Zyklen im Licht von Band 3000: Mythos Erde

Diskussionen zur aktuellen Handlung mit Spoilergefahr
Forumsregeln
Link
Benutzeravatar
Offline
old man
Zellaktivatorträger
Beiträge: 1875
Registriert: 29. Juni 2012, 19:43
Wohnort: Bruchhausen
@nano: Ich stimme Dir in allem zu. Ich rede aber nicht aus Nostalgie von früher - ich weiß, dass die Zeiten andere sind, habe das mehrmals erwähnt, und ich weiß auch, dass wir ganz andere Autoren haben, die meisten schreiben übrigens besser als die früheren.
Ich plädiere dafür, das Vermächtnis der Serie, den eigenen Mythos, die sie inzwischen hat, zu respektieren und in die Zukunft zu richten. In den obigen von mir beschriebenen WiVo + KHS - Features liegt das Kapital der Serie, nehmen wir als Beispiel mal HGE, der gerne sein eigenes Ding machte - sowas braucht die Serie, das ist nix, worüber man heute milde lächeln sollte, das war cool, originell. Leo wäre aktuell so ein Kandidat, den man mal mehr von der Leine lassen könnte.
Allgemein sich angucken, was ist eigentlich cool gewesen an der Serie, wo hat sie gebrannt, und diese Flamme weitertragen. Vielleicht mach ich mal nen eigenen Thread auf zum Mythos PR, falls Interesse besteht, ich muss aber noch mehr drüber nachdenken.
Zu den Sternen !
Benutzeravatar
Offline
Ce Rhioton
Superintelligenz
Beiträge: 2744
Registriert: 12. Februar 2017, 17:29
jogo hat geschrieben:
old man hat geschrieben:…Darum brauchen wir immer wieder Resets...

Ich gehe derzeit davon aus, dass die Exposé–Autoren einem seit langem geäußerten Forumswunsch nachkamen und mit der Übernahme der Exposes den Plan verfolgten die HM aus der Handlung zu nehmen.

Das Forum weist den Kurs der Exposes? Diese These scheint mir ein wenig zu enthusiastisch.
Mit Band 3000 beginnt damit auch für uns Leser eine neue Ära.


Eine Ära ganz und gar ohne kosmischen Überbau/Höhere Mächte? Wäre die größte SF-Serie der Welt dann nicht eine wie jede andere? :unsure:
Offline
lichtman
Superintelligenz
Beiträge: 2210
Registriert: 31. Juli 2012, 14:37
Wohnort: München
Ce Rhioton hat geschrieben:
jogo hat geschrieben:
old man hat geschrieben:…Darum brauchen wir immer wieder Resets...

Ich gehe derzeit davon aus, dass die Exposé–Autoren einem seit langem geäußerten Forumswunsch nachkamen und mit der Übernahme der Exposes den Plan verfolgten die HM aus der Handlung zu nehmen.

Das Forum weist den Kurs der Exposes? Diese These scheint mir ein wenig zu enthusiastisch.
Mit Band 3000 beginnt damit auch für uns Leser eine neue Ära.


Eine Ära ganz und gar ohne kosmischen Überbau/Höhere Mächte? Wäre die größte SF-Serie der Welt dann nicht eine wie jede andere? :unsure:

Der kosmologische Überbau kann sicher nicht verschwinden. Was wenn TRIXTA zum neuen Kosmonukleotid für die Lokale Gruppe wird?

Aber wenn SIs und Höhere Mächte an den Rand gedrängt werden, dann wird es etwas plausibler, wenn unsere Helden siegreich sind.

Vielleicht können unsere Helden dann mal agieren, statt reagieren oder an den Fäden höherer Mächte herumzuzappeln.

  • Was hat es mit den Hyperkokonisierten Gebieten der Schutzherren von Jamondi auf sich?
  • Was ist mit den eirisfrei gebliebenen Gebieten der Lokalen Gruppe?
  • Wie kann man Handay und Pinwheel an Andromeda&Milchstraße anschliessen?
    ...

manfred
Offline
jogo
Kosmokrat
Beiträge: 6651
Registriert: 6. Juni 2012, 17:32
Ce Rhioton hat geschrieben:
jogo hat geschrieben:
old man hat geschrieben:…Darum brauchen wir immer wieder Resets...

Ich gehe derzeit davon aus, dass die Exposé–Autoren einem seit langem geäußerten Forumswunsch nachkamen und mit der Übernahme der Exposes den Plan verfolgten die HM aus der Handlung zu nehmen.

Das Forum weist den Kurs der Exposes? Diese These scheint mir ein wenig zu enthusiastisch.
Mit Band 3000 beginnt damit auch für uns Leser eine neue Ära.


