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Papageorgiu
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Ich muss ehrlich gestehen, dass ich beim Hören des Romans ähnliche Schwierigkeiten hatte wie PJoppen! Okay: Als Hörbuch-Hörer ist man gewohnt, dass man manchmal wichtige Wendungen verpasst und wieder neu aufsetzen muss, vor allem natürlich, wenn man abgelenkt wird... Bei diesem Roman war es aber extrem. Ich habe viele Abschnitte dreimal anhören müssen, bevor ich daraus schlau geworden bin. Woran das wohl lag? Waren es die vielen Namen oder doch die etwas "merkwürdige" Handlung? Oder die vielen Gestalten des Gestaltwandlers? Keine Ahnung... :nixweis: Dabei hatte der Roman ja durchaus Atmosphäre...
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PJoppen
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Robert Corvus hat geschrieben:
zephydia hat geschrieben:Wenn ich über den Titel "Der Leidbringer" nachdenke der sich ja auf Perry Rhodan selbst bezieht, frage ich mich wie wohl das Endgame dieses Zyklus aussehen wird... Vielleicht so: Es gelingt zu verhindern das Orpleyd zu einer Materiesenke wird aber der Preis ist das alles Leben darin vernichtet wird? Mit anderen Worten das Perry zwar nominell gewinnt aber letztlich nichts ändern kann...

Ich kenne den weiteren Verlauf des Zyklusses nur rudimentär, in Schlaglichtern, die notwendig waren, um meinen Beitrag zu schreiben. Allein die Möglichkeit, dass es in der Serie denkbar ist, dass es zu einem solchen Zyklusende kommt, finde ich aber schon spannungsfördernd. Wenn es einen Pakt auf der Autor-Leser-Ebene gibt, dass nichts wirklich Schlimmes passiert, reduziert das notwendigerweise die Fallhöhe und damit auch die Spannung.
Du hast aber völlig recht, es ist grundsätzlich nichts Schlechtes an spannungsärmeren Geschichten. Es gibt nachgewiesenermaßen ein großes Interesse an Lektüre, bei der Leserin und Leser wissen, dass ihnen nichts Schlimmes zugemutet wird. Es ist nur die Frage, was man schreiben oder lesen möchte. Für mich ist Science-Fiction Abenteuerliteratur, und Gefahr - mithin: die Möglichkeit, dass Schreckliches geschieht - ist ein wesentlicher Bestandteil des Abenteuers.
Kritisch, weil unglaubwürdig, fände ich es in dem Moment, in dem die Protagonisten so handeln, als hätten sie Einblick in den Autor-Leser-Pakt. Sprich: Wenn Rhodan Jurukao rettet und Klavtaud entkommen lässt, weil er weiß, dass er der Titelheld einer Romanserie ist, in der immer das Gute siegt, und er deswegen auf jeden Fall am Ende die Galaxis retten wird, egal, wie viele Chancen er sich entgehen lässt. Da müsste dann meines Erachtens eine andere Begründung her, wieso er sich so entscheidet (ansonsten erschiene er verantwortungslos), oder die Autoren dürften es gar nicht erst zu Situationen kommen lassen, in denen sich die Figur in solchen Konflikten wiederfindet.


Gegen Spannung ist ja nix zu sagen. Gegen einen Overkill an Massaker schon.

Ist dir eigendlich mal aufgefallen wo drüber hier im Forum seit geraumer Zeit diskutiert wird?. Mord und Totschlag, Massensterben, Zerstörung usw..

Ist es das was die Perry Serie ausmacht?. Immer noch einen draufsetzen?, immer noch ein paar Milliarden mehr an Tote?. Mich jedenfalls kotzt das an.
Schreckliches muss passieren damit ich als Leser bei der Stange bleibe?. Wie schrecklicher kann es noch werden?.. OK.. ich habe grade ne menge Text gelöscht weill ich gemerkt habe das ich offtopc geworden bin..

Was ich damit sagen will ist, der Weg das Leichenberge Spannung erzeugen sollen ist in meinen Augen falsch.
aktueller Status der EA: Bild .. Die Dekonstruktion des Blues schreitet voran...

