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Müllmann
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Neuland – Der Zyklus von Heft 3000 bis 3099

Gleich vorweg: Wie ich schon befürchtet hatte, habe ich es nicht geschafft, in den 10 (-2, wegen Enkelbesuch) Tagen im Urlaub alle 100 spekulativen Spoiler zum nächsten Zyklus zu schreiben. Ich bin jetzt gerade (Montag, 2.April 2018, 22h 30) beim Spoiler zu Heft 3052 angelangt. Die Titel, Untertitel und jeweils ein 4 bis 8 zeiliges Kurzexposé für alle 100 Hefte ist zumindest fertig, ebenso ein Lexikon. Aber der Rest? Da war wohl der Wunsch größer als meine Fähigkeiten …

Jetzt habe ich mir folgendes überlegt: Ich setze die Hefte 3000 bis 3026 am Dienstag Abend ins Forum, und, da sich Kapaun freundlich angeboten hat, den Spoiler zum besonders grausamen Heft 3027 zu schreiben - @Kapaun: Du hast eine PN – warte ich bis Sonntag Abend, bis dahin hat Kapaun seinen Spoiler sicher längst fertig und zu den anderen hoch geladen, und lade dann die nächsten 10 oder auch ein paar mehr Spoiler hoch. Dann sollte bis Mitte Mai der komplette hypothetische Zyklus im Forum stehen. Hängt halt davon ab, wie viel Zeit ich an den Wochenenden zum Schreiben finde.

Und jetzt: Viel Spaß mit dem ersten Viertel!

Was geschah zuletzt?

In Heft 2999, “Der Weltenbrand”, raste die Schockfront, die alles Leben auslöschte, von Sol ausgehend mit exponentiell steigender Überlichtgeschwindigkeit los, verwüstete die Milchstraße und mit steigendem Tempo auch die benachbarten Galaxien. Die Forscher der Haluter hatten ausgerechnet, dass ihre Wirkung erst in etwas mehr als einer Milliarde Lichtjahren so weit nachgelassen haben würde, dass sie keine Bedrohung mehr darstellte.

8 Tage nach dem Beginn erreicht die Schockfront das zentrale galaktische Schwarze Loch, nach 4 Tagen Andromeda. Nach 2 Stunden M87, nach weiteren 4 Sekunden hatte sie 1 Milliarde Lichtjahre überschritten. Danach dürfte sie ihre Leben zerstörende Wirkung weitestgehend verloren haben, trotzdem muss sie wenige Mikrosekunden später das ganze beobachtbare Universum ausgefüllt haben, vermutlich jedoch, ohne weiteren Schaden anzurichten.

Versuche, im Linearraum oder per Transition in den Bereich vorzudringen, den die Schockfront bereits überrollt hat, führte zu Totalverlusten der Besatzungen, wie die Positroniken der Schiffe per Hyperfunk bekannt gaben.

Perry Rhodan und seinen Mitstreitern gelingt es in den letzten Tagen der Milchstraße, noch einige zehntausend Terraner, Ferronen, Blues, Topsider, Tefroder, Arkoniden, Akonen, Aras, fast alle Haluter und kleine Gruppen weiterer Völker an Bord der RAS TSCHUBAI zu nehmen. In letzter Sekunde schleust sich noch ein kleines Raumschiff mit 170 Ilts ein. Sie berichten, dass sie sich in den vergangen Jahrhunderten vor ihrem größten Quälgeist, ES, versteckt gehalten haben, nur Beobachter waren, jetzt aber mit wollen. Kein Raumschiff kann so schnell und so weit fliegen, dass es der Schockfront entkommen könnte, aber sie wissen von Rhodans letztem Plan.

Der Plan der Forscher funktioniert, die RAS TSCHUBAI kann sich mit etwa 800.000 Lebewesen an Bord hinter dem Ereignishorizont des zentralen galaktischen Schwarzen Loches in Sicherheit bringen. Einziges Problem: Niemand weiß, wie lange sie dort bleiben muss, geschweige denn, wie und wann man wieder ins normale Universum zurück kommen konnte.

So sieht also die Ausgangssituation für den neuen Zyklus aus.
Ein paar Anmerkungen, die ich zwischendurch beim Schreiben gemacht habe:

18.3.2018:
Kurze Anmerkung: Jetzt habe ich doch schon am Sonntag, den 18.3. angefangen zu schreiben. Zuerst den Spoiler zu Heft 3000, dann gab es diese köstliche Diskussion im Forum zum “Patasitismus”, und den habe ich dann sofort in Heft 3001 eingebaut. Musste einfach so sein. Während der nächsten Woche werde ich vermutlich nicht dazu kommen, weiter zu schreiben – die Arbeit …

Aber ab Freitag Nachmittag (ich gehe schon Mittag in den Urlaub) geht es dann full power weiter. Schauen wir mal, wie weit ich komme. 100 Spoiler, also ein ganzer Zyklus, das ist vermutlich doch etwas zu viel. Aber weiß man`s? Entschieden habe ich mich noch nicht.

21.3.2018:
Im PR Forum hat Kapaun am 21. März 2018 um 23:52 im Thread „Spekulationen 3000 ++“ geschrieben, wie er sich den Zyklus ab Heft 3000 wünschen würde. DAS gefällt mir. Jetzt überlege ich ernsthaft, ob ich doch den ganzen Zyklus in Form von Spoilern schreibe. Beim Spoiler zu Heft 3000 musste ich nur ganz wenig ändern, damit es genau diesem Konzept entspricht. Der zu Heft 3001 konnte weitestgehend so bleiben, wie er momentan ist. Fehlen “nur noch” 98 Hefte …

22.3.2018:
Im Thread “Spekulationen 3000 ++" von R.B. am 22. März 2018 um 14:42 : Band 2999 “Der Weltenbrand”. Ich denke, das Heft muss einfach so heißen. Wird es in der EA aber nicht. Wieso?
Weil schon zu oft darauf spekuliert wurde. Das erinnert mich irgendwie an die Geschichte von dem Mathematiker, der am Flughafen mit einer Bombe erwischt wird. Im anschließenden Verhör wird er gefragt, wozu er denn eine Bombe mitgenommen hat. Darauf der Mathematiker:
“Ganz einfach. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Bombe im Flugzeug liegt, ist P = 1 zu 1.000.000. Dagegen ist die Wahrscheinlichkeit, dass ZWEI Bomben in einem Flugzeug liegen P * P, also 1 zu 1.000.000.000.000. Also vernachlässigbar gering. Da ich eine Bombe dabei hatte, ist es damit extrem unwahrscheinlich, dass eine andere Bombe im Flugzeug liegt und es in die Luft sprengt.”

29.3.2018:
Wie wird die Kollision der Milchstraße mit Andromeda ablaufen”
https://www.youtube.com/watch?v=_P1xKh_kZFU
Wobei ich die Entfernung der beiden Galaxien “verkleinert” habe. Von den zu erwartenden 400.000 Lichtjahren bin ich auf 80.000 herunter gegangen. Die Spiralen berühren sich noch nicht, aber die Spiralarme sind bereits verformt. Grund: Ich hatte eine etwas ältere Simulation verwendet.
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Müllmann
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Heft 3000: Das Unbekannte
Sie überleben den Weltenbrand -
Eine neue Zeit beginnt


Die Hauptpersonen des Romans:
Perry Rhodan – Will die RAS TSCHUBAI abflugbereit machen.
Atlan – Schlägt vor zu schweigen
Gucky – Erweckt den Großen Galaktischen Dämon zu neuem Leben
Zurp und Franz – Der Mattenwilli und der Ilt erkennen einen Fehler

Bei den 800.000 Intelligenzwesen in der RAS TSCHUBAI hat sich die anfänglich Erleichterung darüber, gerettet zu sein, zum Teil in Depressionen, Zukunftsängste und reihenweise weitere seelische Erkrankungen gewandelt. Der Verbrauch an Antidepressiva stieg in ungesunde Höhen. Die Enge an Bord und die Ungewissheit, wie es weitergehen wird – ob überhaupt – treibt die Leute zur Verzweiflung. Als es erste Selbstmorde gab, kam eine Psychologin auf die Idee, dass die Leute sich in kleinen Gruppen gegenseitig “beschützen” sollten. Denn: Jedes Leben war unendlich kostbar. Womöglich waren sie die einigen lebenden Wesen im Universum.

An Bord der RAS TSCHUBAI arbeiten die Wissenschaftler verzweifelt daran, eine Methode zu finden, die es ermöglicht, das Schwarze Loch wieder zu verlassen. Nach 8 Jahren gelingt es dem Mattenwilly Zurp zusammen mit dem Ilt Franz einen Fehler in der Theorie der Halutschen Forschergruppe zu finden. Icho Tolot löst zusammen mit Sichu Dorksteiger und einigen anderen Forschern das Problem, und plötzlich wird alles sehr einfach. Durch eine winzige Veränderung an der Einstellung des Transitionstriebwerks springt die RAS TSCHUBAI “über” den Ereignishorizont und landet wieder im normalen Universum.

Der Sprung hat die RT nur wenige 100 km – genau lässt sich das nicht messen – außerhalb des Ereignishorizonts gebracht. Der Blick hinaus in die Milchstraße wirkt, als würde sich die RT am Grund eines tiefen Brunnens befinden. Die Raumzeit ist durch die Kerr-Metrik des SL stark verzerrt, und die RT versucht verzweifelt, tangential zum Ereignishorizont zu beschleunigen, um nicht sofort wieder in das SL gezogen zu werden. Mit einer gigantischen Anstrengung der Triebwerke gelingt es der RT in eine Spiralbahn um das SL zu gelangen, die das Schiff anfangs bis auf wenige Kilometer an den Ereignishorizont heran führt. Nach 12 Tagen mit maximaler Beschleunigung schafft es die RT, freien Raum zu erreichen.

Aber befindet sie sich wirklich in der Milchstraße? Die Astronomen hegen ihre Zweifel. Selbst durch das dichte Sternengewirr des galaktischen Zentrums sieht man eine nahe zweite Galaxis. Sie ist in ihrer Spiralstruktur verzerrt, aber so nahe, dass ihre Spiralarme bereits in die Milchstraße, so es sie denn ist, einzudringen scheinen. Sicher ist das jedoch nicht.

Die RT fliegt im Linearraum etwa 120 Lichtjahre vom SL weg, was sofort zu technischen Problemen führte, da die Hyperimpedanz nicht mehr erhöht ist, sondern zu ihrem “normalen” Wert zurückgekehrt war. Ernsthafte technische Schäden gab es jedoch nicht, trotzdem mussten die Anlagen, die Hypertechnik nutzen, erst umgebaut und getestet werden. Nach Einschätzung des LI würde das bei der RT mindestens 3 Wochen dauern, bei den anderen Schiffen, speziell bei denen nicht-terranischer Bauweise, konnte er es nicht abschätzen.

Den Astrophysikern gelingt es herauszufinden, wie viel Zeit vergangen ist, seit die RAS TSCHUBAI in das Schwarze Loch geflogen ist: 2,3 Milliarden Jahre! Sie haben dazu die Temperatur der kosmischen Hintergrundstrahlung gemessen, deren Temperatur deutlich unter 2,7 K gesunken ist. Sie beträgt jetzt 2,05 K. Daraus lässt sich das aktuelle Alter des Universums ableiten. Auf Grund der Messungenauigkeit liegt die Dauer der seit dem Eintritt in das SL vergangenen Zeit zwischen 2,173 Mrd. und 2,402 Mrd. Jahre. Man einigt sich als “Arbeitswert” auf eine glatte Zahl, eben 2,3 Mrd. Jahre.

In der Funkabteilung wundert man sich, wieso es im Hyperfunk derart still ist. Seit die RT das SL verlassen hat, wurde nicht das kleinste Signal empfangen. Der Chef der Funkabteilung schlägt vor, einen lauten Rundruf abzusetzen, um eventuell vorhandene Zivilisationen oder Raumschiffe auf sich aufmerksam zu machen. Das führt zu einer Diskussion, in der Atlan zu dem Ergebnis kommt, dass es womöglich einen Grund für die Funkstille gab. Und so lange der nicht bekannt ist, sollte die RT vorsichtshalber ebenfalls Funkstille halten.

Irgend jemand – es ließ sich im Nachhinein nicht mehr feststellen, wer – brachte das Gerücht auf, dass vielleicht ein galaktischer Krieg herrscht, und deshalb alle schweigen. Ein anderer vermutete, dass sie schweigen, weil es sie nicht gibt. Der Weltenbrand hat eben alles Leben ausgelöscht. Die Wissenschaftler sind jedoch überzeugt, dass die 2,3 Milliarden Jahre gereicht haben, damit neues Leben entstanden ist, und sich auch Intelligenz entwickelt hat. Nur wie oft das geschehen sein mag, das konnte niemand abschätzen. Rhodan stellte frustriert fest, dass man sich damit praktisch wieder auf dem Wissenstand der Erde aus der Zeit bevor die AETON entdeckt wurde befand.

Tolot bezeichnete das als “die aktuelle Version des Fermi-Paradoxons”.
Sichu Dorksteiger warf ein: “Zumindest kennen wir inzwischen die Werte vieler Parameter der Drake Gleichung. Viel nützen dürfte das jedoch auch nicht. Speziell, da wir nicht sicher wissen, wie lange der Weltenbrand angehalten hat, also ab wann sich wieder Leben entwickeln konnte.”
Worauf Tolot widersprach: “Wir (gemeint waren die Haluter) sind sehr sicher, dass die Wirkung nur wenige Femtosekunden angehalten hat. Danach war alles vorbei.”
Einer der Biologen meldete sich: “Wir haben unmittelbar nach dem Austritt aus dem Schwarzen Loch begonnen, die Bedingungen hier zu untersuchen. Keine der Biokulturen zeigt bisher auch nur das kleinste Anzeichen dafür, dass es noch eine Restwirkung des Weltenbrandes gibt. In den Petrischalen wächst und gedeiht alles, wie es soll. Das Universum ist wieder bewohnbar.”
Rhodan: “Ja. Andernfalls wären wir tot oder wieder in das Schwarze Loch zurück gesprungen. Aber das alles bringt uns der Lösung der Frage, wieso hier alles schweigt, keinen Schritt näher.”

Gucky meinte dann: “Vielleicht haben die alle Angst vor dem Großen Galaktischen Dämon. Bei der Vorgeschichte der Milchstraße wäre das kein Wunder.”

Vorsichtshalber ordnet Rhodan an, dass bei allen Hypersendern die Sicherungen heraus genommen werden, damit niemand versehentlich ein Signal abstrahlt. Ein Vorschlag, der allgemeine Zustimmung findet.

Der LI machte Rhodan darauf aufmerksam, dass nicht nur Hypersender im Hyperbereich strahlen, auch die Transition aus dem SL muss einen Strukturschock ausgelöst haben, der in jeder Hyperortung in der “näheren Umgebung” ein sehr lautes “Knack” ausgelöst haben muss. Tolot meint darauf: “Als wir die Einstellwerte für das Transitionstriebwerk berechnet haben, wurde uns klar, dass die Strukturerschütterung sich nur innerhalb des Ereignishorizontes bemerkbar macht. Die Raumzeit außerhalb wird durch eine Kerr-Metrik beschrieben, und da vergeht direkt am Ereignishorizont keine Zeit. Daher wurde bei unserem Abstand von rund 100 km praktisch nichts abgestrahlt. Bestenfalls das Äquivalent des Impulses, den jeder kleinere Planetoid abgibt, wenn er in das Schwarze Loch fällt.”

Inzwischen hatten die Techniker begonnen, die Sicherungen aus allen Hypersendern heraus zu nehmen, selbst aus den Seruns, und neben den Sendern in Plastiktüten an die Gehäuse zu kleben. Denn: Man weiß ja nie, wann sie wieder eingesetzt werden müssen. Die Empfänger blieben trotzdem betriebsbereit, da sie ja rein passiv arbeiteten, selbst keine Hypersignale abstrahlten.

Inzwischen war der LI zurück, da er alle notwendigen Anweisungen gegeben hatte, und meinte dann: “Wir sollten nur die Lineartriebwerke benutzen. Die kann man mit uns bekannten Mitteln nicht anmessen. Wird aber noch dauern, bis die wieder einsatzbereit sind. Das gilt ganz besonders für den 'heißgelaufenen' Konverter, mit dem wir hier her geflogen sind. Da muss so einiges ausgetauscht werden.”

Ein Informatiker wollte wissen, ob man dann auch nach den Backups des menschlichen Wissens suchen würde. Es gab an Bord der RT nur 3 Kopien, sowie jeweils eine in jedem Beiboot.

Atlan antwortete darauf: “2,3 Mrd. Jahre werden die Datenkapseln kaum überdauert haben. Und selbst wenn, wir werden die Verstecke kaum wiederfinden. Das bedeutet, dass wir unser Wissen besser schützen müssen als unsere Augäpfel.”

Eine Biologin schaute Atlan wenig entspannt an: “Wir haben die DNAs von rund 300.000 Arten von Terra an Bord, dazu etwa 40.000 Arten im Bordbiotop, sowie etwa 10.000 Arten von Pflanzen und Tieren der anderen Spezien. Bis wann können wir denn einen Planeten suchen, um ihn zu terraformieren um den Lebewesen eine zweite Chance zu geben?”

Atlan und Rhodan in Stereo: “Dazu müssen wir erst einmal die Galaxis kartographieren.”
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Müllmann
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Heft 3001: Kartierung der Galaxis
Sie suchen nach Leben -
und finden die Leere


Die Hauptpersonen des Romans:
Februtter Sheer (Herbert Seufert) – Der Herr der Rufzeichen stößt an seine Schmerzgrenze
Patulli c Hainu – Sein Assistent hätte gerne eine Kaffeekanne, hat aber nur einen Becher
Ekena Cappala – Ihre Erwartungen an eine Kaffeekanne werden nicht erfüllt

Auf Grund der zu ihren normalen Werten zurückgekehrten Hyperimpedanz benötigt man auf der RT, ihren Beibooten und den Raumschiffen der Geretteten mehrere Wochen, um die Technik den neuen Gegebenheiten anzupassen.

Man einigt sich auf eine neue Zeitrechnung. Der Nullpunkt soll der Zeitpunkt sein, an dem die RT in das SL eingedrungen ist, womit jetzt das Jahr 8 sich seinem Ende zu neigt.

Am 3. November 8 sind die ersten umgebauten Beiboote sowie einige weitere Schiffe startklar und fliegen unter allen nur denkbaren Vorsichtsmaßnahmen in die Milchstraße hinaus, um sie zu kartieren und nach neuen Zivilisationen zu suchen, so es denn welche gibt.

15. November 8: Die FRANZIS, ein Schiff der Haluter, entdeckt im Near 3kpc Arm einen Planeten mit höherem Leben, aber keine Anzeichen für intelligentes Leben oder für intelligente Roboter.

Die Spacejet PATA-PATA fliegt am 5. November 8 mit Februtter Sheer und seinem Assistenten Patulli c Hainu los, um nahe gelegene Planetensysteme auf Spuren von Leben zu untersuchen. Miriam, der Bordcomputer, schlägt vor, als erstes ein 22 Lichtjahre vom Standort der RT entferntes System eines G3V Sterns zu untersuchen. Seinem Spektrum nach zu urteilen, scheint er 3,7 Milliarden Jahre alt zu sein, dürfte also zum Zeitpunkt des Weltenbrands bestenfalls Planeten mit einfachsten einzelligen Lebensformen besessen haben.

