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Re: Requien für ES

Beitragvon Elena » 14. März 2017, 21:22

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Elena
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Eine superspannende Geschichte und wie ich erwartet hatte, gibts auch gleich einen Kampf. Interessantes Material, durch das das Schwert des Derros nicht hindurchkam! Erinnert mich an Magie, was bei Zeut-Ellwen wohl nicht sonderlich überrascht. :D

Bin gespannt, was Du mit Kato vorhast. Schön, dass er nicht geopfert wird. :st:

Auf das Aure bin ich auch schon sehr gespannt, aber das wird wohl noch ne Weile dauern.

Hah, Erinnerungsschub und ich muss mal wieder an Anti-ES denken. Bully als Spielball der SIs. Armer Bully! :o
Liebe die Wahrheit, doch verzeihe den Irrtum.
- Voltaire

Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 14. März 2017, 21:55

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Homer G Adams
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Elena hat geschrieben:Eine superspannende Geschichte und wie ich erwartet hatte, gibts auch gleich einen Kampf. Interessantes Material, durch das das Schwert des Derros nicht hindurchkam! Erinnert mich an Magie, was bei Zeut-Ellwen wohl nicht sonderlich überrascht. :D
Bin gespannt, was Du mit Kato vorhast. Schön, dass er nicht geopfert wird. :st:
Auf das Aure bin ich auch schon sehr gespannt, aber das wird wohl noch ne Weile dauern.
Hah, Erinnerungsschub und ich muss mal wieder an Anti-ES denken. Bully als Spielball der SIs. Armer Bully! :o


Hallo Elena,
Freut mich, dass dir die Story zusagt.
Zwischen Magie und hoch stehender Technologie, wie sie beispielsweise Superintelligenzen zur Verfügung haben, besteht kein Unterschied mehr.
Magie kann man im Perryversum bekanntlich mit psionischen Anwendungen übersetzen. Für die Einen ist es Magie für die Anderen halt etwas paramechanisches oder natürliche psionische Anwendungen.
Allerdings ist dir das ja auch klar.. :unschuldig:
Du versteifst dich auf das Schachspiel von Anti-ES und ES. Natürlich erwartest du von mir keine Antwort. :devil:
Das Aure, nun unser Rico im Gewand von Cari hatte eine interessante Idee. Aber es kann auch Vieles sein. :D
Dieser Ellwen-Panzer – Überlegt mal von wem die Ellwen abstammen. Ja Lemurer. Die hatten doch so ein Metall Lemurstahl. War besser als Arkonstahl. Vielleicht gelang es den Nachkommen von lemurischen Zeut-Ellwen auch mit Hilfe des Drachenmetalls-Drokarnam, diesen tollen Panzer zu generieren. Wer weiß das schon. :D
Was ihr auch immer mit dem Kator habt. Trat doch noch nie richtig in den Vordergrund. :D
„Kaffee ist übrigens ein Hauptgrund, der die Existenz Terras berechtigt erscheinen lässt.“ leicht abgeändert.

Atlan, PR 470

"Die Sterne werden uns gehören!" Bully, 1971 Kosmos Chroniken 1

„Nicht die höchsten Gipfel lassen uns stolpern, sondern die Maulwurfshügel!“ ES zu Atlan, Blauband 14

"Wenn der letzte Ritter der Tiefe gegangen ist, werden alle Sterne erlöschen." Alte kosmische Weisheit über die RdT

"Ohne ES ist PR NICHTS!" HGA

Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 14. März 2017, 21:58

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Homer G Adams
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sonnenwind hat geschrieben:
Homer G Adams hat geschrieben:
Hallo Sonnenwind,

Ja, aber es gibt auch noch den Stier. Der ist allerdings vor lauter Bodenständigkeit i.d.R ziemlich das Gegenteil vom Pionier Widder ;)
Ad Astra


Vorsicht! :o Gut, dass Du nicht weißt, wann ich Geburtstag habe! Har har! :rolleyes: :lol:
Machs auch gut und ich freue mich auf die Fortsetzung Deiner story. :)


Hallo Sonnenwind,

Astrologische Dinge sind nur mögliche Prägungen, müssen sich allerdings nicht immer realisieren.

Das soll jetzt allerdings genug des Themas sein, wir sind hier in einem SF-Forum. :lol: ;)
„Kaffee ist übrigens ein Hauptgrund, der die Existenz Terras berechtigt erscheinen lässt.“ leicht abgeändert.

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Re: Requien für ES

Beitragvon Elena » 14. März 2017, 22:10

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Elena
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Magie, etwas Paramechanisches oder natürliche psionische Anwendungen - drei Begriffe für ein und dieselbe Sache! :lol:

Dass Du nicht antworten willst bei ES und Anti-ES, ist mir schon klar! :o)

Zu Deiner Frage: Wer weiß das schon. - Du natürlich! :devil:

Tja, wenn jemand in Todesgefahr gerät, tritt er aber nunmal automatisch in den Vordergrund. Ist halt so! ;)
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Re: Requien für ES

Beitragvon sonnenwind » 15. März 2017, 10:12

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sonnenwind
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Homer G Adams hat geschrieben:Was ihr auch immer mit dem Kator habt. Trat doch noch nie richtig in den Vordergrund. :D


Ist doch ganz einfach: Wir ( zumindestens Elena und ich ) bangen eben um jeden der Gefährten, ob er / sie nun eine tragende Rolle hat oder nicht. In diesem Fall um den verschwundenen Kator. :unsure:
Sei doch froh, dass Deine Geschichte so auf uns wirkt. :)
Wer immer darüber nachdenkt, was wohl die anderen über ihn denken, der ist nie frei in seiner Entscheidung ( W. Reisberger ).
Der wahre Mut besteht darin, gerade dann Mut zu zeigen, wenn man nicht mutig ist ( J. Renard ).
Wo Herzen mitentscheiden, werden gute Entscheidungen getroffen ( F. Weichselbaumer ).

Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 15. März 2017, 15:51

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Homer G Adams
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sonnenwind hat geschrieben:
Homer G Adams hat geschrieben:Was ihr auch immer mit dem Kator habt. Trat doch noch nie richtig in den Vordergrund. :D


Ist doch ganz einfach: Wir ( zumindestens Elena und ich ) bangen eben um jeden der Gefährten, ob er / sie nun eine tragende Rolle hat oder nicht. In diesem Fall um den verschwundenen Kator. :unsure:
Sei doch froh, dass Deine Geschichte so auf uns wirkt. :)



Ist ja erfreulich, dass ihr so mitgeht. :st:

Aber im Kampf gegen die Finsternis und ihre Hintergrundmächte wird es sicherlich noch Opfer geben. Was natürlich nicht heißt, dass es Kator ist. ;)
„Kaffee ist übrigens ein Hauptgrund, der die Existenz Terras berechtigt erscheinen lässt.“ leicht abgeändert.

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Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 17. März 2017, 09:57

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Homer G Adams
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Teil 11


Dieser Teil ist für alle Leser, welche die kleinen Details in dieser wahrhaft gigantischen Übergangszeit im Zeitalter der ‚Dritten Macht’ für die Menschheit im EA- Perryversum lieben und so etwas gerne lesen.



Hier kann der Parahistoriker lesen, dass ein weiterer Meilenstein ‚unserer’ Realität, die wir das ‚’Perryversum’ nennen, die Gründung der Asiatischen Föderation (AF) ist.

Wir wissen, dass 1949 Chiang Kai-shek den chinesischen Bürgerkrieg gewann. Der neue und alte Staatspräsident musste den Kommunisten gegenüber allerdings Kompromisse machen.
Das befestigte Großreich trat sofort in einen Rüstungswettlauf mit dem Westen und dem Ostblock ein, betrieb eine Nuklearforschung und arbeitete an einem Raumfahrtprogramm.

1951:
Eintritt Chinas in den Koreakrieg. Innerhalb eines Jahres war Korea besetzt und neuer engster Bündnispartner. China wurde in diesem Jahr auch Nuklearmacht.

1954
Indien und China kommen sich nah. Gleichzeitig Entfremdung mit den USA und der Sowjetunion

1965
Chinesische Truppen besetzen Nord- und Südvietnam. China greift in den indisch-pakistanischen Krieg ein. Indonesien wird kommunistisch.
China, Korea, Groß-Vietnam, Japan, Indonesien und die Philippinen gründen die ‚Asiatische Föderation’. Indien bleibt blockfrei, steht der AF aber wirtschaftlich und politisch nahe.
Neues Wettrüsten der AF mit dem Westen und dem Ostblock.
Allan D. Mercant wird IIA-Direktor.

1968
Liberalisierung des Ostblocks, beginnend in der CSFR.
Bedingt durch den globalen Rüstungswettlauf entwickelt sich eine starke Friedensbewegung.


Atlan lebte zeitweilig in diesen Jahren in einer Realität, in der die Kommunisten den chinesischen Bürgerkrieg gewannen und die Nation sich als ‚Volksrepublik’ titulierte und nicht die AF gründete.

In dieser Wirklichkeit regierte Kennedy nicht zwei Amtszeiten als Präsident, sondern wurde 1963 erschossen und es kam zu einem ‚Vietnamkrieg’ den die USA führten.
Ein in unserer Realität kleines Sonderprogramm namens ‚NASA’ führte dort die USA durch diverse ‚Apollo-Flüge’ in das All und auf den Mond.

Was es nicht für seltsame alternative Realitätsebenen in einem Multiversum gibt. Offenbar steht diese Wahrscheinlichkeit unserem ‚Perryversum’ sehr nahe….


(Harys Seldor, Scriptor des Parahistorischen Instituts, Sol Town, Gäa 3562 )


„Während die Mondrakete der AF kurz nach dem Start in 100 Kilometern Höhe explodierte und über das Mondschiff des Ostblocks keine Informationen bekannt wurden, gelang der Besatzung der STARDUST am 19. Juni 1971 eine einigermaßen erfolgreiche Landung auf dem Mond.
Nachdem ihr Kommandant Major Perry Rhodan am 28. Juni 1971 dort auf den Forschungskreuzer AETRON der Arkoniden gestoßen war und mit dem todkranken Crest da Zoltral zur Erde zurückkehrte, entschloss er sich, die außerirdische Technologie nicht in die Hände des Westblocks fallen zu lassen, da dieser einseitige Wissensvorsprung unweigerlich einen Krieg mit dem Ostblock und der Asiatischen Föderation nach sich gezogen hätte.
Stattdessen landete er die STARDUST am 29. Juni mitten in der Wüste Gobi im Hoheitsgebiet der Asiatischen Föderation, am Ufer des Goshun-Sees. Dort konnte der vom Westblock als Hochverräter und Weltfeind Nummer eins geächtete Deserteur unter einer Energieschirm-Kuppel den Angriffen der Weltmächte trotzen, und so eine unabhängige »dritte« Macht zwischen den beiden großen Machtblöcken, dem Westblock mit den NATO-Staaten und der Asiatischer Föderation (AF) bilden.
Das kreisförmige Gebiet der Dritten Macht innerhalb des Energieschirms umfasste zuerst etwas mehr als zwölf Quadratkilometer und wurde dann auf fast achtzig Quadratkilometer ausgedehnt.
Am 22. Juli 1971 entschied sich die politische Führung der Asiatischen Föderation aufgrund des »amerikanischen Stützpunktes« auf ihrem Gebiet, ihre Atomwaffen gegen die Vereinigten Staaten einzusetzen, woraufhin zwei Minuten später die Amerikaner zum Gegenschlag ausholten. Der Ostblock verschoss alle seine Raketen auf den Standort der STARDUST. Aufgrund des von Thora da Zoltral aktivierten arkonidischen Anti-Neutronenschirms richteten die Waffen nur minimalen Schaden an. Dieses Ergebnis führte zu einer sofortigen Änderung der politischen Einstellung der Großmächte zueinander. Sie sahen jetzt in der Dritten Macht ihren gemeinsamen Gegner.
In seiner Auseinandersetzung mit den Machtblöcken, die mit allen Mitteln versuchten, die Dritte Macht zu beseitigen, verfügte Rhodan über zwei entscheidende Vorteile: die arkonidische Hochtechnologie und die Geistesgaben der von ihm – nach ihrer gewaltsamen Entführung – angeworbenen Mutanten, die sich überzeugt für die Visionen Rhodans von einer geeinten Menschheit einsetzten.
Nachdem sich die dominierenden Machtblöcke nach der gelungenen Abwehr der Fantan-Leute geeinigt hatten, die Dritte Macht als Staat anzuerkennen, kaufte Rhodan über Reginald Bull für 7 Milliarden Dollar von der AF den von ihm besetzten Kernbereich der Energiekuppel sowie das darum liegende Land mit einem Radius von 50 Kilometer. Um das dafür nötige Kapital zu besorgen, wurde Homer G. Adams angeworben, der wegen Börsenspekulationen 1957 ins Gefängnis gewandert war. Eine getürkte Invasion durch Außerirdische verursachte einen Börsencrash, der durch betrügerische Gewinne ausgenutzt wurde. Außerdem übernahm die Dritte Macht durch ihre neugegründete Firma GCC Anteilsmehrheiten an wichtigen Industrieunternehmen. Damit war die Dritte Macht auch wirtschaftlich handlungsfähig. Das Betriebskapital der GCC lag Anfang 1972 bei 35 Milliarden Dollar.
Aufbauarbeit
Anfang 1972 flog Rhodan mit der GOOD HOPE erstmals zur Venus, wo er plante, einen Stützpunkt zu errichten. Die Expedition musste jedoch wegen der drohenden Invasion der IVs vorzeitig abgebrochen werden. Nachdem die Gefahr der IV beseitigt war, startete Rhodan im Mai 1972 erneut eine Expedition zur Venus. Hier stieß man auf die Venus-Festung, die zum ersten militärischen Stützpunkt außerhalb der Erde im Sol-System umfunktioniert wurde.
Die Bedrohung durch die Außerirdischen ermöglichte es Perry Rhodan, von den drei großen Machtblöcken Terras die Zustimmung zum Aufbau einer Raumflotte zu erlangen. Damit sollte nicht nur die Sicherheit gewährleistet, sondern auch die Wirtschaft angekurbelt werden.
Nach der endgültigen Vertreibung der Individual-Verformer konnte sich die Dritte Macht in Ruhe entwickeln. Im Bereich der Energiekuppel entstand nun eine richtige Stadt, die Galakto-City getauft wurde.“
(Aus den Chroniken der Dritten Macht, Stand Frühjahr 1973 )