Eine Ära ganz und gar ohne kosmischen Überbau/Höhere Mächte? Wäre die größte SF-Serie der Welt dann nicht eine wie jede andere? :unsure:

1. Ich habe nicht geschrieben, dass wir den Kurs der Exposes weisen, sondern dass die Exposé–Autoren einem Forumswunsch nachkamen. Dies ist auch in anderen Bereichen der Fall, wie dem Aufbau eines Zyklus. So wurden Einzelrätsel früher gelöst.
2. Ich habe nicht geschrieben, ohne kosmischen Überbau. Aber er spielt nicht mehr so die zentrale Rolle wie das durch Voltz in die Serie eingebracht und dann von den folgenden Autoren weiterentwickelt wurde. Damit gewinnt die Figur Perry, die nicht mehr als Ping Pong Ball der högschden Mächte herhalten muss. Wenigstens nicht mehr ganz so offensichtlich.
Die beste Möglichkeit seine Träume zu verwirklichen, ist aufzuwachen.
Benutzeravatar
Offline
Ce Rhioton
Superintelligenz
Beiträge: 2744
Registriert: 12. Februar 2017, 17:29
jogo hat geschrieben:1. Ich habe nicht geschrieben, dass wir den Kurs der Exposes weisen, sondern dass die Exposé–Autoren einem Forumswunsch nachkamen. Dies ist auch in anderen Bereichen der Fall, wie dem Aufbau eines Zyklus. So wurden Einzelrätsel früher gelöst.

Nun ist es unmissverständlich. ;)
2. Ich habe nicht geschrieben, ohne kosmischen Überbau. Aber er spielt nicht mehr so die zentrale Rolle [...]Damit gewinnt die Figur Perry.

Das ist unsere Hoffnung. :st:
Benutzeravatar
Offline
Mr Frost
Superintelligenz
Beiträge: 2762
Registriert: 29. Juni 2012, 14:15
Yman hat geschrieben:
Mr Frost hat geschrieben:(...)

Jedenfalls würde ich deine Kommentare sehr vermissen. (...) Ich vermisse die Zeiten, in denen das, was in der Milchstraße von Perry Rhodan aufgebaut wurde, einen Fortschritt mit dauerhaft positiven Zukunftsaussichten darstellte, und Perry mit dem Rest des Universums immer noch ein genügend großes Betätigungsfeld hatte. Wenn das Wort Zyklus aber nur noch eine sich wiederholende Invasion/Balkanisierung der Milchstraße bedeutet, wird eine Ermüdung bzw. Abkehr bestimmter Lesergruppen nicht ausbleiben.

-_- Danke schön. Ich denke sehr ähnlich...
Offline
lichtman
Superintelligenz
Beiträge: 2210
Registriert: 31. Juli 2012, 14:37
Wohnort: München
nanograinger hat geschrieben:
lichtman hat geschrieben:...
Wozu sonst eine 100 Mio LJ durchmessende Sphäre der Eiris-Kehre, in der sich ES und andere SIs nicht halten können und die Hohe Mächte wie Kosmokraten, Chaotarchen voraussichtlich meiden.

Ein Rätsel nur, warum für Homunk in 2999 die Ausstreuung der Proto-Eiris so wichtig ist: Ihr seid künftig sicher vor Vaganten.

manfred

Es ist einerseits gar nicht so klar,, inwieweit es zur Eiris-Kehre kam, da ja die ES-Eiris abfloss, bevor sie sich kehren konnte. Andererseits mag es einen Unterschiede in der Halbwertszeit geben. Die Zeit, in der sich abweisende Eiris wieder "normalisiert" mag viel kürzer sein, als die Zeit, in der die entsprechend geprägte Proto-Eiris zerfällt.

Es fehlen einfach RCs Kommentar bzw Reflexionen in den Romanen.

Immerhin gehen in Band 2981 Im Bann der Erkenntnis von Verena Themsen Solv und Atlan - wie ich - davon aus, dass die Eiris-Kehre als Nebenwirkung der dys-chronen Scherung entstanden ist und dass ES wg der Eiris-Kehre weg ist.

Die genauere Entstehung wie der Ablauf der dys-chronen Scherung bleibt unklar.

Aber die Eiris-Kehre bezieht wohl auf mindestens das 1000-fache Volumen der MB ES mit ihrem Eiris-Vakuum.

Ich könnte mir gut vorstellen dass 50% dieses Volumens eirisfrei ist.

Vielleicht ist die Eiris-Kehre ein Feld das Eiriszonen und eirisfreie Zonen durchdringt(*)

Eiris-Kehre und Abfluß der Eiris von ES als Preis für die dys-chronen Scherung also das Eiris-Vakuum in der MB ES wurde von Richter Tiff in Band 2874 zusammen angekündigt.

Ich denke die Überlegung war: wenn die Eiris von ES in Kürze der Eiris-Kehre unterliegen wird, dann kann man sie genausogut gleich abziehen und auf der anderen Seite der Scherung nutzen - trotz Gefahr für den hiesigen Moralischen Kode, das hiesige Universum und das hiesige Multiversum.

Ähnliches machen ja laut Band 2870 (triviane) Höhere Mächte mit der Eiris von toten SIs. Der Abbau der Eiris von Seth Apophis wäre ja ein interessantes Sujet und wenn dann die Eiris-Kehre dazwischenkommt.

