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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 11. Februar 2019, 23:14

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dandelion
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Tut mir leid, irgendwie bin ich hier über die Zahl 53 gestolpert, die aber nur ein Tippfehler sein kann. "Der Bruder des Roboters" ist die Nr. 54, wie aus Deiner Auflistung ersichtlich ist.


Lumpazie hat geschrieben:Im August des Jahres 1989 erschien das chronologisch 53te Zeitabenteuer (in der Reihe der Planetenromane als Nr.317).

Der Bruder des Roboters

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Lumpazie » 12. Februar 2019, 09:37

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Lumpazie
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dandelion hat geschrieben:Tut mir leid, irgendwie bin ich hier über die Zahl 53 gestolpert, die aber nur ein Tippfehler sein kann. "Der Bruder des Roboters" ist die Nr. 54, wie aus Deiner Auflistung ersichtlich ist.


Lumpazie hat geschrieben:Im August des Jahres 1989 erschien das chronologisch 53te Zeitabenteuer (in der Reihe der Planetenromane als Nr.317).

Der Bruder des Roboters



Grmmbbffff....waren meine Fingerchen wieder schneller am Absenden, als meine Augen nochmal beim drüber lesen :o( Ist mir nicht aufgefallen :o

Danke für den Hinweis, Dandelion - vielleicht wäre ein MOD so net, es mal kurz zu ändern.... Danke! :st:
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Tiberius » 13. Februar 2019, 20:33

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Tiberius
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Lumpazie hat geschrieben:Danke für den Hinweis, Dandelion - vielleicht wäre ein MOD so net, es mal kurz zu ändern.... Danke! :st:

Geändert.
Leser sind in der Überzahl und machen sich demzufolge mehr Gedanken über einen Roman, als es ein Autor je könnte.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 16. Februar 2019, 22:09

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dandelion
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Lumpazie hat geschrieben:
Der Arkonide und der Sonnenkönig

von Hanns Kneifel



Woher kamen die vier kosmischen Wanderer, die so menschenähnlich waren, daß sie sich ohne Probleme unter die Bevölkerung mischen konnten. Sie waren auf jeden Fall weit gereist.

"Diese Milchstraße würden sie auf keinen Fall mehr verlassen können"

Sie kannten also auch andere Galaxien. Vielleicht Tefroder?

Wieder versagt Atlan als es darum geht, ein Raumschiif in seinen Besitz zu bringen. Es gab keinen vernünftigen Grund zu zögern, bis es zu spät war. Die Fremden waren nicht feindlich gesinnt. Bleibt die Vermutung, daß er von ES beeinflußt wurde.

Natürlich war klar, daß Atlan auf der Erde bleiben würde, trotzdem blieb bis zur Vernichtung des Schiffes eine gewiße Spannung erhalten. Dieser Teil des Romans hat mir recht gut gefallen.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 20. Februar 2019, 23:15

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dandelion
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Moonbiker hat geschrieben:
Lumpazie hat geschrieben: und erleichtert ihr mit seiner Anwesenheit und dem Zellaktivator das Sterben.

Wie bitte? :blink:

Günther


Antoinette de Droyden war über sechzig. Für damalige Verhältnisse wohl ein ziemlich hohes Alter, auch wenn sie der privilegierten Klasse angehörte und deshalb bessere Lebensbedingungen hatte.

"Der Aktivator wirkte ausgezeichnet. Aber trotzdem würde er ihren Tod nicht aufhalten können. " heißt es im Roman. Zumindest die Schmerzen konnte das Gerät aber lindern.

Atlan nimmt im Übrigen auch gern alle Begünstigungen des Adels für sich in Anspruch, auch wenn er pflichtschuldig leise Kritik an der Zweiklassengesellschaft anmeldet.

Der in Versailles spielende zweite Teil des Romans hat mich weniger begeistert. Etwas überzogen fand ich die Auflistung von Atlans Versuchen den Europäern auf die Sprünge zu helfen. Überall wo Fortschritte in Technik und Kultur gemacht wurden, steckte Atlan dahinter. Nun ja, für meinen Geschmack zuviel des Guten.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Lumpazie » 24. Februar 2019, 12:12

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Lumpazie
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Im Dezember des Jahres 1989 erschien das chronologisch 55te Zeitabenteuer (in der Reihe der Planetenromane als Nr. 321).

Die Königsmörder

von Hanns Kneifel

Bild

Handlung:

Im Juli 1789 wird Atlan da Gonozal durch seinen Roboter Rico aus dem Kälteschlaf geweckt. In Frankreich zeichnet sich eine Revolution ab. In der Identität als reisende Kanonengießer und Büchsenmacher namens Adlar Arcaud und Ricco Traveille wollen sie nach Paris reisen. Vorher erinnert sich Atlan an eine Episode aus dem Jahr 1671, als er gemeinsam mit Vauban König Ludwig XIV. ein Treffen mit einem geheimnisvollen Mann, der eine Eisenmaske trug, ermöglichte. Atlan konnte aber genau sehen, dass der Mann keineswegs – wie es Legenden behaupten – ein Zwillingsbruder Ludwigs war. Beide schienen aber gute Freunde zu sein.

Leider hat Rico auch eine schlechte Nachricht: Monique de Beauvallon ist tot. Er hatte sie im Jahr 1788 im März geweckt und war mit ihr nach Beauvallon gegangen, wo viel Arbeit auf sie wartete. Leider erkrankte Monique an einer Blinddarmentzündung, die Rico zu spät als Gefahr erkannte. Sie starb an der Infektion und wurde in Beauvallon begraben. Als einzige Gefährtin Atlans, soweit dieser sich zu erinnern meint, erhielt sie sogar einen Grabstein.

Nach dem Sturm auf die Bastille treffen Atlan und Rico in Paris ein. Sie besuchen die Keller der Bastille. Atlan hört den führenden Agitatoren der Revolution, zu denen Danton gehört, zu und rechnet jederzeit mit einem Auftauchen von Nahith Nonfarmale. Dann sieht er seine einstige Freundin Cephyrine wieder, und beide kommen abermals zusammen. In einem Wald rettet Atlan einen ausgeplünderten Adligen, den Grafen Carpeaux, und besucht Beauvallon, um den Ort auf die drohende Revolution vorzubereiten. Anschließend geht er mit Cepyhrine für einen ausgedehnten Liebesurlaub auf Yodoyas Insel, während Rico die Situation in Frankreich im Auge behält.

Im April 1790 wird eine Strukturöffnung Nonfarmales in Frankreich geortet. Atlan dringt mit einem Gleiter in die Jenseitswelt, die abermals eine andersartige Landschaft darstellt, ein, aber es kommt nicht zu einem Kampf. In der Jenseitswelt entsprechen sechs Stunden 12 Tagen auf der Erde.

Die Zeit vergeht vor allem mit Urlaub auf der Insel. Dann, am 18. Juli 1791, wird abermals eine Strukturöffnung erkannt. Nonfarmale scheint wieder sehr aktiv. Atlan und Rico gehen nach Paris, wo sie einer Gruppe von Adligen mithilfe von Transmittern die Flucht nach Koblenz ermöglichen. 1792 erleben sie Kämpfe in Flandern und werden Zeugen, wie Nonfarmale, auf einem riesigen Geier reitend, von Kanonenschrot getroffen wird und abstürzt. Er zieht sich in die Jenseitswelt zurück, ehe Atlan ihn attackieren kann.

