Charakteristik der Autoren

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Re: Charakteristik der Autoren

Beitragvon Alexandra » 26. März 2013, 18:15

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Alexandra
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Re: Charakteristik der Autoren

Beitragvon Kapaun » 26. März 2013, 18:33

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Kapaun
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Thoromir hat geschrieben:
Kapaun hat geschrieben:VOLTZ
Ach ja! Ohne jeden Zweifel der mit Abstand beste Erzähler unter den Altautoren. Er verstand es, Kopfkino zu erzeugen. Als Expokrat leider ein Fehlgriff.

Also ich sinniere die ganze Zeit über diese Aussage, Voltz sei als Expokrat ein Fehlgriff gewesen.
Als subjektive persönliche Äußerung hätte man vielleich tgesagt "Als Expokrat hat er mir nicht gefallen", aber "Fehlgriff" meint ja, das es eine Fehlentscheidung war, und der Serie nicht gut getan habe. (So interpretiere ich die Aussage.
Nun ist aber gerade unter Voltz die Serie zu Höchstleistungen aufgelaufen war so erfolgreich wie vielleicht nie wieder danach.

Dieser Widerspruch irritiert mich jetzt etwas.
Hat Voltz Dir als Expokrat einfach nur nicht gefallen, weil Du seine Art des Zyklusaufbaus und der Handlung nicht mochtest, oder glaubst Du wirkich, das Voltz der Serie einen Schaden zugefügt hat, das man bereuen muss, ihn zum Expokraten gemacht zu machen?


Beides. Die Aphilie hat mich persönlich das erste Mal aus dem PR-Orbit geschossen (für viele Jahre), und ich bin der festen Überzeugung, dass das Zwiebelschalenmodell und die immer stärkere Hinwendung zum Hohen Schmonzes der Serie enorm geschadet haben. Möglicherweise nicht sofort (ich kenne ja keine Auflagenzahlen aus dieser Zeit), aber je länger die Serie läuft, umso mehr. Weil sich PR seit geraumer Zeit in Sphären bewegt, die einfach nicht mehr wirklich nachvollziehbar sind. Das ist dann weder spannend, noch schafft oder bewahrt es Identifikationsmöglichkeiten. Ich meine, nimm alleine jetzt mal Tifflor. Die Figur ist doch hinüber. Wer will mit dem noch was anfangen? Am besten lassen sie ihn irgendwie sterben oder einen 20 Millionen Jahre langen Fußmarsch durch die Galaxis antreten. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Serie heute besser dastünde, wären damals Weichen anders gestellt worden.

Re: Charakteristik der Autoren

Beitragvon Werner Fleischer » 26. März 2013, 18:55

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Werner Fleischer
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Sehe ich völlig anders. Voltz war derjenige der es wirklich hin bekam einen Zyklus über rund 400 Bände zu schaffen. Daran haben sich alle seine Nachfolger verhoben
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Re: Charakteristik der Autoren

Beitragvon cold25 » 26. März 2013, 19:12

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cold25
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:st: tolle und interessante Beiträge, die ich eigentlich eher beim Thread "tiefgründigster Zyklus" erwartet habe, aber man kommt ja meist auf Umwegen zum Ziel :D
Zu dumm das ich noch über 600 Bände davon entfernt bin hier mitzureden :(
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Re: Charakteristik der Autoren

Beitragvon Alexandra » 26. März 2013, 19:21

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Alexandra
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cold25 hat geschrieben::st: tolle und interessante Beiträge, die ich eigentlich eher beim Thread "tiefgründigster Zyklus" erwartet habe, aber man kommt ja meist auf Umwegen zum Ziel :D
Zu dumm das ich noch über 600 Bände davon entfernt bin hier mitzureden :(


Das sind doch alles technische Aspekte (nicht misszuverstehen, mich interessiert Technik immer), was ist daran tiefgründig? Es sind die tragenden Mechanismen, das ist alles!
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Re: Charakteristik der Autoren

Beitragvon cold25 » 26. März 2013, 19:41

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cold25
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Alexandra hat geschrieben:
cold25 hat geschrieben::st: tolle und interessante Beiträge, die ich eigentlich eher beim Thread "tiefgründigster Zyklus" erwartet habe, aber man kommt ja meist auf Umwegen zum Ziel :D
Zu dumm das ich noch über 600 Bände davon entfernt bin hier mitzureden :(


Das sind doch alles technische Aspekte (nicht misszuverstehen, mich interessiert Technik immer), was ist daran tiefgründig? Es sind die tragenden Mechanismen, das ist alles!


hier wurde (zum Glück nur) angedeutet, um was es in den Heften nach Band 1000 ging oder geht, je nachdem wie man will. Die ultimativen Fragen, die Geheimnisse des Universums usw...sag bloß das, dass nicht tiefgründig ist?
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Re: Charakteristik der Autoren

Beitragvon Alexandra » 26. März 2013, 22:12

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cold25 hat geschrieben:
Alexandra hat geschrieben:
cold25 hat geschrieben::st: tolle und interessante Beiträge, die ich eigentlich eher beim Thread "tiefgründigster Zyklus" erwartet habe, aber man kommt ja meist auf Umwegen zum Ziel :D
Zu dumm das ich noch über 600 Bände davon entfernt bin hier mitzureden :(


Das sind doch alles technische Aspekte (nicht misszuverstehen, mich interessiert Technik immer), was ist daran tiefgründig? Es sind die tragenden Mechanismen, das ist alles!


hier wurde (zum Glück nur) angedeutet, um was es in den Heften nach Band 1000 ging oder geht, je nachdem wie man will. Die ultimativen Fragen, die Geheimnisse des Universums usw...sag bloß das, dass nicht tiefgründig ist?


Na ja, die echten Antworten liegen in einem geheimen Safe, und keiner weiß, ob Scheer, Voltz oder Feldhoff den Schlüssel hatte... aber Stoff zum Nachdenken bekommst du schon.
Mehr sag' ich aber nicht!
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Re: Charakteristik der Autoren

Beitragvon Vincent Garron » 27. März 2013, 00:55

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Vincent Garron
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so.. wie versprochen: eine kleine Erzählung über Ernst Vlcek.

Wie auch bei vielen anderen Autoren ist mir bei Ernst im Laufe seiner Arbeit für/bei Perry Rhodan eins aufgefallen:
Bsi zu seiner Zeit als Exposé-Autor hat er bei Perry Rhodan geschrieben, etwa ab Band 1300 merkte man (also ich zumindest), dass er nun für Perry Rhodan schrieb. Ich weiß nicht ob sich zu dieser Zeit auch noch etwas anderes in seinem Leben geändert hat, ob er mehr Zeit für Perry Rhodan hatte aber man merkte beim Lesen seiner Hefte ab etwa diesem Zeitpunkt ein wesentlich stärkeres Engagement als vorher.
Über seinen Schreibstil sagen viele, dass er in seinen Romanen eine düstere Stimmung anklingen liesse, da er ja auch Horror-Romane schrieb. Ich kann das irgendwie nicht so recht bestätigen.
Das einzige was ich bei Ernst mit Horror verbinde ist etwas ganz anderes...
Hat jemand Anfang der 90'er die Serie "Twin Peaks" gesehen ? Da gab es ein bösartiges Wesen, eine Art "Geist", das, wenn Menschen von ihm besessen sind, diese zu grausamen Taten bewegt.
Dem Schauspieler der diese Figur (Bob) spielte, wurde Ernst Vlcek im Laufe seines Lebens immer ähnlicher :lol:
Bob: Bild
Ernst: Bild

Seinen Schreibstil empfand ich immer als sehr "plastisch". Seine Akteure kamen rüber wie Menschen wie Du und ich. Das machte sie einem beim Lesen zwar irgendwie vertraut oder bekannt, anderseits passten sie aber manchmal nicht so recht in die Handlung einer Zukunft die im 5. Jahrtausend spielte. Mir fiel es auch daran auf, dass er beispielsweise mit Alaska Saedelaere nicht so recht klar kam.
Anders war es, wenn er wirklich fremdartige Lebewesen schilderte, oder die "großen kosmischen Geschichten" erzählte. Das war Ernsts Welt ! Als Beispiele sei da sein Doppelband über die Entstehung der Arcoana genannt oder die diversen Jubibände oder Schlüsselromane im Große Leere-Zyklus. Das war auch die Zeit in der mir seine Hefte am besten gefallen haben.
Mir persönlich unvergessen: Der Weltcon 1986 in Saarbrücken und sein gemeinsamer Vortrag mit Kurt Mahr "Kurs 1500" und wie er mit seinem Wiener Schmäh immer von der "Subbaiehntälligäänz EEEEEEEEEES" sprach :lol:

Ich glaube mit meiner Meinung über ihn als Exposé-Autor stehe ich relativ alleine da, aber ich fand es war eine gute Zeit, weil es von allem etwas gab, es war für jeden Geschmack etwas dabei. Da waren die Ewigen Krieger aus der MB ESTARTU und der gigantische Transport einer ganzen Galaxis aus dem Universum Tarkan in unser Universum, der Cantaro-Zyklus der quasi "vor der Haustür" und mit jeder Menge "Äktschn" spielte, die kosmologische Erweiterung des Perryversums um die Minusseite des Universums, die man damals aufgegriffen hatte, als in der realen Astrophysik von den "Hubble Bubbles" die Rede war, und schließlich der THOREGON-Großzyklus, der einige tolle Hefte hervorbrachte, als Zyklus aber irgendwie meine Erwartungen nicht so ganz erfüllen konnte. Während dieses Zyklus, auf dem Weltcon 1999 in Mainz verkündete Ernst Vlcek seinen Rücktritt als Exposé-Autor, 2004 schließlich zog er sich als Autor ganz zurück.

Ihm zu Ehren wurden einige Völker die ein entfernt wolfsähnliches Äußeres haben (Wlatschiden, Wlatschis) nach ihm benannt, da der Name Vlcek wohl aus dem tschechischen stammt und "Wolf" bedeutet.

2008 verstarb er, wie so viele Perry Rhodan-Autoren viel zu früh....

Bild
Es gibt zwei Dinge die unendlich sind: Das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir aber nicht ganz sicher.
(Albert Einstein)

Re: Charakteristik der Autoren

Beitragvon overhead » 27. März 2013, 01:09

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overhead
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Ja, wie alle anderen Autoren, viel zu früh...... :o(

Gruß overhead

Re: Charakteristik der Autoren

Beitragvon Tennessee » 27. März 2013, 08:44

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Tennessee
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Werner Fleischer hat geschrieben:Sehe ich völlig anders. Voltz war derjenige der es wirklich hin bekam einen Zyklus über rund 400 Bände zu schaffen. Daran haben sich alle seine Nachfolger verhoben


Salut Werner Fleischer,

ich glaube nicht, dass sich Voltz bewusst an seinen Schreibtisch gesetzt hatte und sich überlegt hatte, einen 400 Bände Zyklus zu konzipieren. Da hebst du Voltz nun wirklich auf einen unpassenden Sockel.
Die Einteilung und damit auch die Suggestion, es gäbe bei PR große Großzyklen, ist ein Phänomen, das von der aktuellen Redaktionsgeneration geschaffen wurde.

lg
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„Ein Wort“, sagte Humpty Dumpty, „bedeutet genau das, was ich es bedeuten lasse, nichts anderes.“
„Die Frage ist“, sagte Alice, „ob du Worten so viele Bedeutungen geben kannst“.
„Die Frage ist“, sagte Humpty Dumpty, „wer die Macht hat – das ist alles.“

Re: Charakteristik der Autoren

Beitragvon Tennessee » 27. März 2013, 08:55

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Tennessee
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Kapaun hat geschrieben:[...] Ich meine, nimm alleine jetzt mal Tifflor. Die Figur ist doch hinüber. Wer will mit dem noch was anfangen? Am besten lassen sie ihn irgendwie sterben oder einen 20 Millionen Jahre langen Fußmarsch durch die Galaxis antreten. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Serie heute besser dastünde, wären damals Weichen anders gestellt worden.


Salut Kapaun,

völlige Zustimmung. Als ich das - über die Spoiler, da ich die EA ja nicht mehr lese - gelesen hatte, dachte ich: "Oh mein Gott, wie kann man so dämlich mit einer Figur umgehen?"
Ich meine, 20.000.000 Jahre Einsamkeit ist für den Leser in keinster Weise nachvollziehbar und nachvollziehbar zu machen, vor allem, wenn man es in zwei kleinen Heftchen abarbeitet.
Das hat aber m.E. nur wenig mit einer früheren Weichenstellung zur Kosmologie zu tun, sondern damit, dass aktuell viel stärker mit bunten Knalleffekten gearbeitet wird, die kurzfristig ein wohliges Staunen hervorrufen, sich aber anschließend als sperrig und nicht tragend erweisen.

lg
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Re: Charakteristik der Autoren

Beitragvon Schnurzel » 27. März 2013, 09:41

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Schnurzel
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Ich finde, Tiff war vor der Jahrmillionenwanderung ziemlich blass und finde, dass er jetzt Potenzial hat. Wie die Expokraten/Autoren damit umgehen, steht auf einem anderen Blatt.
Ich zähle die beiden "Heftchen", in denen Tiff seine Wanderung unternimmt, zu den besten im Stardust-Zyklus. Mehr als zwei Hefte hat es IMHO auch nicht gebraucht. Natürlich sind 20 Mio Jahre Einsamkeit weder nachvollziehbar und auch nicht nachvollziehbar zu machen und das sollte auch nicht der Anspruch der Autoren sein, dies in Zukunft zu versuchen. Daran würden sie scheitern. Aber ich denke schon, dass man einiges aus der Figur herausholen kann. Kann natürlich auch schiefgehen, aber gerade dem Wim traue ich zu, dass es das nicht tut.

Re: Charakteristik der Autoren

Beitragvon Rainer Nagel » 27. März 2013, 12:23

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Rainer Nagel
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Werner Fleischer hat geschrieben:Sehe ich völlig anders. Voltz war derjenige der es wirklich hin bekam einen Zyklus über rund 400 Bände zu schaffen. Daran haben sich alle seine Nachfolger verhoben


M.E. wolle Willi keine "Großzyklen" schaffen, sondern eine zusammenhängende Fortsetzungsgeschichte erzählen. Das ist ihm zwischen 700 und 999 auch wirklich gut geliungen - da gehen die "Zyklen" nahtlos ineinander über. Der Konzilszykllus davor war der notwendige Neustart, mit dem die Handlungsbühne entsprechend verändert werden konnte. Davor hat die Serie ziemlich herumgeeiert: der überhastete frühe Abschluss des Schwarms, die nicht minder überhasteten Altmutanten, das ein bisschen zusammenhanglos daherkommende Kosmische Schachspiel - das zeigt noch nicht wirklich seine Handschrift.

Rainer
Zuletzt geändert von Rainer Nagel am 27. März 2013, 12:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Charakteristik der Autoren

Beitragvon LaLe » 27. März 2013, 12:29

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So sehe ich das auch :st: .
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Re: Charakteristik der Autoren

Beitragvon Kapaun » 27. März 2013, 13:08

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Kapaun
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Tennessee hat geschrieben:Salut Kapaun,

völlige Zustimmung. Als ich das - über die Spoiler, da ich die EA ja nicht mehr lese - gelesen hatte, dachte ich: "Oh mein Gott, wie kann man so dämlich mit einer Figur umgehen?"
Ich meine, 20.000.000 Jahre Einsamkeit ist für den Leser in keinster Weise nachvollziehbar und nachvollziehbar zu machen, vor allem, wenn man es in zwei kleinen Heftchen abarbeitet.
Das hat aber m.E. nur wenig mit einer früheren Weichenstellung zur Kosmologie zu tun, sondern damit, dass aktuell viel stärker mit bunten Knalleffekten gearbeitet wird, die kurzfristig ein wohliges Staunen hervorrufen, sich aber anschließend als sperrig und nicht tragend erweisen.

lg
Ten.


Ich denke, das ist eine völlig logische und geradezu zwangsläufige Konsequenz aus dem Kosmologie-Schmonzes. Wer damit mal anfängt, muss halt immer noch beklopptere Sachen bringen, und ehe man dreimal "Hühnerk*cke" sagen kann, ist man an dem Punkt, wo Tifflor ein paar Millionen Jahre zu Fuß gehen muss. Oder wo es keinen Zyklus ohne mindestens drei Superintelligenzen und vier rätselhafte Entitäten mehr gibt. Und wo die Leser sich im Ernst zu fragen beginnen, was sie mit dem Mist eigentlich sollen.

Re: Charakteristik der Autoren

Beitragvon Werner Fleischer » 27. März 2013, 13:44

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Werner Fleischer
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Wenn ich mir die Zyklen ansehe die Voltz für die Atlan Serie konzipierte so können dort meines Erachtens nach Paralellen zu den Zyklen 570 - 649 gezogen werden. Die Problematik ist das wir überall auf Spekulationen angewiesen sind da es kein vernünftiges Perry Rhodan Archiv gibt.
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Re: Charakteristik der Autoren

Beitragvon Kapaun » 27. März 2013, 13:48

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Kapaun
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Schnurzel hat geschrieben:Ich finde, Tiff war vor der Jahrmillionenwanderung ziemlich blass und finde, dass er jetzt Potenzial hat. Wie die Expokraten/Autoren damit umgehen, steht auf einem anderen Blatt.
Ich zähle die beiden "Heftchen", in denen Tiff seine Wanderung unternimmt, zu den besten im Stardust-Zyklus. Mehr als zwei Hefte hat es IMHO auch nicht gebraucht. Natürlich sind 20 Mio Jahre Einsamkeit weder nachvollziehbar und auch nicht nachvollziehbar zu machen und das sollte auch nicht der Anspruch der Autoren sein, dies in Zukunft zu versuchen. Daran würden sie scheitern. Aber ich denke schon, dass man einiges aus der Figur herausholen kann. Kann natürlich auch schiefgehen, aber gerade dem Wim traue ich zu, dass es das nicht tut.


Also, wenn Tifflor im neuen Zyklus als Handlungsträger dabei ist, hat sich für mich die Frage eines eventuellen Wiedereinstiegs schon gleich wieder erledigt.

Re: Charakteristik der Autoren

Beitragvon Alexandra » 27. März 2013, 14:06

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Alexandra
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Tennessee hat geschrieben: ich glaube nicht, dass sich Voltz bewusst an seinen Schreibtisch gesetzt hatte und sich überlegt hatte, einen 400 Bände Zyklus zu konzipieren. Da hebst du Voltz nun wirklich auf einen unpassenden Sockel.
Die Einteilung und damit auch die Suggestion, es gäbe bei PR große Großzyklen, ist ein Phänomen, das von der aktuellen Redaktionsgeneration geschaffen wurde.


Vielleicht hatte sich damals um Voltz eine Teamstruktur gebildet, die mitzog?
Denn der "Chef" kann noch so gut oder schlecht sein, was die Arbeitsgruppe draus macht, ist doch der Löwenantel am Endprodukt.

Höllengeier hat geschrieben:M.E. wolle Willi keine "Großzyklen" schaffen, sondern eine zusammenhängende Fortsetzungsgeschichte erzählen.


Die Diskussion um die Viererblöcke an sich trifft nicht den Kern: Gut konzipierte und geschriebene Einzelabschnitte, die Vergabe der Themen an die Talente der Autoren angepasst oder die Vergabe davon geleitet, in flexibler, aber konziser chronologischer und kausaler Verknüpfung! Das wär's!



@Vincent Garron
Beeindruckend, die Zusammenstellung der Fotos. Außerdem habe ich verstanden, dass mein Anno-dazumal-Lieblingsautor genau jene Abschnitte der Serie geplant hat, die ich noch gar nicht gelesen habe.
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Re: Charakteristik der Autoren

Beitragvon Schnurzel » 27. März 2013, 14:58

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Kapaun hat geschrieben:
Schnurzel hat geschrieben:Ich finde, Tiff war vor der Jahrmillionenwanderung ziemlich blass und finde, dass er jetzt Potenzial hat. Wie die Expokraten/Autoren damit umgehen, steht auf einem anderen Blatt.
Ich zähle die beiden "Heftchen", in denen Tiff seine Wanderung unternimmt, zu den besten im Stardust-Zyklus. Mehr als zwei Hefte hat es IMHO auch nicht gebraucht. Natürlich sind 20 Mio Jahre Einsamkeit weder nachvollziehbar und auch nicht nachvollziehbar zu machen und das sollte auch nicht der Anspruch der Autoren sein, dies in Zukunft zu versuchen. Daran würden sie scheitern. Aber ich denke schon, dass man einiges aus der Figur herausholen kann. Kann natürlich auch schiefgehen, aber gerade dem Wim traue ich zu, dass es das nicht tut.


Also, wenn Tifflor im neuen Zyklus als Handlungsträger dabei ist, hat sich für mich die Frage eines eventuellen Wiedereinstiegs schon gleich wieder erledigt.

Abwarten und Tee trinken. Und wenn es so ist, dann ist es eben so. Aber ich bin überzeugt davon, dass Tiff wieder auftauchen wird, ob im nächsten oder im übernächsten Zyklus. Gemäß den Anmerkungen in Band 2600 muss das so sein. Es sei denn, die Expokraten haben eine 180°-Kehrtwende vollzogen. Aber reich doch vorsichtshalber bei Christian und Wim mal eine Petition gegen Tiff ein. Ich reiche dann eine pro Tiff ein :devil:

PS: diese Diskussion gehört eigentlich in einen anderen Thread

Re: Charakteristik der Autoren

Beitragvon Slartibartfast » 27. März 2013, 17:25

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Kurzer Einwurf von mir: Einer der besten Fäden im Forum, danke dafür! :)

Re: Charakteristik der Autoren

Beitragvon Thoromir » 27. März 2013, 19:34

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Thoromir
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Werner Fleischer hat geschrieben:
Ob Voltz wirklich vor hatte mit 1500 die Serie zu beenden können wir ebenfalls nicht an einer Quelle festmachen. Meine Kenntnis zu diesem Gegenstand stammt von einer Aussage von Peter Terrid die er in Sinzig machte.
Unabhängig von der Quelle wäre es sicherlich ratsam gewesen Perry Rhodan als Gesamtkunstwerk irgendwann abzuschließen.

Das würde ich auch sagen.
Ich will damit nicht daruaf hinaus, ob es aktuell gut oder schlecht steht. Mir geht es eigentlich darum, das ich edliche Geschichten, die man auch ein 2. oder 3. mal im laufe seines Lebens lesen kann bevorzuge.
Endlich meint in dem Fall: Ein gut vorbereitetes Ende und kein Abbruch wegen sinkender Verkaufszahlen oder sinken Einschaltquoten.

Irgendein Autor meinte gleube ich auf dem Weltcon, ihm gefiele die Vorstellung, das es Perry Rhodan auch noch nach seinem Tod geben würde.
Also ich weiss nicht, das ginge doch nur, wenn Technik und Kultur bei Perry Rhodan zum Stillstand kommen würden.

Re: Charakteristik der Autoren

Beitragvon cold25 » 28. März 2013, 00:25

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cold25
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Vincent Garron hat geschrieben:so.. wie versprochen: eine kleine Erzählung über Ernst Vlcek.

Dem Schauspieler der diese Figur (Bob) spielte, wurde Ernst Vlcek im Laufe seines Lebens immer ähnlicher :lol:




:gruebel: :lol: ich wusste doch, dass ich dieses Gesicht schon eher mal gesehen hatte. Gleich ein Grund Twin Peaks mal wieder herauszukrahmen und endlich mal komplett bis zum Schluss anzuschauen.

:st: Wieder ein toller Beitrag von Dir.
Kannst du eigentlich meine Meinung teilen, dass seine Romane manchmal von ganz unterschiedlicher Qualität waren, soll heißen, dass ein Roman sehr gut war, der andere eher schlechter?
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Re: Charakteristik der Autoren

Beitragvon Vincent Garron » 28. März 2013, 00:31

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Vincent Garron
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cold25 hat geschrieben:Kannst du eigentlich meine Meinung teilen, dass seine Romane manchmal von ganz unterschiedlicher Qualität waren, soll heißen, dass ein Roman sehr gut war, der andere eher schlechter?

Bevor er Expokrat war: ja.
Ab Band 1300: nein.

Wie gesagt: So um den Dreh ~1300 rum ist irgendwas mit ihm passiert. Sei es die neuen Möglichkeiten als Expokrat, sei es die Erkenntnis nun nicht mehr nur im Boot zu sitzen sondern am Steuer zu stehen... keine Ahnung. Aber ich hab das so empfunden.

An der Stelle müsste jetzt Alexandra einspringen und sich einen "alten" Vlcek rauskramen und den einem "neueren" Vlcek gegenüberstellen (also Romane mein ich natürlich). Sie würde da sicher erstaunliches zu Tage fördern (was ich niemals leisten kann ^^)
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Re: Charakteristik der Autoren

Beitragvon Werner Fleischer » 28. März 2013, 00:35

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Werner Fleischer
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Thoromir hat geschrieben:
Werner Fleischer hat geschrieben:
Ob Voltz wirklich vor hatte mit 1500 die Serie zu beenden können wir ebenfalls nicht an einer Quelle festmachen. Meine Kenntnis zu diesem Gegenstand stammt von einer Aussage von Peter Terrid die er in Sinzig machte.
Unabhängig von der Quelle wäre es sicherlich ratsam gewesen Perry Rhodan als Gesamtkunstwerk irgendwann abzuschließen.

Das würde ich auch sagen.
Ich will damit nicht daruaf hinaus, ob es aktuell gut oder schlecht steht. Mir geht es eigentlich darum, das ich edliche Geschichten, die man auch ein 2. oder 3. mal im laufe seines Lebens lesen kann bevorzuge.
Endlich meint in dem Fall: Ein gut vorbereitetes Ende und kein Abbruch wegen sinkender Verkaufszahlen oder sinken Einschaltquoten.

Irgendein Autor meinte gleube ich auf dem Weltcon, ihm gefiele die Vorstellung, das es Perry Rhodan auch noch nach seinem Tod geben würde.
Also ich weiss nicht, das ginge doch nur, wenn Technik und Kultur bei Perry Rhodan zum Stillstand kommen würden.


Die Gefahr bei sehr langlebigen Serien besteht das sie sich irgendwann totlaufen.
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Re: Charakteristik der Autoren

Beitragvon cold25 » 28. März 2013, 00:36

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cold25
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Vincent Garron hat geschrieben:
cold25 hat geschrieben:Kannst du eigentlich meine Meinung teilen, dass seine Romane manchmal von ganz unterschiedlicher Qualität waren, soll heißen, dass ein Roman sehr gut war, der andere eher schlechter?

Bevor er Expokrat war: ja.
Ab Band 1300: nein.

Wie gesagt: So um den Dreh ~1300 rum ist irgendwas mit ihm passiert. Sei es die neuen Möglichkeiten als Expokrat, sei es die Erkenntnis nun nicht mehr nur im Boot zu sitzen sondern am Steuer zu stehen... keine Ahnung. Aber ich hab das so empfunden.

An der Stelle müsste jetzt Alexandra einspringen und sich einen "alten" Vlcek rauskramen und den einem "neueren" Vlcek gegenüberstellen (also Romane mein ich natürlich). Sie würde da sicher erstaunliches zu Tage fördern (was ich niemals leisten kann ^^)


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