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Mythensammlung

Beitragvon Troll Incorporation » 23. Februar 2019, 15:31

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Troll Incorporation
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Die redaktionelle Beilage zu Perry Rhodan 3000 - d. h. die Kürzest-Geschichten in der Heftmiite - fand ich sehr inspirierend.
So inspirierend, dass mir gleich ein weiterer Mythos aus den Fingern geflossen ist.

Ich rufe die Kreativen unter euch auf, sich daran zu beteiligen und so eine ganze Sammlung von Mythen zusammenzutragen ... eine Mythensammlung halt. ^_^

Einzige Vorgaben:
- Nicht länger als die Stoys in PR 3000, also 2600 bis max. 3100 Zeichen (und das ist echt schweirig!)
- Mit dem Wissensstand von PR 3000.

Damit die mögliche Mythensammlung nicht durch Kommentare zerfasert, würde ich vorschlagen:
Kommentare und Anmerkungen zu einer Geschichte in einem gesonderten Threat.

aufgemerkt! Mod-Hinweis

Der Thread "Mythensammlung - Kommentare und Anmerkungen" ist hier zu finden: https://forum.perry-rhodan.net/viewtopi ... 01#p646801
Zuletzt geändert von Tiberius am 24. Februar 2019, 17:43, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Link zu Mythensammlung - Kommentare und Anmerkungen
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Re: Mythensammlung

Beitragvon Troll Incorporation » 23. Februar 2019, 15:38

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Troll Incorporation
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Mythos Großeltern


»Opa erzählt vom Krieg!«
Tüa’anyn kam in die Küche und wackelte demonstrativ mit dem Kopf, sodass Pyli’it nicht umhinkonnte, ihr seine Aufmerksamkeit zu schenken.
»Liebes Töchterlein!«, sagte Pyli’it genervt. »Wenn ich mit scharfen Messern hantiere, um Dir und deine Geschwisterhorden den Magen zu füllen, kann ich mit Andeutungen nichts anfangen. Du musst dich schon klarer ausdrücken.«
Tüa’anyn deutete mit einem Daumen ihrer Hand in den Wohnbereich.
»Großvater redet wieder Zeug vor sich hin. Du kennst doch den Spruch ›Opa erzählt vom Krieg‹. Diesmal sogar wortwörtlich! Er brabbelt wieder von ›Zweites Imperium‹, ›Molkex‹, ›Schreckwürmer‹, ›Krieg gegen die Terraner‹ und ›Chronofossil Gatas‹. Welchen Beweis braucht es noch, dass er gaga ist? Wir sollten ihn endlich in ein Heim einliefern.«
Pyli’it legte das Messer auf dem Kochblock ab und drehte sich, um seine Tochter mit den vorderen Augen anzusehen.
»Ich glaube, es wird Zeit!«, sagte er ernst. »Komm mit!«
Als Tüa’anyn nicht reagierte, fügte er hinzu: »Ich verrate dir ein Geheimnis. Ein Familiengeheimnis
Pyli’it brauchte, als er vorausging, nicht nach hinten zu sehen, um zu wissen, dass seine Tochter ihm folgte. Er ging zielstrebig zum Regal mit den dekorativen Büchern und Bildbänden der gehobenen Literatur der Galaxis, in die keins seiner Kinder freiwillig einen Blick werfen würde und kramte in der zweiten Reihe hinter die zehnbändige Ausgabe ›Ode an die Cairanische Epoche‹. Er zog das alte, verschlissene Bündel hervor und drückte es Tüa’anyn in die Hand.
»Ja, und? Jemand hat eine gebundene Foliensammlung vollgeschmiert. Was soll ich damit?«
»Das ist das Tagebuch unseres Ururur-und-so-weiter-Großvaters. Er lebte im 14. Jahrhundert NGZ, also vor rund 700 Jahren!«
Als sie nicht reagierte, deutete er auf ein Lesezeichen, das zwischen den Seiten hervorschaute. »Lies was da steht!«
Tüa’anyn drehte alle vier Augen zum Himmel, als wolle sie Tlyünosmun um Beistand anrufen. Dann begann sie – demonstrativ ohne Begeisterung – vorzulesen.
»Drei Erdjahre lang habe ich mich auf Terra in der Jülziish-Kolonie bei Venlo herumgetrieben. Wie die meisten habe ich mit angepackt, nachdem von heute auf morgen plötzlich keine Syntronik mehr funktionierte und das Chaos auf Terra ausbrach.«
Sie sah auf. »Und?«
»Verstehst du nicht? Der Posizid mag alle gespeicherten Daten verändert und korrumpiert haben, aber das hier sind handschriftlich notierte Erlebnisse. Die kann keine Datensintflut umschreiben. – Terra hat es gegeben! Da steht es blau auf Folie. Er war wohl ein Musiker. Der Posizid hat seine Musik ausgelöscht, aber seine Texte stehen da drin! Darunter auch einige, die von der Geschichte der Jülziish handeln!«
Tüa’anyn betrachtete die Foliensammlung nun mit größerem Interesse.
»Und …«, fuhr Pyli’it fort, »da dieses Tagebuch immer an das Erstgeborene der Familie weitergegeben wird: Herzlichen Glückwunsch! Vielleicht sitzt du irgendwann, wenn du alt und hellrosa bist, im Kreise Deiner Nachkommen, erzählst die Geschichten aus diesem Buch und einer deiner Enkelinnen beschwert sich: Oma erzählt vom Krieg
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Re: Mythensammlung

Beitragvon Verkutzon » 24. Februar 2019, 12:09

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Verkutzon
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Mythos Havanna


Professor Char-Nug (das g am Schluss mit kräftigem Gaumen/Zungenknallen!) musterte herablassend seinen Studenten. Ein schmächtiger Lemurerabkömmling. Sein Name war Peter Studer, und so sah er auch aus. Ein unscheinbarer, bleicher und nervöser junger Mann. Keine Kultur, keine Geschichte haben diese armseligen Menschen. Char-Nug selbst stammte von einer uralten Topsider-Familie ab. Im Tempel der Häute, auf der weitläufigen Klokvour Ebene gelegen und meist in dicken Nebel gehüllt, wurden die abgelegten Häute seiner Familie gelagert und verehrt. Eine jede Haut tätowiert mit der Geschichte der betreffenden Person. Viele, viele Generationen lang... Und dieser unscheinbare, schwache Lemurer vor ihm wollte IHN belehren! Ihn, den grössten Magister und Geschichtslehrer der Universität von Kerh-Onf. Unfassbar!
„Die Erde ist kein Mythos!“ behauptete Peter.
Char-Nug rollte mit den Augen. „Doch“, sagte er mit Nachdruck. „Es gibt keine Beweise, keine archäologischen Hinterlassenschaften...nichts! Nur Behauptungen und Fantasien.“ Er schnellte seine gespaltene Zunge aus dem Mund und schmeckte prüfend die Luft. Der Terraner roch nach Angst, aber auch nach Trotz. Angst war gut! Den Trotz würde er ihm gleich austreiben. „Der Mythos um die Erde ist nur eine Verballhornung des Gralsmythos! Du kennst die Legende? Ja? Ein geheimnisvoller Ort, eine Burg, darin ein verletzter König, der nicht sterben kann. Der Sohn einer Witwe, Parsifal, sucht den Gral... Siehst du die Synchronizitäten? Für euch Terraner ist die Erde der Gral! Weil sie angeblich verschwunden ist, darbt ihr. Die Erde offenbart sich nur dem Würdigen. Wer ist der Würdige? Parsifal bedeutet: Durch das Tal, er ist also ein Pilger, ein Reisender. Einige von euch Gläubigen behaupten ja, ein Mann namens Perry würde kommen und die Erde finden, und er würde Unsterblich sein. Perry leitet sich von Pilger ab. Siehst du es denn nicht? Peter! Du willst bei mir Doktorieren und glaubst blind an einen Mythos?“
Der junge Mann sprang plötzlich auf, Tränen verschleierten seine Augen. Dann lief er wortlos nach draussen, auf das Campus-Gelände, über dem sich ein violetter Himmel stumm und prächtig wölbte.
Char-Nug schüttelte resigniert seinen Schädel, klaubte aus einer alten Holzschachtel eine Zigarre, zündete sie mit einem Zippo an und paffte gedankenverloren vor sich hin. „Die heutige Jugend“, dachte er. „Was soll nur aus ihnen werden...?“
Seine Hand streichelte zärtlich die Zigarrenschachtel. Auf dem Holz war das Wort Havanna eingeprägt. Char-Nug hatte noch nie über Havanna nachgedacht; es bedeutete nichts für ihn...überhaupt nichts.
Zuletzt geändert von Tiberius am 24. Februar 2019, 17:48, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel der Geschichte "Mythos Havanna" ergänzt
Zeidik wartete das Ende der DYKE ab, dann lud er den Leichnam auf seine Schultern und trug ihn in den Schatten eines weitausladenden Baumes. Mit seiner Last kletterte er auf den Baum. Er band Armadan von Harpoon auf einem starken Ast fest, so dass der Tote jeden Morgen in Richtung der aufgehenden Sonne blicken würde. Diese Handlung hatte einen tiefen symbolischen Sinn. Armadan von Harpoon sollte sehen, dass die Sterne nicht erloschen waren.
William Voltz - Das Ende der Wächter

Mythos Kindheit

Beitragvon old man » 24. Februar 2019, 14:37

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old man
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Mythos Kindheit


Auf einem unscheinbaren Planeten am falschen Ende der Galaxis saß ein kleiner Junge im Sandkasten und spielte selbstvergessen.
„Was baust du da?“ hörte er die Stimme Walters, seines besten Freundes, der wie aus dem Nichts vor ihm aufgetaucht war.
„Ein U-Boot!“ antwortete der kleine Junge stolz.
„Ein was?“
„Ein U-Boot. Damit kann man unter Wasser fahren. Willst du mitmachen?“
„Hmm. Eigentlich schon, aber ich finde, wir sollten ein Raumschiff bauen, damit wir zu den Sternen fliegen können, wie Perry Rhodan.“
„Perry Rhodan gibt es nicht. Nur kleine Kinder glauben noch daran.“
„Ich bin kein kleines Kind!“ meinte Walter wütend.
„Bist du doch!“ antwortete der kleine Junge, und schon wälzten sie sich im Sand und rauften, bis sie außer Atem waren.
„Jetzt ist das U-Boot kaputt,“ stellt einer der beiden fest, „da können wir auch gleich ein Raumschiff bauen.“
Und die beiden Freunde bauten ein Raumschiff aus Sand. Es sah aus wie eine etwas plumpe Rakete, aber der kleine Junge hatte ihr starke Triebwerke gegeben, damit sie vernünftig fliegen konnte.
„So, damit fliegen wir jetzt los!“ sagte er.
„Und suchen Terra.“ fügte Walter hinzu.
„Terra gibt es nicht.“ erklärte der kleine Junge.
„Wir fliegen trotzdem hin.“ beharrte Walter.
Und sie flogen und erlebten ihre Abenteuer bis die Mutter des kleinen Jungen rief:
„Karl-Herbert! Essen kommen!“
Zuletzt geändert von Tiberius am 25. Februar 2019, 19:52, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel der Geschichte "Mythos Kindheit" ergänzt
Zu den Sternen !

Re: Mythensammlung

Beitragvon nanobot » 24. Februar 2019, 23:35

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nanobot
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Mythos Klackton


Blauer Alarm! Die sanfte Beleuchtung der Kabine wich plötzlich unerträglicher Helligkeit.
Klackton richtete sich auf und schirmte seine Augen mit den Handflächen ab. Hatte er sich nicht gerade erst schlafen gelegt?
Sein Kopf schmerzte und in den Ohren rauschte es unerträglich.
“Computer, was ist hier los?”
“Kapitän, es ist Blauer Alarm.”
Die weibliche Computerstimme mit dem leicht bajuwarischen Akzent machte Klackton wütend. Warum konnte er nicht einmal eine vernünftige Antwort bekommen?
»Das sehe ich! Die gesamte Kabine leuchtet blau. Warum gibt es Blauen Alarm, will ich wissen?«
»Kapitän, der Blaue Alarm geschieht auf Ihre Veranlassung.«
Konnte es sein, dass der Ton der Computerstimme vorwurfsvoll klang?
»Meine Veranlassung … ?«
Klackton erhob sich von der Pneumoliege und goss sich ein Glas Scottish Malt ein. Ein kleiner Schluck würde seine Lebensgeister wecken.
»Ihre Veranlassung, Sir! Und, wenn Sie mir die Bemerkung erlauben, auf Ihre Veranlassung soll ich Sie auch darauf hinweisen, wenn Sie wieder vor Dienstbeginn Alkohol zu sich nehmen.«
»Der Whiskey hat medizinische Zwecke, Blechkiste. Also verschone mich mit Deinen Weisheiten!«
»Kapitän, ich bin darauf programmiert, diese Weisheiten von mir zu geben.«
Jetzt war Klackton sicher, einen leicht beleidigten Tonfall gehört zu haben.
»Und deshalb, Kapitän, muss ich Ihnen jetzt raten, sich die Boarduniform anzuziehen. Sie sind noch völlig nackt. Und es ist Blauer Alarm!«
Blauer Alarm. Hatte er gestern doch etwas zuviel getrunken auf Annemys Geburtstagparty? Er fühlte sich noch nicht ganz wiederhergestellt. Und diese Kopfschmerzen brachten ihn fast um.
Er ging zur Garderobe, um seine Uniform herauszuholen, als sich die Kabinentür zischend öffnete.
Verdammt, er war der Kapitän dieses Raumschiffs. Niemand durfte einfach unangemeldet in seine Kabine kommen. Was zum …
Klackton drehte sich um und erstarrte. In Sekundenbruchteilen wurde er völlig nüchtern. Der Schlimmste aller Fälle war eingetreten. Blauer Alarm, er erinnerte sich wieder.
»Hallo, Walty!«, sagte eine indignierte Stimme. Die dürre Gestalt im Eingang der Kabine starrte missbilligend auf Klacktons nackten Körper.
»Nunja, ich hätte Annemy schon etwas besseren Geschmack zugetraut. Aber echte Männer sind heutzutage wohl eher selten zu finden.«
Siedendheiß fiel es Klackton wieder ein.
Blauer Alarm war Schwiegermutteralarm!
»Tee, Sir?«, meldete sich der Computer.
Tee, ja, und etwas zum Anziehen!

*


»OK, Bekor!«, sagte Allina und blickte von der Textdatei auf. »Das soll jetzt also einen typischen terranischen Kommandanten beschreiben? Wo lädst du immer nur diesen Quatsch herunter? Terraner gibt es nicht! Und solche wie den Klackton schon gar nicht!«

Re: Mythensammlung

Beitragvon AARN MUNRO » 25. Februar 2019, 13:21

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AARN MUNRO
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Wohnort: Berlin, Terra und die Weiten des Kosmos
Mythos Kahrffay


„Das soll ein terranisches Getränk sein?“ Misstrauisch roch Zhrg‘hyl am weißen Gefäß.
„Wie denn das, wo es Terra doch gar nicht gibt?“ Sie war verwirrt.
„Das Getränk jedenfalls ist nicht erfunden!“ erwiderte Zhrg‘hal geduldig. Er kratzte sich am oberen Tentakelkranz und hob die Tasse zum zweiten Echtmund. Schlürfend genoss er das dunkle Getränk.
Langsam leerte er die Trinkschale bis zur Leere. „Ah!Das tat gut. Dieser würzige, bittere Geschmack!“ Davon wollte er gleich noch eine Runde nehmen.

Zhrg‘hyl war immer noch gnadenlos: „Würzig? Pah!Ja, bitter ganz sicher. Auch diese Terraner, die überall herumlungern, sind ganz verbittert, weil keiner ihnen den Mythos von ihrem verlorenen Planeten glaubt! Woher auch, wo es ihn doch gar nicht gibt. Dieses Getränk kann irgendwo herkommen, von Lepso, von Neu-Drorah, von den Jülzziish-Welten!“ Die junge Zhargol wetterte noch immer mit ihrem Großvater. Dieser aber verdrehte nur die Schleimaugen und sah gen Himmel, wo soeben ein Handelsraumer den Weg aus dem Dunkel des Alls zum Raumhafen fand. Sicher brachte er neue Fracht aus dem Galaktikum, auch Genussmittel der soeben genossenen Art.Woher auch immer das Getränk stammen mochte, sollten es die verstreuten Terraner ruhig als ihr eigenes Erzeugnis deklarieren.
Zhrg-hal war das egal … solange genug an Vorrat der braunen Bohnen vorhanden war, der ihm jeden Morgen seine Tasse Kahrffay sicherte.
Der Kellner erschien und brachte die nächste Tasse. Stumm stellte der terranische Diener ihn neben dem Zharghol ab und entfernte sich wieder nach hinten, in das Dunkel des Restaurants.
Dort lächelte er still vor sich hin und stellte die goldene Packung wieder ins letzte Regal zurück. Nicht viele Kunden mochten dieses Getränk. Der alte Zhargol war eine wirkliche Ausmahme. Der terranische Kellner besah sich das Schild der Tüte.Auf dem Boden stand: Made in El-Jarrfa, Terra.
"Doc war Pazifist, was ihn nicht daran hinderte, realistisch zu denken!" (Robert A. Heinlein in "The moon is a harsh mistress")
Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann!
"Jetzt geht es erst richtig los! Perry Rhodan!" ES in Band 650
AARNs PR- Artikel auf http://zauberspiegel-online.de
Three Cheers for the "incredible Campbell"!
Gute SF-Schreibe ist außenbetont: behaviouristisch

Re: Mythensammlung

Beitragvon astroGK » 26. Februar 2019, 21:13

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astroGK
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Mythos Name

"Bean, wieso glaubst du, dass dieser Planet Terra ist", fragte die Frau, die einer anderen älteren gegenüber saß, mit gereizten Unterton. Ihre terranische Freundin hatte sie mit einer Behauptung konfrontiert, die sie fassungslos machte und lies nicht locker.
"Goy, du weist doch, dass ich Kosmoarchäologin bin. Letztens habe ich bei Nachforschungen auf Olymp geholfen. Auf Walkork, in der Nähe des Oranak Flusses, haben wir eine Ansiedlung untersucht die über 3000 Jahre alt ist. Dort habe ich ein tausend Jahre älteres Buch gefunden, offenbar noch aus der Anfangszeit terranischer Ausbreitung in der Galaxis."
Sie hielt kurz inne, dann fuhr sie fort: "Ja tatsächlich ein echtes Buch mit dem Titel "Latein - Interkosmo, Interkosmo - Latein" Sie kramt in ihren Sachen und zog ein dickes, offenbar uraltes, aber extrem gut erhaltenes Exemplar papierenen Wissens hervor. Mit verschwörerischer Miene und den Worten "Habe es hinaus geschmuggelt", schob sie es Goy zu. Diese schlug es auf.
"Himmel, was soll denn das?" entfuhr es ihr lautstark, so dass sich andere Gäste des Lokals, in dem sie sich zum Essen verabredet hatten, kurz zu ihr umdrehten, dann aber wieder weiter speisten. "Was bitte soll denn Latein sein?", fügte sie bedeutend leiser hinzu.
"Schlag die Seite 728 auf, achte Zeile von oben", bat Bean ihre Freundin. Diese schüttelte unwillig den Kopf und meinte: "Zuerst erklärst du mir, was Latein sein soll." Die ältere Frau schaute sie sehr eindringlich an und wiederholte:"Bitte mach es".
Da Goy, Bean trotz ihrer Schrulligkeit, sehr gern hatte, lenkte sie ein und blätterte in dem Buch, bis sie auf der angegebenen Seite anlangte. "Lies vor", drängte Bean. "Da steht nur: Terra : Erde". Völlig verständnislos schaute Goy ihre Freundin an, die sie mit einem begeisterten Blick musterte und hauchte: "Verstehst du nicht, DAS ist der Beweis!".
"Wie bitte, wieso soll das ein Beweis sein? Wofür?" Goy war jetzt noch mehr verwirrt.
"Moment, ich bin noch nicht fertig" fuhr Bean, rasch fort. "Hier ist noch ein Buch, dass ich dort gefunden habe. Ich habe die Stelle markiert.". Wieder überreichte sie ein uraltes Buch in Interkosmo an Goy. Es hies: "Griechische Mythen" "Bevor du frägst. Nein ich habe auch keine Ahnung was Griechisch sein soll. Aber da schau. Da steht, der Satz "Gäa (Gaia, Ge), bei den Griechen die Göttin der Erde".
"Gäa!", rief sie mit überschlagender Stimme, "Und wo sind wir hier? Hier ist Terra, immer schon gewesen. Hier ist unsere Urheimat!". Triumph zeigend endete sie.
Die Gäanerin schaute sie mitleidig an und sprach harte, aber wie sie glaubte notwendige Worte: "Das ist ein reines Hirngespinst und kein Beweis. Ihr Terraner seid echt ein irres Völkchen. Wollt euch nicht damit abfinden, dass niemand weiß, warum ihr euch so nennt. Das was du mir hier aufgetischt hast, beweist möglicherweise, dass ihr euch Erdlinge nennt aus welchem Grund auch immer. Mehr aber auch nicht". Bean starrte sie eine Zeitlang an, dann stand sie vom Tisch auf und verließ wütend das Lokal.

Re: Mythensammlung

Beitragvon Alexandra » 20. April 2019, 18:07

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Alexandra
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Hm ... 3000 ist bisschen her.


Mythos Osterhase


»Papa, erzähl mir eine Geschichte von Terra.«
»Klar.«
»Jaques«, mahnte seine Frau, »in der Erziehungsstation könnten sie glauben, dass du gegen den Cairanischen Frieden bist.«
Der Modulentwickler nickte. »Terra gibt es ja nicht«, betonte er. »Und den Osterhasen schon gar nicht!«
»Osterhase? Ist das Gucky?«
»Ne«, sagte Jaques. »Der Osterhasen brachte Schokoladeneier.«
»Ah!«
Jaques' Geschichte stammte aus einem Buch vom Schwarzmarkt, eingetauscht gegen Naturalien. Er begann:
»Die kleine Celéstine wollte den Osterhasen sehen. Sie stellte sich ein großes, freundliches Hasengesicht vor, lange Ohren und ein flauschiges Fell!«
»Oh!«
»Also legte sie sich am Ostermorgen auf die Lauer. Vorsichtig zog sie die Jalousie hoch, so dass sie in den Garten sehen konnte, und kauerte sich auf den Teppich.«
»Was ist eine Jalousie?«
»Ein Sichtschutz in Gesellschaften, die noch keine stufenlos regulierbaren Fensterscheiben entwickelt haben.«
»Die Geschichtenerfinder betten ihre Phantasiegeschichten gern in altertümliche Szenarien ein,« ergänzte Miriam.
Die Kleine zupfte Jaques am Ärmel, damit er weitersprach.
»Nach einer Weile bemerkte sie hinter dem großen Wacholderstrauch eine Bewegung. Sie rutschte sie vom Sofa und schlich sich in den Garten. Dort sah Celéstine ein wuscheliges Hinterbein an der Gartenhecke. Sie rannte hinterher. Von dort sah sie den großen Wollepopo des Osterhasen gerade am Waldrand verschwinden. Als sie ihn erreichte, war sie außer Puste und der Osterhase außer Sicht. Aber da lag ja mitten auf dem Weg einen kleines, buntes Osterei! Sie hob es auf, betrachtete die schönen, bunten Farben und beschloss, es gleich zu essen.«
Die Kleine rieb sich den Bauch.
»Beim Kauen sah Celéstine sich um. Da lag ja noch so ein Ei! Und in einem Nest gelber Schlüsselblumen lag noch eins, diesmal ein leuchtend blaues. Sie stapfte durch das hohe Gras, suchte weiter. Tatsächlich, da lag ein orangefarbenes Schokoladenei unter einem großen Haselbusch.«
»Papa, warum heißen die Schlüsselblumen?«
»Weil wir jetzt zum Schlüssel der Geschichte kommen. Was lernst du aus ihr?«
»Dass man immer weiter suchen soll?«
»Dass sie den Osterhasen erschreckt hatte mit ihrer Neugierde«, verbesserte er, »aber weil er genauso nett war wie die Cairaner, war er zurückgekommen, um ihr trotzdem Eier zu geben. Trotzdem: Celéstine wollte den Osterhasen sehen!
Also tat sie, als müsste sie sich ganz tief bücken, und spähte dabei durch die Gräser. Da war er! Sie blieb geduckt sitzen, und der Hase blieb ebenfalls da. Dann machte er sogar einen vorsichtigen Hoppler in ihre Richtung.«
Er machte eine Pause. Der Mund seiner Tochter stand offen.
»Und dann?«, fragte sie.
»Sie wurden Freunde«, schaltete sich Miriam ein. »und haben gemeinsam Gucky besucht. Hast du deine Mathematikhausaufgabe gemacht?«
Die Kleine sprintete los.
»Es gibt keine Osterhasen«, sagte Miriam.
»Und keinen Gucky«, bestätigte Jaques.
»Und keinen Perry Rhodan. Ein Unruhestifter!«
»Als ob es Besseres gäbe, als den Cairanern zu folgen!«
Jacques seufzte. Er liebte diese Geschichten! Vielleicht waren sie wirklich Angehörige einer minderwertigen Spezies, die guter Führung bedurfte.

Spoiler:
Ich habe ganz brav gekürzt. Hier die Langversion, basierend auf einer Osterhasengeschichte für meine Dreizehnjährige, als sie klein war.

Mythos Osterhase

»Papa, erzähl mir eine Geschichte von Terra.«
»Ich muss jetzt aber arbeiten.«
»Nur kurz!«
Seufzend schob der Modulentwickler seine Konsole beiseite.
»Also gut, du Quälgeist. Setz dich her.«
»Aber Jaques«, ertönte die Stimme seiner Frau aus der Hygienezelle, »setz der Kleinen nicht so viele Flausen in den Kopf. Kinder können nicht zwischen Erfindung und Wirklichkeit unterscheiden. Und wenn sie in der Erziehungsstation davon erzählt, könnten die Leute glauben, dass du gegen den Cairanischen Frieden bist.«
»Ich pass schon auf«, rief er zurück und setzte sich die Kleine auf den Schoß. Erwartungsvoll sah sie ihn an.
»Hast du schon mal was von Ostern gehört? Das wäre dieser Tage, würde es Terra geben.« Die haselnussbraunen Augen blickten erwartungsvoll.
»Aber Terra gibt es ja nicht«, rief er etwas lauter in Richtung der Tür hinter der sich seine Frau. »Und den Osterhasen schon gar nicht!«
»Osterhase?«, fragte die Kleine. »Meinst du den Gucky?«
Jaques wand sich. »Ne«, sagte er. »Ich meine den Osterhasen. Auf den haben die Kinder auf Terra gewartet, damit er ihnen Schokoladeneier bringt. Also, in der Geschichte. Willst du sie hören?«
Er fuhr der Kleinen durch die kastanienfarbenen Locken.
»Klar«, sagte sie. Er begann zu erzählen.
»Es war einmal ein kleines Mädchen, das hieß Celéstine, und es wollte unbedingt mal den Osterhasen sehen. Den ganzen Tag und die ganze Nacht träumte es von ihm. Es stellte sich ein großes, freundliches Hasengesicht vor, ganz lange Ohren und ein flauschiges Fell. Oh, wie toll es wäre, den mal zu treffen!«
»Papa, den will ich echt mal treffen.«
Wie schön! Seine Tochter konnte sich für die Geschichten begeistern, die er auf dem Schwarzmarkt fand, unter den Ladentheke gehandelt und gegen Naturalien im Tauschgeschäft, damit kein Geldverkehr zurückverfolgt werden konnte.
»Aus diesem Grund legte Celéstine sich am Ostermorgen auf die Lauer, ganz früh, ehe Mama und Papa und ihre Geschwister wach waren. Ganz vorsichtig zog sie die Jalousie ein bisschen hoch, so dass sie gerade in den Garten sehen konnte, und kauerte sich auf den Teppich.«
»Papa, was ist eine Jalousie?«
»Ein Sichtschutz für die Fenster, so was gibt es in primitiven Gesellschaften, die noch keine stufenlos regulierbaren Fensterscheiben entwickelt haben.«
»Die Geschichtenerfinder betten ihre Phantasiegeschichten gern in solch altertümliche Szenarien ein, weil das gemütlicher wirkt«, ergänzte Miriam, die nun neben dem Sofa stand. Die schwachen Gravitationsfelder ihrer Haarspangen ließen ihre rötlichen Strähnen tanzen. Seinen bewundernden Blick quittierte sie mit einem Lächeln. Die Kleine zupfte ihn am Ärmel.
»Aufmerksam beobachtete Celéstine den Garten. Das dauerte aber lange! Gerade als ihr fast wieder die Augen zufielen vom vielen Rausschauen, bemerkte sie hinter dem großen Wacholderstrauch eine Bewegung. Da war doch was! Leise rutschte sie vom Sofa und schlich sich zur Haustür. Auf diese Weise konnte sie um die Garage herumschleichen und unbemerkt den Garten betreten.«
»Garage?«
»Kleine Häuser, in denen man die Gleiter parkte, als sie noch mit Rädern auf der Erde fuhren. Jedenfalls, als sie vorsichtig um die Ecke spähte, sah Celéstine einen riesigen flauschigen Schatten, so was wie ein großes, wuscheliges Hinterbein, das sich durch die Gartenhecke zog, und zwar dort, von wo aus der Weg weiter zum Wald führte. Also rannte sie hinterher.«
Die Kleine lachte.
»Celéstine musste sich ganz schön beeilen, denn als sie den Garten durchquert hatte, sah sie den großen Wollepopo des Osterhasen gerade am Waldrand verschwinden. Er war genauso braun wie das Holz der Büsche, aber zum Glück konnte man seine Lampe, das ist das hellere Fell an seinem Hinterteil, bei jedem Sprung aufleuchten sehen.
Als sie den Waldrand erreichte, war sie außer Puste und der Osterhase außer Sicht. So sehr sie auch nach Spuren suchte, sie konnte nicht erkennen, welchen Weg er gewählt hatte, und so musste sie wieder umkehren. Enttäuscht stampfte sie mit dem Fuß auf. Heulen nutzte nichts, weil sie eh keiner sah, und so machte sie sich widerwillig auf den Heimweg.
Aber was war das? Da lag ja mitten auf dem Weg einen kleines, buntes Osterei. Das war dem Osterhasen wohl runter gefallen und sie hatte es ganz übersehen vor lauter Rennen. Sie hob es auf, betrachtete die schönen, bunten Farben und beschloss dann, es gleich zu essen, weil sie ja auch noch nicht gefrühstückt hatte.«
Die Kleine rieb sich den Bauch. Miriam ging in die Küchenecke und tippte Anweisungen für die Mitnehm-Snacks ins Eingabefeld. Jaques erzählte weiter.
»Beim Kauen sah Celéstine sich noch mal gemütlich um sich und siehe da! Da lag ja noch so ein Ei! Und zwar gar nicht auf dem Weg, den der Osterhase entlanggelaufen war, sondern auf einem hohen Baumstumpf am Waldrand! Also überquerte sie die Wiese, die schon ganz schön hoch gewachsen war, und holte sich das zweite Ei. Es sah genauso aus wie das erste, aber es war noch ein hübsches Hasenbild drauf geklebt. Begeistert hielt Celéstine es fest und schaute ganz aufmerksam um sich. Direkt in einem Nest gelber Schlüsselblumen lag noch ein Ei, diesmal ein leuchtend blaues.
Das konnte jetzt wirklich kein Zufall sein. Sie stapfte durch das hohe Gras zum hellblauen Ei und suchte dann gezielt in der gleichen Richtung weiter. Tatsächlich, da lag ein orangefarbenes Schokoladenei gleich unter dem großen Haselbusch.«
»Papa, warum heißen die Schlüsselblumen?«
Jaques stuppte der Kleinen auf das krause Näschen. »Weil wir jetzt zum Schlüssel der Geschichte kommen. Was, denkst du, gilt es zu verstehen?«
»Dass man immer weiter suchen soll?«
Jaques tauschte einen Blick mit seiner Frau.
»Dass sie den Osterhasen erschreckt hatte mit ihrer Neugierde«, verbesserte er, »aber weil er genauso nett war wie die Cairaner, war er zurückgekommen, um ihr trotzdem Eier zu geben. Celéstine verstand das. Sie wanderte ganz gelassen die Eierroute ab. Ein leckeres, buntes Ei nach dem anderen steckte sie in ihre Jackentasche. Aber die Schokolade interessierte sie längst nicht mehr. Sie wollte den Osterhasen sehen!
Also tat sie bei jedem Ei so, als müsste sie sich ganz tief bücken, und spähte dabei durch die Gräser. Ganz langsam bewegte sie sich dabei, und so schaffte sie es, eine Bewegung zu erspähen. Sie blieb geduckt sitzen, und der Hase blieb ebenfalls an seinem Ort, ohne sich wieder zu verstecken. Und als sie sich weiter duckte, machte er sogar einen vorsichtigen Hoppler in ihre Richtung.
Celéstines Herz schlug ganz laut, während sie weiter wartete.«
Er machte eine Pause. Der Mund seiner Tochter stand offen.
»Und dann?«, fragte sie.
»Was denkst du denn?«, fragte er zurück.
»Dass sie Freunde wurden?«, schlug die Kleine vor.
»Aber natürlich«, schaltete sich Miriam ein. »Und danach haben sie gemeinsam Gucky besucht.« Ihr strafender Blick ruhte auf ihrem Mann. »Und als sie einander genau kannten, haben sie sich gelangweilt und neue Freunde gesucht. Hast du deine Mathematikhausaufgabe gemacht?«
Nun seufzte ihre Kleine und stand auf. »Kann sein, das da noch was übrig ist«, räumte sie ein und schob ab.
»Ein Glück, dass es in der Cairanischen Epoche keine Schokolade verteilenden Hasen gibt«, sagte Miriam laut.
»Und keinen Gucky. Wobei diese Kindergeschichten schon immer wieder erfrischend sind in ihrer Naivität«, pflichtete er ebenso laut bei.
»Und vor allem keinen – wie hieß er noch?«
»Perry Rhodan. Dieses Wunschbild aller Unruhestifter. Also, die Geschichten von ihm finde ich tarsächlich bedenklich«, erklärte er. »Die bringen sogar Erwachsene auf seltsame Ideen.«
Seine Frau nickte lebhaft. »Als ob es eine größere Freiheit gäbe als die, den Cairanern zu folgen. Welch schönes Leben sie uns bescheren!«
Sie küssten sich, und Jacques gab ihr die Mappe. »Hier habe ich dir ein paar Messdaten zusammengestellt, die Folien sind nach Sachgruppen sortiert«, sagte er. Ihre Blicke trafen sich, sie verzog spöttisch die Lippen. Das zwischen die Folien eingelegte Buch würde sie unterwegs verstecken. Sicher war sicher.
Diese allgegenwärtige Kontrolle machte kindisch, überlegte er. Tatsächlich klopfte sein Herz schneller beim Gedanken an den Osterhasen, und an Perry Rhodan und Gucky. Als Mensch brauchte man Träume. Vielleicht waren sie wirklich Angehörige einer minderwertigen Spezies, die guter Führung bedurfte.
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Grund: Text auf Wunsch geändert
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