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Yman
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Lumpazie hat geschrieben:Im Jahr 1984 erschien der Band 668 der Atlan-Serie:

Chaos um die Futurboje

von Hans Kneifel


Grauer Lord hat geschrieben:Altmeister Hans Kneifel, erfahren durch zahllose historische Schilderungen, bringt uns in diesem Roman (Band 668) das Völkchen der käferartigen Vullkauger näher, die auf ihrem Planeten in der Galaxis Bars ganz im Bann des geheimnisvollen Bojenbergs stehen. Traditionalisten wollen sein Geheimnis bewahren, andere Gruppen dagegen haben erkannt, das sich im Innern des Heiligtums ein Geheimnis verbirgt. Mitten während einer beeindruckend geschilderten Schlacht mit bronzezeitlichen Waffen um den „heiligen Berg“ treffen die Solaner um Atlan ein.


Diesen Teil des Romans fand ich wirklich gut gelungen. Der Altmeister schöpft hier aus dem Vollen. Mit dem Eintreffen der Solaner flacht die Spannungskurve aber deutlich ab. Atlan fällt es ziemlich leicht, die Futurboje einzukassieren. Man spürt, die Vullkauger haben ihre Schuldigkeit, den Leser mit ihrem Krieg zu unterhalten, getan. Die Vullkauger, Vulnurer, Zyrtonier usw. bilden aber eine interessante Familie von Völkern, die in der Tat ein wenig an die Verhältnisse in M-87 erinnern.

Grauer Lord hat geschrieben:Warum sie nicht viel früher in den Untiefen des Schiffes entdeckt wurde? Vermutlich, weil die Zeit nicht reif war, die Geschehnisse sich erst jetzt in die richtige Richtung bewegten.

Die Jenseitsmaterie, aus der dieses geheimnisvolle Artefakt namens Futur besteht, macht alles möglich. Kann man aber so hinnehmen.

Grauer Lord hat geschrieben:Warum man aber erst die BRISBEE-Kinder einführt, nur um dann mit der Bojeine technische Lösung für den
Dimensionswechsel aufzufahren, ist mir nicht so wirklich ersichtlich.

Die Futurboje taucht sehr überraschend in der Handlung auf, samt Risszeichnung. Die Kinder erscheinen nun als Mittel zum Wechsel in die Namenlose Zone fast überflüssig, aber es wird im Roman eigens erwähnt, dass Atlan nun über zwei Möglichkeiten verfügt, und ich könnte mir vorstellen, dass die Futurboje schon recht bald wieder zerstört wird und Atlan die Kinder für den Rückweg aus der NZ benötigt.

Grauer Lord hat geschrieben:Und dann ist da noch die erschreckende Zukunftsvision Atlans, in der er den Tod Tyaris hautnah miterlebt. Dschungel-Experte Kneifel bringt eindrücklich rüber, wie Atlan und Tyari gegen die Häscher der roten Rosmere und die mörderische Natur des Planeten Kausnit kämpfen. Was das Setting für eine Bedeutung hat, in welcher Zeit es spielt, ob die SOL da Varnhagher-Ghynnst schon erreicht hat, das bleibt genauso unklar wie die Frage, warum die rote Rosmere Tyari unbedingt töten will. Das alles bleibt offen, trotzdem ist dieses zweite Schlaglicht aus der Zukunft ein klarer Beleg dafür, dass die Geschichte auch nach Abschluss des SOL-Zyklus weitergehen wird - und das nicht nur als rosarotes Happy-End.

Ich finde diese Visionen, die sich in die Romane geschlichen haben, bemerkenswert. Sie zeigen natürlich auch, wie spannend eine Serie sein kann, wenn hin und wieder Figuren unerwartet sterben, wobei der Tod Tickers und Tyaris nicht ganz unerwartet kommen, denn wir nähern uns mit großen Schritten dem Zyklusende.
Spoiler:
Ich denke, dass es sich bei diesen Visionen um eine Vorschau auf den eigentlichen Abschluss des SOL-Zyklus handelt (in Form des Taschenbuchs "Der lange Weg der SOL" das vor einigen Jahren wieder in einer Neuauflage in den Handel kam).

Der nächste Zyklus im Auftrag der Kosmokraten steht vor der Tür, und ich bin mal sehr gespannt, wie es dort mit Atlan weitergeht, welche Teile und Figuren des SOL-Zyklus noch eine Rolle spielen und was als Neues kommt. In den Atlan-Heften steht auch Werbung für den Jubiläumsband 600 in der dritten Auflage, d.h. den Beginn des Zyklus "Das Kosmische Schachspiel", und auch da bin ich sehr gespannt, was kommt.
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Lumpazie
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Im Jahr 1984 erschien der Band 669 der Atlan-Serie:

Untergang der Basis

von Arndt Ellmer

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Innenillustrationen von Robert Straumann:

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Handlung:

Die SOL und die Vulnurer-Schiffe halten sich immer noch im Junk-System auf. Das Atlan-Team wechselt geschlossen auf die Futurboje, dazu kommen die Atiq-Drillinge. Danach wechselt die Boje in die Namenlose Zone.

Im Zyrton-System kehrt 18-Page, der ausgesandt worden war, um die Basis des Ersten Zählers zu finden, erfolgreich zurück. Der Rat der Pagen beschließt, eine Flotte aus fünfzig Schiffen zur Basis zu schicken und sie zu vernichten. Ein Paar, bestehend aus 91-Page Malara und 92-Page Ohoro, erhält das Oberkommando über die Flotte.

Auf der Basis suchen zwei Wesen, die der blinde Hars und der lahme Hars genannt werden, die Zentrale auf. Sie geben sich als getarnte Boten der Lichtquelle zu erkennen und heißen eigentlich Lichtquelle-Hars und Jenseitsmaterie-Hars. Die Lichtquelle hat sie geschickt, um vor dem bevorstehenden Angriff der Zyrtonier zu warnen.

Beim ersten Angriff können die Zyrtonier durch einen Raumschlauch dreißig Kämpfer mit dem Paz-Klahu, einer Waffe speziell zur Neutralisierung der Lichtquelle, auf die Basis befördern. Die Roboter können mit Gravitationsprojektoren das Paz-Klahu von der Quelle ablenken, dennoch erleidet die Basis schwere Schäden. Die beiden Harse sterben bei dem Angriff. Die Lichtquelle sendet einen Hilferuf an alle positiven Kräfte in der Namenlosen Zone aus.

Die Futurboje erreicht die Basis, als ein zweites Paz-Klahu auf dem Weg zur Basis ist. Atlan lässt die Boje bei der Quelle landen. Bei dem Anflug hat Atlan ohne Vorwarnung eine weitere Zukunftsvision:

Die SZ-2 ist als Spoodie-Schiff unter dem Kommando von Solania von Terra unterwegs. Auf dem Planeten Firx haben die Solaner so genannte Königssamen geschenkt bekommen. Aus diesem wachsen in der Abteilung des Biologen Taiphus Gallum die Königsblüten, die einen hypnotischen Einfluss auf die Besatzung haben. Zunächst tritt Gedächtnisverlust auf. Die Solaner wissen nicht mehr, was mit dem Nest der 17. kranischen Flotte gemeint ist, das auf ihrem Kurs liegt. Einige Solaner halten ihre Spoodies für Parasiten und versuchen, diese zum Teil selbst aus der Kopfhaut herauszuschneiden. Anstatt ihre eigene Verwirrung zu bemerken, halten die Solaner die Positronik für fehlerhaft.

Der Einfluss nimmt zu. Die Blüten werden über das Schiff verteilt, Maschinen werden unter dem Einfluss zerstört, und die Solaner sehen in Illusionen ihre Wünsche erfüllt. Solania von Terra kann den Einfluss abschütteln, aber als sie das Schiff nach Kran oder zum Nest der 17. Flotte fliegen will, übernehmen die beeinflussten Solaner, angeführt von dem Chemiker Palotin, das Kommando. Der Emotionaut Fahud Leiber fliegt das Schiff nach Solanerfalle, der Heimat der Königsblüten. Beim Landeanflug kann Solania von Terra die Kontrolle übernehmen, jedoch kann sie den Absturz nicht mehr verhindern. Anstelle des Tals der Königblüten, in dem schon zahlreiche Wracks liegen, schlägt die SZ-2 am 7. Oktober 3813 in der Wüste der Nordpol-Region auf.


Die Solaner kriechen auf einen Haufen und sterben, als ihre Spoodies sie verlassen und absterben. Solania von Terra wehrt sich gegen den Drang und friert einen toten Buhrlo als Zeichen, dass es sich um einen Teil der SOL handelt, ein. Danach flieht sie in die Wüste.

In der Gegenwart vernichtet die Futurboje nach und nach die Schiffe der Zyrtonier. Malara und Ohoro begeben sich mit fünfzig Zyrtoniern auf die Basis, um das zweite Paz-Klehu ins Ziel zu bringen. Diesmal verstecken die Zyrtonier ihre Waffe. Die Futurboje landet neben der Lichtquelle.

Schließlich stürmen Ohoro und Malara mit dem Plaz-Klehu vor. Ohoro wird dabei erschossen. Als Malara glaubt, dass das Paz-Klehu das Ziel erreicht, tötet sie sich selbst. Die Atiq-Drillinge haben jedoch mit Hilfe der Futurboje eine Gegenwaffe namens Term gebaut, die das Paz-Klehu neutralisiert.

Die Lichtquelle verrät Atlan, dass sie der eigentliche Emulator der Namenlosen Zone sei. Das Ungleichgewicht zwischen Gut und Böse sei fast ausgeglichen. Atlan soll die Vulnurer in die Namenlose Zone bringen und den Emulator Daug-Enn-Daug mit Borallu zusammenbringen. Danach löst sie sich aus der wracken Basis, holt die überlebenden Roboter zu sich und aktiviert ein Tarnsystem.

Die Futurboje kehrt in das normale Universum zurück. Breckcrown Hayes informiert Atlan, dass inzwischen Daug-Enn-Daug auf der MORGEN aufgetaucht ist und ihn sprechen will.

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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Grauer Lord
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Nun ist sie also hin, die Basis des Ersten Zählers, die uns seit Band 600 als Spielwiese für abenteuerliche, bunte Ideen gedient hat. Ein Großangriff der Zyrtonier, die durch ihren Kundschafter, den 18-Pagen, auf ihre Spur gekommen sind, zertrümmert am Ende die komplette Basis, die die Weltraumzecken „das Relikt“ nennen. Der Einsatz einer uralten Waffe wird durch den Einsatz der Vulnurer-Drillinge, die mit Atlan und der Futurboje in der Namenlosen Zone eingetroffen sind, gerade noch rechtzeitig neutralisiert. Für die Basis kommt das allerdings zu spät, die Lichtquelle selber, die sich als DEN Emulator der Namenlosen Zone betrachtet, drängt Atlan dazu, die Vulnurer in die Namenlose Zone zu holen. Die viele Jahrtausende künstlich zugunsten des Bösen austarierten Gewichte in der Namenlosen Zone beginnen sich endgültig zu verschieben. Denn, wie ich schon letzte Woche schrieb: Warum nennen die Bekehrer sich wohl ausgerechnet so ....? Mit ihrer Einführung im HIDDEN-X-Unterzyklus hat Peter Griese bei den Vulnurern wirklich eine sehr durchdachte, langfristige Handlungsführung bewiesen.

