Forumsregeln
Link

Erscheinungsdatum Atlan 635

Beitragvon Klenzy » 8. Oktober 2018, 10:03

Benutzeravatar
Offline
Klenzy
Marsianer
Beiträge: 165
Registriert: 26. November 2013, 11:57
Lumpazie hat geschrieben:Ei - verflixt, Du hast Recht. Da bin ich beim Datum nachschauen (die sind in der Perrypedia falsch eingepflegt), eins weitergesprungen, als eins zurück :unsure:


Lumpazie hat geschrieben:Also - etz aber richtig - danke für den Hinweis Yman

Am Montag, den 05. Dezember 1983 erschien der Band 635 der Atlan-Serie:

Die Nabelwelt

von Hubert Haensel


Worauf stützt sich denn deine Angabe des Erscheinungsdatums? :gruebel:
Mach langsam! Das Leben ist zu kurz, um sich zu beeilen.

Re: Erscheinungsdatum Atlan 635

Beitragvon Lumpazie » 8. Oktober 2018, 11:41

Benutzeravatar
Offline
Lumpazie
Postingquelle
Beiträge: 3529
Registriert: 25. Juni 2012, 21:49
Wohnort: Neben der Furth von Noricum
Klenzy hat geschrieben: Worauf stützt sich denn deine Angabe des Erscheinungsdatums? :gruebel:


Das zieht sich schon seit dem Wechsel 500er Hefte zu den 600ern Heften durch. Heft 599 erschien am 28. März 1983 und danach Heft 600 ebenfalls am 28. März 1983. Von da ab habe ich immer das Datum der Folgewoche genommen (glaub kaum, das beide Romane am selben Tag erschienen sind).
So ein Fall gibt es aber auch in den 400ern Bänden des Atlantis-Zyklus auch schon, ich schaue mal bei Gelegenheit nach, wo genau.

Tante Edith meint:

Auch beim Übergang vom Atlantis auf den Solaner-Zyklus liegt da etwas im argen.

Heft 499 erscheint am 7.April 1981
Heft 500 erscheint am 4.Mai 1981

:mellow:

Und weil ich gerade schaue.....

Heft 299 erscheint am 27. Juni 1977
Heft 300 erscheint am 28. Juni 1977

:o
Es is kein’ Ordnung mehr jetzt in die Stern’,
D’ Kometen müßten sonst verboten wer’n;
Ein Komet reist ohne Unterlaß
Um am Firmament und hat kein’ Paß;
Und jetzt richt’ a so a Vagabund
Und die Welt bei Butz und Stingel z’grund
(Johann Nestroy)
Benutzeravatar
Offline
Lumpazie
Postingquelle
Beiträge: 3529
Registriert: 25. Juni 2012, 21:49
Wohnort: Neben der Furth von Noricum
Also, im 400er Bereich mal kurz nachgeklickt - da gibt es einige doppelte Datumangaben:

429 25.Dezember 1979
430 25.Dezember 1979

458 8.Juli 1980
459 8.Juli 1980

463 5.August 1980
464 5.August 1980

Ob es solche Fälle auch in den 300er Bänden des Atlantis-Zyklus gab, weiß ich leider nicht. Da stellt Werner Fleischer die Romane hier im Forum ein.

Und weil ich gerade schaue.....

Heft 299 erscheint am 27. Juni 1977
Heft 300 erscheint am 28. Juni 1977


Heft 301 erscheint dann am 11.Juli 1977.

Also hier müßte dann nur das Datum von Band 300 in 4.Juli1977 geändert werden, dann würde es wieder passen ;-)
Es is kein’ Ordnung mehr jetzt in die Stern’,
D’ Kometen müßten sonst verboten wer’n;
Ein Komet reist ohne Unterlaß
Um am Firmament und hat kein’ Paß;
Und jetzt richt’ a so a Vagabund
Und die Welt bei Butz und Stingel z’grund
(Johann Nestroy)
Benutzeravatar
Offline
Lumpazie
Postingquelle
Beiträge: 3529
Registriert: 25. Juni 2012, 21:49
Wohnort: Neben der Furth von Noricum
In den 300er Bänden habe ich kein doppeltes Datum-Lottchen gefunden :)
Es is kein’ Ordnung mehr jetzt in die Stern’,
D’ Kometen müßten sonst verboten wer’n;
Ein Komet reist ohne Unterlaß
Um am Firmament und hat kein’ Paß;
Und jetzt richt’ a so a Vagabund
Und die Welt bei Butz und Stingel z’grund
(Johann Nestroy)

Erscheinungstermine

Beitragvon Klenzy » 8. Oktober 2018, 15:11

Benutzeravatar
Offline
Klenzy
Marsianer
Beiträge: 165
Registriert: 26. November 2013, 11:57
Oh-oh, da tun sich Abgründe auf. Der 28.06.77 für Atlan 300 stützt sich auf eine Aussage im PR-Report 19. Wie glaubwürdig das ist, weiß ich nicht, aber wie ich es drehe und wende: Korrigiere ich Atlan 300, dann sind die Hefte > 300 wieder schlüssig (in den Handlungszusammenfassungen), stimmen aber nicht mehr mit https://www.perrypedia.proc.org/wiki/Ver%C3%B6ffentlichungen_1977; andererseits stimmen die Termine für die Hefte < 300 dort derzeit sowieso nicht mit den HZF der Hefte < 300 überein. Da wurde elendig geschlampt und das zu korrigieren ist eine Mammutaufgabe. Keine Ahnung, ob und wann das jemand lösen kann.

Danke für die Recherche. Schade nur, dass es so lange dauert, bis Fehler oder Unstimmigkeiten zu uns durchdringen :( aber besser spät als nie.
Mach langsam! Das Leben ist zu kurz, um sich zu beeilen.
Benutzeravatar
Offline
Lumpazie
Postingquelle
Beiträge: 3529
Registriert: 25. Juni 2012, 21:49
Wohnort: Neben der Furth von Noricum
Also die doppelten Datum im 400er Bereich sollte Euch bekannt sein, die habe ich damals an NAN kommuniziert. Ich habe da von ihm dieselbe Antwort bekommen, wie von Dir (sehr verständlich, das zu bereinigen wird mehr als schwer). Weil sich dadurch aber so wieso die ganze Abfolge ändert, habe ich bei dem 500/600er nichts mehr gesagt.
Vielleicht hat NAN das einfach vergessen oder es viel in die Phase, als er die Mitarbeit bei der Perrypedia langsam einstellte. Also, BIG FAT SORRY, das es nicht eher bekannt geworden ist.
Sollte mir wieder so ein Fehler auffallen, wende ich mich gleich an Poldie oder Dich - versprochen!
Es is kein’ Ordnung mehr jetzt in die Stern’,
D’ Kometen müßten sonst verboten wer’n;
Ein Komet reist ohne Unterlaß
Um am Firmament und hat kein’ Paß;
Und jetzt richt’ a so a Vagabund
Und die Welt bei Butz und Stingel z’grund
(Johann Nestroy)
Offline
Grauer Lord
Siganese
Beiträge: 62
Registriert: 1. Januar 2014, 14:41
Ich mache mal weiter mit „Die Schattenwesen“ (Band 634) aus meinem Keller-Archiv, der laut Impressum im November 1983 erschienen ist. Das Heft kommt mit einem starken Titelbild daher, in dem die SOL traditionell mit zu langem Mittelteil, aber dramatisch gut platziert mitten im Absturzdesaster der Trümmerbrocken von Lootyndol zu sehen ist.

Der Kneifel-Roman selber ist eher interessant als spannend. Wir lernen die sympathisch geschilderten Tropfenwesen von Duusnorz kennen, von denen Atlan ja einen Vertreter schon vor zweieinhalb Jahrhunderten im Bauch eines Grenzwächters der Namenlosen Zone getroffen hat. Aus heutiger Sicht wahrscheinlich undenkbar, aber irgendwie doch recht witzig, dass sich die eingeschlechtlichen Mini-Wesen mit dem Antigravorgan ausgerechnet als „Männer“ betrachten. Während sich überall in Bars-2-Bärs (etwas sehr schnell finde ich übrigens) Friedensbemühungen der verfeindeten Völker anbahnen, wird die Existenz der Duusnorzer durch geheimnisvolle Humanoide mit Schattenschirmen und implantierter HighTech sabotiert; warum sie das gleiche Genom wie die Solaner bzw. Menschen haben, bleibt noch ungeklärt. Von einem „Multiplan“ wird da diffus geraunt ....

Letztlich wird klar, dass der Mond Lootyndol eine der geheimnisvollen Nabelstationen/ Übergänge in die Namenlose Zone enthält. Sie müssen also nicht unbedingt im Zentrum der Kreuzgalaxien liegen. Wie viele Übergänge es gibt, wie sie „geschaltet“ werden und wie die Nabeltechnik funktioniert, bleibt noch zu klären. Ein tolles Bild zum Schluss ist der Blick auf den von Blitzen umgebenen Löcherasteroiden in der Namenlosen Zone, den Sitz des Bösen.

Positiv anzumerken ist noch, dass endlich mal auf das frühere Verschwinden und Wiederauftauchen der Anterferranter durch das Wirken von HIDDEN-X eingegangen wurde. Solche fehlenden Details bei Anknüpfungspunkten mag ich nicht, das hatte mich bei den ersten Anterferranter-Romanen gestört.
Die Darstellung der katzenähnlichen Wesen von Anterf durch Kneifel ähnelt übrigens stark der der Kartanin, wie ich sie in Erinnerung habe ....
Benutzeravatar
Offline
Yman
Ertruser
Beiträge: 938
Registriert: 6. März 2016, 09:48
Lumpazie hat geschrieben:Also - etz aber richtig - danke für den Hinweis Yman

Am Montag, den 05. Dezember 1983 erschien der Band 635 der Atlan-Serie:

Die Nabelwelt

von Hubert Haensel


Handlung:

Die SOL parkt wieder auf Anterf im Barsanter-System und an Bord herrscht eine trügerische Ruhe. Da machen Atlan und Tyari im Bereich von SOL-City ein Objekt aus, das organisch oder aber auch technisch sein könnte. Der Extrasinn nennt es Porter und mental stellt es sich als Sendbote Wöbbeking-Nar'Bons vor. Während Wöbbeking den Solanern das galaktische Epos von Bars und Farynt berichtete, will Porter von Sanny, Kik und Asgard erzählen, deren Schicksal den Arkoniden natürlich interessiert:

In ihrem planetaren Gefängnis sehen die Entitäten Tyar und Prezzar einer ungewissen Zukunft entgegen. Gemeinsam wären sie vielleicht stark genug gewesen, dem Gegner zu widerstehen. Doch daran war inzwischen nicht mehr zu denken. Tyars letzte Hoffnung war das von ihm erzeugte Wesen Tyari. Dies erkannte auch Prezzar – handelte instinktiv und erschuf Mjailam.



