Spoiler Arkon 5

Alles rund um die Miniserie PERRY RHODAN - Arkon
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Umfrage endete am 15. Juli 2016, 20:30

# Story des Romans? - Gefällt
13
31%
# Gefällt nicht
0
Keine Stimmen
# Keine Wertung
1
2%
* Schreibstil des Autors? - Gefällt
12
29%
* Gefällt nicht
1
2%
* Keine Wertung
1
2%
§ Konzeption der Miniserie? - Gefällt
10
24%
§ Gefällt nicht
0
Keine Stimmen
§ Keine Wertung
4
10%
 
Abstimmungen insgesamt : 42

Spoiler Arkon 5

Beitragvon Trevor Casalle 839 » 17. März 2016, 20:30

Trevor Casalle 839
Kurzzusammenfassung: Shallowain der Hund wird urplötzlich von seinen eigenen Kollegen, den Kralasenen des Imperators, auf Arkon I im Kristallpalast gejagt und beinahe umgebracht. Es stellt sich heraus, dass Bostich selbst den Befehl dazu gab. Schwer verwundet kann Shallowain entkommen. Er kann ermitteln, dass Bostich nicht mehr Herr seiner selbst ist und dass es anscheinend viele andere Arkoniden mit aktiviertem Extrasinn ebenfalls betrifft. Shallowain geht nach Tynoon, um einem dieser Arkoniden mit aktivierten Extrasinn habhaft zu werden. Interessanterweise hatte die USO mit Ronald Tekener dieselbe Idee - und war dabei schneller, wodurch es unvermittelt zu einem Gefecht zwischen Shallowain und Tekener kommt. Da urplötzlich Kralasenen auftauchen, die hinter Shallowain her sind, wird aus dem Kampf beider gegeneinander plötzlich ein gemeinsamer Kampf ums Überleben. Nach dem gemeinsamen Sieg können sie vom befreiten Adeligen noch den Namen der Verschwörung erfahren, bevor der Extrasinn des Arkoniden diesen durch eine Gehirnblutung tötet.

Es handelt sich um eine Verschwörung durch die ARK-SUMMIA-Bewegung.

Handlung: Perrypedia - Zusammenfassung der Handlung

Re: Spoiler Arkon 5

Beitragvon Trevor Casalle 839 » 17. März 2016, 21:00

Trevor Casalle 839
Der Roman war aufgebaut wie ein Bond-Movie. Lange Vorhandlung mit Shallowain, Haupthandlung mit Tekener. Hat mir gefallen. Besonders die Shallowain-Handlung war toll.

Allerdings waren am Ende die Übergänge sehr abrupt, nachdem ich vor allem am Anfang über die enorme Detailtreue gestaunt habe - vor allem, was Shallowains Arkon I - Szenen angeht. Desdemona, die Quintech (die in etwa die Rolle einnahm wie "Q" bei James Bond), hat Tekener in Quinto-Center auch sehr gut ausgestattet (auch dabei kamen viele interessante Details). Die erste Hälfte des Romans hat einen riesigen Spaß gemacht, die zweite Hälfte war - wie geschrieben - etwas "ge-"rissen für meinen Geschmack. Scheint, als wäre der Roman zu lang gewesen und hätte gekürzt werden müssen...

Und am Ende der Kampf von Shallowain & Tekener gegeneinander - bevor sie sich beide dann einem (weiblichen) Hauptgegner zuwandten und diesen (oder diese) "kalt" machten. Auch gut geschildert - mir ging es dabei aber etwas zu abrupt.

