Frieden und ihre Apostel in PR

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Frieden und ihre Apostel in PR

Beitragvon Pan Greystat » 16. Juni 2018, 04:40

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Pan Greystat
Terraner
Beiträge: 1441
Registriert: 17. Januar 2013, 19:10
Wohnort: Rostock
In PR werden oft Friedlebende Völker als Oberste Instanz eines Galaktischen Systems erwähnt.
Die meistens total niedergemetzelt werden.
Dazu einmal die Frage an euch. Findet ihr das Glaubwürdig ? dieses ganze Superpatzifismus bis zum Selbstmord ?
Wenn eine Spezies so sehr aus der Evolution ausgeschieden ist das nur der Gedanke an Verbrechen oder Krieg zu einem Kollaps führen ?
Auch Perry Teilweise Anwandlungen lieber seine eigenen Leute und Truppen zu opfern um den offensichtlichen Feind zu schonen.
Das Perry nicht grade zu Punktbeschuss auf Kindergärten ausruft. Ist schon klar. Aber z.B. eine Spezies wie die Tious in ihren Sterngewerken dessen höstes gut es ist im Kampf zu sterben und zu Töten. Gleiches Recht auf Geistige Holzwege für alle gebt ihnen den Tod wie sie sich ihn herbei sehnen.


Aber zurück zum Thema. Bin ich der einzige der solche Hyperpazifisten Unglaubwürdig bis Langweilig findet ? Besonders weil Pazifismus in PR immer Hand in Hand mit Selbstbetrug und Realitätsentfremdung einher geht ?
Frieden ist schlieslich keine Glaubensfrage sondern ein Zustand Ausgewogenen Lebens. Guter Willen auf allen Seiten voraus gesetzt.
Aber wer Frieden im Inneren will muss Stärke nach Außen beweisen. Finde ich zumindest. Und wenn man es nur als Druckmittel verwendet.
Wenn eine Feindliche Flotte in die Galaxie einfällt und sich aufeinmal einer Überlegenden Verteidigungsflotte gegenüber sieht.
Wenn man Frieden will kann man den anderen jetzt anbieten teil davon zu werden. Sich zu Integieren für ein Besseres und deffinitiv längeres Leben hier in der Galaxie.


Und die 2. Sache.
Vertritt Perry Rhodan wirklich Gewaltlosigkeit und Frieden ?
Aktuell ist es etwas schwer da ich im Aktuellen Zyklus so garkeinen Plan habe was dort draus werden kann ich sehe es momentan als Chaotischen Haufen einzelprobleme die durch Dummheit der Protagonisten immer weiter anschwillt. Stand 2963

Aber gehen wir mal zurück. Perry setzt sich für den Frieden der Völker ein. Zumindest sagt er das. Verurteilt aber jede Friedenschaffende Maßnahme.
Beispiel die Galornen. Das Volk hat sich selbst auf eine Recht Radikale wenn auch Wirksameweise von Aggressionen befreit und schafft es nur durch die Unbestimmte Androhung von Strafe die Galaxie mehr oder Weniger Friedlich im großen Maßstab zu halten.
Ein Volk das Genetisch zur Gewalt nicht nur Tendiert sondern quasi davon lebt wird so in Schach gehalten. Das Shifting ist eine der Humansten Bestrafungen die es gibt. Die Hälfte seiner Lebenskraft ( was auch immer das heißen mag. Wie viele Wesen sterben schon daran das alle Zellen ihres Körpers nicht mehr kraft haben. Krankheit Unfälle und der gleichen sind deffintiv öfter die Todesursache.)
Es wurde Kritisiert das ein ganzes Volk bestraft wird. Nun schlieslich hat es auch das ganze Volk verbockt. Wenn sie die Möglichkeit und Flottenstärke gehabt hätten wär der Großteil des Volkes mit geflogen. Die wenigen Gemässigten Kräfte hatten nichts mehr zu Melden.
Sogesehen haben die Gemässigten Kräfte auf Kosten ihres halben verbleibenden Lebens die auseinandersetzung gegen die Übermacht gewonnen. Statt sofort zu sterben haben also Lebenzeit gewonne. Die "Bösen" haben lebenszeit verloren ? ansichtssache die wollen in den krieg ziehen. Wie viele wieder gekommen wären weiß man nicht haben also eigentlich auch eher Gewinn an Lebenszeit. Perry bzw die Autoren tun aber so als hätte man das ganze Volk Kastriert. ( was eine Relativ Humane Lösung für das Problem wär. So würde man niemanden Töten )

