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Arthur Dent
Terraner
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Hauptpersonen:
Perry Rhodan – Der Terraner sucht einen Fluchtweg.
Mahé Elesa – Die Mitgefangene betreibt ein undurchsichtiges Spiel.
Sichu Dorksteiger – Die Ator führt einen Raumkampf ohne Waffen.
Onara Gholad – Die Tefroderin verfolgt ehrgeizige Pläne.
Raslon – Der Mehandor schmuggelt heiße Ware.

Perry Rhodan und sein Mitgefangener Ypheris Bogyr sind nicht die einzigen Insassen des Gefängnisses. Eine Frau namens Mahé Elesa holt die beiden aus ihrer Zelle und führt sie durch den labyrinthartigen Komplex. Auch andere Gefangene bewegen sich frei. Rhodan und Bogyr erfahren, dass innerhalb der Gefängnismauern eine Parallelwelt entstanden ist. Einige Gefangene haben sich Vorteile erarbeitet und die Wärter tolerieren das nicht nur, sie fördern das auch, denn es bringt ihnen Abwechslung. Eine graue Eminenz unter den Gefangenen ist Ebaryn. Ihm ist es gelungen, sich in die positronischen Systeme der Anlage zu hacken und sich dadurch Zugriffe auf Überwachungssysteme zu verschaffen. Selbst die Wärter wissen angeblich nicht, wo sich Ebaryn aufhält. Mahé Elesa arbeitet zuweilen mit Ebaryn zusammen. Dennoch will auch sie sich vor ihm schützen. Sie will mit den beiden Neulingen einen Bereich aufsuchen, in der Ebaryn keine Augen und Ohren hat. Doch dazu müssen Perry und Ypheris sich erst den Kode für eine Tür von einem anderen Gefangenen besorgen. Von Elesa erfahren sie den Namen ihres Gefängnisses. Adarem ist eine Gefängniswelt des Tamaniums im Hoheitsgebiet des Olymp-Komplexes. Und es soll mehr sein, als ein Gefängnis. Hier werden angeblich auch Raumschiffe entwickelt und gebaut. Perry Rhodan, der sich zur Tarnung Griff Malone nennt, erfährt auch, dass Mahé Elesa eine Prospektorin ist.

Das System von Boscyks Stern ist nach wie vor abgeriegelt. Auch das Menhandorschiff NURINX XVI darf nicht auf Olymp landen, sondern muss seine Ladung auf einem alten Flottentender löschen. Von dort erfolgt der Warentransport per Transmitter auf die Oberfläche. Die Mehandor wissen nicht, dass es Tefroder sind, die für die Blockade sorgen. Raslon, ein jüngerer Sohn des Patriarchen gerät dadurch in Schwierigkeiten. Er hat mit Wissen des Vaters und des älteren Bruders ein Geschäft eingefädelt, das nicht ganz legal ist. Er führt ein wertvolles Artefakt mit sich, das er einer Olymperin in Trade City übergeben soll. Doch der Weg ist versperrt. Sein Vater und Bruder versagen ihm die Unterstützung. Raslon muss selber zusehen, wie er in die Hauptstadt gelangt. Im Falle einer Entdeckung muss er die volle Schuld übernehmen. Der junge Mehandor schnappt sich das Kunstobjekt, einen 22 cm durchmessen Ring aus grünlichen Metall und gelangt mittels Bestechung über den Frachttransmitter der Umschlagstation nach Trade City. Im Frachtbereich wird er von einer Patrouille attackiert. Mit Hilfe eines Olymper namens Mikal entkommt er den Sicherheitskräften. Er erfährt, dass die Tefroder den Planeten besetzt haben. Und wird von Mikal zu einer Widerstandsgruppensitzung mitgenommen. Dort entbrennt eine wilde Diskussion, bis plötzlich eine geheimnisvolle Frau namens Derin Paca auftaucht, das Wort ergreift und behauptet, dass nun Taten folgen müssen. Sie könne eine Gruppe in den Palast des Kaisers bringen.

