Klassiker - Die Zeitabenteuer

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dandelion
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitrag von dandelion » 22. April 2019, 22:09

Lumpazie hat geschrieben: Anmerkung

Der Roman enthält einige Widersprüche zum offiziellen Geschichtsablauf des Perryversums. So ist der erste Mensch auf dem Mond hier nicht Perry Rhodan, sondern Armstrong, und John F. Kennedy wird in Dallas getötet.
Im Blauband 13 wird der Hintergrund der Widersprüche eingehend erläutert. Im Taschenbuch (das ich nicht habe) anscheinend nicht, denn sonst würde diese PP-Anmerkung wenig Sinn machen.

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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitrag von Lumpazie » 23. April 2019, 09:51

dandelion hat geschrieben:Im Blauband 13 wird der Hintergrund der Widersprüche eingehend erläutert. Im Taschenbuch (das ich nicht habe) anscheinend nicht, denn sonst würde diese PP-Anmerkung wenig Sinn machen.
Im Blauband 13 wird die Vermutung geäußert, das die ganze Geschichte um Armstrong und Co. (sowie einige andere Ereignisse der Zeitabenteuer) im Rahmen des kosmischen Schachspiel von ES und Anti-ES einzubeten (quasi, das sich damals schon Teile des negative Universums abspalteten und Atlan da agierte). Das war ein Versuch von Hanns Kneifel und Rainer Castor, dieses TB in die Zeitabenteuer zu intergrieren. Es gab auch die Überlegung, dieses TB und das folgende ganz aus den Blaubänden heraus zu lassen.

Prinzipell fand ich die Idee gar nicht so schlecht. Als Taschenbuch an sich wäre es eines der seltenen Fälle, die UNKANONISCH wären, weil Sie eben den anderen Geschichtsverlauf zeigen (Armstrong usw), den wir von der PR-History kennen (Perry als erster Mann auf dem Mond).

Nur hat dies das neue Buch von Eschbach wieder revidiert :unsure: :rolleyes:
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thinman
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitrag von thinman » 24. April 2019, 11:18

dandelion hat geschrieben:
Lumpazie hat geschrieben: Anmerkung

Der Roman enthält einige Widersprüche zum offiziellen Geschichtsablauf des Perryversums. So ist der erste Mensch auf dem Mond hier nicht Perry Rhodan, sondern Armstrong, und John F. Kennedy wird in Dallas getötet.
Im Blauband 13 wird der Hintergrund der Widersprüche eingehend erläutert. Im Taschenbuch (das ich nicht habe) anscheinend nicht, denn sonst würde diese PP-Anmerkung wenig Sinn machen.
Eben. Genau deswegen meine Fragestellung, was denn Atlan vor und nach dem Zweikampf auf der Venus genau erzählt hat. Den Eschenbach muß ich noch lesen.

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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitrag von Lumpazie » 5. Mai 2019, 09:26

Im August des Jahres 1992 erschien das chronologisch 60te Zeitabenteuer (in der Reihe der Planetenromane als Nr. 353).

Die letzte Maske

von Hanns Kneifel

Bild

Handlung:

Man schreibt den 6. August 1972. Atlan da Gonozal befindet sich mit seinem Roboter Rico seit dem 6. September 1971 auf Miracle, nachdem seinen Beobachtungen zufolge auf der Erde der Atomkrieg unmittelbar bevorstand. Er geht davon aus, dass sich die Menschheit inzwischen selbst vernichtet hat. Atlans langjährige Gefährtin Amoustrella Gramont ist schon seit 1890 auf Miracle tätig und zu einer Fürstin aufgestiegen. Gemeinsam mit weiteren Gefährten, sowohl von der Erde wie dem Japaner Kamakura Yamazaki und Atlans Enkel Orban-Amir, als auch lokal rekrutierten, sind sie bemüht, die Zivilisation auf Miracle weiterzuentwickeln und dabei die Fehler von der Erde zu vermeiden.

Ein örtlicher Fürst namens Shitem Droya erweist sich als starker Widersacher, der offenbar eine Invasion vorbereitet. Auch ein in einem Ort als heilig verehrter so genannter »Himmelsstein«, von dem zu befürchten ist, dass er stark radioaktiv strahlt, bereitet Kopfzerbrechen. Atlan wundert sich weiterhin, dass weder Amoustrella noch sein Enkel sichtbar altern, und vermutet eine Manipulation durch ES oder eine vergleichbare Entität.

Atlan und seine Kameraden forschen auf Miracle auch nach Spuren einer Zivilisation, die einstmals bestanden haben muss und von der Ruinen zurückgeblieben sind. Es gibt Hinweise auf Planetentore, die ähnlich Transmittern die Reise zu anderen Welten ermöglichen. So entdecken Polydeukes Castor und Kandida Tronte eine Art »Orgel« aus Felssäulen, die vom Wind zu eigenartigen Tonfolgen angeregt wird. Rico arbeitet währenddessen heimlich an robotischen Doppelgängern von Amoustrella und Orban-Amir.

Es kommt zum Angriff des Heers von Shitem Droya auf die Stadt Syhasti, der aber mithilfe von Psychostrahlern, Amoustrellas Amazonentruppe und einem als Drache getarnten Gleiter abgewehrt werden kann. Der Fürst Droya hatte sich jedoch nicht selbst am Angriff beteiligt, doch wird er in Prathana, dem Heiligtum des Himmelssteins, überwältigt.

