Der Friede-Freude-Eierkuchen-Zyklus

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Der Friede-Freude-Eierkuchen-Zyklus

Beitragvon Goshkan » 7. Mai 2019, 14:52

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Goshkan
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Laut Wim Vandemaan stand der Mythos-Zyklus in harter Konkurrenz mit einer Idee, die alle Leserwünsche zufrieden stellen sollte. Klingt an sich nicht schlecht - so als Minizyklus oder Bastei-Band aus gesegneter Feder ... Es gibt durchaus Romane, die ohne große Schlachten und Action auskommen. Einen ganzen Zyklus indess würde ich bei PR auch nicht auf die Art lesen wollen. Wem würde ich das zutrauen? Kai Hirdt? Wim himself? Leo Lukas? Oliver Fröhlich? Frank Böhmert jedenfalls auch :st:
Katrone aus Überzeugung.
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Goshkan
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Jüngst habe ich einen Text von Ursula K. Le Guin gelesen (*), der zu diesem Thema hier passt, weshalb ich ihn gern zitieren möchte:

Krieg als moralische Metapher ist beschränkt, einschränkend und gefährlich. Durch eine Reduktion von Handlungsoptionen auf »Krieg gegen« was auch immer teilt man die Welt in Ich und Wir (gut) und Sie oder Es (schlecht) und reduziert die ethische Komplexität und den moralischen Reichtum unseres Lebens auf ja / nein, an / aus. Das ist kindisch, irreführend und entwürdigend. Es entzieht Geschichten jede andere Lösung als Gewalt und bietet dem Leser nichts als infantile Vergewisserung. Die Helden [...] verhalten sich allzu oft genauso wie die Bösewichte und üben hirnlose Gewalt aus, mit dem einzigen Unterschied, dass der Held auf der »richtigen« Seite steht und deswegen gewinnen wird. Recht schafft Macht.


Die Frau war genial. Ich liebe ihre Geschichten!

* Nachlesen kann man das zum Beispiel hier.
Katrone aus Überzeugung.

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