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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 6. September 2017, 10:56

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dandelion
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Atlan führt die Frauen ins gelobte Land. Wer wäre dafür besser geeignet gewesen? :D

Ich bin sicher, daß Atlan in der irdischen Frühgeschichte sehr viel öfter aktiv war, als bisher bekannt. Da wird sich doch ein Chronist finden lassen.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Yman » 6. September 2017, 22:41

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Yman
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dandelion hat geschrieben:Atlan führt die Frauen ins gelobte Land. Wer wäre dafür besser geeignet gewesen? :D

Ich bin sicher, daß Atlan in der irdischen Frühgeschichte sehr viel öfter aktiv war, als bisher bekannt. Da wird sich doch ein Chronist finden lassen.


Es ist wirklich unendlich schade, dass Hans Kneifel keine Zeitabenteuer mehr schreiben wird, aber vielleicht findet sich jemand.

Über Hans Kneifel gibt es seit Kurzem ein Buch mit schönen Geschichten (über Hans Kneifel) und bunten Bildern, das mir sehr gefällt: http://www.perry-rhodan.net/newsreader/ ... enken.html

Manche Fotos sind auch schwarzweiß, manche Geschichten auch etwas traurig. Es geht auch nicht nur um PR, sondern z.B. auch um Orion, und vieles, was man wahrscheinlich nicht wusste.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 15. September 2017, 19:57

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dandelion
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Die Rätsel von Assur sind gar nicht so viele. Die Bewegggründe der Ter-Quaden werden schnell offenbar, weil Atlan sich dankenswerter Weise erinnert. Bleibt eigentlich nur Shinkashid. Dessen Demaskierung hat es allerdings in sich. War wohl das einzige Mal, daß ES direkt an der Seite unseres Zeitabenteuerers agiert hat. Oder kommt da noch was?

Atlan fragt sich, ob endlich doch eine Arkonflotte im Anflug ist, um ihn abzuholen. Sind ja nur schlappe 6 000 Jahre vergangen, seit er Arkon verlassen hat. Ein mehr als überflüssiger Gedanke.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Lumpazie » 17. September 2017, 10:42

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Lumpazie
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Yman hat geschrieben:Was ist eigentlich mit Cardif und Wanderer777 los?


Also Cardif legt ja öfters mal ein Pause ein, weil er dann wieder einige Romane im Block liest (er hat sich ja in letzter Zeit auch wieder im Nachbar-Threath der SOL-Abenteuer gemeldet).

Aber bei Wanderer777 wundere ich mich langsam auch! Er schaut zwar regelmässig ins Forum (letzte Anmeldung: 13 September) - aber er postet schon seit gut einem Montat nichts mehr (letztes Posting: 8.August) :(

Was ist den da los? Hoffentlich nichts ernsthaftes! Wanderer777 zwischen den PR-Welten - gib Laut von Dir! Wir vermissen Deine Kommentare und Meinungen!!! :troest:
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon piehdschäij » 17. September 2017, 14:33

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piehdschäij
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Die Kreta-Trilogie war ja recht bodenständig. Umso mehr spielen rätselhafte Begebenheiten eine große Rolle im letzten Zeitabenteuer Hans Kneifels, insbesondere ja auch eine gewisse Superintelligenz. Vielleicht lockt das ja auch Wanderer777 hervor?

Ich war von diesem Band jedenfalls sehr angetan. Das Rätsel der Ter-Quaden war ja schnell aufgeklärt, dafür bekamen wir mal eine Episode aus Atlans Kristallprinz-Phase. Das ist - bisher jedenfalls - neu. Kommt das später noch mal? Witzig fand ich, dass ES neuerdings "Postkarten" schreibt, statt in höhnisches Gelächter zu verfallen. Und natürlich hat die Figur des Shinkashid ordentlich für Spannung gesorgt. Erst tippte ich auf einen Androiden ("älter als Gilgamesch"), dann auf einen anderen Unsterblichen - die laufen ja wohl in Scharen auf der Erde herum (Nomazar?). Und er hatte anscheinend schon eine ganze Weile zivilisatorisch auf der Erde gewirkt. Und was sollte das mit der merkwürdigen Prüfung Atlans und der Gegnerschaft zu Shinkashid: Arbeiten die beiden nun zusammen oder gegeneinander? Rätsel über Rätsel :gruebel:

Dass er sich dann als ES persönlich entpuppte, fand ich völlig unerwartet - und auch ein bisschen schade. Was ist mit seinem tollen Dorf, und was mit Airissa mit ihren grünen Gazellenaugen? War sie ein von ES erzeugtes Phantom, eine Androidin, eine in ES aufgegangene und wiederhergestellte Gestalt?

Das wird sich Atlan wohl auch fragen, hoffentlich mit einem gewissen Unbehagen! Geschieht ihm ganz recht - schließlich hätte er sich ja wohl gefälligst um den Aufenthaltsort von Ne-Tefnacht kümmern sollen! Stattdessen treibt er sich mit Elfenholzschnitzerinnen und anderen seltsamen Frauen herum. :nein: Ich vermute, Kneifel ist selbst aufgegangen, dass es keine gute Idee gewesen war, Ne-Tefnacht mit in die Kuppel zu holen - wer will schon von Atlans fester Freundin lesen statt von unzähligen glutäugigen Schönheiten, immer frisch und neu? Also wird die Arme zum Running Gag: Am Anfang versteckt, zwischendurch als schlechtes Gewissen im Hintergrund ("Ich ahnte, dass es zu unserer Aufgabe gehörte, früher oder später Ne-Tefnacht zu finden") , und am Ende ist sie wieder da, einfach so, ungesucht ... :(

Diesmal gibt es auch wieder einen Nachklapp, den vergessenen Ter-Quaden-Piloten, der überhaupt nicht wie ein Ter-Quade aussieht. Aber hier finde ich es besser motiviert als im Kreta-Zyklus, und wir erhalten einen stimmungsvollen, melancholischen Ausklang von Hans Kneifels letztem Zeitabenteuer. :ciao:

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Wanderer777 » 18. September 2017, 23:02

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Yman hat geschrieben:Was ist eigentlich mit Cardif und Wanderer777 los?


Lumpazie hat geschrieben:Also Cardif legt ja öfters mal ein Pause ein, weil er dann wieder einige Romane im Block liest (er hat sich ja in letzter Zeit auch wieder im Nachbar-Threath der SOL-Abenteuer gemeldet).

Aber bei Wanderer777 wundere ich mich langsam auch! Er schaut zwar regelmässig ins Forum (letzte Anmeldung: 13 September) - aber er postet schon seit gut einem Montat nichts mehr (letztes Posting: 8.August) :(

Was ist den da los? Hoffentlich nichts ernsthaftes! Wanderer777 zwischen den PR-Welten - gib Laut von Dir! Wir vermissen Deine Kommentare und Meinungen!!! :troest:



Der Grund für mein Schweigen ist folgender: Ich habe in den letzten Wochen weder den laufenden Zyklus GENESIS verfolgt, noch habe ich die Atlan-Zeitabenteuer, die derzeit behandelt werden angeschaut.