Atlan und Amoustrella gründen eine neue Stadt, die sie »Hafen des Friedens« taufen. Alle Kapitäne und Steuerleute der Schiffe erhalten einfache Funkempfänger für die Kommunikation. Dann, eines abends, wird Atlan von einem Unbekannten mit Kapuze angesprochen, der sich DER RUDERER nennt. Atlan folgt ihm auf dessen Boot und wird durch den Nebel transportiert. Schließlich verliert er das Bewusstsein. Als er wieder erwacht, hat er den Eindruck, im Weltall zu schweben. Eine geistige Stimme spricht zu ihm und teilt mit, nicht ES, aber ein vergleichbares Wesen zu sein. Der Planet Miracle gehöre mit 29 anderen Planeten zum so genannten Miracle-Ring oder Tabukreis, auch Ring des Schreckens genannt. Der Planetenwall habe einst eine Schutzfunktion gegen eine große Gefahr besessen, die im Rahmen eines Jahrtausendplans wiederhergestellt werden solle. Dazu sollten Atlan und seine Gefährten beitragen, würden aber mit Widersachern, vor allem Droya, zu kämpfen haben. Die fremde Macht warnt Atlan noch, er habe nur wenig Zeit, bis sich das Tor zur Erde endgültig schließen werde.

Dann wird Atlan allein in der Aronjatha-Wüste ausgesetzt. Er erkennt jedoch, dass der Unbekannte damit bestimmte Absichten verfolgt, und marschiert los. Atlan hat seltsame Erlebnisse, die mit den vier mystischen Elementen Luft, Erde, Feuer und Wasser verbunden sind, dann hört er seinen Namen. Eine Miracle-Echse, in Wahrheit ein Androide, fungiert als Orakel und eröffnet ihm, er habe nur noch 8760 Miracle-Stunden, was einem Terra-Jahr entspricht, Zeit. Schließlich gelingt es, Funkkontakt zu Rico zu bekommen, der den Arkoniden abholt. Sofort beginnt eine positronische Auswertung von Atlans Erlebnissen. Die Zeit vergeht.

Schließlich werden Ruinen ausgegraben, in denen Schriftzeichen entdeckt werden, die Atlan an seine Jugendjahre und die Varganen erinnern. Sie zeigen die Namen der 30 Planeten, von denen einer, Frokaan, Atlan bekannt ist. Dann werden alte Schaltanlagen gefunden, und wieder etwas später der Standort des Planetentores. Die Orgelmelodie hat dazu wesentlich beigetragen.

Wieder vergeht die Zeit und der kritische Termin rückt näher. Die Anlagen werden nach und nach aktiviert, doch dann kommt es zur Katastrophe: Es kommt zu schweren Energieüberschlägen, Maschinen scheinen außer Kontrolle zu geraten. Atlan sieht entsetzt, wie Amoustrella Gramont und Orban-Amir von der entfesselten Energie zerrissen werden. Rico evakuiert ihn sofort per Transmitter in die Tiefseekuppel auf der Erde, wo der Arkonide sich in den Tiefschlaf zurückzieht. Damit endet die Miracle-Episode für Atlan.

Anmerkung

Der Roman enthält keine eindeutige Aussage, ob Amoustrella Gramont und Orban-Amir gestorben sind. Aus den Andeutungen bezüglich der Robotdoubles ergibt sich jedoch eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit für ein Täuschungsmanöver, um Atlan einen Anlass zu geben, auf Miracle zu bleiben.

Personenregister

Atlan da Gonozal Der Arkonide auf Miracle
Rico Chefroboter von Atlans Fluchtkuppel
Amoustrella Gramont Atlans Gefährtin
Kamakura Yamazaki Der Japaner unterstützt Atlan
Orban-Amir Atlans Enkel
Shitem Droya Fürst auf Miracle
Polydeukes Castor Entdecker einer »Orgel«
Kandida Tronte Entdecker einer »Orgel«
DER RUDERER Ein Unbekannter mit Kapuze

Der obige Text wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitrag von Lumpazie » 5. Mai 2019, 09:41

Das letzte Zeitabenteuer ist eigentlich gar kein klassisches Zeitabenteuer, da es auf der fremden Welt Miracle spielt. Ursprünglich war wohl geplant, hier mehrere Taschenbücher anzusiedeln und quasi den Zeitraum zwischen 1971-2040 zu nutzen. Natürlich sollte Atlan dann (genau wie es im Buch passiert), dann bei der Rückkehr schnellst möglich in den Tiefschlaf gehen (damit die Handlung dann so weiter geht, wie wir sie aus Heft 50 kennen). ES hätte schon dafür gesorgt, das er diese Zeit vergisst (bzw. hat er ja).
Schade, das Heiko Langhans seit Dezember 2018 mit Abwesentheit im Forum glänzt - er hätte hier bestimmt noch einiges gewusst und zu erzählen gehabt.
Leider kam es dann nicht mehr zu dem Miracle-Zyklus und die Zeitabenteuer wurden mit diesem TB abgeschlossen. Vielleicht auch, weil die Blaubände schon geplant waren und man das Miracle-Konzept dann für eine Fortführung dieser Bände aufheben wollte? Oder war Hanns Kneifel mit der Überarbeitung der Zeitabenteuer hier ausgelastet (die Blaubände starteten ja schon im Oktober 1992). Wer weiß.
In den TB´s ging es dafür mit dem USO-Abenteuer Zyklus weiter.
In diesem letzten Zeitabenteuertaschenbuch wurde auch Rainer Castor geehrt (Polydeukes Castor). Der zweite Entdecker der "Orgel", Kandida Tronte, ist bestimmt auch ein verewigter Leser oder Fan. Weiß hier jemand etwas?
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitrag von dandelion » 16. Mai 2019, 21:55

