5. Auflage - Die Linguiden

Unvergessene Abenteuer, legendäre Zyklen - nachgelesen und neu diskutiert.
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Elena-Gucky
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5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von Elena-Gucky » 23. Juni 2012, 22:33

Zum Thread im NGF-Forum (Archiv)

Edit Negasphäre:
Sollte das Archiv irgendwann wider Erwarten verloren gehen, gibt es hier noch ein Backup.
5. Auflage - Der Beginn (1300er):
http://home.arcor.de/negasphaere/5.Auflage-1300er.htm

5. Auflage - Die Cantaro:
http://home.arcor.de/negasphaere/5.Aufl ... antaro.htm

5. Auflage - Die Linguiden:
http://home.arcor.de/negasphaere/5.Aufl ... guiden.htm
(Da das Archiv mittlerweile seine URL geändert hat, beachtet bitte, daß (interne) Links auf diesen Seiten evt. nicht mehr funktionieren.)
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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von JoeSchuh21 » 1. Juli 2012, 19:39

Ich werde hier auch in der zweiten Hälfte mitwirken.
Die ersten 50 fande ich ganz ok, Der Zyklus ging stark an, hatte aber in der Mitte dann einige Durchhänger. In den letzten Heften kamen die Linguiden wenig vor.
Sehr gespannt auf die zweite Hälfte.

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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von LaLe » 2. Juli 2012, 15:41

Wie an anderer Stelle versprochen geht es heute erst einmal weiter mit

Band 1550 - Die neue Bestimmung - MS

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Mitte Dezember des Jahres 1171 NGZ befinden sich alle vierzehn Friedensstifter, die am Brennpunkt Wanderer von ES empfangen wurden, auf dem Weg zu ihren Heimatwelten. Die Superintelligenz hatte ihnen eröffnet, dass sie als Nachfolger der Terraner für Frieden und Ordnung in der Mächtigkeitsballung sorgen sollen und für die Dauer ihrer Dienste mit entsprechenden Hilfsmitteln ausgerüstet würden. Diese sollen sie am Ort ihrer Geburt erhalten. Einen speziellen Auftrag erhält Dorina Vaccer. So soll sie den ehemaligen Aktivatorträgern die Botschaft überbringen, dass die ihnen gewährte letzte Frist um zwanzig Jahre verkürzt wurde.

Die von ES Geschassten lassen jedoch nicht locker und folgen den Linguiden, die sich wenig auskunftsfreudig zeigen und keine Informationen darüber preisgeben, was sie auf Wanderer erlebt haben. So folgt Reginald Bull Dorina Vaccers SINIDO bis nach Taumond. Dort ist seinen Bemühungen um die Erlangung weiterer Auskünfte allerdings kein Erfolg beschieden und auch innerhalb der Besatzung der CIMARRON melden sich vermehrt Sympathisanten der Linguiden - allen voran der Akone Tamosh Unda - zu Wort. Bull sieht ein, dass er auf Taumond nichts bewirken kann und kehrt zum Brennpunkt Wanderer zurück. Dort haben sich mit Ausnahme Perry Rhodans und Icho Tolots alle ehemaligen Zellaktivatorträger versammelt. Intensiv beratschlagen sie über die Folgen der Verkürzung der ihnen verbliebenen Frist und die Ankündigung möglicher weiterer Eingriffe. Da ES selbst nicht ansprechbar ist, wollen sie weiter versuchen über die Linguiden an Informationen zu gelangen, die eine Kontaktaufnahme mit der Superintelligenz ermöglichen.

Während Reginald Bull Icho Tolot folgt, der sich an die Fersen Aramus Shaenors geheftet hat, ist Perry Rhodan bereits auf dem Weg nach Drostett.Dort hofft er Balasar Imkord sprechen zu können von dem er annimmt, dass dieser aufgrund der Ereignisse vor zwei Jahren, als Rhodan ihn auf seinem Lebensweg begleitete, zugänglicher ist. Dabei unterliegt er jedoch einem Trugschluss, plagen den Friedensstifter doch gänzlich andere Sorgen als es die der ehemaligen Zellaktivatorträger sind. So gehört er zu denen, die in der von ES gestellten Aufgabe und der damit infrage gestellten Neutralität eine Gefahr für das linguidische Volk sehen. So fragt er sich vor allem wie die von der Superintelligenz in Aussicht gestellten Hilfsmittel beschaffen sein werden, derentwegen die Friedensstifter aufgefordert wurden ihre Geburtswelten aufzusuchen.

Derweil folgt Atlans ATLANTIS der GOLAVA und der NIRANDOR von Mesta Saronove und Kelamar Tesson in das Nashaan-System. Auf dem Planeten Viron bietet sich ihm ein Schüler Tessons, Carran Durok, als Führer an. Dieser zeigt ihm eine unwirtliche Welt auf der sich die Linguiden trotz widriger Umstände eingerichtet haben. Inmitten der Hauptstadt entdeckt der Arkonide eine Höhle in der die Einheimischen Ausgrabungen vornehmen. Dort wurden bei Erdarbeiten metallische Ansammlungen entdeckt, die Teil eines unterirdischen Stützpunktes sein sollen. Als Atlan erfährt, dass die Linguiden bereits bei der besiedlung des Planeten ein Raumschiffswrack vorfanden, lässt er sich dieses zeigen. Schon anhand der Umrisse glaubt er die arkonidische Herkunft des Wracks erkennen zu können, der Zutritt wird ihm jedoch verweigert.

Tage später bietet sich im jedoch die Gelegenheit, die Grabungsstätte in der Stadt zu betreten. Als die Bewohner durch den Ausbruch eines Geysirs abgelenkt sind, betritt er die Höhle. An deren Grund findet er den erst vor kurzem freigelegten leichnam eines vor etwa 10.000 Jahren verstorbenen Arkoniden. Unmittelbar nach dieser Entdeckung kehrt er zurück an Bord der ATLANTIS und sucht erneut den Brennpunkt Wanderer auf.

Am 28.12.1171 NGZ weilt Perry Rhodan noch immer auf Drostett. Da ihm Balasar Imkord noch immer ausweicht, entschließt er sich dessen Lebensbaum aufzusuchen. Dort deponiert er eine Sonde, die ihm beizeiten das Erscheinen des Friedensstifters melden soll. Zwei Tage später erhält er ein solches Signal und sucht umgehend dessen Ursprungsort auf. Dort erwartet ihn jedoch der Schüler Moron Zembal, der sichtbar unter Schock steht und Rhodan heftige Vorwürfe wegen der Installation der Sonde macht. In einer völlig irrationalen Reaktion schluckt der Linguide die Sonde und stürzt sich anschließend in eine Schlucht wo er zu Tode kommt. Rhodan übergibt den Leichnam an Balasar Imkord und verlässt daraufhin Drostett ohne mit dem Friedensstifter gesprochen zu haben.

