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Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Heiko Langhans » 11. Juli 2016, 16:22

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Heiko Langhans
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Am heutigen Tag wäre Hans Kneifel 80 Jahre alt geworden. Nicht ganz zufällig erscheint zudem ebenfalls heute das wohl letzte Zeitabenteuer aus seiner Feder, Die Rätsel von Assur.

Grund genug, beide - Autor und Zyklus - mit einem Klassiker-Thread zu würdigen.

Die Saat für die Zeitabenteuer, in denen Atlan über seine Erlebnisse auf der vor-terranischen Erde berichtet, ist bereits mit dem ersten Auftritt des 10.000 Jahre alten Arkoniden in Heft 50 gelegt worden, als er bei seiner Gefangennehme spöttisch anmerkt, dass zu Gustav Adolfs Zeiten die Handfesseln etwas breiter gewesen seien. Rhodans leicht engeisterte reaktion nimmt vielleicht einen ähnlichen Schauer des lesenden Publikums vorweg, das in den Jahren danach immer wieder mit Andeutungen und Anspielungen auf historische Ereignisse gefüttert wurde, in die der Arkonide direkt oder indirekt verwickelt gewesen war. Allmählich ergab sich ein faszinierendes Bild aus Streiflichtern der irdischen Geschichte unter außerirdischer Beteiligung.

Im November 1968 erschien dann in der Reihe der PERRY RHODAN-Planetenromane der erste von zunächst 15 Bänden. Man könnte die meisten davon als "Anhalter-Bände" bezeichnen: Fremde Raumschiffe landen auf der Erde, und Atlan versucht sich nach Arkon mitnehmen zu lassen. Meist geht damit eine Gefahr für die Barbaren der Erde einher, und der Arkonide sieht sich gezwungen, die Mitfahrgelegenheit zu zerstören. Ein wesentlicher Bestandteil des Geschehens ist die geduldige Kulturarbeit Atlans, der die Eingeborenen Grundfertigkeiten und allgemeines Wissen lehrt, damit sie vielleicht einst selbst Raumschiffe bauen können. Diese Phase hielt bis Juli 1973 an.

Knapp drei Jahre später hatte Kneifel sich von einem langsam wachsenden Widerwillen gegen das Abfassen von Atlan-Abenteuern soweit wieder gefangen, dass er sich daran machte, die lückenhafte Geschichte des auf Larsaf III Gestrandeten erneut aufzuzeichnen - diesmal als Paladin für die Superintelligenz ES. Durch eine rätselhafte Verbindung zwischen ihrer Residenz Wanderer und der Erde, deren Natur erst viel später im Stardust-Zyklus der PR-Serie aufgeklärt wurde, entkommen immer wieder experimentelle Androiden den Versuchsanordnungen des Geistwesens und nisten sich auf dem Exilplaneten Atlans ein. Parallel dazu widmet Kneifel der Kulturarbeit größeren Raum: Mehrmals lässt sich der Arkonide auch ohne Not oder Mitfahrgelegenheit wecken und knüpft Verbindungen zwischen Personen, welche die irdische Geschichte voranbringen.

Das Ende der Zeitabenteuer stand von Anfang an fest: Die erste Begegnung mit Perry Rhodan in Heft 50. Eine solche Vorhersehbarkeit ist für gewöhnlich der Tod eines solchen Unterfangens. Es spricht für Hans Kneifels Können, nicht nur über insgesamt 54 Planetenromane die Leser bei der Stange zu halten, sondern auch in 13 Hardcover-Bänden eine chronologisch geordnete und historisch überarbeitete Neufassung vorzulegen, die ausgesprochen positiv aufgenommen wurde und mithin den Grundstein für die spätere Karriere als historischer Romancier zu legen. Die 13 Blaubände sahen übrigens die zuerst unerwähnte und dann offizielle Mitwirkung Rainer Castors als Rechercheur und assistierende Kraft hinter den Kulissen.

Ein weiterer - scheinbarer - Nachteil ergibt sich aus dem Obenerwähnten. Ein Blauband konnte Romane enthalten, deren Entstehung bis zu zwanzig Jahre auseinanderlag. Die wesentlich längere "Paladin-Staffel" enthiet Erlebnisse, an die sich der Protagonist - wie auch? -. in den "Anhalter-Bänden" nicht erinnern konnte. Kneifels Lösung: Teilweise Gedächtnislöschung durch ES. Legitim für den Autor? Ja. Befriedigend für die Leser? Nicht immer.

