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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon piehdschäij » 18. August 2016, 17:42

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piehdschäij
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Sorry für die dumme Frage, aber: Wann geht es weiter? Mir ist aus obigen Beiträgen nicht ganz klar, welcher Rhythmus jetzt gilt...

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 18. August 2016, 20:01

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"Die große Flut" ist im Anrollen. Wann erreicht sie Reinbek? :D

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Wanderer777 » 21. August 2016, 13:52

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Wanderer777
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Ist schon klar, diese TBer erschienen monatlich, daher wird nur monatlich eine Geschichte besprochen werden.

Dennoch würde es mir sehr gefallen, wenn wir in einem zweiwöchigen Abstand die Geschichten durchgehen und besprechen könnten.

:)

Es gibt insgesamt derzeit 72 Zeitabenteuer, darunter Kurzgeschichten u.a. ...
Das wären dann stolze 6 Jahre. Auch wenn man es auf 5 Jahre runterschrauben könnte (>> Aufstellung in der Perrypedia) ist das unendlich lang. In 6 Jahren wird von den JenZeitigen Landen nichts mehr zu hören sein. Die Hefte der EA sind in den 3200ern ...

Und es gibt eine Menge an neuen Zeitabenteuern (möglicherweise) ...
:gruebel: :gruebel:
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 21. August 2016, 15:45

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dandelion
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Wanderer777 hat geschrieben:

Das wären dann stolze 6 Jahre. Auch wenn man es auf 5 Jahre runterschrauben könnte


Das wäre eindeutig zu lange, aber ich denke schon, daß es in der Regel im zweiwöchentlichen Rythmus weitergehen wird.

Habe mir fest vorgenommen, alle Zeitabenteuer zu lesen. Das hat momentan bei mir oberste Lesepriorität.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon piehdschäij » 22. August 2016, 10:53

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Ich würde ebenfalls einen zweiwöchigen Rhythmus begrüßen. Alle zwei Wochen ein TB müsste ich schaffen, neben Erstauflage, Planeten"heften", Miniserien - und Aufholjagd ...

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Heiko Langhans » 23. August 2016, 08:41

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Verzeihung, mein Fehler - eigentlich soll eine vierzehntägige Einstellung erfolgen. Für einen Vollzeitpapa gilt eben nicht automatisch, dass die Sommerferien gleichbedeutend mit elterlicher Freizeit sind; einiges lenkt ab. Fröhliches Winken an die Herren-Residenz an dieser Stelle B-)

Um den 2. Januar 1976, ungefeähr zeitgleich mit PR 749 und Atlan 222, erschien der 149. Band der PERRY RHODAN-Planeten-Romane:

Hans Kneifel: Die Große Flut

Bild

Handlung
Rund tausend Jahre nach seinem Kampf gegen 13 flüchtige Wanderer-Androiden (PR-TB 147) wird Atlan wiederum von ES aus dem Kälteschlaf gerissen. Noch einmal ist zwei Androiden die Flucht gelungen, und auch diese sind auf der Erde gelandet. Im Zweistromland lassen sie sich als Götter verehren und errichten in despotischer Manier ein Großreich um die Stadt Ur. Diesen tiefen Eingriff in das Fortschreiten der Menschheit will ES nicht dulden, und er beauftragt Atlan mit der Vernichtung seiner Kunstwesen.

Zunächst schließt Atlan eine Allianz mit einer alten Bekannten: Alyeshka, eine der überlebenden Androidinnen seiner letzten Jagd, lenkt inzwischen sanft die Geschicke der sumerischen Stadt Ninive. Sie will Atlan bei seinem Kampf unterstützen und stellt ihm den Krieger Nisobar zur Seite. Von Rico hat Atlan erfahren, dass auch zwei der anderen Androiden, die er am Leben ließ, inzwischen Stadtstaaten des Zweistromlandes führen. Kharg, Herrscher von Mari, schließt sich ebenfalls Atlans Kampf an. Gemeinsam wollen sie Imohags Stadt Susa vor dem Angriff der neuen Götter Urs und ihres Heeres schützen, doch sie kommen zu spät - die Stadt ist erobert, der Androide erschlagen. Nun machen sich die Verbündeten daran, Vorbereitungen zum Schutz der anderen Städte zu treffen. Atlan ermutigt Wüstenstämme, in das Zweistromland einzudringen, um die Kräfte Urs zu binden. Zudem trifft er gemeinsam mit Nisobar und Kharg Vorkehrungen am voraussichtlichen Schlachtfeld, die ihnen Vorteile verschaffen sollen. Doch als Urs Armeen schließlich ihren Marsch auf Ninive und Mari beginnen, sind es nicht diese Maßnahmen, die zu ihrem Untergang führen. Während Atlan und Nisobar aufbrechen, um die göttlichen Herrscher von Ur zu töten, bricht eine Flut ungeahnten Ausmaßes über das Land herein. Die Heere werden verstreut, und in der Verwirrung gelingt es Atlan, beide Androiden zu töten. Kharg und seine Unterstützungstruppen gehen jedoch verloren, und auch die Stadt Ninive wird mitsamt seiner Herrscherin von den Fluten mitgerissen. Lediglich Atlans Gefährtin D'agana überlebt.

