Was können Zeitreisen ändern?

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Richard
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Re: Was können Zeitreisen ändern?

Beitrag von Richard » 20. August 2016, 18:50

NEX hat geschrieben:Ein Gegenbeispiel ist Band 380 "Das Zeitkommando". Dort wird ein Paradoxon erzeugt, und es ist nicht möglich, jemanden aus der Vergangenheit mitzunehmen.
Ich glaube, das wurde irgendwann mal so erklaert, dass die lemurische Zeitmaschine irgendeine (6 D?) Komponenten nicht hatte, die der Nullzeitdeformator hingegen durchaus besass und dass damit dann eben solche Dinge wie der Transport von Personen in die aus deren Sicht Zukunft moeglich wurde.

Aber auch bei Band 380 gab es eine Veraenderung des Zeitablaufs, da war was mit den ueberlebenden Maahks, deren Schiff Perry & Co zerstoert haben und somit auch die Ueberlebensbasis dieser Maahks - die beim bisherigen Zeitablauf durchaus ueberlebt haben ....

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NEX
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Re: Was können Zeitreisen ändern?

Beitrag von NEX » 20. August 2016, 20:08

Das Verschwinden der Maahks meinte ich mit "Zeitparadoxon", ebenso das Nichtsterben der Raumsoldaten. Aber die Lemurer sterben aus. Das könnte bedeuten, dass hier (Zeit-)Beharrungskräfte dafür sorgen, dass bestimmte Verhältnisse trotzdem eintreten. (EGWEGM - Es geschieht, weil es geschehen muss).

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Re: Was können Zeitreisen ändern?

Beitrag von Richard » 20. August 2016, 20:40

Letzteres wurde allerdings erst einige Jahrzehnte spaeter als praegender Satz ueber Zeitreisen eingebracht.

Vermutlich nahm man es in der Fruehzeit der PR Serie noch nicht ganz so genau mit den Auswirkungen von Zeitreisen und moeglichen Aenderungen.

Allein schon die Entführung vieler Lemurer aus der Zeit des Krieges gegen die Haluter in die Handlungsgegenwart der MDI muesste ja schon heftige Auswirkungen gehabt haben.
Rein gefuehlsmaessig muessen das ja jeweils komplette Raumschiffbesatzungen gewesen sein.....
Oder wurden die "Originallemurer" dann wieder via Zeitreise zurueck in den Kampf gegen die Haluter geschickt? - Ich glaube eher nicht....

Soweit ich mich erinnere wurde als Grund fuer diese relativ aufwendige Art der "Vorlagenbeschaffung" fuer die Duplos genannt, dass die Originallemurer scheinbar etwas besser/leichter beeinflussbarer seien als Tefroder aus der MDI Zeit.

Was genau diesen Unterschied ausmachte ... weiss ich nicht mehr, vielleicht wurde das auch nie genauer erklaert.

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Re: Was können Zeitreisen ändern?

Beitrag von NEX » 20. August 2016, 23:07

Laut PerryPedia sind die Duplo-Vorlagen Alt-Lemurer, die nach Andromeda geflohen waren. Sie wurden abgefangen, "schabloniert" und dann weitergeleitet, also verschwanden nicht. ==> Keine Beeinflussung der Zeitlinien.

Sie waren leichter beeinflussbar und entscheidungsfreudiger. (Band 267?)

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Re: Was können Zeitreisen ändern?

Beitrag von Richard » 20. August 2016, 23:47

Also ich habe mal in dem ePub Sammelband gesucht und in Band 267 folgendes gefunden:
Inzwischen war festgestellt worden, dass lemurische Soldaten, die in ihrer biologischen Entwicklung um fünfzigtausend Jahre hinter den Tefrodern zurückstanden, ausdauernder, leichter lenkbar und mit mehr Initiative versehen waren. Anstatt sich weiterhin mit tefrodischen Schablonen zu begnügen, verlegten die Meister der Insel ihr Tätigkeitsfeld – oder vielmehr das ihrer Agenten – in die lemurische Milchstraße, wobei sie gleichzeitig fünfzigtausend Jahre in die Vergangenheit schritten. Aus den Multiduplikatoren kamen nun in ständig wachsender Zahl die Kopien von Lemurern. Die Aufgabe der Zeitagenten war fast ausschließlich, für die Abstellung einer angemessenen Zahl von Schablonenmustern zu sorgen.
Ueber das Schicksal der entfuehrten Lemurer steht da allerdings nichts.
Aber selbst wenn sie später an die vorgesehenen Zielorte gebracht wurden haben sie Lebenszeit verloren.
Im Perrypediaartikel steht leider keine andere Quelle als Band 267 drinnen....