Mein Eindruck ist, daß Hans Kneifel - viele Jahre später - sicherlich bei diesen Erzählungen nicht in seiner alten Sichtweise geschrieben hat. Soviel kann man bei groben querlesen erkennen - mag mich auch irren - ist die Präsenz von ES, also seine unmittelbare Beeinflussung der Handlungsträger nicht so ausgeprägt wie in den in diesem Zeitraum bei den früher geschriebenen Geschichten der Fall war.

Vielleicht ändert sich mein Eindruck noch ...

Aber - es sind keine grundsätzlich gesundheitliche Gründe warum ich da sozusagen "ausfalle", aber ich werde das alles noch nachholen und habe jedenfalls vor den gesamten Komplex der Zeitabenteuer auf dessen Beitrag zur kosmohistorischen Entwicklung in der Milchstraße zu beleuchten ...

Dank für eure Aufmerksamkeit mir gegenüber ...
:wub: :) :wub: :) :wub:

Besuche neugierig das Zweite Solare Imperium
und schaue mich weiterhin in allerorten (=alle Zyklen aus dem Perry Rhodan Universum) rege um ...


Er ist ein echter Nirgendsmann,
sitzt in seinem Nirgendsland,
macht so manchen Nirgendsplan für niemanden.
Hat keinen Standpunkt,
weiß auch nicht , wohin er geht.
Ist er nicht ein wenig wie du und ich ? - John Lennon 1965
[Nowhere Man >> Rubber Soul]

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Lumpazie » 19. September 2017, 07:49

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piehdschäij hat geschrieben:Die Kreta-Trilogie war ja recht bodenständig. Umso mehr spielen rätselhafte Begebenheiten eine große Rolle im letzten Zeitabenteuer Hans Kneifels, insbesondere ja auch eine gewisse Superintelligenz. Vielleicht lockt das ja auch Wanderer777 hervor?
Wanderer777 hat geschrieben:
Der Grund für mein Schweigen ist folgender:

Aber - es sind keine grundsätzlich gesundheitliche Gründe warum ich da sozusagen "ausfalle"

Dank für eure Aufmerksamkeit mir gegenüber ...
:wub: :) :wub: :) :wub:



Das beruhigt schonmal - danke, das du das klargestellt hast. Da lag piehdschäij mit seiner Einschätzung ja goldrichtig :st: Schön, wenn Du wieder dabei bist...! B-)
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon piehdschäij » 19. September 2017, 11:19

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Wanderer777 hat geschrieben:Mein Eindruck ist, daß Hans Kneifel - viele Jahre später - sicherlich bei diesen Erzählungen nicht in seiner alten Sichtweise geschrieben hat. Soviel kann man bei groben querlesen erkennen - mag mich auch irren - ist die Präsenz von ES, also seine unmittelbare Beeinflussung der Handlungsträger nicht so ausgeprägt wie in den in diesem Zeitraum bei den früher geschriebenen Geschichten der Fall war.


Dem stimme ich für den Kreta-Zyklus sicher zu. Das "Rätsel von Assur" enthält allerdings eine geradezu außergewöhnliche ES-Präsenz, die aber wohl keine großen kosmohistorischen Zusammenhänge umfasst.

Solltest Du mit Deiner Einschätzung zur Interessenlage des späten Kneifels recht haben, wäre dies vielleicht dadurch zu erklären, dass das Exposé ja von Marc Herren stammt. Nach dieser Sichtweise wäre also Kneifel, der inzwischen mehr an "echten" historischen Romanen interessiert war, von Marc Herren auf die Fährte von ES gesetzt worden. Ich fände es interessant zu erfahren, ob sich dies belegen ließe, etwa durch damalige Äußerungen der Beteiligten, Infos zum Exposé, Interviews mit Kneifel o.ä. oder aktuellen Erinnerungen (MARC JUHUU!! :D ).

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Lumpazie » 25. September 2017, 09:52

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Ab heute geht es wieder mit der ursprünglichen Reihenfolge der Taschenbücher weiter. 1981 erschien als 217ter Band der PERRY RHODAN-Planetenromane das chronologisch 17te Zeitabenteuer. Dieses Zeitabenteuer nimmt als einziges Bezug auf den "König von Atlantis" -Zyklus und wurde daher schon einmal in diesem Forum besprochen:

König von Atlantis Thread

Allerdings gab es dort leider nur einen Kommentar dazu von Andreas Möhn (ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, ob weiter vorn in dem Atlantis-Thread nicht auch schon über dieses TB diskutiert wurde, zu der Zeit, als Werner Fleischer noch lebte).

Von daher und auch weil es einfach in den Rahmen der Zeitabenteuer gehört, noch einmal:

Das Mittelmeer-Inferno

von Hans Kneifel

Bild

Handlung:

Im Auftrag von ES soll Atlan die Menschen der Hochkulturen rund um das Mittelmeer vor einer Katastrophe warnen. Ein Weltenfragment, ein Dimensionstaucher, nähert sich dem Planeten und wird irgendwo im östlichen Mittelmeer landen. Eine große Flutwelle wird folgen, und dann werden die Wesen, die das Fragment bevölkern, die Erde überrennen, wenn sie nicht frühzeitig bekämpft werden – so sind die Worte des Orakels, mit denen ES seine Diener instruiert. Neben Atlan werden noch viele andere auf die Reise geschickt, unter ihnen eine Frau namens Charis.

Atlan und Ptah-Sokar beginnen ihre Reise an Bord der REA und warnen die Menschen in allen Häfen, die sie zwischen Gubal (Byblos) und Kunusa (Knossos) anlaufen. In der Hauptstadt von Keftiu (Kreta) erleben sie eine Überraschung: Ein Schiff, von Handwerkern unter der Kontrolle von ES und unter Mithilfe von Rico gebaut, erwartet die Freunde. Der Name des Schiffes ist CHARIS, und diesem Namen begegnet Atlan auch sonst häufig. Die Orakeldienerin ist bereits weit gereist und hat ihnen vielerorts den Weg geebnet. Kreta ist die beherrschende Macht in diesem Teil des Meeres und daher von großer Wichtigkeit. Mit einer geschickten Inszenierung gelingt es Atlan, die Bevölkerung von der Wahrheit seiner Worte zu überzeugen. Er erhält vom König einen Siegelring, der ihm im gesamten Einflussgebiet Kretas den Weg ebnen wird.

Von Kreta aus reist Atlan zur Vulkaninsel Stronghyle, deren Fürstin, die Ariadne, ebenfalls bereits von Charis besucht wurde. Sie ist das geistige Oberhaupt der Region, und auch sie und ihre Berater kann er von der Wahrheit des Orakels überzeugen. Mit diesen mächtigen Verbündeten im Rücken bereist er einige weitere Inseln des minoischen Raums. Weder Stürme noch Piraten können die CHARIS aufhalten, und ihre besondere Ausstattung erlaubt es ihm, schneller zu reisen als mit jedem normalen Schiff. Dennoch verzweifelt er fast an der Größe der Aufgabe, alle Menschen der Küstenregionen früh genug warnen zu wollen, damit sie sich und ihre Habe in Sicherheit bringen können.

