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Müllmann
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Heft 3041: Projekt 21
Tief unter dem Eis bauen sie ein Raumschiff -
würden sie es testen, würden sie alle sterben


Die Hauptpersonen des Romans:
Alabra – Beweist Humor
Pummllig – Wird „Schnipplig“
Hainu,
Sheer – Bekommen erstaunliches zu sehen

„Schreddert ihr eigentlich öfters Besucher?” wollte Pummllig wissen?
Alabra: “Schreddern? Wir haben gar keinen Schredder.”
Hainu: “Aber du hast doch gesagt - “
Alabra: “Wir haben einen skurrilen Humor. Und da wir nicht oft Besuch haben, konnte ich einfach nicht widerstehen.”
Sheer: “Und die Waffen? Die Wachen haben wirklich so ausgesehen, als würden sie nicht zögern, sie zu benutzen.”
Riese: “Waffen? Du meinst unsere Stöcke. Die benutzen wir zum eisigen Rumlaufen. Ist zum Training, sieht aber blöd aus. Daher haben wir das Training abgebrochen und mit den Stöcken herumgefuchtelt. Ha! Und ihr habt wirklich geglaubt, was wären Waffen! Ist das cool!”
Sheer: “Also Wachleute seid ihr vermutlich nicht.”
Riese: “Nein. Theatergruppe Eisblume. Wir proben gerade für 'Die Wanderer von Schlottertal'”

Alabra hatte eine kleines Fahrzeug kommen lassen, und zeigte der Gruppe die Station. Erster Eindruck: Gigantisch! Es gab wirklich alles: Hallen als Gewächshäuser, Hallen als Biotope, Hallen mit Wohn und Sportanlagen, Hallen mit Produktionsanlagen und und und.

Nach mehreren Stunden legten sie eine Pause ein, gingen in ein “Straßencafe”.
Alabra: Was Ballig essen, haben wir bereits nachgeschlagen. Aber was vertragen Tschubaianer?

Hainu kramte in einer seiner seiner vielen Taschen, holte ein kleines Gerät heraus:
“Das ist ein Analysator, mit dem wir feststellen könne, was für uns geniesbar ist.”

Er hielt den Analysator vor die Auslage des Buffets, der blinkte grün, leutete dann konstant grün. “Oh, cool! Das können wir alles essen.” Also ließ Alabra auffahren.

Während des Essens, Sheer aß gerade eine grün-gelbe Paste, die wie Schokoeis schmeckte, fragte er Alabra:
“Du hast vorhin erwähnt, dass ihr hier nur selten Besuch habt. Wie oft war denn schon jemand da?”
Alabra: “Ein mal.”
Sheer: “Wann war das?”
Alabra: “Jetzt gerade. Das weißt du doch,”
Sheer: “Oh!”

Als sie wieder aufbrachen, meinte Pummllig:
“Wir sollten uns unbedingt bei Sorsak melden. Der macht sich sicher bereits Sorgen, weil wir so lange weg bleiben.”
Riese: “Kein Problem. Wir haben euren Funk mitgehört. Ihr könnt von hier aus auf der selben Frequenz rufen.”
Wuschllig: “Gut. Das sollten wir aber gleich machen. Ich möchte zu gerne wissen, wie weit die Reparaturen des Linearantriebs sind.”
Alabra: “Linearantrieb? Kenne ich nicht.”
Sheer: “Ist ganz neu. Den haben wir der Allianz beigesteuert.”
Alabra: “Und? Ist der so viel besser als unsere Plasmatriebwerke?”
Hainu: “Das ist ein Überlichtantrieb.”
Riese: “WAS?!? Wir haben aber gar keinen Transitionsschock angemessen!”

Darauf erzählten die Vier von der KUTTIL, was in den letzten Monaten passiert ist. Bei der Gelegenheit lernte Hainu, wie der “verblüffte” Gesichtsausdruck eines/einer Turgur wirklich aussah.

Alabra: “Das will ich auch! Habt ihr die Pläne dabei?”
Sheer: “Logo. Sind an Bord der KUTTIL.”
Pummllig: “Da ihr zwar 'ausgestorben' aber nie aus der Allianz ausgetreten seid, wird euch Sorsak die Pläne gerne geben.”

Alabra: “Dann melden wir uns am besten sofort bei ihm.”
Das Fahrzeug hielt vor einer Art “Telefonzelle”, von der aus sie ein “Ferngespräch” führten. Mit Sorsak an Bord der KUTTIL, der sofort die Suchmannschaften rief, ihnen erklärte, wo das dritte Fahrzeug zu finden war und sie dann zurück beorderte.

Alabra schickte inzwischen eine Schwebeplattform zur KUTTIL.

Dann meinte sie: “Jetzt müsst ihr unbedingt unser Projekt 21 ansehen.”
Sie fuhren in einen extrem langen Gang, der nach mehren Kilometern in einer wirklich gigantischen Halle endete. Und in der stand ein riesiger weißer – gab es hier eigentlich nichts, das nicht weiß war? - Zylinder mit geschätzt 350 Meter Durchmesser, einer Höhe von vermutlich über 200 Meter und einer gewölbten Ober- und Unterseite. Das ganze stand auf Landebeinen und wirkte irgendwie startklar.

Das Raumschiff heißt OFFT-OPIC, was in der Sprache der Turgur “Gehört nicht hier her” bedeutet, wie Alabra erklärte. Der Name, so erzählte sie weiter, kommt daher, weil Raumschiffe nicht auf Planeten gehören, sondern im Weltraum fliegen sollen. Das Schiff hatte ganz neu entwickelte, und daher leider ungetestete Transitionstriebwerke. “Twin-Twister-Sprunggeneratoren”, schnellladefähig, vermutlich mit sehr großer Reichweite. Der Plan der Turgur war, mit dem Schiff Andromeda zu verlassen, sich in die Milchstraße abzusetzen, und von dort aus den Widerstand gegen die Götzen von Andromeda neu aufzubauen. Das war auch der Grund, weshalb sie Turgantar verlassen, ihr Aussterben vorgetäuscht hatten. Sie waren sicher, dass die Götzen Turgantar angreifen und vernichten würden, sobald die Allianz zum Gegenschlag ausholen würde.

Nur musste Sheer sie jetzt enttäuschen:
“Die Götzen wüten auch in der Milchstraße. Wir nennen sie dort 'Den großen galaktischen Dämon'.”

Alabra: “So etwas haben wir schon befürchtet. Wissen auch nicht sicher, ob der Antrieb wirklich eine so weite Strecke durchhält. Daher haben wir das Schiff bisher noch nie getestet. Weil uns klar war, würden wir es testen, und kämen nicht weit genug weg, würden wir alle sterben.”

Hainu: “Mit dem Linearantrieb sieht das jetzt schon ganz anders aus …”

1.11.3031:
Inzwischen an Bord der GOOD HOPE III: Das Schiff war unterwegs nach Zullipan, dem Heimatplaneten der Mallok, dem zweiten Planeten der KOV Sonne Zulli, 348 Lichtjahre von Trebla entfernt. Dort gab es das übliche Prozedere: Ausweis vorzeigen, landen, 2 Ballig und einen Satz Pläne abladen, starten und weiter. Das nächste Ziel war Kala-Arim. Dort lebten die Gop-hob-fohl. Der Planet war der dritte der G3V Sonne Konka-al, 509 Lichtjahre von Zulli entfernt. Dort kamen sie nach zwei Tagen an.

Restreichweite: 135.638 Lichtjahre
Fail-Save: 90,9%
2 Linearkonverter sind ausgebrannt und wurden getauscht, der dritte hat noch etwa 630 Lichtjahre Reichweite. Im Lagerraum liegt ein unbenutzter neuer sowie zwei ausgebrannte.

Spoiler:
Auflösung aus Heft 3040: Versucht mal, “Allianz” als englisches Wort auszusprechen.

Spoiler:
Na? Hat es geklappt? “Aliens”!
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Müllmann
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Heft 3042: Der Bodeneffekt
Ein Metamaterial der anderen Art -
es widersteht selbst modernsten Waffen


Mit Risszeichnung: Karte des Planeten Halut

Die Hauptpersonen des Romans:
Ral Tratol – Der Haluter befasst sich mit Metamaterialien

Auf dem Planeten Halut befassen sich Forscher mit dem Bodeneffekt. Der tritt bei mobilen Schutzschirmen, etwa von Kampfanzügen auf, und beschreibt zwei Probleme: Wenn der Schutzschirm geschlossen ist, also auch am Boden wirkt, kann der Träger den Boden nicht berühren, also auch nicht gehen. Wenn der Schutzschirm am Boden offen ist, also die Gestalt einer Glocke hat, kann der Träger zwar gehen, ist aber nicht vor Antipersonenminen geschützt.

Bisher hatte man sich dadurch beholfen, dass man die Schutzschilde von Kampfanzügen so aufgebaut hatte, dass sie sich dem Anzug “anschmiegen”. Das erfordert jedoch einen erheblichen technischen Aufwand, und es ist sehr schwierig, den Schirm wirklich stabil hin zu bekommen.

Ral Tratol experimentierte bereits lange vor dem Weltenbrand mit Metamaterialien und war wenige Wochen vor der Flucht ins Schwarze Loch auf etwas seltsames gestoßen: Ein Material, das sich wie eine nichtnewtonsche Flüssigkeit verhält, aber nicht nur bei mechanischer Belastung fest wird, sondern seine Festigkeit mit steigender Energie des auftreffenden Objektes bis zu einer bestimmten Grenze exponentiell steigert. Praktisch heißt das, wenn man einen Anzug damit beschichten könnte, würde der sich wie ein normaler Anzug anfühlen, jede Bewegung mitmachen, aber sobald zum Beispiel eine Pistolenkugel oder eine Panzergranate auftrifft, würde das Material extrem hart, der Träger wäre perfekt geschützt.

Was Tratol noch nicht untersucht hat: Wie reagiert das Material auf Beschuss mit Strahlwaffen? Und: Wie kann man damit einen Anzug beschichten?

Eins ging nicht, und das wusste Tratol bereits: Man bekam das Material nicht durchsichtig. Als Helmscheibe musste man daher immer noch einen “gewöhnlichen” Schutzschirm verwenden.

Er fand schließlich eine Möglichkeit, hohle Fasern herzustellen, die mit dem Metamaterial gefüllt waren. Wenn man daraus mehrschichtige Stoffe webte, bat das einen fast perfekten Schutz. Bei Treffern mit Strahlwaffen verbrannte zwar der Textile Anteil, aber ein Schutzanzug konnte durchaus mehrere Treffer einstecken, bis das Material so weit zerstört war, dass es keinen Schutz mehr bot. Zudem war es einfach und preiswert herzustellen. Wenn man nun einen unten offenen glockenförmigen Individualschirm verwendete, konnte man bedenkenlos auf eine, vermutlich sogar auf mehrere Tretmienen steigen, ohne verletzt zu werden.