Wieder einmal wird durch das Schicksal eine bunte Truppe zusammengewürfelt: Sanny und Kik treffen auf der Nabelwelt nach ihrem Ausbruch bei ihrer Flucht vor den Robotern und Schattenwesen (Gyranter) auf den Multi Pork (ein sehr interessantes Pflanzenwesen) und dann auf Prezzars instinktgesteuertes Geschöpf Mjailam.

Mir hat der Roman, in dem viele Figuren eine neue Position auf dem Spielbrett erhalten, gut gefallen. Die Handlung auf der Nabelwelt war nicht langweilig. Sannys und Kiks Gefangennahme durch humanoide Wächter und ihr Abtransport in einem Dinosaurierroboter war dank des Titelbildes keine große Überraschung, aber damit begann ja eigentlich erst das Abenteuer.

Der Roman erzählt in einer Art Rückblick unter anderem die sehr traurige Geschichte Porks und die Entstehung Mjailams, aber hauptsächlich geht es darum, dass Sanny und Kik am Ende trotz der Unterstützung durch Pork und Mjailam die Flucht nicht gelingt. Sie geraten in die Gewalt von Anti-ES.

Allerdings hatte ich nicht erwartet, dass Sanny und Kik erst durch ein paar Umwege in die Gewalt von Anti-ES geraten. Es war interessant, wie im Verlauf der Handlung Sanny (eine Paramathematikerin), Kik (ein paranormaler Seestern), Pork (ein paranormales Pflanzenwesen) und Mjailam (ein paranormaler Teleporter) jeweils ihre Fähigkeiten einsetzten.

Am Ende des Romans treffen Tyari und Mjailam aufeinander und gehen "an Bord" von Asgard, den sie aus der Gewalt von Anti-ES befreien. Es ist klar, dass sie zusammenarbeiten werden, um die Entitäten Tyar und Prezzar aus ihrem planetaren Gefängnis zu befreien. Mit dem Zyklusfortschritt bin ich so weit ganz zufrieden.
Offline
Grauer Lord
Siganese
Beiträge: 62
Registriert: 1. Januar 2014, 14:41
„Die Nabelwelt“ von Hubert Haensel ist ein Roman mit vielen eindrücklichen Einzelheiten und Stimmungsbildern, die anhand konkreter Beispiele das Wirken „des Bösen“ im Kosmos illustrieren. Besonders das nur kurz skizzierte Leben und Sterben der pflanzlichen Multis fand ich sehr bewegend; vor allem das Ausgeliefertsein des Einzelnen gegenüber unbegreiflichen kosmischen Gewalten kam hier gut rüber. Originell war, dass die beweglichen Pflanzenwesen ihre riesigen, im Boden wurzelnden Artgenossen (ganz normale Bäume also) für dumm und auf der Stufe von Tieren stehend halten. Solche Details finde ich gut.

Mysteriös noch die humanoiden Gyranter mit ihrem Schattenschirmen, die für Anti-ES die Nabelstationen bzw. Übergänge in die Namenlose Zone betreiben und bewachen. Noch negativer als in der kurzen Foltersequenz mit Sanny kann man sie eigentlich gar nicht darstellen; wie die rätselhaften Schirme funktionieren und welche Bedeutung sie haben, ist noch offen.

Die Umwandlung von Sanny und Kik in Schergen der negativen SI und ihre recht grausam geschilderte Gefangenschaft in dem Blitz-Kubus in der Gyranter-Station bringen eindrücklicher als alle langweiligen Monologe im vorhergehenden Unterzyklus rüber, was das Wirken von Anti-ES für den Einzelnen bedeutet.

Dass die Essenzen der beiden „Geister“ von Bars-2-Bars, Tyari und Mjailam, gemeinsam mit Asgard auf Mission gehen, ist eigentlich auch logisch.

Beeindruckendste Szene des Romans: die Schilderung der auf Anterf gelandeten SOL, in deren unteren Bereich ein Gewitter tobt, die Landestützen von Blitzen erhellt werden - während die obere Kugel noch im hellen Sonnelicht glänzt. So schildert man Größe.
Benutzeravatar
Offline
Lumpazie
Postingquelle
Beiträge: 3529
Registriert: 25. Juni 2012, 21:49
Wohnort: Neben der Furth von Noricum
Da ich morgen den Großteil des Tages als Wahlhelfer unterwegs bin, ausnahmsweise schon heute Abend:

Am Montag, den 05. Dezember 1983 erschien der Band 636 der Atlan-Serie:

Der Vasall

von Falk Ingo Klee

Bild


Handlung:

Nicht nur die Abteilung für Ortung und Tastung sucht intensiv nach Übergängen in die Namenlose Zone, dies tut auch die Astronomische Abteilung (AA). Sie wird von Clya Fersjon geführt. Das Kernstück der Abteilung ist das SPARTAC-Energiefeldteleskop in der Polkuppel der SZ-1. Fersjons Stellvertreter ist der Solaner Kerness Mylotta, der es ein Leben lang verheimlichen konnte, ein Halbmutant zu sein. Er reagiert nämlich auf hyperenergetische Ereignisse wie ein Sensor und prädestinierte sich daher für die Arbeit mit SPARTAC.

Während sich die SOL am 4. Februar 3808 noch im Czett-System auf dem Planeten Duusnorz aufhält, wird in der AA eine Sabotage an einem untergeordneten Teleskop festgestellt. Das Ereignis hat wohl nichts mit den Geschehnissen zu tun, die die Schiffsführung um Atlan und Breckcrown Hayes zurzeit bewegen und Fersjon will die Sache intern klären. Sie spricht es mit Mylotta ab und kann nicht wissen, dass er der Saboteur ist. Der Halbmutant ist nämlich konditioniert und zum Vasall von Anti-ES geworden. Als sie sich beim nächsten Mal begegnen, bedeutet es für die Solanerin den Tod.

Mylotta inszeniert einen Unfall, vorgeblich verursacht durch einen Roboter, der dann auch für die Sabotage verantwortlich sein soll. Der Vorfall, nun auch der Schiffsführung bekannt, wird so akzeptiert und selbst Bjo Breiskoll schöpft keinen Verdacht. Etwas später steht die SOL wieder auf Anterf im Barsanter-System, die Solaner hören von den Nabelwelten – und die AA entdeckt die 39 Dimensionsknoten, die Übergänge in die Namenlose Zone.

Die SOL fliegt sodann den nächstgelegenen Knoten an. Er ist 128 Lichtjahre entfernt, bei einer roten Sonne mit der Bezeichnung B-727/M, die von 13 Planeten umlaufen wird. Indessen wird Mylotta mental von Anti-ES dazu aufgefordert, alle Daten über die Dimensionsknoten zu löschen. Der Halbmutant tut es notgedrungen. Etwas später wird ein Anschlag auf SENECA versucht. Es geschieht durch eine rothaarige Person, die allerdings dilettantisch vorgeht und nicht bis zur Inpotronik vordringen kann. In der Folge kann der Rotschopf aber nicht ausfindig gemacht werden.

Die SOL bleibt auf Abstand zu dem roten Riesen und schleust eine Anzahl ihrer Beiboote aus. Der Kreuzer MT-2 (KRAFTWERK) fliegt den vierten Planeten an. Das von Tyrol Gutfleisch kommandierte Schiff wird von zwei Korvetten, SATURN und ZEDER, sowie einer Kleinst-Space-Jet begleitet. Sie machen auf der Ödwelt einen Hohlraum aus, der über einen Schacht zu erreichen ist. Dieser wiederum ist durch ein Feld aus Formenergie getarnt.

Ein vorstoßender Einsatztrupp macht weitere Hohlräume aus, in denen technische Anlagen stehen. Kurz darauf werden sie von Robotern und Synthowesen angegriffen und es gibt Verluste. Letztlich wird auch die SOL angegriffen und Anti-ES beweist, dass er die Übergangspunkte zu verteidigen weiß. SATURN, ZEDER und die Jet werden zerstört, die KRAFTWERK entkommt schwer angeschlagen.

Während es nach Anterf zurückgeht, macht Blödel den Rotschopf ausfindig und tötet ihn. Er wird als Molekülverformer identifiziert und muss sich irgendwann auf Anterf an Bord geschlichen haben. Tatsächlich jedoch schreitet an diesem 11. Februar die Konditionierung Mylottas durch Anti-ES voran. Die negative Superintelligenz hat bei dem Halbmutanten ein drittes Auge aktiviert. Darüber kann er in Zukunft aus gespeicherter Hyperenergie von Zeit zu Zeit Pseudowesen erzeugen. Anti-ES benötigt Mylotta, denn er will Bars-2-Bars in einen Galaktischen Strudel verwandeln, um Wöbbeking-Nar'Bon anzulocken.

