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Re: Requien für ES

Beitragvon Elena » 12. Februar 2018, 14:44

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Elena
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Als ganz neue Geschichte wäre Deine Idee gar nicht mal schlecht. Aber für die Altleser wäre es möglicherweise der Horror, mir würde es mit meinem Vorwissen von PR nicht gefallen. Sollten sie das machen und das Pech haben, nicht genug neue Leser zu gewinnen, dann haben sie ihre Marke selbst kaputt gemacht.
Liebe die Wahrheit, doch verzeihe den Irrtum.
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Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 12. Februar 2018, 20:23

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Homer G Adams
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Elena hat geschrieben:Als ganz neue Geschichte wäre Deine Idee gar nicht mal schlecht. Aber für die Altleser wäre es möglicherweise der Horror, mir würde es mit meinem Vorwissen von PR nicht gefallen. Sollten sie das machen und das Pech haben, nicht genug neue Leser zu gewinnen, dann haben sie ihre Marke selbst kaputt gemacht.


Es ist ja nur eine Speku. Irgendetwas Großes brüten die Expokraten allerdings aus. Das sagt mir meine Intuition.

Wahrscheinlich überlegt der Verlag sich wohl gerade, wer mehr Umsatz für die EA generiert, die immer weniger werdenden Altleser, die irgendwann alle wegsterben, oder junge neue SF-Leser, die durch eine Richtungsänderung der EA hin zu mehr ‚Realität’ gewonnen werden könnten.

Um es mal sarkastisch auszudrücken: Vielleicht ist die Überlegung, das die Altleser, wie ich beispielsweise, ja noch die ganze Breite des Voltz’schen Multiversum per Ebook zur Verfügung haben. Ein Tastendruck und du hast das Ebook. Da gewinnen die ganz schön viel ‚Nebenumsatz’. Trotz Kindle Unlimited. Ich sehe es an mir selbst. Ein EA-Abo ist dagegen gar nichts. Vielleicht vertraut man ja darauf, dass wir ‚Altleser’, sowieso hinsichtlich der Breite des Perryversums süchtig bleiben. :rolleyes:

Ich hoffe, dass ich für diese offenen Worte kein Forumsverbot bekomme. :devil:

Aber es stimmt schon, selbst wenn das Scheer’sche und Voltz’sche Perryversum gerade kosmologisch dementiert wird, bleiben die meisten Altleser eben doch Rhodanisten.

Im schlimmsten Falle werden sie halt Hobbyautoren und schreiben im Perryversum, das was sie selbst am liebsten lesen würden. :lol: :unschuldig:
„Kaffee ist übrigens ein Hauptgrund, der die Existenz Terras berechtigt erscheinen lässt.“ leicht abgeändert.

Atlan, PR 470

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„Nicht die höchsten Gipfel lassen uns stolpern, sondern die Maulwurfshügel!“ ES zu Atlan, Blauband 14

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Re: Requien für ES

Beitragvon Elena » 12. Februar 2018, 20:39

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Elena
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Ja, dass sie etwas ausbrüten in der Hoffnung, dass es groß ist und von Vorteil für den Verlag und somit auch für die Autoren, das glaube ich auch.

Tja, hoffen kann man immer. Ich kenne da so einen nicht so schönen Spruch:

Hoffen und Harren
hält manchen zum Narren

Ich hoffe, dass der Spruch nicht recht hat.

Deine Worte sind nicht beleidigend, also warum sollten sie Dich rausschmeißen?

Na ja, eignet sich nicht jeder als Hobbyautor. ;)
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Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 13. Februar 2018, 15:58

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Homer G Adams
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Elena hat geschrieben:Ja, dass sie etwas ausbrüten in der Hoffnung, dass es groß ist und von Vorteil für den Verlag und somit auch für die Autoren, das glaube ich auch.

Tja, hoffen kann man immer. Ich kenne da so einen nicht so schönen Spruch:

Hoffen und Harren
hält manchen zum Narren

Ich hoffe, dass der Spruch nicht recht hat.

Deine Worte sind nicht beleidigend, also warum sollten sie Dich rausschmeißen?

