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Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon dandelion » 16. Februar 2014, 01:08

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dandelion
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Werner Fleischer hat geschrieben:Kein schlechtes Titelbild, allerdings stört der Roborter


Roboter? Ich denke, das ist das im Heft beschriebene "Fingerschiff" der Grauzayna. Von den vier Staubeiern der Piraten sind allerdings nur zwei zu sehen. Wenn man das Schiff weglässt, wird es, fürchte ich, ein ziemlich eintöniges Titelbild. :D

Atlan 130/14

Beitragvon Heiko Langhans » 21. Februar 2014, 10:18

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Heiko Langhans
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Am 1. April 1974 erschien der 130. Roman (exclusiv 14) der ATLAN-Serie:

Clark Darlton: Meister der Echsen

Bild

Kurzzusammenfassung
Auf Kortasch-Auromt existiert eine ganze Armee von großen Echsen, den Moojas, die über implantierte Empfänger kontrolliert werden. Die Tiere sind für Arbeiten und Kampf vorgesehen. Nachdem Fartuloon mit seinem Skarg der Gruppe zum Ausbruch verholfen hat, konstruiert er einen Verstärker für einen Kontrollsender, den er einem der Mooja-Führer abnehmen konnte, so dass er die Echsen auf der Insel der Kontrolle des Gouverneurs Mavillan Ruuver entziehen kann.

Anschließend gelangen Atlan, Fartuloon, Morvoner Sprangk und Eiskralle mit der Hilfe des Mooja-Führers Coraschol und des Händlers Harakas auf das durch eine Steilwand von 1000 Metern Höhe von der restlichen Insel getrennte und 50 Kilometer durchmessende Hochplateau, auf dem Raumhafen und Palast des Gouverneurs liegen. Durch Fartuloons Kontrollsender zwingen sie den Gouverneur zum Verhandeln.

Wie schon auf Broschaan, bieten Atlan und Fartuloon an, das Gerücht zu überprüfen, ob der Imperiumsbeauftragte Fertomash Agmon tatsächlich tot ist. Sprangk und Eiskralle bleiben als Rückendeckung auf der Insel in einer Höhle mit dem Kontrollsender zurück, während Atlan und Fartuloon mit einem Gleiter Kurs auf Sebentool nehmen.

Handlung
Atlan, Fartuloon, Morvoner Sprangk und Eiskralle kommen in einer Hafenstadt des Kontinents Kortasch-Auromt an. Sie sitzen als Gefangene in einem Käfig, der auf der Mole abgestellt ist. Endlich erscheinen drei Arkoniden, die die Gefangenen zu Mavillan Ruuver bringen sollen. Der Käfig wird auf einen Karren gehoben, vor den zwei Moojas gespannt werden.

Während der Reise braut sich ein Gewitter zusammen. Das bietet Fartuloon die Gelegenheit, für die drei Wärter ein Schauspiel abzuhalten. Er zieht das Skarg und richtet die Spitze gen Himmel. Ein Blitz fährt in die Klinge und bringt das Schwert zum Glühen. Fartuloon wird in eine leuchtende Aura gehüllt. Sprachlos starren ihn die Wärter an. Als Fartuloon die Klinge gegen eine Seite des Käfigs richtet, beginnen die Gitterstäbe zu schmelzen, und ein großes Loch entsteht. Das ist für die Wächter zuviel, die wie von Furien gehetzt die Flucht ergreifen.

Ohne die Kontrolle durch die von den Wächtern mitgenommenen Sendegeräte, beginnen die Moojas zu laufen und ziehen den Karren mit den vier Freunden hinterher. Die Tiere entwickeln eine beachtliche Geschwindigkeit.

Atlan versucht, diese Höllenfahrt zu stoppen, indem er einem Mooja auf den Rücken springt. Doch er kann das Geschirr des Tieres nicht zerschneiden, und so geht die wilde Fahrt weiter. Eiskralle kommt ihm zu Hilfe. Der Chretkor berührt mit seinen Händen das zweite Mooja, das durch seine unheimliche Fähigkeit augenblicklich zu Eis erstarrt und zerbröckelt. Eiskralle springt ab. Doch nun beginnt der Karren erst recht zu schlingern und droht umzustürzen. Atlan springt vom Rücken des Mooja und landet unsanft auf dem steinigen Gelände. Der Karren stürzt um, und jetzt gelingt es dem Tier sich aus dem Geschirr zu befreien. Mit hoher Geschwindigkeit rast es über die Ebene davon. Atlan befreit seine beiden Gefährten aus dem Käfig, der geradewegs auf dem vom Skarg gebrannten Loch zu liegen kommt. Dann machen sie sich auf die Suche nach Eiskralle. Sie finden den Chretkor, der sich die Arme verstaucht hat. In den Überresten des zu kleinen Eisklumpen zersprungenen Mooja entdeckt Fartuloon das kleine Empfangsgerät, mit dem das Tier gesteuert wurde, und nimmt es mit. Nun müssen sich die Gefährten zu Fuß auf den Weg zu Mavillan Ruuvers Palast machen.

Die Freunde gelangen an den Fuß des Hochplateaus, auf dem sich der Stützpunkt des Gouverneurs befindet. Fartuloon gelingt es, einem vorbeikommenden Wärter namens Coraschol den Sendekasten für die Kontrolle von Moojas abzunehmen. Coraschol erteilt Fartuloon bereitwillig Auskünfte über die Verhältnisse auf Kortasch-Auromt. Der Wärter bringt sie zum befreundeten Händler Harakas, der dem Gouverneur nicht gerade wohlwollend gegenübersteht. Harakas verspricht, Fartuloon auf das Plateau zu begleiten. Atlan, Morvoner Sprangk und Eiskralle bleiben in der Wohnung des Händlers zurück.

Fartuloon hat den Sender Coraschols präpariert, so dass nun eine um das zehnfache größere Reichweite vorhanden ist. Der Bauchaufschneider will den Sender verstecken und mit einem Impulsgeber, den er sich auch zusammengebastelt hat, aktivieren. Dadurch werden die Moojas der Kontrolle der Wärter entgleiten und ein Chaos auf dem Hochplateau hervorrufen. Bei einem kurzen Test stellen die Gefährten fest, dass die Moojas auch nicht davor zurückschrecken, ihre Wärter anzugreifen. Bevor Schlimmes passiert, schaltet Fartuloon seinen Sender wieder ab. Die Moojas beruhigen sich augenblicklich und stehen wieder unter der Kontrolle ihrer Wärter. Nun wird auch Coraschol klar, was Fartuloon plant. Der Bauchaufschneider will durch die Übernahme der Kontrolle über die Moojas Gouverneur Ruuver zu Verhandlungen zwingen, denn das Funktionieren des gesamten Wirtschafts- und Militärsystems auf Kortasch-Auromt ist auf die Moojas abgestimmt.

Mitten in der Nacht fahren Fartuloon und Atlan in einem von einem Mooja gezogenen Karren zum Sitz des Gouverneurs. Sie durchqueren den Ring der Moojas. Hier hat Fartuloons präparierter Sender seine erste wirkliche Bewährungsprobe. Die Tiere bleiben ruhig. Unbehelligt erreichen sie die Senke, in der der Palast Mavillan Ruuvers steht. Weiter vor wagen sich die beiden Freunde nicht, denn das Raumschiff ist von positronischen Sperren gesichert. In einer Hütte finden sie einen der Wärter der Moojas. Sie hinterlassen bei dem dürren Arkoniden eine schriftliche Botschaft für den Gouverneur. Das Schreiben enthält den Wunsch, mit Ruuver in Verhandlungen zu treten, allerdings nicht als Gefangene, sondern als gleichberechtigte Partner. Der Gouverneur sollte einen rot lackierten Gleiter über der Siedlung der Händler fliegen lassen, wenn er dem Vorschlag zustimmen würde. Fartuloon droht, die Moojas der Kontrolle der Wächter zu entziehen, sollte Ruuver in der Siedlung der Händler Nachforschungen anstellen lassen.