Die Planeten lagen deutlich näher am Stern als im Solsystem, die innersten 6 waren Gesteinsplaneten, gefolgt von 5 neptungroßen Gasplaneten. Nummer 3 und 4 lagen in der habitablen Zone. Die PATA-PATA flog zuerst den dritten Planeten an, der sich aber als steril herausstellte. Nummer 4 hatte etwa 1,3 fachen Erddurchmesser und war mit grünen Pflanzen bewachsen. Sheer beschloss zu landen. Trotz eingehender Untersuchung fanden sie an Land nur Moose, Pilze und Flechten, aber kein tierisches Leben. In den Ozeanen sah es ähnlich aus. Vorherrschende Lebensform waren dort kelbartige langblätterige Algen. Also flog die PP weiter zum nächsten System. Sheer stellte unterwegs fest, dass es hier nie etwas wie die kambrische Explosion auf der Erde gegeben hat. Er hielt es aber für denkbar, dass es in einigen 100 Millionen Jahren noch zu etwas Vergleichbarem kommen könnte.

Der Bordcomputer hatte einen etwa 5,3 Milliarden Jahre alten K2Vp Stern ausgewählt. Das peculiar “p” kam von einem hohen Anteil Zirkonium in seinem Spektrum. Von seinen 6 Planeten befand sich nur Nummer zwei in der habitablen Zone. Die PP ging in einen hohen Orbit und begann den Planeten zu vermessen. Da es eine Welt mit tausenden von Inseln, aber ohne größere Kontinente war, konnte das mehrere Tage dauern. Klar war jedoch, dass es eine recht weit entwickelte Vegetation gab. Tierisches Leben ließ sich vom Orbit aus nicht nachweisen. Also beschloss Sheer erst einmal eine Runde zu schlafen.

Nach 8 Stunden meldete Miriam, dass in der Ortung eine runde Struktur auf der größten Insel entdeckt worden ist. Könnte technischen Ursprungs sein. Daher bat Ekena Cappala, die Kommandantin der PP, Hainu, Sheer zu wecken. Das lief so ab:

Cappala zu Hainu: “Es gibt Arbeit für deine Kaffeekanne.”
Hainu: “Ich besitze gar keine Kaffeekanne. Nur einen Becher.”
Cappala: “Schwach,”
Hainu: “Nein, Extrastark.”
Cappala: “Und wie willst du Februtter damit wach kriegen?”
Hainu: “Wie immer. Ich fülle Kaffee rein, halte ihm den Becher unter die Nase, und wach ist er.”
Cappala: “Dachte, der mag keinen Kaffee?”
Hainu: “Eben.”

Als Hainu endlich mit dem Kaffeeduft verströmenden Becher Sheers Kabine betrat, saß der ganz entspannt dösend in einem Sessel vor dem kühlschrankgroßen Karteikasten, der die Sammlung seiner Rufzeichen beinhaltete. Vor dem Weltenbrand munkelte man, er würde die umfassendste Sammlung von Rufzeichen in allen bekannten Schriften, Schriftarten und Sprachen im bekannten Universum besitzen. Jetzt, nach dem Weltenbrand, konnte man (fast) davon ausgehen, dass es genau so war. Während Hainu ihn so beobachtet, zuckte die Erkenntnis durch seinen Kopf, dass man seinen Boss so oft mit dem alten Rorvik verglich, weil seine “Nickerchen” durchaus wirkten wie die “Meditationen” des fetten Alten. Wie jedes mal kam ihm auch diesmal wieder die Idee, doch noch eine von diesen blechernen Kaffeekannen zu beschaffen. Er verwarf den Gedanken jedoch schnell wieder, da das erstens zu klischeehaft war und zweitens liebte er es, wenn Sheer angeekelt das Gesicht verzog, wenn er ihm den Kaffeebecher unter die Nase hielt. Also blieb er beim üblichen Prozedere.

Kommentar von Sheer: “Der Gestank ist hart an der Schmerzgrenze.”

Die PP landete in der Nähe der Ringstruktur inmitten grüner Pflanzen. Aus der Kuppel der Spacejet konnte man einer Vielzahl kleiner Tiere, einheimische Insekten, sehen. Die Sensoren stellten fest, dass die Atmosphäre atembar war, keine Giftstoffe enthielt und offenbar auch keine für Menschen pathogenen Keime. Daher beschloss Sheer, dass eine Gruppe der Besatzung zur etwa 2 km entfernten Struktur ging.

Etwa auf halbem Weg begann Hainu plötzlich zu schreien: Eine Pflanze begrapschte ihn!

Sheer sah sich das aus der Nähe an, meinte: “Ein Fall von Patasitismus.”
Hainu: “Von was?”
F-S: “Patasitismus. Oder, was du vermutlich besser verstehen wirst, sexuellem Begrapschen. Siehst du das gelbe Zeug, das an deinem Anzug klebt? Das sind entweder Samen oder Pollen, jedenfalls scheinen sich die Pflanzen, oder zumindest diese eine Art, so auszubreiten. Und was sagt uns das?”
Hainu: “Dass es eine ekelhafte Schweinerei ist?”
F-S: “Auch. Aber vor Allem: Es muss hier größere Tiere geben, sonst hätte sich dieser Patasitisums nicht in dieser Form entwickeln können.” und an Hainu gewandt: „Die Pflanze scheint dich adoptiert zu haben. Also ist es ein 'Adopter'”.

Ein Mitglied der Wandergruppe meinte dazu: “Ein patasitärer Adopter. Und da sich das im Lauf der Evolution vermutlich noch weiter entwickeln wird, dürfte das ein Earlyadopter sein.”

Die Pflanze hatte Hainu inzwischen losgelassen, und der Marsch ging weiter. Unterwegs fand F-S einen Namen für den Planeten: Xhosa

An der etwa 450 Meter durchmessenden Ringstruktur wurde schnell klar: Sie ist nicht technischen Ursprungs, sondern ein Einschlagkrater. Offenbar von einem Nickel-Eisen-Meteoriten. Wegen des hohen Metallgehalts hatte die Ortung das Gebilde daher fälschlich als technisches Produkt eingestuft.

Am 30. November 8 kommen die ersten Schiffe zurück zurück zur RT. Alle berichten, Planeten mit Leben entdeckt zu haben, jedoch keine Intelligenzen. Es gibt viele junge Planeten, auf denen sich einzelliges Leben entwickelt hat, bei den älteren Planeten, also denen, die deutlich älter als 2,3 Milliarden Jahren waren, und auf denen vermutlich bereits vor dem Weltenbrand Leben existierte, haben sich die am weitesten entwickelten Formen gebildet. Das sind jedoch nur Tiere, ohne die Spur von Intelligenz. Bei belebten Planeten, die älter als etwa 5 Milliarden Jahre sind, zeigt sich auf allen eine geologische Schicht, die vermutlich 2,3 Milliarden Jahre alt ist und auf ein globales Massensterben zurück zu führen ist. Sheer leitet aus den Beobachtungen ab, dass beim Weltenbrand Einzeller überlebt haben, die deutlich höher entwickelt waren als die neu entstandenen auf jüngeren Planeten. Der Grund dürfte darin zu suchen sein, dass die alten Einzeller vor dem Weltenbrand bereits Milliarden von Jahren Zeit hatten, sich weiter zu entwickeln. Das erhöhte die Wahrscheinlichkeit, dass sich in den 2,3 Milliarden Jahren vielleicht doch intelligentes Leben entwickelt haben könnte. Eins war jedoch ausgesprochen sicher: Das Universum war lange nicht mehr so dicht bewohnt wie vor der Katastrophe.

Die anderen Expeditionsschiffe machten vergleichbare Beobachtungen was das Leben anging. Keines konnte jedoch Hyperfunksignale entdecken.

Spoiler:
Die Idee mit der “Grapsch-Pflanze” kam mir, weil isiXhosa ebenso wie isiZulu, überhaupt die Khoisansprachen (die mit den Klicklauten, sehr schwer zu lernen, alleine in isiXhosa gibt es 3 Arten von Klicklauten, die jeweils auf 6 unterschiedliche Weisen ausgesprochen werden, die Sprache zudem eine Tonsprache ist, in der als hohe oder tiefe Töne gesprochene Laute den Wörtern unterschiedliche Bedeutung geben) in Südafrika gesprochen werden. Und dort gibt es die “Wait-a-while Pflanze, die tatsächlich aktiven Patasitismus betreibt: Sie grapscht nach vorbei gehenden Tieren (oder Menschen), hält sie eine Weile fest und heftet ihre Samen in ihr Fell. Etwas Ähnliches gibt es in Europa auch: Kletten. Die betreiben aber nur passiven Patasitismus, grapschen also nicht aktiv nach ihren “Opfern”, sondern heften nur in deren Vorbeigehen ihre Samen an sie. @HerbertSeufert: Den Begriff “Patasitismus” solltest in einem Fachartikel für Biologen, speziell Botaniker, vorstellen. Ich denke, das Wort fehlt noch in der entsprechenden Fachsprache. Und das, obwohl es einen lange bekannten Sachverhalt beschreibt …
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Heft 3002: Eine Spur
Die Archäologen der Zukunft finden ein Relikt
Es ist alt, aber trotzdem jung


Mit Risszeichnung: Raumschiff der Ilt

Die Hauptpersonen des Romans:
Farye Sepheroa – Entdeckt etwas Entscheidendes
Kurt Eben – Ein Metallurge untersucht eine Karamik
Saros Talmat,
Jok Ülz – Untersuchen Wohnräume

Am 20. November 8 startete die BIO BREISKOLL unter dem Kommando von Farye Sepheroa. Um den Verschleiß des Überlichtantriebs möglichst gering zu halten – mit Nachschub an Ersatzteilen war in naher Zukunft nicht zu rechnen – fliegt die BB nur 1500 Lichtjahre von der RAS TSCHUBAI weg in Richtung nach “außen”, also vom galaktischen Zentrum weg. Dort soll sie einen begrenzten Bereich absuchen, um zu sehen, ob es inzwischen wieder intelligentes Leben gibt und “nebenbei” die Karten der Milchstraße ergänzen.

Um mögliche technische Zivilisationen aufzuspüren ist die Funkstation doppelt besetzt. Das Hyperspektrum, aber auch das elektromagnetische Spektrum wird kontinuierlich überwacht. Doch außer statischem Rauschen und den üblichen natürlichen Quellen wird nichts entdeckt.

Die ersten 4 untersuchten Planetensysteme sind unbelebt, im fünften besitzt der 2. Planet eine Biosphäre. Die am weitesten entwickelten Lebensformen sind blütenlose Pflanzen. In den danach angeflogenen Systemen sieht es ähnlich aus. Die BB hält sich in jedem System nur wenige Stunden auf, bevor sie weiter fliegt. Von den folgenden Systemen haben 2 Planeten Einzeller, einer eine komplexe Biosphäre mit Pflanzen und einfachen Tieren. Von Intelligenz fehlt auch dort jede Spur.

1. Dezember 8: Die BJO BREISKOLL ortet auf dem Mond des dritten Planeten einer namenlosen Sonne eine technische Struktur. Sie entpuppt sich als Raumschiffswrack, ist mindestens eine Million, maximal 4 Millionen Jahre alt. Es ist etwa 300 Meter lang, scheint einmal annähernd zylinderförmig gewesen zu sein und muss hier abgestürzt sein. Ob es abgeschossen wurde oder ein technisches Versagen vorlag, lässt sich nicht beantworten.

An der Außenhülle sind kaum noch erkennbare Schriftzeichen einer unbekannten Sprache eingraviert. Farye hält ihren Univeralanalysator so, dass seine Kamera die Schrift erfassen kann kann. Nach wenigen Augenblicken meldet sich der Analysator: “Könnte mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,00032% 'Bleeding Edge' heißen. Alle anderen Interpretationsversuche liegen bei kleiner 1 zu 10 hoch 9.” Damit hatte das Wrack einen Namen.

Ein Metallurg der BB untersucht das Wrack von Außen. Die Hülle besteht aus einer Metallkeramik, die dem Analysator unbekannt ist. Sie hat eine Mohshärte von 12, ist aber nicht spröde. Das Material enthält neben Titan und Wolfram noch Kohlenstoff, Beryllium, Sauerstoff und kleine Mengen an Kupfer. Es ist zwar von der Struktur her unbekannt, besteht aber zumindest aus ganz gewöhnlichen Elementen.

Das Innere des Schiffs ist kaum begehbar, da sein Aufschlag beim Absturz offensichtlich recht heftig war. Trotzdem entdecken die Forscher im weniger stark beschädigten Bug mehrere Kabinen, die mit den Fragmenten einer Inneneinrichtung ausgestattet sind, wie sie eindeutig nur biologische Wesen benötigen. Es scheint also kein Roboterschiff zu sein, sondern von biologischen Wesen geflogen worden zu sein. Etwas hat überlebt, oder vielmehr, ist neu entstanden.

Farye beschließt keinen Versuch zu unternehmen, das Wrack zu bergen. Damit würden sie vermutlich mehr zerstören als erhalten. Daher notiert sie im Bordbuch, dass eine spätere Expedition, ausgestattet mit allem, was zur Kosmoarchäologie nötig war, sich mit dem Geheimnis beschäftigen soll. Dann fliegt die BB weiter in den “verbogenen Arm”, einen Ausläufer der Milchstraße, der in Richtung Andromeda Galaxis zeigt.

Spoiler:
Der Roman ist ein typischer Lückenfüller, wie sie am Anfang eines jeden Zyklus` häufig auftreten. Einer der für PR typischen unwahrscheinlichen Zufälle. Man fliegt durch die Gegend und entdeckt so mir nichts dir nichts ein Raumschiffswrack. Geht das auch ohne Zufall? Irgendwie wahrscheinlicher? Ja. Siehe Band 3003. Andererseits ist die Geschichte von Bedeutung, da die Tschubaianer jetzt wissen, dass es nach dem Weltenbrand doch wieder intelligentes Leben gibt, oder zumindest gab.
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Heft 3003: Die Würmer von Colo
Sind sie nicht alleine?
Aber wo soll die Suche enden?


Die Hauptpersonen des Romans:
Füzlütz Hözlin – Der Kommandant der ZÜYYZÜL zitiert Käptn Cook
Lifül Ülz – Der Bordfunker entdeckt entscheidendes
Üülüü Kürz – Die Freundin des Kommandanten beschwört eine Kreatur nach der anderen
Die ultraviolette Kreatur des verzweifelten Wissen-wollens – Wird neu erfunden

Der Blue Hözlin hofft immer noch, dass nicht alle Blues beim Weltenbrand gestorben sind. Vielleicht lassen sich auf der Eastside noch Relikte finden? Dass es die Zivilisation der Blues nach 2,3 Milliarden Jahren nicht mehr geben kann, ist ihm klar. Aber er will zumindest wissen, wie deren Ende ausgesehen hat.

Die Techniker der ZÜYYZÜL arbeiten fieberhaft daran, das Schiff an die aktuellen Werte der Hyperimpedanz anzupassen. Besonders beim Antrieb stellt sich das als schwierig heraus, aber am 22. November 8 ist es dann so weit: Die ZÜ ist startklar, verlässt den Hangar der RT und macht sich auf den Weg in die Eastside. Auch wenn ihm alle Forscher, Astronomen und Astrophysiker erklärt haben, dass die Sterne inzwischen rund 10 mal das Zentrum der Milchstraße umkreist haben, deshalb die Sterne auf der aktuellen Eastside nichts mehr gemein haben mit denen von vor dem Weltenbrand, so hat Hözlin doch ein Argument, genau dort mit der Suche zu beginnen:

“Irgendwo muss man ja schließlich anfangen zu suchen.”

Seine Freundin Üülüü beschwört inzwischen jede nur denkbare Kreatur, um einen Hinweis zu bekommen, wo man vielleicht erfolgreich sein könnte. Sie schreckt nicht einmal davor zurück, den Bordmagier der RT, Flausen Krik, zu fragen, ob er nicht vielleicht einen Tipp hervorzaubern kann. Seine farbigen Zauberpulver haben ja letztlich doch eine gewissen Ähnlichkeit mit den farbigen Kreaturen. Aber auch Flausen Krik kann keine hilfreichen Informationen beisteuern.

Als alles nichts hilft, beschließt sie kurzentschlossen, eine neue Kreatur einzuführen. Grund: Neue Zeiten erfordern neue Kreaturen. Also initiiert sie die die ultraviolette Kreatur des verzweifelten Wissen-wollens. Da sie noch keine Vorstellung davon hat, wie man diese Kreatur beschwören kann, wundert sie sich auch nicht, dass sie noch keine brauchbaren Hinweise von ihr erhalten hat. Unbrauchbare übrigens auch nicht.

Am 25. November erreicht die ZÜ einen Bereich der Milchstraße, den man früher als Eastside bezeichnet hätte. Inzwischen ist jedoch nicht Vertrautes mehr zu finden. Was Hözlin aber weder aufhält noch abschreckt. Stattdessen beginnt er, Planetensystem für Planetensystem abzusuchen. Auf einigen Planeten entdecken sie einzellige Lebensformen, aber erst im achten System stoßen sie auf höheres Leben.

1. Dezember 8: Das Schiff der Blues findet auf der Eastside einen Planeten mit mehrzelligem Leben. Am weitesten entwickelt scheinen Würmer zu sein. Anzeichen von Intelligenz entdecken sie nicht. Sie untersuchen den Planeten sehr gründlich, führen sogar Bohrungen durch, finden auch tatsächlich eine 2,3 Milliarden Jahre alte Schicht, unterhalb derer es von Fosilien wimmelt, oberhalb davon ist außer anorganischen Ablagerungen nichts mehr zu finden. Die “Artenexplosion”, die schließlich zu den Würmern geführt hat, scheint sich erst vor 270 Millionen Jahren ereignet zu haben. Die Schichten aus der Zeit vor dem Weltenbrand sind wenig aufschlussreich. Um gut erhaltene Fosilien zu finden, müsste man vermutlich sehr lange suchen. Somit bleibt unklar, wer – oder ob überhaupt jemand – den Planeten damals bewohnt hat.

Dann empfängt der Bordfunker ein extrem schwaches Hyperfunksignal, und die ZÜYYZÜL fliegt los in Richtung das Signals. Aber es wiederholt sich nicht. Nach 20 Stunden und 60 kurzen Linearetappen bei einer Flugstrecke von fast 3.000 Lichtjahren, bricht Hözlin die Suche ab. Die Lineartriebwerke müssen geschont werden – wegen des Nachschubproblems – und die RT muss über das Hypersignal informiert werden. Immerhin ist es ein deutlicher Hinweis auf intelligentes Leben. Entschlüsselt werden konnte das Signal bisher mit Bordmitteln nicht.

Am frühen Morgen des 3. Dezember 8 brechen sie die Suche ab und fliegen zurück zur RT

Spoiler:
Der zweite Lückenfüller. So langsam beginnen sich die Leser zu fragen, wann es jetzt endlich richtig losgeht. Anmerkung: Ist es wirklich nur ein Füllroman?
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Müllmann
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Heft 3004: Das Fermi-Paradoxon
Das Schweigen scheint endlos
Ein Stützpunkt muss gefunden werden


Die Hauptpersonen des Romans:
Rhodan, Atlan, Tolot - Machen sich Gedanken über das Fermi-Paradoxon
Gucky – Plant eine Expedition

4. Dezember 8: In der Zentrale der RT schwebt eine 3d Sternkarte der Milchstraße und des sich ihr annähernden Andromeda Nebels. Noch ist die Karte ausgesprochen unvollständig, aber die Computer tragen laufend neu vermessene Sterne, Sternhaufen, Nebel, Pulsare und was es sonst noch alles gibt ein. Die Position von Sol ist nach wie vor unbekannt, da die Sonne inzwischen etwa 10 mal die Galaxis umkreist hat. Eigentlich interessiert sich auch niemand dafür, da Sol inzwischen so heiß sein müsste, dass es auf Terra kein Wasser in flüssiger Form mehr geben kann.