Im Shorsystem trifft die Besatzung der ETSI eine Entscheidung. Perry Rhodan ist offensichtlich nicht mehr vor Ort. Und da die Olymper einige Tefroder gefangen nahmen, hat vielleicht der Kaiser eine Antwort auf die Frage, wo sich Sichus Mann befindet. Die ETSI fliegt nach Olymp. Unterwegs setzt Sichu Dorksteiger ihre Untersuchungen an der Shoziden-Box, die wohl nicht von den Shoziden stammt, fort. Ohne Ergebnis. Im System von Boscyks Stern angekommen, muss die ETSI erkennen, dass Funk und Ortung massiv gestört werden. Ein 120 Meter Kreuzer nimmt sie ins Visier seiner Waffen. Zur gleichen Zeit hat Onara Gholad mit dem Kaiser zwei Vereinbarungen getroffen. Olymp darf wieder Waren einführen und Gholad erhält die gefangenen Tefroder, die sie natürlich nicht exekutieren wird. Sie wird sie nach Adarem bringen. Während die SHEONA auf Olymp bleibt, startet sie mit dem 200 Meter Kreuzer SHAREE. Da erhält sie die Nachricht, dass ein kleines Schiff, die ETSI, das zuvor bei Shoraz gesichtet wurde, Olymp anfliegt. Die Tefroderin vermutet die gesuchte Box an Bord und geht auf Abfangkurs. Sichu Dorksteiger bekommt das Kommando über die ETSI von Samiro Huam übertragen, der fortan als Pilot agiert. Die Ator nimmt ein Funkgespräch von Onara Gholad entgegen. Die Tefroderin behauptet, dass sich ein flüchtiger Verbrecher namens Ypheris Bogyr an Bord der ETSI befindet. Die Tefroderin gibt im Übrigen nicht zu erkennen, dass sie der Name Sichu Dorksteiger beeindruckt hat. Die Chefwissenschaftlerin hat jedoch noch ein paar Tricks auf Lager und kann in den ersten Manövern der SHAREE ausweichen. Doch irgendwann ist Sichus Trickkiste leer. Da kommt der Olymp-Kreuzer IBANI GALOA zur Hilfe und es entsteht eine Pattsituation.

In ihrem Gefängnis tauschen Rhodan, Bogyr und Elesa weitere Informationen aus. Als die Prospektorin von dem Würfel erfährt, der die Tefroder interessiert, ist es ihre Reaktion, die Rhodan erstaunt. Mit dem Ruf, sie haben ihn gefunden, versetzt Mahé Elesa dem Unsterblichen einen Faustschlag ins Gesicht und stürzt davon.
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Günther Drach
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Ich habe mich in Onara geirrt -- sie hat also geblufft. Gut! Psychopathen und Sadisten sind langweilig. Ein Gegner mit sympathischen Seiten ist vielleicht schwieriger zu beschreiben, macht die Sache aber interessanter. Nicht, dass Onara sonderlich sympathisch erscheint. -- Nun ja, wer möchte nicht gerne Tamrat sein. Und dass sie diesen Trottel von Argyris verabscheut, ist mehr als verständlich.
(Ich hoffe nun, dass Aylin noch einen kurzen, quicklebendigen Auftritt hat und sich Onaras Hinrichtungsüberlegungen aus Band 2 als übereifriger Fehlgriff des Autors herausstellen.)