Na ja, eignet sich nicht jeder als Hobbyautor. ;)





Was das Ausbrüten anbetrifft, kann ich nur auf deinen Spruch vom Hoffen und Harren antworten. Und wirklich darauf hoffen, dass wir uns nicht zum Narren machen lassen!

Aber im schlimmsten Fall haben wir immer noch die Retro-Klassik, die ich bis zum Jahr 3459 ausdehne, als die Laren und ihr Konzil auftauchten. (Band 649)

ES ließ das wohl nur zu, weil er noch durch die Erhöhung und Reduzierung der Gravitationskonstante (Schwarmzyklus Band 500- 550) und dem anschließenden ‚Kosmischen Schachspiel’ mit Anti-ES (Bände 600-649) zu sehr geschwächt war.

Wahrscheinlich hat das Konzil der Sieben, ich denke da an die Kelosker von der Schwäche der SI, etwas mitbekommen. Ergo griff das Hetos die Milchstraße an.

Auch das ist noch Retro-Klassik. Sollen doch die Expokraten planen, was auch immer… :unschuldig:

Die ‚Breite und Tiefe’ des Perryversums ist einfach gigantisch. :st:

Hast du schon die Atlan Miniserien im 32. Jahrhundert gelesen? (Siehe Perrypedia 32. Jahrhundert. – dort werden alle erwähnt)

In diesem Sinne. Wir haben noch viel Lesematerial, selbst wenn die Altleser, die EA ab 3000 etwas ‚befremdlich’ ansehen. :(

Schaun mer maal.
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Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 13. Februar 2018, 21:30

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Homer G Adams
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Bezüglich der Atlan-Minizyklen im 32. Jahrhundert:

Lepso, Rudyn, Illochim, Rico, Monolith, Höllenwelt, Marasin, Sternensplitter, Polychora.

Alle sind auch als Ebooks zu klicken.
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Re: Requien für ES

Beitragvon Elena » 13. Februar 2018, 22:14

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Also, wenn Schemmenstern dazu gehört, da hab ich Romane.
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Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 14. Februar 2018, 14:02

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Elena hat geschrieben:Also, wenn Schemmenstern dazu gehört, da hab ich Romane.



Die spielt in der Zeitreise ausgehend von 1291 NGZ im 6. vorchristlichen Jahrtausend. Also nicht im 32. Jahrhundert. Ich habe nur oben die Atlan-Miniserien, spielend im 32. Jahrhundert aufgeführt.
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Re: Requien für ES

Beitragvon Elena » 14. Februar 2018, 14:32

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Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 16. Februar 2018, 10:59

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Teil 2

Aber kein wildes Tier verwehrte mir diesen günstigen Platz zum Lagern. Das könnte sich natürlich jederzeit ändern. Gegen einen Höhlenlöwen, dem gefährlichsten Räuber beispielsweise in der terranischen Eiszeit, hätte ich nicht mal mit Dagor große Chancen. Führte der Bach noch permanent Wasser, wäre dieses Terrain ideal für Höhlenlöwen oder dem hiesigen planetaren Äquivalent gewesen.

Deshalb musste ich schnellstens einige Speere basteln. Zuerst allerdings ein Feuer entfachen. Im kleinen ‚Wäldchen’ aus Zwergbäumen, entdeckte ich einige trockene vom ständigen heftigen Nordwind niedergedrückten Gewächse, denen ich sofort mit meinem kleinen Beil aus Arkonstahl zu Leibe rückte. In einem dieser toten Bäumchen entdeckte ich auch genügend trockenes Material, das sich als Zunder eignete. Mit dessen Hilfe, dem Feuerstein und dem Stahl entfachte ich rasch ein Feuer. Dieses unterhielt ich mit dem trockenen Holz aus den von den Stürmen umgeworfenen Bäumchen. Den Rest des Zunders steckte ich zusammen mit dem Stahl und Feuerstein in die Zunderbüchse, die ich wiederum in die Tasche aus nahezu unzerstörbarem Kunststoff steckte.