Re: Spoiler Arkon 5

Beitragvon Elena » 17. März 2016, 21:45

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Elena
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Tja, da kommt die Gefahr mal wieder, wie so oft im Leben, aus dem Inneren des Reichs. Keine Steuerung der Extrasinne durch Höhere Mächte, sondern durch eine kriminelle Bande. Da sie selber wohl auch Extrasinnträger sind, wissen sie wohl auch am besten, wie man diese so manipuliert.
Ein bisschen gesunder Menschenverstand, Toleranz und Humor - wie behaglich es sich dann auf unserem Planeten leben ließe.
- William Somerset Maugham


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Re: Spoiler Arkon 5

Beitragvon Faktor10 » 17. März 2016, 22:06

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Danke für den Spoiler :st:
Unbelehrbarer Altleser.Allem Neuen aber aufgeschlossen. Leider mit ausgeprägter Rechtschreibschwäche.

Re: Spoiler Arkon 5

Beitragvon Plondfair » 17. März 2016, 23:26

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War gut und unterhaltend zu lesen-

Erinnerte mich im Stil an die ZBV-TBs und die ersten Atlan Romane im Condos Vasac-Zyklus :st:

Weiter so

Re: Spoiler Arkon 5

Beitragvon Rainer Nagel » 18. März 2016, 09:12

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Rainer Nagel
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Das war auch einer meiner ersten Gedanken beim Lektorat: „Liest sich wie ein früher ATLAN-Roman.“
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Re: Spoiler Arkon 5

Beitragvon Maxvorstadt » 18. März 2016, 19:13

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Ich hab zwar grad mal ein paar Seiten gelesen, beginne aber zu ahnen dass K. H. Scheer einen Nachfolger gefunden hat.
Handgranaten-Gerry? :D
Seltsam? Aber so steht es geschrieben....

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Re: Spoiler Arkon 5

Beitragvon Trevor Casalle 839 » 18. März 2016, 19:18

Trevor Casalle 839
Maxvorstadt hat geschrieben:Ich hab zwar grad mal ein paar Seiten gelesen, beginne aber zu ahnen dass K. H. Scheer einen Nachfolger gefunden hat.

Handgranaten-Gerry? :D


Strega-Gerry ;)
Glock-Haynaly ;)

Da Gerry Haynaly Österreicher ist, war die Geschichte mit der Glock-18 wohl ein Heimspiel ... ;)

Re: Spoiler Arkon 5

Beitragvon Shyail » 18. März 2016, 21:33

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Shyail
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Liest sich wirklich ein bißchen wie eine alte USO-Geschichte aus der Zeit, als an den Affen, äh... Monkey noch nicht mal zu denken war (heimlich ein sentimentales Tränchen wegwisch).
Am Ende hätte der Roman noch ein paar Seiten mehr recht gut vertragen. Vielleicht sollte die gedrängte Erzählweise ja die Spannung erhöhen, auf mich wirkte es eher, als sei da einiges aus Platzgründen gekürzt worden.
GHs Art zu schreiben mochte ich schon bei Neo (auch wenn ich Neo eher nicht mochte, aber das ist eine andere Geschichte).
Ich würde gerne öfters etwas von ihm lesen.

@Elena
Nachdem, was Rainer im Spoilerthread zu Arkon 4 geschrieben hat, glaube (und hoffe!) ich nicht, dass hinter der ganzen Sache nur eine kriminelle Bande steckt. Das klingt mir doch viel mysteriöser:
Rainer Nagel hat geschrieben:
Shyail hat geschrieben: Dann beschäftigt mich noch die Episode mit einem Wesen namens Shinkashid - von dem hat HK aber nix gewusst!


Doch, hat er. Da steckt tatsächlich etwas dahinter, das sich noch klären wird.

Da gings um einen Konkurrenten um die Gunst von ES, mit dem Atlan sich in grauer Vergangenheit rumschlagen durfte. Klingt mir interessanter und mehr nach SoW als ein paar simple arkonidische Verbrecher (wobei es die gerne zusätzlich geben darf).

Re: Spoiler Arkon 5

Beitragvon Maxvorstadt » 19. März 2016, 12:22

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So, den Roman inzwischen durch. Gefällt mir! :st:
Gerry hat durchaus das Zeug die Nachfolge von K. H. Scheer anzutreten. Freue mich schon darauf, den ersten Roman von Handgranaten-Gerry in der EA zu lesen. :D
Seltsam? Aber so steht es geschrieben....

