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Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Heiko Langhans » 30. November 2013, 22:22

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Heiko Langhans
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Gerade schlüssele ich auf, wieviel Gortavor in Blauband 17 hinzukam.

Alsbald mehr.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Faktor10 » 4. Dezember 2013, 20:42

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Faktor10
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Ich habe einen Band PR wo 4! Umschläge vorhanden sind. :D :rolleyes:
Unbelehrbarer Altleser.Allem Neuen aber aufgeschlossen. Leider mit ausgeprägter Rechtschreibschwäche.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Langschläfer » 4. Dezember 2013, 21:06

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Faktor10 hat geschrieben:Ich habe einen Band PR wo 4! Umschläge vorhanden sind. :D :rolleyes:

Das könnte Rekord sein, aber 2 oder sogar 3 hatte ich auch schon mal. :D :D :D :D

Liegt am Verfahren - die Titelbilder werden separat gedruckt (Vierfarbdruck läuft über eine ganz andere Maschine, ist ja auch anderes Papier und so weiter) und erst später vollautomatisch mit den Druckbögen der Romanseiten zusammengefügt und geklammert.

Wer bei seinem Drucker zuhause oder in der Firma oder einem Kopierer schon mal einen Mehrfacheinzug erlebt hat - das ist praktisch das gleiche Problem. Nur zickt die Druckereimaschine deswegen nicht gleich rum als wollte man ihr an die Schaltkreise. :D

(Ich hatte bei VPM mal eine Druckereiführung, beim Fest zum 40jährigen 2001 gabs die auch.)
Neun von zehn Stimmen in meinem Kopf sagen mir ständig das ich nicht verrückt bin. Die zehnte pfeift die Melodie von Tetris.

"Fighting for peace is like screwing for virginity." - George Carlin

Polls sind doof. ;)

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Lumpazie » 4. Dezember 2013, 22:26

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Langschläfer hat geschrieben:
Faktor10 hat geschrieben:Ich habe einen Band PR wo 4! Umschläge vorhanden sind. :D :rolleyes:

Das könnte Rekord sein, aber 2 oder sogar 3 hatte ich auch schon mal. :D :D :D :D

Liegt am Verfahren - die Titelbilder werden separat gedruckt (Vierfarbdruck läuft über eine ganz andere Maschine, ist ja auch anderes Papier und so weiter) und erst später vollautomatisch mit den Druckbögen der Romanseiten zusammengefügt und geklammert.

Wer bei seinem Drucker zuhause oder in der Firma oder einem Kopierer schon mal einen Mehrfacheinzug erlebt hat - das ist praktisch das gleiche Problem. Nur zickt die Druckereimaschine deswegen nicht gleich rum als wollte man ihr an die Schaltkreise. :D

(Ich hatte bei VPM mal eine Druckereiführung, beim Fest zum 40jährigen 2001 gabs die auch.)


Ich habe sogar einen mit 5 Umschlägen (5.Auflage, mit OldMan drauf), einige mit 2 oder 3 Umschlägen. Langschläfer hat das sehr gut erklärt. Die Hefttitelbilder werden im Bogendruck, die Hefte vermutlich im Rollenoffsetdruck hergestellt. Beides dann in der Weiterverarbeitung zusammengefügt. Glaub aber ja nicht, das die Heftungsmaschine nicht genauso zickt, wie der "simple" Kopierer in der Firma bzw zuhause. Die Doppelumschläge sind ja so ein Ergebniss, wenn was bei der Einstellung nicht stimmt ;)
Es is kein’ Ordnung mehr jetzt in die Stern’,
D’ Kometen müßten sonst verboten wer’n;
Ein Komet reist ohne Unterlaß
Um am Firmament und hat kein’ Paß;
Und jetzt richt’ a so a Vagabund
Und die Welt bei Butz und Stingel z’grund
(Johann Nestroy)

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Copperblade » 5. Dezember 2013, 13:36

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Copperblade
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Heiko Langhans hat geschrieben:Gerade schlüssele ich auf, wieviel Gortavor in Blauband 17 hinzukam.

Alsbald mehr.


was meinst du mit "hinzukam"? Ich muss dazu sagen, daß ich nur die Originalauflagen lese und
deshalb noch nie Bekanntschaft mit einem Grün- , Blau- oder Silberband gemacht habe :o(
Bisher war ich der Meinung, es wurden höchstens Handlungsabschnitte weggelassen. Das neue
Einzelheiten hinzukommen ist mir jetzt neu. :gruebel:
Zur Zeit lese ich die Kurzgeschichte: "Das Vermächtnis der Prinzessin" von Josephine Jangowski-Behrendt

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Heiko Langhans » 5. Dezember 2013, 16:35

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Heiko Langhans
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Am 6. August 1973 erschien der 96. Roman (exclusiv 3) der ATLAN-Serie:

Hans Kneifel: Hetzjagd durch das Blasse Land

Bild

Kurzzusammenfassung
An der Grenze des Blassen Landes hat Fartuloon einen Stützpunkt. Zu diesem will Atlan mit seinen Begleitern wegen des OMIRGOS' – eines Kristalls – flüchten. Trotz Schneegeistern und Stürmen erreichen Fartuloon und seine Begleiter die Siedlung Adjover, wo Fartuloon den lokalen Tyrannen Umman überwältigen kann, um frische Ausrüstung zu erlangen.

Erst kurz vor der Station werden die Flüchtenden von den Kralasenen eingeholt. Die Station selbst liegt im Tal Kermant, wo auch noch moderne Technik versagt. In dem Nebel können die Kralasenen Farnathia entführen. Atlan, Fartuloon und Eiskralle werden von dem OMIRGOS mit einem Transmitter-Effekt von Gortavor abtransportiert.

Handlung
Fartuloon, Atlan, Eiskralle und Farnathia befinden sich in der Siedlung Seuders Weiße Zelte. Atlan versucht, ein ziemlich heruntergekommenes sechsrädriges Fahrzeug wieder in Gang zu bringen, mit dem die Gefährten Fartuloons Stützpunkt im Blassen Land erreichen wollen.

Nach einigen Reparaturen kann die Fahrt durch Schnee und Eis beginnen. Bald begegnen sie den ersten Schneegeistern. Auf einem zugefrorenen See schlagen die Schneegeister zu. Sie bringen die Eisdecke zum Bersten. In einer Höllenfahrt erreicht das dampfgetriebene Gefährt das rettende Ufer des Sees. Die Kameraden suchen in einer Felsenhöhle Zuflucht. Nach einer ereignislosen Nacht geht die wilde Fahrt weiter. Auch eine von den Schneegeistern ausgelöste Lawine kann das Fahrzeug nicht stoppen. Nach sechs Tagen Fahrt erreichen sie das Tal des Dampfes. Dann ist am Horizont Adjover zu erkennen.

Immer mehr Teile des Antriebs des Raupenfahrzeugs fallen aus. Bevor das Gefährt seinen Dienst aufgibt, erreichen die Gefährten Adjover. Als sich die verwahrlosten Männer aus Adjover auf Farnathia stürzen wollen, lernen sie die Kampfkraft Fartuloons und Atlans kennen. Erst als Eiskralle in den Kampf eingreift und den Kopf eines der Männer zu Eis erstarren lässt, stellen die Angreifer die Versuche ein, Farnathia in ihre Gewalt zu bekommen. Umman, der Herrscher über Adjover, meldet sich und befiehlt Fartuloon und seinen Begleitern, zu seiner Festung im Zentrum der Siedlung zu kommen. Atlan stellt das Raupenfahrzeug direkt vor dem Bauwerk ab und schließt alle Sicherheitsventile. Der Druck im Dampfkessel steigt immer mehr an. Atlan, Fartuloon, Eiskralle und Farnathia sind ausgestiegen und laben sich an einem Brunnen. Als der Kessel endlich explodiert, sprinten die Vier auf Ummans Festung zu, deren Mauern eingedrückt und dessen Eingangsschott aus den Angeln gerissen wurde. Der überraschte Umman wird genötigt, ihnen Gastrecht zu gewähren und in den nächsten Tagen ihre Befehle auszuführen.

Während Fartuloon den Kergonen unter Beobachtung hat, suchen Atlan, Farnathia und Eiskralle eine ihnen zugewiesene, relativ komfortable Unterkunft auf. Nach einem erquickenden Bad und Versorgung mit neuer, sauberer Kleidung nehmen sie eine ausgiebige Mahlzeit aus den Vorräten Ummans zu sich. Nach langem Schlaf – die Bewachung des Kergonen wird unter ihnen aufgeteilt – finden sie einen Schlitten, mit dem sie ihre Reise ins Tal Kermant fortsetzen wollen. Die fünf kräftigen Hr'seecs legen ein ordentliches Tempo vor.

Ein Trupp von dreizehn Kralasenen ist den Gefährten dicht auf den Fersen. In Adjover erfahren sie von Umman, dass die Gesuchten ins Tal Kermant unterwegs sind. Mit einigen Schüssen aus einer Impulskanone, die auf dem Dach seiner Behausung installiert ist, verbreitet Umman Terror in Adjover. Er bezweckt damit die Bereitstellung von Rollenschlitten, die er den Kralasenen übergibt, um die Verfolgung aufnehmen zu können. Da außerhalb der Siedlung keinerlei Energieaggregate funktionieren, sind die Kralasenen und selbstverständlich auch Fartuloon und seine Begleiter auf diese primitiven Fortbewegungsmittel angewiesen. Diese rätselhafte Zone erstreckt sich vom Warmen Auge bis zum planetaren Nordpol.

Nach einer rasenden Fahrt über den Asaka sind die Zugtiere der Erschöpfung nahe. In einer verborgenen Höhle hat Fartuloon zwei Markas versteckt, mit denen sie nun den Weg fortsetzen. Es gilt, die dreißig Kilometer lange Gletscherzunge des Asaka zu überwinden. In halsbrecherischer Fahrt bezwingen sie den Gletscher, verfolgt von den Kralasenen. Es gelingt den Gefährten, einen Marka, besetzt mit sieben Kralasenen, abzuschießen. Kurze Zeit später feuert Fartuloon auch auf den zweiten Marka und tötet den Bremser des Schlittens. Die Kralasenen werden getötet oder bleiben schwer verwundet am Fuß des Gletschers liegen.

