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Spoiler "TriVid 6" (Zusammenhalt)

Beitragvon Arthur Dent » 1. Dezember 2016, 20:40

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Arthur Dent
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Vom Bord des Ara-Schiffes in der Nähe des Saturns hat Lian Taupin eine der ausgestrahlten Werbebotschaften dazu benutzt, um an Perry Rhodan eine Nachricht zu senden. Nun befindet sich die junge Frau auf der Flucht. Im Freizeitgelände kann sie eine Explosion auslösen und die Überwachungssonde zerstören. Mit Geschick und Cleverness kann sie die Verfolger narren und sich Zeit verschaffen, bis Perry Rhodan eintrifft. Doch ihre Flucht durch das Schiff wird dann doch gestoppt. Ein Roboter paralysiert sie.

Als Lian Taupin erwacht, steht Neyla Abiola neben ihr. Ihre Mutter zeigt nun ihr wahres Gesicht. Doch mehr noch überrascht Lian der Mann neben Neyla. Sie hatte damit gerechnet, dass der Ara Khar Baraly der große Unbekannte ist. Doch das ist falsch.
Inzwischen ist Perry Rhodan mit einer Space-Jet vor Ort. Auch zwei Raumschiffe der Liga halten den Ara-Raumer in Schach. Der Mann, der Lian Taupin in seiner Gewalt hat, meldet sich. Rhodan kennt ihn als eines der Mitglieder des Konsortiums von Projekt TRAFO.
Spoiler:
Der Ara Tratsek Vrach hatte seinerzeit für die Einstellung von TRAFO votiert. Baraly warf ihm vor, ihm in den Rücken gefallen zu sein.

Der Mann muss schon damals den Plan gehabt haben, das Projekt weiterzuführen. Allerdings mit anderen Zielen. Da der Mann Lian und Dano in seiner Gewalt hat, und droht sie zu töten, lässt sich Perry Rhodan auf einen Handel ein. Er soll den zellulären Kohäsionsverstärker besorgen, den der TLD aus dem unterirdischen Labor auf Merkur geborgen hatte. Der Hintermann wird damit Dano heilen und benötigt somit Lian nicht mehr, die er gehen lassen will.

Auf dem Uranusmond Oberon trifft sich Rhodan mit Herman Lugauer. Der Arzt hat Ischi mitgebracht. Sie holen aus dem Depot den Kohäsionsverstärker. Rhodan hat die Hoffnung, dass Lugauer das Gerät versteht und Ischi helfen kann. Doch Lugauer muss ihn enttäuschen. Es würde Wochen brauchen, das Gerät auf die erforderlichen Parameter zu Ischis Bestrahlung einzustellen. Diese Zeit haben sie nicht.

Lian Taupin und Dano werden von Neyla Abiola bewacht. Lian ist von den Äußerungen Neylas zutiefst entsetzt. Sie will alles tun um sie und den Hintermann aufzuhalten. Perry Rhodan meldet sich wieder. Mit dem Hintermann handelt der Unsterbliche einen Deal aus. Er kommt mit einer Space-Jet an Bord und Ischi mit Lugauer als Begleitperson dürfen das Schiff betreten. Ischi wird behandelt und darf mit Lugauer zurückkehren. Lian überredet Perry, dass sie mit dem Hintermann gehen darf. Ihr soll nichts geschehen.

Als Lugauer und Ischi eintreffen, muss Lian hilflos mit ansehen, wie der Hintermann alle täuscht. Er paralysiert Lugauer, schaltet Dano aus und geht mit dem Kohäsionsverstärker durch einen Transmitter. Neyla Abiola begleitet ihn und Ischi und Lian müssen mitgehen. Hinter ihnen explodiert der Transmitter und die Selbstzerstörung des Schiffes wird eingeleitet. Rhodan, der durch eine Spionsonde alles mitbekommen hat, kann Lugauer und Dano von Bord holen. Der Klon macht ihn auf ein kleines Gerät aufmerksam, dass in den Trümmern des Transmitters liegt und die Zielkoordinaten gespeichert hat. Dano hat längst mit dem Hintermann abgerechnet und vor einiger Zeit das Überwachungsgerät dort platziert.