Es soll übrigens ein heimlicher Spaß für die Kollegen gewesen sein, Andeutungen auf unerzählte Zeitabenteuer in die eigenen Romane einfließen zu lassen und damit Kneifel gewissermaßen zu zwingen, diese Handlungsschnipsel aufzugreifen und einzubauen. Zwangsläufig ergaben sich daraus lose Enden, die weder in den Tashenbüchern noch in den Blaubänden zur Gänze aufgelöst wurden. Immerhin legte Hans Kneifel nach dem Abschluß der Zeitabenteuer in den Blaubänden in der Reihe Moewig Fantastik noch einen Band nach. Ein weiterer Roman, der nach dem abrupten Ende der Fantastik-Reihe nur noch als E-Book erschienen war, erfuhr 2009 bei Fantasy Productions eine erweiterte (Erst-)Ausgabe (in Buchform). Zwei weitere Kneifel-Romane schlossen diese neuen Trilogie ab; zu einer weiteren, die von Marc Herren entworfen wurde, lieferte er "nur" noch den Auftaktband. Mit dem Ende der Reihen Atlan und Atlan-X bei FanPro erschienen auch keine weiteren Zeitabenteuer mehr.

Am 7. März 2012 starb Hans Kneifel überraschend. Seinen Plan, die Zaitabenteuer noch einmal überarbeitet in ca. 25 Taschenbüchern erneut vorzulegen, hat er nicht mehr verwirklichen können.

Dieser Tage ist, wie oben erwähnt, Kneifels letztes Zeitabenteuer erschienen. Über dessen Entstehung wird noch zu berichten sein. Einstweilen wollen wir in bewährter Weise, seine Zeitabenteuer vorstellen und würdigen. Dabei orientieren wir uns an der Reihenfolge, wie sie in den Blaubänden festgelegt worden ist, gehen nach deren Abschluss den Band Kristallprinz in Not an und widmen uns zuletzt den beiden Atlan-X-Trilogien sowie dem "letzten" Band, Die Rätsel von Assur.

Eine sortierbare Übersicht zu den Zeitabenteuern findet sich hier:

http://www.perrypedia.proc.org/wiki/Zeitabenteuer

Den ersten Band - PRTB 56 in Blauband 1- möchte ich nächste Woche vorstellen. Indes besteht der Wunsch nach zweiwöchentlicher Besprechung - versuchen wir es also damit.
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DelorianRhodan
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Ein zu begrüßendes Vorhaben. :st:
Ich gehe davon aus, dass die Taschenbücher der ersten Auflage der Taschenbuchausgabe zugrunde gelegt weden! :st:

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 11. Juli 2016, 23:17

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dandelion
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Danke für die interessante Einführung zu einem besonderen und auch wichtigen Teil des Serienkosmos. Wichtig vor allem für die Entwicklung der Figur Atlan, der Hans Kneifel seinen ganz persönlichen Stempel aufgedrückt hat. Für die Geschichte der solaren Menschheit hatten die Zeitabenteuer dagegen wohl keine außergewöhnliche Bedeutung. Das schmälerte aber nicht ihre Beliebtheit.

Welches der zahlreichen Abenteuer ich in einer lang vergangenen Zeit als Erstes gelesen habe, weiß ich nicht mehr, leider. War aber sicher eines der ganz frühen. Ließ sich gut mit meinem allgemeinen Interesse für Geschichte vereinen.


Heiko Langhans hat geschrieben:
Es soll übrigens ein heimlicher Spaß für die Kollegen gewesen sein, Andeutungen auf unerzählte Zeitabenteuer in die eigenen Romane einfließen zu lassen und damit Kneifel gewissermaßen zu zwingen, diese Handlungsschnipsel aufzugreifen und einzubauen.