[Anmerkung vom Autor: Diesen obigen unter „…“ stehenden Text können Sie liebe Leser, unter dem Stichwort ‚Dritte Macht’ in Perrypedia nachlesen. Hallo Sonnenwind, diesen Hinweis speziell für dich und alle übrigen EA ‚Neuleser’]

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Galakto-City, Frühjahr 1973 (zwischen Band 9 und 10)
Bericht Reginald Bull

Nachdenklich schaltete ich den neuartigen von dem arkonidischen Venus-Stützpunkt stammenden Minikom-Chip aus, integrierte es in das Multifunktionsarmband, das auf meinen Nachtisch lag und zog mich weiter an. Diesmal schlüpfte ich in die neue lindgrüne Uniformkombi, die mir sogar passte und beendete meine Morgentoilette. Dabei fiel der Blick auf das neuartige von den Arkoniden stammende Glassit. Es wurde bereits von uns in einer Spezialfabrik kopiert, allerdings erst in kleinen Mengen produziert. Den Führungskräften der Dritten Macht stand dieses Glas natürlich bereits in ihren Wohnungen zur Verfügung. Die Anderen mussten noch mit dem rein terranischen Produkt, den Kunststoffglasscheiben vorlieb nehmen.

Tief schnaubte ich durch und begab mich in den Antigravschacht. Vom 21. Stock ging es aufwärts. Rasch erreichte ich das oberste Stockwerk und sah wie immer fasziniert den wenigen menschlichen Spezialisten, hauptsächlich Mohawks und mehreren Dutzend arkonidischen Spezialroboter zu, die täglich ein Stockwerk des Regierungsgebäudes hochzogen. Seit knapp sieben Wochen ging das so. Wenn es fertig sein würde, würde es ein umfangreiches durch mehrere Nebentürme verbundenes abgestuftes Großgebäude sein. Im internen Sprachgebrauch nannten wir es bereits den ‚Regierungspalast’.

Wie von Geisterhand bewegt reckten sich an einem Dutzend Stellen Säulen gen Himmel.
Im Hintergrund konnte ich das Schimmern des Energieschirms, um das Zentrum von Galakto-City (GC) erkennen. Der von irdischer Technik unbezwingbare zehn Kilometer durchmessende Energieschirm verhinderte allerdings nicht das Eindringen von normalen Sonnenstrahlen, zumal wenn er auf die schwächste Leistung geschaltet war. Man konnte ihn im Gefahrenfall jederzeit hoch schalten, das übernahm automatisch das große arkonidische Positronengehirn der Dritten Macht. Dieses hatten wir bereits im ‚Regierungspalast’ in einer großen Halle untergebracht. Hier arbeitete auch Perry Rhodan, der ‚Ministerpräsident’ der Dritten Macht. Perry schien besessen von den Möglichkeiten eines ‚Positronengehirns’ zu sein. Manchmal bekam ich den Eindruck, dieses künstliche Gehirn würde ihn konditionieren. Immer kanzelte er mich ab, wenn ich ihn aufforderte mehr auf seine Intuition zu hören. Thora in ihrer Arroganz der arkonidischen Herrscherklasse hätte mich nur spöttisch beäugt und mich wohl zum Hundertsten Male einen ‚Halbaffen’ genannt…

Die Gobisonne brannte bereits wieder heiß und wir Menschen suchten automatisch jeden Punkt der Schatten bot. Fast wie im Märchen wuchsen Zwischendecken und andere Bauelemente nach oben. Sie schienen sich zudem selbst zu tragen.

„Man könnte fast meinen, sie wachsen zu sehen“, meinte ich laut.
„Du hast Recht, Bully“, stimmte mir John Hawkeye zu. „Eine neue fast magische Art zu bauen.“ Der Stararchitekt, längst ein Lieblingsschüler von Crest und Thora, lachte. „Die Arkoniden bringen die Magie zurück.“

Nickend blickte ich dem Dutzend Mohawks, den besten Hochhausbauer der Erde und den arkonidischen Robotern zu, die halfen einen menschlichen Traum, eine Vision, zu verwirklichen.

„Da schau mal, Bully, siehst Du, wie sich das Material verflüssigt und in sanfte Rundungen verwandelt, die in einem milchigen Weiß schimmern?“

Ich nickte nur und fühlte mich angesichts dieser Technologie ganz klein, obwohl ich seit dem zweiten Halbjahr 1971 die volle arkonidische Hypnoschulung besaß, gelernter Ingenieur war und mir technisch Vieles vorstellen konnte.

„Die Fassaden schimmern tatsächlich in diesem Milchweiß, aber hin und wieder erkenne ich Stellen, die eingetrübt erscheinen und an anderen Stellen bläulich schimmern. “
„Das ist richtig. Es ist die volle Absicht der Roboter. Wir wissen noch nicht warum. Dies obwohl unsere Anwesenheit und unsere kreativen Ideen die Arbeit der Maschinen noch effektiver und schneller macht. Wir kommen uns wie Zauberlehrlinge vor, angesichts dieser magischen Technik, die uns um Jahrtausende voraus ist. Wir sind wie Fernsehkonsumenten, die ihr TV-Gerät nutzen, aber ansonsten keine Ahnung über die Funktionsweise haben. Bitte entschuldige mich, Bully, ich muss wieder arbeiten.“

„Ich auch“, entgegnete ich, während mein in meinem Multifunktionsarmband integriertes Minikom vibrierte. Rasch aktivierte ich es am Armband. Es war eine Phonmail. Was mir gesagt wurde, hörte sich nicht gut an und ich musste handeln. Rasch tätigte ich einige Minikom- Anrufe und erteilte Anweisungen. Bei dem Armband handelte es sich um arkonidische Technik von vor zehntausend Jahren. Sie stammte aus den Arsenalen der Venus-Festung, die wöchentlich mit der GOOD HOPE angeflogen wurde. Perry hatte mir das Gerät zu Weihnachten 1972 geschenkt. Mittlerweile hatten unsere Techniker das Ding analysiert und würden es in Kürze nachbauen können. Zumindest jene Minikome, welche nur lichtschnelle Kommunikationsfrequenzen benutzten. Der Nachbau von Minikome, die auf Hyperwellen zurückgriffen, würde noch wahrscheinlich Jahre benötigen.
Auch arkonidische ‚Alt-Technik’, war der irdischen Technologie noch um Jahrtausende voraus. Aber im Nachbauen, bewiesen wir Terraner bereits in diesen frühen Jahren ein hohes Potential...

Inzwischen leerten sich die Magazine auf der Festung, weil wir die gelagerten Dinge zum Aufbau von GC benötigten. Am wichtigsten für uns war natürlich die automatische Fabrik, welche unterschiedliche Typen von Robotern baute. Dazu natürlich noch die in einem Außenhangar, vor einem knappen Jahr entdeckten, sechs einsitzigen lichtschnellen Raumjäger. Auch diese hatten wir längst analysiert. Hier hatte das uns per arkonidische Hypnoschulung übermittelte arkonidische Ingenieurswissen entscheidend geholfen. Auch meine Wenigkeit hatte sich am Nachbau der Impulstriebwerke beteiligt, weil ich als Triebwerksspezialist mit meinem umfangreichen arkonidischen Wissen entscheidend helfen konnte.
Inzwischen besaßen wir eine Werft für diese Raumjäger unter dem Energieschirm in GC und bauten die eigenen Raumjäger. Es handelte sich um vollständige Duplikate der ‚Venus-Jäger’. Stolze zwölf Raumjäger ‚Made in Terra’ hatten bereits die Jäger-Werft in GC verlassen und standen der ‚Flotte’ der Dritten Macht zur Verfügung. Damit besaßen wir zurzeit 18 einsitzige lichtschnelle Raumjäger und die GOOD HOPE, ein mit einem Transitionstriebwerk ausgestatteter Ultraleichtkreuzer der Arkoniden mit 60 Meter Durchmesser. Bislang flogen wir mit der GOOD HOPE allerdings nur im Solaren System umher. Hauptsächlich zwischen der Venus-Festung und Galakto-City.

Die ‚Raumpatrouille’ übernahmen inzwischen die lichtschnellen Raumjäger, welche die Lichtgeschwindigkeit notfalls mit Hilfe ihrer Impulstriebwerken, in zehn Minuten erreichen konnten.

„Noch ein letzter Blick auf die neue Heimat“.

Eng aneinander geschmiegt lagen die von den Robotern erbauten wenigen allerdings hohen Gebäude von GC unter mir. Sie wirkten wie organisch aus dem Boden der Wüste gewachsen. Alle Außenfenster wurden noch mit terranischen Kunststoffglas abgeschlossen, bis endlich das neuartige Glassit in ausreichender Menge produziert werden konnte.

Ein anhallender Donner kam auf, dem ein leichtes Vibrieren der Gebäude folgte. Ein Stern schien vom neuen Landefeld neben dem wachsenden Regierungsgebäude in den Himmel zu schießen, nachdem sich der Energieschirm kurz geöffnet und wieder geschlossen hatte.

Fluchend meinte ich zu mir: „Bully, merke dir vor: beim nächsten Volltreffen des Ministerrats der Dritten Macht den Vorschlag zu machen, dass ein künftiger Raumhafen weit außerhalb der Energiekuppel mit einem hohen Erdwall zu umgeben ist. Diese Vibrationen von startenden Schiffen, selbst von Ultraleichtkreuzer, stören gewaltig.“

Die GOOD HOPE startete eben mit Perry, Thora, Crest und diversen Spezialisten zu einem routinemäßigen Besuch der Venusstation, um neues Material für Galakto-City zu holen oder sich von der gigantischen Venus-Positronik in seinem jeweiligen Fachgebiet mit arkonidischen Wissen mittels Hypnoschulung ausbilden zu lassen. In Kürze würden wir auf genügend Hypnoschulungsgeräte auch in GC verfügen. Die Gebäude und Einrichtungen für das Institut würden in einigen Tagen fertiggestellt sein.
Auf dem Hinflug brachte der Ultraleichtkreuzer zudem Rohstoffe für die Roboterfabrik und einigen weiteren inzwischen aktivierten Automatfabriken im riesigen Festungsareal.

<<<

„Hast du wieder den schrecklichen Hamburger vom Stand in der großen Halle zum Frühstück gegessen, Bully?“, fragte mich Scott McDermot. Der lang geschossene Schotte hatte mich mit einem brutalen Slang-Englisch angesprochen. Es übertraf sogar noch meinen New Yorker Slang. Er grinste mich trotz der frühen Stunde mit einem Ölverschmierten Monteuranzug an. In den Händen schwang er sein unvermeidliches Allzweckmonteurwerkzeug, das unzählige feinste Instrumente ausfahren konnte, die sich zum Montieren oder Basteln eigneten.
„Stört Dich das etwa?“, fragte ich etwas schelmisch.
Statt „Scotty“ meldete sich Jakob Lehmann, der hinter dem aufgebockten Airbike nahezu verschwand: „Man riecht den Knoblauch Reginald. Du kannst deine New Yorker Herkunft nicht verleugnen. Die haben dort alle einen schlechten Geschmack und verdrücken en masse Fastfood.“

Im Gegensatz zu Scottys Monteuranzug war der von Jakob Lehmann fast chirurgisch sauber. Obwohl er sich nach Auskunft von McDermot um keine Drecksarbeit drückte, schienen der Schmutz und das Öl einen weiten Bogen um ihn zu machen. Der dunkelhaarige, kleinwüchsige, Deutsche, ein Ingenieurgenie, mit einer unheimlichen Gabe, sich in fremde Technologien hinein zu denken, eigentlich angestellt bei Martell Airworks, lugte hinter dem Luftkrad hervor und rümpfte die Nase.

Ich beschloss cool zu bleiben und den Ingenieur nicht zurechtzuweisen. Kritik an meinen Essgewohnheiten empfand ich nicht als gerade weise. Allerdings konnte ich damals noch nicht ahnen, dass ich zu einem Gourmet werden würde. Wie auch? Nun der Weg vom Fastfood zu einer Cuisine war natürlich noch unendlich weit.

„Herr Sicherheitsminister, das Airbike ist zum Einsatz bereit. Wir haben eben die letzten Anpassungen erfolgreich abgeschlossen, dank Jacks nächtlicher neuer Idee. Du kannst das AB 1, fliegen.“

Ich nickte den beiden genialen Konstrukteuren anerkennend zu. „Gute Arbeit, Jack und Scotty.“ Die beiden nickten mir nur lächelnd zu.