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Re: Was können Zeitreisen ändern?

Beitrag von Soulprayer » 21. August 2016, 06:42

Frage ist ja auch, wenn man im Nachhinein die handlungsleitenden Ereignisse verändert, müssen dann alle teilnehmenden Personen die Erinnerung daran haben?
Vielleicht ist es ja mehr so, dass man erst mit dem Kontakt des “verstofflichten“ 6D Feldes die entsprechende Erinnerung “übertragen“ bekommt, dass man in seiner Entscheidung beeinflusst worden ist?

Das würde dann um so mehr gelten, je näher die Beziehung des veränderten Ereignis mit der konkludenten Fortführung der Zeit notwendig ist, damit eine “doppelte Erinnerung“ nicht vorkommen kann.
Daher postuliere ich mal:
Je größer also die Fraktur des 6D-Feldes der immanenten Änderung ist, desto geringer ist der Widerstand des Einflusses der Veränderung.
Der “Butterfly-Effekt“ ist demnach die direkte Konvergenz der “Zeitlinie“ und bildet demnach eine Resistenz nicht nur des veränderten Raums, sondern auch des darunter liegenden fünfdimensionalen Feldes, was somit die “Trägerwelle“ darstellt.
(Somit könnte auch eine solche Front nicht nur durch PR Technik angemessen werden, sondern auch durch Stärke und Fraktur zurück verfolgbar sein, welches Ereignis wo bewusst beeinflusst worden ist - ob die Intention erkannt werden kann und durch bspw Ersetzen einer kompetenten Person gegen gesteuert werden kann ist eine andere Frage.)

Es ist so wie ein Tropfen in einem ruhigen See:
Die Welle wird immer seichter bis er abflaut. Das ist der fremde Einfluss. Bewegt sich der Tropfen im Wasser, passiert das wie ein Motorboot, und der Wellenkamm würde den gesamten See bedecken, bis alles einmal “umgekrempelt“ worden ist.

Das Zukunfts-Ich würde in den gleichen See zurück kehren, aber da er den Tropfen nicht mitbekommen hat, hätte er als einziger die “Original-Erinnerung“.
Ob aber die Vergangenheit sich wünschenswert verändert hat, ist eine andere Frage.
VG
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Re: Was können Zeitreisen ändern?

Beitrag von Plot Overdrive » 25. August 2016, 17:29

Perry - eine kurze Geschichte der Zeit

*

Der Wutanfall kam plötzlich und unerwartet.
Perry Rhodan schlug mit geballter Faust auf den Tisch.
"ES REICHT" schrie er, und zwar so laut, dass es in der ganzen Multiversalen Residenz unüberhörbar war. "Alle 100 Jahre der selbe M***", permanent kommen irgendwelche Penner und wollen das Solsystem vernichten! Aber jetzt reicht es endgültig!"
Atlan sah Perry entsetzt an.
"Perry, das kannst Du nicht machen! Überleg doch..."
"Ich überlege schon zu lange!" Schrie Perry zurück. "Überlegen. Immer nur überlegen. Denken. Abwägen. Irgendwelche Superintelligenzen oder Kosmokraten nicht verärgern. Ich hab' die Schnauze voll!"
Bully, der die ganze Zeit still auf dem Sofa gesessen und kalorienfreie Marshellows in sich hinein gestopft hatte, seufzte.
"Perry, bitte. Das passt nicht zu Dir!"
Perry Rhodan, neuer Oberadministrator des Multiversalen Imperiums, Retter von hunderten Galaxien in einer der letzten multiversalen Krisen, sprang aus seinem Chefsessel. "Ich kann und ich werde. Das letzte Mal wären fast 500 Universen draufgegangen, weil irgendein dementer Kosmokrat die falsche Fernbedienung für die Sollbruchstellen im Moralischen Code verwendet hat. Immer müssen WIR diesen Pennern helfen, wenn sie Scheisse bauen. Als Dank bekommen wir zwar ordentlich - sagen wir mal - Technologie-Transfer, aber das bringt es spätestens bei der nächsten Katastrophe auch nicht mehr. Muss ich euch das erklären? Habt ihr das nicht selbst alles miterlebt?"
Perry wollte zu einem versteckten Wandschrank gehen, aber Atlan stellte sich in den Weg.
"Perry, ich muss das verhindern. Zum Besten der Universen, die wir vertreten, und auch zu Deinem Besten!"
Perry lächelte gequält.
"Wer nicht für mich ist, ist gegen mich. Machs gut, alter Freund!"
Noch ehe er den Satz vollendet hatte, zerfetzte eine gleißende Energieentladung Atlans Kopf.
Bully fiel die Tüte mit den Marshmellows aus der Hand.
"Perry... Nein..."
"Zu spät. Es muss sein!"
Bullys Kopf zerplatzte in einer ohrenbetäubenden Explosion.
"Verdammt, wie erkläre ich das dem Reinigungsdienst..." murmelte Perry, aber dann spürte er eine Präsenz in seinem Büro.
"Perry Rhodan! Dafür habe ich Dich nicht zum Erben des Universums gemacht!" rief ein alter Mann, der plötzlich in einer Ecke von Rhodans Büro materialisierte.
Perry hechtete über die Platte seines Schreibtischs und riss mit einer fließenden Handbewegung ein unscheinbares kleines Kästchen aus einem Geheimfach. Eine zehntel Sekunde später hatte er auf den kleinen roten Knopf auf der Oberseite des Kästchens gedrückt.
ES, das Geistwesen vom Planeten Wanderer, verging in einer ultrahellen Energieentladung.
"Wer von und ist jetzt unsterblich? Hä? Na? Kein Mensch mag klugscheißerische Superintelligenzen!"

