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Raktajino
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Andererseits! :D
Es heißt zwar Para yok - kein Geld; mit einer gewissen Verballhornung wäre para para ne ordentliche Knete Geld. Könnte also das türkisch sprechende Klientel ansprechen.
:o)
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Haywood Floyd
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Wohnort: Ja
HerbertSeufert hat geschrieben:»Para« ist nämlich das türkische Wort für »Geld«. :D

Danke für die Info, aber was schert (hic!) es mich, was irgendein deutsches Wort in irgendeiner westasiatischen Sprache bedeutet? :nixweis:

Mit Worten ist das doch wie mit Zahlen in der obskuren Numerologie: man findet immer was, wenn man nur lange genug sucht... :sleep:
Do not go gentle into that good night,
Old age should burn and rave at close of day;
Rage, rage against the dying of the light.

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Die Nachricht von meinem Tod ist stark übertrieben.
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Windeln und Politiker sollten regelmäßig ausgetauscht werden - aus dem selben Grund!
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Kapaun
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Okay, ich habe es echt geschafft, meinen Spoiler zu ruinieren, weil ich ihn abgeschickt hatte, ohne angemeldet zu sein. Nun ist er weg. Okay, ich versuche, ihn noch mal zu schreiben:

Heft 3027: Das Ende allen Lebens
Sie nutzen ihre letzten Stunden
um den Tod aller zu dokumentieren

Die Hauptpersonen des Romans:
Ein Unbekannter – er berichtet vom Ende allen Lebens
Bully,
Krat Jellinsec – Lesen den schaurigsten Bericht des Universums
Litho Rasinowitsch Rasinin - er entdeckt die Technik-Strangeness

Bull und Jellinsec hocken in der ehemaligen Kommandozentrale von QC, wo sie die Kiste mit den Goldtafeln gefunden haben. Ein Roboter holografiert und analysiert die Platten. Bull und Jelinsec lesen die, mit denen er fertig ist. Das ist einfach genug - der Text ist in Interkosmo verfasst. Urheber ist offenbar ein Posbi. Als die Schockfront die Provcon-Faust erfasste, haben die Posbis ihre Biokomponenten abgeschaltet, um funktionsfähig zu bleiben. Sie beschlossen eine Chronik zu verfassen, die wegen der ungewiss langen Zeitdauer so beschaffen sein sollte, dass sie in der Lage war, Äonen ohne Beschädigung zu überstehen - so verfielen die Posbis auf Goldtafeln. Beständig genug für lange Epochen, weich genug, um geritzt zu werden.

Die Besatzung von QC und die Bewohner der Welten in der Faust starben beim Durchgang der Schockwelle nicht sofort, sondern spürten zunächst nur so etwas wie einen starken elektrischen Schlag. Bald darauf entwickelten sie aber Symptome einer starken Strahlenkrankheit und verfielens zusehends. Am Ende standen nach wenigen Tagen Siechtum und Tod. Bis dahin versuchte man aber mit allen Mitteln, irgendeine Rettung zu finden. Der Posbi berichtet z.B. über den Versuch, den Zellaktivator Monkeys so zu modifizieren, dass er seinen Träger immunisiert - auch in der Hoffnung, so einen Weg zu finden, noch weitere Personen zu retten. Das endete aber in einer Sackgasse, und Monkey selbst befahl schließlich den Abbruch der Versuche.

Im weiteren berichtet der Posbi über die Daten von Sonden, die in die Milchstraße hinausgeschickt wurden. Bevor die Hyperfunkverbindung abriss (Zerstörung des Salkrit?) konnten somit noch einige Erkenntnisse gewonnen werden. Bull war ein harter Mann. Geweint hatte er zuletzt vielleicht vor Jahrhunderten, vielleicht Jahrtausenden, aber die Berichte von einer Sonde, die einen arkonidischen Kolonialplaneten erreichte, kurz bevor die Schockfront über ihn hinwegzog, rührten ihn zu Tränen. Dort draußen in M-13 wusste man zu dem Zeitpunkt bereits, was geschehen würde. Hyperfunkmeldungen hatten die Kunde von den schrecklichen Ereignissen hinausgetragen. Als die Front dann kam, brachen die Arkoniden einfach zusammen, wo sie gingen und standen. Ob sie gleich tot waren, konnte die Sonde nicht feststellen. Aber der Zustand der Gesellschaft war offenbar bereits vorher erbarmungswürdig gewesen. Mobs wüteten in den Straßen, Kriminalität grassierte. Hunderttausende, wenn nicht Millionen, starben schon vorher in einem Wirbel aus Blut und Chaos.

Jellinsec war davon völig überfordert. Er stand auf, lief durch den weiten Raum der Zentrale hin und her und trat gegen Schutthaufen, bis Bull ihn bitten musste, damit aufzuhören, da der aufgewirbelte Staub die Sicht zunehmend beeinträchtigte. Bull instruierte den Roboter, ein kuppelförmiges Gravitationsfeld von geringer Stärke aufzubauen, damit sich der Staub wieder setzte. Am Schluss, auf der letzten Tafel, wurde der Text immer wirrer und unverständlicher und brach schließlich ganz ab. Der Bericht klang hier, als habe ein an Demenz schwer erkrankter Mensch ihn verfasst. Aber die Biokomponente des Posbis war doch bereits abgeschaltet? Wirkte sich die Schockwelle mit Verzögerung auch auf technische Einrichtungen aus?

Währenddessen auf Nextterra: Litho Rasinowitsch Rasinin, Historiker, Analytiker und Statistiker, entdeckt in den archivierten Diagrammen und Selbstdiagnose-Files der RT ein eigentümliches Phänomen: Während die KI des Schiffes behauptete, dass alles in Ordnung sei, zeigten die Diagramme eindeutig, dass die Leistung praktisch aller Systeme des Schiffes nachzulassen begann. Zwar nur minimal, sa dass es einstweilen kein Problem war, aber es hätte eben nicht vorkommen dürfen. Die Techniker und Ingenieure erkannten das Problem zwar, nachdem LRR sie mit der Nase draufstieß, waren aber ratlos. LRR kontaktierte schließlich die Posbis. Die KI der BOX-1 bestätigte ein ähnliches Phänomen: Die BOX selbst war nicht betroffen (und LRR konnte das durch Sichtung der entsprechenden Diagramme verifizieren, wohl aber die einzelnen Posbis, die ihrerseits blind für den Fehler waren. In LRR keimt ein schrecklicher Verdacht: Hatte der Weltenbrand einen extrem starken Strangeness-Schock ausgelöst? So stark, dass er alle Lebewesen tötete und sogar Auswirkungen auf die Technik hatte? Oder wirkte sich der Zeitsprung über Milliarden Jahre zunehmend auf die Technik aus? Dazu würde passen, dass offenbar nur die Einrichtungen betroffen waren, die mit der RT aus der fernen Vergangenheit kamen, nicht jedoch neuerbaute Schiffe (wie die BOXen) oder Gebäude, etwa in New Terrania. LRR begann zu grübeln. Wenn das stimmte, wie würde sich das langfristig auf die RT auswirken? Oder auf die GOOD HOPE III, die nach Andromeda gestartet war?

Spoiler:
Der ganze Strangeness-Teil ist optional, da ich nicht weiß, wie gut er in deine Pläne passt. Man kann ihn komplett weglassen oder als längerfristigen Degrader nutzen - von leichten Beeinträchtigungen (etwa bei der Reichweite) bis hin zu einer praktischen Komplett-"Degeneration" des Schiffes (und seiner Beiboote), die seine Verschrottung erfordern würde. In der Folge müpsste man sich dann mit wenigen kleinen (100 m?) Neubauten behelfen, bzw. auf eine der BOXen zurückgreifen, wenn ein größeres Schiff benötigt würde.

Die "GGD" finde ich Klasse., würde sie mir aber als echten Boss-Gegner für viel später wünschen. etwa für Heft 3500 oder so. :-) Könnte sich um Geflüchtete einer äußerst hochstehenden Zivilisation (ÄHZ) handeln, die, weit jenseits des Wirkungsbereich des einstigen Weltenbrandes, vor einem noch höher entwickelten Feind (NHEF) in die Zerbröselte Zone (ZZ) davongerannt sind, weil da seit Äonen kein Leben mehr existiert. Dann gab es da aber doch wieder Leben, und jetzt rasieren sie hier aus reiner Paranoia jeden, der eine nennenswerte Technologie entwickelt - damit sie für immer und alle Zeiten die einzigen sind, die wissen, wo der Hammer hängt. Klingt ein bisschen nach den Herren der Straßen, wo ich das jetzt noch mal lese, aber vielleicht kann man das ja noch abwandeln, so dass es nicht allzu ähnlich ist. Sie sollten jedenfalls nicht in der Milchstraße oder Andromeda wohnen, sondern irgendwo anders in der ZZ (und allein deshalb schon nicht kurzfristig erreichbar sein).
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HerbertSeufert
Terraner
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@Haywood Floyd

Para oder Par ist aber kein deutsches Wort, sondern ein griechisches Präfix :D :
παρά =
• örtlich: von … her, bei, neben … hin, zu … hin, entlang
• zeitlich: während, neben, bei
• übertragen: gegen, wider, im Vergleich mit, neben

»Parapsyschologie«: von griech. παρά, neben, und ψυχολογία, psychología, Seelenkunde.
ähnlich etwa »paranormal«: neben der Normalität, außernormal.

PR para = PR Nebenserie!

Klingt gut!
E=mc²
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HerbertSeufert
Terraner
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@Kapaun

Toller Spoiler!
Vergleichbar zu müllmann! :st:
E=mc²
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Kapaun
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Nein, nein, zuviel der Ehre. Der Müllmann hat da viel, viel mehr Arbeit reingesteckt. Allein schon seine Listen zu Sonnensystemen etc ...
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Merkosh
Marsianer
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Registriert: 1. November 2013, 15:11
Bevor es endgültig ins Chaos abdriftet würde ich vorschlagen eigene Alternativspoiler bitte in eigene Threads zu stellen. Dies ist der Thread von Müllmann für seine Para Spoiler und Diskussionen dazu. Es ist kein Sammelspoiler für alle.

Vielen Dank aber es endet sonst einfach im Durcheinander.
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Müllmann
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@Kapaun: Genial! Die Theorie vom Technik-Strageness-Schock passt wie Faust auf Auge! Das ist so gut, dass ich gleich ein paar von HerbertSeuferts Rufzeichen verwenden muss!

Mit der Theorie kommen die Tschubaianer der Sache schon mal sehr nahe. Lass mich raten: Du hast dir überlegt, wieso es in der GOOD HOPE III eine Fail-Save Anzeige gibt? Volltreffer! Die GH III ist zwar ein Neubau, aber sie schleppt doch etwas winziges sehr altes mit. Und das macht sich in Heft 3044 bemerkbar …

Am Sonntag Abend kommen weitere Spoiler: 3029 bis 3049. Ich bin zwar jetzt bei 3055 (eingebremst!), aber wegen schönem Wetter, Garten, besserer Hälfte, die mich antreibt, alles “Frühlingsklar” zu machen, werde ich bis Sonntag Abend höchstens bis Heft 3058 kommen. Und damit es am nächsten Wochenende nicht zu hektisch wird, lass ich die Hefte erst mal als “Vorlauf” auf der Platte. Aber bei Heft 3049 ist dann zumindest mal die erste Hälfte des spekulativen Zyklus` heraußen.
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Kapaun
Kosmokrat
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Müllmann hat geschrieben: Lass mich raten: Du hast dir überlegt, wieso es in der GOOD HOPE III eine Fail-Save Anzeige gibt? Volltreffer!

In der Tat, unter anderem daran hatte ich gedacht (war davon ausgegangen, dass die GH III ein "altes" Beiboot der RT ist). Aber ich fände es auch generell interessanter, wenn die Hilfsmittel der Tschubaianer begrenzt wären. In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister ... :-)
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wepe
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Haywood Floyd hat geschrieben:
HerbertSeufert hat geschrieben:»Para« ist nämlich das türkische Wort für »Geld«. :D

Danke für die Info, aber was schert (hic!) es mich, was irgendein deutsches Wort in irgendeiner westasiatischen Sprache bedeutet? :nixweis:
...

Bei Perry Rhodan hat das Türkische aber längst Einzug gehalten ... :D
Da nützt das Nichtwissen auch nix mehr ... :devil:
Erinnert sich noch jemand an die Badakk und an die Yedibadakk, Badakkdajan sowie ihre Roboter? (in Neuroversum) Es waren Fässer oder Zylinder, die sich gerne zu Siebenergruppen zusammenschlossen. Badak ist im Türkischen Glas / Teeglas, yedi ist die Zahl 7, dayanikli bedeutet standhaft, unwiderstehlich oder sowas.

@ Rakta: anschaulicher und traditioneller als "para para" wäre für den anatolischen Bauern: bir sürü para! = Was für eine (große) Herde Geld! :D
(m)ein schönes Hobby: https://www.mercatorsnachbarn.de
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wepe
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Achja, ich habe den schönen Spekulativspoiler von Müllmann auf mehrfachen Wunsch in die Fanedition-Ecke verschoben.
Sonst komt noch jemand der mit den Feinheiten dieses Forumsbetriebs nicht so vertraut ist, auf die Idee, dass sei eine reale Vorschau auf den großen neuen Zyklus. :unschuldig:

Viel Spaß weiterhin mit "Neuland"! B-)
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PJoppen
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AAAA .. BITTE keinen Degrader :-=
aktueller Status der EA: Bild .. Die Dekonstruktion des Blues schreitet voran...

.. die IT .. schläft nie.., weshalb ich mehr als oft nicht Antworte. Keine Absicht und ich entschuldige mich schon mal prophylaktisch..
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Müllmann
Plophoser
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Heft 3028: Der geheime Treffpunkt
Nicht alle haben überlebt -
der Plan steht immer noch


Die Hauptpersonen des Romans:
Curon – Gibt ein Geheimnis preis
Rhodan – Versteht nicht, was daran geheim sein soll
Sorsak - Will den „Hippies“ ihren Spaß lassen
Fullig – Der Präsident des Rates der Ballig berichtet

17.1.3031:
Die GOOD HOPE III befand sich auf dem Flug zu dem Planeten, der so geheim war, dass man weder seinen Namen noch seine Position aufschreiben durfte. Nach einigen Tagen Flug – die GH III machte mehrere Zwischenstopps, um die Karten zu ergänzen – erreichten sie einen orangen Stern, etwa 1200 Lichtjahre von RZ 7 entfernt.

Auf Guckys Frage “Sind wir jetzt da?” Antwortete Curon: “Fast. Jetzt kommt das eigentliche Geheimnis.” “Und, wirst du es uns jetzt verraten?” kam Rhodans berechtigte Frage. “Ja. Gehen wir in den Besprechungsraum.” Damit meinte er die Messe.