In der Karte sind nur zwei Dinge von Bedeutung: Die Position des Raumschiffswracks und eine rote Linie, auf der sich irgendwo die Quelle des Hyperfunksignals befinden muss, das die ZÜYYZÜL entdeckt hat. Ansonsten schweigt das Universum. Weder aus der Milchstraße noch aus dem Rest des Universums ist im Hyperfunk irgend etwas zu empfangen.

Man diskutiert an Bord über das Fermi-Paradoxon, ob das Signal ein natürlicher “Glitch” war, ob das Wrack vielleicht doch erheblich älter ist, als gemessen. Langsam macht sich eine lähmende Stimmung unter der Besatzung breit.

Die Passagiere, also die Leute, die nichts mit dem Betrieb der RT zu tun haben, werden langsam wieder unruhig. Vielen kommt die momentane Situation wie eine Hängepartie vor. Sie wollen aber eine Zukunft. Etwas zu tun haben. Einen Planeten besiedeln. Eine neue Zivilisation gründen. Was Leute, wenn sie sich langweilen, eben so wollen.

Den Ilts entgeht das natürlich nicht. Viele von ihnen sind Telepaten, und sie überlegen, was zu tun sei. Daher beschließen die Ilts, einen Planeten in einer “ruhigen Ecke” zu suchen, auf dem man sich niederlassen kann. Rhodan und der Rest der Führungsriege halten das für eine Gute Idee, und die Mausbiber fliegen los.

Atlan greift Guckys Idee auf schlägt als Namen für den hypothetischen Aggressor vor: “Der Große Galaktische Dämon”. Kurz DGGD

Spoiler:
Klingt, als würde nicht viel passieren. Stimmt. Das meiste sind Innenansichten, teils von Besatzungsmitgliedern, teils von “Passagieren”. Einige beginnen jetzt erst zu begreifen, was eigentlich mit ihnen geschehen ist, dass es kein zurück gibt. Die beiden verbreitetsten Reaktionen sind: Resignation bei einigen, und Aufbruchstimmung bei vielen. Und Zukunftsangst.
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Müllmann
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Heft 3005: Die Tremadi
Die Ilts suchen die Ruhe in der Leere
und entdecken die Hektik einer neuen Welt


Die Hauptpersonen des Romans:
Gucky und Illi – Die Beobachter entdecken ein “Etwas”
Geckum – Der Kommandant der ZIPP will sich das “Etwas” näher ansehen
Schnurpl – Entdeckt seine Liebe zum Radio
Astri – Die Astronomin untersucht die Sterne in einer 4d-Simulation

6. Dezember 8: Die ZIPP mit 24 Ilts an Bord unter dem Kommando von Geckum fliegt in Richtung des ehemaligen Orionarms. Es existiert zwar in diesem Bereich der Milchstraße immer noch (oder schon wieder?) ein Zwischenarm, aber die Sterne dort haben natürlich nichts mehr mit den Sternen von vor 2,3 Mrd Jahren zu tun.

Die Ilts erreichen nach 3 Tagen den Bereich der Milchstraße, der in etwa dem entspricht, in dem sich vor 2,3 Milliarden Jahren das Solsystem, aber auch Tramp befand. Natürlich sieht jetzt alles vollkommen anders aus, so gibt es zum Beispiel deutlich mehr Sternentstehungsgebiete, was vermutlich auf die bevorstehende Kollision der beiden Galaxien zurück zu führen ist, aber es gibt auch deutlich mehr Pulsare. Fast 20% mehr als früher.

Astri, die Astronomin der Ilts (nomen est omen) sortiert Bereiche aus, in denen sich vermutlich in den nächsten 100.000 Jahren Supernovae ereignen werden, und erklärt Gegenden für “ruhig”, die weiter als 300 Lichtjahre von potentiellen zukünftigen Sternexplosionen entfernt sind. Einen dieser Bereiche fliegt die ZIPP an.

11. Dezember 8: Gucky, der als Beobachter mitfliegt, wird plötzlich sehr nervös. Er schaltet sich mit seiner neuen Freundin Illi zusammen, und beide sind sich sicher, dass sie “ganz in der Nähe” etwas geespert haben. Geckum beschließt, in die Richtung zu fliegen, aus der Gucky meint, dass das “Etwas” kommt. Nur 9,7 Lichtjahre entfernt befindet sich ein G4V Stern, den die ZIPP in einer kurzen Linearetappe erreicht. Bereits vom Rand des Systems wird klar: vom zweiten Planeten kommt dieses “Etwas”. Der Bordfunker, Schnurpl, empfängt Radiosignale, und damit ist es amtlich: Es ist eine technische Zivilisation!

Die Radiosendungen scheinen aus einer Mischung von Sprache und zwischendurch Musik zu bestehen. Zumindest halten die Ilts das seltsam unrhythmische Zischen und Pfeifen für Sprache, das melodische Klacken, Klopfen und Knirschen für Musik. Der Bordcomputer sieht keine Chance herauszufinden, was das zu bedeuten hat. An eine Übersetzung ist überhaupt nicht zu denken.

12. Dezember 8: Die ZIPP fliegt bestens getarnt den Planeten an. Er ist erdähnlich, hat Kontinente und Meere, 3 kleine Monde, und in seinem Orbit kreisen mehrere Satelliten. Geckum stellt eine Expeditionstruppe zusammen, die heimlich auf dem Planeten teleportieren und die Zivilisation untersuchen soll. Gucky ist natürlich mit dabei, hat das Kommando über die Gruppe.

Spoiler:
Wieder eine Entdeckung, aber diesmal nicht durch Zufall, sondern – ebenfalls PR typisch – mit PSI. Geht es auch ohne? Ja. Ein eher etwas mageres Beispiel mit zwar wahrscheinlicheren Zufall als in 3002 findet ihr in 3007.
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Müllmann
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Heft 3006: Der Domherr von Gurrukat
Ein unbekannter Feind hat zugeschlagen
Eine Bibliothek kann Auskunft geben


Mit Risszeichnung: Raumschiff der Blues

Die Hauptpersonen des Romans:
Gucky,
Sponk,
Hurla,
Matu – Führen eine geheime Landungsoperation durch

12. Dezember 8: Die Ilts haben bereits telepathisch festgestellt, dass die Tremadi ausgesprochen tagaktiv sind. Bei Einbruch der Dämmerung legen sie sich in ihren “Häusern”, den Schlammbecken, schlafen und stehen erst am folgenden Tag nach Ende der Morgendämmerung wieder auf. Da der Planet eine Rotationsperiode von 38 Stunden hat, schlafen sie durchschnittlich 19 Stunden am Stück. Gucky beschließt das auszunützen. Also teleportieren die vier Expeditionsteilnehmer, Gucky, Sponk, Hurla und Matu nach Einbruch der Dämmerung aus der ZIPP an den Rand der größten Stadt. Zum Glück haben sie ihre Deflektorschirme eingeschaltet, denn einige Tremadi laufen immer noch durch die Straßen.

Die Tremadi sind etwa einen Meter lang, sehr flach, haben 26 Beinpaare, 2 Fühler und eine “Kuppel” auf dem Rücken, in der sich ihr Gehirn befindet. Sie leben ist Städten, deren Häuser Schlammbecken sind, aber sie betreiben auch technische Einrichtungen an Land.

In der Stadt befindet sich am Rand ein “Gebäude”, das aus hunderten von Schlammbecken besteht. Die Mausbiber espern dort etwas, das man vielleicht als Regierung bezeichnen kann. Sie finden heraus, dass die Stadt Gurrukat heißt und ein Domherr der oberste Anführer der Tremadi ist. Kontakt zu ihm nehmen die Ilts natürlich nicht auf, sie wollen ja – wie mit PR besprochen – unerkannt bleiben. Bald stellt sich aber heraus, dass es vielleicht nicht so schlau war, in der Nacht auf den Planeten zu landen. Denn: Die Tremadi schlafen tief und fest. Das einzige, was es zu “belauschen” gibt, sind ihre sonderbaren Träume, mit denen die Ilts aber reichlich wenig anfangen können. Also sehen sie sich erst einmal die Stadt an, machen Fotos mit Hilfe der Restlichtverstärker ihrer Kameras, da sie nicht wissen, in welchen Frequenzbereichen die Einwohner sehen können.

Nach ein paar Stunden – lange Strecken zu Fuß sind nichts für kurze Mausbiberbeine – beschließt Gucky, dass sie sich jetzt ein Versteck in der Stadt suchen, wo sie ein paar Stunden Schlafen und morgen die Leute belauschen können. Schnell finden sie eine Art Monument oder Statue, die etwa 8 Meter hoch ist, damit praktisch alle “Gebäude” der Stadt überragt. Zum Glück hat das Monument oben eine etwa 3 Meter durchmessende und fast einen Meter tiefe “Kuhle”. Ideal für 4 Ilts als Schlafplatz. Sie halten abwechselnd Wache, kommen nach 10 Stunden, in denen sie auf dem harten Untergrund sehr schlecht geschlafen haben auf die Idee, dass es vermutlich schlauer gewesen wäre, in die ZIPP zurück zu springen, dort zu pennen, und erst nach Sonnenaufgang wieder in ihr Versteck zu springen. Gedacht – getan.

Am folgenden Tag entdecken sie eine Art Universität, belauschen telepathisch verschiedene Vorlesungen, erfahren, dass die Tremadi vor 3416 Jahren (entspricht 1712 Jahren Erdzeit) Besuch von einer außertremadischen Zivilisation hatten. Und der verlief alles andere als erfreulich. Näheres können die Ilts nicht in Erfahrung bringen, daher wollen sie als nächstes heimlich die Bibliothek der Universität von Gurrukat besuchen. Da das wiederum am besten in der Nacht geht, springen sie erst einmal zurück in die ZIPP.

Geckum schickt inzwischen einen Ilt mit einem schnellen Ein-Ilt-Beiboot los, um die Neuigkeiten an die RT zu überbringen. Hyperfunk ist so lange verboten, wie man nicht weiß, ob es nicht vielleicht doch einen mächtigen Feind gibt, vor dem sich alle Zivilisationen verstecken. Und Geckum hält die Geschichte von den unfreundlichen Besuchern der Tremadi für einen deutlichen Hinweis auf einen solchen Sachverhalt. Das würde auch einer Lösung des Fermi-Paradoxons entsprechen.
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Müllmann
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Heft 3007: Schlachtenlärm
Kaum gibt es Leben,
Schon führt es Krieg


Die Hauptpersonen des Romans:
Farye Sepheroa – Untersucht ein Gemetzel
Jolla Gramm – Die Funkerin wundert sich über einen “Blip”
Sergey Kammerer – Der Pathologe seziert Asseln

12. Dezember 8: Die BJO BREISKOLL untersucht einen Ausläufer der Milchstraße in Richtung des Andromeda Nebels, der “von Unten” her aus der Milchstraße ragt. Im Hyperfunk ist auch hier nichts zu hören. Das Schiff fliegt immer 100 Lichtjahre weit, scannt dann die Umgebung, kartiert die Sterne, und fliegt dann weiter.

Bei einem Stop empfängt sie plötzlich Radiosignale auf mehreren Frequenzen. Kein Hyperfunk, sondern ganz ordinäne elektromagnetische Wellen im UKW Bereich zwischen 110 MHz und 134 MHz. Sie scheinen von einem 3,7 Lichtjahre entferntem roten Doppelstern zu kommen, sind aber zu schwach und zu überlagert, um etwas damit anfangen zu können.

Sie fliegen gut getarnt näher an die Quelle, empfangen aber keine Radiosignale mehr, orten dafür aber eine größere Anzahl von zerschossenen Raumschiffen. Hier hat also vor 3,7 Jahren eine Raumschlacht stattgefunden! Die BJO BREISKOLL untersucht einige der Wracks, findet auch entstellte Leichen von Lebewesen, die wie haarige Kellerasseln aussehen. Sie nehmen Proben, bergen einen halb zerstörten Computer. Die Schiffe sind etwa 70 Meter lang, fast raketenförmig, aber in einem sehr schlechten Zustand.

Es ist sehr schwer herauszufinden, wie viele Schiffe an der Schlacht beteiligt gewesen waren, da einige Wracks offensichtlich zerbrochen waren, andere vermutlich explodiert – wofür die vielen Splitter, den um die Bahnen der Wracks einen breiten Gürtel um den Stern gebildet haben. Zu dem sind sie übrigen 8 AE entfernt, und da sich die beiden roten Hauptreihensterne in nur 4,5 Millionen Kilometer Abstand umkreisen, ist diese Bahn über längere Zeit stabil. Näher am Stern als die Wracks befindet sich nur ein Gesteinsplanet, der die beiden Sonnen in 5,3 AE umkreist. Weiter außen, ab 16 AE kommen dann noch zwei neptungroße Gasplaneten. Mehr gibt es hier nicht.

Farye schickt 3 Spacejets zum Gesteinsplaneten, den irgend jemand an Bord “Hardrock” taufte, aber der Planet ist so kalt, dass sich auf ihm vermutlich nie Leben entwickelt hat. Einen Ozean unter der Oberfläche scheint es auch nicht zu geben. Farye nimmt daher an, dass die “Haarasseln”, wie die Fremden inzwischen genannt werden, nicht aus diesem System kommen, vermutlich einen Hyperantrieb kennen.

Trotzdem fliegt die BB vorsichtshalber die benachbarten Sterne an, um sicher zu sein, dass sie nicht von einer dort ansässigen Zivilisation stammen. Da aber von keinem der Sterne Radiosignale kommen, vermuten die Wissenschaftler an Bord der BB schnell, dass die Haarasseln von weiter weg stammen. Die Untersuchung der 10 nächsten Sterne bringt sie auch nicht weiter. In 3 Systemen gibt es Planeten mit niedrigem Leben. Auf einem hat sich zwar ein Urwald entwickelt, aber das tierische Leben scheint über den Stand von Insekten und einfachen Fischen noch nicht hinaus gekommen zu sein. Da die Gegend recht dünn mit Sternen besetzt ist, befinden sich die 10 untersuchten in einem Radius von 30 Lichtjahren um “Waterloo”, wie ein Wissenschaftler den roten Doppelstern genannt hat. Und von noch weiter weg mit einem Unterlichtantrieb hier her zu fliegen, um sich mit Unbekannten, von denen jede Spur fehlt, eine Schlacht zu liefern? Das erschien allen an Bord der BB dann doch etwas arg unwahrscheinlich.

Rhodans Enkelin beschließt, dass das Schiff zur RT zurückfliegen muss, da sie diese Informationen für immens wichtig hält.

16. Dezember 8: Die BJO BREISKOLL trifft bei der RT ein, wo einen halben Tag zuvor der Ilt Knurp angekommen ist. Bei der Auswertung aller bekannten Daten wird langsam klar, dass hier deutlich mehr los ist, als es bisher den Anschein hatte. Offensichtlich stellen sich wirklich alle tot, um einem unbekannten Feind keine Angriffsfläche zu bieten.

Die Lebewesen und Roboter an Bord der RT beschließen, sich genau so zu verhalten. Zumindest bis klar ist, was hier wirklich passiert.

Spoiler:
Merkt euch mal die “haarigen Kellerasseln”. Die Entdeckung der Schlacht geschieht immer noch über einen extrem unwahrscheinlichen Zufall, aber wenigstens ohne PSI. Geht es auch noch besser? Ja. Aber auch schlechter. Siehe Heft 3013.
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Müllmann
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Heft 3008: Krieg der Spinnen
Besuch in der Bibliothek -
Die Mausbiber erfahren Erstaunliches


Die Hauptpersonen des Romans:
Gucky,
Sponk,
Hurla,
Matu – Besuchen eine Bibliothek

14. Dezember 8: Gucky und Matu teleportieren in der Nacht in die Bibliothek. Diese ist entgegen der Gewohnheiten der Tremade ausnahmsweise einmal kein Schlammbecken, sondern ein überdachtes Gebäude, bestehend aus lauter kleinen Kuppeln. Dort finden sie gefaltete Blätter mit Texten, die niemand entziffern kann, die aber reich illustriert sind. Sie beginnen sofort, die “Bücher”, Gucky nennt sie “Falks”, wegen ihrer gefalteten Art, ab zu fotografieren. Da die Nacht auf dem Planeten sehr lang ist, Rotationsperiode 38 Stunden, und die Tremadi ausgesprochen tagaktiv sind, haben die Ilts dazu sehr viel Zeit. Angesicht der gigantischen Anzahl der Falks aber auch deutlich zu wenig …

Daher ruft Gucky telepathisch weitere Ilts zur Unterstützung. Schließlich stöbert und fotografiert nicht nur die Expeditionsgruppe, sondern auch noch 14 weitere Ilts von der ZIPP in der Bibliothek. Nach 16 Stunden – länger wollten sie nicht bleiben, um nicht vom “Bibliothekar” überrascht zu werden, der, wie Sponk erkannte, ein Frühaufsteher war – verließen sie die Bibliothek wieder. Sie legten jeden Falk, den sie fotografiert hatten, sofort wieder ordentlich zusammengefaltet an seinen Platz zurück, um nur ja keine Spuren zu hinterlassen. Gucky hatte sogar darauf bestanden, dass jeder seine Mohrrübenstummel wieder mitnimmt. Nicht, dass sich noch ein Tremadi über einen unbekannten Pflanzenrest in einem Mülleimer wundert.

Zurück an Bord der ZIPP beginnen die Ilts mit der Sichtung der Fotos. Ihnen fällt auf, dass auf einigen Falks Bilder von Spinnen zu sehen sind, die anscheinend Tremadis töten. Mit Hilfe des Bordcomputers schaffen sie es, die Schrift und Teile der Sprache zu entschlüsseln, und sie erfahren, dass die Spinnen tatsächlich die “Besucher” waren. Sie hatten damals etwa zwei Drittel der Tremadi ausgerottet, bis es den Überlebenden endlich gelang, eine Waffe gegen die Surrr, so der Artname der Spinnen, zu entwickeln und diese zu vertreiben.

Als es dem Computer endlich gelingt, die Sprache so gut wie vollständig zu Übersetzen, findet ein Ilt den Titel eines Falks besonders amüsant: “Lexikon der pompösen Konversation “

Von den Satelliten im Orbit scheinen die Tremadi nichts zu wissen. Zumindest wurden sie in keinem der kopierten Falks erwähnt. Was jedoch nicht viel sagte, da es jeder Ilt nur geschafft hatte, etwa 400 Falks zu sichten. Bei 18 Beteiligten machte das zwar etwa 7.200 Falks aus, aber deren Gesamtzahl schätzten die Ilts auf mindestens 10 Millionen, maximal 30 Millionen. Da die Falks in der Bibliothek thematisch sortiert waren, die Ilts aus jeder Abteilung einige Exemplare fotografiert hatten, dürften sie sich vermutlich einen guten Überblick über die Literatur der Tremadi verschafft haben.

Geckum will sofort zur RT zurück fliegen, um PR die Neuigkeiten zu berichten, aber Gucky glaubt nicht, dass die Surrr wirklich der große übermächtige Feind sind. Aus den Falks der Tremadi geht hervor, dass die Surrr nur 38 Lichtjahre entfernt leben und mit unterlichtschnellen Raumschiffen gekommen sind. Er kann Geckum überreden, erst einmal nur ein weiteres Ein-Ilt-Beiboot zur RT zu schicken und den Planeten der Surrr sofort anzusehen.
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Müllmann
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Heft 3009: Planet der Surrr
Raumfahrt ohne Hypertechnologie -
Die spinnen, die Spinnen


Die Hauptpersonen des Romans:
Gucky – Hat zwar nichts gegen Spinnen, aber manchmal ist er auch zu einer Ausnahme bereit.
Geckum – Fühlt sich hier unwohl

16. Dezember 8: Die ZIPP ist gut getarnt zum Planeten Arachno, wie die Ilts die Welt der Surrr genannt hatten, geflogen. Dort herrscht reger Raumschiffsverkehr, in den Orbits der inneren Planeten befinden sich riesige Raumschiffswerften, aber es gibt keine Hinweise auf Hypertechnologie. Alles scheint ganz konventionell mit simpler Elektronik und Strahltriebwerken abzulaufen. Das komplexeste scheinen Plasmatriebwerke und Fusionsreaktoren zu sein. Aber es gibt ein großes Problem: Die Ilts können die Surrr nicht telepathisch lesen.