Perry ließ sich in seinen Chefsessel fallen. Er rekapitulierte die Vorgänge der letzten zehn Sekunden. Atlan, Bully... Sicher, gute Freunde. Was hatte man nicht alles zusammen erlebt. Wie oft hatte man in letzter Sekunde das Universum gerettet. Aber wozu? Um es immer wieder zu retten?
Und diese Superintelligenz mit dem krankhaften Humor, wozu war sie in den letzten 500 Jahren gut gewesen? Eigentlich war es - pardon - ES schon immer unerträglich. Gut, der Zellaktivator, das war nicht übel. Aber dann diese ganzen kosmischen Zusammenhänge, dieses ewige Bla-Bla mit Es, seinen Superintelligenz-Kollegen und immer neuen und immer höheren kosmischen Mächten... Irgendwann reicht es einfach. Und heute war es so weit. Perry atmete tief durch. Nein, er hatte sich nichts vorzuwerfen.

"Was ist denn hier passiert!" rief eine schrille Stimme wie aus dem Nichts.
Gucky. Verdammt... Perry konzentrierte sich auf Guckys Kopf.
"Nein, Perry, es ist in Ordnung! Ich bin auf Deiner Seite!"
"Das war in letzter Sekunde, Kleiner. Fast hätte ich die Nanogenten in Deinem Kopf in den Selbstzerstörungsmodus versetzt!"
Gucky watschelte zu den Überresten von Bullys Körper und angelte sich einen kalorienfreien Marshmellow aus der wie durch ein Wunder ganz gebliebenen Tüte.
"Perry, warum hast Du nie mit mir darüber gesprochen? Du weißt doch, ich habe für Dich immer ein offenes Ohr!"
Perry beugte sich nach vorne, bis seine Stirn die wohltuende Kälte der Formenergie der Schreibtischplatte spürte.
"Gucky, ich glaube, die Angst vor der Verbitterung ist schlimmer als die Verbitterung selbst. Und diese Angst hat mich heute etwas tun lassen, dass mich den Rest meines Lebens verfolgen wird. Wenn Du Verständnis dafür hast, dann danke ich Dir."
Gucky hatte unbeabsichtigt einige Gedankenfetzten von Perry aufgenommen. Keine schönen Gedanken. Verluste, Hass, Trauer... und Verbitterung.
"Perry, gib es zu: Es ist wegen Tolotos. Das hast Du nie verwunden. Du hast dir letzte Woche immer wieder seine letzten Worte angehört. Das hätte er nicht gewollt."
"Tolotos hat sich für uns alle geopfert, aber was ist dieses Opfer wert, wenn es demnächst wieder neue Opfer geben muss, und immer wieder neue. Und immer wieder vergebliche Opfer, alles für dieses großartige Geschwätz der hohen Mächte! Ich kann das nicht mehr. Es wird Zeit für ein Ende!"
Gucky teleportierte auf Rhodans Schreibtisch und sah auf diesen hilflos wirkenden Menschen hinab, der gerade vor hatte, das Multiversum endgültig umzukrempeln.
"Tolotos war der letzte seiner Art. Ich kenne das Gefühl. Als letzter seiner Art ist es verdammt schwierig, die eigenen Artgenossen zu töten. Wieviele Gigatonnen an Frustration sind da wohl heute im Gehirn von unserem geliebten Oberadministrator explodiert, und was ist jetzt noch übrig?"
Ja, Perry hatte Tränen in den Augen. Ein 8000 Jahre alter Unsterblicher, der schon so viel erlebt hatte... Und immer noch fähig war, irrationale Handlungen zu begehen und dann in noch irrationalere Trauer und Selbstmitleid zu verfallen.
"Ich verstehe mich selbst nicht. Aber es musste sein. Gucky, Du hast meine Gedanken gelesen. Du weißt, was ich vor habe. Bist Du dabei?"
"Immer noch ein Sofort-Umschalter, unser Perry. Na klar bin ich dabei."