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
Es is kein’ Ordnung mehr jetzt in die Stern’,
D’ Kometen müßten sonst verboten wer’n;
Ein Komet reist ohne Unterlaß
Um am Firmament und hat kein’ Paß;
Und jetzt richt’ a so a Vagabund
Und die Welt bei Butz und Stingel z’grund
(Johann Nestroy)
Benutzeravatar
Offline
Yman
Ertruser
Beiträge: 938
Registriert: 6. März 2016, 09:48
Lumpazie hat geschrieben:Am Montag, den 05. Dezember 1983 erschien der Band 636 der Atlan-Serie:

Der Vasall

von Falk Ingo Klee


Handlung:

Nicht nur die Abteilung für Ortung und Tastung sucht intensiv nach Übergängen in die Namenlose Zone, dies tut auch die Astronomische Abteilung (AA). Sie wird von Clya Fersjon geführt. Das Kernstück der Abteilung ist das SPARTAC-Energiefeldteleskop in der Polkuppel der SZ-1. Fersjons Stellvertreter ist der Solaner Kerness Mylotta, der es ein Leben lang verheimlichen konnte, ein Halbmutant zu sein.


Zum SPARTAC-Energiefeldteleskop gibt es eine Risszeichnung im Heft. Insgesamt fand ich den Roman gut. Im Zentrum des Roman stehen Anti-ES und dessen "Stellvertreter" an Bord der SOL, der Halbmutant Mylotta, der diesen Job jedoch nicht freiwillig macht. Anti-ES gelingt es, eine seiner Nabelwelten zu verteidigen und dem Zugriff der SOL zu entziehen. Dies war besonders im Schlussteil des Romans spannend dargestellt.

Mylotta versucht sich immer wieder aus dem Griff von Anti-ES zu befreien, und es ist nicht immer ganz klar, wie viel Freiheiten er noch hat und warum es ihm nicht gelingt, von der Besatzung oder SENECA Hilfe zu bekommen. Eigentlich müsste Mylotta auffallen, aber am Ende ist er wohl sicher im Griff von Anti-ES, welches die Persönlichkeit des Halbmutanten entsprechend umgeformt hat. Es ist aber auch hier nicht klar, ob diese Umformung der Persönlichkeit irreversibel ist bzw. wie viel Mühe Anti-ES noch aufwenden muss, um den Halbmutanten zu steuern.

Ein vorstoßender Einsatztrupp macht weitere Hohlräume aus, in denen technische Anlagen stehen. Kurz darauf werden sie von Robotern und Synthowesen angegriffen und es gibt Verluste. Letztlich wird auch die SOL angegriffen und Anti-ES beweist, dass er die Übergangspunkte zu verteidigen weiß. SATURN, ZEDER und die Jet werden zerstört, die KRAFTWERK entkommt schwer angeschlagen.

Während es nach Anterf zurückgeht, macht Blödel den Rotschopf ausfindig und tötet ihn.


Leider wird auch hier wieder von Perrypedia etliches völlig verdreht dargestellt. Es nicht Blödel, der den Rotschopf tötet, sondern das Rotschopf genannte Wesen springt auf und rennt praktisch selbst unabsichtlich in das Strahlenfeuer der von Blödel herbeigerufenen Roboter hinein. Der Einsatztrupp wird auch nicht von Robotern und Synthowesen angegriffen. Roboter und Synthowesen sind im Roman ein und dieselben deformierten, in grellen Farben lackierten künstlichen Wesen. Der Begriff Synthowesen wird stilistisch nur als anderer Ausdruck für diese Roboter benutzt. Die Zwölf-Meter-Space-Jet wird auch nicht einfach zerstört, sondern evakuiert und gezielt geopfert, d.h. ferngesteuert auf ein Abwehrfort gelenkt, um dieses zu zerstören, damit der Kreuzer KRAFTWERK entkommen kann.
Offline
Grauer Lord
Siganese
Beiträge: 62
Registriert: 1. Januar 2014, 14:41
„Der Vasall“, Band 636. Tja, mit der ganzen nun folgenden Episode um Kerness Mylotta,den Vasallen von Anti-ES an Bord der SOL, bin ich damals schon nicht warm geworden. Mir ist die ganze Geschichte zu bieder gestrickt, es fehlen mir zunehmend Exotik und phantastische Schauplätze in der Handlung. Auch, wenn die Idee einer außerhalb agierenden Truppe des Anti-ES um SannyKik sowie ein „U-Boot“ an Bord der SOL eigentlich ja ganz gut ist. Mylotta selber ist ganz ordentlich charakterisiert; trotzdem bleibt die Figur für mich unterm Strich; so blass wie seine immer wieder herausgestellte Hautfarbe. Immerhin führt seine Vergangenheit in die Phase der Mutanten und Monster-Jagden an Bord der SOL zurück, deren Bordleben auch mal wieder etwas in den Vordergrund rückt. Das SPARTAC-Teleskop mit Risszeichnung ist auch mal ganz informativ.

Aber: Dass man die Daten der Nabelstationen als Saboteur einfach so „aus SENECA“ löschen kann? Auch Ende des Jahres 1983 sollte es für die Autoren mit ein bisschen Phantasie möglich gewesen sein, über Backup-Systeme oder ähnliches zu fabulieren. Die Bordpositronik als einziges Speichermedium halte ich für bizarr, vor allem an Bord eines Raumgiganten im Jahr 3808. Die große Diskrepanz zwischen galaxienbewegenden, technischen Kräften und doch recht primitiver Alltagstechnik ohne jeden utopischen Anspruch, der Sciene Fiction ja eigentlich auszeichnet, ist bei ATLAN wirklich auffällig.

Die Action in der Nabel-Station war dann wieder gut geschildert; der Einsatz verlief aber, abgesehen von einer hohen Zahl solanischer Todesopfer, zunächst ohne weitere Ergebnisse und Erkenntnisse. Einzig die Fremdartigkeit der eingesetzten Technik in der Station bleibt in Erinnerung.

Beim Schluss-Dialog mit Anti-ES erfolgt des Hinweis, dass im Zentrum von Bars-2-Bars ein „galaktischer Strudel“ geplant ist. Das Ziel auch hier: Wöbbeking.
Benutzeravatar
Offline
Lumpazie
Postingquelle
Beiträge: 3529
Registriert: 25. Juni 2012, 21:49
Wohnort: Neben der Furth von Noricum
Am Montag, den 19. Dezember 1983 erschien der Band 637 der Atlan-Serie:

Geschöpfe des Nichts

von Peter Terrid

Bild


Handlung:

Das dritte Auge, das ihm Anti-ES aktiviert hat, wird auf Kerness Mylottas Stirn auch sichtbar und er muss es verbergen. Der Solaner wird von Gewissensbissen gequält, denn er hat gemordet. Zuletzt war es die Stabsspezialistin Ursula Grown. Doch er kommt nicht dagegen an und wird weiter morden – weil die negative Superintelligenz es so will.

Als Nächstes weist Mylotta in Bezug auf die Nabelwelten auf das Trisker-System (Farynt zugehörig) hin, circa 6200 Lichtjahre von Anterf entfernt, wo die SOL parkt. Breckcrown Hayes und Atlan stimmen sich ab und der Arkonide startet mit seinem Team auf den Beibooten CHYBRAIN und FARTULOON. Schon nach kurzem Flug vermeint der Zellaktivatorträger eine mentale Warnung zu empfangen, die er Chybrain zuordnet (der doch gestorben ist). Sie spricht von einem Feind im Inneren.

Indessen wird an Bord der SOL Solania von Terra von einem Roboter paralysiert und durch eine Doppelgängerin ersetzt. Das geschieht in der Folge auch mit Myrna Elloy, Tyrn Prow und Wajsto Kolsch. Es bleibt der Schiffsführung verborgen und nur Hallam Blake äußert sich gegenüber dem High Sideryt und spricht von einer Gefahr. Dies teilt Hayes über Hyperfunk auch Atlan mit, als dieser auf Yan gelandet ist und ersten Kontakt zu der dortigen Regierung geknüpft hat.

Die Merbell-Yaner sind avoide Lebewesen und bewohnen den Planeten Yan. In der Hauptstadt Yan-Tan-Dhor bewohnt der Flugbote Ferner Proch eine gemütliche Nestblüte. Er ist zurzeit auf der Suche nach einer neuen Partnerin und lernt die hübsche Gendra kennen. Die aber ist eine Aufsässige und spekuliert sogar über eine Macht der Schatten, die die Merbell-Yaner im Stillen unterdrückt. Nichtsdestotrotz ist Proch an ihr interessiert und sie kommen zusammen. Nicht viel später finden sie heraus, dass die Macht der Schatten tatsächlich existiert. Deren Mitglieder können nicht von Yan stammen, arbeiten aber Hand in Hand mit Merbell-Yanern und anderen Raumfahrern, die ein diskusförmiges Raumschiff besitzen.

Nur die FARTULOON landet auf Yan. Die CHYBRAIN verharrt im All und Mylotta ist mit einer Space-Jet unterwegs, um nach der Nabelstation zu suchen. Den Kontakt zu den Vogelartigen nimmt Atlan persönlich auf. Bjo Breiskoll hält die Mitglieder der Regierung für irgendwie beeinflusst. Er kann sich aber nicht konkretisieren. So gerät der Arkonide in eine Falle der Schatten, die die Solaner schon bei den Duusnorzern kennen lernten.

In der Folge lernt der Katzer Proch und Gendra kennen, die zur Hilfe bereit sind. Doch bevor die Schatten angegriffen und Atlan befreit werden kann, muss ein Enttarngerät konstruiert werden. Als es dann soweit ist, taucht ein Pulk Kugelschiffe aus der Sonnenkorona auf, die 450 Meter durchmessen. Sie ähneln den Einheiten, die die Solaner schon bei den Beneterlogen kennen lernten.

Zwar können die Schatten auf Yan vertrieben bzw. getötet und Atlan befreit werden, aber die zehn Kugelschiffe vertreiben die CHYBRAIN, vernichten Mylottas Jet und positionieren sich im Orbit über der FARTULOON. Die Lage für die Merbell-Yaner hat sich dadurch verbessert, die der Solaner allerdings nicht.