Auf Taumond besucht Dorina Vaccer ihren alten Lehrmeister Garyo Kaymar. Dieser zeigt sich über die Ereignisse auf Wanderer erstaunlich gut informiert ohne jedoch Details zu kennen. Der alte Linguide macht sich Sorgen über den Weg, den die Linguiden zukünftig einschlagen werden und wird ganz konkret als er die Friedensstifterin auf den Jahre zurückliegenden Vorfall mit dem Schüler Virram anspricht. Als Dorina Vaccer klar wird, dass ihr Lehrmeister andeutet zukünftig Friedensstifter einer solchen Behandlung unterziehen zu müssen, ist sie zutiefst bestürzt und weist diesen Gedanken zunächst weit von sich. Erst als Kaymar ihr am Folgetag verdeutlichen kann, welche Gefahren der Auftrag von ES für das gesamte Volk der Linguiden und dessen Lebensweise heraufbeschwört, erklärt sie sich bereit sich mit der Prozedur zu befassen.

Am letzten Tag des Jahres sucht Dorina Vaccer ihren kima-Strauch auf. Dort erkennt sie schließlich den Sinn der Botschaft von ES als sie in den Zweigen des Strauches einen Zellaktivator vorfindet.
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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von LaLe » 2. Juli 2012, 15:43

Einen Kommentar habe ich dann auch schon parat :D ...

Die eigentliche Handlung ist es nicht, die für mich den Reiz dieses Romans ausmacht. Vielmehr ist es die differenzierte Darstellung der Linguiden, die größtenteils alles andere als erfreut von der Aussicht sind, für eine ominöse Superintelligenz tätig zu werden. Vor allem wie herausgearbeitet wurde, dass eine solche Tätigkeit mit allem kollidiert, wofür die Lebensweise der Linguiden steht (keine ungefragte Einmischung in die Angelegenheiten anderer Völker) macht für mich die Klasse von Band 1550 aus. Vor allem ist es so, dass die "nervenden" Terraner bei allem Verständnis für ihre missliche Lage nicht so gut wegkommen. Dieses Szenario macht auch den speziellen Reiz des Linguidenzyklus aus.

An Unstimmigkeiten fiel mir auf, dass in 1550 plötzlich die Rede davon ist, dass die Frist aller ehemaligen ZA-Träger um ca. 20 Jahre reduziert wurde und mit weiteren Verkürzungen zu rechnen ist. Im Vorgängerband las sich das für mich so als ob die Fristverkürzung nur Alaska, Atlan, Bully und Perry betraf, während die möglichen weiteren Verkürzungen lediglich eine Vermutung Atlans bzw. dessen Logiksektors waren. Komisch das.

Und im Kommentar "In eigener Sache" geht Kurt Mahr nochmal auf den ein oder anderen Lapsus der jüngeren Zeit ein. Vor allem scheint man ihn aus Fankreisen über das Thema "Zungenrede" aufgeklärt zu haben. Dazu hatte er in einem der ersten Kommentare ziemlichen Unfug erzählt.
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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von Heiko Langhans » 4. Juli 2012, 20:48

Der Linguiden-Zyklus ist das perfekte Beispiel für die Zweiteilung eines "Hunderter-Blocks":

Die ersten fünfzig Hefte waren Szenerie-Aufbau, Ausstreuen der Hinweise, Rätselaufbau und Aufeinanderprall der Kulturen.

In der zweiten Hälfte fügen sich die Hinweise zusammen, die Machtverhältnisse werden auf den Kopf gestellt (ohne gegen Ende völlig zum Status quo zurückzukehren), einige - nicht alle - Rätsel werden gelöst, neue Zusammenhänge werden entdeckt und die Kulturen trennen sich verändert voneinander (auch Terraner sind lernfähig).

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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von Lumpazie » 4. Juli 2012, 21:23

Mmhhhhhh, die Linguiden, mein Einstiegszyklus in die 1.Auflage ... * schwärm. Doch nach all den Jahren sieht man da einiges verklärter, als es war :D Dennoch, für mich ein toller Zyklus, mit einem sehr abstrakten Ende in Bezug auf die Lösung der Linguiden und ihres "Astes" ... aber ich greife vor. B-)
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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von christianf » 4. Juli 2012, 22:12

Lumpazie hat geschrieben:Dennoch, für mich ein toller Zyklus, mit einem sehr abstrakten Ende in Bezug auf die Lösung der Linguiden und ihres "Astes" ... aber ich greife vor. B-)
Also für mich war das das bescheuertste Zyklusende/Zyklusauflösung überhaupt, nur noch getoppt vom völlig sinnlosen und unglaubwürdigen Abzug der Motana aus dem Sternenozean !

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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von Lumpazie » 10. Juli 2012, 09:54

christianf hat geschrieben:
Lumpazie hat geschrieben:Dennoch, für mich ein toller Zyklus, mit einem sehr abstrakten Ende in Bezug auf die Lösung der Linguiden und ihres "Astes" ... aber ich greife vor. B-)
Also für mich war das das bescheuertste Zyklusende/Zyklusauflösung überhaupt, nur noch getoppt vom völlig sinnlosen und unglaubwürdigen Abzug der Motana aus dem Sternenozean !
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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von LaLe » 10. Juli 2012, 12:23

Teil 2 der Chronik lässt mich in der 5. Auflage immer weiter ins Hintertreffen geraten, fertig bin ich aber mit

Band 1551 - Die Linguidenforscher - PG

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Auf Lingora hat Icho Tolot bislang erfolglos versucht Kontakt zum Friedensstifter Aramus Shaenor aufzunehmen. Und so schreibt man bereits den 2. Januar 1172 NGZ als er Zeuge einer Kundgebung in der Hauptstadt Sharinam wird. Dort verkündet Shaenors Schüler Quodran Mengor, dass die Linguiden das neue auserwählte Volk der Superintelligenz ES seien und somit die Terraner abgelöst hätten. Die Reaktionen auf diese Botschaft fallen allerdings sehr verhalten aus, interessieren sich doch die wenigsten Linguiden für die galaktische Politik. Bei dieser Gelegenheit wird Icho Tolot von Bless Chant angesprochen, der Manager des Hotels Assih-Barang ist. Dieser stellt ihm in Aussicht Kontakte zu informierten Linguiden vermitteln zu können, die Tolot bei seinen Nachforschungen behilflich sein könnten. Der Haluter nimmt das Angebot erfreut an und quartiert sich im Assih-Barang ein.