*

Rhodan packte die wenigen Dinge, die er wirklich brauchen würde, in eine unscheinbare Sporttasche. Darunter war auch dieses unscheinbare kleine Kästchen mit dem roten Knopf. Man konnte über demente Kosmokraten denken, was man wollte - aber so billig wie heute würde man nie wieder an einen SI-Desintegrator kommen. Immerhin lebten ES und Konsorten noch in der Zeit, in die er aufbrechen wollte.

Gucky materialisierte gerade in dem Moment in Perrys Kleiderschrank, als der die Tür schließen wollte. Er musterte neugierig Perrys Kleidung.
"Oh, wir reisen in das 20. Jahrhundert" bemerkte er spöttisch.
"Ja," erwiderte Perry, "In das echte 20. Jahrhundert. Das einzig wahre 20. Jahrhundert. Keine NGZ, keine NNGZ, keine MVZ. Das echte und unverfälschte 20. Jahrhundert auf der guten, alten Erde."
Gucky grinste. "Ich ahne Schlimmes. Aber, Perry, Du weißt ja - ich bin immer für sowas zu haben."
Perry nickte. Ja, der kleine Gucky, er schien wirklich noch zu wissen, worum es wirklich ging. Vielleicht hatte er ja auch die Schnauze voll und wollte einfach nur wieder er selbst sein. Einfach tun, was gut und richtig war - darum ging es hier!
"Gut, Kleiner. Dann folge mir über die Not-Evakuierungsleiter."
"Was? Durch diesen engen Schacht? Nie im Leben!"
Perry stellte seine Sporttasche ab, setzte sich auf sein Bett und sah Gucky in die Augen.
"Kleiner, wir schreiben hier Geschichte. Nicht Weltgeschichte, sondern multiversale, multitemporale Geschichte. Da teleportiert man nicht. Da genießt man jede Sprosse auf der Leiter und jedes Staubkörnchen im Schacht. Es ist das letzte Mal, dass wir diese Leiter heruntersteigen werden, weil es danach keine Leiter mehr geben wird. Und es wird nicht nur keine Leiter mehr geben, sondern auch kein Multiversum mehr, in dem diese Leiter existiert. Es wird die Erde des 20. Jahrhunderts geben - und sonst nichts mehr. Also, komm schon, und würdige diesen Augenblick!"
Gucky machte den Eindruck, als ob er etwas sagen wollte, aber er ließ es dann doch.
Perry öffnete die Klappe im Fußboden seines Schlafzimmers, packte seine Sporttasche und begann, die 5 Kilometer lange Leiter in die Kellerräume der Multiversalen Residenz hinunterzuklettern. Gucky folgte ihm wortlos.