Jetzt blieb nur noch ein Problem zu lösen: Kein Haluter würde bereit sein, einen neongrünen Kampfanzug anzuziehen. Für Kampfanzüge galt: jede Farbe war ok, solange sie nur rot war. Also musste er es noch schaffen, Ultragreen rot zu färben …

Spoiler:
Ist im Grunde genommen ein Füllroman. Aber das Problem mit den “Individualschutzschirmen” beschäftigt mich – und einen alten Freund - schon von Anfang der Serie an. Wie kann man mit so einem Ding gehen, wenn es einen rundum, also auch am Boden, schützen soll?
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Müllmann
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Heft 3043: Gemeinsam sind wir stark
Auch wenn sie tot waren sind sie immer noch Verbündete -
und sie wollen mitarbeiten


Die Hauptpersonen des Romans:
Carmen “Scotty” MacMurdo – Setzt den antiken “Scotty-Gesichtsausdruck” auf
Rhodan – Ist der Ansicht das schon zu schaffen
Gucky – Jagt einen Glich
Ghost – Lässt sich auch mal sehen

4.11.3031
Im System von Konka-al angekommen, tauchte Carmen “Scotty” MacMurdo, die LI, mit einem besorgten Gesichtsausdruck in der Zentrale auf.

“Irgend etwas stimmt nicht. Der Fail-Save sinkt laufend, und ich kann keine Ursache finden.”

Alle starrten sie wie elektrisiert an. Dann wollte Tolot wissen, seit wann der Fail-Save sank. Die LI beobachtete das jetzt seit einer Woche. Sie hatte alle Komponenten überprüft und festgestellt, dass es bei allen System gelegentlich einen winzigen Abfall von weniger als 0,1% gab, der aber sofort wieder verschwand und zum Normalwert zurück kehrte. Der Computer zog das natürlich trotzdem vom Gesamt-Fail-Save ab, da ja keine Reparatur durchgeführt wurde. MacMurdo konnte sich einfach nicht erklären, wodurch diese “Glitches” entstanden. Sie schienen keine Ursache zu haben.

Atlan hatte eine Idee: “Schreib doch ein Programm, damit der Computer sofort Alarm gibt wenn wieder so ein Glitch auftritt und er uns sagt, wo das war. Dann können wir nachsehen und vielleicht herausfinden - “
MacMurdo: “Hab ich schon gemacht. Seit einer Stunde läuft das Programm, aber bisher ist nichts passiert.”

Sie diskutierten noch eine Weile, dann meldete sich der Computer:
“Ping. In der Kombüse ist ein Glitch aufgetreten.”
Und zwei Sekunden später:
“In der Kombüse ist ein weiterer Glitch aufgetreten.”

Gucky griff nach Carmens Hand. Plop! Beide waren verschwunden – und tauchten im selben Moment in der Kombüse wieder auf. Dort waren Karlos Kupfer und Ülyz Ölzy sehr beschäftigt mit kochen.

Kupfer: “Habt iht Hunger oder sucht ihr ein ruhiges Fleckchen zum Händchenhalten?”
Gucky: “Hier wurde gerade ein Glitch gemeldet.”
Ölzy: “Solche Sauereien kochen wir nicht.”
Kupfer: “Das Zeug da für die Ballig heißt Schnurz, nicht Glitch.”, wobei er auf einen extragroßen “Mannschaftskochtopf” deutete, in dem eine gelbgrüne Pampe brodelte, die Carmen irgendwie an Babykotze erinnerte, was sie natürlich nicht aussprach.

Tolot rief über Intercom: “Die Werte sind jetzt wieder ganz normal. Aber es gibt oben in der Cafeteria bei den Quartieren einen neuen Glitch.”

Plop!

Sie materialisierten im Gang vor der Cafeteria. Gucky eine durchsichtige Rauchfahne aus der Tür einer Kabine daneben austreten.
Carmen: “Da brennt was!”, wobei sie gleichzeitig auf einen der Feueralarmknöpfe an der Wand drückte. Ein ab- und abschwellendes Schrillen, mehrere Klappen an den Wänden öffneten sich, und heraus kamen Feuerlöschroboter. Einer fragte:
“Wo brennt es? Unsere Detektoren zeigen nichts an.”
Carmen deutete auf die Kabinentür, die Roboter liefen hin, öffneten die Tür mittels Vorrangcode und heraus kam ein schrilles: “WAS?”

Es war die Kabine der Bordpsychologin Rama van die Spagetties. Und hier brannte nichts. Die Roboter zogen sich zurück, blieben aber in Wartestellung.

Gucky: “Wir haben Rauch gesehen.”
van die Spagetties: “Rauch? Ich verwende nicht einmal Räucherstäbchen. Höchstens ganz selten mal. Also hier brennt nichts.”
Carmen: “Aber wir haben ganz sicher Rauch gesehen …”
Gucky: “Hm, die Tür war zu, und die ist druckdicht. Das verstehe ich nicht.”
van die Spagetties: “Wenn ich Patienten da habe, ist die Tür immer zu.”
Gucky: “Du hast einen Patienten da?”
van die Spagetties: “Hatte.”
Gucky, der sie telepatisch nicht lesen konnte: “Und wer war das?”
van die Spagetties: “Ärztliche Schweigepflicht.”

Also holte Gucky Rhodan – Plop! - um sie von ihrer “Schweigepflicht” zu entbinden. Aber leider war selbst Perry gegen die Psychologin machtlos. Daher gingen die drei – Gucky, Carmen und Rhodan – wieder. Um die Ecke, an einem Tisch des Straßencafes trafen sie KaHa und Flausen Krik, die gerade Mensch-ärgere-dich-nicht spielten.

Carmen: “Habt ihr hier gerade Rauch gesehen, oder ist irgend jemand vorbei gekommen?”
Krik: “Nein, aufgefallen ist mir nichts. KaHa, hast du etwas bemerkt?”
KaHa: “Nicht wirklich. Aber vor ein paar Minuten ist Ghost vorbei geschwebt.”
Rhodan: “Ghost?”
Krik: “Ja, der Geist, der hier immer herumspukt.”
Rhodan: “Wir haben einen Geist an Bord???”
KaHa: “Ja. Nur, der ist nicht besonders gesprächig.”
Krik: “Ich kenne ihn auch nur ganz flüchtig. Aber frag mal Rama, unsere Psychologin. Die ist eine Geistliche und kennt sich mit so etwas aus.”

Also gingen die drei zurück, klingelten an Ramas Tür. Van die Spagetties öffnete: “Was?”

Rhodan machte ihr nun unmissverständlich klar, dass sie jetzt und in diesem speziellen Fall von ihrer Schweigepflicht entbunden war.

“Na gut. Also Ghost ist mein Patient. Er hat seit einer Woche ein Problem und kommt deshalb regelmäßig zu mir.”
Rhodan: “Und was für ein Problem ist das?”
Rama: “Das weiß ich auch nicht so genau. Er redet ja nicht viel …”

Restreichweite: 135.638 Lichtjahre
Fail-Save: 90,1%
2 Linearkonverter sind ausgebrannt und wurden getauscht, der dritte hat noch etwa 630 Lichtjahre Reichweite. Im Lagerraum liegt ein unbenutzter neuer sowie zwei ausgebrannte.

In der Halle von Projekt 21:Sorsak, sein LI, sowie fast die Hälfte der Besatzung standen vor der OFFT-OPIC und bestaunten das Schiff. Die Techniker und Ingenieure der Turgur hatten inzwischen die Pläne für den Linearantrieb angesehen, ausgewertet und abgeschätzt, dass sie etwa ein Jahr brauchen werden, bis sie ihr Schiff damit ausgestattet haben würden.

Also sie eine lange Besichtigungstour durch die O-O unternahmen, kam einer der Techniker der Turgur vorbei, gab dem LI ein kleines Packet.
“Wir haben den Regler genau nach deinen Angaben gebaut. Du musst ihn nur noch in das Triebwerk der KUTTIL einsetzen, alles zusammenschrauben, und schon seit ihr wieder startklar.”
LI: “Wow! Das ging wirklich schnell.” und an Sorsak gewandt: “Ich lasse mich am besten gleich zur KUTTIL zurück bringen. 10 Stunden! Maximal 10 Stunden! Ich lasse gleichzeitig mit dem Einbau die Landeflossen frei schaufeln, dann können wir los.”

Sorsak war begeistert. Er klopfte Hainu auf die Schulter, was gar nicht so leicht war, aber er hatte kein Problem damit, auf einen Stuhl zu klettern: “Ohne deinen 'Grünen Klotz' würden wir vermutlich noch Monate hier fest sitzen …”

Alabra erklärte inzwischen Sheer, dass sie – und die Turgur, und ihr Schiff – in einem Jahr, oder sobald die O-O eben umgerüstet sein wird, nach Garam ins System von Bolok`s Stern kommen will. Auch wenn die Turgur offiziell ausgestorben waren – sie waren immer noch ein Mitglied der Allianz und würden es sich nicht entgehen lassen, den Götzen so richtig “in den Arsch zu treten”. Aber wirklich richtig!
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Müllmann
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Heft 3044: Die inverse Che Guevara Strategie
Wenn viele wie wenige wirken -
wenn Hightech sich als Lowtech tarnt


Die Hauptpersonen des Romans:
Barrim – Hört berühmte letzte Worte
Rhodan - Ist gewohnt zuversichtlich
Sorsak – Hatte eigentlich die GOOD HOPE III erwartet

Die KUTTIL befand sich auf dem Weg nach Garam im System von Bolok`s Stern. Unterwegs legte Sorsak nach jeweils 70 Lichtjahren einen Zwischenstopp ein, um den Astronomen, vielmehr dem Astronom, es war nur einer an Bord, Gelegenheit zu geben, die Sternkarten zu aktualisieren. Die genauesten Karten dieses Gebiets waren weit über 126.000 Jahre alt. Vorkriegsdaten.

Einmal, sie waren schon über 2 Wochen unterwegs, sah Sheer Hainu beim Essen in der Messe etwas schräg an und meinte:
“Ich verstehe immer noch nicht, wieso Alabra so gelacht hat. Über deinen blöden Witz, oder weil ich mir wegen deines Gebabbels fast in die Hosen gemacht hätte.”
Hainu: “Das werden werden wir wohl nie erfahren.”

Nach weiteren zwei Wochen erreichte die KUTTIL Garam. Nach der üblichen Anmeldung landete Sorsak auf einer versenkbaren Platte nahe des Hauptbunkers. Sah alles genau so aus, wie in der Literatur beschrieben. Die KUTTIL wurde nach unten in den versteckten Hangar gefahren, stand nun neben 25 anderen Raumschiffen, die jedoch alle, so wusste Sorsak, zwar einen Transitionsantrieb hatten, bisher aber nur Unterlicht geflogen waren. Andernfalls wären sie längst von den Götzen zerstört worden.