Abermals retten Rico und Atlan in Paris viele adlige Gefangene vor dem Terror der Revolution. Im September erleben sie die Septembermorde, bei denen Tausende dem Pöbel zum Opfer fallen, und erkennen abermals, dass Nonfarmale anwesend war. Der Roboter Synonymus-1 bewacht Cephyrine.

In den Tuilerien wird Atlan Zeuge eines Treffens von Nonfarmale mit Graf Cagliostro, die sich beide zu kennen scheinen. Er folgt Nonfarmale unbemerkt, verliert ihn aber doch aus den Augen und lauert ihm daher nahe der georteten Strukturöffnung auf. Tatsächlich kann er Nonfarmale überraschen und vermutlich verwunden, doch gelingt Atlans Gegner erneut die Flucht. Atlan geht nach Beauvallon, während Rico in der Tiefseekuppel ist. Später besucht er mit Cephyrine das ehemalige Dorf der Samurai in Australien. Der Zellaktivator hält seine Gefährtin vital und jung.

Schließlich zeigt Rico Atlan die Bilder von der Hinrichtung König Ludwig XVI. und von neuen Massakern. Die Revolution fordert immer mehr Opfer, aber es gibt keine neue Spur von Nonfarmale. Ist er doch schwer verletzt?

Im Jahr 1793 retten Atlan und Rico die Nachkommen des einstigen Schulmeisters von Beauvallon aus der Gefangenschaft und befreien zahlreiche Adlige, die auf der Guillotine hingerichtet werden sollten. Rico arbeitet ansonsten an der LARSAF ZWEI:DREI. Schließlich zieht sich Atlan in die Tiefseekuppel zurück.

Anmerkung

In der Archiv-CD1 ist als Handlungsjahr zusätzlich 1292 angegeben.

Personenregister

Atlan da Gonozal alias Adlar Arcaud Der Arkonide erlebt die französische Revolution
Rico alias Ricco Traveille Chefroboter von Atlans Fluchtkuppel
Vauban Baumeister des französischen Königs
Ludwig XIV. Der »Sonnenkönig«
Monique de Beauvallon Sie stirbt einen tragischen Tod
Georges Danton Führender Agitator der Revolution
Nahith Nonfarmale Der Seelensauger wird wieder aktiv.
Cephyrine Eine von Atlans Gefährtinnen
Carpeaux Ein ausgeplünderter Adliger
Cagliostro Ein undurchsichtiger Mann
Ludwig XVI. Opfer der Revolution

Der obige Text wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 28. Februar 2019, 23:01

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dandelion
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Lumpazie hat geschrieben:
In der Archiv-CD1 ist als Handlungsjahr zusätzlich 1292 angegeben.



Welche Episode könnte da angesiedelt sein? Aus der Zusammenfassung ist nichts abzuleiten, den Roman habe ich nicht.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon thinman » 9. März 2019, 15:58

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thinman
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dandelion hat geschrieben:
Lumpazie hat geschrieben:
In der Archiv-CD1 ist als Handlungsjahr zusätzlich 1292 angegeben.



Welche Episode könnte da angesiedelt sein? Aus der Zusammenfassung ist nichts abzuleiten, den Roman habe ich nicht.

Also ich habe im Roman jetzt nichts gefunden - das Gespräch mit Vauban war 1671.

thinman

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Klenzy » 9. März 2019, 21:19

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Klenzy
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Die Archiv-CD gibt leider nichts her.

321 Hans Kneifel, Die Königsmörder (1989)
Der Arkonide in den Wirren der großen Revolution
1292, 1671, 1789-1794
Atlan-Zeitabenteuer 49
siehe auch: Atlan-Hardcover 11, Balladen des Todes
Atlan-Hardcover 12, Die letzten Masken
Mach langsam! Das Leben ist zu kurz, um sich zu beeilen.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 9. März 2019, 22:18

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dandelion
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Im nächsten Zeitabenteuer (Tb 325) erinnert sich Atlan laut Zusammenfassung an ein Gespräch mit Marco Polo. Da würde das Jahr 1292 wohl passen. Vielleicht handelt es sich bei der Zeitangabe auf der CD schlicht um einen Zuordnungsfehler.

Die Blaubandnummern von "Ballladen..." und "Masken..." sind dort anscheinend auch falsch eingetragen.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Lumpazie » 10. März 2019, 12:46

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Lumpazie
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Im April des Jahres 1990 erschien das chronologisch (43te) 56te Zeitabenteuer (in der Reihe der Planetenromane als Nr. 325).

Das Buch der Kriege

von Hanns Kneifel

Bild

Handlung:

Im Frühjahr 1798 wird Atlan von Rico geweckt. In der Tiefseekuppel hält sich die junge Frau Joelle Corny auf. Atlan erhält Informationen über die letzten Jahre. Von Nahith Nonfarmale fehlt bisher jede Spur, aber der Aufstieg von Napoleon Bonaparte in Frankreich war für Rico Anlass genug, den Arkoniden zu wecken. Atlan erinnert sich, wie er einst im Hafen von Daibul gemeinsam mit Alexandra von Lancaster auf Marco Polo und dessen Begleiter, die auf der Rückreise nach Venedig waren, traf und sie bei sich empfing. Es folgten Gespräche über die fantastischen Reiseberichte Polos.

Atlan denkt darüber nach, eine Universität zur weiteren Förderung der Kultur zu gründen. Dann zeigen Spionsonden im Rhone-Tal eine hübsche Frau, die zu Pferd von einer Gruppe Zigeuner verfolgt wird. Atlan greift ein und rettet die Unbekannte. Sie heißt Amoustrella Gramont und war von den Zigeunern als Sklavin gefangen gehalten worden. Atlan sorgt dafür, dass Amoustrella behandelt und gepflegt wird. Während er dann die LARSAF ZWEI:DREI testet, hält sich auch Amoustrella im ehemaligen Samurai-Dorf in Australien auf. Eine Sonde ortet kurz Nonfarmale.

Atlan sieht Bilder von Cephyrine, die eine alte Frau geworden ist. Amoustrella wird seine neue Geliebte. Beide fliegen zusammen in der LARSAF, alle Tests verlaufen einwandfrei. Dann meldet Rico, dass er Nonfarmale über Toulon entdeckt hat, wo eine große französische Kriegsflotte sich zum Auslaufen vorbereitet. Nonfarmale reitet einen großen Saurier. Es kommt diesmal nicht zum Kampf.

Atlan trifft noch einmal Cephyrine und bereitet einen Auftritt in Ägypten vor, wo er Napoleon erwartet. In der Identität als Scheich Atlan ben Aracon ibn Gonozael trifft Atlan den Korsen nach dessen Landung und bietet sich als ortskundiger Berater an. Napoleon ist hocherfreut. Atlan wird von Amoustrella begleitet. Die Schlacht bei den Pyramiden findet statt, und Nonfarmale zeigt sich wieder. Dann beobachten die Spionsonden, wie Horatio Nelson bei Abukir Napoleons Kriegsflotte vernichtet. Atlan versucht, Napoleon zum Frieden zu überreden, scheitert jedoch. Angesichts der phantastischen Pläne Napoleons zieht er sich schließlich zurück.