Es gibt wohl keine Aufstellung, in welchen Heften diese Andeutungen enthalten sind und welche Taschenbücher daraus wurden? Wäre eine schöne Sache. Irgendwie habe ich aber eine dunkle Erinnerung, so etwas schon gesehen zu haben.
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Heiko Langhans
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Meinst Du vielleicht diesen Band? B-)

http://www.sfcu.de/html/jahrmillionen-chroniksb02.html

Den kann man bestellen ... :st:

... nur so ein Gedanke ... :unschuldig:

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 12. Juli 2016, 23:04

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dandelion
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Mach ich doch glatt. Ich hoffe sehr, daß da alles, was ich schon immer über Atlan wissen wollte, zu finden ist. ;)


Heiko Langhans hat geschrieben:
Im November 1968 erschien dann in der Reihe der PERRY RHODAN-Planetenromane der erste von zunächst 15 Bänden.


In der PR-Chronik 1 gibt es natürlich auch ein Kapitel über den Ursprung der Zeitabenteuer. Laut Hans Kneifel, der zitiert wird, entstand die Idee in Gesprächen zwischen ihm und H.G. Schelwokat. K.H. Scheer war daran, trotz seiner Heftvorgaben, anscheinend nicht direkt beteiligt. Das überrascht mich doch etwas.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Lumpazie » 14. Juli 2016, 08:16

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Lumpazie
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Freue mich schon auf die Zeitabenteuer :st: Wenn mir auch eine langsamere Einstellungsweise lieber wäre (z.B. 14tägig oder besser noch einmal im Monat).
Es is kein’ Ordnung mehr jetzt in die Stern’,
D’ Kometen müßten sonst verboten wer’n;
Ein Komet reist ohne Unterlaß
Um am Firmament und hat kein’ Paß;
Und jetzt richt’ a so a Vagabund
Und die Welt bei Butz und Stingel z’grund
(Johann Nestroy)
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Die Planetenromane entstanden fast ausschließlich nach Eigenvorgaben der Verfasser. Es sind nur wenige Ausnahmen bekannt, bei denen die Exposés von Dritten verfasst wurden, z.B. für PRTB 31 und 32 von H.G. Ewers und für PRTB 382, 388 und 393 von Rainer Castor.

Bis wenigstens Ende der achtziger Jahre thronte Günter Schelwokat als Genehmigungsinstanz über der Reihe. B-)

Und ja - wir gehen die Sache vorerst 14-tägig an. Kleiner Tip: Nutzt die Sommerferien. :P

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Richard » 15. Juli 2016, 23:55

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Richard
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Sommerferien haben wohl nur Schueler, Studenten und Lehrer ;).

Normale Angestellte haben vielleicht mal die eine oder andere Woche frei im sommer ...

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon piehdschäij » 16. Juli 2016, 17:45

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Die Blaubaende liegen schon lange ungelesen auf meinem Reader herum - eine gute Gelegenheit, sich endlich damit zu beschäftigen! Als bisher eher passives Forumsmitglied moechte ich also gerne mitlesen und mitdiskutieren.

Eine Frage zur Beschaffung des Materials: Bis auf den Moewig-Band ist ja alles als Ebook erschienen. Besteht Hoffnung, dass der fehlende Band noch nachgeliefert wird? Das wäre ja eine gute Gelegenheit ...

Ich freue mich jedenfalls schon sehr darauf, einen für mich bisher blinden Fleck im Perryversum zu schließen.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Wanderer777 » 16. Juli 2016, 18:23

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Das erste Mal, dass ich an einem solcherart Klassiker-Durchgang nun teilnehme. :wub:

Der Abstand zwischen der Einstellung der Geschichten hier im Thread wäre mit einmal wöchentlich für mich ideal!

Würde mich freuen wenn wir - dann wenn wir diese jeweiligen Geschichten uns vornehmen - auch auf die verschiedenen "Andeutungen und Anspielungen auf Atlans Erlebnisse und Erfahrungen auf Erden" aus den anderen Geschichten eingehen könnten (bzw. diese zumindest auflisten) ...

Wer weiß, vielleicht finden wir noch eine Andeutung, die noch in keine Geschichte eingeflossen ist.
Allerdings glaube ich nicht, dass solches weder Hans Kneifel noch Rainer Castor entgangen sein wird.

:lol:
Befinde mich derzeit im Pause-Modus ... :muede:

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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 16. Juli 2016, 23:28

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dandelion
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Wanderer777 hat geschrieben:
Würde mich freuen wenn wir - dann wenn wir diese jeweiligen Geschichten uns vornehmen - auch auf die verschiedenen "Andeutungen und Anspielungen auf Atlans Erlebnisse und Erfahrungen auf Erden" aus den anderen Geschichten eingehen könnten (bzw. diese zumindest auflisten) ...