Apropos Zyrtonier: Also ich werde mit ihrer Schilderung nicht so richtig warm. Zecken, die denken und handeln wie Menschen? Auch durch die verschiedenen Innenansichten diverser Handlungsträger und „Ehepaare“ wird das Stör-Gefühl nicht besser, wenn ich mir diese krabbelnden Insekten-Geschöpfe an Bord ihrer Raumschiffe vorzustellen versuche. Ich halte sie auf der Ebene der Charakterisierung und der Schilderung ihrer Motive bisher für die schwächsten Bösewichte des SOL-Zyklus. Immerhin erfahren wir, dass diverse Planeten des Zyrton-Systems nur von Pagen bis zur Nummer 32 betreten werden dürfen. Vermutlich wissen die eigentlichen Machthaber, unter ihnen der geheimnisvolle Null-Page, viel mehr über die gemeinsame Vergangenheit von Vulnurern und Zyrtoniern als der Rest der Bevölkerung.

Der eigentliche Schocker des Romans ist aber Atlans Zukunftsvision aus dem Jahr 3813, in dem die SZ-2 unter Solania von Terra in der Galaxis Vayquohst im Griff von Spoodie-Seuche und rätselhaften Hypnose-Pflanzen auf einer Wüstenwelt abstürzt. So gut wie die gesamte Besatzung stirbt. Damit schließt sich der Kreis zu PR Band 1014 und 1015, in dem die drei Betschiden auf ihrer Odyssee das Wrack der SOL-Zelle entdecken, zunächst ohne zu wissen, dass dies das Schiff ihrer Ahnen ist. Ich habe die Abenteuer auf Solanerfalle damals als 13- oder 14-Jähriger gelesen, kannte die SOL aus der parallel verschlungenen 2. Auflage und dem Aphilie-Zyklus. Ich war natürlich schockiert und wollte unbedingt wissen, wie es zu dem tragischen Absturz gekommen ist. Diese Fragen werden in diesem Roman nun beantwortet. Die damals geschickt eingebauten Hinweise, wie etwa der tote Buhrlo im Tank, oder das „stumme“ Video, auf dem für ein paar Sekunden Atlan zu sehen war, werden mit diesem Roman nahtlos mit der aktuellen Atlan-Serie verbunden, offene Fragen gelöst. Fachvokabular des damaligen PR-Zyklus „Die Kosmische Hanse“, wie etwa das „Nest der 17. Flotte“, werden gekonnt eingestreut. Wieder mal wird klar, dass die Zukunft der SOL als Spoodie-Schiff im Auftrag der Kosmokraten im Pendelverkehr zwischen Varnhagher-Ghynnst und Kran eine sehr gefährliche sein wird. Auch Atlans zukünftige Rolle als Orakel von Krandhor wird eingeführt.
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Yman
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Lumpazie hat geschrieben:Im Jahr 1984 erschien der Band 669 der Atlan-Serie:

Untergang der Basis

von Arndt Ellmer


Ein sehr guter, sehr spannender Roman von Arndt Ellmer. Zum einen der Kampf mit exotischen Waffen zwischen exotischen Wesen an einem exotischen Ort, zum anderen die Vision Atlans. Parallel zum Untergang der Basis des Ersten Zählers erleben wir den Untergang der SZ-2. Es ist sehr bemerkenswert, wie viel Raum dieser Binnenerzählung der Vision (S. 25-47) eingeräumt wird, und dass die beiden Innenillustrationen die ersten beiden Visionen Atlans vom Tod Tickers und Tyaris in Erinnerung rufen.

Grauer Lord hat geschrieben:Nun ist sie also hin, die Basis des Ersten Zählers, die uns seit Band 600 als Spielwiese für abenteuerliche, bunte Ideen gedient hat. Ein Großangriff der Zyrtonier, die durch ihren Kundschafter, den 18-Pagen, auf ihre Spur gekommen sind, zertrümmert am Ende die komplette Basis, die die Weltraumzecken „das Relikt“ nennen. Der Einsatz einer uralten Waffe wird durch den Einsatz der Vulnurer-Drillinge, die mit Atlan und der Futurboje in der Namenlosen Zone eingetroffen sind, gerade noch rechtzeitig neutralisiert. Für die Basis kommt das allerdings zu spät, die Lichtquelle selber, die sich als DEN Emulator der Namenlosen Zone betrachtet, drängt Atlan dazu, die Vulnurer in die Namenlose Zone zu holen. Die viele Jahrtausende künstlich zugunsten des Bösen austarierten Gewichte in der Namenlosen Zone beginnen sich endgültig zu verschieben. Denn, wie ich schon letzte Woche schrieb: Warum nennen die Bekehrer sich wohl ausgerechnet so ....? Mit ihrer Einführung im HIDDEN-X-Unterzyklus hat Peter Griese bei den Vulnurern wirklich eine sehr durchdachte, langfristige Handlungsführung bewiesen.

Ja, dieser Zyklus war schon sehr gut konzipiert, die Basis einer besten schrägsten Handlungsorte der beiden Serien mit vielen skurillen, schillernden Ereignissen, Kämpfen und Gestalten. Man muss sich dabei auch immer wieder vor Augen halten, dass die Basis relativ klein war (auch sehr gut in der Risszeichnung dargestellt). Die Lichtquelle als Emulator der Zyrtonier ist eine kleine Überraschung, macht aber viel Sinn.

Grauer Lord hat geschrieben:Apropos Zyrtonier: Also ich werde mit ihrer Schilderung nicht so richtig warm. Zecken, die denken und handeln wie Menschen? Auch durch die verschiedenen Innenansichten diverser Handlungsträger und „Ehepaare“ wird das Stör-Gefühl nicht besser, wenn ich mir diese krabbelnden Insekten-Geschöpfe an Bord ihrer Raumschiffe vorzustellen versuche. Ich halte sie auf der Ebene der Charakterisierung und der Schilderung ihrer Motive bisher für die schwächsten Bösewichte des SOL-Zyklus.

Es stimmt, dass man bezüglich der Geschichte der Zyrtonier viel zu wenig erfahren hat. Dass diese Zecken oft wie Menschen denken und handeln ist tatsächlich etwas seltsam, das liegt vielleicht auch an den Autoren, denen entsprechende Angaben in den Exposés und eigene Ideen fehlten.

Grauer Lord hat geschrieben:Der eigentliche Schocker des Romans ist aber Atlans Zukunftsvision aus dem Jahr 3813, in dem die SZ-2 unter Solania von Terra in der Galaxis Vayquohst im Griff von Spoodie-Seuche und rätselhaften Hypnose-Pflanzen auf einer Wüstenwelt abstürzt. So gut wie die gesamte Besatzung stirbt. Damit schließt sich der Kreis zu PR Band 1014 und 1015, in dem die drei Betschiden auf ihrer Odyssee das Wrack der SOL-Zelle entdecken, zunächst ohne zu wissen, dass dies das Schiff ihrer Ahnen ist. Ich habe die Abenteuer auf Solanerfalle damals als 13- oder 14-Jähriger gelesen, kannte die SOL aus der parallel verschlungenen 2. Auflage und dem Aphilie-Zyklus. Ich war natürlich schockiert und wollte unbedingt wissen, wie es zu dem tragischen Absturz gekommen ist. Diese Fragen werden in diesem Roman nun beantwortet. Die damals geschickt eingebauten Hinweise, wie etwa der tote Buhrlo im Tank, oder das „stumme“ Video, auf dem für ein paar Sekunden Atlan zu sehen war, werden mit diesem Roman nahtlos mit der aktuellen Atlan-Serie verbunden, offene Fragen gelöst.


Man weiß nun, auch wenn man die PR-Serie nicht kennt, dass die SOL dazu ausersehen ist, Spoodies als Ladung aufzunehmen, aber mir geht es eher umgekehrt: Ich habe von der SOL-Handlung der PR-Serie nach Band 1000 nicht mehr viel in Erinnerung, kann mich auch nicht mehr erinnern, wann ich zum ersten Mal aus der Ecke etwas gelesen habe, und der Schocker des Romans macht mich eher neugierig auf die Romane 1014/1015. Die Geschichte um diese Vision Atlans ist besonders erschütternd, wenn man überlegt, woher Atlan diese Visionen hatte und warum er Solania und die anderen nicht warnte. So klar wird das nicht. Der Untergang der SZ-2 nützte seinem Auftrag ja auch nichts.
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Lumpazie
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Im Jahr 1984 erschien der Band 670 der Atlan-Serie:

Das Sonnen-Tabu

von Peter Terrid

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Handlung:

Auf Walgon II arbeitet der Emulator Ziir-Tinc an der Untergrabung der Autorität des skrupellosen Herrschaftsrates. Die Emulator-Quelle kontaktiert ihn telepathisch und teilt ihm mit, dass bald Fremde kommen werden, denen er helfen soll.

Der Walgonier Daan-Bar, Mitglied des Herrschaftsrates und zuständig für Sicherheitsfragen, versucht, den Emulator zu identifizieren. Mit Hilfe seines Abteilungsleiters führt er eine Rasterfahndung durch, bei der Kriterien wie die Häufigkeit von Reisen zwischen den Planeten und sogar der Verbrauch an Schuhen angelegt werden. Als nur noch zwei Walgonier in Frage kommen, sucht er diese persönlich auf, um eventuellen Ruhm alleine einzuheimsen. In der Stadt Khadan auf Walgon I verhört er den Handelsvertreter Laar-Pan, der jedoch ein glaubwürdiges Alibi hat. Damit hat sich Daan-Bar blamiert und kann es sich nicht leisten, in der Richtung weiterzuforschen. Er ahnt nicht, dass Laar-Pan für den Emulator arbeitet und die beiden mit Hilfe von Anhängern in der Sicherheitsbehörde absichtlich den Verdacht auf Laar-Pan gelenkt haben, um diese Spur gezielt als falsch hinzustellen.

Für seinen zweiten Verdächtigen muss Daan-Bar nach Walgon II fliegen. Dazu fordert er einen Raumjäger an. Aus Langeweile steuert er den Jäger so, dass er die mit Spannung erwartete Verdeckung des Sterns Gaulat durch Paudenc schon einmal zu sehen bekommt. Der Anblick löst starke Gefühle in ihm aus und lässt ihn das Schreckliche an der Verbannung der Walgonier in die Namenlose Zone in vollem Umfang begreifen. Er hat einen neuen Freiheitsdrang, so dass er auf den Zusammenbruch des Herrschaftsrates hofft.

Daan-Bar spürt auf Walgon-II Ziir-Tinc auf, der gerade seinen Anhänger Ollon-Tur berät. Der Sicherheitschef hat jedoch nicht bedacht, dass er selbst überwacht wird. So müssen alle drei Walgonier fliehen. Der Emulator trennt sich von den beiden , die mit dem Raumjäger ins All flüchten. Daan-Bar will möglichst nahe in den Bereich an der Schockfront steuern, an dem die Konstellation Gaulats und Paudencs zu sehen ist. Hier wähnt er sich und Ollon-Tur sicher vor Verfolgern. Der Bereich ist jedoch vermint. Um der Zerstörung zu entgehen, muss der Walgonier den Überlichtantrieb in Richtung Schockfront aktivieren. Zu ihrer Verblüffung können die geläuterten Walgonier die Barriere durchbrechen. Dafür treiben sie jedoch hilflos im scheinbaren Nichts der Namenlosen Zone.