Dort reserviert er gleich weitere Zimmer für Reginald Bull, der kurze Zeit später ebenfalls auf Lingora eintrifft und von Vee Yii Ly und Sikki Kopteyn begleitet wird. Gemeinsam wollen sie auf der Heimatwelt der Linguiden zwei Sachverhalte aufklären. Da wäre zum einen die Frage nach dem plötzlichen Interesse der Superintelligenz ES an den Linguiden und den Hintergründen der Einladung von 14 Friedensstiftern nach Wanderer. Darüber hinaus gilt es die Ursprünge des erst kürzlich auf der galaktischen Bühne aktiv gewordenen Volkes zu erforschen.

Am Abend kommt es auf Vermittlung Chants zu einem Treffen mit zwei linguidischen Wissenschaftlern. Der Heimatkundler Bothan Wuthor und der Archäologe Genar Tintal zeigen sich den fremden gegenüber durchaus auskunftsfreudig. So erhalten Tolot und Bull zahlreiche Hinweise auf Museen und weitere Sehenswürdigkeiten, die ihnen einen bei ihren Nachforschungen helfen könnten. Auch erhalten sie Einblick in die Gesellschaftsform der Linguiden, die sich in einer Art funktionierender Anarchie darstellt. In dieser nehmen lediglich die Friedensstifter eine besondere Rolle ein, sind sie doch die einzigen Angehörigen ihres Volkes, die sich für die Vorgänge außerhalb ihres kleinen Reiches interessieren und zunehmend Einfluss auf die galaktische Politik nehmen. Eher beiläufig erfährt Bull, dass der kima-Strauch von Aramus Shaenor in der Nähe einer Kuppelstadt auf Sagno Ciff, einem Trabanten Lingoras, steht.

Während Icho Tolot die Chance nutzen will auf Sagno Ciff Kontakt zum Friedensstifter aufzunehmen, erkundet Reginald Bull in Begleitung Tintals die Altstadt von Sharinam. Im Lingorarium verschaffen sie sich einen ersten Überblick über den Planeten und erhalten Hinweise auf eine Katastrophe, die vor etwa 10.000 Jahren stattfand. In deren Folge gab es massive Veränderungen in der Flora und Fauna Lingoras, bietet aber keine überzeugende Erklärung dafür, dass es auf dem Planeten keine weiteren säugenden Lebensformen neben den Linguiden gibt. Die syntronischer Auswertung aller bekannten Daten und Fakten liefert dann die Theorie, dass die Linguiden oder deren Vorfahren Lingora von außerhalb besiedelten und sich nicht hier entwickelt haben. Am Abend trifft dann auch wieder Icho Tolot im Assih-Barang ein. Seine Mission auf Sagno Ciff war nicht von Erfolg gekrönt. Die beinahe demütigende Vorführung durch einige Schüler Shaenors lässt ihn auf eine flapsige Bemerkung Sikki Kapteyns ungewohnt heftig reagieren.

Ab dem Folgetag versucht der Haluter seinen Frust in positive Wege zu lenken und stürzt sich geradezu in die Forschungsarbeit. Während Sikki Kapteyn in dieser Zeit Kontakte zu jungen Linguiden aufbaut und dabei Hinweise darauf erhält, dass sich der Friedensstifter möglicherweise noch auf Lingora aufhält und seine Abreise lediglich vortäuschte, gelangt der Haluter zu der Überzeugung, dass die Linguiden nicht von Lingora stammen und erst im Zuge der Katastrophe, die sie womöglich selbst auslösten, hier ansässig wurden. In diesem Zusammenhang nicht einzuordnen vermag er allerdings eine Information, die Reginald Bull erst kürzlich von Genar Tintal erhielt. Dieser berichtete ihm, dass man erst kürzlich auf Viron ein arkonidisches Raumschiff mit Namen TARKONIS ausgegraben hat. An Bord des Wracks befand sich der etwa 10.000 Jahre alte Leichnam eines Arkoniden.

Kurze Zeit später schlägt die Nachricht eines bedeutenden Fundes in den Ausgrabungsstätten von Zonai auf dem Nordkontinent Kaybor wie eine Bombe ein. Dort haben Archäologen vor wenigen Tagen die Skelette mehrerer Arkoniden gefunden, deren Alter mit dem Zeitpunkt der Katastrophe und dem Fund auf Viron übereinstimmt. Bull und Tolot beschließen daraufhin umgehend die Ausgrabungsstätten aufzusuchen.

Dort finden sie die Ergebnisse der eigenen Nachforschungen im wesentlichen bestätigt. Diese laufen darauf hinaus, dass vor etwa 10.000 Jahren arkonidische Raumfahrer Schiffbruch erlitten und dass im Zuge der Katastrophe der nicht mehr vorhandene sechste Mond Lingoras zerstört wurde. Dies führte zu einer Bahnverschiebung des Planeten und den bekannten Veränderungen der Verhältnisse auf Lingora. Eine Verbindung zwischen Arkoniden und Linguiden mag aber niemand ziehen, verfügen letztere doch anstelle von Brustplatten über Rippen.

Große Aufregung entsteht dann als die Archäologen mitbekommen, dass Sikki Kapteyn und seine beiden Begleiter in einem schwer zugänglichen Stollensystem verschüttet wurden. Sie hatten Warnhinweise auf einer entwendeten Karte der Ausgrabungsstätte fehlinterpretiert und finden aus eigener Kraft keinen Weg mehr nach draußen. Icho Tolot greift kurz entschlossen ein und kann den Begleiter Bulls und die Linguidin Orlana Chant, eine Nichte des Hotelmanagers des Assih-Barang, unverletzt bergen. Der junge Poke Mengor wurde jedoch von der Gruppe getrennt und ist in einen verschütteten Schlund gestürzt. Gegen die halbherzige Zusage den Friedensstifter Aramus Shaenor nach Zonai zu bestellen dringt Tolot erneut in das Stollensystem ein und kann den Verschütteten lebend bergen.