Hmm.
Mit Raslons Alleingang und der Verfolgung der ETSI kam tatsächlich etwas Spannung auf.
Ein weiterer Pluspunkt: der Argyris tauchte nur einmal kurz auf. (Wie sieht eigentlich die Regierungsform Olymps aus? Gibt es neben Beratern und Regierungssprechern eigentlich ein Parlament, Minister, ...)
Rhodan spielte seine "wesentliche" Hauptrolle -- ähm, was war da jetzt das wesentliche? Die kleine Kampfeinlage (er macht eine Dagorbewegung und geht in Dagorstellung), die Tauschaktion E-Zigaretten gegen den Code (irgendwie hatte ich fast erwartet, dass Rhodan und Ypheris eine irre gefährliche Hortsuche absolvieren müssten, aber da blieben nicht genug Seiten für und das wäre dann ja eventuell spannend gewesen).
Spannung. Irgendwie geht Olymp mit dieser Ingredienz sehr sparsam um. In Band 1 hatte ich sogar das Gefühl, dass Uschi sich förmlich bemühte, ja keine Spannung aufkommen zu lassen. Und #2 und 3 haben in der Hinsicht auch nicht gerade verwöhnt. (Alles natürlich meine Meinung.) Hier hatten wir tatsächlich ein klein wenig Action. Aber ehrlich: Mysteriös, intrigant, mörderisch -- ginge es nicht vielleicht etwas aufregender? Bitte?
Auf den dramaturgisch genialen Kniff, dass ausgerechnet die Mitgefangene, die sich aus welchen Gründen auch immer die beiden Neuankömmlinge für ihre geplante Flucht auswählt, nun auch noch Informationen zum "Mutaktor" besitzt, gehe ich nun nicht ein.
Der vollständige Fanroman des NGF (2004 - 2008) -- tut euch was Gutes, lest ihn!

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Günther Drach
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Derin Paca könnte ein Agent Provocateur sein -- sie führt eine Gruppe unserer Protestler in den Palast und sie bekommen die Schuld an einem Attentat auf den Argyris (ich kann mir den Namen einfach nicht merken) in die Schuhe geschoben.
Und Raslons Kette könnte (fürchte ich) der Schlüssel für unsere Rätselbox sein. Damit alles schön zusammen hängt.
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Yman
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Günther Drach hat geschrieben:Rhodan spielte seine "wesentliche" Hauptrolle -- ähm, was war da jetzt das wesentliche?


Darauf war ich jetzt auch mal neugierig. Es scheint sich bei der Ankündigung, dass Perry Rhodan eine "wesentliche Hauptrolle" spielt, vielleicht doch eher um eine mehr oder weniger überlegt geäußerte, dem Marketing dienende Standardformulierung gehandelt zu haben.
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Arthur Dent
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Wie schon die bereits erschienenen Hefte der Reihe bietet Olymp 4 durchaus Unterhaltungswert. Der Roman spielt an diversen Schauplätzen, zeigt mit Perry, Sichu und Gucky drei angesagte Hauptfiguren und lässt eine Batterie von ambivalenten Nebencharakteren aufmarschieren. Dazu mittlerweile 2 Artefakte, die das Interesse der verschiedenen Figuren wecken. Leserherz, was begehrst Du mehr?
Nun, die Handlung könnte nach meinem Geschmack etwas mehr an Tempo zulegen. Und in einzelnen Szenen mehr Schärfe und mehr Konflikte vertragen. Gerne auch mehr schärfere Konflikte. Die Figuren wirken auf mich, als würden sie gebremst agieren. Wie Schauspieler, die einfach nicht aus sich "rausgehen". Es fehlen Ecken und Kanten, an denen man sich als Leser stoßen kann. So wirkt die gesamte Handlung wie in Watte gepackt. Man tut sich an keiner Stelle weh.
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nanograinger
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Dietmar Schmidt war mein Lieblingsautor in der Terminus-Miniserie und auch hier überzeugt er mich in den meisten Teilen des Romans. Besonders gefallen hat mir der Handlungsstrang um den Mehandor Raslon, aber auch die Gefängnis-Geschichte auf Adarem finde ich gelungen (mit kleinen Abstrichen). Der Handlungsstrang um Onara Gholad korrigiert (von mir nicht unerwartet) das Bild, das sie im Vorgängerroman abgegeben hat und wir erhalten etliche Informationen über ihre Situation in Beziehung zu Tefor und dem Tamaron. Dass bspw. Vetris-Molaud vom "Mutaktor" nichts weiß, ist beim ersten Lesen verblüffend, aber die weitere Geschichte des Romans plausibilisiert dies. Soweit, so gut.