Wer weiß, vielleicht finden wir noch eine Andeutung, die noch in keine Geschichte eingeflossen ist.
Allerdings glaube ich nicht, dass solches weder Hans Kneifel noch Rainer Castor entgangen sein wird.

:lol:
[/color]


Wäre doch toll, wenn da noch was zu finden wäre. Auf jeden Fall ein Thema, das mich sehr interessiert.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Haywood Floyd » 18. Juli 2016, 16:34

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Haywood Floyd
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Damals, in den späteren 60ern und früheren 70ern, also in meiner Jugend, habe ich die Zeitabenteuer geliebt und auf jeden Band hingefiebert. Diese Zeitabenteuer haben mein Interesse an der Geschichte geweckt... :wub:

Ich freue mich, mitzulesen und vielleicht das eine oder andere dazu zu posten. :D
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Heiko Langhans
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Um den 22. November 1968, ungefähr zeitgleich mit PR 373, erschien der 56. Band der PERRY RHODAN-Planetenromane:

Hans Kneifel: Bruder der stählernen Wölfe

Bild

Handlung
Bei Ausgrabungen im Rhone-Tal nahe dem Zufluss der Ardeche in Süd-Frankreich sind im Jahre 2420 inmitten steinzeitlicher Ablagerungen einige bemerkenswerte Artefakte aufgetaucht, deren Vorhandensein sich nur durch die Anwesenheit eines Angehörigen einer technisch hoch stehenden Zivilisation erklären lassen. Dr. Ayala D'Antonelli, eine der verantwortlichen Wissenschaftlerinnen der Ausgrabung, vermutet Atlan dahinter. Sie nimmt Kontakt mit ihm auf und löst einen Erinnerungsschub aus. Der Arkonide erzählt ...

Nach dem Untergang von Atlantis im Jahre 8000 v. Chr. hat sich Atlan als einziger arkonidischer Überlebender in die Fluchtkuppel am Grund des Meeres zurückgezogen. Sein letzter Gefährte Cunor wurde von einem Steinzeitmenschen erschlagen. Unter der Obhut des Roboters Rico und der Kuppeltechnik begibt er sich in den Kälteschlaf, bis entweder Rettung eintrifft, oder aber fünfhundert Jahre vergangen sind.

Nach bereits 112 Jahren, etwa 7888 v. Chr., wird Atlan geweckt, weil ein unidentifiziertes Raumschiff gelandet ist. Er beschließt, zunächst als steinzeitlicher Jäger verkleidet mehr über das Schiff und seine Besatzung in Erfahrung zu bringen, ehe er sie kontaktiert. Mit Hilfe seiner fortschrittlichen Ausrüstung und der Robotwölfe Truc und Asser erlangt er Aufnahme bei einem nahe der Landestelle lebenden Stamm im Süden des späteren Frankreichs. Der Jäger Anooa bringt Atlan zum Dorfschamanen Thupa. Dieser nimmt ihn allerdings erst nach einem gewonnen Zweikampf mit seinem stärksten Kämpfer Uroga in die Gemeinschaft auf. In der jungen Katya findet Atlan eine Gefährtin und lehrt die jungen Jäger der Gemeinschaft neue Techniken.

Im Gegenzug lässt er sich von ihnen bei seinem Vorhaben unterstützen. Zusammen mit Katya, zwei weiteren Frauen und 15 Jägern des Dorfes macht er sich auf die Suche nach dem Raumschiff. Atlan zündet eine zuvor auf der Insel Sizilien deponierte Atombombe und lockt damit die Fremden an. Durch einen Funkspruch nimmt er Kontakt auf und die Fremden erscheinen mit einem Gleiter. Es sind Methanatmer, die Todfeinde der Arkoniden. Atlans Gruppe, die sich Brüder der Wölfe nennen, können die Methanatmer töten und ihren Gleiter erobern. Truc wird dabei zerstört. Auf Sizilien entdecken sie das Mutterschiff. Durch gemeinsamen Einsatz von Atlans Spezialausrüstung und den Jägern mit ihrem neu gewonnenen Wissen gelingt es, die Besatzung von ihrem Raumschiff zu trennen. Doch als er schon in Reichweite des Schiffes ist, wird Atlan von dessen Kommandant überrascht, einem Akonen. Dem Akonen gelingt es mit dem Raumer zu starten, doch der Raumer stürzt ins Meer.