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Re: Spoiler Arkon 5

Beitragvon Troll Incorporation » 20. März 2016, 10:45

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Maxvorstadt hat geschrieben:Ich hab zwar grad mal ein paar Seiten gelesen, beginne aber zu ahnen dass K. H. Scheer einen Nachfolger gefunden hat.
Handgranaten-Gerry? :D

:st:
Damit es Alliteration ist: "Handgranaten-Haynaly" oder "Granaten-Gerry"
http://www.dieterbohn.eu - bohn to be wild
Die 2. Storysammlung: sefer chajim - und andere böse Geschichten (als Buch & eBook) von Dieter Bohn

Re: Spoiler Arkon 5

Beitragvon Maxvorstadt » 20. März 2016, 11:38

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Granaten-Gerry? Gefällt mir! :D
Seltsam? Aber so steht es geschrieben....

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Re: Spoiler Arkon 5

Beitragvon Trevor Casalle 839 » 20. März 2016, 12:00

Trevor Casalle 839
Maxvorstadt hat geschrieben:Granaten-Gerry? Gefällt mir! :D

:st: :st: :D

Re: Spoiler Arkon 5

Beitragvon hz3cdv » 22. März 2016, 22:28

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hz3cdv
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So. Gelesen. Hat mir sehr gut gefallen, besonders die Szene in Qs Labor. Allerdings hätte der Roman noch ein paar Seiten mehr vertragen, die man vielleicht mit einer Gleiter-Verfolgungsjagt hätte füllen können. Tekener könnte ja so einen Spezialgleiter haben mit versenkbaren Strahlgeschützen, der sich plötzlich in einen Raumjäger verwandeln kann.

PS: Seit wann sind Paratronschirme denn eigentlich rot? :pfeif:

Re: Spoiler Arkon 5

Beitragvon nanograinger » 23. März 2016, 01:58

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nanograinger
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Rainer Nagel hat geschrieben:Das war auch einer meiner ersten Gedanken beim Lektorat: „Liest sich wie ein früher ATLAN-Roman.“

Frühe ATLAN-Romane habe ich nie gelesen (der erste war ATLAN 500), und wenn das der Stil war, dann kann ich auch darauf verzichten.

Die Story des Romans war im Großen und Ganzen in Ordnung (im Gegensatz zu der von Arkon 3), aber die Ausführung lies mich manchmal aufstöhnen. Dass man sich als Autor "Inspiration" von Quellen außerhalb PR holt ist ja in Ordnung. Aber hier war es in mehreren Szenen so, als sollte zu diversen Filmen das (Parodie-) Buch zum Film geschrieben werden. Das finde ich dann doch zu weit gegangen, das ist keine Hommage mehr, das ist Rip-Off.

Die Action-Szenen war teilweise gut, aber dann kamen auch wieder Szenen zum Augenverdrehen. Beispiel: Als das Kralasenen-Kommando um Jaga am Ende des Romans angreift, da ruft Shallowain "Punktfeuer", worauf er und Tekener 30 Sekunden lang (!) einen einzelnen Kralasenen beschießen. Ja sind denn die anderen gerade Kamana-Trinken gegangen? Und der beschossene Kralasene macht wohl gerade Pinkelpause? (Ähnliche, wenn auch nicht ganz so hanebüchenen Abläufe gibt es auch in anderen Szenen, bspw. als Shallowain mit einem Bettlaken sich gegen einen Kampfroboter Zeit verschafft, der offenbar nur alle paar Minuten einen Schuss abfeuern darf, da sonst die Szene nicht funktioniert.)

