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Harzzach
Terraner
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Hofnarr hat geschrieben:Den Ertrusern konnte man den Angriff nicht ausreden. Was mich verwundert: Ertrus hat gesehen wie die Arkoniden scheiterten, da kann man nicht ausgehen, das Ertrus mehr entgegenzusetzen hat.

Auf mich hatte es den Eindruck, dass Joschannan nicht mit letzter Kraft ebendies versucht hat, das Ausreden. So als ob man nur mit halber Kraft protestiert, die Ertruser aber mal machen lässt, weil man so gut wie gar nichts über die Ressourcen des AT weiß, man das AT und die Onryonen aber als "zivilisiert" genug einschätzt, dass solche Aktionen, falls sie scheitern, keinen Genozid a la Laren/Überschwere zur Folge haben werden.

Gut, andererseits kann man mit gutem Recht auch sagen, dass das AT solche Aktionen geradezu bewusst provoziert hat, um dann mit einer massiven (!) Machtdemonstration dem Rest der Galaxis zu zeigen, wie sinnlos militärische Gegenwehr ist.

Hat halt alles seine zwei Seiten :)
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Negasphäre
Terraner
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Klasse Roman. :st:

Hat mir sehr gut gefallen.

Witzigerweise habe ich gestern kurz in den Film "The Core" hineingeschaut und danach Abends den Roman im Bett zu Ende gelesen. ^_^
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welle
Oxtorner
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Ich fand den Roman auch Spitzenklasse.
Wer hat Haluter schon mal kotzen sehen?
Weiter so... :-D
1-1-1
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lichtman
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Casaloki hat geschrieben:
Am zweiten Planeten Bootasha ...

Derweil hat sich Tacrot nach dem Mahl von mineralhaltigem Gestein lautstark übergeben, was für Allesverwerter wie Haluter ungewöhnlich ist. Die Analyse Tolots ergibt, dass sich daran Material befindet, welches dem PEW-Metall ähnelt. Tacrot benennt es selbstironisch Speimetall oder Emetikat.



das Material ähnelt dem, was die Lemurer als Drokarnam oder Drachenmetall kannten
kein PEW, wie wir es kennen – aber es weist Ähnlichkeiten auf

die Autoren erfinden außerhalb des Periodensystems wohl beliebige adhoc-Elemente

ZEUT hätte Grund genug Haluter kotzen zu lassen.

Das Ganze war wohl hoffentlich nicht nur ein Gag.

Die Lemurer dopten ihre Technik mit dem Howalgonium-Sextagonium-Zwitter - z.B. im Fall der ZEUT-Plattformen. PEW_metall ist in den Zeiten erhöhter Hyperimpedanz doppelt wertvoll.

PEW-Metall kennt man bisher nur von zwei Planeten.

Einer davon - Zeut mit seiner hochelliptischen Umlaufbahn außerhalb der Ekliptik - könnte gut eine eingefangene Dunkelwelt gewesen sein.

Vielleicht gibt es eine ganze Klasse PEW-haltige Dunkelwelten und vielleicht ist es kein Zufall dass die Onryonen auf einer PEW-haltige Dunkelwelt Bergbau betreiben.

manfred

Eine etwas eigenartige Formulierung im Glossar: auf rätselhafte Weise aus Howalgonium und Sextagonium bestehendes Hypermaterial

Dann könnte man aus dem Trümmersystem Milliarden Kubikkilometer Sextagonium gewinnen.

Ich habe Howalgonium-Sextagonium-Zwitter immer als Kombination von Eigenschaften(!) von Howalgonium und Sextagonium und nicht als Mischung beider Materialien verstanden.
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nanograinger
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lichtman hat geschrieben:Einer davon - Zeut mit seiner hochelliptischen Umlaufbahn außerhalb der Ekliptik - könnte gut eine eingefangene Dunkelwelt gewesen sein.

Vielleicht gibt es eine ganze Klasse PEW-haltige Dunkelwelten und vielleicht ist es kein Zufall dass die Onryonen auf einer PEW-haltige Dunkelwelt Bergbau betreiben.

manfred

Vielleicht ist es überhaupt kein Zufall, dass diverse Dunkelwelten PEW-Metall aufweisen, ähnlich wie die Salkrit-Vorkommen in der Charon-Wolke kein Zufall waren. Womöglich ist das wie die seltsamen Bauten und das Meer auf der Dunkelwelt Kamaad ein Überbleibsel der uralten Gefahr. Dann sollte mal einer bei den Paramags vorbeischauen....
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lichtman
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nanograinger hat geschrieben:
lichtman hat geschrieben:Einer davon - Zeut mit seiner hochelliptischen Umlaufbahn außerhalb der Ekliptik - könnte gut eine eingefangene Dunkelwelt gewesen sein.

Vielleicht gibt es eine ganze Klasse PEW-haltige Dunkelwelten und vielleicht ist es kein Zufall dass die Onryonen auf einer PEW-haltige Dunkelwelt Bergbau betreiben.

manfred

Vielleicht ist es überhaupt kein Zufall, dass diverse Dunkelwelten PEW-Metall aufweisen, ähnlich wie die Salkrit-Vorkommen in der Charon-Wolke kein Zufall waren. Womöglich ist das wie die seltsamen Bauten und das Meer auf der Dunkelwelt Kamaad ein Überbleibsel der uralten Gefahr. Dann sollte mal einer bei den Paramags vorbeischauen....


An Zufall konnte ich auch nicht glauben. Ich traue den Autoren einiges zu. Aber es scheint in 2732 als Vae-Metall eine Rolle zu spielen.

Interessant ist dass Gorgesd und die anderen zwei Dunkelwelten auf der Southside liegen - wie das Neutronensternquartett.

Rechnet man den Abstand von 7000 LJ zwischen Gorgesd und den beiden anderen Welten auf eine zweidimensionale Verteilung in der galaktischen Hauptscheibe hoch - kommt man auf etwa 14*14=196 derartige Welten.

Onuper liegt 11,9 LJ näher als Bootasha - vom Standort der KRUSENSTERN 20 LJ von Gorgesd entfernt - eine winzige Differenz im Vergleich zu den 7000 LJ.

Ob da jemand ein Netz von Dunkelwelten mit Maschenweite 7000 LJ über die Milchstrasse gelegt hat?

manfred

PS: Es wundert dass noch niemand das Paramagsystem in den letzten 1600 Jahren besucht hat.

Jede Menge 5-D-Rohstoff, Unsterblichkeit für Psi-Begabte wie Antis etc

Hoffentlich wurde es nicht von TRAITOR geplündert.
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nanograinger
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Wieder ein schöner Roman von MMT. Sehr gute Haluter-Schilderung, unabhängig von Emetikat und den sich nun aufdrängenden Sprichworten. Ich hatte echt Befürchtungen, dass unsere Kommando-Helden als nächstes in der Bußklause ein paar Jahrhunderte absitzen dürfen. Leider war ich durch die Vorankündigungen der kommenden Romane schon gespoilert, sodass sich die Überraschung am Ende des Romans nicht mehr einstellen konnte.

Bzgl. der Onryonen hatte ich eigentlich gehofft, dass angesichts der Schlafrudel auch interessantere Sexualpraktiken herauskommen würden, aber das wurde mal wieder verschenkt (keine "sonderlich spannende(n) Sexualpraktiken"). Schade, das hätte die sonst eher drögen Onryonen deutlich aufgepeppt :D .

Zur Frage der Legitimation und Moral des AT gibt es nichts Neues zu sagen, was nicht schon mindestens dreimal diskutiert wurde. Aber zu Toio Zindher und ihrem Status möchte ich anmerken, dass sie m.W. "nur" der Beihilfe zum Mord und Entführung schuldig ist (vielleicht habe ich schon was vergessen, aber ich glaube nicht). Sie ist auch kein Mitglied einer terroristischen Vereinigung, denn die Tefrodermutanten sind ganz klar Agenten eines anderen Staates. Das wäre ein Fall für den Gefangeennaustausch, aber da gibt es im Moment von Seiten des Neuen Tamaniums nichts auszutauschen (von andereren Sachzwängen ganz abgesehen). Sie ist definitv kein Fall für den "Galaktischen Gerichtshof", der würde sich um Kaliber wie Vetris-Molaud oder die Atopischen Richter oder Shekval Genneryc kümmern. (Wie übersetzt man eigentlich "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" ins Interkosmo?)

Die Intermezzi zur galaktischen Entwicklung lassen mehr Fragen offen, als sie beantworten (was sicherlich bewusst so gemacht ist). Zum Beispiel ist das Verhältnis von AT zu VM/NT weiterhin vollkommen unklar. Einerseits wird wohl der Konflikt mit den Jülziish entschärft, inkl. Rückzug aus ITHAFOR-5, andererseits wird ein weiterer Tefroderstaat "einverleibt". Aber wenn militärische Druckmittel für Letzteres angesichts der Onryonen-Macht nicht ziehen, was hat dann dies bewirkt? Will das AT die jeweiligen Völker zwangsweise zu einem Staat vereinigen?

Was übrigens explizit nicht beschrieben ist: Vom angeblichen Anspruch der Tefroder auf Terra wird nichts gesagt, diese Sache scheint vom Tisch. War wohl nie mehr als eine Drohkulisse.
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lichtman
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Casaloki hat geschrieben:...
Galaktopolitischer Einschub: Die Republik Theffrar, eins von drei noch unabhängigen Tefroderreichen, hat sich unter großem propagandistischem Getöse dem Neuen Tamanium angeschlossen.
...


Immerhin: das älteste Tefroder-Reich das Vithram und die Heimat von Farye Sepheroa, die aus Blues und Tefrodern bestehende Transgenetische Allianz, sind noch unabhängig.

Nach der Abschaltung des Polyportnetzes ist es nur folgerichtig, dass das Neue Tamanium auf ITHAFOR-5 verzichtet. Damit haben sie wohl das von den Weddonen bewohnte Ghatamyz-System geräumt. Würde nicht recht zur atopischen Ordo passen.

Ob sie auf ihre Ansprüche auf Gheyndrii alias Zoit verzichtet haben? Vermutlich war es nur ein vorgeschobener Anspruch um sich ITHAFOR-5 unter den Nagel zu reißen, aber theoretisch könnte sie auch weitergehende Interessen an Zoit (=Zeut?) haben.

manfred
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nanograinger
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Noch ein Kommentar zum Leserbrief von Daniel Bove und WiVas Antwort: Zum einen ist nun klar, dass Atlan, Bully, Gucky und Tolot als ARCHETYPEN eingestuft werden und solange das so ist, sind sie wohl unkaputtbar (was ihre Existenz angeht, nicht in den Details, siehe Gucky und auch bald Atlan). Die anderen ZAC-Träger.... :devil:

Zum anderen gibt es "archetypische" Figuren, die bisher in PR nicht aufgetreten sind, am offensichtlichsten der "Abtrünnige/Verräter", der sich vom Helden (Perry) abwendet, und entweder zum Gegner überläuft oder seinen eigenen Laden aufmacht. Ja, es gab Thomas Cardif und Galbraith Deighton und den aphilischen Bully, aber das sind schwache Beispiele dieses Archetyps. Bei Tolkien gibt es hier tolle Beispiele (Sauron, vor allem aber Saruman). Dieses Potential ist bei Perry ungenutzt, vermutlich weil es die Leserschaft zu sehr polarisieren würde, denn der Ausgang solch eines Szenarios ist ja offensichtlich (siehe Cardif oder Bully).

Aber man stelle sich mal Roi Dantons Rückkehr als Anwärter auf Atopische Richterschaft in einer von tt-Progenitoren verwandelten SOL vor...
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Elena
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nanograinger hat geschrieben:Aber man stelle sich mal Roi Dantons Rückkehr als Anwärter auf Atopische Richterschaft in einer von tt-Progenitoren verwandelten SOL vor...


Ich vermute mal, das ergibt dann genau so einen Aufstand. Perrys Sohn - gegen ihn. Schlimm, schlimm, schlimm - siehe Thomas Cardif. :o
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Alexandra
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Vincent Garron hat geschrieben:... deine Ankündigung, bei Nichtgefallen einer gegen Dich gerichteten Handlung lieber amoralisch zu leben ist irrelevant. Du hast eine Vernunft, die dich leitet (*) und lebst innerhalb eines sozialen Gefüges. Das alleine enthebt dich schon der Möglichkeit amoralisch zu leben. ...
Gesetz und Moral sind zwei völlig verschiedene Monumente, die lediglich marginale Schnittmengen haben. Das geht sogar soweit, dass man in dieser - der realen - Welt absolut gesetzestreu leben kann, aber dennoch ein moralisch zutiefst verkommenes Subjekt ist. ... gesetzlich erlaubt, weil nicht verboten. Was ich moralisch von solchen..... Menschen halte, darf ich hier nicht sagen, sonst riskiere ich einen Forenbann ... dass der Mensch von Vernunft und Verstand geleitet wird, während die Tiere von Trieben und Instinkten geleitet werden. ... Aber keine Fliege der Welt käme auf die Idee eine Fliegenklatsche zu bauen ... wessen Handeln ist nun vernünftig ?
... der Begriff "Respekt" ist nur die ehrenvollere Variante von "Schiss" ...

Respekt kann durchaus dem Drang nach Imitationslernen und der Orientierung innerhalb eines sozialen Gefüges entstammen, und im Rahmen von Tabus funktionieren. Tabus als die unantastbaren Bereiche, die eine Gesellschaft stabilisieren, vgl. die Ethnologen Victor Turner und B. Malinowski.

Interessantes Beispiel zur Moral, das mit dem Forenbann.

Falls dein Kant dir Zeit lässt, solltest du, falls du sie nicht längst schon kennst, die wunderbaren Filme von Alan Resnais zu Gemüte führen - erst "Mein Onkel aus Amerika" (Mon oncle d'amérique) und dann "Hieroshima, mon amour". Die haben meine Sichtweisen zu den hier genannten Themen für immer geprägt.
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Vincent Garron
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Alexandra hat geschrieben:Falls dein Kant dir Zeit lässt, solltest du, falls du sie nicht längst schon kennst, die wunderbaren Filme von Alan Resnais zu Gemüte führen - erst "Mein Onkel aus Amerika" (Mon oncle d'amérique) und dann "Hieroshima, mon amour". Die haben meine Sichtweisen zu den hier genannten Themen für immer geprägt.
Hab grad mal nach beiden Filmen gesucht, online werden sie aber nirgends angeboten. Bleibt nur zu hoffen, dass sie irgendwann mal im TV laufen UND dass ich das dann noch rechtzeitig mitkriege :D
Es gibt zwei Dinge die unendlich sind: Das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir aber nicht ganz sicher.
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Pfeil
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von hz3cdv » 23. Dezember 2013, 14:47
Pfeil hat geschrieben:
Es gibt keine allgemeingültige Moral und es gibt kein allgemeingültiges Recht. Mal so ebenen je nach Fall und eigener Einordnung urteilen zu wollen, geht überhaupt nicht. Die jeweiligen Staatssyteme haben ihre Gesetze und Gerichte die diese umzusetzen beauftragt sind. Deren Urteil ist das wonach es sich zu richten gilt, alles andere ist Willkür.

...




Nach dieser Argumentation waren die Nürnberger Prozesse Wilkür, da ja nicht nach dem nationalsozialistischen Recht geurteilt wurde.
...


Sehe ich nicht so,
aber stimmt schon, ich hätte besser abgrenzen sollen.
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Pfeil
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Die Tierstory ist hübsch, mehr nicht. Wenn ich im 5 Meter Abstand (besser viel weiter noch) vorbeilaufe, weiß ich dass ich nicht gefressen hinten ankomme. Zeig mir zwei rassenfremde Raubtiere die mal eben so aneinander vorbeigehen und jeweils denken "ich bin lieb", wird schon gehen. Der Gutgläubige wird gefressen, früher oder später, in der Ehe, in der Wirtschaft, in der Finanzwelt, usw..
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dandelion
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Es dauert schon etwas, bis der Roman in Fahrt kommt, aber in der zweiten Hälfte geht es dann heftig zur Sache.

Der Lithosphärentaucher ist zusammen mit den fehlenden permanenten Zugängen zu den Bußklausen eine hervorragende Idee, die es in dieser Form (nach meiner Kenntnis) noch nicht gegeben hat.

Die Rückkehr der Haluter aus der Bußklause ist als Aufreger gelungen. Kein Perry dabei, da habe ich erst mal mit offenem Mund gestaunt, bis ich mich an den Spoiler des nächsten Heftes erinnert habe. Den zu lesen war ein Fehler, aber bei meiner unregelmäßigen Leserei habe ich es nicht für so wichtig gehalten. Werde ich aber nicht mehr tun.

Die galaktopolitischen Einschübe als Unterbrechungen der Haupthandlung sind gelungen. Der Blick auf das große Geschehen setzt die Spekulationsspirale in Gang. Wer verbündet sich mit wem?

Was den Roman etwas abwertet, ist die relative Leichtigkeit, mit der das Einsatzkommando sein Ziel erreicht. Dass Gucky nicht mehr teleportieren kann, fördert nicht die Spannung, sondern schafft nur umständliche Komplikationen. Seine Ziele erreicht er erwartungsgemäß trotz der fehlenden Fähigkeit.

Das war mein erster elektronisch gelesener Roman, aber nicht nur deswegen werde ich ihn in Erinnerung behalten.
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Vincent Garron
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Pfeil hat geschrieben:Die Tierstory ist hübsch, mehr nicht. Wenn ich im 5 Meter Abstand (besser viel weiter noch) vorbeilaufe, weiß ich dass ich nicht gefressen hinten ankomme. Zeig mir zwei rassenfremde Raubtiere [...]
Hund = Raubtier ?¿?¿? :rofl:
Oh Herr, schmeiß Hirn vorm Himmel....
(oder große Steine, Hauptsache du triffst)

Pfeil hat geschrieben:Der Gutgläubige wird gefressen, früher oder später, in der Ehe, in der Wirtschaft, in der Finanzwelt, usw..
Du hast ein Menschenbild, das ist k a t a s t r o p h a l und du tust mir echt aufrichtig leid.
Es gibt zwei Dinge die unendlich sind: Das Universum und die menschliche Dummheit. Beim Universum bin ich mir aber nicht ganz sicher.
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Elena
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Vincent Garron hat geschrieben:
Pfeil hat geschrieben:Die Tierstory ist hübsch, mehr nicht. Wenn ich im 5 Meter Abstand (besser viel weiter noch) vorbeilaufe, weiß ich dass ich nicht gefressen hinten ankomme. Zeig mir zwei rassenfremde Raubtiere [...]
Hund = Raubtier ?¿?¿? :rofl:
Oh Herr, schmeiß Hirn vorm Himmel....
(oder große Steine, Hauptsache du triffst)

Pfeil hat geschrieben:Der Gutgläubige wird gefressen, früher oder später, in der Ehe, in der Wirtschaft, in der Finanzwelt, usw..
Du hast ein Menschenbild, das ist k a t a s t r o p h a l und du tust mir echt aufrichtig leid.


@Vincent: Das mit dem Menschenbild ist nur bedingt richtig. Man kann nicht generell sagen, dass es verkehrt ist und man kann nicht generell sagen, dass es richtig ist. Es gibt sowohl positive als auch negative Beispiele. Vielleicht hat "Pfeil" mehr die negativen kennengelernt. Wenn das stimmt, tut es mir allerdings auch leid für ihn.
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Vincent Garron
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@Elena: Das mit dem Menschenbild ist 100,0% richtig, denn er sagt ja eben gerade nicht, dass man es generell nicht sagen kann, sondern er sagt "Der Gutgläubige wird gefressen, früher oder später, [...]". Die Aussage ist finit, endgültig

Wer so denkt, kategorisiert die Menschen in 2 Schubladen: Opfer und Täter. Wobei ich nicht mal genau sagen könnte, welche von beiden Positionen mir mehr leid tun sollte.
Außerdem gibt es dem Täter die Rechtfertigung an die Hand, man sei ja nur deswegen Täter, um nicht Opfer zu sein. Und deshalb bleibe ich dabei: Wer das als das von ihm erkannte Menschenbild propagiert, der kann mir nur ganz ganz furchtbar leid tun.
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Elena
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Vincent Garron hat geschrieben:@Elena: Das mit dem Menschenbild ist 100,0% richtig, denn er sagt ja eben gerade nicht, dass man es generell nicht sagen kann, sondern er sagt "Der Gutgläubige wird gefressen, früher oder später, [...]". Die Aussage ist finit, endgültig

Wer so denkt, kategorisiert die Menschen in 2 Schubladen: Opfer und Täter. Wobei ich nicht mal genau sagen könnte, welche von beiden Positionen mir mehr leid tun sollte.
Außerdem gibt es dem Täter die Rechtfertigung an die Hand, man sei ja nur deswegen Täter, um nicht Opfer zu sein. Und deshalb bleibe ich dabei: Wer das als das von ihm erkannte Menschenbild propagiert, der kann mir nur ganz ganz furchtbar leid tun.


@Vincent: Okay, ich verstehe, was Du meinst. So hatte ich das nicht verstanden, aber so steht es nun mal tatsächlich da. So gesehen hast Du Recht. Und SO, wie es da STEHT, kann ich das tatsächlich auch nicht unterschreiben.
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Alexandra
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Pfeil hat geschrieben:Die Tierstory ist hübsch, mehr nicht. Wenn ich im 5 Meter Abstand (besser viel weiter noch) vorbeilaufe, weiß ich dass ich nicht gefressen hinten ankomme. Zeig mir zwei rassenfremde Raubtiere die mal eben so aneinander vorbeigehen und jeweils denken "ich bin lieb", wird schon gehen. Der Gutgläubige wird gefressen, früher oder später, in der Ehe, in der Wirtschaft, in der Finanzwelt, usw..

Wenn ein Raubtier keinen Hunger hat, ist es in der Regel harmlos. Und Raubtiere einer Rasse checken permanent die Rangfolge. Der Ansatz bleibt zu stark im Schwarz-Weißen stecken.
Wenn man das Glück hat, auf dem Land zu leben und seinen Garten wild genug lässt, um die Interaktionen der diversen Tierarten beobachten zu können, kann diese Denkweise schon gar nicht nachvollziehen. Es ist unglaublich, was zwischen denen alles abläuft. Ich wünsche dir, dass du bald Gelegenheit hast. dich auf so was einzulassen.
Die Kommunikation über die Gattungsgrenzen hinaus ist schon sehr ausgeprägt. Ganz ehrlich: Wenn ein Kollege patroulliert, ob ich noch Kekse habe, und ein Spatz auf die Kletterpflanze fliegt, um durchs Fenster zu schauen, wann Nachschub kommt, weil der Kompost leer ist, dann kann mir keiner erzählen, dass der Mensch sich kraft seines Verstandes denkt, dass da Essen ist, während die instinktgetrebenen Tiere nur durch Zufall zu antizipieren scheinen, dass da regelmäßig Leckeres rausgetragen wird.


Vincent Garron hat geschrieben:
Alexandra hat geschrieben:Falls dein Kant dir Zeit lässt, solltest du, falls du sie nicht längst schon kennst, die wunderbaren Filme von Alan Resnais zu Gemüte führen - erst "Mein Onkel aus Amerika" (Mon oncle d'amérique) und dann "Hieroshima, mon amour". Die haben meine Sichtweisen zu den hier genannten Themen für immer geprägt.
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von Vincent Garron » 25. Dezember 2013, 22:37
Du hast ein Menschenbild, das ist k a t a s t r o p h a l und du tust mir echt aufrichtig leid.


Gefällt mir.
Für mich ist ein Dobermann ein Raubtier und daran ändern auch Verniedlichungen deinerseits nichts. Tiere die mich lebensbedrohend verletzen können, sind Raubtiere für mich, im Sinne dessen, dass ich mich entsprechend verhalte, und das ist in der Regel ausreichende Distanz halten, bzw nach einer "Tötungswaffe umsehen".

Mit dem k a t a s t r o p h a l e n Menschenbild, das braucht dir nicht leid tun, mir fehlt nichts.
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Laurin
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Mir hat der Roman gut gefallen, trotz der Anleihen bei 'The Core'. Tolle Schilderung der Posbis, spannende Endwicklung zwischen Gucky und Toio (wobei es mit nicht gefällt, dass die offensichtlich unrechtmässig. dh. ohne Prozess nun bereits über ein Jahre einfach so gefangen gehalten und im Grunde misbraucht wird).

Schön auch die Intermezzos, in denen man etwas über die Entwicklung in der Milchstraße erfährt.
Das Ende bleibt spannend.

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Klaus 1802
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Zum Galaktopolitischer Einschub: Könnte es sein, dass Vize-Imperator Tormanac de Hozarius
nicht körperlich anwesend war sondern ein messinggesteuertes Double??
Das würde sein gesundes Aussehen erklären, ohne dass er
ein Onionei trägt.
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Elena
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Klaus 1802 hat geschrieben:Zum Galaktopolitischer Einschub: Könnte es sein, dass Vize-Imperator Tormanac de Hozarius
nicht körperlich anwesend war sondern ein messinggesteuertes Double??
Das würde sein gesundes Aussehen erklären, ohne dass er
ein Onionei trägt.


Keine schlechte Idee, setzt aber voraus, dass er immer noch gesund genug ist, um sowas steuern zu können. Denn ohne Onion-Ei schreitet die Krankheit ja weiter fort.
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Mr Frost
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Auch ein wenig zäh, aber ganz ok (der Roman).

Die Einschübe über galaktische Politik (Tefroder, gähn, Arkoniden, seufz) haben mich eher gelangweilt.
Die Story um die Gefängniswelt war wenig ereignisreich, wenig "spannend" oder gar faszinierend.

Was mich zudem störte war die seltsame "Charakterlosigkeit" Bughassidows. War dieser es nicht, der von Dunkelwelten zu Beginn des Zyklus so fasziniert war? Der Perry zur Suche nach solchen Planeten drängte?
Und nun findet man mehrere Dunkelplaneten und der Milliardär reagiert auf diese Tatsache so ganz und gar nicht?

Ingesamt aber ein befriedigender bis guter Roman von MMT.

Noten: 3/2/3.
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