Der Möglichkeit zur Rückkehr nach Arkon vorerst beraubt, verlegt sich der »Einsame der Zeit« nun darauf, die Kultur des Planeten voranzutreiben, in der Hoffnung, dass in ferner Zukunft die jetzigen Barbaren eigene Raumschiffe bauen werden. 15 Tage lang trainiert er die Jäger und bringt ihnen weitere Fertigkeiten bei. Danach verteilt er die Brüder der Wölfe in alle Winkel der Welt, wo sie das von ihm Erlernte weiter verbreiten sollen. Die Jäger Anooa, N'Gomee und eine der Frauen setzt er am Nil ab. Die zweite Gruppe mit den Jägern Suuma, Gard und T'vaar werden im Zweistromland Mesopotamiens heimisch. Am Ural siedeln sich Cheen, Yaac und drei weitere an. Weiter östlich dann eine vierte Gruppe. Die verbliebenen Codim und Heegi setzt Atlan schließlich 700 Kilometer nördlich des Rhone-Tals ab.

Atlan kehrt mit Katya ins Rhone-Tal zurück. Doch Atlan ist kein Glück beschert. Katya stirbt durch den Angriff eines Höhlenbärs und auch der Robotwolf Asser wird von diesem zerschmettert. Atlan zieht sich nach dem Tod seiner Gefährtin wieder in die Tiefseekuppel zurück, um in den Kälteschlaf zurückzukehren.

Nach dem Ende seiner Erzählung vermutet Ayala D'Antonelli, dass Atlans Atombombe den Vulkan Ätna auf Sizilien erschuf und seine Robotwölfe wohl die Namenspaten für die Wölfe des nordischen Gottes Odin, Trug und Hasser, wurden. Bevor Ayala und Atlan einen gemeinsamen Urlaub beginnen, kontaktiert Atlan noch Ayalas Prüfungs-Professorin Lynx Shurad. Atlan bestätigt der Professorin, dass er, wie Ayala vermutete und Shurad bezweifelte, für die Hinterlassenschaften im Rhone-Tal verantwortlich ist.

---
Der obige Text wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
Der Roman ist in überarbeiteter Form in Blauband 1 erschienen.

Erinnerungssplitter:
Atlan erwähnt Katya, Cheen und Yaac in PR 365.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Faktor10 » 21. Juli 2016, 20:02

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Faktor10
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Hans Kneifel: Bruder der stählernen Wölfe
Das TB habe ich gekauft und sogar gelesen. Wohl wegen Atlan und dem netten Mädel auf dem Tibi. Ich war da so 16 Jahre alt, ca. Danach noch ein paar der Zeitabenteuer gelesen, dann wars für mich mit Kneifel.
An sich ist die Idee mit den Zeitabenteuern genial. Deshalb sollte man den ersten Band auf jeden Fall lesen.
Unbelehrbarer Altleser.Allem Neuen aber aufgeschlossen. Leider mit ausgeprägter Rechtschreibschwäche.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 21. Juli 2016, 21:19

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dandelion
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Pech für Atlan, daß ausgerechnet die unversöhnlichen Feinde der Arkoniden den Weg zur Erde gefunden haben. Aber gut für uns Leser, sonst hätte es ja keine Fortsetzung gegeben. :D

Leider erfährt man nichts über die Beweggründe, die die Maakhs und den einen Akonen ins Sonnensystem geführt haben. Auch nicht, warum die doch so unterschiedlichen Besucher zusammenarbeiteten. Das wäre durchaus eine Geschichte hinter der Geschichte gewesen.

Etwas verwundert hat mich die Tatsache, daß es bei den steinzeitlichen Menschen zwar noch Hinweise auf arkonidisches Erbgut gab, die Erinnerung an den doch noch nicht lange zurückliegenden Kolonisationsversuch aber schon völlig erloschen war.