Um seiner Warnung Nachdruck zu verleihen, durchschreiten Fartuloon, Atlan und der Wärter den Ring der Moojas. Zur Verblüffung des Wärters nehmen die Saurier kaum Notiz von ihnen. Fartuloon schickt ihn allein zu seiner Hütte zurück. Auch die beiden Freunde kehren zu ihren Gefährten in die Siedlung der Händler zurück.

Am nächsten Morgen unternimmt Morvoner Sprangk einen Ausflug. Er will die verstärkte Aktivität der Polizei beobachten und wird sich bei einer eventuellen Kontrolle als hoher Offizier der arkonidischen Raumflotte auf Urlaub ausgeben.

Coraschol überbringt Fartuloon wenig später die Nachricht, dass ein roter Gleiter über der Stadt kreist. Morvoner Sprangk ist von einer Polizeistreife aufgehalten und in einer Wachstube eingesperrt worden, da er sich geweigert hat, seinen Ausweis herzuzeigen.

Atlan und Eiskralle starten eine Rettungsaktion. Sie werden Zeugen des Verhörs ihres Freundes, bei dem auch eine Peitsche zum Einsatz kommt. Atlan lähmt einen der drei Polizisten. Ein zweiter wird von Eiskralle verwandelt und zerspringt in kleine Kristalle. Den Mann mit der Peitsche schlägt Sprangk zu Boden.

Tags darauf fliegen Atlan, Fartuloon und Eiskralle mit einem kleinen von Harakas organisierten Gleiter zum Sitz des Gouverneurs. Ruuver nimmt Funkkontakt auf und teilt ihnen eine Landefläche auf der nördlichen Plattform seines Palastes zu. Sie werden zu Ruuver geführt und drohen dem Gouverneur mit der Freilassung der Moojas auf ganz Kortasch-Auromt aus der Kontrolle ihrer Wächter, sollte ihnen auch nur ein Haar gekrümmt werden. Wie schon auf Broschaan, bieten Atlan und Fartuloon an, das Gerücht zu überprüfen, ob der Imperiumsbeauftragte Fertomash Agmon tatsächlich tot ist. Außerdem wollen sie den genauen Zeitpunkt der Ankunft des Ökonomen Freemush wissen. Ruuver glaubt ihnen nicht.

Fartuloon löst den Impulsgeber aus. Hunderttausende Moojas beginnen, den Kontinent zu verwüsten. Die Saurier stürmen auch auf den Raumhafen und den Gouverneurspalast zu. Als Mavillan Ruuver zu ehrlichen Verhandlungen bereit zu sein scheint, schaltet Fartuloon seinen Sender ab. Sofort beruhigen sich die Moojas und gehorchen wieder den Befehlen ihrer Wärter. Ruuver stellt einen Gleiter zur Verfügung, mit denen Atlan und Fartuloon nach Sebentool fliegen wollen. Morvoner Sprangk und Eiskralle bleiben als Rückendeckung in der Händlersiedlung mit dem Impulsgeber zur Kontrolle der Saurier zurück.

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Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon dandelion » 23. Februar 2014, 22:03

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dandelion
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Welch ein Glück für den Autor (und die Leser), dass Gucky in den Zeiten von Atlans Kampf um den arkonidischen Thron noch nicht das Weltall unsicher machte. So kann Clark Dalton fern von plumpem „Humor“ einen geradlinigen Abenteuerroman schreiben. Er schafft es sogar, überraschende und stimmungsvolle Szenen entstehen zu lassen, so wie bei der nächtlichen Begegnung mit einem Urlauber auf dem Weg zum Gouverneurspalast.

Atlan hat seine so unterschiedlichen Hauptmitstreiter wieder an der Seite und tritt folgerichtig etwas in den Hintergrund. Seine Rolle übernimmt Fartuloon, der in Wort und Tat einen souveränen Auftritt hat. Farnathia ist glücklicherweise gut geparkt, das erspart uns die zeitweiligen, peinlichen Verwirrungen des Kristallprinzen.

Und über die funkgesteuerten Echsen, die wie Roboter von einer Sekunde zur anderen ihr Verhalten diametral ändern können, sehen wir großzügig hinweg. So bleibt ein gelungener Roman, der am Schluss, bei den Verhandlungen mit dem Gouverneur von Kortaasch–Auromt qualitätsmäßig noch einmal deutlich ansteigt.

Johnny Bruck steuert zwei beeindruckende doppelseitige Innenillus bei. Das Titelbild dagegen ist von bestechender Eintönigkeit

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Heiko Langhans » 28. Februar 2014, 16:33

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Am 15. April 1974 erschien der 132 Roman (exclusiv 15) der ATLAN-Serie:

Hans Kneifel: Die Burg des Tyrannen

Bild

Kurzzusammenfassung
Auf Sebentool geben sich Atlan und Fartuloon als Abgesandte des Ökonoms Freemush aus. So werden sie zu Djulf Sorpschan gebracht, dem heimlichen Kopf der Verbrecherorganisation Nocto-Nos, der in einem Palast zwischen dem Raumhafen Sebentool-Varn und der Stadt Sebentool-Braan residiert. Als dieser von seinen Spionen auf Broschaan über den Bluff aufgeklärt wird, können Atlan und Fartuloon nur entkommen, indem sie Sorpschan als Geisel nehmen.

Nachdem sie Sorpschan zurückgelassen haben, dringen sie in den Palast des Imperiumsbeauftragten Fertomash Agmon ein. Dort treffen sie Kaddoko, den Gouverneur von KevKev. Dieser hat Agmon in Notwehr getötet und seitdem dessen Rolle übernommen. Atlan und Fartuloon helfen ihm, falsche Spuren zu legen, die auf einen Unfall hindeuten.

Kurz darauf müssen sie den Palast verlassen, als Sorpschans Truppen angreifen. Über unterirdische Wege können Atlan, Fartuloon, Kaddoko und sein Gefolge den Soldaten entkommen und anschließend nach KevKev gelangen. Etwas später erfahren sie, dass Freemush verfrüht mit einer Flotte von 600 Robotschiffen auf Jacinther IV eingetroffen ist.

Handlung
Fartuloon und Atlan haben den Kontinent Sebentool auf der Freihandelswelt Jacinther IV erreicht. Sie versuchen, die Verhältnisse zu durchschauen, und geben sich als Kaufleute aus, die mit Informationen handeln. Die beiden Gefährten nehmen mit Vergord Kontakt auf, der sie mit dem Großen Kaufmann Banff zusammenbringt. Fartuloon betitelt bereits bei der Gesprächseröffnung die Nocto-Nos, der Banff angehört, als Verbrecherorganisation und vermutet in Gouverneur Djulf Sorpschan den Kopf der Organisation. Um der Frechheit die Krone aufzusetzen, geben sich Fartuloon und Atlan als Beauftragte des Ökonomen Freemush aus, der auf Jacinther IV erwartet wird, um den Gesundheitszustand des Imperiumsbeauftragten Fertomash Agmon zu überprüfen.

Nach einem kurzen Visiphongespräch Banffs werden Fartuloon, alias Claudevarn, und Atlan, alias MocDoff, von einem Gleiter der Nocto-Nos abgeholt. Der Flug endet vor dem Ringwall des Kraters, in dem Gouverneur Sorpschan residiert. Nach kurzer Kontrolle gelangen die beiden Kameraden durch die Eingangspforte und betreten den anschließenden Irrgarten. Allein gehen sie den Weg entlang, der sich durch die Pflanzengruppen schlängelt. Sie werden von Insekten, Vögeln und riesigen Schlangen angegriffen. Nur durch den Einsatz ihrer Strahlwaffen, die sie behalten durften, können sie die Gefahren des Dschungels überstehen. Endlich erreichen sie den Sitz des Gouverneurs im Zentrum des Dschungels.