Das Land zwischen den Strömen ist von der Gefahr der Knechtschaft befreit, doch das Konzept des Großreiches, das die Städte miteinander verbindet, ist weitergegeben worden und wird die Geschichte weiter bestimmen. Atlan sind ein paar weitere Tage mit seiner sumerischen Gefährtin vergönnt, ehe er von ES zurück in den Tiefschlaf befördert wird.

---
Der obige Text wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.

Chronologisch ist dies das 3., publikationsmäßig das 17. Zeitabenteuer. Der Roman ist in Blauband 1 enthalten.

Erinnerungssplitter: keine.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Wanderer777 » 23. August 2016, 16:21

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Wanderer777
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Erlebe mich wieder als Teenager, wo ich ein Perry Rhodan Leser war.
Und natürlich mache ich da Sachen jetzt - im hohen Alter - die ich als Jugendlicher - nicht nur ich gelle - gerne getan habe:

Die Zahl Zwölf hat ihre mythologische Bedeutung bei der Ersten Menschheit und der Zweiten Menscheit durch ... ja durch das kosmologische religiöse Denkmodell von den frühesten Zivilisationen an ... es sind 12 Mondumläufe um die Erde, die ihrerseits - in diesem Zeitraum der Umläufe - ein Jahr um die Sonne braucht ...

Um die Menschheit mitzuformen, ihre Entwicklung zu beschleunigen, erzeugt offensichtlich ES auf Wanderer 24 (12 männliche & 12 weibliche) Androiden mit dem Genom der Menschen als "Protoplasma mit Seele" ...

Diese trainieren auf Wanderer; nur 13 von ihnen überleben - und jene 13 fliehen vor der Trostlosigkeit auf Wanderer, sozusagen rein zufällig zur Erde. Dort nehmen sie sich die hier lebenden Menschen vor, versklaven sie, oder auch nicht usw. usf. ... je nach Veranlagung ...

Bei der ersten Wachphase nach dem Untergang von Atlantis erhält Atlan die Aufgabe von ES, der Hüter der Menschheit zu sein. Im Gegenzug zum verliehenen Zellaktivator. Dass dies im Auftrag der Kosmokraten geschah, wird erst in PR 1000 berichtet!

Er muss nach eigenen Gutdünken gegen den Eingriff der Androiden auf die Gesellschaft der auf der Erde lebenden Menschen reagieren.

Von den 24 Androiden starben 11 auf Wanderer (12 männlich & 12 weiblich). Daher waren es 13 Androiden die zur Erde flohen (7 weibliche & 6 männliche) und dort ankamen.

Wirklich ein Zufall daß es die Zahl 13 war?
In der Mythologie bis zu den Geheimgesellschaften ist der Dreizehnte Abschnitt die Transformation in eine neue bessere Zeit (nicht zufällig ist Jesus, der Wiederauferstandene der Dreizehnte, von 12 Aposteln umringt, genauso nicht zufällig ist König Arthus als Dreizehnter der Vorsitzende der Tafelrunde mit ihren 12 Rittern - wovon gar nicht alle Ritter namentlich bekannt sind) und daher - vielleicht war Hans Kneifel nicht mit all diesen Zusammenhänge vertraut - verwendete aber dies aufgrund von mythologischen Vorbildern als Geschichtenerzähler aber doch immer wieder und gerne!

Nun zu meiner Aufstellung der Androiden:

1 weiblich . unfruchtbar....Alyeshka...* Göttin der Einsamkeit; Atlan beschloß sie nicht zu töten
2 weiblich . fruchtbar........Aiv...........* Atlan beschloß sie nicht zu töten
3 weiblich . ?....................Lapee......+ Gefährtin des Fürsten; wird von Tashil getötet
4 weiblich . ?....................Ngarto.....+ Göttin der Liebe; Selbstmord durch Gift
5 weiblich . fruchtbar........Keraik......+ Göttin der Jagd; von Atlan getötet
6 weiblich . ?....................Toteen.....+ Göttin der Wut; von Atlan getötet
7 weiblich . ?

1 männlich . fruchtbar......Tashil.......+ Fürst der Androiden; von Atlan getötet
2 männlich . ?..................Beyet.......+ im Todeskampf erwürgte er 12 Schlafgenossen
3 männlich . fruchtbar......Tuar.........+ Gott der Bildnisse; wurde in seinem Palast getötet
4 männlich . unfruchtbar...Kharg.......* Atlan beschloß ihn nicht zu töten
5 männlich . fruchtbar......Imohag.....* Atlan beschloß ihn nicht zu töten
6 männlich . unfruchtbar.. Paer.........* Atlan beschloß ihn nicht zu töten

7 männlich . ?..................Calen........+ Gott des Irrsinns; von einem alten Hirten erschlagen
(eigentlich kein Androide??)(und eigentlich weiblich???)

(Falls doch bitte diese meine Aufstellung zu ergänzen bzw. gegebenfalls zu korrigieren)


Es fällt auf, dass offensichtlich ein Irrtum passiert ist - wenn ich mich nicht irre - es gibt nicht 7 weibliche sondern 7 männliche Androiden.
Ursprünglich müssten wahrscheinlich von den Männern und Frauen jeweils 6 unsterblich und fruchtbar gewesen sein. die anderen 12 waren unfruchbar und nicht unsterblich.
Diese Information ist nicht im Text auffindbar gewesen, aber naheliegend von mir interpretiert.