Weitere Tests der LARSAF, darunter ein Flug zum Mond, verlaufen erfolgreich. Im Juli 1799 kann endlich ein Tor zu einer der Jenseitswelten Nonfarmales entdeckt werden. Atlan dringt mit einem Gleiter schwer bewaffnet ein. Er entdeckt eine bizarre Umgebung, aber wegen zahlreicher menschlicher Sklaven zögert er, Nonfarmales Basis zu zerstören. Dann greifen ihn Flugwesen von Insekten bis zu Sauriern trotz Deflektor an, und er muss fliehen. Also legt der Arkonide sich naher der Strukturöffnung in den Hinterhalt und wartet. Als Nonfarmale erscheint, eröffnet Atlan mit allen Waffen das Feuer. Nonfarmale wird schwer getroffen, und das Tor schließt sich. Atlan hofft, seinen Widersacher endlich erledigt zu haben.

Sein nächster Aufenthaltsort ist Nelsons Schiff ACHILL auf dem Weg von Neapel nach Sizilien. Nelson evakuiert den Adel des Königreiches Neapel. Atlan und Amoustrella werden freundlich empfangen, und es folgen interessante Gespräche. Schließlich verabschiedet sich Atlan. Er testet die LARSAF mit einem Flug zum Mars und besucht Cephyrine auf dem Sterbebett, ehe er sich in die Kuppel zum Kälteschlaf zurückzieht.

Nach fünf Jahren Schlaf wird Atlan 1805 geweckt. Napoleon ist inzwischen Kaiser der Franzosen. Nonfarmale wurde nicht mehr gesehen. Während Atlan zu Kräften kommt, erinnert er sich, wie er im 15. Jahrhundert in Spanien in die Kerker der Inquisition einbrach und Tomas de Torquemada konfrontierte. Der Großinquisitor hielt ihn für einen Gesandten des Teufels und war keinen Argumenten zugänglich, so dass Atlan nach Befreiung zahlreicher Gefangener das Feld räumte.

Nahe Cadiz wird Atlan Zeuge der Seeschlacht bei Trafalgar vom 21. Oktober 1805. Nelson stirbt. Nach einem Aufenthalt in Le Sagittaire trifft Atlan am 21. November nach der Schlacht bei Austerlitz Napoleon, der sich freut, ihn wiederzusehen. Abermals versucht Atlan, mit Empfehlungen Napoleons Politik zu lenken. Den Winter verbringt er in Beauvallon und auf Yodoyas Insel. Dann geht er wieder schlafen.

Am 26. April 1812 weckt Rico seinen Gebieter, denn es droht Krieg zwischen Russland und Frankreich. Spionsonden folgen dem Vormarsch der Grande Armée bis Moskau, wo Atlan sich am 23. September noch einmal mit Napoleon trifft. Er begleitet den fatalen Rückzug im russischen Winter mit vielen Verlusten. Nonfarmale taucht wieder auf, als am 25. November die Schlacht an der Beresina stattfindet. Atlan feuert mit allen Waffen auf den Psychovampir, bis ihm die Munition auszugehen droht. Er scheint Nonfarmale erneut schwer verwundet zu haben, denn dieser zieht sich zurück.

Nachdem Napoleon bei Wilna sein Heer verlassen hat, hat auch Atlan genug. Er sieht ein, dass er nichts mehr bewirken kann, und zieht sich mit Amoustrella in das Samuraidorf zurück.

Anmerkungen

Die Datierung des Treffens mit Marco Polo erfolgte anhand der Wikipedia.
Die Datierung des Treffens mit Tomas de Torquemada wurde aus den Daten in der Übersicht übernommen.
In der Archiv-CD1 sind als Handlungsjahre abweichend 1498, 1798–1799, 1805–1806, 1812–1813 angegeben.


Personenregister

Atlan alias Atlan ben Aracon ibn Gonozael Der Arkonide trifft Napoleon Bonaparte und Horatio Nelson.
Rico Chefroboter von Atlans Fluchtkuppel
Joelle Corny Eine junge Frau
Nahith Nonfarmale Der Seelensauger wird wieder aktiv.
Napoleon Bonaparte Französischer Staatsmann und späterer Kaiser
Alexandra von Lancaster Eine frühere Gefährtin Atlans
Marco Polo Venezianischer Kaufmann und Weltreisender
Amoustrella Grammont Die neue Gefährtin Atlans
Cephyrine Eine frühere Gefährtin Atlans
Horatio Nelson Englischer Admiral
Tomas de Torquemada Der Großinquisitor

Der obige Text wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 15. März 2019, 00:34

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dandelion
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Der Roman ist in den Blaubänden geteilt worden. Der Blauband 13, der mir vorliegt, beginnt mit dem Marsch der französischen Armee Richtung Kairo. Atlan ist da schon als Napoleons landeskundiger Berater etabliert.

Lumpazie hat geschrieben:
Im Juli 1799 kann endlich ein Tor zu einer der Jenseitswelten Nonfarmales entdeckt werden. Atlan dringt mit einem Gleiter schwer bewaffnet ein.


Im Blauband ist es Rico, der zu Atlans Verblüffung, in die Jenseitswelt eindringt. Sein Bericht und überhaupt die Auseinandersetzung mit Nonfarmale zählen für mich zu den Höhepunkten des Romans. Die Aufzählung bekannter geschichtlicher Ereignisse ist dagegen nicht wirklich mitreißend.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Lumpazie » 24. März 2019, 10:58

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Im September des Jahres 1990 erschien das chronologisch 57te Zeitabenteuer (in der Reihe der Planetenromane als Nr. 330).

Die Höhlen der Zukunft

von Hanns Kneifel

Bild

Handlung:

1859 erwacht Atlan da Gonozal aus dem Kälte­schlaf. Nahith Nonfarmale wurde in den letzten Jahren immer wieder auf der Erde beobachtet. Atlan beschließt, den Stützpunkt in Australien aufzugeben und die LARSAF ZWEI:DREI auf Yodoyas Insel zu verlegen, da die Ausdehnung der menschlichen Siedlungen in Australien das Entdeckungsrisiko stark erhöht hat.

Im Jahr 1860 besucht Atlan zusammen mit Amoustrella Gramont und Amir Darcy Boog noch einmal Beauvallon in Frankreich. Alle Bekannten sind verstorben oder unauffindbar. Atlan beschließt, auch diesen Stützpunkt, Le Sagittaire, aufzugeben und nur den verborgenen Transmitter zu belassen. Beide reisen nach Grasse in der Provence und ans Meer, bevor wie geplant die Basis in Australien ausgeräumt wird. Atlan fliegt zusammen mit Amoustrella die LARSAF ZWEI:DREI zu Yodoyas Insel, wo ein neues Versteck durch Rico angelegt wird. Rico soll außerdem prüfen, ob das Schiff eine bessere Bewaffnung für die erwartete Auseinandersetzung mit Nonfarmale erhalten kann. Die Ausrüstung von Le Sagittaire wird weitestgehend in einen Turm am Lech in Deutschland überführt.

