Zyklen im Licht von Band 3000: Mythos Erde

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Zyklen im Licht von Band 3000: Mythos Erde

Beitragvon Richard » 23. Februar 2019, 08:35

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Richard
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Ich denke, dass es in PR Stories gab/gibt, die mir vielleicht beim ersten Mal lesen gut gefielen und später dann höchstens als durchschnittlich erschienen.
Beispiele .. der eine oder andere Clark Darlton Roman fällt da sicher darunter (müsste jetzt genauer suchen um es zu konkretisieren).
Der vorliegende Jubiband hat mE das Zeug dazu, dass er mir längerfristig gefällt da er sich nicht unbedingt in langweiliger Action (ja, den Effekt kenne ich bei mir beim Lesen) verzettelt).
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AARN MUNRO
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Richard hat geschrieben:Ich denke, dass es in PR Stories gab/gibt, die mir vielleicht beim ersten Mal lesen gut gefielen und später dann höchstens als durchschnittlich erschienen.
Beispiele .. der eine oder andere Clark Darlton Roman fällt da sicher darunter (müsste jetzt genauer suchen um es zu konkretisieren).
Der vorliegende Jubiband hat mE das Zeug dazu, dass er mir längerfristig gefällt da er sich nicht unbedingt in langweiliger Action (ja, den Effekt kenne ich bei mir beim Lesen) verzettelt).



Bei WE stimme ich Dir zu. Er hat wegen seiner oft sehr elliptischen Sätze und seines mitunter etwas flapsigen "Gucky"-Stils nicht ganz so sehr die inhaltliche Bandbreite wie die anderen Autoren von damals. Seine eigenen SF-Romane außerhalb vom Perry und ohne den Ilt kann man aber mit einigen toleranten Abstrichen auch heute noch lesen.
"Doc war Pazifist, was ihn nicht daran hinderte, realistisch zu denken!" (Robert A. Heinlein in "The moon is a harsh mistress")
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123Kid
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Jede Zeit hat seinen Perry Rhodan.
Etwas was ich für sehr wichtig für den Erfolg der Serie halte.
Als Band 1000 erschien war er auch nicht für jeden ein Kultroman.
Ist er sogar für viele auch heute noch nicht.
Aber gerade Band 1000 steht in einem besonderen Kontext der vor und nach Geschichte. Für sich allein gelesen wäre manches empfinden sich anders.

Band 3000 zeigt wofür beide Autoren stehen und was ihre Stärken und Schwächen sind.
Die Geschichte selbst ist ein Anfang. Die Vergangenheit ist zwar da, hat aber scheinbar keinerlei Bezug zu Gegenwart mehr.
Von daher halte ich es aktuell für sehr schwer hier schon zu sagen wie dieser Band in der Zukunft für viele einzuordnen ist, wenn man so etwas überhaupt machen kann oder muss. s. o.

Ich persönlich empfinde den Einstieg gut und freue mich auf weitere Geschichten.

Ach ja, vielleicht habe ich es auch überlesen, aber das noch niemand darüber gestolpert ist, daß 2045 ein besonders Einsteigerfreundliches Datum ist, hat mich überrascht. :D
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Julian
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Ich krieg die Kurve nicht zu der neuen Handlung.

Der Anfang des neuen bereits in der LESEPROBE war bereits für mich unglücklich.

Eigentlich fangen Rhodan und seine Gefolge wieder gefehlt für mich bei Null an.
Deshalb keine Wertung von mir.
Wie bei Adam und Eva
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»Nachor dachte darüber nach, aus welcher schier endlos großen Menge täglicher Erlebnisse sich die Persönlichkeit eines Lebewesens formte, wie vielen Veränderungen und Verfeinerungen ein Charakter ausgesetzt war, wie er wachsen konnte oder zerbrechen unter dem Eindruck immer neuer, nie versiegender Erfahrungen ...«
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nanograinger
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Julian hat geschrieben:Ich krieg die Kurve nicht zu der neuen Handlung.
....
Eigentlich fangen Rhodan und seine Gefolge wieder gefehlt für mich bei Null an.
...

Ist das nicht der Sinn der Übung? Nach einem Handlungsbogen über 300 Romane und fast sechs Jahren war es Zeit, meine ich.
Und wenn man aus der Kurve fliegt, sollte man langsamer fahren... B-)
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Julian
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Laesst du manchmal auch einfach Kommentare die deiner inneren Überzeugung nicht entsprechen, auch mal unkommentiert stehen?