Der Zufluchtsort des Hintermanns liegt in den Saturnringen. Auf einem Felsbrocken hat sich der Mann eine gut geschützte Basis geschaffen, die alle Annehmlichkeiten bietet. Lian ist von der ersten Sekunde an bereit, ihn und Neyla aufzuhalten. Ischi wird behandelt und ihr Zustand verbessert sich. Ein erster Kunde des Hintermannes macht sich ein Bild von den beiden Klonen. Lian spielt das perverse Spiel widerwillig mit.

Perry Rhodan hat die Daten entschlüsseln können. Dano ist dem Tode nahe und beschwört Rhodan, dass er Neyla und seinen Partner töten soll. Mit einem sechsköpfigen Einsatzteam geht der Unsterbliche durch den Transmitter. Am Zielort wird Alarm gegeben. Zwei Soldaten bleiben am Transmitter, mit den anderen stürmt Rhodan die Station. Lian nutzt das Chaos und verfolgt Neyla. Es kommt zu einem Kampf, bei der Neyla stirbt. Der Hintermann hat sich Ischi als Geisel schnappen können. Doch am Transmitter begeht er einen schweren Fehler und kann getötet werden.
In der Klinik auf dem Mars kann Ischi weiter behandelt werden, doch für Dano kommt jede Hilfe zu spät. In den letzten Momenten seines Lebens sind Lian und Ischi an seiner Seite.

Re: Spoiler "TriVid 6" (Zusammenhalt)

Beitragvon Arthur Dent » 1. Dezember 2016, 20:49

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Arthur Dent
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Ein Spoiler in einem Spoiler. Ich dachte mir, wer sich einen letzten Rest des Geheimnisses bewahren will ...
Meine Rezension findet sich wie immer in meinem Blog:
https://uwebaetz.de/2016/12/01/ansichte ... chwoerung/

Tolles Finale. Vielleicht schreibe ich später noch mal ein Fazit zur Serie insgesamt. Es ließe sich noch einiges dazu aussagen. Beispielsweise zu den Kapitelüberschriften, die zuweilen spöttisch, mitunter sarkastisch und oft lakonisch Auskunft darüber geben, was den Leser darin erwartet. Oder wie die Autoren es schafften, die Perry Rhodan-Sprache soweit zu reduzieren, dass der erfahrene PR-Leser "seine" Serie weiterhin erkennt, der Nicht-PR-Leser aber problemlos hineinkommt.

Re: Spoiler "TriVid 6" (Zusammenhalt)

Beitragvon Trevor Casalle 839 » 1. Dezember 2016, 22:10

Trevor Casalle 839
Arthur Dent hat geschrieben:Tolles Finale.

Und da bin ich diesmal nicht bei dir.

Es gab einige gute Ansätze, die aber rauschend untergingen. Insbesondere das hilflose Verhalten von Perry Rhodan hat mich aufgeregt und hat mich immer und immer wieder aus dem Lesefluss rausgeworfen. Man hätte das Schiff des Ara einfach mit Paralysestrahlen bestreichen lassen können, fertig. Stattdessen gehen Perry und der Dr.Dr. fast ungeschützt in den Einsatz und glauben (anfangs) dem Täter auch noch. So wie Perry handelte, wäre das lediglich vor (!) den Zeiten von Sherlock Holmes wettbewerbsfähig gewesen - aber nicht heutzutage und schon gar nicht im 50. Jahrhundert. Auch die Geschichte mit dem Daniel-Roboter war hirnrissig, da ging Platz verloren, den man anderswo besser hätte einsetzen können.

Es wäre doch eigentlich ganz einfach gewesen. Beim ersten Alarm wären der Täter mit Neyla und Lian sowie Dano durch den Transmitter aus dem Schiff in die Sicherheit seiner Saturn-Villa geflohen. Dann hätte Perry suchen müssen, was ihm sicher gelungen wäre.