Tatsächlich weilt Mylotta noch auf der SOL und ersetzt mehr und mehr Persönlichkeiten der Führungscrew. Dass die FARTULOON festsitzt – der Gegner in den Kugelschiffen wird als Gyranter identifiziert, die weder aus Farynt noch aus Bars stammen – kommt ihm zugute. Nun allerdings muss der unfreiwillige Helfer von Anti-ES erkennen, dass ihm Grenzen gesetzt sind. Er kann nämlich die Emotionautin Cara Doz nicht durch eine Doppelgängerin ersetzen.

Ohne dass die Gyranter es erkennen, verlassen die Merbell-Yaner ihre Stadt, die sie zu opfern bereit sind. So startet die FARTULOON und erhält Unterstützung von der CHYBRAIN. Doch bevor die beiden Schiffe das Trisker-System verlassen können, tauchen weitere Kugelschiffe auf. Da erscheint die SOL zu ihrer Hilfe – doch das Blatt wendet sich nur kurz. Auf dem Hantelschiff muss etwas Außerordentliches geschehen sein.

Tatsächlich kommt es zur Meuterei der gedoppelten Stabsspezialisten (was zunächst weiterhin nicht erkannt wird). Aber Hayes sitzt sicher in seiner Klause und hat SENECA auf seiner Seite. Trotzdem herrscht eine Pattsituation an Bord. In dieser Situation wagt Atlan ein Experiment mit unwägbaren Risiken. Er lässt sich von einer Transformkanone nahe der SOL transportieren – überlebt und geht heimlich an Bord.

Als Erstes sucht der Arkonide Blake auf und gemeinsam kommen sie dem Geheimnis der Doppelgänger auf die Spur. Dann gehen sie in einer Aktion mit Hayes und SENECA, die ebenfalls informiert werden, gegen die Doppelgänger vor. Diese scheinen ihr Versagen einzusehen und sterben ohne erkennbaren Grund. Allerdings wird dabei von den Verantwortlichen nicht erkannt, das Mylotta der wahre Feind im Inneren ist.

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
Es is kein’ Ordnung mehr jetzt in die Stern’,
D’ Kometen müßten sonst verboten wer’n;
Ein Komet reist ohne Unterlaß
Um am Firmament und hat kein’ Paß;
Und jetzt richt’ a so a Vagabund
Und die Welt bei Butz und Stingel z’grund
(Johann Nestroy)
Offline
Grauer Lord
Siganese
Beiträge: 62
Registriert: 1. Januar 2014, 14:41
Da ist er also, der für mich sicherlich schlechteste Atlan-Roman dieses Zyklus! Viele Worte möchte ich gar nicht darum machen; indem Peter Terrid auf mehreren Seiten komplett uninspiriert Uhrzeiten und Schauplätze während der „Revolution“ auf Yan heruntergedroschen hat, hat er möglicherweise selber gegen das Exposé protestiert oder schlichtweg einfach keine Lust zum Schreiben gehabt. Ich habe jedenfalls viele Seiten daraufhin nur noch überflogen.

Was mich besonders gestört hat: Wenn Kernes Mylotta schon so mächtig ist, dass er viele Stabsspezialisten durch Doppelgänger ersetzen kann, warum sperrt er die Originale danach einfach (natürlich auch noch alle zusammen) in einem Raum ein? Ein halbwegs normaler Bösewicht hätte sich natürlich ihrer aller entledigt, d.h. sie getötet. Wenn man exposetechnisch nicht dazu bereit war, was ich gut verstehen kann, sollte man so einen Kniff doch generell einfach lassen. Der einzige wichtige Hinweis für den Leser an dieser Stelle: Cara Doz lässt sich zwar betäuben, aber eben nicht duplizieren. Es wird weiter am Geheimnis der Emotionautin gebastelt.

Die Merbell-Yaner als 80 Zentimeter große Menschlein mit Flügeln erinnerten mich stark an Tinkerbell bei Peter Pan; die von Terrid recht grobschlächtig inszenierte Mann-Frau-Thematik, die das Heft an mehreren Stellen prägt, war sicher schon damals eher antiquiert.

Den Vogel schoss dann die legendäre Transformkanonen-Szene ab, die laut Antwort von Peter Griese auf einen Brief meinerseits damals ausdrücklich NICHT im Exposé stand.. Kein Wunder, wäre doch auf diese Weise eine Art Fiktivtransmitter durch die Hintertür in die Handlung geschmuggelt worden .....

So, das war heute recht emotional, aber an diesem Roman konnte ich wirklich nichts Gutes erkennen.
Benutzeravatar
Offline
Lumpazie
Postingquelle
Beiträge: 3529
Registriert: 25. Juni 2012, 21:49
Wohnort: Neben der Furth von Noricum
Da ich morgen den ganzen Tag unterwegs bin, ausnahmsweise schon heute ein weiteres Atlan-Abenteuer in der Namenlosen Zone :st:

Am Montag, den 26. Dezember 1983 erschien der Band 638 der Atlan-Serie:

Das Arsenal

von Peter Griese

Bild


Handlung:

Um Atlan zu bezwingen – oder zu seinem Diener zu machen – schlägt Anti-ES verschiedene Wege ein. Letztendlich soll das Arsenal es richten, rekrutiert aus dem unmittelbaren Umfeld des Arkoniden. Dem Arsenal will die negative Superintelligenz seine Jenseitsmaterie zur Verfügung stellen und als Mittler die Penetranz (der Chybrain als Vorbild dient) zur Seite stellen. Die ersten Mitglieder dieser Truppe sollen Sanny und Kik sein und sie sollen zunächst ein vorläufiges Schiff erhalten (ARSENALJYK I), bevor das eigentliche Arsenalschiff ARSENALJYK II einsatzbereit ist. Doch auch die Gyranter mit ihren achtteiligen Kugelraumern sowie EGEN sollen aktiv bleiben bzw. wieder aktiv werden.

Turkmenion und Myliny sind zwei unfassbare Wesen, die durch das Vakuum der Namenlosen Zone reisen, um an einem bestimmten Ort Nachkommen zu zeugen. Doch irgendetwas, das sie als Gedankenlosen begreifen, stellt ihnen eine Falle. Myliny wird in ein Energiefeld gesperrt, aus Turkmenion soll etwas ganz und gar Schändliches werden. Um das nicht persönlich erleben zu müssen, tötet sich Turkmenion.

Turkmenion wird zum eiförmigen Körper der Penetranz. Der Ableger von Anti-ES besitzt flaumartige Haare, über die sie andere Wesen beeinflussen kann. Die Penetranz ist treu und loyal zur Superintelligenz und kann sich durch Materie bewegen bzw. Materie durch sich hindurch lassen. Myliny wird ihr zum Werkzeug. Mit allem nötigen Wissen ausgestattet verlässt sie die Namenlose Zone über einen Nabel, um als Nächstes den Arsenalplaneten in Bars-2-Bars aufzubauen.

Der Planet, der mit seiner Flora und Fauna in Harmonie lebt und im Sinne des Wortes als intelligent bezeichnet werden kann, wurde schon einmal von außen besucht und bedroht. Doch seinerzeit verlief das Geschehen sich wieder. Seinerzeit wurde eine Nabelstation in seinem Inneren errichtet. Dieses Mal jedoch werden Maschinen und Bauwerke errichtet, die nach einiger Zeit zum Leben erwachen. Auch geistiges Leben regt sich und der Planet lernt neue Begrifflichkeiten kennen, die sich auf ihn beziehen: Arsenalplanet, geheimer Stützpunkt, aktivierte Nabelstation, Aufbau des Arsenals.

Der Planet, der nicht als intelligent erkannt wird, will etwas gegen dieses Böse in die Wege leiten. So wird ein Adler geboren, der zum stärksten Tier heranwachsen soll. Er erhält sogar einen individuellen Namen: Ticker. Sodann erscheint die Penetranz im Auftrag von Anti-ES. Sie erhält Hilfe von den Gyrantern. Dann erscheinen die beiden ersten Individuen, die zum Teil des Arsenals werden sollen: Kik und Sanny. Als die Molaatin und der Vlahreser den Arsenalplaneten erreichen, haben sie schon gegen Atlan gearbeitet. Dabei ist es ihnen möglich, frei zu denken. Handeln jedoch können sie nicht frei.

Unterdessen sind Tyari und Mjailam an Bord von Asgard unterwegs und suchen nach Sanny und Kik bzw. einem Nabel in die Namenlose Zone. Sie geraten in eine Falle der Penetranz und werden ebenfalls Mitglieder des Arsenals. Zu machtvoll ist der Ableger von Anti-ES.

An einem anderen Ort, nämlich in Xiinx-Markant, weilt zu dieser Zeit die Korvette BANANE unter dem Kommando von Mata St. Felix. Im Zentrumsgebiet suchen die Solaner nach Hinweisen auf die SOL, die vielleicht schon längst nicht mehr existiert. An Bord weilt auch Twoxl und er ist es, der eine mentale Botschaft von Wöbbeking-Nar'Bon empfängt. Es folgt der gewagte Flug über 2,4 Millionen Lichtjahre nach Bars-2-Bars, wo sich das Hantelschiff befinden soll. Letztlich erreicht die MT-K-9 den Orbit eines Planeten – und die Falle schließt sich. Nicht Wöbbeking war der mentale Rufer, sondern Anti-ES.

Alle Mitglieder des Arsenals müssen sich im Sinne der Penetranz bewähren. So soll nun die Besatzung der BANANE den Cpt'Kul töten, der es nämlich wagte, sich der Penetranz zu entziehen. Doch bevor Twoxl stirbt, erkennt die Penetranz seinen Wert für das Arsenal und rekrutiert ihn durch Penetration.

Als Nächstes retten die Buhrlos der BANANE die beiden Gyranter Vessel Moora und Ryta Bolanc aus Raumnot. Es ist eine Bewährungsprobe für die Weltraumwanderer, Moora und Bolanc werden Teil des Arsenals. Sodann erscheint die Jenseitsmaterie und legt sich wie ein Mantel um die BANANE. Sie macht die Korvette unverwundbar – und zur ARSENALJYK.