Ich erwarte darauf keine Antwort.

Meine Fragestellung ist rein rhetorischer Art und nicht mal persönlich gemeint.

Für mich bist du ein Hardliner.

Um nicht zu sagen Funktionär.

Beim Cantara Zyklus bin ich auch ausgestiegen.

Damals gab es noch keine lebenserschwerende Foren wo Leute unabsichtlich in die on line Fälle getreten sind.

Ich bin süchtiger Spieler und weiß zumindest was es aus mir macht zuviel Zeit online zu verbringen, während die wirkliche Welt passiert.

Gruß Julius
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Richard
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nanograinger hat geschrieben:
Julian hat geschrieben:Ich krieg die Kurve nicht zu der neuen Handlung.
....
Eigentlich fangen Rhodan und seine Gefolge wieder gefehlt für mich bei Null an.
...

Ist das nicht der Sinn der Übung? Nach einem Handlungsbogen über 300 Romane und fast sechs Jahren war es Zeit, meine ich.
Und wenn man aus der Kurve fliegt, sollte man langsamer fahren... B-)


Also es gab auch nach dem Sternengruftzyklus einen Zeitsprung - nur um das mal zu erwähnen.... Das war kein durchgehender Handlungsbogen.
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nanograinger
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Richard hat geschrieben:
nanograinger hat geschrieben:
Julian hat geschrieben:Ich krieg die Kurve nicht zu der neuen Handlung.
....
Eigentlich fangen Rhodan und seine Gefolge wieder gefehlt für mich bei Null an.
...

Ist das nicht der Sinn der Übung? Nach einem Handlungsbogen über 300 Romane und fast sechs Jahren war es Zeit, meine ich.
Und wenn man aus der Kurve fliegt, sollte man langsamer fahren... B-)


Also es gab auch nach dem Sternengruftzyklus einen Zeitsprung - nur um das mal zu erwähnen.... Das war kein durchgehender Handlungsbogen.

Wenn dich das Wort "Handlungsbogen" stört, dann ersetze es durch "Großzyklus".

Zwischen PR 699 und 700 gab es 80 Jahre Zeitsprung. Trotzdem geht der Handlungsbogen von PR 650 bis PR 1000.

Auch im Thoregon-Großzyklus gab es mehere Zeitsprünge. Trotzdem hängen die Romane 1800-2199 zusammen.

In PR 2700 wird der Weltenbrand angekündigt. In PR 2999 wird er gelöscht. Dass zwischen diesen Romanen Zeitsprünge existieren, ändert nichts am Handlungsbogen.
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Julian
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Tschuldigung

NG habe ich mal wieder in seiner krassen Art als Elementarer falsch verstanden

Es sollte nicht gefehlt sondern geführt bzw gefuehlt bedeuten

Perry fängt also als Person non grata an, ist unerwünschte Persönlichkeit

Also ist er die Insel der Ruhe in unerwartet neuem Umfeld

Die Rolle des Bully sehe ich willentlich als normal an, der Ausputzer mal wieder

Meine Handlung haette analog der Miniseries wo Rhodan und Bully vom Mars aus in eine Zeit in Jahr Millionen von der Jetzt Zeit ausgehend irgendwann viele Jahrtausende danach gehandelt.

Von mir aus auch in einer knirschenden und zerdepperten Zukunft

Allerdings wäre Es wieder da und benutzt nun Rhodan und sein Gefolge, ohne das sie es ahnen, zeitweise Zeitmanipulationen vorzunehmen. So ähnlich wie bei Thez die Atopen handelten im Auftrag einer Kismokratischen Macht, die allerdings letztendlich doch sich der Chaosseite verpflichtet fühlen muss. Billy wird einmal daraus entstehen, so wie sich die Macht bei der Erstbegegnung präsentieren will.