Beim folgenden Kampf Jaga gegen Shallowain treffen dann zwei Desintegratorschwerter gegeneinander. Kann mir jemand erklären, warum diese sich nicht gegenseitig durchschneiden, sondern stattdessen wie Stahlschwerter voneinander abprallen? Und wie versucht Jaga Shallowain noch einen mitzugeben: "Ich habe deine Katanas versteckt, du wirst sie nie finden". Da musste ich wenigstens lachen...

Dass in NGZ 1402 das Gefängnis offenbar von Überland-Stromleitungen versorgt wird, hat mich auch amüsiert.

Zur Glock: Soll wohl das Pendant zur Walther eines gewissen JB sein. Mein Vorschlag: Nächstes Mal einen Henrystutzen nehmen, denn Karl May passt besser zu PR.

Und dass der Psychostrahler fröhliche Urständ feiert, ist auch unverzeihlich. Ist aber dann auch egal....

Eigentlich kann ich die Miniserie nach diesem Roman nicht mehr ernst nehmen. Schade, Arkon 4 war richtig gut und hatte mich nach dem schlimmen Band 3 wieder versöhnt.

Sorry, dass mein Urteil so negativ ausfällt, aber beide "Jungautoren" haben mich nicht überzeugen können.

Re: Spoiler Arkon 5

Beitragvon Trevor Casalle 839 » 23. März 2016, 12:35

Trevor Casalle 839
nanograinger hat geschrieben:Eigentlich kann ich die Miniserie nach diesem Roman nicht mehr ernst nehmen. Schade, Arkon 4 war richtig gut und hatte mich nach dem schlimmen Band 3 wieder versöhnt.

Sorry, dass mein Urteil so negativ ausfällt, aber beide "Jungautoren" haben mich nicht überzeugen können.

Du meckerst jetzt aber auf sehr hohem Niveau, das ist dir wohl klar? Ich war auch amüsiert, als das Bettlaken den Roboter behinderte. Ich fand das eine interessante, auflockernde Idee. besonders, wenn man es sich plastisch vorzustellen sucht.... man soll sich und andere nicht ZU ernst nehmen.

Neben Arkon 1 und Arkon 4 würde ich bislang Arkon 5 erwähnen, wenn ich um eine Auswahl der Arkon-Miniserie gefragt werden würde...

Re: Spoiler Arkon 5

Beitragvon hz3cdv » 23. März 2016, 13:28

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hz3cdv
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Ich fand gerade das kontinuierliche Spielen mit diversen 007-Elementen amüsant. Und, ja, auch Humor gehört zur Serie und zumindest ich musste bei dem Besuch von Qs Labor vor mich hin grinsen.

Und wer weiß, vielleicht hat Tekeners Space Jet ja noch einige Gadgets an Bord, die in den folgenden Ronanen zum tragen kommen.

Re: Spoiler Arkon 5

Beitragvon Alexandra » 23. März 2016, 14:21

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Alexandra
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Trevor Casalle 839 hat geschrieben:
nanograinger hat geschrieben:Eigentlich kann ich die Miniserie nach diesem Roman nicht mehr ernst nehmen. Schade, Arkon 4 war richtig gut und hatte mich nach dem schlimmen Band 3 wieder versöhnt.

Sorry, dass mein Urteil so negativ ausfällt, aber beide "Jungautoren" haben mich nicht überzeugen können.

Du meckerst jetzt aber auf sehr hohem Niveau, das ist dir wohl klar? Ich war auch amüsiert, als das Bettlaken den Roboter behinderte. Ich fand das eine interessante, auflockernde Idee. besonders, wenn man es sich plastisch vorzustellen sucht.... man soll sich und andere nicht ZU ernst nehmen.

Ich habe eben von vernherein in eine Art Nostalgiemodus geschaltet, der mich milde stimmt. Weil mich so viel an der Miniserie an älteres Zeugs erinnert, das es gab, als ich noch einen Fernseher hatte.

