Titel 2692

Beitragvon Sonnentransmitter » 8. März 2013, 15:26

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Sonnentransmitter
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Winters Ende
von Leo Lukas


Mein Kommentar: Die Sonne scheint, die Sonne lacht, gab es da mal Dunkelheit?
- Deutschland im Frühjahr 2013
- Terra nach dem Fimbulwinter

Re: Titel 2692

Beitragvon Langschläfer » 8. März 2013, 15:35

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Langschläfer
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Hm...

Sonnenaufgang auf Triton...

Sonnenaufgang über Terrania...

Die Atomsonnen, bestehend aus Schiffen der terranischen Heimatflotte, werden nicht mehr benötigt...

Zeit, einmal gut durchzuatmen und das eine oder andere Bier zu trinken und die eine oder andere Party zu feiern...

Und danach...


...ist Verhauzeit. ;)

:saus:
Neun von zehn Stimmen in meinem Kopf sagen mir ständig das ich nicht verrückt bin. Die zehnte pfeift die Melodie von Tetris.

"Fighting for peace is like screwing for virginity." - George Carlin

Polls sind doof. ;)

Re: Titel 2692

Beitragvon Rainer1803 » 8. März 2013, 16:59

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Rainer1803
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Johnny Winter ? :o

Re: Titel 2692

Beitragvon wepe » 8. März 2013, 17:11

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wepe
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Rainer1803 hat geschrieben:Johnny Winter ? :o

Keine Albinos, keine Gitarren! :D
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Re: Titel 2692

Beitragvon jogo » 8. März 2013, 17:18

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jogo
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Endlich bodenständige Science Fiction. Eine Person im Hauptpersonenkasten. Ein Hobbygärtner, der eine Tulpenzwiebel in seinen kahlen Garten einpflanzt und über die Schönheit des Lebens an und für sich filosofiert... :devil:

Oder es ist die literarische Antwort Leos auf Lana del Reys Summertime Sadness.
Die beste Möglichkeit seine Träume zu verwirklichen, ist aufzuwachen.

Re: Titel 2692

Beitragvon Rainer1803 » 8. März 2013, 17:53

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Der perfekte Übergang vom Perryversum zur realen Welt :st:

Re: Titel 2692

Beitragvon Kemoauc » 8. März 2013, 19:54

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Wird da jetzt kurz vor Schluss ein ganzer Roman darauf verbraten, dass die Sonne wieder scheint?
"Es ist dunkler, wenn ein Stern erlischt, als wenn er nie geleuchtet hätte." - Alaska Saedelaere
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"Erst dann, wenn wir selber ein Gesicht haben, werden uns die Götter Auge in Auge gegenüberstehen." - C.S. Lewis

Re: Titel 2692

Beitragvon jogo » 8. März 2013, 20:29

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Kemoauc hat geschrieben:Wird da jetzt kurz vor Schluss ein ganzer Roman darauf verbraten, dass die Sonne wieder scheint?

Vielleicht geht dabei den Terranern ein Licht auf... :unsure:
Die beste Möglichkeit seine Träume zu verwirklichen, ist aufzuwachen.

Re: Titel 2692

Beitragvon Kemoauc » 8. März 2013, 21:57

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Kemoauc
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jogo hat geschrieben:
Kemoauc hat geschrieben:Wird da jetzt kurz vor Schluss ein ganzer Roman darauf verbraten, dass die Sonne wieder scheint?

Vielleicht geht dabei den Terranern ein Licht auf... :unsure:

:D

Das wäre ihnen ja mal zu wünschen. ;)
"Es ist dunkler, wenn ein Stern erlischt, als wenn er nie geleuchtet hätte." - Alaska Saedelaere
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"Erst dann, wenn wir selber ein Gesicht haben, werden uns die Götter Auge in Auge gegenüberstehen." - C.S. Lewis

Re: Titel 2692

Beitragvon Axo » 9. März 2013, 00:44

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Der Titel läßt mich wieder auf ein Ende der Escalian-Ebene in 2691 hoffen. :st:
Der Umgang mit Büchern bringt die Leute um den Verstand.
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Re: Titel 2692

Beitragvon rolf2011 » 9. März 2013, 18:44

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Doppeldeutiger Titel: Wenn es um das Endes des Winters ginge, wäre der Titel " Das Ende des Winters" eher angebracht. So könnte es auch das Ende einer Person namens Winter sein.

