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Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon dandelion » 2. Januar 2014, 23:36

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dandelion
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Ich habe den Roman noch nicht gelesen, sondern erstmal geblättert. Es gibt mehrere gelungene Innenillus, zwei davon sogar doppelseitig. Gefallen mir besser als das Titelbild. Und es gibt Werbung für Dragon - "Die erste deutsche Fantasyserie". Ich habe anfangs regelmäßig gelesen, aber ziemlich bald aufgegeben. Glücklicherweise habe ich mir trotzdem sämtliche Hefte besorgt. Wäre auch etwas zum Wiederlesen. Gibt es hier noch Sympathiesanten?

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Heiko Langhans » 3. Januar 2014, 07:51

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Heiko Langhans
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Mindestens einen B-) .

Dafür, dass die DRAGON-Autoren nicht so recht wussten, was sie eigentlich schreiben sollten, machten sie ihre Sache ganz gut.

Und Hubert Straßls Artikelserie über die Geschichte der Fantasy, die auf der LKS abgedruckt wurde, war eine echte Offenbarung. :st:

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon dandelion » 3. Januar 2014, 23:43

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dandelion
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Heiko Langhans hat geschrieben:Mindestens einen B-) .

Dafür, dass die DRAGON-Autoren nicht so recht wussten, was sie eigentlich schreiben sollten, machten sie ihre Sache ganz gut.

Und Hubert Straßls Artikelserie über die Geschichte der Fantasy, die auf der LKS abgedruckt wurde, war eine echte Offenbarung. :st:


Ich habe mir das TB des Weltbild-Verlages "Dragons Welt" herausgesucht, in dem auch die Autorenportraits enthalten sind. Die Autorenriege war eigentlich hochkarätig. Kneifel und Vlcek hatten doch einen guten Bezug zu Fantasy und Horrorthemen, Hubert Straßl sowieso. Dazu Ewers, Terrid und Darlton. Warum hat das nicht funktioniert?

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Thoromir » 4. Januar 2014, 12:05

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Thoromir
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Vielleicht ne blöde Frage, aber:
Warum nennt ihr diesen Thread eigentlich "Der Kristallprinz" und nicht "Der Held von Arkon" wie auf den Heften aufgedruckt?

Ich würde die Blaubände ja gern lesen, aber ich warte, bis es sie als epub gibt. Daher kann ich hier jetzt nicht so mitreden, es ist zu lange her, das ich einen Teil der Hefte mal gelesen habe. Aber eine Frage habe ich dann doch noch zur Handlung: Wird irgendwo mal gesagt, warum sich Atlans Onkel "Orbanaschol III." nennt?
Bei den Imperatoren ist es ja doch wohl üblich, den Familiennamen mit einer Nummer zu versehen. (wie das klingt: Habsburg XXIII. Hohenzollern III.) Hatte Atlnas Onkel einen anderen Nachnamen (eben Orbanaschol) als Atlan und sein Vater?
Oder war Orbanaschol in diesem Fall doch ein Vorname?

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon dandelion » 4. Januar 2014, 23:48

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dandelion
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Atlan verliert das Bewusstsein, als er hört, daß seine über alles geliebte Farnathia in der Hand Sofgarts ist. Na ja, er ist erst 18, das entschuldigt so manches, auch wenn es in totalem Gegensatz zur sonstigen Charakterisierung Atlans und seinen Taten steht. Nicht viel später ist er wieder der kaltblütige und über seine Jahre hinaus erfahrene Kämpfer.

H.G. Ewers hat da zu dick aufgetragen, wie überhaupt der ganze Roman seltsam ungelenk wirkt. Das ist nicht der Ewers der Rhodan-Romane. Seine Schreibweise wirkt hier lieblos und bemüht. Glücklicherweise gibt es wieder eine unterirdische Anlage mit Hinweisen auf eine vorarkonidische Zivilisation.
Dieses Atlan noch unbekannte Volk hat anscheinend überall seine Spuren hinterlassen. Zumindest gab es in dieser Szene einen Hauch von kosmischen Geheimnissen. Sonst kann ich dem Roman wenig Positives abgewinnen.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Heiko Langhans » 9. Januar 2014, 10:38

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Heiko Langhans
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Um den 24. Dezember 1973 erschien der 116. Roman (exclusiv 8) der ATLAN-Serie:

Ernst Vlcek: Welt der tausend Foltern

Bild

Kurzzusammenfassung
Der Blinde Sofgart fliegt seine Folterwelt Ganberaan an, wo Atlan von Bord geht. In einer Sumpflandschaft rettet er dem Arkoniden Kelese Ta-Amonte das Leben. Von ihm hört er, dass ein Wesen, das Seelenfänger genannt wird, die Sümpfe unsicher macht. Erst als Atlan gegen Kralasenen gekämpft hat, vertraut Ta-Amonte ihm.

Gemeinsam überfallen sie einen Gefangenentransport, bei dem sich auch der Vulther Mingor befindet, und übernehmen die Rolle der Kralasenen, um in das Sepulkorvat zu gelangen, die Festung Sofgarts. Dort lauert ihnen der Seelenfänger auf, bei dem es sich ebenfalls um einen Vulther handelt. Mingor, der Atlan und Ta-Amonte begleitet, ist der Nachfolger des bisherigen Seelenfängers. Die beiden Wesen töten einander im Zweikampf, so dass die beiden Arkoniden in die Festung eindringen können.

Handlung
Der junge Kristallprinz Atlan erreicht in der Maske des Satago Werbot an Bord des Flaggschiffes des gefürchteten Blinden Sofgart den Planeten Ganberaan. Von Desto Argam erfährt er, dass der Führer der Kralasenen mit seiner Gefangenen Farnathia das Schiff verlassen hat.
Anmerkung: War es in Atlan 112 noch das Flaggschiff des Blinden Sofgart, so handelt es sich jetzt um einen Transportraumer mit zernarbter Schiffshülle.
In der Nacht verlässt Atlan durch eine Notschleuse das Schiff. Nach einer Kletterpartie über die Schiffshülle erreicht er den Boden des Landefelds. Die Luft ist erfüllt von schaurigem Tiergebrüll und dem fernen Wehklagen der Gefangenen der Kralasenen. Atlan entfernt sich vom Raumhafen und gelangt zum Höllentor. Zu seinem Glück wird er beim Versuch, das Tor zu durchschreiten, zurückgeschleudert. Nachdem er sich vom Schock erholt hat, beobachtet er eine Gruppe von Kralasenen, die das bedauernswerte Geschöpf Yahlmio durch das Höllentor stoßen. Dem Wesen war nicht so viel Glück beschieden wie dem Kristallprinzen. Von Yahlmio bleibt nur ein unförmiges Etwas zurück.