.. die IT .. schläft nie.., weshalb ich mehr als oft nicht Antworte. Keine Absicht und ich entschuldige mich schon mal prophylaktisch..
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Arthur Dent
Terraner
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Robert Corvus hat geschrieben:
nanograinger hat geschrieben:Es ist nämlich nicht so, dass sich Leccore auf seine Wurzeln "besinnt" und daraufhin in der Lage ist, Pushaitis anzugreifen. Die Fähigkeit sich zu wehren wird im Text so begründet, dass Pushaitis einerseits abgelenkt ist durch den Anblick auf Leccores "Urgrund", seiner Existenz (um die Terminologie der Existentialisten zu gebrauchen) als Koda Aratier der Terminalen Kolonne TRAITOR (wobei weiterhin offenbleibt, was das genau bedeutet).
Andererseits kann Leccore nun von "innen" angreifen, weil sich Pushaitis sozusagen über ihn gestülpt hat (wird im Roman etwas anders ausgedrückt). Es ist also nicht das "Böse", dass du mit TRAITOR verbindest, das ihn zur Gegenwehr befähigt (und inwiefern Pushaitis das "Böse" ist, ist auch noch dahingestellt), sondern er nutzt die Gelegenheit innerhalb der Dynamik des Kampfes.

So ist es. :st:

Nein, das überzeugt mich nicht. Die Textstelle in 2885 auf Seite 54 unten rechts beginnend und auf Seite 55 oben weiterführend lautet: „Er (Leccore) verfügte über ganz andere Möglichkeiten, als ein Humanoide. Er war nicht wie diese Lebewesen. Wie erbärmlich, dass er sich immer um ihre Anerkennung bemüht hatte! TRAITOR war sein Ursprung, nicht ein schlammiger Felsklotz, der um eine Sonne kreiselte. Eine dunkle, abgründige Faszination ging von dem aus, was der gnadenlose Angriff (der von Pushaitis) aufdeckte. Auch Pushaitis mochte sich dieser (hier wieder diese dunkle, abgründige …) nicht zu entziehen. Ein Moment der Ablenkung …!
„… und Leccore schlug zu! Wild, brutal …“

Ich interpretiere das nach wie vor so, dass Leccore im Bewusstsein dieser dunklen Abgründe zuschlägt und nicht im Bewusstsein seiner lieb gewordenen Terraneridentität.
Das „Böse“ habe ich im Übrigen in meinem Beitrag selbst in Frage gestellt. Mir geht es nur darum, dass ich es bedauert habe, dass Leccore in diesem Kampf sich auf andere dunkle Abgründe besinnt und im Bewusstsein dieser Erkenntnis zurückschlägt.
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Robert Corvus
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Arthur Dent hat geschrieben:Die Textstelle in 2885 auf Seite 54 unten rechts beginnend und auf Seite 55 oben weiterführend lautet: „Er (Leccore) verfügte über ganz andere Möglichkeiten, als ein Humanoide. Er war nicht wie diese Lebewesen. Wie erbärmlich, dass er sich immer um ihre Anerkennung bemüht hatte! TRAITOR war sein Ursprung, nicht ein schlammiger Felsklotz, der um eine Sonne kreiselte. Eine dunkle, abgründige Faszination ging von dem aus, was der gnadenlose Angriff (der von Pushaitis) aufdeckte. Auch Pushaitis mochte sich dieser (hier wieder diese dunkle, abgründige …) nicht zu entziehen. Ein Moment der Ablenkung …!
„… und Leccore schlug zu! Wild, brutal …“

Ich interpretiere das nach wie vor so, dass Leccore im Bewusstsein dieser dunklen Abgründe zuschlägt und nicht im Bewusstsein seiner lieb gewordenen Terraneridentität.

Ja, da hast Du nicht ganz unrecht ...
Aber seine Panik kommt ja daher, dass seine Terraner-Identität angegriffen wird.
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nanograinger
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Arthur Dent hat geschrieben:...
Ich interpretiere das nach wie vor so, dass Leccore im Bewusstsein dieser dunklen Abgründe zuschlägt und nicht im Bewusstsein seiner lieb gewordenen Terraneridentität.....

Ich finde seine "Terraneridentität" schon abgründig genug, und dass er in dieser Identität "hart zuschlagen" kann, hat er oft genug bewiesen, auch in den beiden Romanen von Robert Corvus.

Aber bitte sehr, jeder liest den Text auf seine Weise...
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kleinobi1
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So,