Sie werden von Sorpschan und seinen illustren Gästen erwartet. Nach einer gründlichen Reinigung werden sie zum Bankett gebeten. Das Fest wird durch die Ankunft eines von Sorpschans Spionen aus Broschaan gestört. Der Spion deckt den Schwindel der beiden Freunde auf.

Fartuloon springt auf und hält dem Gouverneur das Skarg vor den Hals. Mit Sorpschan als Geisel ziehen sie sich ins Haus zurück. Mit einem Gleitboot versuchen sie, über einen Wasserkanal aus dem Krater zu entkommen. In rasender Fahrt durchqueren sie den Dschungel erneut. Nachdem sie am Ende des Kanals mit Hilfe des Gouverneurs geheime Sperren überwunden haben, passieren sie den Ringwall in einem engen Stollen. Den letzten Teil des Weges legen sie zu Fuß zurück. Sie erreichen den unbewacht am Rand der Straße stehenden Gleiter, mit dem sie nach Sebentool gekommen sind. Gouverneur Sorpschan wird zurückgelassen. Fartuoons Ziel ist die Burg von Fertomash Agmon, der einzige Ort auf Jacinther IV, an dem sie nicht gesucht werden würden.

Vor dem Hochenergieschirm angekommen, der Agmons Burg umgibt, zieht Fartuloon sein Skarg und zeichnet ein Dreieck in den Schirm. In diesem Bereich löst sich der Energievorhang auf, und die beiden Männer gelangen hinter den Energieschirm.

Die beiden Männer betreten eine düstere Ruinenlandschaft. Gewaltige Mauerreste, Türme, Säulen und Torbögen werden von Robotern gepflegt, gereinigt und instand gehalten. Plötzlich werden Fartuloon und Atlan von bewaffneten Männern umzingelt. Sie werden in den Untergrund der Burgruine gebracht. Dort treffen sie auf Gouverneur Kaddoko. Der erklärt, Fertomash Agmon in Notwehr getötet und seine Stelle eingenommen zu haben. Doch nun fürchtet er sich vor der bevorstehenden Ankunft des Ökonomen Freemush. Atlan und Fartuloon versprechen ihm, dafür zu sorgen, dass er als Nachfolger Agmons ernannt wird. Dazu muss er jedoch unbedingt nach KevKev zurückkehren, um der Bevölkerung einen natürlichen Tod Agmons vorgaukeln zu können. Die Leiche Agmons wird aus einer Kühlkammer geholt. Entsprechend Fartuloons Plan, wird Agmons Körper auf einer Treppe platziert. Material, das die Gouverneure, ausgenommen Kadedoko, belastet, wird verteilt. Alle Vorbereitungen sind beendet. Kaddoko muss sich nur noch mit seinen Männern nach KevKev zurückziehen.

In der Nacht dringen Truppen des Gouverneurs Sorpschan in die Burg ein. Es kommt zum Kampf, bei dem alle Soldaten ums Leben kommen. Am nächsten Morgen beginnt der Abflug nach KevKev. Noch während der Reise wird die Ankunft von Freemush gemeldet. Sein Schiff ist in einen Orbit um Jacinther IV eingeschwenkt. In seiner Begleitung befinden sich 600 Robotraumschiffe der arkonidischen Flotte.

Für Fartuloon und Atlan ist Freemush zu früh eingetroffen. Ein neuer Plan für seine Entführung muss innerhalb kürzester Zeit entwickelt werden.

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Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon dandelion » 2. März 2014, 00:45

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dandelion
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Ein Abenteuerspektakel mit wilden Schießereien, mit Kampf und Flucht und Kampf und....

Das Ganze ist von Hans Kneifel detailreich und wortgewaltig in Szene gesetzt. Man könnte es genießen, aber je mehr Seiten man umwendet, desto stärker wird der Verdacht, das all diese actionreichen Szenen nur dem Zweck dienen, das Heft zu füllen. Die Rahmenhandlung kommt nicht so recht voran. „Wir mußten einen anderen Weg finden, einen neuen Plan machen...“, denkt Atlan am Ende des Romans. Das müsste eigentlich auch die Leitlinie für die weitere Zyklusentwicklung sein.

Was so hoffnungsvoll mit Einblicken in die arkonidische und galaktische Geschichte begonnen hat, entwickelt sich immer mehr zur sturen Abfolge von austauschbaren Abenteuern mit unterschiedlicher Qualität. So macht es mir immer weniger Spaß, dem Weg des Kristallprinzen zu folgen.
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Heiko Langhans
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Das wird besser. Selbst in der Heftversion.
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Heiko Langhans
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Am 29. April 1974 erschien der 134. Roman der ATLAN-Serie (exclusiv 16):

H.G. Francis: Flucht ins Chaos

Bild

Kurzzusammenfassung

Auf KevKev zerbricht die Allianz zwischen Atlan und Kaddoko bald, nachdem der Kristallprinz und sein Mentor Fartuloon Zeugen mehrerer Hinrichtungen geworden sind, bei denen Kaddoko seine Feinde über Klippen in den Tod stürzen lässt. Auf der anderen Seite weiß Kaddoko, dass Atlan und Fartuloon zu viel wissen. So landen die beiden im Kerker des Gouverneurs. Als Atlan hingerichtet werden soll, wird der Palast Kaddokos von Freemushs Männern gestürmt. Kaddoko wird für den Mord an Fertomash Agmon verhaftet, neuer Imperiumsbeauftragter wird ein Mann namens Jalanock.

Freemush bietet allen ehemaligen Gefangenen an, sich auf Jacinther IV niederzulassen oder mit seinem Kreuzer CAISED den Planeten zu verlassen. Da das Schiff nur zu Fuß durch gefährliches Gebiet zu erreichen ist, ist sein Angebot nur scheinbar großzügig. Atlan macht sich mit einem Mann namens Kolcho, der über merkwürdige Fähigkeiten dank seiner kristallinen, blauen Augen verfügt und noch eine Rechnung mit Freemush zu begleichen hat, auf den Weg, während Fartuloon mit einem provisorisch reparierten Gleiter Morvoner Sprangk und Eiskralle abholt und die Piraten informiert. Unterwegs erhalten Atlan und Kolcho Verstärkung durch den Mertemelker Parok, bevor Fartuloon sie abholt.

Zu sechst gelangt die Gruppe auf die CAISED und kann nach dem Start tatsächlich die Hauptzentrale und Freemush in ihre Gewalt bringen. Jedoch folgt die Robotflotte jeder Transition, bis Sprangk die CAISED in die Sogmanton-Barriere lenkt. Dort stranden die Robotschiffe als hilflose Beute für die Piraten, während Sprangk Richmonds Schloß anfliegt. Als Kolcho erkennt, dass Atlan ein Feind Orbanaschols ist, will er ihn töten, indem er ihn mit seinen Augen auf eine andere Existenzebene schickt. Eiskralle kann ihn jedoch zur Strecke bringen.

Atlan überlässt die CAISED den Piraten und holt Farnathia ab. Parok will zurück nach Jacinther IV. Die kleine Rebellentruppe macht sich mit Freemush auf den Weg nach Kraumon.

[Bearbeiten] Handlung

Auf KevKev angekommen, lässt der Gouverneur Atlan und Fartuloon einfach im Gleiterhangar stehen und kümmert sich nicht um die angeblichen Beauftragten des Ökonomen Freemush, der auf Jacinther IV erwartet wird. Zwei Wachen werden ihnen zugeteilt, angeblich zum persönlichen Schutz. Die beiden Freunde bekommen mit, wie Kaddoko mit Gefangenen umgeht. In der Steilwand zum Meer tauchen sieben zerlumpte Gestalten auf, die versuchen, trotz der tosenden Brandung über die Felsen zu klettern. Die beiden Wachen erschweren ihnen das Leben und feuern mit Energiestrahlern auf die Gefangenen. Atlan und Fartuloon können dies nicht mit ansehen und beginnen mit den beiden Männern einen Raufhandel. Während Atlan eine der Wachen ins Reich der Träume schickt, stößt Fartuloon seinen Gegner über die Klippe. Die Gefährten schnappen sich einen Gleiter und steuern auf den letzten noch lebenden Gefangenen zu. Diesem Mann mit dem Namen Kolcho gelingt es, an Bord des Fahrzeugs zu springen. Doch als Atlan im Hangar landet, wird er von dem Gefangenen wüst beschimpft und sogar mit dem Tod bedroht. Atlan hat aber angesichts der Übermacht der Wachen des Gouverneurs Kaddoko richtig gehandelt. Der Gefangene wird abgeführt.