Atlans Weg zum Hauptquartier des Blinden Sofgart führt ihn quer durch den Dschungel und über morastiges Gelände. Auf einer Lichtung findet Atlan das Echsenwesen Ai-mehma, mit einer Kette an einem Baum gebunden, vor. Das Wesen strömt einen intensiven Geruch aus, der einen Tausendzahn anlockt. Bevor der Tausendzahn das Wesen erreicht, wird er von zwei Kralasenen mit Pfeil und Bogen getötet. Atlan greift die Kralasenen an und schlägt sie bewusstlos. Er durchtrennt die Fesseln Ai-mehmas und versucht, von ihm herauszubekommen, wo das Hauptquartier Sofgarts zu finden sei. Doch Ai-mehma spricht nur in seiner Muttersprache. Dann verschwindet er im dichten Dschungel.

Nach kurzer Wanderung erreicht Atlan einen Schlammtümpel, der von einem Energiefeld gegen Raubtiere abgesichert wird. Eine Art Kran ist über dem Tümpel errichtet worden und dient dazu, zehn Käfige aus dem Schlamm hochzuziehen. In diesen Käfigen befinden sich einige Gefangene der Kralasenen. Die Käfige werden in den Tümpel hinabgelassen und die Insassen ringen unter der Schlammoberfläche nach Luft. Bevor sie ersticken können, ziehen die sechs anwesenden Kralasenen, die das Schauspiel belustigt verfolgen, die Käfige wieder aus dem Morast. Doch die Erholungspause der Gefangenen ist extrem kurz, denn es stürzen sich ganze Schwärme blutsaugender Insekten auf sie.

Atlan ist zur Untätigkeit gezwungen, denn der Energieschirm kann von ihm nicht durchdrungen werden. So bleibt ihm nichts anderes übrig, als weiterzuziehen.

Atlan passiert immer wieder ähnliche Folterstätten, an denen die Kralasenen ihrer Fantasie freien Lauf lassen und sich an den Qualen der Gefolterten weiden.

Der Kristallprinz wird von einer giftigen Echse gebissen. Um die Wunden zu kühlen, watet Atlan durch einen Sumpf. Er gerät immer tiefer in den Morast. Kurz vor dem Ertrinken wird Atlan von einer schuppigen Hand auf festen Boden gezogen. Er fällt in Ohnmacht und durchlebt Fieberphantasien, in denen Farnathia vom Blinden Sofgart gefoltert wird.

Als das Fieber abzuklingen beginnt, versucht Atlan, sich bei seinem Retter zu bedanken. Doch das seltsame Wesen will keinen Dank und taucht nach rätselhaften Andeutungen im Dschungel unter.

Atlan setzt seinen Weg fort und trifft wieder auf eine Folteranlage der Kralasenen. In einem Glasbehälter steckt der Körper eines Arkoniden. Nur sein Kopf ist frei. In der Glasflasche flattern zahlreiche Schmetterlinge, die sich immer wieder an der Haut des Mannes festsaugen und für schmerzhafte Wunden sorgen. Der Gefangene wird von nur zwei Kralasenen bewacht, die Atlan überwältigt. Atlan befreit den Arkoniden, der sich als Kelese Ta-Amonte vorstellt. Nach einer kurzen Stärkung schließt sich Ta-Amonte Satago Werbot an und will ihn zum Stützpunkt des Blinden Sofgart begleiten.

Am nächsten Morgen zieht ein Trupp Kralasenen an ihrem Nachtlager vorbei. Einer der Söldner will nach einer von ihm ausgelegten Falle sehen und wird von Werbot und Ta-Amonte überwältigt. Der restliche Trupp zieht weiter. Der gefangene Kralasene beginnt, sich zu wehren, und gerät zwischen die Scheren des Fangeisens.

Werbot und Kelese Ta-Amonte gehen den Pfad, den der Kralasenentrupp gekommen ist, entlang. Nach Auskunft des mittlerweile toten Söldners soll in einer Entfernung von etwa drei Tagesmärschen Sofgarts Stützpunkt liegen.

Um schneller voranzukommen, fassen die beiden Männer den Entschluss, ein vorbeikommendes Kralasenenkommando zu überfallen. Die vier Kralasenen werden getötet. Zur Beute gehören Lebensmittelvorräte, Sprechfunkgeräte und Antigravprojektoren. Die in Käfigen verwahrten beiden Gefangenen, ein Kormane und der Vulther Mingor, werden mitgenommen.

Endlich erreichen die Gefährten das Sepulkorvat, Sofgarts Festung. Im dichten Gras der Ebene, aus der sich ein mächtiger Tafelberg erhebt, stößt Atlan erneut auf das seltsame Wesen, das ihm im Morast das Leben gerettet hat. Es scheint Schmerzen zu haben und am Ende seiner Kräfte zu sein. Das Wesen gibt sich als Seelenfänger zu erkennen, um den auf ganz Ganberaan seltsame Gerüchte erzählt werden. Der Seelenfänger beginnt, aus Atlan dessen Lebensenergie abzusaugen. Doch da schreitet Mingor, der Vulther, ein. Er ist der neue Seelenfänger und soll das alte Wesen, das beim Blinden Sofgart in Ungnade gefallen ist, da es sich auch an Kralasenen vergriffen hat, ersetzen. Ein Kampf auf para-emotionaler Ebene zwischen den beiden Vulthern beginnt. Der alte Seelenfänger unterliegt und stirbt. Auch Mingor liegt entkräftet auf dem Boden. Die Bombe, die Sofgart in Mingors Körper pflanzen ließ, explodiert und atomisiert die Vulther.

Atlan und Ta-Amonte bewegen sich mit dem Käfig, in dem der inzwischen verstorbene Kormane liegt, auf die Festung zu. Gleich nach dem Eingang in die Festung kommen sie in eine große Halle, in der Hunderte von Käfigen und sonstigen Transportbehältern stehen. In dieser Halle beginnen oder enden die Transporte der Gefangenen. Werbot und Kelese Ta-Amonte können unbemerkt zwischen den Käfigen untertauchen und gelangen in tiefere Regionen des Sepulkorvat. Jeder Schritt bringt Werbot seiner geliebten Farnathia näher.

---
Der obige Text wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Elena » 9. Januar 2014, 23:31

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Thoromir hat geschrieben:Vielleicht ne blöde Frage, aber:
Warum nennt ihr diesen Thread eigentlich "Der Kristallprinz" und nicht "Der Held von Arkon" wie auf den Heften aufgedruckt?

Ich würde die Blaubände ja gern lesen, aber ich warte, bis es sie als epub gibt. Daher kann ich hier jetzt nicht so mitreden, es ist zu lange her, das ich einen Teil der Hefte mal gelesen habe. Aber eine Frage habe ich dann doch noch zur Handlung: Wird irgendwo mal gesagt, warum sich Atlans Onkel "Orbanaschol III." nennt?
Bei den Imperatoren ist es ja doch wohl üblich, den Familiennamen mit einer Nummer zu versehen. (wie das klingt: Habsburg XXIII. Hohenzollern III.) Hatte Atlans Onkel einen anderen Nachnamen (eben Orbanaschol) als Atlan und sein Vater?
Oder war Orbanaschol in diesem Fall doch ein Vorname?