Lumpazie hat geschrieben:
Anmerkung

Der Roman enthält keine eindeutige Aussage, ob Amoustrella Gramont und Orban-Amir gestorben sind. Aus den Andeutungen bezüglich der Robotdoubles ergibt sich jedoch eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit für ein Täuschungsmanöver, um Atlan einen Anlass zu geben, auf Miracle zu bleiben.
Der Blauband ist da schon eindeutig. Auf die Frage ob Amoustrella und ihr Enkel bei dem Unfall starben, antwortet Atlan: "Es waren ihre robotischen Doppelgänger..."

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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitrag von Heiko Langhans » 18. Mai 2019, 22:15

Der Roman sollte tatsächlich als Auftakt für mehrere Miracle-Bände dienen, die gewissermaßen die Zeitabenteuer abgelöst hätten, und hauptsächlich auf den dreißig Welten des Ringes gespielt hätten.

Die Idee wurde damals (von Florian Marzin?) abgeschmettert. Sie hätte vermutlich auch eine zu große Bereitschaft seitens der Leser erfordert, eine weitere Gedächtniskapriole Atlans hinnehmen zu müssen; dieser Kniff war im zweiten Durchgang der Zeitabenteuer (PRTB 147 - 337) schon zu oft verwendet worden.

Rainer Castor hat den Gedanken nie ganz aufgegeben, sich noch einmal mit dem Miracle-Ring zu befassen. Über die Bearbeitung der entsprechenden Jung-Atlan-Romane für die Blaubände hinaus ist er aber nicht mehr dazu gekommen.

Rainer hat viel zu viel für Andere und nicht genug für sich selbst gearbeitet. Er war ein fabelhafter Kerl, und ich vermisse ihn sehr.

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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitrag von Lumpazie » 19. Mai 2019, 10:15

Doppelposting - gelöscht
Zuletzt geändert von Lumpazie am 19. Mai 2019, 10:20, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitrag von Lumpazie » 19. Mai 2019, 10:17

Doppelposting - gelöscht :P
Zuletzt geändert von Lumpazie am 19. Mai 2019, 10:19, insgesamt 1-mal geändert.
Es is kein’ Ordnung mehr jetzt in die Stern’,
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitrag von Lumpazie » 19. Mai 2019, 10:18

Die Zeitabenteuer sind beendet, jedoch fügen wir noch die beiden Romane hinzu, die der Ursprung der Rahmenhandlungen die "zweite" Phase der Zeitabenteuer innerhalb der Plandetenromane (PRTB 147 - 337) dienten.

Hier erfahren wir, warum Atlan auf Gäa um sein Leben ringt und Professor Cyr Aescunnar beginnt, seine Erzählungen zu protokulieren. In der überarbeiteten Fassung der Blaubände wird dies erweitert auf alle Zeitabenteuer erweitert und die Geschichte um Cyr Aescunnar ausgebaut.

Im August des Jahres 1977 erschien der Planetenroman 169.

Der Purpurne Drache

von Hanns Kneifel

Bild

Handlung:

Raysse Mahal, Leiter des Landes der weichen Steine, wird immer öfter von Alpträumen geplagt. Sie handeln vom Erwachen des purpurnen Drachen, eines Monsters, das es eigentlich nur in der Phantasie des Dorfnarren geben sollte. Die Träume beunruhigen ihn, doch noch mehr beschäftigen ihn andere Fragen: Die nach seiner Herkunft, seiner Vergangenheit und dem Zweck seiner Existenz. Denn ebenso wie alle anderen Einwohner der fünf Siedlungen auf Karthago II hat er nur Erinnerungen an die vergangenen zehn Jahre. Alles davor liegt im Dunkeln. Auch andere Siedler stellen sich diese Fragen immer öfter. Der einzige Mensch auf dem Planeten, der wahrscheinlich mehr weiß, ist Djosan Ahar, der Mann von Gäa, und dieser weigert sich, darüber zu sprechen. Die Siedler kommen daher überein, stattdessen von dem bald eintreffenden Arkoniden Atlan die Antworten einzufordern.

Djosan Ahar fiebert dem Besuch des Prätendenten des NEIs ebenfalls entgegen. Alle Versuche, sich unter anderem mithilfe seiner jungen Geliebten abzulenken, machen ihm das Leben nur zeitweise leichter. Einige Siedler sind bereits dazu übergegangen, ihn mit mehr als nur Worten überzeugen zu wollen, ihre Fragen zu beantworten. Überfälle werden häufiger, und auch heute, am Vortag des Besuches von Atlan, sammeln sich wieder einige Männer in der Nähe seines Turmes. Er überrascht sie und setzt sie dank seiner hervorragenden Nahkampfausbildung außer Gefecht, doch er kann sie verstehen. Er verspricht ihnen, dass sie ihre Antworten von Atlan erhalten werden. Auf dem Rückweg mustert er das Bild des purpurnen Drachen, das ein Teil des alten Gebäudes einer vergangenen Kultur ist, auf dessen Basis Djosan sein Heim errichtet hat. Das Bild ist nicht dazu angetan, ihn zu beruhigen.