Mit dem Bordteleskop der ZIPP beobachten die Ilts aus sicherer Entfernung (100.000km) den Planeten. Auffällig sind die vielen oft riesigen Städte. Sie scheinen aus gigantischen Netzen zu bestehen, in denen eine Vielzahl runder Objekte hängen. Worum es sich dabei genau handelt? Dazu reicht die Auflösung des Teleskops nicht aus.

Als Gucky die ersten Bilder sieht: “Netze. Spinnennetze. Wieso wundert mich das nicht?”
Geckum: „Also näher ran fliegen wir nicht. Die Typen sind mir suspekt.”
Gucky: “Mir auch. Ich will heim.”
Geckum: “Ein paar Untersuchungsergebnisse brauchen wir schon. Stell dir mal vor, was Tolot sagt, wenn wir mit leeren Pfoten zurück kommen.”
Gucky: “Na gut. Messen wir noch ein bisschen. Aber Tolotos würde es verstehen, wenn wir sofort wieder von hier verschwinden.”

Als nächstes beobachteten sie die Raumschiffe. Hyperortung war verboten, weil diese vom Großen Galaktischen Dämon bemerkt werden konnte, und Radar ging auch nicht, weil das die Surrr bemerken würden. Daher blieb nur passive Ortung. Also das Teleskop und die Radioempfänger.

Die ersten Schiffe, denen sie nahe genug kamen, bestanden aus unförmigen Gitterstrukturen, in denen relativ kleine Container hingen. Irgendwie sah das alles recht zufällig aus.

Geckum: “Für interstellare Reisen ist so etwas sicher nicht geeignet.”
Gucky: “Vielleicht haben sie die interstellare Flotte eingemottet, oder zu etwas anderem umgebaut?”
Matu: “Ich habe vorhin auf den Bildern des Planeten Parabolantennen gesehen. Mit so rund 300 Meter im Durchmesser, und anscheinen frei beweglich. Die scheinen – wenn man Fotos im Abstand von einer Stunde ansieht – irgendwohin nachgeführt zu werden.”
Geckum: “Vielleicht kann der Computer berechnen, wohin die Antennen schauen.”
Matu: “Das probier ich aus.”

Nach einer halben Stunde kommt Matu zurück: “Die Antenne, die wir fotografiert haben, schaut in Richtung eines nur 8,9 Lichtjahre entfernten K0V Sterns.”
Geckum: “Wir schicken eine besonders kleine Sonde los. Die soll sich auf der Linie Antenne - Stern halten. Sehen wir mal, ob die etwas senden.”

Eine Stunde später war es soweit. Die Sonde hatte sich platziert, und empfing ein extrem starkes Signal. Es schien digital zu sein. Übersetzen lies sich da nichts.

Gucky: “Vielleicht haben die auf einem Planeten des Sterns eine Kolonie? Das sollten wir uns ansehen.”

Da Geckum auch am liebsten sofort weg wollte, willigte er ein und die ZIPP machte einen Abstecher zum K0 Stern. Tatsächlich war das System von den Spinnen besiedelt, und im Orbit um den zweiten Planeten parkten drei Raumschiffe, die aussahen, als wären sie zu interstellaren Flügen in der Lage: Sie trugen am Bug eine riesige Platte, die mit Eis bedeckt war. Ein Schutz vor Staubpartikeln bei sehr hohen Geschwindigkeiten.

Geckum: “Primitiv, aber wirkungsvoll.”

Zwei Tagen nachdem sie die Surrr erreicht und intensiv Beobachtet hatten beschließt Geckum auf Umwegen zur RT zurück zu fliegen. Gucky hält das für eine gute Idee, ist von den Surrr so angewidert, dass er nur noch “heim” will. Die Umwege wollen die Ilts deshalb fliegen, weil sie vermuten, dass, sollte es wirklich einen übermächtigen Feind geben, dieser womöglich die Surrr beobachtet. Und falls er wirklich so übermächtig ist, könnte es sein, dass er die ZIPP orten kann, diese aber nicht den Unbekannten.

Die Ilts fliegen in 28 Etappen zurück zur RT und kommen am 22. Dezember 8 dort an.
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Heft 3010: Zu Hause
Kein Sternhaufen, nur eine zufällige Verdichtung -
Ein toter Planet soll terraformiert werden


Mit Risszeichnung: Bibliothek der Tremadi

Die Hauptpersonen des Romans:
Rhodan – Lässt abstimmen
Tolot – Wird unfreiwilliger Namensgeber
Sheer und c Hainu – Untersuchen einen Braunen Zwerg
Professor Katzegott – Hält Vorlesungen zur Astronomie

21. Dezember 8: Die TAMA YOKIDA, die sich ebenfalls an der Suche nach einem geeigneten Planten befunden hat, kehrt zur RT zurück. Sie hat – ebenfalls im Orionarm – eine relativ dicht zusammenstehende Gruppe von Sternen entdeckt, bei denen es mehrere terraformbare Planeten gibt. Der interessanteste Stern, sie haben ihn Neusol genannt, ist zwar nur 904 Lichtjahre vom Planeten der Tremadi und 915 Lichtjahre von Arachno entfernt, 2 Lichtjahre nördlich der galaktischen Ebene und 26.703 Lichtjahre vom galaktischen Zentrum, aber im Umkreis von 30 Lichtjahren existiert nur niedriges einzelliges Leben, bis auf 4 Planeten mit einfachen mehrzelligen Organismen, die aber kaum komplexer als Moose aufgebaut sind. Damit entspricht diese Gegend genau Guckys Vorgaben von einer “ruhigen Ecke”.

Die Führungsriege der RT lässt abstimmen, dann wartet die RT auf die Rückkehr der letzten Beiboote sowie der anderen Raumschiffe und fliegt am 27. Dezember 8 los in Richtung Neusol.

Am 29. Dezember trifft das Schiff dort ein und geht in einen Orbit um den dritten Planeten. Der hat zwei Monde, 330 km und 27 km im Durchmesser, der größere in einem Abstand von 107.000 km, der kleinere in einer Höhe von nur 1.611 km. Der Planet hat einen Durchmesser von 11.372 km, eine Schwerkraft von 0,92 g und eine mittlere Oberflächentemperatur von -7,2°C. Die beiden Ozeane sind zum Teil vereist, ebenso die einzige Landmasse.

Die Wissenschaftler an Bord der RT überlegen, wie man den Planeten mit den vorhandenen Mitteln in einer halbwegs akzeptablen Zeit terraformieren kann. Das größte Problem dabei ist, dass die Atmosphäre fast nur aus Stickstoff besteht. Dazu Spuren von CO2, Argon, NO2 und ansonsten nichts weiter. molekularer Sauerstoff oder Methan fehlen komplett. Der Druck auf Meereshöhe liegt bei 1,2 Atmosphären. Der Planet ist steril, aber an sich nicht lebensfeindlich. Mit den Pflanzen und Tieren an Bord der RT könnte man durchaus eine Biosphäre erschaffen. Nur: Das dauert …

Gucky und Tolot stehen in der Zentrale der RT vor einem Monitor und beobachten den Planeten, dessen Landschaften langsam unter der Schiff vorbei zogen.
Gucky: “Heb mich mal hoch, damit ich besser sehen kann.” Und schwebte telekinetisch hoch zu Tolots Laufarmen, wo er es sich bequem machte.
Tolot: “Das wird also Nextterra.”

Und damit hatte der Planet seinen Namen.

Inzwischen waren knapp 100 Spacejets losgeflogen, um die anderen 32 Sterne und deren Planeten zu erkunden. Natürlich hatte Februtter Sheer sich und c Hainu als Freiwillige gemeldet, und etwa zeitgleich mit Tolot`s unfreiwilliger Namensgebung erreichte die PATA-PATA den 7,8 Lichtjahre von Neusol entfernten Braunen Zwerg “Dark Star”. Ein besonders kaltes Exemplar mit einer Oberflächentemperatur von lächerlichen 312 °C. Dafür umkreisten ihn aber 8 Planeten, von denen 5 in der Größe vergleichbar mit den Galileischen Jupitermonden waren. Leben konnte es dort kaum geben, da ihre Oberflächentemperaturen 67°K bei den innersten Planeten bis 4°K beim äußersten betrugen. Trotzdem mussten sie untersucht werden.

Die Ortung fand recht schnell am Südpol des innersten Planeten, einer Eiskugel mit 4.200 km Durchmesser, Ablagerungen organischer Moleküle. Sheer ließ daher eine Neutrinoquelle ausschleusen, dann flog die P-P um den Planeten herum und bestimmte anhand der Neutrinoabsorptionen den inneren Schichtaufbau von “Fruchteis”, wie Hainu den Planeten getauft hatte. Wegen der aromatischen Kohlenwasserstoffe in den Ablagerungen, die, würde man sie riechen können, den Duft von Bananen verströmten.

Das Ergebnis war eindeutig: Es gab in einer Tiefe von etwa 150 km einen globalen Ozean von fast 370 km Dicke. Ob es dort Leben gab? Möglich. Aber um es nachzuprüfen, müsste man bohren, und dazu fehlte der P-P die nötige Ausrüstung. Das blieb eine Aufgabe für spätere Expeditionen.

Die anderen 7 Planeten erwiesen sich als sterile komplett durchgefrorene Eiskugeln ohne Magnetfeld und ohne flüssiges Wasser im Inneren.

Nach dem vorläufigen Ende der Untersuchung des Hinterhofs hält Professor Katzegott Vorlesungen über Astronomie an Bord der RAS TSCHUBAI. Wenn es um die Sterne des Hinterhofs ging, begann jede Vorlesung mit:

“Die Sterne sind ungewöhnlich zusammengesetzt. Nicht die Sterne selbst, die sind ganz normal, so wie man sie überall antrifft. Nein, die Auswahl der Spektraltypen und Leuchtkraftklassen ist etwas gewöhnungsbedürftig. Ebenso die Tatsache, dass die 32 Systeme derart nahe zusammen stehen, obwohl sie vollkommen unterschiedliche Lebensgeschichten haben. Wenn wir nicht sicher wüssten, dass der Weltenbrand alle SIs, Materiequellen und Senken sowie alle in der Nähe befindlichen Kosmokraten ausgelöscht hat – das war schließlich der Sinn der Sache – dann würde ich sagen, da hat einer dran gedreht. Andererseits kann so eine Ansammlung auch durch Zufall auf natürlichem Weg entstehen. Ich habe einmal die Wahrscheinlichkeit, dass sich so etwas in den vergangenen 15 Milliarden Jahren in der Milchstraße gebildet hat – wenn auch nur für wenige 10.000 Jahre – ausgerechnet. Das Ergebnis: Die Wahrscheinlichkeit, dass sich in dieser Zeit 1000 mal etwas Vergleichbares gebildet hat, liegt bei etwa 68%. Man kann also davon ausgehen, dass doch niemand dran gedreht hat.”

Er erwähnt weiter, dass es erstmals nahe des Heimatplaneten der Menschheit einen Weißen Zwerg gibt, den man mit bloßen Augen sehen kann. Und dass der hellste Stern am Himmel, der Hauptreihenstern Lighthouse etwa so hell ist, wie es die Venus von der Erde aus war. Und so weiter und so fort. Katzegott war zwar ein begnadeter Redner, aber er hatte ein Problem: Er fand kein Ende …

Zum Schluss gab er seinen Studenten gerne eine Kleinigkeit zum Rechnen mit nach Hause:

“Der Bedeckungsveränderliche Blink. Die Bahnebene der beiden Sterne liegt ja in der Sichtlinie von Nextterra. Rechnen sie doch aus, in welche Richtung der Nordpol dieser Bahnebene zeigt. Ein kleiner Tipp: Es gibt einen Kreis als Lösungen.

Und dann berechnen und zeichnen sie noch die Lichtkurve des Sterns. Ein Hinweis: Die Komponente b hat 92% des Durchmessers der Komponente a, und die Sterne bedecken sich zu 100%. Überlegen sie sich aber vorher, wie sich astronomische Helligkeiten addieren. Viel Spaß beim rechnen!”
Der “Hinterhof”:
32 nahe zusammen stehende Sterne, aber kein Sternhaufen, sondern eine zufällige Gruppierung, wie es sie gelegentlich gibt. Gucky bezeichnet das als “Scheinhaufen”

Liste der nahen Sterne:
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Epoche: J3030 (1. Januar 3030, 0h00)
Nr  Name              RA           Decl       Dist Spec Alter  Pl  M    m
1:  Neusol              0           0         0    G4V    3,2   7  +4,3 -27,1
2:  Proxima a           0,0327754 -38,2770425 0,37 M4V   11,1  11 +12,7 +2,97
    Proxima b           0,0326543 -38,3200311 0,38 M8V   11,1   2 +16,7 +7,03
3:  Lighthouse         92,5434363  +2,0871725 1,92 A1V    0,63 12 +1,39 -4,76
4:  Red Dot a         273,0013423 +68,9846122 1,99 M4V    9,5   7 +11,9 +5,83
    Red Dot b         273,0013423 +68,9846122 1,99 M6V    9,5     +14,2 +8,13
5:  Whitey            136,7773243 -12,1234212 2,22 DA2   12,8   1 +11,4 +5,56
6:  Auge der Kreatur  307,9810301 -23,6540012 2,31 K0V    7,0  10 +6,11 +0,36
7:  Halut              43,0134054 +36,3045011 3,73 F2V    3,8   3 +2,80 -1,91
8:  South a           107,7624504 -89,0243521 4,01 F5IV   2,2   0 +2,67 -1,88
    South b           107,7624502 -89,0243524 4,01 K7V    2,2   0 +8,15 +3,60
    South c           107,8450340 -89,1034007 4,02 M4V    2,2   3 +12,9 +8,34
9:  Wonderstar a       32,0242401  -3,0241253 4,32 K8V    5,5   3 +8,61 +4,22
    Wonderstar b       32,0242384  -3,0240563 4,31 DA2    5,5   0 +10,4 +6,01
10: S/373-989          56,0214124 -34,3253255 4,91 K8V    6,2   8 +8,01 +3,90
11: Swoons Star a      73,1523502 -75,0354205 5,32 M1V    7,0  11 +8,72 +4,78
    Swoons Star a      73,1523502 -75,0354205 5,32 M3V    7,0  11 +9,44 +5,50
12: Noise a            23,0240224 -16,3253250 5,72 K8V    4,3   6 +8,23 +4,45
    Noise b            23,0240225 -16,3253249 5,72 K7V    4,3     +8,81 +5,03
    Noise c            23,0240231 -16,3253272 5,72 T2     4,3   2 -     -
13: Random            345,0924013 +48,3240024 6,02 L1     8,8   4 -     -
14: Simpson            81,2003452 +76,9835402 6,21 M3V    6,9  18 +11,2 +7,60
15: Little Pitty      117,3505630  -9,2432002 6,33 M9V   10,2   7 +16,3 +12,7
16: Red Eye            76,4650242 +76,4021411 6,37 M2III 10,5   5 +2,71 -0,84
17: Rooky a           204,3252035 +78,2142064 6,51 A2V    0,12  ? +1,44 -2,06
    Rooky b           204,3252035 +78,2142064 6,51 T9     0,12  ? -     -
18: New Wega            9,5300143 +25,0234035 6,62 F2V    4,4  16 +2,81 -0,65
19: Sigalight          83,2900203 -63,1434012 6,73 G4V    3,7   9 +4,29 +0,86
20: Flar Twin a       101,3510133 -78,4657057 6,77 M8V   11,4   0 +15,7 +12,3
    Flar Twin b       101,3510133 -78,4657057 6,77 DA1   11,4   0 +10,7 +7,29
21: Topsids Stern     154,3256325 +29,0240244 6,82 F3V    3,0  12 +2,92 -0,48
22: Nelly a           156,9074365 +28,0240024 6,89 M1V    8,1   7 +8,82 +5,44
    Nelly b           156,9074365 +28,0240024 6,89 M4V    8,1     +12,1 +8,72
23: Red Runner        175,9835924 -78,8622429 6,99 M8V   12,3   1 +16,0 +12,7
24: Arkon             36,99436503  -3,9835624 7,22 G1V    5,3  21 +4,01 +0,74
25: New Ara a         356,2474683 +12,3927482 7,30 G3V    4,8   9 +4,36 +1,11
    New Ara a         356,2474683 +12,3927482 7,30 T4     4,8     -     -
26: Old Star          207,4984504 -63,0350355 7,33 M8V   15,2   5 +17,7 +13,9
27: Taman             114,9883489 -15,9902908 7,45 K0V    4,4  10 +5,87 +2,66
28: Billard a          79,2131304 +33,8823045 7,46 K8V    5,1   2 +8,59 +5,39
    Billard b          79,2131304 +33,8823045 7,46 M9V    5,1     +18,1 +14,9
    Billard c          79,2132341 +33,8823078 7,45 K9V    5,1   2 +8,99 +5,78
    Billard d          79,2132341 +33,8823078 7,45 T8     5,1     -     -
    Billard e          79,2136457 +33,8834757 7,47 M7V    5,1   0 +16,4 +13,2
    Billard f          79,2136457 +33,8834757 7,47 L4     5,1   0 -     -
29: New Akon           69,5363536 -35,0932582 7,62 G3V    4,8  12 +4,34 +1,18
30: 3 (Rando) a        43,8973593 -31,0043242 7,71 M2V    7,3   1 +10,1 +6,97
    3 (Rando) b        43,8973593 -31,0043242 7,71 M2V    7,3   1 +10,2 +7,07
    3 (Rando) c        43,8973593 -31,0043242 7,71 M2V    7,3   1 +10,1 +6,97
31: Dark Star          39,4214224  +2,9538993 7,76 T7    14,7   8 -     -
32: Blink a           349,6654306 +14,7972424 7,85 G2V    6,1   0 +4,36 +1,27
    Blink b           349,6654306 +14,7972424 7,85 G9V    6,1   0 +5,10 +2,01


Der nächste Stern außerhalb des Scheinhaufens steht übrigens 10,8 Lichtjahre von Neusol entfernt (Ein M8 Zwerg).
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Heft 3011: Zeit spielt keine Rolle
Sie müssen Jahrtausende überbrücken -
ein Dillatationsflug ist geplant


Die Hauptpersonen des Romans:
Rhodan – Plant “Das lange Warten”
Die Posbis – Wollen die Zeit nutzen

1. Januar 9: Die meisten Beiboote der RT und fast alle anderen Schiffe erkunden die Planeten der 32 Sonnensysteme. Die RT bleibt im Orbit um Nextterra, wie Icho Tolot den Planeten versehentlich in einem Gespräch mit Gucky nannte, und mehrere Landungsexpeditionen untersuchen die Oberfläche genauer.

Man kann die Oberfläche ohne Raumanzug betreten, benötigt aber eine dicke Winterjacke und ein Sauerstoffgerät. Die meisten ziehen aber Seruns vor. Die Forscher entwickeln einen Plan, wie man Nextterra mit Bordmitteln terraformieren kann, rechnen aber mit mehreren Tausend Jahren, bis der Planet wirklich bewohnbar sein wird.

