Zyklen im Licht von Band 3000: Mythos Erde

Diskussionen zur aktuellen Handlung mit Spoilergefahr
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old man
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nanograinger
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Carrasco hat geschrieben:Du hast ja Recht mit deinem "Das war schon immer so, das war nie anders."

Aber erstens bin ich eben im Laufe der Zyklen älter geworden, und damit auch kritischer.

Zweitens hab ich einfach mehr Schema F Zyklen auf dem Buckel als vor 20 Jahren. Der Wunsch nach etwas radikal Neuem wird mit jedem Zyklus, der letztlich doch wieder in den althergebrachten Mustern verläuft, größer.

Kann ich nachvollziehen. Aber wie schon gesagt: Wesentliche Änderungen oder gar Schocks werden von den wenigsten hier goutiert, da reicht ein kurzer Blick ins Forum. Und nach einer "radikalen" Änderung muss es dann ja auch "normal" weitergehen, denn eine "radikale" Änderung nach der anderen will vermutlich überhaupt niemand. Der Zeitsprung und die "neuformatierte" Milchstraße von PR 3000 verucht beides, eine radikale Änderung ohne zugleich alles vorher dagewesene über Bord zu schmeißen. Prompt kommt natürlich die Kritik von beiden Seiten, den einen geht das viel zu weit, den anderen nicht weit genug. Die Mitte kannst du (vielleicht) in der Abstimmung zum Roman erkennen.

Carrasco hat geschrieben:Um es mal konkret zu machen, zwei Beispiele:

Nein, der Weltenbrand hätte in 2999 nicht alle Milchstraßenbewohner dahinraffen müssen. Aber wie wäre es gewesen, wenn die Ekpyrosis in ihrem Endstadium zu einer völligen Stasis allen biologischen Lebens geführt hätte? Die Milchstraße für ein paar Hundert Bände im biologischen Winterschlaf, ein Eldorado für postbiologische Lebensformen. So ab Band 3500 hätte man sie ja meinetwegen wieder "auftauen" können, zumindest teilweise. Dieser "Alles wieder gut" Reset alle 100 Bände verniedlicht die vorher groß ausgemalten Gefahren, und man denkt sich danach oft nur noch: "War da was?"

Frag mal unter deinen Freunden, wer ein paar Hundert Bände nur über postbielogische Lebensformen lesen möchte. Würd mich sehr wundern, wenn da großer Zuspruch käme. Aber ich sehe das Thema postbiologische Lebensformen keineswegs als abgeschlossen, bloß weil AvA gescheitert ist. Dafür ist das Thema zu präsent auch in unserer Realität.

Zu "Resets" und "Alles wieder gut" habe ich eine sehr andere Meinung als du oder LaLe (mit ihm hatte ich schon vor 6 Jahren darüber diskutiert). Denn faktisch ist keineswegs "alles wieder gut". Das ist ja u.a. der Grund, warum manche Foristen die dystopischen Elemente in PR im Vordergrund sehen.
Carrasco hat geschrieben:Zweites Beispiel: Wie wäre es, wenn Perry Rhodan (gewollt oder ungewollt) schuld an Toio Zindhers und Shinaes Tod wäre? Zumindest aus Bullys Sicht? Welcher Hass und welche Rachegefühle würden da wohl in ihm - unterstützt durch den chaotarchisch geprägten ZA - entstehen? Bull könnte gut und gerne 500 Bände als PRs Todfeind, mal in erster Reihe, mal mehr im Handlungshintergrund als dräuendes Damoklesschwert.

Warum sollte ein chaotarchisch geprägter ZAC "Hass und Rachegefühle unterstützen"? Und wollen wir wirklich eine Serie lesen, in der unsere Helden sich beginnen zu hassen?Was für eine Version von positiver Utopie ist das denn?

Ich würde es durchaus begrüßen, wenn sich eine Meinungsverschiedenheit bspw. zwischen Bull und der RT-Besatzung länger hinzieht als die damalige Konfrontaton zwischen Perry und Atlan im Aphilie-Zyklus (PR 765 und davor). Die Situation ist ähnlich gestrickt, wobei sich ja Bully aktuell nach seinen Freunden sehnt. Das könnte aber sich schnell als Reinfall entwickeln, insbesondere wenn Perry sich einredet, dass Bully vom ZAC beeinflusst wird und deshalb seine Weisheit nicht anerkennen möchte. Wenn es so kommt, bin ich gespannt, wie sich die anderen Protagonisten aufteilen.
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LaLe
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Klaus N. Frick hat geschrieben:
Carrasco hat geschrieben:
Mein Gott, wie fantasie- und vor allem mutlos ist das denn? Wo bleibt der Mut zu größeren, grundsätzlicheren und vor allem irreversiblen Veränderungen? Warum wird das Schema F immer nur abgewandelt, aber - bislang - nie wirklich über den Haufen geworfen? Wann wird der Leser mal wirklich überrascht, hinter die Fichte geführt, geschockt?


Ich werde nie vergessen, wie wir bei Band 2200 mal so richtig mutig waren. Und wie wir da so viel geändert haben. Und wie die Leser darauf reagiert haben. Mut wird nicht belohnt ... :rolleyes:

Ich werde nie vergessen wie enttäuscht ich nach 2299 war, dass alles was mit 2200 aufgebaut wurde wieder Geschichte war. Fand ich jetzt nicht sonderlich mutig.

@nanograinger
Reset heißt für mich nicht "alles wieder gut" sondern "alles Neue wieder weg". Auch das Gute im Neuen.
Die Katze grinste.
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"Woher weißt du, dass ich verrückt bin?"
"Sonst wärst du nicht hier", antwortete die Katze.

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nanograinger
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LaLe hat geschrieben:@nanograinger
Reset heißt für mich nicht "alles wieder gut" sondern "alles Neue wieder weg". Auch das Gute im Neuen.

Schon klar, wir brauchen unsere Diskussion von vor 6 Jahren nicht wiederholen.

Aber wie im richtigen Leben hat auch die PR-Serie das Problem, dass man nicht ständig Neues dazupacken kann, ohne auch Altes auszumustern. Das sind nun mal die facts of life.
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Julian
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Skaarganis hat geschrieben:Moin moin.

nanograinger, ich lese PR mittlerweile seit Anfang der 80er, habe aber erst seit dem Zyklus "Sternenozean" den Eindruck, dass es nur noch minimale Fortschritte gibt, man quasi auf der Stelle tritt. Das war mal anders und ein Merkmal der Serie. In einem von vielleicht 200 Romanen kann man mal so eine Andeutung erkennen, dass es jenseits der Kosmokraten/Chaotarchen noch etwas anderes gibt, aber das war es dann meist auch schon. Eine Weiterverfolgung erfolgt einfach nicht.

Grüße von Skaarganis

Mors Mors,

also seit den Atopen und THEZ steht doch fest wie eine zukünftige Entwicklung in Rhodan Classic enden kann? Rein spekulative Niederschriften waren dies zwar letztendlich, weil alles geschert wurde, also sich so noch einmal zum Besseren(?) aus der Sicht von Atlan wandelte.

Mir ist es lieber es bleibt bei dem Senso of Wonder und der Boden gebundenen Handlung. Aber ich möchte auch mehr Miteinander lesen, als Auseinandersetzungen. Alles "magische" zu verraten, wäre unklug. Weil jeder wohl von uns eine ganz andere Sichtweise hat.
Ein Rätsel sollte auch zumindest ein Rätsel bleiben, und nicht immer wieder gewisse verschiedene Sichtweisen zulassen.
Als Beispiel: Das Gesetz

Bestimmt Dinge im Rhodan-Universum brauchen nicht unbedingt eine absolut stimmige Erklärung.

Der Erbe des Universums,

das war einmal früher ein passender Slogan als Überbau, der wahrscheinlich zu lange in den Köpfen der Leser damit auch verankert wurde.
Was würde denn passieren, wenn er das Erbe antritt? Er lehnt einfach ab, wegen der Verantwortung die damit verbunden ist?
Eine Variante davon, der Erbe des Wanderer, gab es doch im gerade vergangenen Zyklus "Genesis" zu lesen.


gr J

wieder auf dem Weg der Besserung und damit
Ad Astra
Neugier, Trailer, Spoiler - der Weg zur dunklen Seite sie sind.
"Es ist ein Gesetz, daß das Universum intelligentes Leben tragen soll". (Atlan 499)
»Nachor dachte darüber nach, aus welcher schier endlos großen Menge täglicher Erlebnisse sich die Persönlichkeit eines Lebewesens formte, wie vielen Veränderungen und Verfeinerungen ein Charakter ausgesetzt war, wie er wachsen konnte oder zerbrechen unter dem Eindruck immer neuer, nie versiegender Erfahrungen ...«
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Skaarganis
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nanograinger hat geschrieben:Aber wie im richtigen Leben hat auch die PR-Serie das Problem, dass man nicht ständig Neues dazupacken kann, ohne auch Altes auszumustern. Das sind nun mal die facts of life.


Moin moin,

ich fände es besser, wenn "Altes" ordentlich beendet würde, statt direkt auszumustern. Hinterlässt auch weniger offene Enden, an die sich die Leserschaft noch Jahre später erinnert.

Grüße von Skaarganis
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123Kid
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Erwartung, daß ist beim Lesen wohl grundsätzlich ein Thema.

Aber eigentlich ist es verwunderlich das hier die eigene Erwartung scheinbar viel wichtiger ist als bei anderen Waren.

Dabei ist die mögliche Einflussnahme hier doch genau so gut oder schlecht wie z. B. bei Schuhen.

Ob es im Birkenstockforum ähnlich Diskussionen gibt?

Ich denke bei PR versucht man immer, eine möglichst große Schnittmenge zu erreichen.

Alles andere macht doch auch keinen Sinn.
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LaLe
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@nanograinger
Meine Kritik geht eher in die Richtung, dass man Neues einführt und gleich wieder (sinnfrei) entsorgt bevor noch Neueres eingeführt wird. Ich habe absolut kein Problem damit wenn mal ein ZA-Träger gehen muss oder ein zentraler Planet kabinettisiert wird oder etc. pp..

Die Tekener-Hysterie habe ich nie verstanden. Gut, nun bin ich auch mit den Cantaro und Linguiden "groß" geworden. :D

Das sind übrigens zwei Zyklen, die IMO, bei allem was man hinterher wieder entsorgte, noch am meisten nachhaltigen Impact hatten.
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old man
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123Kid hat geschrieben:Erwartung, daß ist beim Lesen wohl grundsätzlich ein Thema.

Aber eigentlich ist es verwunderlich das hier die eigene Erwartung scheinbar viel wichtiger ist als bei anderen Waren.

Dabei ist die mögliche Einflussnahme hier doch genau so gut oder schlecht wie z. B. bei Schuhen.

Ob es im Birkenstockforum ähnlich Diskussionen gibt?


Ich kenn da eine Frau, die kann stundenlang über Birkenstock reden. B-)
Der Unterschied zwischen PR und Schuhen sollte einleuchten. Daß PR mehr ist als eine Ware, auch. Und wir sind nicht in erster Linie Kunden, sondern Leser, die sich an einem kreativen Prozeß beteiligen.
Mir kommt das hier vor wie Mambo-Tanzen, die Besten sind die, die Latte am tiefsten hängen. B-)
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astroGK
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Klaus N. Frick hat geschrieben:Ich werde nie vergessen, wie wir bei Band 2200 mal so richtig mutig waren. Und wie wir da so viel geändert haben. Und wie die Leser darauf reagiert haben. Mut wird nicht belohnt ... :rolleyes:

Ja das ist richtig. Zuerst der Schrei nach Veränderung, aber wenn sie dann tatsächlich durchgeführt wird dann beginnt das große Klagen. Allein wie auf Tekeners Tod reagiert wurde, hat gezeigt wie wenig Veränderung tatsächlich erwünscht ist. Es soll einfach nur spannend sein, unterhalten und die Kernelemente müssen erhalten bleiben, so der Wunsch der ganz großen Mehrheit. Daher ist das Zurückdrehen auf nahezu Null am Ende des Zyklus offenbar die einzig richtige Entscheidung. Von daher werde ich auch bei diesem Zyklus kein Stück mich ärgern, wenn es auch diesmal wieder so ist. 100 Bände, eine Geschichte von sozusagem Guten gegen sogenanntes Böses und ein furioses Finale. Danach kann alles was neu eingeführt wurde, wieder in der Versenkung verschwinden, damit Platz für einen neuen Zyklus geschaffen wird.
Zuletzt geändert von astroGK am 1. März 2019, 14:39, insgesamt 2-mal geändert.
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123Kid
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old man hat geschrieben:Und wir sind nicht in erster Linie Kunden, sondern Leser, die sich an einem kreativen Prozeß beteiligen.


Aber ist das nicht genau der Punkt?
Ist das wirklich so? Entsteht nicht genau durch so einen Ansatz eine gewisse Erwartung?

Bitte nicht falsch verstehen, PR und seine Fans, das ist schon etwas besonderes.
Aber letztendlich sind es wahrscheinlich noch ganz andere Faktoren die im internen Entscheidungsprozess eine Rolle spielen müssen.

Letztlich geht es darum, erfolgreich zu sein. Das scheint ja auch zu funktionieren.

Wenn man aber meint, es müsse nur laut und lang genug Erwähnt werden, damit die eigenen Vorstellungen in die Serie einfließen, dann entspricht das nicht der Realität, weshalb es zu nicht erfüllten Erwartungen kommen muss. Deren Folgen, kann man dann hier erleben.

Aber vielleicht liege ich da auch ganz falsch. :unsure:
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nanograinger
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123Kid hat geschrieben:Wenn man aber meint, es müsse nur laut und lang genug Erwähnt werden, damit die eigenen Vorstellungen in die Serie einfließen, dann entspricht das nicht der Realität, weshalb es zu nicht erfüllten Erwartungen kommen muss. Deren Folgen, kann man dann hier erleben.

Leider nicht nur die Folgen, auch die "Stimmungsmache" davor (um Jogo und Mr. Frost zu zitieren).
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123Kid
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Ja, das ist wohl so.
Ich habe allerdings etwas vergessen zu erwähnen, die Autoren haben natürlich auch eine Vorstellung davon welche Geschichte sie erzählen möchten. :rolleyes:
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old man
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"Mambo-Tanzen" bedeutet, das Niveau runterschrauben, Erwartungshaltung ist was ganz anderes, die ist bei mir so niedrig wie noch nie, und ich kann den neuen Zyklus wirklich genießen, kein Witz.
Aber wir wandern frohgemut in die Bedeutungslosigkeit, weil alle so tun, als sei alles okay so, wie es ist.
Einflußnahme der Leser? Die sollte sehr gering sein. Die Mehrheit der Leser ist eh nicht hier, die liest nur.
Vielleicht irre ich mich auch B-) , ich bin kein typischer PR-Fan, das ist mir klar, aber ich bin einer - ich kann fast mein ganzes Leben an der Serie festmachen.
Ich lass das jetzt mal, mir geht die Motivation aus.
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123Kid
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Also zu erst einmal, hoffe ich, daß du dich jetzt nicht "rausgepickt" fühlst.
Aber deine Aussage hat bei mir zu diesen Überlegungen geführt. Deshalb habe ich sie Zitiert.

old man hat geschrieben:Aber wir wandern frohgemut in die Bedeutungslosigkeit, weil alle so tun, als sei alles okay so, wie es ist.


Den Satz verstehe ich in seinem Zusammenhang nicht.

Vielleicht findest du doch noch einen Rest Motivation um es mir zu erläutern? :D
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Skaarganis
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astroGK hat geschrieben:100 Bände, eine Geschichte von sozusagem Guten gegen sogenanntes Böses und ein furioses Finale. Danach kann alles was neu eingeführt wurde, wieder in der Versenkung verschwinden, damit Platz für einen neuen Zyklus geschaffen wird.


Moin moin,

kurze Frage: Warum sollte man sowas dann noch lesen, wenn es eh alles eine immer wiederkehrende Wiederholung mit anschließendem Reset ist?
Ich lese doch auch nicht den Herrn der Ringe in zig Abwandlungen hintereinander. Die Serie ist bestimmt nicht so langlebig geworden, weil sich alles alle 100 Bände wiederholt.

Ich hatte nicht umsonst geschrieben, dass ich seit dem Sternenozean den Eindruck habe, dass sich das Perryversum kaum noch weiterentwickelt, da am Ende eines Zyklus nahezu alles wieder auf den Ausgangswert zurückgesetzt wird. Die meisten Gimmicks, mit denen das jeweilige Finale furios bestritten wird, sind seltenst auf dem eigenen Mist gewachsen, sondern mittlerweile fast ausschließlich von außen geliefert. Nach dem Finale werden diese Sachen dann schnellstmöglich wieder entsorgt, entweder noch im selben Zyklus oder spätestens im darauffolgenden. Als Leser, der die fortschreitende, auf einander aufbauende Entwicklung früherer Zyklen noch kennt, komme ich mir da veräppelt vor. Genau diese aufeinander aufbauende Bestandteile waren aber der Kitt, der die Zyklen und die Serie zusammen gehalten hat.

Grüße von Skaarganis
Zuletzt geändert von Tiberius am 6. März 2019, 22:50, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Quoting repariert
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nanograinger
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old man hat geschrieben:"Mambo-Tanzen" bedeutet, das Niveau runterschrauben, Erwartungshaltung ist was ganz anderes, die ist bei mir so niedrig wie noch nie, und ich kann den neuen Zyklus wirklich genießen, kein Witz....

Hat hier irgend jemand etwas von "Niveau runterschrauben" empfohlen? Ich wüsste nicht.

"Erwartungshaltungen" kann man viele haben, die sich nicht an der Höhe des Niveaus festmachen lassen. Viele Leute haben Erwartungen bzgl. Personen, Völkern, Raumschiffen, etc. Die SOL ist ein gutes Beispiel dafür. Das Niveau der Serie wird nicht besser oder schlechter, ob die SOL nun mitspielt oder nicht. Trotzdem gibt es in dieser Richtung viele Erwartungen, sowohl positiv als auch negativ.
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Ce Rhioton
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astroGK hat geschrieben:Zuerst der Schrei nach Veränderung, aber wenn sie dann tatsächlich durchgeführt wird dann beginnt das große Klagen. Allein wie auf Tekeners Tod reagiert wurde, hat gezeigt wie wenig Veränderung tatsächlich erwünscht ist.

Da muss ich widersprechen. Bei Tekener ging es keineswegs darum, dass die Figur aus der Serie geschrieben wurde, sondern auf welche Weise.
Ohne Respekt vor der Figur.
Ohne Respekt vor denjenigen, die diese Figur schufen und ihr Leben einhauchten.
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old man
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@123Kid
Ohne Nostalgie, aber rein subjektiv: früher war die Serie ambitionierter.
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopic.php?p=647213#p647213
Kein Mensch ist offenbar dieser Meinung, nur ich. Alle lesen nur "Reset". Und kabbeln sich dann um so ne Nebensächlichkeit.
Früher haben wir uns auch um Nebensächlichkeiten gestritten, aber nebenbei noch Begeisterung aufgebracht.
Der Chefred. sagt, "Mutig sein bringt nix". Und nennt als Argument die jammernden Leser.
Ich erinnere mich noch gut an ein Feldhoff-Interview (RIP), wo der Tenor war, der Leser wolle immer dasselbe.

Sowas führt in die Bedeutungslosigkeit. Die glorreichen Zeiten sind lang vorbei, und es werden viele Gründe dafür gefunden.
Mein Grund ist der Mambo. B-)
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123Kid
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Ce Rhioton hat geschrieben:
Da muss ich widersprechen. Bei Tekener ging es keineswegs darum, dass die Figur aus der Serie geschrieben wurde, sondern auf welche Weise.
Ohne Respekt vor der Figur.
Ohne Respekt vor denjenigen, die diese Figur schufen und ihr Leben einhauchten.

Und das kann man heute ändern?
Ich habe auch zu dehnen gehört, die schon die Trennung von Dao fassungslos aufgenommen haben.

Ist aber so passiert, steht genau so in den Annalen der Serie.

Das mag man mögen oder nicht, aber das ist mit allen Serieninhalten so.

Ich verstehe daher der Aufschrei als es passierte, aber warum man das heute noch Thematisieren muss....

Früher hieß es hier immer, es ist halt eine goddam Heftserie.
Heute heißt es wohl Raketenheftchen.
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old man
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nanograinger hat geschrieben:
old man hat geschrieben:"Mambo-Tanzen" bedeutet, das Niveau runterschrauben, Erwartungshaltung ist was ganz anderes, die ist bei mir so niedrig wie noch nie, und ich kann den neuen Zyklus wirklich genießen, kein Witz....



"Erwartungshaltungen" kann man viele haben, die sich nicht an der Höhe des Niveaus festmachen lassen. Viele Leute haben Erwartungen bzgl. Personen, Völkern, Raumschiffen, etc. Die SOL ist ein gutes Beispiel dafür. Das Niveau der Serie wird nicht besser oder schlechter, ob die SOL nun mitspielt oder nicht. Trotzdem gibt es in dieser Richtung viele Erwartungen, sowohl positiv als auch negativ.


Äh... genau das hab ich doch gesagt?
Und les mal die obigen Posts. PR ist wie Schuhe, wir sind Kunden, das ist doch ein etwas anderes Niveau, oder täusche ich mich da?
Alles ist gut, und wenn einer was kritisiert, will er sich profilieren, und dann schreien alle durcheinander, anstatt zusammen an einem Strang zu ziehen, positiv und konstruktiv mit der Serie mitzu - fiebern. Siehe Signatur.
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Carrasco
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Klaus N. Frick hat geschrieben:
Carrasco hat geschrieben:
Mein Gott, wie fantasie- und vor allem mutlos ist das denn? Wo bleibt der Mut zu größeren, grundsätzlicheren und vor allem irreversiblen Veränderungen? Warum wird das Schema F immer nur abgewandelt, aber - bislang - nie wirklich über den Haufen geworfen? Wann wird der Leser mal wirklich überrascht, hinter die Fichte geführt, geschockt?


Ich werde nie vergessen, wie wir bei Band 2200 mal so richtig mutig waren. Und wie wir da so viel geändert haben. Und wie die Leser darauf reagiert haben. Mut wird nicht belohnt ... :rolleyes:


Das ist aber eine verdammt traurige und desillusionierende Erkenntnis, findest du nicht?
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Ce Rhioton
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123Kid hat geschrieben:Früher hieß es hier immer, es ist halt eine goddam Heftserie.
Heute heißt es wohl Raketenheftchen.

Vielleicht ist es das eben gerade nicht. Sondern weit mehr als das.
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LaLe
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123Kid hat geschrieben:Ich habe auch zu dehnen gehört, die schon die Trennung von Dao fassungslos aufgenommen haben.

Das fand ich richtig gut. Habe ich seinerzeit wohl nicht laut genug geschrien.
Zuletzt geändert von LaLe am 1. März 2019, 15:55, insgesamt 2-mal geändert.
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123Kid
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old man hat geschrieben:@123Kid
Ohne Nostalgie, aber rein subjektiv: früher war die Serie ambitionierter.
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopic.php?p=647213#p647213
Kein Mensch ist offenbar dieser Meinung, nur ich. Alle lesen nur "Reset". Und kabbeln sich dann um so ne Nebensächlichkeit.
Früher haben wir uns auch um Nebensächlichkeiten gestritten, aber nebenbei noch Begeisterung aufgebracht.
Der Chefred. sagt, "Mutig sein bringt nix". Und nennt als Argument die jammernden Leser.
Ich erinnere mich noch gut an ein Feldhoff-Interview (RIP), wo der Tenor war, der Leser wolle immer dasselbe.

Sowas führt in die Bedeutungslosigkeit. Die glorreichen Zeiten sind lang vorbei, und es werden viele Gründe dafür gefunden.
Mein Grund ist der Mambo. B-)


OK, nun kann ich dir folgen.
Oder auch wieder nicht.

Deine Vermutung wie die heutigen Macher die Serie interpretieren, ist in meinen Augen etwas gewagt, aber ich denke du willst damit auch durchaus etwas überzeichnen.

Aber als jemand der die Serie jetzt auch schon seit den Achtziger liest, sehe ich das etwas anders.

Ich gebe zu, das mich die erste 1000 Hefte faszinieren, auch heute noch.

Interessant finde ich nur bei mir selbst,
das es eher die ersten 100 Hefte sind, welche ich am häufigsten gelesen habe.

Aber für mich liegt es daran, daß hier ein Aufbruch beschrieben wird, der so mitnimmt, daß man alle Unzulänglichkeiten überließt, etwas von dem ich behaupten würde, das man das in einer Serie so nicht wiederholen kann.

Vielleicht fasziniert mich deshalb auch der aktuelle Eschbach so, dass ich ihn kaum aus den Händen bekomme.

Aber auch in den Romanen nach 1000 gibt es Zyklen die ich mehrfach gelesen habe.
Und was RF betrifft, den mag ich noch immer und er steht für mich in einer Reihe mit Scheer und Voltz.

Also aus meiner Sicht, kann ich leider deine Meinung über die Ambitionen der Serie auch nicht teilen. Vielleicht gibt es in anderen Zeiten andere Ambitionen?
Ich meine jedenfalls soetwas aus den vielen Zyklen herauslesen zu können.

Allerdings halte ich es für unwahrscheinlich das du damit allein bist. :D
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