Indessen nähert sich die KHAMSIN mit Atlan und seinen Begleitern an Bord dem Planeten. Sie diskutieren die Problematik der Menschlichkeit der Multi-Cyborgs auf Karthago II: Spätestens seit sie sich – unerwarteterweise – als fortpflanzungsfähig erwiesen haben, ist es schwer, ihnen die Anerkennung als vollwertige Menschen zu verweigern. Dies läuft aber der ursprünglichen Intention des Mucy-Programms zuwider, sie als willige Kolonisatoren und Waffe gegen die Laren einzusetzen. Viele Argumente werden ausgetauscht, doch man kommt zu keinem Ergebnis. Schließlich landet die KHAMSIN nahe Djosan Ahars Turm und beginnt mit dem Entladen der für den Planeten gedachten Güter. Statt der erwarteten Menschenmenge finden sie nur Drigene vor, die sehr verwirrt ist. Am Morgen hat sich ihr ursprünglicher Verlobter umgebracht, weil er es nicht ertragen konnte, weniger wert zu sein als ein Gäa-Mann, und nun ist auch noch Djosan von seinem Ausflug nicht rechtzeitig vor Atlans Ankunft zurückgekehrt. Gemeinsam machen es sich alle nun erst einmal im Turm gemütlich, um auf Djosan zu warten. Doch die Ruhe wird bald gestört: Die Erde beginnt zu beben, und alle verlassen fluchtartig den Turm aus Angst, er könne zusammenstürzen. Obwohl das alte Bauwerk das unerwartete Ereignis übersteht, bleiben Atlan und seine Begleiter mit Drigene in der KHAMSIN.

Auch Djosan, der aufgrund einer dringenden Nachricht seinen Freund, den Steinmenschen Kadir Yann, besucht hat, erlebt das Beben. Der Steinmensch hat ihn gewarnt, dass der Planet die schlechten Schwingungen aufnimmt, die die Probleme der Mucys verursachen, und darunter leidet. Das Beben scheint seine Worte zu bestätigen. Yann betont, dass es dringend notwendig ist, die Bewohner von Karthago II aus ihrer Unwissenheit zu befreien und ihnen ein klares Selbstvertrauen zu geben. Djosan verspricht, darüber nachzudenken, und macht sich auf den Rückweg. Auf dem Weg sieht er, dass der Nächste der sieben Vulkane, die auf der Äquatorlinie liegen, bedenklich dunkle Wolken ausstößt. Als er die Siedlung der Dschungelbewohner passiert, signalisieren diese ihm mit Spiegeln, und er entschließt sich zu einer kurzen Zwischenlandung. Sofort wird er mit Fragen über das Beben und Atlans Ankunft überfallen, und er beantwortet alles. Auf seine Fragen hin wiederum berichten die Bewohner, dass die Tiere in der Gegend gelegentlich verrückt spielen – eine weitere beunruhigende Beobachtung. Bei Djosans Abflug gibt es ein weiteres Erdbeben.

Endlich zurück im Turm, gibt Ahar seinen Bericht ab. Die Versammelten sind sich einig, dass sich ein beunruhigendes Gesamtbild ergibt. Atlan veranlasst, dass für den nächsten Tag alle Vorsteher zusammengerufen werden, um ihnen die Wahrheit über ihre Vergangenheit zu sagen und alle sich daraus ergebenden Probleme und Fragen zu diskutieren. Sie wissen noch nicht, wie groß diese Probleme wirklich sind: In einem der Siedlungsgebiete haben die Beben den Boden einbrechen lassen und hunderte Mucys getötet. Über die Küste dieser Region bricht später am Abend ein Tsunami herein, der alles verwüstet und unzählige weitere Leben kostet. Die Ereignisse lösen etwas in der Psyche der Überlebenden aus, das niemand erwartet hätte: Mit allem, was gerade zur Hand ist, bringen sie sich um. Lediglich ein Anführer der dort ansässigen Bauern, der sich auf den Weg gemacht hatte, Hilfe zu holen, überlebt in seinem Gleiter.

Am nächsten Tag haben sich die Anführer aus allen Siedlungsgebieten bei Djosan Ahars Turm versammelt. Behutsam, aber klar bringen Atlan und seine Begleiter ihnen die Wahrheit über ihre Herkunft nahe: Sie sind künstlich erzeugte Menschen, so menschenähnlich und fähig wie man sie nur erschaffen konnte, aber eben ohne eigene Geschichte. Vor allen Versammelten erklärt Atlan, dass sie so menschlich sind, wie es nur möglich ist, und es ihnen offen steht, ihr eigenes Schicksal in die Hand zu nehmen und ihre eigene Geschichte zu schreiben. Zugleich versucht er, sie bezüglich der Ereignisse auf dem Planeten zu beruhigen: Kein mythologischer Drache steige auf, sondern alles sei wissenschaftlich erklärbar. Die Nachrichten von der Zerstörung des Landes hinter der Großen Mauer und der Selbstmordwelle unter den Mucys dieser Region erschüttert Atlan und seine Begleiter. Die meisten Mucys hingegen nehmen diese Nachricht ebenso wie zuvor die Informationen von Atlan mit erstaunlicher Ruhe auf. Lediglich die Anführerin einer Echsenreitergruppe leitet ihren bereits zuvor geplanten Aufstand ein: Sie will die KHAMSIN erobern, um mit ihr zu den Laren zu fliegen. Dort hofft sie, mehr Anerkennung zu erhalten als im NEI. Gemeinsam mit den Terranern und Gäanern verteidigen die Mucys das Schiff gegen die Angreifer, und sie können zurückgeschlagen und überwältigt werden. Atlan sieht dies als ein gutes Zeichen für die weitere Entwicklung. Er hofft, dass die Spannungen sowohl unter den Mucys als auch innerhalb der Oberfläche des Planeten nun vorbei sind.