Im selben Jahr findet in Japan der Samurai Kamakura Yamazaki im Nachlass eines seiner Ahnen eine Lackschatulle, in der sich neben Gold und Pfeilspitzen aus unzerstörbarem Material seltsame Bilder von fremden Landschaften und Monstern finden, sowie ein Bericht über seltsame Erlebnisse und Kämpfe. Yamazaki wird neugierig.

Am 18. Juni 1860 wird Nonfarmale über Nordamerika geortet. Atlan vermutet, dass Nonfarmale die Spannungen zwischen Nord- und Südstaaten anheizen will. Bereits in den vergangenen Jahrzehnten war Nonfarmale von Ricos Sonden immer wieder bei Kämpfen und Kriegen als Teilnehmer gesehen worden. Jetzt lässt sich beobachten, wie schwebende Transportkugeln Nonfarmale und seine menschlichen Hilfskräfte zu einem Berg in der amerikanischen Prärie befördern, wo ein Stützpunkt auf dem Gipfel entsteht. Die Indianer nennen diesen Berg Vater-der-Sonnen-Wolke. Auch sind riesige Adler zu sehen, die vermutlich aus einer Jenseitslandschaft Nonfarmales stammen, er scheint bestrebt, den Aberglauben der Indianer zu seinem Vorteil auszunutzen.

Es gelingt Rico, Spionsonden durch Nonfarmales Weltentor zu schicken, aber nur eine kehrt zurück. Sie liefert Bilder von einer kraterübersäten Landschaft wie auf einem kleinen Mond, dann zeigt sie einen künstlich angelegten Park und Nonfarmales Stützpunkt. Atlan ist sehr besorgt, Amoustrella könnte wie seinerzeit Amiralis Thornerose durch Nonfarmale getötet werden. Er will sie auf jeden Fall aus den Kämpfen heraushalten.

Eine neue Mission in Masken wird vorbereitet. Atlan tritt als Antal Ancor Stuart, ein Engländer, auf, während Rico die Maske von Chief Thousand Flashes bekommt. Ein altes Farmblockhaus in der Prärie von Minnesota wird zum neuen Stützpunkt ausgebaut. Bei einer Erkundung in der Nähe findet Atlan zahlreiche Indianer, die von Weißen niedergemetzelt worden sind, sowie vier tote Weiße. Er kann sechs überlebende Sioux retten und in sein Farmhaus bringen. Amoustrella, Rico und ein Medoroboter retten die Verwundeten. Zu ihnen gehören der Greis Drei-Adler-Schreien, die ältere Frau Duftendes Laub, der Krieger Stiller Donner und drei jüngere Frauen. Atlan stellt sich den Geretteten als Viele-Leben-Krieger vor, macht ihnen Geschenke und kann ihre Freundschaft gewinnen. Die Sioux verbringen mit ihm und Amoustrella einige Zeit gemeinsam.

Dann trifft Rico ein. Er muss Atlan melden, dass Nonfarmale seine Weltentore vermutlich mithilfe von Mentalenergie erzeugt und es bis auf weiteres kaum möglich scheint, diese mit den Mitteln, die er zur Verfügung hat, zu stören. Atlan beschließt, die drei Riesenadler abzuschießen. Dazu verwendet er eine schwere Jagdbüchse, damit Nonfarmale nichts von der Anwesenheit hochstehender Technologie bemerkt. Das Vorhaben gelingt.

Anschließend erkunden Rico und Atlan Nonfarmales Bergstützpunkt, der verlassen ist. Sie finden fremdartige Maschinen, große Wohnquartiere und schließlich einen Kontrollraum, auf dessen Monitoren erschreckende Bilder zu sehen sind: Eine von Ricos Spionsonden wurde beschädigt erbeutet! Außerdem entdecken die beiden eine Karte Nordamerikas mit Markierungen der Nord- und Südstaaten. Nonfarmale scheint auf einen Bürgerkrieg hinzuarbeiten.

Ein Monat vergeht ruhig. Die Indianer erhalten Hypnoschulungen und weitere Geschenke. In Japan gelingt es Yamazaki, einen Nachfahren des Ninjas Akizane aufzuspüren und diesen einzuweihen. Beide wollen ihren Nachkommen als Vermächtnis Hinweis auf Yodoyas Insel und den Fürsten der Zeit, von denen der Bericht spricht, hinterlassen. Atlan erinnert sich währenddessen an ein Treffen mit dem Arzt Louis Braille im Jahre 1825, und wie er diesem eine von Rico entwickelte Blindenschrift zur Verfügung stellte.

Den Winter 1860 verbringen Amoustrella und Atlan auf Yodoyas Insel. Nachdem am 12. April 1861 der Bürgerkrieg mit der Beschießung Fort Sumters in Charleston begonnen hat und Nonfarmale dabei unter den Konföderierten gesehen wurde, kehrt Atlan in sein Blockhaus in Minnesota zurück. Am 19. April 1861 löst Rico Alarm aus: Nonfarmale greift den geräumten Stützpunkt in Australien an und zerstört ihn. Atlan lässt einen Gegenschlag vorbereiten. Mit einem gut bewaffneten Gleiter und arkonidischen Kampfanzug, getarnt durch einen Deflektor, stößt er in Nonfarmales Jenseitswelt vor. Dort legt er Bomben in den Stützpunkt und wartet einige Tage ab, obwohl er weiß, dass der Zeitablauf in dieser Welt um einen Faktor 112 beschleunigt ist. Als er drei zurückkehrende Transportkugeln ortet, kann Atlan diese überraschend mit Raketen und Energiewaffen angreifen und zerstören. Als er schon glaubt, Nonfarmale endlich getötet zu haben, taucht dieser mit einer weiteren Kugel auf und trifft Atlans Gleiter schwer.

Atlan flieht durch das Weltentor Richtung Erde und muss den beschädigten Gleiter über der amerikanischen Prärie aufgeben. Ein Deflektor verbirgt ihn, aber Nonfarmale feuert blind und beschädigt Atlans Flugaggregat. Ein Notruf an Rico ergibt, dass man bereits den 14. November 1864 schreibt. Rico schickt eine flugfähige Sonde, die Atlans Absturz bremst. Er überlebt schwer verwundet und wird von den Sioux in Ricos Auftrag gerettet und zum Blockhaus gebracht. In der nächsten Zeit wird Atlan gesundgepflegt. Dabei entwickelt sich eine Beziehung mit der jungen Indianerin Lachender Schatten. Beide verbringen einige Zeit auf Yodoyas Insel.

Am 9. April 1865 kapitulieren die Südstaaten. Da Nonfarmale in Washington gesehen wurde, mietet Atlan dort in Maske ein Haus und versucht, ihn aufzuspüren, hat aber keinen Erfolg. Er ist dabei, als im Ford-Theater der Präsident Abraham Lincoln von John Wilkes Booth erschossen wird, kann aber das Attentat nicht verhindern. Am 9. Mai kehrt Atlan in sein Blockhaus zurück. Lachender Schatten ist inzwischen spurlos verschwunden, und er macht sich Sorgen um die junge Frau.