Dort versammelten sich Rhodan, Atlan, Gucky, Illi, Tolot, Sorsak, Cart, Dorksteiger und die Kamara Zwillinge. Dann beginnt Curon zu erzählen:

Die Turgur, die ehemaligen Bewohner der geheimen Planeten, hatten bereits vor dem Krieg eine sehr hochstehende Zivilisation. Sie waren auch eins der Gründungsmitglieder der Allianz, man könnte fast behaupten, sie hatten die Idee dazu. Als die Götzen anfingen, alles zu zerstören, das Hyperstrahlung abgab, zogen sich die Turgur auf ihren Planeten zurück, betrieben aber weiter unterlichtschnelle Raumfahrt. Im Lauf der Jahrtausende entwickelte sich ihr Planet zu einem der Zentren der Allianz, und zwar zum geheimsten. Das liegt an der Unzugänglichkeit dieser Welt, von der immer noch niemand – vermutlich nicht einmal die Götzen – weiß, wo sie wirklich liegt.

Allgemeines Erstaunen. Wenn man nicht weiß wo der Planet liegt, wie soll man dann hin kommen?

Dazu ist die GH III in dieses namenlose System geflogen. Curon erwähnt, dass es aus einem einzigen Grund keinen Namen hat: Damit ihn niemand verraten kann! Denn hier liegt der versteckte Zugang zu jenem geheimen Planeten. Es ist eine Art Wurmloch. Wenn man zum vierten Planeten fliegt, der übrigens, und das ist immens wichtig, ein Doppelplanet ist, muss man warten, bis die zwei Planeten mit der Sonne auf einer Linie stehen. Wenn man dann durch den Liberationspunkt zwischen den Planeten fliegt, wird man ohne Zeitverlust nach Turgantar, dem Heimatplaneten der Turgur versetzt. Von dort kann man auf ähnliche Weise wieder hier her zurück reisen. Da sich die beiden Planeten hier in 13 Tagen umkreisen, öffnet sich das “Wurmloch” alle 6½ Tage.

Sing Kamara hat inzwischen auf der Intranetseite der Bordastronomen nachgesehen, ob die bereits das System untersucht haben. Und ja, haben sie. Der nächste Durchgang ist in 52 Stunden möglich. Rhodan lässt die GH III daher zum 4. Planeten fliegen, gibt damit den Astrophysikern an Bord Zeit, das Phänomen zu untersuchen. Sie können jedoch nichts Ungewöhnliches entdecken, und Curon erklärt, dass das Wurmloch nur für etwa maximal 7 Minuten offen bleibt. Vorher und nachher ist davon nichts zu bemerken.

Nach einer genauen Untersuchung des Doppelplaneten – staubtrocken, saukalt, weder Leben noch Technik – rückt der Moment der Wurmlochöffnung näher. Die GH III ortet einen erhöhten Neutrinofluss und fliegt los. Vor ihr ist nicht zu sehen. Nur leerer Weltraum. Das ändert sich von einem Moment zum anderen: Die GH III befindet sich plötzlich im inneren eines Gasnebels, genauer gesagt, in einer von Sternenwind frei geblasenen Zone, in der sich ein Roter Zwergstern mit 9 Planeten befindet. Der 2. Planet ist Turgantar.

Die GH III meldet sich per Funk an, Rhodan wird gebeten, seinen Mitgliedsausweis vor die Kamera zu halten. Dann dauert es nur wenige Sekunden, und die GH III erhält Landeerlaubnis. Sie setzen auf einem Raumhafen auf, zwischen einigen Tausend raketenförmigen Raumschiffen, von denen jedes 172 Meter hoch und an der dicksten Stelle 26 Meter im Durchmesser ist. Die Stadt neben dem Raumhafen wirkt hypermodern – was eigentlich so nicht stimmt: Von Hyperemissionen ist keine Spur anzumessen.

Eine Delegation der Tschubaianer trifft sich mit dem Rat von Turgantar, und erfährt dort ein wenig über die Geschichte der Turgur und des Planeten: Bis vor 19.000 Jahren waren die Turgur sehr aktive Mitglieder der Allianz, hatten etwa alle 2.000 bis 3.000 Jahre Kontakt zu den anderen Völkern, aber als vor 17.000 Jahren keiner von ihnen am vereinbarten Treffpunkt auftauchte – man wollte die neuesten Informationen zu Technik und Stand des Kriegs austauschen – starteten die Ballig eine Expedition nach Turgantar. Sie fanden den Planeten verlassen vor. Die Bestattungsplätze der Turgur waren vor 3.000 Jahren das letzte mal benutzt worden, es gibt keine Hinweise, weshalb sie ausgestorben sind. Die Turgur zählen daher zu denen, die nicht überlebt haben.

Da die technischen Einrichtungen des Planeten noch betriebsbereit waren, beschlossen die Ballig, auf dem Planeten zu bleiben, nur eine kleine Expedition zurück zu schicken, um der Allianz Bescheid zu sagen. 2.000 Jahre später kamen weitere Schiffe der Allianz an, und mittlerweile ist Turgantar einer der wichtigsten Forschungs- und Produktionsplaneten überhaupt. Hier steht die geheime Flotte der Allianz mit ihren 200.000 Schiffen. Sie sind mit Transitionsantrieben und fraktalen Schirmfeldgeneratoren ausgestattet und sollen, wenn alles nach Plan läuft, in etwa 1.700 Jahren den entscheidenden Schlag gegen die Götzen führen.

Rhodan war entsetzt über die wahnsinnig langen Zeiträume, in denen die Allianz plante und handelte. Fullig, der Präsident des Rats, meinte dazu nur: “Krieg mit Unterlichtgeschwindigkeit dauert eben etwas länger …”

Auf Tolots Frage, was es mit dem Gasnebel und dem Wurmloch auf sich hatte, meinte Fullig, der Gasnebel sei bereits vor etwa 2,4 Milliarden Jahren entstanden und aus Gründen, die man nicht verstand, seit dem stabil geblieben. Bei seiner Entstehung scheint eine gewaltige Antimaterieexplosion eine Rolle gespielt zu haben, und womöglich gab es einen Hypereffekt, der damals auch das Wurmloch geschaffen hatte. Das mit der Antimaterie weiß man aus der Analyse des kosmischen Staubs im Nebel, dessen Isotopenzusammensetzung nur durch eine kurze, aber extrem intensive Bestrahlung durch Annihilationsstrahlung entstanden sein kann.

Später, als Rhodan, Atlan, Gucky und Tolot in der Messe der GH III zusammen saßen, meinte Tolot: “Dass von den Supernovae von damals nichts mehr übrig ist, da habe ich mich wohl geirrt.”, und Atlan ergänzte: “Wir dürfen unseren neuen Freunden nur nichts vom Hyperinmestron erzählen. Sonst glauben die noch, wie wären für den Weltenbrand verantwortlich gewesen …”, worauf Gucky den Kopf schüttelte: “Eine Freundschaft, die nur funktioniert wenn man lügt, taugt nichts.” Rhodan dachte mit gerunzelter Stirn nach. “Gucky hat recht. Wir müssen es ihnen beichten.”

Spoiler:
Merkt euch mal die Turgur …


Restreichweite: 137.980 Lichtjahre
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2 Linearkonverter sind ausgebrannt, einer hat weniger als 3000 Lichtjahre Reichweite. Im Lagerraum liegen 3 unbenutzte neue.
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Müllmann
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Heft 3029: Technologietransfer
Verbündete gegen die Götzen -
eine uralte Technologie kann helfen


Die Hauptpersonen des Romans:
Curon –
Rhodan –
Sorsak -
Fullig – Der Präsident des Rates

24.1.3031:
Am folgenden Tag traf sich die Gruppe erneut mit dem Rat. Rhodan hatte die Pläne des Linearantriebs ausdrucken lassen, insgesamt 16 mal, als Buch mit 256 Seiten. Er gab Fullig den Stapel mit der Bitte, die Unterlagen an die entsprechenden Stellen weiter zu geben. Was die Ballig auch sofort taten. Dann nahm sein Gesicht einen bedrückten Ausdruck an, was die Ballig auf Grund ihrer vollkommen andersartigen Mimik nicht interpretieren konnten, und sagte, er muss etwas beichten.

Dann erzählte er die Geschichte der MdI, den Einsatz des Hyperinmestrons und von der Vermutung, dass er der Verursacher dieses sonderbaren Gasnebels war. Gucky, Atlan und Tolot steuerten Detailinformationen bei, und Rhodan erklärte, dass ihm die Verwüstung nachträglich unendlich leid täten, er damals aber keine andere Lösung sah.

Fullig und der Rest des Rates hatten aufmerksam zugehört, gelegentlich Fragen gestellt. Dann meinte Fullig: “Es ist gut, dass ihr so ehrlich mit uns seid. Wir hätten das alles nie herausfinden können, wenn ihr es uns nicht gesagt hättet. Und Guckys Aussage, “Eine Freundschaft, die nur funktioniert wenn man lügt, taugt nichts.”, halte ich für richtig. Daher wollen wir ebenfalls ehrlich zu euch sein. Wir haben euch glauben lassen, dass Turgantar der geheime Planet sei. Ist er aber nicht. Er ist nur ein Scheinziel, etwas, das wir aufgebaut haben, damit die Götzen denken, das sei die geheime Werft, die sie zerstören müssen, wenn sie uns besiegen wollen. Deshalb stehen hier auch so viele Raumschiffe herum.

Die eigentliche Werft heißt Kor-Kal-Kor und ist nicht weit von hier. Man kann sie sogar im Unterlichtflug in weniger als einem Jahr erreichen. Dort sind unsere Produktionsanlagen und ein Teil unserer Flotte.”

Rhodan fragte weiter: “Und die Turgur?” Fullig: “Die sind wirklich verschwunden. Vermutlich ausgestorben. Daher bewirtschaften wir ihren Planeten weiter.”

Inzwischen war Bomllig, der die Unterlagen abtransportiert hatte zurück, erklärte Fullig, dass die Forscher nach einer ersten schnellen Sichtung annehmen, dass die Bauanleitungen keine Fragen offen lassen. Fullig gab ein klackerndes Geräusch ab, das bei den Ballig Zustimmung oder Befriedigung bedeutete. Dann meinte er: “Nachdem wir jetzt auf beiden Seiten für Klarheit gesorgt haben, können wir mit dem Technologietransfer fortfahren.” Er gab Rhodan einen Datenträger, der, so seine Aussage, mit den Bordmitteln der GH III leicht zu lesen sein sollte. “Das sind die Unterlagen für den fraktalen Schutzschirm. Er hat einen Vor- und einen Nachteil: Er blockt die relativistischen Protonenstrahlen der Götzen vollständig ab, ohne mit Hypertechnik zu arbeiten. Aber er schluckt wahnsinnig viel Energie. Daher haben wir ihn weiter entwickelt, als Schutzschild on demand. Aber das sollen sich eure Forscher selbst ansehen.”

In den folgenden Tagen trafen sich die Techniker und Forscher der GH III mit denen der Ballig, diskutierten die Technik des Linearantriebs und die Details, wie man ihn mit den Mitteln der Ballig nachbauen kann. Die Besichtigung eines der Kampfschiffe brachte auch sofort eine Idee, wo man den neuen Antrieb einbauen könnte: Oberhalb des Transitionsmeilers befand sich ein riesiger Lagerraum, in dem eigentlich ein Ersatzteil, ein kompletter Transitionsantrieb gelagert wurde.

Auf der GH III finden die Techniker eine Möglichkeit, die Generatoren für einen fraktalen Schirm zusätzlich im Ringwulst unter zu bringen. Damit hätte die GH III einen Schirm, der keine Hypersignatur besaß, der allerdings wahnsinnig viel Energie verbrauchte, dessen Generatoren also auch entsprechend intensiv gekühlt werden mussten.

Zwischendurch fragt Sichu die Ballig Fusllig, wieso eigentlich die Namen aller Ballig, die sie bisher getroffen hatte, auf “-llig” endeten. Fusllig meinte, das wäre ursprünglich ein Kalauer gewesen, der sich aber aus irgend welchen schrägen Gründen eingebürgert hatte. Kurz nach dem Beginn des Krieges, also vor rund 126.000 Jahren, als die Allianz noch dachte, sie könne die Götzen mit ihren Mitteln besiegen, gab es eine Comic Serie, in der ganz Andromeda von den Götzen erobert war. Ganz Andromeda? Nein! Der kleine Planet der unbesiegbaren Anarchniks leistete weiter Widerstand. In den 32 Heften besuchten die Anarchniks auch andere Mitglieder der Allianz, deren Eigennamen immer auf eine Buchstabengruppe endete, anhand derer die Leser sofort wussten, welchem Volk sie angehörten. Die Hefte haben immer noch Kultstatus …

„Wieso nur 32 Hefte? Wurden die nicht weiter geschrieben?” “Doch, schon. Es gibt fast in jedem Jahr ein neues Heft, aber die sind lange nicht mehr so gut. Die Serie hat sich wohl zu Tode gebläht. Aber wir benutzen die Hefte immer noch, um in ihnen per Steganographie versteckte Geheiminformationen per Funk zu übertragen. Das ist so sicher, da kommen die Götzen nie drauf.”

Restreichweite: 137.980 Lichtjahre
Fail-Save: 92,0%
2 Linearkonverter sind ausgebrannt, einer hat weniger als 3000 Lichtjahre Reichweite. Im Lagerraum liegen 3 unbenutzte neue.
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Müllmann
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Registriert: 18. April 2016, 18:34
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Heft 3030: Die theoretischen Experimentatoren
Der Hyperraum ist für sie Tabu -
sie entwickeln in einer Simulation


Mit Risszeichnung: Kampfschiff der Allianz

Die Hauptpersonen des Romans:
Fumllig,
Pfrimllig,
Knifllig – Theoretische Experimentatoren der Ballig

Bekannte Ballig:
Code: Alles auswählen
Schaschllig – Koch in der Mensa
Prollig – Studentenführer
Strubllig – Student
Pummllig,
Wuschllig - Studentin
Gammllig – Hausmeister
Nuschllig,
Schussllig – Professor
Schrullig - Mathematiker
Grummllig – Dekan
Schrumpllig – Frau des Dekans
Popllig – Ein Kind
Runzllig – Oma
Mulmllig – Militärischer Oberkommandeur
Eillig - Kurierpilot
Nachdenkllig – Chefstratege
Ekllig – Pathologe
Winkllig – Maschinenbauingenieur
Schimllig – Versorgungstechniker
Pingllig – Prüfer


26.1.3031:
Seit mehreren Tagen arbeiteten die Wissenschaftler der GOOD HOPE III mit den Forschern am Institut für theoretische Experimentalphysik zusammen, um die Beschreibung des Linearantriebs mit den Mitteln der Physik der Ballig beschreiben und damit verstehen zu können. Obwohl sie sich bereits 36.000 Jahre vor dem Krieg mit Hyperphysik zu beschäftigen begonnen hatten, also von stolzen 162.000 Jahren (!), hatten sie Schwierigkeiten, das Konzept des Halbraums in ihrer Simulation nachzubilden.

Als Sichu immer noch nicht herausgefunden hatte, wie sich in der Physik der Ballig die Übergangszone des 4-dimensionalen zum 5-dimensionalen Raum darstellen ließ, fragte sie Fumllig, ob es denn bei ihnen so etwas wie ein Tensorfeld gab, das die Kopplung der Wechselwirkungen in einer 5-dimensionalen Raumzeit beschreibt. Der antwortete: “Klar. Das ist die Grundlage unserer Simmulationen. Es ist ein fünfstufiger 5 mal 5 Tensor.” Sichu: “Lass mal sehen.”