Vergleichbares geschieht auf 14 weiteren Planeten im “Hinterhof”, so der inoffizielle Name des Sternhaufens, der eigentlich keiner ist, sondern nur ein zufälliges Zusammentreffen von 32 Sternen und deren Planeten. Tatsächlich haben die Sterne außer ihrer momentanen Position nichts miteinander zu tun, so ist zum Beispiel Neusol erst 3,2 Milliarden Jahre alt, hatte also zur Zeit des Weltenbrands erst 900 Millionen durchlebt. Der älteste Stern, ein roter Zwerg, ist bereits 15,2 Milliarden Jahre alt. Eine Zahl, bei der einige Forscher kurz stutzen, aber das Universum ist inzwischen 16,1 Milliarden Jahre alt. Das kann man auch an der kosmischen Hintergrundstrahlung nachmessen, deren Temperatur deutlich unter 2,7 K gesunken ist. Sie beträgt jetzt 2,05 K.

7. März 9: Es wurden 12 Planeten ausgewählt, die terraformiert werden sollen. Die Terraner wollen sich auf Nextterra im System von Neusol ansiedeln, die Ilts auf dem 4. Planeten von Neusol, den sie “Iltlich” genannt haben. Die Blues haben den Planeten Jülz im System der roten K0V Sonne “Auge der Kreatur” ausgewählt, 2,3 Lichtjahre von Neusol entfernt, die Haluter den 2. Planeten eines F3V Sterns, 3,7 Lichtjahre von Neusol, der natütlich wieder einmal “Halut” heißt, genau wie seine Sonne. Swoon, Feronen, Topsider, Siganesen und die anderen sind noch unsicher, wo sie genau hin wollen, unterstützen aber die Bemühungen zum Terraformieren.

6. August 9: Auf den 12 Planeten wurden jetzt Anlagen installiert, die zum Beispiel mit Blaualgen mit dem Terraformieren beginnen. In Stasekapseln lagern dort auch Zellen von Pflanzen, Tieren und Pilzen, die, sobald die Bedingungen auf den Oberflächen hinreichend geeignet sind, geklont und ausgesetzt werden sollen. Die 2019 Posbis, die an Bord der RT waren, wollen die Terraformierungen durchführen, was voraussichtlich mehrere Tausend Jahre dauern wird.

5. Oktober 9: Die Lebewesen an Bord der RT haben in den vergangenen Monaten den Plan gefasst, im Relativflug 3000 Jahre zu überspringen, was technisch für die RT kein Problem darstellt, an Bord nur ein halbes Jahr dauert, um danach zu den terraformierten Planeten zurück zu kehren.

31. Oktober 9: Die RT bricht auf, fliegt senkrecht zur galaktischen Ebene nach Norden, um knapp 3000 Lichtjahre oberhalb der Ebene am Rand der galaktischen Scheibe abzubremsen und mit den Lineartriebwerken zurück nach Neusol zu fliegen.
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Müllmann
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Heft 3012: Sprung über 3000 Jahre
Die Zeit ist überbrückt -
eine neue Welt erwartet sie


Die Hauptpersonen des Romans:
Rhodan – Plant eine Fernreise der besonderen Art
Bully – Schimpft über “Aluminium-Zvilisationen”
Dorksteiger – Die Stimme der Vernunft
Die Neugierigen – Wollen etwas anderes als die Neugierigen

19. November 3007: Die RT beendet den Relativflug und steht oberhalb der galaktischen Ebene. Von hier aus sieht man den Bulg und den Kern der Milchstraße, “unter” sich die galaktische Scheibe, und durch sie hindurch den Andromeda Nebel. Die Führungsriege beschließt, erst einmal den Astronomen Zeit zu geben, um möglichst viel von der Milchstraße aus dieser Position zu kartografieren. Beiboote werden ausgeschickt, um einige der nahegelegenen Sterne und deren Planeten zu untersuchen, Funk und Ortung versuchen angestrengt, vielleicht doch Hinweise auf technisch hochstehende Zivilisationen zu entdecken. Leider Fehlanzeige.

23. November 3007: Die Beiboote sind zurück und die RT bricht auf, um in einem Zickzack Kurs nach Neusol zu fliegen. Rhodan entscheidet sich für diesen Kurs, um möglichst viel von der Milchstraße untersuchen zu können. Er kann immer noch nicht glauben, dass es hier keine hochtechnisierte Zivilisation mehr gibt. Andererseits, was soll man erwarten? In 2,3 Milliarden Jahren können sich einfache Einzeller kaum zu höherem mehrzelligen Leben entwickeln. Es grenzt schon fast an ein Wunder, dass die Tremadi und die Surrr entdeckt wurden. Bully vermutet, dass es noch mehr solcher “Aluminium-Zivilisationen” gibt, wie er sich ausdrückt. Dorksteiger ist der Ansicht, dass die überlebenden Einzeller deutlich weiter entwickelt waren, als die Einzeller damals auf der Erde, die 3 Milliarden Jahre gebraucht haben, um sich zu komplexen Vielzellern zu entwickeln, und diese dann noch einmal eine halbe Milliarde Jahre, um eine intelligente Spezies hervor zu bringen. Anscheinend ging das bei höher entwickelten Einzellern in einigen Fällen schneller, so dass es bereits nach 2,3 Milliarden Jahren wieder intelligente Arten gab. Da der Entwicklungsgrad der Arten vermutlich wie eine quantenmechanische Wahrscheinlichkeitsfunktion verteilt ist, kann man nicht ausschließen, dass es auch Zivilisationen mit einer Hochtechnologie gab. Nur: Wieso zeigen die sich nicht?

An Bord hatten sich inzwischen zwei Gruppen gebildet: Die Neugierigen und die Neugierigen.

Klingt gleich? Nicht ganz. Die ersten waren neugierig zu erfahren, ob die Terraformierung geklappt hat und wollten unbedingt sofort heim und die neuen Planeten besiedeln. Die zweiten wollten unbedingt wissen, was in der Milchstraße los war. Drohte wirklich eine unbekannte Gefahr? Musste man so vorsichtig sein, oder war das alles nur eine Fehlinterpretation? Sie wollten eine Antwort! Jetzt, und zwar sofort! Beide Gruppen.

Man einigte sich auf einen Kompromiss: Sie würden in einem Zickzack Kurs mit jeweils 400 bis 500 Lichtjahren weiten Linearetappen zurück fliegen. Insgesamt in 30 Etappen, mit jeweils 24 Stunden Pause, um den Astronomen, Astrophysikern und der Funkortung Zeit zu geben, die jeweilige Umgebung zu untersuchen. Die erste Gruppe murrte zwar ein wenig, war aber letztlich einverstanden.

Gucky und Tolot schlugen vor, dass sich die Leute schon einmal Gedanken machen sollten, wie sie die Besiedlung von Nextterra und den anderen Planeten beginnen wollten. Tolot hatte dazu Karten ins Intranet gestellt, auf denen er die Orte eingetragen hatte, an den die Posbis geplant hatten, Städte mit Wohnungen und Produktionsanlagen für die ersten Siedler zu errichten.

Es wusste zwar niemand, ob sich die Posbis wirklich an die Pläne gehalten hatten – man wusste ja nicht, was alles dazwischen gekommen sein konnte – aber die Idee gefiel vielen, und schnell entwickelten sich Diskussionsgruppen und Foren, in denen man sich mit der Planung auseinander setzte. Schnell kamen auch Ideen auf zur möglichen Landwirtschaft, zum Naturschutz, zum … man kann sich kaum vorstellen, auf welche die Ideen manche Leute kommen, wenn sie sich nichts mehr wünschen, als dass es gleich los geht.
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Müllmann
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Heft 3013: Kontakt!
Was sie nicht erwartet haben tritt ein -
Unbekannte führen einen Krieg


Die Hauptpersonen des Romans:
Atlan,
Gucky – Werden von einem Alarm unterbrochen
Rhodan – Kann es nicht lassen

3. Dezember 3007, 21h06: Atlan sitzt neben Gucky auf dessen Couch in der Zentrale der RT. Er ist der Ansicht, dass es in dieser Zeit ganz schön langweilig zugeht. Gucky sieht ihn verwundert an und meint, das könne sich jederzeit ändern. In dem Moment verlässt die RT den Linearraum, kommt nahe eines gelben Sterns im Einstein-Kontinuum an und der Alarm schrillt durch die RT.

3. Dezember 3007, 21h07: Vom Stand der Ortung kommt ein Schrei, der sogar den Alarm übertönt: “Kontakt!”. Irgend jemand lässt den obligatorischen Ruf los, dass endlich die Alarmsirenen abgeschaltet werden sollen, was auch sofort geschieht. Die Ortung blendet das Bild eines der Objekte auf dem Hauptbildschirm ein. Es ist eine knapp 400 Meter langes, aber nur 16 Meter durchmessendes Raumschiff, das mehrere Durchschüsse abbekommen hat. Man erkennt deutlich eine Triebwerkssektion an einem Ende, sowie mehrere Kuppeln, in denen womöglich Waffensysteme untergebracht waren. Die Fernortung findet weit über 4000 Objekte, die den namenlosen gelben Stern in einer Entfernung von rund 30 AE umkreisen, sich wie ein Ring um den Stern verteilt haben.

Da alle Objekte energetisch tot sind, beschließt Rhodan, Beiboote los zu schicken, um einige der Objekte zu untersuchen. Er selbst fliegt auf der MINERVA mit.

Die Wracks haben keinerlei Ähnlichkeit mit denen aus dem Milchstraßenarm in Richtung Andromeda, scheinen aber auch von Lebewesen geflogen worden zu sein. Rhodan findet mehrere Leichen, sechzig Zentimeter große Lemuren, eine andere Expedition entdeckt die Leichen von über 2 Meter hohen insektenartigen Wesen. Unter allen angebrachten Sicherheitsmaßnahmen werden Proben zur RT gebracht.

Auf dem 4. Planeten existiert pflanzliches Leben und eine Vielzahl kleiner Tiere, die aber kaum weiter entwickelt sind als Käfer. Die beiden Kriegsparteien können nicht von hier sein. Ob die Raumschiffe einen Hyperantrieb besitzen, konnte nicht festgestellt werden. Die Technik ist in beiden Fällen zu fremdartig und zu zerstört.

Ein Team untersucht die Einschüsse auf beiden Raumschiffstypen, - die der Insekten sind langgestreckte flache Ellipsoide – und man stellt fest, dass beide Schiffstypen von der selben Art Waffe abgeschossen wurden. Es scheint sich um einen hoch beschleunigten Protonenstrahl gehandelt zu haben, der das Material am Ziel zum Teil in radioaktive Isotope verwandelt hat. Anhand der relativen Häufigkeit der Zerfallsprodukte können die Wissenschaftler das Alter der Einschüsse bestimmen: 8712 ±4 Jahre. Zu der Zeit befand sich die RT noch im Schwarzen Loch.

Spoiler:
Klingt nach Füllstoff, ist es eigentlich auch. Aber es geht um den Protonenstrahl und … aber das verrate ich noch nicht.
Wieder eine extrem unwahrscheinliche Entdeckung. Sogar deutlich unwahrscheinlicher als in Heft 3007. Geht das wirklich nicht besser – besser in der Bedeutung von “nachvollziehbarer”? Doch. Das geht. Siehe Heft 3014.
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Heft 3014: Das Versteck
Der Hinterhof scheint sicher -
neue Erkenntnisse warten auf sie


Mit Risszeichnung: Karte von Nextterra vor und nach der Terraformierung

Die Hauptpersonen des Romans:
Rhodan – Ist begeistert von “seiner” neuen Welt
21-Blau – Hat viel zu berichten

7. Dezember 3007: Die RT verlässt das Schlachtfeld um den Stern Graveyard, um den Zickzack Kurs nach Neusol fort zu setzen. Am 23. Dezember Tagen kommt sie im “Hinterhof” an. Die RT ortet riesige Strukturen, die Neusol im Abstand von 80 AE umkreisen. Sie haben Durchmesser von bis zu 200.000 km und scheinen Parabolschüsseln zu sein.

Als sich die RT Nextterra nähert, ortet sie im Orbit ein Raumschiff. Der Energiesignatur nach ein Fragmentraumer. Rhodan hofft, dass die Posbis ihn gebaut haben, er nicht von möglicherweise aggressiven Fremden stammt. Die RT sendet auf der vereinbarten Frequenz, 1,245 MHz ein kurzes AM Signal, wie sie es vor dem Abflug vereinbart haben.

Nach wenigen Sekunden kommt auf der selben Frequenz die Antwort: “Wir haben erst in einem halben Jahr mit euch gerechnet. Willkommen daheim.”

Die RT schaltet die Tarnung ab, die Posbis senden die Koordinaten eines Raumhafens auf Nextterra und die RT landet. Vorher wird natürlich gründlich alles durchgeortet, die Ilts espern, aber es scheint wirklich alles ok zu sein. Nextterra ist inzwischen ein blauer Planet mit grünen Kontinenten, oder vielmehr mit einem grünen Kontinent, weißen Wolken und einer atembaren Atmosphäre. Die mittlere Temperatur ist auf +13,7°C angestiegen, es wimmelt von Leben.

Die einzige Stadt, New Terrania, liegt fast am Äquator, bei 2° nördlicher Breite. Der 0° Meridian geht direkt durch den Stardust-Obelisken auf dem Hauptplatz. Auf Rhodans Frage, wie die Posbis denn auf die Idee eines Stardust Monuments gekommen sind, antwortet einer: “Wir interessieren uns eben für Geschichte.”

Rhodan, Gucky, Atlan, Bully und Icho Tolot besuchen das neue Regierungsgebäude in New Terrania, und 21-Blau, der Kommandant der Posbis berichtet, was in den vergangenen 3000 Jahren geschehen ist. Das wichtigste zuerst in kürze: 13 Planeten sind terraformiert, es gab keine fremden Besucher, der “Hinterhof” scheint also unbemerkt geblieben zu sein, und es sind Radiosignale von einheimischen Zivilisationen entdeckt worden. Mittlerweile von 78 Quellen,. Daher auch die Radioteleskope im Sonnenorbit. Einige der Sprachen konnten übersetzt werden, und es gibt Hinweise auf mehrere interstellare Kriege, und womöglich auch auf einen gemeinsamen Aggressor. Das ist jedoch unsicher.

Danach berichten einzelne Posbis von den Terraformierungen der Planeten.

Spoiler:
Wieso ist es wahrscheinlicher, fremde Zivilisationen mittels ihrer Radiosignale zu entdecken, als einfach bei zufälligen Vorbeiflügen? Im RealLife Universum hat das ja auch (noch) nicht geklappt. Nun, das PR Universum ist erheblich dichter besiedelt als das RealLife Universum. Mindestens um den Faktor 100 Millionen (oder mehr). Aber selbst in einem solchen Universum ist eine Entdeckung mit einem Zeitfenster von vielleicht einigen Stunden (Heft 3007) extrem unwahrscheinlich. Die Radiosignale dagegen verlängern das Zeitfenster auf vielleicht viele Jahrhunderte und erweitern den Raumbereich auf viele hundert Lichtjahre im Durchmesser. Solche Entdeckungen – zumindest im Perryversum – sehe ich als recht plausibel an. Man muss also nicht Ketten von unwahrscheinlichsten Zufällen aneinander reihen, man kann auch im halbwegs plausiblen Bereich bleiben, um spannende Geschichten zu erfinden.
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Heft 3015: Klonelefant, Mausbiber und Marschiereviel
Die Posbis haben sich selbst übertroffen -
ihre Welt ist bezugsfertig


Titel des Romans auf speziellen Wunsch von Casaloki, 12. März 2018, 14:28

Die Hauptpersonen des Romans:
Gucky – Der Mausbiber nimmt Nachhilfeunterricht in Astronomie
Bully – Stellt sich der Elefantenplage
Normini – Können 30 cm wirklich zur Plage werden?

Der Kommandant der Posbis berichtet vom Bau der neuen Fragmentraumer, von denen einer, die BOX 1, den Planeten Nextterra umkreist. Insgesamt wurden 64 Fragmentraumer gebaut, die in den zu besiedelnden Systemen des “Hinterhofs” stationiert sind. Den dreizehnten Planeten haben die Posbis übrigens für sich terraformiert. Sie haben es geschafft, aus einzelnen Zellen ihrer Biokomponente das Zentralplasma nachzuzüchten! Und das lebt jetzt auf Planet 1, genannt die “Drei-Sonnen-Welt”, in einem System am Rand des Hinterhofs, der aus drei sich eng umkreisenden roten Zwergen besteht. Die Drei-Sonnen-Welt ist der einzige Planet von Rando.

Es folgt ein ausführlicher Bericht der Posbis, wie sie das geschafft haben. Sie erzählen auch von einem Problem mit den neu gebauten Lineartriebwerken für die Fragmentraumer. Es gibt im Hinterhof nirgends Salkrit. Daher haben die Posbis auf die alten Pläne zurück gegriffen, in denen anstelle von Hyperkristallen ein rotierendes Bose-Einstein-Kondensat aus Rubidiumatomen verwendet wird. Hat weniger Leistung und benötigt mehr Wartung, lässt sich aber mit den im Hinterhof vorhandenen Mitteln bauen.

Tolot sieht darin ein echtes Problem, da in der Technik fast überall Salkrit verwendet wird, wenn es um Hyperfunktionen geht. Aber die Posbis meinen, sie hätten inzwischen für fast alles Ersatz gefunden. Zwar im allgemeinen mit weniger Leistung und eingeschränkter Lebensdauer, aber es funktioniert auch so. Rhodan beschließt, die wenigen Vorräte an Salkrit in der RT für echte Notfälle aufzuheben.

Rhodan berichtet von ihren Entdeckungen, von der alten Raumschlacht, den beiden Spezien und den unbekannten Dritten. Die Schrift, die man in den Schiffen der Lemurenähnlichen gefunden hat, ist den Posbis aus einer Radiosendung bekannt. Das Volk heißt Gnau`um und lebt auf einem Planeten, knapp 2000 Lichtjahre nördlich von Neusol. Die Gnau`um besitzen Transitionstriebwerke, scheinen diese aber nur extrem selten zu benutzen. Zumindest haben die Posbis in all den Jahren nur 2 Transitionen angemessen, die aus Richtung Gnag`el`am, dem Heimatplaneten der Gnau`um kamen. Insgesamt wurden in den 3000 Jahren nur 91 Transitionen gemessen, was aber nicht viel zu bedeuten hat. Theoretisch wäre es denkbar, dass bei sehr kurzen Sprüngen in großer Entfernung nur eine so kleine Transitionserschüttereung ausgelöst wird, dass sie von hier aus nicht messbar ist.

Jedenfalls ist eines jetzt klar: Es gibt in der Milchstraße Zivilisationen, oder zumindest eine, die überlichtschnelle Raumfahrt betreiben. Bleibt nur eine Frage offen: Wieso sendet keine einzige Hyperfunkstation, wieso benutzen alle nur gewöhnliche Radiowellen? Vor wem oder was verstecken die sich alle?

Gucky und die anderen Mausbiber beschließen, vorerst auf Nextterra zu bleiben, zumindest so lange, bis sie wieder mehr sind und es sich rentiert, einen eigenen Planeten zu besiedeln. Natürlich wollen sie Iltlich, so der Name des Planeten, den die Posbis für die Ilts terraformiert haben, oft besuchen, um nach dem Rechten zu sehen.

Anmerkung: Auch wenn nie verraten wurde, wie Tramp auf Iltit (der Sprache der Ilts) hieß, so sei der Name hier genannt: Iltli. Die Silbe “ch” bedeutet “neu”. Iltlich könnte man damit ins Terranische übersetzen mit: “Neu Tramp”.

Nach zwei Tagen hatte sich Bully mit Frau und Tochter ein Haus am Rand von New Terrania ausgesucht und mit dem Umzug aus der RT begonnen. Rhodan und Sichu fanden sofort Gefallen an dieser Ecke und zogen ins Nachbargrundstück. Tolot war noch auf der Suche, hatte sich mit einem Posbi verabredet, der versprochen hatte, eines der Häuser in diesem Viertel “halutergerecht” umzubauen. Eine Idee, die Gucky sehr gut gefiel, weshalb er für seine Familie gleich den Garten zwischen den Häusern von Tolot und Atlan reservieren ließ.