Wie die paar Silos Proto-Eiris die vielleicht 100 Trillionen LJ³ Eiris-Vakuum der MB ES füllen sollen bleibt mir schleierhaft.

Aber der Vorrat hätte ja nur für ein Kerngebiet Andromeda+Cetus+Milchstrasse gereicht und die RT hat nut 75 % geborgen.

Adams biophorer Eiris Ersatz wurde wohl per Spiralerescheinung nur in der Milchstrasse verteilt.

Liegen vielleicht Hangay, Pinwheel, die NGC-3109-Untergruppe uvam - und vielleicht halb Andromeda? - im Moralischen Kode gefährdenden Eiris-Vakuum?

manfred

(*) oder durch die Eiris-Kehre platzen die Eirisblasen, die die MBs einhüllen, und die diversen Eiris-Sorten verteilen sich über die ganze 100 Mio LJ Sphäre oder ...
Benutzeravatar
Offline
AushilfsMutant
Plophoser
Beiträge: 462
Registriert: 8. August 2018, 15:53
Wohnort: Terrania
Du übersiehst das wir nicht wissen welche Dichte Eiris hat/benötigt um die gesamte MB zu fluten. Ich denke nicht das ES zu wenig Proto Eiris verstaut hatte.
Offline
Skaarganis
Siganese
Beiträge: 62
Registriert: 14. Februar 2019, 14:06
Moin moin.

nanograinger, ich lese PR mittlerweile seit Anfang der 80er, habe aber erst seit dem Zyklus "Sternenozean" den Eindruck, dass es nur noch minimale Fortschritte gibt, man quasi auf der Stelle tritt. Das war mal anders und ein Merkmal der Serie. In einem von vielleicht 200 Romanen kann man mal so eine Andeutung erkennen, dass es jenseits der Kosmokraten/Chaotarchen noch etwas anderes gibt, aber das war es dann meist auch schon. Eine Weiterverfolgung erfolgt einfach nicht.
Die Zyklen selbst laufen mittlerweile nahezu alle nach dem gleichen langweiligen Schema F ab: Am Anfang eine riesige Bedrohung, Terra/Luna verschwinden einfach mal oder diverse ZAC-Träger werden auf irgendwelche Odysseen geschickt. Dann werden unter Zuhilfenahme vieler Füllromane kleinste Schritte zur Informationsgewinnung unternommen. Schließlich erreicht man mühsam Band XX50, der dann meist der große Wendepunkt im Zyklus ist. Es folgen weitere Füllromane, die wenig zur Zyklushandlung beitragen und mit Erreichen von Band XX90ff erfolgt dann das große Aufräumen unter Zuhilfenahme irgendwelcher eierlegender Wollmilchsäue .... oder halt irgendwas mit Psi/Mutanten. Nach dem Zyklus ist man im Grunde genommen keinen Schritt weiter gekommen, es sind nur wieder mal irgendwelche liebgewonnenen Handlungsträger aussortiert worden:
Michael Rhodan seit 2499 mit der SOL weg, Alaska mit einer kobaltblauen Walze on tour, Julian Tifflor ist nun Atope, Dao-Lin Hay ist zusammen mit Hangay anscheinend völlig vergessen worden und was der olle Adams treibt weiß auch keiner.

Band 1000 war kein Abschlußband im eigentlichen Sinne, man war nur von dem Erfolg der Serie überrascht.
Es wurde die bisherige Entwicklung betrachtet und der Boden für die kommenden Ereignisse vorbereitet. Dort wurde ja auch die Begründung gegeben, warum ab Band 1000 eine neue Zeitrechnung verwendet wird und für die Umbenennung in Liga Freier Terraner.

Band 3000 hätte gerade Neulesern wunderbar erklären können, warum es diese "Groschenheft"-Serie mittlerweile seit fast 60 Jahren gibt. Diese Chance wurde vertan.

Und an old man: Ich meinte auch keine Zusammenfassung a la Lese in der Perrypedia bis die Buchstaben vor den Augen tanzen, sondern in der Form, dass die zurückliegenden Ereignisse aus der Sicht Rhodans betrachtet und bewertet werden.

Grüße von Skaarganis
Benutzeravatar
Offline
old man
Zellaktivatorträger
Beiträge: 1875
Registriert: 29. Juni 2012, 19:43
Wohnort: Bruchhausen
Skaarganis hat geschrieben:Moin moin.