Fassen wir zusammen. Jemanden Frieden durch überlegenheit auf zu zwingen ist falsch.
Jemanden weg zu schicken weil die hier leben frieden wollen ist falsch.
Jemanden Genetisch seine grundlose Aggressivität weg zu züchten ( gegen seinen Willen weil wer gibt schon gern seine Böse seite auf) ist falsch.
Zu bestrafen wenn der jenige offensichtlich Kriegerisch handelt ohne trifftigen Grund ist falsch.
Ja wie zum Geier bekommt man denn Frieden ? in dem Die Friedlichen leute weg laufen in der Hoffnung das sie schneller sind als die Kriegstreiber ?

Es wird immer gern gesagt " Frieden und Freiheit" 2 Dinge die sehr schwer vereinbar sind. Für Frieden braucht es Regeln und Regeln ohne Konsequenzen befolgt zumindest am Anfang keiner. Ergo opfert man Freiheit.
Absolute Freiheit bedeutet aber das jeder selbst entscheidet ob er Frieden will ob er leben schon und so weiter.
Wie heißt es doch so schön Frieden und freiheit gibt es erst wenn keiner mehr steht. Erst wenn alle Tod sind außer man selbst hat man Frieden und Freiheit gleichermaßen.

Wie steht ihr zu dem Pazifistischen Versuchen in PR?

Findet ihr es Gelungen ? Ich wie man wohl gemerkt hat finde es sehr Misslungen sowohl die Handlungen wie auch die Ziele von der selbstherrlichen Moralischen Überlegenheit Perrys ganz zu schweigen. ( Besonders hat sich diese Selbstherrlichkeit gezeigt als Perry gegen den Willen der Deliquenten, als er zu Gast bei den Toougondo war, ihre selbst gewählte strafe verändert hat. Die Angeklagten wussten um die Strafen und das Niemand gern in eine Desintegrator Kammer hüpft ist wohl klar. )
Alle Beiträge spiegel lediglich die Persönliche Meinung des Verzapfers wieder und sollen weder als Meinung der Allgemeinheit gelten noch tun sie es für gewöhnlich.

Rechtschreibfehler zum einen und Geistige Sackgassen zum anderen sind Eigentum des Verzapfers und stehen unter Künstlerischer Freiheit.

Re: Frieden und ihre Apostel in PR

Beitragvon Kapaun » 24. Juni 2018, 19:40

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Kapaun
Kosmokrat
Beiträge: 8785
Registriert: 2. Juli 2012, 22:34
Ich finde das ganze gesellschaftliche PR-Szenario nicht sonderlich realistisch (wenn wir jetzt von Fragen der Technik mal ganz absehen). Das liegt nicht nur, aber auch am Pazifismus.

1) Ich halte es für realistisch, dass Völker mit einer gewissen Wesensverwandtschaft ein Bündnis eingehen würden. Hilfreich wäre dabei eine räumliche Nähe. A la "Ihr dehnt euch in diese Richtung aus, wir in jene, dann kommen wir uns nicht in die Quere." Auch das Gegenteil (eine komplette Verschiedenheit der Interessen) kann zu einem neutralen Verhältnis oder sogar auch zu einem Zweckbündnis führen. Stichwort Sauerstoff-/Wasserstoffatmer.

2) Ich halte es ferner für realistisch, dass Intelligenzen nach der Formel "XY first" verfahren, was Bündnisse nicht ausschließt, aber je nach den konkreten Umständen auch zu Auseinandersetzungen führen wird. Da kann es sich um bloße Grenzstreitigkeiten handeln oder um ausgewachsene kriegerische Konflikte.

3) Ist "XY first" deshalb schlechter oder "böser" als "wir strecken die Waffen, ihr dürft uns umarmen"? Ich denke nicht. Zunächst einmal ist die Führung jeder Zivilisation in erster Linie für diese verantwortlich. Wir sehen ja schon hier auf der Erde, wie sehr selbst bei Angehörigen derselben Art durch Ideologie, Religion etc., aber auch durch Verteilungsfragen (Ressourcen etc.) gravierende Konflikte entstehen können. Wieviel mehr mag das bei unterschiedlichen Zivilisationen gelten?

4) Die Konflikte auf der Erde folgen eigentlich durch die Bank mehr oder weniger derselben Logik. Nur die unterschiedlichen Werte und Bewertungen führen dazu, dass den einen die Handlungsweise der anderen absurd oder verrückt vorkommt. Das heißt übrigens nicht, dass man nicht das Recht hätte, "verrückte" Handlungsweisen und ihre Träger zu bekämpfen (insoweit sie die eigene Zivilisation schädigen), es heißt nur, dass Handlungsweisen durchaus besser einschätzbar und vorhersehbar werden, wenn man die ihnen zugrunde liegende Motivation verstanden hat.

5) Ich denke, dass die unter 4) genannten Punkte in ähnlicher Weise auch für die unterschiedlichen Völker hypothetischer Zivilisationen in der Milchstraße zuträfen. Das oft genannte Argument, eine aggressive Spezies würde sich rechtzeitig selbst ausrotten, halte ich nicht für zwingend zutreffend. Es gibt einen ganzen Haufen von denkbaren Gründen, warum so etwas nicht geschehen könnte. Auch geht es nicht zwangsläufig um Aggressivität, wie weiter oben schon dargelegt.

6) Das Problem unterschiedlicher technischer Entwicklungsniveaus ist bei diesen Ausführungen noch gar nicht berührt.

7) Alles in allem bin ich (jedenfalls in diesem Punkt) eher bei Stephen Hawking, der den Kosmos ja auch für einen potenziell gefährlichen Dschungel hält bzw. hielt, statt für eine Blümchenwiese.

Re: Frieden und ihre Apostel in PR

Beitragvon Thoromir » 19. Juli 2018, 10:30

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Thoromir
Terraner
Beiträge: 1127
Registriert: 26. Juni 2012, 12:22
Als Jugendlicher habe ich mir den Kosmos ähnlich wie in Perry Rhodan / Star Trek vorgestellt: Es gibt Sternenreiche, die sich freundschaftlich oder feindlich gegenüber stehen. Heute glaube ich das nicht mehr. Ich denke, das es immer nur sehr sehr wenige interstellare Raumfahrt betreibende Spzies in einer Galaxis gibt, die sich vielleicht niemals begegnen, weil die Entfernungen zu groß sind. Außerdem glaube ich heute nicht mehr an "Klasse M Planeten", also erdähnliche Welten mit Meeren, Kontinenten, Planzen und Tieren die mit den unseren sogar noch kompatibel sind. Heute denke ich vielmehr die Welten auf denen Leben entsteht sind so dermassen unterschiedlich, das ein Besucher von einer anderen Welt nicht mal fürchten muss, durch einheimischen Bakterien krank zu werden, denn diese Bakterien sind viel zu anders (und selbst auf unserer Welt werden wir ja nicht durch jede Bakterie krank, weil einige nur auf bestimmte Tierarten wirken).

Ich will damit sagen: Die Frage nach dem realitätsgrad bezüglich des Pazifismus stellt sich für mich nicht, denn ich nehme bei Perry Rhodan ja auch jede Menge anderern unrealistischer Aspekte hin (eben die vielen erdähnlichen Welten, galaktsichen Reiche etc). Die Verhältnisse bei Perry Rhodan sind nur ein Abbild unserer irdischen Erfahrungen. Und aus dieser Sicht finde ich den Serienpazifismus nicht unrealistisch.

Vielleicht mal ne Runde "Stellaris" gefällig? :-)

Re: Frieden und ihre Apostel in PR

Beitragvon Soulprayer » 19. Juli 2018, 15:21

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Soulprayer
Ertruser
Beiträge: 779
Registriert: 8. Februar 2016, 16:02
Wohnort: Bergisches Land
Eben, viele vergleichen PR mit unserer Realität, was ich für falsch halte.
Denn der Weg anderer Intelligenzen zum Pazifismus ist halt immer auch mit anderen Moralvorstellungen, Motiven und Lehren verbunden, die wir an der Stelle gar nicht nachvollziehen können.
Da gibt es parallele Meinungen aber bestimmt nicht einen parallelen Entwicklungsweg.
Wenn Volk 1 durch einen Atomkrieg geht und so zum Frieden findet ist das etwas komplett anderes als Volk 2, das durch eine Ökokatastrophe zum Frieden findet. Oder Volk 3, was jahrhundertelang durch eine didaktorische Monarchie gelitten hat und das Volk á Beispiel Frankreich zum Frieden findet.
Da gibt es auch dutzend Szenarios, die man sich hier ausdenken kann. Es gibt so auch immer einen wunden Punkt.
VG
Soulprayer

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