Zuletzt wird in Zweikämpfen ein stellvertretender Arsenalführer festgelegt. Daraus geht Mjailam als Sieger hervor. Wer der eigentliche Arsenalführer sein soll, erwähnt die Penetranz nicht. Dafür kommt es für das gesamte Arsenal zu einer letzten Bewährungsprobe. Es geht gegen eine Flotte aus zwölf Achtteilerschiffen der Gyranter, die von Myliny kommandiert werden. Er hat damit die Gelegenheit, sich und Turkmenion zu rächen. Die ARSENALJYK fegt den Gegner hinweg. Damit ist es nur noch ein kurzer Moment, bis das Arsenal gegen den eigentlichen Gegner vorgehen kann, die SOL und Atlan.

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
Es is kein’ Ordnung mehr jetzt in die Stern’,
D’ Kometen müßten sonst verboten wer’n;
Ein Komet reist ohne Unterlaß
Um am Firmament und hat kein’ Paß;
Und jetzt richt’ a so a Vagabund
Und die Welt bei Butz und Stingel z’grund
(Johann Nestroy)
Benutzeravatar
Offline
Yman
Ertruser
Beiträge: 938
Registriert: 6. März 2016, 09:48
Lumpazie hat geschrieben:Am Montag, den 19. Dezember 1983 erschien der Band 637 der Atlan-Serie:

Geschöpfe des Nichts

von Peter Terrid

Handlung:

Das dritte Auge, das ihm Anti-ES aktiviert hat, wird auf Kerness Mylottas Stirn auch sichtbar und er muss es verbergen. Der Solaner wird von Gewissensbissen gequält, denn er hat gemordet. Zuletzt war es die Stabsspezialistin Ursula Grown. Doch er kommt nicht dagegen an und wird weiter morden – weil die negative Superintelligenz es so will.

Als Nächstes weist Mylotta in Bezug auf die Nabelwelten auf das Trisker-System (Farynt zugehörig) hin, circa 6200 Lichtjahre von Anterf entfernt, wo die SOL parkt. Breckcrown Hayes und Atlan stimmen sich ab und der Arkonide startet mit seinem Team auf den Beibooten CHYBRAIN und FARTULOON.


Grauer Lord hat geschrieben:Da ist er also, der für mich sicherlich schlechteste Atlan-Roman dieses Zyklus! Viele Worte möchte ich gar nicht darum machen; indem Peter Terrid auf mehreren Seiten komplett uninspiriert Uhrzeiten und Schauplätze während der „Revolution“ auf Yan heruntergedroschen hat, hat er möglicherweise selber gegen das Exposé protestiert oder schlichtweg einfach keine Lust zum Schreiben gehabt. Ich habe jedenfalls viele Seiten daraufhin nur noch überflogen.

Was mich besonders gestört hat: Wenn Kernes Mylotta schon so mächtig ist, dass er viele Stabsspezialisten durch Doppelgänger ersetzen kann, warum sperrt er die Originale danach einfach (natürlich auch noch alle zusammen) in einem Raum ein? Ein halbwegs normaler Bösewicht hätte sich natürlich ihrer aller entledigt, d.h. sie getötet. Wenn man exposetechnisch nicht dazu bereit war, was ich gut verstehen kann, sollte man so einen Kniff doch generell einfach lassen. Der einzige wichtige Hinweis für den Leser an dieser Stelle: Cara Doz lässt sich zwar betäuben, aber eben nicht duplizieren. Es wird weiter am Geheimnis der Emotionautin gebastelt.

Die Merbell-Yaner als 80 Zentimeter große Menschlein mit Flügeln erinnerten mich stark an Tinkerbell bei Peter Pan; die von Terrid recht grobschlächtig inszenierte Mann-Frau-Thematik, die das Heft an mehreren Stellen prägt, war sicher schon damals eher antiquiert.

Den Vogel schoss dann die legendäre Transformkanonen-Szene ab, die laut Antwort von Peter Griese auf einen Brief meinerseits damals ausdrücklich NICHT im Exposé stand.. Kein Wunder, wäre doch auf diese Weise eine Art Fiktivtransmitter durch die Hintertür in die Handlung geschmuggelt worden .....

So, das war heute recht emotional, aber an diesem Roman konnte ich wirklich nichts Gutes erkennen.


Durch dieses Posting etwas alarmiert, habe ich mir beim Lesen und Beurteilen des Romans einmal etwas mehr Zeit gelassen, und so ganz kann ich mir die negative Beurteilung nicht erklären. Mit Peter Terrid als Autor war ich oft auch nicht glücklich, und eine seiner Figuren, Hallam Blake, ging mir auch schon gehörig auf die Nerven. Ich finde, dass Terrid zuviel Persönliches in seine Romane einfließen lässt, also seine persönlichen Ansichten zu diesem und jenem, seiner Lebenssituation und allem Möglichen.

Auf der der anderen Seite ist er auch kreativ und vielleicht ein bisschen witzig. Hier und da fand ich interessante, auch diskussionswürdige Punkte, z.B. die Idee, auf Arkon II Landezonen zu errichten, in denen verschiedene Zeitzonen bestehen, so dass Ankömmlinge in einer für sie angenehmen Zeitzone landen können. Oder die Idee, zuerst physisch attraktive Doppelgänger zu erschaffen, die dann als Lockvögel für wichtigere Zielpersonen dienen.

Auch die Frage, ob es wirklich einfacher ist, ein großes Gerät mit planetenumspannender Wirkung (z.B. zur Enttarnung von Schattenwesen) zu bauen, als viele einzelne mobile Geräte?

Terrids Kapitel 6, das den Aufstand gegen die Schattenwesen und die Freisetzung des gefangenen Atlan beschreibt, fand ich in Ordnung. Es war nur ein Kapitel, die ganze Handlung beschränkt sich auf die Zeit von 13:55 bis 15:00, so dass es für mich in Ordnung ist, hier eine Art Echtzeit-Reportage zu schreiben. Hat mich ein wenig an die NDR-Hörspielreihe Stenkelfeld erinnert.

Der Ausflug zum Planeten der Merbell-Yaner fand ich ganz unterhaltsam, wieder ein neues Volk, Vogelmenschen, schön dargestellt mit der doppelseitigen Illustration in der Heftmitte. Allerdings fand ich manches, was offenbar Terrid an persönlichen Ansichten einbaute, dann doch zu vermenschlicht. Die Ankunft der Solaner aus Sicht der Merbell-Yaner Ferner Proch und Gendra fand ich gut dargestellt.

Ausnahmsweise fand ich Hallam Blake nicht ganz so nervig. Seine Rolle als Journalist passte zur Handlung. Es machte Sinn, dass er zur Aufklärung der Vorgänge an Bord der SOL beitrug. Interessant fand ich z.B. auch, dass Atlan direkt mit SENECA über Maschinensprache kommunizierte. Auch darüber habe ich einige Zeit nachgedacht. Es gab vieles zum Nachdenken.

Dass die Originale der Doppelgänger nicht sofort ausgelöscht wurden, kann auch Sinn machen. Vielleicht werden sie noch gebraucht, und Anti-ES geht es ja auch nicht unbedingt um die Vernichtung des Gegners. Das könnte Anti-ES jederzeit einfacher haben. Die SOL sollte ja zu dieser Hauptnabelwelt gelockt und von dort aus offenbar in die Namenlose Zone (aus dem Verkehr) gezogen werden. Ein Haufen toter Stabsspezialisten sind auch eine schlechte Verhandlungsbasis im Fall, dass Plan A, die Übernahme der SOL, scheitert.

Atlans Aktion mit der Transformkanone ist diskussionswürdig. Im Roman selbst leistet Terrid dazu einige Vorarbeit. Atlan überlebt nur dank Extrasinn und Zellaktivator. Der Hintergrund ist natürlich, mit einer gewöhnlichen in Serie produzierten Transformkanone nun nicht plötzlich den als Spannungskiller aus der Serie genommenen Fiktivtransmitter durch die Hintertür wieder einzuführen.

Dennoch ist eine Transformkanone aber genau das: Ein Fiktivtransmitter, und sie müsste eigentlich genau so funktionieren, wie Terrid es beschrieben hat. Und ich glaube, es war auch nicht das erste Mal, dass sie so eingesetzt wurde. Bereits im Posbi-Zyklus hat sich glaube ich jemand von einem Fragmentraumer mittels Transformkanone in letzter Sekunde abstrahlen lassen. Ich weiß aber nicht mehr, ob es der Teleporter Tako Kakuta war.

Das Ende des Romans, der Kampf um die SOL war einigermaßen spannend, da doch das eine oder andere als Möglichkeit offen blieb. Wieder einmal ist irgendetwas Besonderes mit Cara Doz. Sie kann nicht dupliziert werden, sie kann durch Wände gehen, sie ist Emotionautin, und irgendwie sind diese Doppelgänger, die sie bedrohten, ums Leben gekommen.

Ein Punkt, der auch die Perrypedia betrifft, ist der Tod von Ursula Grown. Ist die jetzt wirklich tot? Falls ja, wieso hat Mylotta sie getötet? Weder im Roman noch in der Perrypedia finde ich dazu etwas.
Offline
Grauer Lord
Siganese
Beiträge: 62
Registriert: 1. Januar 2014, 14:41
Hallo @Yman, vielleicht hatte ich einfach einen eher schlechten Lesetag. Vielleicht liegt’s daran, dass ich parallel den zweiten Teil des aktuellen chinesische SF-Welterfolgs der „Drei Sonnen“-Trilogie gelesen habe und mir Defizite bei Handlung und Stil in diesem Atlan-Heft ganz besonders auf den Magen geschlagen sind. Was natürlich schon ungerecht ist, da wir es hier mit unterschiedlichen Produkten aus weit auseinanderliegenden Phasen der Literatur zu tun haben, ich weiß.