Orbanaschol war der Mädchenname seiner Mutter, der schon in seiner Jugend von ihm bevorzugt wurde. Sein vollständiger Name war: Veloz da Gonozal. Er war der Halbbruder von Atlans Vater.
Ein bisschen gesunder Menschenverstand, Toleranz und Humor - wie behaglich es sich dann auf unserem Planeten leben ließe.
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Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Heiko Langhans » 10. Januar 2014, 13:30

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Aus der Encyclopedia Terrania: Atlan - Kristallprinz von Arkon (in Vorb.):

Gonozal VI. (Mallacen da; *10389 da Ark) – von 10418 bis 10446 da Ark [8117 – 8084 v. Chr.] der 206. Imperator von Arkon (AT3).
G.. VI: ist dreimal verheiratet: Klyna da Quertamagin gebiert ihm im Jahr 10423 da Ark den Kristallprinzen Mascudar (später Gonozal VII.) und stirbt kurz nach der Geburt. Aus der Ehe mit Moryty da Zoltral geht im Jahr 10429 da Ark Upoc hervor; wegen Morytys Verwicklung in eine Adelsintrige wird die Ehe annulliert und Upoc von jeglicher Thronfolge ausgeschlossen. Ashlea da Orbanaschol gebiert ihm im Jahr 10439 da Ark den Sohn Veloz, der sich später jedoch nur Orbanaschol rufen läßt (AHC17).
G.s VI. Nachfolger ist Gonozal VII. (AT3).

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon dandelion » 10. Januar 2014, 21:38

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Wieder einmal ein Dschungelabenteuer, garniert mit gar erschröcklichen Begebenheiten. Der Horrorkenner Ernst Vlcek hat wahrscheinlich Erfahrung in der Darstellung von blutgierigen Folterknechten und ihrer grausamen Taten. Mir als absolutem Verweigerer von Horrorromanen kommen die entsprechenden Szenen gezwungen und unlogisch vor. Auf einem derartigen Szenario einen SF-Roman aufzubauen, grenzt ein wenig an Themaverfehlung. Das der Blinde Sofgart böse ist, glaube ich jetzt auch ohne die ständige Wiederholung und ohne die ausführliche Schilderung seiner Untaten.

Irgendwie ist die Zyklushandlung abgesackt und eine Besserung ist wohl noch nicht in Sicht, denn „ jeder Schritt brachte mich Farnathia näher“. Atlan wirkt ermüdend bieder. Kein Vergleich mit dem späteren scharfsinnigen und scharfzüngigen Spötter. Ich vermisse die großen Zusammenhänge, die Einblicke in das Geschehen im Arkonidenreich vor 10 000 Jahren. Weiterlesen werde ich trotzdem.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Elena » 10. Januar 2014, 21:55

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dandelion hat geschrieben:Wieder einmal ein Dschungelabenteuer, garniert mit gar erschröcklichen Begebenheiten. Der Horrorkenner Ernst Vlcek hat wahrscheinlich Erfahrung in der Darstellung von blutgierigen Folterknechten und ihrer grausamen Taten. Mir als absolutem Verweigerer von Horrorromanen kommen die entsprechenden Szenen gezwungen und unlogisch vor. Auf einem derartigen Szenario einen SF-Roman aufzubauen, grenzt ein wenig an Themaverfehlung. Das der Blinde Sofgart böse ist, glaube ich jetzt auch ohne die ständige Wiederholung und ohne die ausführliche Schilderung seiner Untaten.

Irgendwie ist die Zyklushandlung abgesackt und eine Besserung ist wohl noch nicht in Sicht, denn „ jeder Schritt brachte mich Farnathia näher“. Atlan wirkt ermüdend bieder. Kein Vergleich mit dem späteren scharfsinnigen und scharfzüngigen Spötter. Ich vermisse die großen Zusammenhänge, die Einblicke in das Geschehen im Arkonidenreich vor 10 000 Jahren. Weiterlesen werde ich trotzdem.


Tja, so war der Roman aber nun mal. Und zu der Zeit war Atlan noch sehr jung und hatte noch keinen ZA und war charakterlich natürlich noch nicht so, wie wir ihn heute kennen und lieben. Trotzdem - nicht aufgeben! Ich mochte auch die Romane aus dieser Zeit, obwohl ich verstehe, dass Du auf die Schilderung der Gräueltaten von Sofgart verzichten könntest. Könnte ich auch, ich mag auch keine Horrorromane.
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Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon dandelion » 11. Januar 2014, 11:16

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Thoromir hat geschrieben:Vielleicht ne blöde Frage, aber:
Warum nennt ihr diesen Thread eigentlich "Der Kristallprinz" und nicht "Der Held von Arkon" wie auf den Heften aufgedruckt?



Ich denke "Held von Arkon" klingt doch zu martialisch. Außerdem ist Atlan noch kein Held, er hat ja noch nichts geleistet. Kristallprinz hört sich besser an und ist auch Atlans offizieller Titel.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Heiko Langhans » 11. Januar 2014, 15:12

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@thoromir:

Grundsätzlich hast Du recht: Dem bisherigen Muster folgend hätte der Thread tatsächlich "Der Held von Arkon" heißen müssen. Vermutlich liegt es daran, dass ich mich in den Wochen vor dem Start des Threads intensiver mit der Einpflege der Hefte und Blaubände für einen ET-Band befasst habe - und der läuft intern bei mir unter "Kristallprinz von Arkon". Ein unbewusster, aber sachlich nicht falscher Titel-Transfer.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Elena » 11. Januar 2014, 15:41

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dandelion hat geschrieben:
Thoromir hat geschrieben:Vielleicht ne blöde Frage, aber:
Warum nennt ihr diesen Thread eigentlich "Der Kristallprinz" und nicht "Der Held von Arkon" wie auf den Heften aufgedruckt?



Ich denke "Held von Arkon" klingt doch zu martialisch. Außerdem ist Atlan noch kein Held, er hat ja noch nichts geleistet. Kristallprinz hört sich besser an und ist auch Atlans offizieller Titel.


Hm, zu dem Zeitpunkt war das sein offizieller Titel, aber er war danach ja Imperator. Jetzt ist es Bostich und da wird Atlan doch wohl nicht MEHR Kristallprinz sein. Oder sehe ich das falsch? :unsure:
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Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Heiko Langhans » 11. Januar 2014, 17:27

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Atlan hat zwischen PR-Heft 149 und Heft 150 abgedankt und alle Ansprüche aufgegeben. Außerdem sind zur Zeit die Bostichs dran (dynastisches Prinzip).

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Elena » 11. Januar 2014, 17:46

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Heiko Langhans hat geschrieben:Atlan hat zwischen PR-Heft 149 und Heft 150 abgedankt und alle Ansprüche aufgegeben. Außerdem sind zur Zeit die Bostichs dran (dynastisches Prinzip).


