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Cardif
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602 – Vorstoß ins Chaos – Horst Hoffmann
Der Roman erzählt Atlans Vorstoß nach Xiinx-Markant. Auch er scheitert mehr oder weniger, verliert seinen Kreuzer und einige Besatzungsmitglieder. Das Ganze ist wie gehabt in einer sehr aufgeregten Art und Weise geschildert, was mir nicht gefällt. Nun denn, wir wissen nun, das die Galaxis kein enspannter Ort ist. Der neue Gegner im Hintergrund unterscheidet sich momentan in Nichts vom letzten, inclusive der überheblichen Selbstgespräche. Nun ja.
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Lumpazie
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Am Montag, den 2. Mai 1983 erschien der Band 605 der Atlan-Serie:

Geisel der Superintelligenz

von Peter Griese

Bild


Handlung:

Im Jahr 3457 lockt Anti-ES die Geschwister Iray und Benjamin Vouster durch verheißungsvolle Träume auf einen 300 Meter durchmessenden Planetoiden in der Southside der Milchstraße. Der Planetoid gehört zu einem Doppelstern-System aus zwei roten Sonnen, deren Mittelpunkt er in 42 Jahren erreichen wird. Als sie den Asteroiden betreten, wird ihr Schiff gesprengt. Benjamin Vouster wird in ein Zellplasma umgewandelt, aus dem Anti-Homunk entstehen soll. Iray Vouster wird als überflüssig ins All geschleudert. ES verhindert ihren Tod im Vakuum und verspricht, ihr die Gelegenheit zur Rache zu geben.

3587 ist Atlan von Laire auf die Reise hinter die Materiequellen vorbereitet worden. Kurz vor dem Abschied unterliegt er dem Wahn, Perry Rhodan sei Orbanaschol III. Laire teleportiert mit ihm kurz vor die Materiequelle, wo Atlan im immateriellen Zustand schwebt. Dabei verliert er den Kontakt zu Laire und wird von der Materiequelle abgestoßen. Er wird zum Asteroiden von Anti-ES geschleudert, der sich mittlerweile in der Namenlosen Zone befindet. Die Superintelligenz hat bereits das Training Atlans manipuliert, so dass er von der Materiequelle abgestoßen werden musste. Mit Atlan als Geisel hofft Anti-ES, vorzeitig aus der Verbannung entlassen zu werden.

In dem Planetoiden begegnet Atlan dem halbfertigen Anti-Homunk, der noch schwache Erinnerungen an seine Existenz als Benjamin Vouster hat. Mit Atlan als Vorbild kann er seine Umwandlung zu Anti-Homunk schnell vollenden und verliert dabei die letzten Erinnerungen.

Nach drei Tagen soll Anti-ES mit dem Raumschiff ÜBERZONE starten, um den Kosmokraten ein Ultimatum zu überbringen. Atlan kann ihm das Steuergerät stehlen und mit der ÜBERZONE starten, die ihn zunächst für Anti-Homunk hält. Ohne Orientierungsmöglichkeit lässt er das Schiff einfach geradeaus fliegen.

Nach Stunden erreicht die ÜBERZONE ein Gebilde, das mit Ausläufern ein Netz bildet. Atlan lässt die ÜBERZONE näher heranfliegen, die schließlich eingefangen wird. Als Atlan aussteigt, erfährt er, dass er sich im Inneren des Zweiges Ahratonn befindet. Ahratonn ist ein Ableger des Grenzwächters Eppletonn. Die Grenzwächter verhindern, dass Verbannte ihren Bezirk der Namenlosen Zone verlassen. Flüchtlinge, die es trotzdem versuchen, werden in ihren Bezirk zurückgeschickt und müssen ihre Relativ-Einheit erneut beginnen.

Kleine Glühwürmer namens Bonosos sollen Atlan untersuchen. Durch den Zellaktivator erhalten sie einen Schock. Ahratonn schickt Atlan daher mit der ÜBERZONE weiter zu Eppletonn. Dort begegnet er 17 weiteren Gefangenen, zu denen auch der Haluter Beyl Transot gehört. Der Haluter hat eine mysteriöse Begegnung mit einem Unsichtbaren namens Janv-Zount hinter sich, bevor er in die Fänge Eppletonns geraten ist. Anführer ist der intelligente, schwebende Wassertropfen Duusnorz. Weiterhin teilt ein Wesen namens Paulau seine Gedanken mit Atlan. Der Arkonide erfährt, dass Eppletonn sich sehr viel Zeit für seine Entscheidung nimmt. Lediglich Kik ist abgeholt worden, und Whyburin, der die Form eines Kalackters gehabt hat, hat sich mit Gewalt befreit. Wie alle schwört Atlan, die anderen zu befreien, wenn er zuerst gehen darf. Der Auserwählte soll eine ultimate Waffe namens Paz-Tay erhalten, die einmal einem Wesen namens Uk'Hyl gehört hat, das eines natürlichen Todes gestorben ist. Das Paz-Tay kann nur ein einziges Mal eingesetzt werden und vernichtet alles in einer Kugel mit 2 Metern Durchmesser.

Als die Bonosos erwachen, erfährt Eppletonn, dass Atlan etwas anhaftet. Er schickt den Arkoniden zurück zu Ahratonn, um die Verantwortung abzuschieben. Der Gefangene Kärkär, der wie ein Zwergpudel aussieht, opfert sein Leben, um Atlan noch schnell das Paz-Tay zu bringen, das er unter dem Daumennagel verstecken kann. Ahratonn fühlt sich wiederum überfordert und stößt die ÜBERZONE aus. Das Schiff, das Atlan durchschaut hat, kann automatisch zu Anti-ES zurückkehren, da es aus seiner Substanz erschaffen worden ist.

Im Planetoiden will Anti-Homunk zur Strafe Halb-Osal'Oths gegen Atlan einsetzen, um seinen Geist zu zerstören. Schweren Herzens benutzt Atlan das Paz-Tay und vernichtet damit die Würmer. Von Anti-Homunk bleibt nur Plasma zurück, das aufgesogen wird, aus dem er beizeiten neu erschaffen werden soll.