Ich konnte mich noch gut daran erinnern, wie die Survival- Spezialisten der USO sich überlegten, ob eine Zunderbüchse in eine Notfalltasche sollte, oder eine Thermofolie, die allerdings zum Betrieb Energiezellen benötigte. Deshalb entschieden sich die Fachleute für die seit undenklichen Zeiten absolut sichere Methode Feuer zu machen, mit Stahl und Feuerstein. Der Stahl könnte auch notfalls durch einen lokalen Pyritbrocken ersetzt werden. Pyritsteine fand man schließlich auf unzähligen Planeten.

Da ich leider nichts braten konnte, machte ich aus rasch ausgegrabenen Wurzeln, die verblüffend Karotten glichen und gesammelten Samen und Körnern der Steppe, sowie einem kleinen Würfel aus meinem Nahrungskonzentrat-Vorrat einen Eintopf. Er schmeckte mir, weil ich Hunger hatte…

Aus einer Wassertablette, die ich in dem längst entfalteten und gehärteten Kochtopf auflöste, machte ich einen Tee aus Tannenzweigen. Ich nannte diese Zwergbäume nach den irdischen Arten, die in etwa diesen hier glichen, obwohl sie nur zwei Meter Höhe besaßen.

Wer zum Teufel hatte hier nach der Flora und wohl auch Fauna zu urteilen, auf diesem Planeten terrageformt?
Ein weiterer Rätselplanet. Notlandete ich hier wirklich zufällig?

Apropos Kräutersud: In der Not trinkt der Mensch Vieles…

Schon jetzt sehnte ich mich nach einem echten Cappuccino oder einer Dose USO-Bier, das übrigens ursprünglich von einer bayerischen Brauerei stammte und dann von USO- Brauereien in Lizenz selbst hergestellt wurde. Bei der Füllung des Bieres in Dosen gab es keinen Qualitätsverlust, wie in den bislang üblichen Dosenbieren.

„Sehne dich nicht nach Dingen, die du nicht zur Verfügung hast und trinke diesen warmen ‚Tee’. Er tut dir gut“, ermahnte mich mein Zweitbewusstsein.

Das tat ich schließlich widerwillig. Anschließend holte ich den eingepackten Klappspaten aus der Tasche und entfaltete ihn. Bei diesem Vorgang härtete sich das Material zur Festigkeit eines üblichen Spatens. Wenn ich diesen wieder entfaltete wurde er wieder nachgiebig und verpackbar. Mit diesem Werkzeug grub ich an der feuchtesten Stelle am Rande des Felsens nach Wasser und wurde rasch fündig. Natürlich hätte ich meinen Durst einige Tage mit den Wassertabletten aus der Notfalltasche befriedigen können. Allerdings wollte ich mir die wenigen Tabletten für wirkliche Notfälle aufsparen.

Das lehmige Wasser beförderte ich solange mit dem Spaten aus dem Loch, bis es sauberer wurde. Dieses Nass ließ ich über den Osmosefilter in meine Wasserflasche laufen. Das dauerte. Übrigens würde ich mit diesem Filter auch aus Salzwasser süßes H2O machen können.

In dieser Zeit, in der ich auf solche Art trinkbares Wasser gewann, suchte ich im ‚Wald’ nach einem besonderen Holz. In den ‚Bäumen’, welche den irdischen Zitterpappeln glichen, entdeckte ich es.

Drei kleine Stämmchen eigneten sich, um daraus Speere zu machen. Ich bearbeitete sie mit dem Beil und meinem USO- Mehrzweckmesser zu glatten Speerschäften. In der Glut des Lagerfeuers härtete ich die zuvor zugespitzten und geschabten Stangen zu steinharten Speerspitzen. Dazu drehte ich das Holz von allen Seiten bis es ankohlte. Dann schabte ich das Schwarze mit einem glatten Stein ab, kohlte es wieder an, schabte es wieder ab. Diesen Vorgang wiederholte ich solange bis die Spitzen eine Schärfe und Feuerhärte bekamen, die es durchaus mit einer Feuersteinspitze aufnehmen konnten. Damit vermochte ich durchaus mittleres bis kleines Wild zu töten.

In meinem Jahrtausende währenden Überlebenstraining auf der Erde und zuvor in den arkonidischen Flottenakademien oder in den Ark-Summia Tests, gehörte natürlich auch das Überleben ala Robinson auf einsamen Inseln oder in einer urzeitlichen Welt, wie dieser hier.