Wusste ich es doch, er ist kein Kristallprinz mehr. :st:
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Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon dandelion » 11. Januar 2014, 17:48

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Elena hat geschrieben:
Heiko Langhans hat geschrieben:Atlan hat zwischen PR-Heft 149 und Heft 150 abgedankt und alle Ansprüche aufgegeben. Außerdem sind zur Zeit die Bostichs dran (dynastisches Prinzip).


Wusste ich es doch, er ist kein Kristallprinz mehr. :st:


Im 6. Jahrtausend nicht mehr, aber zur Handlungszeit der Atlan-Exklusiv-Hefte schon.

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Elena » 11. Januar 2014, 17:51

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dandelion hat geschrieben:
Elena hat geschrieben:
Heiko Langhans hat geschrieben:Atlan hat zwischen PR-Heft 149 und Heft 150 abgedankt und alle Ansprüche aufgegeben. Außerdem sind zur Zeit die Bostichs dran (dynastisches Prinzip).


Wusste ich es doch, er ist kein Kristallprinz mehr. :st:


Im 6. Jahrtausend nicht mehr, aber zur Handlungszeit der Atlan-Exklusiv-Hefte schon.


Ja, das ist klar, zu den Romanen passt es. :)
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Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Werner Fleischer » 11. Januar 2014, 22:37

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Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Werner Fleischer » 11. Januar 2014, 22:43

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Heiko Langhans hat geschrieben:Um den 24. Dezember 1973 erschien der 116. Roman (exclusiv 8) der ATLAN-Serie:

Ernst Vlcek: Welt der tausend Foltern

Bild

Kurzzusammenfassung
Der Blinde Sofgart fliegt seine Folterwelt Ganberaan an, wo Atlan von Bord geht. In einer Sumpflandschaft rettet er dem Arkoniden Kelese Ta-Amonte das Leben. Von ihm hört er, dass ein Wesen, das Seelenfänger genannt wird, die Sümpfe unsicher macht. Erst als Atlan gegen Kralasenen gekämpft hat, vertraut Ta-Amonte ihm.

Gemeinsam überfallen sie einen Gefangenentransport, bei dem sich auch der Vulther Mingor befindet, und übernehmen die Rolle der Kralasenen, um in das Sepulkorvat zu gelangen, die Festung Sofgarts. Dort lauert ihnen der Seelenfänger auf, bei dem es sich ebenfalls um einen Vulther handelt. Mingor, der Atlan und Ta-Amonte begleitet, ist der Nachfolger des bisherigen Seelenfängers. Die beiden Wesen töten einander im Zweikampf, so dass die beiden Arkoniden in die Festung eindringen können.

Handlung
Der junge Kristallprinz Atlan erreicht in der Maske des Satago Werbot an Bord des Flaggschiffes des gefürchteten Blinden Sofgart den Planeten Ganberaan. Von Desto Argam erfährt er, dass der Führer der Kralasenen mit seiner Gefangenen Farnathia das Schiff verlassen hat.
Anmerkung: War es in Atlan 112 noch das Flaggschiff des Blinden Sofgart, so handelt es sich jetzt um einen Transportraumer mit zernarbter Schiffshülle.
In der Nacht verlässt Atlan durch eine Notschleuse das Schiff. Nach einer Kletterpartie über die Schiffshülle erreicht er den Boden des Landefelds. Die Luft ist erfüllt von schaurigem Tiergebrüll und dem fernen Wehklagen der Gefangenen der Kralasenen. Atlan entfernt sich vom Raumhafen und gelangt zum Höllentor. Zu seinem Glück wird er beim Versuch, das Tor zu durchschreiten, zurückgeschleudert. Nachdem er sich vom Schock erholt hat, beobachtet er eine Gruppe von Kralasenen, die das bedauernswerte Geschöpf Yahlmio durch das Höllentor stoßen. Dem Wesen war nicht so viel Glück beschieden wie dem Kristallprinzen. Von Yahlmio bleibt nur ein unförmiges Etwas zurück.

Atlans Weg zum Hauptquartier des Blinden Sofgart führt ihn quer durch den Dschungel und über morastiges Gelände. Auf einer Lichtung findet Atlan das Echsenwesen Ai-mehma, mit einer Kette an einem Baum gebunden, vor. Das Wesen strömt einen intensiven Geruch aus, der einen Tausendzahn anlockt. Bevor der Tausendzahn das Wesen erreicht, wird er von zwei Kralasenen mit Pfeil und Bogen getötet. Atlan greift die Kralasenen an und schlägt sie bewusstlos. Er durchtrennt die Fesseln Ai-mehmas und versucht, von ihm herauszubekommen, wo das Hauptquartier Sofgarts zu finden sei. Doch Ai-mehma spricht nur in seiner Muttersprache. Dann verschwindet er im dichten Dschungel.

Nach kurzer Wanderung erreicht Atlan einen Schlammtümpel, der von einem Energiefeld gegen Raubtiere abgesichert wird. Eine Art Kran ist über dem Tümpel errichtet worden und dient dazu, zehn Käfige aus dem Schlamm hochzuziehen. In diesen Käfigen befinden sich einige Gefangene der Kralasenen. Die Käfige werden in den Tümpel hinabgelassen und die Insassen ringen unter der Schlammoberfläche nach Luft. Bevor sie ersticken können, ziehen die sechs anwesenden Kralasenen, die das Schauspiel belustigt verfolgen, die Käfige wieder aus dem Morast. Doch die Erholungspause der Gefangenen ist extrem kurz, denn es stürzen sich ganze Schwärme blutsaugender Insekten auf sie.

Atlan ist zur Untätigkeit gezwungen, denn der Energieschirm kann von ihm nicht durchdrungen werden. So bleibt ihm nichts anderes übrig, als weiterzuziehen.

Atlan passiert immer wieder ähnliche Folterstätten, an denen die Kralasenen ihrer Fantasie freien Lauf lassen und sich an den Qualen der Gefolterten weiden.

Der Kristallprinz wird von einer giftigen Echse gebissen. Um die Wunden zu kühlen, watet Atlan durch einen Sumpf. Er gerät immer tiefer in den Morast. Kurz vor dem Ertrinken wird Atlan von einer schuppigen Hand auf festen Boden gezogen. Er fällt in Ohnmacht und durchlebt Fieberphantasien, in denen Farnathia vom Blinden Sofgart gefoltert wird.

Als das Fieber abzuklingen beginnt, versucht Atlan, sich bei seinem Retter zu bedanken. Doch das seltsame Wesen will keinen Dank und taucht nach rätselhaften Andeutungen im Dschungel unter.

Atlan setzt seinen Weg fort und trifft wieder auf eine Folteranlage der Kralasenen. In einem Glasbehälter steckt der Körper eines Arkoniden. Nur sein Kopf ist frei. In der Glasflasche flattern zahlreiche Schmetterlinge, die sich immer wieder an der Haut des Mannes festsaugen und für schmerzhafte Wunden sorgen. Der Gefangene wird von nur zwei Kralasenen bewacht, die Atlan überwältigt. Atlan befreit den Arkoniden, der sich als Kelese Ta-Amonte vorstellt. Nach einer kurzen Stärkung schließt sich Ta-Amonte Satago Werbot an und will ihn zum Stützpunkt des Blinden Sofgart begleiten.

