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Re: Requien für ES

Beitragvon sonnenwind » 10. Januar 2017, 13:58

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sonnenwind
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Hallo Homer! :)
Deine Geschichte um Bull hat mir richtig gut gefallen. :st: Zwar gehört Bull nicht zu meinen Lieblingsprotagonisten, aber der Bull Deiner Geschichte ist mir super sympathisch. :st: Ich mag seine Gedankengänge... er kommt irgendwie "einsam" rüber. :( Lebt nur für die Pflicht. Ist zwar für die Terraner gut, aber, trotz langem Leben, lebt Bull wirklich?-
Jedenfalls, wie ich schon öfter schrieb, finde ich Deine detailreichen Geschichten sehr gut und Deine Personenschilderungen sind authentisch und man kann sich dadurch gut in die jeweiligen Charaktere hineinversetzen.
Alles Gute für Dich! :)
Und plötzlich weißt du: Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen ( Meister Eckhart ).

Der wahre Mut besteht darin, gerade dann Mut zu zeigen, wenn man nicht mutig ist ( J. Renard ).

Re: Requien für ES

Beitragvon Elena » 10. Januar 2017, 14:37

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Du hast Bully echt klasse beschrieben, Homer. Ja, so kann ich ihn mir vorstellen. Auch was die Einsamkeit betrifft. Das gilt mit Sicherheit auch für die anderen Unsterblichen. :st:

Und auf Deine Tek-Geschichte freue ich mich jetzt schon. ^_^
Mit Adleraugen sehen wir die Fehler anderer, mit Maulwurfsaugen unsere eigenen.
- Franz von Sales -

Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 10. Januar 2017, 20:15

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Homer G Adams
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sonnenwind hat geschrieben:Hallo Homer! :)
Deine Geschichte um Bull hat mir richtig gut gefallen. :st: Zwar gehört Bull nicht zu meinen Lieblingsprotagonisten, aber der Bull Deiner Geschichte ist mir super sympathisch. :st: Ich mag seine Gedankengänge... er kommt irgendwie "einsam" rüber. :( Lebt nur für die Pflicht. Ist zwar für die Terraner gut, aber, trotz langem Leben, lebt Bull wirklich?-
Jedenfalls, wie ich schon öfter schrieb, finde ich Deine detailreichen Geschichten sehr gut und Deine Personenschilderungen sind authentisch und man kann sich dadurch gut in die jeweiligen Charaktere hineinversetzen.
Alles Gute für Dich! :)



Bully ist neben Atlan, Tek und HGA meine absolute Lieblingsfigur in PR-Classic. So nenne ich nun mal die alte EA die ich liebe. :unschuldig:

Danke, dass dir die Geschichte über den ollen Polterer und Nörgler gefallen hat.

Nun die Unsterblichen sind sicheralle 'etwas einsam', weil die meisten noch aus dem 20. Jahrhundert aus der vorarkonidischen Zeit stammen. Wahrscheinlich haben sie oft Probleme wegen den ständigen Umbrüchen, die sie erleben müssen. Und Jahrtausende der Pflicht, was ich mir wirklich beim besten Willen NICHT vorstellen mag, ist sicherlich nicht einfach zu verkraften :wub:
„Kaffee ist übrigens ein Hauptgrund, der die Existenz Terras berechtigt erscheinen lässt.“ leicht abgeändert.

Atlan, PR 470

"Die Sterne werden uns gehören!" Bully, 1971 Kosmos Chroniken 1

„Nicht die höchsten Gipfel lassen uns stolpern, sondern die Maulwurfshügel!“ ES zu Atlan, Blauband 14

"Wenn der letzte Ritter der Tiefe gegangen ist, werden alle Sterne erlöschen." Alte kosmische Weisheit über die RdT

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Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 10. Januar 2017, 20:18

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Homer G Adams
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Elena hat geschrieben:Du hast Bully echt klasse beschrieben, Homer. Ja, so kann ich ihn mir vorstellen. Auch was die Einsamkeit betrifft. Das gilt mit Sicherheit auch für die anderen Unsterblichen. :st:

Und auf Deine Tek-Geschichte freue ich mich jetzt schon. ^_^



Danke, Elena, dass dir die Shortstory gefalllen hat. Natürlich gilt diese Art von 'Einsamkeit' für alle Unsterblichen. Wie erfrischen sich die eigentlich geistig? Mit vielen Sabbadjahren?

Nun der erste Teil der Tek Story kommt am Freitag. Die Vorgeschichte, gleich nachher.
„Kaffee ist übrigens ein Hauptgrund, der die Existenz Terras berechtigt erscheinen lässt.“ leicht abgeändert.

Atlan, PR 470

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Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 10. Januar 2017, 20:29

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Homer G Adams
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Extrasinn von Atlan

Einige lemurische Forscher und Wissenschaftler waren kurz vor der Niederlage im Krieg gegen die bestienartigen Haluter (vor 52000 Jahren) soweit, um die Hinterlassenschaften der Shuwashen, dessen Erbgut sie teilweise in sich trugen, zu entschlüsseln. Sie hatten das Inquo-Netzwerk, dieses sechsdimensionale Transmitternetz der Shuwashen, weit entschlüsselt und drangen immer tiefer in die intergalaktischen Transmitterstraßen vor. Bis hin zu jenen Galaxien, zu denen auch die Doppelgalaxis Whirlpool (M51) gehörte. Die Spiralgalaxis NGC 5023 nannten die lemurischen Forscher Tarlorhol, die strahlende Galaxis. Diese Galaxis ist von M51 nur etwa eine Million Lichtjahre entfernt.

Die Shuwashen bauten in Tarlorhol ein komplettes lokales Inquo-Netzwerk, das wiederum in das intergalaktische Inquo- Netz integriert wurde. Die Lemurer drangen nach Tarlorhol vor und bauten auf einigen Dutzend lemurähnlichen Welten auf denen ein Inquo stand, Fluchzentren auf, in die Millionen Lemurer flohen, als Lemur vor 52000 Jahren evakuiert wurde. Die lemurischen Wissenschaftler verzweigten mit eigenen weit entwickelten Ferntransmittern, weitere erdähnliche Welten auf denen die lemurischen Flüchtlinge in Tarlorhol siedelten.

Kurz vor dem Untergang von Atlantis (vor zehntausend Jahren) entdeckten zwei Gruppen von atlantischen Hilfskräften der Arkoniden, die alle eine arkonidische Hypnoschulung genossen, das Inquo-Netzwerk der Shuwashen. Eine der Gruppen von Flüchtlingen nannte sich Alfaren und sie flohen in die kleinere der beiden Doppelgalaxien (Salmenghest). Die andere Gruppe nannte sich Althuronen und sie siedelten in der großen Spiralgalaxis Tarlorhol, wo sie auf die in die Primitivität zurückgefallenen Lemurer trafen und sich mit ihnen vermischten. Eine Gruppe von ihnen konnte aufgrund ihrer besseren Ausbildung, das lemurische und shuwashische Transmitternetzwerk nutzen und lebten fortan als Nomaden auf diesen diversen erdähnlichen Welten, wo sie wie die sesshaften Lemurer Opfer der Hikons wurden.

Als die Atlantis Basis im Jahr 2450 nC im Auftrage von ES aus dem Milchstraßensektor ‚Verlorene Welten’ in die Galaxis Tarlorhol verlegt wurde, trafen die Leute der Atlantis auf erdähnliche Planeten, deren menschliche Bewohner einen wissenschaftlich technischen Stand besaßen, das dem terranischen Renaissancezeitalter entsprach. Es gab natürlich Ausnahmen in beide Richtungen.

Wie die USO- Leute kurz nach ihrer Ankunft feststellten, manipulierten die technisch weit überlegenen krakenförmigen Hikons die Anzahl aller intelligenten Lebewesen dieser Galaxis, um sie nach einer Vitalenenergie-‚Ernte’ wieder einige Zeit in Ruhe zu lassen, bis sich der Stamm, die Siedlung oder ein komplettes Planetenvolk wieder bevölkerungsmäßig von der ‚Ernte’ erholt hatte.

Als die Atlantis Base von den Galaktischen Ingenieuren im Jahre 2450 nC fertig umgebaut war, kamen zweitausend Wanderer-Androiden in die Atlantis, welche die umgebaute Raumbase mit ihrer neuen Hochtechnik, beispielsweise Mentaltechnik und Sextadim- Triebwerke, fliegen konnten. Dazu kam ein USO- Expetitionskorps von sechshundert Galaktikern. Geleitet wurde die Mission vom zweiten Atlan, dem ‚Zeitbruder’, der normalerweise seine Zeit in seiner Überlebensstation auf dem Planeten Traversan bis zum Jahre 1290 NGZ verschlief. ES holte diesen Atlan immer wieder zu Sondermissionen aus dem Tiefschlaf. Wie jetzt für seine Atlantis-Mission. Die übrigen Mitglieder der Expedition hielten den ‚Zeit- Atlan’ für den originalen Atlan. Und der viel ältere mit einer Ritteraura ausgestattete Atlan wurde für die Expeditionsmitglieder wieder zum Lordadmiral der USO.

Nach der Beendigung der Expedition mussten die überlebenden USO-Spezialisten damit rechnen, dass ihr Gedächtnis von ES manipuliert würde. Sie würden einfach diese Mission in Tarlorhol vergessen. Atlan wiederum würde von ES bis zum Jahre 1290 NGZ in seine Schlafzelle im Tafelberg auf dem Planeten Traversan geschickt werden…

Dann wachten Reginald Bull, Ronald Tekener und Cyriell ebenfalls in der Atlantis in einer Tiefschlafzelle am Zielpunkt auf. Des weiteren Professor Dr. Arno Kalup, der angeblich vor zehn Jahren bei einem Unfall verstarb. Als Arno Kalup erwachte besaß sein erheblich abgenommener Körper offensichtlich eine Zelldusche. Sein Aktivator fehlte allerdings. ES sorgte dafür, dass die engen Freunde von Tek und Bully meinen, die beiden hätten einige Sabbadjahre genommen, um sich irgendwo in der Galaxis wieder geistig ‚aufzutanken’. Solche individuellen Auszeiten nehmen alle Unsterblichen. Ansonsten würden sie ihre ‚Unsterblichkeit’ wohl mental nicht ertragen…

ES sorgte ferner dafür, dass der ‚originale’ Atlan und alle Übrigen, die von der Atlantis Base wussten, die Erinnerung daran verloren.

Was bezweckte ES mit dieser Mission? Was bei den Hohen Mächten war in der Galaxis Tarlorhol los, das eine solche umfangreiche und gut vorbereitete Aktion von ES rechtfertigte? Allein Wesen die die psionische Vitalenergie von intelligenten Lebewesen ‚ernteten’ konnte es nicht sein. Diese Art von Psycho-Vampire hatte Atlan bis zum Jahr 1290 NGZ bevor er wieder in die Zeit zurückgeschickt wurde, mehrere Male kennen gelernt. Insofern waren diese Vitalenergie Sauger nichts Außergewöhnliches.
Die Frage stellte sich: Was taten die Hikons mit der gesammelten Vital-Energie einer kompletten Galaxis? Allein davon zu leben konnte es nicht sein, da die riesigen krakenähnlichen Wesen in ihrer Zahl von irgendjemand arg begrenzt wurde. Sie galten als ‚Ernter’. Aber für wen?

(Extrasinn von Atlan, Februar 2450 nC)
„Kaffee ist übrigens ein Hauptgrund, der die Existenz Terras berechtigt erscheinen lässt.“ leicht abgeändert.