Apropos Robinson. Habe ich schon irgendwann mit einem Terraner über meine Abenteuer als Wächter der Erde gesprochen? Mein fotografisches Gedächtnis sagt sehr selten. Übrigens habe ich Daniel Dafoe damals einige Geschichten erzählt. Was daraus wurde, ging in die irdische Weltliteratur ein. Das gleiche galt für Jules Verne. Nun ja…

Meine Wasserflasche hatte sich inzwischen durch trinkbares H2O gefüllt. Daher steckte ich den Filter, der sich selbst reinigte, wieder in meine Tasche. Da es inzwischen dunkelte, machte ich aus dem Fallschirm ein Zelt am Rande des Felsens. Davor unterhielt ich das vor Raubtieren schützende Feuer und ermöglichte mir auf diese Weise einige Stunden Schlaf. Immer wieder ließ ich mich von meinem Extrasinn rechzeitig wecken, um das Feuer weiter zu unterhalten. Wie mein zweites Bewusstsein das machte, wusste ich nicht, weil es ja durch meine schlafenden Augen nicht die Realität sehen konnte. Oder handelte es nach seinem inneren Zeitempfinden?

„Mache dir darüber keinen Kopf, Lordadmiral, das würdest du sowieso nicht verstehen. Hauptsache es funktioniert!“

Am Morgen nahm ich nach einer Katzenwäsche aus dem Wasserloch zu einem kleinen Riegel Nahrungskonzentrat einen Schluck Wasser, packte meine drei Speere und ging auf die Jagd. Die Tasche trug ich zusammen mit einem Teil des Fallschirms als Rucksack.

Einige Stunden wanderte ich rund um die Felsengruppe in der Steppe umher. Dabei gelang es mir aus einer fliehenden Herde von Riesenhirschen ein langsames wohl verletztes Jungtier auszusondern und mit dem dritten Speerwurf zu töten. Zuerst sammelte ich meine übrigen Speere ein, schlug das Tier aus dem Fell und entnahm ihm die wichtigsten Teile. Unter anderem auch jener Teil, der die wertvollen Sehnen enthielt. Auch den Magen leerte ich und würde daraus einen weiteren Wasserbeutel machen. Natürlich nahm ich das Fell ebenfalls mit. All dies packte ich auf eine Schleife, die ich aus der Haut und zweier Speerschäften rasch bastelte. Mit gesammelten Steinen und viel Geschrei vertrieb ich die kleinen Raubtiere, die sich rasch einfanden. Selbst ein Tier, das verblüffend einem Vielfraß glich, konnte ich damit vertreiben.

So gelang es mir nach einem Stundenmarsch endlich mein vorläufiges Lager wieder zu erreichen. Dort schnitt ich das meiste Hirschfleisch zu armlangen, handdicken Streifen, trocknete und räucherte es vor dem Felsen im Rauch mehrer Lagerfeuer und im ständigen Wind der Lößsteppen. Als Schnüre dienten mir natürlich die Leinen und Schnüre des Fallschirms. Die Stangen gewann ich aus meinem ‚Wäldchen’, für das ich längst dankbar war.

Am Abend briet ich mir Hirschlende und einige Innereien, welche herrlich mundeten. Inzwischen schmeckte es mir wie ein arkonidisches Festessen, eines damals wie heute unnötigen hochadeligen Gelages, an der ich in meiner noch nicht so lange zurückliegenden Imperatorenzeit bis zum Exzess teilnehmen musste.

Ja musste, denn ich war ein Gefangener der Etikette. Wie ich diese nutzlose Zeit hasste. Es hatte sich wirklich um eine überflüssige Zeit gehandelt, zumindest für die Arkoniden. Das einzige Positive war, dass ich das damals noch winzige Solare ‚Imperium’ mit der arkonidischen Robotflotte schützen konnte. Perry und seinen Terranern hatte ich nie erzählt, dass ich das mindestens ein halbes Dutzend Mal erfolgreich tat, als meine angeheuerten terranischen Spezialisten und meine Feuerfrauen Komplotte gegen Terra entschleierten und meine Robotflotte diese Aufstände/Anschläge zerschlug oder verhinderten. Dann führte meine Imperatorenzeit auch dazu, dass sich Neuarkoniden aus dem ‚Schiff der Vorfahren’ in aller Ruhe entwickeln konnten und sie nicht nur als genetisches ‚Zuchtmaterial’ für die mächtigen Khasurns missbraucht wurden. Ganz konnte ich dieses widerliche Gebaren der mächtigen alten Familien allerdings nicht verhindern.
Demgemäß war meine Zeit als Imperator doch nicht komplett nutzlos gewesen. Das ich einem erneuerten Imperium aus Neuarkoniden damit Vorschub leistete konnte ich natürlich heute noch nicht wissen.