Dann aber hätte - in der Zwischenzeit, bis Perry Rhodan auftaucht - das "Anschauungsmaterial" (wie Lian von Neyla Abiola, ihrer Klon-"Mutter" so richtig liebevoll genannt wurde) im Kontakt zu dem potenziellen Kunden die psychischen Gegensätze - und ihre eigene ziemlich üble psychische Verfassung - immer stärker herausgearbeitet werden können - gerade auch ihre doch sehr drastische Beziehung zum "Original" (also Neyla).

Dann nämlich wäre es am Ende vor allem zu einem breit ausgewalzten Showdown von Lian und Neyla gekommen - als Höhepunkt eines Psycho-Thrillers.

Stattdessen war für diesen Showdown am Ende kaum noch Platz. Daher kam auch nicht so richtig heraus, dass Lian ihre Klon-"Mutter" am Ende ganz schlicht gezielt ermordete. Auch das Ende danach war zu kurz für eine Abhandlung von Hauptpersonen, mit denen man sich identifiziert....

Band 6 war aus meiner Sicht zu schnell hingeworfen worden und behandelte die nebensächlichen Dinge breit. Ärgerlich.
Vielleicht schreibe ich später noch mal ein Fazit zur Serie insgesamt.

Bis auf Band 6 waren die davor laufenden 5 Bände und der Prolog alle topp, Super Klasse geschrieben und aller Ehren wert. Mehr davon!

Re: Spoiler "TriVid 6" (Zusammenhalt)

Beitragvon ernie » 1. Dezember 2016, 22:40

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Bin jetzt auch durch
Tolles Finale
Tolle Reihe

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Re: Spoiler "TriVid 6" (Zusammenhalt)

Beitragvon Arthur Dent » 1. Dezember 2016, 22:42

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Arthur Dent
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Trevor Casalle 839 hat geschrieben:...

Würde man immer alle Mittel und Möglichkeiten, die das PR-Universum zur Verfügung hält, einsetzen, könnte man jeden potentiellen Story-Fortgang im Keim abwürgen. Trivid zeigt sich im Aufbau reduziert. Das fordert in der Tat vom PR-Leser etwas. Man muss sich auf einiges einlassen oder es akzeptieren. Aber auch in einem PR-Kosmos gibt es Schutzschirme, die Paralysestrahlen nicht durchlassen und Roboter lassen sich ebenfalls nicht paralysieren. Die Geiseln sind in Gefahr und Ischi bleibt nicht viel Zeit.
Rhodan, da stimme ich Dir zu, wirkt nicht ganz glücklich in seinen Aktionen. Ich habe ihn in meiner Rezension bewusst etwas zurückhaltend beschrieben, weil ich mehr Lian im Mittelpunkt gesehen habe. Rhodan versucht sich auch an der Rettung von Ischi und dazu braucht er den Wissenschaftler. Weder Ischi, noch Dano haben viel Zeit. Dennoch hätte ich mir ebenfalls gewünscht, wenn Rhodan mehr geplant hätte und einem Plan B in der Hand gehabt hätte, statt Lugauer nur mit einer Spionsonde auszustatten.
Die Geschichte mit dem Daniel beginnt schon in Band 5 und ist Teil der Ablenkung. Aber das ist wohl Geschmackssache. Und ja, Lian ist zu allem bereit gewesen. Sie wollte den Hintermann töten und auch Neyla. Dennoch ist die Szene eindeutig. Neyla attakiert Lian. Sie würgt sie und sie benutzt den Stein. Lian verteidigt sich und Neyla stürzt unglücklich. Hier die Interpretation zu ziehen, dass Lian Neyla gezielt ermordet hat, und das dieser Umstand durch die Darstellung verdeckt würde, ist nun wirklich nicht zulässig. Bitte lies die Stelle nochmal.
Das Ende war kurz aber stellt auf den Punkt gebracht nochmal exakt das beherrschende Element dieser Serie in den Mittelpunkt. Was verbindet drei Klone und was unterscheidet sie vom Menschen. Die Antwort liefert Dir der letzte Satz!