Atlan, PR 470

"Die Sterne werden uns gehören!" Bully, 1971 Kosmos Chroniken 1

„Nicht die höchsten Gipfel lassen uns stolpern, sondern die Maulwurfshügel!“ ES zu Atlan, Blauband 14

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Re: Requien für ES

Beitragvon Elena » 10. Januar 2017, 22:12

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Oh, oh, das hört sich aber nach einer bösen Geschichte an. Was da wohl draus wird. Ich bin schon sehr gespannt! :)
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Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 11. Januar 2017, 10:06

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Elena hat geschrieben:Oh, oh, das hört sich aber nach einer bösen Geschichte an. Was da wohl draus wird. Ich bin schon sehr gespannt! :)



Ja, es wird spannend. Das Szenario wurde so aufgebaut, dass die einzelnen Storys, so jeweils um 30 Seiten, zwar abgeschlossen sind. Sie folgen allerdings einem roten Faden. Wenn ich mal wieder eine Pause brauche, sind die einzelnen Storys dann abgeschlossen. Die Fortsetzung des Plots wird dann zwar unterbrochen oder ganz eingestellt. Trotzdem sind die Storys abgeschlossen.

Nach dem Motto: "Soweit die Energien wieder reichen".

Hm wieder mehr als 3000 Klicks in der kurzen Zeit des Thread. Das ist einer der Gründe, wieso ich weitermache. B-)
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Re: Requien für ES

Beitragvon sonnenwind » 11. Januar 2017, 14:29

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Das ist eine sehr gute Idee, Homer. So brauchst Du Dich nicht zu stressen und wir können trotzdem Deine interessanten Geschichten lesen. Finde ich supi! :st:
Ich hoffe, Du hältst gesundheitlich durch und wünsche Dir das Beste. :)
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Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 11. Januar 2017, 15:21

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sonnenwind hat geschrieben:Das ist eine sehr gute Idee, Homer. So brauchst Du Dich nicht zu stressen und wir können trotzdem Deine interessanten Geschichten lesen. Finde ich supi! :st:
Ich hoffe, Du hältst gesundheitlich durch und wünsche Dir das Beste. :)



Danke Sonnenwind. Es wird weitergekämpft. B-)
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Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 11. Januar 2017, 20:43

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Homer G Adams
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Ronald Tekener:

Habe mir jetzt die Liste der Planetenromane des Zaubermonds-Verlag herausgesucht, die bekanntlich monatlich in Druck und Digital als Ebooks veröffentlicht werden.

Bezüglich des ‚jungen Tekener’, also seine ersten Abenteuer als USO-Spezialist und Leutnant in den Jahren 2395 + 2396 nC hier die Daten:

Zaubermond laufende Nummer 6 von H.G.Francis die Taschenbücher 185/195: Die Einmann-Operation + Der Galaktische Spieler erschienen 6.11.15 spielt in den Jahren 2395

Und

ZM Nr.16 erschienen 2.9.16 von H.G.Francis PR-Taschenbüche 210/223: Das Rote leuchten + Der Waffenhändler spielend in 2396 nC.


Viel Spaß nochmals beim Nachlesen ihr PR-Classic-Freunde :-= :-=
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Re: Requien für ES

Beitragvon Elena » 11. Januar 2017, 22:48

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Wieso denn die beiden Miesepeter-Smileys? :gruebel:
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Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 12. Januar 2017, 10:09

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Elena hat geschrieben:Wieso denn die beiden Miesepeter-Smileys? :gruebel:



Sorry, unkontrollierte Tastendrückungen. Passiert mir seit meinem SAF hin und wieder. :o

Die durch den Vorfall bedingte Motorik will manchmal nicht wie ich. aber keine Sorge, geistig bin ich voll da und denke noch schärfer und hintergründiger als früher ;)
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Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 12. Januar 2017, 10:18

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Elena hat geschrieben:Wieso denn die beiden Miesepeter-Smileys? :gruebel:



Und noch was Elena. Ein Vampir ist auch ein Ausdruck dafür, dass viele von uns Classic-Fans den jetzigen Machern nie vergessen werden, dass sie Tek und ES einfach getötet oder in ein Paralleluniversum verschoben haben. :-=
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Re: Requien für ES

Beitragvon Elena » 12. Januar 2017, 22:12

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@Homer: Tut mir echt leid für Dich, das der SAF so schlimme Folgen für Dich hatte. Das ist wirklich sehr unschön. :sad:

Und das mit Tek und ES unterschreibe ich sofort. Ich mochte/mag sie beide sehr gern. Sie waren/sind einfach toll, auch wenn ES in letzter Zeit ja leider ziemlich stiefmütterlich behandelt wurde. :(
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Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 13. Januar 2017, 09:47

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Elena hat geschrieben:@Homer: Tut mir echt leid für Dich, das der SAF so schlimme Folgen für Dich hatte. Das ist wirklich sehr unschön. :sad:

Und das mit Tek und ES unterschreibe ich sofort. Ich mochte/mag sie beide sehr gern. Sie waren/sind einfach toll, auch wenn ES in letzter Zeit ja leider ziemlich stiefmütterlich behandelt wurde. :(


Keine Sorge, so schlimm ist es nicht. Im Allgemeinen erzwingt die Motorik links hin und wieder solche Sachen, aber mehr als ein 'Tapsiger' werden ist es zum Glück noch nicht. Laufen kann ich noch immer solange meine Kondition hält und Autofahren geht ebenfalls noch im lokalen Umfeld. Nur die weiteren Touren müssen nicht mehr sein.

Der Mensch hat die Fähigkeit sich fast jeder Situation anzupassen. :)

ES und Tek in der EA, einfach zum Weinen, deshalb die Negierung derselben und Hinwendung zur Classic. Das PR-Universum ist ja groß genug B-)
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Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 13. Januar 2017, 09:58

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Homer G Adams
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So jetzt der versprochene erste Teil

Teil I


Extrasinn von Atlan

Einige lemurische Forscher und Wissenschaftler waren kurz vor der Niederlage im Krieg gegen die bestienartigen Haluter (vor 52000 Jahren) soweit, um die Hinterlassenschaften der Shuwashen, dessen Erbgut sie teilweise in sich trugen, zu entschlüsseln. Sie hatten das Inquo-Netzwerk, dieses sechsdimensionale Transmitternetz der Shuwashen, weit entschlüsselt und drangen immer tiefer in die intergalaktischen Transmitterstraßen vor. Bis hin zu jenen Galaxien, zu denen auch die Doppelgalaxis Whirlpool (M51) gehörte. Die Spiralgalaxis NGC 5023 nannten die lemurischen Forscher Tarlorhol, die strahlende Galaxis. Diese Galaxis ist von M51 nur etwa eine Million Lichtjahre entfernt.

Die Shuwashen bauten in Tarlorhol ein komplettes lokales Inquo-Netzwerk, das wiederum in das intergalaktische Inquo- Netz integriert wurde. Die Lemurer drangen nach Tarlorhol vor und bauten auf einigen Dutzend lemurähnlichen Welten auf denen ein Inquo stand, Fluchzentren auf, in die Millionen Lemurer flohen, als Lemur vor 52000 Jahren evakuiert wurde. Die lemurischen Wissenschaftler verzweigten mit eigenen weit entwickelten Ferntransmittern, weitere erdähnliche Welten auf denen die lemurischen Flüchtlinge in Tarlorhol siedelten.

Kurz vor dem Untergang von Atlantis (vor zehntausend Jahren) entdeckten zwei Gruppen von atlantischen Hilfskräften der Arkoniden, die alle eine arkonidische Hypnoschulung genossen, das Inquo-Netzwerk der Shuwashen. Eine der Gruppen von Flüchtlingen nannte sich Alfaren und sie flohen in die kleinere der beiden Doppelgalaxien (Salmenghest). Die andere Gruppe nannte sich Althuronen und sie siedelten in der großen Spiralgalaxis Tarlorhol, wo sie auf die in die Primitivität zurückgefallenen Lemurer trafen und sich mit ihnen vermischten. Eine Gruppe von ihnen konnte aufgrund ihrer besseren Ausbildung, das lemurische und shuwashische Transmitternetzwerk nutzen und lebten fortan als Nomaden auf diesen diversen erdähnlichen Welten, wo sie wie die sesshaften Lemurer Opfer der Hikons wurden.

Als die Atlantis Basis im Jahr 2450 nC im Auftrage von ES aus dem Milchstraßensektor ‚Verlorene Welten’ in die Galaxis Tarlorhol verlegt wurde, trafen die Leute der Atlantis auf erdähnliche Planeten, deren menschliche Bewohner einen wissenschaftlich technischen Stand besaßen, das dem terranischen Renaissancezeitalter entsprach. Es gab natürlich Ausnahmen in beide Richtungen.

Wie die USO- Leute kurz nach ihrer Ankunft feststellten, manipulierten die technisch weit überlegenen krakenförmigen Hikons die Anzahl aller intelligenten Lebewesen dieser Galaxis, um sie nach einer Vitalenenergie-‚Ernte’ wieder einige Zeit in Ruhe zu lassen, bis sich der Stamm, die Siedlung oder ein komplettes Planetenvolk wieder bevölkerungsmäßig von der ‚Ernte’ erholt hatte.

Als die Atlantis Base von den Galaktischen Ingenieuren im Jahre 2450 nC fertig umgebaut war, kamen zweitausend Wanderer-Androiden in die Atlantis, welche die umgebaute Raumbase mit ihrer neuen Hochtechnik, beispielsweise Mentaltechnik und Sextadim- Triebwerke, fliegen konnten. Dazu kam ein USO- Expetitionskorps von sechshundert Galaktikern. Geleitet wurde die Mission vom zweiten Atlan, dem ‚Zeitbruder’, der normalerweise seine Zeit in seiner Überlebensstation auf dem Planeten Traversan bis zum Jahre 1290 NGZ verschlief. ES holte diesen Atlan immer wieder zu Sondermissionen aus dem Tiefschlaf. Wie jetzt für seine Atlantis-Mission. Die übrigen Mitglieder der Expedition hielten den ‚Zeit- Atlan’ für den originalen Atlan. Und der viel ältere mit einer Ritteraura ausgestattete Atlan wurde für die Expeditionsmitglieder wieder zum Lordadmiral der USO.

Nach der Beendigung der Expedition mussten die überlebenden USO-Spezialisten damit rechnen, dass ihr Gedächtnis von ES manipuliert würde. Sie würden einfach diese Mission in Tarlorhol vergessen. Atlan wiederum würde von ES bis zum Jahre 1290 NGZ in seine Schlafzelle im Tafelberg auf dem Planeten Traversan geschickt werden…

Dann wachten Reginald Bull, Ronald Tekener und Cyriell ebenfalls in der Atlantis in einer Tiefschlafzelle am Zielpunkt auf. Des weiteren Professor Dr. Arno Kalup, der angeblich vor zehn Jahren bei einem Unfall verstarb. Als Arno Kalup erwachte besass sein erheblich abgenommener Körper offensichtlich eine Zelldusche. Sein Aktivator fehlte allerdings. ES sorgte dafür, dass die engen Freunde von Tek und Bully meinen, die beiden hätten einige Sabbadjahre genommen, um sich irgendwo in der Galaxis wieder geistig ‚aufzutanken’. Solche individuellen Auszeiten nehmen alle Unsterblichen. Ansonsten würden sie ihre ‚Unsterblichkeit’ wohl mental nicht ertragen…

ES sorgte ferner dafür, dass der ‚originale’ Atlan und alle Übrigen, die von der Atlantis Base wussten, die Erinnerung daran verloren.