Ich fand den Roman nicht sonderlich spannend, zu übermächtig war Atlans technischer Rückhalt. Gut geschrieben war er aber schon. Gelesen habe ich die Blaubandversion, die sich ja wohl doch in einigen Dingen vom Taschenbuch unterscheidet. Natürlich will ich auch wissen, wie es weitergeht mit Atlans Versuchen einen Rückweg nach Arkon zu finden. Beim nächsten Abenteuer habe ich die Auswahl zwischen Blauband und Original. Weiß noch nicht, welche Version ich lesen werde.

Ach ja, auch wichtig. Atlan hat in dieser Epoche keine leiblichen Nachkommen hinterlassen.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Wanderer777 » 21. Juli 2016, 23:05

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Wanderer777
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Diese Methans sind ein Teil jener Methanatmer die mit den Maahks gemeinsam im Verbund während den Methankriegen gegen die Arkoniden kämpften.

Der Akone wird als sehr ablehnend den Arkoniden gegenüber dargestellt.

Leider wurde nicht bekannt weshalb diese Methans unter einem akonischen (!) Käptn eher zufällig die Erde besuchten ...

Also nach dem Untergang von Atlantis der erste Besuch im Solarsystem ...
Denn alle anderen Besucher wären registriert worden und hätten zu einem Aufwachen aus dem Kälteschlaf geführt ...


Die damals auf der Erde lebenden Steinzeitler werden aus der Sicht eines Arkoniden als Pro-Humanoide bezeichnet.
-_-

Befinde mich derzeit im Pause-Modus ... :muede:

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atlanundelvira
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Die Maahks kannte Atlan natürlich aus seiner Jugendzeit, aber die Akonen lernt er erst in seiner Imperatorenzeit kennen.Tja! :)
Was die Akonen zu dieser Zeit mit den Maahks zu tun hatten, dieses Abenteuer muss auch erst noch geschrieben werden, oder? Ich dachte immer, die Akonen wagten sich bis zu Atlans Imperatorenzeit nicht aus ihrem blauen Schirm?

Ich fand Katya immer bedauernswert, der Arkonide springt mit ihr ja arg... rücksichtslos um, das hat sich im Lauf seines Larsaf-Aufenthalts ja ein wenig gebessert. ;) Aber nicht viel. Kneifels Atlan hat schon einen echt üblen Umgang mit Frauen, oft genug plump-vertraulich und unendlich herablassend. Dabei sollte er als Gentleman es doch besser können als seine damaligen Zeitgenossen.

Die Rahmenerzählungen, der Einstieg in die Zeitabenteuer, die es nur im ersten Durchgang gibt, von TB56- TB116, die haben mir immer gut gefallen. Vor allem die erste hier. Im Blauband werden diese netten Geschichten oft weggelassen oder in ein paar Sätzen wiedergegeben.

TB 56 war mein 2. Zeitabenteuer überhaupt. Damals war ich noch restlos begeistert. Der Arkonide, mein Lieblingscharakter der PR-Serie, agiert nicht nur im Weltraum, sondern hier, auf unserer Erde! Wow! :) Er hat plötzlich Umgang mit Normalos wie unsereinem und tut so alltägliche Dinge wie Kaffee trinken - und Wein, schon klar! ;) Er macht Urlaub hört schöne Musik – und natürlich: er verliebt sich. Er wird ein Arkonide „zum Anfassen“, das habe ich sehr begrüßt!

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Wanderer777 » 22. Juli 2016, 00:46

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atlanundelvira hat geschrieben:Die Maahks kannte Atlan natürlich aus seiner Jugendzeit, aber die Akonen lernt er erst in seiner Imperatorenzeit kennen.Tja! :)
Was die Akonen zu dieser Zeit mit den Maahks zu tun hatten, dieses Abenteuer muss auch erst noch geschrieben werden, oder? Ich dachte immer, die Akonen wagten sich bis zu Atlans Imperatorenzeit nicht aus ihrem blauen Schirm?
...



In den erst in den Siebzigerjahren erschienenen Atlan - Held von Arkon Unterzyklus Akon-Akon begegnet Atlan in seiner Jugendzeit vor dem Erdenaufenthalt Akonen. Von daher waren sie ihm bereits bekannt.
- Wie konnte das Hans Kneifel so viele Jahre vorher wissen? :gruebel:

Also trotz "unscharfer Berichterstattung" kennt Atlan zu diesem Zeitpunkt die Akonen bereits ...
Interessant wäre es einen möglichen Grund der Zusammmenarbeit von Methanatmern mit den Akonen zu diesen Zeiten gegen ARKON zu rekonstruieren ...