Am 7. Juli zieht sich Atlan in den Kälteschlaf zurück. Zwei Monate später, am 15. September 1865, kommt Lachender Schatten hochschwanger mit Atlans Kind zur Farm. Rico und Boog nehmen sie in Empfang und kümmern sich um sie.

Anmerkung

Louis Braille war nicht Arzt, sondern Lehrer.

Personenregister

Atlan da Gonozal alias Antal Ancor Stuart alias Viele-Leben-Krieger Der Arkonide kämpft weiter gegen Nahith Nonfarmale.
Nahith Nonfarmale Der Seelensauger schürt erneut Kriege und Konflikte.
Amoustrella Gramont Atlans schöne Gefährtin
Amir Darcy Boog
Rico alias Thousand Flashes Chefroboter von Atlans Fluchtkuppel
Kamakura Yamazaki Der Samurai findet das Erbe eines Vorfahren.
Drei-Adler-Schreien Ein Sioux
Duftendes Laub Eine Sioux
Stiller Donner Ein Sioux-Krieger
Akizane Ein Ninja
Louis Braille Arzt und Erfinder der Blindenschrift
Lachender Schatten Die junge Indianerin wird schwanger von Atlan
Abraham Lincoln Präsident der USA
John Wilkes Booth Sein Mörder

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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 26. März 2019, 16:26

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dandelion
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Mit Atlan im Wilden Westen, auch wenn das nördliche Minnesota nicht gerade das klassische Land für Indianer- und Cowboygeschichten ist. Cowboys tauchen folgerichtig auch nicht auf. Hans Kneifel hat dieses ein wenig abgelegene Gebiet wohl mit Bedacht gewählt. Abseits der viel begangenen Wege läßt sich doch etwas Indianer- und Lagerfeuerflair entwickeln, was auch recht gut gelungen ist.

Im Mittelpunkt stehen natürlich wieder die vielfältigen Auseinandersetzungen mit Nonfarmale, die Atlan bis an den Rand des Todes bringen. Ein Höhepunkt ist wiederum das Eindringen in eine der Jenseitswelten. Die Beschreibung der aus der Realwelt bekannten geschichtlichen Ereignisse läuft dagegen diesmal wohltuend auf Sparflamme, wenn man einmal von den Umständen des Attentats auf Präsident Lincoln absieht. Die Details hierzu waren mir aber auch nicht so vertraut. Also etwas dazu gelernt.

Hans Kneifel findet viele schöne Worte und Formulierungen. Das macht einen gut Teil der Faszination der Zeitabenteuer aus und natürlich gibt es auch diesmal das unvermeidliche Liebesabenteuer.

Die in der PP-Zusammenfassung erwähnte Episode um Braille und die Blindenschrift habe ich im Blauband nicht gefunden.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Lumpazie » 7. April 2019, 08:35

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Im Zentrum des Feuersturms

von Hanns Kneifel

Bild

Handlung:

Im Jahre 1880 ortet Rico erneu­te Aktivitäten des Seelen­saugers Nahith Nonfarmale über Vulkanen und hat den Verdacht, dass Nonfarmale über technische Mittel verfügt, mit denen er Vulkane zum Ausbruch bringen kann. Da Nonfarmale zuletzt über dem Vulkan Krakatoa in Indonesien gesehen wurde, ist Rico um die Sicherheit des nahegelegenen arkonidischen Nachschubsilos Point Fomalhâut besorgt und weckt Atlan da Gonozal aus dem Kälteschlaf. Außerdem ist Aieta Jagdara, auch Schwarzer Mond genannt, Atlans Tochter mit der Indianerin Lachender Schatten, die inzwischen 15 Jahre alt ist, offenbar verschwunden. Sie sollte wohl heiraten, wollte aber nicht.

Atlan besucht die Farm in Kanada, auf der Amir Darcy Boog, ein perfekt getarnter Roboter, zusammen mit Lachender Schatten lebt. Da Schwarzer Mond von Boog mit einem Peilsender versehen wurde, sollte sie problemlos aufzuspüren sein. Atlan reitet los. Als er in der Wildnis lagert, überfällt ihn Lachender Schatten, aber Atlan kann den Angriff problemlos abwehren, und beide versöhnen sich wieder. Dann suchen sie gemeinsam nach Schwarzer Mond, die endlich ihren Vater kennenlernt. Atlan bietet seiner Tochter an, sie abzuholen und ihr die Welt zu zeigen, wenn sie möchte. Sie will darüber nachdenken.

Anschließend besichtigen Atlan und Rico den Silostützpunkt, der als eher unbedeutend anzusehen ist, und lagern alle wichtigen Ausrüstungsgegenstände aus. Bald darauf wird Nonfarmale in einem Raumschiff über dem Vesuv in Italien geortet. Eine Sonde folgt dem Raumschiff durch ein Weltentor in die Jenseitswelt, die vermutlich Nonfarmales Heimat ist. Sie zeigt vollkommen fremde Sternkonstellationen, bevor sich das Tor schließt.

Atlan reist mit Amoustrella Gramont durch Europa. Sie besuchen unter anderem Paris, Berlin, Venedig, Florenz, Mailand, London und Moskau. Über ein Jahr vergeht, bis Nonfarmale am 26. Mai 1881 wieder nahe dem Krakatoa geortet wird. Rico hat mittlerweile Atlans Raumschiff LARSAF ZWEI:DREI mit Waffen ausgerüstet. Atlan startet und durchfliegt das Weltentor, um Nonfarmales Welt zu erkunden. Er erreicht eine schöne, aber fremdartige Welt, die weitestgehend unbewohnt scheint, und sucht Nonfarmales Stützpunkt.

Atlan entdeckt eine große Sendeanlage, die vermutlich das Weltentor erzeugt, und eine Raumbasis sowie ein Dorf mit über 1000 Bewohnern, in dem Menschen und fremdartige Echsen- und Fischwesen leben. Er entscheidet, einen Teil der Sendeanlage zu stehlen, um sie analysieren zu können. Als er aber zur Erde zurückfliegen will, hat sich das Weltentor geschlossen. Atlan sitzt fest und landet sein Raumschiff in der Nähe des Dorfes. Mehrere Tage vergehen, in denen er sieht, dass Nonfarmale über mehrere Raumfahrzeuge verfügt. Als sich schließlich das Tor öffnet, nutzt Atlan seine Chance zur Rückkehr. Er ist schockiert, als Rico ihm über Funk mitteilt, dass man jetzt den 16. April 1883 schreibt. Amoustrella liegt seit 14 Monaten im Tiefschlaf.

Atlan trifft sich auf Yodoyas Insel mit Schwarzer Mond, die mit »Buffalo Bill« William Cody durch Europa tourte und anschließend selbständig weitergereist ist. Dank Hypnoschulung spricht sie zahlreiche Sprachen und verfügt über umfangreiche Fähigkeiten. Am 10. Mai erwacht Amoustrella aus dem Tiefschlaf, und am 19. Mai bricht der Krakatoa das erste Mal aus. Es handelt sich aber noch nicht um die erwartete Supereruption. Diese erfolgt am 26. August 1883. Nonfarmale wird in der Nähe des Vulkans beobachtet, wie er sich offenbar mit psychischer Energie der Opfer vollsaugt. Dann verschwindet er wieder. Das arkonidische Silo übersteht die Eruption ohne große Schäden.