Erwähnenswert ist noch, dass an die Atlantis Base, natürlich im Auftrag von ES, drei Freifahrerschiffe (200 Meter Kugeln) angedockt waren. Sie wurden bevor die Atlantis Kurs auf Tarlorhol nahm in einem Halohaufen von M51 (Da Glausch) abgesetzt. Diese Doppelgalaxis (Da Glausch/Selmenghest)
ist bekanntlich eine Million Lichtjahre von Tarlorhol entfernt. Anzunehmen ist, dass sich dort keine Hikons aufhalten…

Was bezweckte ES mit dieser Mission, auch bezüglich der Freihändler? Was bei den Hohen Mächten ist in der Galaxis Tarlorhol los, das eine solche umfangreiche und gut vorbereitete Aktion von ES rechtfertigte? Allein Wesen die die psionische Vitalenergie von intelligenten Lebewesen ‚ernteten’ konnte es nicht sein. Diese Art von Psycho-Vampire hatte Atlan bis zum Jahr 1290 NGZ bevor er wieder in die Zeit zurückgeschickt wurde, mehrere Male kennen gelernt. Insofern waren diese Vitalenergie Sauger nichts Außergewöhnliches. Allerhöchstens in der Menge der angesammelten Psi-Energie…
Die Frage stellte sich: Was taten die Hikons mit der gesammelten Vital-Energie einer kompletten Galaxis? Allein davon zu leben konnte es nicht sein, da die riesigen krakenähnlichen Wesen in ihrer Zahl von irgendjemand arg begrenzt wurde. Sie galten als ‚Ernter’. Aber für wen?

(Extrasinn von Atlan, Februar 2450 nC)

Anmerkung Autor: In der ‚originalen’ Realität floh ES aus Furcht vor dem Schwarm ab 2326 und kehrte erst nach der Gefahr zurück.
Da diese ‚PR-Realität’ der originalen zwar sehr nahe kommt, aber ihr eben nicht komplett entspricht (:lol:) hat ES hier seinen Zeitfehler bemerkt und ist für die Zeit bis zur Schwarmzeit zurückgekehrt. Das sind ja immerhin noch eintausend Jahre…
Im Übrigen konnte ich die Flucht von ES vor dem Schwarm nie akzeptieren. Eine SI flieht vor einem Schwarm?
<<<

Galaxis Tarlorhol, 24,5 Mio Lichtjahre von der Milchstrasse entfernt – Februar 2450 nC

USO-Oberst Ronald Tekener erreichte das Hangardeck in dem die speziellen Space Jets für die Transmittermissionen parkten. Dort warteten schon sein Team, vier weitere Spezialisten und zwei Wissenschaftler auf ihn. Auf eine solche wichtige Mission wollten sie diesmal nicht nur zu viert gehen. Tekener betrat die Atlantis Space Jet 1 und schwebte hinauf zur Pilotenkuppel. Dort setzte er sich in den Pilotensitz. Der immer noch umfangreiche und 1,90 Meter große Professor Dr. Arno Kalup quetschte sich in den Sitz neben ihm. Cirita Donat und Cari Nacra-Beauvallon auf die Sitze hinter ihnen, während die anderen Teammitglieder es sich im Laderaum, der auch Bänke enthielt, inmitten von umfangreichen Ausrüstungsgegenständen, bequem machten.

Cari gehörte ebenfalls zum Atlantis Team 1 (AT1), auch wenn Atlan es selbst nicht leitete. Er führte selbstverständlich auch die Befehle von Tekener aus. Cari hatte längst UFO- Prüfungen abgelegt, die ihn in Kürze bei den Außenmissionen Dr. Kalup als wissenschaftliches Teammitglied ersetzen lassen könnte, da dieser lieber an den lemurischen Transmittern und Lineartriebwerken weiter forschte und eigentlich seine Zeit nicht in Missionen verplempern oder gar sein Leben riskieren wollte. Diese Mission sollte die vorerst letzte von Dr. Kalup werden. ES hatte es Rico alias Cari verboten, den Terranern und der USO bei ihren Forschungen zu helfen, da er technisches Wissen besass, das den Galaktikern noch nicht zustand, da ihnen noch die ethische Reife für diese Technologie fehlte. Cari alias der neue Rico durfte dieses überlegene technische Wissen allerdings im Sinne der Missionserfüllung einsetzen.

Atlan und Reginald Bull waren zurzeit jeweils in verschiedenen Sondermissionen unterwegs. Beide suchten die von einer geheimnisvollen Persönlichkeit entführte Cyriell. Dieser Entführer verfügte anscheinend über hoch entwickelte technische und anscheinend auch psionische Möglichkeiten. ES hatte Atlan allein auf die Suche nach Cyriell geschickt. Aber wahrscheinlich steckte da noch mehr dahinter, da ES oft mehrere ‚Fliegen mit einer Klappe schlagen’ wollte…

Mit der neuartigen Mentaltechnik dieser Spezial-Jet, welche die Galaktischen Ingenieure (GI) in alle Missions Jets eingebaut hatten, schaltete Tekener den Antrieb ein und die Hangarluke öffnete sich, zum großen Transmitterraum hin. Langsam schwebte der Jet, in den riesigen Transmitterdom hinein. Hinter den durchsichtigen Panzerglas-Wänden erkannte Ronald Tekener die wissenschaftliche - und Missions-Leiterin der Expedition Dr. Amarella Lyndon und die anderen Diensthabenden Techniker in der Flugkontrolle.

Was der Atlantis Base noch fehlte, war ein SEZ mit integrierter Psi-Materie, um sich auch in das shuwashische Inquo-Transmitternetz einspeisen zu können. Und genau ein solches Modul war das Missionsziel. Ein Inquo hatten die Wanderer-Androiden bereits von einem Shuwashenstützpunkt geholt und in die Atlantis eingebaut.

„Guten Flug, Oberst! Und viel Erfolg“, wünschte Dr. Lyndons Stimme durch die Sprechanlage.
„Danke, wir melden uns, sobald wir etwas Brauchbares gefunden haben“, antwortete Tek. An Doktor Kalup gewandt: „Wähle die Koordinaten, Arno.“

Professor Kalup drückte wortlos auf die entsprechenden holografischen Bedienelemente und vor ihnen leuchteten die Symbole des Transmittertors in blauer Farbe auf. Nur Sekunden später baute sich das Transportfeld auf und Tekener steuerte den Space Jet gekonnt in das fünfdimensionale Feld hinein, das sich ihnen als Torbogen aus rotvioletter Energie darstellte.
Kurze Zeit später schoss das Gefährt durch das Transmittertor des angewählten Planeten hinaus und Tekener steuerte es in einem sanften Bogen nach oben Dort wollten sie sich erst einmal orientieren. Oft, so auch hier, lagen die lemurischen Zieltransmitter offen, wenn auch etwas geschützt in der Landschaft.
Zu diesen Ferntransmittern gehörte jeweils ein gewaltiger teilweise in den Boden eingefügter quadratischer Techno-Block, der alle notwendigen Teile und Anlagen zum Betrieb des Transmitters in geschützter Form enthielt. Auf der glatten Oberfläche des Moduls wurde das jeweilige Transmitterfeld erzeugt. Dieser Technoblock konnte die Jahrzehntausende mühelos überdauern, da eine dem Modul innewohnende KI für die notwendigen technischen Wartungen durch im Block existierende automatische Selbstreparatursysteme sorgte. Die KI scannte auch eventuelle Benutzer, ob sie eine Berechtigung für ihr Vorhaben besaßen. Wenn nicht, wurde der Transport einfach verweigert. Die Expeditionsmitglieder der Atlantis besaßen beispielsweise diese Transitberechtigung, wie auch die Tenoii oder selbst, wieso auch immer, die Hikons.

Cirita Donat bemerkte: „Die Siedlung liegt etwa einen Kilometer in diese Richtung, direkt am Fuße der Berge.“ Sie zeigte aus der Kuppel der Jet in die richtige Richtung.
„Wie groß ist das Dorf?“ fragte Arno Kalup neugierig.
„Bei meinem letzten Besuch etwa einhundert Bewohner, die in Zelten wohnen, um im Notfall schnell vor den Hikons verschwinden zu können. Es gibt in den Bergen große Höhlensysteme, deshalb stehen die Zelte immer am Fuße der Berge. Eingänge gibt es nur wenige und diese sind gut getarnt. Kein Talluser, der wie alle nomadischen Nutzungsberechtigten des Transmitternetzwerks zur Volksgruppe der Althuronen gehört, würde uns verraten. Natürlich auch uns nicht, die wir ihre althuronischen ‚Brüder’ sind.“
Cirita Donat und ihr kleiner nomadischer Stamm von etwa fünfzig Leuten war über das Inquo-Netzwerk bereits im Milchstraßenbereich ‚Verlorene Welten’ zu ihnen gestoßen und gehörte selbstverständlich auch zum atlantischen Expeditionskorps nach NGC 5023 (Tarlorhol). Sie galten aufgrund ihrer Erfahrung im Transmitternetz als die Scouts der Atlantis-Expedition. Jeweils ein Althurone gehörte zu einem der vierundzwanzig Missionsteams der Atlantis Base.
„Und gibt es viele solcher Zeltdörfer auf diesem Planeten?“ fragte Tekener seinen weiblichen althuronischen Scout.
„Vielleicht zwanzig“, schätzte Cirita. „Sie liegen alle in der Nähe des Transmitterblocks, rund um die Berge herum.
„Wir sollten erst einmal den Planeten scannen. Vielleicht entdecken wir ja verräterische sechsdimensionale Energiesignale, die uns das Versteck des SEZ verraten“, hoffte Dr. Kalup wenig überzeugt von seinen eigenen Worten und blickte auf die holografischen Bedienelemente des von den GI eingebauten 6D-Orters. Der Pilot vermochte allerdings den Orter auch per Mentaltechnik zu bedienen. Dieser befahl der KI dann einfach den Einsatz des Scanners.
„Komm schon, Arno! Du denkst doch nicht, dass das so einfach geht?“
Professor Kalup blickte sein Gegenüber konsterniert an: „Und warum nicht?“ fragte er in einem hochnäsigem Tonfall, den Tekener wie üblich ignorierte. Dr. Arno Kalup hielt sich einfach für überschlau, was natürlich auch stimmte. Er musste trotzdem an seinen Sozialkompetenzen noch immer arbeiten. Genie oder nicht. Nur Atlan, Rhodan oder Bully gegenüber zeigte er einen gewissen Respekt.
„Na schön“ gab der Oberst nach, allerdings zeigte er sein berüchtigtes Lächeln, was Arno Kalup sicherlich innerlich gefrieren ließ. Das holografische Display-Feld baute sich auf. Es enthielt Daten, nach denen sich Tek gedanklich erkundigt hatte. Die neue KI der Jet scannte bereits auf einen Gedankenbefehl von Tek hin, nach der gespeicherten Energiesignatur eines SEZ, fand jedoch wie von Tekener erwartet nichts. „Also doch die Siedlung“, meinte er ironisch und setzte abermals sein Tek-Grinsen auf.

Nachdem die Scannung einer fortschrittlichen Technologie nichts brachte, hatte Arno nichts mehr einzuwenden. Cirita zeigte Tek den Weg. Um die Bewohner nicht zu beunruhigen, flogen sie im getarnten Modus über die Zeltstadt hinweg. Der neuartige Tarnschirm, welche die GI in die Missions-Jets eingebaut hatten, machte jede optische Sicht oder Ortung mit normaler Milchstrassen Technik endgültig unmöglich. Soweit sie bereits herausgefunden hatten, vermochten auch die Hikons, einen Tarnschirm der GI nicht zu knacken.