Auf der Futurboje erzählt Daug-Enn-Daug Atlan, dass er sich plötzlich auf der Futurboje wiedergefunden hat. Die BRISBEE-Kinder Lara, Menizza und Jauter klären das Rätsel: Sie haben Daug-Enn-Daug wohl unabsichtlich aus der Namenlosen Zone geholt. Die BRISBEE-Kinder glauben, die ganze SOL in die Zone versetzen zu können. Dies kommt jedoch bei der derzeitigen Stimmung an Bord nicht in Frage, so dass stattdessen die Schiffe der Vulnurer, die MJAILAM und die FARTULOON versetzt werden sollen. Die Futurboje begleitet den Verband aus eigener Kraft.

Daug-Enn-Daug erhält Kontakt mit der Lichtquelle. Sie wird verfolgt und kann nicht helfen, erwähnt jedoch, dass die Vulnurer eine wichtige Rolle spielen. Die Schiffe orten, dass die Schockfronten in der Umgebung durchlässig werden. In achtzig Lichtjahren Entfernung wird der Jäger der Walgonier geortet. Nach kurzem Flug werden Daan-Bar und Ollon-Tur an Bord genommen. Da wird Atlan von einer weiteren Zukunftsvision heimgesucht:

Nach zwei Jahren relativ ruhigen Fluges erreicht die SOL den Sektor Varnhagher-Ghynnst. Breckcrown Hayes' Lebenszeit scheint sich aufgrund seiner Krankheit und der auf ihm lastenden Verantwortung ihrem Ende zu nähern. Am Ziel ortet die SOL eine Wolke von Spoodies mit einem Durchmesser von zehn Lichtminuten. Das Feld ist von einem Netz aus Raumtang umgeben. Atlan, Bjo Breiskoll und sieben Freiwillige starten mit einer Space-Jet, um das Feld genauer zu untersuchen.

Bei der Annäherung greift der Raumtang nach der Space-Jet. Als die SOL zu Hilfe eilt, gerät der Mittelteil in den Griff des Raumtangs. Die beiden SOL-Zellen werden abgekoppelt und bleiben frei. Die Space-Jet rettet sich in das Spoodie-Feld, wo man einige Spoodies zur Untersuchung an Bord nimmt.

In der Gegenwart will Atlan durch die Schockfront nach Walgon vorstoßen. Die Futurboje mit Atlan, Daug-Enn-Daug und Borallu an Bord, die MJAILAM und die FARTULOON fliegen durch die Schockfront. Trotz einer wartenden Flotte aus zwanzig Schiffen und eines Minenfeldes können die drei Schiffe ins System fliegen. Die Futurboje und die MJAILAM landen bei der Hauptstadt von Walgon II, um den Emulator der Walgonier zu finden, während die FARTULOON auf Walgon I aufsetzt. Da die Schiffe bei den Hauptstädten stehen, können sie nicht beschossen werden. Atlans Vision geht weiter:

Der Solaner Korn Hander wird bei der Untersuchung eines Spoodies von diesem befallen und weigert sich, ihn wieder entfernen zu lassen. Kurz darauf entdeckt die Space-Jet einen Körper im Feld, der sich als grobe Kopie Atlans aus Spoodies entpuppt und von den Solanern Fischer genannt wird. Fischer lotst die Space-Jet durch eine Lücke im Raumtang in die Freiheit. Dort dringt der Raumtang inzwischen in den gefangenen Mittelteil der SOL ein, den Hayes evakuieren lässt. Solaner kämpfen gegen Raumtang, der ebenfalls immer wieder grobe Kopien Atlans ausbildet. Als Atlan selbst in den Nahkampf mit dem Raumtang zieht, löst sich Fischer in einen Schwarm von Spoodies auf, die die anwesenden Solaner befallen. Als Kern von Fischer bleibt eine zweieinhalb Meter große Stange mit 30 Zentimetern Durchmesser und mehreren Tentakeln zurück, die gegen den Tang kämpft.

Als Atlan von einem Spoodie befallen wird, erhält er das Wissen über die positive Wirkung der Spoodies als Symbionten. Ihm wird klar, dass er im Auftrag der Kosmokraten mit der SOL Spoodies transportieren soll. Er erfährt auch, dass der Raumtang nicht zum Feld gehört, sondern von einem Wesen namens Seth-Apophis geschickt worden ist. Mit Hilfe der Spoodies werden die Solaner den Raumtang bezwingen.

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Lumpazie
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Duell um den Frieden

von Peter Terrid

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Handlung:

Die Regierung der Walgonier versucht, die Nachricht der Landung der solanischen Schiffe zurückzuhalten. Der Emulator Ziir-Tinc sucht mit seiner Assistentin Irra-Con sein geheimes Hauptquartier auf. Von dort aus kann er die Informationen der walgonischen Flottenzentrale anzapfen und die gelandeten Schiffe beobachten.

Atlan, Tyari und Insider brechen mit einer Space-Jet aus dem belagerten Kreuzer aus. Nachdem sie die Vernichtung ihres Schiffes vorgetäuscht haben, macht sich das Trio auf den Weg in die Stadt, um den Emulator zu finden. Der durchschaut das Täuschungsmanöver und lässt seine Anhänger nach den Solanern suchen. Mit Hilfe von Tyaris telepathischen Fähigkeiten findet Atlans Gruppe schnell einen vertrauenswürdigen Walgonier, der sie zum Emulator bringen soll. Auf der Fahrt zum Emulator hat Atlan eine weitere Vision:

Als Orakel von Krandhor ist Atlan mit einem ganzen Schwarm von Spoodies verbunden. Mit seinen gesteigerten Fähigkeiten berät Atlan die Herzöge von Krandhor, die den Großteil der Galaxie Vayquost, zu der auch der Sektor Varnhagher-Ghynnst gehört, beherrschen. Das Herzogtum von Krandhor liegt zwischen den Mächtigkeitsballungen von ES und Seth-Apophis und ist somit durch die negative Superintelligenz bedroht.

Im Wasserpalast auf Kran liegend, wird der Arkonide von den Orakel-Dienern (ehemaligen Solanern) betreut, während die SOL als Spoodie-Schiff zwischen Varnhagher-Ghynnst und Kran pendelt. Atlan ist geistig direkt mit dem positronischen Netzwerk des Herzogtums verbunden. In diesem Netzwerk fallen dem Orakel mehrere scheinbar unabhängige Informationen auf: Auf dem Planeten Berghandor sind chirurgische Spezialwerkzeuge bestellt worden. Der schwerreiche Reeder Thana Kolz, ein Pandhare, hat den Neubau eines besonders großen Schiffes angeordnet. Der Kraftschyte Oppoldhan versucht in letzter Zeit, den Orakel-Dienern pseudoreligiöse Traktate anzudrehen.

Atlan lässt das Schiff des Reeders überwachen und schickt seinen besonders vertrauten Orakel-Diener Alparslan Ordobon als Beobachter zu einem Vortrag Oppoldhans. Ordobon berichtet danach von einer harmlosen Show, die keinen Eindruck auf die Orakel-Diener gemacht hat.

Erst durch das Sammeln weiterer Informationen durchschaut Atlan den Plan des Reeders. Dieser hat Ernteroboter zu Spoodie-Kopien umbauen lassen und nutzt Oppoldhans Vorträge, um Orakel-Diener zu überfallen und ihre Spoodies durch die Maschinen zu ersetzen. Die Kopien injizieren eine Droge, die unterdrückte Aggressionen freisetzt. Im Fall der Diener führt dies zu Hass gegen Atlan, den sie für ihr ungewolltes Leben auf einem Planeten verantwortlich machen. Bevor Atlan komplette Gegenmaßnahmen einleiten kann, kappen die betroffenen Orakel-Diener bereits seine Kommunikationsverbindungen.

Zugleich setzt Thana Kolz mit seinem Schiff und einer Söldnerarmee an Bord zur Landung an. Atlan riskiert es, sein Bewusstsein in die Positronik zu schicken. Über eine Hyperfunkverbindung gelangt er auf die SOL und kann SENECA Anweisungen geben. Als die Söldner den Kampf gegen die SOL aufnehmen, erkennen die beeinflussten Orakel-Diener diese als Feinde ihres geliebten Schiffes und schlagen sich wieder auf die richtige Seite. Thana Kolz wird bei der Zerstörung seines Schiffes getötet.

Der walgonische Herrschaftsrat glaubt, außerhalb der Schockfront die alten Verhältnisse vorzufinden. Lediglich Ratsmitglied Reen-Gor plädiert für eine Erkundung des Raumes außerhalb der Schockfront und meldet sich für die Mission. Gegen seinen Willen lässt der Rat sein rechtes Gehirn chirurgisch von allen Sinneseindrücken isolieren, so dass Reen-Gor völlig gefühllos und immun gegen die Konstellation der beiden Sonnen ist.


Bei Ziir-Tinc angekommen, erfährt Atlan, dass dieser von der Emulator-Quelle über die bevorstehende Ankunft der Solaner informiert worden ist. Gemeinsam wartet man auf die Stunde der Großen Magischen Synopse. Als Geheimhaltung keine Rolle mehr spielt, nimmt Atlan Kontakt zur MJAILAM auf. Daug-Enn-Daug informiert ihn über eine Botschaft der Lichtquelle: Wenn es den Solanern gelingt, die positiven Kräfte in der Namenlosen Zone zu stärken, will sie den Plan der Zyrtonier verraten. Atlan sieht dies als Aufforderung, bei den Walgoniern um jeden Preis Erfolg zu haben. Als erste Maßnahme fordert er die Vulnurer-Schiffe auf, in das Walgon-System einzufliegen.

Reen-Gor verlässt mit einem Raumjäger das Walgon-System, gerade als die Schiffe der Vulnurer Fahrt aufnehmen. Sein Schiff wird mit einem Traktorstrahl aufgenommen.

Als die Große Magische Synopse eintritt, entfaltet sie auf Walgon II ihre volle Wirkung. Die Regierungsgewalt bricht zusammen, als große Teile der Flotte und zahlreiche Tabujäger zu den Paudencern überlaufen. Auf Walgon I jedoch klammert sich der Herrschaftsrat an seine Macht.

Ziir-Tinc informiert Atlan über eine uralte Transmitterverbindung zu Walgon I. Mit einem Einsatztrupp nutzt Atlan das Gerät und findet sich im Keller des Herrschaftspalastes wieder. Mit seinem Trupp und befreiten Gefangenen überwältigt er den Herrschaftsrat bis auf drei Mitglieder, die mit einem kleinen Schiff entkommen können. Ein Teil der Flotte ist ihnen noch loyal, so dass ein Bürgerkrieg droht.

Reen-Gor entscheidet aus reiner Logik, dass der Herrschaftsrat keine Chance mehr hat. Um den Bürgerkrieg zu verhindern, flieht er mit seinem Jäger von dem Vulnurer-Schiff, nimmt die letzten freien Mitglieder des Rates an Bord und tötet sie und sich selbst, indem er in das Minenfeld vor der Öffnung in der Schockfront fliegt.