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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Grauer Lord
Siganese
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Noch schnell mein Senf zu Band 604: Ein recht schlichtes Werk von Falk-Ingo Klee. Das fängt schon bei den Namen an: ein Vereiser namens Glogg, ein Beiboot, das ZACK heißt, ein Bakwer Wuschel, der auch Jenseitsmaterie fressen kann. Nun ja. In Blitzesschnelle analysiert Roboter Bödel zudem aus einer Gehirnprobe eines Vereisers, welche Mikrohypnosekörperchen für die Aggression dieses (und vermutlich auch der anderen Völker) in Xiinx-Markant verantwortlich sind - und spuckt auch noch sofort das passende Gegenmittel aus. Chapeau. Dazu kommen ellenlange Referate und chrakterisierungen der Haawer/ Vereiser, die sich wie 1:1 aufs dem Exposé abgeschrieben lesen. Ganz beeindruckend aber die kurzen Einschübe, wie die Vereiser kurzen Prozess mit fremdgehenden Familienangehörigen machen und diese sogleich als unehrenhaft aus der Familienchronik gelöscht werden. Totaler Krieg und Aggression auch bei diesem im All angesiedelten Volk,, nur eben erwas sehr einfach dargestellt.
Immerhin interessant fand ich beim Wiederlesen die friedlichen Staubflieger und ihren Löcherplanetoiden, auf denen es den einen oder anderen Blick in die Zukunft mittels der geheimnisvollen Statuen gibt. Dass Janvrin am Ende durch die Waffe der Vereiser gelähmt wird, finde ich ok, das Auffuttern durch Wuschel - na ja, so tickten halt die Vorgaben von Peter Griese. Ich freue mich aber schon auf den anstehenden Doppellband, der neue Reinkarnationserunnerungen bringt.
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Cardif
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603 – Der Plan des Rächers – Peter Terrid
Zwei Drittel des Romans überzeugten, wenn man von der Idee absieht, dass ein kilomterlanges Raumschiff mit Algen am Grund eines Meeres festgesetzt werden könnte. Dann kam (mal wieder) Chart Deccon aus der Versenkung und es war endgültig vorbei mit der schönen Geschichte. Ich laste dies mal dem Exposé an, geschrieben war der Roman nicht schlecht.
Insgesamt tut sich meiner Meinung nach der neue Zyklus noch etwas schwer.
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Yman
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Lumpazie hat geschrieben:Am Montag, den 2. Mai 1983 erschien der Band 604er Atlan-Serie:

Der Kampf mit Janvrin

von Falk-Ingo Klee

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Handlung:

Beim Kampf zwischen der SOL und den Vereisern, die sich selbst Haawer nennen, nimmt die TEPPEW unter Vollik am 28. Oktober 3807 Hage Nockemann, Argan U und Blödel auf. Blödel wird aufgrund der Lebenszeichen Wuschels ebenfalls für ein Lebewesen gehalten. Die Gefangenen lassen Wuschel ein Loch in die Tür fressen und überwältigen den Wächter Glogg.

Bei der Untersuchung des Gehirngewebes des Haawers entdeckt Blödel Energiekörperchen in den Zellen, die künstlich erzeugt sind und für die Aggressivität der Haawer verantwortlich sind. Nach der Überwältigung zweier weiterer Wachen wird Glogg mit dem von Blödel entwickelten Neutralpolator geheilt. Danach erkennt der Haawer die Manipulation seines Volkes und hilft bei der weiteren Flucht.

Den Kommandanten Vollik ereilt das Kreeoson, so dass er das Kommando an seinen Bruder Bannt abgibt. Als er seine Nebenfrau Rassa aufsucht, betrügt die ihn mit Bannts Sohn Bestonn. Vollik erschießt beide, wie es ihm das Gesetz in einem solchen Fall erlaubt. Danach sucht er seine Nebenfrau Happes auf. Die Flüchtenden schalten ihre Verfolger mit von Blödel erzeugtem Betäubungsgas aus. Kurz vor dem Beiboot der TEPPEW scheint die Flucht zu Ende zu sein, denn der Eingang des Hangars ist durch einen Energieschutzschirm abgeriegelt. Erneut frisst Wuschel den Weg frei. In der Zentrale des Beiboots ZACK entdecken die Solaner eine Statue Janvrins. Glogg erklärt, dass man diese Figuren in jedem Schiff unter dem Namen Arrbos anbetet, dem die Haawer vor zwei bis drei Generationen begegnet sind.

Die ZACK startet und flüchtet in die nahegelegene Dunkelzone, wo sie jedoch die Orientierung verliert. Das Schiff begegnet einem Schwarm aus Lebewesen, den Staubfliegern, die die ZACK zu ihrem Heimatasteroiden führen. Nockemann und Blödel werden zu mehreren Figuren geführt: Einer schwarzen Scheibe, einem Androiden, einem Menschen, Janvrin und einem undefinierbaren Gebilde. Ohne Vorwarnung erscheint Janvrin und greift die Staubflieger an. Argan U kann ihn mit dem Hypervereiser der ZACK lahmlegen. In diesem Zustand kann Wuschel ihn verspeisen. Dabei zeigt sich, dass Janvrin unter dem Fell aus Jenseitsmaterie besteht. Als er stirbt, verwandelt sich diese jedoch in Nickel.

Die Figuren haben sich nach diesem Vorfall verändert. Anstelle eines Menschen ist Atlan abgebildet, die Figur Janvrins zeigt nun eine Vierkantsäule, das unfertige Gebilde ist jetzt eine Darstellung Wöbbekings. Danach fliegt die ZACK weiter. Nach einer Linear-Etappe kommt sie bei dem Original der Vierkantsäule heraus, die verschwindet und dabei die ZACK aus der Dunkelzone heraustransportiert. Dort muss zuerst Glogg erneut behandelt werden, der wieder die alte Aggressivität verspürt.

Anti-Homunk wird von seinem Herrn für die Vernichtung Janvrins gerügt. Es sei unbekannt, ob das Manifest B ebenso effektiv sei. Am 2. November 3807 meldet sich Wöbbeking heimlich auf der SOL und löst erneut den temporären Reinkarnationseffekt aus.

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.


Mich hat dieser Roman völlig überrascht. Anfangs war es eine Qual, den Roman zu lesen. Nockemann und Blödel sind keine Figuren, auf die ich mich freue, schon gar nicht als Hauptfiguren. Ihr Gastspiel an Bord des Vereiserschiffs zog sich sehr lange hin, bis ihnen mit Hilfe eines Vereisers, den sie auf ihre Seite ziehen konnten, auf einem Beiboot die Flucht gelang. Die Vereiser sehen aus wie Affenmenschen und werden durch Hypnoenergiekörperchen künstlich aggressiv gemacht, was ihr teils primitives Verhalten erklärt, das mir teils doch erheblich auf die Nerven ging.

Überraschend kommt es dann auf einem sogenannten Löcherplaneten in der Dunkelzone zu einem kurzen Kampf mit dem eigentlich unbesiegbaren Janvrin. Aber das Vereiserbeiboot besitzt eine Vereiserkanone, die von Argan U gegen Janvrin eingesetzt wird, und der Bakwer Wuschel, der in Blödels Roboterkörper eine Behausung gefunden hat, besorgt den Rest, indem er Janvrins vereisten Körper zu fressen beginnt. Dabei wird die äußere Schicht abgetragen, und die Jenseitsmaterie darunter kommt zum Vorschein.

Mir hat das nicht sehr gut gefallen, dass dieser Bakwer alles, aber auch wirklich alles, was gegen Energiestrahler, Säuren usw. völlig resistent ist, in Sekunden fressen kann. Für Kinderbücher ist so etwas in Ordnung, ein Roboter, bei dem eine Klappe aufgeht, aus der ein Pelztier herausgesprungen kommt, das die Wand eines Gefängnisses wegfrisst.

Ansonsten wirkt der neue Unterzyklus immer mehr wie eine Kopie des alten. Die SOL fliegt von einer Falle in die nächste, statt Hidden-X ist es halt Anti-ES, der sich lächerlich macht, und sein Helfer Anti-Homunk übernimmt die Rolle des Schalters, die des unfähigen Dieners, der sich dauernd die Strafpredigen seines noch unfähigeren Herrn anhören.