Atlan und Fartuloon werden zu ihrer Unterkunft gebracht. Die Bediensteten des Gouverneurs lassen jeglichen Respekt vermissen. Auch die Einrichtung des ihnen zugewiesenen Hauses ist äußerst spartanisch. Um ihren Stellenwert wieder etwas aufzumöbeln, suchen sie Kaddoko auf, der sich gerade in einer Besprechung mit seinen Mitarbeitern befindet. Die Freunde bekommen gerade noch mit, dass der Ökonom Freemush bereits auf Sebentool gelandet ist, dann wird der Ton der laufenden Bildübertragung abgeschaltet. Kaddoko ist wütend über das Eindringen der Freunde und lässt sich erst durch Fartuloons Drohung, entweder zusammenzuarbeiten oder Schwierigkeiten mit Freemush zu bekommen, einigermaßen beruhigen. Kaddoko ist zutiefst besorgt, dass der Ökonom den Schwindel durchschauen und ihn als Mörder des Imperiumsbeauftragten Fertomash Agmon identifizieren könnte. Atlan erkennt, dass ihre Leben gefährdet ist, da sie dann für Kaddoko keinen Wert mehr hätten. Auch Fartuloon hat den Ernst der Lage erkannt und drängt darauf, das Kommunikationszentrum zu verlassen.

Es gelingt ihnen, im prunkvoll ausgestatteten Innenhof des Gouverneurspalastes den Gleiter eines Händlers zu erreichen, mit dem sie durch einen Gang, der ins Freie führt, zu entkommen versuchen. Ein Wächter des Gouverneurs feuert mit einem Strahlgewehr auf den Gleiter und bringt das Triebwerk zur Explosion. Die Flucht geht nun zu Fuß weiter. Über einen abwärts gepolten Antigravschacht geht es in die Tiefe, wo sie sofort von Wachen unter Feuer genommen werden. Fartuloon tötet zwei von ihnen. Als auch noch Kampfroboter auftauchen, polt Fartuloon das Feld des Schachtes um und die Freunde sind gezwungen, wieder Richtung Innenhof zu schweben. Sie verlassen den Antigravschacht unbehelligt, denn scheinbar haben die Wachen nicht damit gerechnet, dass Atlan und Fartuloon den Rückweg antreten. Die beiden Männer betreten einen Saal, dessen einziger Ausgang elektronisch gesichert ist. Sie werden von Kaddoko und vier seiner Offiziere in Gewahrsam genommen und zu zwölf anderen Gefangenen in einen hohen, feuchten und kalten Raum gesperrt. Atlan und Fartuloon haben aber nicht die Absicht, länger als unbedingt nötig hier zu bleiben. Sie grübeln über ihrem Plan, den Ökonomen zu entführen. Durch das Eintreten eines großen Roboters werden sie abgelenkt. Zwei Männer werden von der Maschine aus dem Verlies hinausgeschleppt. Diesen Bedauernswerten steht die Hinrichtung bevor. Befreit atmen die übrigen Gefangenen auf und sind glücklich, dass die Wahl nicht auf sie gefallen ist. Für diesen Psychoterror hat Kaddoko in Fartuloons Augen den Tod verdient.

Mit Hilfe der den Gefangenen freundlich gesinnten Recks versucht Atlan, mit Kolcho in Kontakt zu treten. Die am nächsten Tag eintreffende Antwort ist ernüchternd. Kolcho sieht keine Möglichkeit mehr, aus den Verliesen zu fliehen. Erneut tritt ein Roboter ein, um Gefangene zur Hinrichtung abzuholen. Die Maschine wählt Atlan aus. Der Kristallprinz wird gepackt und mühelos hochgehoben. Fartuloons Angriff wird abgewehrt. Atlan wird auf den Gang hinausgeworfen und sieht sich drei Kampfrobotern gegenüber. Die Zellentür schließt sich. Fartuloon bleibt vor Wut brüllend zurück.

Atlan wird zu einem kleinen Plateau gebracht. Es beginnt zu regnen. Zwei weitere zum Tode Verurteilte und auch Kolcho betreten die Felsen. Bis auf eine Maschine ziehen sich die Kampfroboter in den Palast zurück. Antigravfelder treiben die Delinquenten auf den Rand des Plateaus zu. Von einer Mauerkrone des Palasts sehen der Gouverneur und einige seiner Offiziere dem schaurigen Geschehen zu. Auch der Kristallprinz wird von den Energiefeldern über die Felskante geschoben. Doch plötzlich erlischt der Druck. Atlan bleibt am Abgrund liegen. Nachdem er sich erhoben hat, stellt er fest, dass er von einem Prallfeld umgeben ist, das jedoch einen Korridor offen lässt. Am Ende des Korridors steht der Kampfroboter, der sich langsam in Bewegung setzt. Atlan rechnet sich minimale Chancen im bevorstehenden Kampf gegen den Roboter aus. Es gelingt ihm tatsächlich, die Maschine über die Klippe in die Tiefe zu stoßen. Kaddoko richtet seinen Strahler auf den Kristallprinzen. Plötzlich zuckt ein Energiestrahl über den Palast. Gleiter landen auf dem Plateau und setzen blau gekleidete Raumsoldaten ab. Die Prallfelder erlöschen, und Kolcho kommt zu ihm. Kaddoko wird von den Soldaten entwaffnet. Atlan erzählt einem hohen Offizier, dass der Gouverneur für den Tod Fertomash Agmons verantwortlich ist und wegen des Wissens über diese Tat Kolcho und ihn beseitigen wollte. Es wird ihnen aufgetragen, in einem Gleiter das Ende der Kämpfe abzuwarten. Kolcho bittet Atlan, ihn verschwinden zu lassen. Er will die Felsen hinunterklettern und sich solange verbergen, bis es Atlan gelingt, ihn mit einem Gleiter abzuholen. Fartuloon taucht auf und ist überglücklich, seinen Ziehsohn lebend wiederzusehen.

Doch noch ist der Kampf um den Palast nicht vorbei. Kaddokos Kampfroboter greifen in die Schlacht ein. Zahlreiche Gleiter aller Größen versuchen, aus dem Palast zu entkommen. Doch die Truppen des Ökonomen sind wachsam. Kampfroboter und Gleiter explodieren und richten schwere Zerstörungen an. Endlich gewinnen Freemushs Truppen die Oberhand, und die Kämpfe verebben.

Atlan will Fartuloons Drängen, Morvoner Sprangk und Eiskralle aufzusuchen, nicht nachgeben. Er bleibt weiter bei seinem Plan, auf das Schiff des Ökonomen zu gelangen und Freemush zu entführen.

Etwa einhundert freigelassene Männer und Frauen versammeln sich. Freemush tritt vor sie, von Kampfrobotern und seinen Offizieren abgeschirmt. Der Ökonom gibt bekannt, dass er keinen der Gouverneure von Jacinther IV für das Amt des Imperiumsbeauftragten einsetzen wird, sondern einen eigenen Mann mitgebracht hat, der diesen Posten besetzen wird. Zudem stellt er den Gefangenen frei, auf Jacinther IV zu bleiben und sich irgendwo niederzulassen oder an Bord der CAISED zu gehen und den Planeten zu verlassen. Doch Freemushs Angebot scheint nur auf den ersten Blick großzügig, denn die CAISED steht auf dem Raumhafen von KevKev, und bis dorthin muss der gesamte Kontinent durchquert werden.