Von den Inseln wenden sie sich schließlich auch dem Festland zu und besuchen die Stadt At'hen. Hier bringt ihnen der Ring des Minos nur Misstrauen ein. Zudem ist der Herrscher der Stadt am Tag zuvor gestorben, und niemand beachtet die Orakelboten besonders. Wieder nutzt Atlan die Gegebenheiten für seine Zwecke: Durch geschickten Einsatz von Pyrotechnik und Holo-Projektionen kann er beim Begräbnis des Fürsten die Bevölkerung mit einem »göttlichen Orakel« zutiefst beeindrucken. Auch der neue Fürst kann sich dem nicht entziehen und lädt ihn und seine Freunde in den Palast ein, wo Atlan ihm die notwendigen Informationen gibt. Sie reisen weiter zum mykenischen Hafen Tyrins, wo man sie bereits erwartet und sie nicht viel Zeit auf Überredung verwenden müssen. Nächste Station ist Ilion/Troja, wo man ihnen ebenfalls aufmerksam zuhört. Von dort kehren Atlan und seine Helfer über verschiedene Inseln wieder nach Süden zurück, immer auf der Spur der rätselhaften Charis. Auf der Insel Kition schließlich, dem Endpunkt ihrer Rundreise, werden sie von der schönen Fürstin erwartet. Auch sie hat von ES Hilfsmittel erhalten; unter anderem einen Gleiter, der zweifelsohne für Atlan bestimmt ist. Noch drei Monate Zeit ist bis zum Auftreffen des Weltenfragments. Atlan nutzt die Zeit, um gemeinsam mit seinen Freunden mit dem Gleiter die Siedlungen der östlichen Mittelmeerküste zu warnen, während ihre Männer auf Kition Schiff und Ausrüstung vor der zu erwartenden Flutwelle in Sicherheit bringen.

Schließlich kommt der Tag, den Rico und ES übereinstimmend als den Tag der Landung des Weltenfragments errechnet haben. Tatsächlich zeigt sich ein riesiges Objekt am Himmel, das sich schnell nähert. Während alle anderen sich in Sicherheit bringen, machen sich Atlan, Charis und Ptah-Sokar auf, um das Fragment zu beobachten und das befürchtete Ausschwärmen einiger seiner Bewohner zu bekämpfen. Es kommt jedoch anders als gedacht: Der Dimensionstaucher sucht sich ausgerechnet die Vulkaninsel Stronghyle als Landepunkt aus. Die Magmakammer explodiert unter dem Überdruck, und die Insel zerbricht buchstäblich. Während ein noch größeres Inferno als erwartet über den Mittelmeerraum hereinbricht, dreht das Weltenfragment ab und verlässt die Erde wieder. Die Erde beginnt indessen zu beben, Flutwellen breiten sich aus, und hochgeschleuderte Asche und Gesteinsbrocken aus dem explodierenden Vulkan verdunkeln den Himmel in weitem Umkreis und decken das Wasser mit einer erstickenden Schicht ein. Atlan und seine Begleiter beobachten die Ereignisse noch eine Weile, ehe sie schockiert nach Kition zurückkehren. Auch über diese Insel ist die Flutwelle inzwischen hinweg gelaufen und hat die Hafensiedlung dem Erdboden gleichgemacht. Mensch und Vieh und die wichtigste Habe haben jedoch in einem Tal die Katastrophe weitgehend unbeschadet überstanden.

Atlans Mannschaft hilft den Einwohnern Kitions beim Wiederaufbau und macht dann das eigene Schiff wieder flott. Atlans Aufgabe ist erfüllt; er wird mit Charis zu ihrem Volk reisen. Kapitän und Mannschaft der CHARIS hingegen wollen helfen, den Handel zwischen den Siedlungen so schnell wie möglich wieder in Gang zu bringen, damit überall die notwendigen Güter für den Wiederaufbau vorhanden sind.

Bei Charis' Volk westlich der Hapi-Mündung verlebt Atlan noch eine längere Zeit der Ruhe und Erholung, ehe er wieder in die Kuppel zurückkehren muss – in Begleitung seiner neu gewonnenen Gefährtin.

Namentlich aufgeführte Personen

ES - Die Superintelligenz warnt.
Atlan - Unterwegs im Mittelmeer, um vor der Katastrophe zu warnen und gegen ihre Auswirkungen zu kämpfen
Charis - Zweite Orakeldienerin, die vor dem Aufschlag des Weltenfragments mit Atlan zusammentrifft und mit ihm zusammen die Katastrophe beobachtet.
Ptah-Sokar - Atlans Freund über viele Abenteuer begleitet ihn auch auf seiner Reise als Orakeldiener
Rico - Chefroboter von Atlans Fluchtkuppel
Die Ariadne - Herrscherin der Insel Stronghyle (»die Runde«, Santorin)
Mins / Minos - König von Keftiu (Kreta)

Der obige Text wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon piehdschäij » 30. September 2017, 21:35

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Das neue Abenteuer beginnt eigentlich ganz spannend: ES wird ganz konkret, die Gefahr kommt in Form eines Weltenfragments" oder eines "Dimensionsfahrstuhls", gefüllt mit "Horden der Vernichtung" - alles sehr ominös, wie auch die geheimnisvolle Charis. Aber leider löst sich alles in Nichts auf: Charis stellt sich als ganz gewöhnliche Dorffürstin heraus, das Weltenfragment verschwindet sofort wieder, nachdem es Unheil angerichtet hat, man erfährt nichts weiter darüber, und die Ungeheuer bleiben an Bord - wenn es sie denn gibt.

Und zwischendurch: Eine Insel jagt die nächste, man wird nirgendwo warm, alles bleibt oberflächlich. Mykene, Troja - was gäbe es hier alles zu entdecken! Aber keine Zeit, Atlan muss weiter. Auch die Nebenpersonen bleiben blass: Minos, Ariadne, Theseus - alles nur Namedropping, keine der Figuren nimmt irgendwie Gestalt an. Dabei ist die Idee von "Ariadne" als Priestertitel interessant, und die Figur des Theseus in der Sage unheimlich spannend. Völlig verschenktes Potenzial! Und sogar Nomazar wird wieder erwähnt, aber er bleibt eine Traumfigur.

Kleiner Gag am Rande sind die aus dem Hapiland fliehenden Sklaven, die trocken durch das "Rote Meer" ziehen. Außerdem spricht Atlan seit Neuestem in Hexametern und Stabreimen. Zumindest das erste wird hier eine Tradition begründen, - da war doch so ein blinder Dichter ;) - das zweite wird auf seltsame Weise bei nördlichen Barbaren kopiert - VIEL später...

Fazit: Das konnte Kneifel schon besser. Vielleicht gefiel ihm die mykenische/griechische Kultur nicht so - wir werden sehen.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 1. Oktober 2017, 13:21

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dandelion
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piehdschäij hat geschrieben:
Und zwischendurch: Eine Insel jagt die nächste, man wird nirgendwo warm, alles bleibt oberflächlich. Mykene, Troja - was gäbe es hier alles zu entdecken!


Habe ich auch so empfunden. Bei der Rundreise durch die Ägäis ging Hans Kneifel an den Schauplätzen mit bekannten Namen wenig in die Tiefe. Nach Troja geht es allerdings auch im nächsten Roman. Der wurde aber schon Jahre früher geschrieben und Kneifel wollte vielleicht beim Mittelmeerinferno Wiederholungen vermeiden.