Mit dem Sieg der positiven Kräfte löst sich die Schockfront auf. Ziir-Tinc ist von nun an ein normaler Walgonier. Daug-Enn-Daug erhält die versprochenen Informationen von der Lichtquelle: Vor mehreren zehntausend Jahren gab es nur das Volk der Vulnurer. Als eine ehrgeizige Führung an die Macht gekommen ist, hat man versucht, eine neue Rasse zu züchten. Ein misslungener Versuch sind die Zyrvulner. Der gelungene Versuch waren die Zyrtonier. Eigentlich als Helfer der Vulnurer gedacht, haben sie die Macht übernommen. In dieser Zeit sind die Vulnurer und die Zyrtonier in die Namenlose Zone versetzt worden. Dort haben die Zyrtonier aber schnell gelernt, die Schockfronten zu manipulieren, was ihnen die Macht über alle Völker in der Namenlosen Zone gegeben hat.

Vulnurische Wissenschaftler haben einen Gegenplan entwickelt. Von ihnen stammen die Lichtquelle und die Emulatoren. Verfolgt von den Zyrtoniern, hat die Lichtquelle das Restvolk der Vulnurer mit der GESTERN, der HEUTE und der MORGEN in den freien Raum in Sicherheit gebracht.

Mit diesen Informationen und Daten der Walgonier macht man eine Zone namens Tabuland in der Namenlosen Zone ausfindig, in der sich die Zyrtonier verbergen. Atlans Flotte bricht auf der Stelle auf.

Vier Mitglieder des zyrtonischen Rates – Objount, Merzzen, Ul-Horz und Katzulla – beobachten den vergeblichen Versuch von Atlans Flotte, in das Tabuland einzufliegen. Die Schiffe werden am großen Wall verstreut.

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Danke fürs Einstellen, Lumpazie! Kurz vor Zyklusende wird noch ein neues Volk eingeführt, die Walgonier! Ein Volk auf zwei Planeten, die um zwei Sonnen kreisen, alles ist irgendwie doppelt, wie auch das Titelbild zeigt. Ich habe vor, den Doppelroman von Peter Terrid A 670/671 "Das Sonnen-Tabu"/"Duell um den Frieden" jetzt am Wochenende fertig zu lesen. Ich bin mal sehr gespannt, wie sich nun das Zyklusende anbahnt. Eine besondere Rolle werden die Emulatoren spielen, das ist klar. Und Atlan hat diese Visionen, die über das Zyklusende hinausweisen.
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Grauer Lord
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Band 760, Das Sonnentabu: Ein Roman, dessen erste Hälfte ich nur überflogen habe. So kurz vor dem Ende des Zyklus hat mich das x-te Volk mit seinem Emulator und den üblichen Intrigenspielen um Machthaber und Widerstand hinter einer Schockfront nicht mehr so richtig interessiert. Ist vielleicht ungerecht dem Autor Peter Terrid gegenüber, der ja durchaus das ein oder andere nette Detail um die Welt der Walgonier eingebaut hat, etwa die Sache mit den abgelaufenen Schuhen. Alles in allem empfinde ich die meisten geschilderten verbannten Völker auch als so harmlos, dass es mir schwer fällt, hier einen Grund in der Vergangenheit zu konstruieren, der die Selbstheilungskräfte des Kosmos zur Abkapselung der betreffenden Systeme gebracht hat.

Interessanter ist die zweite Hälfte des Heftes, in der die vereinten Kräfte von BRISBEE-Kindern und Futurboje dafür sorgen, dass mit den drei Vulurerschiffen, der MJAILAM und der FARTULOON eine beachtliche Streitmacht in der Namenlosen Zone landet. Wieder schlägt uns eine Vision Atlans in ihren Bann, in der er die Ankunft der SOL im Raumsektor Varnhagher-Ghynnst miterlebt. Die Spoodie-Wolke, die Erwähnung von Seth-Apophis als Gegenspieler und Absender des Raumtangs, der geheimnisvolle, aus Spoodies zusammengesetzte „Fischer“ - alles das leitet überzeugend zu den entsprechenden Anschluss-Bänden der Mutterserie über. Besonders gut gefallen hat mir dabei die Schilderung des siechen Breckcrown Hayes, den Atlan mit historischen Vorbildern wie Polarforscher Walter Scott vergleicht. Die ganzen historischen Rückblicke an dieser Stelle haben mir gefallen, betten die SOL-Abenteuer logisch in die Gesamthistorie des Arkoniden ein, verbunden mit der Frage: Kann das schon alles gewesen sein? Ist der Spoodie-Auftrag die SOL wirklich das Ziel, oder nur ein neuer Anfang? In Band 775 wissen wir mehr, bis dahin bleibt die Frage: Von wem kommen die Visionen - und wie wird die Situation in der Namenlosen Zone aufgelöst?
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Yman
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Lumpazie hat geschrieben:Im Jahr 1984 erschien der Band 670 der Atlan-Serie:

Das Sonnen-Tabu

von Peter Terrid

Handlung:


Grauer Lord hat geschrieben:Band 760, Das Sonnentabu: Ein Roman, dessen erste Hälfte ich nur überflogen habe. So kurz vor dem Ende des Zyklus hat mich das x-te Volk mit seinem Emulator und den üblichen Intrigenspielen um Machthaber und Widerstand hinter einer Schockfront nicht mehr so richtig interessiert. Ist vielleicht ungerecht dem Autor Peter Terrid gegenüber, der ja durchaus das ein oder andere nette Detail um die Welt der Walgonier eingebaut hat, etwa die Sache mit den abgelaufenen Schuhen.

Noch besser gefiel mir das mit dem Verwaltungsgebäude, in dem auch dann noch überall das Licht an ist, um Arbeit vorzutäuschen, nachdem die Beamten schon lange nach Hause gegangen sind.

Mir hat dieser Teil zwar noch einigermaßen gefallen, aber er war weit weniger spannend, als am Anfang erwartet. Es gab nicht einen einzigen Kampf, nur ein wenig Flucht und Verfolgung.

Grauer Lord hat geschrieben:Alles in allem empfinde ich die meisten geschilderten verbannten Völker auch als so harmlos, dass es mir schwer fällt, hier einen Grund in der Vergangenheit zu konstruieren, der die Selbstheilungskräfte des Kosmos zur Abkapselung der betreffenden Systeme gebracht hat.

Ja, das ist doch wenig nachzuvollziehen. Zwar mal eine interessante Idee, aber nicht schlüssig umgesetzt. Die Walgonier waren nichts Besonderes, aber vielleicht wurden sie in die Namenlose Zone verbannt, weil ihr Imperium so groß war und ihre Grausamkeiten deshalb auf einer kosmischen Skala ins Gewicht fielen bzw. wahrgenommen wurden.

Man darf auch nicht vergessen, dass in diesem Sektor des Universums diverse Galaxien diese besonderen Bewusstseine entwickeln, speziell Tyar und Prezzar, zwar keine Superintelligenzen im eigentlichen Sinn, aber Bewusstseine von Galaxien. Das kann auch mit der Selbstheilung anderer Galaxien von negativen Völkern zu tun haben.

Grauer Lord hat geschrieben:Interessanter ist die zweite Hälfte des Heftes, in der die vereinten Kräfte von BRISBEE-Kindern und Futurboje dafür sorgen, dass mit den drei Vulurerschiffen, der MJAILAM und der FARTULOON eine beachtliche Streitmacht in der Namenlosen Zone landet. Wieder schlägt uns eine Vision Atlans in ihren Bann, in der er die Ankunft der SOL im Raumsektor Varnhagher-Ghynnst miterlebt. Die Spoodie-Wolke, die Erwähnung von Seth-Apophis als Gegenspieler und Absender des Raumtangs, der geheimnisvolle, aus Spoodies zusammengesetzte „Fischer“ - alles das leitet überzeugend zu den entsprechenden Anschluss-Bänden der Mutterserie über.


Diese Vision fand ich auch sehr interessant. Man spürt hier wirklich den Hauch des Kosmischen. Die Kinder wurden also vor allem gebraucht, um die Schiffe der Vulnurer in die NZ zu holen. Darüber hatten wir ja mal gerätselt.

Bei den Visionen frage ich mich, ob hier vielleicht einige Romane, die dann doch nicht mehr geschrieben wurden, in Kurzform, in Form von Visionen, in die noch verbliebenen Romane eingebaut wurden.

Grauer Lord hat geschrieben:Besonders gut gefallen hat mir dabei die Schilderung des siechen Breckcrown Hayes, den Atlan mit historischen Vorbildern wie Polarforscher Walter Scott vergleicht. Die ganzen historischen Rückblicke an dieser Stelle haben mir gefallen, betten die SOL-Abenteuer logisch in die Gesamthistorie des Arkoniden ein, verbunden mit der Frage: Kann das schon alles gewesen sein? Ist der Spoodie-Auftrag die SOL wirklich das Ziel, oder nur ein neuer Anfang? In Band 775 wissen wir mehr, bis dahin bleibt die Frage: Von wem kommen die Visionen - und wie wird die Situation in der Namenlosen Zone aufgelöst?


Es bleibt spannend. Und man spürt, etwas ganz Großes der Serie geht zu Ende bzw. die SOL steht vor der Rückkehr in die Hauptserie. Mal sehen, ob ich das lesen werde. Wahrscheinlich wird mir das zu viel. Da ich diese Woche ein besonders großes Leseprogramm vor mir hatte/habe, weiß ich auch nicht, wann ich den zweiten Teil fertig gelesen haben werde.
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Yman
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Lumpazie hat geschrieben:Im Jahr 1984 erschien der Band 671 der Atlan-Serie:

Duell um den Frieden

von Peter Terrid


Die Fortsetzung der Handlung um die Walgonier war leider etwas lahm. Das Volk dieser Doppelwesen an sich fand ich sehr interessant, aber Terrid beschreibt den Doppelplaneten so uncharakteristisch, dass man sich die Handlung auch in irgendwelchen Stadtteilen von Köln vorstellen kann.

Die Doppelwesen werden gegebenenfalls einer Art Lobotomie unterzogen, auch das war interessant, aber hier steht sich die Konzeption des Doppelbandes im Weg: Anstatt die Gesellschaft der Walgonier und das Schicksal der Figuren ausführlicher darzustellen, wird die Handlung im System der Walgonier auf einer langen Strecke unterbrochen durch eine Vision Atlans, in der er als Orakel von Krandhor im Wasserpalast liegend in höchste Gefahr gerät.

Dieser Teil mit Atlan als Orakel war sehr viel spannender, aber es ist einfach blöd, dass diese Visionen ständig die normale Handlung unterbrechen. Mir wäre eine saubere Trennung lieber gewesen, ein Roman für die Walgonier, schluss, fertig, dann die Visionen gesammelt in einem eigenen Roman.

Bei den Walgoniern fiel mir noch auf, dass diese Raumjäger mit Überlichtantrieb haben. Normalerweise denke ich bei Raumjägern nicht an so etwas, aber auch Ligthning Jets sind wohl überlichtschnell und sogar in Star Wars hat es das wohl auch schon gegeben. Im Grund waren die Walgonier, so interessant sie waren bzw. hätten sein können, überflüssig. Sie werden wohl keine Rolle mehr spielen, auch nicht als Verbündete, denn dafür sind sie trotz aller technischen Entwicklung, letztlich zu schwach.

Seltsam, dass die Zyrtonier nicht eingegriffen und alles nur beobachtet haben. Sie wissen, was auf sie zukommt und haben vielleicht noch etwas in der Hinterhand.