„Die Siedlung ist größer, als ich sie in Erinnerung habe“, meinte Cirita und blickte erstaunt auf die vielen Zelte unter ihnen. "Das sind bestimmt über einhundert Stück.“
„In der Mitte erkenne ich einen großen Platz“, fügte Ronald Tekener hinzu.
„Es muss Markttag sein. Deshalb sind so viele der Transmitter- Nutzungsberechtigten Nomaden mit ihren Zelten zum Hauptlager am Transmittertor gekommen“, vermutete Cirita.
„Tallus ist ein beliebter Handelsort der Nomaden.“
„Wir suchen ein sicheres Versteck für die Space Jet, tarnen sie und gehen zu Fuß zurück“, bestimmte Tekener ohne auf die Worte von Cirita einzugehen.
„Ach wirklich?“ Dr. Arno Kalups Tonfall ärgerte Tek diesmal, aber er sagte nichts.
„Ja, wirklich, Arno! Wer weiß, wer sich da unten alles herumtreibt. Ich will auf keinen Fall zu viel von uns verraten“, sagte Ronald und rieb sich an seinen Furchterregenden Lashat-Pockenmalen, welche ihn optisch entstellten. Aber Frauen liebten diese Narben offensichtlich, wieso auch immer, wie Tek fand. Auch dies war ein Grund, kosmetische Veränderungen an seinen ‚Markenzeichen’ zu verweigern. Sein Lächeln, wie die Gesichtsnarben gehörte zu seinem Wesen. Allerdings hatte er die übrigen Narben an seinem Körper beseitigen lassen. Nur die Gesichtsnarben existierten noch. Sie zeigten jedem intelligenten Bewohner der Milchstraße, dass wer sich dem Lashat-Virus des Planeten Lashat bewusst aussetzte und überlebte, sich vor nichts fürchtete.

(Anmerkung Autor: Dieses Universum liegt eng am ‚Original’ ist allerdings nicht identisch. Bezogen darauf, dass sich Tek die Narben am restlichen Körper entfernen ließ :devil:)

„Der Vorschlag ist gut“, meinte Cirita Donat, die immer wieder heimlich einen Blick auf Teks Gesichtsnarben warf, aber sich jeglichen Kommentars enthielt. Natürlich kannte sie von Dr. Arno Kalup die Geschichte wie Tek zu den Narben kam und sie bewunderte Tekener dafür, wie jeder Milchstraßenbewohner.
„Es ist kein Vorschlag“, sagte Tekener etwas boshaft, „sondern ein Befehl.“ Er war schon auf der Suche nach einem Versteck für den Jet. Ein Hologramm leuchtete vor ihm auf. „Da!“ Tekener deutete auf ein Symbol auf der holografischen Karte. „Das ist ein kleines Tal. Dort werde ich die Space Jet parken.“
Nur eine Minute später erreichten sie den winzigen Taleinschnitt, der aber genügend Platz für den Jet bot. Auf dem felsigen Untergrund hinterließ das getarnte Fahrzeug auch keine verräterischen Spuren.
„Myers, Magnum! Ihr bleibt hier und bewacht den Jet. Verhaltet euch ruhig. Wenn wir sicher sind, dass keine Gefahr besteht, werden wir euch informieren.“
„Ja, Sir!“ antworteten die beiden terranischen USO-Spezialisten wie aus einem Mund.

Tekener wandte sich an die beiden Wissenschaftler Dr. Erik Malven und die arkonidische Archäologin für lemurische Geschichte Tallura ve Tsorym. Tallura war Mitglied des Historischen Korps der USO „Sie bleiben auch hier, bis wir sicher sind, dass keine unmittelbare Gefahr droht.“
Dr. Erik Malven warf enttäuscht ein: „Ich möchte mitkommen. Es ist meine erste Außenmission.“
„Und die Letzte, wenn du nicht machst, was unser Oberst sagt“, giftete Arno Kalup zu seinem plophosischen Kollegen etwas schadenfreudig hinüber. „Eine richtige Außenmission ist nur etwas für wirkliche Experten.“

Cirita und Tekener konnten ein Grinsen nicht unterdrücken, als sie den immer noch korpulenten Arno Kalup so großspurig sprechen hörten. Sie schätzten seine wissenschaftliche Genialität. Aber das war es auch schon. Er war ein typischer Nerd mit mangelnden sozialen Kompetenzen.
Cari Nacra-Beauvallon wandte trotzdem ein. „Seid wann sind Sie ein Experte für Außenmissionen, Professor?“
Kalup blickte ihn nur sardonisch an. „Seid ich unseren ‚Captain Kirk’ in Missionen kennen lernen durfte und dadurch oft in Gefahr geriet.“
„He!“ rief Tekener ehrlich empört aus. „Wenn ich mich recht erinnere, war ich es der bereits zweimal deinen Hintern, in dieser Galaxis rettete, Arno! Schließlich hat jedes Team bereits ein Dutzend Außeneinsätze hinter sich!“
„Aber nur, nachdem mein Hintern unnötig in Gefahr geraten ist.“
„Meine Herren!“ griff Cari Nacra-Beauvallon vermittelnd ein, der an den verbalen Schlagabtausch der beiden noch nicht gewöhnt schien. Dies war seine erste Mission mit dem AT1-Team unter Ronald Tekener. Atlan hatte ihn leider auf seine Sondermission im Auftrage von ES nicht mitgenommen. Normalerweise begleitete er immer Atlan bei seinen Missionen. Wie immer ließ es sich der Lordadmiral nicht nehmen, ebenfalls ein Außenteam zu übernehmen. Übrigens neben Teks und Bullys Team das Erfolgreichste.

(Anmerkung Autor: Was sonst! :devil:)

„Haben wir nicht Besseres zu tun, als uns zu streiten?“ mischte sich auch noch Erik Malven ein.
Vereint fuhren die beiden verärgert herum und starrten Erik wütend an. „Wer streitet hier denn? Wir sagen uns gegenseitig nur unsere Meinung.“

Ciritas Grinsen wurde noch breiter und sie warf Cari bezeichnete Blicke zu, die dieser allerdings mit einer stoischen Miene ignorierte. Sie kannte die beiden Streithähne inzwischen länger und wusste, dass sie im Grunde gute Freunde waren, dies aber voreinander mit scheinbar groben Worten tarnten.
Erik Malven fügte sich brummend und hoffte, dass die Sechs bald etwas fanden, dass seine Anwesenheit erforderlich machte. Professor Dr. Kalup allerdings kostete offensichtlich seine vorerst letzte Mission emotional voll aus.
Er sah immer noch verärgert aus. „Was ist jetzt schon wieder los, Arno?“ fragte Tekener, diesmal doch selbst etwas ärgerlich.
„Weißt du, wie weit es von hier bis zum Dorf ist?“ fragte der korpulente Professor.
„Eine Stunde und zwanzig Minuten zu Fuß, wenn wir uns mit normaler Laufgeschwindigkeit auf den Weg machen. Auch du solltest durchaus normale Marschgeschwindigkeit erreichen können, Arno“, lautete die prompte Antwort und ein anzüglicher Blick traf den Dicken, der früher oft von seinen Kollegen als ‚Qualle’ verspottet wurde. Seit ihn ES wieder ins Leben zurückgeholt hatte, hatte er allerdings erheblich abgemagert.

Irritiert blickte Arno Kalup Tek an. „Woher weißt du das so genau?“
„Das habe ich aus der Entfernung des Dorfes zum Tal ausgerechnet, wenn wir uns genau an der Felswand entlang mit normaler Fußgeschwindigkeit bewegen.“
„In dieser kurzen Zeit und im Kopf?“
„Ich bin gut im Kopfrechnen“, sagte Tekener sarkastisch und lächelte Dr. Arno Kalup mit seiner berüchtigten Mimik an. Dieser ignorierte sie allerdings im Moment. Was in Tek alle Alarmglocken schrillen gelassen hätte, wenn er die Gedanken von Arno hätte lesen können.

„Du schaffst es immer wieder, mich in Erstaunen zu versetzen, Tek!“
Der zuckte nur mit den Achseln.
Inzwischen waren sie aufgebrochen. Arno Kalup holte den Oberst watschelnd ein. „Aber du warst es, der das Rätsel löste, nicht ich!“
„Und das ärgert dich noch immer, was? Das Genie Arno Kalup durchschaut ein einfaches mathematisches Problem nicht, aber der Galaktische Spieler schon.“

Professor Dr. Kalup verzog verärgert das Gesicht, sagte aber nichts mehr. Er ließ den Oberst vorangehen und blieb hinter ihm zurück. Den ganzen restlichen Weg sagte er kein Wort mehr, machte aber ein so griesgrämiges Gesicht, dass Tek wusste, dass er richtig getippt hatte.

Die Luft erfüllte ein Gesang von unbekannten und unsichtbaren Vögeln. Die Schwerkraft besass ein wenig höhere Werte als auf der Erde und die Luftfeuchtigkeit musste gut 90% betragen. Es roch fremd, wenn man die künstliche Atmosphäre der Atlantis oder die der Erde als Vergleich heranzog. Die Sonne stand noch hoch am Himmel, es musste noch früh am Morgen sein. Dies alles führte dazu, dass Arnos Laune seltsamerweise immer schlechter wurde. Ihr Weg führte sie entlang des Gebirgsausläufers. Ein schmaler gut ausgetretener Fußweg zog sich am Grund der Berge entlang, der es ihnen erlaubte, trotz allem ihr von Tek berechnetes Tempo beizubehalten. Neben sich sahen sie grüne Wiesen, in denen das Gras teilweise kniehoch stand, dann wiederum auch abgegrast war.
„Das sind die Weiden der Nomaden“, erklärte Cirita ihnen. „Die Bewohner leben hauptsächlich von ihrem Vieh und den Produkten wie Butter, Käse und Milch. Mit diesen Produkten treiben sie auch Handel im Transmitter-Netzwerk, auch mit den Sesshaften, welche die Transmitter nicht nutzen können. Die hiesigen Felder liegen versteckt in Gebirgstälern, ähnlich dem, das wir zur Tarnung für die Space Jet benutzt haben.“
Zwischendurch durchquerten sie kleine Wälder, einmal mussten sie einen kleinen Bach überqueren, über den keine Brücke führte. Große Steine, mitten im Bach mussten als Tritte benutzt werden, was aber keinem im Team Schwierigkeiten bereitete. Nicht einmal Dr. Kalup. Er ächzte nur lauthals und nörgelte herum, über die primitiven Wege hier. Aber keiner hörte seinem Gejammer zu.