Atlan, Fartuloon, Eiskralle und Farnathia werden vom im Tal Karmant herrschenden Nebel verschluckt. Im Zentrum des Tales befindet sich der Stützpunkt des Caluriers. Im Umkreis des flachen, weißen und fensterlosen Gebäudes gibt es keinen Nebel. Bäume, ein plätschernder Bach und Blumen prägen diese Idylle. Als Schönheitsfehler sind etwa einhundert Schneegeister zu betrachten, die zwischen den Kameraden und dem Stützpunkt warten. Beim Sturm auf das Gebäude fallen zahlreiche Schneegeister den Waffen der Gefährten zum Opfer. Trotzdem gelingt es drei plötzlich auftauchenden Kralasenen, Farnathia zu überwältigen und im Nebel unterzutauchen. Fartuloon hindert Atlan an der Verfolgung. Die beiden Männer und Eiskralle ziehen sich in das Gebäude zurück.

Dort befindet sich ein OMIRGOS-Kristall, mit dessen Hilfe Fartuloon den Planeten verlassen möchte. Fartuloon, Atlan und Eiskralle gehen durch die Oberfläche des Kristalls und verlassen damit Gortavor.

Anmerkung
Im Vorspanntext dieses Bandes steht, dass das Jahr 10.496 v. A. (von Arkon) dem Jahr 9003 v. Chr. entspricht. Diese Angaben wurden in Band 88 und 100 (dort 10.497 v. A. = 9003 v. Chr.) auch genannt. Rainer Castor änderte diese Angaben im Zuge seiner Überarbeitung der Hefte für die Blaubände. In Blauband 17 wird der, in der Handlungszusammenfassung genutzte Datumszusammenhang, hergestellt.

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Der obige Text wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Heiko Langhans » 5. Dezember 2013, 17:03

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Heiko Langhans
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Ja, es gibt einige Ergänzungen in den Blaubänden - und der Planet Gortavor ist ein schönes Beispiel dafür.

Nachfolgend ein Auszug aus der Encyclopedia Terrania - Atlan: Kristallprinz von Arkon (in Vorb.):

Gortavor (Gortavors Stern II) – ark: Kampf Tavors; ein ab 9326 da Ark von Arkoniden besiedelter erdähnlicher Planet. Die Entfernung zu Arkon beträgt 25753 Lichtjahre, zu Zhoyt 10367 Lichtjahre (A88, AHC17). Neu: Entfernungsangaben, Zeitangabe, arkonidische Bedeutung
G. ist die Heimatwelt der echsenartigen Zagoren (A88, AHC17).
Der Durchmesser beträgt 16467 Kilometer. Die Schwerkraft liegt bei 1,03 Gravos. Eine Rotation dauert 11,41 Tontas (entspricht etwa 16,2 Stunden). Ein Jahresumlauf dauert 617,77 G.-Tage (etwa 417 terranische Standard-Tage). Die Polachse weist eine Neigung von 14 Grad auf. Die mittlere Tagestemperatur beträgt 31° Celsius (AHC17). Alles neu.
Die Landmassen verteilen sich auf die drei Kontinente Bargak, Byshlurag und Taigor (AHC17). Zuvor war Taigor als einziger Kontinent benannt.
Vermutlich handelt es sich bei G. um eine ehemalige Stützpunktwelt der Lemurer (zur Zeit Orbanaschols III. den meisten Galaktikern als großes Altes Volk bekannt) (A92, AHC17).
Die im Zagooth-Labyrinth lebenden Oother gelten als durch die Strahlungen der Sibersttränge mutierte Arkoniden (A88, AHC17).
Im Jahr 10483 da Ark flüchtet Fartuloon mit dem jungen Atlan nach G. und steigt zum Bauchaufschneider von Tato Armanck Declanter auf. Dieses Exil findet im Jahr 10496 da Ark ein unfreiwilliges Ende (A179, A88, A192, A96, AHC17).
Fauna: Har´secc (A96); Oluzga (AHC17).
Topographie:
*Adjover – eine Siedlung der Gesetzlosen am Rand des Warmen Auges im Blassen Land (A96, AHC17).
*Asaka – ein Gletscher nördlich des Warmen Auges (A96, AHC17).
*Bargak – ein unerforschter Kontinent in der südlichen Hemisphäre. Im Norden B.s ragt die große Halbinsel Singtauman heror (A88, AHC17; A136, AHC20).
*Blasses Land – das nördliche Polargebiet des Planeten (A92, A96, AHC17).
*Byshlurag – ein unerforschter Inselkontinent in der nördlichen Hemisphäre (A88, AHC17).
*Kermant – ein eisfreies, jedoch nebelverhangenes Tal nahe des Nordpols von Gortavor. Im K.-Tal hat Fartuloon einen Stützpunkt mit einem OMIRGOS eingerichtet (A96, AHC17).
*Marauthans Ruinen – eine Ansammlung von acht verfallenen Trichterbauten in der Spinnenwüste; etwa 400 Kilometer vom Tarkihl entfernt. Im Jahr 10496 da Ark werden sie von Schmugglern, Schatzsuchern und Gesetzlosen bewohnt (A88, AHC17).
*Seuders Weiße Zelte – eine vorgeschobene Siedlung am Rand des Blassen Landes; fünf Tagesreisen vom Nordrand der Spinnenwüste entfernt (A96, AHC17).
*Singtauman – eine große Halbinsel im Norden des unerforschten Südkontinents Bargak. Im Jahr 10495 dar Ark erleben Atlan und Fartuloon auf S. ein gefährliches Abenteuer, das nur durch einen Trick des Bauchaufschneiders glücklich überstanden wird (A136, AHC20).
*Spinnenwüste – eine große Einöde im Inneren von des Hauptkontinents Taigor, die von den sogenannten Silbersträngen durchzogen ist. Tavor, Entdecker des Systems, stirbt in der S., als er das Gespinst berührt (A88, AHC17). Tavor wird benannt.
*Taigor – ark: ‚Großer Kampf’; der Hauptkontinent, auf dem der einzige Raumhafen des Planeten liegt (A88, AHC17).
*Tarkihl – eine vom Großen Alten Volk erbaute annähernd dreieckige Festungsanlage auf dem Hauptkontinent Taigor. Die nordsüdlich verlaufende Längsseite ist zehn Kilometer lang, die beiden anderen Schenkel sind jeweils sechs Kilometer lang. Das aus einem kupferartigen Material bestehende und von zahllosen Ausbuchtungen übersäte Gebäude ragt gut 200 Meter in die Höhe (A88, A92, AHC17).
Seit Besiedlung des Planeten durch die Arkoniden ist das T. der Amtssitz der Tatos von Gortavor. Die Anlage weist zahllose verzweigte subplanetare Korridore und Labyrinthe auf, die sich weit in die Planetenkruste erstrecken (A92, AHC17).
Nahe beim T., das auch das Zentrum des arkonidischen Ansiedlungen bildet, liegt der planetare Raumhafen (A92, AHC17).
*Warmes Auge – die etwa zehn Kilometer durchmessende eisfreie Zone um einen tätigen Vulkan im Blassen Land; etwa fünf Tagesreisen nördlich von Seuders Weißen Zelten entfernt (A96, AHC17).
*Zagooth – ein ausgedehntes Labyrinth unterhalb der Spinnenwüste; Lebensraum der Oother (A88, AHC17).

---
Besonderen Raum in den Blaubänden nimmt die "Galaktographie" ein. Die in den Heften nur spärlich gelieferten Entfernungsangaben werden in den Büchern mit Karten und Koordinaten geliefert und unterfüttert, an denen Rainer Castor und Michael Thiesen zusammengearbeitet haben.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon dandelion » 5. Dezember 2013, 18:18

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Schade, daß sich noch kein Blaubandleser zu Wort gemeldet hat. Den Anmerkungen ist zu entnehmen, daß es sich bei den Ergänzungen hauptsächlich um geographische und ähnliche Daten handelt. Das heißt, die Handlungswelt wird komplexer und bekommt mehr Gesicht. Sternenkarten, aber auch Karten der Hauptwelten erleichtern die Orientierung beim Lesen ungemein. Beispiel: Karte von Ptohr in Atlan 300.

Die Diskussion von textlichen Änderungen, sofern es sie gibt, wären natürlich besonders interessant. Ich hoffe, daß da noch Informationen kommen.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Heiko Langhans » 5. Dezember 2013, 18:54

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Die Blauband-Bearbeitung konzentriert sich eher auf die Beseitigung von Widersprüchen, das EInfügen von Zusatzdaten wie Galaktographie, Historie und Familisnzugehörigkeiten und die Umarbeitung auf arkonidische Verhältnisse - bspw. sind die "Leutnants" aus den Zentralen der Arkon-Raumer verschwunden.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon idaho » 6. Dezember 2013, 21:07

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dandelion hat geschrieben:Schade, daß sich noch kein Blaubandleser zu Wort gemeldet hat. Den Anmerkungen ist zu entnehmen, daß es sich bei den Ergänzungen hauptsächlich um geographische und ähnliche Daten handelt. Das heißt, die Handlungswelt wird komplexer und bekommt mehr Gesicht. Sternenkarten, aber auch Karten der Hauptwelten erleichtern die Orientierung beim Lesen ungemein. Beispiel: Karte von Ptohr in Atlan 300.

Die Diskussion von textlichen Änderungen, sofern es sie gibt, wären natürlich besonders interessant. Ich hoffe, daß da noch Informationen kommen.

Na ja, man müsste ja quasi Heftroman und Blauband zeitgleich lesen, zeilenweise vergleichen und dabei Stichworte mitschreiben. Das ist zeitmäßig - zumindest für mich - so gut wie nicht zu leisten. Ich hab' das für die ersten zwei Kapitel von #88 = Heftromanseiten 6 bis 12 versucht (davon ist auch noch eine Seite Illustration) und sofort wieder das Handtuch geworfen.

Im Blauband 17 sind dem Roman neben dem Vorwort von Rainer Castor in-universe-Einleitungen vorangestellt, insgesamt fast 4 Buchseiten. Eine stammt von Cyr Aescunnar (dem Historiker der Atlan-Zeitabenteuer auf Gäa) aus dem Jahr 3565 und kommentiert weitere "historische" Werke, die wohl Atlans Jugendabenteuer in eine Gesamtkontext einbinden sollen. Auf mich wirken diese verschiedenen Fragmente von Anmerkungen gelegentlich wie Insidergags, die dem gewöhnlichen Leser (mir) wenig sagen, weil die Zusammenhänge (USO-Historisches Corps = Planetenromane?) fehlen. Eines der Fragmente vermeldet das Gerücht, dass Atlan und Ottac aka Fartuloon in einer durchzechten Nacht ein Standardwerk zur arkonischen Frühgeschichte verfasst, zurückdatiert und unter Pseudonym veröffentlicht haben, wobei Uralt-Speicherinhalte verarbeitet wurden, deren Wissen in der Moderne längst verloren gegangen ist, genau wie alle übersetzten Exemplare dieses Werk allesamt verschollen sind usw. usf.