Am nächsten Morgen zieht ein Trupp Kralasenen an ihrem Nachtlager vorbei. Einer der Söldner will nach einer von ihm ausgelegten Falle sehen und wird von Werbot und Ta-Amonte überwältigt. Der restliche Trupp zieht weiter. Der gefangene Kralasene beginnt, sich zu wehren, und gerät zwischen die Scheren des Fangeisens.

Werbot und Kelese Ta-Amonte gehen den Pfad, den der Kralasenentrupp gekommen ist, entlang. Nach Auskunft des mittlerweile toten Söldners soll in einer Entfernung von etwa drei Tagesmärschen Sofgarts Stützpunkt liegen.

Um schneller voranzukommen, fassen die beiden Männer den Entschluss, ein vorbeikommendes Kralasenenkommando zu überfallen. Die vier Kralasenen werden getötet. Zur Beute gehören Lebensmittelvorräte, Sprechfunkgeräte und Antigravprojektoren. Die in Käfigen verwahrten beiden Gefangenen, ein Kormane und der Vulther Mingor, werden mitgenommen.

Endlich erreichen die Gefährten das Sepulkorvat, Sofgarts Festung. Im dichten Gras der Ebene, aus der sich ein mächtiger Tafelberg erhebt, stößt Atlan erneut auf das seltsame Wesen, das ihm im Morast das Leben gerettet hat. Es scheint Schmerzen zu haben und am Ende seiner Kräfte zu sein. Das Wesen gibt sich als Seelenfänger zu erkennen, um den auf ganz Ganberaan seltsame Gerüchte erzählt werden. Der Seelenfänger beginnt, aus Atlan dessen Lebensenergie abzusaugen. Doch da schreitet Mingor, der Vulther, ein. Er ist der neue Seelenfänger und soll das alte Wesen, das beim Blinden Sofgart in Ungnade gefallen ist, da es sich auch an Kralasenen vergriffen hat, ersetzen. Ein Kampf auf para-emotionaler Ebene zwischen den beiden Vulthern beginnt. Der alte Seelenfänger unterliegt und stirbt. Auch Mingor liegt entkräftet auf dem Boden. Die Bombe, die Sofgart in Mingors Körper pflanzen ließ, explodiert und atomisiert die Vulther.

Atlan und Ta-Amonte bewegen sich mit dem Käfig, in dem der inzwischen verstorbene Kormane liegt, auf die Festung zu. Gleich nach dem Eingang in die Festung kommen sie in eine große Halle, in der Hunderte von Käfigen und sonstigen Transportbehältern stehen. In dieser Halle beginnen oder enden die Transporte der Gefangenen. Werbot und Kelese Ta-Amonte können unbemerkt zwischen den Käfigen untertauchen und gelangen in tiefere Regionen des Sepulkorvat. Jeder Schritt bringt Werbot seiner geliebten Farnathia näher.

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Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Lumpazie » 11. Januar 2014, 23:23

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Lumpazie
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Werner Fleischer hat geschrieben:
Heiko Langhans hat geschrieben:Um den 24. Dezember 1973 erschien der 116. Roman (exclusiv 8) der ATLAN-Serie:

Ernst Vlcek: Welt der tausend Foltern

Bild

Kurzzusammenfassung
Der Blinde Sofgart fliegt seine Folterwelt Ganberaan an, wo Atlan von Bord geht. In einer Sumpflandschaft rettet er dem Arkoniden Kelese Ta-Amonte das Leben. Von ihm hört er, dass ein Wesen, das Seelenfänger genannt wird, die Sümpfe unsicher macht. Erst als Atlan gegen Kralasenen gekämpft hat, vertraut Ta-Amonte ihm.

Gemeinsam überfallen sie einen Gefangenentransport, bei dem sich auch der Vulther Mingor befindet, und übernehmen die Rolle der Kralasenen, um in das Sepulkorvat zu gelangen, die Festung Sofgarts. Dort lauert ihnen der Seelenfänger auf, bei dem es sich ebenfalls um einen Vulther handelt. Mingor, der Atlan und Ta-Amonte begleitet, ist der Nachfolger des bisherigen Seelenfängers. Die beiden Wesen töten einander im Zweikampf, so dass die beiden Arkoniden in die Festung eindringen können.

Handlung
Der junge Kristallprinz Atlan erreicht in der Maske des Satago Werbot an Bord des Flaggschiffes des gefürchteten Blinden Sofgart den Planeten Ganberaan. Von Desto Argam erfährt er, dass der Führer der Kralasenen mit seiner Gefangenen Farnathia das Schiff verlassen hat.
Anmerkung: War es in Atlan 112 noch das Flaggschiff des Blinden Sofgart, so handelt es sich jetzt um einen Transportraumer mit zernarbter Schiffshülle.
In der Nacht verlässt Atlan durch eine Notschleuse das Schiff. Nach einer Kletterpartie über die Schiffshülle erreicht er den Boden des Landefelds. Die Luft ist erfüllt von schaurigem Tiergebrüll und dem fernen Wehklagen der Gefangenen der Kralasenen. Atlan entfernt sich vom Raumhafen und gelangt zum Höllentor. Zu seinem Glück wird er beim Versuch, das Tor zu durchschreiten, zurückgeschleudert. Nachdem er sich vom Schock erholt hat, beobachtet er eine Gruppe von Kralasenen, die das bedauernswerte Geschöpf Yahlmio durch das Höllentor stoßen. Dem Wesen war nicht so viel Glück beschieden wie dem Kristallprinzen. Von Yahlmio bleibt nur ein unförmiges Etwas zurück.

Atlans Weg zum Hauptquartier des Blinden Sofgart führt ihn quer durch den Dschungel und über morastiges Gelände. Auf einer Lichtung findet Atlan das Echsenwesen Ai-mehma, mit einer Kette an einem Baum gebunden, vor. Das Wesen strömt einen intensiven Geruch aus, der einen Tausendzahn anlockt. Bevor der Tausendzahn das Wesen erreicht, wird er von zwei Kralasenen mit Pfeil und Bogen getötet. Atlan greift die Kralasenen an und schlägt sie bewusstlos. Er durchtrennt die Fesseln Ai-mehmas und versucht, von ihm herauszubekommen, wo das Hauptquartier Sofgarts zu finden sei. Doch Ai-mehma spricht nur in seiner Muttersprache. Dann verschwindet er im dichten Dschungel.

