EMP und Raumschiffe

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EMP und Raumschiffe

Beitragvon Kapaun » 24. Januar 2018, 20:34

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Kapaun
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Leiden Positroniken unter elektromagnetischem Puls (EMP)? Vermutlich schon. Also müsste man Raumschiffe schützen, zumindest Kriegsschiffe. Weil da ja dauernd wie blöd rumgeballert wird. Das könnten natürlich Energieschirme übernehmen. Schon das Simpelmodell (Prallschirm?) der jungen Dritten Macht war ja offenbar dazu in der Lage, weil die Explosion der Atombombe am Schirm die Elektrik/Elektronik der STARDUST nicht beeinträchtigt hat. Heißt das dann, dass Schiffe ihre Energieschirme aus Sicherheitsgründen dauernd angeschaltet haben müssen? Auch und gerade wenn sie gelandet sind? Man muss ja nicht mit Atombomben nach ihnen werfen - gerichtete Mikrowellenstrahlung reicht auch. Andererseits könnte man auch postulieren, dass die bloße Arkonit-/Terkonitpanzerung einen genügenden Schutz darstellt. Dann allerdings wäre jedes Einschussloch auch eine Gefährdung durch EMP, denn die innere Deck-Struktur wird wohl nicht durchgängig aus Terkonit sein, eher aus irgendeinem Kunststoff/Stahl-Gemenge.

Ideas anyone?

Re: EMP und Raumschiffe

Beitragvon Batman » 24. Januar 2018, 21:56

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Batman
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Öm-um einen EMP zu erzeugen muß eine Kernwaffe in der oberen Atmosphäre (3stelliger Kilometerbereich) detonieren. Bei bodennaher Auslösung gibt's nur 'ne richtig fette Explosion und die radioaktiven Nebenwirkungen. Da die Waffen damals meiner Erinnerung nach am Schirm der STARDUST detoniert sind hätte es da keinen EMP gegeben. Und im Weltraum erzeugen die schon gar keinen, bei Nuklearwaffen kriegst du ohne Atmosphäre auch keinen EMP. Ob Positroniken dafür anfällig sind ist unmöglich zu beantworten weil keiner weis wie die funktionieren. Und da wir heute schon in der Lage sind gegen EMP zu 'härten' sehe ich das Problem bei Perrytechnik nicht wirklich.
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Re: EMP und Raumschiffe

Beitragvon Pan Greystat » 25. Januar 2018, 03:55

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Pan Greystat
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War ein EMP nicht einfach weitreichender als die Explosion. ?
Wenn sie in der oberen Atmosphäre Zündet ist der Wirkungsbereich eben deutlich größer Also quasi die Sichtlinie die die Strahlung ja braucht.
Wenn die Bombe aber eben wegen der Zerstörungskraft eingesetzt wird kommt es zwar auch zum EMP aber ein sehr begrenztes weil es mehr nach oben strahlt. Man hat eben andere Probleme als ein Zerlegtes Handy wenn nur wenige Momente später eine Feuerwalze einen umbringt.

Wenn ich das richtig in erinnerung habe macht ein EMP Schaden weil es freie Elektronen in ein System einspeist das eben diese Elektronen nutzt. Es ist halt als wenn man die Falsche steckdose erwischt. Nur das eine Sicherung nichts bringt da ja das gesammte Bauteil an jeder Stelle diesen overkill an Elektronen ausgesetzt ist.
Zugegeben ich habe keine Ahnung wie viele Positronen bei einem EM entstehen. Aber mehre Schichten sehr dichten Stahls sollten schon ein recht effektiver Schutz sein. Bei den besonders anfälligen Bauteilen wird eben noch ne Bleischicht oder so dazwischen hoch gezogen oder eben ein Energiefeld direkt über dem Bauteil erzeugt.
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Re: EMP und Raumschiffe

Beitragvon Batman » 25. Januar 2018, 04:17

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Batman
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Nö. Wenn du in der unteren Atmosphäre zündest GIBT es keinen EMP.
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Re: EMP und Raumschiffe

Beitragvon Kapaun » 28. Januar 2018, 01:04

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Kapaun
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Das ist laut Wiki freilich Unsinn: "Ähnliche Effekte treten auch bei nuklearen Explosionen in Bodennähe auf. Dort ist die Wirkung des NEMP allerdings auf einen kleineren räumlichen Bereich beschränkt und durch die thermischen und mechanischen Effekte der Nuklearexplosion überlagert." Die STARDUST hätte also unbedingt beeinträchtigt werden müssen, wenn der Schirm den EMP durchgelassen hätte. Abgesehen davon gibt es ja, wie ich bereits andeutete, auch andere Möglichkeiten, einen EMP auszulösen, etwa gerichtete Mikrowellenstrahlung. Was die Härtung angeht, so handelt es sich dabei um nichts anderes als eine Abschirmung - ich schlug da Energieschirme vor, oder eben Terkonit. Eine bessere Lösung wäre wohl sogar der Umstieg auf Glasfaser. Das hatte ich gar nicht auf dem Schirm, als ich den Thread startete. Geht aber nur bei Informationsleitern - bei Stromleitern nicht, die müssen ja gerade Strom leiten können. Faradaysche Käfige sollten da helfen, sind aber für großräumige Anwendung recht unpraktisch.

Re: EMP und Raumschiffe

Beitragvon Batman » 28. Januar 2018, 02:09

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Batman
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'Unbedingt' halte ich für fragwürdig ohne die Reichweite zu kennen. Dort ist die Wirkung des NEMP allerdings auf einen kleineren räumlichen Bereich beschränkt und durch die thermischen und mechanischen Effekte der Nuklearexplosion überlagert was für mich so klingt als wäre es weniger als die thermischen/meschanischen Effekte und die sind bei 1MT gerade so eben 2stellig km. Je nachdem wie viel kleiner , Kaliber der eingesetzten Sprengköpfe und Durchmesser des Schirms kommt davon nichts mehr bei der STARDUST an selbst wenn der Schirm das durchläßt.

Und das mag bei der STARDUST noch ein Problem gewesen sien aber Perrytechnik Schiffe verwenden mal definitiv keine Kupferkabel mehr zur Stromübertragung. Ich hab' keine Ahnung wie drahtlose Hochenergie-Feldröhrenleiter (oder was auch immer sie danach verwendet haben) auf einen EMP reagieren. Du?
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Re: EMP und Raumschiffe

Beitragvon erzkoenig » 29. Januar 2018, 02:14

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erzkoenig
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Ich möchte dabei hinweisen, dass es sich bei einem EMP um ein quasi statisches Energiefeld handelt. Dem sind Kupferleitungen wurscht.
Es sollte uns nachdenklich stimmen, dass "jemanden anführen" im Deutschen auch heißen kann jemanden zu betrügen
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Re: EMP und Raumschiffe

Beitragvon Pan Greystat » 29. Januar 2018, 16:45

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Mir war halt auch so das ein EMP immer auftritt. Aber eben deutlich weniger ausgeprägt und daher weder Primär und Sekundär Entscheident.
Aber da ich weder bei einem Nukleartest dabei gewesen bin oder auch nur Atomphysiker bin ^^ ist das Wissen eher hören Sagen statt von mir beweisbar bzw belegbar.
Aber wir haben heute schon EMP Beständige Elektrotechnik. Der Grund warum sie nicht überall verbaut ist . Kosten
Wichtige Militärtechnik ist schon heute abgeschirmt damit man auch ja den Feind dafür bestrafen kann und so die Menschheit total auslöscht wenn mal sowas passiert ^^
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Re: EMP und Raumschiffe

Beitragvon Kapaun » 9. Februar 2018, 01:47

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erzkoenig hat geschrieben:Ich möchte dabei hinweisen, dass es sich bei einem EMP um ein quasi statisches Energiefeld handelt. Dem sind Kupferleitungen wurscht.

Wenn dem so wäre, wäre EMP ja überhaupt kein Thema. Ist es aber. Sowohl theoretisch als auch praktisch ...

Re: EMP und Raumschiffe

Beitragvon Kapaun » 9. Februar 2018, 01:50

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Batman hat geschrieben:Ich hab' keine Ahnung wie drahtlose Hochenergie-Feldröhrenleiter (oder was auch immer sie danach verwendet haben) auf einen EMP reagieren. Du?


Das ist ein valider Einwand. Man kann auf jeden Fall postulieren, dass sie EMP-immun sind. Aber Hochenergie-Feldröhrenleiter eignen sich eher nicht für moderne Niedrigstrom-Elektronik. Ob das bei Positroniken anders wäre? Da sind wir wieder bei der eingangs gestellten Frage ...

Re: EMP und Raumschiffe

Beitragvon Langschläfer » 26. Februar 2018, 10:18

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EMP-Schirmung geschieht durch einen Faraday-Käfig. Eine gegen den eigentlichen Inhalt isolierte, selbst aber leitende Ummantelung, grob gesprochen.
Wenn die Rumpfmetalle (Arkonstahl, Terkonit, YnTerk etc.) Strom leiten und magnetisierbar (diamagnetisch) sind, hat man also schon einen Haufen Probleme gelöst, auch ohne Schutzschirme.
Wenn nicht, es gibt auch leitende Lacke. Man könnte auch ein leitendes Netz über den Rumpf ziehen (in Bahnen aufschweißen oder sogar kleben), oder gleich beim Bau entsprechende Leiter in die Rumpfplatten integrieren.
Dann bleiben nur noch nach außen gehende Verbindungen, die zu schirmen wären (Antennen, Sensorik).
Diese stellen eine Öffnung im Käfig dar, denn sie müssen gegen den Rumpf isoliert sein und führen Strom nach innen.
Die muss man auch noch gegen Überspannung sichern.
Und im Gegensatz zu Star Trek kennt man bei PR diese wunderbare Erfindung der Schutzschalter und Sicherungen. ;)
(Ich weiß, kennt man auch bei ST...)
Kann man auch in Datenleitungen einbauen.
Man kann sogar Fenster EMP-resistent machen, durch eine entsprechende Beschichtung.
Und man kann Einzelgeräte separat schirmen, wenn man nicht den ganzen Kahn umarbeiten will.
Neun von zehn Stimmen in meinem Kopf sagen mir ständig das ich nicht verrückt bin. Die zehnte pfeift die Melodie von Tetris.

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Re: EMP und Raumschiffe

Beitragvon Pan Greystat » 26. Februar 2018, 18:40

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Pan Greystat
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Solchen Dinge haben wir allein heute schon . Wenn die gefahr eines EMP Akuter wär würde wir auch heute schon alle Elektronik sicher können. Wär aber Teurer und in manchen Fällen auch unschöner weil mehr Material verbaut wird.

Aber wir wissen bei PR ja das es Möglichkeiten gibt per Feldschirme nahezu alle Niederenegetischen Effekte zu Kanalisieren. Ein Energieschirm der Impulsstrahlen , Desintegratoren und so weiter aufhält dürfte auch bei EM Wellen nicht ins Schwitzen kommen.
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Re: EMP und Raumschiffe

Beitragvon Kapaun » 15. März 2018, 01:43

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Pan Greystat hat geschrieben:Solchen Dinge haben wir allein heute schon . Wenn die gefahr eines EMP Akuter wär würde wir auch heute schon alle Elektronik sicher können. Wär aber Teurer und in manchen Fällen auch unschöner weil mehr Material verbaut wird.

Aber wir wissen bei PR ja das es Möglichkeiten gibt per Feldschirme nahezu alle Niederenegetischen Effekte zu Kanalisieren. Ein Energieschirm der Impulsstrahlen , Desintegratoren und so weiter aufhält dürfte auch bei EM Wellen nicht ins Schwitzen kommen.

Das wäre natürlich die eleganteste Lösung - funktioniert aber nur, wenn die Schirme auch eingeschaltet sind. Möglicherweise sind einfache Prallschirme im Weltraum immer eingeschaltet, damit das Schiff nicht dauernd von (Mikro-) Meteoriten belästigt wird. Aber Prallschirme haben meines Wissens eine rein mechanische Funktion, wehren also Materie ab. Ist EMP jetzt in dem Sinne Materie? Spontan würde ich sagen: nein.

Langschläfer hat geschrieben:EMP-Schirmung geschieht durch einen Faraday-Käfig. Eine gegen den eigentlichen Inhalt isolierte, selbst aber leitende Ummantelung, grob gesprochen.
Wenn die Rumpfmetalle (Arkonstahl, Terkonit, YnTerk etc.) Strom leiten und magnetisierbar (diamagnetisch) sind, hat man also schon einen Haufen Probleme gelöst, auch ohne Schutzschirme.
Wenn nicht, es gibt auch leitende Lacke. Man könnte auch ein leitendes Netz über den Rumpf ziehen (in Bahnen aufschweißen oder sogar kleben), oder gleich beim Bau entsprechende Leiter in die Rumpfplatten integrieren.
Dann bleiben nur noch nach außen gehende Verbindungen, die zu schirmen wären (Antennen, Sensorik).
Diese stellen eine Öffnung im Käfig dar, denn sie müssen gegen den Rumpf isoliert sein und führen Strom nach innen.
Die muss man auch noch gegen Überspannung sichern.


Das hingegen würde immer funktionieren, ohne weitere Energiezufuhr und dergleichen. Ist aber in der Produktion aufwändiger. Und eine relativ leichte Hüllenbeschädigung würde den Faraday-Schutz auch zerkrümeln. Hm. Es sei denn, Terkonit wäre generell magnetisierbar. Aber ist das eigentlich eine gute Idee? Im Weltraum laufen doch dauernd irgendwelche Magnetfelder herum, die dann an dem Schiff herumzotteln würden, mit u.U. gravierenden Folgen. Also, wie man es auch wendet, trivial ist die Sache nicht ...

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