Fartuloon und Atlan fordern, zum Ökonomen vorgelassen zu werden. Der Bauchaufschneider verlangt einen Gleiter, um Morvoner Sprangk und Eiskralle vom Kontinent Kortasch-Auromt abholen zu können, damit auch sie Jacinther IV mit der CAISED verlassen können. Freemush lehnt wie erwartet ab, erteilt aber die Erlaubnis, dass sich die Freunde aus den Überresten abgeschossener Gleiter ein funktionsfähiges Fahrzeug zusammenbasteln dürfen. Die beiden Männer machen sich sofort an die Arbeit. Nach zwei Tagen ist das Gefährt fertig. Auf Atlans Wunsch hin, fliegt Fartuloon allein los, um die beiden Freunde abzuholen, mit ihnen an Bord der GROVEMOOS zu gehen und in die Sogmanton-Barriere zu fliegen. Dort soll er auf das Zeichen Atlans warten, wenn dieser die CAISED in seine Gewalt gebracht haben wird. Dann soll er jedoch schnellstens erscheinen und Atlan mit Hilfe der Piraten abholen.

Außer Sichtweite der Soldaten des Ökonomen stößt Kolcho zu Atlan, der sich auf den Weg zum Raumhafen gemacht hat. Es geht durch Sümpfe und Dschungelwälder, darunter auch den Wald der Freundlichkeit. Kolcho kennt sich in diesem Gebiet relativ gut aus, und so kommen die Gefährten schnell voran. Nach einer ruhigen Nacht in einem Wipfel der Urwaldriesen bemerken sie Gleiter, die nach jemandem suchen und schnell näher kommen. Kolcho ist überzeugt, dass er derjenige ist, der gesucht wird. Die Gleiter eröffnen das Feuer auf die beiden Männer und setzen den Wald in Brand. Kolcho fordert Atlan auf, ihn mit seinem Dolch zu töten, damit er nicht in Gefangenschaft gerät. Doch Atlan verweigert ihm diesen Gefallen. Als Kolcho den Schrei eines nahen Merte vernimmt, ergreift er die sich ihnen bietende Chance. Es gelingt ihm, die Echse unter Kontrolle zu bringen. Die beiden Männer schwingen sich auf den Rücken des Tiere,s und ein wilder Ritt durch einen Stollen in der Unterwelt des Waldes beginnt. Nach rasendem Ritt kommt die Echse wieder an die Oberfläche, die beiden Männer springen ab und klettern auf einen Baum. Für den Augenblick sind sie den Häschern entkommen.

Mitten im Dschungel stoßen sie auf einen von Pflanzen überwucherten Kuppelbau. Das Eingangsschott reagiert nicht. Ein riesiger Merte rast auf die Männer zu. Endlich bewegt sich das Schott. Atlan und Kolcho stürzen eine Treppe hinab. Das Schott schließt sich und der Merte donnert dagegen.

Die Gefährten stoßen auf Parok, den »Mertemelker«. Der Arkonide verhilft ihnen zur Flucht vor den näherkommenden Soldaten des Ökonomen. Sie wollen einen Fluss befahren, der in die Nähe des Raumhafens kommt. Als sie durch Grasland zum Fluss marschieren, bildet sich über Paroks Kuppel ein Atompilz. Freemushs Soldaten haben kurzen Prozess gemacht und die Kuppel, in der sie die beiden Gefährten vermutet haben, gesprengt.

Am Fluss angekommen, beginnen Atlan und Kolcho, ein Floß zu bauen. Parok taucht überraschend auf und unterstützt die Männer beim Bau des Fahrzeugs. Zwei Tage später befinden sich die drei Gefährten in der Nähe des Meeres.

Ein Gleiter nähert sich. Parok gelingt es nicht mehr, das Floß ans Ufer des Flusses zu steuern. Der Gleiter geht längsseits, und Fartuloon grinst aus dem Fenster. Er hilft den drei Gefährten an Bord des Gleiters. Atlan gibt sein Vorhaben nicht auf, Freemush in seine Gewalt zu bringen.

Auf dem Raumhafen wird die CAISED startbereit gemacht. Jalanock ist als neuer Imperiumsbeauftragter eingesetzt worden. Atlan, Fartuloon, Kolcho, Parok, Morvoner Sprangk und Eiskralle lassen den Gleiter stehen und gehen zu Fuß zum Raumhafen. Einige ehemalige Gefangene haben den beschwerlichen Weg durch den Dschungel geschafft und torkeln auf die CAISED zu. Gemeinsam mit diesen bedauernswerten Geschöpfen betreten die Gefährten den unteren Teil des Schiffes, der notdürftig als Unterkunft für die neuen Passagiere hergerichtet worden ist. Die CAISED startet von Jacinther IV.

Eiskralle klettert in einen Kabelschacht und organisiert Waffen, einen Kombistrahler und mehrere Paralysatoren. Die ehemaligen Gefangenen werden paralysiert. Unbehelligt erreichen die Kampfgefährten das Quartier des Ökonomen. Vor Freemushs Unterkunft stehen fünf Offiziere, die von drei modernsten Kampfrobotern unterstützt werden. Ein Prallfeld schirmt den Korridor zusätzlich ab.

Bevor er daran gehindert werden kann, tritt Kolcho vor die Energiebarriere und fordert Einlass. Seine Augen beginnen zu leuchten. Die Wachen verharren bewegungslos an ihren Plätzen und beginnen, durchsichtig zu werden. Alles wird von einem blauen Leuchten eingehüllt. Wachen und Roboter verschwinden. Von starken Kopfschmerzen geplagt, sinkt Kolcho auf die Knie. Seine Augen sind fast weiß. Langsam erholt er sich. Das Prallfeld ist erloschen. Die Gefährten dringen in die Privatgemächer des Ökonomen ein.

Fartuloon hat in der Zwischenzeit die Zentrale der CAISED erreicht und in seine Gewalt gebracht. Atlan will Freemush zum Kommandostand bringen. Der Korridor wird von bewaffneten Männern besetzt. Freemush schickt sie in ihre Quartiere. Im Antigravschacht erfolgt ein Angriff der Offiziere. Atlan bleibt Sieger in der Auseinandersetzung. In der Kommandozentrale atmen Fartuloon, Morvoner Sprangk und Parok erleichtert auf, als Atlan, Kolcho und Eiskralle eintreten. Die CAISED ist unter ihrer Kontrolle.

Auf den Orterschirmen ist die 600 Einheiten starke Flotte zu erkennen, die der CAISED unbeirrbar folgt. Auch durch mehrere Transitionen lässt sich die Flotte nicht abschütteln.

Die letzte Transition bringt die CAISED und damit auch die Flotte des Ökonomen in die Sogmanton-Barriere. Freemush ist fassungslos. Plötzlich beginnt Kolcho durchzudrehen. Er vermutet einen Betrug Atlans. Seiner Meinung nach hat es der Kristallprinz auf die Flotte abgesehen, um Orbanaschol III., dessen treuer Anhänger Kolcho ist, zu treffen. Sollte Atlan die Flotte für seine Zwecke benötigen, würde er in die Sogmanton-Barriere zurückkehren und die Schiffe gegen Orbanaschol einsetzen. Atlan befiehlt seinen Freunden, Kolcho zu töten, als er ein blaues Leuchten um seinen Kopf entdeckt. Der Kristallprinz wird von den freiwerdenden Kräften in verschiedene Realitäten gerissen. Erst als Atlan erkennt, dass er den Widerstand gegen die Kräfte des Mutanten aufgeben muss und sich von ihnen treiben lässt, kehrt er in die Hauptzentrale der CAISED zurück.

Eiskralle greift Kolcho nach Atlans Rückkehr in den Normalraum an. Augenblicklich erstarrt dieser zu Eis und zersplittert unter dem Ansturm des Chretkors. Instinktiv fängt Atlan ein kleines eiskaltes Bruchstück auf. Es ist ein türkisblaues Bruchstück eines Auges Kolchos. Atlan lässt es in seiner Tasche verschwinden. In diesem Durcheinander versucht Freemush zu fliehen. Doch Fartuloon ist aufmerksam und erwischt den Ökonomen, noch bevor er die Zentrale verlassen kann. Ein Reinigungsroboter beseitigt die Überreste Kolchos. Atlan will den Roboter bei Gelegenheit ausschleusen.