Band 638 „Das Arsenal“ wartet mit einer Vielzahl von einzelnen Kapiteln auf, die sich wie ein Mosaik zusammensetzen. Geschildert wird die Erschaffung eines düsteren Statthalters des Anti-ES in Bars-2-Bars: ein „biologischer Roboter“ mit dem klingenden Namen Penetranz. Wieder frönt Peter Griese hier seiner Vorliebe für eiförmige Wesenheiten, kreierte die Penetranz als eine Art düsteres Gegenstück zu Chybrain. Als verlängerter Arm des Verbannten rekrutiert dieses dunkelviolette, von unzähligen Mentalantennen bedeckte Ei nun nach und nach mit mentalem Zwang Getreue Atlans für das Arsenal.

Diese Zusammenstellung einer Art negativen Superheldentruppe, zu der neben Sanny, Kik, Asgard, Twoxl und Mjailam auch Tyari gehört, reizt mich inhaltlich nicht besonders; auch die Schaukämpfe, die da gegeneinander veranstaltet werden, finde ich eher uninteressant. Es ist zu offensichtlich, dass am Ende alle Helden überleben werden, irgendwie. Fesseln konnte mich dagegen die Rückkehr der BANANE und ihrer Crew aus Xiinx-Markant in die Handlung, ebenso die Idee des beseelten Arsenalplaneten. Wie unglaublich extrem der Zufall auch ist, dass ausgerechnet die Heimstatt des Arsenals ein eigenes Bewusstsein besitzt, in den Galaxien der beiden „Geister“ Tyar und Prezzar kann so etwas ja vielleicht häufiger vorkommen. Der vom Planeten geschaffene Adler Ticker soll das Blatt für die versklavten Arsenalmitglieder dann eines Tages wenden. Darauf bin ich gespannt.

Ansonsten fällt mir zum Roman wenig ein. Stilistisch hat er mir ausnahmsweise nur wenig zugesagt, obwohl von Griese himself verfasst. Rätselhaft und wichtig für die Zukunft erscheint das menschliche Volk der Gyranter mit seiner ungeklärten Vergangenheit. Da kommt noch einiges auf uns zu.
Benutzeravatar
Offline
Lumpazie
Postingquelle
Beiträge: 3529
Registriert: 25. Juni 2012, 21:49
Wohnort: Neben der Furth von Noricum
Am Montag, den 02.Januar 1984 erschien der Band 639 der Atlan-Serie:

Der Arsenalführer

von Arndt Ellmer

Bild


Handlung:

Auf dem Arsenalplaneten steht die ehemalige Korvette BANANE, die nun von einem Mantel gehärteter Jenseitsmaterie geschützt wird und den Namen ARSENALJYK I trägt. Prominente Mitglieder des Arsenals sind Tyari, Sanny, Kik und Twoxl. Also Freunde Atlans, die gegen den Arkoniden kämpfen müssen, weil sie unter der Kontrolle der Penetranz stehen, dem Ableger der negativen Superintelligenz Anti-ES. Ihr erster Auftrag ist es, den Arsenalführer Kerness Mylotta von der SOL zu bergen. Dabei soll ein besonders gefährlicher Widersacher beseitigt werden – Cara Doz. Entsprechend startet die ARSENALJYK, geleitet von der Mentalkraft der zurückbleibenden Penetranz.

Indessen kommt es in einem Wohnsektor der SOL zu einem kleinen Eklat und verschiedenen Solanern, unter anderem Phonso Zwirbelsauer und Moshe Maubeck, will es nicht gelingen, ihre Privaträume zu betreten. Aber auch an weiteren Stellen des Hantelschiffs kommt es zu Ungelegenheiten und die Schiffsführung scheint überfordert. Entsprechend nehmen sich die beiden Techniker des Problems an und wollen auch Ausschau nach dem Saboteuren halten.

Tatsächlich sind Atlan und Breckcrown Hayes einigermaßen optimistisch und fühlen sich sicher auf Anterf. Immerhin bleibt da der Gedanke an ein Schachspiel, in dem sie die Figuren sind und Anti-ES der Spieler.

Ungefähr zur gleichen Zeit erhält Mylotta mentalen Kontakt zu Anti-ES, der ihm die Ankunft des Arsenals ankündigt. Des Weiteren verwandelt die Superintelligenz sein drittes Auge in eine Waffe. Damit scheint er unbesiegbar geworden zu sein, aber zunächst muss Mylotta feststellen, dass er von Blödel und Wuschel enttarnt worden ist. Der Roboter und der Bakwer können ihm entkommen. Sie informieren umgehend Hage Nockemann und dieser wiederum die Schiffsführung. Damit beginnt Mylottas Flucht durch die SOL, die sicherlich erst mit der Ankunft des Arsenals enden wird.

An der Jagd beteiligen sich auch Zwirbelsauer und Maubeck, doch dank seiner von Anti-ES verliehenen Talente kann Mylotta die SZ-2 von der Rest-SOL abkoppeln und in den Orbit von Anterf gehen. Dorthin folgt die Rest-SOL, wo kurz darauf eine Korvette im Anflug geortet wird. Es ist die BANANE aus Xiinx-Markant.

Von unbekannter Seite erhält der Extrasinn des Zellaktivatorträgers mental eine eindeutige Warnung bezüglich der Korvette. Daraufhin zögert der Arkonide die Einschleusung der BANANE hinaus und stattdessen vollführt Doz ein rasantes Annäherungsmanöver an die SZ-2. SENECA kann ankoppeln und ein Team wechselt auf das Ultraschlachtschiff. Kurz darauf wird die BANANE eingeschleust. Der High Sideryt lässt die Aktivitäten der Besatzung beobachten.

Während das weitere Geschehen in der SZ-2 in der Kommandozentrale der SOL zunächst nicht beobachtet werden kann, wird ersichtlich, dass die Warnung an den Extrasinn der Wahrheit entspricht. Die Mitglieder des Arsenals wollen die einzige Emotionautin der SOL töten. Doch dazu kommt es nicht, denn Doz löst sich in Nichts auf. Was das zu bedeuten hat, bleibt für beide Seiten vorerst ein Rätsel.

Die Mitglieder des Arsenals kehren auf die BANANE zurück, die abgeschottet wird. Das gilt allerdings nicht für Mjailam, der wahrscheinlich in der SZ-2 weilt. Der Hüne will Mylotta Hilfe bringen, strebt aber auch noch das Amt des Arsenalführers an. Im Übrigen ist den Solanern nichts von den beiden Gyrantern Vessel Moora und Ryta Bolanc bekannt, die in der BANANE ausharren.

Als Nächstes geschehen zwei Dinge: Atlan meldet die Gefangennahme Mylottas, mit dem er ins Mittelteil der SOL zurückkehrt und die BANANE bzw. ARSENALJYK bricht gewaltsamt aus dem Hangar aus. Dabei wird ihr Mantel aus Jenseitsmaterie erkannt. Kurz darauf wird Mylotta von Mjailam befreit und sie verbarrikadieren sich in SENECAS Herz. Dafür taucht Doz wieder auf und übernimmt die Steuerung der SOL. Die Emotionautin weiß nicht, wo sie war.

Während Doz die SOL aus dem Barsanter-System hinaus führt, um die BANANE abzuhängen, erhält Mylotta mentalen Kontakt zu Anti-ES. Er soll SENECA übernehmen und Mjailam seinerseits soll mittels seiner Gabe der Quasiteleportation zum Arsenalplaneten zurückkehren. Der Hüne, der auf ein Duell mit dem Arsenalführer hoffte, gehorcht. Gleichzeitig wird von Atlan und Hayes spekuliert, wer der unbekannte Helfer bzw. der zweite Schachspieler ist. Wöbbeking wird ausgeschlossen, ebenso die Kosmokraten. Doch wer denn dann?

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
Es is kein’ Ordnung mehr jetzt in die Stern’,
D’ Kometen müßten sonst verboten wer’n;
Ein Komet reist ohne Unterlaß
Um am Firmament und hat kein’ Paß;
Und jetzt richt’ a so a Vagabund
Und die Welt bei Butz und Stingel z’grund
(Johann Nestroy)
Offline
Grauer Lord
Siganese
Beiträge: 62
Registriert: 1. Januar 2014, 14:41
Der „Arsenalführer“ (Nr. 639) ist ein Roman, mit dem ich rundum zufrieden bin. Anti-ES hat die geheimnisvolle Emotionautin Cara Doz als „besonders gefährlich“ für seine Pläne ausgemacht und schickt seine Truppe mit der durch Jenseitsmaterie gepanzerten BANANE/ ARSENALJYK Richtung SOL um sie zu eliminieren. Und in der Tat häufen sich ja inzwischen die Seltsamkeiten um den „Engel“, wie das Durch-Wände-Gehen, spurloses Verschwinden, die Schlaflosigkeit aber auch das eigenmächtige Steuern der SOL in den nach Bars-2-Bars führenden Strudel. Atlan und sein Extrasinn werden derweil von der Frage geplagt, wer der geheimnisvolle mentale Warner ist, der bereits über eine Gefahr an Bord geraunt hat. Wenn es Wöbbeking nicht ist .....?

Arndt Ellmer gelingt es, interessante Szenen aus dem Innenleben der SOL zu beschreiben, was mir persönlich immer gut gefällt; ein Beispiel ist die Schilderung der sich gerade lösenden Verankerung der SZ-2 vom Restschiff. Wenn auch der Name Phonso Zwirblsauer wirklich gewöhnungsbedürftig ist. Dafür bleibt Blödel diesmal deutlich im Rahmen und wird wohl zu Recht, was seine Optik angeht, mit dem Ritter von der traurigen Gestalt verglichen.

Am Ende misslingt der Mordanschlag auf Cara Doz und Atlan hat Klarheit, wer seiner Freunde alles Anti-ES anheimgefallen ist. Kernes Mylotta wiederum hat sich in der Kugel SENECAS verschanzt und ist durch sein 3. Auge gefährlicher als je zuvor. Eine spannende Grundlage für den kommenden Roman.