Im Text selber ist mir z.B. aufgefallen, dass Fartuloons Brustpanzer im Blauband als "Kleidungsstück nach Art der Arkon-Ritter" = Dagoristas beschrieben wird, Rainer Castor also die Mythologie um die Arkon-Ritterschaft in den Text eingebaut hat. Auch Atlans Erziehung durch "Spitzenwissenschaftler meines Volkes", die immer wieder kurzfristig im Tarkihl aufgetaucht und Atlan unterrichtet ´haben, ist eine Ergänzung. Es gibt sicher unendlich viele weitere.
Ich lese gerade: Dorothy Macardle: The Uninvited
Ich höre derzeit: John Scalzi: Head On, gesprochen von Amber Benson

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon dandelion » 7. Dezember 2013, 19:58

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Ich nehme an, daß alle diese Beispiele aus dem Blauband 17 stammen. Das ist doch schon eine ganze Menge. Die Veränderungen dienen wohl, wie schon angenommen, in erster Linie dazu, das "Netz" dichter zu weben und mehr Lokalkolorit in die Handlung zu bringen. Das sehe ich grundsätzlich positiv. Ebenso natürlich die Bemühungen um eine konfliktfreie Einbindung in den PR-Kosmos. Der Handlungszeitraum liegt zwar in dunkler Vergangenheit, aber es gibt wohl doch genügend Berührungspunkte mit dem späteren Geschehen. In dem Zusammenhang hoffe ich noch auf Erkenntnisse über das "Alte Volk". Ich lese die Hefte zum ersten Mal und weiß wirklich nicht, wie sich die Handlung weiterentwickelt.

Interessant wäre für mich noch, ob in den Blaubänden lose Fäden oder Unklarheiten aus den Heften übernommen oder in irgendeiner Form behandelt wurden. Ich nenne zwei konkrete Beispiele aus 92/2:

Auf Seite 8 ist von einer Metallfigur die Rede, die der Beschreibung nach einen Löwen darstellt. Ein Tier, das den Arkoniden anscheinend unbekannt ist. Nachdem an dieser Stelle näher darauf eingegangen wurde, glaubte ich, das da noch etwas kommen müsste. Vielleicht eine Verbindung der Handlung mit der Herkunftswelt des Tieres. Das war aber im Heft nicht der Fall.

Gegen Ende des Romans befördert eine Transmitterstation, Schwelle genannt, Atlan und seine Begleiter in die Spinnenwüste, obwohl es dort anscheinend keine Empfangsstation gibt. Im Heft wird nicht erklärt, wie das möglich ist.

Natürlich wäre ein zeilengenauer Abgleich der beiden Versionen zu zeitaufwendig und auch zu nervig. Aber ab und zu einige Auffälligkeiten vergleichen und bewerten wäre schon interessant.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon dandelion » 9. Dezember 2013, 22:38

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Schade um den gut ausgearbeiteten Schauplatz Gortavor. Am Schluss von 96/3 muss Atlan fliehen und dabei gäbe es doch noch viel zu entdecken und zu enträtseln. Aber eine spätere Rückkehr ist wohl nicht ausgeschlossen, schließlich ist Farnathia gezwungenermaßen zurückgeblieben. Da stellt sich auch die Frage, was sie über Atlan weiß und wie viel sie verraten kann/muss.

Die Reise zum Fluchtkristall (wieder ein Transmitter?), passend zur gegenwärtigen Jahreszeit durch Schnee und Eis wird von Hans Kneifel kenntnisreich geschildert. Alles ist da, was die winterlichen Berge zu bieten haben, einschließlich Lawinen, Gletscherspalten und zerspringender Eisdecke. Könnte sein, daß Kneifel selbst öfter in den winterlichen Bergen unterwegs war und seine Eindrücke hier verarbeitet hat.

In der lebensfeindlichen Umgebung sind auch noch die Schneegeister unterwegs. Wahrscheinlich degenerierte Nachkommen der früheren Planetenbewohner, über die man leider noch viel zu wenig erfahren hat. Und es gibt stimmungsvolle Bezeichnungen. Das Blasse Land, das Warme Auge, die Weißen Zelte, das verlangt einfach nach weiteren Abenteuern auf Gortavor.

Störend im Gesamtzusammenhang ist die Diskrepanz zwischen der hochentwickelten arkonidischen Technik im Hintergrund und den dampfgetriebenen Schlitten, die allerdings geeigneter zum Spannungsaufbau sind als irgendwelche hochgerüsteten Gleiter. Wie Fartuloon es geschafft hat, unter erschwerten Bedingungen am Ende der Welt einen Stützpunkt aufzubauen, sollte man aber vielleicht nicht hinterfragen.

Nach dem eher enttäuschenden zweiten Band, ist dies eine gelungene Fortsetzung der Geschichte um den jungen und noch etwas fremd wirkenden Atlan. Im nächsten Heft ist K.H. Scheer am Zug, der geistige Vater des erfahrenen Atlan. Bin gespannt auf seine Darstellung.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Heiko Langhans » 12. Dezember 2013, 09:01

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Am 3. September 1973 erschien der 100. Roman (exclusiv 4) der ATLAN-Serie:

K.H. Scheer: Der Kristallprinz

Bild

Handlung
Das Jahr 10.497 v.A. ist angebrochen. Atlan wird achtzehn Jahre alt und hat damit das Alter erreicht, in dem der Logiksektor eines Arkoniden aktiviert werden kann. Um die ARK SUMMIA zu erlangen, müssen die Kandidaten, die so genannten Hertasonen, jedoch zunächst verschiedene Prüfungen ablegen. Diese finden auf fünf speziellen Prüfungswelten statt, die Orbanaschol III. allerdings alle gezielt überwachen lässt. Fartuloon hat den Planeten Largamenia ausgewählt. Um den Häschern des Imperators zu entgehen, tritt der Kristallprinz in der Identität des kürzlich im Methankrieg gefallenen Macolon auf, dessen Tod geheim gehalten worden ist.

Viele Vertraute und Freunde Fartuloons haben daran gearbeitet, die Individualdaten Macolons, die auf zahllosen Positroniken der Flotte gespeichert sind, gegen jene Atlans auszutauschen. Dabei ist es zu Todesfällen gekommen, wenn die automatischen Abwehreinrichtungen der Positroniken tätig wurden. Doch all diese Unannehmlichkeiten werden in Kauf genommen, um den Kristallprinzen auf den bevorstehenden Kampf gegen Orbanaschol vorzubereiten.

Atlan besteht auf Largamenia die wissenschaftlichen Aufgaben bravourös. Nun stehen die Aufgaben an, die körperliche Fitness und Mut erfordern.

Als der Kristallprinz mit Tirako Gamno durch die Straßen der Stadt Tiftorum zieht, werden sie vom Arbtan Unkehtzu angepöbelt. Der Raumsoldat provoziert eine Schlägerei, um Atlan die Nachricht zukommen lassen zu können, dass mit der ARGOSSO der Offizier Tschetrum auf Largamenia gelandet ist. Dieser Mann kennt Macolon ziemlich gut, da er vier Wochen lang als dessen persönlicher Begleiter fungiert hat. Dank der beinahe perfekten biochirurgisch durchgeführten Veränderungen in Atlans Gesicht glaubt Tschetrum tatsächlich, Macolon vor sich zu haben, als er ein zwielichtiges Lokal in der Straße der Roten Gewölbe betritt, in dem sich Atlan und Gamno aufhalten. Der Lokalbesitzer Morenth ist beauftragt worden, das Zusammentreffen genau zu beobachten. Atlan ergreift die Initiative und begrüßt den angeblichen alten Kampfgefährten überschwänglich. Es kommt zum Austausch von Erinnerungen an frühere Einsätze, die nur Macolon und Tschetrum bekannt sein können. Morenth und andere aufmerksame Beobachter sind zufrieden und ziehen sich zurück. Tschetrum teilt Macolon mit, dass er vom Kommandanten der ARGOSSO beauftragt worden ist, das Gewölbe Morenths aufzusuchen. Dafür ist ihm ein Urlaub bewilligt worden. Tschetrum zieht sich sodann zurück.

Endlich ist es so weit: Macolon tritt nun als Hertaso zum ersten Teil der dritten Prüfung zum Erwerb der ARK SUMMIA an. Er soll mit einem hölzernen Ruderboot auf einem reißenden Gebirgsfluss einen Stützpunkt an einem ruhigen See in einer der künstlichen Landschaften Largamenias erreichen. Zusätzlich wird in der Energiekuppel, die das Testgelände umgibt, der Luftdruck und Sauerstoffgehalt gesenkt, die Temperatur und Luftfeuchtigkeit hingegen erhöht. Es soll eine Notlandung auf einem fremden Planeten simuliert werden.

Noch bevor Macolon das Boot besteigen kann, tritt ein großer, breit gebauter und bewaffneter Kolonialarkonide auf den Plan und beansprucht das Boot für sich. Er gibt sich als Deserteur aus, der sich in dieser Energiekuppel versteckt hat, um seiner Strafe zu entgehen. Als der Raumsoldat Macolon angreift, schlägt dieser blitzschnell mit einem Paddel zu und zertrümmert das Ellenbogengelenk des Angreifers. Dann wirft Macolon das spitz zulaufende Paddel, das im Hals des Soldaten stecken bleibt. Der Hertaso entkleidet den Toten und legt dessen Raumanzug an. Auch die Waffe nimmt er an sich. Dann stößt er das Messer in den Brustkorb des Raumsoldaten und entdeckt die synthetischen und robotischen Bestandteile des Androiden. Als er die Schädeldecke öffnet, findet er dort Kommunikationsgeräte, aber keine Positronik. Somit ist der Androide ferngesteuert worden.