Atlan und Amoustrella bleiben weitere 15 Monate wach. Rico erforscht Nonfarmales Sender, den Atlan mitgebracht hatte, und wundert sich über seltsame Vorfälle in der Tiefseekuppel, bei denen Gegenstände spurlos verschwinden. Im Jahr 1886 bereist Schwarzer Mond Indien.

Rico baut ein Robotdouble von Amoustrella, doch am 11. Juli 1890 stellt er fest, dass Amoustrella und Atlan spurlos aus der Kuppel verschwunden sind. Erst am 17. Mai 1915, mitten im Ersten Weltkrieg, kehrt Atlan alleine zurück. Er kann sich an fast nichts erinnern, was seit seinem Verschwinden passiert ist, und macht sich Sorgen um Amoustrella. Atlans einzige Erinnerung sind fremdartige Landschaften, wie auf verschiedenen Planeten. Er weiß auch nicht zu sagen, ob ES etwas damit zu tun hat.

Schwarzer Mond hat inzwischen einen Mann namens Richard Lawrence geheiratet. Sie lebt als Aieta Arcoyne-Lawrence auf einer Farm am Sankt-Lorenz-Strom in Quebec in Kanada und hat einen 25-jährigen Sohn, der Silent Thunder oder Orban-Amir heißt. Atlan besucht sie auf der Farm, dann nimmt er Amir mit nach St. Petersburg, da ihn der Mönch Rasputin interessiert. Sie richten sich in der Maske wohlhabender Kanadier in einer Villa ein und erhalten bald eine Einladung zu einer großen Feier der Aristokratie. Atlan lernt Grafinja Petruschka A. kennen, eine attraktive Adlige, mit der er eine Affäre beginnt, und trifft auch Rasputin, mit dem er sich unterhält. Um Rasputin zu unterstützen, gibt Atlan ihm Medikamente für den Zarewitsch, die zwar nicht die Bluterkrankheit heilen, aber zumindest den Gerinnungsfaktor verbessern können. Außerdem erhält Rasputin einen schwachen Hypnostrahler, verborgen in einem Medaillon. Atlan und Amir reisen ab.

Rico ist es gelungen, Störsender zu konstruieren, mit denen es möglich sein sollte, Nonfarmales Weltentore gegen dessen Willen zu schließen. Als Nonfarmale geortet wird, werden die Störsender erfolgreich erprobt, aber der Gegner scheint vollkommen unbeeindruckt und versteckt sich an unbekanntem Ort auf der Erde.

Von Oktober 1915 bis zum 15. Februar 1916 ist Atlan erneut in Sankt Petersburg. Dann meldet ihm Rico, dass er Nonfarmale über Frankreich geortet hat. Die beginnende Offensive bei Verdun scheint ihn anzulocken. Atlan begibt sich zu Yodoyas Insel und startet am 21. Februar die LARSAF ZWEI:DREI. Sein Enkel Amir begleitet ihn. Geschützt von einem Deflektorschirm gelingt über Verdun der Überraschungsangriff auf Nonfarmales diskusförmiges Raumschiff, das schwer beschädigt wird. Dennoch kann Nonfarmale Atlans Schiff ebenfalls treffen. Er flieht in Richtung Labrador, Atlan verfolgt ihn. Beide Schiffe stürzen über dieser unwirtlichen kanadischen Region ab und werden vollständig zerstört.

Ein Deflektor ermöglicht Nonfarmale die Flucht. Atlan und sein Enkel, ebenfalls unsichtbar, versuchen, ihn aufzuspüren. Schließlich entdecken sie ihn, und ein Gefecht mit Strahlwaffen entbrennt. Nonfarmales Schutzschirm bricht zusammen. Als letztes Mittel nimmt Nonfarmale andere Gestalten an, um Atlan zu verwirren. Er erscheint als Amiralis Thornerose, dann als Amoustrella, aber Atlans Extrasinn fordert ihn auf, endlich zu schießen. Der Strahlschuss trifft und beendet Nonfarmales Existenz. Dieser verwandelt sich in einen Obelisken, der keinen Schatten wirft. Atlan fliegt mit Amir zur Farm.

Ende März 1916 holt Atlan in St. Petersburg Petruschka ab und fliegt mit ihr zu Yodoyas Insel, wo sie einige Zeit gemeinsam verbringen. Rico findet das Wrack eines deutschen U-Boots und beginnt, dieses mit arkonidischer Technik umzubauen. Beide erfahren von Rasputins Tod in St. Petersburg. Im Juni 1917 zieht sich Atlan wieder in seine Tiefseekuppel zurück.

Personenregister

Rico Chefroboter von Atlans Fluchtkuppel
Nahith Nonfarmale Der Seelensauger führt seinen letzten Kampf.
Atlan da Gonozal Der Arkonide führt das letzte Duell gegen Nahith Nonfarmale.
Aieta Jagdara alias Schwarzer Mond alias Aieta Arcoyne-Lawrence Atlans Tochter
Lachender Schatten Eine von Atlans verflossenen Gefährtinnen und Mutter von Schwarzer Mond
Amir Darcy Boog Roboter
Amoustrella Gramont Atlans aktuelle Gefährtin
William Cody Genannt »Buffalo Bill«
Richard Lawrence
Orban-Amir alias Silent Thunder Atlans Enkel
Rasputin Der Mönch gewinnt Einfluss am Zarenhof.
Petruschka A. Eine attraktive Adlige

Der obige Text wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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D’ Kometen müßten sonst verboten wer’n;
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Yman » 8. April 2019, 21:59

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dandelion hat geschrieben:Im Blauband ist es Rico, der zu Atlans Verblüffung, in die Jenseitswelt eindringt. Sein Bericht und überhaupt die Auseinandersetzung mit Nonfarmale zählen für mich zu den Höhepunkten des Romans. Die Aufzählung bekannter geschichtlicher Ereignisse ist dagegen nicht wirklich mitreißend.


Geht mir auch so. Die Erzählung bekannter geschichtlicher Ereignisse - je besser überliefert, mit genaueren Daten und Fakten, umso langweiliger oft in den Büchern - konnte mich auch nicht mitreißen. Nonfarmale hingegen brachte noch mal Spannung. Der Arkonide im wilden Westen - das fand ich dann auch noch mal interessant.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 8. April 2019, 22:39

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dandelion
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Lumpazie hat geschrieben:Im November des Jahres 1990 erschien das chronologisch 58te Zeitabenteuer (in der Reihe der Planetenromane als Nr. 332).

Im Zentrum des Feuersturms

von Hanns Kneifel

Bild



Richtiger Text, falsches Titelbild. Das richtige Titelbild ist aber in der PP leicht zu finden. Gefällt mir im Übrigen recht gut, ebenso wie das vorherige von Tb 330. Kelsner kann, wenn er sich auf Landschaften und Raumschiffe beschränkt, sehr gut mit Johnny Bruck konkurrieren.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Lumpazie » 9. April 2019, 08:37

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dandelion hat geschrieben:
Lumpazie hat geschrieben:Im November des Jahres 1990 erschien das chronologisch 58te Zeitabenteuer (in der Reihe der Planetenromane als Nr. 332).