Was mir bei der kurz erwähnten Aussöhnung von Anterferrantern und Beneterlogen auffällt: was macht eigentlich der geheimnisvolle Herrscher der Beneterlogen, EGEN, gerade? Laut den Prezzarerhaltern wirkt er doch im Hintergrund auf den Erhalt der Kreuzgalaxis hin und müsste die Aussöhnung eigentlich sabotieren
Benutzeravatar
Offline
Yman
Ertruser
Beiträge: 938
Registriert: 6. März 2016, 09:48
Lumpazie hat geschrieben:Am Montag, den 26. Dezember 1983 erschien der Band 638 der Atlan-Serie:

Das Arsenal

von Peter Griese

Handlung:

Um Atlan zu bezwingen – oder zu seinem Diener zu machen – schlägt Anti-ES verschiedene Wege ein. Letztendlich soll das Arsenal es richten, rekrutiert aus dem unmittelbaren Umfeld des Arkoniden. Dem Arsenal will die negative Superintelligenz seine Jenseitsmaterie zur Verfügung stellen und als Mittler die Penetranz (der Chybrain als Vorbild dient) zur Seite stellen. Die ersten Mitglieder dieser Truppe sollen Sanny und Kik sein und sie sollen zunächst ein vorläufiges Schiff erhalten (ARSENALJYK I), bevor das eigentliche Arsenalschiff ARSENALJYK II einsatzbereit ist. Doch auch die Gyranter mit ihren achtteiligen Kugelraumern sowie EGEN sollen aktiv bleiben bzw. wieder aktiv werden.


Grauer Lord hat geschrieben:Diese Zusammenstellung einer Art negativen Superheldentruppe, zu der neben Sanny, Kik, Asgard, Twoxl und Mjailam auch Tyari gehört, reizt mich inhaltlich nicht besonders; auch die Schaukämpfe, die da gegeneinander veranstaltet werden, finde ich eher uninteressant. Es ist zu offensichtlich, dass am Ende alle Helden überleben werden, irgendwie. Fesseln konnte mich dagegen die Rückkehr der BANANE und ihrer Crew aus Xiinx-Markant in die Handlung, ebenso die Idee des beseelten Arsenalplaneten. Wie unglaublich extrem der Zufall auch ist, dass ausgerechnet die Heimstatt des Arsenals ein eigenes Bewusstsein besitzt, in den Galaxien der beiden „Geister“ Tyar und Prezzar kann so etwas ja vielleicht häufiger vorkommen. Der vom Planeten geschaffene Adler Ticker soll das Blatt für die versklavten Arsenalmitglieder dann eines Tages wenden. Darauf bin ich gespannt.

Ansonsten fällt mir zum Roman wenig ein. Stilistisch hat er mir ausnahmsweise nur wenig zugesagt, obwohl von Griese himself verfasst. Rätselhaft und wichtig für die Zukunft erscheint das menschliche Volk der Gyranter mit seiner ungeklärten Vergangenheit. Da kommt noch einiges auf uns zu.


Das Rätsel der Gyranter beschäftigt mich auch, und es mangelt dem Roman nicht an einer Fülle interessanter exotischer Wesen, von denen wir die meisten ja schon seit einiger, wenn nicht gar langer Zeit kennen. Die meisten dieser Wesen werden nun zu einer Spezialtruppe für Anti-ES versammelt, erhalten auch ein Spezialschiff, eine Korvette mit einem Überzug aus Jenseitsmaterie, und es ist zumindest spannend, wie viel Schaden diese Truppe anrichten wird.

Die entsprechende Rückkehr der BANANE als ARSENALJYK I finde ich gut durchdacht, aber stilistisch hat mich dieser Roman auch nicht überzeugt. Es gibt zu viele Ich-Erzähler, zu viele zu künstliche zusammengefügte Mosaikstücke zulasten einer zusammenhängenden, durchgehenden Handlung, und wieder einmal haben wir Anti-ES, der als Hidden-X-Nachfolger furchtbare Monologe hält. Griese kann es einfach nicht lassen, und er schafft es als Expokrat auch nicht, einfach mal nur Romanautor zu sein.

Im Endeffekt läuft es auch viel zu rund für Anti-ES und seinen Ableger namens Penetranz. Die Mitglieder des Arsenals werden nacheinander in die Falle gelockt und geistig versklavt. Die Kontrolle ist fast vollkommen, niemandem gelingt es, sich zu befreien.
Benutzeravatar
Offline
Yman
Ertruser
Beiträge: 938
Registriert: 6. März 2016, 09:48
Grauer Lord hat geschrieben:Hallo @Yman, vielleicht hatte ich einfach einen eher schlechten Lesetag. Vielleicht liegt’s daran, dass ich parallel den zweiten Teil des aktuellen chinesische SF-Welterfolgs der „Drei Sonnen“-Trilogie gelesen habe und mir Defizite bei Handlung und Stil in diesem Atlan-Heft ganz besonders auf den Magen geschlagen sind. Was natürlich schon ungerecht ist, da wir es hier mit unterschiedlichen Produkten aus weit auseinanderliegenden Phasen der Literatur zu tun haben, ich weiß.


Man sollte sich bei Atlan natürlich nichts vormachen. Defizite bei Handlung und Stil wird man da im Vergleich mit den weltweit besten Autoren ziemlich oft finden. Ich warte immer auch mal einige Tage ab, bis ich in der richtigen, nicht allzu kritischen Stimmung für ein typisches buntes Atlan-Abenteuer bin.
Benutzeravatar
Offline
Lumpazie
Postingquelle
Beiträge: 3529
Registriert: 25. Juni 2012, 21:49
Wohnort: Neben der Furth von Noricum
Am Montag, den 09.Januar 1984 erschien der Band 640 der Atlan-Serie:

Im Herzen SENECAS

von Hanns Klneifel

Bild


Handlung:

Während die SOL der ARSENALJYK I zu entfliehen versucht, haben die Solaner, allen voran Atlan und Breckcrown Hayes, am Morgen des 27. Februar eine weitere Sorge. Kerness Mylotta, der sich im Herzen SENECAS verbarrikadiert hat, hat das Plasma vom positronischen Teil der Inpotronik getrennt. Dadurch kommt es im gesamten Schiff zu Problemen und es steht das SENECA-Desaster zu befürchten.

Zunächst unbemerkt von den Solanern, hat die Penetranz die beiden Gyranter Ryta Bolanc und Vessel Moora von der ehemaligen Korvette BANANE nahe dem Hantelschiff in Raumanzügen aussetzen lassen. Aufgrund der Schwierigkeiten SENECAS, der Penetranz durchaus bekannt, gelangen sie unbemerkt an Bord und beginnen, sich zu orientieren.

Etwas später schlüpfen sie in die Rollen von Della Pravin und Arnd Cobis, die paralysiert, gefesselt und versteckt werden. Anschließend nehmen sie Kontakt zu Blödel auf, der bereit ist, mit den vorgeblichen Solanern zusammen zu arbeiten. Kurz darauf arbeitet sich Wuschel durch die Kugelzelle ins Innere SENECAS vor. Der Bakwer macht Mylotta ausfindig und überbringt ihn eine versteckte Botschaft der beiden Gyranter. Dass dem so ist, erkennt Wuschel aber erst, nachdem er die Worte ausgesprochen hat. Kurz darauf wird er von dem Arsenalführer paralysiert.

Blödel begreift zeitgleich, dass er genarrt wurde. Die beiden falschen Solaner haben sich inzwischen zurückgezogen und der Roboter informiert die Schiffsführung. Nun gilt es, Mylotta irgendwie aus SENECA heraus zu locken. Das soll durch Blödel geschehen, der äußerlich die Gestalt des Arkoniden annimmt. Doch der Arsenalführer durchschaut Blödel, der nur Wuschel bergen kann und aus SENECAS Herzen entkommt.

Als Nächstes werden die beiden Gyranter gestellt und paralysiert. Sie waren schon auf den Weg ins Innere SENECAS, denn Mylotta konnte die Inpotronik erpressen, sie zu ihm durchzulassen. Statt ihrer suchen nicht die als Pravin und Cobis (die noch auf der Krankenstation liegen) getarnten Gyranter den Arsenalführer auf, sondern Ostaro Kamill und Gabee Zarina, die den beiden Solanern ähnlich sehen.

Mylotta durchschaut die Maskerade, aber inzwischen ist er aufgrund der Situation reichlich verunsichert. Er flieht mithilfe SENECAS und den beiden Solanern als Geisel in einen Hangar. Dort taucht schließlich Mjailam auf und birgt den Arsenalführer.

An Bord der SOL ist der 1. März angebrochen und SENECA normalisiert sich wieder. Atlan hat kurzzeitigen mentalen Kontakt zu dem zweiten Spieler, dessen Identität weiterhin rätselhaft bleibt. Der Zellaktivatorträger hofft, dass die beiden gefangenen Gyranter ihm den Weg zum Arsenalplaneten weisen können. Doch bevor sie verhört werden können, erscheinen erneut Mjailam und Mylotta und töten sie.

Auf der Arsenalwelt kommt es in der Folge erneut zum Kampf um die Macht innerhalb des Arsenals. So will es die Penetranz und erneut wird Mylotta der Sieger und damit endgültig zum Arsenalführer. Nun kann das Arsenal im Sinne von Anti-ES tätig werden.