Am nächsten Tag wird die Aufrührerin freigelassen, und die anderen Mucys schicken sie und ihre Männer zurück zu ihren Dörfern. Die Männer gehorchen, doch in Jara Schabaph zündet ein fehlgeleiteter Teil ihrer genetischen Programmierung, dem sie nicht folgen kann. Sie rennt in die Wüste, und als ihr Geliebter sie zurückholen will, tötet sie ihn und kommt dabei selbst um.

Die Gruppe um Atlan versucht indessen, die mögliche Lösung umzusetzen, die sie bezüglich des Suizid-Problems der Mucys erarbeitet hat: Ein Zusatz bestimmter Pilze in allen Nahrungsmitteln der Mucys soll ihre Wahrnehmung bezüglich drohender Gefahren erweitern und ihnen so ermöglichen, diese zu vermeiden. Je weniger sie in scheinbar ausweglose Situationen geraten, umso weniger Anlass haben sie für den Selbstmord. Sie begleiten den Transportzug der Pilzesser zurück zu deren Dorf. Unterwegs erleben sie weitere Hinweise auf die steigende Aktivität des Planeten. In der Siedlung angekommen, werden sie freudig begrüßt. Doch die Freude hält nicht lange: Ein Funkspruch läuft ein, der über das Auftauchen eines SVE-Raumers informiert. Zudem zeigen die Sonden, dass alle Vulkane aktiv geworden sind, vier davon in beunruhigend starkem Ausmaß. Atlan verhängt Funkstille. Da nicht mehr getan werden kann, fährt er fort, mit den Pilzessern an der Organisation der Pilzverteilung zu arbeiten, als ein weiteres Beben alles unterbricht.

Nach dem Abklingen des Bebens nehmen die Mucys schnell wieder ihr normales Leben auf. Die Gäaner hingegen beschleicht das Gefühl, dass dies nur der Anfang vom Ende ist.

Anmerkung

Diese Geschichte wird in PR-TB 192 »Der brennende Arkonide« fortgesetzt.

Personenregister

Raysse Mahal Mucy, Leiter vom Land der weichen Steine. Seine Alpträume drehen sich um den purpurnen Drachen.
Djosan Ahar Mucy-Anthropologe, der seit zehn Jahren die Mucys von Karthago II beobachtet.
Atlan Initiator des Mucy-Projektes. Er erlebt bei seinem Besuch auf Karthago II eine böse Überraschung.
Drigene Djosan Ahars Geliebte, eine Mucy von den Sandleuten
Kadir Yann der Steinmensch Mucy-Eremit mit ungewöhnlichem Hörspektrum. Er spricht mit dem Planeten und warnt vor der drohenden Katastrophe.
Ja-ra Schabaph Weiblicher Hetman der Sandleute, die den einzigen Ausweg im Verrat sieht. Nach Fehlschlag ihrer Unternehmung tötet sie sich und ihren Geliebten.

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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitrag von dandelion » 29. Mai 2019, 22:11

Lumpazie hat geschrieben:Die Zeitabenteuer sind beendet, jedoch fügen wir noch die beiden Romane hinzu, die der Ursprung der Rahmenhandlungen die "zweite" Phase der Zeitabenteuer innerhalb der Plandetenromane (PRTB 147 - 337) dienten.

Hier erfahren wir, warum Atlan auf Gäa um sein Leben ringt und Professor Cyr Aescunnar beginnt, seine Erzählungen zu protokulieren. In der überarbeiteten Fassung der Blaubände wird dies erweitert auf alle Zeitabenteuer erweitert und die Geschichte um Cyr Aescunnar ausgebaut.
Kann man daraus ableiten, daß die beiden Romane (169 und 192) geschrieben wurden, um einen Ausgangspunkt für die Rahmenhandlung zu liefern?

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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitrag von Lumpazie » 2. Juni 2019, 11:59

Die Zeitabenteuer sind beendet, jedoch fügen wir noch die beiden Romane hinzu, die der Ursprung der Rahmenhandlungen die "zweite" Phase der Zeitabenteuer innerhalb der Plandetenromane (PRTB 147 - 337) dienten.

Hier erfahren wir, warum Atlan auf Gäa um sein Leben ringt und Professor Cyr Aescunnar beginnt, seine Erzählungen zu protokulieren. In der überarbeiteten Fassung der Blaubände wird dies erweitert auf alle Zeitabenteuer erweitert und die Geschichte um Cyr Aescunnar ausgebaut.

Im Mai des Jahres 1979 erschien der Planetenroman 192.