Grinsend sagte ich: „Zur Krönung des Tages, Jack, darfst du mich jetzt auch Bully nennen und meine Essgewohnheiten weiter kritisieren.“ Meine Worte troffen vor Ironie. Der kleine schmale dunkle Deutsche wurde glatt rot. „Eine hohe Ehre, Reginald, eh, Bully! Fastfood ist nun mal nicht gesund, Herr Minister! Ich bevorzuge vegane Kost. “

Wohlwollend nickte ich ihm zu und gratulierte den Beiden. Jack Lehmann bedachte ich allerdings mit einem bösen Blick, den dieser souverän ignorierte.
„Veganes Essen. Wem es schmeckt…“, dachte ich, beließ es allerdings dabei.

Seufzend dachte ich, dass es in Galakto-City und auf der Erde von Airbikes bald nur so wimmeln würde. Nun den Kassen der Dritten Macht via GCC, die einen fünfzigprozentigen Anteil von Martell Airworks besaß, den Geldbeuteln der beiden Erfinder, die einen Anteil an den Lizenzgebühren kassieren würden, würde das Gut tun. Auch ich hatte auf Anraten von Homer G. Adams einige Aktien von Martell Airworks gekauft. Mein Portfolio verwaltete ich selbst, wenn ich auch Homers Ratschlägen oft folgte. Als New Yorker der mit der Wallstreet aufwuchs, konnte ich durchaus mit Geldanlagen umgehen.

Der neue Antrieb würde sich auch für den Einsatz von größeren Einheiten, so genannten Airmobilen oder Gleitern, eignen.
Immer vorausgesetzt, es würde den beiden Erfindern noch gelingen weitere Antigravaggregate selbst nachzubauen. Die Antigraveinheit für das AB 1 stammte von der Venus-Station. Dort lagerten noch Hunderte solcher Einheiten und konnten in großer Stückzahl inzwischen wieder gebaut werden. Aber die terranischen Techniker besaßen den Ehrgeiz solche Antigravaggregate für Gleiter etc möglichst rasch selbst zu bauen. Terranische mittelständische Firmen standen bereits in den Startlöchern, um die arkonidische Antigravtechnologie in unzähligen Anwendungen nachbauen zu können. Dafür vergab die GCC Lizenzen, welche dem Etat der Dritten Macht zugute kam.

„Auch ein Grund sich mit der Dritten Macht gut zustellen!“ dachte ich sarkastisch. Besonders deutsche Mittelständler, inzwischen längst wieder die Führenden der Welt, verstanden sich gut damit. Uns war das Recht, denn wir konnten jeden Dollar gebrauchen. Die Auswertung arkonidischer Technologie entwickelte sich längst zu einer Win-Win-Situation für alle daran Beteiligten.

„Na dann wollen wir mal“, meinte ich und half den beiden das Luftmotorrad die Rampe der Kellerwerkstatt in einem der Gebäude der Stadt hinaufzuschieben.

Auf der ebenerdigen Höhe gab es einen kleinen Innenhof. Genau dort probierte ich das Flugvehikel aus. Mit wichtiger Miene setzte ich mein zündholzschachtelgroßes Pod, das ich dem Apparateareal meines Multifunktions-Armbands entnahm, auf die winzige Halterung des Lenkrads und der Minirechner, die neuerdings ‚Computer’ genannt wurden, integrierte sich automatisch in die Kradsoftware. Anschließend setzte ich mich mit möglichst aufrechter Haltung in den Sitz und schnallte mich mit den Kreuzgurten fest. Noch ein letzter Blick zu den Konstrukteuren, die mich neugierig und gespannt anschauten.

Als ich das Airbike startete und den Düsenantrieb zündete, der von einer hoch entwickelten neuartigen nach arkonidischen Vorbild kopierten terranisch gebauten Speicherzelle angetrieben wurde, hatte ich die Aufmerksamkeit der Beiden und inzwischen weiterer Neugieriger sicher.

Auch der Düsenantrieb basierte ursprünglich auf arkonidischer Uralt-Technologie von der Venus, die inzwischen von Jack und Scotty allerdings problemlos nachgebaut werden konnte. Beim neuen Pulsationsantrieb wurde Luft oder ein anderes Medium angesaugt und in einer Expansionskammer atomar erhitzt. Das ionisierte Gas wurde anschließend durch eine Schubdüse ausgetrieben, die in der Regel richtungsvariabel ist, so dass das Fahrzeug mit den Schubdüsen gesteuert werden konnte. Auch hier war Martell Airworks führend. „Ein weiteres Plus der Aktie“, dachte ich sarkastisch.

Der Sound, welchen der neue Düsenantrieb mit einem jaulenden Ton erzeugte, hörte sich wie Musik in meinen Ohren an. Dann gab ich ‚Gas’. Ein herrlicher Laut. Inzwischen schwoll die Zuschauerzahl an und überall sammelten sich neugierige und aufgeregte Menschen. Eine neue Ära begann. Alle fühlten es. Als das singende Geräusch des Antigravaggregats dazukam, gab es einen neuen Sound, den unzählige Besucher mit ihren neuen Pods aufnahmen.

Die Führungskräfte der Dritten Macht hatten neuerdings alle solche wunderlichen hoch technifizierte mobilen Geräte, die alle aus den umfangreichen Lagern des Venus-Stützpunktes stammten. In Kürze vermochten wir Terraner solche Geräte selbst nachzubauen und die Interkommunikation auf eine neue Stufe zu heben. Man sprach bereits über ein künftiges Informations-Netzwerk, welches man ‚Internet’ nannte, zumindest vorerst allerdings nur für die Mitarbeiter der Dritten Macht nutzbar.

Stolz betätigte ich das Höhenruder, das gleichzeitig mit dem Lenkrad bedient werden konnte. Bereits seit Tagen, als sich dieser technische Erfolg abzeichnete hatte ich mich mit der theoretischen Bedienung eines Airbikes in meiner Freizeit beschäftigt. Einer der findigen Eierköpfe, die dem Ministerrat der Dritten Macht zur Verfügung standen, hatte sogar eine Pod-Simulation entwickelt. Mindestens ein Dutzend Mal hatte ich die Simulation durchexerziert, sodass mir jetzt das wirkliche Fliegen leicht fiel.

Das Luftkrad hob dank des Antigravgerätes, sanft wie eine Feder vom Boden ab und schwebte senkrecht nach oben. Das Zeitalter der Kopter ging unwiderruflich zu Ende. Wir spürten es alle und alle klatschten begeistert Beifall. Die beiden stolzen Konstrukteure grinsten wie Honigkuchenpferdchen, kurz vor ihrem heroischen Tod, in einem menschlichen Magen.

Als ich mit dem Airkrad über den Dächern der Stadt schwebte, nur der sich gerade im Bau befindende ‚Regierungspalast’ erhob sich noch höher, gab ich abermals ‚Gas’. Die beiden Düsen heulten auf und das Airbike schoss davon. Die beiden Düsen ließen sich für die Lenkung unabhängig voneinander bewegen. Für die vorwärts oder rückwärts Bewegung konnten sie auch Parallelschub erzeugen. Die Düsen befanden sich weit über dem Zentrum des Fahrzeugs, um Stabilität zu fördern.

Durch die Verlagerung des Körpergewichts konnte ich als fliegender Fahrer ebenfalls zur Stabilität beitragen. Alle Möglichkeiten probierte ich durch und verlagerte den Körper immer wieder neu. Durch die Simulation hatte ich alles mehrfach durchgecheckt und das kam mir nun zu Gute. Innerhalb kürzester Zeit beherrschte ich das Airbike und das Fliegen mit ihm.

Als Astronauten und Piloten hatten wir alle sowieso einen besonderen Sinn für das Fliegen.
Die Idee eines Einmann-Fluggeräts mit seinem vertikalen Starten und Landen wurde bereits in zahlreichen Science Fiktion- und Fantasy-Romanen, sowie Filmen vorhergesagt.
Jetzt war es Wirklichkeit geworden.
Es war einfach ein Traum so zu fliegen. Vor allem die 360-Grad-Ansichten waren phänomenal.

Mehrmals umflog ich mit dem Airkrad die momentan höchste Spitze des Regierungsgebäudes und winkte von etwa zwanzig Metern Höhe John Hawkeye und seinem Team zu, wie sie an der höchsten Plattform arbeiteten. Sie winkten begeistert zurück.

„Ihr Terraner benehmt euch wie Kinder!“ Der Gedanke war einfach in mir und ich verdrängte ihn zuerst.

Kreuz und quer überflog ich die Stadt unterhalb der bis zu zwei Kilometer hohen Energiekuppel. Einmal rammte ich fast einen Kopter. Da ich viel wendiger mit meinem neuen Lieblingsspielzeug umher flog, konnte ich ihm im letzten Augenblick ausweichen. Der Pilot schimpfte mich aus und zeigte mir den Mittelfinger.
„Hat er dich erkannt oder nicht?“ fragte ich mich laut. „Mal schauen.“

Grinsend gab ich wieder ‚Gas’ und die Düsen heulten unter Volllast auf, während ich über die Häuser der wachsenden Stadt schwebte.

„Ein neues Zeitalter hatte definitiv für die Menschheit begonnen!“, sagte die kurz zuvor von mir verdrängte Stimme in mir, die mich freundlich umschloss. „Wer bist du?“

„Die Zeit ist noch nicht reif, um mich dir zu offenbaren.“ Die mich friedlich umgebende innere Stimme löste sich auf und jemand Anderer von gleicher Art, schien sich in mir auszubreiten. Dieser Andere fühlte sich bösartig und Dunkel an. „Ihr geht einen Irrweg, Terraner. Sieh dich vor!“ Dieser Jemand verabschiedete sich mit einem bösartigen homerischen Gelächter, das noch lange negativ und kalt in mir nachhallte.

Noch lange fröstelte ich innerlich und fragte mich, ob es Zeit für einen Besuch beim Psychiater wäre. „Jetzt höre ich schon wieder ‚Stimmen’. Vielleicht wirkt sich der Bruch meines alten Weltbildes, seit wir auf dem Mond auf die Arkoniden trafen, jetzt endgültig negativ aus“, dachte ich. Unzähligen Menschen ging es so. Sie hatten Probleme sich den Galaktischen Realitäten zu stellen. Man konnte doch seit Jahrtausenden so bequem im alten Weltbild leben, die ‚Krone der Schöpfung’ zu sein. Das galt plötzlich nicht mehr. Die psychischen Folgen für viele Menschen waren noch nicht abzusehen. In jedem Falle war der Beruf des Psychiaters, einer mit Zukunft…

Dann meldete sich auf einer abhörsicheren Geheimfrequenz, einem sogenannten ‚Goldkanal’, ein gewisser Nikos Alexandros. Was er mir offenbarte veranlasste mich den Milliardär und Unternehmer auf seiner Privatinsel Aurora im nördlichen Teil des adriatischen Meeres zu besuchen. Es ging schlicht und ergreifend anscheinend um eine heimliche Gefahr, welche den wohlmeinenden Teil der Menschheit in ihrer Existenz gefährdete. Dieser Nikos schien ein interessanter Typ zu sein und als ‚Sicherheitsminister’ der Dritten Macht fühlte ich mich längst für den Schutz aller Terraner verantwortlich…

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[PP-Stichwörter: Dritte Macht, GOOD HOPE, Antigrav, Galakto City, Venus, Venus-Stützpunkt, Pulsationstriebwerk, Raumjäger ]


Im nächsten Teil geht es auf Abjinos weiter. Aber Bullys Abenteuer im Terminalen Krieg der Jahre 1973 und 1985 gehen natürlich weiter. Dann sind es wirklich Abenteuer auf Leben und Tod. Dieser Nikos Alexandros ist im Übrigen eine Persönlichkeit, welche die Leser sicher überraschen wird! :unschuldig:
:rolleyes:
„Kaffee ist übrigens ein Hauptgrund, der die Existenz Terras berechtigt erscheinen lässt.“ leicht abgeändert.

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Re: Requien für ES

Beitragvon Elena » 18. März 2017, 21:23

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Elena
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Wow, interessante Ausblicke in die unsrige und die PR-Geschichte. Und wieder mal ES und Anti-ES. :P

Jetzt haben wir also zwei Ebenen, die Vergangenheit und die Abjino-Ebene und beide sind interessant. Jetzt müssen wir also länger warten, bis die eine Geschichte, egal welche, fortgeführt wird.

Bin gespannt, ob die beiden irgendwann zusammenlaufen! ;)

Prima Geschichte! :st:
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Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 18. März 2017, 21:41

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Elena hat geschrieben:Wow, interessante Ausblicke in die unsrige und die PR-Geschichte. Und wieder mal ES und Anti-ES. :P

Jetzt haben wir also zwei Ebenen, die Vergangenheit und die Abjino-Ebene und beide sind interessant. Jetzt müssen wir also länger warten, bis die eine Geschichte, egal welche, fortgeführt wird.