Nach genau der Zeit, die Tekener geschätzt hatte, sahen sie das Zeltdorf vor sich liegen. Der Oberst stoppte und machte seine Waffe griffbereit. Seine Männer machten es ihm nach, was Cirita mit einem Stirnrunzeln quittierte.
„Keine Sorge, Cirita, das ist wie üblich nur reine USO Vorsichtsmassnahme“, beruhigte Tekener sie. „Allerdings solltest du unser Standardvorgehen inzwischen kennen.“
„Eben!“ erwiderte sie nur, sagte aber nichts weiter. Ronald Tekener ignorierte die Reaktion von Cirita. Vorsicht war immer besser als Nachsicht. Das sollte eine Kundschafterin eines althuronischen Stammes auch wissen.
Der schmale Fußweg mündete in einen breiteren Weg, was das Vorwärtskommen etwas erleichterte. Bald begegneten ihnen die ersten Menschen, die sie argwöhnisch beäugten, ihnen jedoch nicht den Weg versperrten. Je näher sie dem Dorf kamen, desto mehr Nomaden wurden es. Ihre fremdartige Bekleidung und die Waffen fielen natürlich sofort auf. Als sie endlich den zentralen Platz des Dorfes erreichten, folgte ihnen eine ganze Traube von Bewohnern. Man konnte ihnen nicht ansehen, dass sie von geflohenen Lemurern, und Atlanter abstammten. Diese Art von Menschen könnte man auch in einem Gebirgstal im nördlichen Indien antreffen.
Einige der Einheimischen mussten ihnen vorausgeeilt sein, denn kaum betraten sie den Platz, da kam ihnen ein vornehm gekleideter Mann entgegen, der hier wohl das Sagen hatte, denn die anderen trugen meist braune oder dunkelgrüne einfache Bekleidung, die ihnen draußen auf den Feldern gute Tarnung bot.
„Ich bin Magistrat Selok. Willkommen auf Tallus.“ Ein vorsichtiger Blick traf die Waffen der USO-Spezialisten. Die gefährlich aussehenden Kombistrahler hingen sichtbar an ihren Halftern.
„Mein Name ist Cirita Donat. Ich war schon ein oder zweimal hier. Und dies sind Ronald Tekener, Dr. Arno Kalup, Cari Nacra-Beauvallon und diese beiden heißen Hayan und Brenner. Wir kommen in friedlicher Absicht.“
„Cirita Donat“, ein abschätzender Blick traf sie. „Ich erinnere mich an deinen Namen. Wir hörten, dass dein Vater von den Hikons ausgesaugt wurde. Das tut uns leid.“
Cirita neigte den Kopf. „Deshalb, und auch für die eventuelle Rettung meines Stammes und aller Bewohner der vielen bewohnten Planeten in Tarlorhol, habe ich mich diesen Menschen, welche sich Galaktiker nennen und zu einer gigantischen Organisation namens USO gehören, angeschlossen. Sie sind unsere beste und einzige Hoffnung im Kampf gegen die Hikons.“
Selok blickte jetzt den Oberst offen an. „Zwar kämpfen wir zurzeit nicht gegen die Hikons, weil sie unseren Stamm vor einer Generation heimsuchten, aber seid uns trotzdem willkommen.“
Ronald Tekener ergriff das Wort: „Wir danken Ihnen für die freundliche Begrüßung, Magistrat. Achten Sie nicht auf unsere Waffen. Sie dienen nur zur Verteidigung. Leider werden wir nicht auf allen Welten so freundlich begrüßt wie hier. Meine Begleiter und ich sind friedliche Forscher, aber auch Kampfspezialisten. Wir sind hier um euch im Kampf gegen die Hikons zu helfen und die Technologie der ersten Vorfahren, welche wir Lemurer nennen, zu erforschen. Sie sind auch unsere Vorfahren. Wir nennen sie die Erste Menschheit und wir sind die Zweite. Außerdem versprechen wir euch medizinische Hilfe, technische Geräte oder was immer ihr auch benötigt und vor allem Hilfe gegen die Hikons.“
„Wie ich schon sagte, ist ein Kampf gegen die technisch weit überlegenen Lebenskraftsauger aussichtslos. Doch folgt mir. Gehen wir in mein Zelt. Dort können wir uns in aller Ruhe und ungestört unterhalten und etwas zur Stärkung zu uns nehmen.“

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Während die Ankömmlinge dem Magistrat in dessen Zelt folgten, zerstreute sich die Menge wieder oder wandte sich ihrer unterbrochenen Arbeit zu. Nur zwei der Bewohner verhielten sich anders. Die erste, eine schlanke junge Frau mit langen dunklen Haaren und lemurischen Aussehens, wandte sich an ihren etwas älteren Begleiter. „Belausche sie! Ich muss herausfinden, warum sie hier sind.“
„Glaubst du, sie sind aus dem gleichen Grund wie wir hier?“
„Genau das sollst du ja herausfinden“, antwortete die Frau mit düsterem Blick. Hoffentlich waren das nicht schon wieder verkappte Schatzjäger, die sich als Forscher ausgeben. Ihr letzter Zusammenstoß mit diesen idiotischen und degenerierten Tenoii langte ihr noch. Nur mit knapper Not waren sie damals mit dem Leben davongekommen, trotz ihrer überlegenen technischen Ausrüstung. Die Tenoii mochten degeneriert sein, aber harte Kämpfer waren sie immer noch und sie konnten weiterhin als direkte Nachkommen der Lemurer die Transmitterstraßen benutzen.

Bei der zweiten Gestalt, die sich von den normalen Nomaden unterschied, handelte es sich um einen Mann in mittleren Jahren, der sich eiligst aus dem Dorf entfernte. Sein Ziel war das Transmittertor. Es gab jemanden, der sich sicher dafür interessierte, dass die USO- Leute auf Tallus herumstreunten.


Momentanes Hauptquartier der Tenoii

Tenarch Drur Milrak ging eiligen Schrittes den langen Tunnel entlang, der zu den Räumen Koltocs, des Anführers der Tenoii ihres Volkes, führte. Es handelte sich um einen düster blickenden Mann Anfang fünfzig mit Narben im Gesicht. Und er hatte Neuigkeiten, die Magh Koltoc sicher interessierten.
Vor der Tür standen die beiden Leibwächter Koltocs, die Drur Milrak selbst ausgebildet hatte. Sie salutierten, als Drur vor der Tür stehen blieb.
„Ich muss mit Magh Koltoc sprechen.“
Einer der Wächter drehte sich um, öffnete die Tür und ging hinein. Nur einen Augenblick später kam er zurück. „Koltoc erwartet dich.“
Magh Koltoc, ein Mann um die Fünfzig, mit gelockten rötlichen Haaren und ein paar Pfunden zuviel um die Rippen, saß hinter seinem Schreibtisch und arbeitete einen Stapel Papiere auf. Er benutzte keinen Computer. Als Drur vor seinem Schreibtisch stehen blieb, beendete er die Arbeit und sah dem Tenarch fragend ins Gesicht: „Tenarch Drur Milrak, was kann ich für dich tun?“
„Einer meiner Spione meldete mir, dass eine Gruppe der Neuankömmlinge die sich selbst USO-Spezialisten aus Atlantis nennen, auf Tallus erschienen ist.“
Koltoc verzog angewidert sein Gesicht: „Du bist doch über unser Abkommen mit ihnen informiert?“
„Selbstverständlich, aber es ist etwas Persönliches. Gib mir die Erlaubnis eine Eingreifgruppe unter meiner Führung hinzuschicken. Diesmal werden wir vorsichtiger vorgehen und uns nicht überlisten lassen.“
„Hast du mich nicht verstanden? Wir haben einen Waffenstillstand mit der USO Basis Atlantis geschlossen. Da die Hikons schon hier waren und unsere Welt nun für leer halten, können wir ungestört weiter im Untergrund an unseren Militäraufbau arbeiten. Wir hätten schon von Anfang an mit diesen hm, Atlantern, zusammenarbeiten sollen. Es war ein großer Fehler von uns, der viele Opfer auf unserer Seite gekostet hat. Das nun geschlossene Abkommen werde ich auf keinen Fall gefährden. Wir brauchen ja keine Freunde zu werden. Ich befehle dir zum Wohle unseres Volkes deinen Hass zu vergessen.“
Drur Milraks Gesicht versteinerte: Aber...!“
Magh Koltoc sprang aus seinem Stuhl. „Verstanden?“
„Ja, Magh“, antwortete Drur immer noch mit rebellischen Gedanken. „Dann erlaube, dass ich zu meinen Rekruten zurückkehre und mit dem Training fortfahre.“
Koltoc setzte sich wieder. „Ja, tue das. Darin bist du gut!“
Tenarch Drur Milrak salutierte und ging innerlich kochend vor Wut zurück.
Niemals! In keinem Falle würde er seine Rache aufgeben. Selbst wenn dieser verfluchte Atlan nicht dabei war, wollte er die USO-Spezialisten nicht ungestraft lassen. Er würde seine Rache bekommen. Entschlossen kehrte er in die Trainingsräume zurück. Schnell rief er vier seiner engsten Vertrauten zu sich und erzählte, was vorgefallen war. Jeder von ihnen hatte durch die USO- Leute, die ihre Raumbasis seltsamerweise Atlantis nannten, entweder einen Freund oder sogar einen Verwandten verloren. Sie waren sofort Feuer und Flamme für Drur Milraks Plan.
Schon eine Stunde später stand eine Gruppe von dreißig Kämpfern abmarschbereit. Offiziell gingen sie zu einem Trainingsplatz auf der Oberfläche. Doch sobald sie die unterirdische Anlage verlassen hatten, befahl er die Richtung zu ändern und zum Transmittertor zu marschieren und den Planeten Tallus anzuwählen.
„Kaffee ist übrigens ein Hauptgrund, der die Existenz Terras berechtigt erscheinen lässt.“ leicht abgeändert.

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Re: Requien für ES

Beitragvon sonnenwind » 14. Januar 2017, 17:57

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sonnenwind
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Huhu Homer!
Wieder recht interessant geschrieben. :st:
Ronald Tekener ist ja ein ganz toller Bursche. :D
Ich lese ja hauptsächlich PRNEO und habe, was die EA angeht, insoweit nur etwas Ahnung, als dass ich einige Zyklen als Hörbücher ( CD Silberedition ) in meiner Sammlung habe; aber gehe ich recht in der Annahme, dass mich die Lebenskraft-Sauger Hikons sehr an die Wraith in Stargate erinnern?
Und plötzlich weißt du: Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen ( Meister Eckhart ).

Der wahre Mut besteht darin, gerade dann Mut zu zeigen, wenn man nicht mutig ist ( J. Renard ).

Re: Requien für ES

Beitragvon Elena » 14. Januar 2017, 18:44

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Elena
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Oh weh, Hass ist ein gefährliches Ding! Er verursacht soviel Leid. Ich gehe mal davon aus, dass unsere Leute gewinnen werden, aber wieviel Tote wird es kosten? :(

Bin gespannt, wie das am Ende ausgeht und was Kalup für Gedanken hatte, die Tek alarmiert hätten, wenn er sie gewusst hätte. ;)
Mit Adleraugen sehen wir die Fehler anderer, mit Maulwurfsaugen unsere eigenen.
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Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 14. Januar 2017, 20:38

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Homer G Adams
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sonnenwind hat geschrieben:Huhu Homer!
Wieder recht interessant geschrieben. :st:
Ronald Tekener ist ja ein ganz toller Bursche. :D
Ich lese ja hauptsächlich PRNEO und habe, was die EA angeht, insoweit nur etwas Ahnung, als dass ich einige Zyklen als Hörbücher ( CD Silberedition ) in meiner Sammlung habe; aber gehe ich recht in der Annahme, dass mich die Lebenskraft-Sauger Hikons sehr an die Wraith in Stargate erinnern?


Ja, das ist Tek. Du könntest die Planetenromane lesen. Oben wurden sie genannt. Die ersten Abenteuer einer Legende :lol:

Über Neo kein Wort mehr :devil:

Hikons erinnern wirklich an die Wraith. Auch die Atlantis-Expedition mit Inquos und lemurischen Transmitter könnten an ein anderes label erinnern. :unschuldig:

Aber das hier ist PR ;)
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Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 14. Januar 2017, 20:42

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Homer G Adams
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Elena hat geschrieben:Oh weh, Hass ist ein gefährliches Ding! Er verursacht soviel Leid. Ich gehe mal davon aus, dass unsere Leute gewinnen werden, aber wieviel Tote wird es kosten? :(

Bin gespannt, wie das am Ende ausgeht und was Kalup für Gedanken hatte, die Tek alarmiert hätten, wenn er sie gewusst hätte. ;)



Ja, das ist Hass immer. Aber leider gehört er wohl für immer zu den intelligenten bewussten Lebewesen. Leider!

