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Tennessee
Oxtorner
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Registriert: 12. Juli 2012, 00:32
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Wulfman hat geschrieben:Hi,

nachdem ich nach der Kritik nun doch meinen Wegatrailer mit einem professionellen Sprecher neu vertont habe, hier die Version 2:
https://youtu.be/g1QuM1GN_Aw


Salut Wulfman,

chapeau für deine Arbeit. Meine Gedanken sind folgende:

Ich finde den Wechsel zwischen Text und Bild sehr gut und als Konzept auch gut angelegt. Es macht neugierig und es führt dazu, dass man als Zuschauer mehr wissen will, über die Hintergründe, die Folgen und vor allem über den Erzähler des Textes.

Die "neue" Stimme finde ich persönlich besser, zwar nicht wegen des Ausdrucks, sondern allein wegen des tieferen Klangs. Ich glaube aber auch, dass eine hellere Stimme ebenso funktionieren würde, wenn ...

Text und Bild würde ich - als konstruktiver (rein subjektiver) Tipp - etwas kontrastiver anlegen. Die Bilder sind sehr dynamisch, konfliktlastig und düsterer (-> Kampf, Zerstörung etc.) und auch die Texte, z.T. sowohl inhaltlich als auch von der Intonation, versuchen dieses Dynamische, Abenteurliche, Verwunderte und Düstere auszudrücken. Ich meine, dass du mehr Spannung kreieren könntest, wenn du die Texte in Inhalt und Ausdruck sachlicher gestalten würdest, damit die dann folgenden Bilder eben diese Sachlichkeit der Texte kontrastieren und so die Spannung und die Verwunderung erhöhen. An dieser Stelle finde ich den neuen Sprecher sogar eher störend, in der Art und Weise wie er die Texte spricht, zu viel Ausdruck, zu viel Gefühl.
Ein Beispiel: "Wir mussten es uns ansehen." - Die innere Unruhe, fast schon Qual, die mit der Betonung auf "mussten" liegt, würde ich durch ein sachlich-lakonischen "Wir sahen es uns an." ersetzen.
Ein zweites Beispiel: "Was wir sahen verschlug uns den Atem." - Auch hier könnte die sehr emotionale Textgestaltung verändert werden durch ein sachliches: "Wir kannten das Wega-System (bisher noch) nicht." (-> darauf folgen dann die Bilder der Raumschlachten und der Kämpfe...)

Beide Beispiele arbeiten eher mit einem sachlichen, beobachtenden Erzähler, dessen ruhige Neugier (Text) durch das tatsächliche Geschehen (Bild) in das Abenteuer PR/ Wega-System überführt wird.

Ich würde dann den Text "War es unsere Schuld?" bloß am Ende aufführen, um somit zu zeigen, dass der sachliche Erzähler (Text) jetzt nicht mehr sachlich bleibt, sondern beteiligt ist (-> Effekt der Bilder auf den Erzähler). Somit kannst du dem ganzen Trailer auch einen zusätzlichen Spannungsbogen geben.

Und das klappt dann übrigens auch mit einer jüngeren/helleren Stimme.

Hoffe ich war hilfreich und nicht zu deprimierend.

lg
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