*

"Ah, HIER ist es also" rief Gucky aufgeregt, als sie unten angekommen waren.
Perry blickte stolz auf die Tür, die sich vor ihm öffnete. "Ja, genau hier. Seit 1800 Jahren baue ich hier aus... Fundstücken meine ultimative Zeitmaschine zusammen. Eine echte Zeitmaschine, die auch wirklich funktioniert und keine Paradoxa zurücklässt. Das war immer das Problem: Was tun, damit es kein Zeitparadoxon gibt? Dabei ist die Lösung ganz einfach. Mit den 200 Tonnen des Ultimativen Stoffs, aus dem dieses kleine Spielzeug besteht, wird das ganze Multiversum, alle verschissenen 12 Dimensionen, alles was darin ist - plopp - einfach weggeblasen. Die Zukunft ist dann wieder offen. Kleine Nebenwirkung: Man kann nicht mehr zurück, da es ein Zurück nicht mehr gibt. Aber mal ganz ehrlich: Wer will das schon?"
"Die Menschen und alle anderen Lebewesen, die hier und jetzt existieren...?" fragte Gucky - wohl etwas zu naiv.
"Fast wäre ich darauf hereingefallen. Der kleine, naive Gucky. Immer auf meiner Seite. Na ja..." murmelte Perry.
Den Knall von Guckys explodierendem Schädel ignorierte er so gut es ging. Die Schuldgefühle auch. Trauer konnte man sich leisten, wenn die Sache erledigt war.

*

An Bord der Stardust II wollte Perry Rhodan gerade die Nasszelle seiner Kabine aufsuchen, als er bemerkte, dass sie besetzt war.
"Bully? Thora? Gucky?" rief er durch die einen Spalt weit geöffnete Tür.
"Nein, Perry!" hörte er von drinnen.
"Mal wieder so ein Spaß von diesem Unsterblichen" dachte Perry Rhodan sich, als er sich selbst aus der Dusche kommen sah.
"Plopp" sagte Perry, als der Kopf seines Ebenbildes aus einer fernen Vergangenheit explodierte. Dann lächelte er und setzte sich auf sein Bett.
"So, und jetzt wird aufgeräumt!"
i'm plotting my life away...

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Re: Was können Zeitreisen ändern?

Beitrag von R.B. » 26. August 2016, 17:43

Auf jeden Fall Kompliment für die Idee. Perry Brutalo, da muss man erstmal drauf kommen. Andererseits ist nachvollziehbar, dass jemand nach 8000 Jahren durchdreht. Den Kern der Sache hast du getroffen.

Der Typ könnte dann durchaus der Vorfahr von dem Negativ - Perry aus dem Schachspiel Zyklus sein. Der wird dann auch keine 8000 Jahre mehr alt, weil er schon vorher alles hinter sich hat...............


Und über den Rest muss ich noch schwer nachdenken.
"It is a pleasure and an honor to sign the Golden Book of this ancient city (...).
It is in this spirit that I come to Cologne to see the best of the past and the most promising of the future. May I greet you with the old Rhenish saying: Kölle Alaaf!"
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Re: Was können Zeitreisen ändern?

Beitrag von DelorianRhodan » 28. August 2016, 15:25

Und in der PAD-Krise (Zyklus Kosmisches Schachspiel) gab es sogar eine erfolgreiche (?) "Zeitkorrektur" (Band 622).

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Re: Was können Zeitreisen ändern?

Beitrag von Richard » 28. August 2016, 16:09

Die einzige Person, die sich an diese Geschehnisse (also alles rund um die PAD samt Auswirkungen) noch erinnern koennte, ist aktuell verschollen.

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Re: Was können Zeitreisen ändern?

Beitrag von Yman » 28. August 2016, 19:42

Plot Overdrive hat geschrieben:Perry - eine kurze Geschichte der Zeit
Applaus! Krass, aber gut! Schick das mal als Exposévorschlag für Band 3000 an die Redaktion. :D

Dann wäre ich vielleicht ab Band 3001 wieder als Leser mit dabei.

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Re: Was können Zeitreisen ändern?

Beitrag von Batman » 29. August 2016, 00:45

Warum war es nötig all diese Leute zu töten (Gucky war OK, das der überhaupt noch lebt ist ein Wunder von kosmokratischen Ausmaßen)? Sobald Perry die Vergangenheit geändert hat werden sie nie existieren. Wieso nicht einfach die Klappe halten, still und heimlich in die Vergangenheit reisen und das war's?
Ich muss allerdings zugeben das mich das schmunzeln gemacht hat.
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Re: Was können Zeitreisen ändern?

Beitrag von Kapaun » 21. September 2016, 15:23

Yman hat geschrieben:
Plot Overdrive hat geschrieben:Perry - eine kurze Geschichte der Zeit
Applaus! Krass, aber gut! Schick das mal als Exposévorschlag für Band 3000 an die Redaktion. :D

Dann wäre ich vielleicht ab Band 3001 wieder als Leser mit dabei.
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Re: Was können Zeitreisen ändern?