Die Erkenntnisse über die Geschichte der Vulnurer fallen dann plötzlich Atlan einfach so in den Schoß: Man weiß jetzt eigentlich alles über die Vulnurer und die Zyrtonier, und es gibt keinen Grund, warum die Lichtquelle nicht von Anfang damit herausgerückt ist. Im Gegensatz zum Expokraten hat die Lichtquelle wenig Gründe, diese Informationen zurückzuhalten.

Es fehlen noch die drei Bände 672-674. Das Ende des Zyklus zeichnet sich ab, und es sieht so aus, als ob das Finale der Kampf gegen die Zyrtonier sein wird. Es ist noch zu früh für das Fazit, aber ich habe das Gefühl, dass der Zyklus nicht wie ursprünglich geplant zu Ende geht. Ich hatte mir das so vorgestellt, dass die SOL ihr Ziel, die Koordinaten der Kosmokraten erreicht, und das dieses Erreichen des Ziels noch mal in einige spannende Romane mündet und nicht bloß in ein paar Visionen abgehandelt wird.
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Grauer Lord
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In der Tat: warum die Walgonier so kurz vor Toresschluss noch so viel Raum eingeräumt bekamen, bleibt mir auch rätselhaft. Das ganze Volk als solches bleibt blass und wenig faszinierend, da hat die Handlung in der Namenlosen Zone schon Interessanteres geboten. Die Wirkung der Vulnurer auf die Schockfronten und die anschließende Erklärung der Genese der Zyrtonier lassen aber erkennen, wohin die drei noch folgenden Romane steuern werden.

Warum die Lichtquelle ihre vielen Geheimnisse nicht vorher gelüftet hat? Dieses Spannungselement könnte man bei so gut wie jedem Atlan oder Perry Rhodan-Zyklus hinterfragen; es ist eben das Hineinwirken der Expokraten in unser fiktives Universum, um einen Zyklus geheimnisvoll ausrollen und langsam erzählen zu können. Die Weltraumzecken als außer Kontrolle geratene Dienstboten, Kämpfer etc. der Ur-Vulnurer, das ist auch schon damals, im Lese-Jahr 1984, an gedanklicher Flachheit und Phantasielosigkeit nicht zu überbieten gewesen. Warum sie nach der Versetzung in die Zone lernten, die Schockfronten zu beherrschen und wie sie auf den größenwahnsinnigen Plan kamen, irgendwann einmal quasi aus dem Hinterhalt „das Universum“ zu überfallen, all das bleibt vage bis skizzenhaft. Und ist im Grunde auch egal, ein Bösewicht vom Reißbrett musste wohl her. Immerhin ist jetzt klar, dass die ersten Emulatoren der Vulnurer in der Lichtquelle aufgingen, die als Langzeitprojekt die drei generationenschiffe sowie die Futurboje im Normalraum absetzte und seitdem darauf wartet, sich mit positiven Kräften verbünden zu können.

Es ist noch zu früh, für die Schlussbemerkung, aber die ganze Schilderung der ursprünglich so faszinierenden Namenlosen Zone (ich denke an den Spinar, Leitgeist, die Grenzwächter, den Dryll und und und) bis zum Stand jetzt könnte man als geplante Entzauberung eines Mythos bezeichnen. Vom phantastisch-geheimnisvollen Raum, der voller Rätsel zu stecken schien, ist nur noch ein technokratisches Abwickeln der Zeckenplage geblieben. Schade, aber aus einigen Dokumenten, Leserbrief-Antworten und anderen Veröffentlichungen wissen wir ja, dass 674 nicht das Ende sein sollte.

Die Vision auf Kran gefiel mir allerdings gut, die Szene mit dem in der Esse geschmiedeten, rotglühend Schwert bringt symbolisch gut rüber, dass die Kosmokraten Atlan noch weiter einzusetzen gedenken. Außerhalb des eher unwürdigen, „liegenden“ Jobs unter der Spoodie-Wolke. Eine ungeheuerliche Gefahr lauert irgendwo da draußen, die alles bisher Geschehene als eine Art Trainingslauf erscheinen lassen wird. Auch die Terminologie leitet gut zum Kosmische Hänse-Zyklus über, und mit Seth-Apophis hatte der Arkonide ja schon indirekt zu tun - mit den abgetrennten und gespiegelten Bewusstseinen, die sich HIDDEN-X nannten.

Ah ja, das Titelbild ist das erste aus einer ganzen Serie von Standard-Sciene-Fiction-Grafiken, die jetzt uns noch eine ganze Weile begleiten werden.
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Lumpazie
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Im Jahr 1984 erschien der Band 672 der Atlan-Serie:

Der heilige Vulkan

von Hans Kneifel

Bild

Innenillustration

Bild

Handlung:

Die Zyrtonier haben Hemmungen, die Schiffe der Vulnurer direkt anzugreifen. Zugleich müssen die Schockfronten wieder stabilisiert werden. Der Rat der Pagen beauftragt Katzulla, mit dem LUNGAR TRON zu starten und sich darum zu kümmern. Das Schiff fliegt in das MO-4-System, wo es seine Tätigkeit aufnimmt. Dazu landet es auf der bewohnten Welt Forsbot, was den Widerstand der Forsboter hervorruft und ihre alten Aggressionen weckt. An vorderster Front sind die Forsboter Ticco und Lloryee dabei.

Atlans Schiffsverband hat sich wieder gesammelt. Da sich die Schockfront um das MO-4-System schließt, kann nur die Futurboje in das System eindringen. Atlan, Ticker, Insider und Tyari wechseln auf das Schiff, das von den Solanern Inana Deercraft und Shind Cautzer geflogen wird. Die Futurboje fliegt Forsbot an, wo sie schnell das LUNGAR TRON entdeckt.

Bei dem Anflug hat Atlan wieder eine Vision. Diesmal nimmt er abstrakte Bilder wahr, durch die er erfährt, dass Chybrain die Visionen geschickt hat und ein Gefangener der Zyrtonier ist. Seine eigene Lage muss Chybrain in abstrakten Bildern verstecken, damit die Zyrtonier seinen Hilferuf nicht bemerken.

Die Forsboter greifen zunächst mit primitiven Mitteln das LUNGAR TRON an. Als sie moderne Bomben einsetzen, die aus alten Arsenalen herbeigeschafft worden sind, sind die Zyrtonier dementsprechend überrascht. Die Solaner nehmen Kontakt mit den Forsbotern um Ticco auf und sichern ihnen ihre Unterstützung zu. Aktiv helfen sie mit, einen Wasserkanal zum LUNGAR TRON auszuheben, um das Schiff der Zyrtonier zu unterspülen.

Die LUNGARETTEN des LUNGAR TRON gehen zum Angriff über. Eine wird beim Angriff des Verbandes außerhalb des Systems abgeschossen. Als zwei LUNGARETTEN die Futurboje anziehen, gehen Atlan, Tyari und Insider von Bord und bleiben bei den Forsbotern, damit das Schiff sich zurückziehen kann.

Damit beginnt die Entscheidungsschlacht. Während die Forsboter mit Geschützen auf das LUNGAR TRON feuern, versuchen die Schiffe der Vulnurer und Solaner, in das System einzudringen. Katzulla befiehlt die Gefangennahme von Atlan, Tyari und Insider. Durch die Nähe der Vulnurer wird er jedoch wankelmütig und schaltet den TRON-Projektor ab. Dadurch können die Vulnurer und die Solaner in das System eindringen. Katzulla wird von seinen eigenen Leuten verhaftet.

Atlan, Tyari und Insider werden eingefangen und in einen Hangar des LUNGAR TRONS gebracht, wo sich auch Katzulla aufhält. Als das schwer angeschlagene Schiff startet, können Bjo Breiskoll und Atiq-Than mit einer Space-Jet in dem Hangar landen und die Gefangenen inklusive Katzulla befreien. Die Solaner lassen das LUNGAR TRON entkommen. Drei weitere LUNGARETTEN werden vernichtet. Die LUNGARETTE V stürzt auf Forsbot ab und wird von den Solanern geborgen.

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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Yman
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Lumpazie hat geschrieben:Im Jahr 1984 erschien der Band 672 der Atlan-Serie:

Der heilige Vulkan

von Hans Kneifel



Grauer Lord hat geschrieben:Ah ja, das Titelbild ist das erste aus einer ganzen Serie von Standard-Sciene-Fiction-Grafiken, die jetzt uns noch eine ganze Weile begleiten werden.

Einige davon sind gar nicht mal schlecht. Das Titelbild von A 672 gefällt mir ganz gut, die Innenillustration ebenfalls.

Grauer Lord hat geschrieben:Es ist noch zu früh, für die Schlussbemerkung, aber die ganze Schilderung der ursprünglich so faszinierenden Namenlosen Zone (ich denke an den Spinar, Leitgeist, die Grenzwächter, den Dryll und und und) bis zum Stand jetzt könnte man als geplante Entzauberung eines Mythos bezeichnen. Vom phantastisch-geheimnisvollen Raum, der voller Rätsel zu stecken schien, ist nur noch ein technokratisches Abwickeln der Zeckenplage geblieben. Schade, aber aus einigen Dokumenten, Leserbrief-Antworten und anderen Veröffentlichungen wissen wir ja, dass 674 nicht das Ende sein sollte.


Ja, das ist wirklich schade. Auf der einen Seite erfährt man recht wenig über die Entstehung der Technologie und Pläne der Zyrtonier, die Beherrschung der NZ ist ja keine Kleinigkeit, auf der anderen Seite wird die Namenlose Zone auch ohne dass man Details erfährt, fast völlig entzaubert. Beinahe menschliche Weltraumzecken als verselbständigtes Dienervolk, das ist schon wie beim Zauberer von Oz der Blick hinter die Kulissen.

Überraschend wird aber noch mal ein beachtliches Stück Großtechnologie aufgefahren, mit einer wirklich sehr guten Risszeichnung eingeführt, das LUNGAR TRON mit seinen fünf LUNGARETTEN. Die RZ ist wirklich beeindruckend, wenn man sie hochkant hält. Diese Raumstation ist in der Lage, Schockfronten zu erzeugen und zu reparieren (also Sonnensysteme nahezu undurchdringlich einzuhüllen), landet aber auf einem Planeten, ausgerechnet in der Nähe eines gefährlichen Vulkans.

Gut, mit Katzulla haben die Zyrtonier genau den falschen Pagen zum Kommandanten gemacht, die positive Wirkung der Vulnurer tut noch ein übriges, aber trotzdem war es schon etwas kläglich, wie leicht das LUNGAR TRON und die LUNGARETTEN besiegt werden konnten. Ein im Grunde wiederum fast unnötig eingeführtes neues Völkchen, die Forsboter, spielen ein Rolle, vor allem zur Unterhaltung des Lesers. Ähnliche Situationen, drei Parteien auf einem Planeten, Solaner, Einheimische und Feinde der Solaner hatten wir ja schon einige Male.

Die Kampfsituationen, das Umfeld, das Wetter usw. werden von Kneifel routiniert beschrieben, nur am Ende entsteht eine gewisse Konfusion: Die auf S.55 bereits vernichtete LUNGARETTE V liegt auf S. 64 dem Planeten und wird abgeschleppt. War sie jetzt vernichtet oder nicht? Vielleicht auch nur ein Fehler in der Nummerierung. V statt IV.

Diese besonderen Raumschiffe und Raumstationen der Atlan-Serie gefallen mir schon sehr gut, der Faszinationsfaktor beim Betrachten der Risszeichnungen ist immer sehr hoch, aber manchmal, wie in diesem Roman, verschwinden diese Objekte doch sehr schnell und wenig spektakulär aus der Handlung, noch bevor man sie überhaupt richtig kennen gelernt hat.