Das Hirschfell hatte ich inzwischen ebenfalls geschabt und aufgespannt. Da lagen nun: Streifen trocknender Sehnen zum Schnüre machen, Abschnitte von gesäuberten und ausgewaschenen Därmen, ein Haufen Hufe und Knochen, um daraus Leim zu sieden. Das alles lag lose verteilt um das Lagerfeuer herum. Dann Klumpen von Fett, die darauf warteten, ausgelassen und zwecks Lagerung in die Därme gefüllt zu werden.

So sah es in einem Steinzeitlager eines Jägers der Eiszeit aus, in die ich irgendwie gelangte. Wenn ich mit dem Wenigen, was ich beim Raumschiffsabsturz gerettet hatte, überleben wollte, musste ich wie eben ein Steinzeitjäger denken und handeln.

Noch im Schein des Lagerfeuers machte ich mir aus einem Holzstück eine Speerschleuder. Damit konnte ich bei meiner nächsten Jagd aus doppelter Entfernung töten. Sobald ich Hirschleder zur Verfügung hatte, würde ich noch eine Steinschleuder für Kleingetier zusammenbasteln. Auch dass Steine schleudern hatte ich in meinem langen Leben irgendwann auf der Erde in der Wildnis gelernt. Für diese Waffe fand ich überall in der Steppe an Bächen Munition.

In den nächsten Tagen gewann ich Leder, einen weiteren größeren Wasserbeutel aus dem Magen des Hirsches, Trocken- und geräuchertes Hirschfleisch, bastelte die Steinschleuder und machte aus Hirschsehnen eine Bogensehne. Ferner gewann ich bei einem weiteren Jagdausflug in einem anderen ‚Wäldchen’ ein Holz, aus dem ich einen Bogen erstellte. Aus dem Leder machte ich noch einige Beutel und Behältnisse, dazu einen kleinen Beutel für Steine und einen Köcher für die Pfeile. Für diese fehlten mir allerdings noch das Holz und die Federn. Ich musste so schnell wie möglich ein tiefes Flusstal finden, wo höhere Bäume wuchsen und Federvieh in Flussnähe lebte. Dort würde es auch Schilf geben.

„Robinson oder Ayla hätte das auch nicht besser gemacht!“, spöttelte mein Extrasinn. Den Spruch nahm ich wortlos hin. Sicherlich beim nächsten Male würde ich all diese Dinge besser machen, das konnte ich meinem Zweitbewusstsein versichern.

„Wir werden sehen! Aber einen Anfang hast du gemacht, Alter“, wisperte es in meinen Ohren.

Das täglich mit dem Spaten erweiterte Wasserloch lieferte inzwischen so sauberes Wasser, das ich mir das Filtern ersparen und das Osmosesieb schonen konnte. Auch lieferte es für die mir wichtige tägliche Wäsche sauberes Wasser, was ich dankbar registrierte.
Inzwischen hatte ich mir ein halbes Dutzend Speere aus weiteren ‚Pappelnschösslingen’ gemacht und einen weiteren der hirschähnlichen Tiere erjagt. Im Gegensatz zu Hirschen in der terranischen Eiszeit hatten diese Tiere längere Füße, die vorzüglich der Steppe angepasst waren.

Vom erlegten Wild hatte ich weiteres Dörr- und Rauchfleisch gewonnen. Am Felsen hatte ich das Loch erweitert und verwahrte dort mein Fleisch und zwei Körbe voll gesammelten Körnern aus Wildgetreide. Die Körbe hatte ich aus biegsamen Zweigen erstellt. Das Korbinnere stopfte ich mit trockenem Gras aus. Das Flechten hatte ich natürlich auch irgendwann auf der vorzeitlichen Erde von dortigen Ureinwohnern gelernt und mein fotografisches Gedächtnis vergaß nichts.