Die cairanische Epoche ist nur ein Zwischenstand. Der erste Level.
Rhodan wird viele Aufgaben zu unterschiedlichen Zeiten durchführen.
Denn eigentlich ist er der sagenhafte Atopen von marafritsch

Deshalb trifft Rhodan auch immer auf unerwartete Hilfe im letzten rettenden Moment
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Fünfte Kolonne
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Mag jemand mal was über den Begriff "Epoche" schreiben? Bisher dachte ich der Begriff der Epoche wäre in der Regel retrospektiv zu sehen. Also eine Epoche wäre ein abgeschlossener Zeitabschnitt (vorbei), dem man rückblickend einen Namen gab, basierend auf einem prägenden Ereignis oder einer prägenden Person dieses Zeitabschnittes etc.. Irgendwie finde ich es merkwürdig dass man den aktuellen Serien-Zeitabschnitt bereits als Cairanische Epoche bezeichnet, obwohl man doch noch sozusagen mittendrin ist und noch gar nicht weiss ob möglicherweise noch ganz andere, bedeutendere Ereignisse prägend sein werden. Hmmm.
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old man
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Fünfte Kolonne hat geschrieben:Mag jemand mal was über den Begriff "Epoche" schreiben? Bisher dachte ich der Begriff der Epoche wäre in der Regel retrospektiv zu sehen. Also eine Epoche wäre ein abgeschlossener Zeitabschnitt (vorbei), dem man rückblickend einen Namen gab, basierend auf einem prägenden Ereignis oder einer prägenden Person dieses Zeitabschnittes etc.. Irgendwie finde ich es merkwürdig dass man den aktuellen Serien-Zeitabschnitt bereits als Cairanische Epoche bezeichnet, obwohl man doch noch sozusagen mittendrin ist und noch gar nicht weiss ob möglicherweise noch ganz andere, bedeutendere Ereignisse prägend sein werden. Hmmm.

Nun, vielleicht haben die Cairaner selbst diese Epoche verkündet, manche Politiker pflegen dies im Vorhinein zu tun, manchmal scheinen sie sogar zu wissen, wie lange ihre Reiche dauern werden... :devil:
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Klenzy
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Fünfte Kolonne hat geschrieben:Mag jemand mal was über den Begriff "Epoche" schreiben? Bisher dachte ich der Begriff der Epoche wäre in der Regel retrospektiv zu sehen.


Normalerweise ja. Aber im Perryversum hat es uuuralte Tradition, zu bestimmten markanten Ereignissen den Beginn einer neuen Epoche auszurufen.

Perry Rhodan sagte vor dem Flug der GOOD HOPE in das Wega-System: ''(Zitat) »[...] Meine Herren, eben hat die zweite Epoche begonnen. Man kann auch zweite Krise dazu sagen. [...]«'' Das war bereits im Mai 1975.


Man verzeihe mir das Perrypedia-Plagiat.
Mach langsam! Das Leben ist zu kurz, um sich zu beeilen.
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nanograinger
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old man hat geschrieben:
Fünfte Kolonne hat geschrieben:Mag jemand mal was über den Begriff "Epoche" schreiben? ...

Nun, vielleicht haben die Cairaner selbst diese Epoche verkündet, manche Politiker pflegen dies im Vorhinein zu tun, manchmal scheinen sie sogar zu wissen, wie lange ihre Reiche dauern werden... :devil:

SIe kennen eben auch die Länge der Wahlperioden.... B-)
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AARN MUNRO
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Fünfte Kolonne hat geschrieben:Mag jemand mal was über den Begriff "Epoche" schreiben? Bisher dachte ich der Begriff der Epoche wäre in der Regel retrospektiv zu sehen. Also eine Epoche wäre ein abgeschlossener Zeitabschnitt (vorbei), dem man rückblickend einen Namen gab, basierend auf einem prägenden Ereignis oder einer prägenden Person dieses Zeitabschnittes etc.. Irgendwie finde ich es merkwürdig dass man den aktuellen Serien-Zeitabschnitt bereits als Cairanische Epoche bezeichnet, obwohl man doch noch sozusagen mittendrin ist und noch gar nicht weiss ob möglicherweise noch ganz andere, bedeutendere Ereignisse prägend sein werden. Hmmm.