Der Brennende Arkonide

von Hanns Kneifel

Bild

Handlung:

Atlan und seine Freunde werden von Akteuren immer mehr zu reinen Beob­achtern der Kata­strophe, die sich auf Karthago II anbahnt. Noch immer steht der SVE-Raumer der Laren im System, dessen Anwesenheit jede Anwendung größerer Energiemengen verbietet, will man nicht die Entdeckung riskieren. Der Prätendent des NEI und einige seiner Begleiter versuchen trotzdem, von der Siedlung aus, in der sie sich befinden, die Herstellung und Verteilung des Pilzweins weiter zu forcieren, von dem man sich eine Besserung der psychischen Labilität der Mucys bei Gefahren verspricht. Zur gleichen Zeit erfahren die bei der KHAMSIN zurückgebliebenen Gäaner, dass durch das Beben weite Gebiete des Inneren zerstört wurden. Ein Exodus hat begonnen, der die Bewohner ins Land der weichen Steine, nach Epta Piges, geführt hat, wo man sich so gut wie möglich um sie kümmert.

Der Laren-Raumer zieht schließlich ab, und man kann wieder Funkkontakt aufnehmen. Von seinem Freund Kadir Yann erfährt der bei der KHAMSIN gebliebene Djosan Ahar nun, dass auch andere Gebiete schwer vom Beben der Nacht betroffen wurden und sich dort auch wiederum die rätselhafte Todessehnsucht der Mucys manifestierte: In den Wäldern der Dendrophilen sind Erdspalten aufgerissen, aus denen zum Teil giftige Gase austraten. Obwohl rechtzeitig gewarnt, blieben nahezu alle Mucys an Ort und Stelle und ließen sich vom Gas töten. Yann sieht einen Zusammenhang zwischen dem zerstörerischen Aufbäumen des Planeten und dem Selbstzerstörungstrieb der Mucys. Djosan glaubt nicht an solche Verbindungen, doch die Gäaner rätseln weiterhin darüber, wodurch die Suizid-Neigung der Kunstmenschen verursacht wurde. Auch bei den Edelsteinschürfern, die Atlans Gruppe nach dem Verschwinden des Laren-Schiffes aufgesucht hat, finden sie nur noch Tote vor. Obwohl hier das Beben keine sichtbaren Auswirkungen gezeigt hat, haben alle Bewohner der Siedlung kollektiv Selbstmord begangen. Auf einer Tafel haben sie ihr Tun erklärt: Sie sahen nach den Eröffnungen Atlans über ihren Ursprung keinen Sinn mehr in ihrem Leben. Dagegen half auch der Pilzwein nicht. Damit bekommen die Gäaner zum ersten Mal einen Einblick in die wahren Gründe dessen, was mit den Bewohnern Karthagos geschieht. Die Gäaner erkennen, dass es nichts gibt, was sie tun können, um den Untergang der Kolonie aufzuhalten. Egal, was sie tun, die Mucys werden sich bis auf wenige Ausnahmen wie Drigene, Pruyaree und Raysse Mahal selbst töten. Die Aktivität des Planeten bringt sie zudem ebenfalls in Gefahr, weshalb sie sich auf eine schnelle Flucht vorbereiten. Noch wollen sie aber nicht ganz aufgeben.

Bei Anbruch der Nacht meldet sich Kadir Yann mit weiteren schlechten Nachrichten. Eine Gruppe nomadisierender Hirten, die nahe den schwarzen Ruinen die Steppe durchzogen, scheint einer besonderen Form des Wahnsinns zum Opfer gefallen zu sein. Anstatt sich selbst zerstören zu wollen, haben sie begonnen, die Menschen der nahen Dendrophilen-Siedlungen anzugreifen und systematisch auszurotten. Djosan, Drigene und Cyr Aescunnar, der die schwarzen Ruinen besuchen möchte, fliegen zu Kadir Yann, um die Lage zu betrachten. Sie können einen der Hirten überwältigen und erfahren, dass die Nomaden glauben, einen Ruf vom Planeten erhalten zu haben, der sie aufforderte, die Verräter zu töten, die den Untergang der Kolonie wollten. Djosan und seine Freunde sehen auch hier keine Möglichkeit, effektiv einzugreifen, da sie den Wahnsinn, der in den Köpfen der Mucys entsteht, nicht kontrollieren können. Bevor sie zurückfliegen, besuchen sie aber noch die Ruinen, damit der Historiker Aescunnar sie mit Aufnahmen dokumentieren kann. Noch während sie darüber rätseln, wer diese kunstvollen Gebäude einst geschaffen haben könnte, und warum diese Leute den Planeten verließen, holt Karthago II zu seinem letzten Schlag aus. Ein Beben von unglaublichem Ausmaß beginnt, als auch der letzte und größte Vulkan der Äquatorkette beginnt, Lava und Gestein auszuspeien. Djosan und seine Begleiter befinden sich zu dicht am Ausbruchsort. Sie erreichen den Gleiter, doch dieser wird beschädigt, und sie können nicht mehr aus der Gefahrenzone entkommen. Sie müssen die Flucht zu Fuß fortsetzen, durch Ascheschlamm und Staub, ständig bedroht von einschlagenden Gesteinsbrocken und Lavaflüssen.