nanograinger, ich lese PR mittlerweile seit Anfang der 80er, habe aber erst seit dem Zyklus "Sternenozean" den Eindruck, dass es nur noch minimale Fortschritte gibt, man quasi auf der Stelle tritt. Das war mal anders und ein Merkmal der Serie. In einem von vielleicht 200 Romanen kann man mal so eine Andeutung erkennen, dass es jenseits der Kosmokraten/Chaotarchen noch etwas anderes gibt, aber das war es dann meist auch schon. Eine Weiterverfolgung erfolgt einfach nicht.
Die Zyklen selbst laufen mittlerweile nahezu alle nach dem gleichen langweiligen Schema F ab: Am Anfang eine riesige Bedrohung, Terra/Luna verschwinden einfach mal oder diverse ZAC-Träger werden auf irgendwelche Odysseen geschickt. Dann werden unter Zuhilfenahme vieler Füllromane kleinste Schritte zur Informationsgewinnung unternommen. Schließlich erreicht man mühsam Band XX50, der dann meist der große Wendepunkt im Zyklus ist. Es folgen weitere Füllromane, die wenig zur Zyklushandlung beitragen und mit Erreichen von Band XX90ff erfolgt dann das große Aufräumen unter Zuhilfenahme irgendwelcher eierlegender Wollmilchsäue .... oder halt irgendwas mit Psi/Mutanten. Nach dem Zyklus ist man im Grunde genommen keinen Schritt weiter gekommen, es sind nur wieder mal irgendwelche liebgewonnenen Handlungsträger aussortiert worden:

Ich nenne das "Kreis eiern", mir ging es genauso wie Dir, und ich mache mir Gedanken. Wenn ich dann wie hier
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopic.php?p=647213#p647213 was schreibe,
reagieren die Mitfans nur auf das Wort "Reset", das zugegebenermaßen ein Reizwort ist, aber nicht, ich wiederhole, nicht die Ursache des Problems, sondern ein Symptom. Das Problem, wird mir immer klarer, ist die Geschichtsvergessenheit der Serie. Man baut nicht wirklich auf das eigene Vermächtnis auf. Ich würde sogar soweit gehen, dass die eigene Tradition ziemlich geringgeschätzt wird. (Kreuzigt mich! B-) )
Zu den Sternen !
Benutzeravatar
Offline
LaLe
Superintelligenz
Beiträge: 2283
Registriert: 26. Juni 2012, 12:42
Wohnort: Lübeck
Ob den Resets nun Geschichtsvergessenheit oder etwas anderes zugrunde liegt ist mir relativ wurscht, Fakt ist, dass ich mit denen schon länger hadere. Richtig aufgeregt hat mich damals das Ende des Sternenozeans.

Wenn nun olle Kamellen aufgewärmt werden (Laren waren ja beispielsweise wieder ein Thema, aber ob das jetzt noch so ist?) schmeckt das auch nicht jedem und mir kommt das immer krampfhaft bemüht vor.

Für mich ist es ein gewaltiger Unterschied ob man etwas direkt und schlüssig fortführt oder nach Jahrzehnten wieder hervorkramt. Und Ersteres fehlt mir bei PR.
Die Katze grinste.
"Hierzulande ist jeder verrückt. Ich bin verrückt. Auch du bist verrückt."
"Woher weißt du, dass ich verrückt bin?"
"Sonst wärst du nicht hier", antwortete die Katze.

Lewis Carroll, Alice im Wunderland
Benutzeravatar
Offline
Carrasco
Plophoser
Beiträge: 391
Registriert: 15. Juli 2012, 16:59
Wohnort: München
Skaarganis hat geschrieben: ... Schließlich erreicht man mühsam Band XX50, der dann meist der große Wendepunkt im Zyklus ist. Es folgen weitere Füllromane, die wenig zur Zyklushandlung beitragen und mit Erreichen von Band XX90ff erfolgt dann das große Aufräumen unter Zuhilfenahme irgendwelcher eierlegender Wollmilchsäue .... oder halt irgendwas mit Psi/Mutanten. Nach dem Zyklus ist man im Grunde genommen keinen Schritt weiter gekommen ...


Genauso sehe ich das auch. Am Ende werden irgendwelche beliebigen Hyper/Psi-Gimmicks wahllos kombiniert, sodass sie wundersamerweise genau die richtige Wirkung entfalten, und es ist alles wieder gut. Bis dann zum nächsten Zyklusbeginn wieder ein mehr oder weniger großes Problem auftaucht, was einen als Leser aber nicht arg bedrücken muss, denn man weiß ja, zum Zyklusende werden ein paar Gimmicks verwurstet, und es ist alles wieder gut. Bis dann zum nächsten Zyklusbeginn ... usw. usw.

Mein Gott, wie fantasie- und vor allem mutlos ist das denn? Wo bleibt der Mut zu größeren, grundsätzlicheren und vor allem irreversiblen Veränderungen? Warum wird das Schema F immer nur abgewandelt, aber - bislang - nie wirklich über den Haufen geworfen? Wann wird der Leser mal wirklich überrascht, hinter die Fichte geführt, geschockt?
Benutzeravatar
Offline
Ce Rhioton
Superintelligenz
Beiträge: 2744
Registriert: 12. Februar 2017, 17:29
Carrasco hat geschrieben:[...]Mein Gott, wie fantasie- und vor allem mutlos ist das denn? Wo bleibt der Mut zu größeren, grundsätzlicheren und vor allem irreversiblen Veränderungen? Warum wird das Schema F immer nur abgewandelt, aber - bislang - nie wirklich über den Haufen geworfen? Wann wird der Leser mal wirklich überrascht, hinter die Fichte geführt, geschockt?