Nach kurzer Wanderung erreicht Atlan einen Schlammtümpel, der von einem Energiefeld gegen Raubtiere abgesichert wird. Eine Art Kran ist über dem Tümpel errichtet worden und dient dazu, zehn Käfige aus dem Schlamm hochzuziehen. In diesen Käfigen befinden sich einige Gefangene der Kralasenen. Die Käfige werden in den Tümpel hinabgelassen und die Insassen ringen unter der Schlammoberfläche nach Luft. Bevor sie ersticken können, ziehen die sechs anwesenden Kralasenen, die das Schauspiel belustigt verfolgen, die Käfige wieder aus dem Morast. Doch die Erholungspause der Gefangenen ist extrem kurz, denn es stürzen sich ganze Schwärme blutsaugender Insekten auf sie.

Atlan ist zur Untätigkeit gezwungen, denn der Energieschirm kann von ihm nicht durchdrungen werden. So bleibt ihm nichts anderes übrig, als weiterzuziehen.

Atlan passiert immer wieder ähnliche Folterstätten, an denen die Kralasenen ihrer Fantasie freien Lauf lassen und sich an den Qualen der Gefolterten weiden.

Der Kristallprinz wird von einer giftigen Echse gebissen. Um die Wunden zu kühlen, watet Atlan durch einen Sumpf. Er gerät immer tiefer in den Morast. Kurz vor dem Ertrinken wird Atlan von einer schuppigen Hand auf festen Boden gezogen. Er fällt in Ohnmacht und durchlebt Fieberphantasien, in denen Farnathia vom Blinden Sofgart gefoltert wird.

Als das Fieber abzuklingen beginnt, versucht Atlan, sich bei seinem Retter zu bedanken. Doch das seltsame Wesen will keinen Dank und taucht nach rätselhaften Andeutungen im Dschungel unter.

Atlan setzt seinen Weg fort und trifft wieder auf eine Folteranlage der Kralasenen. In einem Glasbehälter steckt der Körper eines Arkoniden. Nur sein Kopf ist frei. In der Glasflasche flattern zahlreiche Schmetterlinge, die sich immer wieder an der Haut des Mannes festsaugen und für schmerzhafte Wunden sorgen. Der Gefangene wird von nur zwei Kralasenen bewacht, die Atlan überwältigt. Atlan befreit den Arkoniden, der sich als Kelese Ta-Amonte vorstellt. Nach einer kurzen Stärkung schließt sich Ta-Amonte Satago Werbot an und will ihn zum Stützpunkt des Blinden Sofgart begleiten.

Am nächsten Morgen zieht ein Trupp Kralasenen an ihrem Nachtlager vorbei. Einer der Söldner will nach einer von ihm ausgelegten Falle sehen und wird von Werbot und Ta-Amonte überwältigt. Der restliche Trupp zieht weiter. Der gefangene Kralasene beginnt, sich zu wehren, und gerät zwischen die Scheren des Fangeisens.

Werbot und Kelese Ta-Amonte gehen den Pfad, den der Kralasenentrupp gekommen ist, entlang. Nach Auskunft des mittlerweile toten Söldners soll in einer Entfernung von etwa drei Tagesmärschen Sofgarts Stützpunkt liegen.

Um schneller voranzukommen, fassen die beiden Männer den Entschluss, ein vorbeikommendes Kralasenenkommando zu überfallen. Die vier Kralasenen werden getötet. Zur Beute gehören Lebensmittelvorräte, Sprechfunkgeräte und Antigravprojektoren. Die in Käfigen verwahrten beiden Gefangenen, ein Kormane und der Vulther Mingor, werden mitgenommen.

Endlich erreichen die Gefährten das Sepulkorvat, Sofgarts Festung. Im dichten Gras der Ebene, aus der sich ein mächtiger Tafelberg erhebt, stößt Atlan erneut auf das seltsame Wesen, das ihm im Morast das Leben gerettet hat. Es scheint Schmerzen zu haben und am Ende seiner Kräfte zu sein. Das Wesen gibt sich als Seelenfänger zu erkennen, um den auf ganz Ganberaan seltsame Gerüchte erzählt werden. Der Seelenfänger beginnt, aus Atlan dessen Lebensenergie abzusaugen. Doch da schreitet Mingor, der Vulther, ein. Er ist der neue Seelenfänger und soll das alte Wesen, das beim Blinden Sofgart in Ungnade gefallen ist, da es sich auch an Kralasenen vergriffen hat, ersetzen. Ein Kampf auf para-emotionaler Ebene zwischen den beiden Vulthern beginnt. Der alte Seelenfänger unterliegt und stirbt. Auch Mingor liegt entkräftet auf dem Boden. Die Bombe, die Sofgart in Mingors Körper pflanzen ließ, explodiert und atomisiert die Vulther.

Atlan und Ta-Amonte bewegen sich mit dem Käfig, in dem der inzwischen verstorbene Kormane liegt, auf die Festung zu. Gleich nach dem Eingang in die Festung kommen sie in eine große Halle, in der Hunderte von Käfigen und sonstigen Transportbehältern stehen. In dieser Halle beginnen oder enden die Transporte der Gefangenen. Werbot und Kelese Ta-Amonte können unbemerkt zwischen den Käfigen untertauchen und gelangen in tiefere Regionen des Sepulkorvat. Jeder Schritt bringt Werbot seiner geliebten Farnathia näher.

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Der obige Text wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.


:???: Hast Du jetzt vergessen etwas zu schreiben, oder gehst Du hier auf Heikos Kommentar aus dem Armada-Zyklus Thread ein? Dann hättest Du es zwar die Zitatfunktion ausprobieren können, um zu sehen, wie er es macht - aber ABSENDEN hättest Du es nicht brauchen :P
Es is kein’ Ordnung mehr jetzt in die Stern’,
D’ Kometen müßten sonst verboten wer’n;
Ein Komet reist ohne Unterlaß
Um am Firmament und hat kein’ Paß;
Und jetzt richt’ a so a Vagabund
Und die Welt bei Butz und Stingel z’grund
(Johann Nestroy)

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon dandelion » 11. Januar 2014, 23:25

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Werner Fleischer hat geschrieben:
Heiko Langhans hat geschrieben:Um den 24. Dezember 1973 erschien der 116. Roman (exclusiv 8) der ATLAN-Serie:



Warum noch einmal die Zusammenfassung?

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Heiko Langhans » 12. Januar 2014, 00:05

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... ich hätte es vielleicht etwas deutlicher formulieren sollen ... :händeüberdieAugenundkopfschüttelnsmiley:

Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Werner Fleischer » 12. Januar 2014, 00:40

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Werner Fleischer
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naja, jeder erste Versuch trägt das Risiko des Mißerfolgs in sich!
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Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Lumpazie » 12. Januar 2014, 09:21

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dandelion hat geschrieben:
Werner Fleischer hat geschrieben:
Heiko Langhans hat geschrieben:Um den 24. Dezember 1973 erschien der 116. Roman (exclusiv 8) der ATLAN-Serie:



Warum noch einmal die Zusammenfassung?


siehe dazu hier (Werner hat es nur ein bisserl zu genau genommen - :P ):

viewtopic.php?f=3&t=5280&start=50#p215576

Werner Fleischer hat geschrieben:naja, jeder erste Versuch trägt das Risiko des Mißerfolgs in sich!