Re: Titel 2692

Beitragvon jogo » 9. März 2013, 19:01

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rolf2011 hat geschrieben:Doppeldeutiger Titel: Wenn es um das Endes des Winters ginge, wäre der Titel " Das Ende des Winters" eher angebracht. So könnte es auch das Ende einer Person namens Winter sein.

Des Winters Ende ist des Frühlings Anfang?
Die beste Möglichkeit seine Träume zu verwirklichen, ist aufzuwachen.

Re: Titel 2692

Beitragvon streichholzentitaet » 10. März 2013, 00:11

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rolf2011 hat geschrieben:Doppeldeutiger Titel: Wenn es um das Endes des Winters ginge, wäre der Titel " Das Ende des Winters" eher angebracht. So könnte es auch das Ende einer Person namens Winter sein.


Darum gehts sowieso nicht, bei der Titelpolitik is damit ne Szene gemeint in der sich jemand einen Kalender anschaut. :rolleyes:

Re: Titel 2692

Beitragvon DelorianRhodan » 10. März 2013, 15:29

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Rainer1803 hat geschrieben:Johnny Winter ? :o


Judy Winter? :-= :gruebel:

Re: Titel 2692

Beitragvon Casaloki » 11. März 2013, 11:18

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Sonnentransmitter hat geschrieben:Winters Ende

SF kann so schöne Geschichten erzählen. :rolleyes:
"Ich habe Dinge gesehen, die ihr Menschen niemals glauben würdet. Gigantische Schiffe, die brannten, draußen vor der Schulter des Orion. Und ich habe C-Beams gesehen, glitzernd im Dunkel, nahe dem Thannhäuser Tor. All diese Momente werden verloren sein in der Zeit, so wie Tränen im Regen." Blade Runner

Re: Titel 2692

Beitragvon Langschläfer » 12. März 2013, 10:01

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Von der Amazon-Seite:

Das Licht der Sonne kehrt zurück - und auf Saypor entscheiden sich Schicksale

Wir schreiben das Jahr 1469 Neuer Galaktischer Zeitrechnung (NGZ) - das entspricht dem Jahr 5056 christlicher Zeitrechnung. Auf bislang ungeklärte Weise verschwand das Solsystem mit seinen Planeten sowie allen Bewohnern aus dem bekannten Universum.

Die Heimat der Menschheit wurde in ein eigenes kleines Universum transferiert, wo die Terraner auf seltsame Nachbarn treffen, die sich alles andere als freundlich verhalten.

Nach zahlreichen Verwicklungen kann jedoch Reginald Bull einen Waffenstillstand erreichen.
Nun müssen die Menschen allerdings mit einem Eindringen QIN SHIS rechnen, jener negativen Superintelligenz, die sich dieses Taschenuniversum geschaffen hat. Allerdings konnte der Feind nicht damit rechnen, dass sich seine ehemaligen Verbündeten nun neu orientiert haben und an der Seite Terras stehen.

Als erstes Zeichen des neuen Bündnisses zwischen Terranern, Sayporanern, Spenta, Fagesy und Dosanthi kommt es zu WINTERS ENDE ...


Auch ein Ende frostiger Beziehungen...


Ach ja... was passiert eigentlich, wenn man eine noch lebende SI in die Ephemere Pforte stopft? :devil: :devil: :devil:


(nur so als Gedanke)
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Re: Titel 2692

Beitragvon Oomph Amber » 12. März 2013, 13:17

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Oomph Amber
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Ach ja... was passiert eigentlich, wenn man eine noch lebende SI in die Ephemere Pforte stopft?


Könnte es sein, dass unser beliebter Doppellachsack genau das will ? QUIETSCHI+TANNI als "Neuro" im "versum" ? "Gelenkt" von den von Delorian suspendierten Terranern ?

Re: Titel 2692

Beitragvon wepe » 12. März 2013, 16:29

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wepe
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Langschläfer hat geschrieben: ...
Ach ja... was passiert eigentlich, wenn man eine noch lebende SI in die Ephemere Pforte stopft? :devil: :devil: :devil:

(nur so als Gedanke)

Nur so als Vergleich:
Wie ein frisch abgespülter Fisch, der tropfnass in die heiße Pfanne gegeben wird? :devil:
Ich rechne mit Zischen, Spritzen und Dampf...
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Re: Titel 2692

Beitragvon Langschläfer » 12. März 2013, 16:51

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Langschläfer
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wepe hat geschrieben:
Langschläfer hat geschrieben: ...
Ach ja... was passiert eigentlich, wenn man eine noch lebende SI in die Ephemere Pforte stopft? :devil: :devil: :devil:

(nur so als Gedanke)

Nur so als Vergleich:
Wie ein frisch abgespülter Fisch, der tropfnass in die heiße Pfanne gegeben wird? :devil:
Ich rechne mit Zischen, Spritzen und Dampf...

Und um sich schlagen wird er auch, du oller Tierquäler... :P ;)


ich dachte eher daran, dass das Chrono-Lot die SI-Leichen ja praktisch in ihre Partikel zershreddert und diese dann nacheinander auf die Außenhaut des Neuroversums transferiert.

Kennt noch jemand den Indiana-Jones-Film mit dem Bergwerk?

Oder "Fargo"?

:devil: :devil: :devil: :devil:

;)

:saus:
Neun von zehn Stimmen in meinem Kopf sagen mir ständig das ich nicht verrückt bin. Die zehnte pfeift die Melodie von Tetris.

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Re: Titel 2692

Beitragvon wepe » 12. März 2013, 17:05

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Re: Titel 2692

Beitragvon Rainer1803 » 12. März 2013, 22:07

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Rainer1803
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Ein kleiner Teaser zum Roman
Spoiler:
Das Licht der Sonne kehrt zurück -und auf Saypoor entscheiden sich Schicksale.
Nach zahlreichen Verwicklungen kann Reginald Bull einen Waffenstillstand erreichen. Nun müssen die Menschen allerdings mit einem Eindringen QIN SHIS rechnen. Als erstes Zeichen des neuen Bündnisses kommt es zu Winters Ende.

Re: Titel 2692

Beitragvon Sonnentransmitter » 13. März 2013, 20:04

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Die Hauptpersonen des Romans:

Reginald Bull – Der Terranische Resident hat Grund zum Feiern, aber nicht lange.
Yugen Estmon-Winter – Der Informatiker schaut ins Paradies und erlebt die private Hölle.
Rabienne Estmon-Winter – Yugens Ehefrau muss sich für eine ihrer Töchter entscheiden.
Delorian Rhodan – Perry Rhodans Sohn schafft einen Durchbruch, zumindest für sich.

Da gehen offenbar ziemlich viele winterliche Episoden zu Ende.... tolle Idee von Leo, den Winter so zu terminieren...

Re: Titel 2692

Beitragvon jogo » 13. März 2013, 20:07

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jogo
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Sonnentransmitter hat geschrieben:Die Hauptpersonen des Romans:

Reginald Bull – Der Terranische Resident hat Grund zum Feiern, aber nicht lange.
Yugen Estmon-Winter – Der Informatiker schaut ins Paradies und erlebt die private Hölle.
Rabienne Estmon-Winter – Yugens Ehefrau muss sich für eine ihrer Töchter entscheiden.
Delorian Rhodan – Perry Rhodans Sohn schafft einen Durchbruch, zumindest für sich.

Da gehen offenbar ziemlich viele winterliche Episoden zu Ende.... tolle Idee von Leo, den Winter so zu terminieren...

Ne, oder?
Die beste Möglichkeit seine Träume zu verwirklichen, ist aufzuwachen.

Re: Titel 2692

Beitragvon Rainer1803 » 13. März 2013, 20:12

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Rainer1803
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jogo hat geschrieben:
Sonnentransmitter hat geschrieben:Die Hauptpersonen des Romans:

Reginald Bull – Der Terranische Resident hat Grund zum Feiern, aber nicht lange.
Yugen Estmon-Winter – Der Informatiker schaut ins Paradies und erlebt die private Hölle.
Rabienne Estmon-Winter – Yugens Ehefrau muss sich für eine ihrer Töchter entscheiden.
Delorian Rhodan – Perry Rhodans Sohn schafft einen Durchbruch, zumindest für sich.

Da gehen offenbar ziemlich viele winterliche Episoden zu Ende.... tolle Idee von Leo, den Winter so zu terminieren...

Ne, oder?

Da lag ich doch mit Johnny Winter garnicht soooo schlecht, oder ?

Re: Titel 2692

Beitragvon Rainer1803 » 13. März 2013, 20:21

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Rainer1803
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Hier eine kleine Leseprobe
Spoiler:
5 Leo Lukas
Die Hauptpersonen des Romans:
Reginald Bull – Der Terranische Resident hat Grund
zum Feiern, aber nicht lange.
Yugen Estmon-Winter – Der Informatiker schaut ins
Paradies und erlebt die private Hölle.
Rabienne Estmon-Winter – Yugens Ehefrau muss sich
für eine ihrer Töchter entscheiden.
Delorian Rhodan – Perry Rhodans Sohn schafft einen
Durchbruch, zumindest für sich.
»Ich bin kein religiöser Mensch,
aber ich glaube.
Ich glaube an das Gute im Menschen,
trotz der Jahrtausende, in denen
ich bereits miterlebt habe, zu
welchen Taten wir Menschen fähig
sind.
Ich glaube an höhere Wesen, nein,
ich weiß, dass es sie gibt. Ich habe zu
vielen von ihnen bereits gegenübergestanden
[…]
Ich glaube an die
Unendlichkeit und
die Wunder des
Universums und bin
dankbar dafür, dass
ich sie im Laufe
meines Lebens in
einem Maß habe
kosten dürfen wie
kaum ein anderer
Mensch.
Und ich glaube,
dass wir Menschen
dazu bestimmt sind, gut zu sein, Gutes
zu tun, wo immer es uns möglich
ist, was immer der Preis sein mag,
und dazu, die Unendlichkeit und die
Wunder des Universums zu erfahren.
Perry Rhodan, Januar 1463 NGZ
Prolog:
Verletzt
8. Januar 1470 NGZ
»Heute ist Elvis Presleys 3123. Geburtstag.
«
»Aha«, sagte Rabienne.
»Elvis wer?«, fragte Aria, ohne
aufzusehen. Konzentriert drehte sie
die holografische Kugelbahn in ihren
Händen.
»Elvis Aaron Presley. Der King.«
Obwohl Yugen Estmon-Winter
wusste, dass er auf zwei Paar taube
Ohren stieß, fuhr er fort: »Der König
des klassischen Rock ’n’ Roll. Als Interpret
unerreicht bis zum heutigen
Tag.«
Seine Ehefrau Rabienne warf ihm
einen strafenden Blick zu. Verschon
uns mit deiner Marotte, hieß das.
»Musikhistorisch gesehen ist
Elvis mindestens so wichtig wie
Mozart, Singh Boncard, Lasky Baty
und Chasdya Andour
zusammen«,
brummte Yugen
trotzig. »Soll ich dir
etwas vorsingen,
Aria?«
»Nö. Ich komme
grad zur vierten
Schlüsselstelle.«
»Es sind schöne
Lieder.«
»Vielleicht später,
Paps.«
»Nun lass das Kind schon in Frieden!
«, sagte Rabienne leise, doch mit
Schärfe.
Yugen fügte sich, nicht zum ersten
Mal frustriert, dass niemand in der
Familie seine Leidenschaft für die
Frühgeschichte der menschlichen
Raumfahrt teilte. Er war Terra-Nostalgiker,
spezialisiert auf jene Epoche,
in der Perry Rhodan und Reginald
Bull aufgewachsen waren.
»Verflixt!«, schimpfte Aria und
schüttelte ärgerlich die Holosphäre.
»Wieder nicht geschafft. Darf ich
noch einen Versuch, Mama?«
»Einen allerletzten. Und dann ab
ins Bett.«
»Aber du hast gesagt, dass ich
morgen nicht zur Schule muss.«
»Trotzdem. Keine Widerrede,
kleines Fräulein. Wir haben amNachdem ihre achtjährige Tochter
fertig gespielt, die Zähne geputzt
und sich ins Kinderzimmer verzogen
hatte, sagte Yugen: »Und?«
Rabienne ging zur Küchenzeile.
Sie schenkte sich ein Glas Rotwein
ein. »Magst du auch?«
»Danke, ich bleibe beim Bier.«
Sie setzte sich zu ihm an den Esstisch.
»Prost!«
Yugen schwieg. Dass der Ausdruck
prosit aus dem Lateinischen
stammte und über die studentischen
Kneipen des achtzehnten Jahrhunderts
alter Zeitrechnung Eingang in
viele Sprachen und später auch ins
Interkosmo gefunden hatte, hätte
seine Frau nicht hören wollen.
Als erriete sie Yugens Gedanken,
sagte Rabienne: »Warum nur klebst
du immerzu an der Vergangenheit?
Fürchtest du dich so sehr vor der Zukunft?
«
»Ich bin nicht ängstlich. Bloß …
skeptisch. Die Menschheit ist schon
zu oft auf falsche Propheten hereingefallen.
«
»Du traust Delorian nicht.«
»Er verspricht sehr, sehr viel.«
»Delorian Rhodan.« Sie betonte
den Nachnamen in fast schon spöttischer
Weise.
»Er ist Perrys Sohn. Na und? Das
war Thomas Cardif auch. Wir wissen,
wie er geendet ist.«
»Die zwei kannst du nun wirklich
nicht vergleichen.«
»Auch Michael Rhodan alias Roi
Danton hatte lange Zeit ein, ähem,
distanziertes Verhältnis zu seinem
Vater. Und Kantiran Rhodan hat
immerhin seine eigene Mutter getötet.
«
»Wieso soll es bei Unsterblichen
keine Familientragödien geben?«
Rabienne lachte. »Vielleicht liegt’s ja
auch am übermächtigen Ego deines
vergötterten Perry, dass praktisch
all seine Sprösslinge gegen ihn aufbegehren.
«
»Das ist nicht witzig.«
»Komm, Yugen. Ich wollte dich
nicht kränken.«
»Okay. – Du hast ja recht. Genau
deswegen mache ich mir Sorgen.
Dass Delorian seinem Vater etwas
beweisen will und sich dabei übernimmt.
Und dass er alle, die ihm gutgläubig
folgen, mit in einen Abgrund
ohne Wiederkehr reißt.«
Rabienne seufzte. »Du bist immer
so negativ.«
»Ich?« Er wollte auf den Tisch
schlagen, stoppte aber gerade noch
rechtzeitig ab. »Was soll das überhaupt
heißen, negativ? Delorian intrigiert
mit negativen Superintelligenzen
herum! Etliche seiner Verbündeten
erscheinen mir ganz und
gar nicht koscher.«
»Toufec finde ich gut.«
Das hasste Yugen so an den Diskussionen
mit seiner Angetrauten:
Ständig glitt sie vom Thema ab und
verzettelte sich vom Hundertsten ins
Tausendste.
Er musste sich zurückhalten, da-mit das Gespräch nicht zum Streit
ausartete. Dieser Abend, diese Entscheidung
war zu wichtig, als dass
Yugen seinen Emotionen freien Lauf
lassen durfte.
Falls sie einander wie üblich anbrüllten
und danach in eisiger Stimmung
schlafen gingen, war die letzte
Chance auf eine gütliche Einigung
vertan. Deshalb beherrschte er sich,
so schwer es ihm auch fiel.
Das Gemeine und Unfaire daran
war: Natürlich trug er die Verantwortung.
Sie plapperte einfach fröhlich
drauflos, wie es ihr in den Sinn
kam.
»Dieser Toufec mag ja ein cooler
Typ sein«, lenkte Yugen ein. »Trotzdem
stellt er nur eine Randfigur im
großen Puppenspiel dar. Primär geht
es um Delorian und dessen undurchschaubare
Motive.«
»Was ist daran undurchschaubar?
Er will im Grunde dasselbe wie sein
Vater: das Wohl der Menschheit.
Dank seiner Funktion als Chronist
der positiven Superintelligenz ES,
die er eine halbe Ewigkeit lang ausgeübt
hat, verfügt er allerdings über
die Möglichkeiten, es besser zu machen.
«
»Behauptet er jedenfalls.«
»Delorian hat mehr als einmal den
Beweis geliefert. Den Sextadim-
Schirm zum Beispiel.«
»Hmpf.« Insgeheim musste Yugen
zugeben, dieses Argument nicht
schlüssig entkräften zu können.
»Wir erleben eine Art Generationswechsel.
Lang überfällig, wenn
du mich fragst. Ich für mein Teil
glaube Delorian, dass er es gut mit
uns meint.«
Yugen zuckte die Achseln, hilflos.
Er schätzte es nicht, in die Defensive
zu geraten. Ihm wollten jedoch partout
keine vernünftigen Widerworte
einfallen; zumal er ahnte, welches
Geschütz seine Frau als nächstes
auffahren würde.
Prompt fragte sie eindringlich:
»Hattest du denn keine Vision?«
»Schon. Aber … sie war zu schön,
um wahr zu sein.«
*
Als Delorian zu den Terranern
sprach …
Es lag einige Tage zurück; mehr
als zwei Wochen. Gleichwohl war
Yugen Estmon-Winters Erinnerung
noch frisch.
Delorian hatte einen eleganten,
zeitlos geschnittenen Anzug getragen
und darin bemerkenswert smart
ausgesehen. Keineswegs verbraucht
und gebeugt von der Jahrmillionenlast,
ganz im Gegenteil – sein Alter
schien sich in pure Erfahrung verklärt
zu haben, wenn nicht in unendliche
Weisheit.
»Reden wir über Terra. Reden wir
über das Solsystem«, hatte er gesagt.
»Reden wir darüber, wie oft die Urheimat
der Menschheit schon das
Interesse übelwollender Machtgefüge
oder einzelner, negativer Entitäten
erregt hat – in den meisten Fällen
zum Nachteil der Bewohner.«
An Milliarden Orten des in die Anomalie
entführten Sonnensystems
war Delorian zu sehen und zu hören
gewesen; sein Abbild natürlich, jedoch
intensiver, präsenter als bei
gewöhnlichen Holoprojektionen.
Aufrecht stehend, fast lässig, das
Gesagte mit sparsamen Gesten unterstreichend,
hatte er viele der Invasionen
und Verheerungen aufge-zählt, die im Laufe der letzten drei
Jahrtausende über die Menschenwelten
gekommen waren. Delorian
hatte auch nicht vergessen, die Vorzeit
zu erwähnen, den Aufstieg und
Untergang des Lemurischen Reiches.
»Immer wieder hat die Bevölkerung
des Solsystems, egal ob Lemurer,
Menschen oder Terraner, teuer
bezahlt; oft mit ihrem Leben oder
dem Leben ihrer Angehörigen.«
Wer hätte ihm diesbezüglich nicht
zugestimmt?
Es sei dringend nötig, einen
Schlussstrich zu ziehen, so lautete
Delorians Botschaft an die Terraner.
»Es ist genug. Hoch an der Zeit,
Frieden zu finden. Einen Ort, an dem
wir sicher sind. Nicht nur für jetzt
und im Schutz technischer Anlagen,
sondern für immer. Einen Ort, an
dem wir unangreifbar sind.«
Mit der hochstehenden Technologie
seines Schiffes, der TOLBA, hatte
er einen Eindruck davon vermittelt,
wie dieser Ort beschaffen wäre.
Ausdrücklich hatte der alterslos erscheinende
Mann beteuert, dass sein
Angebot auf Freiwilligkeit beruhe:
Nur wer sich den Visionen öffnete
und bewusst darauf einließe, würde
darin eingebunden werden.
Eine suggestive Beeinflussung
fände nicht statt. Der Bildwerfer
nähme keinerlei Manipulation des
Willens vor. Im Übrigen würde der
gesamte Vorgang von Mitarbeitern
des Terranischen Residenten Reginald
Bull überwacht.
Yugen traute dem vorgeblichen
Heilsbringer nur bedingt. Aber daran,
dass auf Bully Verlass war,
glaubte er felsenfest.
Letztlich hatte seine Neugier den
Argwohn besiegt. Yugen hatte einen
Blick riskiert.
Und das Paradies geschaut …
*
Das Paradies ist ein heller, lang
gestreckter Raum mit himmelblauen
Vorhängen. Wände, Decke, Boden
und Möbel sind überwiegend elfenbeinweiß.
Gegenüber einem offenen Kamin
steht ein riesiges, fast fünf Meter
breites Sofa. Eine junge, blonde,
vollbusige Frau in weißem Abendkleid
sitzt zwischen zwei auf sehr
unterschiedliche Weise attraktiven
Männern.
Der eine lächelt, dass die makellosen
Zähne blitzen. Er strahlt Macht
und Souveränität aus.
Der andere verfügt ebenfalls über
reichlich Charisma, wirkt jedoch zurückhaltender,
dafür sportlicher.
Dass beide die wunderschöne Frau
lieben und sie ihrerseits in beide verliebt
ist, lässt sich nicht übersehen.
»Ein wenig kitschig«, befand
Yugen Estmon-Winter, »und ziemlich
unrealistisch. Dieses Zusammentreffen,
meine ich. Marilyn zwischen
Joe DiMaggio und JFK? Wann
soll das gewesen sein?«
»Wir sind in keiner Zeit«, sagte
Delorian, dessen Anzug sich perfekt
in die geschmackvolle, weil stilsichere
Art-déco-Einrichtung einfügte.
Verschwörerisch zwinkernd spottete
er: »Zeitreisen sind verboten.
Wie war das noch? Eins, zwei, drei
– kommt die Zeitpolizei!«
»Verstehe. Alles spielt sich nur in
meinem Kopf ab.«
»Natürlich!« Delorian lachte
dröhnend. »Aber spielt sich nichtüberhaupt alles nur in deinem Kopf
ab? Ist nicht die ganze Realität letztlich
deine Realität?«
»Ich weiß nicht. Diese Szene habe
ich mir jedenfalls nie bewusst vorgestellt.
Obwohl … Vielleicht wünsche
ich mir ja tatsächlich etwas in der
Art …« Yugen fühlte sich irgendwie
ertappt.
»Jeder sieht, was er am meisten
begehrt.«
»Alle gleichzeitig, dein gesamtes
Publikum? Respekt vor der Maschinerie
deines Schiffes.«
Delorian machte eine wegwerfende
Handbewegung.
»Im Ernst: Was ist das für ein magisches
Gerät?« Als Positronik-Informatiker
musste Yugen einfach
nachbohren.
»Ja, wie heißt es gleich?« Delorian
tat, als überlege er. Einige Atemzüge
verstrichen.
Dann tippte er Yugen leicht mit
Zeige- und Mittelfinger gegen die
Schläfe. »Ich denke, man nennt es
Gehirn. Oder Gedächtnis. Ich würde
andere Bezeichnungen vorziehen.
Ich bin da ein bisschen altmodisch,
weißt du. Ich würde sagen: der Geist.
Der Geist, der wir sind und der begehrt,
glücklich zu sein.«
»Alle gleichzeitig«, wiederholte
Yugen, unfähig, sich der Faszination
zu entziehen. »Und jeder und jede
Einzelne sieht dabei dich als Begleiter?
«
»Ich habe gelernt, vielfältig zu
sein.«
*
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