Endlich kann Macolon seine Fahrt mit dem Boot aufnehmen. Nach halsbrecherischer Fahrt gelangt er zu einer Pforte, in der der Fluss verschwindet. Kurz vor dem Eingang in die Unterwelt wird Macolon von Schwaden giftigen Ammoniaks geplagt. Mit einem eingeübten Reflex schließt der Hertaso seinen Falthelm und aktiviert das Lebenserhaltungssystem seines Kampfanzugs. Nach Durchquerung der unterirdischen Region ist die Luft wieder einwandfrei atembar.

An einer ruhigeren Stelle des Flusses entdeckt Macolon am Ufer ein beschädigtes Ruderboot. Auf einer felsigen Erhebung findet er Tirako Gamno, der Stunden vor ihm die Prüfung begonnen hat. Ohne Kampfanzug und Waffe hat er unter höllischen Qualen den unterirdischen Fluss und die Giftgasschwaden bezwungen. Macolon verabreicht seinem Freund stabilisierende und aufputschende Medikamente, auf die Gamno gut anspricht. Doch auch bei ihm handelt es sich um einen Androiden, der Macolon angreift und vom Hertaso zerstrahlt wird. Auf der gegenüberliegenden Seite des Flusses findet Macolon den echten Tirako Gamno. Gemeinsam wollen sie die Aufgabe meistern. Doch Gamno wird von einem Energiefeld daran gehindert, Macolon zu folgen, der den Wünschen der Kleinen Runde nach die gestellte Aufgabe allein meistern soll. Der Fluss entwickelt durch einen entgegen der Strömungsrichtung einmündenden Nebenfluss eine tosende Brandung, die mit dem Ruderboot nicht überwunden werden kann. Macolon bleibt nichts anderes übrig, als seinen Weg durch das morastige Gelände zu Fuß fortzusetzen.

Wenig später findet er einen Panzergleiter vom Typ ROTCO-19. Mit dem tadellos funktionierenden Impulsgeschütz feuert er auf eine überhängende Felsengruppe. Die herabstürzenden Gesteinstrümmer stauen den Gebirgsfluss auf. Macolon sprintet zurück zu Tirako Gamno. Beide besteigen das Ruderboot. Auf Macolons Befehl hin, verhält sich Gamno völlig passiv. Macolon übernimmt die Ruder und durchfährt das noch kurz zuvor unüberwindbare Hindernis.

Nach zwei Stunden erreichen sie den kleinen See, an dem sich der Stützpunkt befindet. Bis zum Sonnenuntergang muss Macolon das Depot gefunden haben, will er die Prüfung erfolgreich bestehen. Die Gefährten trennen sich und suchen getrennt nach dem Depot. Plötzlich wird Gamno von den Energiefeldern eines sich aufbauenden Transmitters erfasst und abgestrahlt. Macolon zerstört die Generatoren der Transmitterfalle und entdeckt gleich darauf den in einem Baum verborgenen Zugang zum Depot. Es gelingt ihm, mit einer Identifizierungsmarke, in der seine persönlichen Daten gespeichert sind, den Zugang zu öffnen. Er aktiviert das Funkgerät der Station. Ein Mitglied der Kleinen Runde meldet sich und erklärt die Prüfung für beendet. Ein Transmitter befördert Macolon zum Faehrl.

Zwei Wochen später steht Macolon dem Admiral Tormanac gegenüber, der ihm einen Brief überreicht. In diesem Schreiben teilt ihm Fartuloon mit, dass er Tormanac bedingungslos vertrauen kann. Der Admiral setzt ihn darüber in Kenntnis, dass er die Berechtigung zum Erwerb der ARK SUMMIA bereits nach Absolvierung der ersten Prüfung erworben hat, man ihn aber alle Tests habe durchlaufen lassen, um ein zu großes Aufsehen zu vermeiden. Zudem versichert er Atlan seiner Treue und stattet ihn mit einer Luccotschleuder aus, um bei der Aktivierung des Logiksektors nicht unbewaffnet zu sein.

Im Saal der Wahrheit lässt Macolon die beiden letzten Prüfungen Revue passieren. So musste er mit den letzten Sauerstoffreserven ein havariertes Kleinraumschiff bergen und nach Reparatur der beschädigten Triebwerke auf Largamenia landen.

Die dritte Aufgabe war die Rettung einer verunglückten Schiffsbesatzung aus einer Wasserstoff-Ammoniak-Umgebung.

Tirako Gamno hat seine Prüfungen viermal vorzeitig abgebrochen. Beim fünften Anlauf löste er ein dreidimensionales Figurenspiel. Er ist nicht berechtigt, die ARK SUMMIA mit der Aktivierung des Extrasinnes zu beenden.

Von den 342 zur dritten Prüfung angetretenen Hertasonen haben es 335 in den Saal der Wahrheit geschafft. Sieben sind tödlich verunglückt. Nur neun Anwärter werden von der Kleinen Runde als würdig befunden, die Aktivierung zu erlangen. Nun steht Macolon ganz im Licht der Öffentlichkeit. Die Hertasonen werden einzeln und namentlich aufgerufen, um die Ehrungen entgegenzunehmen. Fernsehkameras übertragen die Zeremonie in das gesamte Große Imperium.

Noch bevor Macolon als erster Anwärter die Parapsychische Aktivierungsklinik betreten darf, informiert er Tirako Gamno über sein bisheriges Leben auf Gortavor, erzählt von Fartuloon und Farnathia. Macolon ernennt Tirako zu seinem Ehrendiener.

Nach zahlreichen Kontrollen gelangen Macolon und Gamno in die eigentliche Klinik. Macolon wird unter die Aktivierungsglocke gelegt, unter den wachsamen Augen seines Ehrendieners, der die gesamte Prozedur über nicht von seiner Seite weicht, von seinem Schutzbefohlenen nur durch ein Strahlenschild getrennt.

Gerade als die Aktivierung des Logiksektors von den Wissenschaftlern und Ärzten für beendet erklärt wird, entsteht ein Tumult. Lautstark ist Admiral Tormanac zu hören, der Agenten der POGIM, der Politischen Geheimpolizei des Imperators, den Zutritt verwehrt. Macolon erkennt den Ernst der Situation und flieht mit Tirako Gamno aus dem Raum mit der Aktivierungsglocke. Sie suchen eine nahegelegene Transmitterstation auf. Dort ist ein Dreimann-Transmitter bereits vorprogrammiert worden und wartet auf die beiden Freunde. Die Agenten der POGIM liefern sich mit Intervall-Luccots schwere Gefechte mit Getreuen des Admirals.

Ein größerer Transmitter geht plötzlich auf Empfang und entlässt fünf Kämpfer der POGIM. Sie werden von Macolon und Tirako sofort angegriffen und getötet. Der vorjustierte Dreimann-Transmitter muss von einem Schaltpult aus bedient werden. In diesem Moment meldet sich zum ersten Mal der aktivierte Logiksektor. Er gibt den Hinweis, dass vor der Transmitterhalle gekämpft wird und jemand den Transmitter bedienen muss. Dazu soll einer der Kämpfer geholt werden, die ihr Leben für Macolon hingeben. Tatsächlich findet Macolon einen tödlich verwundeten Getreuen. Er bringt ihn auf schnellstem Weg in die Transmitterhalle und postiert ihn beim Schaltpult. Immer wieder meldet sich nun der Logiksektor mit guten Ratschlägen. Tirako und Atlan gehen durch den Transmitter.

Die beiden Freunde rematerialisieren in einem geheimen Stützpunkt Fartuloons auf Largamenia. Der Ziehvater und Eiskralle empfangen die Kampfgefährten. Ein Atlan bislang unbekanntes Mitglied der Stationsbesatzung, Arctamon, spricht ihn mit »Euer Erhabenheit« an, presst die rechte Hand gegen die Stirn und verbeugt sich. Andere Männer knien nieder und legen die Fingerspitzen über die Augen. Diese Ehrenbezeugungen stehen nur dem Imperator selbst und dem Kristallprinzen zu.

Atlan verlassen die Kräfte, und er verliert beinahe das Bewusstsein. Die Erkenntnis, der rechtmäßige Erbe des Throns des Großen Imperiums zu sein, ist beinahe zu viel für ihn. Auch Fartuloon entbietet ihm die Ehrenbezeugungen. Tirako Gamno hat Haltung angenommen und presst die rechte Hand gegen die linke Brustseite. Mit diesem Gruß werden höchste Kommandeure und selbstverständlich der Imperator begrüßt.

In den nächsten Tagen wird Atlan vom Bauchaufschneider über seine wahre Identität als rechtmäßiger Kristallprinz des Großen Imperiums aufgeklärt. Auch berichtet Fartuloon über die Hintergründe der Machtergreifung Orbanaschols. Nachdem dieser in Vertretung für den noch minderjährigen Mascaren vom Hohen Rat Arkons als Imperator eingesetzt worden sei, habe er den Rat aufgelöst. Da sich Orbanaschol damit die vollständige Macht über das Imperium angeeignet habe, habe Fartuloon den Kristallprinzen in Sicherheit gebracht und auf Gortavor verborgen. Anschließend wurde mit der Hilfe zahlreicher Verbündeter wie Admiral Tormanac ein Netzwerk an geheimen Stützpunkten aufgebaut.

Atlan wird auch über den Tod Tanictrops informiert und darüber, dass Admiral Tormanac verhaftet und verhört worden ist, und zwar von Offantur, dem Chef der POGIM, selbst.

Offantur hat sofort nach seiner Ankunft auf Largamenia eine totale Blockade verhängt. Auch der Transmitterverkehr ist eingestellt worden. 20.000 Agenten der POGIM sind hierher versetzt worden, und etwa 1000 Kampfschiffe des Geschwaders Orbys-Nukara riegeln das Sonnensystem ab. Die bekanntesten und besten Reporter und Journalisten des Großen Imperiums sind nach Largamenia gereist, um über die Ereignisse zu berichten. Diesen Umstand will Atlan für sich ausnutzen und bereitet ein Treffen mit diesen Männern vor. Zuvor sind von Atlan-Getreuen Flugblätter mit seiner Lebensgeschichte und der Wahrheit über den Tod Gonozals VII. verstreut worden. Die Diskussion Atlans mit den Reportern wird direkt ins gesamte Große Imperium übertragen. Atlan gibt seinen Anspruch auf den Thron Arkons bekannt. Noch während des Interviews lässt Tirako Gamno einen bereitstehenden Kleintransmitter aktivieren. Nach zehn Minuten wird die Diskussion abgebrochen, und Atlan, Fartuloon und Arctamon verschwinden durch den Transmitter, der sogleich nach der Transmission explodiert. Der kurz danach eintreffende Offantur wird von den Reportern zu den ungeheuerlichen Anschuldigungen befragt. Der Chef der POGIM stellt den Kristallprinzen als Lügner hin. Die vorliegenden Beweise seien gefälscht. Er spricht für die anwesenden Reporter eine scharfe Verwarnung aus, wagt jedoch nicht, sie zu verhaften.