In etwa einem Jahrtausend später wird Atlan wieder von ES geweckt.
Ein Dreizehntes Paar von Androiden (männlich & weiblich) ist von Wanderer entflohen und haben im Zweistromland eine Göttliche Rolle übernommen. Auch hier muss Atlan nach seinem Gutdünken eingreifen um die Entwicklung in die richtige Richtung zu unterstützen.

Die 5 Überlebenden Androiden befinden sich 1000 Jahre später immer noch als Herrschende unter den Menschen der Erde. Obwohl einige davon eigentlich nicht unsterblich sind, so sind sie ganz klar langlebiger als ihre Vorbilder, nach denen sie geschaffen wurden.

männlich.....?....................?..............+ Enlil; von Atlan getötet
weiblich......?....................?..............+ An; von Atlan getötet
weiblich......unfruchtbar....Alyeshka...+ Herrscherin von Ninive; wird unter ihrem Turm begraben
weiblich......fruchtbar........Aiv........... * ist verschollen
männlich....unfruchtbar....Kharg.......+ Herrscher von Mari; wahrscheinlich ertrunken
männlich....unfruchtbar....Paer.........+ wollte allein sterben im Jahr wo Imohag starb
männlich....fruchtbar.......Imohag.....+ Herrscher der Stadt Susa; wird von Enlil getötet

Wenn es Fehler oder unkomplette Angaben gibt in der Aufstellung zu den insgesamt 26 Androiden, die ES offensichtlich für den Einsatz auf Erden hergestellt hat, so bitte mich auszubessern ...
:) :) :)

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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 25. August 2016, 15:55

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dandelion
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Wanderer777 hat geschrieben:[color=#0000FF]
Es fällt auf, dass offensichtlich ein Irrtum passiert ist - wenn ich mich nicht irre - es gibt nicht 7 weibliche sondern 7 männliche Androiden.
]


Steht auch so im Blauband 1 (S. 153)

"Es waren unverkennbar sechs weibliche und sieben männliche Androiden hierher gekommen."

Für die Gesamtzahl 24 oder für die Anzahl von 13 zur Erde gekommenen Androiden gibt es wohl keinen handlungstechnischen Hintergrund. Die Zahlen können also auch Zufall sein ohne einen irgendwie gearteten Hintergrund. Ich nehme an, daß in späteren Romanen nicht mehr darauf eingegangen wird. Aber hinterfragen und vrmuten ist natürlich jederzeit möglich.

Das Schicksal von Aiv ist noch ungeklärt. Der Bote ist ertrunken ohne seine Nachricht überbringen zu können, was auch immer sie enthalten haben könnte. Noch bleibt die Möglichkeit, daß Aiv oder Spuren ihres Wrkens in einem späteren Roman eine Rolle spielen.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Wanderer777 » 25. August 2016, 18:27

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Wanderer777
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Auch im Planetenroman 147 berichtet Atlan auf Seite 42:

... Jeder Androide hatte einen anderen Geschmack und hatte diesen Raum danach gestalten lassen. Es waren unverkennbar sechs weibliche und sieben männliche Androiden hierher gekommen. ...

Einmal zählt Aleyshka die Namen und Hintergrundinformationen über alle Androiden auf. Hier sagt sie dann, sie sei die Siebente (Seite 51). Und hier dürfte mein Fehler liegen, weil ich das auf weibliche Androiden später bei der Arbeit für die Aufstellung aus der Erinnerung münzte.
:o( :o( :o(

Das Arbeiten von kreativen Autoren mit den Zahlen 7, 12 und allerlei anderen passiert für ihre Geschichte mutmaßlich zwar meist nicht bewusst, aber deren Verwendung kann man in sämtlicher trivialer Unterhaltungsliteratur gut sehen. Es klingt halt immer besser von 7 (dies und das) anstatt von einer anderen Anzahl zu sprechen/schreiben.
Hier schlägt sich religiöses und okkultes Denken in der Unterhaltungsliteratur "nicht zufällig" nieder.

Klar kann man dagegen argumentieren, da bin ich nicht beleidigt. Ich komme aber von der Religionsphilosophie her und kenne die Bedeutung aller Heiliger Zahlen ...

und der Grund warum ich mich eigentlich mit diesen Formen der Unterhaltungsliteratur der säkularen, industrialisierten, westlichen Gesellschaft beschäftige, ist eben - wie bereits ausgedrückt - hier in eben dieser den Niederschlag von okkulten bis religiösen Vorstellungen (hier hauptsächlich Mythologisches) aufzufinden und auszuloten inwieweit dieses Vorstellungen, die stark im 19. Jahrhundert sich bereits gefestigt haben, auch in der Nachkriegszeit hie und da ihre Spuren hinterlassen haben.

Allerdings ist das jetzt nicht der einzige Grund, auch wenn man das wortwörtlich genommen, so meinen könnte, ist doch klar ...
;)

Also, konstruieren (oder vielleicht manchmal doch auffinden) solcher Zusammenhänge gehört zu meinen spekulativen Beiträgen. Viele verstehen meine Sätze immer als eine persönliche, subjektive Meinung, aber das ist nur selten der Fall.