Natürlich gewinnen am Ende immer 'unsere Helden' :unschuldig:
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Re: Requien für ES

Beitragvon sonnenwind » 14. Januar 2017, 21:23

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sonnenwind
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Homer G Adams hat geschrieben: Du könntest die Planetenromane lesen. Oben wurden sie genannt.

Über Neo kein Wort mehr :devil:

Hikons erinnern wirklich an die Wraith. Auch die Atlantis-Expedition mit Inquos und lemurischen Transmitter könnten an ein anderes label erinnern. :unschuldig:

Aber das hier ist PR ;)


Hallo Homer!
Planetenromane? Ist 'ne gute Idee! :st: Einige habe ich nämlich auch schon mal gelesen. :D
PRNEO? So schlimm für Dich? :unsure: Aber okay... ich kann damit leben. :D
PR: Na klar! Aber Ähnlichkeiten bei unterschiedlichen Science Fiction-Serien wird man immer finden. Und ich mag Stargate, deshalb ist mir die Ähnlichkeit aufgefallen.
Aber natürlich... nichts geht über PR. :) Damit kann ich auch leben. :D
Dir ein schönes Wochenende! :)
Und plötzlich weißt du: Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen ( Meister Eckhart ).

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Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 15. Januar 2017, 18:54

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Homer G Adams
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Aber das hier ist PR ;)

Hallo Homer!
Planetenromane? Ist 'ne gute Idee! :st: Einige habe ich nämlich auch schon mal gelesen. :D
PRNEO? So schlimm für Dich? :unsure: Aber okay... ich kann damit leben. :D
PR: Na klar! Aber Ähnlichkeiten bei unterschiedlichen Science Fiction-Serien wird man immer finden. Und ich mag Stargate, deshalb ist mir die Ähnlichkeit aufgefallen.
Aber natürlich... nichts geht über PR. :) Damit kann ich auch leben. :D
Dir ein schönes Wochenende! :)



Mein Gott, wir haben Schnee, Schnee, Schnee. Gerade fertig gebahnt. Das reicht locker aus, um Sport zu ersetzen. :)

Ja, PRN ist in meinen Augen unter Borsch weit besser gewesen. Habe das Experiment längst beendet. Nur noch PR-Classic gilt. ;) :devil:

Ähnlichkeiten wird es immer geben. Aber Transmitterstraßen ala Stargate, gab es längst vor SG in PR. Also nichts Neues. ;)

Ebenso noch ein schönes Wochenende. Und viel Spaß bei PR-Classic-Planetenromane B-)
Zuletzt geändert von Cäsar am 20. Januar 2017, 21:58, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: quote repariert
„Kaffee ist übrigens ein Hauptgrund, der die Existenz Terras berechtigt erscheinen lässt.“ leicht abgeändert.

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Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 20. Januar 2017, 10:11

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Homer G Adams
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Teil II

Planet Tallus

Tekener und Arno Kalup hatten inzwischen den Magistrat Selok den Grund ihres Besuches erklärt.
Selok hörte aufmerksam zu. „Ich verstehe, warum Sie dieses, wie nannten Sie es ...?“
„SEZ“, half Doktor Kalup aus.
„Dieses SEZ also, brauchen. Wir selbst haben keine Verwendung dafür und würden es Ihnen gerne überlassen, aber wir haben keine Ahnung, wo es sich befindet. Sind Sie sicher, dass das, was Sie suchen, sich hier auf Tallus befindet?“
„Ja, das sind wir“, erklärte Tekener in einem bestimmten Tonfall.
„Was ist mit den Höhlen? Und warum befinden sich so viele Zelte hier?“ fragte Cirita Donat.
„Heute ist Markttag. Die meisten Zelte werden morgen wieder abgebaut. Und in keiner unseren Höhlen haben wir das Gesuchte gesehen.“
„Erlaubt ihr eine Suche in den Höhlen?“
„Das muss ich mit dem Ältestenrat besprechen. Die Höhlen sind schließlich unsere Überlebensgarantie gegen die Hikons. Ich denke aber, sie werden es erlauben, wenn ihr euch mit verbundenen Augen hinführen lasst und auch einen Führer mitnehmt.“
Die USO-Spezialisten sahen sich an und jeder gab sein Einverständnis durch kurzes Nicken bekannt.
„Ich denke, darauf können wir uns einlassen“, fasste Tekener zusammen. „Und ich verbürge mich für alle Frauen und Männer unter meinem Kommando. Niemand wird Ihr Geheimnis verraten, Magistrat. Unsere USO- Ausbildung erlaubt uns sogar Folter zu widerstehen.“
Tek hoffte, dass die Lemurer-Nachkommen es einmal ausnahmsweise ehrlich meinten und sie nicht zu hintergehen versuchten, wie es beispielsweise die Tenoii permanent getan hatten. Auf diese aggressive Gruppe stießen sie bereits bei ihren ersten Missionen. Die USO hatte sie bereits auf den ‚Verlorenen Welten’ in der Milchstrasse ‚kennengelernt’. Nach anfangs feindlichen Konflikten kamen sie allerdings mit den Tenoii zu einer brüchigen Übereinkunft.

„Und um unsere guten Absichten zu beweisen, werde ich veranlassen, dass eine große Ladung hochwertiger medizinischer Güter und andere für euch nützliche Dinge hergebracht werden.“ Tek hatte für so einen Fall vorgesorgt und entsprechende Container in den Laderaum der Space Jet laden lassen.
Die neuartigen Materiedrucker und Automatfabriken der GI erlaubte der USO-Expedition, nahezu alle notwendigen Güter nebst Lebensmittel in der Atlantis herzustellen. Für den Biodrucker beispielsweise, der Lebensmittel generierte, benötigten sie lediglich Biorohstoffe. Das konnten Algen, Tang oder einfach Pflanzen sein. Die 3D-Drucker, die manche Bezugnehmend auf eine alte terranische SF-Serie, Replikatoren nannte, konnte beispielsweise fast Alles generieren. Sie benötigten nur Materie und die gab es überall, vor allem im Weltraum. Außer eben den Biodrucker, welche organische Rohstoffe benötigten.
Notfalls könnte natürlich auch aus toter Materie Lebensmittel generiert werden. Aber die Psyche und auf Dauer wohl auch die Mägen der organischen Wesen rebellierten dagegen, deshalb der Einsatz der speziellen Biodrucker.

„Aber Sie haben noch nichts gefunden“, warf Selok überrascht ein.
„Das macht nichts. Betrachten sie die Güter als ein Zeichen unseres guten Willens“, antwortete Tekener lächelnd. Sein Lächeln erreichte allerdings nicht seinen Mund und besaß einen drohenden Unterton „Vergessen Sie niemals Magistrat, dass die USO eine mächtige und technisch fortgeschrittene Organisation ist. Außerdem können wir in Atlantis diese Güter jederzeit wieder herstellen.“

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Keiner bemerkte die Gestalt hinter dem Zelt, die sich fort schlich. Die Frau wartete ungeduldig in einem kleinen Zelt. Es war früher Nachmittag und die Sonne warf schon lange Schatten.
„Wir hatten recht, Rihanna, sie sind aus dem gleichen Grund wie wir hier.“
„Wusste ich es doch. Es handelt sich demnach um eine weitere unbekannte Gruppe der Tenoii! Allerdings scheint sie eine shuwashische Raumbasis erobert zu haben und diese Hochtechnik auch zu beherrschen. Wir sollten uns vorsehen. Diese Tenoii scheinen anders zu sein. Sie vergeben Geschenke und eine Drohung gleichzeitig. Seltsame Wesen.“
„Was machen wir nun?“
„Sie wissen nicht, dass wir hier sind und auch nach der Energiequelle suchen. Wir folgen ihnen unbemerkt, und wenn sie finden, was sie suchen, nützen wir das Überraschungsmoment aus und nehmen ihnen das Modul weg. Im Notfall auch mit Gewalt.“
„Mit Gewalt?“
„Beruhige dich, Kelan! Wir brauchen sie ja nicht zu töten, auch wenn sie es verdient hätten, falls sie wirklich Tenoii sind.“ Rihanna dachte an den letzten Zusammenstoß mit den ihrem Volk bekannten Tenoii, der mit dem Tod eines Freundes geendet hatte. Erneut loderte Wut in ihr auf. Samthandschuhe würde sie nicht anlegen. Entschlossen klopfte sie auf ihre versteckte Tasche mit der Waffe darin. Diese war sehr effektiv. Man konnte damit betäuben oder sogar töten. Sie würde sie auf die höchste Stufe der Betäubung einstellen. Das würde den Tenoii einige verdiente Schmerzen beim Aufwachen bereiten. „Unglaublich wie moralisch tief die ehemaligen Tenoy (Wächtertruppe) des lemurischen Transmitternetzwerks gefallen ist!“ dachte Rihanna.