Befinde mich derzeit im Pause-Modus ... :muede:

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Wanderer777 hat geschrieben:...
[color=#0000FF]
In den erst in den Siebzigerjahren erschienenen Atlan - Held von Arkon Unterzyklus Akon-Akon begegnet Atlan in seiner Jugendzeit vor dem Erdenaufenthalt Akonen. Von daher waren sie ihm bereits bekannt.
...
[i]Also trotz "unscharfer Berichterstattung" kennt Atlan zu diesem Zeitpunkt die Akonen bereits ...

Ich fürchte, ich muss da widersprechen: Auch die Bekanntschaft mit Akon-Akon (Heft von 1976) liegt real-chronologisch 13 Jahre NACH PR107 "Das blaue System" (1963), wo Atlan als Imperator die arkonidischen "Stammväter" kennenlernt, deren Anerkennung des arkonidischen Imperiums er übrigens nach all den Jahren erzwingt. :st: )

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Wanderer777 » 22. Juli 2016, 11:29

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atlanundelvira hat geschrieben:
Wanderer777 hat geschrieben:...

In den erst in den Siebzigerjahren erschienenen Atlan - Held von Arkon Unterzyklus Akon-Akon begegnet Atlan in seiner Jugendzeit vor dem Erdenaufenthalt Akonen. Von daher waren sie ihm bereits bekannt.
...
Also trotz "unscharfer Berichterstattung" kennt Atlan zu diesem Zeitpunkt die Akonen bereits ...

Ich fürchte, ich muss da widersprechen: Auch die Bekanntschaft mit Akon-Akon (Heft von 1976) liegt real-chronologisch 13 Jahre NACH PR107 "Das blaue System" (1963), wo Atlan als Imperator die arkonidischen "Stammväter" kennenlernt, deren Anerkennung des arkonidischen Imperiums er übrigens nach all den Jahren erzwingt. :st: )



Beachte die Handlungszeit:
Akon-Akon spielt 10.499 da Ark = 8021 vChr; Das blaue System 2102 nChr.

Da diese Geschichte um Akon-Akon erst in den Siebzigern erfunden wurde, ist es bedeutsam, dass Hans Kneifel bereits 1968 erzählt, dass Atlan einen Akonen erkennt, als er auf Erden (7887 vChr) weilte. Dank Kälteschlaf (Die letzten Tage von Atlantis fanden 8000 vChr statt) ist es wirklich nicht lange her, dass er Akon-Akon begegnete ...

Hans Kneifel hat hier unbedacht zwecks interessanter Erzählung den Akonen eingebracht.
Jenseits der Fakten:
Es ist nicht anzunehmen, dass trotz fotographischen Gedächtnis (durch den Extrasinn) Atlan hier in die Erzählung (2420 nChr) seiner Erinnerung einfach einen Akonen eingefügt hat. Nach so langer Zeit (sind ja mehr als 3 Jahrhunderte) könnte man vielleicht bei einem normalen Gehirn solches als möglich erachten, bei Atlan geht das ganz einfach nicht. Der Extrasinn lässt solches nicht zu ...
Befinde mich derzeit im Pause-Modus ... :muede:

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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon piehdschäij » 22. Juli 2016, 17:45

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piehdschäij
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Völlig unbeleckt von Atlans Jugend- oder Erdabenteuern habe ich den ersten Teil des Blaubands mit hoher Erwartung gelesen - und bin nicht enttäuscht worden: Ich fand ihn spannend zu lesen, trotz erwartbarem Ende, und amüsant zu verfolgen, wie Atlan mit der Erziehung der Menschen beginnt.

Verwirrt hat mich die Begegnung mit einem Akonen - von Akon-Akon hatte ich noch nichts gehört. Aber noch erstaunter war ich über die Beschreibung der Maahks:
... die flachen, linsenfoermigen Köpfe mit den aufgesetzten Augen und dem langen Hals.
Die Maahks, die ich kenne, haben einen halbmondfoermigen Kopf und gar keinen Hals. Fehlt mir da Vorwissen - Evolution der Maahks seit Atlans Zeiten oder so - oder hat sich Kneifel schlicht geirrt? Oder sind Methans gar keine Maaks?