In der KHAMSIN empfangen Scarron Eymundsson und Pruyaree den Hilferuf Djosans und brechen in einem Gleiter auf, um die Gruppe zu retten. Als Atlan aus Epta Piges zurückkehrt, ist er über diese Nachricht entsetzt, da die Frauen keinerlei Erfahrung damit haben, wie es im Umfeld einer Vulkaneruption aussieht, und zudem einen zu kleinen Gleiter genommen haben, um dort sicher fliegen zu können. Er gibt Sarough Viss den Befehl, die KHAMSIN für einen Schnellstart bereitzuhalten, und folgt dann gemeinsam mit Sarab Lavar den Frauen, die sich nicht von ihren Hilfsplänen abbringen lassen. Gemeinsam fliegen die beiden Gleiter nun das Gebiet ab, innerhalb dessen sie Djosans Gruppe vermuten, und nur die Schutzeinrichtungen bewahren die Maschinen vor der Bedrohung durch halbflüssige Gesteinsbrocken, Blitze und Ascheregen. Atlan und Lavar finden die drei Vermissten schließlich und nehmen sie auf. Der andere Gleiter antwortet jedoch nicht auf Funkanrufe, und als Atlan den Punkt ansteuert, von dem er das Ortungsecho des Fliegers erhält, stellt er fest, dass dort betäubende Gase aufgetreten sind. Die Frauen sind bewusstlos geworden, und ihr Gleiter ist auf dem Boden aufgeprallt. Atlan landet, er und Djosan ziehen die Frauen aus ihrem Gleiter und bringen sie in den größeren. Als sie jedoch selbst einsteigen, schlägt ein glutflüssiger Gesteinsbrocken hinter Atlan auf, und glühende Lava spritzt über den Körper des Arkoniden. Auch die anderen werden von einzelnen Tröpfchen getroffen. Djosan gelingt es, den zu Boden gestürzten Arkoniden im Schlamm zu löschen. Sie schaffen ihn in den Gleiter und rasen zurück zur KHAMSIN, die ebenfalls bereits gestartet ist und ihnen entgegenfliegt. Beim Einflug in den Hangar versagen jedoch die Bremsprojektoren des Gleiters. Djosan lässt den Gleiter am Boden aufsetzen, um ihn zu bremsen, doch er kann nicht verhindern, dass die Maschine mit hoher Geschwindigkeit gegen die Wand rast.

Roboter schweißen den Gleiter auf und bergen die verletzten Insassen. Alle haben Verbrennungen, Schnitte, Prellungen oder sogar kleinere Brüche davongetragen, doch keiner ist so schlimm betroffen wie Atlan. Der Körper des Arkoniden scheint keine einzige intakte Stelle mehr aufzuweisen, und er schwebt zwischen Leben und Tod. Ghoum-Ardebil und die Medo-Robots der KHAMSIN arbeiten stundenlang an der Versorgung der zahllosen Wunden, und im Anschluss wird der geschundene Körper in einen Tank mit Nährflüssigkeit gesenkt. Trotz der Unterstützung der Heilung durch den Zellaktivator räumt der Ara-Mediziner dem Prätendenten zunächst keine hohen Überlebenschancen ein. Bei der Ankunft auf Gäa wird Atlan sofort in das medizinische Zentrum überführt, und die Überwachung wird von MASTERCONTROL und den angeschlossenen Medo-Positroniken übernommen. Beim Umbetten in den neuen Tank macht Ghoum-Ardebil eine verwirrende Entdeckung: Der Arkonide spricht, doch was er sagt, hat nichts mit der Gegenwart zu tun. Julian Tifflor erkennt, was geschieht: Die in Atlans Gedächtnis gespeicherten Erinnerungen brechen sich Bahn, um die Psyche des Arkoniden zu entlasten. Eine SERT-Haube wird installiert, um die Erzählungen aufzufangen, und der Historiker Cyr Aescunnar bereitet sich auf faszinierende Einblicke in die Geschichte der Menschheit aus der Sicht des Arkoniden vor.

Personenregister

Atlan
Kadir Yann der Steinmensch Mucy-Eremit mit ungewöhnlichem Hörspektrum. Er spricht mit dem Planeten und warnt vor der drohenden Katastrophe
Djosan Ahar Mucy-Anthropologe
Drigene Djosan Ahars Geliebte, eine Mucy von den Sandleuten
Pruyaree Mucy, Geliebte von Sarough Viss
Raysse Mahal Mucy, Leiter vom Land der weichen Steine
Cyr Aescunnar Geschichtswissenschaftler mit Schwerpunkt terranische Geschichte (Annalen der Menschheit); begleitet Atlan auf der KHAMSIN
Scarron Eymundsson Biologin im Mucy-Programm, Atlans Freundin
Sarough Viss Pilot der KHAMSIN
Sarab Lavar Kommandant der KHAMSIN
Ghoum-Ardebil Ara-Mediziner im Mucy-Programm
Julian Tifflor

Der obige Text wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
Es is kein’ Ordnung mehr jetzt in die Stern’,
D’ Kometen müßten sonst verboten wer’n;
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitrag von Trans-Pluto » 2. Juni 2019, 15:17

Ein wirklich aufwühlender Roman. ER hat mir beim Lesen sehr gut gerfallen.
Wir sind nicht die einzige intelligente Spezies im Weltraum!

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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitrag von Lumpazie » 3. Juni 2019, 13:13

dandelion hat geschrieben:
Lumpazie hat geschrieben:Die Zeitabenteuer sind beendet, jedoch fügen wir noch die beiden Romane hinzu, die der Ursprung der Rahmenhandlungen die "zweite" Phase der Zeitabenteuer innerhalb der Plandetenromane (PRTB 147 - 337) dienten.

Hier erfahren wir, warum Atlan auf Gäa um sein Leben ringt und Professor Cyr Aescunnar beginnt, seine Erzählungen zu protokulieren. In der überarbeiteten Fassung der Blaubände wird dies erweitert auf alle Zeitabenteuer erweitert und die Geschichte um Cyr Aescunnar ausgebaut.
Kann man daraus ableiten, daß die beiden Romane (169 und 192) geschrieben wurden, um einen Ausgangspunkt für die Rahmenhandlung zu liefern?