Sichu, Tolot und Gucky sahen sich auf einem Monitor die Darstellung des Tensorfeldes an. Die Symbole der Ballig konnten sie mittlerweile lesen, aber dann fiel Gucky etwas auf: “Wieso sind die Elemente der Nebendiagonalen hier eigentlich alle bei -1 beziehungsweise +1? Habt ihr da etwas normiert, dass so etwas herauskommt? So im Stil von 'setze c = 1', oder so?”

Sichu starrte den Mausbiber verblüfft an: “Jetzt wo du es sagst, fällt es mir auch auf. Aber wieso kennst du dich mit so etwas aus?” Gucky: “Hab mal eine Doktorarbeit darüber geschrieben.” Und Tolot schaute beide mit ausgefahrenen Stielaugen an. “Stimmt. Ich war sein Doktorvater.”

Darauf Fumllig: “Die müssen ganzzahlig 1 oder -1 sein, sonst gäbe es ja Kopplungen ins Nirgendwo.” Tolot: “Stimmt. Da gehören die Lösungen der Kalup`schen Feldgleichung rein. Dann geht das nicht ins Nirgendwo, sondern in den Halbraum zwischen den Dimensionen.”

Die Forscher begannen dann mit Hilfe des Bordcomputers der GH III das Tensorfeld der Kopplungsfunktionen in der Formulierung der Ballig zu vervollständigen. Zwischendurch wollte Tolot wissen, wie die Ballig eigentlich ihre theoretischen Ergebnisse verifizierten. Knifllig meinte dazu: “Wir setzen eine goße Anzahl von Experimenten in ein Raumschiff, schicken es nach der Wurmlochpassage etwa 300 Lichtjahre weit weg in den Rand eines Kugelsternhaufens. Das Schiff geht dann auf Kollisionskurs mit einem der Sterne, und wenn es nur noch 3 Flugtage vom Einschlagpunkt entfernt ist, führt es die Experimente durch und überträgt die Ergebnisse per Hyperfunkt. Da wir Hyperfunkt empfangen können, ohne dabei selbst Hyperstrahlung abzugeben, können wir die Daten gefahrlos erhalten. Die Schiffe fliegen übrigens den Sternhaufen so an, dass es für die Götzen danach aussieht, als ob sie von einem Ort im Sternhaufen kommen würden, und jedes mal von dem Punkt aus in eine andere Richtung losfliegen. Natürlich haben wir überprüft, ob es dort Leben gibt. Gibt es aber nicht. Da die Götzen durchschnittlich 7 bis 13 Tage brauchen, um am Ort eines Hyperfunksignals aufzutauchen, sind wir mit 3 Tagen bis das Schiff in einem Stern verdampft auf der sicheren Seite.”

Tolot: “Da bekommt ihr aber nicht oft Ergebnisse …”

Knifllig: “Es geht so. Wir starten etwa alle 50 Jahre ein Schiff. Gut, die Theorien, die wir damit falsifizieren oder verifizieren sind dann schon bis zu 350 Jahre alt, aber zumindest können wir unsere Überlegungen damit immer wieder auf ein solides Fundament stellen.”

Tolot: “Und wann wird das nächste Schiff …”

Knifllig: “In 46 Jahren.”

Als das Tensorfeld endlich als 5-stufiges 5 mal 5 Tensorfeld auf dem Monitor stand, kam Pfrimllig dazu. Er wollte zur Kontrolle von Sichu wissen, ob sie diese Darstellung verstehen konnte, Ihre Antwort lautete: “Klar. Die Hauptdiagonale von links oben vorne nach rechts unten hinten ist die relativistische quantifizierte universelle Feldgleichung. Wendet man die darüberliegende Nebendiagonale darauf an, erhält man das Higgs-Feld. Nimmt man die darunter liegende Nebendiagonale erhält man das Leptonenfeld, rechts und links davon das Feld der Eichbosonen. Die beiden Nebendiagonalen rechts und links der Hauptdiagonale sind die Lösungen der Kalup-Gleichungen, beschreiben also die Halbraumkopplung. Die Dreiecksteilmatrix rechts oben vorne beschreibt die Neutrinooszillationen mit den 6 Neutrinozuständen, die Dreiecksteilmatrix links unten hinten entspricht den relativistischen quantisierten Maxwellgleichungen. Die anderen 4 Dreiecksteilmatrizen, die nicht an die Hauptdiagonale stoßen, beschreiben das selbe für die starke und die schwache Wechselwirkung. Wenn man das jeweils auf die Hauptdiagonale anwendet, erhält man die gravitative Wechselwirkung. Die Elementarteilchen, oder vielmehr deren lokale Eigenschaften erhält man, wenn man - “

Hier unterbrach sie Pfrimllig: “Ich sehe schon, du beherrscht das alles aus dem FF.”

Sichu: “Muss ich ja. Diese 'Formel' beschreibt schließlich das Universum. Auf Terra hätte man das TOE, 'Theorie of everything' genannt, wenn man sie im 20. Jahrhundert gefunden hätte.”

Knifllig: “Und wenn man sie später gefunden hätte?”

Sichu: “Als man sie fand, nannte man sie 'Universeller Tensor'. Ganz profan. Vermutlich hatte die lange Suche die Forscher ein wenig abgestumpft.”

Knifllig: “Eigentlich erstaunlich, dass unser Tensorfeld zumindest in Teilbereichen funktioniert hat, obwohl es falsch war. Ich denke, das sollte man 'genial falsch' nennen.”

Sichu: “Falsch war es ja nicht, nur unvollständig. Und es ist wirklich bewundernswert, dass ihr ohne Kenntnis der Halbraumgleichungen so weit gekommen seid.”

Als nächstes setzen Knifllig, Pfrimllig und Fumllig das neue Tesorfeld in die Simulationssoftware ein. Das war nicht weiter schwer, da alles schön sauber modular programmiert war, lediglich das Programmmodul mit dem Tensorfeld ausgetauscht werden musste. Dann folgten 3 Monate des Testens. Auf einem Computer lief die neue Simulation, auf einem anderen die alte. Für alle bekannten Phänomene mussten beide die selben Ergebnisse zeigen. Das taten sie auch. Es kamen weiterhin alle bekannten Elementarteilchen, alle Wechselwirkungen, die kosmische Expansion, der Schwere der Neutrinofelder, selbst die Nebeneffekte von Transitionen und die Wirkung von Hyperfunk heraus.

In der Zwischenzeit besichtigte Rhodan zusammen mit fast allen Besatzungsmitgliedern den Planeten. Das hatte fast etwas von Landurlaub. Die beiden Bordköche hatten sich mit Schaschllig, dem Koch der Mensa des Instituts angefreundet und tauschten eifrig Rezepte aus.

Nachdem klar war, dass die Physik der Ballig genauso gut funktionierte wie die der Tschubaianer, kam nun der entscheidende Schritt: Die Simulation des Linearantriebs. Der Maschinenbauingenieur Winkllig hatte zusammen mit dem Mathematiker Schrullig und einer größeren Gruppe Professoren und Studenten einen einfachen Linearantrieb konstruiert, der mit den Mitteln der Ballig zu bauen war. Die Tests in der Simulation mussten nun zeigen, dass der Antrieb wirklich keine verräterischen Hypersignale produzierte.

Nach weiteren 4 Wochen waren sich alle sicher: Der Antrieb kann gebaut werden und wird von den Götzen nicht anzumessen sein. Daher beschloss der Chefstratege der Ballig, Nachdenkllig, dass die GH III zusammen mit den Wissenschaftlern und Technikern zur geheimen Werft, nach Kor-Kal-Kor fliegen sollte, damit dort die Linearantriebe gebaut und in allen Kampfschiffen installiert werden sollten.

Die GH III bricht auf, fliegt zum Rand des lokal frei geblasenem Bereichs der Dunkelwolke und dringt in diese ein …

Restreichweite: 137.980 Lichtjahre
Fail-Save: 92,0%
2 Linearkonverter sind ausgebrannt, einer hat weniger als 3000 Lichtjahre Reichweite. Im Lagerraum liegen 3 unbenutzte neue.
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Müllmann
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Heft 3031: Wie aus dem Museum
Sie wollen ihre Nachbarn besuchen -
ein Trick aus dem Schwarm steht Pate


Die Hauptpersonen des Romans:
Bully – Plant einen Ausflug

7. März 3031: Die Tschubaianer machen sich Gedanken über ihre Nachbarn. Einzelne extrem schwache Radiosendungen können sie mit den Riesenantennen der Posbis zwar empfangen, aber eine echte Untersuchung geht eben nur vor Ort. Auf einer Konferenz des Rates erinnert sich Bully an einen Trick aus der Zeit des Schwarms. Man hatte damals ein altes Raumschiff der Springer aus dem Museum geholt und umgebaut. Etwas vergleichbares könnte man jetzt auch machen: Wenn die Tschubaianer ein Raumschiff bauen, das komplett nach Uralttechnik aussieht, es mit einem extrem gut getarnten Linearantrieb ausstatten – den die hypothetischen Aggressoren nicht anmessen können, andernfalls hätten sie längst zugeschlagen – dann könnten sie zu weit entfernten Planetensystemen fliegen, außerhalb der Ortungsgrenze der dortigen Zivilisation den Linearflug beenden und dann ein ganz langsames Bremsmanöver durchführen.

Also macht sich ein Team von Ingenieuren und Forschern daran, ein solches Raumschiff zu entwerfen. Man einigt sich schnell auf eine Walze mit 120 Meter Länge und einen Durchmesser von 18 Meter. Als Baumaterial für die Struktur wird ein Leichtmetall, eine Legierung aus Aluminium und Magnesium verwendet. Die Außenhülle bekommt keramische Hitzeschutzkacheln, gegen das Bombardement von kosmischen Staub und Gasteilchen erhält das Schiff ein Prallfeld, das ohne Hypertechnik auskommt. Als Antrieb werden Plasmatriebwerke und ein Podkletnov Antigravitationssystem eingebaut. Zur Energieversorgung kommen 8 Fusionsreaktoren zum Einsatz, den Brennstoff für die Plasmatriebwerke sammelt ein “Bussard-Kollektor” ein, wie er im 20. Jahrhundert in einer Science Fiction Fernsehserie beschrieben wurde.

Das einzige echte Problem waren die getarnten Linearkonverter. Die Ingenieure schafften es, 4 davon als Teile des Bussard Kollektors zu tarnen. Ein nicht eingeweihter Techniker würde die Konverter ganz zwanglos als Felderzeuger ansehen, die dazu benötigt wurden, die eingesammelten Partikel als Treibstoff aufzubereiten.

Wirklich kniffelig wurde es dann bei der Entwicklung eines Lebenserhaltungssystems, das die 26 köpfige Besatzung bei den vermutlich mehrere Jahrzehnte dauernden Dillatationsflügen mit allem Nötigen versorgen konnte. Das Problem konnte unter anderem mit Algenkulturen und ausgesprochen raffinierten “Nahrungsreplikatoren” gelöst werden, die aus Algenmasse durchaus wohlschmeckende Nahrungsmittel produzierten.

Die Hülle war innen mit mehreren Lagen Keflar beschichtet, als zusätzliche Isolierung gegen Strahlung, falls das Prallfeld abgeschaltet war. Die Al-Mg Legierung alleine war für Strahlung fast genau so durchlässig wie Papier. Insgesamt war die Hülle etwa einen halben Meter dick, am Bug sogar etwas mehr. Um sicher zu sein, dass niemand – selbst wenn ihm das Schiff in die Hände (oder Tentakel) fiel – herausfinden konnte, über welche technischen Möglichkeiten die Tschubaianer verfügten, war alles auf Show gemacht. Nur Bullys Wunsch, den Bordcomputer mit Röhren und Relais aufzubauen, lehnten die Techniker ab. Das wäre entschieden zu wartungsintensiv gewesen. Daher hatte ein Ingenieur einen antiken 6502 Mikroprozessor nachgebaut, und einen Bordcomputer entwickelt, der 64 dieser Prozessoren als Kern enthielt. Darauf lief ein Linux als Betriebssystem, alle Programme waren in Javascript geschrieben und die ganze Peripherie hatte eigene Prozessoren. Dezentrale IT war das Stichwort. Zur Verbindung der einzelnen Komponenten hatte ein anderer Ingenieur eine stark abgespeckte Version von USB entwickelt, mit der nun “das ganze Schiff zusammengehalten wurde”. Die Idee dazu kam ihm, als er die uralten Pläne eines Computers mit dem Namen “C64” ansah, die ihm ANANSI zukommen ließ. Damals, Jahre bevor USB entwickelt worden war, hatte dieser Computer das Konzept bereits vorweg genommen.

Im Frühjahr 3032, das Konzept des Raumschiffs war praktisch fertig, der Bau machte deutliche Fortschritte, überlegte Bully zusammen mit seinen Freunden, welche der neuen Zivilisationen ihr erstes Ziel sein sollte. Inzwischen kannte man 82 Planeten, auf denen es Technik gab. Die meisten waren von den Riesenantennen der Posbis entdeckt worden, dazu kamen die zwei, die Gucky ganz am Anfang aufgespürt hatte sowie 5, die von den Explorer Schiffen entdeckt worden waren.

Nach langen Diskussionen fiel die Wahl auf die Zum Ka-a. Sie nannten ihren Planeten Um Ka-a, der den Stern Wu Ka-a umkreiste. Das System befand sich 2043 Lichtjahre von Nextterra entfernt im Orionarm. Zumindest hatte man sich geeinigt, den Zwischenarm weiterhin Orionarm zu nennen, obwohl er mit dem Arm von vor 2,3 Milliarden Jahren natürlich nichts mehr gemein hatte.

Aus dem Vorbeiflug eines gut getarnten Explorers wusste man, dass es die Zivilisation immer noch gab, sie anscheinend keine Kriege untereinander führten und in ihren Radiosendungen einen recht gebildeten und intellektuell hochstehenden Eindruck hinterließen. Ausschlaggebend war, dass sie anscheinend keine interstellare Raumfahrt betrieben, sich auf die langsame Kommunikation mit Radiosignalen beschränkten.

Damit war die Planung abgeschlossen. Der Start sollte irgend wann im Juli oder August sein, wenn das Schiff fertig gebaut, künstlich “gealtert” (Kratzer, Beulen, Abnutzungsspuren) und gründlich getestet war.

Den Antworten nach den brennenden Fragen stand damit kaum mehr etwas im Weg: Was wusste man in der Milchstraße wirklich über die Aggressoren? Gab es Informationen, die man besser nicht per Funk verbreitete? Und tausende weiterer Fragen. Was Bully mehr als nur ein paar schlaflose Nächte bereitete …
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Müllmann
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Heft 3032: Flug des Schwarm-Götzen
Ein Radiosignal ist ihr Wegweiser -
Sie hören von der Prämisse der Selbstbeschränkung


Die Hauptpersonen des Romans:
Bully – Kommandant eines “Aluminium Schiffchens”
Tir Zur Zuma – Produziert Hyperkristalle im Labor
Um We Almu – Erläutert die 1. Prämisse
Mur Mu Malk – Der Wissenschaftshistoriker möchte zu den Sternen fliegen
Toio Zindher – Erinnert Bully an etwas immens Wichtiges

Yülz Meier, die Großadministratoren des Hinterhofs stand auf einem Holzgerüst vor dem neuen 'alten' Raumschiff, hielt eine Sektflasche mit rotem 'Neuländer Zephalgie' hoch und rief:
“Ich taufe dich auf den Namen Y'Torymona!”, worauf sie die Flasche los ließ, diese an einem Seil weit ausschwang und am Bug der Y`Torymona zerschellte. Nach unbestätigten Meldungen soll eine nicht unerhebliche Anzahl der Besucher dieser Schiffstaufe in diesem Moment gedacht haben: “Jetzt kann das Zeug wenigstens keinen Schaden mehr anrichten …”

Am 4. August 3032 flog die Y`T los, machte zuerst einige Umwege, um sicher zu sein, nicht per Zufall entdeckt und zurück verfolgt zu werden. Nach 11 Tagen Flug und 16 Linearetappen erreichte sich am 15 August um 13h 25 Bordzeit einen Punkt 20 Lichttage nördlich des Wu Ka-a Systems. Jetzt hatten die Astronomen, Astrophysiker, Orter und Funker 3 Tage Zeit, das Planetensystem passiv zu untersuchen. Mit einer ausgefahrenen Schleppantenne und sehr ausgereiften parametrischen Verstärkern konnte die Y`T einige lokale Radiosender empfangen. Fernsehen gab es offenbar nicht.

Als die Sprache so weit entschlüsselt war, dass man sich mit Hilfe des Bordcomputers verständigen konnte, begann die Y`T mit ihrem Bremsmanöver. Sie bewegte sich momentan mit 92% der Lichtgeschwindigkeit, bremste mit 10 g Dauerschub ab, der an Bord vom Podkletnov Antigravsystem auf 1 g reduziert und um 90° abgelenkt wurde, damit normale Schwerkraft herrschte. Dann begann der Funker die Zum Ka-a auf Kurzwelle, 9,773 MHz zu rufen. Das war die Frequenz, die in den interstellaren Funksprüchen angegeben war, auf der sich Besucher melden sollten. Der Funkspruch wurde automatisch wiederholt, bis jemand antwortete. Nur das dauerte. Nach 36 Tagen, die Y`T flog inzwischen mit weniger als 1% der Lichtgeschwindigkeit, meldete sich eine Station der Zum Ka-a mit der Bitte, sich zu identifizieren. Worauf die Y`T den vorbereiteten Spruch mit ihrer “Legende” absendete. Bully wunderte sich ein wenig, dass sich die Zum Ka-a als Um-Yu vorgestellt hatten, aber er nahm an, dass es sich um eine lokale Gruppe mit diesem Namen handelte.

Nach weiteren 3 Tagen, am 26. September 3032 erreichte die Y`T einen hohen Orbit um den Planeten Um Ka-a. Die Treibstofftanks waren so gut wie leer, aber da sich keine Satelliten im Orbit befanden, beschloss Bully, den Bussard Kollektor laufen zu lassen, die Tanks wieder zu füllen. Natürlich fragte er vorher per Funk nach, ob die Zum Ka-a etwas dagegen hatten, aber sie gestatteten es. Es folgte eine lange Befragung, bei der es in erster Linie um die Biologie der Tschubaianer ging, um herauszufinden, ob sie gefahrlos landen konnten, ohne irgend eine Seuche oder schlimmeres einzuschleppen. Wie sich aber herausstellte, war ihre Biologie von der der Zum Ka-a so unterschiedlich, dass man den Austausch von Krankheiten praktisch ausschließen konnte.

Am 30. September 3032 bekam die Y`T dann Landeerlaubnis. Sie waren damit die neunten Außer-Um-Ka-a-ischen Besucher, die den Planeten im Lauf der langen Geschichte der Zum Ka-a besuchten. Es wurde ausgemacht, dass der Wissenschaftshistoriker Mur Mu Malk als erster mit ihnen sprechen durfte, da er, was Erstkontakte betraf, von allen am besten Bescheid wusste.

Die Y`T setzte am Vormittag des 1. Oktober 3032 auf einer Betonfläche in der Nähe einer kleinen Ortschafft auf. Nach ein paar Minuten kamen zwei Bodenfahrzeuge angerollt, die Besatzungen stiegen aus – in Schutzanzüge gekleidet – und stellten eine Reihe von Sensoren auf. Alles wie am Funk besprochen. Als sie nach einigen Stunden keine erhöhte Strahlung festgestellt hatten, auch keine sonstigen gefährlichen Stoffe entdeckt hatten, baten sie per Funk, dass die Y`T eine Schleuse öffneten sollte, damit ein Robot das Innere der Schleusenkammer untersuchen konnte. Dann dauerte es nochmal 2 Tage, bis die Zum Ka-a Entwarnung gaben. Die Tschubaianer durften den Planeten betreten.

Bully verließ als erster das Schiff und betrat am 3. Oktober 3032 um 10h07 Bordzeit, was kurz nach Sonnenaufgang Ortszeit entsprach, den Boden. In seinem Kopfhörer flüsterte Toio Stimme: “Der Spruch! Vergiss den Spruch nicht.”, worauf Bully laut sagte: “Eine große Ehre für einen Tschubaianer, mit der Hoffnung, neue Freunde gefunden zu haben.” Während er das sagte, merkte Bully, dass es ihm damit ernst war.

Ein vierarmiges bepelztes Wesen auf zwei kurzen Beinen ging langsam auf Bully zu. Es trug ein kleines Gerät, offensichtlich ein Translator, und aus dem kam auf Interkosmo: “Willkommen, Tschubaianer. Ich bin Mur Mu Malk, der Wissenschaftshistoriker. Unsere Leute bauen gerade ein Zelt auf, in dem wir uns treffen und unterhalten können.” Dann ging er die knapp 100 Meter zum Zelt, Bully und die Delegation der Y`T folgten ihm.

Kurz nach der allgemeinen Vorstellung meinte Souschi, die Orterin: “Ich dachte eigentlich, ihr heißt 'Zum Ka-a', aber jetzt nennt ihr euch 'Um-Yu'. Wie kommt das?” Darauf Mur Mu Malk: “Es beruhigt mich, dass du das fragst. Wir haben uns schon gewundert, dass ihr euch am Funk nicht darüber ausgelassen habt. Wenn du uns unter dem Namen 'Zum Ka-a' kennst, muss sich euer Heimatplanet etwa 2103 ± 86 Lichtjahre von hier befinden. Wir ändern im Funk in unregelmäßigen Abständen unseren Artnamen, um einerseits herauszufinden, wie weit etwaige Neuankömmlinge wirklich von uns weg wohnen, andererseits, um nicht von den Aggressoren unterwandert zu werden. Durch deine Frage habt ihr den Sicherheitstest bestanden.” „Und wenn jemand eure Radiosendungen unterwegs, also beim Anflug, mithört?“ “Dann müsste der schon eine wirklich riesige Antenne mitschleppen …” „Und wieso kann man damit die Aggressoren erkennen?” “Die fliegen überlichtschnell. Sonst könnten sie nicht sofort angreifen, wenn sie ein Hypersignal orten. Die würden vermutlich nur den Namen kennen, der erst wenige Zehn Lichtjahre weit gesendet wurde. Und in dem Bereich kennen wir alle Sterne, wissen daher, dass es dort keine Zivilisationen gibt.”

Bully, der das Gespräch mit angehört hatte, dachte für sich: “Ja, ja. Die unterlichtschnelle Kriegsführung ist schon sehr trickreich.” Dann meinte er: “Wir haben beim Anflug keine Hinweise auf Raumfahrt gesehen. Wisst ihr nur aus astronomischen Beobachtungen heraus, dass dort keine Zivilisationen sind, oder habt ihr da eine andere Methode entwickelt?”

Malk antwortete: “Wir haben lange Zeit unterlichtschnelle Raumfahrt betrieben. In der Zeit, das ist jetzt über 30.000 Jahre her, haben wir alle Sterne bis zu einer Entfernung von 80 Lichtjahren angeflogen und untersucht. Es gab sogar einige wenige Expeditionen, die noch weiter weg führten. Aber so lange Reisen sind für uns ein psychologisches Problem. Wenn man zurück kommt, sind alle Freunde und Bekannten tot, man kennt praktisch nur die kleine Gruppe der anderen Besatzungsmitglieder, sonst niemand. Das führt zu echten Problemen, die Suizidrate der Leute steigt ganz erheblich über die des Bevölkerungsdurchschnitts. Und als wir dann endlich eine Lösung für das Problem fanden, einen überlichtschnellen Transitionsantrieb, wurden wir von Fremden angegriffen. Das geschah nach jedem Experiment mit dem neuen Antrieb. Sie kamen immer 7 bis 13 Tage nach einer Transition, nie früher, aber auch nie später. Nach dem zwanzigsten Angriff, sie zerstörten übrigens immer nur das eine Raumschiff, das den Antrieb ausprobiert hatte, wurde uns klar, dass sie etwas gegen Hypertechnik hatten. Das wurde dann sogar eindeutig, als sie unsere erste Hyperfunkstation zerstörten. Wir haben unsere Schlüsse daraus gezogen, haben uns auf unterlicht Techniken beschränkt, und irgend wann Radiosignale anderer Zivilisationen empfangen. Und die enthielten Warnungen vor den Aggressoren! Für uns zu spät, aber wenigstens wussten wir jetzt, dass wir nicht die einzigen Opfer sind. Und seit wir die Hypertechniken ganz aufgegeben haben, wurden wir nie mehr angegriffen. Scheint die Theorie zu bestätigen. Wegen unserer Psychologie gaben wir bald auch die Unterlichtflüge, später die ganze Raumfahrt auf.”

Ora wollte nach ganz schnell wissen: “Wieviele Sterne habt ihr da bis 80 Lichtjahre Entfernung eigentlich untersucht?” Malk: “Alle 11017.” Bully: “Dann müsst ihr bestimmt mehrere Jahrtausende lang - “ Malik: “Nur knapp 430 Jahre lang. In der Zeit hatten wir aber 3000 Fernraumschiffe.” Ora: “Und was ist mit denen Passiert?” Malk: “Wir haben sie konserviert und in der Oortschen Wolke geparkt.” Bully: “Seit 30.000 Jahren?” Malk: “Klar. Richtig konserviert halten die bestimmt 100.000 Jahre.” Was Bully für sehr optimistisch hielt, aber kommentarlos hinnahm.

Während der folgenden Monate tauschten sie kulturelle und wissenschaftliche Informationen aus, wobei die Um-Yu es sehr gut verstehen konnten, dass die Tschubaianer die Position ihres Heimatplaneten nicht verraten wollten. Das Risiko durch die “Unsichtbaren Angreifer”, wie sie bei den Um-Ya genannt wurden, war einfach zu groß. Übrigens traf die Bezeichnung “Der Große Galaktische Dämon”, die die Tschubaianer verwendeten, ihren Humor.

Die anderen 8 Arten, die in den vergangenen 25.000 Jahren zu Besuch waren, sind die Korrunder, die Tamax, die Tarist-Anta, die Hulgorim, die Uwabani, die Mollinkaja, die Burr und die Yuggglax. Von denen hatten die Tamax und die Hulgorim aufgehört, Nachrichten zu senden, und zumindest bei den Hulgorim waren sich die Um-Ya sicher, dass sie ausgestorben sind. Ihre letzten Sendungen deuteten das bereits an.

Sonderseite: Das galaktische Netzwerk
Positionen der technischen Zivilisationen, soweit sie den Um-Ya bekannt waren. Wer hat wann zuerst (zuletzt) Radiosignale von welcher Zivilisation erhalten. Wann hat welche Z welche andere Z besucht.

Grund für die Sonderseite: Jede, oder zumindest fast jede Zivilisation sendet regelmäßig Daten über die anderen Zivilisationen, die ihnen bisher bekannt sind. So kommt es, dass die Um-Ya von mehreren Zivilisationen wissen, zu denen sie nie direkten Kontakt hatten. Die weiteste ist knapp 84.000 Lichtjahre von Zum Ka-a entfernt. Insgesamt kennen sie 61 Zivilisationen, mit den Tschubaianern sind es jetzt sogar schon 62.
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Müllmann
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Heft 3033: Die Mona Seuche
Ein Kometenkern zwischen den Sternen -
Seine Signatur weckt die Spekulationen


Die Hauptpersonen des Romans:
Bully – Endeckt ein Wrack, aber leider auch noch etwas anderes


Die Um-Yu hatten von einem Sonnensystem berichtet, in dem vor sehr langer Zeit offenbar eine Katastrophe größeren Ausmaßes stattgefunden hat. Das System besteht aus einem Pulsar, der von einem Roten Zwerg in fast 1000 AE Entfernung umkreist wird. Die Trümmerscheiben lassen auf eine Katastrophe schließen, die lange vor der Supernova stattgefunden haben muss, die den Pulsar gebildet hat. Die Um-Yu erzählen davon, weil Bully ihnen einen Kurs der Y`Torymona genannt hat, der nur wenige Lichtjahre an dem System vorbei führen würde. War natürlich eine Finte, um ihre wahre Herkunft zu verschleiern.

Spoiler:
Das sind eben die extrem unwahrscheinlichen Zufälle, die für PR typisch sind. Hätte man es “logisch nachvollziehbar” aufgebaut, hätten vielleicht die vielen “Unterlicht Zivilisationen” die Pulsare als Marker in einem galaktischen GPS benutzt, hätten vor langer Zeit, vielleicht sogar noch vor dem Krieg, die Pulsare untersucht und bei diesem einem eben einige Sonderbarkeiten entdeckt, von denen sie Bully berichten, wenn sie ihm Tipps zur interstellaren Navigation geben. Es wäre dann nicht einmal nötig, dass Bully einen Kurs in die Nähe dieses speziellen Pulsars angibt. All das müssen die “Infogeber” überhaupt nicht wissen, damit sie diesen Pulsar erwähnen und Bully neugierig machen. Aber nein, hier muss es ja ein saublöder Zufall sein. Und das, obwohl es so leicht wäre, einen plausiblen Grund zu erfinden …


Die Beschreibung des Systems klingt jedoch so interessant, dass Bully beschließt, mit der Y`T dort vorbei zu schauen. Dort angekommen, entdeckt der Orter ganz weit draußen, fast schon im interstellaren Raum einen Kometenkern mit einer seltsamen Signatur. Die Y`T fliegt hin, untersucht den Kometenkern und entdeckt, dass es ein von Eis und Staub überzogenes Raumschiffswrack ist. Es scheint akonischen Ursprungs zu sein. Dann kommt ein Astrophysiker darauf, dass der Pulsar der Überrest des blauen Riesensterns Akon sein könnte, der Rote Zwerg der künstliche Stern und die Trümmerscheiben der Rest der Planeten. Nähere Untersuchungen bringen nichts Verwertbares.

Allerdings finden sie 3 Planeten, die den Roten Zwerg umkreisen. Der zweite hat wieder mehrzelliges Leben hervor gebracht, und auf dem dritten entdecken sie eine geologische Schicht, die auf Grund ihrer Zusammensetzung eigentlich nur das Überbleibsel einer ehemaligen Technosphäre sein kann. Damit ist klar: Das muss das System der Akonen gewesen sein. Nur eben 2,3 Milliarden Jahre gealtert.

Da in der geologischen Schicht nicht damit zu rechnen ist, dass noch Relikte erhalten sind, die einen sicheren Rückschluss auf die Bewohner/Erbauer zu lassen, beschließt Bully, das eingefrorene Schiff genauer zu untersuchen. Das ist doch deutlich besser erhalten. Also fliegt die Y'T zurück zum vermeintlichen “Kometenkern”. Diese Bezeichnung wird auch als Name des Wracks eingeführt.

Ein Team der Y'T verschafft sich Zugang und stellt fest, dass die Struktur des Schiffs so gut erhalten ist, dass man sich im Inneren bewegen kann. Natürlich braucht man Werkzeuge, um die Schotten aufzubrechen. Alle Kunststoffe sind im Lauf der Jahrmilliarden zerfallen, und das trotz der niedrigen Temperatur von 4°Kelvin. Nach zwei Tagen schafft es das Team, in die Zentrale zu gelangen. Dort finden sie an einer Wand eine Messingtafel, auf der – immer noch lesbar! - etwas in akonischer Schrift eingraviert ist. TOK BAAN steht dort, und Bully ist sich nicht ganz sicher, aber er glaubt das Schiff zu kennen!

Im “oberen” Bereich des Schiffes entdeckt ein Team einen Lagerraum, vielleicht auch eine Küche oder ein Labor – so genau lässt sich das nicht mehr erkennen – mit seltsamen farbigen Flecken an der Wand. Sie schlagen davon Proben ab, packen sie in gasdichte Behälter und nehmen sie mit zur Y'T. Die Vermutung lautet: Es sind womöglich Reste akonischer Lebensmittel. 2,3 Milliarden Jahre alt! Und damit Wert, untersucht zu werden.

Was niemand bemerkt: winzige Partikel der Flecken fliegen beim Abschlagen von der Wand weg, landen auf den Raumanzügen und bleiben dort haften.

Nach 8 Tagen flog die Y'T wieder ab. Sie hatten einen komplizierten Kurs abgesteckt, um eventuelle Verfolger in die Irre zu führen. Nach weiteren 4 Tagen bekamen zwei Besatzungsmitglieder starkes Fieber, Kopf und Rückenschmerzen und sogar Schüttelfrost. Ein sofort gegebenes Kosmobiotikum zeigte keine Wirkung.

In den beiden folgenden Tagen erkrankten weitere Besatzungsmitglieder, bei einigen ließ das Fieber nach, setzte aber am folgenden Tag verstärkt wieder ein. Dann bildeten sich bei ihnen eitrige Pusteln, die einen üblen Geruch verströmten. Auf die üblichen Behandlungen sprachen sie jedoch nicht an. Bully blieb verschont, vermutlich wegen seines Zellaktivators.

Auf Grund des Krankheitsverlaufs vermutete der Bordcomputer Pocken.

Bully findet heraus, dass die Viren zusammen mit den farbigen Splittern von der TOK BAAN eingeschleppt worden waren.
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Müllmann
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Heft 3034: Viren von Terra
Sie sind keine Lebewesen -
Daher konnten sie den Weltenbrand überleben


Mit Risszeichnung: Raumschiff Y'Torymona

Die Hauptpersonen des Romans:
Bully – Betätigt sich als Medizinmann
Toio – Fühlt sich nicht so besonders

Die Viren lösen Pocken aus, wurden vermutlich von Akonen als Biowaffe gegen Terra kultiviert. Das Schiff lag vermutlich schon lange vor dem Weltenbrand vergessen am Rand des Akon Systems.

Bully gelang es zusammen mit den drei Medorobotern, alle Besatzungsmitglieder in Tiefschlafkammern in künstliches Koma zu legen, an medizinische Versorgungsgeräte anzuschließen und ihre Körpertemperatur so weit abzusenken, dass die Krankheit langsamer verlief. Laut Bordcomputer war nie ein Heilmittel für Pocken gefunden worden, die Krankheit galt als ausgerottet. Woher die Akonen die Viren hatten, war ein Rätsel. Bully konnte nur vermuten, dass es irgendwo auf Terra noch Proben in einem Geheimlabor gegeben hatte.

Da auch das einzige akonische Besatzungsmitglied der Y'T erkrankt war, wusste Bully nun, dass die Krankheit auch für Akonen gefährlich, womöglich sogar letal war. Und wie er die Akonen aus dem 25. Jahrhundert einschätzte, hätten die nie mit Erregern experimentiert, wenn sie sich nicht selbst davor schützen konnten. Ein Impfung vielleicht? Damit hatten die Terraner im 20. Jahrhundert die Pocken ausgerottet. Andererseits hatte er nie einen Akonen mit einer Pockenimpfnarbe gesehen.

Daher hoffte er, dass sie damals ein Gegenmittel besessen hatten. Und wo würden sie das gelagert haben? Natürlich dort, wo sie auch die Viren aufbewahrten. Also beschloss Bully in seiner Verzweiflung, die Y`T nur mit Hilfe des Bordcomputers zurück zur zur TOK BAAN zu fliegen, dort nach dem Gegenmittel zu suchen, alle an Bord der Y'T zu behandeln und erst dann zurück nach Nextterra zu fliegen, aber nicht zu landen, sondern das Schiff erst einmal gründlich desinfizieren zu lassen.

Natürlich war ihm klar, wie aussichtslos sein Plan war. Aber was konnte er sonst tun?

Nach zwei Tagen hatte er sein “Totenschiff”, wie er es insgeheim bereits nannte, an der Hülle, genauer gesagt, der Eisschicht der TOK BAAN verankert. Dann ging er zusammen mit 16 Mikrorobotern in das akonische Schiff und begann zu suchen. Wobei er keine Vorstellung hatte, wonach er eigentlich suchen sollte, und ob es das, was er sich erhoffte überhaupt gab.

Nach drei Tagen ohne Schlaf hatte er etwas entdeckt, das er für die Überreste einer Krankenstation hielt. Aber hier und in den umliegenden Räumen gab es nichts, das auch nur im entferntesten nach einem Gegenmittel aussah. Die Proben, die seine Mikroroboter laufend analysierten, gaben auch keinen Anlass zur Hoffnung.

Am Abend des vierten Tages kam dann ein Funkspruch vom Bordcomputer der Y'T: Es gint eine Veränderung bei den Patienten. In Panil kämpfte sich Bully zurück zur Y'T, hastete noch im Serun zur Krankenstation und wurde dort von den drei Medorobotern in Empfang genommen. Einer berichtete, dass der medizinische Computer der Station mit modifizierten T-Lymphozyten experimentiert hatte, und in einer in vitro Kultur eine Abstoßung der Viren beobachten konnte. Da es einigen Patienten bereits so schlecht ging, dass sie wohl die nächsten Stunden nicht überleben würden, behandelte er sie mit dem neuen Mittel.

Und das zeigte Wirkung: Die Viren stellten innerhalb einer Stunde ihre Aktivität ein. Er zeigte Bully die Untersuchungsergebnisse und verlangte von ihm eine Entscheidung, ob auch die anderen Besatzungsmitglieder auf diese Art behandelt werden sollte. Nach reiflichen Überlegungen stimmte Bully zu.

Nach weiteren drei Tagen hatten sich die ersten Patienten so weit stabilisiert, dass sie aus dem künstlichen Koma geholt werden konnten. Nach weiteren zwei Tagen konnten die ersten in Regenerationstanks gelegt werden, um die von den Pusteln entstellte Haut zu erneuern, was auch sehr gut funktionierte. Nach weiteren 10 Tagen war die Besatzung wieder so weit hergestellt, dass die Y'T nach Nextterra fliegen konnte.

Dort ging sie erst einmal am Rand des Systems in einen “Quarantäneorbit”.
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Müllmann
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Heft 3035: Die Werft
Die GOOD HOPE III erreicht den abgelegensten Ort Andromedas -
und entdeckt die größte Maker-Fair des Universums


Die Hauptpersonen des Romans:
Curon – Ein Wissenschaftler bewährt sich als Navigator
Sorsak – Der Wissenschaftler bringt Pläne mit
Undrana – Die Technikerin weiß genau, wie man vorgehen muss
Actionlastligg – Oberster Rat von Kor-Kal-Kor
Perry Rhodan, Atlan, Gucky und Tolot – Sind diesmal nur Zuschauer

1.6.3031:
In einer Dunkelwolke am Rand des Kernbereichs von Andromeda liegt Kor-Kal-Kor, der (oder einer der?) Werftplanet(en) der Allianz. Er ist so abgelegen, dass man ihn selbst dann kaum findet, wenn man genau weiß, wo er sich befindet. Die GOOD HOPE III hat gewaltige Probleme, in die Dunkelwolke einzudringen und dort zu navigieren. Linearflug ist nur über Distanzen von wenigen Lichttagen möglich. Eigentlich kann man Kor-Kal-Kor nur im Unterlichtflug erreichen. Aber nach 8 Wochen kommt die GH III dann doch in einen Bereich, der vom Sternwind eines Roten Zwerges “freigeblasen” wurde, und findet den 4. Planeten des Sterns Kor-A-Um, wie er von der Allianz genannt wird.

Nach einem umständlichen Anmeldeprozedere und der Abfrage aller möglichen Autentifizierungs-Beweise erhält die GH III Landeerlaubnis. Der Planet wirkt wie eine Waffenstarrende Festung, besitzt angeblich sogar einen planetaren Schutzschirm.

Sorsak, Tolot, Dorksteiger, die LI und 3 Techniker von den Ballig haben die Flugzeit genutzt, um die Pläne des Linearantriebs und die Simulationsergebnisse so aufzubereiten, dass man auf Kor-Kal-Kor sofort loslegen konnte, einen ersten Prototypen des neuen Antriebs zu bauen.

Unmittelbar nach der Landung rief Curon von der Funkzentrale der GH III aus beim Rat von Kor an. Rhodan wunderte sich, dass hier das “-Kal-Kor” fehlte, aber Curon meinte, das alles auszusprechen würde zu lange dauern. Dann hatte er den Ballig Actionlastllig in der Leitung. Curon sagte nur einen Satz:

“Wir haben die Bauanleitung für einen Überlichtantrieb, den die Götzen nicht anmessen können.”

Zwei Sekunden später wurden alle Fernseh- und Radioprogramme auf dem Planeten unterbrochen. Curon und der Rat wurden Live geschaltet.

Rat: “Wiederhole das, damit es alle mitbekommen.”
Curon: “Wir haben die Bauanleitung für einen Überlichtantrieb, den die Götzen nicht anmessen können.”
Rat: “Können wir den Antrieb mit unseren Mitteln nachbauen?”
Curon: “Ja.”
Rat: “Worauf wartest du noch? Schick uns die Pläne!”
Curon: “Sind unterwegs.”
Rat: “Ah, hier. Die Daten kommen an. Ich leite sie sofort weiter.”

Knapp 30 Sekunden später gab es auf dem Planeten nur noch ein Thema: Linearantrieb.

90 Sekunden danach flog ein Gleiter zur GH III, landete vor der sich gerade öffnenden Hauptschleuse, ein humanoides Wesen sprang aus dem Gleiter, rannte zur Rampe, sprang hinauf, noch bevor sie den Boden erreichte, schrie: “Ich bin Undrana und muss SOFORT zu Curon.”

Der etwas überrumpelte Raumsoldat, der eigentlich die Schleuse bewachen sollte, drückte auf den Intercom, wollte Rhodan informieren, wurde aber unterbrochen:

“Keine Zeit zum Telefonieren! Bring mich zu ihm. Jetzt! Und zwar sofort!”

Rhodan, der offensichtlich von Gucky informiert worden war, rief über die Rundsprechanlage:
“Ist ok. Gucky holt sie ab.”

Plopp! Dann ein zweites Plopp! Gucky und Undrana waren verschwunden und ließen einen vollkommen verdatterten Wachmann zurück.

In der Funkzentrale angekommen, erklärte sie Curon, dass sie die Cheftechnikerin am Institut von Darhan ist, und Fragen zum Materialbedarf, zu den voraussichtlichen Fertigungszeiten und zu eventuell vorhandenen Fußangeln hat. Curon verwies sie an Sorsak, der mit ihr zusammen mit Tolot, Dorksteiger und den 3 Technikern der Ballig in einem Besprechungsraum verschwand.

Gucky dann zu Rhodan: “Undrana ist eine Krepp. Die sind superschnell - “
Und Curon fuhr fort: “Von denen leben etwa 10 Millionen auf Kor-Kal-Kor. Sie sind wirklich superschnell, haben dafür aber nur eine kurze Lebenserwartung.”
Rhodan: “Au, das ist bedauerlich. Wie lange leben sie denn?”
Curon: “Etwa 200 Jahre”
Rhodan: “Das ist doch recht lange. Länger leben wir auch nicht.” Den ZAC erwähnte er nicht.
Curon: “Dann solltet ihr euch aber dringend mit lebensverlängernden medizinischen Techniken befassen. Damit kommen selbst die Ballig auf fast 800 Jahre. Die Rednecks auf weit über 900.”
Rhodan: “Machen wir. Nur momentan geht erst mal der Krieg vor.”
Curon: “Na gut. Aber behalt das im Auge.”

Dann bekam Curon einen Anruf vom Rat, er solle sich bald – das bedeutet auf Kor-Kal-Kor in spätestens 10 Minuten – im Ratsgebäude melden. Man plane eine Fernsehdiskussion, in der er berichten soll, wie es dazu kam, dass es jetzt einen Linearantrieb …”
Der Rest ging in Curons: “Bin schon unterwegs.” unter, worauf er nach Guckys Hand griff und rief: “Zum Ratsgebäude!”

Ein verblüffter Mausbiberblick gefolgt von einem Doppelplopp.

Als Gucky zurück war, kam auch Tolot aus dem Besprechungsraum: “Sichu ist mit Undrana und den Technikern, und natürlich Sorsak abgedüst. Zu diesem Institut.”

Rhodan: “Und was machen wir jetzt?”
Gucky: “Zuschauen. Der Planet scheint echt sehenswert zu sein. Hab gehört, hier leben rund 10 Milliarden Leute aus 36 verschiedenen Völkern. Und alle sind Bastler, Techniker, Ingenieure oder Wissenschaftler.”
Atlan: “Das sollten wir uns ansehen.”

Die vier - Rhodan, Tolot, Gucky und Atlan - gingen von Bord und betraten die vermutlich größte Maker Fair des Universums.

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Müllmann
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Heft 3036: Darhan, das Genie
Ein neuer Antrieb -
Der Beginn des Gegenschlags


Die Hauptpersonen des Romans:
Darhan - Ein Genie wirft seine Pläne um
Sorsak – Will den ersten Prototyp ausprobieren

26.7.3031:
Gucky hatte beschlossen, einen Bereich, der nur aus kleinen Hütten bestand, näher anzusehen. Tolot begleitete ihn. In den Hütten waren Werkstätten, Labors, Fertigungsanlagen, in einigen auch Ausstellungen und es herrsche ein reges Treiben von Wesen aller Art. Die beiden fanden es faszinierend, dass das schon seit zehntausenden von Jahren so lief. Was die Leute hier eigentlich bauten und oder weiter entwickelten, erschloss sich den Besuchern nicht.

Wirklich erstaunlich war, dass alle ihre Arbeiten liegen gelassen hatten und sich nur noch mit einem Thema befassten: Dem Linearantrieb. Überall hingen Ausdrucke von Teilaggregaten an den Wänden, einzelne Gruppen diskutierten über Schaltpläne, Mehrere langarmige Wesen mit Körpern, die an Schildkröten erinnerten, bastelten an einem seltsamen Gerät von der Größe einer Gefriertruhe, und im Vorbeigehen übersetzte der Translator unter anderen das Wort “Rubidium”.

Das interessierte Tolot: “Hat das Gerät hier etwas mit Rubidium zu tun?”
Wesen 1: “Ja. Für jeden Linearkonverter braucht man 72 Gramm Rubidium. Wir haben auf dem Planeten aber nur etwa 18 kg, also viel zu wenig, um alle Schiffe mit dem neuen Antrieb auszurüsten.”
Wesen 2: “Aber in der Wolke gibt es Rubidium.”
Wesen 3: “Man muss es nur einsammeln und aus den Gas- und Staubgemisch extrahieren.”
Wesen 4: “Und das macht unsere Maschine.”
Tolot: “Und die baut ihr hier ganz offen auf der Straße zusammen?”
Wesen 1: “Viele Gruppen machen das. In ein paar Stunden wird es hunderttausende solcher Maschinen geben. Wir vergleichen dann ihre Leistungsdaten und die besten werden dann in Serie gebaut und zur Wolke geflogen, wo sie dann in großer Anzahl ausgesetzt werden.”
Tolot: “Das klingt ganz schön zeitaufwändig.”
Wesen 3: “Stimmt. Die Entscheidung soll heute Abend fallen. In der Nacht bauen wir dann 100 Millionen davon und morgen früh fliegen ein paar Transportschiffe los.”
Wesen 1: “Und wenn alles glatt geht, haben wir in ein paar Tagen genügend Rubidium …”
Gucky: “Ihr müsst ganz schöne Produktionskapazitäten haben.”
Wesen 2: “Logo. Wir basteln ja seit mehreren zehntausend Jahren nichts anderes.”
Tolot: “Steht ihr zu denen anderen Gruppen in Konkurrenz oder tauscht ihr euch untereinander aus?”
Wesen 1: “Wir geben unsere Pläne laufend ins Datennetz ein, und dort wertet eine KI alles aus. Die erfolgversprechendsten Methoden und Details gibt die KI dann sofort an alle weiter. Auf die Art steckt die kollektive Kreativität aller in dem Projekt. Machen wir immer so.”
Tolot: “Habt ihr denn öfter solche Neuerungen, die sofort umgesetzt werden müssen?”
Wesen 1: “Ja, klar. So etwa alle 50 Jahre kommt ein Schiff mit Neuentwicklungen vorbei. Dann heißt es schnell sein. Wir bauen dann sofort die neuen Geräte und tauschen die alten dagegen aus. Damit ist die Flotte immer auf dem aktuellsten Stand.”
Wesen 5: “Da kommt gerade ein Update für den Bussard-Kollektor!”
(Das hat der Translator wirklich genau so übersetzt.)
Wesen 2: “Und was ist es genau?”
Wesen 5: “Der Ladungsinjektor wurde verbessert. Er speist jetzt die Elektronen gezielter ein, damit die neutralen Staubpartikel besser geladen werden können. Gibt etwa 0,2% mehr Effizienz!”
Wesen 1: “Cool! Müssen wir sofort ändern.”
Worauf Wesen 2, 3 und 4 sofort anfangen, die Verkleidung am oberen Ende des Geräts abzuschrauben.
Gucky zu Tolot: “Die sind jetzt nicht mehr ansprechbar. Zu beschäftigt. Gehen wir weiter und sehen uns den Rest an.”

Februtter Sheer hatte einen Stadtplan beschafft. Man könnte das auch als einen Plan des Planeten bezeichnen – Natur gab es hier praktisch nicht. Nahrungsmittel wurden synthetisch erzeugt. Was aber niemand störte, da essen ganz allgemein als Zeitverschwendung galt, die einen nur vom Basteln abhielt. Sheer entdeckte im Plan ein “Technikmuseum”, und das wollte er natürlich besichtigen. Also bestand er darauf, dass sich Patulli c Hainu startklar machte um ihn zu begleiten. Was der auch widerwillig tat. Eine Wahl hatte er eh nicht.

Nach gefühlt 10 Stunden Besichtigungstour wollte Sheer wieder gehen, aber c Hainu entdeckte den Museumsshop. Dort wurden unter anderem Artefakte von fremdes Zivilisationen verkauft, die nichts mit Technik zu tun hatten. Und für so etwas interessierte sich auf Kor-Kal-Kor niemand. Sheer entdeckte einen türkisgrünen Klotz mit rissiger Oberfläche und meinte:
“Mann, ist das hässlich. Sieht aus wie eine zu groß geratene und arg angegammelte Figur vom Mensch-ärgere-dich-nicht Spiel.”
Hainu: “WOW! Der sieht ja cool aus! Den muss ich haben!”
Sheer: “Passt zu einem Pseudomarsianer wie dir.”
Hainu zum Verkäufer: “Was kostet der?”
Verkäufer: “Was hast du denn anzubieten? Wir akzeptieren jedes ausstellungswürdige technische Produkt.”
Hainu überlegte kurz. Dann griff er in seine Hosentasche und holte einen miniaturisierten Nasenhaarschneider heraus.
Sheer: “Wieso schleppst du immer so makulativen degoutanten Kokolores mit dir herum?”
Verkäufer: “Das ist etwas mager.”
Hainu kramte weiter in seiner Tasche, fand eine Stick.
Verkäufer: “Ja, das sieht ausstellungswürdig aus. Deal.”
Dann trug er in eine Liste ein: „40 cm vergammelter grüner Klotz gegen ein - Was ist das eigentlich?”
Hainu: “Ein Nasenhaarschneider und ein Datenträger mit Rock Musik.”
Verkäufer: „- gegen einen Nasenhaarschneider und einen Datenträger. Soll ich dir den Klotz einpacken?”
Sheer: “Nein danke. Wir werfen ihn gleich so weg.”
Verkäufer: “???”
So verließen ein mürrischer Sheer, ein strahlender Hainu und ein grüner Klotz das Museum.

Spoiler:
Ob das wirklich Lullog ist, wird man nie erfahren.


Man sollte vielleicht noch erwähnen, dass sich Februtter Sheer beim Verlassen des Museums noch den Kopf am zu tief angebrachten Nasenschild des Museumsshops angeschlagen hatte.

Rhodan und Atlan hatten die Einladung des Rates zu einer Besichtigungstour angenommen. Erste Station war ein Ausbildungszentrum für Raumschiffsbesatzungen. Ein gigantisches vollkommen zugebautes Areal, das 700 Stockwerke in die Tiefe ging. Dort wurden Raumfahrer in Simulationen ausgebildet. Der Dekan dieser Einrichtung, der Ballig Grummllig und seine Frau Schrumpllig führten die beiden herum. Unter anderem konnten sie mit 4 Studenten sprechen, die gerade eine Einführung in die Theorie des Linearfluges bekamen. Prollig, Strubllig, Pummllig und Wuschllig sollten bereits beim ersten Probeflug mit an Bord sein. Ihre beiden Professoren, Nuschllig und Schussllig waren sicher, dass die vier Elitestudenten in der kürze der Zeit alles nötige lernen und aus dem FF beherrschen würden.

Rhodan: “Wieso kürze der Zeit? Für wann ist denn der erste Probeflug angesetzt?”
Nuschllig: “Wir planen momentan mit etwa 20 Tagen, bis der erste Linearantrieb in eines unserer Schiffe eingebaut worden ist.”
Atlan: “Oh!”
Schussllig: “Ja, das dauert. Ist aber auch eine recht komplexe Technik.”

Inzwischen im Institut von Darhan. Der Pollol Darham arbeite eng mit der Gruppe um Sichu zusammen, und das seit über 30 Stunden. Ohne eine einzige Pause. Pollols kamen mit sehr wenig Schlaf aus, den sie etwa alle 100 Stunden für knapp 30 Minuten nahmen. Sichu, aber auch Sorsak und Undrana kamen dagegen langsam an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Trotzdem hatten sie es geschafft, alle Schritte, die nötig waren, ein Lineartriebwerk zu bauen, im Detail zu planen. Einschließlich der nötigen Tests. Sichu begriff, dass man auf Kor-Kal-Kor vermutlich bereits in wenigen Wochen einen ersten Prototypen zum laufen gebracht haben wird.

Nach einer 5 stündigen Pause, die Darham nutzte, mehrere 100 Detailfragen mit den einzelnen Gruppen der Entwickler auf dem Planeten zu klären, ging es weiter. Eine der Gruppen hatte inzwischen sogar einen ersten Hyperfeld Taktgenerator geliefert, den sie als ersten testen wollten. Dann kamen bereits die Regler für die Feldstabilisatoren – und das, obwohl die noch nicht fertig waren. Darhan ließ sie an einem “Stub”, einem Gerät, das den Reglern einen Feldstabilisator vorgaukelte, testen.

In dem Stil ging es in den folgenden Tagen weiter. Nach 8 Tagen stand schließlich das Schubgestell mit einigen bereits getesteten Komponenten und nach 2½ Wochen – Sichu hatte inzwischen ernsthafte Probleme wegen zu wenig Schlaf – stand dann tatsächlich ein (vermutlich) funktionsfähiger Linearkonverter in der Halle. Ein zweiter Prototyp, baugleich mit dem ersten, wurde in einer weiteren Halle zusammengesetzt.

Darhan beschloss, zuerst nur ein Schiff mit dem neuen Linearantrieb auszustatten. Sorsak will es testen. Jetzt, und zwar sofort! Nach nur 3 Wochen Bauzeit ist das erste Lineartriebwerk komplett fertig. Es wird in die KUTTIL eingebaut, ein zweites Lineartriebwerk kommt als Ersatzteil in den Laderaum. Die KUTTIL war erst wenige Stunden zuvor auf dem Raumhafen des Instituts gelandet. Das Schiff war annähernd raketenförmig, stand auf 3 Flossen, war 86 Meter hoch und hatte einen größten Durchmesser von 13 Metern. Das Transitionstriebwerk wurde ausgebaut, der Bereich des Schiffes nach oben erweitert, der Lagerraum darüber wurde ebenfalls nach oben erweitert, weshalb es arg eng an Bord wurde. Immerhin hat jeder der beiden Konverter einen Durchmesser von 8,4 Metern und eine Höhe von 16,2 Metern. Wegen der unter dem Transitionsantrieb gelegenen Energieversorgungsanlagen konnte nur einer der beiden Linearantriebe angeschlossen werden, der zweite war tatsächlich nur ein Ersatzteil. Die berechnete Reichweite jedes Konverters lag bei 27.000 Lichtjahren, bei einem maximalen Überlichtfaktor von 3,1 Millionen und einer ökonomischen Etappenweite von maximal 230 Lichtjahren.

Darhan schlug dann dem Rat vor, mit der KUTTIL eine der neuen Fallen für die Götzen aufzustellen. Den ursprünglichen Plan, die Götzen in 1.700 Jahren anzugreifen, hatte er sofort verworfen, da sie jetzt mit der neuen Technik deutlich bessere Chancen für einen Erfolg hatten. Das Schiff, die Falle, das müsste DER Überraschungseffekt für die Götzen sein, mit dem sie nicht rechnen konnten. Das scheint die bisher beste Chance zu sein, mehr über den Feind heraus zu finden, die sie je hatten.

Der Rat war einverstanden, die KUTTIL wurde ausgerüstet und die Besatzung ergänzt um ein paar Spezialisten. Sorsak wurde zum Kommandanten ernannt, da er ein gültiges Kapitänspatent der Rednecks besitzt und unbedingt mit dem Schiff fliegen will. Immerhin hat er bereits Erfahrung mit Linearflügen aus seiner Zeit an Bord der GOOD HOPE III.

Zwischendurch kam die LI zu Rhodan, meinte der Antrieb brauche eine gründliche Wartung, und das geht am Besten auf einem Planeten. Zwei der Linearkonverter waren inzwischen ausgebrannt, und der dritte zeigt auch schon Schwächen. Sie möchte die beiden ausgebrannten durch zwei der drei Ersatzteile austauschen. Rhodan ist einverstanden, will wissen, wie lange das dauert. 2½Tage. Dann macht sich die LI zusammen mit den Technikern an die Arbeit.

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Müllmann
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Heft 3037: Testfall A1
Ein Transitionsimpuls ist der Köder -
aber: Wer landet in der Falle?


Die Hauptpersonen des Romans:
Sorsak – Der Wissenschaftler wird Kommandant der KUTTIL
Februtter Sheer = Ein Freiwilliger
Patulli c Hainu – Ein unfreiwilliger Freiwilliger

20.8.3031:
Die KUTTIL ist ausgerüstet und startklar. Als Sorsak bei Perry Rhodan nachfragt, ob er einen Berater und Beobachter mitschicken will oder kann, meldet Februtter Sheer sich und seinen Assistenten Patulli c Hainu als Freiwillige. Rhodan ist einverstanden. Also ziehen die beiden von der GOOD HOPE III um in die KUTTIL.

Die beiden Schiffe sollen sich in 4 Monaten auf dem Planeten Garam im System von Bolok`s Stern treffen. Dort befindet sich das geheime “Hauptquartier der Partisanen”. Dank des neuen Linearantriebs, mit dem in den nächsten Wochen etwa 50 Schiffe der Allianz ausgestattet werden sollen, kann dort kurzfristig ein Treffen aller an der Allianz beteiligten Völker stattfinden. Mit Unterlichtflügen war etwas Vergleichbares bisher nicht möglich, dieses “Hauptquartier” wurde daher nur alle paar100 Jahre einmal angeflogen, um es instand zu halten. Sobald der Krieg gegen die Götter in die heiße Phase kam, man also Hyperfunk und Transitionsantriebe ohne Rücksicht auf Verluste nutzen wollte, sollte von hier aus alles koordiniert werden.

Neben der zerlegten und in drei Laderäumen verstauten Falle wurde auch ein Pico Peiler installiert, damit die KUTTIL feststellen konnte, ob die Picos, die “Götter” auftauchen. Das Problem mit den Peilern war: Sie benötigten etwa 12 mg Salkrit. An Bord der GH III waren aber nur Bauteile für drei dieser Pico Peiler. Einer blieb in der Ortungszentrale fest installiert, einer wurde an die KUTTIL geliefert und einen hatte der Rat von Kor-Kal-Kor bekommen. Natürlich inklusive der Pläne. Allerdings konnte man die Peiler hier nicht nachbauen, da es kein Salkrit gab. Hyperkristalle waren zwar bekannt, aber etwas, das Salkrit entsprach tauchte nicht einmal in den Annalen der Physik auf. Niemand hatte jemals davon gehört. Also bestand Forschungsbedarf.

Tolot war das schon im Hinterhof aufgefallen. Den Posbis auch. Und da man die wenigen Vorräte der RT nicht antasten wollte, wurden auf Nextterra alle neuen Schiffe mit Linearkonvertern nach dem Prinzip von Arno Kalup aufgebaut: Ohne Hyperkristalle, dafür mit einem rotierenden Bose-Einstein-Kondensat aus Rubidium Atomen. Darin vertauscht sich bekanntlich die Bedeutung von Raum und Zeit. So bewegt sich Laserlicht in diesem BEK vor oder zurück in der Zeit, je nachdem, ob es mit oder gegen die Rotationsrichtung geschickt wird. Damit lässt sich durch geeignete Quantenmultiplikation ein Feld erzeugen, das den Übergang in den Linearraum ermöglicht.

Nachdem in Andromeda Salkrit unbekannt war, hatte Tolot eine schreckliche Befürchtung: War etwa das gesamte Salkrit im Bereich des Weltenbrands denaturiert? Musste man in Zukunft ohne auskommen? Das würde die technischen Möglichkeiten der Tschubaianer in Zukunft auf Dauer deutlich einschränken. Die BEK Linearkonverter funktionierten zwar auch, hatten aber deutlich weniger Leistung und weniger Reichweite. Häufigere Wartung war also angesagt.

Die KUTTIL und die GOOD HOPE III starten zur selben Zeit, fliegen aber getrennt durch die Wolke um nach Turgantar zu gelangen. Die KUTTIL kommt dort nach 23 Tagen an, fliegt nur 11 Stunden später durch das Wurmloch. Die GH III braucht 47 Tage, landet dann auf Turgantar und eine Lösung fürdas Salkrit Problem zu suchen.

Die KUTTIL fliegt weiter in einen Bereich Andromedas, von dem man weiß, dass es im Umkreis von 100 Lichtjahren keine Zivilisation gibt. Zumindest keine, die der Allianz bekannt ist. Im System des G4V Sterns 'Testfall A1' wird die Falle aufgebaut, ein miniaturisiertes Robotschiff mit Transitionsantrieb ist der Köder. Mit seiner Länge von nur 13 Metern konnte es bequem an die Hülle der KUTTIL angedockt werden. Es soll in der Nähe der Falle kurze Transitionen ausführen, und dann sofort wieder zur Falle zurückkehren.

Nach 3 Wochen ist alles vorbereitet, die KUTTIL liegt gut getarnt auf einem Planetoiden, und das Robotschiff beginnt mit mit seinen “Locksprüngen”. Das Warten beginnt. 12 Tage lang tut sich nichts, dann wird ein Picoimpuls angemessen, wenige Augenblicke später zerstört ein Protonenstrahl das Robotschiff, die Falle baut den fraktalen Schirm auf, aber das Schiff der Götzen befindet sich knapp außerhalb, wird aber offensichtlich leicht beschädigt.

Dann liegt die KUTTIL plötzlich unter Fremdortung. Sorsak leitet einen Notstart ein und das Raumschiff versucht zu entkommen. Der fraktale Schirm der KUTTIL bekommt mehrere Treffer, hält aber. Das Schiff wird nur leicht beschädigt. Dann werden weitere Pico Impulse gemessen, und endlich schafft es die KUTTIL im Linearraum zu verschwinden.

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Müllmann
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Heft 3038: Die Gejagten
Die Fremden sind entkommen -
Jetzt ist die Allianz auf der Flucht


Mit Risszeichnung: Werftplattform der Allianz

Die Hauptpersonen des Romans:
Sorsak – Hat Ärger mit Götzen, oder umgekehrt?
KaHa – Findet einen neuen Freund
Flausen Krik – Experimentiert mit Zauberpulver

Durch den hohen Energieverbrauch des fraktalen Schirms konnte der Linear Konverter nicht richtig geladen werden, die KUTTIL fällt nach eine Strecke von 8 Lichttagen in den Normalraum zurück. Sofort beginnt die fieberhafte Fehlersuche. In der Ortung erscheinen 4 unbekannte Raumschiffe, vermutlich von den Götzen. Als die nur noch 600.000 km entfernt sind, gelingt erneut der Eintritt in den Linearraum. Diesmal kommt die KUTTIL 46 Lichttage weit.

Das Spiel beginnt von vorne.

Nach 12 dieser kurzen Fluchten schafft es ein Techniker, den Fehler am Linearantrieb zu finden und provisorisch zu reparieren. Für eine richtige Reparatur muss der Konverter jedoch ausgebaut werden, und dazu müsste die KUTTIL irgendwo landen.

Sorsak erinnert sich, dass “hier in der Nähe” ein alter Stützpunkt der Turgur mit atembarer Atmosphäre war, er weiß aber nicht genau wo. Kann sich aber erinnern, dass es der 4. Planet eines Doppelsterns war. Ein K2V Stern, der ganz eng von einem M8 Zwerg umkreist wurde. Nur 10 bis 20 Lichtjahre daneben soll es einen blauen B2III Riesen geben. Der Bordastronom meint, so etwas auffälliges müsste zu finden sein und beginnt die Suche. Nach zwei weiteren Linearettappen findet er der blauen Riesen. Natürlich genau in der “Gegenrichtung”. Also dort, von wo her sie kommen.

Sorsak hält das für taktisch sehr günstig, weil die Götzen sicher nicht damit rechnen, dass sie so blöd sind und zurück kommen. Also fliegt die KUTTIL in diese Richtung. Nach 12 teils sehr kurzen Linearflügen kommen sie in die Nähe des blauen Riesen. Der Astronom findet nach wenigen Stunden den K2 Stern, die KUTTIL benötigt weitere 26 Linearettappen für die kurze Strecke von 7 Lichtjahren, dann endlich ist das System erreicht.

Der 4. Planet war eine Eiswelt, und die KUTTIL landete auf einer weiten Ebene, sank mehrere Meter tief ins Eis ein, wurde aber nicht weiter beschädigt.

6.10.3031:
Inzwischen an Bord der GOOD HOPE III: Das Schiff hatte es endlich geschafft, den Nebel zu durchqueren und befand sich im Anflug auf Turgantar. An Bord herrschte die übliche Routine. Der Chef des Reinigungsdienstes, Maik Putzke, auch genannt “Der Meister der Ausreden”, warf einen kurzen Blick auf den Dienstplan, meinte dann: “Da haben wir vor 4 Wochen schon mal sauber gemacht. Ich habe dazu gerade eh keine Zeit, muss erst noch die Inventur anfangen.” Worauf sein Mitarbeiter, der Robot KaHa, die Initiative und einen Putzwagen ergriff und sich auf den Weg zu den Mannschaftsquartieren machte.

Dort traf er Flausen Krik, den Bordmagier. Der hatte es sich in einer Sitzecke, so einer Art “Straßencafe”, bequem gemacht und experimentierte mit einem grünen Pulver.

KaHa: “Was machst du da?”
Krik: “Ich versuche durch Handwedeln mit blauem Zauberstaub herauszufinden, wo es in dieser Gegend Salkrit gibt. Aber es klappt nicht.“
KaHa: “Der Staub ist grün.”
Krik: “Ah! Deshalb!”

Das war der Moment, in dem sich KaHa und der Bordmagier anfreundeten. Ab jetzt arbeitete KaHa nicht mehr nur für Maik Putzke, sondern auch als Assistent für Flausen Krik.

Noch im Landeanflug vereinbarten Sichu, Rhodan und Atlan ein Treffen mit dem Rat, um die alten Aufzeichnungen der Allianz zu durchforsten, ob nicht doch irgendwann jemand Salkrit gefunden hat. Gucky und Tolot wollen das selbe im Archiv der Raumflotte versuchen.

Nach zwei Wochen intensiver Nachforschungen stellt sich jedoch heraus, dass nur wenige Hyperkristalle bekannt sind, von denen aber auch nur bedeutungslose Mengen gefunden wurden. Salkrit scheint es wirklich nicht mehr zu geben. Damit standen sie vor einem echten Problem: Die wirkungsvollsten Techniken der Tschubaianer funktionierten alle mit Salkrit. Zur Not ging es auch mit anderen Hyperkristallen, aber so rar wie die waren, musste man wohl in Zukunft ohne sie auskommen. Beim Linearantrieb ging es ja mit dem Rubidium Bose-Einstein-Kondensat. Aber Leistungsstarke Hypersender oder Materietransmitter? Hier bestand Forschungsbedarf.

Rhodan traf sich vor dem geplanten Abflug noch einmal mit dem Rat.
Rhodan: “Uns gehen so langsam die Ersatzteile für den Linearantrieb aus. Große Abstecher in Andromeda können wir nicht mehr unternehmen, sonst schaffen wir es nicht aus eigener Kraft in die Milchstraße zurück zu kommen.”
Rat: “Wie planen bereits Werftplattformen, um mit unseren Schiffen auch größere Distanzen überbrücken zu können. Ich denke, dass in spätestens einem Jahr die ersten fertig sein werden. Wenn ihr so lange in Andromeda bleiben wollt, kann euer Schiff auf einer der Plattformen in die Milchstraße fliegen.”
Rhodan: “Das klingt nach einem guten Angebot. Ja. Das nehmen wir an.”
Rat: “Ihr müsst aber unbedingt darauf achten, dass ihr in der Milchstraße noch mindestens eine Reichweite von 10.000 Lichtjahren habt. Da ihr als vom Aussterben bedrohte Art eingestuft worden seid – es gibt ja nicht mehr viele von euch, und ihr braucht Ruhe und Zeit, um euch wieder zu erholen – darf auch auf der Werftplattform niemand die Position eures Planeten erfahren. Wenn die Position bekannt wäre, könnte das fatale Folgen haben.”
Rhodan: “Ja, das sehen wir genau so. Und wir werden darauf achten, dass der Linearantrieb vor unserem Rücktransport noch genügend Reichweite hat.”

Spoiler:
Damit ist der Technik-Degrader komplett. Die Technik aller Raumfahrt betreibenden Völker wird in Zukunft deutlich eingeschränkt – und eben deshalb! Auch spannend – bleiben. Begrenzte Reichweiten, Verschleiß, Mangel an geeignetem Nachschub … wie im richtigen Leben.


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Müllmann
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Heft 3039: Eiszeit
Die KUTTIL landet auf einem Eisplaneten -
und findet eine weitere versteckte Zivilisation


Die Hauptpersonen des Romans:
Burruk,
Sallan - Expeditionsteilnehmer
Sheer – Übernimmt ganz selbstverständlich das Kommando über eine Expeditionsgruppe
Hainu – Ist ganz selbstverständlich mit dabei

Das Eis schillert grün. Algen, wie sich bald herausstellt. Sorsak beschloss, einen Teil der Mannschaft, der zur Reparatur nicht benötigt wurde, loszuschicken, um die nähere Umgebung zu erkunden. Der Rest baute ein Zelt auf und den Linearkonverter aus. Im Zelt war genügend Platz um den Konverter soweit zu zerlegen, damit man an den Defekt heran kommen konnte.

Die Expeditionsteams haben sich in drei Gruppen aufgeteilt, die in verschiedene Richtungen mit leichten Bodenfahrzeugen unterwegs waren. Die Gruppe mit Sheer und Hainu fuhr nach Süden, wo man beim Landeanflug ein Gebirge entdeckt hatte, dessen höchste Gipfel aus dem Eis ragen.

Unterwegs wunderte sich Sheer, dass Hainu so viel Gepäck mitgenommen hatte. Als Hainu ein Butterbrot aus seinem Rucksack holte, sah Sheer etwas türkisgrün glänzendes in der Tasche.

Sheer: “Hast du etwa diesen grünen Klotz mitgenommen?”
Hainu: “Klar. Wenn ich ihn schon habe, nehme ich ihn auch mit.”
Sheer: “Infantiler Pseudomarsianer! Wie kann man nur so bescheuert sein!”
Hainu: “Der Klotz, wie du ihn nennst, kann durchaus noch nützlich werden.”
Sheer: “Bestenfalls als Feuerholz! Aber vermutlich brennt dieser Firlefanz nicht einmal.”

In dem Moment blieb das Fahrzeug in einer Eisspalte unter dem darüber gewehten Schnee hängen. Alle stiegen aus, und der Fahrer erkannte, dass die Vorderachse etwas abbekommen hatte. Das zu reparieren konnte eine Weile dauern. Also bauten die anderen ein Zelt auf, Hainu wollte einen Kocher aus seinem Rucksack holen, als ihm der “grüne Klotz” herunter fiel und auf dem harten Eis wegrollte. Hainu rannte ihm nach und wollte ihn gerade aufheben, als er etwas metallisches im Schnee sah.

Er rief die anderen her, zeigte ihnen seine Entdeckung und gemeinsam räumten sie den Schnee weg. Das metallische Teil war ein “Bunkerschott”. Gemeinsam schafften sie es, das Schott auf zu bekommen. Sheer leuchtete mit einer Taschenlampe in den Raum dahinter:
“So ein gottverdammter Schrott! Alles voll mit Müll!”

Und Hainu meinte: “Jetzt koche ich mal Kaffee. Extrastark.”

Sheer: “Nichts da! Jetzt räumen wir erst einmal diesen Bunker hier aus. Da unten muss es weiter gehen. Denn: Niemand baut einen Bunker mitten im vereisten Gebirge, nur um ihn dann mit Müll zu füllen.”

Also räumen sie den Müll ins Freie. Verpackungsmaterial, beschriftet in Gulavit, kaputte Geräte, Altpapier …

Sie legen eine Leiter frei, gelangen in rund 3 Meter Tiefe auf den Boden. Nachdem sie auch noch den Müll, der an den Wänden aufgestapelt war, entfernt hatten, stießen sie auf ein Bunkertür, die in einen fast waagrechten führte. Er hatte ein minimales Gefälle, ging ganz langsam nach unten. Erst nach zwei Stunden Fußmarsch erreichten sie das Ende des Ganges. Wozu Hainu ein alter terranischer Kalauer einfiel, den er aber für sich behielt. Sheer öffnete die Tür, und die Gruppe betrat einen weiten, hell erleuchteten Raum.

Sheer: “Dachte mir doch, dass hier jemand wohnt. So frisch wie der Müll aussah und so gut erhalten der Gang war.”

Die beiden anderen Besatzungsmitglieder der KUTTIL, Burruk und Sallan stellen fest, dass hier nur die ausgestorbenen Turgur leben können.

Sheer: “Ganz so ausgestorben scheinen sie nicht zu sein - “

Wobei er vermutlich die Gruppe Bewaffneter meinte, die sie gerade aus einem Seitengang kommend umzingelte

Inzwischen an der KUTTIL: Der LI hatte den Linearkonverter ausbauen und in das Zelt stellen lassen. Nach 16 Stunden harter Arbeit hatten ihn die Techniker dann endlich so weit zerlegt, dass sie an den dejustierten Injektor für das Kompensationsfeld heran kamen. Und das Bauteil gefiel dem LI ganz und gar nicht. Durch den Leistungsabfall während des Ladevorgangs, verursacht vom viel zu hohen Energieverbrauch des fraktalen Schutzschirms, hatte es einen Leistungsrückschlag gegeben, weshalb die Regelung des Injektors nicht mehr stabil arbeiten konnte. Ein Ersatzteil dafür gab es natürlich nicht, aber der LI wusste, wie man eins mit Bordmitteln herstellen konnte. Das würde aber mindestens 8 Monate dauern.

Das wiederum gefiel Sorsak nicht. Er wollte daher, dass der Ersatzlinearkonverter in die KUTTIL eingebaut werden sollte. Aber als ihn der LI darauf hin wies, dass bei dem das selbe Problem auftreten könne – es waren eben Prototypen, die ersten ihrer Art -, er aber den neuen Injektor trotz der beschränkten Mittel an Bord so aufbauen konnte, dass eben genau dieses Problem gelöst wäre, beschloss Sorsak, die Besatzung abstimmen zu lassen.

Zwei der Expeditionen waren inzwischen zurück gekehrt, es fehlte nur noch die mit den beiden Tschubaianern. Am Funk meldeten sie sich nicht – was nicht gut klang – und sie hätten bereits vor einem halben Tag zurück sein sollen – was noch viel weniger gut klang Also schickte er die beiden anderen Gruppen erneut los, nach den Vermissten zu suchen.

Spoiler:
Die Eiszeit hat so richtig gut zum aktuellen Wetter gepasst. Draußen schneit es gerade, und es würde mich nicht wundern, wenn wir wieder mal weiße Ostern bekämen. Daher schaudert mir jetzt schon vor der Fahrt am Samstag …
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Müllmann
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Heft 3040: Gefangene der Turgur
Man hält sie für die Götzen von Andromeda -
ein c-Klasse Marsianer hat seinen großen Auftritt


Die Hauptpersonen des Romans:
Hainu – Versetzt alle in Erstaunen
Sheer – Ist zum ersten mal sprachlos. Aber nur ganz kurz
Alabra Hotscha – Die Kommandantin der Turgur stellt ein Ultimatum

22.10.3031:
Inzwischen an Bord der GOOD HOPE III: Rhodan hatte mit Nachdenkllig, dem Chefstrategen der Ballig abgemacht, dass die GH III die 18 Zivilisationen, die das Lineartriebwerk vermutlich am schnellsten nachbauen können, anfliegt. Dazu sollen 36 Techniker der Ballig mit 18 “Blaupausen” des neuen Antriebs mitfliegen. Jeweils zwei von ihnen bleiben auf dem Planeten, die anderen fliegen weiter. Sobald eine der Zivilisationen ein Schiff mit dem Linearantrieb ausgestattet hat, soll es weiter zu den nächsten Völkern fliegen. Auf diese Art dürfte sich die Nachricht am schnellsten verbreiten lassen. Bei dem Tempo, das die Allianz vorlegte, schätzte Rhodan, dass in spätestens 3 Monaten alle Bescheid wussten.

Liste der 18 am weitesten entwickelten Mitglieder der Allianz
Tschubaiander, Ballig und Mendeljaner ausgenommen, da diese die Pläne ja bereits haben.
Die Koordinaten sind in galaktischen Koordinaten von Andromeda angegeben. 0° galaktischer Länge zeigt in Richtung auf den radiolauten Quasar “Feuerpunkt”, den die Tschubaianer bisher keinem von früher bekannten Quasar zuordnen konnten. Womöglich hat er auch erst in den vergangenen 2,3 Milliarden Jahren “gezündet”. Von Andromeda aus liegt er etwa in “Flugrichtung” der Galaxis, etwas “nördlich” der Milchstraße. GL = 0,0000000°, GB = 3,2469013°
Von “oben” (norden) gesehen erfolgt die Zählung der GL gegen den Uhrzeigersinn.
“d” in der Tabelle ist die Entfernung zum galaktischen Zentrum von Andromeda.
Nachträgliche Ergänzung:
Auf Platz 19 und 20 stehen der Vollständigkeit halber noch die Rednecks und die Heimatwelt der Ballig. Um sich als Leser besser orientieren zu können folgen auf Platz 21 die Mendeljaner und auf Platz 22 der Zugang durch das Wurmloch im namenlosen System. Die wahre Position von Turgantar bleibt natürlich geheim.
Nachtrag: Garam kommt ja auch vor Heft 3050 vor, muss also auch in die Liste, genau wie die Eiskugel

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Nr   Art          Planet    Nr Stern    Spek GL°        GB°        d Lj
1    Pollol       Ingen     4  Trebla   F9V  357,34986   -1,73181  27495
2    Mallik       Zullipan  2  Zulli    K0V  357,02572   -1,09153  27542
3    Gop-hob-fohl Kala-Arim 3  Konka-al G3V  356,99834   -0,03523  27571
4    Idges        Carrid    1  Kramxe   M3V  356,59901    0,06764  27570
5    Purrer       Purdor    2  Purim    K2V  357,17534    1,83001  27601
6    Andanen      Anda      3  Andasta  G3V  357,31062    2,70711  27598
7    Nowal        Los       4  Talka    M2V  357,48746    3,9554   27623
8    Zorsad       Ordoguran 3  Onodar   G4V  357,70812    3,11432  27565
9    Ukinal       Welt      2  Sonne    K1V  358,11502    3,25356  27582
10   Saleaner     Salas     3  Sal      G6V  359,10631    3,00234  27598
11   Pukatscho    Lorania   2  Loxox    G2V  359,57501    2,94004  27693
12   Halkar       Toriste   3  Gorum    G3V    0,13256    1.90342  27787
13   Kutall       Hubir-2   2  Hibir    G9V    0,82412    1,80432  27723
14   Samminer     Rubonah   2  Rubon    K2V    1,12425    1,23815  27692
15   Jugahi       Somsom    3  Sollea   G5V    2,31534    4,23754  27753
16   Miri-Datz    Bubutal   6  Rubin    M5V    2,93533    2,74683  27745
17   Zentaner     BlaBlau   3  Ordine   M4V    1,36456    2,35746  27832
18   Allypsan     Tak       2  Chronta  G7V    0,70242    2,64322  27799
19   Rednecks     Taki-Kent 3  Plein    K0V  358,35252   -1,03536  27436
20   Ballig       Frod      2  Aisela   G3V  356,87325    1.32144  27744
21   Mendeljaner  Ellesd    3           G8Vp 359,55256   -0,23645  27812
22   Geheimer Stern mit Wurmloch             359,021625   0,67820  27501
23   -            Garam     2  Gs Stern G2V    0,46879    2,75425  27801
24   Turgur       Eiskugel  3  NoName   K0V    1,73583   -2,35352  27903

Anmerkung: Falls jemand die Entfernungen nachrechnet: Ich habe sie im Text auf ganzzahlige Werte gerundet. Sie sind dort also nur auf ± 0,5 Lichtjahre genau. Ich denke, das reicht für die Geschichte aber aus.

Falls ihr die Tabellen aller Zivilisationen in Andromeda und in der Milchstraße wollt: Geduld! Die gibt es ganz am Schluss, im “Making Off”. Wenn ich die jetzt schon abdrucke, müsste ich zu viel daraus streichen, um nicht die Spoiler zu spoilern …


Spoiler:
Hat eigentlich schon jemand herausgefunden, wieso die Allianz diesen Namen trägt?


Nach weiteren 3 Tagen brach die GH III auf zum Planeten Ingen, dem 4. der Sonne Trebla. Dort lebten die Pollol, und Darhan hatte Rhodan bereits auf Kor-Kal-Kor gebeten, die Pläne zu allererst dort hin zu bringen. Er selbst war zwar noch nie auf seinem “Heimatplaneten”, wurde hier geboren, aber er ist sich sicher, dass die dortigen Wissenschaftler sehr schnell in der Lage sein würden, den Linearantrieb zum extrem betriebssicheren Serienprodukt weiter zu entwickeln. Von Turgantar, genauer gesagt vom anderen Ende des Wurmlochs im Geheimen System, waren es 1407 Lichtjahre nach Ingen.

Nach 7 Linearetappen erreichte die GH III das System, bekam Landeerlaubnis (Nachdem Rhodan den Mitgliedsausweis vor die Kamera gehalten hatte) und lud 2 Ballig und eine Kopie der Pläne ab.

Nach wenigen Stunden startete die GH III wieder. Es gab noch viel zu tun.

Restreichweite: 136.495 Lichtjahre
Fail-Save: 93,4%
2 Linearkonverter sind ausgebrannt und wurden getauscht, der dritte hat weniger als 1500 Lichtjahre Reichweite. Im Lagerraum liegt ein unbenutzter neuer sowie zwei ausgebrannte.

Etwa zur selben Zeit auf einem abgelegenen Eisplaneten: Sorsak nervöselte auf und ab, wartete auf eine Funkmeldung der beiden Suchtrupps. Es begann bereits zu dämmern, draußen war es arschkalt. Er hoffte, “seine” Leute bald wieder zu sehen. Besonders die beiden Tschubaianer waren ihm ans Herz gewachsen, was vermutlich auch an deren oft arg skurrilem Verhalten lag. Die beiden Ballig Studenten dagegen gingen ihm eher am Schnurpel (ein Organ, das nur Rednecks besitzen) vorbei. Trotzdem wollte er auch die beiden und die 4 übrigen Besatzungsmitglieder unversehrt zurück bekommen. Denn er hasste es, Leute zu verlieren.

In der Station unter dem Eis: Die weißen zwei Meter Riesen mit den glatten Ganzkörperanzügen fuchtelten mit langen Stäben, vermutlich Waffen, vor der Gruppe herum. Dann sagte einer:

“Ihr zwei seid Ballig. Kenne ich aus den Archiven. Und ihr zwei?” Dabei deutete er auf Sheer und Hainu, “Ihr müsst zu den Götzen gehören. So seltsam, wie ihr ausseht.” Dann wandte er sich an die beiden Studenten:

“Haben sie euch etwas getan? Geistig versklavt? Oder wie zwingen sei euch sonst, mit ihnen mitzulaufen?”

Pummllig: “Das sind Tschubaianer. Die neuesten Mitglieder der Allianz.”
Riese: “Wie wollt ihr das beweisen? Wo ist deren Mitgliedsausweis?”
Sheer: “Den hat unser Kommandant. Wir wussten nicht, dass man hier eine Kopie davon braucht.”
Riese: “Klappe! Ihr kommt mit. Unsere Kommandantin soll entscheiden, ob ihr erschossen oder geschreddert werdet.”

Dann ging die streng bewachte Gruppe los. Duch lange Gänge, mit Aufzügen tiefer im die Station, dann weiter mit der U-Bahn, und nach gefühlt mehr als nur einer halben Ewigkeit erreichten sie einen Saal. Ganz am Ende des ansich leeren Salls, der genau so weiß gestrichen und ultrahell beleuchtet war wie alles in der Station, trafen sie dann endlich auf eine Turgur, die vermutlich die Kommandantin war.

Riese: “Das sind die Gefangenen. Was sollen wir mit ihnen machen?”
Hainu: “Wieso müssen eigentlich alle Wachleute immer so seltsam bestimmt, aber entscheidungsunfreundlich daher reden?”
Riese: “Klappe!
Kommandantin: “Lass ihn doch. Also, ich bin Alabra Hotscha. Und jetzt stellt ihr auch vor.”
Hainu: “Ich bin Patulli c Hainu, und das ist - “
Alabra: “Die anderen können sich schon selbst vorstellen!”
Sheer: “Ich entschuldige mich für meinen vorlauten Pseudomarsianer. Der weiß nie, wann es besser ist zu schweigen!”
Alabra: “Du aber anscheinend auch nicht. Dein Name!”
Sheer: “Februter Sheer.”
Pummllig: “Pummllig”.
Alabra: “Sieht man.”
Wuschllig: “Wuschllig”
Alabra an Sheer: “Wieso nennst du den Kleinen 'Pseudomarsianer'?”
Sheer: “Weil er nur ein c-Klasse Marsianer ist.”
Alabra an Hainu: “Was hat das zu bedeuten?”
Hainu: “Also, das ist so: Der Buchstabe zwischen Vor- und Zuname gibt an, welche Art von Marsianer man ist. 'a' bedeutet, dass man auf dem Mars geboren wurde und Marsianer als Eltern hat. 'b' heißt, dass man Vorfahren vom Mars hat und schon einmal da war. 'c' Marsianer haben (vielleicht) Vorfahren vom Mars, wissen es aber nicht sicher und waren nie da. 'd' Marsianer haben keine marsianischen Vorfahren, haben bestenfalls mal einen Film über den Mars gesehen, währen aber gerne Marsianer.”
Alabra an Sheer: “Spinnt der?”
Sheer: “Davon gehe ich aus. Es wurde aber nie unabhängig bestätigt.”

Alabra zog sich zurück, beratschlagte sich mit anderen Turgur, und ging dann wieder zu der kleinen Gruppe.

Alabra: “Also ich denke, ihr seid Götzen, oder arbeitet zumindest für sie. Also werdet ihr geschreddert.”
Sheer: “Das klingt so endgültig. Vielleicht können wir ja beweisen, dass wir zur Allianz gehören und die Götzen bekämpfen.”
Alabra: “Na gut. Ich stelle euch ein Ultimatum: Da die Götzen absolut keinen Humor haben – da sind sich alle Kosmopsychologen sicher – gebe ich euch 5 Minuten, mich zum Lachen zu bringen. Schafft ihr es nicht, werdet er in 6 Minuten geschreddert und zu Kunstdünger verarbeitet. Und: Ich Lache praktisch nie!”
Hainu. “Klingt fair. Habt ihr Mathematiker?”
Alabra: “Logo.”
Hainu: “Kannst du einen holen?”
Alabra: “Nicht nötig. Ich bin Mathematikerin.”
Hainu: “Gut. Kennt ihr das Epsilon?”
Alabra: “Nein. Was soll das sein?”
Hainu: “Epsilon ist eine beliebig kleine positive Zahl. Sie ist aber nicht unendlich klein. Man benutzt sie, um -”
Alabra: “Klar. Kennen wir. Das heißt bei uns minimalistische Umgebung.”
Hainu: “Gut. Einer unserer Mathematiker hat ein Epsilon entdeckt, das ist so klein, dass es negativ wird, wenn man es durch 2 teilt.”
Alabra bilckte Hainu verblüfft bis verdattert an, was bei ihrer unbekannten Mimik kaum zu deuten war.
Sheer: “Du redest uns um Kopf und Kragen …”
Alabra verzog das Gesicht, zuckte ein paar mal mit den Armen, und stieß dann ein Geräusch aus, das wie das Kratzen von Kreide auf einer Schiefertafel klang.

Riese: “Wahnsinn! Sie lacht! Das hat sie ja noch nie getan!”
Sheer: “Das ist auch gut so.”

Ihm und Hainu hatten sich inzwischen alle Zehennägel aufgerollt.
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