:) ohhh Werner... aber sei es drum, kannst Du es nun, oder brauchst noch Unterstützung? ;) Dürfen wir uns jetzt darauf freuen, das es zukünftig im Atlantis-Thread auch so ausschaut, wie bei Heiko :st:
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Re: Klassiker - Der Kristallprinz

Beitragvon Heiko Langhans » 16. Januar 2014, 07:44

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Heiko Langhans
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Am 21. Januar 1974 erschien der 120. Roman (exclusiv 9) der ATLAN-Serie:

Clark Darlton: Im Reich des Folterkönigs

Bild

Kurzzusammenfassung
Atlan und Kelese Ta-Amonte dringen in das Sepulkorvat, die Festung des Blinden Sofgart ein, die sich in einem Berg von sechs Kilometern Durchmesser und einer Höhe von 1,5 Kilometern befindet. Als sie zum Kralasenenführer gelangen, richtet dieser gerade den Oberwächter Argee hin, der eine Partie Garrabo gegen Sofgart verloren hat. Bei Garrabo handelt es sich um ein Strategiebrettspiel der Arkoniden, bei dem der Kralasenenführer jedoch Gefangene statt Spielfiguren benutzt, die, sobald ihre Figur im Spiel geschlagen wird, getötet werden.

Als Atlan und Ta-Amonte Sofgart überwältigen wollen, werden sie von Kampfrobotern eingekreist. Der Kralasenenführer lässt sich von Atlan zu einem Garrabo-Spiel überreden, dessen "Preis" die Freiheit oder der Tod der beiden Arkoniden sein soll. Als der Kristallprinz die Partie gewinnt und auf Atlans Wunsch keine Gefangenen getötet werden, hält sich Sofgart nicht an die Vereinbarung, sondern will die Eindringlinge verhören. Atlan und Ta-Amonte können ihm jedoch entkommen. In der Folgezeit stiften die beiden Arkoniden in der Festung Verwirrung, indem sie Gefangene freilassen. Kurz darauf wird Ta-Amonte jedoch von Kralasenen erschossen.

Sofgart, der das Interesse Atlans, dessen wahre Identität er nicht ahnt, an Farnathia erkennt, lässt den Kristallprinzen durch einen stummen Gefangenen zu ihr führen und anschließend aus dem Sepulkorvat entkommen. Durch den Dschungel dringen sie nach einem tagelangen Marsch bis nach Perkora vor, wo sie sich verstecken. Kurz darauf wird ein Hypnoblock des Blinden Sofgart bei Farnathia aktiv, der sie zum Angriff auf Atlan zwingt. Dieser kann den Bann jedoch brechen, indem er der jungen Arkonidin von der gemeinsamen Jugend auf Gortavor erzählt.

Anschließend lässt er Farnathia mit Sofgart Verbindung aufnehmen, der sich darufhin nach Perkora begibt, um den vermeintlich überwältigten Gegner abzuholen. Atlan kann den Kralasenenführer als Geisel nehmen und gelangt so an ein Raumschiff mit vier Gefangenen als Besatzung. Kurz vor dem Abflug lässt er Sofgart frei und gibt sich ihm als rechtmäßiger Kristallprinz zu erkennen.

Handlung
Der junge Kristallprinz Atlan, in der Gestalt des Satago Werbot, und sein Begleiter Kelese Ta-Amonte befinden sich noch immer im Eingangsbereich des Sepulkorvat. Sie dringen langsam immer weiter in die Festung des Blinden Sofgart vor, mit dem immer größer werdenden Risiko, von den echten Kralasenen aufgehalten zu werden. Beinahe im Zentrum des Sepulkorvat angekommen, werden die beiden Männer von zwei Robotern angesprochen und nach der Identifizierungsnummer und ihrem Auftrag gefragt. Atlan und Ta-Amonte bleibt keine Wahl, als die Maschinen auszuschalten. Durch eine glückliche Verkettung von Zufällen wird kein Alarm ausgelöst. Immer wieder kreuzen Transporte mit bedauernswerten Gefangenen ihren Weg.

Schließlich hören die beiden Gefährten Stimmen. Atlan erkennt den Blinden Sofgart, der sich mit einem Unbekannten unterhält und Befehle erteilt. Bald erreichen sie eine Halle, deren Boden eine Art Spielbrett bildet. Der Blinde Sofgart ist in eine Partie Garrabo vertieft. Die Figuren sind Gefangene. Sofgarts Gegner ist Argee, der Oberaufseher im Sepulkorvat, der in Ungnade gefallen ist, weil er mit einem Gefangenen Mitleid empfunden und ihn schnell getötet hat. In sicherer Deckung beobachten Atlan und Ta-Amonte das grausame Spiel.

Argee ist auf dem besten Weg das Spiel zu verlieren, was gleichbedeutend mit seinem Tod sein wird. Angesichts der drohenden Niederlage beschimpft Argee den Kralasenenführer und wünscht ihm einen langsamen, schmerzvollen Tod. Mit einer Metallstange bewaffnet, eilt er quer über das Spielfeld auf Sofgart zu, der ihn seelenruhig mit einer Strahlwaffe im Anschlag erwartet.

Atlan und Kelese Ta-Amonte springen aus ihrer Deckung hervor und stürmen auf den Blinden Sofgart zu. Kaltblütig schießt dieser erst Argee nieder, bevor er sich den beiden Gefährten zuwendet. Atlan und Ta-Amonte schalten blitzschnell und beruhigen Sofgart, indem sie ihm die Geschichte auftischen, dass sie ihn vor dem Angreifer haben schützen wollen.

Sofgart befiehlt ihnen, die Waffen abzulegen. Angesichts der zahlreichen Roboter haben die Gefährten keine Wahl. Auf die Fragen des Kralasenenführers, wer sie seien, wie sie in die Festung eindringen konnten, wer ihr Kommandeur sei, geben sie nur ausweichende und ungenügende Antworten. Zudem ist das Betreten dieses Sektors des Sepulkorvats bei Todesstrafe verboten. Um ihr Leben zu retten und eventuell ihre Freiheit wiederzuerlangen, fordert Atlan den Blinden Sofgart zu einer Partie Garrabo auf. Sofgart geht auf den Handel ein. Er entspricht auch der Bitte, geschlagene Figuren nicht zu töten.

Bereits nach wenigen Zügen erkennt Sofgart, dass er es mit einem Könner zu tun hat. Der Kralasenenführer verliert die Partie. Er beordert Atlan und Ta-Amonte zu seinem Schaltpult. Blitzschnell ergreift Atlan die Waffe des Blinden und nimmt ihn als Geisel. Sofgart muss die Roboter aus der Halle schicken. Dann fragt ihn Atlan nach dem Aufenthaltsort Farnathias. Weiterhin fordert er, das Mädchen bringen zu lassen und ein Raumschiff bereitzustellen, mit dem sie Ganberaan verlassen können. Doch dazu muss Sofgart Kontakt mit der Zentrale aufnehmen. Er drückt einen Knopf an seinem Schaltpult, wodurch ein Energieschirm um ihn aufgebaut wird. Atlan und Ta-Amonte wenden sich zur Flucht. Diesen Garrabozug hat der Kristallprinz verloren.