Als er sein Grundstück näher untersuchte, speziell weil er wissen wollte, ob sich der Boden auch wirklich zum Karottenanbau eignete, hörte er ein zwar nicht besonders lautes, dafür um so höheres Tröten. Er esperte ein wenig, entdeckte dann ein kleines graues Wesen zwischen den Büschen. Da er nicht wusste, was das war – für einen Elefanten war es entschieden zu klein – rief er den Posbi, der gerade an Tolots Haus arbeitete.

Der erklärte: “Ja, das ist ein Missgeschick. Wir wollten Elefanten aus ihren Genen erzeugen, hatten In-Vitro-Anlagen aufgebaut und in einem Käfig abgestellt, der so stabil gebaut war, dass sicher kein Elefant ausbrechen konnte. Nur haben wir den falschen Gensatz erwischt. Die Elefanten waren winzig klein, passten bequem zwischen den Gitterstäben durch, und flohen. Alle 10. Nach wenigen 100 Jahren waren es bereits mehrere 100.000. Inzwischen schätzen wir ihre Zahl auf über 100 Millionen. Ja, wir haben eine Elefantenplage.”

Ein Schmerz am Mausbiberschwanz. „Aua!” Gucky teleportierte ohne zu überlegen zu Bully. Der sah Ihn freundlich an und meinte: “Da hast da was auf den Schwanz.” Gucky: “Meinst du, das spüre ich nicht? Mir ist gerade ein Elefant auf den Mausbiberschwanz gestiegen.” Toio, die das vom Garten aus gehört hatte, rannte mit einem Verbandskasten an, stutzte kurz, meinte dann: “Mei, ist der lieb!” Worauf der Mausbiber und sein Elefant erst einmal ausgiebig gekrault wurden.

Noch während sie Gucky und den Klonelefant kraulte, stutzte Toio erneut. “Ähm, Bully? Weil wir gerade bei Unfällen sind: Hab ich dir eigentlich schon erzählt, dass die Expedition der SOL gescheitert ist?”

“Was? Nein! Woher weißt du das auf einmal?”

“Sue hat es mir erzählt, als sie gerade Urlaub von ES gemacht hat.”

Bully: “Das ist jetzt 2,3 Milliarden Jahre her. Egal was wir machen, da kommen wir vermutlich zu spät.”

Gucky: “Ich kann mir nicht vorstellen, dass Roi tot ist …”

“Tröööt.”

Bully: “Wir müssen es Perry sagen.”

Plopp! (ohne Elefant)

Plopp! Mit Perry und Sichu.

Nach mehreren Stunden Diskussion, in der es vor allem darum ging, was Sue damals zu Toio “gesagt” hatte, kamen Tolot und Atlan, der seine beiden momentanen Gespielinnen dabei hatte, ebenfalls dazu. Die vier waren gerade beim Möbel kaufen gewesen. Eine Idee, was sie wegen der SOL unternehmen konnten, fanden sie jedoch nicht.

Zwischendurch war Sichu in Bullys Garten gegangen und kam erst nach 3 Stunden zurück. Sie trug eine Küchenschürze (!) und einen großen Teller mit Keksen.

Toio: “ Au Mann, ist das 50er Jahre …”

Sichu mit einem glücklichen Strahlen im Gesicht: “Ich habe in Bullys Garten interessante Kräuter gefunden und deshalb Kekse gebacken.”

Sie saßen auf der Terrasse – Bully hatte Klappstühle organisiert -, aßen Kekse und redeten über Nextterra, den Hinterhof, die Zukunft, und irgend wann bekamen sie Hunger. So richtigen ernsthaften massiven Hunger. Als Tolot mehr als nur einen Blick auf Guckys kleinen Klonelefanten warf, meinte der: “Lass das. Normini ist nicht zu Essen. Außerdem bist du Vegetarier.”

Atlan: “Was zu Essen wäre jetzt echt nicht schlecht. Ich bestelle Pizza.” Er zählte schnell durch: 8 und ein Haluter. Dann rief er beim Pizzaservice an (den ein paar Roboter aus der RT betrieben) und bestellte 8 Pizzen. Rhodan hatte mitgehört: “Für mich auch!” Und Bully meinte: “Ich nehme das selbe wie Atlan. Toio, was magst du?” Gucky rief dazwischen: “Und eine Doppelte in Extragroß für einen Haluter!”

Nach wenigen Minuten schwebte eine Lastenantigravplattform an und lud die Bestellungen ab. Der Robot sagte: “Bei mehr als 4 Pizzen gibt es eine kostenlose Flasche Rotwein dazu.” Die stellte er neben dem schiefen Turm aus Pizzen ab.

Während sie alle schweigend aßen, Tolot hatte inzwischen auch den Transportbehälter vom Pizzaservice verputzt und machte sich gerade über die Pflastersteine her, mit denen Bullys Terrasse eingefasst war, begann es zu dämmern und die ersten Sterne wurden sichtbar. Da die Dämmerung am Äquator nicht besonders lange dauert, war es bald ganz dunkel, und mangels Bewölkung sah man einen phantastischen Sternhimmel.

Rhodan sah hoch, sinnierte eine Weile, wobei er fast das Kauen vergaß, stubste dann Sichu an und meinte: “Wurden eigentlich schon Namen für die Sternbilder vergeben?”
Sichu: “Nicht dass ich wüsste.”
Rhodan: “Gut! Dann machen wir das doch gleich.”
Gucky: “Cool! Schaut mal da nach Süden. Die vielen kleinen Sterne mit dem einen großen dazwischen. Das ist ein Maschiereviel.”
Toio: “Wo? Ah, da. Ich sehe es. Es ist ganz eindeutig ein Maschiereviel!”

So ging das die ganze Nacht durch. Zwischendurch hatte Tolot noch einen Container Süßigkeiten bestellt, und irgend jemand wollte Chips. Gegen morgen lagen alle schnarchend auf der Terrasse.

Als Neusol bereits hoch am Himmel stand und die ersten aufwachten, stellte Sichu fest: “Das müssen wir in einem halben Jahr wiederholen. Dann haben wir alle Sternbilder am Himmel von Nextterra benannt.”
Rhodan: “Bis dahin haben wir die Namen von heute Nacht doch längst wieder vergessen.”
Sichu: ”Nein, nein. Ich habe alles aufgezeichnet.”, wobei sie einen Datenrekorder hoch hielt.

Namen der 52 Sternbilder am Nachthimmel von Nextterra
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Ada (Lovelace)
Andromeda
Babylon
Bigfoot
Cammelot
Crest
Dino
Dynamo
Einhorn
Elefant
Frick
Fuchs
Gilgamesch
Giraffe
Harno
Hund
Ibikus
Irrlicht
Jeffrey (Lisa)
John
Kalup
Katze
Lemur
Lennon
Marschiereviel
Maus
Nilpferd
Norman
Olbers
Olejnik (Olga)
Perelman
Positronik
Qualle
Quark
Rasputin
Rose
Spinadel (Vera W. de S. Verallgemeinerung d. Goldenen Schnitts)
Stardust
Tapir
Transistor
Unfug
Uruk
Vogel (Viola V)
Vulkan
Wal
Warringer
Xenomorph
Xerxes
Yak
Yggdrasil
Zeppelin
Zikade
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Müllmann
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Heft 3016: Die Gründerzeit
Sich neu zu etablieren ist arbeitsintensiv -
aber sie machen sich munter ans Werk


Die Hauptpersonen des Romans:
Rhodan,
Sichu,
Bully,
Toio,
Gucky,
Tolot – Bereiten eine Expedition vor.

4. Juli 3030: Seit der Besiedelung der bewohnbaren Planeten des “Hinterhofs” sind 22 Jahre vergangen. Die Siganesen, Swoon, Ilts und Feronen haben sich doch entschieden, auf Nextterra zu bleiben. Die Haluter bauen Halut zur Festung aus, die Blues haben mittlerweile zwei Planeten besiedelt und die Posbis bauen Raumschiffe und Werften, arbeiten auch an planetaren Schutzschirmen. Die Tschubaianer – so nennen sich die mit der RT geflohenen – halten weiter strikte Funkstille, benutzen nur langwellige Radiosender und Laserkommunikation. Materietransmitter, überhaupt alles, was sich durch Hyperstrahlung verraten könnte, ist absolut Tabu. Zur Kommunikation zwischen den Planetensystemen des “Hinterhofs” werden Kurierschiffe mit Linearantrieb verwendet, aber es gibt ein (ungetestetes) Hyperfunknetz, das aber nur eingesetzt werden darf, wenn ein Angriff von Außen stattfindet.

Für den 5. Juli ist eine Konferenz geplant, auf der man das weitere Vorgehen beschließen will. Politisch gibt es zwei Gruppen: Die Isolationisten, die weiter gut getarnt in ihrem Versteck bleiben wollen, weil sie befürchte, mit jeder auffälligen Aktion einen “schlafenden Riesen” zu wecken. Die andere Gruppe, die Exploreristen, wollen - zwar ebenfalls getarnt – die Milchstraße und deren neue Bewohner gründlich untersuchen.

Bully fliegt mit Frau, Tochter und den 5 Enkeln von Swoontown nach New Terrania. Seine zweite Tochter, seine beiden Söhne und deren Kinder leben in einem Vorort von NT, in direkter Nachbarschaft zu Atlans beiden Lebensgefährtinnen und deren mittlerweile 16 Kindern. Man sieht: Es geht voran!

Kurz vor NT überfliegen sie ein burgähnliches Gebilde, umgeben von weiten Karotten- und Spargelfeldern. Burg Iltstein, wo mittlerweile über 300 Ilts leben.

Von Industrieanlagen, überhaupt von Technik, wie man sie aus der Zeit vor dem Weltenbrand kannte, ist weit und breit nichts zu sehen. Alles wurde gut getarnt unter die Oberfläche verlegt. Selbst vom Raumhafen ist nichts zu erkennen. Man startet und landet in einem See in der Nähe von NT. BOX 1 und BOX 2 sind auf dem größeren der beiden Monde, Lunetta, in einer Kaverne versteckt. Die RT parkt ebenfalls in einer Kaverne, tief unter einem Gebirge 150 km nördlich von NT. Für einen ahnungslosen Besucher wirkt der Planet wie eine mittelalterliche Welt. Vorausgesetzt, man versteckt rechtzeitig alle Gleiter und Roboter.

Auf der Konferenz wird nach langen heftigen Diskussionen folgendes beschlossen: Rhodan soll mit einem Expeditionsschiff weit in den Andromeda Nebel hinein fliegen und dort einen Köder für den hypothetischen unbekannten Aggressor auslegen. Zurück soll er über den neu definierten Sektor Morgenrot kommen, wo eine getarnte Sonde auf ihn warten wird. Die Sonde wird von den Halutern gestellt und hat die Aufgabe, mögliche getarnte Verfolger zu entdecken. Erst wenn sicher ist, dass niemand der Expedition gefolgt ist, darf Rhoden zurück nach Nextterra fliegen.

Das Expeditionsschiff ist ein Neubau: Die GOOD HOPE III, ein 100 Meter Kugelraumer, ausgestattet mit allem, was die Technik zu bieten hat und ausgerüstet für mehrere Jahre Flugdauer. Bis zum Rand von Andromeda sind es etwa 80.000 Lichtjahre, das Zentrum ist rund 140.000 Lichtjahre von Newsol entfernt. Da die GH III wegen des Mangels an Salkrit neue Lineartriebwerke nach dem alten Prinzip von Arno Kalup hat, deren Reichweite für einen derart langen Hin- und Rückflug nicht ausreichen würde, soll die GH III im Orbit um Nextterra an eine Plattform mit 3 Linearkonvertern andocken, die zusammen eine Mindestreichweite von 90.000 Lichtjahren haben. Die 3 Linearkonverter der GH III haben jeweils eine Reichweite von 45.000 Lichtjahren, die 3 Ersatzkonverter sind mit denen Baugleich. Damit hat die GH III, sobald sie Andromeda erreicht hat, eine Reichweite von 270.000 Lichtjahren. Das sollte für ausgedehnte Operationen in Andromeda und den anschließenden Rückflug ausreichen.

Falls die GH III trotzdem strandet, wurde folgendes vereinbart: Da ein Notruf per Hyperfunk zu gefährlich erscheint, haben die Astronomen eine Liste von 32 sonnenähnlichen Sternen zusammen gestellt. An einer davon soll die GH III im Notfall warten. Sollte sie keinen der Sterne erreichen können, kann sie immer noch versuchen, eine mit Linearantrieb ausgestattete swoonsche Sonde dort hin schicken. Falls sich die GH III nicht in spätestens 5 Jahren zurück meldet, ist eine Rettungsaktion geplant.
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Müllmann
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Heft 3017: Wolfram Trap
Wer verhindert jegliche Hypertechnik? -
Die Tschubaianer bereiten eine Falle vor


Die Hauptpersonen des Romans:
Die Besatzung der GOOD HOPE III – Sie versuchen ein Geheimnis zu lüften

7. August 3030: Die GOOD HOPE III startet aus dem Raumhafen unter dem Goshun See. An Bord sind Rhodan, Kommandant der Expedition, Atlan – Familienleben ist ja so anstrengend - , sein Stellvertreter, Icho Tolot, Kam Karko, ein bedeutender Halutscher Wissenschaftler, Sichu Dorksteiger (die 5 Kinder von Rhodan und Dorksteiger sind bei Bully`s Familie auf Nextterra geblieben), Gucky und seine Freundin Illi, sowie Tochter Itzi, die für eine Mausbiberin erstaunlich schnippisch ist, Carrol Cart, die Pilotin, SH301 und Toodu, zwei Posbis, Das Danger-Team, 6 Siganesen, Saru und Sura, Swoon Ingenieure, Zizzü, ein Astronom der Blues, Patulli c Hainu, ein Marsianer, von dem niemand weiß, wieso er eigentlich mitfliegt, der Mattenwilly Surikan, Dodel, ein fast intelligenter Dodo, zusammen insgesamt 48 Besatzungsmitglieder.

Am 16. September 3030 erreicht die GOOD HOPE III eine sternenarme Gegend im nahen Spiralarm von Andromeda, der sehr langgestreckt in Richtung Milchstraße zeigt. Der Ort ist etwa 86.000 Lichtjahre von Neusol entfernt. Die Expedition ändert hier den Kurs und fliegt weitere 8.000 Lichtjahre tiefer in einen anderen Spiralarm, der ebenfalls vom Schwerefeld der Milchstraße stark verzerrt wurde, aber definitiv nur aus Sternen besteht, die zum Andromeda Nebel gehören.

Am 24. September 3030 ist das letzte Lineartriebwerk der Plattform ausgebrannt. Sie haben insgesamt 93.967 Lichtjahre durchgehalten. Die Plattform wird abgedockt und in einen blauen Riesenstern entsorgt. Der wurde mit den letzten Resten der Lineartauglichkeit der Plattform erreicht. Ab jetzt geht es mit den eigenen Triebwerken weiter. In der Zentrale der GOOH HOPE III beginnt damit eine Ziffernanzeige langsam rückwärts zu laufen: Die “Restreichweite”. Sie zeigt jetzt 270.000 Lichtjahre an.

Die daneben angebrachte Fail-save Anzeige stand seit dem Start unverändert auf 98,7%. Was es mit den fehlenden 1,7% auf sich hatte, wusste nicht einmal die LI. Da sie nicht beunruhigt wirkte, kümmerte sich auch sonst niemand um das mögliche “Problem”.

Am 7. Oktober 3030 entdeckt die GOOD HOPE III ein verlassenes Planetensystem bei einem G3V Stern. Weit außen am Rand des Systems treiben technische Relikte, die noch aus der Zeit vor dem Weltenbrand stammen. Sie sind nur mit viel ortungstechnischem Geschick von Kometenkernen zu unterscheiden, waren aber vermutlich vor 2,3 Milliarden Jahren Raumschiffe oder Sonden, vielleicht auch Raumstationen. Genaueres lässt sich nicht mehr ermitteln.

Rhodan beschließt, dass dieses System ein geeigneter Ort für das Projekt “Wolfram Trap” sein könnte, falls wirklich kein Leben auf den Planeten des Systems, dessen Sonne man “Fallgrube” genannt hat, existiert, ebenso dürfen in den Planetensystemen im Umkreis von 30 Lichtjahren nur Einzeller vorkommen. Zum Glück ist diese Gegend extrem sternarm – durch die Gravitation der Milchstraße in die Länge gezogen - , so dass in diesem Bereich nur 7 Sterne vorkommen. Der Posbi Toodu meint, das sei schon fast ein Leerraum.

Die Untersuchung der benachbarten Sonnensysteme bringt 4 Planeten mit Einzellern, einen mit einem schleimartigen Biofilm, und ansonsten nur Ödnis. Die Besatzung stimmt ab, und entscheidet sich, die Falle auf dem 4. Planeten von Fallgrube zu installieren. So wird es auch gemacht.

Am 26. Oktober 3030 ist alles bereit. Atlan hat inzwischen ein Versteck für die GOOD HOPE III gefunden – in der Korona eines 73 Lichtjahre entfernten roten Riesensterns -, und die Falle wird aktiviert. Wegen des 4 Augen Prinzips, damit die Falle nicht versehentlich ausgelöst werden kann, stecken Rhoden und Atlan ihre Schlüssel in die “Zündschlösser”, Rhodan zählt von 3 bis 0, beide drehen die Schlüssel, und damit ist die Falle aktiv. In genau 4 Tagen wird sie beginnen, sich sehr laut auf mehreren Hyperfrequenzen zu äußern, und rege “Experimentiertätigkeit” vorzugaukeln.

Die GOOD HOPE III startet, fliegt zum Riesenstern Wait-a-while, und beginnt mit dem langen Warten.

Restreichweite: 269.724 Lichtjahre
Fail-Save: 98,7%

Besatzung der GOOD HOPE III
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Perry Rhodan, Kommandant der Expedition,
Atlan, sein Stellvertreter,
Icho Tolot,
Kam Karko, ein bedeutender Halutscher Wissenschaftler,
Sichu Dorksteiger, Bordwissenschaftlerin
Gucky und seine Freundin Illi, sowie Tochter Itzi,
Carrol Cart, die Pilotin,
Jupiter Vondrake, der zweite Pilot,
Arc de Froon, ein Arkonide mit Akonischem Vater, Navigator,
SH301 und Toodu, zwei Posbis,
Das Danger-Team, 6 Siganesen,
Saru und Sura, Swoon Ingenieure,
Sami Olsen,
Trall Utt,
Derryl Jamoda, Ortungsspezialisten
Carmen “Scotty” MacMurdo, LI
Zizkzü, ein Astronom der Blues, genannt “der Zungenbrecher”
Februtter Sheer, Logiker
Patulli c Hainu, ein Marsianer, von dem niemand weiß, wieso er eigentlich mitfliegt,
Surikan, einMattenwilly
Dodel, ein fast intelligenter Dodo,
Karlos Kupfer, Ülyz Ölzy 2 Köche
Sing Kamara, eine ferronische IT Spezialistin
Yoll Kamara, ihre Schwester, eine Ärztin
Gen Gagarin, Arzt
R89-703a, ein Roboter, begeisterter Biologe, der sich auf Moose spezialisiert hat
Arturo Diehl,
Iksel Surb,
Mitara Silbei,
Zülly Quülüz, Bordtechniker
Zeno Jotta,
Giant Oberndorfer, Astrophysiker
Korim Kabane, Universaldilettant (Kann Alles - irgendwie)
Hans Müller, “Hausmeister”
Lüziff Spirrl, Lademeister und Lagerist
Maik Putzke, Reinigungskraft, Weltmeister der Ausreden
„Ghost” - niemand weiß, ob er wirklich an Bord ist
Rama van die Spagetties, “Geistliche” und Bordpsychologin
Flausen Krik. Bordmagier
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Müllmann
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Heft 3018: Nur ein kurzer Augenblick
Eine Falle schnappt zu -
aber sie bleibt leer


Mit Risszeichnung: Wolfram Trap

Die Hauptpersonen des Romans:
Die selben wie im vorigen Heft

30. Oktober 3030: Um 12h38 Bordzeit schaltet sich Wolfram Trap ein und überträgt unter anderem Bilder und Messwerte aus seiner Umgebung. Die sind so gut codiert, dass die Daten den Anschein erwecken, hier würde irgend jemand seine ersten Versuche mit einem Hypersender unternehmen.