Die Öffentlichkeit ist nun über die Rollen Orbanaschols und Atlans informiert. Nun beginnt erst der Kampf: Für Atlan und Arkon. Auf Leben und Tod!

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Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon dandelion » 13. Dezember 2013, 23:40

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Das waren noch Zeiten als die Erlangung der ARK SUMMIA mit lebensgefährlichen Umständen verbunden war. Kein Vergleich zu den kürzlich in NEO geschilderten Prüfungen, aber das spielt sich ja auch in einer eher sanften Parallelwelt ab.

Andererseits ist es schon verwunderlich, wie leichtfertig Arkon mit seiner Nachwuchselite umgeht. Nur die Besten werden überhaupt zugelassen und auch schon mal in den (Unfall)Tod geschickt. Zu der Zeit waren die lebenden Resourcen anscheinend noch unerschöpflich.

Ein Jubiläumsband mit Überlänge. Das fällt eigentlich gar nicht auf, weil sich die Handlung schnell und ziestrebig voranbewegt. Immer wieder gibt es Überraschungen und Atlan ist hier schon der fast unüberwindliche Kämpfer und durchschaut auch ohne Extrasinn die Finten der Prüfer.

Eine Rißzeichnung von Atlans irdischer Unterwasserkuppel gibt es auch. Sie ist zwar in der Gesamtansicht eindrucksvoll, aber doch zu wenig detailliert. So riesig hatte ich sie mir allerdings nicht vorgestellt.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Heiko Langhans » 14. Dezember 2013, 09:58

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In diesem Roman kommt Atlan wesentlich erwachsener daher als im Rest des Zyklus. Ausnahme sind die Romane von Hans Kneifel (nein, nicht deshalb B-) ).

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon dandelion » 22. Dezember 2013, 01:00

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Hallo Heiko,

der nächste Band ist überfällig.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Heiko Langhans » 22. Dezember 2013, 11:14

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Am 1. Oktober 1973 erschien der 104. Roman (exclusiv 5) der ATLAN-Serie:

Clark Darlton: Der Kristallprinz

Bild

Kurzzusammenfassung
Atlan, Fartuloon, Eiskralle und Gamno fliegen mit einem kleinen Diskusraumer nach Kraumon. Fartuloon muss feststellen, dass regelmäßig Ausrüstungsgegenstände aus den Lagern verschwinden. Schon bald wird klar, dass Maahks und Arkoniden immer wieder im Stützpunkt materialisieren und sich mit Nachschub versorgen. Mit einem Fesselfeld kann einer der Arkoniden kurze Zeit festgehalten werden. Er berichtet, dass die Maahks vor zwanzig Jahren bei einem Gefecht eine neue Waffe getestet hätten, die beide Truppen in einen Zwischenraum geschleudert habe. Von dort aus können sie für kurze Zeit auf einigen Planeten, wie Kraumon, rematerialisieren und sinnlos ihren Krieg weiterführen. Als der Mann verschwindet, wird Atlan mitgerissen.

Fartuloon entwickelt einen Plan, die „Geister“ mit Hilfe einer hyperenergetischen Explosion in das normale Universum zurückzuholen. Bevor er den Plan durchführt, kann Atlan noch ein Zwei-Mann-Boot der Geheimpolizei, das sich im Anflug auf Kraumon befindet, sabotieren und in die Sonne lenken.

Fartuloons Plan gelingt, jedoch führen Maahks und Arkoniden ihren Kampf weiter. Lediglich der Veteran Morvoner Sprangk, mit dem sich Atlan angefreundet hat, kommt zur Vernunft. Die übrigen Überlebenden werden von Fartuloons Kampfrobotern getötet, als sie das Diskusschiff trotz vorheriger Warnung stehlen wollen.

Handlung
Mit einem diskusförmigen Raumschiff haben Fartuloon, Atlan, Eiskralle und Tirako Gamno, von Largamenia kommend, das Zentrumsgebiet der Milchstraße erreicht und nähern sich dem Planeten Kraumon. Dort hat der Bauchaufschneider in den vergangenen Jahren einen Stützpunkt, bestehend aus sieben Kuppelbauten und 40 weiteren Gebäuden, eingerichtet, der nun zum Ausgangspunkt der Rebellion gegen Imperator Orbanaschol III. werden soll.

Bevor sie zur Landung ansetzen, überprüfen sie diese Welt mit den Ortungseinrichtungen des Schiffes. Fartuloon beschleicht ein seltsames Gefühl, obwohl die Orter nichts Verdächtiges melden. Lediglich der Massetaster zeigt an, dass im Stützpunkt Materie fehlt. An manchen der insgesamt 47 Gebäude sind Beschädigungen festzustellen, die beim letzten Besuch des Caluriers noch nicht vorhanden waren. Fartuloon vermutet, dass sich eventuell Piraten an den Vorräten und Waffendepots bedient haben.

Die Gefährten landen das Schiff etwa einen halben Kilometer vom Stützpunkt entfernt. Mit schussbereiten Waffen marschieren sie auf die Gebäude zu.

Wie aus dem Nichts taucht eine halbmaterielle Gestalt auf. Bevor Fartuloon mit dem arkonidischen Raumsoldaten Kontakt aufnehmen kann, beginnt der Mann durchsichtig zu werden und verschwindet kurz darauf so plötzlich, wie er gekommen ist. Zurück bleiben nur Fußabdrücke im sandigen Boden. Da aber keine Fußspuren von der Materialisierungsstelle wegführen, ist Gamnos Theorie, dass der Soldat einen der noch in der Entwicklung stehenden Deflektorschirme verwendet haben könnte, widerlegt. Auffällig war, dass der Arkonide einen Raumanzug mit Orden aus der Zeit Gonozals VII. getragen hat. Das Tragen dieser Auszeichnungen ist seit der Machtübernahme Orbanaschols III. bei Todesstrafe verboten.

Die automatische Wachanlage der Station hat schon mehrfach Ortungen von spontan auftauchenden Personen verzeichnet. Diese haben sich recht üppig an der Ausrüstung bedient, bevor sie wieder entstofflichten. Fartuloon geht inzwischen davon aus, dass die Übergriffe von einer anderen Existenzebene ausgehen. Eine Alarmanlage wird aktiviert, die Eindringlinge melden soll.

Es dauert nicht lange, bis die Anlage anspricht. Zehn Raumsoldaten sind plötzlich geortet worden, die wild auf einen unsichtbaren Gegner feuern. Zwei Maahks werden sichtbar und erwidern das Feuer der Arkoniden. Die Einrichtung des Stützpunkts wird beim Gefecht in Mitleidenschaft gezogen. Fällt ein Arkonide dem Strahlfeuer zum Opfer, so verschwindet er übergangslos. Während des Kampfes beginnen sich die Kontrahenten langsam zu verflüchtigen und entstofflichen schließlich ganz.

Anhand der Aufzeichnungen der Stationspositronik tauchen die Gespenster nahe den Depots auf. Fartuloon entwickelt den Plan, bei nächster Gelegenheit einen der stofflich werdenden Arkoniden mit einem Fesselfeld am Verschwinden zu hindern. Das Vorhaben wird in die Tat umgesetzt, ein Projektor vor einem Waffendepot aufgebaut.

Im Waffendepot halten sich einige Arkoniden an den Impulsstrahlern gütlich und entstofflichen bald darauf. Einer der Soldaten bleibt im Wirkungsbereich des Fesselfeldprojektors zurück. Waffenlos tritt Atlan in einem Kampfanzug dem Soldaten gegenüber, der sich als Parvon Kher vorstellt. Der Arkonide erstattet Bericht über sein Schicksal und jenes seiner Kampfgenossen:

Vor zwanzig Jahren haben die arkonidischen Kämpfer einen Stützpunkt der Maahks in einem benachbarten Sonnensystem angegriffen. Die Landetruppen stürmten den Stützpunkt, als die Maahks eine neue Waffe einsetzten, die Arkoniden und Methanatmer gleichermaßen in den Hyperraum riss. Die Opfer der Waffe blieben am Leben und kehren seitdem immer wieder für kurze Zeit in den Normalraum zurück. Dann besorgen sie sich Waffen, Ausrüstung und Verpflegung, um kurz darauf wieder im Hyperraum zu verschwinden. Der Gedanke, gemeinsam nach einer Lösung ihrer Misere zu suchen, ist auf beiden Seiten nie gekommen. Und so wird es Krieg geben, bis alle tot sind.

Parvon Kher beginnt, trotz des Fesselfelds vor Atlans Augen zu verschwinden. Der Kristallprinz versucht, Kher festzuhalten, und wird ebenfalls in den Hyperraum gerissen. Die beiden Männer finden sich auf einer fremden Welt über einem See schwebend wieder. Auf diesem unbewohnten realen und gleichzeitig irrealen Planeten tragen die »Geister« ihre Kämpfe aus. Die Arkoniden haben am Seeufer Plantagen angelegt, um sich mit Früchten versorgen zu können und nicht verhungern zu müssen. Das größte Problem ist, dass die Ernte nur in den wenigen Minuten der Verstofflichung durchgeführt werden kann.

Kher führt aus, dass Ort und Zeit der Materialisation nicht beeinflussbar sind und man manchmal auch den öden Welten der fünften Dimension einen Besuch abstattet. Mindestens einmal am Tag erfolgt aber eine Materialisation. Dabei ist Kraumon ein Materialisierungspunkt von drei oder vier.

Parvon Kher begibt sich mit Atlan zu den anderen Arkoniden. Dabei trifft der Kristallprinz Morvoner Sprangk, der im Gegensatz zu seinen rund 500 Gefährten, denen etwa 30 Maahks gegenüberstehen, immer noch auf Rettung aus ihrem Dilemma hofft.

Als die Nacht hereinbricht, wird der Stützpunkt der bidimensionalen Arkoniden von vier Maahks angegriffen. Auch Atlan ist gezwungen, sich mit Waffengewalt zu wehren. Es gelingt, den Angriff zurückzuschlagen und die vier Maahks zu töten. Aber auch 40 Arkoniden haben ihr Leben gelassen.