Hans Kneifel war intelektuell genug um sich mit solcherlei Dingen auseinanderzusetzen und als Geschichtenerzähler solcherlei einzusetzen.

Weit verbreitet ist der Irrglaube, dass solcherlei Sachen immer ernsthaft von den Autoren eingesetzt werden. Das ist meist nicht so - das ist ja Unterhaltungsliteratur - sie schreiben in der Regel aus dem Bauch heraus, und solcherlei ist in jedem kreativen Geist immer mit drin ...

(!) Aber in Zeit nach dem Jahr 2000, wo Menschen einer anderen Generation/Generationen schreiben und lesen und denken ist das dann doch immer mehr vielleicht anders ...

Auch das könnte man als ein Forschungsergebnis werten. Aber: Da ich kein offizieller Forscher bin, brauche ich nicht hier mich festlegen, nur eben anmerken und unterstreichen das das keine Meinungen von mir sind, sondern Thesen und Gedankenspiele, die jeder verwerfen kann ...

Jedenfalls sind die mythischen zweimal (männlich/weiblich) Zwölf Androiden ein schönes Stück Literatur - unabhängig ob nun der jeweilige Autor das bewusst, unbewusst oder eben gar nicht eingesetzt hat ...

Wenn ich mich nicht irre, schrieb ich ... und so wars dann auch
(was das Geschlecht der überlebenden Androiden auf Wanderer betraf)
:o( :)

Leider ist ja keine komplette Aufstellung aller 13 (Flucht der Androiden) bzw. 15 (mit den beiden von Die große Flut) Götter möglich, weil es dazu keine Angaben gibt, oder ich diese nicht aufgefunden habe.

Man findet bei den von ES nach einem (offensichtlich) menschlichen Genom geschaffenen Androiden in der Androidin Aiv, die unsterblich und fruchtbar ist, ein exemplarische Beispiel der Bandbreite. Denn sie verhält sich neutral der Bevölkerung der Erde gegenüber, während Tashil hier am anderen Ende den stärksten Einfluß ausüben wollte, und es auch tat ...


Die Funktionalität der Hüter der Erde

Der Einfluß durch die Superintelligenz ES ist demnach natürlich nicht ein technischdirekter, sondern er setzt Individuen ein, die im freien Spiel der Kräfte zur Weiterentwicklung der Menschheit ihren Beitrag unbewusst liefern.

Und das ist auch des Zellaktivatorträger Atlans Aufgabe, er muss aus sich heraus mit seiner Persönlichkeit Wege setzen, und es ist auch hier das freie Spiel der freien Menschen die helfen sollen, die Menschheit auf den Weg zu bringen, damit dann der Zellaktivatorträger Perry in selber Manier auf weit größerer Ebene seinen Beitrag für die Entwicklung der Lebensformen in den Niederungen geben kann ...


[Selbstverständlich bringe ich hier natürlich immer eigene Gedankengänge ein, die ich keinesfalls den Autoren oder den Leser unterschieben möchte.]
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 25. August 2016, 22:06

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dandelion
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Wanderer777 hat geschrieben:[b]Und das ist auch des Zellaktivatorträger Atlans Aufgabe, er muss aus sich heraus mit seiner Persönlichkeit Wege setzen


Wobei er in "Die große Flut" für meinen Geschmack über das Ziel hinausschießt. Er setzt bewußt Nomadenstämme als Prellbock zwischen Ur und Ninive ein, um den Vormarsch der Amdroiden zu verlangsamen. Das nicht beneidenswerte Schicksal dieser Menschen ist ihm egal, dient praktisch einem höheren Zweck. Vielleicht ist das aber auch nur Arkonidenart.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Wanderer777 » 25. August 2016, 22:15

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Wanderer777
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Wanderer777 hat geschrieben:Und das ist auch des Zellaktivatorträger Atlans Aufgabe, er muss aus sich heraus mit seiner Persönlichkeit Wege setzen

dandelion hat geschrieben:Wobei er in "Die große Flut" für meinen Geschmack über das Ziel hinausschießt. Er setzt bewußt Nomadenstämme als Prellbock zwischen Ur und Ninive ein, um den Vormarsch der Amdroiden zu verlangsamen. Das nicht beneidenswerte Schicksal dieser Menschen ist ihm egal, dient praktisch einem höheren Zweck. Vielleicht ist das aber auch nur Arkonidenart.



Das sehe ich auch so. Das ist die Konditionierung des Kristallprinzen Atlan durch die Arkonidische Kultur und dem Arkonidischen Adel.

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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon piehdschäij » 27. August 2016, 10:19

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piehdschäij
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"Die große Flut" hat mich mit dem "zweiten Durchgang" versöhnt: eine straff erzählte Geschichte mit nachvollziehbarer Handlung. Atlan geht planvoll vor, nimmt erst Kontakt zu potenziellen Verbündeten auf, sammelt Informationen, entwickelt Strategien und setzt sie sinnvoll um. Dass ihm dabei Naturphänomene die Arbeit erleichtern, ist ja nicht seine Schuld :) .

Über die Sprache von HK wurde ja in diversen Foren ausgiebig diskutiert. Ich habe als Jugendlicher seine Romane nicht so sehr gemocht, sie waren mir etwas zu ruhig. Aber inzwischen mag ich seine Beschreibungen sehr, er kann großartig Athmosphäre erzeugen. Und erschienen mir früher seine Charaktere als völlig antiquiert (jedenfalls im 35. Jahrhundert und danach - Ihr wisst, welche Leute ich meine :D ), gefallen sie mir im Rahmen der Zeitabenteuer häufig sehr gut.