Hast Du recht: Scheer. Die 6. Epoche: ab Nand 250 bis Band 299. :D
Dass eine Macht sich selbst als Epoche bezeichnet, klingt so, als wäre sie überzeitlich unterwegs wie das AT TR oder andere sonstige Wesenheiten.Das klingt so, als wollten sie igrendwann wieder abziehen bzw. wegfliegen. Aber wir wissen ja noch nicht, wer diesen Begriff nun wirklich geprägt hat: die Cairaner selbst oder die Galaktiker.
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Yman
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Mr Frost hat geschrieben:Ich bin seit ca. Band 750 mit dabei. Vielleicht bin ich nicht mehr so einfach zu begeistern. Aber ich werde nun erstmal eine Pause einlegen und die kommenden Bände bewußt nicht lesen. Obwohl hier grandiose Leute wie MMT schreiben werden. Ich verfolge die PR-Serie jetzt lieber erstmal von außen (und im Forum). Vielleicht können mich positive Leserkommentare überzeugen, dann wieder einzusteigen.


Jedenfalls würde ich deine Kommentare sehr vermissen. Dass dir gerade die Bände 800-1300 am besten gefielen, gibt mir zu denken. Ich vermisse die Zeiten, in denen das, was in der Milchstraße von Perry Rhodan aufgebaut wurde, einen Fortschritt mit dauerhaft positiven Zukunftsaussichten darstellte, und Perry mit dem Rest des Universums immer noch ein genügend großes Betätigungsfeld hatte. Wenn das Wort Zyklus aber nur noch eine sich wiederholende Invasion/Balkanisierung der Milchstraße bedeutet, wird eine Ermüdung bzw. Abkehr bestimmter Lesergruppen nicht ausbleiben.
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Ce Rhioton
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:st:
"Sense of Wonder" bedeutet m.E. die Wunder des Universums zu entdecken, die noch nicht entdeckt wurden (und diese entdecken zu wollen).
Weniger, sich Gedanken zu machen, auf welche Weise die Bedrohung im jeweiligen Zyklus überwunden werden wird.
Spannungsliteratur basiert (auch) auf Konflikten, aber nicht nur.
Ich halte diese Herangehensweise für nachvollziehbar, zugleich aber für eine Selbstbeschränkung.
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nanograinger
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Yman hat geschrieben:...Ich vermisse die Zeiten, in denen das, was in der Milchstraße von Perry Rhodan aufgebaut wurde, einen Fortschritt mit dauerhaft positiven Zukunftsaussichten darstellte, und Perry mit dem Rest des Universums immer noch ein genügend großes Betätigungsfeld hatte.

Mal ganz ernsthaft gefragt: Wann gab es diese "Zeiten" denn? Selbst im Hanse-Zyklus gab es große Gefahren, auch in der Milchstraße. Im Armada-Zyklus schlug Vishna zu. Im Chronofossillien-Zyklus sah es für gefühlt fünf Minuten so aus, als würde nach dem Ende des Herrn der Elemente und der Tiefenlords alle "Bösewichte" ausgeschaltet sein, schon kam die "Revolte der Ritter" und das Reich ESTARTUs war auch das Gegenteil eines Friedensreichs.

Kann es sein, dass hier ein nostalgischer Phantomschmerz am Wirken ist?
Yman hat geschrieben:...
Wenn das Wort Zyklus aber nur noch eine sich wiederholende Invasion/Balkanisierung der Milchstraße bedeutet, wird eine Ermüdung bzw. Abkehr bestimmter Lesergruppen nicht ausbleiben.

Das operative Wort hier ist "wenn"...