Am Morgen versuchen Morvoner Sprangk und Atlan, nach Kraumon zurückzukehren. Sie konzentrieren sich in Gedanken auf ihr Ziel und schaffen es tatsächlich, den Stützpunktplaneten zu erreichen. Die beiden gelangen in Fartuloons Zimmer und können dem Bauchaufschneider praktisch über die Schulter sehen, ohne dass dieser ihre Anwesenheit bemerkt.

Fartuloon arbeitet an dem Plan, die Gespenster mit Hilfe einer hyperenergetischen Explosion auf Dauer in das normale Universum zurückzuholen. Dabei beweist er Gamno und Eiskralle ein hyperphysikalisches Wissen, das einem Bauchaufschneider alle Ehre macht. Die Vorbereitungen dieser Befreiungsaktion – es geht natürlich vor allem um die Rettung Atlans – halten mehrere Tage an. Dabei kommt es immer wieder zu Kontakten mit den »Geistern«. Fartuloon verlangt von den Arkoniden, mit den Maahks Frieden zu schließen, ansonsten sei er nicht bereit, sie in den Normalraum zu bringen, wenn es die technischen Vorbereitungen zulassen. Eine Nachricht Atlans besagt, dass er notfalls alleine zurückgeholt werden will, da er glaubt, dass Arkoniden und Maahks uneinsichtig sein werden und sich bis zum letzten Mann bekämpfen würden.

Atlan gelingt es, Kontakt mit den Maahks aufzunehmen und ihnen Fartuloons Plan schmackhaft zu machen. Er fordert die riesigen Wesen auf, den Krieg zu beenden. Die Maahks lehnen ab und drohen, Atlan zu töten. Es gelingt ihm, rechtzeitig das Lager der Maahks zu verlassen und zu den Arkoniden zu gelangen.

Auf Kraumon wird Alarm ausgelöst. Ein zwanzig Meter langes, torpedoförmiges Schiff fliegt ins Sonnensystem ein. Dieser Schiffstyp wird von der POGIM und den Kralasenen benutzt. Atlan, der den Vorfall beobachtet, versetzt sich an Bord des Raumschiffs. Die drei Kralasenen, die das Schiff steuern, sind einem Hinweis gefolgt und nach Kraumon geflogen. Sie haben ihre Entdeckung noch nicht weitergemeldet. Der Kristallprinz sabotiert Funkanlage und Antrieb des Jägers, der in einiger Zeit in die rote Sonne stürzen wird.

Fartuloon beginnt mit seinem Experiment. Der Plan des Bauchaufschneiders gelingt, alle bidimensionalen Maahks und Arkoniden materialisieren auf Kraumon und verbleiben dort. Aber sie bringen auch ihren Krieg mit. Nach zwei Tagen des Kampfes unterbreitet Atlan den Maahks ein Friedensangebot, das von Parvon Kher unterstützt wird. Die Maahks stellen das Feuer ein und harren der Dinge, die kommen werden. Diesen Moment nutzt Kher aus und befiehlt seinen Männern, einen Trupp der Maahks anzugreifen. Fünf der Giganten vergehen im konzentrierten Feuer, die beiden übrig gebliebenen Maahks veranstalten daraufhin ein Gemetzel unter den Arkoniden. Nur sechs Maahks überleben die Schlacht und von den einst 5000 Arkoniden erblicken nur mehr 80 das Licht des nächsten Morgens.

Morvoner Sprangk wird davon in Kenntnis gesetzt, dass Gonozal VII. bereits vor fünfzehn Jahren einem Attentat zum Opfer gefallen ist und dass Atlan der rechtmäßige Kristallprinz des Großen Imperiums sei. Sprangk leistet den Schwur: „Für Atlan und Arkon – auf Leben und Tod!“ Die kleine Schar der Rebellen gegen Orbanaschol III. ist auf nunmehr fünf Personen angewachsen.

Einige Tage später versuchen die Arkoniden, sich des Diskusschiffes zu bemächtigen. Unbemerkt nähern sich die Maahks und eröffnen das Feuer. Fartuloon schickt Kampfroboter aus, die in den Kampf eingreifen, um das Diskusschiff zu schützen. Dabei nehmen sie auf keine der beiden Parteien Rücksicht. Arkoniden und Maahks verbünden sich gegen die Roboter. Erst als der letzte Kämpfer der ehemaligen »Geisterarmee« den Tod gefunden hat, kehren die Roboter in den Stützpunkt zurück. Die Körper der Toten bleiben nicht auf Kraumon, sondern entmaterialisieren und kehren in den Hyperraum zurück.

Anmerkungen:
Als Erweiterungen zum Heftroman wurden vor allem im Blauband 18 nachstehende Einzelheiten angeführt:
Das Diskusschiff wird im Atlan-Extra dem Typ Leka-Disk zugeschrieben.
Das Eintreffen im Zentrumsgebiet der Milchstraße wird im Blauband 18 mit 1. Prago des Tedar datiert.
Die Milchstraße wird im Blauband 18 als Debara Hamtar (Öde Insel) bezeichnet.
Parvon Kher steht laut Blauband 18 im Rang eines Orbton.
Morvoner Sprangk steht laut Blauband 18 im Rang eines einfachen Sonnenträgers.
Die POGIM wird im Blauband 18 als Tu-Gol-Cel bezeichnet.
Der Kristallprinz wird im Blauband 18 als Gos'athor bezeichnet.
Im Blauband 18 wird die Aufnahme Morvoner Sprangks in den Kreis der Rebellen von Kraumon auf den 12. Prago des Tedar datiert.

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Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon dandelion » 23. Dezember 2013, 01:23

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„Einfach das Alte zerstören, ohne bessere Lösungen anzubieten, das kann jeder Dumme und Hitzkopf.“ sagt Fartuloon zu Atlan. Diese universelle Weisheit passt zu jeder Lebens- und Zyklusphase, nicht nur bei Atlan-Exklusiv sondern auch anderswo.

Im Übrigen ein zeitweise verwirrender Roman, der so gar nicht an den gewohnten Darlton erinnert. Kurze, das Handlungstempo erhöhende Sätze, wenig bis keine blumigen Beschreibungen und sehr viel Gewalt. Also, beim Ratespiel „wer ist der Autor“ hätte ich bestimmt daneben gelegen.

Aber... es liest sich gut, auch wenn die erbitterte Auseinandersetzung zwischen Arkoniden und Maakhs nach dem Motto „da waren es nur noch neun“ unverhältnismäßig breit ausgewalzt wurde. Der Handlungsfortschritt ist gering, immerhin wird ein neuer verlässlicher Mitstreiter rekrutiert und man erfährt, dass die Häscher Atlan auf der Spur sind.

Das Titelbild ist eine gelungene Wiedergabe der im Heft beschriebenen Station auf Kraumon einschließlich eines Geistermaakhs. Dagen ist die Innenillu auf Seite 10 einfach grauslig. Die kann doch unmöglich von Meister Bruck sein.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Copperblade » 23. Dezember 2013, 14:35

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CD bringt hier sehr gut rüber, wie sehr die Fronten zwischen Arkoniden und
Maahks verhärtet sind, jedoch auch ohne näher auf die Gründe einzugehen.
Und es stimmt, es ist überhaupt kein typischer Darlton.
Zur Zeit lese ich die Kurzgeschichte: "Das Vermächtnis der Prinzessin" von Josephine Jangowski-Behrendt

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Heiko Langhans » 26. Dezember 2013, 12:03

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Am 29. Oktober 1973 erschien der 108. ATLAN-Roman (exclusiv 6):

Klaus Fischer: Der Kopfjäger

Bild

Kurzzusammenfassung
Der Kopfjäger Corpkor, ein sechzigjähriger Arkonide, der mit einem 60-Meter-Kugelraumer und einer abgerichteten Tier-Armee operiert, erhält von Orbanaschol III. den Auftrag, den Kristallprinzen Atlan zu fassen. Durch alte Unterlagen Fartuloons entdeckt er Hinweise auf Kraumon, den geheimen Stützpunkt des Bauchaufschneiders, und spürt den Planeten schließlich dank der Explosion auf, mit der dieser die „Geister“ in das normale Universum zurückholt.

Corpkor täuscht eine Notlandung vor, nur um seine Tier-Armee den Stützpunkt angreifen zu lassen. Beide Seiten erleiden hohe Verluste an Tieren bzw. Robotern. Corpkor kann Atlan und Morvoner Sprangk mit der Hilfe der Tulh-Falter, die über Hypno-Ornamente auf ihren Flügeln verfügen, gefangen nehmen. Im Gegenzug schießen Fartuloons Flugroboter den Kugelraumer flugunfähig.

Schließlich befreit sich Atlan und besiegt Corpkor in einem Zweikampf. Danach gelingt es ihm, den Kopfjäger davon zu überzeugen, dass der Imperator der Mörder seines Vaters ist. Der Kopfjäger tritt daraufhin der Widerstandsbewegung Atlans bei.

Handlung
Corpkor, der Kopfjäger, befindet sich mit seinem Raumschiff im Anflug auf den Planeten Kraumon. Er arbeitet im Auftrag des Imperators Orbanaschol III., um den Kristallprinzen Atlan und dessen Ziehvater Fartuloon zu finden. An Bord führt er seine Tierarmee mit, die er meisterlich zu führen versteht.

Kristallprinz Atlan und seine vier Gefährten sind mit Unterstützung von Robotern dabei, die von der zwischen den Dimensionen gependelten »Geisterarmee« verursachten Schäden am Stützpunkt auszubessern. Von den Ortungsanlagen wird Corpkors Raumschiff entdeckt und Alarm ausgelöst.

Unter Vortäuschung eines Triebwerksschadens landet Corpkor nahe dem Stützpunkt. Er sendet Clizz aus, die nach ihrer Rückkehr Informationen vom Stützpunkt bringen. Auf den in den Gehirnen der Clizz gespeicherten Bildern sind Eiskralle, Fartuloon und Atlan deutlich zu erkennen. Steinwürfe und Felsknacker werden vom Tierbändiger in Marsch gesetzt und warten in ihren Stellungen auf den Einsatzbefehl.