Spannend finde ich, dass jetzt die Mythen erstmals mit der Geschichte zusammenkommen, allein die Namen der Städte erinnern mich an die Faszination, die ich als Jugendlicher mit der uralten Geschichte verband - und die mich immer noch bei Besuchen entsprechender Museen erschauern lässt. Zweifler, der ich bin, hatte ich bei Ninive eher die Assyrer und bei Susa eher die Perser im Gedächtnis, aber ein kurzer Blick bei Wikipedia überzeugte mich, dass diese Städte tatsächlich schon so alt waren, und dass HK seine Hausaufgaben (natürlich!) ordentlich gemacht hat.

Da ich zu faul bin, beim Lesen Notizen zu machen, hatte ich Schwierigkeiten, die Namen der Androiden alle richtig zuzuordnen. Im Nachhinein finde ich die Listen von Wanderer777 sehr hilfreich. Auch die mythologischen Erörterungen erscheinen mir sehr plausibel. Sicher werden Zahlen wie 7 oder 13 nahezu automatisch verwendet, ihr Kontext ist einfach zu stark, aber ich bin sicher, dass HK grundsätzlich sehr ausgiebig über solche Elemente nachgedacht hat. Sein ausgiebiges Namedropping hat er ja nicht nur für Leute gemacht, die Experten in altorientalischer Mythologie sind; die Namen der alten Götter- und Heldenfiguren rufen, denke ich, bei vielen die beabsichtigten Assoziationen hervor.

Und wenn ich schon bei Göttern bin: Ich finde es immer wieder spannend, wie in der frühen PR-Phase (vor der Super-Über-Intelligenzen-Inflation) mit der Rolle von ES gespielt wird: Einerseits kann er natürlich nicht mit dem oder einem "Gott" identifiziert werden - erstens soll das (meistens) SF sein und keine Fantasy, zweitens will man religiöse Gefühle von Lesern auch nicht verletzen. Und trotzdem hat er typische "göttliche" Attribute, ist als übermächtig und nahezu allwissend beschrieben und seine Handlungsweise und Motivation ist oft völlig undurchsichtig. Ganz typisch, wie HK hier mit diesen Elementen spielt, der Rahmen bietet dazu einfach zu gute Gelegenheiten. Insbesondere bleibt ja völlig unklar, welche Rolle ES bei der großen Flut gespielt hat - oder ob es doch einfach nur ein zufälliges Naturphänomen war.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon piehdschäij » 27. August 2016, 12:48

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piehdschäij
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Ich finde, das Folgende unterstreicht meine Ansicht zur Rolle von ES sehr gut:
Wanderer777 hat geschrieben:Der Einfluß durch die Superintelligenz ES ist demnach natürlich nicht ein technischdirekter, sondern er setzt Individuen ein, die im freien Spiel der Kräfte zur Weiterentwicklung der Menschheit ihren Beitrag unbewusst liefern.

Vermutlich würden eine ganze Menge moderner Christen genau so den Einfluss Gottes in der Welt beschreiben: Er arbeitet eben nicht mit direktem Eingreifen ("Wundern"), sondern durch Menschen, die in seinem Sinne wirken. Allerdings geht ES schon etwas direkter auf seine Auserwählten zu. Wo die "göttliche Ansprache" vielleicht noch von manchen als Realität verstanden werden mag, ist mir von Zellaktivatorträgern - oder ähnlich Langlebigen - außerhalb PRs jedenfalls nichts bekannt :unschuldig: .

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 27. August 2016, 15:32

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piehdschäij hat geschrieben:Insbesondere bleibt ja völlig unklar, welche Rolle ES bei der großen Flut gespielt hat - oder ob es doch einfach nur ein zufälliges Naturphänomen war.


Das zeitliche Zusammentreffen könnte man schon so interpretieren, daß ES seine schützende Hand über Atlan hält und gelegntlich mal nachhilft, wenn die Feinde übermächtig scheinen. Andererseits waren von der Flut natürlich nicht nur Angreifer betroffen, sondern auch viele unschuldige Menschen. Menschen, die ES und Atlan eigentlich beschützen wollten.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon piehdschäij » 1. September 2016, 10:51

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Das Thema "Atlan und die Frauen" bewegt mich weiterhin. Gerade habe ich den Arkon-Minizyklus beendet und fand in Band 11 ("Auf dem Wandelstern") folgende Passage:
... nach wie vor waren Frauen in diesen höchsten Positionen nicht gern gesehen, wie man an der bisher einzigen Imperatrice erkennen konnte.

Meine oben geäußerten Vorstellungen über Gleichberechtigung bei den Arkoniden sind also klar als idealistisches Wunschdenken entlarvt. :(

Aber auch Atlan selbst hat ja Schwierigkeiten mit starken Frauen, bezogen auf Alyeshka sagt er:
Wir sind zu stark, um einander lieben zu können. Wir würden einander zerbrechen.