Beitrag von Pan Greystat » 7. Oktober 2016, 04:45

Reale Zeitreisen hin und her aber in Perry Rhodan gibt es ja eindeutig eine Macht die das Universum in ihre Bahnen Lenkt. Kosmonukelotide sind vielleicht gleich zusetzen mit diesen beharrungskräften. Je Länger der Zeitraum je kleiner die Abweichung vom Soll.

Als beispiel sagen wir irgenwer kommt auf die Idee in die Vergangenheit zu reisen so 4 5 Milliarden Jahre und verhindert einfach das Sol sich formt. Damit wär das Problem Menschheit vollkommen ausgelöscht und zwar auf Absoluten Weg. Sol ist Austauschbar. Wer weis schon wie es möglich ist das Menschen mit den Vaupatier ähnlichkeiten haben. Vielleicht hätte Wega dann Sols Platz als Juwel eingenommen. Detai verändert aber Ergebniss im ganzen gleiches.
Es sind wohl eher Kosmische Ereignisse die den Moralischen Code ein wenig über den Hauf werfen Hangay war ja scheinbar nicht geplant. Das Dorifer dicht gemacht hat wird wohl sowas wie ein. " Sch***** echt jetzt " Moment gewesen sein wo auf einmal die Planung die man für zu Unwarscheinlich gehalten hat raus kramt um dann wieder zur Tagesordnung zu gehen.

Und bei den Zeitreisen. Ein Zeittransmitter. Wenn der die Person auflöst spielt die Strangeniss vielleicht eine Rolle was am Ende dann raus kommt wenn man das nicht bedenkt. Vielleicht haben die MdI Transmitter am anfang das problem gehabt und es wurde behoben. Der Nullzeitdeformator war ja eher ein Raumschiff das die Zeit umgeht ähnlich wie wie der Linearraum ja ein Betrug ist mit der Lichtgeschwindigkeit. Eine neue Reise mit der JV wahr wohl eher wieder in richtung Zeitschleife.

Sehr interessant fand ich auch die Idee anders rum die erste Mögliche Zukunft die gegen die Wahrscheinlichkeit arbeitet. Vielleicht war das eine Zeitschleife die nicht zu stande gekommen ist ? Die Zeitlinie wär stabil geworden wenn das Richterschiff aufgebracht worden wär und somit die Zeitschleife quasi beendet. Die Atlank hat sich aber aus dem Staub gemacht um weiter in die Zukunft um für die Relativ Vergangenheit hilfe zu leisten.

Eine sache ist auch es gibt ja die Theorie der Unendlichen Parallelwelten. In PR scheint es da unterschiede zu geben da ja ein Plan zu Grunde liegt. So unterscheidet sich Tarkan total von unserer Welt. Trotzdem sind sie sich wohl so Nahe oder Ähnlich das es die Einfachste oder zumindest eine Naheliegende Welt ist. Gibt es in PR Universum also vielleicht nur viele Universen aber nicht Unendlich gleichzeitig ? sind diese Universen darum in Raum und Zeit veränderbar um Theoretisch einen teil der Unendlichen Möglichkeiten ab zu decken bzw vielleicht nach einander ab zu Spielen ?

^^ Den gedanken weiter Gesponnen könnte das Gesetz bzw die Kosmonukleotide versuchen etwas zu wiederholen ? das sie versuchen ein Universum zu erschaffen das am Ende seiner Existens ein spezifisches Ergebniss vorweist :D vielleicht die Entstehung eines 2. "Gott" der damals das Gesetz iniziert hat um nicht mehr allein zu sein :D
Alle Beiträge spiegel lediglich die Persönliche Meinung des Verzapfers wieder und sollen weder als Meinung der Allgemeinheit gelten noch tun sie es für gewöhnlich.
Rechtschreibfehler zum einen und Geistige Sackgassen zum anderen sind Eigentum des Verzapfers und stehen unter Künstlerischer Freiheit.

Dieser Gesprächspartner ist bis auf weiteres nicht mehr zu erreichen
Allen die ich mag wünsch ich ein schönes Jahr und viel Freude an den kommenden Heften.
Die anderen machen eh was sie wollen :P

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