Bin gespannt, ob die beiden irgendwann zusammenlaufen! ;)

Prima Geschichte! :st:


ES und Anti-ES? :P Vielleicht, allerdings nicht allein. Da gibt es noch die Dunkle Hierarchie und ihre Lords der Leere :rolleyes:

Ab übernächstem Teil geht es mit der Dritte Macht-Ebene und mit jener geheimnisvollen Persönlichkeit Nikos Alexandros weiter. Eines 'Ritters des Lichts' :unschuldig:

Zusammenlaufen? Ja in der Ferne, wenn ich wieder einmal nicht aufhören muss. Muss alles genau einteilen. Jetzt hätte ich Zeit, aber keine kraft, früher Kraft aber viel zu wenig Zeit. So ist das halt. :(

Es freut mich wenn dir die Storyline zusagt.
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Re: Requien für ES

Beitragvon Elena » 18. März 2017, 21:43

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Ritter des Lichts - das hört sich spannend an. :st:

Ja, so ist das mit der Zeit. Sie macht mit uns, was sie will. Die Gesundheit leider auch! :(

Ich drück Dir die Daumen, dass Du noch lange schreiben kannst. Dir macht es Spaß und mir und einigen Anderen machen die Geschichten auch Spaß! :st:
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Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 19. März 2017, 10:19

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Elena hat geschrieben:Ritter des Lichts - das hört sich spannend an. :st:

Ja, so ist das mit der Zeit. Sie macht mit uns, was sie will. Die Gesundheit leider auch! :(

Ich drück Dir die Daumen, dass Du noch lange schreiben kannst. Dir macht es Spaß und mir und einigen Anderen machen die Geschichten auch Spaß! :st:



Ritter des Lichts, könnte auch änders heißen.. :unschuldig:

Das mit der Gesundheit ist halt leider so. Ergo muss mann/frau sich danach richten. Wenn es knapp wird, verlängern wir halt die Wochenfrist, oder ich gehe nur noch einmal über den Text pro Teil. :(

Ja mir macht es auch Spaß mit den Lesern zu kommunizieren. Bei zweihundert bis dreihundert Klicks pro Teil könnte der eine oder andere Leser ruhig auch mal einen Kommentar abgeben. Es würde noch mehr Spaß machen. :rolleyes: :unschuldig:

Ad Astra an Alle
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Re: Requien für ES

Beitragvon Elena » 19. März 2017, 20:29

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Ritter des Lichts erinnert mich komischerweise auch an Ritter der Tiefe! :D

Verlänger lieber als wieder krank zu werden. ;)

200 Klicks, wow. Hab ich noch gar nicht so drauf geachtet. Ja, glaub ich Dir, dass Du Dich über noch mehr Kommentare freuen würdest, vor allem dann natürlich, wenn sie positiv sind. :D
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Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 20. März 2017, 11:11

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Elena hat geschrieben:Ritter des Lichts erinnert mich komischerweise auch an Ritter der Tiefe! :D

Verlänger lieber als wieder krank zu werden. ;)

200 Klicks, wow. Hab ich noch gar nicht so drauf geachtet. Ja, glaub ich Dir, dass Du Dich über noch mehr Kommentare freuen würdest, vor allem dann natürlich, wenn sie positiv sind. :D


Ritter des Lichts erinnert mich komischerweise auch an Ritter der Tiefe! Wer weiß? B-)

Krank. Schonen, schonen heißt die Devise, obwohl mein Geist einfach mehr will :(

Wahrscheinlich jeder Hobby-Autor schaut auf die Klicks :-= ;)

Im nächsten Teil gibt es Einblicke in die Führungsstruktur des Gorlanischen Reiches. Da dies mit dem Team Bully verbandelt wird, kommt das Team erst im übernächsten Teil wieder vor. Wie gesagt in einer Verknüpfung. Wäre ja langweilig wenn es nur mit den Derros allein weiterginge.

Im weiteren Teil der Abjinos-Abenteuer kommen weitere Ellwen vor, die einem anderen Stamm angehören, das nicht in die Ascension (Vergeistigung) möchte. Wahrscheinlich gibt es auf Abjinos noch etliche Ellwen-Stämme. :unschuldig:
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Re: Requien für ES

Beitragvon Elena » 20. März 2017, 14:59

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Elena
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Oh Mann! Gute Besserung!

Hört sich spannend an, aber erst mal musst Du wieder gesund werden.
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Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 20. März 2017, 20:51

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Homer G Adams
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Elena hat geschrieben:Oh Mann! Gute Besserung!

Hört sich spannend an, aber erst mal musst Du wieder gesund werden.



Falsch, ich muss einfach meine Energien einteilen. Nur ein bis eineinhalb Stunden am PC pro Tag und möglichst wenig Fernsehen. Nach dem Fussball bleibt da zurzeit nicht viel. :(

Zum Glück gibt es Hörbücher. Höre gerade die Dritte Macht und dabei fließen die Ideen nur so. So entstand auch die Dritte Macht Handlungsebene im ES Anti-ES + Dunkle Hierarchie-Zyklus. :)
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Re: Requien für ES

Beitragvon sonnenwind » 20. März 2017, 21:03

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sonnenwind
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@ Homer
Interessant die Geschichte über die Anfänge der Dritten Macht! :st:
Besonders krass auch die Schilderung des Fluges mit dem Airbike.-
Danke auch für die "Stichpunkte"! :st:
Wer immer darüber nachdenkt, was wohl die anderen über ihn denken, der ist nie frei in seiner Entscheidung ( W. Reisberger ).
Der wahre Mut besteht darin, gerade dann Mut zu zeigen, wenn man nicht mutig ist ( J. Renard ).
Wo Herzen mitentscheiden, werden gute Entscheidungen getroffen ( F. Weichselbaumer ).

Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 21. März 2017, 12:21

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Homer G Adams
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sonnenwind hat geschrieben:@ Homer
Interessant die Geschichte über die Anfänge der Dritten Macht! :st:
Besonders krass auch die Schilderung des Fluges mit dem Airbike.-
Danke auch für die "Stichpunkte"! :st:



Gern geschehen :)
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Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 24. März 2017, 21:11

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Homer G Adams
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Teil 12

Abjinos, 2450 nC
Gorlanisches Reich

Der Morgen graute schon im Osten, als Prinz Talenor das Haus seines Freundes Aldamar verließ. Trotzdem herrschte noch Dunkelheit in den engen Gassen von Gorlan. Talenor, sechsundzwanzig Jahre alt, ein gut aussehender großer schlanker Mann mit warmherzigem Blick und langen dunkelblonden Haaren, genoss den frühen Morgen.
Er trug die dunkelgrüne Uniform der Waldläufer, dessen Kommandant er war. Auf seinem Rock befand sich das Wappen Gorlans: der blühende Mallornbaum und darüber zwölf Sterne, die sich um einen dreizehnten im Zentrum scharten.

Die aufgezogenen dunklen Wolken, welche den Mond bedeckten, veranlasste den Prinzen über die Lage Gorlans nachzudenken. Dabei verdüsterte sich Talenors Gesicht, denn eben solche Wolken zogen schon seit Jahren über die Länder von Gorlan. Sie kamen aus dem Dunklen Land, dem Reich des dunklen Herrschers Antiesgor, der wieder einmal seine gierigen Klauen nach dem Reich der Menschen und den anderen positiven Völkern von Abjinos ausstreckte.

Nahezu 12.000 Abjinos-Jahre vergingen seit dem letzten Großen Krieg, als Antiesgor von den verbündeten Armeen, hauptsächlich der Zeut Ellwen und Menschen unter der Führung der Halbgötterartigen Berlen Taigonii vernichtend geschlagen wurde. Diesmal würden die inzwischen auf Sieben geschrumpften Reiche der Menschen wohl fast alleine dem Feind gegenüber stehen, da es nur noch wenige Ellwen gab. Die neuen Verbündeten, die Zwerge, die sich selbst die Darven nannten, konnte er noch nicht richtig einschätzen, da ihr Bündnis noch zu jung war. Die Darven selbst sahen sich trotz ihrer geringen Größe von durchschnittlich 1,40 Steyt (Meter) durchaus einem Menschen kräftemäßig überlegen, da sie viel breiter und kompakter gebaut waren.
Die Darven bestanden darauf, dass sich das Bündnis der Völker die ‚Allianz des Lichts’ nannte. Wieso eigentlich?
Nun, viele Darven bekannten sich zwischenzeitlich zur Religion des Lichts, die ihnen menschliche und ellwische Missionare gebracht hatten. Magnus Lichtbringer beispielsweise der große menschliche Missionar und Begründer der ‚Licht-Paladine’ hatte besonders bei den Darven großen Zulauf. Darvische gepanzerte Ritter und abjinfähige Paladine mussten die Armeen der Ellwen im kommenden Kampf gegen die Finsternis ersetzen.

Ein weiteres Volk, das der Lykaner, wollte ebenfalls dazu stoßen. Auch die Elloy, ein weiterer Stamm von Zeut-Ellwen, trat der Allianz bei. Bei den Lykaner handelte es sich um ein früheres mächtiges menschliches Volk, das leider infolge einer genetischen Seuche, zu etwas Anderem wurde. Nun das menschliche Stammvolk der Allianz, das der Tenorer, würde im Allianz-Rat, der entweder in Dun Arror, Arbaraith oder in Tenaria tagte, maßgeblich darüber entscheiden, ob die mutierten Menschen, die sich nunmehr Lykaner nannten, wieder Mitglied der ‚Licht-Allianz’ werden durften. Militärisch wären die Lykaner unter ihrem heroischen König Tron Greywulf natürlich eine erhebliche Verstärkung. Aber das Andere…
Den Hohen Mächten sei Dank musste er das Ansinnen der Lykaner nicht entscheiden.

Ob diese neue Allianz der positiv gesinnten Völker dem Dunklen Imperium allerdings Paroli bieten konnte, würde sich erst noch zeigen, selbst wenn die Lykaner Mitglied werden durften. Talenor hatte da so seine Zweifel.

Wieder dachte Talenor an die Darven. Ursprünglich von den ‚Dunklen Genetiker’ im Dunklen Gebirge als Bergmänner und Schmiede konzipiert und gezüchtet, hatten sich viele Zwerge vom Joch der Finsternis befreit und bekannten sich Dank Magnus Lichtbringer zu dem Licht. Als einzige Bergleute und Schmiede Abjinos vermochten sie ‚Lemurstahl’ zu erzeugen und zu verarbeiten, weshalb sie im kommenden Kampf gegen die Finsternis durchaus eine große Rolle spielen könnten. Bislang hatte er ihre subplanetare Hauptstadt in den ‚Halatonbergen’, den ‚Heiligen Bergen’ weit im Nordwesten von Gorlan gelegen, erst einmal besucht. Sie nannten ihre Hauptstadt Dun Arror nach der schneebedeckten Landschaft des Hochplateaus umgeben von gewaltigen Gebirgen, in der sie ihre uneinnehmbare Hauptwohnstätte hatten.

Die meisten ellwischen Völker wiederum wollten nur noch zu ES aufsteigen. Ein Wollen, das sich Menschen aus Gorlan, Tenaria oder die Darven aus Dun Arror nicht vorstellen konnten und auch ablehnten. Unabsehbar brach im ältesten Volk Abjinos langsam aber sicher die Degeneration aus, sonst würde man sich nicht kompromisslos der Ascension in Richtung ES hingeben.

Talenor interessierte sich für Wissenschaft und Archäologie, sehr zum Ärger seines Vaters, Aiczuk CVIII, regierender Tamaron von Gorlan, der es nicht gerne sah, dass sein zweiter begabter Sohn sich mit anderen Dingen beschäftigte, als mit der Kriegsführung. Dabei war Aiczuk selbst ein sehr gebildeter Mann, der die alten Geschichten und Wissenschaften durchaus liebte. Da Talenor ter Aiczuk alles tun wollte, was sein Vater verlangte, hatte er entgegen seiner Überzeugung, doch noch das Kriegshandwerk gelernt, zusätzlich aber auch die Wissenschaften wie Geschichte, Kunst und sogar Musik studiert.

Außerdem verband ihn eine tiefe Freundschaft mit Myrdin, dem großen und letzten abjinfähigen Tenoy, einem der heroischen ‚Ritter des Lichts’ (RdL) und geistiger Führer der Allianz des Lichts. Tamaron Ranner Aiczuk sah das nicht gerne. Trotz aller Bemühungen konnte Talenor ihm nichts Recht machen. Da sein um fünf Jahre älterer Bruder Abenor ihn jedoch in allem, was er tat, unterstützte, war Talenor egal, was sein Vater sagte.

Nein, korrigierte er sich in Gedanken, egal war es ihm nicht, aber er ließ sich auch nicht von seinen Studien abhalten. Ranner Aiczuk hatte sich schließlich damit abgefunden, aber er ließ keine Gelegenheit aus, dem jüngsten Sohn seine Verachtung zu zeigen. Abenor mochte das nicht, denn er liebte seinen jüngeren Bruder und Talenor liebte Abenor von Herzen. Finduilas, ihrer beider Mutter, war schon vor vielen Jahren gestorben und so hielten die Brüder fest zusammen, wenn es sein musste auch gegen den wohl mächtigsten Mann der lichten Kräfte Abjinos, wenn man von Myrdin absah.