Der Punkt ist doch der Pragmatismus der Verantwortlichen: Solange die verkaufte Auflage stabil bleibt, dürfte niemand das Wagnis eingehen, neue Wege zu beschreiten. Das Bewährte hat sich nun einmal ... bewährt. Deswegen wird der Kurs der Serie variiert, aber letztlich doch beibehalten.
Mag bedauerlich sein, ist aber auch verständlich.
Benutzeravatar
Offline
Carrasco
Plophoser
Beiträge: 391
Registriert: 15. Juli 2012, 16:59
Wohnort: München
Da wirst du Recht haben.
Andererseits ... glaubst du wirklich, es würden sehr viele Leser abspringen, wenn z.B. Bully zu PRs Todfeind werden würde? Und zwar nicht nur wegen einer vorübergehenden Verwirrung für ein paar Dutzend Bände, sondern über mindestens 500 Bände?
Würden nicht eher sehr viele Leser gar nicht anders können, als weiterzulesen, bei so viel Drama und Tragik? :D
Benutzeravatar
Offline
Ce Rhioton
Superintelligenz
Beiträge: 2744
Registriert: 12. Februar 2017, 17:29
Ich glaube, dass die Autoren Herausforderungen lieben und uns gerne noch mehr begeistern würden, als sie dies ohnehin bereits tun.
Aber nicht immer steht in unserer Macht, beweisen zu dürfen, wozu wir in der Lage wären. -_-
Benutzeravatar
Offline
Carrasco
Plophoser
Beiträge: 391
Registriert: 15. Juli 2012, 16:59
Wohnort: München
Weise gesprochen ... B-)
Benutzeravatar
Offline
nanograinger
Kosmokrat
Beiträge: 4743
Registriert: 18. Mai 2013, 16:07
Skaarganis hat geschrieben:nanograinger, ich lese PR mittlerweile seit Anfang der 80er, habe aber erst seit dem Zyklus "Sternenozean" den Eindruck, dass es nur noch minimale Fortschritte gibt, man quasi auf der Stelle tritt.

Wenn du seit Anfang der 80er liest, dann solltest du eigentlich wissem, dass es sogar massive Rückschläge gab. Cantaro-Zyklus, Konfrontation mit dem Kristallimperium, Thoregon-Fiasko, HI-Erhöhung, um nur einige zu nennen. Und davor gab es die Lareninvasiom, den Schwarm, der Zerfall des Solaren Imperiums....
Die Vorstellung, dass es (in welche Richtung auch immer) stetig in großen (oder selbst kleinen) Schritten "vorwärts" gehen kann, ist doch reichlich naiv. Das wussten alle Expokraten seit (und inklusive) Scheer.
Skaarganis hat geschrieben:Das war mal anders und ein Merkmal der Serie. In einem von vielleicht 200 Romanen kann man mal so eine Andeutung erkennen, dass es jenseits der Kosmokraten/Chaotarchen noch etwas anderes gibt, aber das war es dann meist auch schon. Eine Weiterverfolgung erfolgt einfach nicht.

Klar war das ab und zu anders, aber seltener als offenbar viele in nostalgischer Erinnerung halten. Und dass man mit einer Erweiterung der kosmischen Ebene (Hohen Mächte, Ultimate Fragen) eher vorsichtig geworden ist, ist eine Lektion aus den Reaktionen auf Zyklen, bei denen das nicht so war.
Skaarganis hat geschrieben:Die Zyklen selbst laufen mittlerweile nahezu alle nach dem gleichen langweiligen Schema F ab: Am Anfang eine riesige Bedrohung, Terra/Luna verschwinden einfach mal oder diverse ZAC-Träger werden auf irgendwelche Odysseen geschickt. Dann werden unter Zuhilfenahme vieler Füllromane kleinste Schritte zur Informationsgewinnung unternommen. Schließlich erreicht man mühsam Band XX50, der dann meist der große Wendepunkt im Zyklus ist. Es folgen weitere Füllromane, die wenig zur Zyklushandlung beitragen und mit Erreichen von Band XX90ff erfolgt dann das große Aufräumen unter Zuhilfenahme irgendwelcher eierlegender Wollmilchsäue .... oder halt irgendwas mit Psi/Mutanten. Nach dem Zyklus ist man im Grunde genommen keinen Schritt weiter gekommen, es sind nur wieder mal irgendwelche liebgewonnenen Handlungsträger aussortiert worden:

Ich stimme dieser Karikatur eines Zyklusablaufs nicht wirklich zu, aber wenn ich mich darauf einlasse, dann würde ich meinen, dass dieses Schema im Wesentlichen seit Beginn der Serie besteht, wobei Ausnahmen die Regel bestätigen (die sich durch die Zusammenfassung von Zyklen in Großzyklen fast alle eliminieren lassen).
Skaarganis hat geschrieben:Michael Rhodan seit 2499 mit der SOL weg, Alaska mit einer kobaltblauen Walze on tour, Julian Tifflor ist nun Atope, Dao-Lin Hay ist zusammen mit Hangay anscheinend völlig vergessen worden und was der olle Adams treibt weiß auch keiner.