Dabei ortet er an Stellen, die bislang nicht in die Ausgrabungen einbezogen wurden, Metallansammlungen, von denen er sich weitere Erkenntnisse zu den Geschehnissen vor 10.000 Jahren verspricht. Als sich die Archäologen jedoch weigern dort ohne Zustimmung eines Friedensstifters tätig zu werden, gerät Icho Tolot in eine Drangwäsche. Nach einer kurzen Raserei geht er an Bord der HALUTA und droht damit auf Sagno Ciff einen Feuerzauber zu veranstalten...
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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von LaLe » 10. Juli 2012, 12:28

Der Roman war interessant und auch flott zu lesen, die Informationsdichte sehr ansprechend. Trotzdem war es für mich nur ein durchschnittlicher Roman an dem mich vor allem Folgendes irritierte (nerven wäre auch ein zutreffender Terminus):
So erschloss sich mir nicht im Ansatz, warum die Linguidenforscher immer wieder darauf herumritten, dass es auf Lingora einmal Säuger gegeben haben musste. Selbst als man davon abkam, dass die (Prä-)Linguiden auf Lingora entstanden, ist noch immer die Rede davon, dass die Säugetiere im Verlaufe der Katastrophe ausgelöscht wurden. Und selbst die Theorie, dass die (Prä-)Linguiden infolge der Katastrophe eine größere Veränderung/Mutation durchmachten ist kein Grund für die Annahme, dass aus Brustplatten möglicherweise Rippenbögen wurden? Da gab es nun wahrlich schon ganz andere Mutationen.

Und dann noch eine kleine Anmerkung:
Vor seiner Ankunft auf Lingora soll Bully im Oribon-System erfolglos versucht haben Kontakt zum Friedensstifter Yoanu Herrah aufzunehmen. Lt. Band 1550 bricht er am 18.12.1171 NGZ vom Brennpunkt Wanderer auf um Icho Tolot nach Lingora zu folgen. So würde der Zwischenstopp zwar erklären, weshalb er sein Ziel erst gute zwei Wochen später erreicht, erwähnt oder gar erklärt wird der Abstecher jedoch nicht.

@Lumpazie: Deinen letzten Beitrag habe ich nicht wirklich verstanden :unsure: .
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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von Lumpazie » 10. Juli 2012, 23:31

LaLe hat geschrieben:
@Lumpazie: Deinen letzten Beitrag habe ich nicht wirklich verstanden :unsure: .
:o ... hast Recht, da ist ein Fehler passiert - meine Antwort war gar nicht dabei. Ich hatte Christian zugestimmt, das er mit den Motana völlig Recht hat - ich allerdings die Auflösung mit den Linguiden damals als sehr strange empfand. Obs mir heute gefallen würde.... wer weiß.

Warum die Antwort nun rausgefallen ist - mmmhhh, keine Ahnung. Danke für den Hinweis Lale (lu) :)
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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von Tennessee » 12. Juli 2012, 01:33

Salut Lale,

mit dem neuen Forum freue ich mich, endlich an dieser Diskussion teilnehmen zu können. Vielen Dank zunächst einmal dafür, dass du all die Zeit den Thread zur 5. Auflage aufrecht erhalten hast und dich lange und manchmal recht einsam, wie mir schien, durch „die Cantaro“ und „die Linguiden“ rezensiert hast.

Bevor ich in die aktuelle Diskussion einsteige und hoffentlich auch recht lange dabei bleibe, auch von mir noch einmal eine Rückschau auf die ersten 50er, jedoch nur punktuell und natürlich völlig subjektiv.
Und, wer es lesen mag möge mir verzeihen, es ist doch etwas lang geworden. Aber ich wollte meine Meinung nur ungern in Twitter-Kürzeln abgeben. *zwinker*

Vorab ist vielleicht noch zu sagen, dass ich den Linguiden-Zyklus für einen der gelungensten, aber auch der ungewöhnlichsten Rhodan-Zyklen halte. Er ist m.E. ein sehr ruhiger und „privater“ Zyklus, der den Unsterblichen eine Gruppe von Lebewesen gegenüberstellt, die die Aufgabe von Perry und Co definitiv besser erfüllen könnten als unsere Helden. Und so wird der „Linguiden-Zyklus“ zu einem Legitimationszyklus für unsere Protagonisten. Trotz aller Abenteuer schwingt stets das Bedürfnis – und vor allem die Notwendigkeit - mit, der verwirrten Superintelligenz ES zu beweisen, dass sie sich bei der Aberkennung der Unsterblichkeit geirrt hat – man ist besser, als ES es beurteilt!

Doch nun zum Zyklus:
Der tatsächliche Knaller des Jubelbands erscheint erst auf den letzten Seiten: ES sendet nach jahrhundertelangem Schweigen seinen Boten Homunk und verlangt, dass die Unsterblichen ihre ZAen abgeben. Zuvor zeigt sich Band 1500 von einer fast schon privaten und ruhigen Seite: Tiffs Kampf für die letzte Simusense-Patientin Bliss, das gestörte Verhältnis Rhodan-Eirene-Gesil, Ellerts Suche nach den Zeittafeln und die ersten verwunderten Berichte über die Linguiden in der Eastside. Recht clever legt der Band damit schon die ersten Handlungs- und Inhaltsstränge des kommenden Zyklus’ fest und nimmt zugleich die Geschehnisse des vergangenen Zyklus’ auf, ohne sie plump zu reproduzieren oder sie gar zu vergessen, sondern verwebt sie als Teil der fortlaufenden Geschichte des Perryversums.

Durch den Tod vieler Unsterblicher im „Cantaro-Zyklus“ und dem frühen Sterben Fellmer Lloyds und Ras Tschubais gelingt es dem Zyklus, mit seiner sehr existenziellen Note, nämlich der Aberkennung der Unsterblichkeit und dem möglichen Tod der Protagonisten, Glaubwürdigkeit zu vermitteln. Tatsächlich muss man schon ein wenig bangen, welche der Unsterblichen das Ende des Zyklus’ noch erleben werden, denn konsequent gedacht ist allein Perry Rhodan als Namensgeber der Serie unentbehrlich.

Der „Linguiden-Zyklus“ fächert sich im folgenden auf verschiedene Ebenen auf, wobei z.B. Gesil, Tekener und Dao-Lin H’ay mit den Folgen und Konsequenzen der Monos-Ära zu kämpfen haben, während Perry, Bully und Atlan die Linguiden näher untersuchen.
Mariannes Doppelband um Dorina und Balasar Imkord kann an dieser Stelle nicht hoch genug gelobt werden. Schlicht, lakonisch, stressfrei und dabei doch so fantastisch in der Beschreibung eines fremden Volkes, einer fremden Denkweise und Weltbeschauung – m.E. tatsächliche Erzähl- und Romankunst, wie sie in der Perry Rhodan Serie nur selten zu lesen ist. Hier geht es um gutes Erzählen, ein schlichtes und doch sehr anspruchsvolles Vorhaben – und Marianne gelingt dies geradezu beispiellos. Und es ist auch ein Zeichen für das Können Mariannes, dass sie auch später im Verlauf des Zyklus’ immer wieder auf die Geschehnisse in diesen Bänden zurück kommt, Kleinigkeiten aufnimmt und so zu einer stimmigen Gesamtdarstellung gelangt – vernetztes Schreiben, dass sich clever selbst zitiert und so seine eigene Geschichte „rund schreibt“.

Sprunghaft, wie bei der vagen Erstellung eines Puzzelspieles, bewegt sich die Handlung vorwärts, als fahre der „Linguiden-Zyklus“ mit angezogener Handbremse. Es ist ein Balance-Akt, der nicht immer gut gelingt: Zum einen kleine und doch gehaltvolle Informationssplitter zu liefern, zum anderen nicht hysterisch in blöder Effekthascherei zu erstarren, um den Leser so zum staunenden Pappkameraden zu degradieren.
In „High Fidelity“ lässt Nick Hornby seinen Protagonisten über das perfekte Musik-Mix-Tape nachdenken; ein Gedanke, der sich sehr gut zur Analogie für eine Zyklus-Konzeption eignet. Rob Gordon, so der Protagonist, kommt letztlich zu der Erkenntnis, dass es im Verlauf eines Mix-Tapes gut sei, das Tempo raus zu nehmen, durch einen ruhigen Song auch einmal einen Moment der Langeweile in Kauf zu nehmen, um dann wieder besser und intensiver weitermachen zu können.
Rob Gordon hätte seine Freude an der ersten Hälfte der „Linguiden“ gehabt, auch wenn ich mir denke, dass die eine oder andere Zyklusphase durchaus etwas straffer hätte geführt werden können, vor allem im Bereich der UBI ES-Projekte und Phänomene.

Arndt Ellmer bot mit Metalyse einen schönen, spannenden und sehr „science fictigen“ Roman, der neben der spannenden Handlung auch den Tod Notkus Kantors darstellte.
Woanders schrieb ich einmal, dass der „Linguiden-Zyklus“ für mich etwas sehr herbstliches habe. Und das liegt vor allem an den Abschieden in diesem Zyklus. Viele der Figuren, die uns bereits über mehrere Zyklen begleitet haben, werden uns im „Linguiden-Zyklus“ verlassen. Es ist diesen Figuren nicht nur würdig, sondern es ist für den Leser auch schmerzlich-schön, dass dieses Verlassen nicht nebenbei benannt, sondern als Teil der Handlung erlebt und erlesen wird: Tschubai und Lloyd sterben durch einen Kima-Unfall bei den Linguiden, Notkus Kantors Geist verlischt in NATHAN, Beodu verletzt sich bei einem Unfall tödlich, Ellert und Testare gehen nach langer Suche endlich in ES auf – und es werden noch einige folgen und es gibt noch einige traurig-schöne Höhepunkte des Abschiednehmens.

Neben den Linguiden ist es vor allem eine neue Figur, die mich sehr fasziniert hat und dass ist Siela Correl. Die Lebensgeschichte der kapriziösen Kind-Frau, die als Ungeborene fast 700 Jahre gelebt hat und ihre seltsamen geistigen Fähigkeiten und auch das Gerücht, sie sei Bullys Tochter – schauen wir mal, was die Autoren aus dem Potential gemacht haben... Die Rückkehr ins Kantor Fornax war nicht nur eine schön geschriebene Zyklusphase mit einer tollen neuen Nebenfigur, sondern auch ein gut gelungener Schritt dahingehend, die Lokale Gruppe in ihrer Vielfältigkeit und ihren Handlungsmöglichkeiten (neu) zu begreifen.
Und mit einem weiten Blick in die Zukunft lache ich laut auf, wenn Moira mit Siela Correl beim „Weisen von Fornax“ weilt und ihn anmault: „Jetzt hör mal Weiser, wir müssen... „ und dieser dann trocken erwidert: „Ich bin es nicht gewohnt, mich in diesen Kürzeln auszudrücken.“
Es ist in dem Zusammenhang auch ein Gewinn des „Liguiden-Zyklus“ – und da unterscheidet er sich kaum von den „Cantaro“ - ,dass er sich nicht all zu weit in die Ferne wagt, sondern in der Lokalen Gruppe verbleibt und sich nur zwei Galaxien in der Ferne ausguckt: Truillau und die MB Estartu. Und trotz der gut funktionierenden Metagravs ist eine Reise zur MB Estartu auch als spannende Expedition beschreibbar, wie noch zu lesen sein wird.

„Die Linguiden“ haben nun Halbzeit. Es ist ein Zyklus, der zu beginn sehr zögerlich startete, mit vielen Bruch- und Puzzelstücken, die im negativen wie positiven Sinne die Handlung entschleunigten, aber dennoch auf vage Weise eine Einheit bildeten. Es mag vielleicht an dem immer mitschwingenden Grundtenor der verlorenen Unsterblichkeit und der Notwendigkeit der Legitimation der Protagonisten liegen, dass trotz der Zersplitterung der ersten Zyklushälfte eine Zykluseinheit wahrnehmbar ist. Es ist ein sehr privater, ein sehr persönlicher Zyklus, in dem es nicht ungewöhnlich anmutet, dass Perry Rhodan seine Tochter zur Erde einlädt, um ihr zu zeigen, wie ein Terraner lebt, was terranische Kultur ist, um zu ihr wieder eine engere Bindung aufzubauen.

Nun haben die Linguiden die Unsterblichkeit, sie sind nicht unbedingt glücklich damit, aber sie nehmen sie an. Nun ist mal zu beobachten, wie unsere Helden mit der Situation umgehen. Gibt es Neid, Diebstahl oder Missgunst? Ist der Versuch, sich selbst zu reinvestituieren letztendlich nicht mehr als das Streben danach, jemanden anderen die Unsterblichkeit wieder wegzunehmen?
Und eine andere Frage stellt sich für diesen Zyklus immer dringender, je weiter man mit ihm fortschreitet: Wer ist eigentlich der Gegner, der Bösewicht in diesem Zyklus? Oder ist gut/ schlecht diesmal nicht so schematisch einfach festzulegen? Damit würde der „Linguiden-Zyklus“ ein überraschend untrivial konzipierter Zyklus sein.
Na sowas!

lg
Ten.
„Ein Wort“, sagte Humpty Dumpty, „bedeutet genau das, was ich es bedeuten lasse, nichts anderes.“
„Die Frage ist“, sagte Alice, „ob du Worten so viele Bedeutungen geben kannst“.
„Die Frage ist“, sagte Humpty Dumpty, „wer die Macht hat – das ist alles.“

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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von Dr Neru » 12. Juli 2012, 02:02

:welcome: Back Tennessee!
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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von Hamiller » 12. Juli 2012, 06:24

Tennessee hat geschrieben: Damit würde der „Linguiden-Zyklus“ ein überraschend untrivial konzipierter Zyklus sein.
Na sowas!
Jau! Ich habe in letzter Zeit bis Band 1527 quergelesen. Leider ist die Topsider-Handlung so schlecht nachvollziehbar, was wohl viel an der plumpen Übertreibung der topsidischen Provokationmen liegt. Das ist für mich das große Ärgernis der ersten Zyklushälfte.

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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von Ilt-Jäger » 12. Juli 2012, 13:47

Ich lese den Linguiden-Zyklus in den Heften der Erstauflage, bin deshalb schon etwas weiter (Heft 1584). Natürlich gebe ich hier keine Vorabinfos, stelle aber mal wieder fest, dass sich die Geschehnisse zum Zyklusende hin zuspitzen und auch meine Spannung deutlich steigt.
Vielen Dank an LaLe, ich verfolge deine Rezensionen mit großem Interesse und bin gespannt auf die Interpretationen des restlichen Zyklusses. Super auch die Zusammenfassung der ersten 50 Bände von Tennessee. Macht bitte weiter so! :st:
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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von Cäsar » 12. Juli 2012, 18:28

Juchu :) :welcome: zurück, Ralf!
:aa:, Cäsar

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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von Tennessee » 13. Juli 2012, 15:17

Ilt-Jäger hat geschrieben:Ich lese den Linguiden-Zyklus in den Heften der Erstauflage, bin deshalb schon etwas weiter (Heft 1584). Natürlich gebe ich hier keine Vorabinfos, stelle aber mal wieder fest, dass sich die Geschehnisse zum Zyklusende hin zuspitzen und auch meine Spannung deutlich steigt.
Vielen Dank an LaLe, ich verfolge deine Rezensionen mit großem Interesse und bin gespannt auf die Interpretationen des restlichen Zyklusses. Super auch die Zusammenfassung der ersten 50 Bände von Tennessee. Macht bitte weiter so! :st:
Salut Ilt-Jäger,

ich habe den Linguiden-Zyklus auch in der Erstauflage vorliegen und kenne natürlich auch schon das Ende. (Ich meine, LaLe geht es genau so...) Ich stimme dir zu, dass sich die Handlung immer weiter zuspitzt und an Spannung zunimmt.

Wenn wir weiter so machen - wobei ich bisher bloß ein einziges mildes Posting zu der ganzen Diskussion beigetragen habe - machst du dann weiter mit? *zwinker*

lg
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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von Tennessee » 13. Juli 2012, 15:25

Cäsar hat geschrieben:Juchu :) :welcome: zurück, Ralf!
Danke.
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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von Tennessee » 16. Juli 2012, 08:00

LaLe hat geschrieben:[...]
So erschloss sich mir nicht im Ansatz, warum die Linguidenforscher immer wieder darauf herumritten, dass es auf Lingora einmal Säuger gegeben haben musste. Selbst als man davon abkam, dass die (Prä-)Linguiden auf Lingora entstanden, ist noch immer die Rede davon, dass die Säugetiere im Verlaufe der Katastrophe ausgelöscht wurden. Und selbst die Theorie, dass die (Prä-)Linguiden infolge der Katastrophe eine größere Veränderung/Mutation durchmachten ist kein Grund für die Annahme, dass aus Brustplatten möglicherweise Rippenbögen wurden? Da gab es nun wahrlich schon ganz andere Mutationen.

[...]
Salut LaLe,

ich fand, aber vielleicht denke ich auch zu wenig naturwissenschaftlich, das zunächst durchaus erschließbar, warum die fehlenden Säuger so hervorgehoben wurden. Immerhin sind die Linguiden ja auch, wie wir Menschen, Säugetiere. Und eine Mutation von z.B. Eierlegern zu Säugern ist schon sehr merkwürdig und ungewöhnlich. Und es müssten für solch eine Mutation ja auch Funde der Zwischenstadien vorliegen, nicht?
Es ist zwar ein bisschen eine Holzhammerhervorhebung, aber so wird/wurde das Rätsel um die Linguiden ja um eine weitere Komponente erweitert, das Rätsel "Linguiden" ein bisschen rätselhafter.
Im Rahmen einer ganz konventionell gedachten Evolution/Muatation sind die Gedanken von "ausgelöschte Säugern" erst mal nicht so abwegig, finde ich. Aber ich bin in solchen Gebieten ein gedanklicher Laie.
Das das ja alles ganz anders entstanden ist, sieht man ja in den folgenden Bänden, allerspätestens in Mariannes Abschiedsband. (*schnüff*)

lg
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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von Tennessee » 16. Juli 2012, 08:07

christianf hat geschrieben: Also für mich war das das bescheuertste Zyklusende/Zyklusauflösung überhaupt, nur noch getoppt vom völlig sinnlosen und unglaubwürdigen Abzug der Motana aus dem Sternenozean !
Salut Chrsitianf,

naja, das bescheuerste Zyklusende war es nicht, da kenne ich ein paar bescheuertererererere Enden. *lach* Aber zugegeben, die Auflösung des "Linguiden-Rätsels" strapaziert den science-Gedanken schon ein wenig; mir erscheint er - in meiner sciencigen Laienhaftigkeit - aber nich zu abwegig.
Aber ich freu mich schon drauf, das zu besprechen, wenn wir die Bände um das Kima-Rätsel erreichen.

lg
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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von LaLe » 16. Juli 2012, 14:18

Schnell einmal "runtergeschrieben" folgt die Handlungszusammenfassung zu

Band 1552 - Tolots Terror - RF

Bild

Prina Mauenhaudi ist so etwas wie die Bürgermeisterin von Sagno Ciff, des Trabanten von Lingora. Um das Jahr 1150 NGZ herum wird sie zu dem befreundeten Paar Pero und Nan Vonantos gerufen. Die bereits 55 Jahre alte Nan liegt in den Wehen und weiß, dass sie die Geburt ihres Sohnes nicht überleben wird. So nimmt sie der ledigen Prina das Versprechen ab, sich um ihre Neugeborenes zu kümmern, wenn ihr Mann verstirbt. Es dauert nur acht Tage bis dieser Fall eintritt und Prina Mauenhaudi ihr Versprechen einlösen muss und den Jungen Baron Singhal adoptiert..

Etwa zu dieser Zeit empfängt sie den neunjährigen Aramus Shaenor. Der Junge ist hochbegabt und insgeheim hofft Prina sich mit ihm einen lang gehegten Traum erfüllen zu können. Schon lange hat sie vor auf Sagno Ciff eine Sprachschule zu gründen. Dazu braucht es aber einen Schlichter oder Friedensstifter, der die Leitung einer solchen Einrichtung übernimmt. Der einzige auf dem Mond lebende Schlichter, der Linguide Honn, weigert sich jedoch einen solchen Schritt zu gehen. Prina will sich ein eigenes Bild von den Fähigkeiten Shaenors machen, dessen Begabung in aller Munde ist und von dem erwartet wird eines Tages als Friedensstifter tätig zu werden. SO reagiert sie sehr betroffen als der Junge ihr eröffnet sich in wenigen Tagen dem Friedensstifter Sigund Hajjcan anschließen zu wollen.

In den darauffolgenden Jahren ist Prina Mauenhaudi mehrfach kurz davor ihre Arbeit aufzugeben. Hinzu kommen Probleme in der Entwicklung ihres Adoptivsohnes, der sich deutlich aggressiver verhält als man es von Linguiden diesen Alters gewohnt ist. Baron zieht schon früh eine klare Grenze zwischen sich und den Belangen seiner Umwelt und entwickelt sich so in eine Richtung, die der Denk-und Lebensweise seines Volkes widerspricht. Mit den Jahren entwickelt er dann einen ungeheuren Wissensdurst und eine stark ausgeprägte Fähigkeit zum analytischen Denken. Als er eines Tages die Lehren seines Volkes als unlogisch und dumm bezeichnet unternimmt Prina einen verzweifelten Versuch ihrem Schützling den rechten Weg zu weisen. gemeinsam besuchen sie den kima-Strauch des Jungen, den sie vor sieben Jahren auf dem Gipfel eines abgelegenen Gebirges pflanzte. Baron reagiert jedoch gänzlich anders als erwartet und die erhoffte Veränderung setzt nicht ein.

Prina Mauenhaudi gibt es daraufhin auf, die Persönlichkeit ihres Sohnes ändern zu wollen und stürzt sich in die Arbeit. Der Ausbau der Kuppelstadt, den sie mit Kogano Mint vorantreibt, nimmt sie derart in Anspruch, dass sie die Probleme mit Baron Singhal verdrängt. Nach Abschluss des Projektes nimmt sie Mint beiseite und und redet ihr ins Gewissen. Neben der bedenklichen Entwicklung ihres Sohnes und ihrem weiter drängenden Wunsch nach Gründung einer Sprachschule kommt auch ihr Ledigsein zur Sprache. Prina weist Kogano Mint jedoch brüsk ab und zeigt sich dessen Argumenten wenig zugänglich. Erst als sie ihren eigenen und den kima-Strauch Barons aufsucht wird ihr das ganze Ausmaß ihrer Probleme bewusst. Wie um sich von den Wurzeln seines Volkes zu befreien, hat der Junge seinen Strauch geradezu verstümmelt. Die Erkenntnis dauert jedoch erneut nicht lange an und nicht zum ersten Mal verdrängt Prina ihre Probleme.

Eines Tages lädt Baron seine Adoptivmutter ein ihn in die Wildnis zu begleiten. Dort zeigt er ihr ein Fort nichtlinguidischer Herkunft von dessen Existenz er durch seine Nachforschungen erfahren hat. Dieses macht trotz seines hohen Alters von mehreren tausend Jahren einen intakten Eindruck und die Zentrale zeigt sich in betriebsbereitem Zustand. Prinas Einwurf die Entdeckung umgehend den Friedensstiftern zu melden schmettert Baron jedoch ab. Die Hinweise, die ihn an diesen Ort geführt hatten, will er von den Friedensstiftern versiegelten Dateien entnommen haben und so scheinen diese bereits Kenntnis von dem Objekt zu haben. Die Versiegelung der Dateien ist ein Hinweis darauf, dass das Wissen um das Fort nicht für das ganze Volk bestimmt ist. So entschließen sich beide ihr Wissen ebenfalls für sich zu behalten.

Im Jahr 1168 NGZ besucht der inzwischen zum Friedensstifter berufene Aramus Shaenor seine Heimat und besucht dabei auch die Kuppelstadt. Prina will die Gelegenheit nutzen und ihren Wunsch der Errichtung einer Sprachschule erneut zur Sprache bringen. Shaenor verweigert sich diesem mit Hinweis auf sein Wirken im Interesse aller Linguiden und kann sogar Verständnis für die weigernde Haltung des Schlichters Honns in Prina wecken. Dieser hatte sich im Jahr 1148 NGZ nach Sagno Ciff zurückgezogen weil sich sein Talent deutlich zurück entwickelt hatte und begründet seine Weigerung zur Errichtung einer Sprachschule mit der Befürchtung, dass ihn sein Talent eines Tages gänzlich verlassen könnte.

Vier Jahre später wird das ansonsten beschauliche Leben auf Sagno Ciff jäh unterbrochen. Von Lingora kommend landet Icho Tolot mit der HALUTA auf dem Mond und täuscht eine Drangwäsche vor. Diese hat allein den Zweck, den Friedensstifter Aramus Shaenor zu einer Kontaktaufnahme zu zwingen und um entsprechenden Druck auszuüben nimmt der Haluter die gesamte Siedlung als Geisel. Selbst Reginald Bull und den wenig später an Bod der ODIN eintreffenden Atlan und Perry Rhodan gelingt es nicht,Tolot zu stoppen.

Als die Situation zu eskalieren droht, entschließt sich Baron Singhal zu einer verzweifelten Tat. Mit Hinweis auf das Fort lockt er den Haluter von der Siedlung fort und versucht diesen, der ihm in der Hoffnung folgte dort Hinweise auf die Ära der Besiedlung des Teshaar-Systems zu finden, zu töten. Dazu aktiviert er die Selbstvernichtungsanlage des Forts, das in einer gewaltigen Explosion, die Tolot nur knapp übersteht, vergeht. Als der Haluter wieder auf den Beinen steht, ortet er die Ankunft dreier Delphinschiffe mit denen unter anderem der Friedensstifter Aramus Shaenor auf Sagno Ciff eintrifft. Icho Tolot greift zu einem finalen Druckmittel und droht damit den kima-Strauch Shaenors zu zerstören. Daraufhin stellt sich ihm der Friedensstifter und Tolot ergreift diesen. Als er dem Linguiden die Kleidung vom Leib reisst, kommt ein Zellaktivator zum Vorschein und die anwesenden Friedensstifter bestätigen, dass ihnen vierzehn der eingezogenen Geräte verliehen wurden.
Die Katze grinste.
"Hierzulande ist jeder verrückt. Ich bin verrückt. Auch du bist verrückt."
"Woher weißt du, dass ich verrückt bin?"
"Sonst wärst du nicht hier", antwortete die Katze.

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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von LaLe » 16. Juli 2012, 14:20

Der Titel des Bandes in Verbindung mit den Ereignissen im Vorgänger ließ mich erwarten einen eher schwächeren Feldhoff vor mir zu haben. Denn ganz ehrlich, ein randalierender Tolot ist für mich alles mögliche, nur nicht auf eine spannende Art und Weise die Seiten füllend. Ähnlich muss aber wohl auch Robert gedacht haben (oder evtl. der Expokrat) und so stellte er Prina Mauenhaudi und ihren Adoptivsohn in den Mittelpunkt einer umfangreichen Retrospektive. Diese verschafft dem Leser dann erneut einen tieferen Einblick in die Gesellschaft der Linguiden und für mich macht es wirklich den Reiz des Zyklus aus, dass die "Gegner" der Terraner in einer Weise dargestellt werden, dass man sie kaum ernsthaft als solche sehen kann. Ich kann mich nicht erinnern, dass vorher oder später einmal ein Volk in seiner Denkweise derart ausführlich und differenziert dargestellt wurde. Meist beschränkt man sich bei bedeutenden zyklustragenden Völkern doch darauf eine Jahrzehntausende/Jahrhunderttausende/Millionen Jahre andauernde Historie mit erheblichen Verstrickungen in die kosmische Geschichte zu erzählen (wobei man sich meist fragt, warum man von denen in den 2000+ Romanen vorher nie etwas hörte) und fertig ist das neue Volk (für die übertrieben simplifizierende Darstellung entschuldige ich mich schon mal vorab).

Während der Lektüre kam mir dann der Gedanke, dass der Expokrat Feldhoff das Stilmittel Lebensgeschichte vielleicht deshalb so/zu oft einsetzte, weil der "Nur-"Autor Feldhoff damit so gute Erfahrungen gemacht hat bzw. damit sehr gut umzugehen wusste. Aber bekanntlich macht ja die Dosis das Gift.

Der Roman selbst war aufgrund der Nebenhandlung angenehm zu lesen ohne allzu überschwängliche Reaktionen in mir auszulösen. Den eigentlichen Handlungsfaden fand ich hingegen regelrecht öde und die Erkenntnis der ehemaligen Aktivatorträger, dass die Leben verlängernden Geräte nunmehr den Linguiden verliehen wurden, hatte der Leser bereits zwei Wochen zuvor gewonnen. So denke ich, dass man aus 1551 und 1552 locker einen Roman hätte machen können. Allein um die Einblicke in die linguidische Gesellschaft wäre es dann schade gewesen.

Ein "Leckerli" zum Schluss: Auf Seite 10 stolperte ich über die Aussage, dass Thora mal auf Icho Tolot getroffen ist. Im Jahr 2400 (erstes Auftreten des Haluters) war Perry m.W. aber schon zweimal verwitwet (Thora und Mory)? ES war wohl nicht der einzig Verwirrte :D .

@Tennessee
Schön mal wieder von Dir zu lesen, zum einen weil Du wieder da bist (wie lang war die Pause eigentlich?) und zum anderen weil Du die erste Hälfte des Zyklus sehr schön zusammengefasst hast. Und ganz allein war ich auch nicht, der Heiko hat ja alle 10 Wochen seinen lesenswerten Flashback-Spoiler (für den Band 1552 eine Menge - zeitlich nicht immer ganz einfach zuzuordnenden - Stoff geliefert haben dürfte) beigetragen.
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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von Heiko Langhans » 16. Juli 2012, 14:48

Einmal verwitwet (Thora). Mory blieb von 2329 bis 2931 an seiner Seite.

Vermutlich war Mory gemeint ... :unsure:

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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von LaLe » 16. Juli 2012, 14:53

Heiko Langhans hat geschrieben:Einmal verwitwet (Thora). Mory blieb von 2329 bis 2931 an seiner Seite.
Ich hätte vorher doch in die PP schauen sollen :o( . Danke für die Richtigstellung.
Die Katze grinste.
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Re: 5. Auflage - Die Linguiden

Beitrag von Ziska » 16. Juli 2012, 14:57

Heiko Langhans hat geschrieben:Einmal verwitwet (Thora). Mory blieb von 2329 bis 2931 an seiner Seite.

Vermutlich war Mory gemeint ... :unsure:
Ist im Heft übrigens auf Seite 14, linke Spalte unten. Die Stelle lautet: "Wie gut erinnerte er sich der ersten Begegnung mit Arkoniden und Terranern, seiner Wirkung auf Leute wie Rhodan, Atlan oder Thora." (Ja, ich musste das eben nachschlagen, sowas lässt mich nicht los. :rolleyes: )

Ich gehe auch davon aus, dass Mory gemeint war - die war bei Tolots erster Begegnung mit Perry und Atlan (und Gucky) schließlich dabei.
Meine Perry Rhodan-Fanfiction

Wir machen es auch im Wachen wie im Traume: wir erfinden und erdichten erst den Menschen, mit dem wir verkehren - und vergessen es sofort. (Nietzsche)

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