„Ayla hätte an meinen steinzeitlichen Jäger/Bastler und Sammelfähigkeiten ihre wahre Freude gehabt“, ätzte ich in Gedanken. Aber mein Logiksektor schwieg.

Ein kleiner Felsbrocken versperrte den Zugang zum Loch. So konnte ich meine Vorräte sichern, wenn ich unterwegs war.

Auch hatte ich mir am Rande des großen Felsen vor dem Vorratsloch eine primitive Hütte aus kleinen Felsbrocken, Gestrüpp, Ästen und Holz erstellt. Regensicher wurde es auch dadurch, dass ich die Hütte mit Grassoden, die ich mit meinem Spaten gewann, abdeckte. Davor brannte das Feuer und seitwärts sicherten Wände aus großen Steinbrocken mein Lager. Kein Tier wahrscheinlich nicht einmal ein Höhlenlöwe würde diese Schutzmauern bewegen können.

„Allerhöchstens ein Höhlenbär. Aber hundertprozentig kannst du sowieso nicht alles absichern“, flüsterte es in meinen Ohren.
„Stimmt, Zweitbewusstsein!“

Auch hatte ich mir inzwischen aus den Fallschirmleinen zwei Lassos erstellt und lauerte einer Wildpferdeherde auf, die an einem Bach Wasser trank. Den Hengst hatte ich als Ziel auserkoren. Gegen den Wind überraschte ich ihn bei einer Begattung, einer seiner Stuten. Der braune Hengst war schlanker und weniger gedrungener, als seine weiblichen Herdenmitglieder. Mit zwei rasch geworfenen Lassos übertölpelte ich das völlig überraschte und wohl auch desorientierte Pferd bei seiner Tätigkeit. Dessen Herde raste panisch davon. Bis auf die besprungene Stute, die mir erstaunt zusah, wie ich den braunen männlichen Vierbeiner regelrecht fesselte und ihn zu zähmen begann. Da ich an diesem Ort vorerst bleiben musste, baute ich mein Zelt im Schutze eines Felsens in der Nähe des Baches auf. Auch ein ständiges Lagerfeuer gehörte zum mittelfristigen Lager. Ein kleines ‚Wäldchen’ gab es auch hier im Schutze von Felsen.

Um es vorweg zu nehmen. Ich benötigte drei Wochen, um den Hengst zu zähmen. Die Stute gewöhnte sich ebenfalls an mich, das Feuer und mein Lager, nachdem ich es von einigen Raubtieren schützte. Auch einmal den Hengst vor einem kleinen Wolfsrudel. Meine Steine und Speere geschleudert mit der Schlinge beziehungsweise der Speerschleuder bot Schutz für beide Pferde, die das rasch begriffen.

Auch ein weiteres der hirschähnlichen Tiere wurde das Opfer meiner Speerschleuder. Aus ihm gewann ich Trocken- und Rauchfleisch bzw. Pemmikan. Aus seiner Haut machte ich Leder.

Parallel zum Hengst, den ich Rih nannte und der Stute, die ich Lady taufte, begann ich auch die Pferdedame zu zähmen. Aus dem gewonnenen Leder der getöteten Tiere erstellte ich für Rih einen primitiven aber nutzbaren Sattel und versuchte mein Glück. Dreimal warf er mich ab, obwohl ich ein herausragender und äußerst geschickter Reiter war. Beim vierten Mal gelang es mir Rih an den Sattel zu gewöhnen und mich auf seinem Rücken zu dulden. Nach drei Wochen waren wir aufeinander abgestimmte Partner.