Davon abgesehen: Es ist zwar angenehm, wenn die Milchstraße geeint ist und alle heißen Konflikte weg von daheim ausgetragen werden (ist ein bisschen so wie Nachkriegsdeutschland). Aber strukturell macht es keinen großen Unterschied, ob die "Heimatbasis" die LFT/LFG oder die gesamte Milchstraße ist. Der letzte wirkliche Konflikt innerhalb der Milchstraßenvölker war der Konflikt mit dem Kristallimperium in den 2000er und 2100er Romanen. Das ist fast 20 Jahre her. Seither gibt es ganz unterschiedliche Szenarien, in der die Milchstraßenvölker meistens (nicht immer) vereint auftraten.
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Kardec
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Ich glaub ich weiß wa "Yman" meint.
Er möchte nicht dass Terra/Rhodan immer Objekt von irgendjemandem ist, sondern beim Voranschreiten Hindernisse überwindet.
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old man
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Wenn ich an die Voltz-Ära denke, dann denke ich nicht in erste Linie an Friede-Freude-Eierkuchen, ich weiss, dass dieses Element drin war, aber das hat mich gegen Ende eher genervt. Ich meine die Vision. Bleibt eine Sekunde bei mir und rennt nicht gleich weg :D ... die Vision des Expokraten, der ein Ziel hatte und das verfolgte, ein postives, übergeordnetes Ziel, auf das die Handlung sich zubewegt, das "Zu den Sternen!", mit dem er die LKS signierte, der Blick nach vorne, positive Utopie, mit Hindernissen, wohin man auch geht, Rätsel und Mythen, Autoren, die aus der Reihe tanzen und ihre eigenen Nebenserien in der Serie schreiben (Das würde heute keiner mehr zulassen), das alles fehlt mir gegenwärtig.
Darum sage ich, wir eiern im Kreis. Darum brauchen wir immer wieder Resets.
Wir wissen gar nicht mehr richtig, wieso wir mit der Serie ein Leben lang unterwegs sind. Irgendwann haben wir, die Autoren und die Leser, uns verzettelt und das Wesentliche der Serie aus dem Blick verloren, wahrscheinlich schon in Willis Spätphase.
Die meisten der obigen Punkte lassen sich übrigens auch auf die Scheer/Darlton - Phase beziehen.
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jogo
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old man hat geschrieben:…Darum brauchen wir immer wieder Resets...

Ich gehe derzeit davon aus, dass die Exposé–Autoren einem seit langem geäußerten Forumswunsch nachkamen und mit der Übernahme der Exposes den Plan verfolgten die HM aus der Handlung zu nehmen. Mit Band 3000 beginnt damit auch für uns Leser eine neue Ära.
Wir werden sehen, ob ich richtig liege.
Die beste Möglichkeit seine Träume zu verwirklichen, ist aufzuwachen.
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old man
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jogo hat geschrieben:
old man hat geschrieben:…Darum brauchen wir immer wieder Resets...

Ich gehe derzeit davon aus, dass die Exposé–Autoren einem seit langem geäußerten Forumswunsch nachkamen und mit der Übernahme der Exposes den Plan verfolgten die HM aus der Handlung zu nehmen. Mit Band 3000 beginnt damit auch für uns Leser eine neue Ära.
Wir werden sehen, ob ich richtig liege.

Das ist gut nöglich, wäre aber mMn schade. Die HM sind nicht das Problem. Wir sollten die eigene Tradition in Ehren halten. Ich dachte immer, PR ist eine konservative Serie, konservativ im besten Sinne, nicht die Asche verwalten, sondern die Flamme bewahren. Die HM waren eine Art Treibstoff. Aber sie in der Serie auftauchen zu lassen, schon mit Carfesch, war ein Fehler. Von Taurec, Gesil und Eirene ganz zu schweigen. Der ganze Mythos war weg. Und dann gings immer weiter, HM handeln auf unserer Ebene - das meine ich zum Teil mit Verzetteln. Und wir machen immer weiter, zerstören den Mythos, indem wir ihn gaaanz genau beschreiben.
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AushilfsMutant
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old man hat geschrieben:
jogo hat geschrieben:
old man hat geschrieben:…Darum brauchen wir immer wieder Resets...

Ich gehe derzeit davon aus, dass die Exposé–Autoren einem seit langem geäußerten Forumswunsch nachkamen und mit der Übernahme der Exposes den Plan verfolgten die HM aus der Handlung zu nehmen. Mit Band 3000 beginnt damit auch für uns Leser eine neue Ära.
Wir werden sehen, ob ich richtig liege.

Das ist gut nöglich, wäre aber mMn schade. Die HM sind nicht das Problem. Wir sollten die eigene Tradition in Ehren halten. Ich dachte immer, PR ist eine konservative Serie, konservativ im besten Sinne, nicht die Asche verwalten, sondern die Flamme bewahren. Die HM waren eine Art Treibstoff. Aber sie in der Serie auftauchen zu lassen, schon mit Carfesch, war ein Fehler. Von Taurec, Gesil und Eirene ganz zu schweigen. Der ganze Mythos war weg. Und dann gings immer weiter, HM handeln auf unserer Ebene - das meine ich zum Teil mit Verzetteln. Und wir machen immer weiter, zerstören den Mythos, indem wir ihn gaaanz genau beschreiben.