ich habe nun beide Romane gelesen. Ich fand Sie beide sehr gut. Der erste hat mir in der Tat, von der Schreibe her, etwas besser gefallen, im zweiten wurde es für aber um so spannender. Ich weiß nicht genau wie ich es beschreiben soll. Das hin und her, der Schlagabtausch mit Lutoo, die doch nicht ganz einzuordnende Pushaitas (oder wie die heißt). Der Gegner ist nicht von Grund auf böse sondern recht differenziert dargestellt. Ich kann mich erinnern das es den ein oder anderen Militär bei Perry Rhodan gab der ähnlich dachte wie Lutoo. Die harten Entscheidungen von Perry waren für mich nachvollziehbar. Er hat schon öfter so einige Mitstreiter im Kampf verloren um ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Kann man gut finden oder eben auch nicht :D .
Also wenn ich früh aus dem Bett muss und ich abends trotzdem nicht das Heft aus der Hand legen kann, dann war es einfach Klasse. Für mich wurde hier alles richtig gemacht.
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zephydia
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Arthur Dent hat geschrieben:Ich verstehe, was Du meinst, sehe aber weder eine "Entscheidung" in der Serie Rhodan "komplett" in den Mittelpunkt zu stellen, noch die Gefahr, Rhodan müsse deswegen, weil andere Figuren wegfallen, weitere oder andere Rollen übernehmen. Es gibt eine Reihe von Figuren, die Häuptling nicht nur spielen kann, sondern es auch tut. Das nicht alle gleichzeitig auftreten können, ist eine gute Lösung. Sie hat sich bewährt.



Ich kann diesen Ansatz zwar nachvollziehen aber nicht unbedingt Teilen. Ich finde es ein bißchen langweilig wenn auf Dauer pro Handlungsebene immer nur ein Häuptling und ein Haufen Gefolgsleute existiert. Und hat es sich bewährt? Vielleicht, aber der umgekehrte Weg der in den ca. ersten 1800 Bänden meistens gegangen wurde, die Unsterblichen oft als Team agieren zu lassen hat auch funktioniert. Und ich fand es halt interessanter wenn z. B. Atlan auch mal Perrys Entscheidungen in Frage stellte.
Ein gutes Beispiel das so etwas beim Publikum ankommen kann sind die Avengers Filme: Hier hat man eine ganze Reihe Hauptcharaktere die in ihren eigenen Filmen unangefochten "Häuptling" sind, wenn aber die Bedrohung groß genug ist sich zusammenraufen und der Gefahr als gemeinsam entgegentreten. Und dass es da zu Konflikten aufgrund der unterschiedlichen Ansichten kommt macht es für die Zuschauer gerade interessant.
Man könnte es also (zumindest meiner Meinung nach) bei PR ähnlich handhaben. Perry als one-and-only-hero in einem, von mir aus auch dem überwiegenden Teil der Handlung aber eben auch Gelegenheiten bei denen er zusamnen mit anderen ZACies agiert (und Gucky als das Serien-Maskottchen zähle ich jetzt mal bewusst nicht mit). Zyklen müssen doch nicht immer nach dem gleichen Muster strukturiert werden.
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AARN MUNRO
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...die Serie war immer dann stark, wenn Perry und Atlan gemeinsam agierten...auch kontrovers diskutierten, bereits seit dem MDI-Zyklus oder im NEI usw.Wenn zwar das gemeinsame aber auch der Unterschied ihrere Persönlichkeiten im Handeln herausgestellt wurde...gilt auch für Bull, Adams und all die anderen...
"Doc war Pazifist, was ihn nicht daran hinderte, realistisch zu denken!" (Robert A. Heinlein in "The moon is a harsh mistress")
Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann!
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Arthur Dent
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Ja, viele Hauptfiguren können zusammen funktionieren. Die Avengers sehe ich selbst gern. Geht ja auch nur 2 Stunden und keine 100 Romane. Perry und Atlan zusammen würde ich auch gern mal wieder lesen. Ob das Zusammenspiel funktioniert, mit Frotzeleien, Konflikten, etc. hängt von vielen Faktoren ab. Ab 2200 hatte ich mich seinerzeit sehr auf diese Konstellation gefreut. Und dann war meine Enttäuschung doch groß ...
Um den Schlenker zu diesem Roman wieder zu bekommen ... Robert hatte ja auch etwas zu den Figuren geschrieben, wie er recherchiert hat, wie er sie einsetzt. Als Autor kann man wohl mit so mancher Nebenfigur mehr dramaturgische Effekte gestalten, als mit mancher Hauptfigur?
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Robert Corvus
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PJoppen hat geschrieben:Mein subjektives Empfinden beim lesen war: Chaos. ... Mich hinterlässt der Roman verwirrt.

Papageorgiu hat geschrieben:Ich muss ehrlich gestehen, dass ich beim Hören des Romans ähnliche Schwierigkeiten hatte wie PJoppen!

Schade, dass der Roman für Euch nicht gut funktioniert hat. :(

PJoppen hat geschrieben:Was ich damit sagen will ist, der Weg das Leichenberge Spannung erzeugen sollen ist in meinen Augen falsch.

Ich glaube gar nicht, dass man mit Leichenbergen Spannung erzeugen kann.
"1 Toter ist eine Tragödie. 1 Million Tote sind eine Zahl."
Das lese ich auch aus einigen Beiträgen in diesem Diskussionsfaden heraus. Kaum jemand ist betrübt wegen der vielen namenlosen Tiuphoren, die bei der Schlacht auf der Müllhalde sterben oder wegen der vielen Opfer, die die Raumschlacht im Lichfahne-System zweifelsohne fordert. Da die Toten kein Gesicht haben, hat man als Leser keinen Bezug zu ihnen und ihr Tod beschäftigt einen nicht.
Ganz anders ist das bei Jurukao. Solche Tote halte ich für notwendig, um auf der Metaebene zwischen Autor und Leser klar zu machen, dass die geschilderten Abenteuer gefährlich sind. Das erzeugt Spannung: das Wissen um die Möglichkeit, dass liebgewonnene Protagonisten nicht heil aus der Sache kommen ...
Die großen Schlachtengemälde dagegen sind nur Hintergrundstaffage, das Bühnenbild, in dem die Figuren agieren. Auch das hat seine Funktion - in einer heilen Welt gäbe es kaum Gründe, auf Abenteuer auszuziehen. Das ist eine klassische Überlegung im Geschichtenerzählen: Das Böse stört die Ordnung der Welt, der Held zieht aus, um das Böse zu besiegen und die gute Ordnung wiederherzustellen.
Vor diesem Hintergrund ist Rhodans Entscheidung ähnlich intellektuell wie die Deklaration der Menschenrechte. Hier besiegt die intellektuelle Überlegung - jedes empfindende Leben ist gleichwertig - die instinktive Reaktion - ich muss die Angehörige meines Stammes retten.

kleinobi1 hat geschrieben:ich habe nun beide Romane gelesen. Ich fand Sie beide sehr gut.
...
Also wenn ich früh aus dem Bett muss und ich abends trotzdem nicht das Heft aus der Hand legen kann, dann war es einfach Klasse. Für mich wurde hier alles richtig gemacht.

Sehr schön, das freut mich. :)

Arthur Dent hat geschrieben:Als Autor kann man wohl mit so mancher Nebenfigur mehr dramaturgische Effekte gestalten, als mit mancher Hauptfigur?

Mit einer Hauptfigur geht man mehr ins Risiko, und das in doppelter Hinsicht.
In Der Leidbringer sieht man das an den Reaktionen auf Rhodans Handeln. Einige Leser sind der Meinung: "Ja, da ist er endlich mal wieder, der Anführer, der konsequent handelt und die Verantwortung übernimmt!" Andere dagegen finden: "Das ist nicht der Rhodan, den wir aus der Serie kennen." Letztere Reaktion kann es bei jemandem wie Mixandrac, der zuvor nie aufgetaucht ist, nicht geben. Der ist so, wie er beschrieben wird, und das kann einem gefallen oder auch nicht. Durch den Vergleich mit dem Bild, dass sich ein Leser bereits von ihnen gemacht hat, tendieren Hauptfiguren daher eher dazu, zu polarisieren, wenn man sie als Autor deutlich positioniert.
Das zweite Risiko besteht darin, dass sowohl die Kollegen als auch die Exposéautoren mit vielen Hauptfiguren noch etwas vorhaben. Jurukao hatte niemand auf dem Schirm, mit der konnte ich nach Belieben verfahren. Aber beispielsweise eine Liebesaffäre zwischen Rhodan und Pey-Ceyan anzuleiern, hätte ich mich ohne vorherige Absprache nicht getraut.
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Perry-Science
Siganese
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Fand den ersten Roman von dir auch etwas besser, dieser war irgendwie strukturierter. Die kämpfe kamen irgendwie zu abrupt und die Vorbereitung hat mich nicht ganz überzeugt. (Evtl. passiert das wenn man gleich zwei größere Gefechte in der Handlung hat und man ja auch ne Seitenvorgabe hat...)

Das die eine Wutlooxo gestorben ist hat mich wenig gestört, allerdings nehme ich es Perry ein wenig übel sich mit solchen "Terroristen" abzugeben, die er eigentlich erkennen sollte. Und er nimmt ja Mixandras Bruder mit obwohl der schon gezeigt hat wie Wahnsinnig dieser ist.

Zum Hintergrund:

Interessant, was da KOSH mit den Tiuphoren macht, meiner Meinung nach manipuliert sie auch diesen Kalyptischen Katalog, und die Schlachten im dem Sonnensystem sind dazu da die "ausgezogenen" Tiuphoren anzlocken, bzw. dass diese nun auf jeden Fall nicht mehr weggehen. Denn diese würden sich wohl gegen KOSH stellen, der sie einerseits erst so gemacht hat wie sie wurden andereseits auch das Leid verursacht was das eigene Volk betrifft was dageblieben ist. Oder aber die Tius sollen möglichst viel Leid (Tote) über ihre Welt bringen, da diese auch von einem Banner eingefangen werden, welches in der Erde versteckt ist. Dies erleichtert evtl. KOSH die erreichbarkeit dieser Mentalsubstanz?

Zudem dürfen wir auch nicht die "entwickelten" Tiuphoren vergessen, welche ja mit dem einen Mächtigen Schiff bei dem Kampf ums Solsystem dabei waren. Diese haben sich ja auf das friedliche Sammeln von Bewusstseinen spezialisiert. Diese haben zwar verständnis für ihre archaischen Vorfahren jedoch sind sie deutlich reifer geworden. Ich hoffe dass diese Tiuphoren dann auch nicht vergessen werden, wenn Perry allen drei Gruppen von Tiuphoren eröffnet wie es um ihre Heimat und Ursprung so steht. Ich befürchte, dass diese genausogut überzeugt werden können, auf dem falschen Weg zu sein wie die die Zeugen Jehowas.
Meine Arbeit ist Fertig:
Klick Mich

Dankeschön! An alle die mitgeholfen haben...
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kleinobi1
Siganese
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Auch wenn ich nicht so oft im Forum schreibe, schaue ich doch recht häufig hier rein. Ich wollt mich nur mal bei den Spoileranten für Ihr tun bedanken :D .
Genauso möchte ich bemerken das ich es großartig finde wie sich Robert Corvus hier beteiligt.
Einige andere Autoren die wenigstens ab und an ein Statement abgegeben haben machen sich ja "aus Gründen" etwas rar. :( Um so mehr freuen mich die jetzigen Beiträge. Ebenso freut mich der doch sehr ruhige Umgang der Foristen untereinander.
Muss wohl am nahendem Fest liegen :D :st: :unschuldig:

grüßle
Obi
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lichtman
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Macca hat geschrieben:Attilar hat Klavtaud aufgespürt- oder umgekehrt.

Dieser Zweikampf hat es in sich. Und er zwingt Attilar, sein tiefstes Inneres zu ergründen, seinen Ursprung: TRAITOR. Und als einer von TRAITOR macht er mit Klavtaud kurzen Prozess.

Lecorre erfährt auch einiges über Pushaitis alias Klavtaud

Ein Schiffbruch?
Dann musste es ein Absturz von unüberbietbarer Dimension sein.


Werwirrenderweise wechselt die Perspektive von an Bord (Andruckneutralisatoren versagten) zu Planetenbewohnern (ihren Untergang vom Himmel herabbrennen sahen).

Waren die maschinisten im Schiff oder auf dem Planeten?

Vielleicht

Das Raumschiff mit den 3 Maschinisten und Pavvat - oder ist Pavvat das Schiff - ist auf der Heimatwelt der Gyanli abgestürzt.

Im Schiff lebt der verborgene Clan Vtaud.

Für eine SI klingt das zu klein.

Wenn man Wanderer als das Schiff von ES betrachtet, bräuchte man schon einen Gasriesen als Absturzort.

Ein Raumschiff für KOSH wäre die TIU, die im "Schwerpunkt" zweier Roter Zwerge havariert :)

Aber das wäre kein Absturz? Ein Sturz aus einer Höheren Dimension?

Das passt nicht.

Attilar berichtet von einer sechsdimensionalen Spule, die er in Klavtaud erkannt hat.


Die Sextadimspule erzeugt vielleicht ein Sextadimfeld das ein Bewusstsein aufnehemen kann.

gewaltige Gier, namenlos, gesichtslos, maßlos

Eine maßlose, verrückte Spekulation

Ein gieriges Sextadimfeld , dass das Bewusstsein einer Planetenbewohnerin aufgenommen hat.

manfred
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lichtman
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AARN MUNRO hat geschrieben:
Raumkapitän Nelson hat geschrieben:Wieder ein sehr gut geschriebener Roman. Danke. Die Erläuterungen zum Thema Materiesenke als Zitate zu verpacken ist geschickt gemacht. Auch die gewählten Formulierungen, wie die Analogie von Materie und Energie zu Physis und Psyche, sind ausgesprochen gelungen. ...




die Hamillererläuterungen zur MS sind sehr schön formuliert...nur die nachträgliuch vom Hamiller-Forscher eingeschobene Bemerkung zum CT wirkt etwas zu unpräzise und kurz formuliert...finde ich...gegenüber den vorherigen, eher ausführlich formulierten Zitaten...aber Du, Robert, hast ja oben schon erklärt, wie bzw. wieso Du das so aufbautest...


Hamillers Bemerkungen sind sehr apokryph

Umso überraschter bin ich, dass die Berechnungen, die aus zwingenden Formeln entstehen, mir eines zeigen: das absolute Böse.

Damals hatte man gerade von den Keloskern vom Zwiebelschalenmodell erfahren.

Hamiller war mit in Erranternohre - der erste und einzige terranische Kontakt mit einer Materiequelle und einer Materiesenke.
Statt Hamiller wählte Kurt Mahr (oder WiVo) Jak Nyman (Nyman-Radius), einen Assistenten von Hamiller, als wissenschaftlichen Helden.

Aber damals - PR 965 - hiess es noch einen Materiesenke ist eine erloschene Materiequelle.

Roster Kiton, Hamiller-Biografin: Wie wir nach Hamillers Tod herausgefunden haben, dienen Materiesenken als Wiegen für Chaotarchen.

Hamiller dachte Leben braucht Ordnung und Chaos.

Roster Kiton, Hamiller-Biografin: die verheerende Wirkung der Chaotarchen auf den Kosmos ... Feinde jeder Existenzform erwiesen, die der unsrigen ähnelt.

Sehr überraschend ist die Aussage

Im Gegensatz zur Materiequelle schiebt die Senke die Galaxien in ihrer Umgebung aber nicht durch einen emittierenden Materiestrom von sich fort, sondern zieht sie im Gegenteil an, reißt alles schneller und schneller an sich.

Eine Materiequelle schiebt die Galaxien in ihrer Umgebung fort?

Emittiert GOURDEL Dunkle Energie oder tatsächlich Raumzeit?

Ich hätte mir eher vorstellen können, dass der Ausstoss von Materie, gemäß dem Rückstoßprinzips die MQ vorantreibt.

Bei 9 Ausgängen kann der Kurs natürlich etwas erratisch ausfallen. :)

Theoretisch könnte GOURDEL Erranternohre usw mittschleppen, aber irgendwie scheint die Masse der Materiequelle bzw. zwar (aus der Nähe
))messbar, aber scheint sich nicht auf Erranternohre auszwirken.

In der Barys(*) scheinen ganz eigene Gravitationsgesetze zu gelten und zu verhindern, dass sich ein Schwarzes Loch mit Ereignishorizont bildet Erranternohre zerfetzt alle umliegenden Galaxien als Superattraktor an sich saugt usw.

manfred

(*) Vielleicht waren Kurt Mahrs 5 Trillionen Sonnenmassen auch nur amerikanische Trillionen - ein paar Galaxienmassen inklusive Dunkler Materie passend für eine Mächtigkeitsballung - und nicht das millionenfache einer europäischen Trillion.
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AARN MUNRO
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lichtman hat geschrieben:
Macca hat geschrieben:Attilar hat Klavtaud aufgespürt- oder umgekehrt.

Dieser Zweikampf hat es in sich. Und er zwingt Attilar, sein tiefstes Inneres zu ergründen, seinen Ursprung: TRAITOR. Und als einer von TRAITOR macht er mit Klavtaud kurzen Prozess.

Lecorre erfährt auch einiges über Pushaitis alias Klavtaud

Ein Schiffbruch?
Dann musste es ein Absturz von unüberbietbarer Dimension sein.


Werwirrenderweise wechselt die Perspektive von an Bord (Andruckneutralisatoren versagten) zu Planetenbewohnern (ihren Untergang vom Himmel herabbrennen sahen).

Waren die maschinisten im Schiff oder auf dem Planeten?

Vielleicht

Das Raumschiff mit den 3 Maschinisten und Pavvat - oder ist Pavvat das Schiff - ist auf der Heimatwelt der Gyanli abgestürzt.

Im Schiff lebt der verborgene Clan Vtaud.

Für eine SI klingt das zu klein.

Wenn man Wanderer als das Schiff von ES betrachtet, bräuchte man schon einen Gasriesen als Absturzort.

Ein Raumschiff für KOSH wäre die TIU, die im "Schwerpunkt" zweier Roter Zwerge havariert :)

Aber das wäre kein Absturz? Ein Sturz aus einer Höheren Dimension?

Das passt nicht.

Attilar berichtet von einer sechsdimensionalen Spule, die er in Klavtaud erkannt hat.