Zum Thema Raumschiffe fällt mir noch eine Szene aus dem letzten Roman ein: Da stellt Atlan eine Space-Jet hochkant und jagt damit über die Straße des Planeten. So etwas, im Kino immer sehr spektakulär, so etwas, hätte eine hervorragende Innenillustration oder ein Titelbild abgegeben. In diesem Roman wäre es Breiskolls Aktion gewesen, wie er Atlan, Tyari und Insider mit einer Space-Jet befreit.

Es bleiben jetzt nur noch zwei Romane. Chybrain, der sich mit seinen Visions-Hilferufen gemeldet hat, muss ja wohl noch befreit werden. Allzu schwer dürfte das jetzt nicht mehr werden. Ich bin trotzdem mal neugierig, wie das im Detail aussieht, wie der Zyklus (und eine dreieinhalb Jahre lange Lesereise) zu Ende geht.
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Grauer Lord
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„Der heilige Vulkan“ ist ein atmosphärisch dichter Roman von Hans Kneifel. Er schildert sozusagen das letzte Aufgebot der Zyrtonier, die mit dem mächtigen LUNGARTRON ein 3,6 Kilometer langes Raumschiff mit fünf angedockten Beibooten ins System der Forsboter schicken. Denn die Schockfront um das System der kleinwüchsigen Humanoiden ist im Zerfall begriffen, was Kneifel in anschaulichen Bildern von Rissen, Löchern und Strudeln in der unsichtbaren Umhüllung des MO-Systems schildert. Aus welcher Form von Energie die Schockfronten eigentlich bestehen, bleibt weiterhin genauso im Dunkeln, wie das Funktionieren der Hyperparaprojektoren im LUNGARTRON nicht näher erklärt wird. Die RZ im Innenteil gehört auf jeden Fall zu den besten der Serie.

Anschaulich schildert Historien-Experte Kneifel den tapferen Kampf der Forsboter gegen das riesige Raumschiff der Zyrtonier; warum 666-Page Katzulla es nun ausgerechnet neben den riesigen „heiligen“ Vulkan abgestellt hat und ob der absichtlich überschwemmte Boden sowie uralte Bömbchen aus der kriegerischen Vergangenheit dieses Volkes den mächtigen Raumer wirklich ins Wanken bringen könnten? Das David-gegen-Goliath-Szenario las sich jedenfalls ansprechend, auch wenn der Kampf gegen die fünf LUNGARETTEN so wirr geschildert wurde, dass ich am Ende nicht mehr genau wusste, was eigentlich los ist. In jedem Fall taumelt das schwer beschädigte LUNGAR (also der untere Teil?) Richtung Weltraum, eine LUNGARETTE ist auf dem Weg ins Zyrton-System.

Fazit: Durch den mentalen Kontakt mit den Vulnurern verliert Katzulla seine ganze Destruktivität und alles „Böse“ fällt von ihm ab. Die Schockfront erlischt in dem Moment, in dem er den stabilisierenden Energiestrahl abstellt. Chybrain scheint in seinem Gefängnis im System der Zyrtonier kurz vor dem Tod zu stehen, was er Atlan durch kryptische Botschaften klar macht. Ob er auch für die Zukunftsvisionen der letzten Wochen verantwortlich ist, wird meiner Meinung nach aber nicht ausgedrückt.
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Yman
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Grauer Lord hat geschrieben:Aus welcher Form von Energie die Schockfronten eigentlich bestehen, bleibt weiterhin genauso im Dunkeln, wie das Funktionieren der Hyperparaprojektoren im LUNGARTRON nicht näher erklärt wird. Die RZ im Innenteil gehört auf jeden Fall zu den besten der Serie.

Ich bin aber mal gespannt, was noch alles an Risszeichnungen kommt. Anders als bei Perry Rhodan sieht man in der Atlan-Serie zum Glück nicht so viele Kugelraumschiffe. Atlan ist da sehr viel phantasievoller und abwechslungsreicher als die parallel laufende Mutterserie. Wissenschaft und Technik werden allerdings nur wenig erklärt. Da bleibt vieles einfach phantastisch.
Grauer Lord hat geschrieben:Chybrain scheint in seinem Gefängnis im System der Zyrtonier kurz vor dem Tod zu stehen, was er Atlan durch kryptische Botschaften klar macht. Ob er auch für die Zukunftsvisionen der letzten Wochen verantwortlich ist, wird meiner Meinung nach aber nicht ausgedrückt.

Ja, das denke ich auch nicht. Ich sehe nicht, wie Chybrain dafür verantwortlich sein sollte, in die Zukunft zu sehen. Vielleicht wird das noch erklärt, woher die Visionen kommen.
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Grauer Lord
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Hallo zusammen! Wird der „aktuelle“ Roman noch eingestellt? Gestern war der Server ja wohl für Stunden down. Wenn @Lumpazie in Urlaub ist, könnte ich meine Kritik ja einfach so einstellen. Grüße aus der schönsten Stadt am Rhein.
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Yman
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Okay, wenn Lumpazie im Urlaub ist, versuche ich das mal vertretungsweise zu übernehmen.
Ich hoffe, er hat gutes Wetter. Nicht zu heiß, keine Unwetter!

Im August 1984 erschien Band 673 der Atlan-Serie:

Der Bio-Plan


von Falk-Ingo Klee
Bild


Handlung:

Am 21. September 3808 haben die Solaner die LUNGARETTE IV bemannt und sind damit von Forsbot gestartet. Das Schiff wird für einen eventuellen Vorstoß in das Zyrton-System instand gesetzt. Hage Nockemann, Blödel, Borallu, Katzulla und Daug-Enn-Daug vergleichen Gewebeproben von dem vulnurischen Mikrobiologen Tras-Rivil mit Proben von Katzulla, Borallu und Daug. Währenddessen hat sich 4-Page Objount mit seinem Roboter Hool auf der LUNGARETTE versteckt. Er schickt Hool aus, um den Verräter Katzulla zu töten.

Nach einem ersten Versuch Hools werden die Wissenschaftler stark bewacht. Hool ist jedoch nicht aufzuspüren, da er sich fast perfekt tarnen kann. Derweil will Objount die Steuerzentrale mit Sprengladungen ausschalten und das Schiff mit einem Kernbrand zerstören. Durch Zufall ist gerade die Sauerstoffversorgung komplett ausgefallen, so dass seine Sprengladungen nicht zünden. Atlan lässt kurzerhand das ganze Schiff mit einer reinen Stickstoff-Atmosphäre fluten und die Ausrüstungsdepots bewachen, in denen Objount sich mit frischem Sauerstoff versorgen könnte.

Bei den biologischen Untersuchungen verrät Katzulla, dass eine energetische Schwingung in den Genen der Zyrtonier dafür verantwortlich ist, dass sie selbst die Schockfront um das Zyrton-System durchdringen können. Über Nacht entdeckt Blödel, dass den Zyrtoniern das Hormon Cyklotropin fehlt. Dieser Mangel wird als Nockemann-Syndrom bezeichnet und ist für die Aggressivität der Zyrtonier verantwortlich.

Hool wird schließlich bei einem weiteren Vorstoß von Kampfrobotern vernichtet. Objount schaltet die Kampfmaschinen vor einem Depot aus, verschweißt dabei jedoch unabsichtlich das Eingangsschott. Bevor er an Sauerstoffmangel stirbt, tötet er sich selbst.

Die Scientologen stellen große Mengen von Cyklotropin und ein Virus her, um die kommenden Zyrtonier genetisch zu verändern und dem Volk der Zyrtonier für immer die Aggressivität zu nehmen. Dazu entwickeln sie ein Mittel, um die energetische Schwingung der Zyrtonier zu imitieren. Das Team der Wissenschaftler sucht dreihundert freiwillige Vulnurer, die mit auf die LUNGARETTE IV kommen. Atlan bekommt von Nockemann den übrigen Stoff zur Überwindung der Schockfront überreicht, der für 22 Personen reicht.

Am 27. September 3808 startet die LUNGARETTE IV mit Nockemann, Blödel, Borallu, Katzulla, Daug-Enn-Daug, dreihundert Vulnurern und einhundert Robotern. Katzulla wird als Objount verkleidet. Im Zyrton-System funkt 13-Page Merzzen das Schiff an. Katzulla hält ihn hin, während als Trümmer getarnte Ladungen Cyklotropin und Miniaturfabriken zur Erzeugung des Virus in die Atmosphären von Zyrton und Munntson geschickt werden. Dabei erfahren die Scientologen, dass sich Chybrain inzwischen in der Hand des Null-Pagen befindet. Ein präpariertes Beiboot versorgt auch noch Persijigg, aber dann muss Katzulla auf Zyrton landen, um den Bluff aufrechtzuerhalten. Merzzen und 211-Page Ul-Horz durchschauen und töten ihn.

Als sie die Maskierung entdecken, starten Schiffe, um die LUNGARETTE IV abzuschießen. Nockemann lässt das Schiff zum Planeten Gautan fliegen. In 8,2 Millionen Kilometer Entfernung vom Planeten werden die letzten Beiboote und Satelliten gestartet, um auch Gautan mit Cyklotropin zu versorgen. Dann wird die LUNGARETTE IV vernichtet.

Blödel kommt als Torso zu Atlans Verband zurück und übergibt Nockemanns Aufzeichnungen der letzten Tage. Dann stellt er die Funktion ein. Mit der ersten Wirkung ist am 29. September 3808 zu rechnen. Die Zyrtonier drohen in einem Ultimatum mit Chybrains Tod, wenn die Solaner und die Vulnurer die Namenlose Zone nicht sofort verlassen.


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Grauer Lord
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Ok, dann bevor es wieder wärmer wird schnell meine Gedanken zum Roman:

Mit dem Bio-Plan geht geht der Namenlose Zone-Zyklus sang- und klanglos dem Ende entgegen. Dröge und uninspiriert spult Falk-Ingo Klee das letzte Abenteuer „seines“ Scientologen-Paars Nockemann und Blödel herunter. Eingeleitet durch einen ellenlangen Rückblick auf die vorigen Romane auf den ersten Seiten, gefolgt von ein paar Scientologen-Späßen, wissenschaftlichen Abhandlungen und der bahnbrechenden Entdeckung, dass den Zyrtoniern als Zuchtprodukt der alten Vulnurer ein bestimmtes Hormon verloren gegangen ist. Das Fehlen dieses sogenannten Cyklotropins macht die Zyrtonier ausnahmslos psychisch krank, ihre Taten und Pläne sind nichts als Folgen einer geistigen Störung..

Unterbrochen durch diverse, letztlich folgenlose Störmanöver und Attentatsversuche des an Bord der LUNGARETTE IV versteckten Pagen Objount gelingt die Synthese des Hormons. Hinter dem titelgebende Bio-Plan verbirgt sich die Idee, die Zyrtonier mit dem durch einen Virus in die Trinkwasserversorgung eingebrachte Hormon wieder „normal“ zu machen. Da jetzt alles ganz schnell gehen muss, gelingt es den beiden Scientologen auch, den im Körper des toten 4-Pagen verborgenen Code zu imitieren, der ein Durchdringen der Schockfront um das Zyrton-System möglich macht.