Wobei man aber nur die Kosmokraten live erlebt hat, die andere Seite ist ja trotz Terranova/Negasphäre Zyklus noch immer recht mysteriös. Von den anderen HMs ist noch weniger bekannt.
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lichtman
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jogo hat geschrieben:
old man hat geschrieben:…Darum brauchen wir immer wieder Resets...

Ich gehe derzeit davon aus, dass die Exposé–Autoren einem seit langem geäußerten Forumswunsch nachkamen und mit der Übernahme der Exposes den Plan verfolgten die HM aus der Handlung zu nehmen.


Wozu sonst eine 100 Mio LJ durchmessende Sphäre der Eiris-Kehre, in der sich ES und andere SIs nicht halten können und die Hohe Mächte wie Kosmokraten, Chaotarchen voraussichtlich meiden.

Ein Rätsel nur, warum für Homunk in 2999 die Ausstreuung der Proto-Eiris so wichtig ist: Ihr seid künftig sicher vor Vaganten.

manfred
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nanograinger
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lichtman hat geschrieben:
jogo hat geschrieben:
old man hat geschrieben:…Darum brauchen wir immer wieder Resets...

Ich gehe derzeit davon aus, dass die Exposé–Autoren einem seit langem geäußerten Forumswunsch nachkamen und mit der Übernahme der Exposes den Plan verfolgten die HM aus der Handlung zu nehmen.


Wozu sonst eine 100 Mio LJ durchmessende Sphäre der Eiris-Kehre, in der sich ES und andere SIs nicht halten können und die Hohe Mächte wie Kosmokraten, Chaotarchen voraussichtlich meiden.

Ein Rätsel nur, warum für Homunk in 2999 die Ausstreuung der Proto-Eiris so wichtig ist: Ihr seid künftig sicher vor Vaganten.

manfred

Es ist einerseits gar nicht so klar,, inwieweit es zur Eiris-Kehre kam, da ja die ES-Eiris abfloss, bevor sie sich kehren konnte. Andererseits mag es einen Unterschiede in der Halbwertszeit geben. Die Zeit, in der sich abweisende Eiris wieder "normalisiert" mag viel kürzer sein, als die Zeit, in der die entsprechend geprägte Proto-Eiris zerfällt.
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nanograinger
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old man hat geschrieben:Wenn ich an die Voltz-Ära denke, ... die Vision des Expokraten, der ein Ziel hatte und das verfolgte, ein postives, übergeordnetes Ziel, auf das die Handlung sich zubewegt, das "Zu den Sternen!", mit dem er die LKS signierte, der Blick nach vorne, positive Utopie, mit Hindernissen, wohin man auch geht, Rätsel und Mythen, ...

Da stimme ich dir soweit zu. Aber Voltz wusste sicher auch genau, dass es eben nicht ständig und unaufhaltsam "besser" werden konnte, ohne vollkommen unglaubwürdig zu sein. Dass die "positive Utopie" eine Utopie bleiben musste, ein Fernziel, eine Hoffnung. während die Fortschritte klein bleiben mussten, auch wenn sich der Horizont immer mehr erweiterte. Er hatte bspw. mit der Geschichte des "letzten Kriminellen" erfahren müssen, dass die Leser nicht jede seiner Utopien goutierten. Denn mit Utopien ist es wie mit allem anderen auch: Sie sind Geschmacksfragen, wenn es um die Umsetzung von "Frieden im Universum" geht. Dazu brauchst du dir nur die Atopen oder jetzt die Cairaner anschauen.
old man hat geschrieben:... Wir wissen gar nicht mehr richtig, wieso wir mit der Serie ein Leben lang unterwegs sind. Irgendwann haben wir, die Autoren und die Leser, uns verzettelt und das Wesentliche der Serie aus dem Blick verloren, wahrscheinlich schon in Willis Spätphase.
Die meisten der obigen Punkte lassen sich übrigens auch auf die Scheer/Darlton - Phase beziehen.

Die Autoren sind ja gar nicht mehr dieselben, die Autorenriege erneuert sich ja ständig. Und wir Leser sind auch nicht mehr dieselben (wäre ja auch schlimm). Natürlich hat sich die Perspektive verschoben. Das ist es ja, was ich oben als "nostalgischen Phantomschmerz" bezeichne.
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