Enttäuscht hat mich aber die Handlungskonzeption und die daraus folgende Beschreibung des Handlungsstrangs um Sichu Dorksteiger und Gucky.
Zitat aus dem Roman, Seite 58.
"Die Benachrichtigung der Liga erschien ihr als einzige Lebensversicherung gegen Gholad. War erst einmal bekannt, dass die ETSI mit Sichu Dorksteiger an Bord von der tefrodischen Kommandantin bedroht wurde, sollte der ETSI besser nichts zustoßen, sonst war eine massive Intervention der Liga keine Frage von Wochen, sondern von Tagen".

Das kontrastieren wir mal mit Sichus Aussage von Seite 19:
"Wir verlieren zu viel Zeit, wenn wir Hekener Sharoun alarmieren. Das könnte einen gewaltigen Konflikt zwischen der Liga und dem Tamanium entzünden."

Also wird die Liga nicht angefunkt, weil das "zu viel Zeit" kostet. (Dass man die Liga eigentlich spätestens hätte anfunken müssen, als klar war, dass die Raumschiffe über Shoraz zu den Tamanium-Tefrodern gehören, ist eine andere Sache, die nicht zu diesem Roman gehört). Natürlich macht es Sinn, sich im System von Boscyks Stern umzusehen (vor allem, weil man ja die Telefonnummer, ääh, Kontaktdaten mit einem olympischen Zollbeamten getauscht hat, der ein Raumschiff (!) und Waffen (!) hat. Ansonsten scheint der ganz Olymp-Komplex ja keine eigenen Raumschiffe aufzuweisen). Aber die Überlegung, die Sichu auf Seite 58 macht, hätte sie auch schon auf Seite 19 haben können (und Gucky und alle anderen auch, sofern sie am Leben hängen). Dass sie keine Nachricht an die Liga sendet bevor sie Richtung Olymp fliegen, ist für mich nicht nachvollziehbar.

Auch hätte Sichu sich durchaus überlegen können, dass es angesichts der Tatsache, dass auf Olymp die Tefroder das Kommando übernommen haben (weiß man vom olympischen Zollbeamten) und es keine Funkverbindung nach Olymp gibt, man vielleicht etwas vorsichtiger hinfliegen sollte, vielleicht mit einem Zwischenstopp vor der Systemgrenze? Und dass man vielleicht davon ausgehen muss, dass die ETSI bei den Tefrodern bekannt ist, da sie ja tagelang über Shoraz war und ganz zufällig kurz vor Beginn der Action ankam? Immerhin traut man Onara Gholad solche Überlegungen zu, aber Sichu und Co. scheinen von der Strahlung der Shoziden-Box ganz wirr im Kopf geworden zu sein.

Im Thread zu Olymp 2 schrieb ich:
Kopfschüttelmoment in diesem Roman: Die Tefroder kontrollieren angeblich den gesamten Hyperfunk aus dem System Boscyks Stern heraus. "Privater" Funk wird geblockt, normaler Handelsfunk soll durchgehen.

Hat sich irgendjemand überlegt, wie das bewerkstelligt werden soll? Haben die Tefroder jedwede Hyperfunkanlage besetzt und dort ein Zensurprogramm installiert? Inklusiver aller privater oder miltärischer Raumschiffe? Was ist mit den Botschaften bspw. der LFG? Haben sie vielleicht sogar einen systemweiten Hyperfunkabsorberschirm installiert? :rolleyes:


Und was lese ich in diesem Roman? Tatsächlich wird die Blockade des Funkverkehrs durch Störsender an Bord der Tefroderschiffe (200 Stück) und Abertausenden von Störsatelliten "erklärt". Die stören allen Funkverkehr (und die Aktiv-Ortung) lassen aber bekanntlich den Handelsfunk durch (siehe Vorgängerroman) und erlaubt auch durch entsprechende Schlüsselkodes auch die Kommunikation zwischen den Tefroderschiffen und den anderen Schiffen, denen man solche Kodes zukommen lässt (wie der ETSI für die Gespräche zwischen Onara und Sichu).