Die Sextadimspule erzeugt vielleicht ein Sextadimfeld das ein Bewusstsein aufnehemen kann.

gewaltige Gier, namenlos, gesichtslos, maßlos

Eine maßlose, verrückte Spekulation

Ein gieriges Sextadimfeld , dass das Bewusstsein einer Planetenbewohnerin aufgenommen hat.

manfred




...was die "SI" betrifft und den Absturz des Schiffes bzw. die "Kleinheit"...betrachte mal den TB-Zukunfstzyklus...da genügte ein Roboter vom Typ Laire usw., um einen Schwarm bauen zu lassen und um eine galaxisweite Diktatur entstehen zu lassen...das war sogar nur der Kopf...eine SI muss also auch zwangsweise nicht galaktische Ausmaße haben...
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Oceanlover
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Ich fand beide Bände toll geschrieben; beste Werbung auch für andere Bücher von Robert. :)

Den Roman habe ich gern gelesen, gehöre ich doch zu der Gruppe der Leser, die gerne spannende Romane mit Action und Tragik lesen. Laßt bitte Robert Corvus hier öfter schreiben. :st:

Aber mal ganz ehrlich zur Zyklushandlung, ich bräuchte jetzt nicht das Weltuntergangsszenario mit der Entwicklung einer Materiesenke, mal wieder eine dazu gehörige Superintelligenz und - was wohl auch noch auf uns zukommen wird - die Verwendung der "gefangenen" Bewußtseine. Jedenfalls wirken die inflationären "Geisteswesen" des QUIN SHI Zyklus bei mir immer noch negativ nach, auch nach so langer Zeit. Anscheinend ist das aber der Wunsch eines großen Teils der Stammleserschaft, dass die Serie in dieser Hinsicht etwas "abgehoben" sein soll. Merkt man ja auch hier bei manchen Diskussionen und Statements. ;) Also muss man das als Normalleser, der auch mit zwar spannenden, aber kleineren, bescheideneren Entwicklungen zufrieden wäre, wohl akzeptieren. Nun ja, solange die Romane so gut sind, wie aktuell!
Nette Grüße
Oceanlover
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Hydors Golem
Siganese
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Registriert: 21. Februar 2016, 09:23
Robert Corvus hat geschrieben:
Hydors Golem hat geschrieben:vielen Dank für die ausführliche Antwort, ich hoffe ich bin dir da nicht zu nahe tretten. Natürlich ist es legitim das die Figur Jurukao sterben muss, wenn es denn unbedingt sein muss. Mir erschließt sich nur nicht ganz warum.
...
Du merkst ich mochte Jurukao ...

Zunächst einmal bin ich grundsätzlich anderer Meinung, was das "wenn es denn unbedingt sein muss" angeht. Das würde ja bedeuten, eine bestimmte Handlungsentwicklung ist der Default, und andere benötigen eine spezielle Begründung. Als Erzähler stehe ich aber allen Entwicklungen neutral gegenüber.
Der dramaturgische Grund für diese Entwicklung liegt darin, zu zeigen, dass eine reale Gefahr für die Protagonisten besteht. Dazu muss eine Figur sterben, die mehr ist als nur ein Name.
...
Es sind auch viele Tiuphoren umgekommen. Das hat aber nicht die gewünschte Wirkung in der Wahrnehmung des Lesers: Er soll denken - okay, Jurukao ist tot ... eine Figur, die mich mehrere Hefte begleitet hat ... könnte der Autor als Steigerung im Sinn haben, Pey-Ceyan oder Leccore zu töten? Der Leser soll wissen: Hier steht niemand unter Naturschutz. Niemand überlebt, nur weil er zu den Guten gehört oder als Held eingeführt ist. Die Gefahr ist real, es kann jeden treffen - nicht nur unbenannte "Zähl-Figuren".

Hydors Golem hat geschrieben:Perry hätte die Zweitmechanikerin mit der Dakkarspanne retten können, schließlich geht es hier um seine wertvollsten Verbündeten.

Klar, das hätte er machen können.
Auch damit hätte er für's Erste den Plan aufgegeben, Klavtaud in die Hände zu bekommen und dadurch die für die gesamte Galaxis lebenswichtige Information erhalten zu können, wie sich die Entwicklung der Materiesenke stoppen lässt.
Eine Zweitmechanikerin gerettet ... Aberbilliarden Lebewesen geopfert ... inklusive der Zweitmechanikerin, die auch nicht rechtzeitig aus Orpleyd entkommen könnte, sollte es jetzt schnell gehen mit dem Operandum ...

Hydors Golem hat geschrieben:Er ist der Typ, der sich seine Uniformabzeichen abzieht, um die dritte Macht zu gründen und sich damit gegen seine "alte Truppe" wendet. Ich fand das war ein unglaublich starkes Bild. Gerade das hat ihn zu einer Figur gemacht, der weiter denkt und damit genau das Gegenteil von einem engstirnigen "Auftragausführer" ist.