Wenn ich allerdings ernst werde, möchte ich anmerken, dass die aktuelle moderne Technik schon derart wenig nachvollziehbar und schnell entwickelnd ist, dass allein die Darstellung einer Zukunft in paar Jahren, bei der die Technik, die schon da oder gerade in Entwicklung ist, wirklich einbezogen wird, ganz arge Probleme machen müsste.
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Re: Spoiler Arkon 5

Beitragvon Alexandra » 23. März 2016, 16:40

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Alexandra
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Ich möchte meinen vorherige Post ganz arg relativieren. Nämlich, ich hatte gedacht, die erste Ferienwoche mal perrylos zu verbringen sei eine gute Idee - auf die Threaddiskussion hin habe ich dann das Heft aus dem Kofferraum geholt und mich mit Decke im Garten einquartiert. Bin auf Seite 13.

Also - wenn ich lieber einfache Technik gut finde als reine Worthülsen, so meine ich funktionierende Technik. Keinen Schrott. Was haben denn die für Sachen, was für Vorgehensweisen? Nacht-sicht-brillen, echt jetzt? Und die Strega hat nur sechs Schuss und dann ist Sense? Haben die echt nichts Besseres? Und der Roboter braucht einfach zu lang zum Umschalten. Und gleich zu Beginn die externe Energieversorgung. Und das mit den Klickcodes ist jetzt auch nicht so spannend, dass man es jedes Mal minutiös breittreten muss. Das gäbe es Spannenderes. Den Roboter zum Beispiel.

Was ich jetzt erst mal gar nicht verstanden habe, ist, wann undurchdringliches Dunkel herrscht, wann Dämmer, wann man doch noch was sieht und dann doch wieder nicht. Das scheint mehrfach hoch- und wieder runterzudimmen. Kann ich nicht nachvollziehen.

Und warum geht Shallowain die Wohnungen ab, um nach den anderen der zwölf besonders gut ausgebildeten Kralasenen zu schauen, die immer um Bostich sind? Sind die grad alle daheim? Schon heutzutage schaut man aufs Handy, wenn man wissen will, wo die Freunde sind, und außerdem stellt sich die Frage, wer Schicht hatte. Saftladen.

Jedenfalls begann mich die Sache schon zu erheitern, als er das Laken wegschiebt, "dass er am Ende nackt bis auf die Unterhose auf der anderen Seite des Futons lag" (5) . Um die Hose geht's nicht, obwohl ich im Satzverlauf schon überlegte, ob das Laken mit irgendwas an Kleidung verbunden ist. Sondern es geht um die Auswahl der Eindrücke, die in dieser brenzligen Situation durch Shallowains Bewusstsein laufen.
Wir haben erlebte Rede, wir sind direkt in seinen Sinneseindrücken. Nun ja, Unterhose, wie grau sein Gesicht ist, die Namen der Konzentrationsübungen ... Ich finde, er ist zu sehr in seinen Gedanken, um überhaupt noch instinktiv schnell genug reagieren zu können. In so einer Situation ist für das Denken in Oberbegriffen gar keine Zeit mehr. Später beim Duschen bekomme ich mehr von seinen direkten Außenwahrnehmungen mit (auch wenn ich die ansteigende Tröpfchenzahl quantitativ übertrieben finde) als hier.
Dieses leichte Ungleichgewicht des Körpers, über das wir Mädels beim Titelbild gelästert haben, taucht wieder auf, wenn er mit dem Oberkörper zur Seite schnellt (vgl. S.5). Bleibt der Rest liegen?
Und da wir bei Relationen sind - warum schnurrt die eckige Prätoria auf Orangengröße? Eckig - rund, meine ich.