Die Altmutanten wurden (mehrmals) entsorgt, im Cantaro-Zyklus gingen Waringer, Deightin, Kotschistowa und Thyron drauf.
Skaarganis hat geschrieben:Band 1000 war kein Abschlußband im eigentlichen Sinne, man war nur von dem Erfolg der Serie überrascht.
Es wurde die bisherige Entwicklung betrachtet und der Boden für die kommenden Ereignisse vorbereitet. Dort wurde ja auch die Begründung gegeben, warum ab Band 1000 eine neue Zeitrechnung verwendet wird und für die Umbenennung in Liga Freier Terraner.
:

Die LFT wurde schon in PR 854 ausgerufen. Dass PR 1000 war ein "Abschlussband" war, erkennt man alleine schon daran, dass zwischen PR 1000 und PR 1001 etwa 425 Jahre verstrichen sind.
Skaarganis hat geschrieben:Band 3000 hätte gerade Neulesern wunderbar erklären können, warum es diese "Groschenheft"-Serie mittlerweile seit fast 60 Jahren gibt. Diese Chance wurde vertan.

Und das hätte man deiner Meinung nach durch eine Zusammenfassung der 60 (oder letzten 20) Jahre erreicht, in welcher Form auch immer? Da bin ich aber anderer Meinung..
Benutzeravatar
Offline
nanograinger
Kosmokrat
Beiträge: 4743
Registriert: 18. Mai 2013, 16:07
Carrasco hat geschrieben:... Am Ende werden irgendwelche beliebigen Hyper/Psi-Gimmicks wahllos kombiniert, sodass sie wundersamerweise genau die richtige Wirkung entfalten, und es ist alles wieder gut.

Bei PR ist alles Hyper/Psi-Gimmicks, seit Band 1. Antigrav, Antriebe, Schutzschirme, Deflektoren, Waffen sowieso. Die ersten Mutanten traten in PR 4 auf, und danach gab es viele Romane, in der nicht nur das Monster of the week, sondern auch der Mutant of the week seinen oft einmaligen Einsatz hatte. Und was die "technischen" Hyper/Psi-Gimmicks angeht, war Scheer unübertroffen..
Carrasco hat geschrieben:...
Bis dann zum nächsten Zyklusbeginn wieder ein mehr oder weniger großes Problem auftaucht, was einen als Leser aber nicht arg bedrücken muss, denn man weiß ja, zum Zyklusende werden ein paar Gimmicks verwurstet, und es ist alles wieder gut. Bis dann zum nächsten Zyklusbeginn ... usw. usw.

Auch das gilt im Prinzip für alle Zyklen (oder Großzyklen) seit Beginn. Die Serie ist nunmal eine Serie. Perry, Atlan, Bully, Gucky, Tolot, (die archetypischen Figuren) überleben, die Menschheit auch, alles wird gut. The show must go on. Wenn dich das ernsthaft stört, weiß ich nicht, warum du Serien liest. Was ist dir denn wichtiger: Der Anfang und das Ende eines Zyklus (zwei Romane) oder die Geschichte zwischen Anfang und Ende (98 Romane bei einem Hunderterzyklus)?
Carrasco hat geschrieben:...
Mein Gott, wie fantasie- und vor allem mutlos ist das denn? Wo bleibt der Mut zu größeren, grundsätzlicheren und vor allem irreversiblen Veränderungen? Warum wird das Schema F immer nur abgewandelt, aber - bislang - nie wirklich über den Haufen geworfen? Wann wird der Leser mal wirklich überrascht, hinter die Fichte geführt, geschockt?

Es gibt jede Menge "Irreversibiltäten" in der PR-Geschichte. Und Schock-Effekte nutzen schnell ab. Man braucht nicht lange im Forum suchen, um Äußerungen von Lesern zu finden, dass die Autoren dieses und jenes nur des "Schock-Effekts" wegen gemacht hätten. Wäre die Milchstraße im Weltenbrand vollkommen vergangen und die Erde vernichtet, würden das wohl nur wenige Leser wirklich gut finden, die meisten würden sich abwenden, wage ich mal zu behaupten.
Benutzeravatar
Offline
Carrasco
Plophoser
Beiträge: 391
Registriert: 15. Juli 2012, 16:59
Wohnort: München
Du hast ja Recht mit deinem "Das war schon immer so, das war nie anders."

Aber erstens bin ich eben im Laufe der Zyklen älter geworden, und damit auch kritischer.

Zweitens hab ich einfach mehr Schema F Zyklen auf dem Buckel als vor 20 Jahren. Der Wunsch nach etwas radikal Neuem wird mit jedem Zyklus, der letztlich doch wieder in den althergebrachten Mustern verläuft, größer.