Etwas geändert hat sich der Blick in die Vergangenheit: Statt den Logbuch-der-SOL-Einträgen mit Rückblicken, was mit der SOL in den 200 Jahren, bevor Atlan wieder an Bord kam, geschah, gibt es nun Rückblicke, was mit Atlan geschah, bevor er zu den Kosmokraten ging.
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Grauer Lord
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Mit Peter Grieses Band 605 gibt’s endlich wieder großes kosmisches Kino, nach drei doch recht durchwachsenen Bänden. Nahtlos schließt der Exposé-Chef an die klassischen Ereignisse des PR-Romans „Der Auserwählte“ an und schildert Atlans vemeintliche Reise hinter die Materiequellen. Je mehr sich dabei der Kontakt zum Kosmokratenroboter Laire abschwächt, umso mehr betritt die Atlan-Serie eigene, vom PR-Kosmos weitgehend gelöste Erzählpfade. In einem Chronik-Band habe ich mal gelesen, dass WiVo Peter Griese empfohlen haben soll, bei Atlan einen komplett eigenen Weg zu gehen. Dier endet dann vorerst darin, dass die MQ Atlan überraschend abstößt und der Arkonide Atlan im vermeintlichen Nichts der Namenlosen Zone landet, in den Fängen des verbannten Anti-ES.

Bei dieser Gelegenheit fiel mir übrigens auch wieder auf, dass wir auch 35 Jahre später immer noch nicht wissen, was die Reise Atlans hinter die MQs eigentlich bezwecken sollte. Im Gegenteil: je mehr wir über das Wirken von Mächten wie etwa Thez erfahren, umso unbegreiflicher wird es, was ein körperlicher Aufenthalt „dahinter“ eigentlich bringen soll. Damals hoffte ich als Leser natürlich noch auf eine Erklärung ....

Phantastisch, aber nach wie vor toll und einfallsreich finde ich die Kreation der grenzwächter, deren Energie-Netze die gar nicht so leere Namenlose Zone durchziehen und in Verbannung-Abschnitte unterteilen; dazu soll es weitere „neutrale Mächte“ geben. Ein zugegeben phantasievoller und leicht fantasyhafter Lebensraum wartet hier auf seine Erforschung. Auch eine mögliche Erklärung für das ganze Entführungs-Szenario durch Anti-ES wird schon frühzeitig angeschnitten: Ist die Entführung durch die Hohen Mächte etwa geduldet, der punktuelle Freiraum für den Verbannten letztlich bloß ein Weg zur Bewährung
für Anti-ES?

Antiquiert wirkt auf mich allerdings das Geschwisterpaar Iray und Benjamin Vouster; sich gegenseitig als „Bruder“ und „Schwester“ anzureden empfinde ich als beinahe schon lächerlich. Gut aber der Hinweis, dass Anti-ES schon vor seiner Verbannung Vorsorge getroffen hat - und dass sein Gegenspieler ES mit Iray Vouster in der Zukunft eine mögliche Kontrakraft deponieren wird.

Es gäbe noch viel zu sagen, etwa zu Bey Transot, Kik und den anderen im „Bauch“ des grenzwächters. Aber nächste Woche gehts ja schon weiter mit der Namenlosen Zone.
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Yman
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Grauer Lord hat geschrieben:Noch schnell mein Senf zu Band 604: Ein recht schlichtes Werk von Falk-Ingo Klee. Das fängt schon bei den Namen an: ein Vereiser namens Glogg, ein Beiboot, das ZACK heißt, ein Bakwer Wuschel, der auch Jenseitsmaterie fressen kann. Nun ja. In Blitzesschnelle analysiert Roboter Bödel zudem aus einer Gehirnprobe eines Vereisers, welche Mikrohypnosekörperchen für die Aggression dieses (und vermutlich auch der anderen Völker) in Xiinx-Markant verantwortlich sind - und spuckt auch noch sofort das passende Gegenmittel aus. Chapeau. Dazu kommen ellenlange Referate und chrakterisierungen der Haawer/ Vereiser, die sich wie 1:1 aufs dem Exposé abgeschrieben lesen.


Das ist gut analysiert, warum dieser Roman auf einer formalen Ebene betrachtet zu den schwächeren gehört. Glogg, ZACK, Wuschel, Blödel, usw. das ist schon niedriges Niveau. Handlungstechnische Probleme, wie die Leute von der SOL auf die Vereiser treffen und in Schwierigkeiten geraten, werden gelöst wie in einem schlechten Kinderbuch, dafür lesen sich andere Passagen, z.B. über Ribosomen wie Biologielehrbücher der Oberstufe.

Das sofortige unkomplizierte, erlaubte Erschießen von triebgesteuerten Familienmitgliedern und deren problemlose Löschung aus den Registern und wahrscheinlich auch Erinnerungen hat auf den ersten Blick etwas unangebracht Satirenhaftes, soll aber vielleicht auch eine Folge der Manipulation durch diese Hypnosekörperchen sein.

Gegen Ende wird der Roman besser, aber der Kampf gegen Janvrin, immerhin der Titel des Romans, kommt viel zu kurz. Der Einsatz der Vereiserkanone geht in Ordnung, aber das Auffressen durch den Wuschel Bakwer ist wieder schlechtes Kinderbuch. Ich finde das sehr enttäuschend, wie Janvrin hier nach seinen ersten furiosen Auftritten ein unwürdiges Ende findet.
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Cardif
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604 – Der Kampf mit Janvrin – Falk-Ingo Klee
Ein Roman voller Ungereimtheiten und Logikbrüchen. Schade. Denn geschrieben ist er nicht schlecht. Die Nockemann/Blödel Geschichten sind auch irgendwie auserzählt. Da freut man sich doch auf einen Atlan, der nächste Woche in der namenlosen Zone agiert.
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Lumpazie
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Am Montag, den 16. Mai 1983 erschien der Band 606 der Atlan-Serie:

Leitgeist

von Hubert Heansel

Bild


Handlung:

Ein Pulk von Wesen, die Miniaturisierer, irrt auf der Suche nach Nahrung durch die Namenlose Zone. Dabei entdecken sie den Planetoiden von Anti-ES. Um ihre Nahrung aufzunehmen, müssen die Miniaturisierer ihr Ziel verkleinern. Der Miniaturisierer Quälgeist stellt dabei fest, dass Atlan ungenießbar ist. Der Arkonide überredet die Wesen, stattdessen den Planetoiden zu verkleinern.

Als der ganze Pulk den Asteroiden schrumpfen lässt, wird Anti-ES aufmerksam. Die Miniaturisierer können sogar vorübergehend die Superintelligenz in Bedrängnis bringen. In dieser Phase wird sie in Form eines Eis materiell und angreifbar. Als Atlan mit einem Messer zusticht, befreit er damit einen positiven Kern aus Anti-ES. Dieser nennt sich vorerst Born. Anti-ES schlägt zurück und tötet die Miniaturisierer. Born kann lediglich Atlan und den Miniaturisierer Leitgeist retten und bringt sie zur Basis des Ersten Zählers.

Dort fordert ein allgegenwärtiger Wächter Atlan zum Verlassen der Basis auf. Als er gezwungenermaßen bleibt, wird er sowohl von Flora und Fauna als auch von Illusionen angegriffen. Beyl Transot rettet ihn, kann sich jedoch nicht mehr an seinen Aufenthalt beim Wächter Eppletonn erinnern. Atlan sieht zum ersten Mal Janvrin, der seinerseits den Arkoniden beobachtet. Born muss sich vor Anti-ES verstecken, der aber zum Teil immer beim Planetoiden bleiben muss. Leitgeist entdeckt seine Aufgabe als Abfallbeseitiger und gewinnt durch Nahrung die Fähigkeit der Mimikry. Auch begegnet Atlan Kik.

Nachdem Atlan zum ersten Mal auf der Basis geschlafen hat, ist seine Erinnerung an die bisherigen Erlebnisse in der Namenlosen Zone gelöscht. Leitgeist und Kik helfen ihm, sich zurechtzufinden. Mit sechs toten, giftigen Käfern, die Kik beschafft, lähmt Atlan den Wächter, der sich in Form von Pilzen an der Oberfläche zeigt.

Als Anti-ES die Basis findet, wird Atlan in der Basis gejagt. Leitgeist imitiert Atlan und opfert sich, um Atlans Tod vorzutäuschen.

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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Grauer Lord
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Der zweite Teil der Namenlosen Zone-Erinnerung hinterlässt einen ambivalenten Eindruck. Einerseits gibt es wichtige Erkenntnisse über die Verbannung von Anti-ES, der von den Hohen Mächten regelrecht an seinen Löcherplanetoiden gefesselt wurde. Dazu ist die SI gezwungen, längere Ruhephasen einzuhalten, als exposetechnisch eingebaute Schwäche des aktuellen Super-Gegners.. Zum anderen kann die gehandicapte SI sich nur teilweise vom Planetoiden lösen - und ist durchaus verletzlich. An dieser Stelle muss man sich als Leser darauf einlassen, dass die negative Hälfte der Superintelligenz ES an seinem Verbannungsort offenbar einer Art „Degrader“ unterliegt, „anfassbarer“ und begreifbarer ist, als eine SI es im normalen Perry-Universum:eigentlich sein dürfte, auch nach den Masstäben von 1983 oder 84. Für mich gehört das zum Prinzip des Verbannungsortes Namenlosen Zone.

Unter der Voraussetzung finde ich Attacke der Miniaturisierer (eine Art Müllabfuhr der NZ) auf Anti-ES - und ihre Folgen - imme noch ok, obwohl man sicher auch anderer Meinung sein kann. In einer ziemlich phantastischem Szene löst Atlan den positiven Kern Born aus Anti -ES heraus, der sich bereits während der ersten Relativeinheit gebildet hat; die Keimzelle von Wöbbeking ist geboren. Wie gesagt: Eine Schilderung an der Grenze der Glaubwürdigkeit, für mich aber wegen der spezifischen Bedingungen in der NZ vertretbar.

Den Rest des Romans kann man dann literarisch mehr oder weniger vergessen; Atlan kämpft auf der Basis des ersten Zählers gegen Riesenpilze und seine eigenen Erinnerungen, begegnet erneut Beyl Transot und unterliegt zum ersten Mal dem großen Vergessen. Da Leitgeist sich opfert, muss Anti-ES jetzt annehmen, der Arkonide sei tot, der hanebüchene Erpressungsplan gegenüber den Kosmokraten ist gescheitert.
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Cardif
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605 – Geisel der Superintelligenz – Peter Griese
Deutliche Steigerung im Vergleich zu den Vorgängern. Dieser Roman hat wieder einmal richtig gefallen. Man weiss noch relativ wenig über die namenlose Zone, aber so allmählich hebt sich der ein oder andere Vorhang. Anti-ES kann sicher nicht so agieren, wie es sich für eine Superintelligenz gebühren würde, das ist schon mal klar. Atlan wird hier sehr gut geschildert. So mag ich den Alten am liebsten. Guter Roman.
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Yman
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Grauer Lord hat geschrieben:Phantastisch, aber nach wie vor toll und einfallsreich finde ich die Kreation der grenzwächter, deren Energie-Netze die gar nicht so leere Namenlose Zone durchziehen und in Verbannung-Abschnitte unterteilen; dazu soll es weitere „neutrale Mächte“ geben. Ein zugegeben phantasievoller und leicht fantasyhafter Lebensraum wartet hier auf seine Erforschung. Auch eine mögliche Erklärung für das ganze Entführungs-Szenario durch Anti-ES wird schon frühzeitig angeschnitten: Ist die Entführung durch die Hohen Mächte etwa geduldet, der punktuelle Freiraum für den Verbannten letztlich bloß ein Weg zur Bewährung für Anti-ES?

Ja, das ist eine gute Erklärung. Die Relativ-Einheiten bedeuteten ja, dass mit Anti-ES etwas geschehen sollte, eine Wendung zum Positiven vermutlich, und Atlan sollte dabei wohl auch eine Rolle spielen. Sein Aufenthalt hinter den Materiequellen hatte sicher auch etwas zu bedeuten, und sei es nur eine Art Taufe oder Prägung, nach der Atlan etwas Kosmokratisches anhaftet.

Der Roman, der sich vor einem fantasyhaften Hintergrund abspielt, hat mir sehr gut gefallen. Anti-Homunk hat nun seine Entstehungsgeschichte, und auch hier baut sich der Konflikt zwischen ES und Anti-ES weiter aus, da die Schwester von ES gerettet wurde, um eines Tages ihren Bruder rächen zu können. Das Titelbild, dass mir sehr gut gefällt, zeigt das Geschwisterpaar, nachdem es in die Falle gelockt und fast am Ende angekommen ist.

Sehr gut hat mir Atlans Agieren in der Namenlosen Zone gefallen, wie er aus den wenigen Möglichkeiten, die sich bieten, das Maximum für sich herausholt. Das Ende des kurz und bündig über den Sinn seines Lebens philosophierenden Pudels, der sich opfert, war ziemlich krass.

Die ÜBERZONE, eine Kugel mit metallischer unterer Hälfte und transparenter oberer Hälfte erinnert mich an das Gefährt von Slartibartfast in der BBC-Serienverfilmung von Hitchhiker's Guide Through The Galaxy, mit dem dieser in das Innere das Planeten flog. Interessant, dass das Schiff ein Teil von Anti-ES war. Die Wächter der Namenlosen Zone fand ich auch sehr interessant. Sie haben ihre eigene Art zu denken und über alles zu urteilen, nicht fehlerfrei, aber charakteristisch.
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Yman
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Grauer Lord hat geschrieben:Der zweite Teil der Namenlosen Zone-Erinnerung hinterlässt einen ambivalenten Eindruck. Einerseits gibt es wichtige Erkenntnisse über die Verbannung von Anti-ES, der von den Hohen Mächten regelrecht an seinen Löcherplanetoiden gefesselt wurde. Dazu ist die SI gezwungen, längere Ruhephasen einzuhalten, als exposetechnisch eingebaute Schwäche des aktuellen Super-Gegners.. Zum anderen kann die gehandicapte SI sich nur teilweise vom Planetoiden lösen - und ist durchaus verletzlich. An dieser Stelle muss man sich als Leser darauf einlassen, dass die negative Hälfte der Superintelligenz ES an seinem Verbannungsort offenbar einer Art „Degrader“ unterliegt, „anfassbarer“ und begreifbarer ist, als eine SI es im normalen Perry-Universum:eigentlich sein dürfte, auch nach den Masstäben von 1983 oder 84. Für mich gehört das zum Prinzip des Verbannungsortes Namenlosen Zone.


In dem philosophischen Konzept der Verbannung in die Namenlose Zone scheint ja das Verhältnis von Geist, Materie und Energie eine große Rolle zu spielen. In der Namenlose Zone ist fast alles möglich, was sich da irgendwie variieren lässt. Ich finde es akzeptabel, dass Anti-ES degradet und teilweise als materieller Gegner geschildert, aus dem mit einem Messer ein positiver Kern herausgebrochen wird.

Das Konzept der Miniaturisierung ist auch nicht ganz neu für die Atlan-Serie. Atlans Kämpfe gegen Pilze oder was auch immer lockerten die Handlung etwas auf, aber es fiel mir am Anfang schwer in den Roman hineinzukommen, und er gefällt mir auch nicht so gut wie der erste Teil von Peter Griese.

Statt mit der ÜBERZONE, die ja eine gewisse Persönlichkeit hatte, hat es Atlan nun auch mit eher seelenlosen vierbeinigen Anti-ES-Spinnen zu tun, also Wesen, die Anti-ES auch wieder aus sich gebildet hat. Anti-ES ist recht erfinderisch. Mal sind seine Helfer ehemalige Menschen, so wie Anti-Homunk, oder auch sich selbst geschaffene Wesen wie die ÜBERZONE, oder aus Jenseitsmaterie wie Janvrin.

Die Basis des Ersten Zählers ist vielleicht auch noch für eine Überraschung gut, aber hat man auch schon viel erfahren, wie das damals mit Atlan und seinem Versuch hinter die Materiequellen zu gehen, und mit der Begegnung mit Anti-ES gelaufen ist. Bis jetzt finde ich das alles aber auch noch sehr interessant. Band 600 und die ersten Bände danach gefallen mir sogar besser als der Band 500 und die Bände danach.
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Grauer Lord
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In der Tat: die Basis des ersten Zählers hat ihre Geheimnisse noch lange nicht alle preisgeben. Ich stimme Dir voll zu, dass wir bisher schon viel erfahren haben; wenn man den flotten Erkenntnisfortschritt mit den Prozessen in der aktuellen PR-Serie vergleicht, kann einem als Leser der alten Atlan-Hefte beim Tempo der Enthüllungen ja fast schon schwindelig werden. Wenn ich mich richtig an damals erinnere, geht’s auch ziemlich flott in diesem Sinne weiter. Der Stil der Romane fällt teilweise allerdings extrem gegen alles ab, was heute so bei PR geschrieben wird. Das überrascht mich beim Nachlesen schon.
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Am Montag, den 23. Mai 1983 erschien der Band 607 der Atlan-Serie:

Manifest B

von Arndt Ellmer

Bild


Handlung:

Das Volk der Urk-Lystarin entdeckt nach Jahren ohne Gegner die Terver. Unter dem Oberkommando des Sagers Urk-Wascheff startet eine Flotte von 118 Schiffen, um gegen die Terver zu kämpfen. Der Angriff auf Terv führt zu einem Patt. Die Schiffe der Urk-Lystarin können die Städte unter Wasser nicht zerstören, während die Terver darauf angewiesen sind, Gegner ins Wasser zu locken, was nicht gelingt.

Die Städteführer der Terver versammeln sich in der Stadt Lisbaon unter Senkmeister Lemarner Traph. Juccan Bresalph stellt seinen Plan vor, mit einem Gravitron die SOL zu zerstören. Trotz des Angriffes der Urk-Lystarin soll der Plan durchgeführt werden.

Ein kleiner Trupp Solaner versucht noch einmal, den Schweißtang um die SOL anzugreifen. Durch Zufall entdeckt der Solaner Rubeiner eine Blase, die ein großes Tanggebilde steuert, und zerstört es. Auf diese Weise wird eines von sechs Gebilden um das Schiff zerstört. In der Zentrale wird die neue Emotionautin Cara Doz eingewiesen. Als die Urk-Lystarin angreifen, während die Terver gleichzeitig das Gravitron einsetzen, reißt sie die Steuerung an sich und kann die SOL durch eine Lücke ins All steuern, was nur durch Störungen des Gravitrons durch die Urk-Lystarin möglich ist.

Diese halten die SOL für ein Schiff der Terver. Urk-Wascheff nimmt mit dreißig Schiffen die Verfolgung auf. Zugleich entsendet Anti-Homunk das Manifest B, Pervrin, gegen die SOL. Dabei handelt es sich um eine Vierkantsäule, die unaufhaltsam der SOL nachfliegt und bei einem zufälligen Kontakt ein Schiff der Urk-Lystarin durch Berührung zerstört.

Die Terver öffnen derweil ein legendäres Perlenkästchen in der ersten Stadt Pschwemmvu, in der Hoffnung, Hilfe im Kampf zu erhalten. In dem Kasten ist eine Nachricht des früheren Senkmeisters von Pschwemmvu, Cerdur Menach, der den fremden Einfluss zur Aktivierung der Kampfbereitschaft erkennt und warnt. Die Terver vernichten die Botschaft.

Unerwartet endet die Beeinflussung im Gebiet der SOL. Urk-Wascheff erklärt seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit und lotst die SOL mit dem verfolgenden Manifest B nach Urk-Sanzig, wo es mit einem Hyperfeld gefangen wird. In dem Feld erlangt das Manifest seine Erinnerung zurück und weiß wieder, dass es der Dritte Zähler aus der Namenlosen Zone ist. Es bittet darum, in dem Feld auf Dauer festgehalten zu werden. Die SOL stellt fest, dass die Kämpfe in einer Zone mit zehn Lichtjahren Durchmesser aufgehört haben. Das Schiff nimmt Kurs auf den Mittelpunkt der Zone.

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Ein Roman mit einem grandiosen Titelbild, einem echten Meisterwerk von Jonny Bruck. Der Text von Arndt Ellmer führt die emotionautin Cara Doz ein, die noch eine wichtige Rolle spielen wird. Die ausgezehrt und immer müde wirkende junge Frau in dem Schlabbergewand, vom ein oder anderen „Engel“ genannt, ist eine „Wachschläferin“ und scheint die SOL mit beinahe magischer Sicherheit zu steuern. Ihre Eltern werden zwar kurz erwähnt, ansonsten verliert sich Caras Herkunft aber im Ungefähren und den Untiefen der SOL. Dass man ihr die Kontrollen des Schiffes so bereitwillig und ungeprüft überlässt, fand ich etwas merkwürdig.

Der Rest des Romans ist typische Ellmer-Kost; grotesk gestaltete, dabei aber recht menschlich agierende Urk-Lystaryn greifen in ihren Muschelschiffen die Wasserwelt an, auf der die SOL festsitzt, an. Die Terver entdecken auf einer uralten Folie, dass es mal eine Zeit ohne Kampf gab in Xiinx-Markant. Das muss auch der Urk-Lystarin-Trupp begreifen, denn plötzlich fällt in einer kugelförmigen Hemisphäre die geheimnisvolle Kriegsstrahlung aus, die die Völker seit Jahren zum ewigen Auslesekampf anstachelt. Und das Manifest B entpuppt sich merkwürdiger Weise und gegen die alphabetische Reihenfolge gleich als der dritte Zähler, der sogleich unter einem Energieschirm festgesetzt wird und es damit auch zufrieden ist. Von den Tervern in ihren Pilzstädten liest man nichts mehr - abgehakt.

Ein actiongetriebener Roman, der durch den partiellen Wegfall der Kriegsstrahlung neugierig auf das nächste Heft macht.
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Yman
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Grauer Lord hat geschrieben:Ein Roman mit einem grandiosen Titelbild, einem echten Meisterwerk von Jonny Bruck. Der Text von Arndt Ellmer führt die emotionautin Cara Doz ein, die noch eine wichtige Rolle spielen wird. Die ausgezehrt und immer müde wirkende junge Frau in dem Schlabbergewand, vom ein oder anderen „Engel“ genannt, ist eine „Wachschläferin“ und scheint die SOL mit beinahe magischer Sicherheit zu steuern. Ihre Eltern werden zwar kurz erwähnt, ansonsten verliert sich Caras Herkunft aber im Ungefähren und den Untiefen der SOL. Dass man ihr die Kontrollen des Schiffes so bereitwillig und ungeprüft überlässt, fand ich etwas merkwürdig.


Das Titelbild von Bruck ist wirklich ein Meisterwerk. Ich hoffe, er hat es nicht irgendwo entlehnt. Diesen Einstand von Cara Doz fand ich auch sehr merkwürdig. Sie ist gerade mal 21, und die SOL hat bereits zwei erfahrene Piloten: Vorlan und Uster Brick. Aber immerhin, sie wurde in Atlan 589 (von Peter Griese) schon mal erwähnt und als schüchternes, unterernährtes Mädchen beschrieben. Sie hatte damals das Training als Beste abgeschlossen, mit nur 2 Fehlerpunkten in 40 Flugstunden. Bei den drei Mitbewerbern waren es 200-300. Nun ist wohl ihr Tag. Im Heft ist auch eine Illustration von ihr. Sieht sehr fantasy-mäßig aus. Soll es vielleicht auch.

Den Rest des Romans kann ich noch nicht so ganz als typische Ellmer-Kost einstufen, da ich in letzter Zeit sehr wenig von ihm gelesen habe, aber der Kampf um die Wasserwelt, in dessen Wirren der SOL die Flucht gelingt, hat mir nicht besonders gefallen. Von den Pilzstädten hätte ich aber gerne noch mehr gelesen.

Nach Janvrin taucht nun Pervrin auf, der von Anti-ES zum unfreiwilligen Helfer namens Manifest B umgemodelte Dritte Zähler, der seltsamerweise gleich festgesetzt wird und wenig Wirkung entfaltet, zumindest wird er nicht zu einer ernsten Bedrohung für die SOL. Es kommt gar nicht erst so weit.

Die neue Emotionautin hat sich nach der gelungenen Flucht vom Wasserplaneten mit der Ausmanövrierung von Manifest B nun zum zweiten Mal bewährt. Man wird wohl weiter mit ihr rechnen müssen. Ich bin gespannt, wie sich ihr Charakter noch entwickelt, auch wie sie von den anderen Autoren geschildert wird, und wie es mit Pervrin weiter geht. Anti-ES wird diese Schlappe nicht auf sich sitzen lassen.
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Lumpazie
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Am Montag, den 30. Mai 1983 erschien der Band 608 der Atlan-Serie:

Das Mental-Relais

von Kurt Mahr

Bild


Handlung:

Drei Tage nach dem Verlassen der Dunkelzone begegnet die ZACK einer Flotte der Barleoner, die vom Hohen Totem-Bewahrer Dengt angeführt wird. Das Boot muss fliehen und erhält durch eine zufällige Begegnung mit einer Flotte der Tengdschi einen Vorsprung, bei dem die Tengdschi sich jedoch zurückziehen müssen. Glogg steuert das Boot in den Schutz einer unbekannten Raumstation, bei der es sich um ein Mental-Relais handelt. Nachdem das Relais durch das Feuer der Barleoner gezwungen wird, seinen Schutzschirm zu aktivieren, erlischt der Drang zu kämpfen. Entsprechend erbringt das Verlassen des Schutzes der Station die Rückkehr der barleonischen Angriffswut.

Als Hage Nockemann Blödel die Theorie nicht glaubt, es handele sich um ein Mental-Relais zur Verbreitung der Aggression, fliegt der Roboter auf eigene Faust zur Station. Wuschel neutralisiert den Schutzschirm an einer Stelle, so dass Blödel eindringen kann. Unverschämt gibt er sich als Beauftragter der Mächte in der Dunkelzone aus. Zur Steuerung der Psi-Strahlung gehört ein organisches Bewusstsein, das Gewissen des Kriegers. Das Gewissen in diesem Fall, Ordeal, lässt Blödel aus Neugierde gewähren.

Erst als Wuschel in den großen Encoder des Mentalsenders eindringt und ihn von innen beschädigt, wird Blödel mit einem Fesselfeld festgehalten. Er behauptet, seine Auftraggeber wären in der ZACK, und erreicht so, dass das Boot andocken darf. Der Zentralrechner greift jedoch ein und durchschaut das Scientologen-Team. Ordeal wird zur Strafe ausgelöscht. Wuschel beschädigt die Station von innen, so dass der Schutzschirm ausfällt. Die Barleoner greifen an und schießen die Station schrottreif, wobei die ZACK zerstört wird.

Nockemann kann den Rechner überzeugen, ihn die SOL als Hilfe rufen zu lassen. Die Barleoner stellen das Feuer jedoch bereits ein, als der Mentalsender den Geist aufgibt. Nockemann, Blödel, Argan U, Wuschel und Glogg werden von der SOL aufgenommen.

Während der Ereignisse wollen die Barleoner immer wieder ihr Totem Barleona um Rat fragen. Der Bewahrer Dengt kommt jedoch dahinter, dass selbst die vier Totem-Diener, darunter Xingt und Pangt, selbst von den Robotern des Totems nicht zu dem heiligen Gegenstand vorgelassen werden. Damit erachtet er das Totem als nutzlos und schenkt es nach der Ausschaltung des Mental-Relais den Solanern. Atlan kann den Behälter betreten und findet die wunderschöne Frau Barleona vor, der er in den nächsten Tagen seine volle Aufmerksamkeit widmet. Zum Ärger der Solaner lässt er ihr ein Quartier in SOL-City einrichten, obwohl viele in ihr das Manifest C sehen.

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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Grauer Lord
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Auch dem armen Kurt Mahr blieb es nicht erspart, die Eskapaden der Scientologen Blödel und Hage Nochemann auszubaden. Immerhin liefert der damalige Techniker bzw. Naturwissenschaftler der Perry Rhodan-Serie ein paar Erklärungen für Blödels „menschliches“ Verhalten, das in „emotio-positronischen Sonderkomplexen“ seiner Schaltungen begründet ist. Ok. Das Zusammentreffen mit dem geheimnisvollen Doppelrad, das in einer Kugel von 10 Lichtjahren Tod und Verderben für die Völker von Xiinx-Markant bereithält, verlief dann aber wieder zum Abgewöhnen.
Blödel startet eine Extratour und Allzweckwaffe Wuschel „frisst“ den Energieschirm um das Mental-Relais einfach weg. Damit nicht genug der absurdität, lässt das Bewusstsein der Station nach und nach alles und jeden an Bord, der am Ende etwas zum Abschalten der Kriegsstrahlung und seinem eigenen Untergang beizutragen hat. Was hätte etwa William Voltz aus einem einsamen Wächter-Gehirn mit unklarer Herkunft in den Untiefen der Kriegsgalaxis nicht alles machen können; und was hätte man generell aus der Aura des Krieges und ihren sicherlich verheerenden Folgen in der Kriegszelle literarisch herausarbeiten können, wie etwa in Erendyra zur Zeit des Kriegerkultes ab PR 1250. So wirkt auch das Agieren der Barleoner eher auf Slapstick getrimmt, angefangen von ihrem Ausssehen mit den Schlappohren bis hin zu den schlichten Kurz-Namen, die in dieser Phase der Serie prägend sind (siehe ZACK). Das Getue um das geheimnisvolle Totem hat auch ein paar originelle Züge, etwa dass niemand der offiziellen Totem-Wächter auch nur den blassesten Schimmer hat, was es damit eigentlich auf sich hat.
Am Ende geht die Klappe auf und eine wunderschöne Frau „deren Körperformen voll ausgebildet waren“ (sic) zieht Atlan in ihren Bann. Den Cliffhanger bildet die Frage, ob Barleona das Manifest C ist, das auf den arkoniden angesetzt wurde.

Ein äußerst bescheidenes Lesevergnügen; einzig die RZ von Paul Delavier war Spitze und passte exakt zur Handlung. Weiterlesen fällt so nicht unbedingt leicht, aber aus meiner Erinnerung heraus kommen auch wieder bessere Hefte.
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Yman
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Grauer Lord hat geschrieben:Auch dem armen Kurt Mahr blieb es nicht erspart, die Eskapaden der Scientologen Blödel und Hage Nochemann auszubaden. Immerhin liefert der damalige Techniker bzw. Naturwissenschaftler der Perry Rhodan-Serie ein paar Erklärungen für Blödels „menschliches“ Verhalten, das in „emotio-positronischen Sonderkomplexen“ seiner Schaltungen begründet ist. Ok. Das Zusammentreffen mit dem geheimnisvollen Doppelrad, das in einer Kugel von 10 Lichtjahren Tod und Verderben für die Völker von Xiinx-Markant bereithält, verlief dann aber wieder zum Abgewöhnen.
Blödel startet eine Extratour und Allzweckwaffe Wuschel „frisst“ den Energieschirm um das Mental-Relais einfach weg. Damit nicht genug der absurdität, lässt das Bewusstsein der Station nach und nach alles und jeden an Bord, der am Ende etwas zum Abschalten der Kriegsstrahlung und seinem eigenen Untergang beizutragen hat. Was hätte etwa William Voltz aus einem einsamen Wächter-Gehirn mit unklarer Herkunft in den Untiefen der Kriegsgalaxis nicht alles machen können; und was hätte man generell aus der Aura des Krieges und ihren sicherlich verheerenden Folgen in der Kriegszelle literarisch herausarbeiten können, wie etwa in Erendyra zur Zeit des Kriegerkultes ab PR 1250. So wirkt auch das Agieren der Barleoner eher auf Slapstick getrimmt [...]

Ein äußerst bescheidenes Lesevergnügen; einzig die RZ von Paul Delavier war Spitze und passte exakt zur Handlung. Weiterlesen fällt so nicht unbedingt leicht, aber aus meiner Erinnerung heraus kommen auch wieder bessere Hefte.


Bis zur Risszeichnung (des Mental-Relais) habe ich mich vorgearbeitet, und da musste ich dann auch innehalten. Diese Risszeichnung finde ich außergewöhnlich schön. Der Roman ist bis zu dieser Stelle auch noch genießbar. Ich bin kein großer Freund des Gespanns Nockemann-Blödel, aber Kurt Mahr gelingt es tatsächlich, dem Roboter Seriosität zu verleihen. Roboter mit "Persönlichkeit" hatten wir auch in der Anfangszeit der PR-Serie mit Meech Hannigan von Abteilung III.

Dass der Bakwer Wuschel sich durch einen Energieschirm frisst, fand ich nach dem, was er sonst schon alles fressen konnte, auch nicht mehr weiter schlimm. Im Roman las es sich so, als ob er einfach nur die Feldstärke abgeschwächt hatte. Mit dem Mental-Relais hat man nun auch eine konkrete Erklärung bzw. Vorstellung, wie das in dieser Galaxis so läuft. Viele der neuen Völker in der neuen Galaxis wirken aber sehr überzeichnet, und man kann sie kaum ernst nehmen, so auch die Barleoner. Ich gebe dir auch Recht, dass William Voltz aus diesem Roman sehr viel mehr gemacht hätte, vor allem, was das Bewusstsein dieser Station anbelangt.
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Lumpazie
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Am Montag, den 30. Mai 1983 erschien der Band 609 der Atlan-Serie:

Atlan und Barleona

von Hans Kneifel

Bild


Handlung:

Am 9. November 3807 steht die SOL in der befriedeten Zone. Atlan widmet seine meiste Zeit Barleona und erweitert ihr Wissen durch Hypnoschulungen. SENECA errechnet mögliche Standorte für Mental-Relais. Mit den Kreuzern FERNWEH, STERNLOK und KONTERMANN unter Lyta Kundurans, Solania von Terras und seinem Kommando will er weitere Mental-Relais aufspüren. Federspiel fliegt auf der KONTERMANN als Telepath mit.

Die Kreuzer fliegen drei berechnete Ziele an. Im System der Sonne Mission-A finden sie kein Mental-Relais vor und sehen sich einem Angriff einer großen Flotte ausgesetzt. Daraufhin lässt Breckcrown Hayes den Verband Mission-B anfliegen. Hier ist ein Mental-Relais vorhanden. Von den Planeten Aggression und Surpriseworld starten moderne Schiffe und bringen die FERNWEH zum Absturz auf dem innersten Planeten Granite. Die anderen beiden Kreuzer verstecken sich in der Sonnenkorona.

So sitzen die Kreuzer fest, bis eine Frau namens Tyari mit einem Schiff aus Formenergie im System erscheint und das Mental-Relais durch Rammen vernichtet. Sie gibt an, aus Bars-2-Bars zu kommen, und will zu Atlan. Danach kann die Crew der FERNWEH evakuiert werden, was auch nötig ist, da Kristalle in das Schiff eindringen, dort zu Pflanzenform anwachsen und das Material zerfressen.