In dieser Zeit der Pferdezähmung traf ich einen wandernden Klan von Steinzeitmenschen, die in der Nähe des stattlichen Baches jagten und mich verblüffend an terranische Indianer des siebzehnten nachchristlichen Jahrhunderts erinnerten. Nur dass sie eine samtbraune Hautfarbe besaßen und keine mongolischen Gesichtszüge aufwiesen. Ansonsten erinnerten sie mich an die damals noch pferdelosen Dakotas aus Nordamerika. Die Männer trugen alle eng anliegende Ledergamaschen, die bis an den Leib reichten, dazu trugen sie Lendenschürze über den Beinkleidern. Dazu lederne verschiedenfarbige Hemden und als Fußbekleidung Mokassins mit bunt bestückten Aufschlägen. Als Bewaffnung trugen sie normalerweise Speerschleudern, Pfeil und Bogen, Steinmesser und Steinbeil. Sie wohnten in ledernen Tipis. Davor in einem Art Vorzelt wurde bei gutem Wetter an einer Feuerstelle gekocht und gegessen. Bei schlechtem Wetter zogen sie mit der Feuerstelle ins geräumige Großzelt. Bei den Behausungen handelte es sich nur um die Wanderzelte im Sommer. Im harten eiszeitlichen Winter zogen sie sich sesshaft in klaneigene Höhlen zurück.

Mein neuer in mir integrierter auf Nanobasis arbeitender Translator, den ebenfalls die für die USO arbeitende Aras für die United Stars Organisation entwickelten und erstellten, brauchte nicht lange, um die Sprache der Altstein-Menschen zu beherrschen. Die Sprache ähnelte dem Alt-Akon, aus dem sich die altarkonidische Sprache entwickelt hatte. Wieso nur ähnelten sich alle Sprachen der verschiedensten galaktischen Humanoiden?

„Wieso wohl?“, erinnerte mich mein Logiksektor spöttisch. „Vor etwa fünfzigtausend Jahren ging das ‚Große Alte Volk’ in einem Krieg gegen irgendwelche Bestien unter. Von ihm stammen alle galaktischen Menschenvölker ab. Auf irgendeinem erdähnlichen Planeten muss es die Urheimat dieses untergegangenen Urvolkes geben oder gegeben haben.“

Die Jäger und Sammler staunten nicht schlecht, als sie mich beim Zähmvorgang der Tiere beobachteten. Sie kannten die Pferde bislang nur als Beutetiere. Besonders eine Gruppe Mädchen und Jungen halfen mir bei der Arbeit, auch beim Zureiten. Dabei lernten sie selbst viel. Die Älteren interessierten sich noch nicht richtig dafür. Für die Jugendlichen fingen wir weitere drei Pferde, zwei Stuten und ein junger Hengst, der Rih seltsamerweise ohne Kampf, als Alphahengst sofort anerkannte. Rih jagte ihn wohl deshalb nicht fort.

„Es ist vorauszusehen, dass von dieser Gruppe Jugendlicher das Reiten in den Ebenen verbreitet wird.“
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Re: Requien für ES

Beitragvon Elena » 16. Februar 2018, 19:15

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Wow, tolle Geschichte! Bin aber trotzdem sehr gespannt, was hinter dem Ganzen steckt. ;)
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Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 16. Februar 2018, 21:09

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Elena hat geschrieben:Wow, tolle Geschichte! Bin aber trotzdem sehr gespannt, was hinter dem Ganzen steckt. ;)



Spannung und Fragen ist die halbe Story B-)
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Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 22. Februar 2018, 16:18

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Da Atlan in dieser Story ein echtes Survival-Abenteuer erlebt, habe ich mir mal Gedanken gemacht, wie der Inhalt eines Notfall-Rucksacks aussehen könnte.

Survival-Rucksack für Non-Hypertechnik:

• eine kleine Zunderbüchse mit einem Feuerstahlstab zum jederzeitigen Feuermachen,
• ein kleines Arkonstahlbeil
• ein Medopak
• einen ausklappbaren faltbaren und sich dabei selbst härtender Klappspaten, der ohne Stiel benutzt werden kann
• einen kleinen Behälter mit Nahrungskonzentraten und Packung Wassertabletten
* eine Packung Raumfahrerbrot (siehe PR 865)
• Spezialdose mit Vollmischung für Bannock-Brot (für etwa 15 Mahlzeiten)
• Behälter mit Pemmikan
• Packung Trockenfleisch
• Spezialdose für Instantkaffee
• einen kleinen faltbaren Allzweckkessel
• einen gleichfalls faltbaren Becher
• Campingbesteck mit faltbaren Teller
• einen kleinen Wasserosmosefilter
• eine faltbare Kunststoff-Flasche, welche in einer Kunststoffumhüllung auch am breiten Gürtel meiner Kombination befestigt wird
• Holzersatz Energeton (hundertfache Wirkung wie Esbit)
• Survivalkocher für Energeton
• Pfanne für Kocher (eignet sich auch zum Bannockbrot backen)
• Zelt, mit integrierter Pneumo-Matratze und Schlafsack
• 3 Liter fassende Wasserblase, passt an den Rucksack, mit Trinkventil.
* Energienadler (der mit dem man Nadeln verschießen kann)

Morgen gibt es eine Fortsetzung von dem Survival-Abenteurer Atlan und...?


:-= B-) :devil:
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Re: Requien für ES

Beitragvon Elena » 22. Februar 2018, 16:35

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Tja, ist schon viel, was da im Pack drin ist. Wer so viel hat, hats schon gut.

Na, dann bin ich ja mal gespannt. :st:
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Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 22. Februar 2018, 20:25

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Elena hat geschrieben:Tja, ist schon viel, was da im Pack drin ist. Wer so viel hat, hats schon gut.

Na, dann bin ich ja mal gespannt. :st:


Eigentlich ist es nicht viel für einen USO-Lordadmiral im Zeitalter der "2. Archaischen Perioden". B-) :devil:


Für einen Pfadfinder alter Schule oder neuzeitlichen 'Survival' wäre es allerdings 'viel'. :o)
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„Nicht die höchsten Gipfel lassen uns stolpern, sondern die Maulwurfshügel!“ ES zu Atlan, Blauband 14

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Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 22. Februar 2018, 20:28

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Homer G Adams
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[quote="Elena" ... was hinter dem Ganzen steckt. ;)[/quote]

Was wäre es, wenn er nur Survival-Abenteuer ala PR erleben würde? :unschuldig:

Nein, natürlich geht es um mehr.... :unschuldig:
„Kaffee ist übrigens ein Hauptgrund, der die Existenz Terras berechtigt erscheinen lässt.“ leicht abgeändert.

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Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 22. Februar 2018, 20:50

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Homer G Adams
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Sorry habe was gelöscht...
„Kaffee ist übrigens ein Hauptgrund, der die Existenz Terras berechtigt erscheinen lässt.“ leicht abgeändert.

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Re: Requien für ES

Beitragvon Homer G Adams » 22. Februar 2018, 21:06

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Homer G Adams
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Homer G Adams hat geschrieben:Sorry habe was gelöscht...



Es ging darum, wie man auf youtube virtuellen Geschichtsunterricht per Game über das antike Ägypten innerhalb eines Games erleben kann.

Weiß aber nicht, ob dies als Werbung für das Game hier angesehen wird.

Wer sich dafür interessiert kann sich das Ganze bei youtube unter dem Stichwort 'Assessins Creed Origins' Discoverytour anschauen, ohne hier das Ganze vielleicht mißverständlich per Link im Forum zu tun.

Hier ein Link von Spiegel online über die Discoverytour. Ein Spon-Link kann wohl nicht als Werbung für das Game angesehen werden. :unschuldig:

http://www.spiegel.de/netzwelt/games/as ... 94679.html
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Re: Requien für ES

Beitragvon Elena » 22. Februar 2018, 21:21

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Elena
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Homer G Adams hat geschrieben:
Elena hat geschrieben:Tja, ist schon viel, was da im Pack drin ist. Wer so viel hat, hats schon gut.

Na, dann bin ich ja mal gespannt. :st:


Eigentlich ist es nicht viel für einen USO-Lordadmiral im Zeitalter der "2. Archaischen Perioden". B-) :devil:


Für einen Pfadfinder alter Schule oder neuzeitlichen 'Survival' wäre es allerdings 'viel'. :o)


Wenn man bedenkt, dass es ihn überraschend erwischt hat, dann ist es doch viel.

So ein Abenteuer à la PR wäre zwar auch nicht schlecht, hatte aber schon gedacht, dass da mehr hintersteckt. :P
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