Um es mal konkret zu machen, zwei Beispiele:

Nein, der Weltenbrand hätte in 2999 nicht alle Milchstraßenbewohner dahinraffen müssen. Aber wie wäre es gewesen, wenn die Ekpyrosis in ihrem Endstadium zu einer völligen Stasis allen biologischen Lebens geführt hätte? Die Milchstraße für ein paar Hundert Bände im biologischen Winterschlaf, ein Eldorado für postbiologische Lebensformen. So ab Band 3500 hätte man sie ja meinetwegen wieder "auftauen" können, zumindest teilweise. Dieser "Alles wieder gut" Reset alle 100 Bände verniedlicht die vorher groß ausgemalten Gefahren, und man denkt sich danach oft nur noch: "War da was?"

Zweites Beispiel: Wie wäre es, wenn Perry Rhodan (gewollt oder ungewollt) schuld an Toio Zindhers und Shinaes Tod wäre? Zumindest aus Bullys Sicht? Welcher Hass und welche Rachegefühle würden da wohl in ihm - unterstützt durch den chaotarchisch geprägten ZA - entstehen? Bull könnte gut und gerne 500 Bände als PRs Todfeind, mal in erster Reihe, mal mehr im Handlungshintergrund als dräuendes Damoklesschwert, fungieren.

Ich denke ja mal, dass die Expokraten mit Bully und seinem chaotarchischen ZA durchaus Pläne haben, bezweifle aber, dass sie so weit gehen werden ... Aber ich lasse mich wie immer gerne positiv überraschen. :D
Benutzeravatar
Offline
old man
Zellaktivatorträger
Beiträge: 1875
Registriert: 29. Juni 2012, 19:43
Wohnort: Bruchhausen
Bully als Gegner hatten wir schon in der Aphilie, wir Leser würden wahrscheinlich mit einem "schon wieder?" protestieren... :D
Zu den marktwirtschaftlichen Überlegungen: Mal sehen, was die Autoindustrie macht, wenn alle modernen Autos aus Asien kommen und man 20 Jahre Forschung und Entwicklung aufholen muss...
Ich bin ja schon dankbar, dass es die Serie überhaupt noch gibt. Aber ich will, dass es sie noch sehr lange gibt. Dazu braucht man einen Langzeitpl...äh...eine Vision für die Zukunft, und die gibt's nur, wenn man sich im Klaren über die eigene Historie ist.
Klaus war überrascht über das allgemeine Interesse an Band 3000. Ich nicht. Wir haben hier die größte SF-Serie der Welt. Und seit einigen Jahren ist die SF in den visuellen Unterhaltungsmedien allgegenwärtig, jeder Blockbuster ist jetzt ein SF-Film, die Marvelfiguren sind genauso alt wie PR, und gerade der heißeste Scheiß. SF ist Mainstream.
Und PR hat noch eine Auflage, keinen Weltcon zum Jubiläum, usw...
Ich bin sicher, das Klaus sehr gute Arbeit leistet, dass die meisten mit Herzblut dabei sind, aber ich bin auch sicher, dass wir uns unter Wert verkaufen, zuwenig risikobereit sind, zu uncool. Wir verwalten die Asche, statt die Flamme weiterzutragen. Ich wiederhole mich, wie die Serie selbst.

@Lale: Wenn Dich die Resets nerven, aber gleichzeitig die Gründe dafür egal sind, dann weiß ich auch nicht weiter.
Zu den Sternen !
Benutzeravatar
Offline
LaLe
Superintelligenz
Beiträge: 2283
Registriert: 26. Juni 2012, 12:42
Wohnort: Lübeck
Das ist ganz einfach. Es gibt für mich keine "guten" Gründe für einen persistenten Reset insofern sind mir etwaig vorgebrachte Gründe egal. Ob nun Geschichtsvergessenheit, - verdrossenheit, der Wille "etwas Neues" zu schaffen oder die Angst, Neuleser mit der Serienkomplexität zu überfordern, ist mir alles Latte. Wir haben es bei PR mit einer Serie zu tun, die den Anspruch erhebt eine fiktive Geschichte der Menschheit in der Zukunft zu erzählen. Und da finde ich es verwunderlich, was alles gegen Zyklusende regelmäßig über Bord gespült wird. Und das ohne Not. Eine fortlaufende Geschichte baut für mich auf Vergangenem auf.

Dass eine Hyperimpedanz ein gewaltiger Eingriff ist und damit einiges an fernen Dingen erst einmal raus ist, konnte ich nachvollziehen und fand das auch schlüssig. Aber davor - ich stieg mal im Cantarozyklus in die EA ein - brauchte es keine HI um die Cantaro und Anoree nach 1499 zu vergessen, die Linguiden zu einer Randnotiz werden zu lassen oder die Große Leere jwd zu belassen. Aber selbst nach der HI machte man weiter. Die Völker des Sternenozeans hatte ich schon erwähnt. Polyport ist, wenn ich das richtig mitbekommen habe, Geschichte, vom Neuroversum blieb nichts nach (gut, da wurde gefühlt innerhalb von zwei Jahren ein zeitlich marginaler Geschichtsabschnitt von zwei Wochen geschildert) und die Atopen sind raus?