Wie beim ersten Ter-Quaden-Roman lebt die Spannung vom langsamen Näherkommen des Weltenfragments, diese Phase wird aber bei weitem nicht so eindringlich geschildert. Der lang erwartete Höhepunkt des Romans mit der Landung des Fragments gerät dann entschieden zu kurz. Aufgesetzt und sofort wieder weg, das war eher enttäuschend. Dafür folgt dann aber eine intensive und anschauliche Schilderung der anschließenden Katastrophe. Insgesamt für mich gut lesbar, aber nicht ganz zufriedenstellend.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Yman » 1. Oktober 2017, 20:02

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Ich hatte einige Schwierigkeiten mit dem Lesen des E-Books, bin jetzt aber dran und werde den kommenden Feiertag zum Lesen nutzen und dann auch einen Beitrag schreiben. Natürlich auch etwas zum Mittelmeer-Inferno.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Yman » 3. Oktober 2017, 12:30

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Yman
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"Die Rätsel von Assur"

piehdschäij hat geschrieben:
Wanderer777 hat geschrieben:Mein Eindruck ist, daß Hans Kneifel - viele Jahre später - sicherlich bei diesen Erzählungen nicht in seiner alten Sichtweise geschrieben hat. Soviel kann man bei groben querlesen erkennen - mag mich auch irren - ist die Präsenz von ES, also seine unmittelbare Beeinflussung der Handlungsträger nicht so ausgeprägt wie in den in diesem Zeitraum bei den früher geschriebenen Geschichten der Fall war.


Dem stimme ich für den Kreta-Zyklus sicher zu. Das "Rätsel von Assur" enthält allerdings eine geradezu außergewöhnliche ES-Präsenz, die aber wohl keine großen kosmohistorischen Zusammenhänge umfasst.

Solltest Du mit Deiner Einschätzung zur Interessenlage des späten Kneifels recht haben, wäre dies vielleicht dadurch zu erklären, dass das Exposé ja von Marc Herren stammt. Nach dieser Sichtweise wäre also Kneifel, der inzwischen mehr an "echten" historischen Romanen interessiert war, von Marc Herren auf die Fährte von ES gesetzt worden. Ich fände es interessant zu erfahren, ob sich dies belegen ließe, etwa durch damalige Äußerungen der Beteiligten, Infos zum Exposé, Interviews mit Kneifel o.ä. oder aktuellen Erinnerungen (MARC JUHUU!! :D ).


Das würde mich auch interessieren. Im Hans-Kneifel-Gedächtnisband "Ihn riefen die Sterne" steht vielleicht das eine oder andere dazu drin. Trotz einiger starker Momente fand ich dieses letzte Zeitabenteuer jedoch etwas schwächer, was ich nicht zuletzt der starken persönlichen Präsenz von ES in Gestalt dieses Fürsten zuschreibe.

Natürlich macht es Sinn, Atlan immer wieder mal auf den Prüfstand zu stellen, im Sinne von quis custodiet ipsos custodes, aber ES geht hier zuweit, mit dem Aufwand, den er hier betreibt und seinen Täuschungsmanövern. Man muss ES auch mal vertrauen können, dass nicht alles nur Schein statt Sein ist.

Was z.B. war mit Airissa?

Beeindruckend war der Rätsel-Turm, der sich in ein gepanzertes Kurzstreckenraumschiff verwandelte. Die eingemauerten Knochen und Schädel von Menschen und Tieren haben mich lange rätseln lassen.

Mit viel Humor konnte der Roman nicht aufwarten, aber die Stelle, in der Atlan sich während des dreitätigen Sandsturms unter dem Schutz eines Schutzschirms mit Airissa ins Bett legte, fand ich doch sehr lustig. Gerade auch, dass Airissa zuerst vor der durchsichtigen Wand des Schutzschirms steht, mitten im tobenden Sturm, der auch das Innere des Palastes nicht verschont, und Einlass begehrt, und dann, als sie durch die Strukturlücke hindurch ist, schaltet Atlan auf undurchsichtig.

Seltsam fand ich, dass ES Ne-Tefnacht lange vor Atlan aufweckte und an einen anderen Ort versetzte, wo Atlan sie nicht schnell finden konnte. Die Sorge um Ne-Tefnacht hielt Atlan auch nicht davon ab, zuerst mit der schönen Elfenbeinschnitzerin Jaminina, und dann mit Airissa ins Bett zu gehen. Jede Gelegenheit wird hier genutzt. Obwohl Jaminina am Ende mit im Gleiter sitzt, zusammen mit Atlan und Ptah-Sokar, bei der Jagd auf den übrig gebliebenen vampirischen kentaurenhaften Ter-Quaden-Piloten, hat Atlan dann aber doch Hemmungen, sie ebenfalls in die Kuppel aufzunehmen. Jaminina wird die nächsten Monate wohl sehr unglücklich gewesen sein.

Bleibt noch die Frage, was mit Airissa geschehen ist.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon piehdschäij » 4. Oktober 2017, 17:18

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Yman hat geschrieben:Im Hans-Kneifel-Gedächtnisband "Ihn riefen die Sterne" steht vielleicht das eine oder andere dazu drin.


Den habe ich jetzt endlich gelesen. Für unser Thema besonders interessant ist der Beitrag von Bartholomäus Figatowski: "Zwischen Pompeji und Punt. Hanns Kneifel als Autor für junge Leser". Er berichtet u. a. von Kneifels Jugendbuch "Weihrauch für den Pharao" von 1997, in dem ein Junge als Sklave von Kreta ins Ägypten Amenemphets kommt, sich hocharbeitet, eine Expedition nach Punt mitmacht - und sich schließlich als Mitglied des Palasts von Knossos entpuppt. Viele der uns inzwischen vertrauten Elemente finden wir hier wieder - es ist nur folgerichtig, dass Kneifel seine Ideen noch für ein entsprechendes Atlan-Abenteuer verwertet hat. Und sicher können wir auch dem Rezensenten zustimmen, wenn er schreibt:
Kneifels Erzählweise ist bildmächtig und lebendig; im Vergleich mit den anderen beiden hier vorgestellten Werken vermittelt sein Ägyptenroman besonders viel geschichtliches Kolorit. Dabei kommt der Jugendroman – untypisch für das Genre des historischen Abenteuerromans – weitgehend ohne Darstellung von Gewalt und kriegerischen Konflikten aus. Dies vermisst der Leser jedoch nicht, bieten die dargestellten Reisen Karidons und die damit verbundenen Gefahren doch mehr als genug Abwechslung.


Übrigens lohnt sich der Gedächtnisband allein schon wegen des schönen Orion-Abenteuers am Schluss!

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon piehdschäij » 4. Oktober 2017, 17:24

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Yman hat geschrieben:Was z.B. war mit Airissa? ... Bleibt noch die Frage, was mit Airissa geschehen ist.


... oder die Frage, ob eine Person namens "Arissa" überhaupt existiert hat. Hatte sie eigene Erinnerungen? Und woran? Wir werden es nie erfahren :(

Yman hat geschrieben:Seltsam fand ich, dass ES Ne-Tefnacht lange vor Atlan aufweckte und an einen anderen Ort versetzte, wo Atlan sie nicht schnell finden konnte.


Und mindestens so seltsam, dass Atlan nicht nach ihr gesucht hat. Das alles macht keinen Sinn - jedenfalls für arme Normalintelligenzen :D

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Lumpazie » 8. Oktober 2017, 10:04

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Im April des Jahres 1970 erschien als 74ter Band der PERRY RHODAN-Planetenromane das chronologisch 18te Zeitabenteuer.

Strafkolonie Erde

von Hans Kneifel

Bild

Handlung:

Gemeinsam mit einigen USO-Spezialisten erweist Atlan dem Verwalter von Amb'Charana, Torsen Dag, die letzte Ehre. Die archaische Szenerie der Begräbniszeremonie führt bei dem Arkoniden zu einem Erinnerungsschub, der ihn in seine Vergangenheit auf der Erde zurückführt. Er übersteht die Zeremonie, doch in seinem Apartment angelangt, gleitet er im Geist zurück zur Erde, in eine Zeit, in der die Griechen vor Troja kämpften:

Dieses Mal hatte Rico Atlan geweckt. Bereits neun Jahre zuvor war ein Verband von Raumschiffen aufgetaucht, aber zu schnell wieder verschwunden, um zu reagieren. Nun jedoch hat der Chefroboter entdeckt, dass anscheinend eines der Schiffe damals auf Kreta zurückblieb. Es war bis vor kurzem gut verborgen, doch zwei Beben haben es wohl teilweise freigelegt, so dass Ricos Detektoren anschlugen. Er konnte den Ort jedoch nicht genauer lokalisieren. Zum ersten Mal seit Jahrtausenden gibt es für den Arkoniden wieder Hoffnung auf eine Rückkehr in seine Heimat.

Sobald er wieder voll handlungsfähig ist, begibt sich Atlan mit dem Gleiter nach Kreta. Von dort will er versuchen, den Weg der Raumfahrer nachzuvollziehen und etwas über das Schiff herauszufinden. Mit einem Fischerboot lässt er sich zur Festlandküste nahe Sparta übersetzen, von wo zu dieser Zeit viele Schiffe nach Ilion (Troja) aufbrechen. Auf dem Weg von der Küste zur Stadt begegnet er einem alten Einsiedler, der Sparta verlassen hat, weil er aus Ilion stammt und deshalb Probleme befürchtete. Atlan hilft ihm gegen einige Soldaten und erfährt vieles von ihm. Unter anderem bekommt er den Hinweis, dass vierzig Männer aus Kreta vor neun Jahren nach Sparta kamen. Kurz danach kam es zum Krieg mit Ilion, und die vierzig wurden ebenso wie die meisten anderen Männer in Sparta über das Meer geschickt, um zu kämpfen. Der Einsiedler gibt Atlan den Rat, als Arzt nach Sparta zu gehen, um die zurückkehrenden Verwundeten befragen zu können.

Zunächst kehrt Atlan jedoch nach Kreta zurück, um mit den vom Einsiedler gewonnenen Informationen das Raumschiff zu suchen. Er findet es schließlich und kann es öffnen. Es stellt sich heraus, dass das Schiff fernflugtauglich und im Prinzip funktionsfähig ist, jedoch absichtlich ein Steuerteil ausgebaut wurde. Er entfernt den Rechenkopf und versteckt ihn, um zu verhindern, dass die fremden Raumfahrer ohne ihn die Erde verlassen. Nun begibt er sich auf die Suche nach denjenigen, die mit dem Schiff gelandet sind. Er erfährt, dass sie Gäste im Palast des Fürsten Menelaos waren, als der ilionische Fürstensohn Paris dessen Gemahlin und einen Gutteil des Schatzes raubte. Die Fremden waren erregter über den Raub als Menelaos, und Atlan vermutet, dass das ausgebaute Steuerteil im Schatz des Fürsten verborgen gelegen hat.

Wenige Tage nach Atlans Ankunft in Sparta bekommt er bereits alle Hände voll zu tun. Ein Schiff mit Verwundeten läuft ein, und tatsächlich hat er Glück und findet einen der Mesarier darunter. Er stellt fest, dass sie Akon-stämmige Bewohner von Arigonth III sind, die sich in Verbannung befinden. Sie müssen sich zehn Erdjahre lang bewähren, ehe sie wieder zurückkehren dürfen. Bezüglich des Steuerteils wird Atlans Vermutung bestätigt. Er weiß nun, dass er nach Ilion muss, gönnt sich zuvor jedoch noch einige entspannende Tage mit seiner Gefährtin und dem Einsiedler. Nach Sparta zurückgekehrt, richtet er sich wieder als Arzt ein, um den Verwundeten des Krieges helfen zu können. Er entgeht jedoch bald nur knapp einer Rekrutierungseinheit und beschließt daraufhin, nach Ilion aufzubrechen, bevor er zwangsweise dorthin geschleppt wird.

Atlan erreicht die Küste Ilions im Moment eines Ausfalls. Mit seiner überlegenen Ausrüstung kann er die griechischen Fürsten nachhaltig unterstützen und sie genug beeindrucken, um in ihren Kreis aufgenommen zu werden. Um den Krieg schnell zu beenden, unterstützt er ihre Kriegsführung mit Ratschlägen und durch den Bau von Katapulten, womit er das Misstrauen der Mesarier auf sich zieht. Beim Beschuss von Ilion überrumpeln sie ihn, da in der Nähe der Festung, wohl aufgrund der Abstrahlungen des Steuerelementes, alle seine technischen Hilfsmittel versagen. Sie setzen ihn unter Bewachung dreier Männer fest. Atlan schluckt seinen Zellaktivator, um nicht von ihm getrennt zu werden. Da seine Wächter glauben, es sei der entwendete Rechenkopf, wollen sie Atlan töten, doch Rico greift mit einer Robotsonde ein und tötet sie. Der Arkonide bleibt bewusstlos zurück, und das rettet ihn vor einem Ausfall der Trojaner, die ihn für tot halten.

Nachdem Atlan in das griechische Lager zurückgekehrt ist, ist seine erste Sorge, den Zellaktivator aus seinem Magen entfernen zu lassen. Er instruiert zwei Ärzte, die danach die Operation an ihm vornehmen. In den Wochen seiner Genesung herrscht gerade Waffenstillstand zwischen den Parteien, da beide Seiten sich um ihre Toten kümmern wollen. Als Atlan schließlich wieder teilweise einsatzfähig ist, kommt es gerade zu einer erneuten großen Schlacht, in deren Verlauf Achill fällt. Während der folgenden Kampfpause stoßen die Amazonen zu den Griechen, deren Anführerin den angeblichen Halbgott Atlan mit einer Mischung aus Misstrauen und Begehrlichkeit betrachtet.

Während der Waffenruhe entwickelt Atlan für die Griechen eine List, um den Kampf endlich zu beenden und Ilion zu nehmen: Er erfindet das Trojanische Pferd. Während die Vorbereitungen für diesen Plan laufen, überrascht die Amazonenfürstin alle mit ihrer Forderung an Atlan, mit ihr einen Sohn zu zeugen. Er nimmt sich der Sache auf seine Weise an. Während Atlan so seinen eigenen Kampf austrägt, liefern die Griechen sich weiterhin kleinere Gefechte mit den Trojanern, um keinen Verdacht aufkommen zu lassen. Als das Pferd fertig ist, täuschen sie den Rückzug vor und lassen das angebliche Weihegeschenk an die Götter zurück. Vierundzwanzig Krieger verbergen sich darin, unter ihnen Atlan. Das Danaergeschenk wird in die Stadt gezogen, und nachdem die Feiern abgeklungen sind, verlassen die versteckten Kämpfer den Bauch des Holzpferdes und öffnen die Tore für ihr zurückgekehrtes Heer. Atlan macht sich sofort auf den Weg zur Schatzkammer. Diejenigen Mesarier, die sich ihm entgegenstellen, kann er mithilfe der Amazonen besiegen. In der Schatzkammer findet er das gesuchte Steuerteil.

Nachdem sich das Chaos der Eroberung gelegt hat, verabschiedet sich Atlan von seinen Freunden und macht sich auf den Weg zurück nach Kreta. Dort erwartet ihn eine böse Überraschung: Das Schiff, das er gefunden hatte, ist zerstört, und Spuren beweisen, dass ein anderes Schiff gelandet war. Der Anführer der Mesarier, der angeblich neue Truppen aus Kreta hatte holen wollen, hatte Steuerteil und Rechenkopf offensichtlich nie benötigt. Er wurde zum vereinbarten Zeitpunkt vom Mutterschiff abgeholt.

Atlan kehrt nach Sparta zurück und widmet sich noch eine Weile der Aufgabe, mit winzigen Hilfestellungen hier und da die Kultur zu unterstützen, ehe er sich wieder in die Einsamkeit der Tiefseekuppel begibt.

Personenregister

Atlan alias Atlantos - Er wird auch bezeichnet als Atlan Toxotes (»Bogenschütze«) oder Atlan Iatros (»Arzt«)
Torsen Dag - So genannter »Mächtiger Mann« Amb'Charanas auf Amboina VI. Wurde ermordet (PR-TB 14); während seines Begräbnisses kommt es bei Atlan zum Erinnerungsschub.
Rico - Chefroboter der Fluchtkuppel
Menelaos - Fürst von Sparta
Paris - Ein Sohn des Fürsten von Ilion; entführte Helena in seine Heimat, was zum Krieg mit Sparta und dessen Verbündeten führte.
Achill - Einer der griechischen Helden

Anmerkungen

Die Rahmenhandlung ist nicht datiert. Es wird festgestellt, dass auf dem Planeten bereits seit rund 1250 Jahren terranische Siedler leben.
Im Widerspruch dazu steht die Angabe in der (nur bedingt kanonischen) Archiv-CD1, demnach spielt die Rahmenhandlung 2416.

Der Roman erschien in der Autorenbibliothek 4 und im Blauband 5

Der obige Text wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
Es is kein’ Ordnung mehr jetzt in die Stern’,
D’ Kometen müßten sonst verboten wer’n;
Ein Komet reist ohne Unterlaß
Um am Firmament und hat kein’ Paß;
Und jetzt richt’ a so a Vagabund
Und die Welt bei Butz und Stingel z’grund
(Johann Nestroy)

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Yman » 10. Oktober 2017, 20:23

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Yman
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Lumpazie hat geschrieben:Ab heute geht es wieder mit der ursprünglichen Reihenfolge der Taschenbücher weiter. 1981 erschien als 217ter Band der PERRY RHODAN-Planetenromane das chronologisch 17te Zeitabenteuer. Dieses Zeitabenteuer nimmt als einziges Bezug auf den "König von Atlantis" -Zyklus und wurde daher schon einmal in diesem Forum besprochen:

König von Atlantis Thread

Allerdings gab es dort leider nur einen Kommentar dazu von Andreas Möhn


Aber auch wirklich nur einen oder zwei Sätze, oder ich finde den Kommentar nicht.

piehdschäij hat geschrieben:Das neue Abenteuer beginnt eigentlich ganz spannend: ES wird ganz konkret, die Gefahr kommt in Form eines Weltenfragments" oder eines "Dimensionsfahrstuhls", gefüllt mit "Horden der Vernichtung" - alles sehr ominös, wie auch die geheimnisvolle Charis. Aber leider löst sich alles in Nichts auf: Charis stellt sich als ganz gewöhnliche Dorffürstin heraus, das Weltenfragment verschwindet sofort wieder, nachdem es Unheil angerichtet hat, man erfährt nichts weiter darüber, und die Ungeheuer bleiben an Bord - wenn es sie denn gibt.


Das ist in der Tat sehr enttäuschend. Das Mittelmeer-Inferno fand ich leider etwas langweilig. Es fängt gut an mit einer verheißungsvollen Warnung von ES, dass etwas Furchtbares auf dem Weg zur Erde ist, eine Invasion von fremden Wesen droht, grausige Horden von Kämpfern, die alles niedermetzeln, aber am Ende ist es doch nur eine große Naturkatastrophe. Dass Fremde die Erde heimsuchen, wäre zwar nichts Neues gewesen, allenfalls der Maßstab, die Dimension eines solchen Überfalls hätte überraschen können, aber das Thema ist noch nicht so ausgereizt wie das Thema Vulkanausbruch mit Erdbeben.

Atlan zieht von einem Ort zum nächsten und zieht seine Schau als Orakelbote ab. Wesentlich neue Eindrücke von diesen Orten kann Hans Kneifel aber nicht vermitteln. Man kennt das alles schon. Gut, vielleicht, als er den Roman geschrieben hat, war das noch nicht so, aber wenn man die Abenteuer chronologisch liest, ist der Mittelmeerraum schon sehr vertraut. Die noch nicht so bekannten Flecken, wie z.B. die Vulkaninsel Stronghyle, kommen zu kurz. Da fehlt es an Interessantem.

Ingesamt gibt es wenig Neues, auch bei den Frauen. Eine geheimnisvolle Frau namens Charis wird lange bevor Atlan sie trifft angekündigt, aber auch sie ist kein neuer Typ von Frau, dem Atlan noch nie begegnet wäre. Sie ist groß, schön, in bescheidenem Maße fürstlich, und für Atlan nicht viel mehr als eine schöne Abwechslung, obwohl sie sicher, im Dienst von ES stehend sehr fähig ist. Aber sonderlich aktiv erlebt man Charis in der Geschichte nicht. Rein äußerlich waren vielleicht nur die ornamentartigen aus silbernen und goldenen Elementen bestehende Tätowierungen etwas Neues.

Zum ersten Mal war ich eher froh, wenn die etwas langweilige Handlung der Zeitabenteuer durch die Rahmenhandlung auf Gäa unterbrochen wurde. Ich war dann auch froh, als es zu Ende war und die Erzählung in den Epilog übergehen.

Beim Lesen hatte ich fast den Eindruck, Atlan selbst wäre von den Ereignissen enttäuscht gewesen, als ob er mehr erwartet oder erhofft hätte als eine Landung des "Fremden" (der von HK mind. zwei Mal Dimensionsreiter genannt wurde) ausgerechnet auf einer Vulkaninsel, mit dem Effekt, dass die eigentliche Landung dann doch nicht stattfindet. Es war ja dann wohl mehr so eine Art Fehlversuch mit katastrophalen Auswirkungen, vor allem für den Landeplatz selbst. Die entsprechenden Schilderungen, wie das von Atlan aus sicherer Entfernung, erlebt wurde, waren schön zu lesen.

In Erinnerung geblieben ist mir noch die Begegnung mit den Piraten, was zum einen an Asterix erinnert, nur dass Atlan hier keinen Zaubertrank zur Wirkung bringt, aber auch Sicht seiner Zeitgenossen geradezu magisch wirkende Waffen. Das erinnerte mich aber auch an eine Folge von Raumschiff Enterprise, wo der Androide einen ähnlichen Auftrag wie Atlan hatte, nämlich die Bewohner einer Kolonie auf einem Planeten vor Unheil aus dem Weltraum (einem sich nähernden feindlichen Schiff) zu warnen, und er kam nicht recht weiter mit seinem Auftrag, bis er den Strahler rauszog und die überlegene Technik und deren Gefährlichkeit demonstrierte.


Chronoabenteuer-o-meter:

Auftrag von ES: 100%
Frauen rumgekriegt: Charis.
Gefährten verloren: Niemand Nennenswertes.
Ricos Weiterentwicklung: Minimal.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Yman » 10. Oktober 2017, 21:15

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Der Versuch, obigen Beitrag noch einmal zu editieren hat nicht geklappt.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Clark Flipper » 10. Oktober 2017, 23:02

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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Yman » 13. Oktober 2017, 21:20

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Yman
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Es ist so ruhig hier. Das neue Zeitabenteuer gefällt mir sehr gut.

Atlans neueste Eroberung, Charis, ist eingefroren, damit ist der Weg frei für das nächste amouröse Abenteuer. Interessant ist, dass man nebenbei erfährt, dass auf drei Stockwerken je fünf Tiefschlafkammern existieren, die von ES nach Gutdünken genutzt werden, und selbst Atlan ahnungslos scheint, was ES mit den Schlafenden vorhat.

Vom Anfang des Abenteuers sind mir ein paar Dinge im Gedächtnis geblieben, die mir gefallen haben:

Atlan mit Antigravrüstung, schwebt 20 Fuß über der Straße, Leuchteffekte tun ein Übriges, als er seinen neuen Freund Kolchis gegen einen spartanischen Trupp verteidigt.

Atlan auf der Suche nach dem fremden Schiff, wie er es findet, eindringt, versucht, es zu aktivieren, feststellt, dass ein entscheidendes Bauteil entnommen wurde und nun dasselbe tut, ein Teil ausbaut und es in einem Tempel versteckt.

Atlan als Arzt fand ich auch beeindruckend, wie er rackerte, um möglichst viele Verwundete zu retten. Dabei geht es ziemlich übel zu.

Allgemein beeindruckte mich Atlans planvolles, ziemlich rücksichtloses Vorgehen.

Etwas krass war der Einsatz des Psychostrahlers. Ich hatte das zuerst gar nicht verstanden, was damit gemeint war, dass der Psychostrahler, auf das Kopfende des Lagers gerichtet, wieder eingeschaltet wurde. Der Psychostrahler war vorher gar nicht erwähnt worden. Wieso also wieder? Erst später wurde mir klar, dass Atlan damit die Sklavin Hedelis damit voll dauerbestrahlte, um ihre Psyche, ihren Intellekt, in seinem Sinn umzuformen, denn offenbar ist sie, wie sie ist, Atlan einfach nicht gut genug. Und dann, nach ein paar schönen Tagen, verlässt er sie. Immerhin hat er sie aus der Sklaverei befreit. Atlans Vorgehen ist ambivalent. Er tut Gutes, aber die Wahl der Mittel ist fragwürdig.

Es schien mir auch sehr rigoros, wie Atlan als Halbgott auf der Seite der Griechen in den Kampf um Troia eingreift. Er tötet ohne große Not, auch wenn er sich gemessen an seinen Möglichkeiten noch zurückhält.

Nebenbei, Heck Hektor: "ein großes, schwarzes Schiff, von dessen Heck Hektor nicht zu vertreiben war."

Es war passend konstruiert, "dass Deflektorelemente, Antigravfelder und Hochenergiestrahler im Umkreis des Burgberges versagten." Wie sollte ein Steuerelement akonischer Technik dies bewirken? Aus der PR-Serie ist mir so etwas nicht bekannt. Atlan konstruiert also Katapulte, um den Kriegsverlauf zu beschleunigen und siegreich in die Stadt zu gelangen. Hätte er nicht einfach noch eine Weile abwarten können? Theoretisch hätte er sich nur ins Schiff der Akonen zu setzen brauchen und warten, bis sie wieder zurückkommen. Von dem einen Akonen, der in Vaphio unter seinen Fingern starb, hatte er ja alles Wesentliche erfahren.

Atlans Auftreten als Halbgott fand ich allgemein übertrieben, aber es war wohl sein Ziel in den Kreis der Sagengestalten aufgenommen zu werden, Achill, Odysseus, Agamemmnon, und wie sie alle heißen. Die Passagen sind unterhaltsam geschrieben, aber Atlan sticht hier sehr seltsam als Erster unter Gleichen heraus. Es war auch etwas übertrieben, wie Atlan bei einem kleinen Schießwettbewerb mit seinem Pfeil den im Ziel steckenden Pfeil seines Vorgängers trifft und aufschneidet. Atlan hat das eigentlich nicht nötig.

Aber es kommt, wie es kommen muss, die Fremden kommen Atlan auf die Spur, schalten ihn aus, und Atlan kommt nur dank Ricos Sonde mit dem Leben davon. Wie die Sonde eingegriffen hat, wird nicht berichtet. Hat sie die Fremden gerammt, beschossen? Welche Projektoren besitzt die Sonde? Hier fehlt mal eine detaillierte Risszeichnung.

Einer der Höhepunkte ist das Schlucken des Zellaktivators. Es ist verwunderlich, dass das nicht kleine Ei überhaupt die Speiseröhre passiert, und es ist auch zumindest ein wenig verwunderlich, dass es im Magen nicht bleiben kann. Man sollte meinen, dass ein solches Gerät so konstruiert ist, dass es in einem solchen Fall über eine Art Notfallprogramm verfügt und Schutzmaßnahmen einleitet. Es sollte eigentlich auch möglich sein, sich das Gerät irgendwo im Körper an einer geeigneten Stelle implantieren zu lassen, wie es später auch bei Aktivatorchips der Fall ist.

Atlan erholt sich natürlich, der Kampf geht weiter, und nun kommt auch noch der Bau des Trojanischen Pferdes in Gang, und Atlan trifft die Amazonenanführerin Aieta Demeter mit dem zu erwartenden Ausgang.

Mir kommt dieses Zeitabenteuer sehr lang vor, deshalb ein Zwischenstand
des Zeitabenteuer-o-Meters:

Auftrag von ES: Atlan arbeitet dieses Mal auf eigene Rechnung.
Frauen rumgekriegt: Die Sklavin Hedelis, die Amazone Aieta Demeter.
Gefährten verloren: Achill, Ajas, ...
Ricos Weiterentwicklung: Unmerklich.
Extreme Situationen: Verschlucken des Zellaktivators.
Lieblings-Gadgets: Robothunde Hades und Zerberus, goldene Pfeile.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Lumpazie » 14. Oktober 2017, 08:24

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Yman hat geschrieben:Es ist so ruhig hier........