Auf der SOL weiß Atlan nicht, wer Tyari ist. Sternfeuer und Bjo Breiskoll spüren, dass das Manifest D in der Nähe ist.

Die Kreuzer entdecken ein weiteres Mental-Relais bei Mission-C. Tyari zerstört es wieder durch Rammen, obwohl es von einem befestigten Asteroiden verteidigt wird. Danach fliegen die drei Schiffe zurück zur SOL.

Diese ist inzwischen von Tremtrin, dem Manifest D, eingeschlossen. Tremtrim ist eine Energiesphäre und zieht sich langsam zusammen. Tyari verspricht Hilfe, wenn man sie an Bord lässt. Nachdem Atlan zugesagt hat, zerstört sie das Manifest D mit ihrem Energieschiff, das sie damit opfert.

Tyari wird wie Barleona, die eifersüchtig reagiert, in SOL-City einquartiert. Das Manifest C ist bereits an Bord. Dies äußert sich darin, dass SENECA mit einem Mal störrisch reagiert.

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Yman
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Grauer Lord hat geschrieben: Am Ende geht die Klappe auf und eine wunderschöne Frau „deren Körperformen voll ausgebildet waren“ (sic) zieht Atlan in ihren Bann. Den Cliffhanger bildet die Frage, ob Barleona das Manifest C ist, das auf den arkoniden angesetzt wurde.


Barleona - Manifest C. Wenn man das C in Barleona einbaut, erhält man Barcelona. Auch eine Gedächtnisstütze. Interessant finde ich die fünf Statuen auf dem Löcherplaneten und wie sie sich verändern:

1. Eine runde dicke, pechschwarze Scheibe.
2. Ein Androidenkörper.
3. Gestalt, die an Atlan erinnert: wird nach Janvrins Vernichtung zu einem perfekten Abbild Atlans.
4. Ein Standbild Janvrins: wird nach Janvrins Vernichtung zu einem zehn Meter hohen intensiv leuchtenden Balken.
5. Eine ungeformte Masse: wird nach Janvrins Vernichtung zu 34 Meter hohen Ei mit sechseckigen Mustern.

Nochmal zur Risszeichnung des Mental-Relais: Laut RZ ist das Mental-Relais unbewaffnet, aber im Roman verfügt es über nachträglich eingebaute "aktive Defensivwaffen", mit denen einige Schiffe der Barleoner zerstört werden, und über einen Hypersender, der auch nicht in der RZ ausgewiesen ist.

Nun ist also durch den Ausfall des Mental-Relais im Umkreis von 10 Lichtjahren eine Art Friedenszone eingetreten.

Warum hat Nockemann mit dem Namen Anti-Homunk, den der Zentralrechner des Mental-Relais ihm nannte, nichts anfangen können? Nockemann geht mir wirklich auf die Nerven. Blödel alleine wäre vielleicht noch zu ertragen.
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Yman
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Lumpazie hat geschrieben:Am Montag, den 30. Mai 1983 erschien der Band 609 der Atlan-Serie:

Atlan und Barleona

von Hans Kneifel

Bild


Handlung:

Am 9. November 3807 steht die SOL in der befriedeten Zone. Atlan widmet seine meiste Zeit Barleona und erweitert ihr Wissen durch Hypnoschulungen. SENECA errechnet mögliche Standorte für Mental-Relais. Mit den Kreuzern FERNWEH, STERNLOK und KONTERMANN unter Lyta Kundurans, Solania von Terras und seinem Kommando will er weitere Mental-Relais aufspüren. Federspiel fliegt auf der KONTERMANN als Telepath mit.


Über Federspiels Fähigkeiten als Telepath bin ich mir nicht im Klaren. Er ist auf jeden Fall schwächer als Sternfeuer, die sich ihrerseits schon an echten Telepathen wie Breiskoll immer wieder aufladen muss, um ihre Fähigkeiten ausüben zu können, und von Federspiel dachte ich, dass er außer Kontakt mit anderen Telepathen zu halten, nicht viel kann.

Ansonsten ist es der Tag der Frauen in der Atlan-Serie. Zwei von drei Kreuzern werden von Frauen kommandiert, und Atlan wird gleich von zwei Frauen bedrängt: Barleona und Tyari. Zwar heißt der Roman "Atlan und Barleona" (A und B neben Manifest C und D), aber es ist Tyari, eine Raumfahrerin aus der Galaxie Bars-2-Bars, die mit ihrem 50-Meter-Formenergie-Kugelraumer einen furiosen Auftritt hinlegt, trotz starker Verteidigung zwei Mental-Relais zerstört und dann noch die SOL vor Manifest D rettet und dabei Manifest D vernichtet. Sie sieht aus wie Atlans Schwester und sucht auch Atlan. Eigentlich müsste der Roman "Atlan und Tyari" heißen, aber Barleona war nun mal vor ihr da.

Nicht ganz so spektakulär wie Tyaris Auftritt ist das Manöver, das die Emotionautin Cara Doz fliegt. Die SOL, die durch einen goldenen Energieschirm, der sich immer enger zusammenzieht, bedroht wird, teilt sich in drei Teile. Die zwei Kugeln stoßén ähnlich wie das Doppelrad eines Mental-Relais aufeinander, und das um 90 Grad gedrehte Mittelstück wird zwischen die beiden Kugelwandungen gepackt, so dass die SOL einen geringeren Durchmesser bekommt und Zeit gewinnt.

Raumfahrt ist an sich das Thema des Romans. Das Titelbild gibt z.B. einen Eindruck davon, wie eine Expedition mit Notlandung ausgehen kann. Der Kreuzer FERNWEH muss aufgegeben werden. Die Kontamination durch Lebensformen wird nicht oft thematisiert, und auch hier ist es ein Randthema, aber es ist gut, dass dieser Aspekt nicht vergessen wird.

Eine anderes vernachlässigtes Thema ist Atlan und die Frauen. Im ganzen SOL-Zyklus war da bisher weniger davon zu lesen als in einem einzigen Zeitabenteuer von Hans Kneifel, der auch hier der Autor und prädestiniert dafür ist, einen Kurswechsel von 180 Grad einzuleiten, aber noch ist nichts passiert.

An Bord der SOL sind nun zwei Frauen (Illustrationen in diesen und dem vorletzten Band), und SENECA scheint unter dem Einfluss von Manifest C zu stehen. Man kann vermuten, dass Barleona das Manifest C ist und selbst nichts davon weiß. Möglicherweise sind bei der Hypnoschulung, die sie bekommen hat, Informationen bzw. Programmierungen, nicht nur eine Richtung geflossen.
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dandelion
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Sehr stimmungsvolles Titelbild, beste Bruck-Qualität. Aber was bedeutet die Silberkugel auf dem Felsen?
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Yman
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dandelion hat geschrieben:Sehr stimmungsvolles Titelbild, beste Bruck-Qualität. Aber was bedeutet die Silberkugel auf dem Felsen?

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es ist Tyari, eine Raumfahrerin aus der Galaxie Bars-2-Bars, die mit ihrem 50-Meter-Formenergie-Kugelraumer einen furiosen Auftritt hinlegt
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