Die Gründe für die Resets sind mir also auch insofern egal, als ich nicht den Hauch einer Chance sehe, die Serienmacher dazu zu bewegen es anders zu handhaben. Anstelle einer (für mich) konsistenten Fortentwicklung wird es immer wieder ein Wühlen in uralten Schatzkisten geben um einzelne Bruchstücke der Vergangenheit hervorzukramen um so ein historisches Serienfeeling zu erzeugen. Das ist es aber nicht was ich mir wünsche.

Klar gehöre ich zu denen die z. B. am lautesten nach der SOL rufen und sich über die kommende Miniserie freuen. Sehr viel mehr hätte ich mich darüber gefreut, wenn deren Mission, die wohl mit Schauplätzen des Negasphärenzyklus zusammenhängt, immer wieder in den danach laufenden Zyklen Erwähnung gefunden hätte. Im Sinne einer konsistenten Handlungsfortschreibung.

Auch schätze ich das Bestreben der Schreiber, "alten Ballast" über Bord zu werfen um "freier" neue Geschichten zu erzählen, recht hoch ein. Dass dann bei mir erst recht der Eindruck entsteht dieselbe Geschichte immer wieder zu lesen, liegt IMO aber nicht nur an einer weitest möglichen Abstraktion eines Zykenablaufes. Neue Völker und neue Handlungsschauplätze machen für mich nicht zwangsläufig eine neue Geschichte. Und tolle Einzelromane machen keinen guten Zyklus. Für tolle Einzelromane muss ich keine Serie lesen.

Ich hoffe, das war nachvollziehbarer. :)
Die Katze grinste.
"Hierzulande ist jeder verrückt. Ich bin verrückt. Auch du bist verrückt."
"Woher weißt du, dass ich verrückt bin?"
"Sonst wärst du nicht hier", antwortete die Katze.

Lewis Carroll, Alice im Wunderland
Benutzeravatar
Offline
old man
Zellaktivatorträger
Beiträge: 1875
Registriert: 29. Juni 2012, 19:43
Wohnort: Bruchhausen
LaLe hat geschrieben:
Die Gründe für die Resets sind mir also auch insofern egal, als ich nicht den Hauch einer Chance sehe, die Serienmacher dazu zu bewegen es anders zu handhaben. Anstelle einer (für mich) konsistenten Fortentwicklung wird es immer wieder ein Wühlen in uralten Schatzkisten geben um einzelne Bruchstücke der Vergangenheit hervorzukramen um so ein historisches Serienfeeling zu erzeugen. Das ist es aber nicht was ich mir wünsche.

(...)

Ich hoffe, das war nachvollziehbarer. :)

Yup. :D
Und was Du oben beschreibst, nennt man Geschichtsvergessenheit. :unschuldig:
Anstatt fortzuerzählen, zu respektieren, wird ein nach dem anderen Goldstück aus der Schatztruhe genommen, und ausgegeben für den billigen Effekt. Das ist respektlos.
Ich verstehe auch Deine Hoffnungslosigkeit, versuche aber (noch), dagegen anzukämpfen. Ich würde gerne Begeisterung erzeugen, bei den Autoren und den Lesern, als rumzumotzen, ehrlichgesagt.
Zu den Sternen !
Benutzeravatar
Offline
LaLe
Superintelligenz
Beiträge: 2283
Registriert: 26. Juni 2012, 12:42
Wohnort: Lübeck
Dann lass es mich mal so sagen, mir sind nicht nur die Gründe egal, mir ist auch wurscht wie man sie bezeichnet. :D
Die Katze grinste.
"Hierzulande ist jeder verrückt. Ich bin verrückt. Auch du bist verrückt."
"Woher weißt du, dass ich verrückt bin?"
"Sonst wärst du nicht hier", antwortete die Katze.

Lewis Carroll, Alice im Wunderland
Benutzeravatar
Offline
Klaus N. Frick
Kosmokrat
Beiträge: 8464
Registriert: 25. Juni 2012, 22:49
Carrasco hat geschrieben:
Mein Gott, wie fantasie- und vor allem mutlos ist das denn? Wo bleibt der Mut zu größeren, grundsätzlicheren und vor allem irreversiblen Veränderungen? Warum wird das Schema F immer nur abgewandelt, aber - bislang - nie wirklich über den Haufen geworfen? Wann wird der Leser mal wirklich überrascht, hinter die Fichte geführt, geschockt?


Ich werde nie vergessen, wie wir bei Band 2200 mal so richtig mutig waren. Und wie wir da so viel geändert haben. Und wie die Leser darauf reagiert haben. Mut wird nicht belohnt ... :rolleyes:
Offline
123Kid
Marsianer
Beiträge: 257
Registriert: 8. Februar 2019, 13:18
Fehler sind dazu da gemacht zu werden.
Erfahrungen scheinen häufig tiefgreifender wenn sie aus einem Fehler entstanden sind.

Ich denke man sollte hierbei nicht so viele Thesen aufstellen.
Wittenberg ist lange her und PR sollte kein Glaubensbekenntnis sein. :D

Irgendwie kann das alles nicht so falsch gewesen sein, sonst wären wir nicht hier.
VorherigeNächste

Zurück zu Allgemeine Diskussionen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste