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Meine Geschichten

Beitragvon GruftiHH » 28. Mai 2015, 16:07

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GruftiHH
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Hallo Ihr Lieben,

ich traue mich jetzt endlich und werde in diesem Thread ein paar meiner Geschichten, die schon teilweise sehr lange in meiner Schublade ruhten veröffentlichen (wobei ich sie überarbeitet und angepasst habe). Es sind jedoch keine Fan-Fiction Sachen. Vielleicht kommt es ja noch (arbeite schon länger an einer Perry Story).

Hier die Story "Wasser"

Spoiler:
Es ist ein heißer, schwüler Tag. Die Menschen gehen ihrer Arbeit nach, und fühlen sich dabei nicht wohl, denn die Hitze ist unerträglich. Die täglichen Wasserrationen sind vergangene Woche wieder reduziert worden, die Lebensmittel die Woche davor. Die Leute murren aber nicht, denn den Grund werden wir gleich erfahren.
Ein Junge von etwa 12 Jahren geht die Straße entlang zu seiner Wasserausgabestelle, der er zugeteilt wurde. Seitlich von ihm ragen die dunklen Fassaden der Wolkenkratzer in die Höhe. Stählerne Kolosse, die alles unter sich begraben wollen. So hat es zu mindestens den Anschein, denn den Himmel kann man auf der untersten Straßenebene nicht mehr sehen. Wir wissen ja noch alle, wie es vor der Straßenreform unserer Regierung war.
Die Straßen wurden immer voller; die Luft noch mehr durch Abgase verpestet. Der Straßenverkehr nahm zu, genauso wie die Verkehrstoten. Nur Letztere stiegen über proportional an. Rund 10.000 Menschen kamen alleine in unserer Stadt, damals noch New York genannt, im Jahre 2060, bzw. das Jahr 5 VOR MURRAY, ums Leben. Die Polizei hatte keine Kontrolle mehr. Von Verkehrsregelung konnte bald keine Rede mehr sein.
Das ist ja heute auch nicht anders, aber auf vier Straßenebenen. Die Straßen in den Großstädten wurden vor 20 Jahren durch die ROYAL MURRAY ROOVER STREET COMPANY, einer Tochterfirma der ROYAL STEEL MINE, die wiederum der ROYAL LTD. gehört, deren Präsident - rein zufällig natürlich - der Bruder unseres Monarchen ist, gebaut. So bleiben wenigstens unsere Steuergelder in der Familie. Aber das wissen wir ja als gute Bürger unseres Staates alles, nicht war? Lang lebe unser Monarch Murray I., von Gottes Gnaden.
Aber zurück zu dem Jungen. Sie müssen einem alten Mann wie mir schon verzeihen. Ich habe soviel erlebt, daß ich ganz gerne mal vom Thema abschweife. Mit 75 Jahren werden Sie nicht anders sein; bewusst oder unbewusst. Glauben Sie mir.
Also der Junge kommt zu der Wasserausgabe und reiht sich in die Schlange ein. Er wartet geduldig bis er an der Reihe ist, bekommt aber keinen Tropfen, da er schon gestern seine heutige Ration vorab erhalten habe.
"Nun hören Sie mal. Das stimmt überhaupt nicht. Ich habe gestern gar nichts erhalten. Ich war ja nicht mal da."
"Ich weiß genau, wem ich gestern Wasser gegeben habe und wem nicht. Schließlich führe ich ja genau Buch. Und nun verschwinde wieder, die Erwachsenen warten schon. Du bist nicht der Einzige hier!"
"Ja, Ja. Ich habe alleine schon fünf aus Deiner Familie gesehen, und weitere waren wohl schon da. Mein Großvater sagt immer, dass Ihr alle korrupt seit. Meine Ration hat bestimmt Deine Schwester gekriegt, oder? Das ist bei Euch Regierungsleuten doch immer das Gleiche."
"Mein Junge. Was Du da aufstellst, sind bodenlose Unterstellungen. Ich bevorzuge keinen, nicht mal meine Familie. Ist das klar?"
Die Frage unterstreicht der Beamte noch mit erhobener Faust.
Der Junge hat vieles von seinem Großvater gelernt. Er lässt sich nicht einschüchtern.
"Du kannst mir keine Angst machen. Ich bin schon mehr geschlagen worden, als ein alter Teppich. Es ist aber doch war, was ich sage."
Die Leute werden schon unruhig. Der Kleine redet sich um Kopf und Kragen. Nervös schauen sie sich um. Aber noch ist keine Polizei zu sehen. Und so hoffen sie, dass der Junge doch noch die Kurve kriegt.
"Es reicht. Ich werde mich nicht mehr länger mit Dir befassen. Der Nächste bitte. Ich werde Dir nichts geben. Und nun verschwinde, ehe ich böse werde."
Der Junge zeigt sich in keinster Weise beeindruckt. Nun, eigentlich ist die nun folgende Situation nur aus seiner Starrköpfigkeit, die er auch von seinem Großvater übernommen hat, entstanden.
Der kleine Staatsbürger lässt sich nicht ab wimmeln und so kommt es zu einem handfesten Streit mit der Folge, dass doch noch die Polizei mit schweren Gleitern kommt. Der Junge flieht mit Tränen in den Augen, doch die Beamten sind schneller: drei Schüsse treffen den Körper, und der Junge spürt nicht einmal mehr, wie sein Kopf auf das Pflaster der Straße knallt - und auch das Lachen des Mannes an der Abgabestelle hört er nicht mehr.
Mein Enkel hat eigentlich einen besseren Tod verdient.
* Am Ende des Regensbogen sehen wir uns wieder. *

Re: Meine Geschichten

Beitragvon Alexandra » 28. Mai 2015, 17:39

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Re: Meine Geschichten

Beitragvon Hideo » 28. Mai 2015, 22:13

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Auch von mir ein herzliches Willkommen im Club :)

Ich finde, der Text ist dir gut gelungen, machte Spaß ihn zu lesen :D

Aber jetzt ma Butter bei de Fische: :fg:

Wo ist der Rest der Geschichte?

Ne, im Ernst: bei mir blieb das Gefühl zurück, das da noch mehr kommte und in deinem Kopf eine wesentlich größere Welt im Hintergrund steht, die gerne erzählt werden würde! Und mich würde diese Welt brennend interessieren :st:
Alles hier gepostete ist meine eigene Meinung und auch als solche zusehen. Sollte sich jemand davon angegriffen fühlen, so kann er es gerne sagen.
Noch besser wäre es dann aber, in sich hinein zu horchen, um festzustellen, wieso...


Ein bisschen Lesestoff? Bödde: Vimes für's Kindle oder Vimes Thread

Mehr Stardust?

Re: Meine Geschichten

Beitragvon dandelion » 28. Mai 2015, 22:40

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dandelion
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Vielleicht gibt es auch einige Hintergrundinformationen. Wann und wie ist die Geschichte entstanden. Woher kam die Idee...

Was will uns der Dichter damit sagen usw. ;)

Re: Meine Geschichten

Beitragvon HOT » 29. Mai 2015, 06:59

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Wow, nicht schlecht. Bin gespannt, was Du sonst noch so auf Lager hast.

PS: Liest sich auch für mich wie der Auftackt zu etwas größerem, wie ein Prolog.

Re: Meine Geschichten

Beitragvon GruftiHH » 29. Mai 2015, 08:34

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Da kann ich jetzt nur sgen: Oh la la ;)

Damit habe ich jetzt nicht gerechnet. Vielen Dank für das Feetback.

Ihr alle habt Recht. Eigentlich war das der Anfang einer längeren Geschichte, die ich dann aber irgendwie nicht weiter verfolgt habe. Aber jetzt, wo ihr es sagt, könnte ich mir doch vorstellen, die Welt zu erweitern.

Der Anfang der Geschichte ist 2003 geschrieben worden, letztes Jahr habe ich sie wieder ausgegraben und rundgeschliffen.
* Am Ende des Regensbogen sehen wir uns wieder. *

Re: Meine Geschichten

Beitragvon Schnurzel » 29. Mai 2015, 09:50

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Auch mir gefällt die Geschichte!

Ich habe die ganze Zeit eine Geschichte mit ähnlichem Background im Kopf, nur geht es da nicht um Wasser, sondern um Lebensmittel und nicht um Enkel und Großvater, sondern um Mutter (Kellnerin) und Tochter (Hackerin). Ich stocke allerdings schon seit etwa vier Wochen.

Re: Meine Geschichten

Beitragvon GruftiHH » 29. Mai 2015, 10:15

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Wenn es Euch recht ist, dann würde ich jede Woche (solange der Vorrat reicht) eine Geschichte oder ein Teil meiner Arbeit hier reinstellen.
* Am Ende des Regensbogen sehen wir uns wieder. *

Re: Meine Geschichten

Beitragvon Meiner Einer » 29. Mai 2015, 14:30

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GruftiHH hat geschrieben:Wenn es Euch recht ist, dann würde ich jede Woche (solange der Vorrat reicht) eine Geschichte oder ein Teil meiner Arbeit hier reinstellen.


Bitte, tu es.... :st:

Re: Meine Geschichten

Beitragvon GruftiHH » 29. Mai 2015, 14:59

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Schnurzel hat geschrieben:Auch mir gefällt die Geschichte!

Ich habe die ganze Zeit eine Geschichte mit ähnlichem Background im Kopf, nur geht es da nicht um Wasser, sondern um Lebensmittel und nicht um Enkel und Großvater, sondern um Mutter (Kellnerin) und Tochter (Hackerin). Ich stocke allerdings schon seit etwa vier Wochen.


Aha. Da kommt mir spontan die Idee, dass die Kellnerin in einem Restaurant arbeitet, die Lebensmittel durch irgend eine Katastrophe rationalisiert werden müssen und die Tochter als Hackerin einfach die Lebensmittellieferungen umleitet. :)
* Am Ende des Regensbogen sehen wir uns wieder. *

Re: Meine Geschichten

Beitragvon Schnurzel » 29. Mai 2015, 15:23

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GruftiHH hat geschrieben:
Schnurzel hat geschrieben:Auch mir gefällt die Geschichte!

Ich habe die ganze Zeit eine Geschichte mit ähnlichem Background im Kopf, nur geht es da nicht um Wasser, sondern um Lebensmittel und nicht um Enkel und Großvater, sondern um Mutter (Kellnerin) und Tochter (Hackerin). Ich stocke allerdings schon seit etwa vier Wochen.


Aha. Da kommt mir spontan die Idee, dass die Kellnerin in einem Restaurant arbeitet, die Lebensmittel durch irgend eine Katastrophe rationalisiert werden müssen und die Tochter als Hackerin einfach die Lebensmittellieferungen umleitet. :)

Nicht ganz, aber deine Idee ist auch nicht schlecht.

Re: Meine Geschichten

Beitragvon GruftiHH » 29. Mai 2015, 20:06

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Zum Wochenende was zum nachdenken:

Eine ganz ganz kleine Geschichte aus dem Jahr 2001:

Der Pflasterstein

Spoiler:
Er wurde von einer schwieligen Hand aufgehoben und eine Weile von einer vermummten Gestalt herumgetragen. Worte und wilde Rufe drangen an sein Ohr, die er nicht verstand, aber die laut waren.
Dann wurde er weggeworfen.
In einem hohen Bogen flog er durch die Luft. Der Wind umspielte seine Seiten, und die Straße unter ihm huschte vorbei.
Er erblickte brennende Autos, Vermummte und noch mehr Seinesgleichen in deren Händen.
Dann traf er etwas hartes, weißes und spürte, daß das Getroffene zu Boden viel. Der letzte Blick, den der Pflasterstein erhaschte war der auf einen Polizisten, aus dessen Helm Blut floß.
Und der Stein weinte ....


Ich hatte da noch die 1. Mai "Demos" in der Schanze in Erinnerung.....

Ich hoffe, es ist OK, wenn ich hier nicht nur SF oder Perry relevante Geschichten reinstelle. Sonst bitte melden, liebe Mods.
* Am Ende des Regensbogen sehen wir uns wieder. *

Re: Meine Geschichten

Beitragvon HOT » 31. Mai 2015, 15:06

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HOT
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Kein Kommentar bisher. Sind wir jetzt alle erschlagen? :(

Ich finde die Perspektive eines Gegenstandes recht spannend. Außer in Kindergeschichten sind die Handlungsträger schließkich immer "richtige" Personen, von Robotern und anderen SF-Gestalten einmal abgesehen. Einzige mir bekannt Ausnahme ist Tom Robbins "Salomes siebter Schleier". Hier sind die handelnden Personen u.a. ein Dessertlöffel, eine Bohnendose, ein schmutziger Socken, ein bemalter Stab und eine Muschel.

Re: Meine Geschichten

Beitragvon GruftiHH » 1. Juni 2015, 08:23

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GruftiHH
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So Ihr Lieben : eine Zweitilige Kurzgeschichte aus dem Bereich SF.

Nächsten Montag geht es weiter. :)

Und der zweite Teil wird für HOT interessant sein.... es geht um einen Gegenstand.

Der Meteor

Teil 1 - Aus der Sicht eines Opfers
Spoiler:
New York, Stadt des Lasters und des Elends. Nach der großen Katastrophe, die die Ölreserven der Welt nahezu zerstört hat, ist die Stadt noch weiter verkommen. Nach dem Krieg der Araber gab es eine Zeit des Terrors, der Mafia, wie einst in Legenden berichtet. Im vorherigen Jahrhundert soll es eine Zeit der Gangster gegeben haben, die Zeit der Prohibition, oder so. Auf jeden Fall durfte damals kein Alkohol verkauft oder konsumiert werden. Gangsterbanden bekämpften sich zu jener Zeit.
Nun, im Jahre 2030, in dem unsere Geschichte seinen Anfang nimmt, ist es nicht anders. Irgendwie haben die Wissenschaftler recht, in dem sie behaupten, daß alles wiederkehrt.
Ein Mann, Ende zwanzig, sehr muskulös und durchtrainiert, geht die Straße entlang. Ein Gleitbus kommt heran und hält, da der Pilot die ausgestreckte Hand seines zukünftigen Gastes gesehen hat.
Ich steige ein und setzt mich neben zwei Jungen die begeistert das neuste Produkt der NIPPON ELECTRONICS COMPANY benutzen. Ich habe diese tragbaren 3D-Hologramm-Videospiele noch nie gemocht. Eigentlich verblöden sie unsere Kinder. Meine Augen blicken einige Zeit zu ihnen hinüber. Diese beiden Jungen haben soeben den dreihundertsten Hologleiter der Kalagos abgeschossen und freuen sich übermütig.
"Sagt mal, Jungs. Solltet Ihr nicht in der Schule sein? Ich glaube nicht, daß schon Ferien sind, oder?" frage ich.
Einer der Jungen schaut mich mit glasigem Blick an. "Nö, aber warum soll ich denn zur Schule gehen? Da ist doch heute sowieso nur Mist. Diese ganze Grütze ödet mich an. Ich will lieber spielen und rum fahren." Dann wendet er sich wieder seinem Kameraden zu.
Ich frage mich gerade, ob es wohl früher auch so war, als plötzlich der Bus aus seiner Bahn geworfen wird. Der Pilot verliert mit ein paar wüsten Beschimpfungen die Kontrolle, und unser Gefährt rast mit 100 Meilen dem Himmel über New York entgegen um sich dort mit den dunklen, drohenden Smogabgasen zu vereinen. Vielmehr versinken wir in diesen Wolken aus Dreck und Gasen.
Auf einmal sind die beiden neben mir nicht mehr so mutig und werden blasser und blasser.
"So tapfere Sternenkrieger, wie Ihr, haben doch keine Angst, oder? murmle ich und blicke sie an.
Mit großen, ängstlichen Augen schauen die beiden zu mir herüber. "Doch. Das haben wir. Sie etwa nicht?"
"Ich bin nur ein kleiner Angestellter, der sich in seiner Freizeit eigentlich nur etwas fit hält. Diese sitzende Tätigkeit als Kassierer ist nicht jeder Manns Sache. Aber ich habe auch meine Probleme mit dieser Situation fertig zu werden. Um mich in Euer Sprache auszudrücken: Ich habe die Hosen gestrichen voll!"
Diese Worte scheinen die beiden etwas zu beruhigen, und sie schauen, wie ich, in das Grau der Wolken.
Ich spüre einen Ruck durch den Bus gehen als wir die Wolkendecke durchbrechen. Da sehe ich diesen großen Meteoriten aus dem Himmel auf uns zu fallen. Noch heute höre ich dieses Staccato von berstenden Trümmern, zerbiegenden Metalls und sterbenden Menschen. Einer der Jungen segelt an mir, in zwei Hälften von einer Fensterscheibe geteilt, vorbei. Die Zeit vergeht wie im Zeitlupentempo. Ich kann deutlich die ängstlichen, zum Teil gräßlich entstellten, Gesichter der anderen Mitreisenden erkennen. Die Arme überdeutlich ausgestreckt. Einige Fallschirme öffnen sich nicht, andere verheddern sich gegenseitig und stürzen mit ihren Opfern der Erde entgegen.
Plötzlich trifft mich etwas an die Stirn und raubt mir das Bewußtsein. Ich kann gerade noch die Reißleine meines Fallschirmes, den jeder Reisende unmittelbar nach antritt der Fahrt anlegen muß, ziehen. Danach schwebt der Schirm hinab durch die Wolken und beendet seinen Flug mit einer unschönen Landung auf dem Dach des Gebäudes der FIRST NATIONAL BANK.
Wie Sie merken, hatte ich schon immer einen ausgefallenen Geschmack.
* Am Ende des Regensbogen sehen wir uns wieder. *

Re: Meine Geschichten

Beitragvon HOT » 1. Juni 2015, 18:38

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Ich fand den Wechsel zwischen " ein Mann" und "ich" recht irritierend. Ansonsten bin ich gespannt auf den 2. Teil.

Re: Meine Geschichten

Beitragvon Alexandra » 2. Juni 2015, 00:36

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Die Stadtszenen liegen dir besser als die Demos.
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Re: Meine Geschichten

Beitragvon GruftiHH » 2. Juni 2015, 15:52

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Lange, lange ist es her, da habe ich mal Rollenspiele (AD&D und dann die Anfänge von DSA) gespielt. Jo. Und dann war ich auch Meister und habe eigene Stories und Welten kreiert. Da habe ich Spaß dran. Und die Gruppe war begeistert.

Aber manchmal verirre ich mich auch in den ganzen Hintergrundwissen / -sammeln.

Wobei ich jetzt doch etwas auf HOT neidisch bin, denn der hat mehr Hits und da geht die Diskussion richtig zur Sache. ;)
* Am Ende des Regensbogen sehen wir uns wieder. *

Re: Meine Geschichten

Beitragvon Elena » 2. Juni 2015, 16:12

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Hi, bin jetzt auch hierüber "gestolpert". Die Geschichten machen mich zugegebenermaßen betroffen, aber sie sind gut und spannend geschrieben und machen Lust auf mehr! :st:
Ein bisschen gesunder Menschenverstand, Toleranz und Humor - wie behaglich es sich dann auf unserem Planeten leben ließe.
- William Somerset Maugham


Ich bin wie ich bin - Wise Guys

Immer für Dich da - Wise Guys

Re: Meine Geschichten

Beitragvon Alexandra » 2. Juni 2015, 17:12

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Du musst halt was Zusammenhängenderes reinsetzen.
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Re: Meine Geschichten

Beitragvon HOT » 2. Juni 2015, 17:44

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GruftiHH hat geschrieben:Wobei ich jetzt doch etwas auf HOT neidisch bin, denn der hat mehr Hits und da geht die Diskussion richtig zur Sache. ;)


Dafür habe ich nur eine einzige Geschichte in 40 Jahren geschafft und bald mein Pulver verschossen ....

Re: Meine Geschichten

Beitragvon GruftiHH » 3. Juni 2015, 13:29

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Alexandra hat geschrieben:Du musst halt was Zusammenhängenderes reinsetzen.


Jo. Ich werde jetzt auch meine Idee einer großen Geschichte im Perryversum wieder aufnehmen.

Aber zuerst kommen noch weitere Geschichten von mir.

Ich finde es übrigens sehr schön, dass HOT und ich hier im Forum wieder einen kleinen Anstoß gegeben haben: Jetzt veröffentlichen auch andere User im Forum ihre Geschichten. :st:
* Am Ende des Regensbogen sehen wir uns wieder. *

Re: Meine Geschichten

Beitragvon Schnurzel » 3. Juni 2015, 13:31

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Da habe ich mit meiner "Olfaktoren"-Story damals wohl eine Flaute erwischt.... :(

Re: Meine Geschichten

Beitragvon GruftiHH » 3. Juni 2015, 15:01

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Schnurzel, ich habe Deine Story gefunden. Hier der direkte Link.

viewtopic.php?f=11&t=5345&hilit=Olfaktoren

Also, ich werde sie gleich heute Abend anfangen zu lesen. :)

--------------------------------

Ich habe eben mit HOT gesprochen. Ich werde jetzt meinen Perry Rhoman schreiben und er wird ihn als Lektor begleiten.

Natürlich werde ich die Story dann hier auch Kapitelweise reinstellen.

Soviel sei schon verraten: Sie spielt so um das Jahr 2408 herum und zu den Hauptpersonen zählen Ronald Tekener und Sinclair Marout Kennon und eine Charakter, den ich neu erschaffen werde......
* Am Ende des Regensbogen sehen wir uns wieder. *

Re: Meine Geschichten

Beitragvon Schnurzel » 3. Juni 2015, 16:11

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Schöner Zug von dir, dass du hier nochmal meine"Olfaktoren" reingestellt hast...

Re: Meine Geschichten

Beitragvon GruftiHH » 4. Juni 2015, 08:51

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Das ist doch eine Selbstverständlichkeit, Schnurzel. :D

Ich habe mir die E-Book Variante aus dem Thread gezogen und werde Morgen in Ruhe während der Bahnfahrt zu meinem Schatz lesen und mir Notizen machen.
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