Über den Rest würde ich gerne den Mantel des Schweigens hüllen: Beim Versuch, die Zyrtonier-Welt Gautan zu „impfen“ wird die LUNGARETTE mit Daug, Katzulla, Borallu und 300 Vulnurern an Bord vernichtet. Ganz beiläufig wird dabei in ein paar Zeilen vom Tod Hage Nockemanns berichtet, der Blödel kurz vor der Explosion des Raumers noch eine Aufzeichnung mit seinen Eindrücken und Empfindungen der letzten Tage mitgibt. Blödel übersteht das Inferno als ramponierter Torso, überspielt Atlan Nockemanns Erbe und gibt dann den Geist auf. Nun bin ich kein besonderer Freund des Bakwers Wuschel, aber warum der fast unverwundbare Bewohner Blödels in diesem Roman und in diesem Zusammenhang nicht mehr erwähnt wurde, verstehe ich wirklich nicht.

Es gab also ein Großreinemachen unter den aktuellen Hauptpersonen, die Weichen für den Showdown mit dem Null-Pagen sind gestellt. Alles in allem hinterlässt der Roman aber einen lieblosen, schalen Eindruck. Wenn die Scientologen schon abtreten müssen, an die wir uns über gut zweieinhalb Jahre gewöhnt haben, hätte ich mir das schon etwas einfühlsamer und dramatischer vorgestellt.
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Lumpazie
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@ Yman - danke für´s Einstellen. Nein, ich bin nicht im Urlaub - war gestern bis kurz vor 13:00 Uhr noch am Probieren, aber das Forum funzte nicht. War dann bei dem schönen Wetter außer Haus (wer nicht :P ) und hatte es am Abend dann voll vergessen :o( Sorry, sorry, sorry :unsure:

Tjo und heute nach der Arbeit (muss noch bis 18:00 Uhr ackern), hätte ich es nachgeholt - aber Yman war schneller :st:
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Yman
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Lumpazie hat geschrieben:@ Yman - danke für´s Einstellen. Nein, ich bin nicht im Urlaub - war gestern bis kurz vor 13:00 Uhr noch am Probieren, aber das Forum funzte nicht. War dann bei dem schönen Wetter außer Haus (wer nicht :P ) und hatte es am Abend dann voll vergessen


Klar, kein Problem! In einigen Bundesländern haben ja jetzt schon die Schulferien begonnen, und da ich nicht in allen Bereichen des Forums unterwegs bin (wo sich Leute hin und wieder in den Urlaub verabschieden), hatte ich das mit dem Urlaub sofort für eine glaubwürdige Erklärung gehalten. Dass das Forum gestern nicht funzte (Administrator im Urlaub? :D) hatte ich auch nicht so richtig mitbekommen. War halt ein heißer Tag gestern.

Um auf einige Kritikpunkte des Grauen Lords einzugehen: Es gibt tatsächlich einen lang geratenen Rückblick auf den Zyklus, den man sich auch hätte sparen können, aber damals hatte man nicht die heutigen Gewohnheiten und Möglichkeiten, auf das Internet zuzugreifen, und in diesem Roman hat es mich nur wenig gestört.

Damit, dass Nockemann und Blödel auf ihre letzte Mission gehen und diese nicht überleben, hatte ich nicht gerechnet. Wofür die beiden standen, hat man in diesem Roman aber wieder deutlich gesehen, einerseits viel Geblödel, andererseits Problemlösungen über den Weg der Biologie und Chemie. Wie oft hat Blödel schnell mal etwas analysiert und synthetisiert. Den wissenschaftlichen Teil mit vielen Erklärungen fand ich auch sehr lang geraten, aber auch hier gilt, dass man damals nicht alles nötige Wissen so leicht verfügbar heute wie heute.

Andererseits bauen sich durch lange Erklärungen auf der Spannungsseite des Romans Defizite auf. Es gab zwar noch diesen 4-Pagen und seinen Roboter, die Verwirrung und Unruhe stifteten, aber das ging etwas unter. Trotzdem fand ich diesen Teil, den Kampf auf der MJAILAM und der LUNGARETTE IV (die V im letzten Roman war wohl nur ein Tippfehler) nicht schlecht.

Gegen Ende, der Bio-Plan, die eigentliche Mission des Teams Nockemann-Blödel, da fehlte tatsächlich das Drama, die Spannung, das wirkte tatsächlich ein wenig lieblos, aber da rächten sich wohl auch die lang geratenen erklärenden Teile des Romans. Es wirkt ein wenig, als hätte der Autor auf das Abgabedatum und den bereits geschriebenen Stapel Blätter geschaut. Da Falk-Ingo Klee noch lebt, könnte man ihn sogar fragen. :D

Insgesamt bin ich, trotz einiger berechtigter Kritik, mit dem Roman zufrieden. Es ist ein Heftroman, klassische Science-Fiction mit Raumschiffen, Robotern, Naturwissenschaft und Technik, mehr oder weniger auf dem Höhepunkt einer SF-Welle vor 35 Jahren in Deutschland erschienen. Nach heutigen Maßstäben will ich da gar nicht alles bemessen und manches lieber durch die Nostalgie-Brille etwas wohlwollender betrachten. Ich finde die Serie auch immer noch sehr unterhaltsam und freue mich auf die kommenden Romane.

Und es gibt jetzt sogar auch eine aktuelle Miniserie zum Raumschiff SOL (MISSION SOL, von der gerade Band 2 erschienen ist.) Lest ihr die auch?
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Lumpazie
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Yman hat geschrieben:Und es gibt jetzt sogar auch eine aktuelle Miniserie zum Raumschiff SOL (MISSION SOL, von der gerade Band 2 erschienen ist.) Lest ihr die auch?


Also ich nicht, aber ich lese die im MISSION SOL Forum mit :st:
Es is kein’ Ordnung mehr jetzt in die Stern’,
D’ Kometen müßten sonst verboten wer’n;
Ein Komet reist ohne Unterlaß
Um am Firmament und hat kein’ Paß;
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Lumpazie
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Im Jahr 1984 erschien der Band 674 der Atlan-Serie:

Das Ende der Macht

von Peter Griese

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Innenillustration

Bild

von Robert Straumann

Handlung:

Die Quelle der Jenseitsmaterie treibt resignierend durch die Namenlose Zone, als sie durch aufgefangene Gedankenfragmente vom Vorstoß der Scientologen erfährt. In der Quelle erwacht Termentier und fordert sie auf, sich in das Tabuland zu begeben.

Am 28. September 3808 wird Atlan nach dem Tod der Freiwilligen von der LUNGARETTE IV von Selbstzweifeln geplagt. Parzelle erscheint an Bord der Futurboje. Er verrät, was Termentier ist, und erwähnt, dass der Erste Zähler nur Gast auf der Basis des Ersten Zählers gewesen ist, die eigentlich immer die Basis der Lichtquelle gewesen ist. Die Lichtquelle schließt sich Atlans Schiffsverband an und ist bereit, an seiner Seite gegen die Zyrtonier unterzugehen.

Atlan wird dadurch aufgerüttelt und injiziert sich als erstes eine der 22 Dosen des Mittels Hage Nockemanns, das das Eindringen in das Zyrton-System ermöglichen soll. Tyari nimmt die zweite Ampulle und sucht zwanzig Freiwillige. Parzelle kann Atlan ohne das Mittel begleiten. Für den Vorstoß finden sich die Überlebenden des Atlan-Teams und sechs Vulnurer zusammen, darunter die Atiq-Drillinge. Der Arkonide lässt die Schiffe der Vulnurer und seine beiden Schiffe aus der Namenlosen Zone verschwinden. Die Futurboje täuscht ihre Vernichtung in dem Vulkan auf Forsbot vor, um dem Ultimatum der Zyrtonier Folge zu leisten.

Während der Wartezeit erzählt die Lichtquelle Atlan ihre Geschichte: Vor 50.000 Jahren haben vulnurische Wissenschaftler durch Genmanipulation das Volk der Zyrtonier erschaffen. Dieses hat sich gegen ihre Schöpfer gewandt. Eine Gruppe hat die Generationenschiffe, die Futurboje und die Lichtquelle erschaffen. Die Zyrtonier sind von den Hohen Mächten in die Namenlose Zone versetzt worden. Dort haben sie allerdings gelernt, die Schockfronten zu manipulieren, und beherrschen damit die Zone. In der entscheidenden Auseinandersetzung wird die Basis fehlen. Die Lichtquelle stellt Atlan vier Brocken Jenseitsmaterie zur Verfügung.

Die Futurboje dringt in das Zyrton-System ein. Null-Page redet erstmals direkt mit dem Rat der Pagen, um auf die Futurboje zu reagieren. Er glaubt, dass das Schiff unbemannt ist und so in das Zyrton-System hat eindringen können. Atlan spielt auf Zeit und lässt die Futurboje übermitteln, sie sei von allen verstoßen worden und habe den Vulkan überstanden. Nun suche sie einen neuen Herrn. Tatsächlich wird sie nicht gleich abgeschossen, sondern nach Warnschüssen in einen Orbit um den äußersten Planeten geschickt. Atlan verbraucht einen Brocken Jenseitsmaterie, um sich, Tyari, die Vulnurerin Esseri und Insider in die Nähe Chybrains versetzen zu lassen. Parzelle folgt ebenfalls. Die Futurboje soll sich in der Zwischenzeit beim innersten Planeten verbergen.

Atlans Gruppe kommt in Null-Pages Räumen heraus. Chybrain befindet sich hinter einer Barriere, die Jenseitsmaterie neutralisiert. Als Atlan einen Brocken Jenseitsmaterie zu Chybrain schicken will, kann dieser die Barriere nicht durchdringen. Also befiehlt der Arkonide Parzelle, sich mit dem Brocken zu Chybrain zu versetzen. Der Abgesandte Termentiers verschwindet, taucht aber nicht bei Chybrain auf. Atlan schickt seine Begleiter angreifenden Zyrtoniern entgegen. Sie sollen ihm den Rücken freihalten. Nach einigen Minuten taucht Null-Page unsichtbar in dem Raum auf und nimmt Atlan mit einem Fesselfeld gefangen. Dann begibt er sich mit dem Arkoniden in den Ratssaal.

Tyari, Esseri und Insider entdecken auf ihrem Weg durch die Anlage einen Hangar mit vulnurischen Schiffen. Hinter einer Glaswand können sie zahlreiche verwirrte Zyrtonier beobachten, die auf das Mittel Nockemanns reagieren. Parzelle erscheint bei ihnen und übergibt Insider Chybrain, den er hat befreien können. Danach verschwindet er, um der Lichtquelle vom Zustand der Zyrtonier zu berichten.

Die Zyrtonier zerstören den Kleinplaneten Zyrton-1, um die Futurboje zu erwischen. Danach jagen sie sie durch das ganze System. In der Situation platzen Insider, Esseri und Tyari in den Ratssaal und werden mit Fesselfeldern gefangen. Die Vulnurerin Esseri erregt besondere Aufmerksamkeit.

Null-Page kommt mit Atlan dazu. Als zweihundert Zyrtonier, die durch das Cyklotropin positiv geworden sind, den Saal stürmen, können sich Atlans Begleiter befreien. Die positiven Zyrtonier werden von den Pagen brutal niedergekämpft. Als Ruhe einkehrt, greift Atlan Null-Page an und macht ihn mit dem vorletzten Stück Jenseitsmaterie sichtbar. Die Pagen sind schockiert, einen Vulnurer zu sehen.