Das Warten erscheint der Besatzung der GOOD HOPE III endlos. Am 11. November 3030 grassiert die Vermutung, dass wohl nichts mehr passieren wird, der unsichtbare Aggressor gar nicht existiert, die Zivilisationen aus anderen Gründen Probleme mit der Hypertechnik haben, und sich in diesem Teil des Universums wirklich nichts mehr – oder noch nichts – tut.

Am 12. November 3030 um 03h17 meldet Wolfram Trap eine Raumzeit-Verzerrung, die nur 8 Picosekunden lang gedauert hat. Um 03h18 bricht die Übertragung ab.

Im selben Moment ortet die GH III einen starken Ausbruch von Hyperenergien im Bereich des Systems von Fallgrube. Auch dieser Ausbruch klingt innerhalb weniger Mikrosekunden ab. Dann herrscht wieder Ruhe auf allen Hyperfrequenzen. Nur das Rauschen der Statik und die Knackgeräusche einiger im 5d Bereich aktiver Sterne ist noch zu empfangen. Sichu vermutet auf Grund des Spektrums und der Kurvenform, dass der Ausbruch bei der Explosion des Hypersenders entstand, also nicht von der Waffe, die ihn zerstört hat verursacht wurde.

Eine nachträgliche Auswertung der Ortungsdaten zeigt erstaunliches: Der 8 Picosekunden Impuls hat sich in der kurzen Zeit fast 10AE weit bewegt. Damit kann die Positronik der GH III die Richtung, aus der das Objekt kam, berechnen. Und um 03h49 wiederholte sich der Impuls, ging in die selbe Richtung zurück.

Tolot und Dorksteiger vermuten, das der Impuls beim Aus- und Eintritt in ein übergeordnetes Kontinuum entstand, jedoch nicht in den Linearraum oder den Hyperraum. Itzi ruft dazwischen, dann eben in den Raum zwischen Hyperraum und der nächsten Dimension. Was erst einmal auf Kopfschütteln stoßt, bis Dorksteiger anfängt zu rechnen. Die beiden Haluter machen das selbe, und nach drei Stunden kommen alle drei zu dem Ergebnis: Das kann sein. Dann haben die Aggressoren einen 5½ Dimensionalen Antrieb. So etwas wie einen Linearantrieb, nur arbeitet der im Halbraum zwischen der 5. und der 6. Dimension. Zur Belohnung bekommt Itzi eine Extraportion Spargeleis mit ganzen Stücken.

Rhodan beschließt der Spur, es ist die bisher einzige, zu folgen, was auf allgemeine Zustimmung stößt.

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Müllmann
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Heft 3019: Ein Signal?
Ein Unbekannter benutzt Hyperfunk -
der unsichtbare Aggressor oder sein nächstes Opfer?


Die Hauptpersonen des Romans:
Atlan – Erinnert sich an vergangene Reisen
Perry Rhodan – Erinnert sich an das Hyperinmestron
Icho Tolot – Erinnert sich auch, spricht aber nicht darüber
Trall Utt – Der Ortungsspezialist hat keine Zeit sich zu erinnern
Sorsak – Der Wissenschaftler erinnert sich an einen roten Knopf

Bis zum 16.November ist die GOOD HOPE III auf der Suche nach den Verursachern des 8 Picosekunden Impulses fast 39.000 Lichtjahre tiefer in die Andromedagalaxis vorgedrungen. Sie befindet sich jetzt am Rand des Kernbereichs. Atlan sinniert vor sich hin: Er war vor 2,3 Milliarden Jahren zum letzten mal hier, aber diesmal musste er nicht so weit reisen, weil ihm der Andromeda Nebel ein ganzes Stück entgegen gekommen ist. Und Rhodan überlegt, ob wohl von den Verwüstungen durch das Hyperinmestron noch etwas übrig ist, was aber Icho Tolot verneint. Alle Supernova Überreste sind längst verweht.

17 November 3030: Die GOOD HOPE III empfängt ein ganz schwaches Hyperfunksignal. Es ist nicht zu dekodieren, aber erst das zweite seiner Art, seit sie das SL verlassen haben. Die GH III fliegt zum Ausgangspunkt des Signals, in der Nähe eines Planeten mit mehrzelligem Leben.

Auf dem Planeten ist kein Hinweis auch technische Anlagen zu entdecken. Nach 8 Stunden findet der Ortungsspezialist Trall Utt eine Plasmaspur zwischen der Bahn des dritten und des vierten Planeten. Die GH III folgt der Spur. Sie endet bei einem Planetoiden mit knapp 350 km im Durchmesser, der die Form eines Rotationselypsoids aufweist, dem ein Teil der spitzeren Kalotte abgeschnitten wurde. Gucky ist sich nicht sicher, aber er bildet sich ein, dass dort jemand panisch an einen roten Knopf denkt. Als die GH III noch 100 km über dem Planetoiden steht, zuckt Gucky zusammen und teleportiert.

Augenblicke später taucht er zusammen mit einem etwa 1,20 Meter großem “Erdmännchen” mit auffallend rotem Nacken auf. Der Rest seiner Haare ist dunkelblau.

Gucky erklärt, dass das der Wissenschaftler Sorsak ist, der gerade auf den “roten Knopf” drücken wollte. Und der hätte eine Falle ausgelöst, mit der die “Rednecks” - so der Name, den Gucky den Erdmännchen verpasst hatte – die GOOD HOPE III fangen wollten. Wie die Falle funktionieren sollte, wusste er aber auch nicht.

Nach einigen Versuchen schafft es ein mit der Bordpositronik verbundener Translator, die Sprache der Rednecks zumindest so weit zu übersetzen, dass eine einfache Kommunikation möglich wird. Unterstützt durch die telepathische Gabe der beiden Ilts, Gucky und Illi, wird Sorsak recht gesprächig. Ihm wird schnell klar, dass er beinahe die Falschen gefangen hätte.

Als Rhodan ihm von Wolfram Trap berichtet, Sichu die Pico Impulse beschreibt – von denen Sorsak nichts wusste – beschließt er spontan, die Tschubaianer für die “Allianz” anzuwerben.

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Müllmann
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Heft 3020: Plan der Rednecks
Sie hatten einen Plan über 70.000 Jahre -
und mussten früher losschlagen als geplant


Die Hauptpersonen des Romans:
Sorsak – Ein Redneck sucht neue Verbündete
Perry Rhodan – Ist zuerst skeptisch
Atlan – Staunt über die fast “arkonidische” Hartnäckigkeit der Allianz
Icho Tolot – Stellt fest, dass die Allianz nur ohne Drangwäsche funktioniert
Surikan – Hat Spaß daran, Sorsaks Körpersprache zu imitieren

17. November 3030, spät am Abend: Sorsak beschließt, die Besatzung der GOOD HOPE III einzuweihen. Daher erzählt er von der Geschichte der Allianz, die nun vor rund 126.000 Jahren gegründet wurde. Damals griffen Unbekannte alles an, was im Hyperbereich strahlte: Hypersender, Transitionstriebwerke, Transmitter, sogar einige spezielle Energieerzeuger und einen bestimmten Schutzschirmtyp. Anfangs wehrten sich noch alle Zivilisationen, mussten aber nach wenigen Jahren feststellen, dass sie keine Chanze hatten. Also schmiedeten sie einen Plan, solange sie noch Zeit dazu hatten.

Als die Verbindung zwischen den einzelnen Welten mangels Hyperfunk und überlichtschneller Raumfahrt abzureißen drohte, wichen die Mitglieder der Allianz auf Radiowellen und unterlichtschnelle Raumschiffe aus. Das war zwar extrem langsam, wurde aber von den Aggressoren nicht unterbunden. Im Lauf der Jahrtausende starben einige Mitglieder aus, neue wurden dazu gewonnen. Die Rednecks sind eines der jüngsten Mitglieder, sie sind erst seit 6400 Jahren dabei. Von den 38 Gründungsvölkern existieren noch 23, es sind aber in den vergangenen 68.000 Jahren 107 neue dazu gekommen. Zur Zeit besteht die Allianz aus 98 Völkern.

Dann meinte er: “Wenn ihr auch mitmachen wollt, sind wir schon wieder 99.”

Als Rhodan wissen wollte, wieso Sorsak das Hyperfunk Signal abgesetzt hat, meinte der, das sei ein technischer Fehler gewesen. Gucky zu Rhodan auf Englisch: “Er meint, es war ein Bedienungsfehler …”

Der eigentliche Grund war, Sorsak hatte das Signal von Wolfram Trap empfangen – der Hyperfunk wird permanent überwacht, die Empfänger strahlen ja keine Hyperenergie ab – und dachte, dass es entweder los geht, ohne dass er informiert worden war, oder dass eine der anderen Gruppen, von denen man vermutet, dass es sie gibt, zu denen aber kein Kontakt besteht, jetzt losschlagen würde. Und das hat ihn mehr als nur einfach nervös gemacht.

Andere Gruppen? Ja, die Allianz geht davon aus, dass sie nicht die einzige Widerstandsgruppe ist. Da es vor dem Krieg erheblich mehr als nur 38 Raumfahrt treibende Zivilisationen gab, werden die sicher nicht einfach klein bei gegeben haben, sondern eigene Pläne verfolgen. Nur welche das sind, weiß natürlich niemand. Hier kann man nur Extrapolieren.

Rhodan schlägt vor, zu einem Planeten der Allianz zu fliegen, um dort alles zu besprechen, aber Sorsak meint, das würde zu lange dauern. Der nächste “Knotenplanet” liegt über 300 Lichtjahre entfernt. Es sei daher sinnvoller, wenn er den Tschubaianern alle Informationen gibt, die sie benötigen, und die GOOD HOPE III damit nach Hause fliegt. Es ist nicht mehr viel Zeit, bis es los gehen soll. Nur noch 1.700 Jahre.

Atlan meint, man könnte ja mit der GH III überlichtschnell fliegen, was bei Sorsak blankes Entsetzen hervor ruft. Als ihm Tolot vom Linearantrieb erzählt, den die Aggressoren nicht anmessen können, glaubt er erst einmal kein Wort. Allerdings hat er keinen Transitionsschock angemessen, bevor die GH III aufgetaucht ist, weshalb er davon ausgegangen ist, dass die Tschubaianer im Unterlichtflug angekommen sind.

Rhodan schlägt vor, einen kurzen Probeflug zu machen, etwa zum nächsten Stern, dann hierher zurück zu kehren, damit Sorsak die Protokolle seines Strukturtasters auswerten kann. Nach einer langen Diskussion ist der einverstanden, stellt seine Station auf Automatik und fliegt in der GH III mit.

Nach der Rückkehr stellt er zu seiner echten Überraschung fest, dass die GH III tatsächlich überlichtschnell fliegen kann, ohne dass man das anmessen kann. Das überzeugt ihn. Also beschließt er, mit den Tschubaianern nach Maghuton, dem nächstgelegenen Knotenplaneten zu fliegen.

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Müllmann
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Heft 3021: Die Götzen von Andromeda
Jetzt haben die Aggressoren einen Name -
gesehen hat sie bisher niemand


Die Hauptpersonen des Romans:
Grumm-Beeer – Der Kommandant von Maghuton traut seiner Fernortung nicht mehr
Sorsak – Bekommt einen Anschiss
Perry Rhodan – Versucht zu vermitteln
Gucky – Hat ein ultimatives Argument

21. November 3030: Die GOOD HOPE III erreicht das Waan System und fliegt zum 2. Planeten, zu Maghuton. Eigentlich wollte Sorsak die Zeit während des Fluges nutzen, um den Tschubaianern alles über den Krieg und die Allianz zu erzählen, was er weiß, aber kaum hatte angefangen, schon war das Ziel erreicht. Sehr zu seiner Verblüffung.

Als die GH III noch knapp 2 AE über der Ebene der Planeten fliegt, tauchen plötzlich Abfangjäger auf. Sie waren derart gut getarnt, dass sie der Ortung der GH III entgangen waren. Kommentar des Orters: “Da war schon was, aber ich konnte das beim besten Willen nicht als Raumschiffe erkennen … “ Rhodans Antwort: “So etwas will ich auch!”, und Sorsak: “Tritt der Allianz bei, dann bekommt ihr das auch.”

Die GH III wird von einem der Schiffe auf UKW gerufen: “Gruum patall? Arko inzai.” Und wie Sorsak erklärte, war das Gulafit, die Kommunikationssprache der Allianz. Es bedeutet: “Unbekanntes Schiff! Identifiziert euch.”

Und das macht die GH III auch sofort. Sorsak bestätigt die Angaben. Ob man ihm glaubt? Niemand weiß das. Jedenfalls gehen die Abfangjäger auf einen Parallelkurs, wozu sie mit ihrem Plasmatriebwerken etwa 4 Stunden brauchen, was einer der Bordtechniker als “schnell” bezeichnet. Zumindest für die Art von Antrieb.

Es entwickelt sich ein langes Gespräch zwischen Tantu Ree, dem Piloten eines der Abfangjäger und der GH III. Sorsak unterstützt anfangs den Translator beim Übersetzen von Gulafit, aber da es eine extrem einfache Sprache ist – sie wurde extra entworfen, damit sie alle Angehörigen der Allianz schnell lernen konnten – kann sie sehr bald erfasst werden. Sie ist so einfach, dass selbst Dodel, der fast intelligente Dodo, bald einfache Sätze in Gulafit sagen (und womöglich auch verstehen) konnte.

Tantu Ree ist fasziniert von den vielen verschiedenen Lebensformen an Bord der GH III. Nach knapp zwei Stunden kommt ein Funkspruch von Maghuton. Der Kommandant des Stützpunkts, Grumm-Beeer, läd die GH III ein, den Planeten zu besuchen. Zwecks Beitrittsverhandlungen. Er wirkt, als könne es ihm nicht schnell genug gehen. Dann wendet er sich direkt an Sorsak, teilt ihm mit, dass er einen “Anschiss” bekommt, worauf Sorsak betreten drein schaut, bis Gucky anfängt zu lachen.

Ein “Anschiss” ist einer der höchsten Orden, den die Allianz zu vergeben hat. Sorsak bedauert, dass er sich nicht sofort bedanken kann, aber die Signallaufzeit beträgt immer noch etwa eine halbe Stunde. Daher will er mit Grumm-Beeer lieber persönlich die Pfoten schütteln.

Übrigens bedeutet “Grumm” nicht Schiff, das wäre “Gruum”, sondern ist ein hoher militärischer Rang.

Immer noch im Anflug auf Maghuton. Rhodan, Atlan, Tolot und Gucky sitzen in der Messe um noch schnell etwas zu essen – wobei Tolot bedauert, dass es keine faulen Asporc Nüsse mehr gibt, so zur Feier des Tages, wobei Rhodan, Atlan und Gucky ohne es zu wissen das selbe denken: Zumindest etwas Gutes hatte der Weltenbrand ja doch gehabt … - und diskutieren über das eben erlebte. Sie wundern sich, wie schnell Sorsak und auch Grumm-Beeer einverstanden waren, ja direkt gierig darauf waren, die Tschubaianer in die Allianz aufzunehmen.

Die GH III landet auf Maghuton nahe einer Anlage, die aussieht, als hätte man eine ganze Stadt nur aus Bunkern gebaut. Eine Delegation der GH III fliegt mit mehreren Gleitern zum “Verwaltungsbunker” - der heißt tatsächlich so – und trifft sich dort mit Grumm-Beeer und einer Gruppe seiner Leute.

Dann geschah einiges gleichzeitig: Grumm-Beeer sah Rhodan, der gerade noch feststellen konnte, dass der praktisch genau so aussah wie Sorsak, nur hatte er ein paar graue Streifen im Fell, griff mit beiden Pfoten nach Rhodans Hand, schüttelte diese, sahte dabei: “Du bist also Rhodan! Willkommen! Hier sind - “ winkte einen Kollegen herbei “ - die Unterlagen für das Tarnmatterial. Ist ein Metamatterial, mechanisch sehr empfindlich, aber tierisch wirkungsvoll. Und in dem Behälter - “ ein anderer seiner Kollegen drückte Gucky etwas in die Hand, das aussah wie eine Küchenfrischhaltedose “ - sind Proben des Materials. Ist leicht nachzubauen.”

Dann sah er Sorsak: “Sorsak! Komm her!” Die beiden schüttelten sich ausgiebig die Pfoten. Dann hängte Grumm-Beeer Sorsak ein Band um, an dem eine glitzernde blaue Kugel hing. “Das ist dein Anschiss. Der höchste, den wir zu verleihen haben. Sorsak, jetzt bist du offiziell 'Held von Allianz'!”, worauf alle anwesenden Rednecks anhaltend mit den Beinen auf den Boden stampften, was fast wie terranisches Klatschen klang.

Grumm-Beeer sah sich um, entdeckte Dodel, und sagte zu Rhodan: “Weißt du, wieso wir euch sofort vertraut haben?” “Öhm, nein, eigentlich nicht.” “Der da - “ Beeer deutete auf Dodel “- ist der Grund. Ihr habt ein fast intelligentes Tier an Bord, das ganz frei herum erzählt, dass es schon zwei mal ausgestorben ist. Einmal, weil deine Vorfahren Raubbau mit der Natur eures Planeten getrieben haben, und einmal wegen des Weltenbrands. Was auch immer das sein mag.” Er ging kurz zu Dodel, streichelte ihm über die Federn. “Hallo Dodel! Willkommen!”

Dann wandte er sich wieder an Rhodan: “Die Götzen von Walku würden nie Tiere mitnehmen, schon gar keine so netten. Und frei sprechen dürften die garantiert auch nicht.” Das war zwar kein gesichertes Wissen, aber die Kosmopsychologen der Allianz waren sich sicher, dass es genau so ist.

Walku ist der Name von Andromeda auf Gulafit. “Die Götzen von Walku?” wunderte sich Atlan. “Ja, die miesen Typen, die Hypertechnik verhindern. Mit denen wir Krieg führen.” Damit hatten die Aggressoren endlich einen Namen.

Beeer betrachte die Besucher: Terraner, Arkonide, Ilt, Haluter, Blue, Siganese, Swoon, Topsider, Mattenwilly und ein Dodo. „Wie kommt es eigentlich, dass ihr aus so vielen Arten besteht, euch aber nur einen Namen, die Tschubaianer, gegeben habt?” Rhodan: “Lange Geschichte. Wir sind wirklich durch die Hölle gegangen …”

Beeer meinte: “Das ist in der Allianz ganz normal. Etwas besonderes wäre, wenn ihr aus der Zeit von vor dem Massensterben kommen würdet. Das würde sogar mich erstaunen.”

Rhodan: “Massensterben?” Beeer: “Damals vor 2,3 Milliarden Jahren, als auf allen Planeten in allen bekannten Galaxien das Leben gleichzeitig verschwand.” “Das nennen wir Weltenbrand.” “Ihr kommt doch nicht wirklich von davor?” “Doch.” “Wow! Da habt ihr wirklich was zu erzählen!”