Diesen Abend begab sich Talenor zu Aldamar, weil dieser Besuch von Myrdin, dem Tenoy, erhalten hatte. Talenor hatte die Einladung gerne angenommen, denn Myrdin der Ritter des Lichts oder auch der ‚Kosmische Wächter’, brachte immer die neuesten Nachrichten aus den übrigen Reichen von Abjinos mit. So hatten sie geredet und den Geschichten des abjinfähigen Tenoy gelauscht und darüber die Zeit vergessen. Myrdin selbst blieb allerdings allen ein Rätsel. Äußerlich glich er einem Zeut-Ellwen, erklärte allerdings, dem den Gorlaner unbekannten Volk der Arkoniden anzugehören. Auch diese seien einst in der Heimatgalaxis der Alten, dem gigantischen Völkertopf der Lemuriden entsprungen, erklärte der Tenoy immer.
Allerdings wären die Arkoniden erst seit siebenhundert Jahren auf Abjinos ansässig. Sie wohnten alle im Lande Arbaraith, dem neuen menschlich- arkonidischen Zentrum von Technik und Wissenschaft. Unter anderem wurden dort die neuartigen bereits sagenhaften Gleiter und die Luftschiffe entwickelt. Dazu gab es eine neue fast magische nutzbare Technologie, die sie in Arbaraith ‚elektrischen Strom’ nannten. Theoretisch wusste der Prinz, darüber Bescheid. Myrdin hatte darüber berichtet.
Seit neuesten tagte in der Inselfestung Arbaraith im großen Nordsee auch hin und wieder der Allianz-Rat.

Erst als Aldamar Talenor darauf hinwies, dass sich in kurzer Zeit der Morgen ankündete, brach der Prinz widerstrebend auf. Aldamar wollte ihm eine Wache mitgeben, denn es trieben sich nachts seit kurzem seltsame Gestalten in Gorlan herum. Und das, obwohl jeder Ankömmling am ersten Tor der Festung genau überprüft wurde. Doch so ungesehen, wie sie auftauchten, verschwanden die Eindringlinge wieder. Deshalb vermuteten Aldamar und auch einige andere, dass sich Spitzel mit besonderen Fähigkeiten des Dunklen Herrschers in der Stadt herumtrieben, doch nie fand man Beweise dafür. Aldamars Haus befand sich im untersten Ring der Stadt, denn er verrichtete als Hauptmann der Wachen, seinen Dienst am untersten Tor.

Aus diesem Grunde hatte der junge Prinz einen weiten ansteigenden Weg vor sich. Das machte Talenor aber nichts aus, denn er hatte es sich angewöhnt weite Strecken zu Fuß zurückzulegen. Vielleicht gelang es ihm, ungesehen in den Palast zu kommen. Schließlich brauchte sein Vater nicht zu wissen, dass er sich schon wieder mit Myrdin getroffen hatte.

Tamaron Ranner Aiczuk mochte den Tenoy nicht besonders. In seinen Augen verbreitete er nur mystischen Unsinn unter dem Volk. Talenor jedoch war der Ansicht, dass Myrdins Warnungen zu Recht bestanden und Gorlan der neuen Allianz endlich ebenfalls beitrat.

Die Wesen und Mächte aus dem Dunklen Land rührten sich wieder. Vermehrt gab es Angriffe auf die Grenzen Gorlans. Ost Nacras war schon gefallen und von den letzten Menschen verlassen worden. Nur noch Grenzposten und die Waldläufer der Aiczuk hielten sich in dem Lande auf. Ohne den Beitritt zur Allianz würden sie untergehen! Egal wie mächtig und tüchtig die gorlanische Armee auch war. Allein konnten sie dem Dunklen Imperium in keinem Falle standhalten. Wieso nur, sah dies sein Vater nicht?

Die Straßen Gorlans wirkten in dieser Stunde wie ausgestorben. Noch zu Zeiten seiner Jugend hatte das anders ausgesehen. Selbst zu dieser frühen Stunde wären damals die Straßen voller Menschen gewesen, die sich amüsierten. Einst war das Nachtleben Gorlans weit bekannt gewesen.
Prachtvolle Villen und die Häuser armer Menschen reihten sich aneinander. Sie unterschieden sich nur durch die Größe der Häuser und des angrenzenden Grundstücks.

Heutzutage jedoch standen viele Häuser leer und verlassen da. Der Verfall konnte nicht mehr übersehen werden. Gorlan schien eine aussterbende Stadt zu werden. Wie gerne hätte Talenor das geändert, doch solange der Krieg dauerte, würde er daran nichts ändern können. Der Krieg forderte seinen Tribut. Die jungen unausgebildeten Männer starben im Kampf gegen die Mächte des Dunklen Landes. Ebenso wie die ausgebildeten Krieger. Die Alten, die Frauen und Kinder wurden getötet oder aus ihren Häusern vertrieben. Talenor fragte sich, wo das alles enden sollte? Nach dem Zweiten Weltkrieg der Dunkelheit und des Lichts waren die meisten Lebewesen auf geringe Reste reduziert gewesen, auch die Menschen.

Zwölftausend Abjinjahre später hatten alle Völker und Stämme die alten Sollstärken wieder erreicht. Seit einigen Jahrzehnten ging es allerdings wieder abwärts, da überall neue lokale Kriege aufflackerten. Nicht nur die unterschiedlichen Rassen gegeneinander, sondern auch innerhalb der Spezies selbst auch. Besonders die Menschen, d.h. jene Völker, die den ursprünglichen Lemurern immer noch unverändert glichen, zeichneten sich darin besonders aus. Jedem Zeitalter eines neuen Weltkriegs zwischen dem Licht und der Dunkelheit gingen solche Zeiten des Chaos voraus. Dunkle Agitatoren wirkten oft in Maske unter den Völkern und stachelten sie zu Kämpfen und Kriegen unter - und gegeneinander auf. Myrdin hatte berichtet, das es schon immer diese Kriege gegeben habe. Nur konnten sich die Bewohner Abjinos noch an die letzten beiden Großen Kriege erinnern. Weitere diesbezügliche Unterlagen oder Mythen existierten nicht

„Welcher Sinn liegt dahinter“, fragte sich der Prinz. „Laut Myrdin verlangt das lokale Psionische Feld von Abjinos solche Opfer. Dann schweifen Myrdins Überlegungen immer in die Bereiche der Metaphysik ab, welche wir pragmatischen Gorlaner immer ablehnen. Auch ich!“, dachte Prinz Talenor etwas sarkastisch und fragte sich, wieso dieser Kampf zwischen den beiden Polen immer wieder von neuem ohne endgültiges Ergebnis aufflackerte. Wem nützte dies wirklich? Laut Myrdin wäre Abjinos sogar ein von ES ‚geschützter’ Planet. Wieso dann nur diese unsinnigen Kriege. Um eine Kriegerkultur aufrecht zu erhalten? Oder was? Manchmal hatte Talenor den Eindruck die Hohe Entität wäre zwei gespalten.
Hörte er da nicht ein Gelächter in sich, das sich zwischen bösartig und dem genauen Gegenteil bewegte? Wie nannten die Menschen der Helosonischen Inseln im Zentralen Meer das: Homerisches Gelächter? Myrdin hatte darüber berichtet. Was dieser an Fremdartigen nicht alles wusste…

So in Gedanken vertieft bemerkte er nicht, dass er verfolgt wurde. Schatten schlichen hinter ihm her und warteten auf eine passende Gelegenheit. Talenor sah die Angreifer nicht kommen. Er spürte hinter sich eine Bewegung und bekam einen Stoß, der ihn zu Boden warf. Doch entgegen seines Vaters Meinung war er ein guter Kämpfer. Er verwandelte den Sturz in eine Rolle und kam sofort wieder auf die Beine. Sogleich zog er sein Kurzschwert, sein Ladius, ohne dass er nie das Haus verließ. Es waren schließlich unsichere Zeiten. Doch die Angreifer hatten sich gut vorbereitet. Etwas schoss auf ihn zu und im nächsten Augenblick verfing er sich in den Maschen eines großen Netzes. Talenor versuchte sich zu befreien, aber dadurch verhedderte er sich nur noch mehr in dem Netz. Ein Fußtritt traf seinen Arm mit dem Ladius, so dass es ihm aus der Hand geschlagen wurde. Sofort stürzten sich mehrere Gestalten auf ihn. Ein Hieb traf ihn mitten ins Gesicht, ein weiterer am Kinn und raubte ihm auf der Stelle das Bewusstsein. Der junge Prinz spürte nicht mehr, wie er zu Boden fiel.

„Schnell!“ Die Stimme des einen Angreifers war nur ein Flüstern. „Schafft ihn weg, bevor noch jemand auftaucht.“

Die dunklen vermummten Gestalten packten ihren Gefangenen und schleiften ihn mit sich. Sie erreichten das Haus eines Verbündeten im unteren Ring. Dieser, ein Wächter des Tores, würde sie bei passender Gelegenheit hindurchschleusen. Was am besten beim Wachwechsel geschehen konnte. Dabei war die Ablenkung am größten, zumal es noch etwas dunkel war. Die Entführer hatten sich diese Dienste eines Verräters für viel Gold erkauft. Eine Vorausinvestition, so kalkulierten sie.

Als Talenor wieder zu sich kam, wusste er zuerst nicht, was sich ereignet hatte. Alles um ihn schien zu schwanken und er hatte entsetzliche Kopfschmerzen. Hatte er letzte Nacht zu viel getrunken? Doch das konnte nicht sein. Er war bei Aldamar und Myrdin gewesen. Dann ging er doch nach Hause und...

Die plötzliche Erinnerung ließ ihn hochschnellen. Zumindest versuchte er es. Aber etwas hielt ihn zurück. Er versuchte sein schmerzendes Kinn zu reiben, doch auch seine Hände konnte er nicht bewegen. Talenor riss die Augen auf, doch um ihn herum blieb alles dunkel. Nach einiger Zeit gewöhnten sich seine Augen an die Dämmerung und er konnte Umrisse erkennen. Er lag gefesselt in einem schwankenden kleinen Raum.

Wo befand er sich nur? Auf einem Schiff? Wie viel Zeit mochte vergangen sein? Er wusste es nicht. Über ihm wurde eine kleine Tür aufgerissen und helles Sonnenlicht flutete herein. Geblendet schloss er die Augen.

„Ah! Unser kleiner Prinz ist aufgewacht“, sagte eine höhnische Stimme über ihm. Die Worte hörten sich seltsam an. In Gorlan wurde eine Abart des Hoch- Lemur gesprochen. Die Worte ähnelten dieser Sprache etwas, auch wenn viele Worte anders ausgesprochen wurden. Als wenn sie verschluckt würden. Trotzdem verstand Talenor sie. Er hatte mehrere Sprachen studiert, unter anderem das reine Hoch-Lemur, die gemeinsame Sprache der Licht-Allianz und die Sprache ihrer Feinde, diese Abart des Lemurischen. Dieser hier hatte im Dialekt der Mutierten, der Horon, gesprochen.

„Wer bist du?“, fragte Talenor unerschrocken. So leicht ließ er sich nicht einschüchtern.
Der große und dürre Mann blickte ihn emotionslos an. Er war sicherlich als Mensch maskiert und trug eine dunkelrote Bekleidung. Darüber ein Panzerhemd aus Lemurstahl, das nur noch von Meisterschmieden, wie den Darven erzeugt werden konnte. Deshalb diente es nur den Prinzen und Hauptleuten der Krieger aller Völker. Dazu einen Umhang in roter Farbe mit Goldstickereien.
„Du hast die Ehre, unsere Geisel zu sein. Wenn der Aiczuk dich zurückhaben will, muss er tun, was wir verlangen.“
Da lachte Talenor laut auf. Der Mann blickte ihn erstaunt an.
„Ihr habt den falschen Sohn entführt. Mein Vater wird für mich keinen Finger rühren.“
„Das glaube ich nicht. Wir kennen dein gestörtes Verhältnis zu deinem Vater, Kleiner. Aber wenn es darauf ankommt, wird der Aiczuk erkennen, dass auch du sein Sohn bist, und alles tun, was wir von ihm verlangen.“
„Wo sind wir? Und wohin bringt ihr mich?“

„Das geht dich zwar nichts an, aber wir fahren den Gysera hinunter. Dann geht es über die -Straße weiter bis zum Übergang des Poros und nicht weit davon entfernt befindet sich unser Lager. Wir haben schon eine Nachricht an den Aiczuk geschickt.“

Nach diesen Worten drehte er sich um und verließ den Raum. Die Luke schloss er hinter sich. Nachdem Talenors Augen sich wieder an die Dämmerung gewöhnt hatten, konnte er einige Umrisse erkennen. Man hatte ihn zusammengeschnürt wie ein Stück Vieh und an einen Pfosten gebunden. Deshalb hatte er sich auch nicht bewegen können. Er besah sich die Fesseln, doch die gorlanischen Agenten der Horon hatten ganze Arbeit geleistet, denn er sah keine Chance, sich zu befreien. So blieb ihm nichts anderes übrig als abzuwarten.

Vielleicht ergab sich unterwegs eine Möglichkeit zur Flucht. Der Weg war noch weit. Bis zu der Hafenstadt Thonor mochten es noch etwa einhundertzwanzig Meilen, und von dort nochmals 60 Meilen bis zur Furt des Poros, einem kleinen Fluss sein, der südlich von Thonor, nicht weit von seinem Mündungsdelta, in den Gysera floss. Dieser wiederum mündete in den ‚Gorlanischen Golf’, der wiederum ein Teil des riesigen Ostmeeres der Thetys darstellte.

Im Palast von Aiczuk CVIII

Abenor, Feldmarschall von Gorlan, schritt über den weiß gepflasterten Hof, wo ein Springbrunnen leise zwischen sattgrünem Rasen plätscherte. Dort, in der Mitte stand der Mallorn Baum, der seit einiger Zeit verdorrt seine kahlen, abgebrochenen Zweige traurig über das Becken hängen ließ. Über die breite weitläufige marmorne Treppe betrat der Prinz die Zitadelle, in der sich der Thronsaal befand. Er klemmte sich seinen Helm unter den Arm und durchschritt mit forschen Schritten den langen Saal. Wie alle Ritter oder Paladine Gorlans trug er eine schwarze Bekleidung, die Rüstung und der spitz zulaufende Helm bestanden aus Lemurstahl. Der wertvolle Übermantel aus Zobel trug das Wappen Gorlans.