Diese "Erklärung" fällt aber zusammen, sobald man nur etwas genauer hinschaut. Denn wie operieren Störsender? Sie verhindern den Empfang von Signalen, in dem am Ort des Empfängers (!) das eigentliche Signal (bspw. eine Richtfunksignal der ETSI an ein Hyperfunkrelais, S. 58) von einem Störsignal überlagert wird. Das ist einfach, wenn der Störsender näher am Empfänger ist als der Signalsender. Deshalb konnte im Dresdner Kessel kein Westfernsehen empfangen werden, wenn die DDR-Regierenden das nicht wollte.
Hier aber sind die Störsender aber effektiv in der gleichen Distanz zum Empfänger als Signalsender (wir betrachten ja Kommunikation über viele Lichtjahre, da fallen interplanetare Distanzen nicht ins Gewicht). Bei ungerichtetem Funk käme es also auf die Leistung des Senders im Vergleich zum Störsender an. Da fällt es schon schwer, sich vorzustellen, dass Raumschiffsender sich gegen planetengebunde Sender wie LOVELY BOSCYK durchsetzen können. Noch schwieriger wird es bei Richtfunk. Die Stösender müssten effektiv alle potentiellen Empfänger durch Richtfunkstörsignale aus dem Spiel nehmen. Das impliziert, dass weder Gucky noch Sichu auch nur einen LFG-Empfänger kennen, der den Tefrodern nicht auch bekannt ist.

Unabhängig von der überschätzen Effektivität der Störsender geht sich die Sache mit den Freigaben durch Schlüsselkodes nicht aus. Wenn tatsächlich Handelsfunk durchgelassen wird, dann kann das nicht alleine durch die Freigabe eines (Frequenz)-Kanals geschehen, denn dann könnte der Sender auf diesem Kanal ja alles senden, ohne dass die Störsender noch eingreifen könnten. Eine Kontrolle des Sendeinhalts könnte nur durch die Einnahme einer "Man-in-the-Middle"-Position durch die Tefroder funktionieren, und auch nur bei Klartext-Funk. Aber jede Art von Verschlüsselung müsste geblockt werden, inkl. bspw. Nachrichten in Bildern, die mittels Steganographie verborgen werden können.

Die Funkblockade von Olymp dauert übrigens jetzt schon mehrere Tage an. Spätestens zum Zeitpunkt des Blockadebeginns sollte das Galaktikum, die LFG, der TLD, die USO usw. mitbekommen haben, dass auf Olymp etwas nicht stimmt, wenn keiner der Botschafter und Agenten mehr kontaktiert werden kann. Selbst wenn also die Funkblockade funktioniert, weil das Expose es so sagt und weil weder Perry noch Sichu noch der ETSI-Kommandant einen Mucks von sich geben, sollte also die Gegenreaktion bereits laufen. Ich hoffe, dass in späteren Romanen es so geschildert wird, dass diese Reaktionen tatsächlich schon laufen, und das nur die Erzählung dazu aus dramaturgischen Gründen verzögert wird. Aus den Titeln der bisher angekündigten Romane kann ich aber noch keine Reaktion der LFG u.a. ablesen. Die Kavallerie kommt wohl erst ganz am Schluss. Naja...
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RolfK
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@nanograinger
Stimme dem voll und ganz zu. Von ähnlicher Plausibilität ist doch, dass angeblich niemand von den jahrelangen Verhandlungen zwischen Olymp und VM erfahren hat, oder dass niemand das Auftauchen des Tefroderschlachtschiffs - vor der Funkblockade - merkwürdig und berichtenswert fand.

Aber wie sollen wir das bewerten? Eine Exposé-Autorin und eine Redaktion denken sich eine Storyline aus, und biegen sich die dafür erforderlichen Randbedingungen ohne Rücksicht auf Plausibilität zurecht.
Hat das niemand in Redaktion und Lektorat bemerkt? Fehlt es an kritischer Reflexion über die Planung der Miniserie? Fehlt die Fantasie, um eine mit dem Serienhintergrund kompatible Storyline zu entwickeln und umzusetzen? Erlauben die Produktionsbedingungen der Serie den Aufwand angemessener Sorgfalt nicht?
Oder bin ich zu kritisch, nehme meinen Anspruch an Plausibilität zu wichtig?
Zufrieden mit dem gekauften Produkt bin ich jedenfalls nicht.
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nanograinger
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RolfK hat geschrieben:@nanograinger
Stimme dem voll und ganz zu. Von ähnlicher Plausibilität ist doch, dass angeblich niemand von den jahrelangen Verhandlungen zwischen Olymp und VM erfahren hat, oder dass niemand das Auftauchen des Tefroderschlachtschiffs - vor der Funkblockade - merkwürdig und berichtenswert fand.

