es zur Katastrophe: Vaskane wird von einer Schrappnellsalve getroffen, tödlich verletzt und stirbt in Atlans Armen. Seine Ausrüstung in Form eines Armreifes wie auch der in seinem Bauch verborgene Signalgeber, mit dem er sein Schiff rufen konnte, zerstören sich selbst. Damit bleibt als letzte Hoffnung, die Erde zu verlassen, die Gruppe der Verfolger, die nichts vom Tod Vaskanes weiß.

87 Tage der Suche vergehen. Atlan und Radogyne werden ein Liebespaar. Dann erreicht die Gruppe am 2. August 1645 den Ort Allerheim, wo Atlans Robotfalke die Gruppe der Fremden gefunden hat. Es gelingt dem Arkoniden, friedlichen Kontakt herzustellen. Er gibt sich als gestrandeter Raumfahrer zu erkennen. Der Anführer der Gruppe heißt Usinas und ist entsetzt, als er vom Tod Vaskanes erfährt. Auf dem Planeten Creosa, von dem sie alle stammen, werden die Lebensbedingungen zu schlecht, so dass eine Evakuierung erfolgen muss. Vaskane und Radogyne führten einen Erkundungsflug zum Planeten Algot Creosa durch, aber Vaskane hatte die Absicht, nur eine kleine Elite zu retten und die Mehrheit des Volkes, die so genannten Heloten, zu denen auch Usinas gehört, im Stich zu lassen. Als Atlan die Hintergründe erfährt, und klar ist, dass Radogyne die Koordinaten nicht kennt, bietet er die Hilfe Arkons an. Die Heloten sind einverstanden. Am nächsten Tag soll ihr Schiff landen.

Atlan bietet seinen treuen Söldnern an, mitzukommen, doch diese lehnen ab und werden ausbezahlt. Dann, am 3. August 1645, kommt es zum Desaster. Erneut steht eine Schlacht zwischen den Kaiserlichen, den Schweden und anderen bevor. Das landende Schiff gerät in ein Gefecht um einen Nachschubkonvoi mit Pulver. Die Triebwerksflammen entzünden das Pulver, und die Explosion vernichtet das Schiff. Atlan und Radogyne sowie zehn der Heloten überleben, doch sie sitzen auf der Erde fest.

Atlan und Radogyne leben noch zwei Jahre am Mittelmeer zusammen. Dann stirbt die Frau, deren Metabolismus auf Dauer nicht die Bedingungen der Erde verkraftet hat. Das gleiche Schicksal muss auch die überlebenden Heloten, die sich unter die Bevölkerung gemischt hatten, getroffen haben. Atlan zieht sich zum Schlafen in seine Tiefseekuppel zurück.

Personenregister

Atlan da Gonozal alias Atlan d'Arcogne Der Arkonide erlebt die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges.
Rico Atlans treuer Roboter
Hound Atlans Robothund
Pistorius Stellvertreter des Feldmarschalls Mercy
Radogyne Eine Raumfahrerin
Vaskane Flüchtling aus dem All
Mercy Feldmarschall
Tourenne
Usinas Anführer der Heloten

Der obige Text wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
Es is kein’ Ordnung mehr jetzt in die Stern’,
D’ Kometen müßten sonst verboten wer’n;
Ein Komet reist ohne Unterlaß
Um am Firmament und hat kein’ Paß;
Und jetzt richt’ a so a Vagabund
Und die Welt bei Butz und Stingel z’grund
(Johann Nestroy)
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