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Inzwischen sprach Tekener noch immer mit Selok. Der Magistrat wollte gehen und in etwa einer Stunde zurückkommen. Dann sollte er die Antwort der Ältesten haben. Der Narbengesichtige war froh, nicht länger warten zu müssen.
Er rief einen der Spezialisten heran. „Myers, Sie und Cari gehen zum Transmittertor und informieren Dr. Lyndon in Atlantis. Falls Solarmarschall Bull von seiner Mission zurück ist, dann auch ihn, er ist immerhin Atlans Erster Stellvertreter, nachdem wir ihn in einer der separaten Tiefschlafzellen in der Atlantis vorfanden. ES hat sich sicherlich etwas dabei gedacht, dass er auch Bully mitnahm.“
Diese letzten Worte hörten sich fast bitter an. Auch Ronald hatte sich in einer solchen Tiefschlafzelle, wie Atlan, Kalup und auch Cyriell wieder gefunden, als die Atlantis vor drei Monaten in NGC 5023 ankam. In der USO- Hierarchie galt allerdings Tekener als Atlans Stellvertreter. Aber der Lordadmiral konnte einen Solarmarschall des Solaren Imperiums nicht hinter Tekener zurückstellen, deshalb nahm Bully ‚offiziell’ die zweite Position in der Raumbase Atlantis ein.
Tekener fuhr fort: „Sagen Sie Dr. Lyndon, dass wir vielleicht noch mehr Medikamente und Gebrauchsgegebenstände für die Talluser benötigen. Cirita und Hayan, ihr geht zur Space Jet und holt die Kleincontainer. Hayan, Sie bleiben dort, weil Sie die Space Jet ebenfalls fliegen können. Und ich möchte einen Piloten dort haben, nicht nur eine KI.“
„Ja, Sir!“ antwortete Hayan. „Befürchten Sie eine Gefahr?“
„Eigentlich nicht, es ist nur so ein Gefühl“, meinte Tekener. „Und passt auf, dass euch auf dem Weg zur Space Jet niemand folgt.“
„Du traust den Tallusern nicht?“ fragte Cirita nun mit Nachdruck.
„Im Grunde schon. Doch Vorsicht ist immer besser als Nachsicht. Ein altes terranisches Sprichwort, das wir in der USO ebenfalls praktizieren.“ Cirita nickte nur und lächelte auf eine Art, die durchaus von Tek kommen könnte. Vielleicht hatte sie es von dem ‚Smiler’ abgeschaut.
„Wir passen auf, Sir“, versprach Hayan und salutierte lässig.
Während sich alle auf den Weg machten, blieben Dr. Kalup und Tekener im Dorf, um die Antwort der Ältesten abzuwarten. Die Stunde verging schnell und als Selok mit einem Begleiter zurückkam, sah Tek schon an dessen Gesichtsausdruck, dass sie eine positive Antwort erhalten würden.
„Das ist Adun“, stellte Selok den jungen Mann vor. „Er ist euer Führer.“
„Können wir gleich aufbrechen?“ fragte Arno. „Es sind noch einige Stunden bis zur Dunkelheit.“
Selok blickte ihn überrascht an, über die Eile, doch Adun antwortete an seiner Stelle: „Ich habe nichts dagegen, Magistrat.“
„Gut!“ Selok rief noch vier Männer hinzu. „Sie werden euch bis zum nächsten Eingang mit verbundenen Augen bringen. Adun übernimmt dann die Führung in den Höhlen.“
USO-Oberst Ronald Tekener hatte mit so etwas gerechnet und stimmte zu. Arno Kalup meckerte, doch es blieb ihm keine andere Wahl.
So kam es, dass sie die nächste halbe Stunde mit verbundenen Augen durch die Gegend stolperten. Die Talluser verhinderten jedoch, dass einer von ihnen stürzte. Vor ihrem Aufbruch hatte Tekener noch Myers und Cari Nacra-Beauvallon über Funk informiert. Die beiden hatten mit Dr. Lyndon gesprochen und befanden sich gerade auf dem Rückweg zum Dorf.
Nach einer halben Stunde endete ihr Marsch und Tekener hörte Geräusche, wie wenn eine große Platte zur Seite geschoben wurde. Dann mussten sie Steinstufen hinabsteigen. Wahrscheinlich lag der Eingang in die Höhlen im Boden versteckt.
Das gleiche schleifende Geräusch wiederholte sich und Adun sagte: „Ihr könnt die Binden nun abnehmen.“
„Danke! Vielen Dank!“ giftete Doktor Arno Kalup sarkastisch.
„Steckt die Bänder ein“, verlangte Adun. „Ihr braucht sie wieder für den Rückweg.“
Nachdem sie das getan hatten, fragte Arno Kalup. „Und nun?“
„Ich kann euch durch viele Gänge führen“, erklärte Adun.
„Es ist egal, in welche Richtung wir gehen“, meinte Tekener ziemlich unsicher.
Adun ging voran. Nach zwei Stunden murrte Professor Kalup. „Das führt doch zu nichts.“
„Wessen Idee war es denn, heute noch aufzubrechen?“ erkundigte sich Tekener spitz. Er blickte sich um. Die Ränder der Tunnel gestalteten sich glatt und nirgends gab es Vorsprünge. Immer wieder zweigten Seitengänge ab oder kleine Räume hatten die lemurischen Erbauer in den Wänden untergebracht. Tekener wusste längst, dass solche subplanetarischen Anlagen der Lemurer weder früher von Halutern und jetzt nicht von den Hikons geortet werden konnten, weil sie effektiv abgeschirmt wurden, die weder eine Scannung von Biozeichen noch von technischen Anlagen möglich machte. Solche subplanetare Anlagen existierten überall auf den Planeten wo shuwashische Inquos und oder lemurische Ferntransmitterblocks existierten.

Adun erklärte ihnen stolz, dass diese von den Vorfahren gebauten Kammern von den althuronischen Nomaden, welche die Transmitter benutzen konnten, als Wohnräume benutzt wurden. Das galt auch für die Talluser, die sich bei Gefahr, beispielsweise wenn die Hikons kamen, hier versteckten.
Nach einer weiteren Stunde glaubte auch Tekener, dass sie im Moment nichts finden würden und beschloss die Suche für heute abzubrechen. Adun brachte sie zum nächstgelegenen Ausgang.
Dort mussten sie wieder die Augenbinden anlegen und Adun öffnete ein verstecktes Felsentor, das er alleine bedienen konnte, in dem er auf einen verborgenen Hebel drückte. Er führte erst Tekener, dann Arno Kalup ins Freie, weit genug weg vom Eingang, so dass er ihnen erlauben konnte, die Binden abzunehmen.

Inzwischen dunkelte es bereits. Tallus besass keinen Mond und Wolken zogen auf. Ein frischer Wind wehte und ließ sie frösteln. So warm sich der Tag auch gestaltet hatte, so kalt schien es in der Nacht zu werden. Und dunkel. Sehr dunkel! Zum Glück hatten sie Lampen mitgenommen, mit denen sie den Weg ausleuchten konnten.
Steif gefroren erreichten sie eine halbe Stunde später das Zeltdorf und trafen auf die anderen. Cirita, Myers, Brenner, Cari Nacra-Beauvallon und die beiden Wissenschaftler Dr. Erik Malven und Dr. Tallura ve Tsorym befanden sich in einem ihnen zur Verfügung gestellten großen gut isolierten Zelt. Selok leistete ihnen Gesellschaft.
„Oberst, haben Sie etwas gefunden?“ fragte Dr. Tallura.
Auch Dr. Erik Malven ein Protege von Professor Dr. Waringer, nach Professor Kalup der fähigste Transmittertor- Experte der Atlantis-Expedition, er stammte von Plophos, sah die beiden Neuankömmlinge gespannt an.
„Leider nein! Die Tunnelsysteme sind so ausgedehnt, dass wir wohl noch Tage suchen müssen, wenn wir nicht durch einen Zufall über das Gesuchte stolpern. Morgen werden wir uns in mehrere Gruppen einteilen und systematisch mit der Suche beginnen. Vielleicht haben wir dann mehr Glück.“
Später zogen sich alle zur Ruhe zurück, denn es versprach ein anstrengender Tag zu werden. Am anderen Morgen standen alle früh auf. Dann überlegte Ronald Tekener, ob er Hayan ablösen lassen sollte und setzte sich heimlich mit ihm über Funk in Verbindung. Doch der USO-Spezialist mit dem Sergeant- Rang versicherte ihm, dass es ihm nichts ausmachte alleine in der Space Jet zu bleiben. Mit allem versorgt sei er und es wäre der sicherste Platz auf dem ganzen Planeten.
Nach einem ausgiebigen USO- Einsatzfrühstück, Tek schüttete in den üblichen USO- Kaffee einen großen Schuss, seines persönlichen Kognaks, den er immer in der USO- Missions Standardverpflegung mitnahm, bildeten sie drei Zweier-Teams und ein Dreier-Team, die aus Tekener/Kalup, Cirita/Myers, Cari Nacra-Beauvallon/Wagram und Dr. Erik Malven/Brenner bestanden. So hatte jeder der Wissenschafter einen Spezialisten zum Schutz dabei. Ausserdem bekam noch jede Gruppe ihren Führer.
Während die Teams aufbrachen, machten sich auch die ersten Nomaden daran, ihre Zelte abzubrechen, denn der Markttag endete eben. Bei ihrer Rückkehr am Abend würden sie wohl nur noch die regulären Bewohner des Dorfes antreffen.

Wie am Tag zuvor, fungierte Adun wieder als der Führer von Tekener und Dr. Kalup. Nach der üblichen Prozedur mit den Augenbinden, setzten sie ihre Suche in den Tunnels fort. Jede Gruppe würde ihr festgelegtes Gebiet absuchen und am Abend in das Dorf zurückkehren. Es sei denn, jemand fand etwas. Dann würden die Erfolgreichen die anderen Suchtrupps über Funk informieren.
Gegen Mittag legten die drei ihre erste Rast ein. Proviant und Wasser hatten sie in ihren Rucksäcken mitgenommen. Mit einem tiefen Seufzer der Erleichterung setzte sich Arno auf den glatten Boden und holte sich zuerst einen Riegel Schokolade zur Stärkung heraus.
„Nennst du das ein ordentliches Essen?“ fragte Oberst Ronald Tekener ihn ironisch.
„Nein, aber es stärkt die Seele.“
„Die Seele? Ein Stück Schokolade?“
Doch der Professor ließ sich nicht beirren und kaute genießerisch den Schokoladeblock.
Tekener schüttelte den Kopf und holte sich selbst etwas Trockenfleisch, den die althuronischen Scouts herstellten, denn sie jagten auch, heraus und trank Wasser dazu. Auch nicht gerade ein kulinarisches Menü, aber besser als die Schokolade. Zum Nachtisch gab es einen knackigen Apfel von einer Welt, auf der die Verantwortlichen für die Expeditionsvorräte frisches Obst und Gemüse einhandelten. Zwar würden die Biodrucker für Nahrung sorgen. Aber alle Expeditionsmitglieder bevorzugten wenn möglich, frische Lebensmittel, welche einige Köche und eine kleine Armee von Kochrobotern in hochwertige Menüs verwandelten. Die USO war bekannt für ihre hochwertige Verpflegung.

Tekener hasste zudem die USO- Konzentratnahrung, obwohl sie immer noch besser als die der Solaren Flotte war. Für den Notfall besaßen sie alle einen Block von Nahrungskonzentrat im Rucksack. Aber nur für den Notfall! Tekener war wie der Lordadmiral oder Solarmarschall Bull ein Gourmet. Obwohl Bully oft Sachen aß, die Tek nur mit Kopfschütteln registrierte. Aber so schlimm wie Professor Kalup war er doch nicht.

Plötzlich glaubte der Smiler ein Geräusch zu hören. Schon einmal hatte er gedacht hinter sich Schritte zu hören. Er stand auf und ging etwas den Gang zurück, doch niemand war zu sehen. Er musste sich wohl getäuscht haben. Trotzdem warnte in sein Sinn für Gefahren, den er in unzähligen gefährlichen USO- Einsätzen entwickelt hatte. Er blieb unruhig.
„Was ist?“ fragte der immer noch die Schokolade naschende Professor in einem nervösen Tonfall. Er kannte Tek inzwischen gut.
„Ich dachte etwas gehört zu haben, habe mich aber wohl geirrt.“
„Bist du sicher?“
„Nein, aber wenn du willst, kannst du ja gerne mal nachsehen.“
„Oh, nein danke, dass überlasse ich gerne dir, Tek. Ich futtere lieber den Rest der Schokolade. USO- Verpflegung hat wirklich einen hohen Standard, wenn ich den mit der Solaren Flotte vergleiche!“ Kalup lachte meckernd.

Tekener seufzte leise in sich hinein, beließ es allerdings dabei keine Antwort zu geben. Er wunderte sich nicht mehr, dass Arno wieder zunahm. Bald würde er wohl wieder seinen üblichen ‚Standard’ erreicht haben, nämlich den einer humanoiden Qualle…

Immer wieder fiel Teks Blick bewundernd auf die Tunnelwände, die im hellen blau leuchteten. Seine Hand fuhr über die Oberfläche und er bemerkte die feine und makellose Arbeit. Die Wände erinnerten ihn an etwas, doch sosehr er sich auch den Kopf zermarterte, es fiel ihm nicht ein an was sie ihn erinnerten. Leider besaß er nicht das fotographische Gedächtnis des Lordadmirals. Die Wände kennzeichneten einen lemurischen Standard, der die Jahrzehntausende wie ein Nichts überlebte. Dazu kam noch das hinein gewobene Halaton, das eine Ortung, selbst der Haluter früher und heutzutage der Hikons nahezu unmöglich machte. Auch GI-Technik, die höchste, von der Tek wusste, schaffte das nicht. Soweit Tek wusste, strahlte das Halaton fünfdimensional in den Parabereich hinein.