Also, ich bin jetzt nicht sauer oder gereizt, sondern einfach nur noch am Lachen. An der Stelle "Der olivgrüne Ball nahm Konturen an. Nase, Mund und anthrazitfarbene Implantate anstelle von Augen schälten sich heraus" (S.11) kreischte ich so laut los, das mein Mann ums Hügelbeet kam und sich erkundigte, was ich da tue. Ich erklärte ihm, dass ich meine erste richtige Perry-Rhodan-Parodie lese. Ich finde das unheimlich lustig.
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Re: Spoiler Arkon 5

Beitragvon Alexandra » 23. März 2016, 19:35

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So ... bis Seite 24 habe ich in der Kirche gelesen, "Das Kind" übte Orgel, eine mittelgroße Orgel mit ca. 50 Registern, man ist oben über dem Kirchenschiff an den Fenstern und dann setzte ein irrsinniges Dröhnen ein, als ein Rettungshubschrauber seine Kurve drehte. Später gingen wir zum Bahnhof rüber, zwei Hubschrauber und fünf Rettungswagen und Polizei, Frontalzusammenstoß, Geräuschkulisse ... zu ernst natürlich, um es mit diesem Aspekt des Romans zu vergleichen.

Aber ich bin jetzt friedlich. Tekener kommt ziemlich dämlich rüber. Er kann sauteuren Wein wie nix runterschlucken, cool ey, und im Krankenhausbereich recherchierende USO-Agenten sind ihm fremd. Der Mann ist dumm. Zu lange tot gewesen oder ein Kollateralschaden des Impulses? Wir werden sehen!

Jedenfalls, grundsätzlich mag ich diese Art Handlung sehr, es sind nur so bescheuerte Formulierungen drin, die mich zum Lachen reizen. Oder man hat eine Info schon und muss dann geistig noch mal zurückgehen.

Was mir sehr gut gefällt, sind die gleichzeitig quasselnden Bostichköpfe, und der Beginn des fünften Kapitels ist klasse. Jedenfalls der erste Absatz.
Wir sind zum Essen eingeladen - Fortsetzung folgt.
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Re: Spoiler Arkon 5

Beitragvon nanograinger » 24. März 2016, 00:33

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nanograinger
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Trevor Casalle 839 hat geschrieben:
nanograinger hat geschrieben:Eigentlich kann ich die Miniserie nach diesem Roman nicht mehr ernst nehmen. Schade, Arkon 4 war richtig gut und hatte mich nach dem schlimmen Band 3 wieder versöhnt.

Sorry, dass mein Urteil so negativ ausfällt, aber beide "Jungautoren" haben mich nicht überzeugen können.

Du meckerst jetzt aber auf sehr hohem Niveau, das ist dir wohl klar?

Natürlich, denn das ist nun mal mein Niveau. :lol:

Leider gilt das Gleiche nicht für den Roman...
Trevor Casalle 839 hat geschrieben: Ich war auch amüsiert, als das Bettlaken den Roboter behinderte. Ich fand das eine interessante, auflockernde Idee. besonders, wenn man es sich plastisch vorzustellen sucht.... man soll sich und andere nicht ZU ernst nehmen.

Hey, ich habe gar nichts gegen etwas Humor, und bin auch nicht fundamentalistisch gegen Übernahmen/Anspielungen aus/auf der/die Realwelt eingestellt. Aber ich hatte einen harten Action-Roman erwartet, geliefert wurde eine Parodie. Jetzt kannst du sagen, dass meine Erwartung falsch war. Aber der Autor selbst weckt diese Erwartung auf den ersten Seiten in der ultradetaillierten Schilderung des ersten Angriffs auf Shallowain. Nur, um bereits im zweiten Angriff dieser Erwartung selbst zu widersprechen. Ein Roboter schießt zu schnell um vollständig auszuweichen: Egal, die Zeit für einen Lakenüberwurf reicht immer, man hat sich ja in Trance versetzt. Parodie pur.