Die Besatzung wurde von einem Bus abgeholt und zum Kommandanten von Garam gebracht. Der begrüßte ihn:
“Hallo Sorsak! Wir hatten eigentlich erwartet, dass die GOOD HOPE III mit den Tschubaianern vor euch eintrifft, aber zwei Vertreter von ihnen sind ja bei dir an Bord.”
Wenn Rednecks verblüfft schauen konnten, dann musste Sorsaks Gesichtsausdruck und Körperhaltung jetzt genau das ausdrücken:
“Woher - ?”
Kumpara, der Kommandant: “Die MATZL ist vor einer Woche gelandet. Das zweite Schiff der Ballig mit Linearantrieb.”
Sorsak: “Das ging ja schnell! Hatte erst in einigen Wochen damit gerechnet, dass weitere Schiffe damit ausgerüstet werden.”
Kumpara: “Mit den alten Produktionsanlagen der Turgur auf Turgantar ging das recht schnell. Schade, dass sie ausgest -”
Sorsak: “Wir waren gerade bei ihnen. In einem Jahr wollen sie mit ihrem neuen Schiff, der OFFT-OPIC hier vorbei schauen und wieder aktiv in der Allianz mitmischen.”
Und damit wusste man jetzt auch, wie der verblüffte Gesichtsausdruck eines Mallik aussah.

Ronsara, seine Stellvertreterin, ebenfalls eine Mallik, meinte: “Wir sollten uns abgewöhnen, bei jeder Neuigkeit verblüfft zu sein. Da wir jetzt wieder überlichtschnell unterwegs sind, werden die jetzt wesentlich öfter und schneller kommen …”

Sorsak: “Stimmt. Aber jetzt muss ich dringend mit dem Cheftechniker sprechen. Wir haben da ein Konstruktionsproblem an unserem Linearantrieb entdeckt.”
Kumpara: “Der Regler für den Injektor oder der Stabilisator für das Bose-Einstein-Kondensat?”
Sorsak: “Der Regler.”
LI: “Was ist mit dem Stabilisator?”
Kumpara: “Hab ich nicht ganz verstanden. Ist aber egal, die MATZL hat zwei neue Linearkonverter für die KUTTIL mitgebracht. 2. Generation. Ich soll dazu sagen: Die ersten Kinderkrankheiten wurden beseitigt.”
LI: “Wann können wir die Konverter bekommen?”
Kumpara: “Werden gerade zur KUTTIL gebracht. Die Techniker müssten dort eigentlich schon auf dich warten.”
Erstaunlich, wie schnell der LI losrannte, etwas rief, das so ähnlich wie “Taxi!” klang, zumindest in Hainus Ohren, und in Richtung KUTTIL abdüste.

Sorsak: “Was für ein Schiff ist die MATZL eigentlich?”
Kumpara: “170 Meter, ansonsten so ähnlich wie die KUTTIL. Sie hat 42 Linearkonverter mitgebracht, ist inzwischen wieder unterwegs nach Turgantar. Wir rüsten gerade die ersten unserer Schiffe um.”
Sorsak: “Gibt es denn schon einen Plan, wie wir weiter vorgehen werden?”
Kumpara: “Ja. Der Chefstratege der Ballig hat vorgeschlagen, dass wir uns weiter so verhalten sollen, als wären wir sehr wenige und hätten nur Lowtech zur Verfügung. Um die vielen Schiffsbewegungen zu tarnen hat er gemeint, wir sollten alle Schiffe mit Ultrablack streichen, aber es gibt inzwischen etwas besseres: Polarisierbares Ultrablack. Die MATZL hat Proben und die Produktionsanleitung dabei. Das Verfahren stammt von den Idges. Das Material ist im Grundzustand silbrig bis grau, wenn man ein elektrisch Feld anlegt polarisieren die Nanotubes und es verhält sich exakt wie Ultrablack. Wir können die KUTTIL innerhalb eine Woche umlackieren, wenn du möchtest.”
Sorsak: “Klingt gut. Machen wir.”

Bis alle Umbauten abgeschlossen waren, bekam der größte Teil der Besatzung “Landurlaub”. Sheer beschloss, dass er und Hainu sich mal den Urwald von Garam ansahen. Eine Entscheidung, die Hainu bereits vor Antritt der Reise verfluchte.

4.11.3031
Die GOOD HOPE III hatte sich auf Kala-Arim angemeldet und war auf einem kleinen Raumhafen nahe der Stadt Rukkamoda gelandet. Als einer der Ballig so nebenbei von den Problemen mit dem sinkenden Fail-Save der GH III und dem Geist erzählte, bot der Rat der Techniker, Barrim sofort seine Hilfe an. Schleichende Fehler hielt er für die gefährlichsten überhaupt, und er riet Rhodan dringend davon ab zu starten, bevor der Fehler nicht gefunden und beseitigt war.

Rhodan: “Um, kein Problem. Das schaffen wir schon.”
Barrim: “Berühmte letzte Worte.”
Rhodan: “Hast ja recht. Suchen wir gründlich nach dem Fehler. Irgendwo muss er sich ja verstecken.”
Barrim: “Apropos verstecken: Im Dorf Gullpakap gibt es einen sehr guten Exorzisten. Der schafft es garantiert, den Geist aus eurem Schiff auszutreiben.”
Rhodan: “Nein! Der ist ein Besatzungsmitglied, auch wenn keiner weiß, welche Funktion er an Bord hat. Aber er unterliegt wie alle anderen Besatzungsmitglieder auch meiner Fürsorge.”

Als nach zwei Wochen alle Anlagen, in denen ein Glitch aufgetreten war, auf das Sorgfältigste untersucht waren, kamen die beteiligten Techniker und Ingenieure zu einem Ergebnis: Es kann nur ein Sensorproblem sein. Womöglich hatten alle Sensoren ein gemeinsames Problem, etwa einen Konstruktionsfehler oder sie waren gealtert oder – eben irgend was anderes. Jedenfalls hatte die GH III genau dafür keine Ersatzteile. Weil: Die Fail-Save Sensoren sind so betriebssicher, dass sie nie ausfallen.

Die LI machte ein ernsthaft besorgtes Gesicht, erklärte dann aber das Problem für gelöst und die GH III für startbereit.

Das nächste Ziel war Carrid, der innerste Planet von Kramxe, einem M3V Zwergstern, 198 Lichtjahre von Kala-Arim entfernt. Dort lebten die Idges

Nach dem Start schlug MacMurdo vor, für diesen Flug noch den fast ausgebrannten Linearkonverter zu verwenden, danach auf einen der beiden getauschten umzuschalten. Den fast leeren wollte sie vorerst noch nicht tauschen, da er für kürzere Strecken immer noch gut war. Rhodan war natürlich einverstanden, und ab ging es in den Linearraum.

Während des Fluges sah die IT Spezialistin Sing Kamara auf einem Monitor in der Zentrale auf das Diagramm mit den Glitches. Und dann fiel ihr etwas auf: Die Abstände zwischen den Glitches wiesen eine Systematik auf. Es gab lange, mittellange und kurze Pausen. Die mittellangen waren etwa 3 mal so lang wie die kurzen, die langen etwa 5 mal so lang wie die kurzen. Das kam ihr seltsam vor. Sollte jeder Sensor für sich zu Störungen neigen, sollte man eigentlich erwarten, dass diese bei vielen Sensoren in einer zufälligen zeitlichen Abfolge auftraten. Was sie aber nicht taten.

Sing: “Computer: Stell die Pausen zwischen den Glitches als Striche dar, mit einer kurzen Lücke zwischen jedem Strich.”
Auf dem Monitor erschien eine Linie, die von kleinen Auslassungen unterbrochen war.
Sing: “Jetzt lass auch die langen Pausen weg, ersetze sie durch lange Auslassungen.”
Die Linie auf dem Monitor bestand jetzt aus eine Folge von von langen und kurzen Strichen, einer bis maximal 5, dann kam eine lange Pause.
Sing: “Computer: Ersetze die kurzen Striche durch Punkte, die langen Striche durch kurze Striche und wenn eine lange Pause kommt, fängst du eine neue Zeile an.”
Jetzt standen Morsezeichen auf dem Monitor!

Sing: “Seht euch das mal an! Da morst einer mit den Fail-Save Sensoren!”
Atlan: “Bestimmt unser Ghost. Ist wohl ein verstorbener Funkamateur.”
Rhodan: “Kannst du das Übersetzen?”
Sing: “Computer: Interpretiere die Strich-Punkt Folgen als Morsezeichen, und schreib auf, was da steht.”

In dem Moment gab es eine heftige Explosion an Bord, alles bebte, auf dem Hauptmonitor war plötzlich der Normalraum zu sehen. Gleichzeitig ging der Feueralarm los.

MacMurdo rief über Intercom: “Der Linearkonverter ist explodiert!”
Rhodan: “Verletzte?”
MacMurdo: “Keine. Wir hatten gerade eine Besprechung.”

Dann rief jemand in der Zentrale: “Der Fail-Save! Er fällt!”
Und tatsächlich, die Anzeige zählte rasend schnell nach unten.
Rhodan: “Raumanzüge anlegen! Die Ballig in den Schutzraum!”
Atlan zu Rhodan: “Hast du jemals 'Das Boot' gesehen? Da gibt es das selbe Spielchen mit dem Tiefenmesser.”
Irgend jemand hinter den beiden flüsterte gepresst: “Halt an. Halt endlich an.”
Aber den Gefallen tat ihm der Fail-Save Anzeiger nicht. Erst nach mehreren Minuten, die sich in der Zentrale wie Stunden anfühlten, wurde er langsamer, hielt endlich bei 53,4% an.
Gucky: ”Pfuh! Das war knapp.”

Sing: “Ich habe jetzt die Bedeutung der Morsezeichen. Da steht: 'LINKONV 3 DEF WEG NEBEL NICHT BENUTZEN FELD SPUL KUEHL KANN EXPOLD'. Das wurde mindestens drei mal wiederholt. Danach kam nichts mehr.”

Rhodan: “Besser spät als nie.”
Tolot, der inzwischen unten im Maschinenraum war, rief über Intercom: “Nummer 3 ist auseinander geflogen. Die Aufhängungen sind zerstört, aber die Wände des Abteils haben gehalten. Vermutlich wegen der Notprallfelder. Nummer 1 und 2 sind vermutlich ok, aber das müssen wir erst genauer untersuchen. Jedenfalls werden wir hier so schnell kein Ersatzteil einbauen können.”