Der Saal wurde durch niedrige Fenster in den breiten Seitenschiffen erhellt, hinter den Reihen großer Säulen, welche die Decke trugen. Die Säulen, große Monolithen aus schwarzem Marmor, stiegen zu großen Kapitellen auf, in die viele Tier- und Pflanzengestalten eingemeißelt waren. Darüber schimmerte das breite Deckengewölbe, golden und durchbrochen von verschlungenen Rankenmustern in vielen Farben. Es gab keine Wandbilder oder Teppiche in dem langen Saal. Zwischen den Säulen erhoben sich große steinerne Standbilder. Am Ende des Saales stand der Thronsessel auf einer erhöhten Empore, zu der Treppen hinaufführten. Der Thron wurde von einem marmornen Baldachin in der Form eines Kronenhelmes überdacht. Die Wand dahinter zeigte das eingemeißelte, mit Edelsteinen besetzte Bild des blühenden Mallornbaumes. Am Fuß der Empore, auf der untersten Stufe, stand ein Stuhl aus schwarzem Obsidian und ohne Zierrat. Dort saß wie üblich sein Vater und wartete schon auf ihn.
„Da bist du ja endlich, mein Sohn“, begrüßte der Tamaron Ranner Aiczuk ihn ernst.
Abenor verzog leicht sein Gesicht. Der große und kräftig gewachsene Prinz mochte stärker und einige Jahre älter als Talenor sein. Er selbst betrachtete seinen Bruder als einen nachdenklichen und zurückhaltenden jungen Mann, während er sich selbst als etwas aufbrausender und ungestümer einschätzte. Im Moment jedoch sorgte sich Abenor um Talenor. Er hatte ihn überall im Palast gesucht und selbst Talenors Diener wussten nicht, wo er sich aufhielt.
„Ich grüße dich, Vater“, antwortete Abenor. „Wir müssen reden.“
„Deshalb habe ich nach dir geschickt, mein Sohn“, sagte Ranner Aiczuk in freundlichem Tonfall. Abenor wünschte sich insgeheim, dass sein Vater hin und wieder diesen Ton auch Talenor gegenüber anschlagen würde. „Es werden neue Übergriffe einiger Derrohorden gemeldet. Du musst sofort aufbrechen und die feige Meute vernichten.“

Aus diesem Grund war Abenor eigentlich nicht gekommen. „Die Derro überqueren dieser Tage oft unsere Grenzen. Das Dunkle Land unter der Herrschaft des wieder erwachenden negativen Antigon wird endgültig zum Problem. Wir sollten langsam daran denken, unsere Verbündete zu konsultieren.“
„Verbündete? Wen denn?“, fragte Aiczuk, überrascht darüber, dass Abenor einen solchen Vorschlag machte und lachte sarkastisch.
„Aldor zum Beispiel. Einer ihrer Könige Aldaran besitzt eine große Reiterarmee.“
„Aldaran? Er ist schwach“, meinte Aiczuk und winkte verächtlich ab. „Das Bündnis mit Tenaria muss verlängert werden.“ Geringschätzig winkte er ab. Mit diesem jungen König? Außerdem stehen sie unter dem Einfluss von Myrdin und damit von diesem arkonidischen Arbaraith. Höre mir damit auf!“
„Oder die Darven!“ Ranner lachte.
„Das Bündnis der menschlichen Königreiche der Aldoraner mit den Zwergen muss sich erst noch bewähren. Wie du weist, halte ich mich der ‚Allianz des Lichts’ noch fern. Wir selbst sind allein stark genug!“
Abenor nickte bitter. „Ich weiß! Eigentlich wollte ich dich nicht deswegen sprechen, Vater“, sagte Abenor.
„Nicht? Weswegen dann?“, fragte Aiczuk erstaunt. „Du drängst mich doch ständig dieser ominösen Allianz, die hauptsächlich von Arbaraith, den Menschen aus Tenaria und den Zwergen beherrscht wird, beizutreten.“ Aiczuk lachte sarkastisch. „Angeblich kämen die Berlen Taigonii zurück und träfen sich in einer Tafelrunde in Arbaraith. Was für ein Unsinn!“ Abenor schüttelte verärgert den Kopf.

„Deswegen bin in nicht gekommen, Vater! Wieso muss ich mich ständig wiederholen? Talenor ist verschwunden. Ich mache mir Sorgen um ihn. Wir wollten uns heute Morgen treffen, aber er ist nicht erschienen. Er vergisst sonst nie ein Treffen mit mir. Deshalb ...“

Ranner Aiczuk sprang wütend von seinem Stuhl auf und rief: „Rede mir nicht von Talenor! Er hat gegen meinen ausdrücklichen Befehl abermals diesen alten arkonidischen Tenoy Myrdin getroffen, der uns ständig drängt der Licht-Allianz beizutreten. Wahrscheinlich ist er noch bei ihm. Er glaubt wohl, dass ich das nicht weiß, aber er vergisst, dass ich der Herrscher bin und meine Diener und Spione überall sind.“

Abenor machte, überrascht von dem Zorn Aiczuk, einen Schritt zurück. Er fasste sich jedoch schnell wieder. „Talenor würde wegen Myrdin kein Treffen mit mir versäumen“, verteidigte er seinen Bruder.
„Talenor ist ein Schwächling“. Der Tamaron Ranner Aiczuk beruhigte sich wieder etwas und ließ sich zurück auf seinen Thronstuhl fallen. „Er beschäftigt sich mit Kunst und Musik. Und dies in diesen kriegerischen Zeiten, die wohl in Kürze in einen weiteren Weltkrieg zwischen dem Licht und der Dunkelheit endet!“
„Was ist daran falsch?“
„Du verteidigst ihn noch? Du magst doch selbst keine Kunst und Musik.“
„Das ist nicht wahr“, sagte Abenor und dachte daran, wie sehr er die Abende mit Talenor genoss, und wie schön er dessen Spiel mit der Harfe fand. Darin erinnerte er an den mythischen Ur-Helden oder Berlen Taigonii Dar-Atlan.
Das würde er aber nie vor dem Tamaron zugeben. „Ich will sie nur nicht studieren, das ist ein Unterschied. Dies überlasse ich meinem Bruder.“
„Er sollte lieber das Kriegshandwerk lernen“, meinte der Tamaron Aiczuk erbost.
„Ich kann dich nicht verstehen, Vater. Er ist ein guter Krieger und wird einmal ein hervorragender Stratege werden. Warum soll er nicht beides vereinigen? Sicher hat er das von Mutter. Sie liebte die Kunst und die Musik ebenfalls.“
Erneut sprang Aiczuk wütend auf. „Sprich nicht von deiner Mutter, mein Sohn. Sie ist schon lange tot.“
„Nicht in meinem Herzen Vater. Talenor war noch zu klein, gerade mal fünf Jahre alt, als sie starb. Er hat kaum Erinnerungen an sie. Ich aber schon. Mein Bruder, dein Sohn, ist ihr sehr ähnlich im Wesen und im Denken. Talenor versucht alles, um dir zu gefallen. Du aber erkennst nichts an. Warum kommst du ihm nicht etwas entgegen?“
Der Aiczuk stieß wütend die Luft aus den Lungen. „Weil er mich immer wieder enttäuscht.“

„Nur du siehst das so. Oder ist es der Grund, dass er dich zu sehr an Mutter erinnert?“
Aiczuk wurde rot im Gesicht und Abenor begriff, dass er zu weit gegangen war. „Verzeih, Vater! Ich wollte dich nicht verärgern.“
Sofort beruhigte sich der Tamaron wieder. Eine Entschuldigung seines ältesten Sohnes ließ er sofort gelten. „Nun gut, mein Sohn. Es sei dir verziehen. Doch jetzt eile! Sammle ein Heer und vertreibe die Feinde aus unserem Reich.“

„Ja, Vater!“ Abenor ging. Es hatte keinen Zweck noch einmal wegen Talenor anzufangen. Es blieb ihm nichts anderes übrig, als den Befehl des regierenden Aiczuk auszuführen. Aber vorher wollte er noch jemanden besuchen.

Eilig verließ er den Turm, durchquerte den Tunnel zur sechsten Stufe und bestieg sein Pferd, das dort auf ihn wartete, und ritt die Straßen hinunter. Eine Stufe nach der anderen ließ er hinter sich, bis er am unteren Tor ankam. Dort ging er in die Wachstube und fand den welchen er suchte, bei anderen Wachen am Tisch sitzen.
Die Wächter sprangen sofort auf, als ihr Befehlshaber eintrat und verneigten sich, doch Abenor achtete nicht darauf. „Aldamar, wo ist mein Bruder?“
Aldamar blickte seinen Herrn erstaunt an. „Im Palast nehme ich an, Feldmarschall.“
„Da ist er nicht. War er nicht gestern Abend zu Besuch in deinem Haus?“ Als Abenor sah, wie blass Aldamar wurde, sagte er: „Keine Sorge, mir ist es egal, wo mein Bruder sich herumtreibt, aber er ist nicht nach Hause gekommen.“
„Er war bei mir, Feldmarschall“, gab Aldamar zu. „Er ging zu sehr später Stunde, weil ...“
„ ... weil du noch Myrdin, den Wächter oder Ritter des Lichts zu Besuch hattest“, vollendete Abenor den Satz. „Das ist mir bekannt. Sprich weiter.“
„Der junge Herr verließ mein Haus zur dritten Morgenstunde. Danach habe ich ihn nicht mehr gesehen“, sagte Aldamar wahrheitsgemäß.
„Du hast ihn alleine gehen lassen?“, fragte Abenor wütend.
„Aber das war sein eigener Wunsch, mein Lord“, Aldamar wurde kalkweiß vor Schrecken. „Er hat immer eine Eskorte abgelehnt.“
Abenor kannte den Starrsinn seines Bruders und wusste, dass er Aldamar keine Schuld geben konnte. Doch er konnte etwa anderes tun. „Du bist für den Moment von deinem Posten entlassen.“
„Aber ... Herr! Es war nicht meine Schuld.“
„Es soll keine Strafe sein“, beruhigte Abenor sein Gegenüber. Er wusste, dass Aldamar seinen Bruder liebte und für ihn in den Tod gehen würde. Wie viele der Soldaten in der Armee. Talenor hatte immer ein nettes Wort für jeden übrig, egal ob einfacher Soldat oder Hochgestellter. Und er half immer den Familien Gefallener, wenn sie in Not gerieten. „Ich möchte, dass du meinen Bruder suchst und herausfindest, was mit ihm geschehen ist. Ich ahne Böses, denn ich hatte heute Nacht einen schlechten Traum. Selbst kann ich ihn nicht suchen, denn ich muss noch zur Stunde aufbrechen und Derros- Horden von unseren Grenzen vertreiben. Später kannst du deinen Posten wieder einnehmen.“
„Verstanden, Herr“, sagte Aldamar erleichtert und verbeugte sich. „Ich werde den jungen Prinzen finden, selbst wenn es mein Leben kostet.“
„Das weiß ich, Hauptmann. Wir wollen beide hoffen, dass du nicht so weit gehen musst.“ Abenor schlug ihm leicht auf die Schulter, drehte sich um und ging.

Aldamar blickte ihm erleichtert hinterher. Er hatte schon das Schlimmste für sich befürchtet. Abenor mochte ein gerechter und gütiger Mann sein, sein Vater Aiczuk allerdings hätte keine Gnade gekannt, wenn er Aldamar die Schuld am Verschwinden seines Sohnes gegeben hätte. Der regierende Aiczuk mochte Talenor nicht besonders mögen, aber trotz allem war er dessen Sohn.
Schnell rief der Hauptmann seinen Stellvertreter zu sich und übergab ihm den Befehl über die Torwache. Dann suchte er sich einige Männer aus, denen er blind vertraute, und sandte sie aus. Es dauerte nicht lange, bis der Erste zurückkam.
„Nun“, fragte Aldamar. „Hast du etwas erfahren?“
„Ja, ich kenne einige Leute in den unteren Stadtteilen.“ In diesen Gegenden wohnten die Ausgestoßenen, die ärmsten der Armen und Leute, die sich verstecken mussten. „Der junge Fürst ist entführt worden. Man hat beobachtet, wie er überfallen und auf ein Schiff gebracht wurde. Es ist den Gysera hinuntergefahren.“
Aldamar sprang alarmiert auf. „Dann müssen wir sofort jemanden zum Palast schicken.“
„Der Palast ist schon informiert“, sagte ein weiterer seiner Männer, der gerade den Raum betrat. „Der Aiczuk erhielt vorhin eine Botschaft.“
„Wir werden den Tamaron trotzdem über alles informieren, was wir erfahren haben. Das schulde ich Talenor. Ich hätte ihn nie alleine nach Hause gehen lassen dürfen.“ Wenn Talenor etwas passieren sollte, würde Aldamar sich das nie verzeihen. So schickte er einen seiner Leute zum Palast, um dort zu berichten, was sie herausgefunden hatten.