Morvoner Sprangk steuert die CAISED zu Richmonds Schloß. Hanwigurt Sheeron meldet sich. Atlan übergibt ihm nach der Landung auf dem Asteroiden die CAISED samt ihrer Besatzung.

Es kommt zum Zusammentreffen Atlans mit Farnathia, die sich von der Übernahme durch den Bioparasiten vollständig erholt hat. Auch Corpkor, der auf Richmonds Schloß zurückgeblieben war, ist wohlauf. Nach einer Besprechung mit Sheeron wollen die Freunde nach Kraumon zurückkehren. Freemush wird natürlich mitgenommen werden. Parok entschließt sich, nach Jacinther IV zu fliegen, um von dort aus einen anderen Planeten zu erreichen, wo er in Ruhe leben kann.

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Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon dandelion » 7. März 2014, 09:53

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dandelion
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Atlan versucht weiter, „die Macht Orbanaschols zu schwächen“. Bislang waren diese Versuche höchstens Nadelstiche gewesen. Dieses Mal gelingt ihm mit der Entführung einer Robotflotte ein schwerer Schlag. Ob dies das Augenmerk des Usurpators auf die Vorgänge in und um die Sogmanton-Barriere richtet und Atlan damit quasi ein Eigentor erzielt hat, wird sich zeigen.

In diesem Heft gibt es neben den obligatorischen wilden Verfolgungs- und sonstigen Kämpfen (u.a. zeigt Atlan einem Roboter, wo der Hammer hängt) auch mal wieder etwas zum Nachdenken. Von Expeditionen „bis tief in den sogenannten Orion-Arm der Galaxis“ ist die Rede, wo es „noch zahlreiche, ehemals von den Lemurern beherrschte Welten geben sollte.“

Da verwundert zweierlei. Die Benennung Orion-Arm ist doch ohne Zweifel irdischer Natur und der Begriff Lemurer dürfte den Arkoniden der Handlungszeit ebenso unbekannt gewesen sein. Immerhin weht kurzzeitig ein Hauch kosmischer Geschichte durch das ermüdende und sich in Wiederholungen erschöpfende Geschehen. Der neue Imperiumsbeauftragte auf Jacinther IV könnte sicher interessante Geschichten über seine Expeditionen in diese abgelegene Gegend der Milchstrasse erzählen. Ich befürchte aber, dass es dazu nicht kommen wird.

Auf der LKS wird Hans Kneifel vorgestellt. „Er lacht, trinkt, raucht und kennt Mädchen.“ Kann es sein, dass er sich in manchen seiner Figuren verewigt hat?
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Heiko Langhans
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Vermutlich. B-)

Begriffe wie Orion-Arm oder Lemurer tauchen in den Blaubänden außer in Kommentaren "späterer" Historiker (oder im Glossar) nicht mehr auf. Ein weiterer Grund, warum ich der Blauband-Ausgabe den Vorzug gebe.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon dandelion » 7. März 2014, 11:14

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Ich finde es eher schade, wenn diese Szenen ganz gestrichen werden. Sie geben der Handlung doch einen farbigen Hintergrund. Besser wäre es, die terranischen Bezeichnungen durch arkonidische Namen zu ersetzen und durch eine entsprechende Umschreibung erkennbar zu machen, um welche Ecke der Milchstrasse es sich handelt.

Diese Einschübe in die ansonsten doch oft recht sinnfreie Handlung könnten auch durchaus erweitert werden, wie beispielsweise durch die Erzählungen eines Augenzeugen (siehe Imperiumsbeauftragter weiter oben), durch Berichte von Ausgrabungen (Gortavor) oder Untersuchungen mit entsprechenden Erkenntnissen der in der Sogmanton-Barriere gestrandeten unbekannten Raumschiffe...
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Heiko Langhans
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Hm, falsch formuliert: So oder ähnlich wird das auch gehandhabt.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Copperblade » 9. März 2014, 15:32

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Copperblade
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Heiko Langhans hat geschrieben:Hm, falsch formuliert: So oder ähnlich wird das auch gehandhabt.


Damals sind viele gute Möglichkeiten verschenkt worden, das Arkon-Imperium und die damit zusammenhängenden Gegebenheiten
in der Milchstraße detailreich zu beschreiben.
Einen Rainer Castor gab es (in der Funktion) leider noch nicht. Das ist schade, wenn man bedenkt, um wieviel besser und auch
erfolgreicher das mit Traversan gelungen ist.
Zur Zeit lese ich Perry Rhodan Heft Nr. 93: "Der Feind im Dunkel" von Kurt Mahr
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Werner Fleischer
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Das ist natürlich sehr ungerecht. Rainer Castor baute auf dem was Voltz und seine Mannschaft erarbeitet haben auf. Er hat aber die Fundamente und die Mauer nicht verlegt sondern die Verzierung angebracht.

Für den Traversan Zyklus war Robert Feldhoff als Exposeautor verantwortlich.
Spinal Tap und die Rutles sind die "Krone der musikalischen Entwicklung"

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Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Copperblade » 9. März 2014, 17:07

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Werner Fleischer hat geschrieben:Das ist natürlich sehr ungerecht. Rainer Castor baute auf dem was Voltz und seine Mannschaft erarbeitet haben auf. Er hat aber die Fundamente und die Mauer nicht verlegt sondern die Verzierung angebracht.

Für den Traversan Zyklus war Robert Feldhoff als Exposeautor verantwortlich.


Tut mir leid wenn das falsch rübergekommen ist. Ich habe Rainer Castor im Zusammenhang mit der Detaillierung Arkons genannt.
Vorher ging es in der arkonidischen Kultur ja recht "terranisch" zu.
Das Robert Feldhoff die Traversan-Exposes geschrieben hat sich natürlich rumgesprochen. :D
Zur Zeit lese ich Perry Rhodan Heft Nr. 93: "Der Feind im Dunkel" von Kurt Mahr

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon dandelion » 10. März 2014, 01:26

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dandelion
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Laut PP ist mit 134/16 der Unterzyklus „Atlans erste Abenteuer“ abgeschlossen. Zeit für ein kurzes Resümee, das leider nur in Grenzen positiv ausfallen kann.

Immerhin gibt es einige gute Romane, den Startband von Ernst Vlcek, Ewers „Irrfahrt im Sternenstaub“ und mit Klaus Fischers „Kopfjäger“ auch einen überraschend gehaltvollen Beitrag eines nicht arrivierten Autors. Größtenteils regiert aber doch die Tristesse austauschbarer und wenig attraktiver Standardabenteuer. Der Tiefpunkt wird mit der Handlung auf Sofgarts Folterwelt erreicht. Blut, Geifer und unmotivierte Grausamkeiten sind so gar nicht mein Fall und sollten in einer SF-Erzählung auch keinen breiten Raum einnehmen.

Der „Held von Arkon“ krankt an der unklaren Zuordnung. Soll es SF sein, Fantasy oder auch Beides mit Anleihen im Horrormilieu. Bis jetzt ist dieser Mix aus mehreren Genres jedenfalls sehr schwankend in der Qualität. Meine persönliche Vorliebe, das Entdecken und Verfolgen von Spuren galaktischer Geschichte kommt leider nur ansatzweise zum Zug. Trotz der Beteiligung der renommierten Rhodanautoren ist diese Teilserie bis dato noch keine Erfolgsgeschichte.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Moonbiker » 10. März 2014, 01:33

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dandelion hat geschrieben: das Entdecken und Verfolgen von Spuren galaktischer Geschichte kommt leider nur ansatzweise zum Zug.

Darum geht es ja auch nicht.