Möglich. Das erste Zeitabenteuer der "zweiten" Staffel ist die Nr. 147. Was steht da als Grund für die Gedächtnisblockade von Atlan drin? Ringt er da schon auf Gae um sein Leben? Oder wird hier noch ein anderer Grund genannt. Wenn hier Professor Cyr Aescunnar schon genannt wird, dann wurden mit den beiden TB´s anscheinend tatsächlich die Hintergrundgeschichte nachgereicht.

Auf jeden Fall kamen die beiden Romane 169 und 192 wesentlich später. Vielleicht weiß Heiko Langhans hier noch eine Anektode dazu zu erzählen?
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitrag von dandelion » 7. Juni 2019, 23:00

Lumpazie hat geschrieben:
Möglich. Das erste Zeitabenteuer der "zweiten" Staffel ist die Nr. 147. Was steht da als Grund für die Gedächtnisblockade von Atlan drin? Ringt er da schon auf Gae um sein Leben? Oder wird hier noch ein anderer Grund genannt. Wenn hier Professor Cyr Aescunnar schon genannt wird, dann wurden mit den beiden TB´s anscheinend tatsächlich die Hintergrundgeschichte nachgereicht.
Wird wohl so sein. Der Name Aescunnar wird zwar in Tb 147 und auch in Tb 149 nicht genannt, aber Atlan liegt auf Gäa schwer verletzt in einem Bad aus Nährflüssigkeit. "Der Mediziner, der Psychologe und der Historiker" (Tb 149) hören sich seine Erinnerungen an und mutmaßen, daß jetzt alles ans Tageslicht kommt. was ES den Arkoniden hat vergessen lassen.

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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitrag von Lion » 9. Juli 2019, 14:24

dandelion hat geschrieben:
Lumpazie hat geschrieben:
Möglich. Das erste Zeitabenteuer der "zweiten" Staffel ist die Nr. 147. Was steht da als Grund für die Gedächtnisblockade von Atlan drin? Ringt er da schon auf Gae um sein Leben? Oder wird hier noch ein anderer Grund genannt. Wenn hier Professor Cyr Aescunnar schon genannt wird, dann wurden mit den beiden TB´s anscheinend tatsächlich die Hintergrundgeschichte nachgereicht.
Wird wohl so sein. Der Name Aescunnar wird zwar in Tb 147 und auch in Tb 149 nicht genannt, aber Atlan liegt auf Gäa schwer verletzt in einem Bad aus Nährflüssigkeit. "Der Mediziner, der Psychologe und der Historiker" (Tb 149) hören sich seine Erinnerungen an und mutmaßen, daß jetzt alles ans Tageslicht kommt. was ES den Arkoniden hat vergessen lassen.
In Nr. 149 wird einer der drei anwesenden Personen (ein Mediziner, ein Psychologe und ein Historiker) als Ersteller eines Protokolls von Dr. Rachmany. Überwachungsintensivstation Gäa Minor, großes Hospital. erwähnt.

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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitrag von Lumpazie » 11. Juli 2019, 08:17

Lion hat geschrieben:
In Nr. 149 wird einer der drei anwesenden Personen (ein Mediziner, ein Psychologe und ein Historiker) als Ersteller eines Protokolls von Dr. Rachmany. Überwachungsintensivstation Gäa Minor, großes Hospital. erwähnt.
Danke für den Hinweiß, Lion :st:
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitrag von GruftiHH » 3. Dezember 2019, 09:56

Ich wollte mich auch mal wieder melden. Nächstes Jahr wird bei mir BLAU. Ich stürze mich voll auf den Arkoniden und seine Blaubände.

Und da wollte ich Euch mitteilen, dass der Verlag gerade die Zeitabenteuer zum halben Preis ind Form der Blaubände als E-Books anbietet.

https://perry-rhodan.net/aktuelles/news ... tabenteuer
* Am Ende des Regensbogen sehen wir uns wieder. *

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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitrag von Lumpazie » 3. Dezember 2019, 15:36

GruftiHH hat geschrieben:
3. Dezember 2019, 09:56
Ich wollte mich auch mal wieder melden. Nächstes Jahr wird bei mir BLAU. Ich stürze mich voll auf den Arkoniden und seine Blaubände.
Darfst den Thread hier gerne dazu nutzen, zum jeweiligen Blauband (oder Einzelabenteuer) Deine Meinung kund zu tun - vielleicht lässt sich der eine oder andere Ex-Leser dieses Threads dadurch zu einer Diskussion einladen :st:
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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitrag von Yman » 3. Dezember 2019, 20:15

Lumpazie hat geschrieben:
3. Dezember 2019, 15:36
Darfst den Thread hier gerne dazu nutzen, zum jeweiligen Blauband (oder Einzelabenteuer) Deine Meinung kund zu tun - vielleicht lässt sich der eine oder andere Ex-Leser dieses Threads dadurch zu einer Diskussion einladen :st:
Ich garantiere für nichts, aber ich bin zumindest interessiert. Mittlerweile habe ich die Bücher auch mehr oder weniger gelesen.

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Re: Klassiker - Die Zeitabenteuer

Beitrag von dandelion » 4. Dezember 2019, 21:20

Wäre für mich eine Gelegenheit, das eine oder andere beim ersten Durchgang versäumte Abenteuer nachzuholen.

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