Prophetische Worte, wenn man an Mirona denkt. :devil:

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Soulprayer » 1. September 2016, 12:45

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Naja, ob es seine eigene Meinung wieder gibt ist eine andere Frage. Der Satz sagt nur die gesellschaftliche Entwicklung aus.
VG
Soulprayer

Neuer PR-Leser seit 2. Sept. 2015 - Durchgelesen: 649/2874 (<22 %) - seit Bd 2875 parallel am Lesen;
derzeit am Lesen: ATLAN-Heftserie 36/850

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon piehdschäij » 1. September 2016, 15:12

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Schon klar. Allerdings finde ich, dass obiges Zitat aus dem ersten Band - zur Erinnerung:
Ich jage und erfinde - du gehorchst, bewachst das Feuer und brätst!

Atlans Meinung ja deutlich macht. Ich hatte nur geglaubt, dass diese Meinung nicht zu einem Arkoniden passe - wurde aber durch die Aussage im Arkon-9-Heft eines Anderen belehrt. Meine Kenntnisse sind da eher rudimentär, aber ich arbeite dran :)

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Yman » 5. September 2016, 11:23

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Yman
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Wanderer777 hat geschrieben:
Nun zu meiner Aufstellung der Androiden:

1 weiblich . unfruchtbar....Alyeshka...* Göttin der Einsamkeit; Atlan beschloß sie nicht zu töten
2 weiblich . fruchtbar........Aiv...........* Atlan beschloß sie nicht zu töten
3 weiblich . ?....................Lapee......+ Gefährtin des Fürsten; wird von Tashil getötet
4 weiblich . ?....................Ngarto.....+ Göttin der Liebe; Selbstmord durch Gift
5 weiblich . fruchtbar........Keraik......+ Göttin der Jagd; von Atlan getötet
6 weiblich . ?....................Toteen.....+ Göttin der Wut; von Atlan getötet
7 weiblich . ?

1 männlich . fruchtbar......Tashil.......+ Fürst der Androiden; von Atlan getötet
2 männlich . ?..................Beyet.......+ im Todeskampf erwürgte er 12 Schlafgenossen
3 männlich . fruchtbar......Tuar.........+ Gott der Bildnisse; wurde in seinem Palast getötet
4 männlich . unfruchtbar...Kharg.......* Atlan beschloß ihn nicht zu töten
5 männlich . fruchtbar......Imohag.....* Atlan beschloß ihn nicht zu töten
6 männlich . unfruchtbar.. Paer.........* Atlan beschloß ihn nicht zu töten

7 männlich . ?..................Calen........+ Gott des Irrsinns; von einem alten Hirten erschlagen
(eigentlich kein Androide??)(und eigentlich weiblich???)


Tashil wurde von einem Sandsturm erledigt. Atlan brauchte da nichts mehr zu tun. Er hat ihm nur noch eine große Energiewaffe abgenommen. Ich verstehe aber nicht ganz, welchen Weg Tashil genommen hat. Der Kampf gegen die Androiden hat sich großteils auf der Hochebene eines Tafelbergs abgespielt, wo Alyeshka ihren Tempel/Palast der Einsamkeit hat und in der Nähe die Paläste der anderen Androiden liegen. Dann flieht Tashil, aber Atlan meint, er würde zum Tempel/Palast der Einsamkeit fliehen. Das machte für mich keinen Sinn.

Der Höhepunkt des Romans war für mich der Kampf gegen Tuar. Atlan stiftet Chaos, die Natur ist in Aufruhr, Paläste brennen, Sandstürme wirbeln auf, und es sind nicht nur die Götter, die dem Untergang entgegen gehen, sondern das ganze Land drum herum, das zur Wüste werden wird. Fünf Androiden haben am Ende zwar überlebt, aber ES meldet sich wieder, und es ist klar, dass er Atlan, falls nötig, wieder rufen wird, um die Androiden in ihre Schranken zu verweisen.

Atlan ist für ES nur ein Werkzeug, und das schmeckt dem Arkoniden nicht besonders. Der Preis für den Erhalt des Zellaktivators ist ziemlich hoch. Interessant ist, dass ES nicht nur Atlans Gedächtnis löscht, sondern ihn kurz zuvor auch noch mitten in der Nacht direkt in seine Kuppel teleportiert ("Eine plötzliche Helligkeit ging über das Land hin."). Atlan wacht kurz davor auf, und es reicht gerade noch, um sich mit einigen bitteren Worten ("Wir sind nur Werkzeuge.") von Adrar zu verabschieden.

Im ersten Zeitabenteuer lagen die Dinge noch anders. Dieses erste Zeitabenteuer in der Steinzeit hatte einen säkularen Charakter. Atlan war sein eigener Herr, stellte sich in seiner eigenen Festung nach Gutdünken seine eigene Ausrüstung zusammen, darunter einige Roboter in Tiergestalt, und sein Auftreten war anders, wesentlich selbstgefälliger, aber auch geprägt von Einsamkeit und Bitterkeit.