Günther

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon dandelion » 10. März 2014, 01:39

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Moonbiker hat geschrieben:
dandelion hat geschrieben: das Entdecken und Verfolgen von Spuren galaktischer Geschichte kommt leider nur ansatzweise zum Zug.

Darum geht es ja auch nicht.

Günther


Natürlich geht es hauptsächlich um Atlans Weg zur Macht, aber dieser Weg ist eingebettet in die arkonidische und galaktische Geschichte. Von der möchte ich ganz einfach mehr erfahren, als nur einen Halbsatz in jedem 2. oder 3. Heft. Reine Hau-drauf-Abenteuer, diie so viele Hefte bestimmen, können mich nicht begeistern.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Heiko Langhans » 14. März 2014, 08:43

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Heiko Langhans
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Am 13. Mai 1974 erschien der 136. Roman (exclusiv 17) der ATLAN-Serie:

Kurt Mahr: Die Image-Maschine

Bild

Kurzzusammenfassung
Atlan und seine Getreuen befinden sich mit dem 80-m-Kreuzer POLVPRON auf dem Weg von Richmonds Schloß nach Kraumon, als sie einen allgemeinen Notruf empfangen. Der Notruf führt sie nach Tsopan, wo sie gerade noch ein Maahk-Schiff sichten, das von einem Fesselfeld zum Start gezwungen wird. Zugleich wird die POLVPRON zur Landung gezwungen und festgehalten.

Mittels einer Art Fiktivtransmitter entführt der Skine Soon-Soon Farnathia, um herauszufinden, wer sich bei ihrer Befreiung am Geschicktesten anstellt und sich damit als Muster für eine Bewusstseinskopie besonders eignet. Atlan und Eiskralle machen sich auf dem Weg und finden die Arkonidin, werden jedoch gefangen genommen. Der Kristallprinz überzeugt die Skinen, Fartuloon im Austausch gegen Eiskralle und Farnathia zu akzeptieren. Mittels eines Tricks können sich Atlan und Fartuloon befreien, jedoch holen sich die Skinen per Transmitter Atlan und Eiskralle. Mit Eiskralles Fähigkeiten gelingt nochmals ein Ausbruch, der jedoch von Soon-Soon zunichte gemacht wird. Bevor Atlan und Eiskralle zu sich kommen, sind bereits Kopien von ihren Bewusstseinen angefertigt.

Im Fall von Atlan sind durch den Extrasinn gleich zwei Kopien entstanden. Eine der Kopien entkommt aus dem Speicher der Skinen und übernimmt einen Skinen, der bald entkommt. Soon-Soon weist Atlan darauf hin, dass die Bewusstseinskopie mehr an einem humanoiden Körper interessiert sein wird. Aus diesem Grund erklärt sich Atlan bereit, bei der Suche nach seiner Bewusstseinskopie zu helfen.

Handlung
Kristallprinz Atlan und seine Freunde befinden sich mit der POLVPRON auf dem Weg von Richmonds Schloß nach Kraumon. Es stehen noch zwei Transitionen an, bevor ihr Ziel erreicht ist. Da meldet Eiskralle den Empfang eines Notrufs. In geringer Entfernung wird ein Sonnensystem geortet. Atlan vollführt eine Kursänderung. Auf der Suche nach der Quelle des Hyperfunkspruchs fliegt die POLVPRON den zweiten Planeten an und wird von einem Fesselfeld eingefangen. Das Energiefeld zwingt das Raumschiff zur Landung. Noch während des Anflugs orten die Kameraden ein Schlachtschiff der Maahks, das von einem Prallfeld in den Weltraum befördert wird.

Fartuloon und Atlan wollen mit einem Gleiter die nahegelegene Stadt erkunden. Doch zu ihrer Überraschung lassen sich die Hangartore der POLVPRON nicht öffnen. Die Gefährten versuchen, die Struktur des Fesselfeldes zu enträtseln. Nach stundenlanger Arbeit gelingt es, das Feld vor einer kleinen Hangarschleuse unwirksam zu machen. Eiskralle und Atlan wollen das Schiff verlassen, um sich in der nahe gelegenen Stadt umzusehen. Die zurückbleibenden Freunde sollen in der Zwischenzeit versuchen, das Feld vor der Mündung des Bordgeschützes aufzuheben, damit sie sich im Notfall verteidigen können. Alle rüsten sich mit Kodegebern aus, um jederzeit geortet werden zu können.

Noch bevor Atlan und Eiskralle die POLVPRON verlassen können, gellt ein Schrei durch das Schiff. Farnathia ist verschwunden. Sie ist von den Bewohnern des Planeten mit einem Transportfeld entführt worden.

Der Skine Soon-Soon und einer seiner Artgenossen freuen sich darauf, wer von der Besatzung der POLVPRON es schaffen wird, die Frau zu befreien. Diese Person muss sich von den anderen durch größere Energie, Wissen und Umsicht unterscheiden. Das wäre ein hervorragender Proband für ihr eigentliches Vorhaben.

Mit einem Gleiter starten Atlan und Eiskralle und folgen der deutlichen Spur, die Farnathias Kodegeber liefert. Am Stadtrand schaltet Atlan das Antigravtriebwerk des Gleiters aus und fliegt mit dem lediglich zur Flugstabilisierung vorgesehenen Luftkissenantrieb weiter. So hofft er der Ortung zu entgehen. Atlan und der Chretkor überstehen die folgende Bruchlandung unversehrt.

Der Kodegeber Farnathias beginnt seinen Standort zu wechseln. Atlan vermutet eine Falle und marschiert weiter auf das ursprüngliche Ziel zu. Als der Morgen anbricht, fliegen zahlreiche Gleiter durch den Luftraum über der Stadt. Sie suche nach Atlan und Eiskralle. Einer der Gleiter steuert auf die beiden Freunde zu. Der Chretkor feuert einen Schuss ab, trifft das Fahrzeug und bringt es zum Absturz. Er entdeckt in einem Busch ein seltsames Wesen. In seiner Aufregung packt Eiskralle das bewusstlose Geschöpf mit seinen Händen. Das Wesen erstarrt zu Eis. Vor den näher kommenden Gleitern flüchten die beiden Männer in die Büsche.

Sie dringen in ein großes, scheinbar nur teilweise benutztes Gebäude ein. Sie schleichen durch Gänge und Korridore und finden zahlreiche Räume, die jedoch alle leer stehen. Von Farnathia ist keine Spur zu entdecken. Eiskralle beginnt laut zu rufen. Das Mädchen antwortet tatsächlich. Überglücklich fallen sich Atlan und Farnathia in die Arme. Der Raum, in der sich die Arkonidin aufgehalten hat, wird von einem Prallfeld abgeschirmt. Ein Skine erscheint in der Tür. Er stellt sich als Soon-Soon vor. Atlan bedroht ihn mit dem Strahler. Doch der Skine hat keine Angst vor dem Tod und weigert sich, das Prallfeld abzuschalten. Nach einigen Minuten gibt Atlan auf. Soon-Soon eröffnet ihm, dass er seine Gefangenen dazu benötigt, um Kopien ihres Bewusstseins anzufertigen. Dies soll keinerlei Schmerzen bereiten und auch die Gefahren sind minimal. Unter tausend Fällen stellen sich im Durchschnitt nur bei einem Schwierigkeiten ein. Das gestörte Bewusstsein wird dann von den Skinen versorgt, so dass es keine Not zu leiden hat.

Atlan ist von dem Vorhaben keineswegs angetan und bietet Fartuloon im Austausch von Farnathia und Eiskralle als Versuchsobjekt an. Soon-Soon geht auf den Handel ein. Farnathia und Eiskralle werden von Skinen zur POLVPRON gebracht.