Die Lichtquelle nimmt dies als Startsignal und löst sich nach einem Abschied an Atlan über Zyrton auf, wodurch sie das Gleichgewicht zwischen Positiv und Negativ wiederherstellt. Die Schockfronten brechen zusammen, wodurch die Anlagen auf den äußeren Planeten vernichtet werden. Die Namenlose Zone löst sich auf. Das Zyrton-System fällt in der Nähe von Bars-2-Bars in das normale Universum zurück. Parzelle verständigt die SOL und die Vulnurer, die Kurs auf das System nehmen. Die Zyrtonier stellen die Jagd auf die Futurboje ein. Weitere Zyrtonier stürmen den Ratssaal. Die Pagen fliehen mit den alten vulnurischen Schiffen unter dem Ratssaal. Ihre 500 Schiffe werden im All von der SOL, der GESTERN, der HEUTE und der MORGEN nach hartem Kampf vernichtet.

Auf Parzelles Rat hin überlässt Atlan Chybrain das letzte Stück Jenseitsmaterie, um ihn zu stärken. Zuvor lässt sich Atlan die Koordinaten von Varnhagher-Ghynnst geben. Der Arkonide und seine Freunde verfolgen Null-Page in dessen Versteck. Der unsterbliche Vulnurer hat seine totale Niederlage eingesehen und tötet sich selbst. Zuvor aktiviert er die Selbstzerstörung seiner Anlage, wobei er den Eindringlingen genügend Zeit zur Flucht gibt.

Später macht sich die SOL für den Flug nach Varnhagher-Ghynnst bereit. Die Vulnurer wollen sich um die ehemaligen Völker der Namenlosen Zone kümmern. Chybrain ist enttäuscht, weil sich die Kosmokraten nicht bei ihm gemeldet haben. Er will sich auf den Planeten Jukka zurückziehen und glaubt nicht, dass er und Atlan sich noch einmal wiedersehen. Damit verlässt er die SOL.

Parzelle verabschiedet sich ebenfalls, weil er ohne die Lichtquelle nicht lange existieren kann. Er kündigt Atlan an, dass Chybrains Visionen in ihm verblassen werden, weil sie nur eine Belastung sind. Die Kosmokraten haben Parzelle wissen lassen, dass Atlan seine Bewährungsprobe bestanden hat. Dem Arkoniden wird prophezeit, dass er nicht nur Orakel von Krandhor sein wird, sondern dass er auch in fremder Umgebung einer unvorstellbaren Gefahr begegnen wird. Danach löst sich Parzelle auf.

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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Yman
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Lumpazie hat geschrieben:Im Jahr 1984 erschien der Band 674 der Atlan-Serie:

Das Ende der Macht

von Peter Griese

Vielen herzlichen Dank fürs Einstellen, Lumpazie! Auch für die ganzen letzten dreieinhalb Jahre! :st: Ohne dich wäre es im Atlan-Forum sehr einsam gewesen. Es sind nicht mehr viele da, die sich für Atlan begeistern können und das Forum am Leben halten.

Der Roman ist von Peter Griese, der wieder einmal seine Vorliebe für Selbstgespräche höherer Wesen erkennen lässt. Kapitel 1: Rückblicke, die Lichtquelle hadert mit sich und der Welt. Kapitel 2: Weitere Rückblicke, Atlan hadert mit sich und der Welt. Kapitel 3: Atlan erhält Besuch von Parzelle, einem von der Lichtquelle geschaffenen Geist. Die Verhältnisse klären sich. Die Basis war schon immer die Basis der Lichtquelle. Der Erste Zähler war nur ein Gast. Vier Zyrtonier und sechs Vulnurer nannten sich, d.h. ihren geistigen Verbund, Termentier und schufen die Lichtquelle. Dies ist eine mehr als ausführliche Exposition, und ich habe den Eindruck, dass vieles zu Beginn des Zyklus anders geplant war und dann umgedeutet worden ist, um einen bündigeren Abschluss zu bekommen.

Das Heft ist vorne und hinten bereits umrahmt mit umfangreichen Hinweisen auf den neuen Zyklus. Das große Aufräumen ist angesagt.

Der Action-Teil des Romans besteht aus dem Eindringen der Futurboje in das System der Zyrtonier und einem Katz-und-Maus-Spiel mit den Pagen. Dabei hat Atlan passenderweise wie der Held in einem Märchen vier Brocken magischer Jenseitsmaterie zur Verfügung.

Am Ende läuft es auf ein Feuerwerk der Zerstörung, Selbstauflösung, Auflösung, Zerstörung, Auflösung, Selbsttötung, Selbstzerstörung und abermalige Auflösung hinaus, das ich mehr oder weniger gelangweilt über mich ergehen ließ. Die Zyrtonier zerstören einen Kleinplaneten. Die Lichtquelle löst sich selbst auf, darauf hin lösen sich die Schockfronten und zerstören die entsprechenden Anlagen auf den äußeren Planeten. Danach löst sich die Namenlose Zone auf, und nach dem Rücksturz ins Normaluniversum werden die 500 Schiffe der Pagen zerstört. Der letzte Page tötet sich selbst und löst eine Selbstzerstörung aus. Chybrain tötet sich zwar nicht selbst und löst sich auch nicht auf, aber er geht ins Exil, und am Ende löst sich noch Parzelle auf.

Ende gut, alles gut. Die Vulnurer bleiben zurück und übernehmen die Aufräumarbeiten, die sich durch die ins Normaluniversum zurückgekehrten Völker der NZ ergeben, so dass die SOL mit Atlan (wieder im Besitz der Koordinaten) ihre Reise nach Varnhagher-Ghynnst antreten kann, um dort eine geheimnisvolle Ladung Spoodies aufzunehmen. Einiges davon, wie es weiter geht, hat man bereits aus Visionen erfahren, und es fehlt nun nur noch der Planetenroman "Der lange Weg der SOL", ebenfalls von Peter Griese.
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Grauer Lord
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Da sehe ich diesen Roman wohl etwas euphorischer als Mitstreiter @Yman ......

Ein packender Roman schließt den Namenlose Zone-Unterzyklus der SOL-Handlung ab, eine dreieinhalbjährige Lese-Reise mit dem Generationenraumer geht zu Ende.
Expo-Meister Peter Griese bewies noch einmal, wie gut er im Stoff ist, wie sicher er unseren alten Arkoniden schildern kann. Stark war dabei zu Beginn die Innenansicht des von Selbstzweifeln geplagten Atlan, der die vielen gefallenen Freunde betrauert, die beim Cyklotropin-Anschlag auf das Zyrton-System ums Leben gekommen sind. Der lange Weg seines Lebens, die Abenteuer der letzten Jahre - kann das alles etwa nur ein Testlauf gewesen sein für die wirkliche Aufgabe, die die Kosmokraten für Atlan vorbereitet haben? Bisher, so die Botschaft, waren es immer nur Atlans Kämpfe, jetzt sei die Zeit reif dafür, auch einmal bewusst für die positiven Kräfte des Kosmos zu kämpfen. Über die zukünftige, „liegende Position“ als Orakel von Krandhor unter der Spoodie-Wolke hinaus. Solche Fragen und Überlegungen geben dem Roman seine Würze, bereiten uns mehr oder weniger subtil auf den neuen Zyklus vor.

Bis dahin wird noch enthüllt, dass der rätselhafte Faktor Termentier aus den Bewusstseinen derjenigen Vulnurer (sechs) und Zyrtonier (vier) besteht, die einst die Quelle der Jenseitsmaterie und die ganzen Gadgets wie Futurboje oder die Gerätschaften zur Kontrolle der Schockfronten geschaffen haben. Der geistige Verbund Termentier ist quasi so eine Art „Schöpfer-Seele“ der Quelle, Parzelle ist ihr Gesandter. Die Story der Zyrtonier selber gibt auch am Schluss wirklich nicht viel mehr her, als dass sie eben die missratenen Zuchtgeschöpfe der Vulnurer sind, entstanden aus einem frevelhaften Prozess um 50 000 Jahre vor unserer Zeitrechnung; der geheimnisvolle Null-Page, also das Böse an sich der Namenlosen Zone, entpuppt sich als unsterblicher Ur-Vulnurer aus eben dieser chaotischen Anfangszeit, in der die besonnenen Kräfte die Bekehrerschiffe und die Futurboje schufen und Termentier entstand. Er ist einer der Schöpfer der Zyrtonier, der sich damals mit den biologischen Manipulationen befasst hatte. Derweil ein anderer Planer dieser Jahre, ein Vulnurer namen „Ment“ (TerMENTier) die Theorie der Quelle der Jenseitsmaterie entwickelte. Genau die blieb später als Stachel im Fleisch des Bösen in der Namenlosen Zone zurück. Ihr Einfluss sorgte immerhin dafür, dass überall unter den verdammten Völkern ein Emulator als Kristallisierungspunkt des Guten entstand, die Hoffnung nicht starb.
Wie ich finde, eine sehr schöne Idee.

Dass Nockemann-Syndrom spielt am Ende gar nicht mehr die ganz große Rolle, der Kampf gegen den Null-Pagen wird durch ein paar Klumpen Jenseitsmaterie und ein Himmelfahrtskommando Atlans erreicht, in dem auch Insider noch einmal eine größere Rolle spielt. Durch den Opfergang der Quelle der Jenseitsmaterie erlöschen die Schockfronten, die ganze Namenlose Zone stürzt ins Normaluniversum zurück, auch die Raumer mit den 1000 Pagen an Bord werden vernichtet. Null-Page nimmt sich angesichts des Endes all seiner Pläne das eigentlich unendlich lange Leben.

Die Übermittlung der Daten von Varnhagher-Ghynnst durch Chybrain ist dann nur noch Formsache. WO die Systeme der früheren Namenlosen Zone materialisierten, wird nicht konkret ausgesagt, Peter Griese schrieb mir damals in einer LB-Antwort, sie wären im Bereich von Bars-2-Bars aufgetaucht.

Der Roman geht dann flott zu Ende, ein größerer Rückblick auf die Abenteuer an Bord der SOL gibt es nicht mehr, den Abschied von Chybrain erfolgt auch recht knapp, typisch für das eingebildete Ei eben. Aufhorchen lässt der letzte Abschnitt: Atlan sei reif für eine Aufgabe, die den Kosmokraten mehr Kummer bereitet, als sie vertragen. Atlan werde an Ufer gespült, an denen er noch nie war, eine Gefahr erleben, die jede Vorstellung übertrifft .....

Es bleibt spannend, wir lesen uns im neuen Thread!

P.S.: Was offen bleibt, sind die 186 Jahre, die Atlan dann wohl doch hinter den Materiequellen verbracht hat - und die Rolle seines Doppelgängers aus den „Zehn Fragen“. Er diente dazu, Atlans Zeit hinter den MQs zu erklären, schrieb mir Griese damals. Wie wir wissen, ist es dazu aber in den Romanen nie gekommen. Dadurch, dass Atlan im Atopen-Zyklus bei PR ein Richterschiff fliegen konnte, muss es aber als gesichert gelten, dass er wirklich „drüben“ war. Weil das sozusagen die Richterschiff-Bedingung ist. Wobei die letztlich unvorstellbaren Zustände „auf der anderen Seite“ die Frage aufwerfen, was solch ein Besuch überhaupt bringen soll. Aber das ist ein anderes Thema.
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