Diese Einsamkeit ist ihm im zweiten Zeitabenteuer etwas genommen, denn die Androiden sind nahezu seinesgleichen, und er hätte wenn ES nicht im Spiel gewesen wäre, eine der Frauen, z.B. Alyeshka, vielleicht auch als Gefährtin bekommen können. Aber ES spielt halt mit. Eine Eva (evtl. unsterblich per Zelldusche) ist für Atlan offenbar nicht vorgesehen.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 5. September 2016, 23:45

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Yman hat geschrieben:
Im ersten Zeitabenteuer lagen die Dinge noch anders. Dieses erste Zeitabenteuer in der Steinzeit hatte einen säkularen Charakter. Atlan war sein eigener Herr, stellte sich in seiner eigenen Festung nach Gutdünken seine eigene Ausrüstung zusammen, darunter einige Roboter in Tiergestalt, und sein Auftreten war anders, wesentlich selbstgefälliger, aber auch geprägt von Einsamkeit und Bitterkeit.



Wahrscheinlich hat mir deshalb das erste Abenteuer besser gefallen. Der Ablauf des Geschehens war da auch nicht so vorhersehbar und die Stimmung irgendwie anders, geheimnisvoller. Die Identität der Gegner blieb lange im Dunkeln. Das erste Zeitabenteuer stammt aber natürlich auch aus einer früheren Schaffensperiode von Hans Kneifel und den Unterschied merkt man schon.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Heiko Langhans » 8. September 2016, 16:09

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Um den 6. Juni 1969, ungefähr zeitgleich mit PR 405, erschien der 63. Band der PERRY RHODAN-Planetenromane:

Hans Kneifel: Die Teempel des Todes

Bild

Handlung
Bei einem USO-Sondereinsatz auf Cassins Welt sind einige raumfahrende »Wissenschaftler« dingfest gemacht worden, die an den Eingeborenen Vivisektionen durchführten. Die Informationen vom Einsatz werden an Atlan gegeben, damit er ein Strafmaß festsetzt. Die Dokumentation löst bei dem Unsterblichen einen Erinnerungsschub aus, und er berichtet von ähnlichen Ereignissen, die einst im Zweistromland Terras geschahen.

Mehr als fünfhundert Jahre sind vergangen, seit die Große Flut im Zweistromland ganze Städte fortschwemmte. (PR-TB 149) Die Zivilisation hat sich seither längst erholt und viele weitere Überschwemmungen überstanden. Neue Stadtstaaten sind gekommen und gegangen. Die sumerische Kultur steht in voller Blüte.

In dieser Situation wird Atlan zum zweiten Mal seit dem Untergang von Atlantis von Rico geweckt, weil ein Raumschiff Larsaf III erreicht hat. Ein Beiboot ist im Zweistromland gelandet, und Ricos Robotsonden haben beobachtet, wie vier Eingeborene von den Raumfahrern entführt wurden. Um mehr über die Absichten der Fremden herauszufinden, mischt sich Atlan zunächst unter den Hofstaat des Stadtkönigs Nidaba-an von Uruk, aus dessen Heer die Entführten stammten. Er wird zum Ersten Berater des Herrschers. Schnell stellt er fest, dass Intrigen in Uruk herrschen, in die Angehörige des Tempels der Inanna verwickelt sind. Zudem findet er heraus, dass die fremden Raumfahrer sich zeitweise in Uruk aufhalten und einige ihrer Opfer direkt aus dem Tempel entführt haben.

Unterstützt von Nidaba-an und dem Hohepriester des Innana-Tempels, Lu-Basher, stellt Atlan eine Gruppe von Kämpfern zusammen und bildet sie aus, um mit ihnen gegen die Raumfahrer zu ziehen und die Entführten zu befreien. Es gelingt ihnen, die Basis zu umstellen. Nachdem das Beiboot mit einem Teil der Besatzung abgehoben ist, überwältigen sie die zurückgebliebenen Raumfahrer. Zwei werden lebend gefasst. Mit den befreiten Urukern, zu denen der Erbe Nidaba-ans zählt, und den gefangenen Raumfahrern kehrt Atlan nach Uruk zurück. In der Zwischenzeit wurde Nidaba-an ermordet, und Atlan macht es sich zur Aufgabe, ihn zu rächen. Die Spuren führen wiederum in den Tempel, in dessen Gefängnissen die Raumfahrer sitzen, und tatsächlich wird einer der Raumfahrer ermordet, ehe Atlan ihn eingehend befragen kann. Die Frau jedoch überlebt, und Atlan erfährt von ihr alles über ihr Volk und ihre Absichten.

Nachdem Atlan in einer kunstvollen Inszenierung im Tempel Innanas dafür gesorgt hat, dass die Mörder Nidaba-ans ihrer gerechten Strafe zugeführt werden, kümmert er sich um das Raumschiff. Es gelingt ihm, das Beiboot an seiner Position nahe des Nil-Deltas in seine Gewalt zu bringen. Da ihm jedoch klar ist, dass er das Mutterschiff niemals würde kapern oder heimlich betreten können, nutzt er Ausrüstung und Besatzung des Beibootes stattdessen dazu, das Mutterschiff zu vertreiben und sicher zu stellen, dass niemals mehr ein anderes Schiff dieses Volkesauf dem Planeten landen wird. Es stellt sich heraus, daß diese bleichhäutigen und lichtempfindlichen Raumfahrer Vorfahren der Aras aus dem System der Sonne Kesnar sind. Anschließend zerstört er das Beiboot und lässt die Besatzung ebenfalls nach Uruk bringen, wo sie und die überlebende Wissenschaftlerin verpflichtet werden, den König und die Priester bei der Weiterentwicklung ihrer Kultur zu unterstützen. Abschließend führt Atlan noch eine Karawane vom Zweistromland bis zur Grenze des altägyptischen Siedlungsgebietes, ehe er sich wieder in seine Kuppel zurückzieht.