Während Abenor mit seinen Soldaten aufbrach, um die Übergriffe der Derro aus dem Dunklen Land zu stoppen, erhielt im Palast Ranner Aiczuk von einem Diener eine Nachricht. Als er sie las, wurde er erst blass, doch dann siegte seine Wut.
„Das ist typisch für ihn! Dieser kleine Dummkopf lässt sich entführen!“
„Herr?“, fragend und konsterniert blickte sein Diener, der die Nachricht gebracht hatte, ihn an.
Der Aiczuk gab ihm die Nachricht, denn Falasthur war nicht nur der persönliche Kammerherr des Herrschers, sondern auch sein engster Vertrauter.
Falasthur las die Nachricht und wurde ebenfalls blass. Er mochte den Jungen sehr. Talenor zeigte sich ihm gegenüber immer freundlich und aufgeschlossen. Zwar vertraute Aiczuk Falasthur und erzählte ihm Vieles, aber er war eben ein aufbrausender und unberechenbarer Herrscher.
„Was sollen wir tun, Mylord?“, fragte Falasthur. Das Wort ‚Mylord’ stammte von den Helosonischen Inseln. Von dort stammte die verstorbene Königin ursprünglich. Viele seltsame Worte brachte sie aus ihrer Heimat mit, welche Ranner Aiczuk in Gorlan einführte. Die Helosonen gaben an, von dem Planeten Erde oder Gaja zu stammen. So nannten die Bewohner der Inseln ihre angebliche Urheimat. Allerdings waren die Helosonen schon vor 38.000 Abjinjahre (3800 Jahre irdischer Zeitrechnung) nach Abjinos gekommen. Laut Myrdin, wäre diese Erde auch die Urheimat der Lemurer. Auf den Helosonischen Inseln gäbe es ein so genanntes ‚Weltentor’ durch das immer wieder Bewohner dieser geheimnisvollen Erde kämen. Deshalb gäbe es auf den Inseln auch so viele den übrigen Abjinos unbekannte Wörter und Begriffe. Diese Erdbewohner wären ebenfalls Nachkommen der Lemurer. Der Kammerherr Falasthur, eigentlich ein mächtiger Adelige Gorlans hieß Myrdin oft heimlich in seinem Schloss Willkommen. Dort sprachen sie gesichert vor fremden Lauscher über alles Wichtige auf Abjinos.
Ranner Aiczuk hatte ihm deshalb schon oft gegrollt. Aber er schätzte nun mal seinen treuen Hauptberater. Das ‚Kammerherr’ war nur ein hohes Amt. Das Chef des Geheimdienstes nicht. Das war seine eigentliche Aufgabe.

„Nichts! Soll er sehen, wie er zurechtkommt. Dann lernt er vielleicht endlich, sich an meine Befehle zu halten“, sagte Aiczuk kalt.
„Aber Mylord!“ Falasthur konnte es scheinbar nicht fassen. „Er ist trotz allem Euer Sohn!“
„Und der Stachel in meinem Herzen. Nun gut, was schlägst du vor? Ich kann die Forderung der Horon auf keinen Fall erfüllen. Mein Volk kann ich ihnen unmöglich ausliefern, selbst wenn es das Leben meines Sohnes kostet.“
„Aber wir könnten erst einmal so tun und auf die Forderungen zum Schein eingehen. Wenn sie sich wieder melden, sollten wir die Verhandlungen aufnehmen. Das gibt dem jungen Herrn eine Chance zu fliehen.“
„Das meinst du wirklich, oder?“ Aiczuk sah seinen Vertrauten und Chef seines Geheimdienstes sinnend an. „Da du Talenor anscheinend so schätzt, überlasse ich dir dann die Verhandlungen.“
„Euer Sohn ist immer freundlich zu mir und äußerst kompetent in vielen Dingen “, sagte Falasthur ausweichend.
„Er ist zu allen freundlich. Zu freundlich für den Sohn des Tamaron des Gorlanischen Reiches“, meinte Aiczuk wütend.
„Die Menschen lieben ihn. Wenn Ihr ihn einfach sterben lasst, wird das Volk es Euch übel nehmen, Mylord und viele Adelige auch“, gab Falasthur zu bedenken.
„Es ist mir egal, was das Volk oder dieser Adel möchte, der noch immer nach einem König schreit. Aber ich beherrsche die Armee und kann damit das Volk oder den Adel jederzeit befriedigen. Trotzdem hast du Recht. Er ist immer noch mein Sohn. Du hast alle Vollmachten, um in meinem Namen zu verhandeln. Nutze auch dein Agentennetz. Aber entscheide gut. Bedenke, es geht um die Freiheit des Volkes, für das du gerade so hingebungsvoll sprichst. Und falle mir nicht in den Rücken!“ drohte im dem Aiczuk.

Mit dieser Warnung entließ er seinen Kammerherrn und Geheimdienstchef, nach ihm der mächtigste Mann im Reich. Falasthur machte, dass er fort kam. Die Warnung verinnerlichte er durchaus. Draußen erwartete ihn ein Torwächter. Der Hauptmann des unteren Tores hatte ihn geschickt. Jener brachte ihm noch einige nützliche Informationen, die er umgehend nutzte. In seinem Büro gab er die notwendigen Befehle. Hier ließ er seine Maske fallen. Das ‚Büro’ war seine Schaltzentrale und konnte von den primitiven Gorlaner nicht überwacht werden. Dafür sorgte verborgene Technik, die auch gegen die Agenten der Leere hoffentlich genügte…
Es musste endlich gegen die Agenten der Horon und des Dunklen Herrschers vorgegangen werden. Falasthur kommandierte abjinfähige Agenten aller Völker. Außerdem nahm er heimlich Kontakt mit Myrdin und dem Zwergenfürsten und Feldmarschall Rakal VII vom Klan der ‚Eisenhämmer’ auf, einem persönlichen Freund. Die Halsstarrigkeit des Tamaron gefährdete endgültig die Allianz des Lichts. Notfalls musste das Agentennetzwerk der Allianz dagegen vorgehen. Der Tamaron hatte keine Ahnung, wer hinter Falasthur wirklich stand. Die Allianz des Lichts war nicht blauäugig. Gorlan war natürlich das wichtigste Frontland im Gefüge der Gegenkräfte gegen das Dunkle Imperium. Seit vielen Jahrtausenden galaktischer Zeit, herrschte ein Terminaler Krieg. Auch Falasthurs angebliche Mutter Lyrana stammte von den Helosonischen Inseln. Dort existierte ein wichtiger Knotenpunkt in dem multidimensionalen und interterminalen Gefüge der Kräfte des Lichts gegen die Lords der Leere. In Wirklichkeit war seine ‚Mutter’ eine Agentin des OLIGU-C und hieß Beschana. Als Klon vom Wanderer war sie äußerst langlebig und sogar zeugungsfähig...
Was wussten die naiven Könige, Thans und Tamarone der Abjinos schon von diesem Kampf, dessen wichtige Vertreter auf der Seite des Lichts: Myrdin, seine ‚Mutter’ Beschana und er auf Abjinos darstellten. Vieles war nur Schein, auch seine Rolle als ‚Kammerherr des gorlanischen Tamaron’. Falasthur war die zeitweilige nützliche Maske eines ‚Ritters des Lichts’, womit sogar Beschana unter seinem Kommando stand… Myrdin natürlich nicht. Er war gleichrangig. Der Arkonide residierte auf Abjinos. Selbst der Chef des OLIGU-C interessierte sich seit geraumer Zeit für die Galaxis in der Abjinos lag. Dieser Planet war neben der Erde ein Knotenpunkt im Kampf der Ordnungskräfte gegen die Lords der Leere, welche hinter der Dunklen Hierarchie standen. Selbst der ‚Zweikampf’ von ES und Anti-ES oder der permanente Konflikt auf Abjinos war nur ein Teil des ‚Ewigen Kriegs der Ordnung gegen das Chaos’…
Selbst die ‚Ritter des Lichts’ und die noch wenigen existierenden ‚Ritter der Tiefe’ waren nur ein Teil der Mächte auf der Seite der Ordnung in diesem ‚Ewigen Krieg’. Sie die RdL ersetzten im Auftrage der Kosmokraten die Ritter der Tiefe. Die Letzten von ihnen würden in der relativen Zukunft rebellieren. Zukunft, Gegenwart, Vergangenheit, das waren nur relative Begriffe in diesem interterminalen ‚Ewigen Krieg’, der Pole. Man konnte die Ritter des Lichts durchaus, als ‚jenseits der Zeit existierend’ betrachten. Die Lords der Leere natürlich ebenfalls.
Sie die ‚Ritter des Lichts’ waren die Antwort der positiven Hohen Mächte auf die Existenz der ‚Lord der Leere’. Auch sie waren natürlich abjinfähig oder besaßen eine Technologie, welche die ‚hochfrequenten’ Energien des Hyperraums, gemeinhin psionische Kräfte genannt, nutzten. Ihre Möglichkeiten waren größer als früher der Ritter der Tiefe …

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PP-Stichwörter: Ritter der Tiefe, Kosmokraten, Chaotkraten, Zweikampf ES und Anti-ES.

Lord der Leere, Dunkle Hierarchie und Ritter des Lichts, sind von mir erfundene Begriffe.

Dieser Teil gibt einen Einblick in die politischen Verhältnisse auf Abjinos und dessen mächtigsten Völker. Dazu wird ein kurzer kosmologischer Hintergrund umrissen. Im nächsten Teil geht es weiter mit Kator und dem Missionsteam Bull. Sicherlich werden Falasthur, oder wer immer hinter seiner Maske auch stecken mochte, noch eine gewichtige Rolle spielen. Dazu die Agentin des OLIGU-C Beschana und natürlich auch der angedeutete Chef des OLIGU-C…. :unschuldig: :devil:
„Kaffee ist übrigens ein Hauptgrund, der die Existenz Terras berechtigt erscheinen lässt.“ leicht abgeändert.

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"Die Sterne werden uns gehören!" Bully, 1971 Kosmos Chroniken 1

„Nicht die höchsten Gipfel lassen uns stolpern, sondern die Maulwurfshügel!“ ES zu Atlan, Blauband 14

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Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 27. März 2017, 11:14

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Homer G Adams
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So, jetzt eben die Biographie von Myrdin den ‚Ritter des Lichts’ geschrieben und ins Archiv gestellt. Natürlich habe ich im Moment nicht vor hier etwas verlauten zu lassen :-=

Nur soviel. Der Char ist nicht mit Atlan identisch, obwohl ihn Myrdin natürlich kennt… :unschuldig:

Eigentlich wollte ich ursprünglich diesen Thread ja generieren, um darüber lästern zu können, dass die PR-Verantwortlichen jetzt auch ES wie auch immer zur Strecke gebracht haben, wie viele ‚kardinale Fraktoren’ der Serie, zumindest aus der Sicht eines Alt-Lesers, welcher die Kosmologie ala Voltz liebt. Aus diesem Grunde lese ich bekanntlich nach 50 Jahren die EA-Serie NICHT mehr. Das ‚Semper Fi’ war einmal. :devil:

Ganz entgegen meiner ursprünglichen Absichten hat sich der Thread zu einem Story-Thread entwickelt in der ES, Anti-ES, die Hohen Mächte und viele in der EA ‚tote Figuren’, eine Widergeburt erleben. :devil:

Obwohl von der Klickseite her, der Thread oft aufgerufen wird, würde ich mir mehr Kommentare, wenigstens ein paar, der eigentlich zahlreichen ‚Klicker’ wünschen. :o)

Na egal.
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Re: Requien für ES

Beitragvon sonnenwind » 27. März 2017, 13:08

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sonnenwind
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Hallo, lieber Homer! :)
Den neuen Teil Deiner Geschichte kann ich erst heute lesen, aber ich finde es gut, dass Du einige "tote Figuren" wieder zum Leben erweckst. An ES, die hohen Mächte u.a. bin ich immer interessiert und freue mich daher immer auf Deine stories.
Live long and prosper! :D
Wer immer darüber nachdenkt, was wohl die anderen über ihn denken, der ist nie frei in seiner Entscheidung ( W. Reisberger ).
Der wahre Mut besteht darin, gerade dann Mut zu zeigen, wenn man nicht mutig ist ( J. Renard ).
Wo Herzen mitentscheiden, werden gute Entscheidungen getroffen ( F. Weichselbaumer ).

Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 27. März 2017, 18:46

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Homer G Adams
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sonnenwind hat geschrieben:Hallo, lieber Homer! :)
Den neuen Teil Deiner Geschichte kann ich erst heute lesen, aber ich finde es gut, dass Du einige "tote Figuren" wieder zum Leben erweckst. An ES, die hohen Mächte u.a. bin ich immer interessiert und freue mich daher immer auf Deine stories.
Live long and prosper! :D


Hallo Sonnenwind,

Es freut mich, jemand hier noch lesen zu können, der die Kosmologie ala Voltz nicht mehr schnurz egal ist. :devil:

Leider hast du ja die 'alte hohe Zeit' des Voltzismus mit seiner Kosmologie und dem Zwiebelschalenmodell nicht lesen können. Schade.

In anderen Threads lästern die 'Materialisten' der Serie munter über den multikosmischen Überbau der Serie. Und kaum jemand gibt darauf Saures.