Re: Spoiler "TriVid 6" (Zusammenhalt)

Beitragvon Lord Helmchen » 2. Dezember 2016, 15:30

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Lord Helmchen
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Schöner Abschluss einer überzeugende Reihe. Klar, man hat sich in der Serie über all die Jahre in Techno-Gigantomanie für alle Fälle irgendwelche Techniken ersonnen, derer man sich in den entscheidenen Momenten nicht erinnter, außer der umsichtige Leser. Aber gerade in der Reduktion lag die Stärke der Serie (wenngleich sie somit nicht zwangsläufig in den aktuellen PR-Kosmos passt). Aber nimmt mal das außen vor, gab es eine echt spannende Geschichte ohne irgendwelche Irr-Ausflüge, ohne Mega-Aliens. Spannend und mit Herzblut für die Protagonisten geschrieben. Nach den nicht so wirklich geglückten letzten Spin-Offs Arkon und Jupiter war ich hier absolut zufrieden. Projekt geglückt.

(Nur mal so nebenbei: OF ist aber schon noch EA-Autor, oder...?)

Re: Spoiler "TriVid 6" (Zusammenhalt)

Beitragvon WesY2K » 6. Dezember 2016, 21:19

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WesY2K
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Vermutlich wirkte Trivid auch besser, weil es vom Umfang nur die Hälfte von den anderen Miniserien erreicht. Die Länge hat mir sehr gut gefallen. Der Schluß war für mich aber auch ein wenig zu kurz, Was genau es war, kann ich gar nicht beschreiben. Vielleicht hat mir nur ein "Perry gab Lian die Hand und verabschiedete sich" gefehlt. Er wurde nicht für die Szene gebraucht, aber das er dann einfach weg war, kam auch komisch rüber.

Alles in allem würde ich die nächste Serie aber auch lesen.

Re: Spoiler "TriVid 6" (Zusammenhalt)

Beitragvon Trevor Casalle 839 » 6. Dezember 2016, 23:34

Trevor Casalle 839
WesY2K hat geschrieben:Der Schluß war für mich aber auch ein wenig zu kurz, Was genau es war, kann ich gar nicht beschreiben. Vielleicht hat mir nur ein "Perry gab Lian die Hand und verabschiedete sich" gefehlt. Er wurde nicht für die Szene gebraucht, aber das er dann einfach weg war, kam auch komisch rüber.

Da stimme ich dir zu... es war zu wenig am Ende...

Re: Spoiler "TriVid 6" (Zusammenhalt)

Beitragvon Arthur Dent » 7. Dezember 2016, 08:03

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Arthur Dent
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Trevor Casalle 839 hat geschrieben:
WesY2K hat geschrieben:Der Schluß war für mich aber auch ein wenig zu kurz, Was genau es war, kann ich gar nicht beschreiben. Vielleicht hat mir nur ein "Perry gab Lian die Hand und verabschiedete sich" gefehlt. Er wurde nicht für die Szene gebraucht, aber das er dann einfach weg war, kam auch komisch rüber.

Da stimme ich dir zu... es war zu wenig am Ende...

Trivid zeigt viele Merkmale einer Kurzgeschichte. Als Leser muss man sich in einer Kurzgeschichte vieles durch Lesen zwischen den Zeilen erschließen. Das Ende von Trivid, und damit meine ich die Schlussszene, ist einer Kurzgeschichte würdig.
Allerdings ist Trivid letztlich keine Kurzgeschichte. Im Roman will man ein wenig mehr über die Beteiligten erfahren, wie sie zurückschauen, nach vorne blicken etc. Ich stimme zu, dass dies hier zu kurz kommt. Als Kurzgeschichten-Fan mag ich jedoch dieses Ende.

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