Auch den schon angesprochenen Umgang mit Frauen fand ich reichlich daneben. Trauriger Tiefpunkt:
"Ich jage und erfinde - du gehorchst, bewachst das Feuer und brätst!"
Zeitgeist hin oder her - auch Herr Kneifel sollte wissen, dass Arkoniden nicht Menschen (der Sechziger) sind! Davon hat die erste auftretende Arkonidin - ich meine Thora, der Heftchronologie folgend ^_^ - beredtes Zeugnis abgelegt. Oder war das zu Atlans Jugend noch nicht so weit mit der Gleichberechtigung?

Ein weiterer Aspekt, den ich gerne noch diskutieren möchte, sind Atlans Zivilisationsversuche. Aber erst mal bin ich auf Eure weiteren Bemerkungen und Hinweise gespannt.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Wanderer777 » 22. Juli 2016, 18:52

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piehdschäij hat geschrieben:...
Verwirrt hat mich die Begegnung mit einem Akonen - von Akon-Akon hatte ich noch nichts gehört. Aber noch erstaunter war ich über die Beschreibung der Maahks:
... die flachen, linsenfoermigen Köpfe mit den aufgesetzten Augen und dem langen Hals.
Die Maahks, die ich kenne, haben einen halbmondfoermigen Kopf und gar keinen Hals. Fehlt mir da Vorwissen - Evolution der Maahks seit Atlans Zeiten oder so - oder hat sich Kneifel schlicht geirrt? Oder sind Methans gar keine Maaks?
...



Meine Postings weiter oben haben sich damit beschäftigt:

Es gibt etliche Methans (=Methanatmer bzw. Wasserstoffatmer) die in den Methankriegen und danach verbündet gegen die Arkoniden auftraten.
Befinde mich derzeit im Pause-Modus ... :muede:

Er ist ein echter Nirgendsmann,
sitzt in seinem Nirgendsland,
macht so manchen Nirgendsplan für niemanden.
Hat keinen Standpunkt,
weiß auch nicht , wohin er geht.
Ist er nicht ein wenig wie du und ich ? - John Lennon 1965
[Nowhere Man >> Rubber Soul]
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atlanundelvira
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meiner erinnerung nach hat Kneifel es auch nicht sooo genau genommen. und man ließ es ihm offenbar durchgehen.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 22. Juli 2016, 21:06

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dandelion
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piehdschäij hat geschrieben:
Auch den schon angesprochenen Umgang mit Frauen fand ich reichlich daneben. Trauriger Tiefpunkt:
"Ich jage und erfinde - du gehorchst, bewachst das Feuer und brätst!"
Zeitgeist hin oder her - auch Herr Kneifel sollte wissen, dass Arkoniden nicht Menschen (der Sechziger) sind! Davon hat die erste auftretende Arkonidin - ich meine Thora, der Heftchronologie folgend ^_^ - beredtes Zeugnis abgelegt. Oder war das zu Atlans Jugend noch nicht so weit mit der Gleichberechtigung?



Ich denke nicht, daß Atlans Ausspruch irgendetwas mit Hans Kneifels Einstellung zu Frauen zu tun hat. Er gibt vielmehr die, wahrscheinlich auch heute noch gängigen, Vorstellungen über die Rollenverteilung der Geschlechter in der Frühphase der Menschheit wieder.

Einge Seiten vorher sagt Katya zu Atlan:

"Die Jagd ist die Arbeit der Jäger.Wir (die Frauen) zünden das Feuer an, braten, sammeln ..."

Atlan hält sich also nur an die den Steinzeitmenschen vertrauten Verhältnisse. Hat sicher nichts mit Frauenverachtung oder -abwertung zu tun.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon piehdschäij » 23. Juli 2016, 09:12

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piehdschäij
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Wanderer777 hat geschrieben:Es gibt etliche Methans (=Methanatmer bzw. Wasserstoffatmer) die in den Methankriegen und danach verbündet gegen die Arkoniden auftraten.

Das habe ich zwar gelesen, aber nicht ganz verstanden. Dass in den Methankriegen verschiedene Völker mitmachten, habe ich erst vor kurzem in der Erstauflage gelernt. Hast Du dafür ältere Quellen? Und gab es dafür auch schon Hinweise, als Kneifel den Roman schrieb?
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