Restreichweite: 135.000 Lichtjahre falls die beiden eingebauten Linearkonverter überlebt haben. Sonst nur noch 45.000 Lichtjahre mit dem Ersatzkonverter.
Fail-Save: 53,4%
2 Linearkonverter sind ausgebrannt und wurden getauscht, der dritte ist explodiert. Im Lagerraum liegt ein unbenutzter neuer sowie zwei ausgebrannte.
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Heft 3045: Die Flotte der Partisanen
Die geheimen Werften arbeiten mit Hochdruck -
in zwei Jahren soll die Flotte stehen


Die Hauptpersonen des Romans:
Die LI – Hat viel zu tun
Tolot – Scheut keine noch engen Schächte
Zizkzü, dem „Zungenbrecher” - Findet ein Ausweichziel

22.11.3031:
„Das sieht nicht gut aus.” Ein Satz, den die LI jetzt schon seit 3 Tagen immer wieder hören ließ. Rhodan wunderte sich insgeheim, wie viele Leute gleichzeitig im Maschinenraum arbeiten konnten. Die 30 Ballig hatten damit begonnen, jedes Teil des explodierten Linearkonverters genauestens zu untersuchen, hatten aber bisher nichts gefunden, das Rückschlüsse auf die Ursache der Explosion, genauer gesagt, auf deren eigentlichen Auslöser zuließ. Nur eins war klar: Das Kühlsystem hatte versagt, die Feldspulen überhitzten, womit schlagartig ihre Supraleitfähigkeit zusammen brach und der Strom, der durch sie floss einen massiven Kurzschluss erlebte, wodurch die Spulen verdampften, extremen Druck aufbauten, was letztlich zur Explosion des Konverters führte. Nur den Prallfeldern und einer Notentlüftung war es zu verdanken, dass die GH III nicht mit explodiert war.

Dafür hatte der Leistungsrückschlag das Schiff ganz schön “durchgeklingelt”, wie die LI das ausdrückte. Auch die Druckspitze im sekundären Kühlkreislauf war den Anlagen nicht gut bekommen.

Am vierten Tag nach der Explosion kroch Tolot aus einem für Haluter wirklich vollkommen ungeeigneten Wartungsschacht, der zum Leistungsschalter für die drei Linearkonverter führte.
“Schlechte Nachricht: Den Leistungsschalter hat es zerlegt.”

Rhodan an die LI: “Was bedeutet das? Haber wir dafür Ersatzteile?”
LI: “Wir haben sogar einen kompletten Leistungsschalter in Lagerraun 14. Wir müssen die beiden nur tauschen.” Und dabei machte sie ein Gesicht, als hätte sich in den vergangenen Tagen ausschließlich von Zitronen ernährt.
Rhodan: “Und?”
LI: “Das geht nur auf einer Werft. Wir müssen dazu die untere Polkalotte abmontieren, Teile der Decks 1, 2 und 3 ausbauen, dann erst kommen wir an den Verteiler heran.”
Rhodan: “Verstehe. Und dazu muss man das Schiff entlüften.”
LI: “Du sagst es.”

Betretenes Schweigen. Nach einer Weile: Sami Olsen, einer der beiden Ortungsspezialisten, der momentan eh nichts besseres zu tun hatte, daher unter Aufsicht der Techniker verbrannte Kabel erneuerte, meinte: “Ich habe vorhin mit Zizkzü, dem „Zungenbrecher” gesprochen. Er meint, dass nur 3 Lichtmonate entfernt ein K2V Stern mit Planeten steht. Vielleicht ist ja einer davon geeignet …”
Jupiter Vondrake, der bis zu den Knien in Jojoba Öl, dem ausgelaufenen Sekundärkühlmittel stand, das er und einige weitere Leute seit Tagen aus dem Zwischenboden unter dem Triebwerkskontrollraum schöpfte – abpumpen klappte nur teilweise, wegen der vielen Vertiefungen, in die man nur mit winzigen Eimerchen und Lappen kam – sah total ölverschmiert aus seinem 'Loch': “Der Impulsantrieb funktioniert noch. Das könnten wir im Relativflug schaffen.”
Drei Ballig nickten (was sie sich inzwischen von den Tschubaianern abgeschaut hatten): “Das klappt bestimmt. Machen wir schon seit zehntausenden von Jahren so.”
Rhodan: “Carmen, check die Impulstriebwerke, die Prallschirme, Energieversorgung und eben alles, was wir zum Relativflug brauchen. Das ist zumindest einen Versuch wert.”
MacMurdo, mit einem Strahlen im Gesicht: “Aye!” und weg war sie.

Restreichweite: 135.000 Lichtjahre falls die beiden eingebauten Linearkonverter überlebt haben und wieder in Betrieb genommen werden können. Sonst nur noch 45.000 Lichtjahre mit dem Ersatzkonverter, falls sich dieser in Betrieb nehmen lässt. Falls nicht: 0 Lichtjahre. Dann bleibt nur noch Unterlicht.
Fail-Save: 53,4%
2 Linearkonverter sind ausgebrannt und wurden getauscht, der dritte ist explodiert. Im Lagerraum liegt ein unbenutzter neuer sowie zwei ausgebrannte.

Sheer und Hainu hatten sich ein Zelt, Campingausrüstung und einen Gleiter ausgeliehen. Jetzt waren sie seit 4 Tagen im “Urwald” unterwegs, der zwar Bäume hatte, aber kein Unterholz. Irgendwie sah das alles mehr nach einem gepflegten Park, als nach wilder Natur aus. Trotzdem entdeckten sie jede Menge Lebensformen, die sie noch gesehen hatten. Hain begeisterte sich ganz besonders für die “Hüpfschnecken”. Die hatten ein Gehäuse, das durchaus an Weinbergschnecken erinnerte, aber sie kurze Beine, mit denen sie sogar hüpfen konnten. Was – so fand Hainu – irgendwie unglaubwürdig aussah. Sheer hatte sich dagegen sehr schnell ein evolutionäres Szenarium zurecht gebastelt, in dem sich zwingend genau solche Lebewesen entwickeln mussten.

Nach 10 Tagen wurden sie über Funk gerufen: Die KUTTIL war fertig umgebaut und würde in zwei Tagen starten. Da die GOOD HOPE III immer noch nicht eingetroffen ist, schlug Sorsak vor, dass die beiden wieder mitfliegen sollten. In etwa einem Monat war ohnehin schon der nächste Besuch der KUTTIL auf Garam geplant. Also fuhren Sheer und Hainu zurück.

Die KUTTIL sah inzwischen silbrig grau aus, konnte aber auf Tastendruck “unsichtbar” schwarz werden. Und die Anleitung für polarisierbares Ultrablack wollte Sorsak nach Lorania bringen. Dort arbeiten die Pukatscho seit Jahrhunderten an der “Partisanenflotte”. Das waren kleine Raumschiffe, die in sehr großer Stückzahl hergestellt wurden, und die 670 Jahre vor dem D-Day – Die Allianz (oder zumindest der Teil, der inzwischen informiert worden war) hatte den Begriff von den Tschubaianern übernommen, weil er ihnen so gut gefiel – von Trägerschiffen der Mallik abgeholt werden sollten. Der G2V Stern Loxox befand sich 453 Lichtjahre von Garam entfernt, und sollte inzwischen von der GOOD HOPE III angeflogen worden sein.

Nach einer Woche erreichte die KUTTIL Lorania, aber von der GOOD HOPE III wusste man dort nichts. Nach der Landung übergab Sorsak daher nicht nur die Pläne für die neue “Tarnfarbe”, sondern auch die für den Linearantrieb. Die Pukatscho waren einerseits begeistert von der neuen Technik, andererseits lagen sie mit ihrem Produktionssoll zurück. Sie hatten erst knapp 11.000 von den geplanten 15.000 “Partisanenschiffen” fertig. Also stellte sie kurzerhand ihre gesamte Industrieproduktion um, meinten aber, es könne noch zwei Jahre dauern, bis alles einsatzbereit sei.

Die Partisanenschiffe waren kleine, extrem wendige Raumjäger, die um eine Kanone herum aufgebaut waren. Jedes Schiff hatte 18 (ursprünglich waren 8 geplant) Einmaltransitionstriebwerke mit eine Reichweite von jeweils maximal 24 Lichtjahren. Nach Gebrauch wurden sie abgeworfen.

Alle an Bord macht sich inzwischen ernsthafte Gedanken darüber, was wohl mit der GH III passiert sein konnte. Sorsak beschloss daher, Rhodans Liste rückwärts abzufliegen. Irgendwo mussten sie ja stecken …

3.12.3031:
11 Tage nach der Explosion: Der Maschinenraum war inzwischen so weit “aufgeräumt” worden, wie es eben ging. Die Schäden an den Betriebswichtigen Anlagen waren teils behobnen, teils provisorisch geflickt. Ein großes Problem gab es jedoch: 20% der Strahlungskühler an der Außenhülle waren zerstört, fast die Hälfte des Kühlmittels im Weltraum verschwunden. Die LI und ihre Leute hatten die Kühler inzwischen so weit umgebaut, dass die Impulstriebwerke und der niederenergetische Prallschirm betrieben werden konnten. Sie vermutete, dass 90% der Lichtgeschwindigkeit “drin” sein sollten. Um genügend Kühlmittel zu bekommen, ließen sie das Jojoba Öl aus den 4 Minispacejets ab und füllten es in den Kühlkreislauf. Das hatte den Nachteil, dass sie jetzt auch kein überlichtschnelles Beiboot mehr hatten, aber den Vorteil, dass sich die GH III zum nächsten Stern “schleppen” konnte.

Rhodan erkundigte sich, ob inzwischen wieder Glitches aufgetreten waren. Waren sie aber nicht. Dann rief er bei Rama van die Spagetties an, wollte wissen, ob Ghost noch immer bei ihr vorbei schaute.
Rama: “Nach der Explosion war er noch zwei mal da. Das letzte mal vor einer Woche.”

Dann rief er MacMurdo im Maschinenraum.
Rhodan: “Bereit?”
LI: “Logo.”
Rhodan: “Dann fahr mal den Prallschirm hoch.”
Was sie auch sofort tat, wie man auf den Kontrollanzeigen in der Zentrale sehen konnte.”
Rhodan: “Und jetzt die Impulstriebwerke.”
LI: “Ich starte jeweils 3 auf einmal, damit wir uns nicht drehen.”
Es gab ein paar merkwürdige Geräusche im Schiff, dann leicht Vibrationen, dann Carmens Stimme im Interkom:
“ Nummer 1, 5 und 9 laufen! Wir haben Schub!”
Dann, nach einer langen Pause:
“3, 8 und 11 laufen. Kühlung funktioniert normal.”
Die Vibrationen ließen nach, besonders laut war es auch nicht.
Die LI starte danach auch noch die restlichen Impulstriebwerke, und meldete:
“Alle 12 Impulstriebwerke laufen, liefen Schub, Kühlung ist normal. Nur wesentlich mehr Schub dürfen wir nicht geben. Das schaffen die Kühler sonst nicht.”