Ich bin langsam einfach nur noch müde und es leid gegen diese 'Windmühlen' anzukämpfen. Habe mich ja sowieso aus der momentanen EA zurückgezogen. Solange meine Kräfte reichen, wird es hier erst recht 'Kosmologie' bis zum Abwinken geben. :P :-=

Live long and prosper

LG

Homer
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Re: Requien für ES

Beitragvon Elena » 27. März 2017, 18:57

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Elena
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Oh Mann, ich kann das gar nicht gut haben, wenn es einem Guten in einer Geschichte so schlecht geht. Mies vom Vater behandelt, entführt, will der Vater ihn am liebsten aufgeben. Kann ich nicht gut haben. Aber gut und spannend geschrieben ist das, sonst wäre es mir nämlich egal! :st:

Aber mit Falasthur hast Du ja echt einen Knaller abgeliefert. Ein Ritter des Lichts, eine mysteriöse Geschichte um seine "Mutter", ein Geheimdienstler, der den Bund unterstützt, den der König ablehnt. Wow!

Ha, hatte ich mit ES und ANTI-ES also doch Recht! :D

Die Ritter des Lichts stehen also über den Rittern der Tiefe, sind quasi ihre Nachfolger. Interessant.

Bin gespannt, wer der Chef von OLIGU-C ist, vielleicht ist er ja Atlan! :devil:

Ich mag den kosmischen Überbau, man muss ihn halt nur richtig einsetzen, was in letzter Zeit leider nicht immer gelingt. Wenigstens gibt es ja Dich! :st:

In der Hoffnung, dass Deine Kräfte noch lange mitmachen. :unsure: :st:

Gruß Elena
Liebe die Wahrheit, doch verzeihe den Irrtum.
- Voltaire

Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 27. März 2017, 19:41

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Homer G Adams
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[quote="Elena"]Oh Mann, ich kann das gar nicht gut haben, wenn es einem Guten in einer Geschichte so schlecht geht. Mies vom Vater behandelt, entführt, will der Vater ihn am liebsten aufgeben. Kann ich nicht gut haben. Aber gut und spannend geschrieben ist das, sonst wäre es mir nämlich egal! :st:

Aber mit Falasthur hast Du ja echt einen Knaller abgeliefert. Ein Ritter des Lichts, eine mysteriöse Geschichte um seine "Mutter", ein Geheimdienstler, der den Bund unterstützt, den der König ablehnt. Wow!

Ha, hatte ich mit ES und ANTI-ES also doch Recht! :D

Die Ritter des Lichts stehen also über den Rittern der Tiefe, sind quasi ihre Nachfolger. Interessant.

Bin gespannt, wer der Chef von OLIGU-C ist, vielleicht ist er ja Atlan! :devil:

Ich mag den kosmischen Überbau, man muss ihn halt nur richtig einsetzen, was in letzter Zeit leider nicht immer gelingt. Wenigstens gibt es ja Dich! :st:

In der Hoffnung, dass Deine Kräfte noch lange mitmachen. :unsure: :st:


Hallo Elena,

Nun, das Vater/Sohn-Verhältnis, der Sohn ist ‚gut’ und der Vater undurchsichtig.
Zugegeben, dieses Thema ist so alt wie die Menschheit und wurde in Romanen ziemlich ausgelutscht. Trotzdem musste ich es ansprechen, um die folgende Geschichte darzustellen.

Falasthur als Figur ist mir beim Schreiben gekommen. Er sollte eigentlich keine so große Rolle spielen. Aber manchmal melden sich einfach Figuren und sagen: Mach was aus mir!
:unschuldig:

Die ‚Mutter’ kommt erstmals in der Dritten macht vor, also in zwei Folgen Grins

Ja, du hattest Recht mit ES und Anti-ES. Konnte es nicht mehr länger verheimlichen. :lol:
Aber das Schachspiel ist nur ein Teil des Ganzen…

Chef des OlLIGU-C heißt übrigens Orden der Licht-Guardians/Ritter Kommando. Atlan Chef? Einfach noch zwei Folgen abwarten . Grins

Freut mich, dass dir der Kosmische Überbau resp. das Multiversum gefällt. Ob es in der EA nicht mehr richtig eingesetzt wird, kann ich seit 300 Bänden nicht mehr beurteilen. Ich Grolle jetzt erst recht, nach dem Aus von ES. :devil:

Das mit den Kräften stimmt leider. Jede Übertreibung muss ich postwendend bezahlen und kann dann nur noch Hörbücher hören. Furchtbar…

lG

Homer
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Re: Requien für ES

Beitragvon sonnenwind » 29. März 2017, 01:38

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sonnenwind
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Hallo Homer! :)
Was sollte ich schon anderes sagen, als dass ich wieder mal von Deiner Geschichte begeistert bin. Habe in letzter Zeit viel in der Perrypedia nachgeschaut, um diesen "kosmischen Überbau" zu verstehen, den Du immer wieder erwähnst. Das hört sich so wunderbar mystisch an... klasse! Ritter des Lichts, Dunkle Hierarchie, Lord der Leere, ES und Anti-Es u.ä., das ist alles sehr interessant. In einer Deiner letzten Geschichten hatte eine Tochter ja mal Stress mit ihrem Vater, weil der einfach von der Bildfläche verschwand und jetzt der Vater-Sohn-Konflikt. Natürlich ist der vom Vater ungeliebte Sohn gut, sein älterer Bruder ja auch und doch finde ich den Vater am interessantesten. Ich weiß nicht warum, aber gerade die Charaktere, die Du als zwiespältig oder negativ beschreibst, finde ich irgendwie cool. :st: Vielleicht liegt es daran, weil ich immer hoffe, dass die "Bösen" doch nicht so böse sind, ich also mehr in sie hineininterpretieren kann, während ein "vorgefertigter" guter Charakter oft nicht prickelnd, sondern eher langweilig ist. Das sind die beiden Brüder nun nicht, aber der Vater macht das Ganze spannender.- :D
Dann finde ich die Darven, d.h. die Zwerge nett beschrieben und würde mich freuen, von ihnen mehr lesen zu können. Magnus Lichtbringer und seine Mission sind auch mega, obwohl nur kurz erwähnt.-
Ich finde diesen Kampf der dunklen Mächte gegen die Allianz des Lichts klasse umschrieben und bin gespannt, wie es weiter geht. Auch wenn der Vater garstig erscheint, hoffe ich doch noch einiges von ihm zu lesen.-
Du bist so fleißig, Homer, ich hoffe Deine Kräfte lassen Dich nicht im Stich. :unsure:
Und sei nicht traurig. Ich höre auch PR-Hörbücher ( die ersten Zyklen der Silber-Edition ) z.B. während der Dialyse und das macht doch Spaß.
Wer immer darüber nachdenkt, was wohl die anderen über ihn denken, der ist nie frei in seiner Entscheidung ( W. Reisberger ).
Der wahre Mut besteht darin, gerade dann Mut zu zeigen, wenn man nicht mutig ist ( J. Renard ).
Wo Herzen mitentscheiden, werden gute Entscheidungen getroffen ( F. Weichselbaumer ).

Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 29. März 2017, 08:53

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Homer G Adams
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Wohnort: Galakto-City
sonnenwind hat geschrieben:Hallo Homer! :)
Was sollte ich schon anderes sagen, als dass ich wieder mal von Deiner Geschichte begeistert bin. Habe in letzter Zeit viel in der Perrypedia nachgeschaut, um diesen "kosmischen Überbau" zu verstehen, den Du immer wieder erwähnst. Das hört sich so wunderbar mystisch an... klasse! Ritter des Lichts, Dunkle Hierarchie, Lord der Leere, ES und Anti-Es u.ä., das ist alles sehr interessant. In einer Deiner letzten Geschichten hatte eine Tochter ja mal Stress mit ihrem Vater, weil der einfach von der Bildfläche verschwand und jetzt der Vater-Sohn-Konflikt. Natürlich ist der vom Vater ungeliebte Sohn gut, sein älterer Bruder ja auch und doch finde ich den Vater am interessantesten. Ich weiß nicht warum, aber gerade die Charaktere, die Du als zwiespältig oder negativ beschreibst, finde ich irgendwie cool. :st: Vielleicht liegt es daran, weil ich immer hoffe, dass die "Bösen" doch nicht so böse sind, ich also mehr in sie hineininterpretieren kann, während ein "vorgefertigter" guter Charakter oft nicht prickelnd, sondern eher langweilig ist. Das sind die beiden Brüder nun nicht, aber der Vater macht das Ganze spannender.- :D
Dann finde ich die Darven, d.h. die Zwerge nett beschrieben und würde mich freuen, von ihnen mehr lesen zu können. Magnus Lichtbringer und seine Mission sind auch mega, obwohl nur kurz erwähnt.-
Ich finde diesen Kampf der dunklen Mächte gegen die Allianz des Lichts klasse umschrieben und bin gespannt, wie es weiter geht. Auch wenn der Vater garstig erscheint, hoffe ich doch noch einiges von ihm zu lesen.-
Du bist so fleißig, Homer, ich hoffe Deine Kräfte lassen Dich nicht im Stich. :unsure:
Und sei nicht traurig. Ich höre auch PR-Hörbücher ( die ersten Zyklen der Silber-Edition ) z.B. während der Dialyse und das macht doch Spaß.


Hallo Sonnenwind,

Danke wieder für deine auch für einen Hobby-Autoren aufbauenden Worte. Das beflügelt immer. :D

Es freut mich, wenn du dich in PP mit dem ‚Kosmischen Überbau’ von PR beschäftigst. Ist wahrlich ein riesiges Thema. Dies war auch der Grund, dass ich 50 Jahre PR die Treue hielt, da dieser ‚Überbau’ nun mal auch meiner philosophischen oder metaphysischen Überzeugung entspricht.

Leider wird in den letzten Jahren dieser ‚Überbau’ kontinuierlich in der laufenden EA zur Seite gefegt. Wie zu letzt mit ES. Dies ist bekanntlich auch der Grund wieso ich NICHT mehr die laufende EA lese.

Aber das Perryversum ist so gigantisch, dass auch ‚PR-Kosmologen’ wie ich einen Weg finde mein Hobby weiter zu frönen. Sprich als Hobby-Autor einfach im Story-Thread ‚Requien für ES’ diese Kosmologie wieder auferstehen zu lassen. Laut den Klickzahlen folgen mir dabei doch einige Leser :unschuldig: :rolleyes:

Solange das mit den Klicks noch stimmt und meine Kräfte reichen, wird es in diesem Thread ‚PR-Kosmologie en masse’ geben :devil:

Was das Vater/Sohn oder Vater/Tochter-Verhältnis angeht, so ist das eben so alt wie die Menschheit und immer wieder interessant. :)

Im Prinzip stimme ich dir zu. Oberflächlich als zwiespältig oder gar ‚böse’ beschriebene Personen könnten durchaus zum Gegenteil mutieren oder eben auch nicht.. :-=

Sorry, im Kampf der Dunkelheit gegen das Licht, übrigens ein Thema, das bereits der große Philosoph Zarathrustra oder Zoroaster beschrieben hat, sind nun mal die Einen negativ und die anderen positiv. Das kann sich natürlich auch mal umdrehen. Aus einem der zur Dunklen Seite neigt, kann auch mal ein ‚Ritter des Lichts’ werden oder umgekehrt. So ist nun mal das Leben.

Für mich ist prinzipiell das Böse und das Gute am Anfang der Zeit oder des Seins als Potential vorhanden gewesen. Das bewusste Sein holt sich die eine oder die andere Seite für sich in die Realität. Anders ausgedrückt: Das bewusste Sein generiert die eine wie die andere Seite durch sein Denken und Handeln zuerst ins Bewusstsein, dann in die materielle Realität. Für mich ist die ‚Natur’ auch ein kardinaler Fraktor des Seins in allen Ebenen. Da ich an ein multidimensionales, d.h. an ein Multiversum mit vielen unterschiedlichen Seinsebenen oder Schwingungszuständen glaube, wird es diese ‚Natur’ auch in allen auch den höher schwingenden Seinsebenen geben. Die Märchen und Mythen entstanden nach meiner Überzeugung in der Kenntnis dieser unterschiedlichen Seins-Schwingungszuständen, die manche Menschen schon immer wahrnehmen konnten.

Die PR-Kosmologie war für mich auch eine Übertragung dieser philosophischen Sicht, an die offenbar auch einige Autoren glaubten oder sie zumindest für diejenigen Leser in den PR-Bänden materialisierten, die diese Sicht des Seins so sahen. So hielten auch diejenigen Leser, die diesem oder einem ähnlichen Weltbild huldigten, die Stange oder fanden zu PR.

Zwerge/Darven.

Als immer noch begeisterter Leser von Tolkien/Brooks und einem mehrjährigen Intermezzo, in einem Fantasy-Online-Rollenspiel habe ich dort für mich ein ‚Tagebuch’ verfasst, in der die ‚Darven’ eine herausragende Rolle spielen, weil die meisten meiner Char-Avatare ‚Zwerge’ waren.

Vielleicht übertrage ich mal einen darvischen Paladin des Lichts in diesen PR-Thread. Mal schauen. Soweit die Kräfte reichen. Reizen würde es mich schon.

In diesem Sinne

LG

Ad Astra

Homer
„Kaffee ist übrigens ein Hauptgrund, der die Existenz Terras berechtigt erscheinen lässt.“ leicht abgeändert.

Atlan, PR 470

"Die Sterne werden uns gehören!" Bully, 1971 Kosmos Chroniken 1

„Nicht die höchsten Gipfel lassen uns stolpern, sondern die Maulwurfshügel!“ ES zu Atlan, Blauband 14

"Wenn der letzte Ritter der Tiefe gegangen ist, werden alle Sterne erlöschen." Alte kosmische Weisheit über die RdT

"Ohne ES ist PR NICHTS!" HGA
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