Zurück in der Gegenwart, verhängt Atlan gegen die Vivisezierer die härtesten möglichen Strafen.

---
Der obige Text wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.

Der Roman ist das zweite geschriebene Zeitabenteuer und in Blauband 1 enthalten.

Erinnerungssplitter: keine.

(Kein) Nachtrag zu "Bruder der stählernen Wölfe": Laut PR 327 soll Atlan bei seinem ersten Auftauchen unter dem Namen Donar tätig gewesen sein. Davon ist in dem ersten Zeitabenteuer aber nicht mehr die Rede.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 9. September 2016, 00:52

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Heiko Langhans hat geschrieben:
(Kein) Nachtrag zu "Bruder der stählernen Wölfe": Laut PR 327 soll Atlan bei seinem ersten Auftauchen unter dem Namen Donar tätig gewesen sein. Davon ist in dem ersten Zeitabenteuer aber nicht mehr die Rede.


Laut 327 war Atlan nach seinem ersten Erwachen in Mittelamerika, "um den dortigen Barbaren zu zeigen, wie man mit Feuer und Schälaxt ein Boot baut." Entweder hat hier Atlans fotografisches Gedächtnis versagt oder es handelt sich dabei um ein bisher unerzähltes Abenteuer. "Dornar", aus dem später Donar, der Gott des Blitzes und des Feuers wurde, nannten ihn die Höhlenbewohner des nördlichen Europa. Mit den stählernen Wölfen jagte Atlan aber in Mitteleuropa. Scheint wirklich so, als wären die ersten Auftritte Atlans nach dem Untergang von Atlantis noch nicht restlos ausgeleuchtet.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Heiko Langhans » 9. September 2016, 07:52

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M.E. eher ein Aussetzer. PR 327 ist ja auch lange vor den Zeitabenteuern geschrieben worden. B-)

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 9. September 2016, 16:29

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Hans Kneifel hat wohl sein eigenes Konzept verfolgt und die Anmerkung von Scheer nicht weiter beachtet. Nichtsdestotrotz hat Atlan diese Äußerung gemacht und deshalb könnte man versuchen, eine zur Serie passende Lösung zu finden. Am einfachsten wäre natürlich, die Worte "nach meinem ersten Erwachen" einem Irrtum zuzuschreiben und die beiden genannten Ereignisse zeitlich später einzuordnen.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Wanderer777 » 9. September 2016, 18:09

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... Atlan suchte nach seinem Funkhelm. Er fand ihn unter einem Sessel, hob ihn auf und betrachtete kritisch den nach oben gebogenen Mikro-Fernbildschirm.
»So etwas besaßen wir schon, als ich nach meinem ersten Erwachen Mittelamerika aufsuchte, um den dortigen Wilden zu zeigen, wie man mit Feuer und Schälaxt ein Boot baut«, erklärte er. »Bei Arkon - das waren noch Zeiten. Im nördlichen Europa nannten mich die Höhlenbewohner >Donar<; Gott des Blitzes und des Feuers. Schätzungsweise dürfte daraus der >Donar< der späteren nordischen Mythologie geworden sein. Mister Rhodan, ich darf Sie vielleicht darauf aufmerksam machen, daß ich um neuneinhalbtausend Jahre älter bin als Sie. Ich fordere Respekt.« ...
[PR 327 . K.H. Scheer . Die Vier Unheimlichen . Dezember 1967]


Man könnte dieses erste Aufwachen Atlans allgemein gesprochen nehmen, denn es werden in diesen kurzen Sätzen zwei unterschiedliche abenteuerliche Wachphasen * kurz erwähnt:

Mittelamerika, wo er den dortigen Wilden half Boote zu bauen.

Nordeuropa, wo er für die dortigen Höhlenbewohner ein Gott des Blitzes und des Feuers war, das gar in der nordischen Mythologie mit dem Namen "Donar" seinen Nachhall fand.


Daher wären es zwei weitere Einsätze ** Atlans in diesen frühen Zeiten ...

:st:

* möglicherweise
** an denen sich auch Lesergeschichtenautoren versuchen könnten ... :wub:
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Bin seit einiger Zeit im Ruhestand ...
Seit 4. Juli 2019 bin ich einer Auszeit mit dem Projekt RHODANITIS!
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Er ist ein echter Nirgendsmann,
sitzt in seinem Nirgendsland,
macht so manchen Nirgendsplan für niemanden.
Hat keinen Standpunkt,
weiß auch nicht , wohin er geht.
Ist er nicht ein wenig wie du und ich ? - John Lennon 1965
[Nowhere Man >> Rubber Soul]

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Heiko Langhans » 9. September 2016, 23:25

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Heiko Langhans
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Wenn ich richtig rechne, sind es sogar knapp 10.000 Jahre Altersunterschied (präzise: 9981).

Auch ein Scheer konnte mal schlampen.

Im Übrigen sehe ich das ähnlich wie Adolf. Atlan bezieht sich auf zwei verschiedene Episoden. In dem Roman sind noch weitere Anspielungen versteckt. B-)
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