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
Es is kein’ Ordnung mehr jetzt in die Stern’,
D’ Kometen müßten sonst verboten wer’n;
Ein Komet reist ohne Unterlaß
Um am Firmament und hat kein’ Paß;
Und jetzt richt’ a so a Vagabund
Und die Welt bei Butz und Stingel z’grund
(Johann Nestroy)
Benutzeravatar
Offline
Yman
Ertruser
Beiträge: 938
Registriert: 6. März 2016, 09:48
Lumpazie hat geschrieben:Am Montag, den 02.Januar 1984 erschien der Band 639 der Atlan-Serie:

Der Arsenalführer

von Arndt Ellmer

Handlung:

Auf dem Arsenalplaneten steht die ehemalige Korvette BANANE, die nun von einem Mantel gehärteter Jenseitsmaterie geschützt wird und den Namen ARSENALJYK I trägt. Prominente Mitglieder des Arsenals sind Tyari, Sanny, Kik und Twoxl. Also Freunde Atlans, die gegen den Arkoniden kämpfen müssen, weil sie unter der Kontrolle der Penetranz stehen, dem Ableger der negativen Superintelligenz Anti-ES. Ihr erster Auftrag ist es, den Arsenalführer Kerness Mylotta von der SOL zu bergen. Dabei soll ein besonders gefährlicher Widersacher beseitigt werden – Cara Doz.


Grauer Lord hat geschrieben:Der „Arsenalführer“ (Nr. 639) ist ein Roman, mit dem ich rundum zufrieden bin.


Bei mir ist es nicht ganz so. Ich fand den Anfang des Romans langweilig. Ein Fünftel des Romans geht für eine Art "Was bisher geschah" drauf. Mit den Eigenkreationen Ellmers, besonders diesem Zwirbelsauer, konnte ich nicht viel anfangen, aber immerhin, das Geblödel Blödels hält sich in Grenzen.

Der Tod Ursula Growns wird in diesem Roman bestätigt, aber die Umstände werden nicht aufgeklärt, und ich finde das für eine solche Figur sehr enttäuschend, sie so völlig beiläufig im Off sterben zu lassen.

Kerness Mylotta erhält eine neue Fähigkeit, die man auf dem Titelbild des nächsten Romans bewundern kann. Dass dieses dritte Auge nun als Kombistrahler gefährlicher sein soll als die Fähigkeit, Duplikate zu erzeugen, kann ich nicht nachvollziehen.

Kerness Mylotta ist nun als Gegner enttarnt, und ausgerechnet jetzt, wo es mal Sinn gemacht hätte, einen gefährlichen Gegner nicht nur mit dem Paralysator zu bedrohen, kann dieser natürlich auch wieder entkommen und das ganze Schiff bedrohen. Umgekehrt waren ja schon mal einige Gegner, Prezzarerhalter, die man besser lebend in die Hand bekommen hätte, "versehentlich" erschossen worden. Immer so, wie es dem/den Expokraten gerade passt.

Das Arsenal genannte Mutantenkorps von Anti-ES, nichts anderes ist das Arsenal, ist sehr gefährlich, vor allem, da es mit Mjailam über einem unaufhaltbaren Pseudoteleporter verfügt, dessen Reichweite unbegrenzt ist. Aber ich dachte, dass man ihn ähnlich wie die Manifeste, z.B. Janvrin, durch besonders starke bzw. mehrfach gestaffelte Paratronschirme hätte aufhalten können müssen.

Cara Doz kann entkommen. Ihr Geheimnis ist noch so wenig geklärt, wie das jener unbekannten Stimme, die Atlans Extrasinn warnte und Atlan und dessen Extrasinn völlig durcheinander brachte. Ich kann mich nicht an eine ähnliche Schilderung des Extrasinns erinnern.

Der Kampf um die SOL, mit der Ab- und Wiederankopplung der SZ-2 war einigermaßen spannend, und wie ich schon schrieb, das eigentlich Spannende wird sein, welchen Schaden das Anti-ES-sche Mutantenkorps noch anrichten wird. Die mit Jenseitsmaterie überzogene Korvette, ehemals BANANE, ist unzerstörbar, das Mutantenkorps schier unbesiegbar, aber die Schwachstelle ist, dass jedes einzelne Mitglied nur unter parapsychischem Zwang handelt.

Grauer Lord hat geschrieben:Was mir bei der kurz erwähnten Aussöhnung von Anterferrantern und Beneterlogen auffällt: was macht eigentlich der geheimnisvolle Herrscher der Beneterlogen, EGEN, gerade? Laut den Prezzarerhaltern wirkt er doch im Hintergrund auf den Erhalt der Kreuzgalaxis hin und müsste die Aussöhnung eigentlich sabotieren


Ja, das scheint vergessen worden zu sein. Ich nehme an, dass dies im Zuge der (sich in der teils sprunghaften Handlung zeigenden) Kürzung des Zyklus geschah, der mit Band 674 offenbar zu einem vorzeitigen Ende gebracht wurde.
Benutzeravatar
Offline
Yman
Ertruser
Beiträge: 938
Registriert: 6. März 2016, 09:48
Lumpazie hat geschrieben:Am Montag, den 09.Januar 1984 erschien der Band 640 der Atlan-Serie:

Im Herzen SENECAS

von Hanns Kneifel


Handlung:

Während die SOL der ARSENALJYK I zu entfliehen versucht, haben die Solaner, allen voran Atlan und Breckcrown Hayes, am Morgen des 27. Februar eine weitere Sorge. Kerness Mylotta, der sich im Herzen SENECAS verbarrikadiert hat, hat das Plasma vom positronischen Teil der Inpotronik getrennt. Dadurch kommt es im gesamten Schiff zu Problemen und es steht das SENECA-Desaster zu befürchten.

Zunächst unbemerkt von den Solanern, hat die Penetranz die beiden Gyranter Ryta Bolanc und Vessel Moora von der ehemaligen Korvette BANANE nahe dem Hantelschiff in Raumanzügen aussetzen lassen. Aufgrund der Schwierigkeiten SENECAS, der Penetranz durchaus bekannt, gelangen sie unbemerkt an Bord und beginnen, sich zu orientieren.


Der Roman war nicht schlecht, aber mir war nicht klar, wie Mylotta SENECA über die Bedrohung mit seinem dritten Auge hinaus beeinflusst hat. Mylotta bedroht SENECA, aber was kann er noch tun? Ihn umprogrammieren? Und warum funktionierten SENECAs Sicherheitsvorrichtungen nicht? Die Risszeichnung in der Heftmitte ist sehr schön, lässt aber ebenso wie der Roman viele Fragen offen. Sehr seltsam fand ich z.B. auch die geschilderte Leistungsfähigkeit von Biopositroniken (SENECA, Blödel) beim Ausfall der biologischen Komponente.

Wieder einmal kann Mylotta entkommen, da nur mit Paralysatoren auf ihn geschossen wird. Desintegratoren hätten von ihm nicht mehr viel übrig gelassen, was Mjailam hätte retten können. Und wenn Mylotta im abschließenden Kampf gegen Mjailam gewinnt, warum können die Solaner das nicht ebenfalls? Mylotta hat ein drittes Auge, das als Kombistrahler funktioniert. Viel weiter reichen seine besonderen Fähigkeiten nicht.

Bemerkenswert fand ich, dass Atlan plötzlich irgendwelche Doppelgänger rekrutierte. Normale Besatzungsmitglieder, die den Eindringlingen, den beiden Gyrantern, zufällig ähnlich sehen, aber nicht die geringste Einsatz-Erfahrung haben, werden plötzlich in einen extrem gefährlichen Einsatz geschickt.

Atlan agiert verzweifelt und nicht sehr planvoll. Wieder spielt diese geheimnisvolle Stimme eine Rolle, ohne die bei Atlan nichts mehr geht. Zu einem Zweikampf Atlans gegen Mylotta im Herzen SENECAs kommt es gar nicht erst. Das war enttäuschend. Das Anti-ES-sche Mutantenkorps ist sehr gefährlich, aber Atlan sollte allmählich mal ein paar Ideen für wirksame Gegenmaßnahmen entwickeln und mehr tun als nur auf die nächste Botschaft einer geheimnisvollen Stimme zu warten.
Offline
Grauer Lord
Siganese
Beiträge: 62
Registriert: 1. Januar 2014, 14:41
Der Roman hat mich irgendwie enttäuscht, wie die meisten Hefte dieser Phase, die mit Band 625 über uns hereingebrochen ist. Altmeister Hans Kneifel gelingt es kaum, die für ihn typischen szenischen Elemente einzubauen, die oft mit Wein, Weib und viel Kolorit eine sinnlich nacherlebbare Handlung entstehen lassen.

Ob es sinnvoll ist, „Doppelänger“, die nachweislich keinerlei Kampferfahrungen haben, zu Kerness Mylotta zu schicken? Ich denke nicht. Das spielt im Grunde aber auch gar keine Rolle, so unispiriert und zerfasert wie mir der Roman vorkam. Ich hatte darauf gehofft, auf eine faszinierende Reise in das Innere SENECAS mitgenommen zu werden; stattdessen gab es viele 0/8/15-Szenen, denen das Besondere des Handlungsortes nicht im geringsten anzumerken war. Dabei haben frühere Schilderungen SENECAS, etwa zu Beginn des 700er Zyklus bei PR, doch noch sehr viel Raum für Fantasie an dieser Stelle gelassen. Und warum Biopositroniken regelrecht verblöden, wenn sie auf ihre Positronik allein reduziert werden, erschließt sich mir auch nicht. Sollten da geheimnisvolle Kräfre Mylotas walten, hätte man das mM deutlicher ausfabulieren müssen.

Überraschend für mich war die skrupellose Brutalität, mit der Mjailam die beiden Gyranter regelrecht exekutierte. Atlans Hilflosigkeit wird ja jetzt häufiger intoniert, alles steuert wohl auf eine erste, schmerzliche Niederlage gegen das Arsenal zu. Mylotta besiegt am Ende mit seinen em 3.Auge-Strahler seinen Konkurrenten Mjailam. Aber wie wir wissen bereitet das Bewusstsein des Arsenalplaneten da noch etwas vor. Mal schauen, was Kurt Mahr nächste Woche so abliefert ...

Zeitlich befinden wir uns jetzt übrigens im Januar 1984, dem Orwell-Jahr, wie wir damals sagten. So schlimm ist es aber dann zunächst ja nicht gekommen, genauso wie „2001“ dann auch sehr schnell seinen phantastischen Reiz verloren hat ;-)
Vorherige

Zurück zu ATLAN

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste