Zyklusfazit "Die Jenzeitigen Lande"

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Zyklusfazit "Die Jenzeitigen Lande"

Beitragvon nanograinger » 7. September 2016, 19:01

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nanograinger
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Registriert: 18. Mai 2013, 16:07
Wie man in den Spoilerthreads sehen kann, ist es nie zu früh für einen Thread zum Zyklusfazit, deshalb stelle ich dieses Thema auch im "Spoiler-Bereich" ein.

Meine eigene Meinung zu Stärken und Schwächen des JzL-Zyklus werde ich bei gegebener Zeit schreiben, hier zunächst eine Auswertung der Polls zu den Romanen des Zyklus.

Autorin/Autor
Story
Zyklus

Die Daten zu den Plots kommen von http://pr.mapfa.de/ . Die Plots zeigen die Abweichungen vom globalen Durchschnitt der jeweiligen Kategorie, die Stand heute morgen bei Autor: 2,006; Story: 2,422; Zyklus: 2,590 lagen. Dabei ist das Vorzeichen so gewählt, dass eine bessere Wertung (kleinerer Zahlenwert) positive Werte annimmt (Werte zu einem bestimmten Roman werden vom globalen Durchschnitt abgezogen).

Damit aber trotzdem ein Startpunkt für diesem Thread gesetzt wird, zitiere ich hier drei Postings vom Foristen HerbertSeufert, der die Kritik mancher Foristen offenbar treffend ausgeführt hat. Ich persönlich stimme mit den meisten seinen Punkten zwar nicht überein B-) , und nicht alles bezieht ganz direkt auf das Fazit zum laufenden Zyklus, aber ich fände es schade, wenn seine Postings im Spoiler-Tread zu PR 2872 "untergehen" würden.

Erstes Zyklus-Posting von HerbertSeufert vom 6. September 01:37
HerbertSeufert hat geschrieben:
Spoiler:
Ich möchte meine geäußerte Verwunderung über die "sehr adaptive" Schilderung der Tiuphoren bzw. ihres Oberkommandierenden in
vorliegendem Band noch etwas ergänzen durch ein paar Gedanken zum Gesamtzyklus seit 2700:

Im Grunde bin ich entspannt, aber doch sauer über den seit 2700 laufenden Großzyklus.

So etwas Verquastes wie diesen Zyklus hat es bei Perry Rhodan noch nie gegeben!

Bisher 172 Hefte sprunghaft und relativ wirr durch die Perry-Historie gehopst, tausend Themen angerissen, kaum etwas befriedigend geklärt.

Vorgaben groß angekündigt ... und Nichts dahinter!

Kurz vor Torschluss wird beiläufig mal der Techno-Mahdi in einem Gespräch erwähnt, war zuvor nach beworbener Ansage einer der großen Zyklusthemen. Na ja, vielleicht ist es auch nur eine verquaste Philosophierichtung.

Adaurest? Nein danke! Bisher gar nichts!

Aus Dunkelwelten nichts gemacht! Was schlummerten da angeblich für obskure Gefahren in der Tiefe, wenn ich mich an die Zyklusanfänge mit der Rettung Tolots erinnere.

Was die Kombination Milchstraße mit Larenhausen überhaupt sollte: Wer weiß!
Revisited!
Bully wurde dort zwischengelagert.

Polyport kommt auch wieder mal vor und verschwindet gleich ganz, nachdem der Matan einen sinistren Zugriff um mindestens 5 Ecken gewagt hatte.

Der letzte Dolan flog vorbei und dann schnell davon.

Etwas MDI musste wohl dabeisein, aber es blieb beim Titel Maghan für Vetris Molaud.
Dessen am Anfang merkwürdig spinnender und müde machender Zellaktivator funktionierte später dann auch problemlos.

Der Moose- und Flechten-Matan Addaru X, lange verschwunden und jetzt irgendwie böse und doch nicht ganz. Warum er gänzlich unverletzlich war beim Besuch auf Terra, das bleibt spekulativ!

Seltsame Überwesen wie PEND und lustige Benetah-Würmer.

Jajs und ähnliche Völker der Atopie fast vergessen.
Ordische Stelen abgehauen.

Atopische Ordo, was sollte das?
Linearraumflugverbot lange nicht mehr existent, schon vor der politischen Annäherung der Terraner zu den Onryonen.

Verschwurbelte Zeitlinien und unendlich zähe Reise in die Jenzeitigen Lande!
Atopischer Synaptor und Vigintilliarden-Gesicht, vielleicht kommt da noch was im Endband des Zyklus.
Was war oder ist mit den vielen Weltenenklaven der Atopie, die untereinander nicht in Verbindung stehen?

Was hätte man aus der Vorgeschichte Archetims machen können und was aus ERSTIE?!!!!
Traurig!
Was ist mit Archetims Turm?
Tiuphoren: Entsetzlich!
Bacctourat, ja, das gibt's auch! Oder gab es oder wird es geben!

Noch etwas Kreuzgalaxis gefällig?
Die Jenzeitigen Lande, eine ziemliche Ansammlung von Skurrilitäten und Idiotien.
Was macht man eigentlich, wenn man weiß, dass man im Geschichtsbuch des Universums auf Seite 5 agiert und das Ganze einen Umfang von 100 000 Seiten hat, die aus bestimmter Sicht schon geschrieben sind?

Wahrscheinlich durfte der Abgesandte der Instanz die Ras Tschubai nicht betreten, weil deren Ende auch schon klar ist.
Entweder jetzt oder im kommenden Zyklus.

Damit es da künftig mit den Fernreisen nicht zu dicke kommt, wurde auf der Heimreise aus Larenhausen ja die Verblödungsproblematik der Suspension beschrieben, die es zuvor so nicht gab.

Irgendwie ziemlicher Murks, der Zyklus, wahrscheinlich mit dem Endergebnis einer SI-freien Superzone durch die EIRIS-Kehre, die plötzlich ein Hauptgegenstand des Zyklus zu sein scheint.
Auch die Wandernden Städte tauchten wieder mal kurz auf.
Der geheimnisvolle Quick-Silver, was ist eigentlich mit dem? Was hat er beim Untergang der Jule-Verne gerettet und wie? Weißer Raum?
Nach Allerorten?
Dieses von skurrilen Völkern bewohnt, die in der Masse nichts aber auch gar nichts für ein solches Hightech-Konstrukt qualifiziert.

Was ist aus Toufec geworden? Was aus Aures?
Was aus diesem Allerorten?

Egal wie, in den 2 verbleibenden Bänden ist keine Lösung mehr möglich.

Viel sinnloses Geschwurbel um nicht Viel!
Wahrscheinlich ist Band 2874 auch wieder auf 80% beliebiger "menschelnder" Nebenhandlung und etwa 5 Seiten Kerninhalt einer Zyklusauflösung basiert.

Ein Riesenzyklus mit einigen Grundüberlegungen wurde aufgesetzt, dazwischen fast Alles sinnarm angerissen, was die Perry-Historie irgend hergibt!

Keine Erklärung für den Kardinalfraktor Bostich, dafür jetzt seit längerem ein Wesen mit Haluterarm, der schon mal ein tiuphorisches Sterngewerk im Alleingang zerstört.
Wozu man ihn brauchte, weiß man nicht.
Ich hoffe, er wird zum Schluss mit irgendeinem Sinn entsorgt, die Arkoniden leben ja jetzt auf Terra ganz gut und der Rest träumt im Messingimperium.

Möglicherweise ist sein Arm der gesuchte Adaurest.

Posbis, etwas verseucht, und sonst?
Weltenbrand?
Wahrscheinlich die Zerstörung der meisten Zeitlinien, jedenfalls Ende der Beliebigkeit der rhodanschen.
Zeitzugriff vom Ende des Universums her nicht mehr möglich.
Das wäre zu wünschen!
Keine Zeitreisen mehr in den nächsten 500 Bänden, sofern es die Serie überhaupt noch so lange gibt!
Das Thema ist komplett ausgelutscht und nervt nur noch!

Die Expokraten hatten angeblich einen Plan, nur der geneigte Leser erfasste ihn von Anfang an nicht und später verstand er ihn immer weniger!
Ich habe sogar den Eindruck, dass man die ersten hundert Bände einfach mal dies und dann jenes schrieb, irgendetwas Erratisches passierte immer.
Die Vier Eroberer des Maghan, schnell nach Tötung Tekeners entsorgt.
Bis auf Toio Zindher, von der man auch nicht mehr viel hört.
Vielleicht ist sie als Nachfolgerin Molauds geplant.

So um den Band 2780 herum fing man an zu überlegen, dass das Ganze irgendwie einen tieferen Sinn ergeben müsse und konstruierte und frickelte auf wackliger Basis.

Zu 2799 bzw. 2800 hin war absolut nichts geklärt!
Ein Novum der Rhodan-Geschichte.
Zu 2872 ist es übrigens auch noch nicht allzuviel.

Bei allem Zutrauen zu Atopischen Machtmitteln ist es völlig unglaubhaft, dass Matan Addaru X nach Abreise Rhodans alle Tiuphoren der prähistorischen Milchstraße im Alleingang vernichtet hat.

Wahrscheinlich endet das Ganze in 2874 in einer Art von ärgerlichem Winseln.

Alles auf "dystop" setzen ist halt auch kein Plan und schon gar keine Lösung, das ist zwar oft so im wirklichen Leben und der Politik, aber eine Unterhaltungsserie ist so expokratisch nicht inszenierbar.

"Bar jeder Hoffnung", dieses Wortspiel auf der Eingangsseite (Seite 4), im Intro von Band 2870, ist kennzeichnend für den ganzen Doppel-Zyklus und vermutlich auch für seinen Abschluss!
Dakkar-Spanne und Gholdorodyns Kran sei Dank!
Vielleicht macht ja auch irgendein PEND noch etwas oder die Benetah-Würmer fressen Atopie und


Zweites Zyklus-Posting von HerbertSeufert vom 7. September 02:07
HerbertSeufert hat geschrieben:
Spoiler:
Das gefühlte Missbehagen an dem vom Exposéteam Christian Montillon und Wim Vandemaan verantworteten, aktuell in Teil 2 laufenden Großzyklus ist manchmal schwer in Worte zu fassen.

Es ist nicht gleichmäßig präsent, doch genügen immer wieder kleinere und größere Disharmonien, um Zweifel an der Konzeption nie ganz ersterben zu lassen.

Ich maße mir gewiss kein gültiges Urteil an, denn dazu kenne ich die Hintergrundsgeschichte der Planung und Entstehung der Großgeschichte zuwenig.
Und, es ist sicher ein schweres Geschäft.

Trotzdem kann ich mich selten des Eindrucks erwehren, dass unsere beiden expokratischen Protagonisten zuviel des Guten wollten und oft genug vor lauter schnell gepflanzten Bäumen den gesamten Wald und das Klimaziel der Plantage aus den Augen verloren.
Manchmal sogar die plausible und naheliegende "Holzgewinnung".

Dabei schätze ich Wim, bürgerlich Hartmut Kasper, als Autor sehr, niemand beschreibt "schräge Themen" in derart genial "schräger Sprache" besser. Surreale Wort- und Begriffsneuschöpfungen "always inclusive"!

Niemand brachte uns in unglaublicher Bildsprache die "Dunklen Gärten von Gloin" und damit das transzendente Wesen einer Proto-Negasphäre näher als Wim the Man!

Jeder Roman ein linguistisches Fest der Phantasie, wenngleich Vandemaan auch von Vielen kritisiert wurde und sich manchmal in mystischen Schilderungen der Hintergründe des Wesens des Kosmos verlor, die für den Mainstream nie Bedeutung erlangten und zumeist nicht weiterverfolgt wurden.

Auf jeden Fall eine sprachliche und romanschöpferische Urgewalt, das mussten auch eingefleischte Gegner zugeben. Kein Mann des Allerweltsromans, aber ein Teufelsgeiger der Sprachvirtuosität.

Realität explodierte in Phantasie und Phantasie in unserer Realität.

Wenn man das Unbeschreibliche überhaupt am Zipfel des Mantels fassen kann, Vandemaan verwendete nie ein einzelnes Kleidungsstück, sondern stets die gesamte Sommer- und Winterkollektion.

Christian Montillon, bürgerlich Christoph Dittert, eher ein Meister des spannenden Romans, geradliniger als Wim, mit einem anderen Fokus.

Jedenfalls zwei tolle und verdiente Autoren.

Doch nicht jeder Starfussballer ist ein toller Trainer und nicht jeder geniale Musiker ist der geborene Dirigent oder Kompositeur.

Das Exposé eines Großzyklus gleicht einer Symphonie und so kann das gute Stück durch Vieles außer Takt geraten: seien es unharmonische Längen, seien es Misstöne oder disharmonischer Einsatz der Streicher und Bläser.
Manches ist vielleicht deutlich zu piano gewichtet, manches zu laut und schrill, mit falschen Ober- und Untertönen.
Klangliche Grundmotive gehen unter oder werden an falscher Stelle wieder aufgenommen.

Wo komme ich mit der Storyline her ... und wo will ich hin?

Mit welchen Mitteln will und kann ich das glückliche oder tragische Ende der Aufführung erreichen und stehen sie zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung?
Wo walze ich aus und wo hopse ich drüber.

An dieser Harmonie scheiterte das Exposéteam - meines Erachtens - nicht selten, sogar den einzelnen Autoren der Perry Rhodan-Truppe merkte man bisweilen die Skepsis am Konzept an.

Vieles aus der Perry-Historie wurde fast zwanghaft abgegrast, oft - effektheischend - schnell verfrühstückt!

Typisches Beispiel: Der "letzte Dolan" auf Ockhams Welt.
Wochenlang angekündigt, zumal älteren Lesern lief das Wasser im Mund zusammen, eine Riesenerwartung in Erinnerung an die legendären lebenden Raumschiffe der Zweitkonditionierten.
Und dann, quasi nur dünne Staffage einer ebenso dünnen Story um die entführte ordische Stele.
Da kam niemals "Dolanfieber" auf.

Vieles war inkonsistent, manches gelang gut wie etwa das neue Kaiserpaar von Olymp.

Viel zu viele Zufälle und Ex machina-Lösungen für sonst unlösbare Probleme.
Von den Benetah-Würmern bis PEND und Gholdorodyns Kran sowie der Dakkar-Spanne oder situativen Supermutanten wie Assan Assoul.

Guckys Schicksal eine einzige Echternacher Springprozession der mutantischen Fähigkeiten und persönlichen Schwierigkeiten, hier gab man aber rasch den traditionellen Lesermeinungen nach, bei Tekeners Tod blieb man hart.

Manche Charaktere gingen scheinbar verloren, ich nenne nochmals Toufec, auch Aures blieb außen vor.

Vom "Chaotarchen" Bully hat man noch nicht viel gemerkt, obwohl viel im Forum spekuliert wurde.

Der Spuk im Rhodans Haus in Terrania, Upper West Garnaru Road, war mit der Allerorten-Breviatur rasch zuende.

Auch das begrenzte Verwirrspiel um den richtigen und falschen Rhodan und die dauerschwangere Richterin blieben ein Zwischenspiel.

Der "mattmachende" atopische Zellaktivator des Vetris Molaud wurde hochspekuliert, plötzlich funktionierte Alles doch bestens.
Das Thema verschwand komplett oder wurde einfach vergessen.
Toio Zindher, eine atemberaubende tefrodische Vitaltelepathin, einzige Überlebende der "Vier Eroberer" war ebenfalls dabei eine große Handlungsträgerin zu werden, dann wurde sie ausgeblendet.

Wer erinnerte sich nach drei Jahren an die kurz eingeführte INSTANZ, plötzlich gab sie wieder ein schnelles Zwischenspiel, kurz vor Zyklusschluss.

Die Tiuphoren waren platt(machend)e Gegner, trotz aller Versprechungen der Autoren.

Das gesamte Konstrukt blieb seltsam, für manche Leser nur abstoßend.
Hier geht's wahrscheinlich weiter zum Kurzzyklus,
vielleicht danach sogar um eine Materiesenke namens TIU.

Über Manches hätte man gern mehr gelesen, über Vieles weniger.
Man hätte z.B. über die Anfänge ARCHETIMS schreiben können, das wäre ein tolles Szenario gewesen.
Darüber hätte man gern mehr gewusst.
Immerhin war das Konzept der SUPERINTELLIGENZ ARCHETIM schon im Neuroversum-Zyklus sinnlos geopfert worden.

Eine erste Superintelligenz ERSTIE, was hätte man da künftig alles schreiben können.

Nix!
Das Konzept gerann als "gefrorener Blitz durchs Universum" zur Atopie.

Rhodans lange angekündigte persönliche Wandlung im Verhältnis zu den hohen und trivianen Mächten: Man wartet immer noch!

Oder war HOSCHPIANS Chronik nur ein Märchenbuch? Aus einer falschen Zukunft.

Plötzlich spricht man nach der EIRIS-Kehre wieder vom vergessenen "Jahrtausend der Kriege".

Roi Danton und SOL stehen noch auf der To Do-Liste, ebenso die Rache der Kosmokraten wegen der verlorenen Ritteraura Rhodans.

Für Atlan soll's hinter die Materiequellen gehen und für Bully zu den Chaotarchen!

Viel zu tun noch!

Vielleicht taucht Alaska Saedelare wieder mal auf,
Tifflor wird wohl dauerhaft "entrückt"!

Vertane Chancen viele, teils unglückliche Zeitverteilung für Wichtiges und Unwichtiges.

Rainer Castor fehlt an allen Ecken und Enden.

Immerhin reagierte Wim Vandemaan vor kurzem mehrfach persönlich im Forum auf zunehmendes Recipienten-Gegrummel.
Er war offensichtlich verwundert und erschrocken, dass Grundaussagen des Zyklus nicht oder ziemlich falsch verstanden wurden.

Vorher gab es nur von Christian Montillon gelegentliche Andeutungen und Erklärungen!

Meine vielleicht wichtigste Bitte an Exposéschreiber und Autoren:
Überlasst wichtige Erklärungen und Deutungen nicht ausschließlich der Metaphysik von Foristen, so wertvoll Phantasie sein mag. So recht zum Serienkanon können solche Leserdeutungen kaum gehören, obwohl da reichlich Gedankenakrobatik und Sekundärinterpretation versucht wurde.

Und denkt daran, es gibt ein Leben der Romankäufer außerhalb der Serie, nicht jeder Rhodan-Addict kann und will inhaltliche Zusammenhänge verstehen, deren Eckpunkte Jahre der Serienzeit auseinanderliegen, er muss es auch nicht.
Vieles davon wirkt auch konstruiert, nicht aus einem stimmigem Guss.
Wer soll dieses lexikalische Wissen permanent bereithalten? Das wissen ja oft genug nicht mal die Autoren.

Rätsellösungen dosiert und portioniert bitte, irgendwie organisch!

Wir sind jetzt nach 173 von 175 Bänden noch nicht sehr weit!
Wahrscheinlich wird es wieder eine Art 2800-Lösung, da ging's einfach mit neuem Fokus weiter und nichts war gelöst.

Niemand kann eine stimmige Aufdröselung in den noch ausstehenden zwei Bänden anbieten, die zumindest die wichtigsten Fragen beantworten könnte.
Es sei denn, man kappt und durchschlägt einfach den falschen Zeitknoten.
Dann ist alles Bisherige perdu!
Abschalten der Synchronie und Kappen der Verbindungen aus der möglichen Zukunft!
Nur Atlan muss wieder zurück.
Vielleicht sagt Thez: "Nu da machd doch eiern Drägg alleene." (Nun, dann macht doch euren Dreck alleine!) ...
Wie Friedrich August III. von Sachsen, vor der Abdankung!



Drittes Zyklus-Posting von HerbertSeufert vom 7. September 12:24
HerbertSeufert hat geschrieben:
Spoiler:
Lieber Trevor Casalle 839!

Im Grunde stimme ich Dir zu!
Das, was Du sagst, setzt aber explizit voraus, dass - zumindest in den Essentials - der Ablauf des Großzyklus von A bis Z vor Beginn, d.h. vor dreieinhalb Jahren, klargewesen sein müsste!

Genau das bezweifle ich, trotz aller gegenteiliger Äußerungen der Expokraten und der Redaktion.

Wenn dem so wäre oder gewesen wäre, ja, dann hätte man dieses von Dir angesprochene "Foregrounding" vielleicht bewerkstelligen können!
So nach dem Motto: "Liebe Leute, fokussiert Euch
mal etwas stärker auf folgende Punkte, der Rest ist eh nur 'Fleisch'!

Einerseits wäre eine solche Vorgehensweise fast erstklässlerhaft, im Sinne von "Betreutem Lesen", zum anderen bezweifle ich eben genau die Tatsache bestimmter fixierter Vorfestlegungen!

Ich nenne mal ein Beispiel:
Stichwort "Gravo-Architekten", die Schöpfer der Dhalaam-Formation in den Alten Sternenlanden der galaktischen Southside.
Sie sollen ja nach Angabe des Kustos, des Wächters des 4-Neutronensterne-Systems, vor über 20 Mio Jahren gegen die Tiuphoren gekämpft haben und seien sogar noch existent.
Es muss sich um ein ultimativ hochstehendes Volk gehandelt haben / handeln, das kaum mit einem Mitglied des sog. Kodex identisch sein kann, auch nicht mit den Ziquamas, den Schöpfern der Purpurteufen.
In der Vergangenheit fiel dieses Volk oder diese Machtgruppe während der Zeitreise der Ras Tschubai nicht auf.

Immerhin verfügten sie über Machtmittel, die - zumindest teilweise - der atopischen Kerntechnik überlegen waren und den Technogeflechtmond in ernste Schwierigkeiten brachte.

Ist dies ein wichtiger Handlungspunkt oder einfaches Larrifarri?
Was ist übrigens mit der mehrfach aufgerufenen uralten Gefahr aus der Southside.
Der Kodex war's wohl nicht und die Tiuphoren waren überall und stammten nicht aus der Milchstraße, wahrscheinlich eher aus Orypled.

Das sind Handlungspunkte zum Vergessen oder doch nicht?

Hören wir in 6 Jahren wieder davon oder nie mehr?
Im ersteren Fall wird es heißen: Hach, da haben wir doch vor 72 Monaten bereits darauf hingewiesen, im zweiten Fall ist's einfach perdu.

Ist das Bacctourat nochmal wichtig in näherer bzw. mittlerer Zukunft oder nicht?

Kurzum, es werden viele (zu viele?) Gimmicks eingestreut, teils potentiell gravierende Faktoren, über die Bedeutung weiß man nichts!

Na ja, vielleicht greift man in 10 Jahren wieder darauf zu oder auch nie mehr, möglicherweise aber auch zu Band 2774.

Das macht es schwierig, zumindest, wenn man all diese Dinge über Jahre im Hinterkopf behalten soll!

Am Anfang des Großzyklus stürzten sich viele Foristen begeistert auf das sog. San-Projekt, im Moment ist es wieder völlig auf dem Nebengleis.

Eine Linie zu erkennen, ist mehr als schwierig, die gebotenen Lösungen sind dann oft eher relativ banal!
So verflachte die Idee der Dunkelwelten völlig.
Das war nichts, da war kein Pep drin!

Ich verstehe Dich gut und will Dich nicht langweilen, Alles ist schon einmal gesagt oder gedacht!
Ich bin weder Großkritiker noch Experte!

Aber Manches an PR stimmt mich als langjährigen Leser einfach traurig!

PS:
Lieber Allexx, mit dem Ausdruck "Recipienten-Gegrummel" wollte ich niemanden beleidigen, sondern zum Ausdruck bringen, dass eine umfängliche und tiefgreifende, unzufriedene Unruhe unter den Forummitgliedern entstanden war, die im Schweregrad offensichtlich sogar den ansonsten zurückhaltenden Wim Vandemaan zu gewissen persönlichen Zwischenerklärungen veranlasste.


Wie gesagt: Das sind die Worte vom Foristen HerbertSeufert, nicht meine Worte und schon gar nicht meine Meinung.

Re: Zyklusfazit "Die Jenzeitigen Lande"

Beitragvon nanograinger » 9. September 2016, 14:39

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nanograinger
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Registriert: 18. Mai 2013, 16:07
Weil das alles nichts mit dem Spoiler-Thread PR2873 zu tun hat, antworte ich hier im Zyklusfazit-Thread

HerbertSeufert hat geschrieben:Ich befürchte, dass wir leider in Zukunft immer weniger veritable Lösungen angeboten bekommen werden, auch keine echten Zwischenlösungen mehr!

Die Großzyklusaufstellung ist inzwischen so weitgespannt, dass sie - wie im aktuellen Fall ab Band 2700 - durchaus über 6 Jahre beansprucht!

Das ist kein lockeres Zusammenhängen unter einer Großthematik mehr, das ist eine einzige fortgeschriebene Geschichte!

Selbst sog. Teilabschlüsse einer Storyline sind meist wenig hilfreich und schon gar nicht erklärend.
Und natürlich oft genug nicht annähernd konklusiv!

Selbst erfahrene Leser sitzen gelegten Spuren auf, die sich im Nichts verlieren, oder erinnern sich nicht mehr an kleine Anmerkungen, die vor Jahren eine Rolle spielten und plötzlich - tatsächlich oder angeblich - zielführende Hinweise gewesen sein sollen!

Jeder einigermaßen geklärten Frage folgen - gefühlt - 10 neue, deren weiterer Verlauf oft genug in den Nebel des Irgendwann oder des Nichts führt!
Handlungsbögen sind weit auseinandergerissen!
.....
Was ist Eure Meinung?

Hallo, ich fand, dass deine ersten Postings haben die Klagen mancher Leser gut zusammengefasst, aber jetzt wiederholst du dich im Allgemeinen, und es klingt mir doch ein bisschen sehr nach Gejammere.

Wenn du bspw. schreibst, dass "Selbst erfahrene Leser sitzen gelegten Spuren auf, die sich im Nichts verlieren..." dann muss ich sagen, dass das in jeder rätselbasierten Literatur so ist, ob Krimi oder Thriller oder eben PR. Überall werden falsche Fährten in alle mögliche Richtungen ausgelegt, die den Leser zur gedanklichen Beschäftigung mit den Texten bringen sollen (und natürlich zum Kauf des nächstes Romans des entsprechenden Autors/Serie).

Ich persönlich finde, dass in PR eher zuviel Zusammenhänge konstruiert werden. Bei Rainer Castor schien es mir zeitweise so, als wollte er noch den letzten Nebensatz in irgendeiner Veröffentlichung zu den MdI in ein (für ihn) widerspruchsfreies Konstrukt verarbeiten. Was dabei herauskam, kann man (sicher nur zu einem kleinen Teil) in den 7 Kommentaren zu den MdI in PR 2791-2797 nachlesen. Das mag ja ehrenhaft sein, aber was hatte das (in dieser Breite) mit dem Thema des AT-Zyklus zu tun?

Ich weiß auch nicht, was denn an einer "fortgeschriebenen Geschichte" schlecht sein soll. Ist es nicht gerade die Stärke der PR-Serie, dass es eine immer weiter fortgeschriebene Serie ist? Muss ich denn noch einmal darauf hinweisen, wie sehr die "Resets" der Feldhoff-Ära bei manchen Lesern verhasst waren?

Zu Teilabschlüssen: Im JzL-Zyklus gab es es drei Handlungsebenen, von denen die Ebene MIlchstraße/Larhatoon 20 Mio in der Vergangenheit in PR2836 abgeschlossen wurde. Punkt. Was war daran denn "wenig hilfreich und schon gar nicht erklärend" Und wo war das "nicht annähernd konklusiv"?

Ich vermute (habe die Leseprobe zu PR2875 noch nicht gelesen), dass mit PR2874 auch die JzL-Ebene abgeschlossen ist. Ob das AT, bzw. Richter wie Veirdandi oder Tiffler danach noch eine Rolle spielen werden, ist unklar, aber wenn sie es tun werden, dann in völlig anderem Zusammenhang als Matan Addaru oder Chuv, also nicht als Besetzer der Milchstraße.

HerbertSeufert hat geschrieben:Welcher Neueinsteiger soll da überhaupt folgen können, da schon "Alte Perry Rhodan-Hasen" oft die Lust oder zumindest die Laune verlieren!?

Ich stelle mal die steile These auf, dass in jedem Zyklus der PR-Serie bisher "Alte Perry Rhodan-Hasen" die Lust verloren und aufgehört haben. Sicher sind das heute deutlich mehr als vor 30 Jahrem was, was aber erst einmal an der Demographie liegt.

Was Neueinsteiger angeht, so kann ich nur über mich und meine Kumpels von Anfang der 80er sprechen. Wir sind parallel in 4 Auflagen eingestiegen und zwar in keinem Fall in einem Jubelband. Natürlich haben wir anfangs wenig verstanden, aber die Romane waren meist spannend (und manchmal auch nicht) und man hat sich reingelesen. Ich würde behaupten, dass es heute letztlich genauso einfach oder schwer ist, in die große PR-Geschichte reinzukommen, also damals in die Geschichte nach Band 1014 (damals Erstauflage) 781 (Zweitauflage) 416 (Drittauflage) oder 177 (Viertauflage).
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HerbertSeufert
Terraner
Beiträge: 1414
Registriert: 4. September 2016, 01:39
Lieber Mitforist "Nanograinger"!

Ich lasse Deinen Beitrag jetzt ohne weiteren Kommentar!
Ich hatte zuvor Einiges zum Zyklus und zur Konzeption des Exposés der bisherigen Teile des laufenden Großzyklus geschrieben!
Aus meiner bescheidenen und individuellen Sicht!
Ich bin eine Einzelperson, nicht mehr und nicht weniger!
Ich kenne PR und Atlan aber als Serie seit langer Zeit!
Deshalb habe ich mir erlaubt, meine Meinung zum aktuellen Geschehen darzustellen.
Man kann das freilich auch Alles ganz anders sehen, so wie Du es z.B. tust.

Immerhin haben sich auch einige Andere meiner Sicht angeschlossen oder sich ähnlich geäußert.
Für die rasche Sympathie für mich als Neuforisten bedanke ich mich dabei ganz herzlich!

Ich bitte nur allgemein darum, persönliche Schärfe in Sprache, Ton und Unterton zu unterlassen,
denn das ist nie sachdienlich!

Mein recht neues Engagement im Forum dient einzig dazu, einige Ideen zur möglichen Verbesserung der Serienstruktur einzubringen, es ist niemals destruktive Kritik! Aus meiner Sicht Falsches zu benennen, gehört dazu!
Eine Serie wie PR und ihre Macher müssen immer kritisierbar sein, so wie ich es als Forist auch bin.

Ich neige übrigens nicht zum "Herumjammern", es passt nicht zu meiner Persönlichkeitsstruktur und es würde im Zweifelfall gewiss reichen, die PR-Hefte nicht mehr zu kaufen, um mich "seelisch zu entlasten",
Mehr sage ich mal nicht dazu! :D

Ein schönes Wochenende Allen und natürlich hier im Speziellen Dir, lieber Mitforist Nanograinger! :st:
E=mc²

Re: Zyklusfazit "Die Jenzeitigen Lande"

Beitragvon ruedi47 » 9. September 2016, 17:58

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ruedi47
Siganese
Beiträge: 23
Registriert: 23. August 2013, 09:14
Jetzt möchte ich mich auch mal reinhängen. Ich bin einer der ALT-Leser, genauer gesagt ein Leser der ersten Stunde. Mit Nr 1 angefangen und noch nie einen Band verpasst. Auch ich finde diesen Zyklus sehr verwirrend. Viele Anfänge und Sackgassen. Auch mich stört dass die Autoren manchmal Bezug auf weit zurückliegendes nehmen und davon ausgehen dass jeder sich daran erinnert. :(
Hey... ich habe alles gelesen und dennoch stehe ich manchmal da und grüble. Wie war das nochmal mit Koltorec :unschuldig: Perry hat ihn besiegt. Irgendwie war seine Freundin beteiligt, aber wie? Fällt mir nicht mehr ein. Dieser Gigantzyklus hat mir deshalb wenig Freude gemacht und ich bin froh dass er jetzt aufhört. Wobei ich auch keine Vorstellung habe wie man das in einem Band (Thez) zum Abschluss bringen will. BITTE NICHT "Thez denkt alles um" und wir starten neu. Das wär mir dann doch zu dumm. Meine abschließende Bitte, keine Superzyklen mehr. 100 Bände für einen Zyklus sind meiner Meinung nach lang genug. Ich habe immer Angst mitten im Zyklus zu sterben und nicht zu wissen wie er endet :unsure: Aber vielleicht kann ich auf dem Sterbebett den Verlag anrufen und man erzählt mir das Ende.
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Klaus N. Frick
Kosmokrat
Beiträge: 8618
Registriert: 25. Juni 2012, 22:49
nanograinger hat geschrieben:Was Neueinsteiger angeht, so kann ich nur über mich und meine Kumpels von Anfang der 80er sprechen. Wir sind parallel in 4 Auflagen eingestiegen und zwar in keinem Fall in einem Jubelband. Natürlich haben wir anfangs wenig verstanden, aber die Romane waren meist spannend (und manchmal auch nicht) und man hat sich reingelesen. Ich würde behaupten, dass es heute letztlich genauso einfach oder schwer ist, in die große PR-Geschichte reinzukommen, also damals in die Geschichte nach Band 1014 (damals Erstauflage) 781 (Zweitauflage) 416 (Drittauflage) oder 177 (Viertauflage).


Nur so viel: Bei mir war es auch so. Ich stieg mitten drin ein – aber es ist natürlich trotzdem für potenzielle Neuleser einfacher, wenn sie bei einer Doppel-Null einsteigen.
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Raumkapitän Nelson
Marsianer
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nanograinger hat geschrieben:...und es klingt mir doch ein bisschen sehr nach Gejammere.
...Muss ich denn noch einmal darauf hinweisen, wie sehr die "Resets" der Feldhoff-Ära bei manchen Lesern verhasst waren?
... wo war das "nicht annähernd konklusiv"?


Solange auf diese Art und Weise Beiträge von Foristen in teils persönlicher Art angegangen werden, macht es keinen Sinn hier ein Fazit zu posten. Schade.

Re: Zyklusfazit "Die Jenzeitigen Lande"

Beitragvon Rainer1803 » 9. September 2016, 20:38

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Rainer1803
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Raumkapitän Nelson hat geschrieben:
nanograinger hat geschrieben:...und es klingt mir doch ein bisschen sehr nach Gejammere.
...Muss ich denn noch einmal darauf hinweisen, wie sehr die "Resets" der Feldhoff-Ära bei manchen Lesern verhasst waren?
... wo war das "nicht annähernd konklusiv"?


Solange auf diese Art und Weise Beiträge von Foristen in teils persönlicher Art angegangen werden, macht es keinen Sinn hier ein Fazit zu posten. Schade.
:st: :st: :st:

Re: Zyklusfazit "Die Jenzeitigen Lande"

Beitragvon Yman » 9. September 2016, 20:47

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Yman
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Registriert: 6. März 2016, 09:48
Mein trauriges Fazit ist, dass bei mir trotz gelegentlichem, beinahe regelmäßigem Besuch des Spoilerunterforums nicht das kleinste Interesse aufgekommen ist, mal einen Roman des Zyklus zu lesen. Zugegeben, je mehr sich die ungelesenen Romane stapelten, umso geringer wurde die Lust. Aber dass es nicht mal gereicht hat, auch nur einen einzigen Roman rauszupicken, ist ein trauriger Negativrekord.

Re: Zyklusfazit "Die Jenzeitigen Lande"

Beitragvon Mr Frost » 9. September 2016, 23:11

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Mr Frost
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Rainer1803 hat geschrieben:
Raumkapitän Nelson hat geschrieben:
nanograinger hat geschrieben:...und es klingt mir doch ein bisschen sehr nach Gejammere.
...Muss ich denn noch einmal darauf hinweisen, wie sehr die "Resets" der Feldhoff-Ära bei manchen Lesern verhasst waren?
... wo war das "nicht annähernd konklusiv"?


Solange auf diese Art und Weise Beiträge von Foristen in teils persönlicher Art angegangen werden, macht es keinen Sinn hier ein Fazit zu posten. Schade.
:st: :st: :st:


Dies ist korrekt und es läuft aktuell immer wieder auf dieselbe Einzelperson hinaus, die scharf, herausfordernd und konfrontativ vorgeht. Langsam ist mal gut, würde ich meinen...

Re: Zyklusfazit "Die Jenzeitigen Lande"

Beitragvon Mr Frost » 9. September 2016, 23:14

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Mr Frost
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HerbertSeufert hat geschrieben:(...)

Immerhin haben sich auch einige Andere meiner Sicht angeschlossen oder sich ähnlich geäußert.
Für die rasche Sympathie für mich als Neuforisten bedanke ich mich dabei ganz herzlich!
(...)
Ich bitte nur allgemein darum, persönliche Schärfe in Sprache, Ton und Unterton zu unterlassen,
denn das ist nie sachdienlich!

Hi Herbert, schon jetzt freue ich mich außerdordentlich, daß Du hier mit dabei bist! Deine Meinung wird hier durchaus geteilt. Und die oft aufkommende persönliche Schärfe in Sprache, Ton und Underton einiger Mitforisten wird hier schon lange bemerkt, oftmals nur noch hingenommen, und ich wäre dankbar, wenn diese Schärfe unterbleiben könnte. Sie ist in der Tat nicht sachdienlich und wirkt vielmehr kontraproduktiv.

Re: Zyklusfazit "Die Jenzeitigen Lande"

Beitragvon nanograinger » 10. September 2016, 00:07

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nanograinger
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Lieber HerbertSeufert,

es tut mir leid, dass du mein Posting als persönliche Kritik aufgefasst hast. Das lag absolut nicht in meiner Absicht. Offenbar habe ich missverständlich und zu flapsig formuliert, das war sicher mein Fehler.

Allgemein richten sich meine Postings nie (!) gegen die Personen hinter den Foristen (die ich ja gar nicht kenne). Aber natürlich kritisiere ich durchaus manche Postings, wenn ich sie (meiner Meinung nach) für sachlich falsch oder im Tonfall in der eine oder anderen Weise "übertrieben" halte (das beruht übrigens bei vielen Foristen auf Gegenseitigkeit, wie du auch schon bemerkt hast).

Im konkreten Fall klang mir insbesondere der erste Satz deines Postings
HerbertSeufert hat geschrieben:Ich befürchte, dass wir leider in Zukunft immer weniger veritable Lösungen angeboten bekommen werden, auch keine echten Zwischenlösungen mehr! ...

"ein bisschen sehr nach Gejammere." Ich hätte besser schreiben sollen, "Du siehst das vielleicht zu negativ, und sorgst dich um etwas, dass vielleicht gar nicht eintreten wird."

HerbertSeufert hat geschrieben:....
Deshalb habe ich mir erlaubt, meine Meinung zum aktuellen Geschehen darzustellen.
Man kann das freilich auch Alles ganz anders sehen, so wie Du es z.B. tust.

Immerhin haben sich auch einige Andere meiner Sicht angeschlossen oder sich ähnlich geäußert.
Für die rasche Sympathie für mich als Neuforisten bedanke ich mich dabei ganz herzlich!

Du hast auch meine Sympathie, sonst hätte ich deine Postings nicht als Einstieg in diesen Thread zitiert. Und dass du damit die "Kritik mancher Foristen offenbar treffend ausgeführt" hast, habe ich ebenfalls im ersten Post des Threads geschrieben.

Du hast sicher genug Lebenserfahrung, um zu wissen, dass Zustimmung anderer Leute nicht in allen Fällen bedeutet, dass man selbst richtig liegt. Und es ist eine Binsenweisheit, dass man von der Auseinandersetzung mit den anderen Sichtweisen und Meinungen letzlich mehr profitiert, als von uneingeschränkter Zustimmung.
HerbertSeufert hat geschrieben:...
Eine Serie wie PR und ihre Macher müssen immer kritisierbar sein, so wie ich es als Forist auch bin.

Das sehe ich persönlich genauso. Ich bin mir aber nicht sicher, ob der zweite Teil deines Satzes von jedem Foristen so gesehen wird.
HerbertSeufert hat geschrieben:Ein schönes Wochenende Allen und natürlich hier im Speziellen Dir, lieber Mitforist Nanograinger! :st:

Bei dem Wetter wird es sicher ein schönes Wochenende. lieber HerbertSeufert.

Re: Zyklusfazit "Die Jenzeitigen Lande"

Beitragvon Atlantis » 10. September 2016, 01:30

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Lieber HerbertSeufert,ich bin voll Deiner Meinung :st:

Re: Zyklusfazit "Die Jenzeitigen Lande"

Beitragvon Rainer1803 » 10. September 2016, 09:20

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nanograinger hat geschrieben:
Im konkreten Fall klang mir insbesondere der erste Satz deines Postings
HerbertSeufert hat geschrieben:Ich befürchte, dass wir leider in Zukunft immer weniger veritable Lösungen angeboten bekommen werden, auch keine echten Zwischenlösungen mehr! ...

"ein bisschen sehr nach Gejammere." Ich hätte besser schreiben sollen, "Du siehst das vielleicht zu negativ, und sorgst dich um etwas, dass vielleicht gar nicht ein

Lieber Nanograinger : und genau das ist ein gutes Beispiel.
Herbert befürchtet etwas , Du erhoffst Dir etwas .
Beides steht offen im Raum und nur die Zukunft wird zeigen was eintritt .
Warum nicht einfach mal die Aussage von Herbert stehen lassen ?

Re: Zyklusfazit "Die Jenzeitigen Lande"

Beitragvon R.B. » 10. September 2016, 12:30

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R.B.
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Zyklusfazit eine Woche vor "Ende" des Zyklus?

Naja, ich gehe mal nicht davon aus, dass der Zyklus nächste Woche wirklich beendet ist. Offene Parts werden vielleicht teilweise in dem folgenden Action - Teil bis 2899 geklärt, aber ich denke, Themen wie z.B. der Weltenbrand werden uns noch eine Weile verfolgen. Der große Rahmen wird wohl erst in Band 2999 abgeschlossen sein. Sollte dem so sein, wären mir 6 Jahre entschieden zu lang. Aber es besteht ja noch Hoffnung.

Gute Ideen waren dabei. Die ganze Handlung begann mit Andreas Eschbachs Paukenschlag in Band 2700. Der Mond voller technischem Gekröse macht die Menschen kirre. Dann Rückblicke auf längst Vergangenes: Tefroder, Laren und sogar MdI. Ich fühlte mich durch die Handlung nach zwei Zyklen, mit denen ich nicht so viel anfangen konnte, fast perfekt unterhalten. Ein Daumen (es war doch ein Daumen?), der älter als das Universum war. In einem Band wurde PR als Befehlsempfänger Bostichs geschildert. Toll. Gucky im Koma. Bull mit einem Chaotarchen ZA. Faszinierend.

Auf dem Mond wurden handelnde Figuren eingebaut, die interessant agierten. Luna verschwand im Arkon - System und man hörte von den Leuten nichts mehr. Zu starke Zersplitterung der Handlung? Guckys reduzierte Fähigkeiten waren von jetzt auf gleich durch die Reise in die Vergangenheit wieder die alten (Angst vor der eigenen Courage?)

Im Hintergrund schwebten immer die Jenzeitigen Lande und die Ankündigung des Weltenbrandes. Was der Weltenbrand ist, wissen wir 174 Bände später immer noch nicht. Aber immerhin kennen wir die JZL. 700 Jahre in einem Raumschiff eingepfercht zu sein, müssten sogar bei einem Atlan deutlichere Spuren hinterlassen haben. Weit gefehlt. Rein subjektiv habe ich das Gefühl, das ab Band 2800 die guten und tollen Ideen sehr zerfaserten. Atlans Reise in die JZL stellte sich wie befürchtet als eine für mich zu lange Folge von Füllromanen heraus. Insbesondere die Finale Stadt: Das sollten vier Abenteuerbände nach bester Atlan'scher Manier werden. Aber wenn ich im Vorfeld lese, Unten - Oben - Hof - Turm, dann habe ich bestimmte Befürchtungen, die sich leider bewahrheiteten. Der einzige dieser vier Bände, der mich angesprochen hat, war der Roman von Michelle Stern, den Rest konnte ich mir schenken.

Seit Band 2800 waren für mich zu viele gefühlte Füllromane dabei. Es ging und ging nicht weiter. Dazu kam, dass die aus der Vergangenheit eingeschleppten Tiuphoren bei mir keine Spannung auslösten. Solche Massenschlächter sind mir suspekt. Auch hier wird es kommen, wie es kommen muss: Kurz vor der Vernichtung des Solsystem werden sie zurückgepfiffen - von ihren etwas humaneren Nachfahren. Gut, die kannten wir bei der Einführung noch nicht, aber die grobe Richtung war erkennbar.

Reginald Bull wurde als Diplomat in Larenhausen gelassen. In der Milchstraße gibt es massive Probleme und jemand mit dieser Erfahrung bleibt in der Ferne, um ihn eine Weile aus der Handlung zu nehmen? Das halte ich für unrealistisch und grob fahrlässig. Dass Atlan seinerzeit als Krankenpfleger von ES seinerzeit benötigt wurde, hatte ich kapiert. Aber das hier?

Positiv bewerte ich die Idee mit der falschen Wirklichkeit (Eschbach/Themsen) - das war mal was. Dass ich mit AE's Bänden mehr anfangen konnte als mit VT's, lag ausschließlich an mir und nicht an der Autorin.

Ebenfalls habe ich nichts gegen Veränderungen im Perryversum, das muss ab und zu mal sein, sonst hätten wir immer noch den Großadministrator des Solaren Imperiums. Also: Krempelt die Milchstraße gehörig um. Der Mut zu Tek's Tod gehört für mich dazu egal, wie die anderen das sehen. Nach einer halben Ewigkeit hatte dieser interkosmische James-Bond-Verschnitt sich selbst überlebt. Da behalten ich ihn lieber so in Erinnerung, wie er war.

Weiterhin hoffe, ich das die Superintelligenzen durch die Eiris-Kehre für eine Weile aus dem Verkehr gezogen werden. ES ist gefühlt seit dem Linguiden - Zyklus mehr oder weniger ein Fall für den Psycho - Doc. Nicht falsch verstehen: ES gehört zwingend zur Serie dazu, aber das ganze SI - Gedöns ist zu sehr vermenschlicht worden. Dann lieber mal für eine Weile weg mit dem Völkchen und erst dann maßvoll wieder einsetzen, wenn man mit ihnen etwas anfangen kann.

Im Moment fehlt mir zudem ein wenig der Durchblick. Wie schrieb Kreggen im Spoiler 2873?
Kreggen hat geschrieben:Das kommt nur von der dyschronalen Realitätsangleichungs-Disharmonie, die wirkt sich kongruentbelastend auf hirnverknotende parachronale und -kausale Dimensionsradienten aus. Ganz normal also.


Kreggen hat es punktgenau getroffen.

Fazit: Tolle Ideen, faszinierende Ansätze, aber mit sehr verwirrendem Ende. Und: Mindestens 20 Bände zu lang. Ein Ende mit 2850 hätte es auch getan.
"It is a pleasure and an honor to sign the Golden Book of this ancient city (...).
It is in this spirit that I come to Cologne to see the best of the past and the most promising of the future. May I greet you with the old Rhenish saying: Kölle Alaaf!"
John F. Kennedy am 23. Juni 1963 auf dem Balkon des Rathauses zu Köln am Rhein.

Re: Zyklusfazit "Die Jenzeitigen Lande"

Beitragvon ParaMag » 10. September 2016, 14:43

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ParaMag
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Hallo Gemeinde :o) ,

Ein kurzes Fazit von mir. Von den letzten Romanen nur einen gelesen.
Zum Inhalt und Verlauf der letzten 175 Romane, von Zyklus dürfte ja keine Rede mehr sein. Alles im Fluß, der Weg ist das Ziel.
Hierzu wurde so viel geschrieben, beschrieben, versucht zu erklären, argument und gegenargument (teils mit missionarischem Eifer ihre Standpunkte verteidigt :-= ) das es sich nicht lohnt (für mich) das nochmals aufzuwärmen.
Einige haben frustriert das Posten aufgegeben bzw. so weit reduziert das es dem fast gleich kommt.

Was ich zum 'Zyklus' sagen kann ist mMn. für eine gute Grundidee eines Zyklus aus dem riesen Fundus der Serie Punkte rausgewürfelt wurden und dann versucht wurde das ganze irgendwie hinzubiegen. Es wurde von im Forum schon erwähnt das die Struktur Zyklusanfang,-ende aufgeweicht wurde, kann man gut finden oder nicht. Mein Ding ist es nicht, klare Kanten Anfänge und Abschlüsse gehören für mich einfach zu einer guten und klaren Erzählstruktur dazu!
Ebenso das es relativ Zeitnah für angesprochene Rätsel, Mysterien, Geheimnisse und Entwicklungen etc. Erklärungen bzw. Auflösungen gibt. Es muss ja nicht immer alles direkt aufgeklärt werden (das gab es schon immer in der Serie das Auflösungen erst hunderte Bände später aufgedröselt wurden, eben aber nur einige wenige große :wub: und nicht so gut wie alles vor sich hergeschoben wird! :o ).
Auch wenn der Weg das Ziel ist, nur mit 'Om' singend den WEG weiterzugehen reicht nicht.
Da ist es auch irgendwo ein Armutszeugniss wen hier im Forum geschrieben wird das es so reicht, wenn Neuleser damit zufrieden sind.
Für mich war es immer wichtig, egal welche Auflage, gut und spannend Unterhalten zu werden. Rätselhafte Handlungen, ein Überbau aus HM der in diesem Umfang einzigartig ist.
Wobei man sich auch mal ins Bewußtsein rufen muss das diese ganzen HM doch nur eine weiterentwicklung des Lebens an sind. Hier kann und möchte nicht die Ansicht von 'einigen' Foristen teilen die da lautet weg damit wird nicht benötigt, "Das Leben an sich soll selbstbestimmt weitergehen!". Für mich ist das eine untrennbare Einheit, dafür wurde das Zwiebelschalenmodel entwickelt, ob da die Aussenhaut schon erreicht ist glaube ich nicht. Was wird den dafür eingetauscht für die alten HM eine Ersatz HM die vielleicht auch vorläufig entsorgt wird um sie nach Bedarf wieder hervorzuzaubern?

Nun mal sehen was der Spoiler für 2875/76 bringt vielleicht schau ich mal rein. Bin mal gespannt ob was ab 2900 geplant ist und veröffentlich wird, Aussagen alla 'das ist ne Wucht' werden da nicht reichen ein weteres Abo abzuschliessen.
Gruß an alle die sich die Mühe noch machen sich hier auszutauschen. :st:
Es ist schon ein großer Fortschritt, den Willen zum Fortschritt zu haben.
Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr.

Optimismus & Sehnen

Beitragvon Excalibur » 10. September 2016, 20:12

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Excalibur
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Servus, Allesamt !

Ich habe mich ja - außer ein paar Kurzkommentaren zu eher humorvollen Themen - seit langer Zeit nicht mehr zu Wort gemeldet.
Der Grund ist einfach: ich wußte nicht recht, was ich momentan zu der Serie äußern soll, die mich als Teenager von Band 600 - 1100 fast wöchentlich begleitete. Heute zum Zyklus-Fazit ein paar persönliche Gedanken.
Ich habe damals den Voltz'schen Umbau in großer Spannung von Woche zu Woche miterlebt, das Abfallen in die Aphilie, die Odyssee der SOL, das Auftauchen eines metaphysischen Überbaus...
Einfach faszinierend, wie sich das Serien-Weltbild damals auch auf die Veränderungen der Hauptpersonen auswirkte, die an jeder Erweiterung des Serien-Horizontes auch als Protagonisten wuchsen, ja in der humanen, edlen und niemals aufgebenden Art fast schon Orientierungshilfen für einen Jugendlichen boten.
Heute benötige ich keine Orientierungshilfen mehr, somit kann sich die emotionale und gedankliche Wertung der Serien-Neuerungen natürlich nicht mit einst vergleichen lassen. Die vergleichende Objektivität ist nicht gegeben.
Dennoch fehlt mir heute ein wesentlicher Aspekt, der damals durch das gesamte Autorenteam floß und somit den Leser ansteckte: der glühende Optimismus der wichtigsten Handlungsträger und eine unstillbare Sehnsucht, den Kosmos und seine tiefen Geheimnisse zu entschleiern.

Es ist zwar fühlbar, daß sich die beiden Expokraten bemühen, die Serie den vielen Leser-Wünschen entsprechend zu gestalten und viele neue Aspekte des PR-Kosmos einzubringen (Hut ab vor dieser Mühe!! - muß ich klar sagen!!), doch werden so manche Leser davon nicht angesteckt, da der zündende Funke fehlt, nämlich dieser Optimismus und die glühende Sehnsucht der Romanfiguren. Nur ein Beispiel: als in Band 450 die MARCO POLO nach Gruelfin aufbrach, war dieser Optimusmus und das Sehnen nach Neuland derart effektiv beschrieben, daß ich als Leser nur noch mitfiebern konnte.
Der Aufbruch der RAS TSCHUBAI in Band 2750 war dagegen - trotz Rettungsmission - eher als träge zu bezeichnen. Er hatte nicht das "terranische Feuer" eines Aufbruchs ins Unbekannte. Es fehlte die Begeisterung.

Im Forum wurde sich oftmals gegen die offenen Handlungsstränge und die Verwirrung ausgesprochen, die durch den ganzen AT-Plot initiiert wurden.
Ich glaube, weder die vielen ungelösten Rätsel, noch die verwirrenden Handlungs-Ebenen wären ein Problem gewesen, wenn es gelungen wäre, durch ein geschildertes inneres Feuer der Handlungsträger den Leser mit Begeisterung anzustecken. Dann würden wir alle den neuen Abenteuern entgegen-fiebern, statt gelangweilt von Woche zu Woche auf nicht erscheinende Lösungen zu warten.
Doch es waren in den letzten Jahren allzu viele finstere Themen an der Tagesordnung, vom unsinnigen Massen-Mord durch Linearraumtorpedos zu Beginn des AT-Zyklus, bis zu dem Gemetzel der Tius, das sich zwar noch in den mysteriösen Abenteuern der Eis-Galaxis erklären dürfte, dennoch aber ein ziemlich übles Zerrbild an Gewalt-Orgie hinterläßt. Das hat zeitgemäße SF nicht nötig, das ist Realität der heutigen Zeit.

Schräge Charaktere waren zwar immer ein besonderes Gewürz der Serie, z.B. Ribald Corello, Masken-Alaska, Rorvic/a-Hainu etc., aber die heutigen Schräg-Personen wirken entweder nicht stimmig oder sind (nach meinem Empfinden) zu negativ geschildert, was beim Lesen sicher nicht SoW hervorruft, sondern mich (und ev. auch andere Leser) eher in eine uninspirierende Stimmung herabzieht, welche niemals die Auswirkung der Perry-Rhodan-Serie sein sollte.
Aber Dauer-Tiefs jeder Art sind offenbar ein Zeichen der (literarischen?) Zeit.
Da ist nichts mehr vom sehnsüchtig in ferne Galaxien blickenden Terraner geblieben, der sich als bewußtes Kind dieses Kosmos fühlt und irgendwie jeder noch so schwierigen Situation gewachsen ist. Dieser Menschenschlag wurde m.E. zum letzten Mal im Zusammenhang mit den Vironauten beschrieben, die sich aufmachten, um die Wunder ESTARTUS zu erfahren.

Ich persönlich wünsche mir jedenfalls in den weiteren Zyklen eine menschliche Spezies, die nicht am laufenden Band in Opferrollen gedrängt wird oder zum Spielball von hohen und höheren Mächten verkommt, sondern sich ihrer bedeutungsvollen Aufgabe in diesem Kosmos bewußt wird, und dies auch von der Fiktion an die Realität des Lesers überschwappen läßt.
Der Kosmos könnte als Füllhorn von exotischten Abenteuern und Mysterien geschildert werden, die jedoch nur erkannt und gefunden werden, wenn eine planetare Spezies sich zu einem bestimmten Entwicklungs-Grad erhebt. Hier könnten wir Leser wöchentlich neue Begeisterung finden, statt durch immer neue Schlacht-Getümmel und aussichtslose Bedrohungs-Szenarien abgefüttert zu werden.
Nun, dies brauche ich nicht auszuführen, das wurde bereits öfters geschrieben.

Excalibur
Doch Schweigen ist dann angebracht,
fatal die Plapperei.
Die ritterliche Hohe Wacht,
ist keine Narretei,

sondern sei damit getarnt,
daß keine Augen ruh'n
auf des Narren Wahrheits-Pfad
und seinem stillen Tun.

Re: Optimismus & Sehnen

Beitragvon Kritikaster » 10. September 2016, 22:00

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Excalibur hat geschrieben:Ich glaube, weder die vielen ungelösten Rätsel, noch die verwirrenden Handlungs-Ebenen wären ein Problem gewesen, wenn es gelungen wäre, durch ein geschildertes inneres Feuer der Handlungsträger den Leser mit Begeisterung anzustecken. Dann würden wir alle den neuen Abenteuern entgegen-fiebern, statt gelangweilt von Woche zu Woche auf nicht erscheinende Lösungen zu warten.
Excalibur

Wie wahr. Diese Analyse scheint auch mir viel bedeutsamer als so manch andere, durchaus auch berechtigte Kritik. 8-)

Re: Zyklusfazit "Die Jenzeitigen Lande"

Beitragvon Mr Frost » 10. September 2016, 22:48

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Mr Frost
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Rainer1803 hat geschrieben:
nanograinger hat geschrieben:
Im konkreten Fall klang mir insbesondere der erste Satz deines Postings
HerbertSeufert hat geschrieben:Ich befürchte, dass wir leider in Zukunft immer weniger veritable Lösungen angeboten bekommen werden, auch keine echten Zwischenlösungen mehr! ...

"ein bisschen sehr nach Gejammere." Ich hätte besser schreiben sollen, "Du siehst das vielleicht zu negativ, und sorgst dich um etwas, dass vielleicht gar nicht ein

Lieber Nanograinger : und genau das ist ein gutes Beispiel.
Herbert befürchtet etwas , Du erhoffst Dir etwas .
Beides steht offen im Raum und nur die Zukunft wird zeigen was eintritt .
Warum nicht einfach mal die Aussage von Herbert stehen lassen ?

Danke Dir!! Genau DAS würde ich mir auch wünschen.
Denn auch nanongraingers Meinung wird akzeptiert und "stehen gelassen" (z.B. von mir).
Wir müssen uns nicht alle permanent auf die "anderen", auf andere Meinungen stürzen.
Denn alle MEINUNGEN dürfen gleichberechtigt nebeneinander exisitieren.
Selbst wenn sie sich gegebenüber stehen. Siehe übrigens Andrabasch und Pensor...
Ich bin dieses Kreuzritterhafte ("Du liegst falsch, weil...."/ "Dies ist nicht das Thema.", "Ich erkläre Dir mal die PR-Welt (sinngemäß)"...) sowas von leid....).
Zuletzt geändert von Mr Frost am 10. September 2016, 22:52, insgesamt 7-mal geändert.

Re: Zyklusfazit "Die Jenzeitigen Lande"

Beitragvon Kardec » 10. September 2016, 22:49

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Kardec
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Excalibur hat geschrieben:...eine menschliche Spezies,.............sondern sich ihrer bedeutungsvollen Aufgabe in diesem Kosmos bewußt wird........

Anhänger der individuellen Freiheit, der ich nun mal bin, denke ich die menschliche Spezies sollte sich von Externen keine Aufgaben aufdrängen lassen.
Die Protagonisten Rhodan, Atlan & Co. sollten mit Schwejkscher List, Rhodanschem Instinkt u. Atlanscher Entscheidungsfreude den HM ein kosmischises Schnippchen schlagen.

Re: Zyklusfazit "Die Jenzeitigen Lande"

Beitragvon Mr Frost » 10. September 2016, 23:08

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Mr Frost
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Kardec hat geschrieben:
Excalibur hat geschrieben:...eine menschliche Spezies,.............sondern sich ihrer bedeutungsvollen Aufgabe in diesem Kosmos bewußt wird........

Anhänger der individuellen Freiheit, der ich nun mal bin, denke ich die menschliche Spezies sollte sich von Externen keine Aufgaben aufdrängen lassen.
Die Protagonisten Rhodan, Atlan & Co. sollten mit Schwejkscher List, Rhodanschem Instinkt u. Atlanscher Entscheidungsfreude den HM ein kosmischises Schnippchen schlagen.

Wunderbar, genau so etwas....!!!

Re: Zyklusfazit "Die Jenzeitigen Lande"

Beitragvon Excalibur » 10. September 2016, 23:20

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Excalibur
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Kardec hat geschrieben:Anhänger der individuellen Freiheit, der ich nun mal bin, denke ich die menschliche Spezies sollte sich von Externen keine Aufgaben aufdrängen lassen.

Oh, da hast Du mich völlig falsch verstanden.
Absolutement d'accord! Keine angeblichen "Aufgaben" von außen, von Dritten, von angeblich "höheren" etc.etc., die im Serienkontext stets nur den ach-so-unbegreiflichen Machenschaften Dritter dienen, die sich irgendwann i.d. Serie gar nicht als "höher" entpuppen, sondern ihre eigenen Macht-Ansprüche gefestigt wissen wollen.
Mit Aufgaben meinte ich Ziele, die von innen kommen, Selbstverständlichkeiten der menschlich-kosmischen Spezies, große kosmische Rätsel oder Probleme, die sie aufgrund ihrer Reife nun erledigen können.
Ein Beethoven brauchte keine "Aufgabe" von einem Dritten, um die Sinfonie "An die Freude" zu komponieren.
Es war ein innerer Seelen-Schrei, dies zu tun.
Für den AT-Plot hätte dies etwa so ausgesehen: Perry & Bostich beschließen ein galaxienweites Projekt namens SAN. Dazu will man die Laren und ggfs. auch andere Ex-Konzils-Völker mit ins Boot holen. Man düst nach Larenhausen und findet diese Galaxis in Händen eines Tribunals, dessen Sitz sich in den Jenzeitigen Landen wähnt.
Aus eigenem Antrieb (nicht durch Auftrag von ES oder zwangsweise durch eine Invasion mit Weltenbrand-Drohung) beschließen die Terraner nun, dem AT auf den Grund zu gehen, befreien Larhatoon, erreichen die JZL und entdecken hierbei irgendwo eine metzelnde Tiu-Horde, deren mysteriöse Spuren in eine vereiste Galaxis führen.
Selbstbewußtheit, kosmische Verantwortung und eben die Freiheit, selbst schöpferisch und helfend in den Kosmos einzugreifen, das meinte ich mit Aufgabe. Das geht natürlich nur, wenn die diversen Nabelschnüre und Marionetten-Fäden erst einmal durchschnitten sind. Die bewußte Lösung von Kosmokraten, Verlust der Ritter-Aura etc. waren da schon richtige Schritte.
Eine auf diese Weise dargestellte menschliche Spezies im Kosmos - und deren Erfahrungen und Abenteuer - würde wahrscheinlich soviel Sense of Wonder in die Serie bringen, daß man all die Bedrohungs-Szenarien und Groß- und Hochmächte nicht mehr benötigt, um phantastische Spannung zu kreieren.
Doch Schweigen ist dann angebracht,
fatal die Plapperei.
Die ritterliche Hohe Wacht,
ist keine Narretei,

sondern sei damit getarnt,
daß keine Augen ruh'n
auf des Narren Wahrheits-Pfad
und seinem stillen Tun.