Es war das erste mal seit mindestens 2,3 Milliarden Jahren, dass an Bord eines terranischen, oder in diesem Fall tschubaianischen Raumschiffs geklatscht wurde, als das Triebwerk ansprang.

Sing hatte inzwischen nachgerechnet:
“Bei dem Schub – so denn alles durchhält – erreichen wir in 124 Tagen den Stern. Hat eigentlich schon jemand einen Namen für ihn gefunden?”

Sichu: “Soweit ich weiß, hat er nur eine Katalognummer. Ich finde, wir sollten Carmen das Recht geben, ihn zu benennen. Ohne sie wären wir nie so weit gekommen.”
Also rief Rhodan im Maschinenraum an, aber die LI war extrem beschäftigt, meinte nur:
“Was, ein Name für den Notnagel?”

Damit befand sich die GOOD HOPE III im langen Anflug auf “Notnagel”. Bei 90% LG, der höchsten Geschwindigkeit, die die GH III erreichen würde, traten noch keine merkbaren relativistischen Effekte auf. So ganz grob entsprach die Bordzeit damit der Zeit im “ruhenden” Universum.

Zur Zeit funktioniert nur noch Unterlicht.
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Müllmann
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Heft 3046: Radio Free Andromeda
Ein Untergrund Hyperradio entsteht -
in Andro-Alpha sollen die Komponenten getestet werden


Mit Risszeichnung: Untergrund Hypersender und -Empfänger

Die Hauptpersonen des Romans:

Die KUTTIL flog sofort von Lorania mit Kurs auf Salas, 373 Lichtjahre weiter. Der Planet der Saleaner stand auf dem Flugplan vor Lorania, war der 3. Planet des G6V Sterns Sal. Nach 5 Tagen traf die KUTTIL dort ein. Nur von der GOOD HOPE III hattem man hier noch nie gehört. Sorsak gab schnell die Pläne der Lineartriebwerke und der Tarnfarbe ab, dann startete die KUTTIL zu den Ukinal. Das waren etwas seltsame Leute, die es nicht so sehr mit Namen hatten. Gerüchten zufolge hießen sie nicht einmal Ukinal, sondern wurden einfach nur so bezeichnet, damit man wusste, von wem gerade gesprochen wird. Ihr Planet hieß „Welt” und war der zweite des K1V Sterns “Sonne”. Vor der KUTTIL lang nun ein Flug über 492 Lichtjahre.

Nach 10 Tagen erreichten sie “Welt”, und Sorsak fragte über Funk, ob sie die GOOD HOPE III kennen.
Fluglotze: “Ja.”
Sorsak war mehr als nur erleichtert, ebenso die Besatzung, die über Bordsprech mitgehört hatte. Dann wollte Sorsak wissen, wann die GOOD HOPE III abgeflogen sei und wohin.
Floglotze: “Sie war nicht hier.”
Sorsak: “Woher kennt ihr sie dann?”
Fluglotze: “Die MATZL war vor zwei Wochen hier und hat uns das selbe gefragt.”

Die KUTTIL drehte kommentarlos ab und nahm Kurs auf den Planeten, der vor diesem in der Liste stand. Das war Ordoguran, 207 Lichtjahre von “Welt” entfernt.

19.4.3032:
Inzwischen an Bord der GOOD HOPE III: Das Schiff führte gerade ein langes und sehr vorsichtiges Bremsmanöver durch. Sie waren jetzt seit 129 Tagen unterwegs, würden in etwa einem Tag den inneren Bereich des Systems von Notnagel erreichen. Der Flug hatte ein paar Tage länger gedauert als geplant, da das Prallfeld bei der hohen Geschwindigkeit mehr Energie verbraucht hat, was auch mehr Abwärme produzierte, was wiederum die Kühler in Bedrängnis brachte, weshalb die LI empfohlen hatte, knapp unter 90% LG zu bleiben.

Zizkzü hatte inzwischen heraus gefunden, dass der zweite Planet in der habitablen Zone lag und es anscheinen Chlorophyll auf seiner Oberfläche sowie Sauerstoff in seiner Atmosphäre gab. Er wollte ihn “Freund der grünen Kreatur der was auch immer” nennen, was Gucky zusammen mit Tolot abgekürzt hatte zu “Grün”. Und Grün war nun das Ziel der GH III.

Nach einem weiteren Tag hatte sich das Schiff in einen Orbit eingebremst, eine Sonde abgesetzt und festgestellt, dass die Atmosphäre tatsächlich atembar war. Also landete die GH III auf einer weiten Ebene, die etwas Ähnlichem wie Gras bewachsen war. Der Boden erwies sich als hinreichend fest, so dass die Landeteller kaum einsanken. Nach einigen weiteren Untersuchungen war klar, dass es keine pathogenen Keime gab, der Druck bei 0,92 Bar und die Tagestemperatur bei 22°C lag.

Rhodan hatte ein paar Roboter ins Freie geschickt, um herauszufinden, ob die Gegend wirklich sicher war. Als sich nach einem Tag noch immer keine Gefahr gezeigt hatte, führte die LI einen langsamen Druckausgleich durch und die Leute, die nichts zum Ausbau des Energieverteilers beitragen konnten, durften auf eigene Faust die Umgebung erkunden. Eine dieser Gruppen bestand aus Flausen Krik, KaHa, Rama van die Spagetties, Korim Kabane, Hans Müller und Lüziff Spirrl.

Etwa 3 Kilometer von der GH III entfernt entdeckte Rama einen kleinen Hügel, keine 3 Meter hoch, und meinte, dass man von dort bestimmt einen guten Überblick über die Grasebene haben würde. Die anderen fanden das auch und so marschierte die Gruppe los. Als sie vielleicht noch 200 Meter vom Hügel entfernt waren, stand der plötzlich auf, drehte sich zu ihnen, riss ein Maul mit sehr spitzen Zähnen auf und rannte los. Genau auf sie zu!

Alle liefen in Panik los, Kobane schrie etwas, das klang wie “Wir hätten Waffen mitnehmen sollen”, aus einer anderen Richtung kam Ramas quietschende Antwort: “Wer denkt denn an so etwas?” und von noch weiter weg hörte man den Hausmeister: “Ich wusste schon immer, dass ich einmal auf diese Art sterben würde!”.

Flausen Krik und KaHa waren stehen geblieben – sie hatten es beide nicht so mit dem Laufen – und Krik fragte, während er das “Verderben” nicht aus den Augen ließ: „KaHa, hast du meine Umhängetasche irgendwo gesehen?”
KaHa: “Ja, die liegt da hinten am Boden.”
Krik: “Kannst du sie mir bitte mal bringen.”
KaHa: “Gerne.”, und ging los, hob die Tasche auf und brachte sie Krik.

Der öffnete die Tasche, kramte darin herum – das “Verderben” war auf unter 50 Meter heran – fische einen kleinen Beutel heraus, meinte: “Ah, hier. Wusste doch, dass ich den dabei habe.”
Öffnete den Beutel – das “Verderben” war auf 20 Meter heran – und kippte etwas gelben Staub in seine Hand. Dann hielt er die Hand mit dem Staub vor den Mund, wartete einen Augenblick, bis das “Verderben” auf 2 Meter heran war und blies dann den Staub in die Luft.

Das “Verderben” stoppte ganz irritiert, atmete den Staub ein, führte dann eine seltsame Bewegung mit dem Kopf durch, nieste mit einer Lautstärke, dass Krik froh war, kein Toupet zu tragen – das wäre weg geweht worden – erstarrte und fiel tot um.

Krik: “Und da sagen die Leute immer, mein Zauberpulver taugt nichts.”
KaHa: “Daran habe ich nie gezweifelt.“

Spoiler:
Man beachte die Mehrdeutigkeit der Antwort.


Inzwischen hatten die Techniker begonnen, die untere Polkalotte mit der Hauptschleuse abzuschrauben. Später sollten dann die 4 unteren Hüllensegmente folgen, dann der Innenbereich der unteren Decks, und so weiter und so fort. Die LI hatte abgeschätzt, dass Zerlegen, Ausbau, Einbau des Ersatzteils und Zusammenschrauben der GH III etwa ein halbes Jahr dauern würde. Über besondere Servicefreundlichkeit hatte sich bei der Konstruktion der GH III anscheinend niemand ernsthafte Gedanken gemacht. Was Sichu auf den Plan rief. Sie begann Überlegungen anzustellen, wie man die 100 Meter Raumschiffe in Zukunft so aufbauen konnte, dass solche Reparaturen von der Besatzung mit deutlich weniger Aufwand durchgeführt werden konnten. Ihr war schon klar, was beim Entwurf der GH III schief gelaufen war: Die Konstrukteure hingen immer noch der alten Philosophie an, sollte ein Defekt auftreten, ruft man einen Flottentender, und die lösen das Problem dann schon. Aber ohne Hyperfunk? Da war die Besatzung praktisch immer auf sich selbst gestellt.

Am Abend, bevor er sich mit Rhodan, Atlan und Tolot zum Abendessen in der Messe traf, legte Gucky noch schnell einen Paraschocker in die Waffenkammer zurück. Meinte dann später, als er gerade den Inhalt einer Dose nicht aufgetauter Spargelspitzen aß, dass der “Urlaub” hier dem Selbstbewusstsein einiger Besatzungsmitglieder sicher recht gut tat. Rhodan sah ihn fragend an, aber Gucky zuckte nur kurz mit den Schultern und knabberte weiter.

Zur Zeit ist kein Flugbetrieb möglich, die GH III wird gerade auseinander geschraubt.
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Als die KUTTIL bei Ordoguran ankam, wusste man dort von nichts. Hier hatte sich noch nicht einmal die MATZL sehen lassen. Also weiter zu den Nowal auf dem Planeten Los, den vierten des M2V Zwerges Talka. Als die KUTTIL 418 Lichtjahre weiter am Rand des Systems in den Normalraum eintrat, empfing der Funker ein Signal, das nur von der MATZL stammen konnte. Es war vor 7 Stunden abgestrahlt worden, als die M gerade dabei war, das System zu verlassen. Knapp verpasst, dachte Sorsak, aber dann kamen weitere Radiosignale, und wie es aussah, würde die MATZL die KUTTIL in nur 3 Lichtminuten Abstand passieren. Also rief der Funker die M mit der bitte zu stoppen. 4 Stunden später flogen beide Schiffe Seite an Seite, und der Kommandant der MATZL, Murnak, berichtete, dass die GOOD HOPE III auf keinem der Planeten, die er bisher angeflogen hat, aufgetaucht sei. Es gibt eine Suche, an der sich – mangels Linearkonverter – erst 4 Schiffe, jetzt 5 mit der KUTTIL, beteiligten. Leider muss er selbst die Suche abbrechen, weil die MATZL nach Andro-Alpha fliegen und die Untergrund Hypersender testen soll. Das geht momentan nur mit der MATZL, weil nur sie genügend Linearkonverter an Bord nehmen konnte, um die 106.000 Lichtjahre hin und auch wieder zurück zu schaffen.