Nach ihrer Pause suchten sie weiter. Gegen Abend - sie waren fast am Ende des Abschnitts angekommen, den sie absuchen wollten - blieb Tekener abrupt stehen. Am Boden, der ebenso gleichmäßig und doch rutschfest wie die Wände waren, sah er ein seltsames Zeichen. Er kniete sich hin und studierte es aufmerksam. Es handelte sich ohne Zweifel um ein Schriftzeichen in lemurischer Sprache oder in Alt-Tefroda. Dann erkannte er noch Zeichen, die allerdings noch älter schienen. Die Galaktischen Ingenieure sprachen von den humanoiden Shuwashen. Diese hätten auch das SEZ mit seinem Nukleus aus Psi-Materie entwickelt. Von dem ES- Androiden Rico alias Cari Nacra-Beauvallon wussten die Expeditionsteilnehmer, dass sich zurückentwickelte Shuwashen in der Zeit zwischen vor 800.000 bis 200.000 Jahren mit irdischen Urmenschen des Typs Homo Erectus vermischten und sich daraus vor 200.000 Jahren die Lemurer entwickelten. Cari meinte, dass vor 200.000 eine weitere humanoide Spezi, deren Namen er allerdings nicht nannte, ihre Gene in die Lemurer beimischten.

Damals vor 200 000 Jahren hätte sich allerdings parallel zu den Lemurern auf dem Kontinent Lemuria auf dem afrikanischen Kontinent eine weitere steinzeitliche Homo Sapiens Rasse entwickelt, die nicht die Gene jener von Rico verschwiegener humanoiden Rasse hätten.
(Anmerkung Autor: die Cappins)
Aus diesen steinzeitlichen Jägern hätten sich dann die Terraner entwickelt, natürlich vermischt mit lemurischen Genen, von Überlebenden der ‚Ersten Menschheit’ und vor 10.000 Jahren noch von USO-Spezialistenn, die ja wiederum reine Nachkommen von Lemurüberlebenden darstellten.

Tekener ließ seine Hand über das Symbol gleiten, das Wärme emittierte. „Wenn wir nur endlich das SEZ finden würden“, dachte er dabei und stellte sich das Objekt gedanklich vor. Plötzlich kribbelte es in ihm, als würde ein Heer von Ameisen über seinen Körper kriechen. Jede Zelle schien durchleuchtet zu werden, besonders seine Gehirnzellen und wohl auch seine psionische Aura. Diese besass bekanntlich jedes intelligente Lebewesen. Die Zeit schien sich zu dehnen, aber das schien nur subjektiv zu sein, denn als die Scannung oder was es auch immer gewesen sein mochte, endete, schien real nur eine Sekunde vergangen zu sein.
Urplötzlich öffnete sich vor den überraschten Menschen neben dem lemurischen Zeichen der Boden und ein schmaler Schacht tat sich auf. Tekener warf einen Blick hinab und sah eine Leiter aus Lemurstahl, die nach unten führte. Ohne Zweifel hatte sich die Öffnung auf seinen gedanklichen Befehl hin nach der offenbar erfolgreichen Scannung geöffnet. Hatte dies das Halaton oder irgendeine lemurische oder gar shuwashische KI, welche auf paramechanischen Wege Gedanken lesen konnte, bewirkt?

Professor Kalup trat nervös neben ihn. „Was ist das?“
„Das siehst du doch, oder? Ich erblickte das Zeichen, fuhr mit der Hand darüber und dachte ‚Sesam öffne dich’ und genau das tat der Boden dann auch.“
„Ha! Wirklich witzig, wirklich, Tek!“ Kalup lachte, es hörte sich allerdings ziemlich unsicher an.
„Aber genau das habe ich getan. Ich sah das Zeichen und dachte dabei, dass ich endlich das SEZ finden möchte und schwups, der Boden öffnete sich, natürlich nach einer offenbar erfolgreichen Scannung.“
„Und an so etwas denkst du nun erst? Warum lässt du uns dann mühselig durch den ganzen Berg laufen, wenn es so einfach ist?“
„Mach mal halblang, Arno. Nur du bist schwerfällig gewatschelt. Im Übrigen ist es das erste Mal, dass mir so ein Schriftzeichen am Boden ins Auge fiel. Gehen wir nun hinunter oder nicht?“
„Du zuerst! Das ist nämlich ein Tekener- Ding.“
„Tekener- Ding? Was meinst du damit schon wieder?“
„Na, den Helden spielen, dass meine ich damit.“
Manchmal könnte Ronald Dr. Kalup wirklich erwürgen, doch er unterdrückte diesen Impuls und leuchtete mit der Lampe nach unten. Es schien nicht sehr weit abwärts zu gehen. Also schwang sich Tek vorsichtig über den Rand und kletterte die schmale, fest in der Wand verankerte metallene Leiter, nach unten. Kaum spürte er festen Boden unter den Füßen, als auch schon alle Lichter angingen. Vor sich sah er eine Tür, die sich öffnete, als er darauf zuging.
„Kommt herunter!“ rief er nach oben.
Kalup und Adun stiegen zu ihm herab.
„Sollten wir nicht die Anderen informieren?“ wollte Arno Kalup wissen.
„Erst, wenn wir sicher sind, auch etwas gefunden zu haben. Es könnte nur eine weitere Kammer sein“, meinte Tekener. „Also doch ein Tek-Ding!“ dachte der Professor laut in einem wütenden Tonfall.
Der Smiler antwortete allerdings nicht. Gemeinsam gingen sie durch die Tür. Doch zu ihrer Enttäuschung war der Raum dahinter leer und nur winzig. Sie konnten gerade darin stehen. Plötzlich drehte sich alles um sie herum und ein Gefühl, als würden sie nach unten gezogen, stellte sich ein.
„Ein Aufzug“, erkannte Dr. Kalup und beruhigte sich sofort wieder.
Kaum merklich blieb der Lift kurze Zeit später wieder stehen und entließ sie in einen großen Raum, von dem viele Türen abgingen.
„Nun bin ich sicher, dass wir etwas gefunden haben“, meinte Tekener. Er aktivierte den Funkmodus an seinem Armband-Multifunktionsgerät. Doch außer Rauschen konnte er nichts hören. „Etwas stört den Empfang. Wir müssen zurück nach oben gehen.“
„Vorher werfe ich aber einen Blick hinter diese Türen“, meinte Arno und ging ohne weitere Überlegung auf die erste Tür zu. „Jetzt unternimmst du ein ‚Kirk-Ding’ “, sagte Ronald und blickte den Professor finster an, ließ Kalup allerdings gewähren. Arno sagte auf Teks Angriff nichts, sondern watschelte auf eine andere Tür zu, die sich vor ihm öffnete. Sofort gingen weitere Lichter an, die Anlage erwachte zum Leben. Tekener erkannte eine Ausstattung, wie sie in den bislang entdeckten lemurischen Anlagen existierten. Dies war ohne Zweifel ein kleiner Außenposten des untergegangenen Großen Tamaniums.

Tekener schlug sich ärgerlich an die Stirn. Nun wusste er auch woran ihn die Tunnelwände erinnerten: an eine Anlage, welche sie in einer Mission auf einem Eisplaneten im Milchstraßensektor ‚Verlorene Welten’ entdeckten. Warum hatte er nicht früher daran gedacht.
„Hierher, Tekener!“ hörte er Professor Arno Kalup äußerst aufgeregt rufen.
Er fand ihn in einem kleinen Raum, der außer einem Stuhl nichts enthielt. Es war der gleiche Stuhl, wie es einen in dem Außenposten der Eiswelt gab. Überwältigt ging er in den Raum, gefolgt von Adun, der aus dem Staunen nicht mehr herauskam.
Tekener konnte nicht widerstehen und setzte sich in den Sessel. Sofort wieder diese seltsame Scannung. Wieder bestand er die Prüfung. Vielleicht lag es ja auch daran, dass er Zellaktivatorträger war. Dann schaltete sich die Energie ein. Der Stuhl reagierte auf seine Anwesenheit.
„Fantastisch!“ schwärmte Professor Doktor Arno Kalup.
Der Oberst stand wieder auf und begab sich zu der Stelle, wo normalerweise das SEZ- Modul installiert wurde. Dieses Wissen hatte ihnen die Galaktischen Ingenieure, welche ES geschickt hatte, via Hypnoschulung, eingegeben. Außerdem hatte sie diese spezielle Hypnoschulung für die Lemurische und Shuwashentechnologie affin gemacht. Tek wollte nicht wissen, was diese Art von psionischer Prägung noch mit ihnen angestellt hatte. Tekener fuhr mit der Hand über das fast warme ‚Metall’ oder was es auch immer sein mochte. Abermals die Scannung und ein SEZ fuhr aus dem Aggregatschacht. Arno Kalup überprüfte es. Auch dieses Wissen entstammte der GI- Hypnoschulung. Rasch meinte er. „Es ist nahezu voll geladen. Die Psi-Materie ist noch zu neunzig Prozent vorhanden. Ich glaube es nicht!“ rief Doktor Arno Kalup jubelnd aus. „Wir haben es gefunden!“
Auch Tekener strahlte. Endlich hatten sie ihr Ziel erreicht. Er blickte auf Adun, doch der Talluser stand nur staunend da, die komplette Anlage erfüllte ihn anscheinend mit ehrfürchtiger Scheu. „Was ist das?“ fragte er.
„Das ist ein SEZ, das Objekt, was wir gesucht haben“, erklärte Arno Kalup ihm. „Wir werden es mitnehmen.“
„Der Rat der Ältesten und der Magistrat haben das erlaubt. Es gehört euch“, sagte Adun.
„Irrtum!“ Die Stimme ihn ihrem Rücken ließ sie erstarren, doch bevor sie reagieren konnten, traf sie eine Energie mit ungeheurer Wucht und ließ sie betäubt zu Boden fallen.

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„Kaffee ist übrigens ein Hauptgrund, der die Existenz Terras berechtigt erscheinen lässt.“ leicht abgeändert.

Atlan, PR 470

"Die Sterne werden uns gehören!" Bully, 1971 Kosmos Chroniken 1

„Nicht die höchsten Gipfel lassen uns stolpern, sondern die Maulwurfshügel!“ ES zu Atlan, Blauband 14

"Wenn der letzte Ritter der Tiefe gegangen ist, werden alle Sterne erlöschen." Alte kosmische Weisheit über die RdT

"Ohne ES ist PR NICHTS!" HGA

Re: Requien für ES

Beitragvon Elena » 20. Januar 2017, 18:07

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Elena
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Wohnort: Ein kuscheliges Nest
Oh, oh, warum nur hat Tek nicht auf seine innere Stimme gehört. Aber vielleicht wehrt sich ja die Anlage? Oder Tek und seine Leute holen sich das gestohlene SEZ wieder zurück. Mist! Solche Cliffhanger machen mich immer nervös!
Mit Adleraugen sehen wir die Fehler anderer, mit Maulwurfsaugen unsere eigenen.
- Franz von Sales -

Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 20. Januar 2017, 20:16

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Homer G Adams
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Registriert: 27. Januar 2015, 19:55
Wohnort: Galakto-City
Elena hat geschrieben:Oh, oh, warum nur hat Tek nicht auf seine innere Stimme gehört. Aber vielleicht wehrt sich ja die Anlage? Oder Tek und seine Leute holen sich das gestohlene SEZ wieder zurück. Mist! Solche Cliffhanger machen mich immer nervös!



Cliffhanger steigern immer die Spannung ;)

Freut mich, dass du so mit der Story 'mitgehst'.
„Kaffee ist übrigens ein Hauptgrund, der die Existenz Terras berechtigt erscheinen lässt.“ leicht abgeändert.

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