Re: Zyklusfazit "Die Jenzeitigen Lande"

Beitragvon HerbertSeufert » 10. September 2016, 23:24

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HerbertSeufert
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@Excalibur

Ich finde Deine Ausführungen hochinteressant, sie stellen einen weiteren, sehr wichtigen Aspekt der "Faszination PERRY RHODAN" in den Mittelpunkt und sind richtig produktiv.
Wenn man Deine, weitere ... von anderen Foristen, und meine Sicht zusammenführt oder auch einfach nebeneinander stellt und stehen lässt, haben wir schon einigermaßen wichtige Punkte der Wirkung und Akzeptanz des Großzyklus zumindest kurz am Rockzipfel gefasst!
Ich freue mich auf viele weitere Meinungen!

@Mr. Frost

Ja, das unterstreiche ich voll und ganz und hatte mich zuvor ja auch in diesem Sinne bereits selbst geäußert.
Emotion und Herzblut sind beim Posten manchmal unvermeidlich und sogar gewünscht, persönlich werdende Schärfe des Tones bringt hingegen nichts Zielführendes auf den Plan.

Wir sollten nie vergessen, dass es schlussendlich um eine, wenn auch geliebte und manchmal gar gehasste, Romanserie geht ... mit ebenso geliebten, gehassten oder betrauerten virtuellen Protagonisten, wenn sie auch nach langen Jahren richtiggehend zu unserem Leben zu gehören scheinen.

Die Helden des Perry-Universums leben durchaus, aber in unserem Kopf, in unserer Fantasie und in unserem Herzen!
Eine der wichtigen "Nebensachen" unser aller Welt.
Jeder hat seine Meinung! Ich habe die meine belegt und ausführlich unterfüttert, aber auch das ist nur ein kleiner Teilaspekt!
Das ist doch ganz normal.
Die Rhodan-Welt besteht aus der Wahrnehmung Aller, der sie etwas bedeutet und nicht gleichgültig ist. :st: :)
E=mc²

Re: Zyklusfazit "Die Jenzeitigen Lande"

Beitragvon PJoppen » 11. September 2016, 00:38

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PJoppen
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Excalibur hat geschrieben:...
..
Eine auf diese Weise dargestellte menschliche Spezies im Kosmos - und deren Erfahrungen und Abenteuer - würde wahrscheinlich soviel Sense of Wonder in die Serie bringen, daß man all die Bedrohungs-Szenarien und Groß- und Hochmächte nicht mehr benötigt, um phantastische Spannung zu kreieren.


Dazu müsste aber erst das Expokraten Team ausgetauscht werden. Mit dem jetzigen wird das nicht passieren, denn das würde dem Konzept der Dystopie entgegen stehen für das die stehen.

.. ach so.. das ist dann auch mein Fazit aus diesem Zyklus.. die haben es geschafft damit einen Käufer weniger zu haben.
aktueller Status der EA: Bild .. Die Dekonstruktion des Blues schreitet voran...

.. die IT .. schläft nie.., weshalb ich mehr als oft nicht Antworte. Keine Absicht und ich entschuldige mich schon mal prophylaktisch..

Re: Zyklusfazit "Die Jenzeitigen Lande"

Beitragvon nanograinger » 11. September 2016, 00:43

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nanograinger
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Kardec hat geschrieben:Anhänger der individuellen Freiheit, der ich nun mal bin, denke ich die menschliche Spezies sollte sich von Externen keine Aufgaben aufdrängen lassen.

Das mit dem "Aufdrängen" ist so eine Sache. Die Zeiten, in denen Perry als Ritter der Tiefe "Aufgaben" gestellt bekam, sind lange vorbei. Die "Aufgaben", die ES erteilte, bspw. "Lass das Polyport-Netz nicht in die Hände der Vatrox fallen" (PR 2500) wurden von den Terranern auch aus eindeutigem Eigeninteresse verfolgt. Das ist die Kehrseite der Freiheit: Man kann manches tun und manches lassen, aber mit den Konsequenzen muss man dann eben auch leben.

Konkret im aktuellen Zyklus sehe ich übrigens keine Aufgabe, die den Terranern aufgedrängt wurde. Dieses Schicksal erleiden eher die Richter und ihre Gefolgsleute (Onryonen, Tesqiren usw.) Und denen gefällt das auch nicht immer, siehe Saeqaer, die irgendwann die Nase voll von den querulantischen Laren hatte.
Excalibur hat geschrieben:Für den AT-Plot hätte dies etwa so ausgesehen: Perry & Bostich beschließen ein galaxienweites Projekt namens SAN. Dazu will man die Laren und ggfs. auch andere Ex-Konzils-Völker mit ins Boot holen. Man düst nach Larenhausen und findet diese Galaxis in Händen eines Tribunals, dessen Sitz sich in den Jenzeitigen Landen wähnt.
Aus eigenem Antrieb (nicht durch Auftrag von ES oder zwangsweise durch eine Invasion mit Weltenbrand-Drohung) beschließen die Terraner nun, dem AT auf den Grund zu gehen, befreien Larhatoon, erreichen die JZL und entdecken hierbei irgendwo eine metzelnde Tiu-Horde, deren mysteriöse Spuren in eine vereiste Galaxis führen.

Interessantes Gedankenspiel, spinnen wir das mal weiter. Würden Foristen, denen beim Gedanken an Tiuphoren der Kamm schwillt, die Tiuphoren-Story akzeptieren, wenn der Anlass der Geschichte auf Initiative der Terraner/Galaktiker zurückgegangen wäre? Würden die Leser, die die "Zeitverschwurbelungen" durch die JzL nicht mögen, das anders sehen, wenn die Galaktiker aus eigenem Antrieb in Larhatoon auf das AT gestoßen wären?

Ehrlich gesagt: Ich glaube das nicht. Ich unterstütze grundsätzlich den Wunsch, dass einmal eine Episode der friedlichen (wenn auch nicht konfliktfreien) Exploration geschildert wird. Aber dieser Hintergrund alleine würde nicht helfen, die eigentliche Handlung müsste ebenfalls anders gestrickt sein.
Excalibur hat geschrieben:Selbstbewußtheit, kosmische Verantwortung und eben die Freiheit, selbst schöpferisch und helfend in den Kosmos einzugreifen, das meinte ich mit Aufgabe. Das geht natürlich nur, wenn die diversen Nabelschnüre und Marionetten-Fäden erst einmal durchschnitten sind. Die bewußte Lösung von Kosmokraten, Verlust der Ritter-Aura etc. waren da schon richtige Schritte.
Eine auf diese Weise dargestellte menschliche Spezies im Kosmos - und deren Erfahrungen und Abenteuer - würde wahrscheinlich soviel Sense of Wonder in die Serie bringen, daß man all die Bedrohungs-Szenarien und Groß- und Hochmächte nicht mehr benötigt, um phantastische Spannung zu kreieren.

Ich bin da nicht so sicher. Jede nach außen gerichtete Exploration wird zwangsläufig auf andere Großmächte stoßen, mit denen sicher nicht alles konfliktfrei ablaufen wird. Und solange nicht die Eiris-Kehre die Umgebung der Lokalen Gruppe in eine versiegelte Zone verwandelt, wird man sich in PR auf die eine oder andere Weise mit den SIs und HM arrangieren müssen.

Alternativ gibt es die Möglichkeit der Expansion ins "Innere". Mit dem Technomahdi haben die Expokraten dazu einen möglichen Ansatz eingeführt.

Re: Zyklusfazit "Die Jenzeitigen Lande"

Beitragvon christianf » 11. September 2016, 01:05

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christianf
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PJoppen hat geschrieben:Dazu müsste aber erst das Expokraten Team ausgetauscht werden. Mit dem jetzigen wird das nicht passieren, denn das würde dem Konzept der Dystopie entgegen stehen für das die stehen..

Nein, für micht stehen die jetzigen Expokraten sicher nicht für Dystopie, sondern für einen fantasievollen Neuanfang mit dem richtigen Maß an Rätsel und Sense of Wonder.
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