Was Rhodan und seine Freunde in den folgenden Stunden auch ausgiebig taten.

Beeer: “Voll heftig. Seid er denn genügend, um wieder eine stabile Population aufzubauen?” Rhodan: “Ja, schon. Und notfalls können wir mit Gentechnik ein wenig nachhelfen. Da sind wir recht weit.” “Gut. Aber ich ich rate euch dringend – wirklich dringend! - die Position eures Planeten geheim zu halten, nur unter Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen hin oder weg zu fliegen. In eurer Situation ist jedes einzelne Leben extrem kostbar. Wenn ihr von irgend welchen miesen Typen angegriffen werdet, könnte das fatale Folgen haben. Und miese Typen gibt es auch bei unterlichtschneller Raumfahrt mehr als genug.” Gucky: “Wir haben schon welche entdeckt.” “Und?” “Sie uns nicht …”

Einer von Beeers Kollegen betrat den Raum, gab Beeer eine Plastikkarte. Der bedankte sich und gab Rhodan die Karte. “Das ist eurer Mitgliedsausweis in der Allianz ehrenhalber.” Wenn man schräg auf die Karte blickte, entstand über ihr ein Hologramm, das die 10 Mitglieder der GH III Delegation zeigte. “Um Vollmitglieder zu werden, fliegt ihr am besten nach RZ 7. Das ist allerdings 803 Lichtjahre von hier. Daher können wir euch nicht per Funk vorher anmelden, das wäre nur bei Unterlichtflug sinnvoll. Aber mit eurem nicht anmessbaren Antrieb seid ich ja recht schnell dort.”

Beeer erzählte noch ein wenig von RZ 7, praktisch alles, was er wusste, aber eben mit Stand von vor über 900 Jahren. Aber vorher, so schlug er vor, würde er ihnen noch gerne die Anlagen seiner Station zeigen. Schließlich hatten sie hier nicht oft Besucher. Und Rhodan lud ihn ein, die GH III zu besichtigen.

Nach 3 Tagen startete die GOOD HOPE III dann in Richtung RZ 7.

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Gulafit:
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32 Zeichen Schrift.
16 Buchstaben:  a, u, o, i, d, f, g, h, k, l, m, n, p, r, t, z 
8 Ziffern: 0, 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7
8 Sonderzeichen: ⌐, =, <, >, ., ?, Space, Return

In Gulafit schreibt man wie in XML. Praktisch alle mathematischen Zeichen stehen zwischen “<” und “>”

Beispiele:
+ : <p>
- : <⌐p> (das Inverse von plus)
* : <m>
/ : <⌐m>
das unäre Minuszeichen : <⌐>
Es lassen sich auch komlexere mathematische Ausdrücke schreiben, wie etwa das Summenzeichen:
<z i=0 <u> < i <i⌐2> > > : Summe von i = 0 bis unendlich (<u>) von  i hoch minus 2. Wobei das “i” in <i⌐2> nicht die Variable ist, über die summiert werden soll, sondern das Exponentialzeichen.
Wie man sieht ist es ein wenig gewöhnungsbedürftig, mathematische Texte in Gulafit zu lesen. Der Vorteil liegt allerdings darin, dass man alles ohne besondere Formatierung aufschreiben und als einfachen String verschicken kann. Man könnte damit sogar die komplizierteste Mathematik in einfachem Morsecode übertragen.

Beispiel für Text:
Gruum patall? Arko inzai.
Schiff unbekannt? Aufforderung identifizieren.

Anschiss (geschrieben: Anzhizz) : ein Orden der Allianz (Held von Allianz)

Tzhupaian : Tschubaianer

(Die Wörterliste lasse ich jetzt mal weg. Die ist zu lange und interessiert eh keinen.)
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Müllmann
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Heft 3022: RZ 7
Die GOOD HOPE III in der Falle -
werden sie sich selbst befreien können?


Mit Risszeichnung: Geheimplanetoid der Rednecks

Die Hauptpersonen des Romans:
Das Danger Team – Sucht einen Schalter

Während des Flugs erzählte Sorsak, was er über die Mendeljaner, die Bewohner von RZ 7 wusste. Es entsprach zwar nicht dem aktuellen Stand, aber die grundlegenden Eigenschaften werden sich kaum geändert haben. Die Mendeljaner hatten annähernd humanoiden Körperbau, waren fast 2 Meter groß, hatten 4 Finger an jeder Hand, blaue Hautfarbe, seltsame Frisuren und lebten auf Grund ihrer Psychologie als “totalitäre Hippies”. Zumindest war das die Bezeichnung, die Atlan für diese Art einer Gesellschaftsordnung erfand.

Nach 3 Tagen, die GH III hatte einige Zwischenstopps eingelegt, um den Astronomen an Bord Gelegenheit zu geben, die Gegend zu kartographieren, erreichten sie das System der Sonne Kama, deren zweiter Planet RZ 7 war. Wieso er diesen Namen trug, der eher wie eine Katalogbezeichnung klang, war im Lauf der Geschichte verloren gegangen.

Die GH III nähert sich dem System von schräg unten, ruft aus einer Entfernung von 2 Lichtstunden auf der Anruffrequenz der Allianz nach RZ 7 und bremst weiter langsam ab. Letzteres, um die Mendeljaner nicht unnötig zu erschrecken. Falls deren Fernortung sie bereits erfasst haben sollte. In der GH III ist jedoch von Fremdradar nichts zu beobachten. Lediglich einige lokale Radiosender auf RZ 7 sind aktiv, bringen aber nur Unterhaltungsprogramme.

Als die GH III noch knapp 100.000 km von RZ 7 entfernt war, immer noch niemand auf ihre Anrufe reagierte, überlegte Rhodan, ob sie vielleicht mit hoher Sendeleistung auf der Frequenz eines der Radiosender sprechen sollten. Der Funker hielt das ebenfalls für erfolgversprechend, wollte gerade eine Schleppantenne ausfahren, um auf Langwelle, 73,087 kHz “ein lautes Wort zur Welt sprechen” zu können, wie er das ausdrückte, als der Orter plötzlich rief: “Da ist was …”. Im selben Moment wurden die Bildschirme schwarz.

Der Orter meinte, da habe jemand einen Schutzschirm um die GH III gelegt, der alles, also nicht nur elektromagnetische Strahlung abblockt. Dann berührte ein Teil des unbekannten Schirms die Außenhülle der GH III, was ein seltsam knirschendes Geräusch produzierte, und das Schiff wurde langsam beschleunigt. Der Bordcomputer konnte den Kurs mittels Trägheitsnavigation bestimmen und projizierte eine rote Linie in ein Hologramm, in dem auch die berechnete Position von RZ 7 eingezeichnet war.

Der Pilot schaffte es, die GH III so zu steuern, dass der Schirm nicht mehr die Hülle berührte und rief zu Rhodan: “Die wollen uns zu einer Landung auf dem Planeten zwingen.” Und der: “Na gut. Tun wir ihnen den Gefallen.“

Da die Beschleunigung mehr als nur ein wenig langsam war, machte sich in der Zentrale Müdigkeit breit. Nach 8 Stunden - Carrol Cart hatte inzwischen Jupiter Vondrake als Pilot abgelöst – kam von Guckys Couch ein leises Schnarchen. Er und Illi lehnten aneinander und gaben asynchron das Geräusch ab. Als die GH III noch 10 km über dem Planeten stand meinte Carmen “Scotty” MacMurdo, die LI: “Selbst wenn sie uns jetzt fallen lassen würde, wäre das kein Problem. Bei der Aufschlaggeschwindigkeit würde die Hülle selbst auf harten Beton keine richtigen Kratzer bekommen, und innen wird alles von den Andruckneutralisatoren geschützt.”

Aber so weit kam es nicht. Die GH III sank weiter kontrolliert ab, würde wohl in wenigen Minuten irgendwo auf der Nordhalbkugel aufsetzen. Unmittelbar davor riss Gucky die Augen auf, teleportierte mit einem lautem “Plopp!”, worauf die an ihn gelehnte Illi zur Seite kippte, ebenfalls die Augen aufriss, “Was?!?” rief, stutzte, dann in Richtung des Danger Teams schrie: “Macht euch startklar! Es geht los!” Die sechs Siganesen sprangen auf ihre beladenen Antigrafplattformen, schwebten damit auf Illi zu. In dem Moment materialisierte Gucky – im Raumanzug – neben ihnen, griff mit beiden Pfoten nach den Plattformen, und “Plopp!” war er mit ihnen verschwunden.

Das geschah genau in dem Moment, als der fremde Schutzschirm den Boden berührte, dort kurz durchsichtig wurde, sich dann aber als ebene Fläche wieder stabilisierte. Die GH III lag nun unter einer vollkommen undurchlässigen Halbkugel. Illi erklärt, dass sie Kontakt zu Gucky hat, er sich aber “verrauscht” anhört, teilweise auch mit Hall und Echos. Der Grund war beiden nicht klar.

Sichu Dorksteiger vermutet, dass es sich um Parafallen handelt, die diesen Effekt auslösen. Illi übermittelt das an Gucky, der aber auch schon selbst darauf gekommen ist, und deshalb bis auf weiteres nicht teleportieren will. Denn: Jeder Sprung könnte der Letzte sein. Er ist mit dem Danger Team am Rand des Raumhafens zwischen Baracken gelandet, versucht sich so nahe an einen Blauen heran zu schleichen, dass er dessen Gedanken lesen kann. Das klappt, aber der Blaue weiß nichts hilfreiches.

Das Spiel wiederholt sich mehrere male, bis sie auf einen Treffen, der an den “Fallengenerator” denkt. Der befindet sich fast 20 km weit weg. Arg viel für die kurzen Beine eines Mausbibers. Daher sucht das Danger Team nach einem Transportmittel. Nach Stunden finden sie ein verlassenes Fahrzeug mit 4 Rädern, dessen Bedienelemente (“Gaspedal”, “Bremse” und “Steuerhorn” so weit auseinander liegen, dass Gucky damit nicht zurecht kommt. Die Siganesen sind eh zu klein. Gucky probiert ganz vorsichtig, ob er mit Telekinese weiter kommt, und das funktioniert. Inzwischen haben die Siganesen den Wagen “kurzgeschlossen”, sprich, die Elektronik umgebaut, und los geht die Fahrt. Nach einigen “Remplern” kommen sie über Feldwege zum Gebäude mit dem Fallengenerator.

Sie schleichen sich in das Gebäude, Gucky fragt bei Illi nach, wonach er eigentlich suchen soll, die lässt sich von Sorsak beschreiben, wie so ein Schalter aussehen könnte. Jetzt kennt Gucky und das Danger Team zumindest die Beschriftung. Es dauert wieder Stunden, bis Gucky einen Techniker belauschen kann, der an einen Schaltraum denkt, in dem sich der Notausschalter für die Falle befindet. Gucky kann sogar erkennen, wo der Raum liegt. Ganz tief unten in der Anlage.

Sie schleichen sich hin, werden nicht entdeckt und stehen vor einer Tür, die mit einem Codeschloss gesichert ist. Telekinetisch klappt hier gar nichts. Jeder Versuch Guckys fühlt sich an, als würde er auf spitze Nadeln fassen …

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Heft 3023: Die Privilegierten
Die Beweislast trägt der Angeklagte -
ein Forscher, für den keine Regeln gelten


Die Hauptpersonen des Romans:
Curon – ein privilegierter Forscher
Gucky und Illi – Betätigen sich als abhörsichere Funkanlage
Sorsak – Transskriptiert die Gulafit Schrift
Sing Kamara – Die ferronische IT Spezialistin knackt einen Code

Gucky und das Danger Team stehen vor der Tür zum Schaltraum, in dem sich der Schalter für die Falle befinden muss. Die Tür ist mit einem Codeschloss gesichert, dessen Tastatur einer Gulafit Standarttastatur entspricht. Joe Danger hat mit einem Biofilm Detektor festgestellt, dass nur 4 Tasten auf der rechten Seite öfters gedrückt wurden. Gucky übermittelt die Piktogramme der Tasten an Illi, die sie aufzeichnet und Sorsak zeigt.

Sorsak erkennt die Zeichen als Ziffern. Gulafit wird mit 32 Zeichen geschrieben: 16 Buchstaben, 8 Ziffern und 8 Satz- und Sonderzeichen. Sing Kamara meint, wenn das ein Passwort auf Terra wäre, wüsste sie, wie es lautet.

Allgemeine Verblüffung.

Dann sagt Sing: “1 2 3 4”.
Rhodan: “Das kann doch nicht sein!”
Atlan, etwas schräg grinsend: “Du schaust, als wäre dir gerade klar geworden, dass du den Code deines Aktenkoffers ändern musst.”
Tolot: “Au Mann, ist der Witz alt.”
Rhodan: “Schon gut. Sing? Kannst du später vielleicht …”

Gucky, der telepatisch mitgehört hatte, was Illi gehört hatte, zuckte kurz mit den Schultern, meinte dann zu Joe Danger: “Probier mal 1 2 3 4. Das sind die Zeichen da rechts. Einfach die oberste Reihe.”

Joe Danger drückt die Tasten, irgend etwas in der Tür klackt, dann springt die Tür auf. Als Gucky das Ergebnis an Illi übermittelt, meint Sing: “Ich glaube, wir müssen mal ein erstes Wort mit diesem 'Forscher' reden, was IT Sicherheit angeht … “

Der war – wie alle wichtigen Teile der Station – gespickt mit Nadeln, auf denen winzige künstliche Hyperkristalle saßen, damit nur ja niemand in der Station teleportieren konnte. Jeder Sprung könnte der letzte sein. Selbst Telepathie funktionierte nur, weil Gucky und Illi wirklich starke Telepaten waren. Gucky schüttelte den Kopf. Solche super Sicherheitsvorkehrungen, und dann so ein lächerlicher Witz als Zugangscode.

Das Danger Team schwebte mit beiden Miniantigravplattformen in den Raum, Joe Danger entdeckte sofort den roten Schalter mit dem Piktogramm “Aus”, das Sorsak aufgemalt, Illi gezeigt, die es an Gucky übermittelt, der es ebenfalls aufgezeichnet und Joe gezeigt hat. Umständlich aber wirkungsvoll.

Joe drückte den Schalter, man hörte eine Reihe von Relais abfallen, dann ging das kontinuierliche Summer in der Station in das Geräusch von auslaufenden Maschinen über und im Funk war plötzlich die GH III zu hören. “Ihr habt es geschafft! Der Schutzschild der Falle ist zusammengefallen.”

Jetzt wo man freie Sicht hatte, sind auf dem Hauptbildschirm in der Zentrale Bewegungen auf dem Landefeld zu sehen: Mehrere Gruppen der großen Blauen, die Gucky schon beschrieben hat, und die Sorsak als Mendeljaner bezeichnet, läuft auf die GH III zu. Dabei schwingen sie seltsame Gegenstände und bewegen die Münder.

“Geht das auch mit Ton?” will Atlan wissen. Worauf der Orter die Außenmikrofone dazu schaltet. Sofort hört man wildes “Kriegsgeschrei”, anscheinend auf Gulafit. Sorsak übersetzt: “Ergebt Euch! Widerstand ist Zwecklos. ^$&^%%$#!! Götzen!” und einiges, das Sorsak für unflätig hält, weshalb er es nicht übersetzt. Ganz vorne in der ersten Reihe schreit ein Blauer: “Ich bin Curon! Der privilegierteste der Privilegierten! Ich bestehe darauf, dass Ihr Euch sofort ergebt!”

Rhodan sieht Atlan an, Atlan sieht Rhodan an. Beide nicken. “Dann wollen wir mal.” Rhodan zieht seinen vorläufigen Mitgliedsausweis aus der Brieftasche, schwebt im Antigravschacht zur unteren Polschleuse, lässt die Rampe ausfahren, öffnet das Schott und geht hinunter auf Curon zu.

Rhodan zeigt Curon den “Mitgliedsausweis”. Dessen Reaktion: “Was, ihr seid Mitglieder der Allianz? Warum sagt ihr das nicht gleich. Hätten jede Menge Zeit sparen können. Also zur Sache: Ihr wollt Vollmitglieder werden?” “Ja.” “Gut. Gawan! Stell einen Vollausweis aus! Aber etwas plötzlich!” Worauf einer der Blauen, es muss wohl Gawan sein, losrennt.

Inzwischen hatten ein paar von Curons “Bediensteten” Stühle, Klapptische und ein paar Sonnenschirme angeschleppt und aufgestellt. Die Gruppe setzt sich – bis auf Tolot alle auf Stühle, er auf den Boden – und ein ausgiebiges gegenseitiges Befragen beginnt. Sing setzt sich neben Curon, hält ihren Arm neben seinen: “Und da behaupten die Leute immer, Blau sei in der Natur so selten … “

Dann erklärt sie ihm noch, was IT Sicherheit bedeuten sollte, und wieso es derart einfach war, den Zugangscode zum Schaltraum zu knacken. Curon meint dazu nur: “Ist doch klar, dass ihr den Code knacken konntet. Ihr gehört schließlich zur Allianz. Und da werden eben nur die besten als Mitglieder aufgenommen. Außerdem verwenden wir den Code schon seit Jahrtausenden. Praktisch bei allem, das irgendwie abgesichert werden muss. Und bisher gab es dabei nie Probleme, auch hat den Code noch nie jemand vergessen …”

Curon will gleich am Anfang wissen, wie es kommt, dass eine Gruppe, die aus so vielen Völkern besteht, sich einen gemeinsamen Namen gegeben hat. Rhodan: “Lange Geschichte. Wir sind wirklich durch die Hölle gegangen …” Während er erzählt, überlegt er ernsthaft, ob er das Ganze nicht in eine Kamera sprechen sollte, damit er beim nächsten mal nur den Film vorzuführen brauchte.

Nach einer halben Stunde kommt Gawan total außer Atem zurück gerannt, gibt Curon einen Zettel und meint “Fertig!” Curon sieht den Zettel an, meint “Gut. Passt.” und gibt ihn an Rhodan weiter. “Hier ist euer Mitgliederausweis für die Allianz.“

Rhodan wundert sich, da es sich nur um ein handbeschriebenes Stück Papier handelt. Nicht einmal ein Stempel ist drauf. Als er Curon darauf anspricht, antwortet der: “Wir halten hier nichts von Bürokratie. Außerdem sieht der Ausweis so unprofessionell aus, dass garantiert niemand auf die Idee kommt, das könnte eine Fälschung sein. Welcher Fälscher würde denn auch so etwas produzieren?” “Stimmt auch wieder.” Rhodan faltet den Ausweis zusammen und steckt ihn in seine Brieftasche. “Du musst noch unterschreiben.” Was Rhodan auch sofort nachholt.

“Ja, damit seid ihr, die Tschubaianer Vollmitglieder der Allianz.” Curon kramt ein wenig in seiner Tasche “Ah, hier. Das ist eine Liste aller wichtiger Planeten. Nur einer fehlt. Der ist so geheim, dass man seine Position nie - NIE! - aufschreiben darf. Und zu dem müsst ihr jetzt. Bei einem Unterlichtflug würde ich einen meiner Untergebenen mit schicken, damit er euch hin lotst, aber bei eurem Superantrieb komme ich besser gleich selbst mit. Dort können wir unser Wissen zusammen werfen und mal überlegen, was wir dann gegen die Götzen unternehmen können. Aber vorher habe ich eine Bitte: Ich möchte zu gerne sehen, wie der Antrieb funktioniert. Ich habe da auch schon eine Idee …”

Am Abend sitzen Rhodan, Atlan, Gucky und Tolot noch lange in der Messe und diskutieren über das eben erlebte. Rhodan betrachtet den Mitgliedsausweis: “Manchmal komme ich mir echt alt und sowas von erwachsen vor … “

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