Und so geht es weiter. Shallowain rettet Jaga, erzählt ihr von Bostichs Kollaps, führt sie in die Medostation, wo Jaga das Holo findet, dass Bostichs Mord am Mediker zeigt, den Bostich dann vertuschen wollte. Aber sobald sie von Bostich den Befehl bekommt, Shallowain zu töten ist alles vergessen, ungeachtet der Tatsache, dass wenn Shallowain tatsächlich der Verräter gewesen wäre, er ihr gerade demonstriert hat, dass er Bostich ohne Probleme um die Ecke hätte bringen können, ohne sich die Mühe zu machen, vorher die anderen Kralasenen umzubringen (aber Jaga zu retten). Sollen wir jetzt glauben, dass die "Bluthunde" geistige Tiefflieger sind? Oder ist das einfach eine schlecht inszenierte Handlung, um mal wieder eine Kampfszene zu schildern und Shallowain in die weitere Flucht zu treiben?

Eine Anspielung auf James Bond in einem Agentenroman gehört für mich zu den vollkommen legitimen Übernahmen aus der Realwelt. Aber die halbe Tekener-Handlung ist einfach zu nah an James Bond, als dass man das noch als Anspielung gelten lassen könnte.
Andere Anspielungen wie die "Zeitlupenszene" auf Seite 56 ("Matrix" oder divere Guy Ritchie-Filme) passen nicht nur nicht (wieso Zeitlupe? Hat Tekener Aufputschmittel genommen oder hat er sich jetzt auch in Kampftrance versetzt?) sie werden auch nicht entsprechend geschrieben. Der Begriff "Zeitlupe" impliziert, dass eine relativ geringe Zeitspanne sehr intensiv und detailliert geschildert wird. Aber das ist einfach nicht der Fall. In der Seite passiert genau so viel und wenig, wie auf den Seiten davor und danach. Ist das jetzt Unvermögen, ein Missverständnis, oder Parodie? Keine Ahnung, aber mir gefällt keine der Möglichkeiten.

Auf Seite 57 liegt dann Shallowain mindestens 15 Zentitontas (gut 12 Minuten) rum und erholt sich, während Tekener da Minterol verfolgt. Das macht er etwas länger als 10 Minuten. Aber kaum hat er da Minterol gestellt, wird er von Shallowain angesprungen. Der hat offenbar innerhalb weniger Minuten die Strecke bewältigt, für die Tekener über 10 Minuten gebraucht hat, obwohl er blind und in der Atmung eingeschränkt ist, und sich ohne Schwert durch einen Dschungel schlagen muss. Tja, Daghor macht's möglich....äh nein, das ist wohl wieder eine Parodie auf...ach, sucht euch selbst einen passenden Film aus.

Mir ist übrigens aufgefallen, dass bei der "Punktfeuerszene" auf Seite 61 nicht 30 Sekunden "Punktfeuer" geschossen wird, sondern "nur" 10 Sekunden (Tekener zählt von 21 auf 30 hoch, warum auch immer er das tun sollte). Ist immer noch eine halbe Ewigkeit, denn es bedeutet, dass für diese 10 Sekunden Shallowain und Tekener nicht in Deckung sind und im Feuer mind. der 11 anderen Kralasenen liegen sollten. Welcher Schutzschirm gibt wohl zuerst nach? Ach so, Tekener hat ja gar keinen mehr, dann ist ja klar, dass zuerst der Kralasene fällt, denn seine Kollegen haben sich auf den Deckungsfelsen eingeschossen. Also auch hier eine Parodie auf Actionfilme, in denen die "Bösen" grundsätzlich nichts treffen (Redshirts sind ja keine zugegen).

Zur Arztbesuch-Szene oder der Befreiung aus dem Gefängnis schreibe ich lieber nichts mehr.

Trotz aller Fehler und parodistischer Einlagen gefiel mit der vorliegende Roman noch deutlich besser als Arkon 3, über den ich aus Zeitgründen den Mantel des Schweigens ausbreiten möchte.

Re: Spoiler Arkon 5

Beitragvon Trevor Casalle 839 » 24. März 2016, 02:58

Trevor Casalle 839
nanograinger hat geschrieben:geliefert wurde eine Parodie.