Die Steinwürfe und Felsknacker arbeiten sich zu den Gebäuden vor und dringen in den Stützpunkt ein. Zwergschuden in großer Zahl drängen sich zwischen den Bauwerken. Morvoner Sprangk versucht, sie aufzuhalten. Als Stelzkatzen zur Unterstützung kommen, gelingt es Atlan, eine Schneise in die Leiber der Zwergschuden zu schießen und so Sprangk die Gelegenheit zu geben, zu ihm zu gelangen. Mitten in einen Angriff von Ragwue-Parden platzt Fartuloons Hilferuf, der von diversen Schuden-Arten, Hammerschlangen und Speispinnen bedrängt wird. Schwere Zerstörungen sind angerichtet worden. Atlan erkennt das gelandete Raumschiff als Quelle der Angriffe.

Atlan und Sprangk versuchen, sich zum Zentralgebäude des Stützpunkts durchzukämpfen. Hautsegler, Zamuccs und Kraauss starten unaufhörlich Angriffe auf die beiden. Morvoner Sprangk kann Atlan aus dem Netz einer Schleuderspinne befreien. Die große Zentralkuppel wird von riesigen Raubechsen, unter denen sich Kegelschuppen-Echsen und Weiotostans befinden, belagert. So bleibt den beiden Arkoniden nur die Flucht in eine Lagerhalle. Doch das Gebäude ist nicht zu halten und sie müssen sich über einen unterirdischen Tunnel, in dem sie von Mordschuden angegriffen werden, zum Hauptgebäude zurückziehen. Doch das weitere Vordringen wird ihnen durch schwere Zerstörungen und einen Tunneleinbruch verwehrt. So bleibt ihnen nur mehr der Rückweg. Auf der Planetenoberfläche angekommen, werden Atlan und Sprangk von Hautseglern attackiert.

Corpkor hat sich indessen einen Stützpunkt in einer Höhle angelegt. Sein Schiff ist gestartet und umkreist Kraumon in einem stationären Orbit. Damit hat er es vor schwer bewaffneten Flugrobotern gerettet, die von Fartuloon ausgeschickt wurden, um es zu vernichten. Über Monitore beobachtet Corpkor das Kampfgeschehen, dessen Bilder von Clizz direkt übertragen werden. Er kann Eiskralles Kampf gegen Ayuak genau verfolgen. Das Lyaunko-Weibchen wird vor seinen Augen von Kampfrobotern getötet.

Corpkor zieht die kleineren Tiere zurück. Die zweite Angriffswelle besteht aus riesigen Sauriern, Zamuccs und 'Issch'aas'. Geleitet werden die Tiere von Weio. Bluthornissen stürzen sich in einem riesigen Schwarm auf den Stützpunkt herab. Den Verteidigern bleibt angesichts der drückenden Übermacht nur der Rückzug in die noch heilen Gebäude. Atlan gelingt es, die Königin der Insekten zu zerstrahlen. Ziellos streben die mörderischen Insekten in alle Richtungen davon. Ein Teil der ohne Führung nicht mehr zwischen Freund und Feind unterscheiden könnenden Bluthornissen stürzt sich auf die Saurierherden. Chaos bricht unter den Tieren aus.

Ein Schwarm Tulh-Falter fliegt über Atlan und Sprangk hinweg, die fasziniert die schillernden Ornamente auf den Flügeln betrachten. Sie erliegen dem hypnotischen Einfluss der Falter und werden von 'Issch'aas' gefangen. Kampfroboter können Morvoner Sprangk befreien. Atlan wird jedoch entführt und zu Corpkor gebracht.

Der Tierbändiger identifiziert den Sohn Gonozals VII. und gibt sich als Kopfjäger zu erkennen, der Fartuloon und Atlan zu Orbanaschol III. bringen soll. Dafür würde er hohe Prämien erhalten.

Atlan versucht, Corpkor für sich zu gewinnen, und begibt sich dabei auf gefährliches Terrain, denn der Kopfjäger ist durch die lange Einsamkeit und die enge Verbundenheit mit seinen Tieren unberechenbar geworden. Der Kristallprinz wird in eine Nebenhöhle von Corpkors Stützpunkt gebracht und von drei Mordschuden bewacht.

Corpkor bemerkt, dass die Reste seiner Tierarmee aus eigenem Antrieb auf dem Weg zurück zu ihm sind. Der Tierbändiger ruft sein Raumschiff zurück und schleust die an Bord befindlichen Tiere aus. Fartuloons Flugroboter eröffnen aus schweren Desintegratoren das Feuer auf das Schiff. Aus Rücksicht auf die Tiere, die um das Schiff herum stehen, kann Corpkor keinen Schutzschirm errichten und auch das Impulsgeschütz nicht einsetzen. Die Roboter schießen das Raumschiff flugunfähig. Ohne sich um Corpkor und seine Tiere zu kümmern, drehen die Maschinen ab.

Atlan gelingt es, in seinem Gefängnis eine Klammerratte zu erlegen. Er wirft das Nagetier einem der Mordschuden zum Fraß vor. Den zweiten Schuden besprüht er mit dem säurehaltigen Urutex 4/7. Das geblendete Tier rast gegen die Felswand und tötet sich damit selbst. Der dritte Mordschude kann von Atlan mit einem Tritt gegen das Kinn getötet werden. Dem mit dem Verzehr der Ratte beschäftigten Raubtier bricht der Arkonide mit einem Handkantenschlag das Genick. Der Weg aus dem Höhlenstützpunkt ist frei.

Atlan bemerkt Corpkor, dessen Gesicht von Rache für den Verlust seiner Tiere gezeichnet ist. Mit einem animalischen Schrei setzt er die Tierarmee in Bewegung. Ziel ist erneut Fartuloons Stützpunkt.

In einem harten Zweikampf kann Atlan den Tierbändiger bezwingen. Einige der verletzt zurückgebliebenen Tiere kommen ihrem Herrn zu Hilfe. Ein Cingk-Töter setzt dem Kristallprinzen ziemlich zu. Trotz des auf ihn gerichteten Energiestrahlers geht Corpkor unaufhörlich auf sein Raumschiff zu. Erst als Atlan droht, die Tiere zu töten, hält Corpkor an. Der Kristallprinz versucht erneut, Corpkor umzustimmen und für seinen Kampf gegen Orbanaschol zu gewinnen. Erst als Atlan verspricht, für seine Tiere zu sorgen, lässt sich der Kopfjäger auf den Handel ein. Er stoppt den Angriff auf den Stützpunkt.

Es wird lange dauern, bis die Verwüstungen und Schäden beseitigt sind. Doch Atlan hat einen neuen Kampfgenossen gewonnen.

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Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Copperblade » 26. Dezember 2013, 19:19

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Das Heft ist von einem Autor, von dem man eher selten was zu lesen bekam: Klaus Fischer. Ich fand es bemerkenswert wie phantasievoll er die Schreckensmenagerie des Corpkor beschrieb.
Zur Zeit lese ich die Kurzgeschichte: "Das Vermächtnis der Prinzessin" von Josephine Jangowski-Behrendt

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon dandelion » 27. Dezember 2013, 20:55

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dandelion
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Klaus Fischer, der Tierflüsterer. Selten habe ich einen so fulminanten und ungewöhnlichen Romanbeginn erlebt. Das erste Viertel vergeht in atemlosen Staunen ob des Feuerwerks von Ideen und Bezeichnungen. Die Vielfalt der Tierarten, die jeweiligen genau beschriebenen Fähigkeiten und die besondere Beziehung des Tierbändigers zu seinen Schützlingen sind mehr als bemerkenswert.

Auch im weiteren Verlauf der Handlung bleibt kaum Zeit zur Besinnung, obgleich sich wegen der nicht enden wollenden Kampfszenen ein wenig Eintönigkeit einschleicht. Mit Corpkor gewinnt Atlan wiederum einen Mitkämpfer, dessen Zuverlässigkeit sich aber erst noch beweisen muss. Seine gelungene Charakterisierung eröffnet viele Möglichkeiten.

Da mir der Autorenname wenig sagte (den ehemaligen Fußballspieler gleichen Namens schloss ich aus), habe ich mich in der PR-Chronik kundig gemacht. Leider hatte Klaus Fischer aus den dort beschriebenen Gründen nur einen kurzen Serienauftritt. Den lobenden Worten der Chronik kann ich mich nur anschließen. Unter anderen Voraussetzungen hätte der Autor den Lesern wohl noch sehr viel Freude bereitet.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Heiko Langhans » 2. Januar 2014, 09:37

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Heiko Langhans
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Am 26. November 1973 erschien der 112. Roman der ATLAN-Serie (exclusiv 7):

Bild

Handlung
Auf Kraumon wird fieberhaft an der Instandsetzung von Fartuloons Stützpunkt gearbeitet, der durch die »Geisterarmee« und danach unter den Attacken der Tierarmee Corpkors arg gelitten hat.

Kristallprinz Atlan ist beinahe nicht mehr zu halten. Er will unbedingt gegen Orbanaschol III. losschlagen. In den Kartentanks des Raumschiffes, das nahe dem Stützpunkt steht, findet Atlan die Koordinaten des Planeten Trumschvaar. Von Fartuloon erhält er die Zusatzinformation, dass es sich bei dieser Welt um einen Stützpunkt der Kralasenen handelt, jene Söldner des Blinden Sofgart, die im Tal Kermant auf Gortavor Farnathia entführt haben. Atlan entschließt sich, nach Trumschvaar zu fliegen. Tirako Gamno soll ihn begleiten.

Fartuloon betätigt sich als Maskenbildner und verpasst Atlan ein neues Gesicht. Der Kristallprinz soll auf Trumschvaar als Satago Werbot auftreten. Auch Tirako Gamno wurde verwandelt und trägt nun den Namen Sonper Tesslet. Beide treten als ehemalige Besatzungsmitglieder der HEKUAH auf, die der Eintönigkeit des Bordlebens entfliehen wollten und mit einem Beiboot nach Trumschvaar geflogen sind, um aufregende Erlebnisse zu erfahren.

Fartuloons Schiff fliegt in mehreren Transitionen in die Nähe der Sonne Trumsch und schleust das Beiboot mit Werbot und Tesslet an Bord aus. Dann verschwindet das Kugelschiff im Sternengewirr der Milchstraße. Das Beiboot dringt ins Trumsch-System ein und wird bald darauf von einem Wachschiff der Kralasenen zur Identifikation aufgefordert. Werbot und Tesslet erzählen ihre Geschichte und erhalten Landeerlaubnis auf Trumschvaar.