Sorsak wusste, dass die Sender nur sehr weit weg getestet werden durften, um die Götzen sicher auf eine falsche Fährte zu bringen. Sollten sie einen Zusammenhang mit der Allianz auch nur ahnen, war das mehr als nur ein schweres Problem.

Die beiden Kommandanten konnten den Interessenkonflikt nicht lösen, beschlossen daher, bei ihren einmal gefassten Plänen zu bleiben. Murnak hielt Sorsaks Strategie für erfolgversprechend, und “drückte ihm die Daumen”. Oder das Redneck-Äquivalent dazu.

Also flog die KUTTIL weiter nach Anda zu den Andanen und die MATZL nach Andro-Alpha.

21.6.3032:
Etwa zwei Monate nach der Landung, die GOOD HOPE III stand halb zerlegt auf der weiten Grasebene auf Grün, schlug die Funküberwachung Alarm: Man empfing ein extrem schwaches Hyperfunksignal. Zu verstehen war nichts, aber nach einiger Zeit bildete sich Rhodan ein, dass das, was jetzt gerade lief, fast wie “Jailhouse Rock” klang. Auch in den nächsten Tagen – die Sendung lief jetzt bereits seit 7 Tagen – kamen immer wieder Teile, die nach altem Rock`n Roll klangen. Das konnte sich an Bord niemand erklären. Selbst wenn irgend jemand in Andromeda einen Hypersender testet – was ja offensichtlich der Fall war – woher sollte er 2,3 Milliarden Jahre alte Musik haben? Vorsichtshalber fragte er an Bord alle Besatzungsmitglieder, ob vielleicht jemand Musik weiter gegeben hatte. Aber niemand wusste etwas davon. Nach 12 Tagen endete die Sendung abrupt. Rhodan war klar: Die Götzen hatten zugeschlagen.

Zur Zeit ist kein Flugbetrieb möglich, die GH III wird gerade auseinander geschraubt.
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Müllmann
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Heft 3047: Das Netz der Pico-Peiler
Man muss wissen, wo sich der Feind befindet -
ein Netz soll über Andromeda gelegt werden


Die Hauptpersonen des Romans:

Die Andanen wussten ebenfalls von nichts. Nach dem üblichen Datenaustausch flog die KUTTIL daher sofort weiter nach Purdor. Das war der fünfte Planet, den die GOOD HOPE III anfliegen wollte. Inzwischen dauerte die Suche fast 3 Monate, hatte bisher außer Fehlschlägen keine Ergebnisse geliefert. Sorsak beobachtete Besorgt die beiden Tschubaianer, konnte sich gut vorstellen, wie es in denen gerade aussah. Er selbst hasste es, jemand zu verlieren, und bei den beiden dürfte es kaum anders sein. Ihm fiel auf, dass sich Sheer viel freundlicher gegenüber “seinem” Pseudomarsianer verhielt als früher. Er fand sogar gelegentlich freundliche Worte für dessen “grünen Klotz”, den der Kleine in letzter Zeit fast immer mit sich herum schleppte.

Kurz bevor sie Purdor erreichten, fragte Sorsak Sheer in einer ruhigen Minute, als Hainu gerade nicht dabei war:
“Du glaubst, dass sie tot sind?”
Sheer: “Nein. Ich habe einfach zu wenig Informationen, um Schlüsse zu ziehen. Aber irgend etwas ist offenbar passiert. Rhodan hält sich sonst immer an alle Abmachungen.”
Sorsak: “Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sie wirklich tot sind. Nur, dass sie ernsthaft in der Klemme sitzen.”
Sheer: “Wir werden sie finden.”

Bei den Purrer angekommen, waren auch diese ahnungslos. Also folgte das übliche Prozedere und schon flog die KUTTIL weiter nach Carrid. Als sie nach 10 Tagen dort ankamen, wieder das selbe. Langsam sah Sorsak schwarz. Jetzt blieben nur noch vier Planeten. Und dann? Sie mussten sie einfach finden, bevor die möglichen Anhaltspunkte ausgingen.

Die Idges konnten auch nicht weiter helfen. Blieben noch drei Planeten. Der nächste war Kala-Arim. Nach 2 Tagen trafen sie dort ein, meldeten sich per Funk an und fragten nach der GOOD HOPE III. Als Sorsak sagte, dass sie verschollen sein, wurde er sofort zum Rat der Techniker, zu Barrim durchgestellt.

Barrim: “Rhodan wollte nach Carrid. Hast du dort schon nachgefragt?”
Sorsak: “Dort ist er nie angekommen. Auch nicht auf den anderen Planeten seines Flugplans.”
Barrim: “Ich hätte ihn nie starten lassen dürfen! Die hatten einen schleichenden Fehler im Schiff, wussten nicht, was die Ursache war. Rhodan meinte zu mir: 'Das schaffen wir schon'. Als ich das als 'Berühmte letzte Worte' bezeichnet habe, hatten die Tschubaianer zumindest angefangen, ihr Schiff zu untersuchen. Etwas, das ich als stichhaltig bezeichnen würde, konnten sie jedoch nicht finden. Sie haben dann angenommen, dass ihre Fail-Save Sensoren einen systematischen Fehler haben und daher Unsinn anzeigen. Neue hatten sie keine. Dass wir welche nachbauen, wollten sie auch nicht.”
Sorsak: “Das klingt nicht gut. Wann sind sie den gestartet?”
Barrim nannte ihm das Datum.
Sorsak: “Das ist fast ein halbes Jahr her. Dann machen wir uns mal auf die Suche,”
Barrim: “Die GOOD HOPE III wollte auf einem direkten Kurs, also geradlinig von hier nach Carrid fliegen. Vielleicht nützt diese Information. Ich fasse es nicht. Ich bin schuld am tot der Tschubaianer. Und die sind auch noch eine vom Aussterben bedrohte Art. Schrecklich. So leichtsinnig wie die vorgehen, wundert mich das nicht. Keinen Plan B haben, einfach auf gut Glück loslegen, das kann einfach auf Dauer nicht gut gehen. Ich htte sie nicht starten lassen dürfen. Ich trage die Verantwortung für ihren Tot. Gurram, bring mir eine Waffe.”
Sursak: “Halt! Wir haben Kriegsrecht, und da ist Selbstmord Hochverrat! Außerdem sind die Tschubaianer nicht tot, sondern verschollen. Und bevor nicht ein Pathologe ihre Körper untersucht und einen Totenschein ausgestellt hat, sind sie nicht tot! IST DAS KLAR?!”
Barrim: “Du hast ja recht. Sehen wir, was die Suche ergibt.”

Gegen Ende des Gesprächs war Hainus grüne Gesichtsfarbe noch eine Nuance grüner geworden, er drehte sich zu einem Mülleimer um und reiherte diesen voll. Sheer brachte ihn daraufhin auf die Krankenstation.

Inzwischen war von Kala-Arim ein Raumschiff gestartet und brachte Ramim, einen Beobachter der Gop-hob-fohl zur KUTTIL. Nach einer halben Stunde war er umgestiegen, hatte sich aus seinem Raumanzug heraus gequält und betrat die Zentrale.

Sorsak bat den Navigator, einen Kurs nach Carrid zu berechnen, aber mit nur etwa 1 Lichtjahr langen Linearetappen. Dort sollte der Funk gründlich nach einem Disstress Signal suchen – wobei er hoffte, dass die GH III eines aussenden konnte. Dann ging er zur Krankenstation, um nach den beiden Tschubaianern zu sehen.

Inzwischen auf Turgantar: Mit den alten Produktionsanlagen der Turgur wurden Pico-Peiler in Großserie gebaut. Der Sensor entsprach exakt denen, die von der GH III beim Projekt Wolfram Trap verwendet wurden. Es gab nur einen wesentlichen Unterschied: Anstelle von Salkrit bestand der Resonator aus einem Bose-Einstein Kondenstat aus Cer Atomen. Das benötigte etwa 2000 mal mehr Volumen, funktionierte aber vergleichbar. Sie waren an einen Hypersender gekoppelt, und konnten von einem Hyperempfänger per Fernsteuerung eingeschaltet werden. Natürlich konnte man keine Stichprobentests durchführen, aber zumindest hatte die MATZL einen Prototyp nach Andro-Alpha mitgenommen, und der hatte auf den Pico-Impuls des Raumschiffs der Götzen angesprochen, als diese den Untergrund Hypersender abschossen. Natürlich haben sie auch sofort den Pico-Peiler abgeschossen. Etwa 3 Sekunden nach dem Hypersender. Jetzt wusste die Allianz, dass die Götzen zwar immer noch etwa 12 Tage brauchten, bis sie auftauchten, aber wenn sie schon mal vor Ort waren, dann räumten sie gleich gründlich auf.

Von Turgantar starteten nun laufend Schiffe mit Linearantrieb, um die Sensoren in einem Bereich, der das Gebiet der Allianz, aber auch das Zentrum Andromedas einschloss, zu verteilen. Da man die Reichweite der Peiler auf etwa 100 Lichtjahre einschätzte, wurden sie in einem Netz mit der Maschenweite 50 Lichtjahre ausgelegt. Das Gebiet sollte in etwa 10.000 Lichtjahre Breit, 30.000 Lichtjahre lang und 5.000 Lichtjahre hoch sein. Die Strategen der Allianz hatten abgeschätzt, dass es etwa 2 Jahre dauern würde, bis alle 12 Millionen Peiler ausgelegt waren. Bis dahin sollte auch die Flotte einsatzbereit sein.

Nach drei Tagen befand sich die KUTTIL etwa 3 Lichtjahre von Kala-Arim entfernt und versuchte dort, im Funk ein Disstress Signal zu entdecken. Ohne Erfolg. Der Navigator hatte eine fast zwei Meter lange Karte der Flugstrecke in der Zentrale ausgelegt, wobei die Sterne mit kleinen roten b.z.w. blauen Strichen versehen waren. Je nachdem, ob sie “oberhalb” oder “unterhalb” der Kartenebene lagen.

Hainu, der seine Magenverstimmung längst auskuriert hatte, betrat die Zentrale. Natürlich hatte er seinen “grünen Klotz” dabei. Gedankenverloren stellte er ihn auf die Karte – wo anders war eh kein Platz. Als der Navigator etwas in der Karte einzeichnen wollte, stellte der den Klotz zur Seite, merkte, dass an dem etwas klebte, das nun an der Karte haftete. Als er es wegwischen wollte, bemerkte er, dass dieser Essensrest – oder was immer das auch war – genau an der Position eines Sterns klebte. Und der befand sich unmittelbar neben dem abgesteckten Kurs, ohne einen roten oder blauen Strich.