Ja, leider. Irgendwie scheint derzeit etwas der Wnd aus den Zeitabenteuern raus zu sein :unsure: Schade!

Yman hat geschrieben:
Lumpazie hat geschrieben:Ab heute geht es wieder mit der ursprünglichen Reihenfolge der Taschenbücher weiter. 1981 erschien als 217ter Band der PERRY RHODAN-Planetenromane das chronologisch 17te Zeitabenteuer. Dieses Zeitabenteuer nimmt als einziges Bezug auf den "König von Atlantis" -Zyklus und wurde daher schon einmal in diesem Forum besprochen:

König von Atlantis Thread

Allerdings gab es dort leider nur einen Kommentar dazu von Andreas Möhn


Aber auch wirklich nur einen oder zwei Sätze, oder ich finde den Kommentar nicht.


In der Tat, das sind nur diese 1-2 Zeilen. Mit Kommentar meinte ich das schon, war wohl etwas missverständlich ausgedrückt. Ich weiß nicht, ob noch etwas über das TB in diesem Thread steht - ich meine sogar, das Werner Fleischer dazu schon etwas im alten Forum geschrieben hat (wo der "König von Atlantis"-Thread seinen Anfang nahm) - allerdings auch nur wenig, keine ausführlichen Kommentar dazu. Mehr als Ankündigung, das da ein TB mit der Zugehörigkeit zum Atlantiszyklus gibt.... :unsure:
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon piehdschäij » 15. Oktober 2017, 08:56

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Lumpazie hat geschrieben:
Yman hat geschrieben:Es ist so ruhig hier........


Ja, leider. Irgendwie scheint derzeit etwas der Wnd aus den Zeitabenteuern raus zu sein :unsure: Schade!


Immer mit der Ruhe, ich bin auch bald fertig :) Ich hatte bei meiner Aufholjagd ein Zyklusfinale erreicht (1296-1299), da musste ich durch - es war allerdings wenig Finale. Und jetzt bleiben nur noch 900 Hefte übrig. Aber das ist eine andere Geschichte.

Gehört der Tod von Ne-Tefnacht eigentlich noch zu dieser Geschichte? Als Blauband-Leser sind mir die Grenzen nicht immer klar. Und machen wir danach noch die kurze Odysseus-Geschichte?

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon Yman » 15. Oktober 2017, 09:10

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piehdschäij hat geschrieben:Gehört der Tod von Ne-Tefnacht eigentlich noch zu dieser Geschichte? Als Blauband-Leser sind mir die Grenzen nicht immer klar. Und machen wir danach noch die kurze Odysseus-Geschichte?


Von mir aus gern. Ich habe das Buch gestern ganz zu Ende gelesen, auch die kurze Odysseus-Geschichte.

Ne-Tefnachts Tod ist nicht Teil des aktuellen Zeitabenteuers, das wurde alles irgendwie nachträglich eingebaut. Ne-Tefnacht war ursprünglich nur in wenigen Zeitabenteuern mit dabei, und dann hat Hans Kneifel Umbaumaßnahmen durchgeführt und Ne-Tefnacht mehr Raum gegeben, und dann leider auch das traurige Ende.

Ich finde das alles nicht sehr stimmig. Viele ad-hoc-Erklärungen kitten das alles zusammen. Z.B. wird gesagt, Ne-Tefnacht wäre gestorben, weil Menschen das Einfrieren und Auftauen nur einige wenige Male überstehen könnten, höchstens ein oder zwei Mal, aber nicht drei oder vier Mal. Atlan selbst wird durch den Aktivator geschützt, das ist dann zwar noch plausibel, aber Ptah-Sokar hätte längst tot sein müssen.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon piehdschäij » 15. Oktober 2017, 21:44

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Die neue Geschichte hat mir insgesamt gut gefallen, Kneifel kann nicht nur Ägypten lebendig werden lassen. :) Besonders stimmungsvoll fand ich die Beschreibung des verfallenen Palasts von Phaistos. Ich habe ihn mir schon mal bei einem Kretaurlaub angesehen und hatte die Anlage wieder plastisch vor Augen.

Auf einige Seltsamkeiten hat Yman schon hingewiesen, ich möchte dem noch ein paar hinzufügen:

Ich fand es merkwürdig, dass Akonen auf die Erde verbannt werden, um sich dort "zu bewähren". Was soll das bedeuten? Sie sollen wohl kaum die kulturelle Entwicklung der Menschheit fördern...

Atlan sinniert, wie er mit einer Arkonflotte zurückkommt, die "betrieb, was zu betreiben war, mit der Gründlichkeit eines derer von Gonozal!" Was soll das denn bedeuten? Was hat er mit einer Flotte auf der Erde vor? Nun, egal, das wird ja doch nichts :devil:

Nach der Nacht mit Aieta Demeter hat Atlan eine Erscheinung: "glaubte ich, ... eine seltsame Gestalt zu sehen; halb Pferd, halb Mensch..." - schon wieder so eine seltsame Sagengestalt, wie sie auch in früheren Bänden erwähnt wurden. Kommt da noch etwas?

Yman hat geschrieben:Ne-Tefnachts Tod ... Ich finde das alles nicht sehr stimmig.

Das ist es wohl nicht. Aber zumindest ist sie friedlich gestorben, statt weiter die Rolle des "Running Gags" zwischen ES und Atlan zu spielen. Und ungestört von alten Geliebten kann Atlan jetzt mit Odysseus auf Abenteuer ziehen (oder so). Ich bin gespannt.

Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitragvon dandelion » 15. Oktober 2017, 22:15

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dandelion
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Den Blaubandlesern wurde diesmal mit dem mehr als 60 Seiten langen "Anhang" zum TB 74 ein echter Mehrwert geboten. Ein Kapitel, das H.K. wohl in erster Linie schrieb um den Normumfang eines Blaubandes zu errreichen, ohne den nächsten schon vorhandenen Roman entsprechend kürzen zu müssen.

Über die Art und Weise von Ne-Tefnachts Ende läßt sich sicher diskutieren, aber sie wurde ja einige Zeit nur noch mitgeschleppt, ohne eine aktive Rolle zu spielen. Atlan hatte sich längst anderen Frauen zugewandt, u.a. Demeter deren Tod in der ergänzenden Geschichte in anrührender Weise geschildert wird. Atlans Suche nach dem verschollenen Sohn bleibt allerdings erfolglos. Ein offener Faden, den Kneifel vielleicht irgendwann wieder aufnehmen wollte.

Zwischen der Veröffentlichung des TBs und der Neubearbeitung im Blauband liegen mehr als 20 Jahre und in dieser Zeit hat sich Hans Kneifel sprachlich enorm weiterentwickelt. Es ist ein Genuß seine Beschreibungen zu lesen, da sind auch einige Winkelzüge, wie sie in den vorhergehenden Kommentaren schon angeführt wurden, zu verkraften.

Wenn man die PR-Historie als alternative Realität annimmt, ist es immer wieder überrraschend, wieviel Besuch aus dem All die Erde in früheren Jahrtausenden erhielt, bevor ihre Position plötzlich in Vergessenheit geriet.
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