Da kann ich dir nicht ganz zustimmen. Es ist nicht gesagt, dass "niemand" die Verhandlungen bemerkt hat oder niemand sich angesichts des Tefroderverbands wunderte. Es wurde bisher nur nicht thematisiert, bspw. von Perry oder Sichu. Damit ist nicht gesagt, dass die LFG, TLD etc. nicht davon wissen und dagegen vorgehen, bzw. etwas vorbereiten. Es ist nur noch nicht vorgesehen, das zum jetzigen Zeitpunkt zu thematisieren.
RolfK hat geschrieben:Aber wie sollen wir das bewerten? Eine Exposé-Autorin und eine Redaktion denken sich eine Storyline aus, und biegen sich die dafür erforderlichen Randbedingungen ohne Rücksicht auf Plausibilität zurecht.
Hat das niemand in Redaktion und Lektorat bemerkt? Fehlt es an kritischer Reflexion über die Planung der Miniserie? ....

Das glaube ich nun wirklich nicht. Letztlich ist das alles eine Frage der Zeit und des Aufwands, den man für ein Produkt betreibt. Beides ist begrenzt aufgrund von Kostenbetrachtungen, da müssen dann eben Prioritäten gesetzt werden. Außerdem möchte Susan Schwartz auch ein paar Ideen realisieren, die ihr gefallen, aber manchem Leser eben nicht. Das ist dann auch eine Frage der Zielgruppe. Ein Beispiel dafür ist "der unbekannte Herr Rhodan und Mister Gucky", der seit Beginn der Serie durchgezogen wird. Das scheint einem Altleser absurd, aber einem Gelegenheitsleser mag das vollkommen plausibel sein. Und für solche Leser macht es auch Sinn, den komplexen Hintergrund nicht von Anfang an in voller Pracht darzustellen.
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Arthur Dent
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@nanograinger
Es ist immer wieder interessant, wie Du zwischen Angriff und Verteidigung hin- und herschaltest. Es ist alles richtig, was hier geschrieben wird. Die Frage ist nur noch, ob sich ein bestimmter Leserkreis mit Olymp arrangieren kann. Die EA ist Rhodan 2.9. Dagegen ist Olymp vielleicht 1.0. Der Schreibstil ist auf der Höhe der Zeit. Das Perryversum hingegen ist abgespeckt. Übergeordnete Instanzen und deren Machtmittel werden entweder ignoriert oder so spärlich beschrieben, dass sie erkennbar die Geschichte nicht beeinflussen sollen. Den einen stört das. Ein anderer erkennt das und schiebt es beiseite. Und ein Neuleser erkennt es nicht, weil er es nicht kennen kann.

Als EA-Leser vermisse ich die Auswirkungen von "Der Fall Janus" (PR 2868). Olymp ist eine von 10 großen galaktischen Welten, die von den Tiuphoren heimgesucht wurden. Nun sollte man annehmen, wenn man die Beschreibungen aus der EA kennt, dass der Wiederaufbau thematisiert werden müsste. Vielleicht wäre es sogar geschickter gewesen, das als Begründung mit heranzuziehen. Die Flotte Olymps vernichtet durch die Indoktrinatoren. Für uns wäre es ein Satz, der manches erklärt. Für den Neuleser müsste man dagegen etwas ausholen. Und genau das möchte man offensichtlich nicht.

Re: Spoiler Olymp 4: Im Netz von Adarem, von Dietmar Schmidt

Beitragvon Frank Chmorl Pamo » 2. März 2018, 12:15

Frank Chmorl Pamo
Arthur Dent hat geschrieben:@nanograinger
Es ist immer wieder interessant, wie Du zwischen Angriff und Verteidigung hin- und herschaltest. Es ist alles richtig, was hier geschrieben wird. Die Frage ist nur noch, ob sich ein bestimmter Leserkreis mit Olymp arrangieren kann. Die EA ist Rhodan 2.9. Dagegen ist Olymp vielleicht 1.0. Der Schreibstil ist auf der Höhe der Zeit. Das Perryversum hingegen ist abgespeckt. Übergeordnete Instanzen und deren Machtmittel werden entweder ignoriert oder so spärlich beschrieben, dass sie erkennbar die Geschichte nicht beeinflussen sollen. Den einen stört das. Ein anderer erkennt das und schiebt es beiseite. Und ein Neuleser erkennt es nicht, weil er es nicht kennen kann.

Als EA-Leser vermisse ich die Auswirkungen von "Der Fall Janus" (PR 2868). Olymp ist eine von 10 großen galaktischen Welten, die von den Tiuphoren heimgesucht wurden. Nun sollte man annehmen, wenn man die Beschreibungen aus der EA kennt, dass der Wiederaufbau thematisiert werden müsste. Vielleicht wäre es sogar geschickter gewesen, das als Begründung mit heranzuziehen. Die Flotte Olymps vernichtet durch die Indoktrinatoren. Für uns wäre es ein Satz, der manches erklärt. Für den Neuleser müsste man dagegen etwas ausholen. Und genau das möchte man offensichtlich nicht.


Ich habe den Eindruck, dass Neuleser, wenn sie in Olymp die Tefroder als Bösewichte kennenlernten, beim Wechseln in die EA ebenfalls als Bösewichte vorfinden sollen. Statt einer Tefroderin die Tamrätin werden will, gibts dann einen Tefroder der Herrscher über die Galaxis werden will.
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Arthur Dent hat geschrieben:@nanograinger
Es ist immer wieder interessant, wie Du zwischen Angriff und Verteidigung hin- und herschaltest.

"Es ist immer wieder interessant", dass von etlichen Foristen scheinbar jede Kritik als "Angriff" und jede Gegenrede zu Kritik als "Verteidigung" der "Macher" (und persönlicher Angriff auf den Kritiker) angesehen wird. B-)

Ich kann nur für mich sprechen, aber weder ist meine Kritik ein Angriff noch sind entsprechende Gegenreden eine Verteidigung an sich. Sie sind schlicht meine Kommentare/Meinung zu den jeweiligen Themen.
Arthur Dent hat geschrieben:Es ist alles richtig, was hier geschrieben wird. Die Frage ist nur noch, ob sich ein bestimmter Leserkreis mit Olymp arrangieren kann. Die EA ist Rhodan 2.9. Dagegen ist Olymp vielleicht 1.0. Der Schreibstil ist auf der Höhe der Zeit. Das Perryversum hingegen ist abgespeckt. Übergeordnete Instanzen und deren Machtmittel werden entweder ignoriert oder so spärlich beschrieben, dass sie erkennbar die Geschichte nicht beeinflussen sollen. Den einen stört das. Ein anderer erkennt das und schiebt es beiseite. Und ein Neuleser erkennt es nicht, weil er es nicht kennen kann.

Gut zusammengefasst, wobei ich hinzufügen würde, dass man als "Altleser" sich je nach Aspekt mal in der einen und mal in der anderen Gruppe wiederfindet.
Arthur Dent hat geschrieben:Als EA-Leser vermisse ich die Auswirkungen von "Der Fall Janus" (PR 2868). Olymp ist eine von 10 großen galaktischen Welten, die von den Tiuphoren heimgesucht wurden. Nun sollte man annehmen, wenn man die Beschreibungen aus der EA kennt, dass der Wiederaufbau thematisiert werden müsste. Vielleicht wäre es sogar geschickter gewesen, das als Begründung mit heranzuziehen. Die Flotte Olymps vernichtet durch die Indoktrinatoren. Für uns wäre es ein Satz, der manches erklärt. Für den Neuleser müsste man dagegen etwas ausholen. Und genau das möchte man offensichtlich nicht.

Diesen Aspekt vermisse ich bspw. gar nicht, weil über 30 Jahre seit PR 2868 vergangen sind, und uns Details über die damaligen Zerstörungen auf Olymp und anderen Planeten und Zahlen über Schiffsverluste freundlicherweise erspart blieben.

Und auch hier ist es denkbar, dass in einem späteren Roman der Miniserie dieser Aspekt noch zur Sprache kommt. Ich habe schon das Gefühl, dass Susan Schwartz ihre Pappenheimer (uns Altleser) sehr gut kennt, sie ist ja oft genug im Fandom unterwegs. Und es gibt ja schon Beispiele, dass manche "störenden" Aspekte in einem späteren Roman nacherklärt oder ins richtige Licht gesetzt werden (die Funkblockade oder auch Onara Gholads "Exekutiert sie"-Einstellung). Und auch die ausgiebigen Erklärungen, warum Perry und Gucky von niemande erkannt werden, sind an die Altleser gerichtet.

Ich hatte mir durchaus schon überlegt, ob ich Olymp sein lasse, aber nach dem vorliegenden Roman werde ich wohl durchziehen.
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nanograinger
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Frank Chmorl Pamo hat geschrieben:Ich habe den Eindruck, dass Neuleser, wenn sie in Olymp die Tefroder als Bösewichte kennenlernten, beim Wechseln in die EA ebenfalls als Bösewichte vorfinden sollen. Statt einer Tefroderin die Tamrätin werden will, gibts dann einen Tefroder der Herrscher über die Galaxis werden will.

Es wäre doch reichlich sinnfrei, die Tamaniums-Tefroder in Olymp als Lämmer darzustellen, wenn sie in der EA Wölfle sind. Was willst du uns also mit deinem Posting sagen?

Übrigens gibt es im aktuellen EA-Zyklus nur wenige Romane, in denen die Tefroder überhaupt vorkamen (fünf, wenn ich richtig gezählt habe). In der EA sind die Tefroder auch nur ein Aspekt der Handlung, und weder der wichtigste noch der dominanteste (was Menge angeht).
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Arthur Dent
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nanograinger hat geschrieben:...
Ich hatte mir durchaus schon überlegt, ob ich Olymp sein lasse, aber nach dem vorliegenden Roman werde ich wohl durchziehen.

Das ist die richtige Einstellung. Und zur Angriff-Verteidigungs-Thematik denk Dir einfach noch ein augenzwinkerndes Smiley hinter meinen Beitrag.
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Troll Incorporation
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nanograinger hat geschrieben:Ein Beispiel dafür ist "der unbekannte Herr Rhodan und Mister Gucky", der seit Beginn der Serie durchgezogen wird. Das scheint einem Altleser absurd, ...

Allerdings!

[GdvZ = geste-der-vollinhaltlichen-zustimmung] ^_^
http://www.dieterbohn.eu - bohn to be wild
Die 2. Storysammlung: sefer chajim - und andere böse Geschichten (als Buch & eBook) von Dieter Bohn
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Loxagon
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Ein 1A Roman
Teuflisch gute Fansubs gesucht?
Dann kommt auf unsere Seite!
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halut
Oxtorner
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Wir wollen auch nicht vergessen:

„Der Kollisionskurs, der Samiro Huam solche Angst gemacht hatte, trug die Korvette dicht an die SHAREE heran. Der Kreuzer näherte sich der ETSI halb lichtschnell, während die Geschwindigkeit des Forschungsschiffs bei etwa 22 Prozent der Lichtgeschwindigkeit lag. Die Vektoren beider Raumfahrzeuge addierten sich, und sie rasten mit rund 216.000 Kilometern pro Sekunde aufeinander zu. Die SHAREE konnte viereinhalb Sekunden lang auf die ETSI feuern, dann zogen die beiden Schiffe aneinander vorbei und entfernten sich mit gleicher Relativgeschwindigkeit voneinander.“

Unter Berücksichtigung der relativistischen Addition komme ich auf nicht mal 195.000km/s.

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