Im Zentrum des Feuersturms

von Hanns Kneifel

Bild



Richtiger Text, falsches Titelbild. Das richtige Titelbild ist aber in der PP leicht zu finden. Gefällt mir im Übrigen recht gut, ebenso wie das vorherige von Tb 330. Kelsner kann, wenn er sich auf Landschaften und Raumschiffe beschränkt, sehr gut mit Johnny Bruck konkurrieren.


Ups....stimmt....Tibi diesmal voll vergessen :o :o(

Hier kurz nachgereicht:

Bild


Danke für den Hinweis, Dandelion :st:
Es is kein’ Ordnung mehr jetzt in die Stern’,
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 14. April 2019, 23:27

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Yman hat geschrieben:
Die Erzählung bekannter geschichtlicher Ereignisse - je besser überliefert, mit genaueren Daten und Fakten...


Die Annäherung an die Realgegenwart engte Kneifels Gestaltungsspielraum wohl immer mehr ein. Atlan mutierte immer mehr zum reinen Beobachter, war zwangsläufig immer weniger in Auseinandersetzungen verwickelt. Ausgenommen die Kämpfe gegen Nonfarmale, den Kneifel vielleicht zu eben diesem Zweck in die Handlung eingeführt hatte.

Als Nonfarmale endlich stirbt, verwandelt er sich in einen schattenlosen Obelisken. Atlan ist zwar "fassungslos", geht aber schnell, zu schnell, wieder zur Tagesordnung über. Dieser verblüffende und für Atlan doch unbekannte Vorgang hätte doch ein wenig mehr Gedankenarbeit verdient gehabt. Ich kann jetzt nicht nachvollziehen, ob Nonfarmales Identität den Lesern schon zuvor bekannt war. Wenn nicht, dürfte das Auftauchen eines Cynos in den Zeitabenteuern doch überraschend gewesen sein.

Atlan hat plötzlich nicht nur eine Tochter sondern auch einen Enkelsohn und das zeitlich nicht so ganz weit weg von 2040. Da hätte er sich schon noch auf die Suche nach eventuellen Nachkommen machen können.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon thinman » 15. April 2019, 16:12

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dandelion hat geschrieben:
Yman hat geschrieben:
Die Erzählung bekannter geschichtlicher Ereignisse - je besser überliefert, mit genaueren Daten und Fakten...


Die Annäherung an die Realgegenwart engte Kneifels Gestaltungsspielraum wohl immer mehr ein. Atlan mutierte immer mehr zum reinen Beobachter, war zwangsläufig immer weniger in Auseinandersetzungen verwickelt. Ausgenommen die Kämpfe gegen Nonfarmale, den Kneifel vielleicht zu eben diesem Zweck in die Handlung eingeführt hatte.

Ja.
Als Nonfarmale endlich stirbt, verwandelt er sich in einen schattenlosen Obelisken. Atlan ist zwar "fassungslos", geht aber schnell, zu schnell, wieder zur Tagesordnung über. Dieser verblüffende und für Atlan doch unbekannte Vorgang hätte doch ein wenig mehr Gedankenarbeit verdient gehabt. Ich kann jetzt nicht nachvollziehen, ob Nonfarmales Identität den Lesern schon zuvor bekannt war. Wenn nicht, dürfte das Auftauchen eines Cynos in den Zeitabenteuern doch überraschend gewesen sein.

War ihm das wichtig, daß er das im Medotank ausführlich geschildert hat? Oder hat sein Editor da eingegriffen?
Dem Leser war selbstverständlich klar, was die Verwandlung in einen schattenlosen Obelisken zu bedeuten hatte, wenn er den Schwarmzyklus gelesen hatte. Wie es auf Leser gewirkt hat, die PR nicht kannten, weil sie vor einer Reise das Taschenbuch beim Bahnhofsbuchhandel gekauft hatten, kann ich nicht sagen. Vielleicht finden sich ja noch irgendwelche Umfrageauswertungen in der Redaktion.
Atlan hat plötzlich nicht nur eine Tochter sondern auch einen Enkelsohn und das zeitlich nicht so ganz weit weg von 2040. Da hätte er sich schon noch auf die Suche nach eventuellen Nachkommen machen können.

Denkfehler. Bis zu den Ereignissen mit den Mucis wußte Atlan nichts davon.

thinman

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 15. April 2019, 23:44

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Zuletzt geändert von dandelion am 15. April 2019, 23:48, insgesamt 1-mal geändert.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 15. April 2019, 23:47

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thinman hat geschrieben:Denkfehler. Bis zu den Ereignissen mit den Mucis wußte Atlan nichts davon.

thinman


So ist es wohl und da waren natürlich alle Spuren verwischt. 2040 wußte Atlan wenig über seine irdische Vergangenheit, war mir momentan nicht bewußt.

Nicht auszuschließen ist allerdings, daß Amir seinen Kindern (sofern es die gab) von dem ungewöhnlichen Großvater bzw. Urgroßvater erzählt hat und diese die Geschichte an ihre eigenen Nachkommen weitergaben. Als Atlans Vorgeschichte bekannt wurde, hätte dann doch jemand in ihm den geheimnisvollen Vorfahren erkennen können.

Da aber darüber nicht berichtet wurde, ist es wohl auch nicht passiert. Atlans etwaige Nachkommen blieben unerkannt.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Lumpazie » 21. April 2019, 09:50

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Im April des Jahres 1991 erschien das chronologisch 59te Zeitabenteuer (in der Reihe der Planetenromane als Nr. 337).

Palast der Legenden

von Hanns Kneifel

Bild

Handlung:

Am 3. August 1964 kehrt Atlan da Gonozal mit der NAUTILUS, einem deut­schen Untersee­boot aus dem Ersten Welt­krieg, das Rico umfassend mit arkonidischer Technologie aufgerüstet hat, von Miracle zur Erde zurück. An Bord des von Anissa Aenigma navigierten Bootes ist unter anderem sein Enkel Orban-Amir. Grund der Rückkehr von Miracle, wo sich Atlan seit dem Jahre 1917 aufgehalten hat, ist ein Notruf Ricos aus dem Golf von Tongking.

Es gelingt, den schwer beschädigten Roboter, der vermutlich von einem Geschoss eines amerikanischen Kriegsschiffes getroffen wurde, zu bergen. Per Transmitter reist Atlan zu Yodoyas Insel weiter, wo er sich mit Amoustrella Gramont erholen will. Er ist in großer Sorge, dass die Menschheit sich in einem Atomkrieg selbst zerstören wird, was seine bisherige Tätigkeit vergeblich erscheinen ließe. Am 1. September ist Rico mithilfe der Maschinen der Tiefseekuppel repariert. Bilder von Ricos Sonden zeigen Kamakura Yamazaki, einen jungen japanischen Geschäftsmann mit starkem Interesse an der Samurai-Tradition und Nachfahren eines der Kampfgefährten Atlans.