Das mit Jaga fand ich absolut logisch. Ein Gott (She'huhan) spricht, die Arkonidin gehorcht. Die heißen nicht umsonst die "Bluthunde des Imperators". Eigentlich sind derartige Extremisten mit spitzen Fingern anzufassen, zum Glück gibt es noch Shallowain, der denken kann. Deshalb wurde der auch eliminiert (oder sollte es zumindest). Für mich kam diese Szene sehr gut rüber, das war genau das, was ich erwartet hatte.

Die James-Bond-Anspielungen in Quinto-Center waren mehr als deutlich - und die gewaltige Menge an Gimmicks lässt tatsächlich eine Parodie vermuten. Aber gut gemacht - bring mich aber bitte nur bloß nicht dazu, all die Geräte aufzuzählen (und deren Eigenschaften), die da an Tekener rausgegeben wurden. Tekener ging daher mit einem waschmaschinengroßen Koffer in den Einsatz, den er folgerichtig auch unter einem Deflektorfeld verbergen musste (also okay, ich stimme dir in diesem Falle zu - es ist hier eine Parodie...)

Der Rest sind Szenen, in denen der Autor mit Zeitskalen hantiert hat, die er anscheinend nicht wirklich beherrscht hat (@Autor: merken und verbessern). Und/oder wo der Roman gekürzt wurde. Aber deswegen ist es noch keine Parodie und auch der Roman ist aus meiner persönlichen Sicht dadurch nicht schlechter geworden.

Re: Spoiler Arkon 5

Beitragvon Rainer Nagel » 24. März 2016, 15:40

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Rainer Nagel
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nanograinger hat geschrieben:Aber kaum hat er da Minterol gestellt, wird er von Shallowain angesprungen. Der hat offenbar innerhalb weniger Minuten die Strecke bewältigt, für die Tekener über 10 Minuten gebraucht hat, obwohl er blind und in der Atmung eingeschränkt ist, und sich ohne Schwert durch einen Dschungel schlagen muss. Tja, Daghor macht's möglich....äh nein, das ist wohl wieder eine Parodie auf...ach, sucht euch selbst einen passenden Film aus.


Wenn schon, dann ist das eine Hommage an Sergio Leone (passt ja auch zum Western-Genre ...). In dessen Filmen passiert immer viel außerhalb des Blickfeldes der Kamera, das den Zuschauer dann total überreascht, wenn es plötzlich im Bild auftaucht. Zwei glorreiche Halunken ist ein sehr schönes Beispiel dafür.
The return of the Effin' Flying Green Pig!

Re: Spoiler Arkon 5

Beitragvon nanograinger » 24. März 2016, 16:40

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nanograinger
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Rainer Nagel hat geschrieben:
nanograinger hat geschrieben:Aber kaum hat er da Minterol gestellt, wird er von Shallowain angesprungen. Der hat offenbar innerhalb weniger Minuten die Strecke bewältigt, für die Tekener über 10 Minuten gebraucht hat, obwohl er blind und in der Atmung eingeschränkt ist, und sich ohne Schwert durch einen Dschungel schlagen muss. Tja, Daghor macht's möglich....äh nein, das ist wohl wieder eine Parodie auf...ach, sucht euch selbst einen passenden Film aus.


Wenn schon, dann ist das eine Hommage an Sergio Leone (passt ja auch zum Western-Genre ...). In dessen Filmen passiert immer viel außerhalb des Blickfeldes der Kamera, das den Zuschauer dann total überreascht, wenn es plötzlich im Bild auftaucht. Zwei glorreiche Halunken ist ein sehr schönes Beispiel dafür.

Arkon 5 war ein Western? Oder was meinst du mit "passt ja auch zum Western-Genre"? :unsure:

Re: Spoiler Arkon 5

Beitragvon Rainer Nagel » 24. März 2016, 17:19

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Rainer Nagel
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Wir hatten im Vorschau-Strang kurz über mögliche Alternativtitel diskutiert (z.B. "Eine Strega und eine Glock für Arkon"), daher der Bezug.
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