Während des Anflugs auf den Raumhafen von Uzruh stellen Werbot und Tesslet ein seltsames Raumschiffswrack fest. Es hat die ungefähre Form eines Würfels mit 300 Metern Seitenlänge.

Nach einem kurzen Ausflug in das seltsame Kastenschiff, in dem sie auf mit scheinbar empfindungsfähigem Plasma gefüllte Kegel stoßen, treffen Atlan und Gamno auf Horkate. Der Kralasene bringt die beiden Männer nach einer halsbrecherischen Fahrt mit einem Gleiter zum Musterungsbüro. Dort werden sie dem Guurth von Afkunis vorgeführt, der über ihre Aufnahme in die Söldnertruppe zu entscheiden hat. Der im Gesicht verstümmelte Kralasene Arunt führt Atlan und Tirako zu einem Trainingsraum. Dort sollen sie eine seltsam anmutende Landschaft durchqueren, die zahlreiche Gefahren für die beiden Männer bereithält. Auf ihrem Weg werden sie von humanoiden Kämpfern mit Streitäxten und Schwertern angegriffen. Bei den Angreifern handelt es sich um Projektionen, die durch einen im Stachel des Schildes, den Werbot und Tesslet als Ausrüstung bei sich tragen, verborgenen Impulssender ausgeschaltet werden.

Der nächste Angriff erfolgt durch riesige Tiere, die den arkonidischen Parkrindern gleichen. Zwei Bullen rasen auf die beiden Männer los, die sich mit ihren Armbrüsten wehren. Es gelingt ihnen, beide Tiere mit den Bolzen, die mit Explosivsprengköpfen ausgestattet sind, zu erlegen.

Am Ende der Teststrecke werden Werbot und Tesslet von Arunt empfangen und erneut zum Guurth von Afkunis gebracht. Dieser nimmt sie in die Söldnertruppe des Blinden Sofgart auf und teilt sie dem Raumlandekorps zu. Diese eigenmächtige Entscheidung missfällt Parthos, der sie lieber der Flugpanzertruppe zugeteilt hätte. Es kommt zu einer kurzen verbalen Auseinandersetzung zwischen dem Guurth und Parthos, bei der Parthos den Kürzeren zieht und seinen Willen mit Waffengewalt durchzusetzen versucht. Doch Werbot und Tesslet schlagen sich auf die Seite des Guurth, so dass Parthos wutentbrannt den Raum verlässt.

Die beiden neuen Kralasenen werden von Arunt zum Quartier der Siebten Raumlandebrigade geflogen und dem Kommandeur Soltharius übergeben. 25 Kralasenen der Siebten Raumlandebrigade sind mit der Schreckensherrschaft des Blinden Sofgart nicht einverstanden und haben Vorbereitungen getroffen, von Trumschvaar zu fliehen. Werbot und Tesslet schließen sich den Männern um Soltharius an. Vier Raumschiffe sind einigermaßen startklar gemacht worden, nur die Befreiung Kelatos' steht noch aus.

Die Gruppe um den Guurth von Afkunis will Atlan und Gamno benutzen, um bei einem angeblichen Befreiungsversuch den Führer Kelatos zu töten. Doch Atlan durchschaut das Doppelspiel, das der Guurth und Soltharius betreiben. Satago Werbot entwickelt einen Plan und begibt sich als angeblicher Verräter ins Hauptquartier von Parthos. Er wird zu Kelatos ins Gefängnis gesperrt. Mitten in der Nacht läuft die Befreiungsaktion für Kelatos an. Tesslet kommt mit einem Flugpanzer und holt Kelatos und Werbot aus dem Gefängnis. Gleichzeitig wird Parthos' Hauptquartier von Soltharius' Männern angegriffen. Aber auch Parthos bleibt nicht untätig und lässt das Hauptquartier des Guurth von Afkunis angreifen.

Mitten in der Nacht ereignet sich im Stadtzentrum eine nukleare Explosion. Trumschvaar wird aus dem Raum beschossen. Zehn Landungsboote der Maahks setzen Truppen ab. Die überraschten Kralasenen beginnen sich heftig zu wehren. Die internen Meinungsverschiedenheiten sind augenblicklich beendet. Das Schiff des Guurth von Afkunis wird von den Maahks angegriffen, allerdings nicht mit der Härte und Kompromisslosigkeit, die die Methans sonst bei Gefechten mit den Arkoniden an den Tag legen. Parthos kommt mit seinen Männern, um dem Guurth beizustehen. Doch der Admiral wird nur mehr tot aufgefunden. Wahrscheinlich ist seine gelungene Flucht aus der Gefangenschaft der Maahks der Ausschlag für die Landeoperation gewesen. Die Methanatmer konnten diese Schmach nicht auf sich sitzen lassen und haben ihn auf Trumschvaar ausfindig gemacht, um ihn wieder in ihre Gewalt zu bringen. Das Mutterschiff der Maahks wird vom Flaggschiff des Blinden Sofgart, das über Trumschvaar erscheint, abgeschossen.

Atlan und Tirako Gamno begleiten Kelatos, der in eine unterirdische Anlage flieht. In einem der unterirdischen Räume befindet sich an der Decke die Darstellung eines Sonnensystems mit zehn Planeten. Die Zeichnung ist etwa 30.000 Arkonjahre alt. In einem anderen Raum wird dasselbe Sonnensystem, diesmal jedoch mit nur neun Planeten und einem Asteroidenring an Stelle der fünften Welt, dargestellt. Diese Welt wurde anscheinend im Laufe eines Krieges vernichtet.

Atlan offenbart seine Identität und stellt überrascht fest, dass es sich bei Kelatos in Wirklichkeit um Trontor Semian handelt, den Sohn des Ersten Beraters Gonozals VII. für Verteidigungsfragen. Nachdem er Atlan seine Treue geschworen hat, kann er herausfinden, dass sich Farnathia an Bord des inzwischen gelandeten Flaggschiffes Sofgarts befindet, der sie zur Folterwelt Ganberaan bringen will, um dem Kristallprinzen eine Falle zu stellen. Atlan will das Risiko eingehen, seine Geliebte aus den Händen des Blinden Sofgart zu befreien.

Im Schutz eines groß angelegten Festes, das auf Wunsch des Blinden Sofgart abgehalten wird, gelingt es Atlan, Tirako Gamno, Kelatos und vier weiteren Getreuen, Sofgarts Schiff zu betreten. Als bei zweien der Männer Kelatos' versteckte Waffen festgestellt werden, wird Alarm ausgelöst. Kelatos und einer seiner Männer vergehen im konzentrierten Beschuss mit Desintegratoren. Atlan und seine ihm verbliebenen Männer fliehen aus dem Schiff. Kralasenen, die mit der brutalen Herrschaft des Blinden Sofgart nicht einverstanden sind, glauben ihre Stunde für gekommen und greifen die Leibwache Sofgarts an. Sie werden mit den schweren Schiffsgeschützen zurückgeschlagen. Die Rebellen erleiden große Verluste. Auch Tirako Gamno trägt schwere Brandverletzungen davon. Es gelingt Atlan, mit seinem Freund das seltsame Würfelschiff am Rande des Raumhafens von Uzruh zu erreichen. Noch bevor er ihn medizinisch notversorgen kann, haucht Tirako sein Leben aus.

In Uzruh ist wieder Ruhe eingekehrt. Schwer bewacht, verlässt der Blinde Sofgart sein Schiff. Vor den Augen der angetretenen Kralasenen werden die einzelnen Truppenführer verhaftet und hingerichtet. Diesen Augenblick der Brutalität versuchen die verbliebenen Rebellen auszunutzen und starten die vier vorbereiteten Raumschiffe, doch nur eines davon entkommt in den Weltraum.

Die Kralasenen rücken in ihre Quartiere ab. Satago Werbot ist in der Schleuse des Kastenschiffes entdeckt worden. Er tischt den Männern aus Sofgarts Schiff eine Lügengeschichte auf und heuert als Prüftechniker für Reaktorpressfelder auf dem Schiff Sofgarts an. Das Raumschiff verlässt Trumschvaar und nimmt Kurs auf Ganberaan.

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Der obige Text wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Heiko Langhans » 2. Januar 2014, 09:48

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Bei den Bezeichnungen "Erster Berater für Verteidigungsfragen" und "Prüftechniker für Reaktorpressfelder" beschleicht mich das Gefühl, dass Scheer zu diesem Zeitpunkt doch noch mehr Einfluss auf die Exposégestaltung gehabt hat als die Chronik es bislang beschreibt. Andererseits ist es ein Ewers-Roman, und Horst Gehrmann konnte gelegentlich noch scheer-hafter schreiben als der Altmeister selbst. Man weiß es nicht ... :unsure:

Und weil es ein Ewers-Roman ist, finden die Leser zahlreiche Ostereier. Der Raumschifffriedhof auf Trumschvaar ist eine Ausstellung zahlreicher (den Lesern) bekannter und (Atlan) unbekannter Schiffstypen - Posbis und Akonen fallen auf, und in einem Gewölbe findet sich das Schema des Solsystems zur Zeit der Lemurer - mal mit neun, mal mit zehn Planeten.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Copperblade » 2. Januar 2014, 17:49

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Heiko Langhans hat geschrieben:Bei den Bezeichnungen "Erster Berater für Verteidigungsfragen" und "Prüftechniker für Reaktorpressfelder" beschleicht mich das Gefühl, dass Scheer zu diesem Zeitpunkt doch noch mehr Einfluss auf die Exposégestaltung gehabt hat als die Chronik es bislang beschreibt. Andererseits ist es ein Ewers-Roman, und Horst Gehrmann konnte gelegentlich noch scheer-hafter schreiben als der Altmeister selbst. Man weiß es nicht ... :unsure:

Und weil es ein Ewers-Roman ist, finden die Leser zahlreiche Ostereier. Der Raumschifffriedhof auf Trumschvaar ist eine Ausstellung zahlreicher (den Lesern) bekannter und (Atlan) unbekannter Schiffstypen - Posbis und Akonen fallen auf, und in einem Gewölbe findet sich das Schema des Solsystems zur Zeit der Lemurer - mal mit neun, mal mit zehn Planeten.


Richtig. Ich habe mich noch lange gefragt, was der Autor mit der Erwähnung von Fragmentraumer oder des Solsystems mit und ohne Zeut
wohl andeuten will und was in der Richtung noch kommen mag :D
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