Navigator: “Das ist ja seltsam. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Stern so nahe am Kurs liegt, ist nicht besonders hoch.”
Hainu: “Wenn die GOOD HOPE III in Schwierigkeiten ist, wird sie versuchen, einen nahen Stern anzufliegen.”
Sorsak: “Das klingt wirklich extrem unwahrscheinlich.” Dann sah man ihm an, wie etwas in ihm zu arbeiten begann.
Sorsak: “Mit der jetzigen Strategie brauchen wir mehr als 200 Tage, das Gebiet abzusuchen. Und selbst dann ist es sehr unsicher, ob wir wirklich ein Disstress Signal entdecken. Navigator: Wir fliegen zu diesem Stern. Jetzt! Sofort!”
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Müllmann
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Heft 3048: Plan B der Allianz
Es könnte auch schief gehen -
was soll man im Notfall tun?


Die Hauptpersonen des Romans:
Sorsak – Seine Suche findet ein Ende
Rhodan – Lässt einen Bausatz abtransportieren

28.6.3032:
Nach einem halben Tag erreichte die KUTTIL einen K2V Stern mit 7 Planeten. Der Zweite lag in der habitablen Zone, und Sorsak setzte sofort Kurs dort hin. Der Funker schüttelte den Kopf, als Sorsak ihn ansah. Kein Funksignal.

Als die KUTTIL noch etwa 10 Lichtsekunden vom Planeten entfernt war, rief der Funker auf der allgemeinen Kommunikationsfrequenz der Allianz, auf 223,4 MHz:
“GOOD HOPE III, hier ist die KUTTIL.”
Zwanzig Sekunden warten, wegen der Signallaufzeit. Nichts.
Dann noch einmal. Wieder keine Antwort.

Sorsak: “Wir gehen trotzdem in einen Orbit. Vielleicht können sie ja nicht antworten.”
Die KUTTIL bremste sich in einen 3500 km Orbit, beobachtete intensiv die Oberfläche, und der Funker rief und horchte jetzt ohne Unterbrechung.

Nach drei Stunden, die KUTTIL überflog gerade einen Kontinent mit einer riesigen völlig ebenen Fläche, knackte es im Empfänger, dann kam eine Stimme:

“KUTTIL, hier ist die GOOD HOPE III”

Rednecks und Ballig neigen zwar nicht zu spontanen Gefühlsausbrüchen, aber es müssen auch mal Ausnahmen erlaubt sein …

Nach weiteren 4 Stunden stand die KUTTIL neben der halb zerlegten GH III.

Spoiler:
Und darum, liebe Kinder, gebt IMMER einen Flugplan ab, bevor ihr startet. Wenn etwas schief geht werdet ihr sonst nie gefunden,


Ramim ging um das “Wrack”, wie er die GOOD HOPE III insgeheim nannte herum, entdeckte dann die LI, die er von Fotos kannte, meinte zu ihr:
“Ganz schön mutig, ein Raumschiff mitten in der Pampa auseinander zu schrauben und zu hoffen, dass ihr es wieder zusammensetzen und starten könnt.”
MacMurdo: “Das schaffen wir schon.”
Ramim: “Das scheint bei euch Tschubaianern ein Standartspruch zu sein. Ich habe da einen etwas realistischeren Vorschlag: Im Orbit um Kala-Arim wird gerade eine Werftplattform gebaut. Sie ist zwar noch nicht fertig, aber für einen Flug über 100 Lichtjahre und einer einfachen Bergungsaktion sollte es schon ausreichen.”
LI: “Du meinst, wir könnten die GOOD HOPE III und alle ausgebauten Teile einfach abtransportieren?”
Ramim: “Ja. Das ist technisch kein Problem. Auf Kala-Arim kommt sie dann in die Werft und wird gründlich überholt.” Wobei er auf ein Bauteil mit vielen Kabeln und Steckern schaute, das neben ihnen im Dreck lag. “Nötig hätte sie es.”

Inzwischen auf Garam: Strategen der 32 wichtigsten Mitglieder der Allianz hatten sich im “Hauptquartier” getroffen. Ihre Aufgabe bestand darin, einen Plan zu entwickeln, wie man sich verhalten sollte, wenn der Angriff auf die Götter schief ging. Man wusste so wenig von ihnen, dass nicht auszuschließen war, dass sie sogar versuchen würden, die Planeten der Allianz zu vernichten, wenn es ihnen wirklich “an den Kragen” ging.

Bisher hatten sie zwar nur alles angegriffen und zerstört, was Hyperstrahlung abgab, aber ob das so bleiben würde, das wusste niemand.

Eine kurze Rekapitulation der bisher durchgeführten Maßnahmen: In den letzten 30.000 Jahren waren geschätzt 20.000 Schiffe losgeschickt worden, die im Relativflug aus dem Bereich der Allianz heraus fliegen sollen um neue versteckt liegende Planeten zu besiedeln. Sie sollen von dort aus den Hyperfunk überwachen, damit sie wissen, wann die Götzen besiegt sind. Viele der Schiffe dürften immer noch unterwegs sein. Wie viele es sind, wann sie gestartet wurden und wohin sie fliegen ist so geheim, dass es keinerlei Aufzeichnungen darüber gibt. Die könnten ja von den Götzen entdeckt werden. Lediglich die strategischen Räte der Allianz gaben die Informationen mündlich an ihre Nachfolger weiter.

Der zweite Teil der Maßnahmen war: Einige Planeten hatten planetare fraktale Schutzschirme. Auf allen Planeten gab es Tiefbunker, sowie lokale fraktale Schutzschirme. Das Wissen der Allianz war zudem an einer Vielzahl geheimer Orte versteckt und in einer Form gespeichert, die mehrere 100.000 Jahre überdauern konnte. Damit die Orte wieder gefunden werden konnten, gab es eine künstliche Religion. Ihre Anhänger glaubten an Allia, mussten seine Werke auswendig lernen, durften aber nicht über den Inhalt nachdenken. Und im Inhalt waren die Orte in sehr verschlüsselter Form versteckt, konnten aber gefunden werden, wenn man die Texte für “Bare Münze” nahm.

Und dann gab es noch den Plan-B.

Aber der war so extrem geheim, dass man nie - NIE! - über ihn berichten durfte. Schade eigentlich. Wir dürfen das auch nicht.

Spoiler:
Und jetzt ratet mal, wo ich Allia und seine Religion abgekupfert habe …


Die KUTTIL war mit einigen der Ballig der GH III zurück nach Kala-Akim geflogen, hatte dem maßlos erleichterten Barrim vom glücklichen Ende der Suche berichtet. Der leitete sofort alles in die Wege, dass die fast fertige Werftplattform IADROKA ausgerüstet und flugbereit gemacht wurde.

Nach 2 Wochen war es dann so weit: Die IADROKA startete zum Planeten Grün, kam nach einem Tag dort an und landete neben dem “Wrack”. Mit Antigravplattformen, Traktorstrahlen und dem schiffseigenem Antigrav der GH III hoben sie das Schiff auf die fast 600 Meter durchmessende und 35 Meter dicke Plattform. Dann verluden sie die Hüllensegmente, die untere Polkalotte und verstauten alle ausgebauten Teile in den Laderäumen. Das dauerte fast 6 Tage. Die Besatzung der GH III zog für den Rückflug in die IADROKA, alles auf der Plattform wurde extrem gut gesichert, und dann ging es los. Zurück nach Kala-Akim, in die Werft.

Nach der Landung traf sich Barrim mit Rhodan und bat ihm um ein Gespräch unter sechs Augen (die Gop-hob-fohl hatten 4) und dann begann er, ein ernstes Wort mit Perry zu reden.
Barrim: “Es war ein Fehler, euch mit dem schleichenden Defekt starten zu lassen. Ihr Tschubaianer seid einfach zu unvorsichtig, um nicht zu sagen, zu leichtsinnig. Euer 'Das schaffen wir schon' ist so richtiger Mist. Mann, Rhodan! Überleg doch mal: Du gehörst einer vom Aussterben bedrohten Art an, und dann handelst du derart fahrlässig! Das erhöht eure Überlebenschancen nicht unbedingt. Gut, ich verstehe ja, ihr habt nur wenige 1000 Jahre Zeit gehabt, eure Technik zu entwickeln, wir hatten weit über 100.000. Bei euch muss es immer das Neueste sein, und ihr kommt dabei gar nicht auf die Idee, dass Technik nur so gut ist wie man sie ausgetestet hat. Trotzdem habt ihr eine Schlüsseltechnologie beigesteuert, den Linearantrieb, mit dem wir jetzt realistische Chancen gegen die Götzen haben. Rhodan! Ihr Tschubaianer seid nicht nur deshalb ein wertvolles und geschätztes Mitglied der Allianz. Ihr seid ehrlich, und man kann sich auf euch verlassen. Das macht euch sympathisch. Wir wollen euch nicht durch irgend welche Blödsinnsaktionen verlieren.“
Rhodan sah betreten zu Boden: “Du hast schon recht. Manchmal sehen wir Probleme einfach nicht. Oft handeln wir lieber, als dass wir nachdenken …”
Barrim: “Nimm es nicht so tragisch.” und jetzt tat er etwas, das Rhodan so richtig peinlich war: Er nahm ihn in den Arm, meinte: “Das wird schon.” und ließ ihn wieder los.

In der Werft: Die GOOD HOPE III war inzwischen abgeladen worden und stand in einer unterirdischen Halle, annähernd würfelförmig mit rund 250 Meter Kantenlänge. Alle abmontierten und ausgebauten Teile lagen neben dem Schiff, dazwischen wuselten hunderte von Technikern und Ingenieuren herum.

Sichu, Carmen und Kulpim, der leitende Ingenieur der Werft standen zwischen den Teilen, sahen Pläne der GH III an, und zwischendurch stellte Kulpim fest:
“Da gibt es einiges umzubauen. Damit das Schiff wirklich betriebssicher und wartungsfreundlich wird. Aber ich denke, in spätestens einem Jahr läuft das. Und da der Angriff auf die Götzen erst in etwa 2 Jahren beginnen soll, bleibt noch genügend Zeit, alles zu testen.”

In einer späteren Besprechung mit Kulpim, Barrim, Sorsak, Rhodan, Atlan, Gucky, Sichu, MacMurdo und Tolot fiel dann der Beschluss: Die GOOD HOPE III wird umgebaut! “Auf den neuesten Stand gebracht.”, wie Rhodan das ausdrückte, was ihm aber sofort wieder peinlich war, da er Barrims Rede noch zu frisch im Gedächtnis hatte.

Die Besatzung der GH III war inzwischen in eine Wohnanlage der Gop-hob-fohl an der Oberfläche umgezogen, das Schiff wurde immer weiter zerlegt. Nach zwei Monaten stand nur noch das Gerippe der Schiffsstruktur in der Halle, aber auch an dem wurde gearbeitet. Sichus Idee, wie man geeignete Wartungszugänge schaffen könnte, war von Kulpim aufgegriffen worden und begann nun erste Formen anzunehmen.