Atlan und Ta-Amonte versuchen, auf das Plateau zu fliehen. Es kommt zu einem Schusswechsel mit einer Patrouille der Kralasenen. Atlan macht kurzen Prozess und tötet die Kralasenen mit dem Energiestrahler. Um Verwirrung zu erzeugen, öffnet der Kristallprinz zahlreiche Gefängniszellen und fordert die Inhaftierten auf, die Zellen zu verlassen. Ta-Amonte gelangt ebenfalls in den Besitz einer Strahlwaffe, die er einem getöteten Kralasenen abnimmt.

Der Blinde Sofgart ist nicht fähig, geeignete Gegenmaßnahmen zu befehlen. Er ist durch die Emotionssendungen der befreiten Gefangenen verwirrt und erteilt sinnlose Anweisungen. Die ehemaligen Gefangenen haben sich inzwischen bewaffnet und greifen voller Rachsucht jeden Kralasenen an, der sich ihnen in den Weg stellt. Das Chaos im Sepulkorvat nimmt zu.

Während einer kurzen Verschnaufpause gibt sich der angebliche Satago Werbot seinem treuen Kampfgefährten Kelese Ta-Amonte als Kristallprinz Atlan zu erkennen. Ta-Amonte sichert Atlan seine Freundschaft zu.

Die beiden Männer setzen ihren Weg fort und gelangen erneut in die Halle, wo Atlan das Garrabo-Spiel ausgetragen hat. Diesmal ist der Raum leer. In einer weiteren Halle werden sie von Kralasenen, unterstützt von fünf Kampfrobotern, gestellt und in ein Feuergefecht verwickelt. Alle Kralasenen und die Roboter fallen den beiden erfahrenen Kämpfern zum Opfer. Doch auch Kelese Ta-Amonte wird getroffen und haucht sein Leben aus.

Atlan sieht sich gezwungen, die Flucht von nun an alleine fortsetzen zu müssen. Von einem befreiten Gefangenen, der anscheinend unter hypnotischem Einfluss steht, wird er in einen Gefängnistrakt geführt, wo er in einer Zelle Farnathia findet. Er legt sich das Mädchen über die Schulter und sucht einen Weg an die Oberfläche des Tafelbergs. In Atlan regt sich Misstrauen über die relativ leichte Befreiung Farnathias. Doch mit dem Erreichen des Plateaus sind diese Gedanken vorerst weggewischt. Auf einem Transportband nähern sie sich Hangargebäuden, in denen Gleiter untergebracht sind. Sie begegnen zahlreichen Kralasenen, die sie aber ungeschoren lassen. Atlans Misstrauen wird wieder geweckt. Es geht alles viel zu glatt. Außerdem fragt sich der Kristallprinz, wie ihn Farnathia in seiner Maske als Satago Werbot so schnell erkennen konnte. Kurz vor dem Erreichen eines Gleiters werden sie von drei Kralasenen aufgehalten. Atlan muss zwei der Söldner erschießen. Der dritte Kralasene steigt mit den beiden Flüchtigen in den Gleiter und weist ihnen die Richtung nach Perkora. Eine Funkbotschaft des Blinden Sofgart wird aufgefangen, der den Alarmzustand innerhalb des Sepulkorvats aufhebt und eine Verfolgung des Gleiters untersagt. Er will sich persönlich um die Entflohenen kümmern.

Die Antigravaggregate des Gleiters versagen über dem Dschungelgebiet. In einer riesigen Baumkrone vollführt Atlan eine Notlandung, bei der der Kralasene stirbt. Farnathia und Atlan bleiben unversehrt. Nach einer mühevollen Kletterpartie erreichen die beiden den Waldboden. Sie müssen auch sumpfiges Gelände durchqueren, ehe sie das Plateau erreichen. Sie stoßen auf gewaltige Kolonnen von Achtbeißern, die ihnen unbeirrbar folgen. Erst mit dem Erreichen des Wassergrabens um die Siedlung Perkora ist die Gefahr gebannt.

Atlan und Farnathia überqueren den hundert Meter breiten und rasch fließenden Strom mit einem selbstgebauten Floß. Dann machen sie sich an den Aufstieg zum Plateau. In Perkora angekommen, beziehen sie in der vorübergehend unbesetzten Praxis eines Arztes Quartier. Dort offenbart sich Farnathias Hypnobeeinflussung. Sie sieht sich als Eigentum des Blinden Sofgart mit dem Auftrag, Atan zu töten. Das Mädchen bedroht Atlan mit einer Energiewaffe und stellt mit einem Minikom Funkverbindung zu Sofgart her.

Atlan bemerkt, dass Farnathia gegen die Beeinflussung ankämpft. Er versucht, den Bann zu brechen, indem er von Gortavor und ihrem Vater erzählt. Farnathia zielt auf Atlans Beine. Sofgart drängt sie, endlich zu schießen.

Ein kurzer Moment der Unachtsamkeit gibt Atlan Gelegenheit, das Mädchen zu entwaffnen und das Funkgerät abzuschalten. Es gelingt ihm, Farnathia zu überreden, mit Sofgart erneut in Verbindung zu treten und ihm vom angeblichen Tod Satago Werbots zu berichten, der bei einem Angriff auf sie erschossen wurde. Sofgart verspricht, Farnathia abzuholen. Bald landet er in der Nähe der Arztpraxis und geht auf das Haus zu. Aus Furcht vor dem Kralasenenführer lässt sich kein einziger Söldner blicken. Sofgart betritt das Gebäude und verlangt, den Toten zu sehen. Atlan verlässt seine Deckung und nimmt Sofgart als Geisel.

Mit dem Gleiter verlassen sie Perkora. Auf dem Raumhafen Ganberaans liegt ein kleines Kurierschiff. Der Blinde Sofgart erteilt den Befehl, vier Raumfahrer aus den Reihen der gefangenen Arkoniden zum Schiff zu bringen. Die ehemaligen Flottenangehörigen bemannen das Kurierschiff und machen es startklar. Farnathia geht ebenfalls an Bord.

Atlan und Sofgart verlassen den Gleiter und gehen zur Einstiegsluke. Atlan lüftet Farnathias und seine Identität. Der Blinde Sofgart ist fassungslos. Atlan gibt ihm eine Botschaft für Orbanaschol III. mit, in der er seinen Anspruch auf sein rechtmäßiges Erbe als Imperator des Großen Imperiums stellt. Der Kristallprinz geht an Bord des Kurierschiffs, das unbehelligt die Folterwelt verlässt.

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