Atlan wird von Soon-Soon tiefer in das Gebäude gebracht. Dort begegnet er einem alten Skinen, der der bedeutendste Wissenschaftler dieses Volkes ist. Er wird »das erste Wesen«, »der Weise« oder »der Überlegene«, auch »der Forscher« genannt. Atlan erhält einige Auskünfte über das Volk der Skinen. Sein Wissensdurst wird durch die Ankunft Fartuloons gebremst. Eine starke Explosion, hervorgerufen durch einen von Fartuloon unbemerkt platzierten Sprengkörper, erschüttert das Gebäude. Die Skinen erfasst Hektik. Fartuloon feuert mit einem Schocker auf die seltsam aussehenden Wesen, die reglos auf dem Boden liegen bleiben. Atlan und der Bauchaufschneider verlassen das Gebäude und fliegen mit dem Gleiter zur POLVPRON. Kurz vor dem Raumschiff sinken die beiden Männer in tiefen Schlaf. Atlan findet sich in einer riesigen Halle wieder. Er steckt in einer transparenten Röhre. Neben sich, ebenfalls in einer der engen Röhren untergebracht, entdeckt Atlan Eiskralle. Der Chretkor klärt den Kristallprinzen über die Vorgänge auf, die sich zugetragen haben, nachdem er im Gleiter eingeschlafen ist. Das Fahrzeug ist von den Skinen in Fernsteuerung genommen und im Gleiterhangar der POLVPRON abgesetzt worden. Kurz danach ist Atlan von einem Einpoltransmitter, der keine Gegenstation benötigt, aus dem Gleiter geholt worden. Es ist nicht gelungen, Fartuloon aufzuwecken. Eiskralle ist mit dem Transmitter von Bord der POLVPRON geholt worden und hat sich in der Röhre wiedergefunden.

Soon-Soon kommt zu den beiden Freunden. Bald soll eine exakte Kopie ihres Bewusstseins hergestellt werden. Auf Atlans Befehl hin versucht Eiskralle die Wandung der Röhre mit seinen Händen zu berühren. Nach abenteuerlichen Verrenkungen gelingt es ihm tatsächlich. Ein großes Stück der Röhre zerspringt. Die Röhre beginnt zu wanken und droht umzufallen. Der Chretkor kommt zu Atlan und zerstört auch dessen Gefängnis. Die in der Halle anwesenden Skinen laufen aufgeregt herum. Der Kristallprinz und Eiskralle entkommen aus dem Gebäude.

Soon-Soon ist nicht bereit, sein Vorhaben trotz der beträchtlichen Zerstörungen aufzugeben. Es gelingt ihm, Atlan und Eiskralle erneut einzufangen und in je eine der hohen Röhrenkonstruktionen zu stecken. Der Chretkor versucht wieder, die Wandung der Röhren in Eis zu verwandeln. Doch bevor sein Vorhaben von Erfolg gekrönt ist, senken sich die Gebilde und verschwinden langsam im Boden. Soon-Soon gibt ihnen die Freiheit zurück. Ein Abbild ihres Bewusstseins ist erfolgreich angefertigt worden. Eiskralle kehrt zur POLVPRON zurück, während Atlan noch bei Soon-Soon bleibt. Der Wissenschaftler zeigt ihm eine Aufnahme von Eiskralles Bewusstsein. Der Kristallprinz erblickt auf einer Folie ein unregelmäßig geformtes Gebilde, das einer Spinne mit zahllosen Beinen ähnelt. Von einem hellen Mittelkern gehen spinnenähnliche Fäden aus.

Nun holt Soon-Soon eine Folie mit Atlans Bewusstseinskopie. Darauf sind zwei der Spinnen erkennbar. Das erklärt dem Arkoniden die Aufregung der skinischen Forscher. Für Atlan ist sofort klar, dass sein Extrasinn dafür verantwortlich ist, der als eigenes Bewusstsein bezeichnet werden kann. Atlan stellt sich unwissend. Die Skinen haben so etwas in ihrer jahrtausendelangen Forschungsarbeit noch nicht erlebt. Ein seltsamer Ton erklingt in der riesigen Halle. Die Wissenschaftler sind ratlos und beginnen zu diskutieren. Soon-Soon ruft erneut ein Abbild von Atlans Bewusstseinskopie auf. Eine der beiden Spinnen ist verschwunden. In der Speicherzelle ist nur mehr eines der beiden hergestellten Abbilder zu finden. Das andere Abbild ist entkommen. Um jedoch nicht zu erlöschen, ist es auf einen Körper angewiesen. Es muss einen Skinen übernommen haben. Die Wissenschaftler stellen fest, dass einer ihrer Techniker fehlt. Atlan wird gebeten, bei der Jagd auf sein eigenes Bewusstsein zu helfen.

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Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon dandelion » 14. März 2014, 21:59

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Manchmal muß man leiden können. Es war schwer, aber ich habe nicht aufgegeben. Nachdem es überstanden ist, bewegt mich eigentlich nur noch die Frage, für welchen Leserkreis diese Art von literarischem Erguss gedacht war.

Farnathia hat endlich ihren großen Auftritt. Sie bringt „mit ihrer hellen, klaren Stimme“ einen unerwarteten Einwand in die Diskussion. Atlan staunt „Ihr Gedankengang war von bestechender Klarheit und Logik“. Leider wird sie kurz darauf entführt, nur ein langezogener Schrei kündet von ihrem Ungemach. Atlan macht sich pflichtbewußt auf, um sie zu befreien... Hm, kann es sein, daß wir Ähnliches schon mal hatten.

Kurt Mahr war damals auch nicht zu beneiden. Wahrscheinlich mußte er auftragsgemäß betont einfach schreiben, was weder ihm, noch dem Leser sonderliches Vergnügen bereiten kann. Ich denke, ich lasse Atlan und Farnathia jetzt für einige Zeit ungestört ihren regelmäßigen Trennungs- und Wiedersehensritualen nachgehen. Es gibt sicher Interessanteres zu Lesen.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Hamiller » 14. März 2014, 23:50

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Den Roman fand ich ich interessant, weil er ein Cross-Over zu dem parallel laufenden "Im Auftrag der Menschheit"-Zyklus eimleitet.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon dandelion » 15. März 2014, 00:23

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Der Planetenname Tsopan in der Vorschau für Nr. 137 hat mich irritiert. Ich dachte an eine zufällige Namensgleichheit, aber dem ist anscheinend nicht so. Bei "Auftrag der Menschheit" bin ich aber erst bei Nr. 80. Was tun? :gruebel:

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Heiko Langhans » 15. März 2014, 12:42

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Atlan 137 (USO-Ebene) ist sozusagen das Ende der planetaren Geschichte, lässt sich also gut als thematischer Abschluss lesen. Die Skinen bleiben uns in der Kristallprinz-Ebene noch ein wenig erhalten.

Seinerzeit gefiel mir die Idee eines Volkes, das Bewusstseine sammelt. Körper/Farbensprache der Skinen, eine fremde, aber nachvollziehbare Zeitrechnung, gravierende Mentalitätsunterschiede - alles in allem kein schlechtes Beispiel für SF.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Hamiller » 15. März 2014, 16:46

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dandelion hat geschrieben:Der Planetenname Tsopan in der Vorschau für Nr. 137 hat mich irritiert. Ich dachte an eine zufällige Namensgleichheit, aber dem ist anscheinend nicht so. Bei "Auftrag der Menschheit" bin ich aber erst bei Nr. 80. Was tun? :gruebel:



So herum ist kein Problem. Erfährst Du halt erst in ein paar Monaten was aus den Skinen und Atlans Kopie Jahrtausende später geworden ist.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon dandelion » 16. März 2014, 00:38

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Heiko Langhans hat geschrieben:Seinerzeit gefiel mir die Idee eines Volkes, das Bewusstseine sammelt. Körper/Farbensprache der Skinen, eine fremde, aber nachvollziehbare Zeitrechnung, gravierende Mentalitätsunterschiede - alles in allem kein schlechtes Beispiel für SF.


Stimmt, der Teil ist in Ordnung. Aber mittlerweile reagiere ich schon allergisch, wenn Farnathia wieder einmal gerettet werden muß.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Heiko Langhans » 20. März 2014, 09:19

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Warte, warte nur ein Weilchen :devil:
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