Nach sechs Monaten hatte die GH III eine neue Energieversorgung, Lineartriebwerke der vierten Generation, Maser-Kühler, die ohne Kühlmittel auskamen, aber keinen zentralen Antigravlift mehr, sondern vier, die weiter außen lagen, um einen Tunnel frei zu lassen, in dem die Lineartriebwerke, die Fusionsreaktoren und alles, was zu deren Betrieb nötig war, als ein Bauteil nach unten heraus genommen werden konnte. Zusätzlich zum HÜ Schirm, der wegen seiner Hyperstrahlung nicht benutzt werden durfte, bekam die GH III einen fraktalen Schirm. Die Impulstriebwerke wurden durch eine ähnliche, aber erheblich sparsamere und betriebssichere Variante aus der Produktion von Kor-Kal-Kor ersetzt. Das Verrückteste war: Alle Dichtungen der Druckschleusen und Türen wurden ausgetauscht. Ein Volk aus der Allianz (mittlerweile leider ausgestorben) hatte einen wirklich perfekten Kunststoff dafür entwickelt. Und das schon lange vor dem Krieg. Schließlich wurden noch weitere Waffensysteme eingebaut: 4 Geschütze mit Atomlasern, die neutrale Atome verschossen, dann Werfer für Raumtorpedos. Die waren winzig klein, nur 70 cm lang und 7 kg schwer. Aber angeblich extrem wirksam. Und zuletzt, inzwischen waren 11 Monate vergangen, bekam die Hülle einen neuen Anstrich mit polarisierbarem Ultrablack.

4.6.3033:
Beim ersten Probeflug fiel Atlan die Fail-Save Anzeige auf: Sie sah genau so aus wie immer, zeigte aber einen neuen Wert an: 100%

Reichweite: 141.000 Lichtjahre mit dem Linearantrieb (3 Konverter mit je 47.000 Lichtjahren
Dazu: ca, 80.000 Lichtjahre mit dem neuen Transitionsantrieb, der aber momentan nicht verwendet werden durfte.
Fail-Save: 100%
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Müllmann
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Heft 3049: Vor dem längsten Tag
Die Vorbereitungen sind abgeschlossen -
morgen beginnt der längste Tag


Die Hauptpersonen des Romans:
Rhodan – Steht vor einem roten Knopf
Sorsak – Fliegt seinen Träger in die erste Schlacht
Barrim – Beschließt, eine Runde zu schlafen
Gucku und Illi – Halten das für eine gute Idee

5. Juni 3034: Die GOOD HOPE III flog in der Mitte eines Verbandes aus 70 Schiffen der Allianz, darunter ein Träger der Partisanenflotte. Rhodan währe zwar viel lieber an der Spitze geflogen, aber mit der Begründung, die Tschubaianer standen unter Artenschutz, hatten ihn die anderen Kommandanten überstimmt. Sorsak, der zum Kommandanten des Trägers MURD befördert worden war, begrüßte diese Entscheidung. In der GH III flog neben Barrim noch ein Fernsehteam der Mendeljaner mit. Sie sollten den “Startschuss” dokumentieren. Den sollte Rhodan geben, indem er auf den “roten Knopf” drücke, der in der – inzwischen etwas enger gewordenen – Zentrale der GH III auf einem säulenartigen Podest aufgebaut war.

Der Plan sah vor, dass mit dem Druck auf den Knopf ein Hyperfunksignal abgestrahlt wurde, das die 8 Millionen Pico-Peiler aktivierte und ebenso die 87 Hypersender von Radio Free Andromeda einschaltete. Anmerkung: Von den geplanten 12 Millionen Peilern konnten aus Zeitgründen nur 8 Millionen ausgesetzt werden, was aber auch ausreichen sollte. Die Sender des Untergrundradios befanden sich an Bord von Raumschiffen, die sofort im Linearraum verschwinden sollten, sobald ein Pico Impuls in ihrer Nähe angemessen wurde.

Die Strategen der Allianz rechneten damit, dass es nach dem Startschuss maximal 12 Tage dauern würde, bis die Götzen zuschlagen würden. Da die Pico-Peiler auf Passiv geschaltet waren, also nur senden würden, wenn sie einen Pico Impuls bemerkten, waren die Hypersender von RFA der erste Köder. In der unmittelbaren Nähe der Senderschiffe stand jeweils eine getarnte Flotte, die sofort massiv angreifen sollte, sobald ein Schiff der Götzen auftauchte. Falls die Götzen zu überlegen waren, sollten die Pico-Peiler auf Aktiv geschaltet werden. Das hieß, dass alle 8 Millionen gleichzeitig in den Dauersendebetrieb gingen. Sie sollten dann nur ihre Kennung ständig wiederholen, und, falls Impulse auftraten, diese melden. Jedenfalls – so vermutete die Allianz – dürften diese 8 Millionen Signale die Götzen deutlich überfordern. Selbst wenn sie noch so überlegen waren, das konnte ein taktischer Vorteil sein.

Gegen 21 Uhr Bordzeit gähnt Barrim: “In 7 Stunden geht es los. Wie bei euch damals auf Terra das wird morgen vermutlich wirklich unser längster Tag. Wenn es gut läuft. Wenn es blöd läuft, kann der Tag aber auch sehr kurz werden. Wie auch immer. Ich will morgen frisch und fit sein, daher gehe ich jetzt für 5 Stunden schlafen.”
Gucky: “Gute Idee.”, und griff nach Illis Hand. Plop.

Rhodan, der bekanntlich mit sehr wenig Schaf auskam, setzte sich neben Atlan, und beide diskutierten noch die ganze Nacht lang. Tolot hatte es sich in der Waffensteuerung Ost bequem gemacht, Sichu beobachtete die Ortung, einer der Käche, Karlos Kupfer brachte Kaffee – was er sonst nie tat – und ansonsten herrschte angespannte Ruhe. Zwischendurch meldete sich Rama van die Spagetties, meinte Ghost habe sich gerade mit Hilfe des “Ghost-Kommunikators”, den ein Ballig aus einem alten Fail-Save Sensor gebastelt hatte gemeldet, und “OK” gemorst. Morsezeichen lesen hatte sie inzwischen gelernt. Man muss ja seine Patienten verstehen.

Kurz vor Mitternacht kam noch Hainu mit seinem grünen Klotz in die Zentrale, meinte, er könne nicht einschlafen, legte sich auf Guckys Couch und pennte sofort weg.

Jetzt begann das Warten.

Reichweite: 132.400 Lichtjahre mit dem Linearantrieb (3 Konverter mit je 47.000 Lichtjahren
Dazu: ca, 80.000 Lichtjahre mit dem neuen Transitionsantrieb, der aber momentan nicht verwendet werden durfte.
Fail-Save: 100%
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Müllmann
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Spoiler:
Jetzt gerade beim Hochladen fällt mir auf, dass der Spoiler zu 3049 deutlich kürzer ist, als ich ihn in Erinnerung hatte. Liegt womöglich daran, dass die beiden nächsten Spoiler (Auftakt zur zweiten Hälfte des Zyklus`) etwas länger ausgefallen sind …


Ihr wundert euch über die Tageszeit? Hä, hä. Ich fange morgen erst um 15 Uhr an. Muss aber ein paar Tage zu einer “Baustelle”, und mein Flug geht erst um 20 Uhr irgendwas. Falls die nicht auch streiken. Es kann sein, dass ich erst Ende nächster Woche zurück komme. Aber das ist noch nicht heraus.

Als ich gestern Abend die Spoiler hochladen wollte, ist mir aufgefallen, dass ich nirgends das jeweilige Datum aus der Time Line eingetragen habe. Musste ich natürlich nachholen. War danach aber zu müde, zum Hochladen, bin pennen gegangen. Musste schließlich heute früh raus.
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Kapaun
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Habe mir die neuen Spoiler beim Frühstück reingezogen. Lol! Gelegentlich geht die Lust am Absurden bei dir durch, aber für Pseudo-Spoiler eines Pseudo-Zyklus dürfte es okay sein. :-)
Was mir aufgefallen ist: Du hast zwar eine ausgetüftelte Methode, um zum Pseudo-Zentralplaneten der Ballig zu kommen (wenn die Sonne durch das Loch zwischen den Planeten scheint etc.), aber wie kommt man wieder weg? Okay, die GH III mit ihrem Linearantrieb. Aber die Ballig, die ja bis dato keinen benutzbaren ÜL-Antrieb hatten? Und, wo wir schon mal bei dem Thema sind: Wie hat die Allianz eigentlich überhaupt eine Kommunikation oder gar einen Schiffsverkehr zustande gebracht?

Spoiler:
Übrigens: Alliance spricht sich "Elleienz". Mit Ei ... Du könntest also kalauern, dass die Allianz Allianz heißt, weil sie genug Eier hat. :->

Re: Spekulativer Spoiler zum Zyklus “Neuland” (3000 - 3099)

Beitragvon Frank Chmorl Pamo » 10. April 2018, 11:46

Frank Chmorl Pamo
Schluck ... ich sehe schon, überfliegen geht nichtmehr :unsure: Da muss ich mich in Ruhe ransetzen, um die Geschichte ganz zu erfassen B-)
Und wo kommen jetzt die Rebellen her? :unsure: :help: :D
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HerbertSeufert
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Einfach toll!
E=mc²
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Farron
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HerbertSeufert hat geschrieben:Einfach toll!


Ja wirklich, einfach toll und gut zu lesen. Könnte also so tatsächlich in den Romanen ab 3000 stehen aber hier folgt das große ABER:

Nichts von dem wird von den Expokraten verwendet werden. Die ganze Mühe für die Katz oder nur für uns User des Forums um uns den Mund wässrig zu machen auf das, was werden könnte.

Aber selbstverständlich gebührt Müllmann meinen Dank für seine Kreativität und Ausdauer :D
Gruß Farron
Wie gut kennst du dich in Geschichte aus? Naja, ich weiss noch was ich zum Frühstück hatte. Alles davor wird schwierig

Re: Spekulativer Spoiler zum Zyklus “Neuland” (3000 - 3099)

Beitragvon Frank Chmorl Pamo » 17. April 2018, 10:37

Frank Chmorl Pamo
Farron hat geschrieben:
HerbertSeufert hat geschrieben:Einfach toll!


Ja wirklich, einfach toll und gut zu lesen. Könnte also so tatsächlich in den Romanen ab 3000 stehen aber hier folgt das große ABER:

Nichts von dem wird von den Expokraten verwendet werden. Die ganze Mühe für die Katz oder nur für uns User des Forums um uns den Mund wässrig zu machen auf das, was werden könnte.

Aber selbstverständlich gebührt Müllmann meinen Dank für seine Kreativität und Ausdauer :D


Wenn ab #3000 die nächste (ur-)alte Bedrohung anrollen sollte, wäre das eben unser Andere-Welt-Zyklus. ;)
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