Atlan beschließt, ihn zu besuchen. Am 29. September 1964 fährt er vom Lechturm mit dem Zug nach München und fliegt, maskiert als Amerikaner, in der Ersten Klasse mit diversen Zwischenlandungen nach Tokyo. Im Flugzeug lernt er den Amerikaner William Plichter kennen, der sich als Entwicklungsingenieur mit Atomtriebwerken befasst. Atlan gibt ihm einige kleine Tipps. Am 4. Oktober trifft er in Tokyo ein und besucht Yamazaki. Beide Männer reden lange und messen sich feierlich im Bogenschießen und Schwertkampf. Atlan bietet Yamazaki an, nach MIRACLE zu kommen, und dieser nimmt an. Ein Transmitter wird in Yamazakis Haus installiert.

Am 1. November 1964 ist Atlan wieder in der Tiefseekuppel. Er will gemeinsam mit Amoustrella die Zeit bis 1968 im Tiefschlaf überspringen. Insgesamt ist er sehr frustriert über die Entwicklung der Menschheit und kann wegen des zunehmenden technischen Fortschritts auch kaum noch eingreifen, ohne einem erheblichen Entdeckungsrisiko ausgesetzt zu sein.

Beide erwachen 1968 wieder. Am 15. Februar sind sie in Paris und machen einen Besuch in Versailles. Im April trifft sich Atlan in Paris mit Plichter, der sich für die Hinweise bedankt und ihm anbietet, als Entwicklungsingenieur im Regierungsauftrag bei seiner Firma in Kalifornien zu arbeiten. Atlan will darüber nachdenken. Im Juni erleben Amoustrella und Atlan Studentenunruhen und sehen einen Amerikaner namens Perry, der seine Freundin in Sicherheit bringt. Es handelt sich um Perry Rhodan. Im selben Jahr wird der Lechturm durch ein Unwetter als Stützpunkt unbrauchbar gemacht.

Amoustrella und Atlan gehen im Dezember 1968 nach MIRACLE. Atlan kehrt erst im März 1970 zurück, da sich seltsame Vorfälle in der Kuppel ereignen. Die Maschinen bauen in Eigenregie ein fremdartiges Gerät. Hat ES die Finger im Spiel? Das Gerät verschwindet schließlich durch einen Dimensionstunnel, vermutlich in den Miracle-Ring.

Am 23. Mai 1970 ist Atlan mit einer Yacht vor der Küste Kaliforniens. Er sucht Plichters Firma auf und wird freudig begrüßt. Tatsächlich kann Atlan die Entwicklung voranbringen, erfährt aber auch, dass die U.S. Space Force parallel an ähnlichen Triebwerken arbeitet. Mehrere Mondlandungen des Apollo-Programms haben inzwischen stattgefunden. Im Juli ist ein Triebwerksprobelauf erfolgreich, und Richard Nixon ernennt Atlan zum Leiter der Forschungen. Er lernt auch eine attraktive Ärztin kennen und verbringt mit ihr einige Tage.

Am 29. Juli kehrt Atlan in die Kuppel zurück. Bilder zeigen das Training der STARDUST-Crew unter Rhodan im Tal des Todes. Atlan lässt immer mehr Ausrüstung der Kuppel nach Miracle schaffen und nur das Nötigste auf der Erde belassen. Dann geht auch er frustriert wieder nach Miracle. Schließlich kommt am 15. Juli 1971 die Hiobsbotschaft: Rhodan ist vom Mond zurück, und ein Atomkrieg steht unmittelbar bevor. Erste Raketen sollen bereits gestartet sein. Atlan flieht durch den Transmitter nach Miracle, denn er sieht sein Lebenswerk zerstört.

Damit endet die Erzählung des Arkoniden auf Gäa im Jahr 3562. Auf Fragen sagt er noch, Amoustrella und Orban-Amir seien später gleichzeitig auf Miracle gestorben, will aber nicht darüber sprechen.

Anmerkung

Der Roman enthält einige Widersprüche zum offiziellen Geschichtsablauf des Perryversums. So ist der erste Mensch auf dem Mond hier nicht Perry Rhodan, sondern Armstrong, und John F. Kennedy wird in Dallas getötet.

Personenregister

Atlan da Gonozal Der Arkonide sieht seine Bemühungen gescheitert.
Rico Chefroboter von Atlans Fluchtkuppel
Anissa Aenigma Navigatorin der NAUTILUS
Orban-Amir Atlans Enkel
Amoustrella Gramont Atlans Gefährtin
Kamakura Yamazaki Japanischer Geschäftsmann auf den Spuren der alten Samurai
William Plichter Ingenieur
Perry Rhodan Er trainiert für den Flug mit der STARDUST
Richard Nixon Präsident der USA

Der obige Text wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Lumpazie » 21. April 2019, 10:03

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Dieser Roman dürfte auch im Hinblick auf den kürzlich erschienen Eschbach Roman »Perry Rhodan – Das größte Abenteuer« sehr interessant sein. Hat ihn schon jemand gelesen - hat Eschbach diesen Roman von Hanns Kneifel gut berücksichtigt? Rainer Castor hat ihn ja auch schon in der Arkon-Triologie verwendet (erwähnt).

Ich persönlich fand es nicht sehr schön, das Kneifel versuchte Originalereignisse unserer Realität mit denen der PR-Historie zu verbinden. Aber gut - die Vorlage dazu gaben Ihnen die Autorenkollegen damals von selber, in dem Sie seinerzeit aktuelle Ereignisse oder Personen in den PR-Romanen der Erstauflage erwähnten (z.B. die Beatles, die Clark-Sisters usw.). Natürlich hatte sich seinerzeit keiner der Autoren hierzu Gedanken gemacht :P Solange, bis wohl einige spitzfindige Fans drauf kamen und Fragen stellten :D

Tja - und mit ein bisschen Wehmut muss ich feststellen, das dieser Thread hier in zwei Wochen schon zu seinem Ende kommt...uffff...Kinder wie die Zeit vergeht :unsure:
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon thinman » 22. April 2019, 19:35

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Lumpazie hat geschrieben:

Ich persönlich fand es nicht sehr schön, das Kneifel versuchte Originalereignisse unserer Realität mit denen der PR-Historie zu verbinden. Aber gut - die Vorlage dazu gaben Ihnen die Autorenkollegen damals von selber, in dem Sie seinerzeit aktuelle Ereignisse oder Personen in den PR-Romanen der Erstauflage erwähnten (z.B. die Beatles, die Clark-Sisters usw.). Natürlich hatte sich seinerzeit keiner der Autoren hierzu Gedanken gemacht :P Solange, bis wohl einige spitzfindige Fans drauf kamen und Fragen stellten :D


Mich würde ja sehr interessieren, was Atlan 2040/41 in Terrania den SolAb Verhörspezialisten erzählt hat, wo alles noch mit den Orginalakten und vielleicht noch den persönlichen Erinnerungen zwischenzeitlich pensionierter ehemaliger Mitarbeiter von Geheimdiensten und Raketen bzw. Triebwerksspezialisten verifiziert werden konnte. Ich persönlich halte da eine Scherung oder Pararealität nicht für unmöglich. Aber ich muß jetzt mal das OrginalTB lesen und nicht den Blauband.

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