Das Bild mit der Flagge finde ich auch sehr stark.
Ich halte es in beide Richtungen für konsistent. Man kann die Figur durchaus so entscheiden lassen, wie Du es vorschlägst.
Man kann aber auch einen anderen Pfad aufzeigen:
... Rhodan entscheidet sich nicht für sein "Team", seine Nation, sondern für das große Ganze
... für das maximale Glück für möglichst viele Individuen
... für das Überleben von Orpleyd
... für das Verhindern der Materiesenke
... für die Gefangennahme von Klavtaud
... da es um Aberbilliarden Leben geht, muss er jede Chance nutzen, und wenn sie noch so klein ist. Auch, wenn der Preis dafür sein eigenes Leben oder das Leben seiner Leute ist. Im Kampf kann man sterben, auch Jurukao wusste das.

Hydors Golem hat geschrieben:Ich habe nichts gegen wilde Schießereien in Romanen, aber die müssen für mich einen für mich nachvoll ziehbaren Hintergrund haben. Und wenn jemand stirb darf es nicht konstruiert aussehen, sondern sollte sich organisch aus der Situation entwicklen.

Da ist die Frage, wo man ansetzt.
Wenn man auf dem weißen Blatt beginnt, kann man sagen: "Jede Schießerei ist vermeidbar - der Autor hätte eine andere Geschichte erzählen können." Das ist richtig, und letztlich ist das eine Frage des Lesegeschmacks. Wir lesen PERRY RHODAN, weil wir der Science-Fiction als solcher generell nicht abgeneigt sind, etc.
Ein anderer Ansatz ist, zu prüfen, ob die geschilderte Entwicklung plausibel ist. Ich denke, in dieser Szene von Der Leidbringer ist sie es.
Rhodans Annahme, dass die Entstehung einer Materiesenke eine galaxisweite Katastrophe auslösen wird, ergibt sich aus seinen Erfahrungen.
Rhodans Annahme, Klavtaud wisse etwas über die Entstehung der Materiesenke in Orpleyd und habe Einfluss auf diesen Prozess, ergibt sich aus den Erkenntnissen im Vorgängerroman.
Sein Plan, Klavtaud in die Hände zu bekommen, um die Katastrophe zu verhindern, ist naheliegend, weil Klavtaud der Einzige ist, von dem er annehmen kann, dass er diese Macht hat (es wird auch andere geben, die aber nicht in Rhodans Reichweite sind).
Seine Wahrnehmung der knappen verbleibenden Zeit ergibt sich aus der Aussage "Das Operandum nähert sich der Vollendung" und dem Eintreffen der Sammler.
Es ist also Gefahr im Verzuge. Dadurch wird plausibel, dass Rhodan rasch handelt.
Für den Fall eines Fehlschlags muss er davon ausgehen, dass die maximal denkbare Katastrophe eintritt, die Materiesenke entsteht.
Um dies zu verhindern, sind Opfer gerechtfertigt.
Er instrumentalisiert die Tiuphoren, er gibt auch Jurukao auf. Hier hätte ich es übrigens sehr verwerflich gefunden, wenn er ausgerechnet Jurukao gerettet hätte, nachdem zuvor schon so viele Tiuphoren gefallen sind - das hätte nämlich bedeutet, dass ihm das Leben eines Tiuphoren, der für seine Sache kämpft, weniger wert gewesen wäre als das der Wuutuloxo ...
Summa summarum ist meine Wahrnehmung, dass sich Rhodans Handeln und Jurukaos Tod organisch aus der Situation entwickeln. Der Prozess scheint mir also Deinen Kriterien zu genügen - auch wenn das Resultat bei Dir nicht auf Wohlwollen stößt.

Was natürlich nicht heißt, dass der Roman jedem Leser gefallen muss - das wäre ja auch noch schöner. Selbstverständlich kann man den Roman auch schlecht finden.


Über die Aussage der Neutralität musste ich etwas grübeln. Wenn man ganz neutral an die Sache heran geht, hätte es theoretisch ja jeden in dieser Situation "erwischen" können. In der Realität der Serie wird es nie Perry Rhodan treffen, da ohne ihn die Serie zu Ende ist. Pey-Ceyan ist Perrys "Side-Kick" und wird wahrscheinlich noch benötigt. Somit bleibt Jurukao als Charakter, der erst kurz mit dabei ist und erst vor Ort kennengelernt wurde. Damit ist sie quasi der "Opfercharakter". Ein etwas besseres Redshirt. Welche per Default sterben ...

Ich mag es überrascht zu werden, sowohl als Leser, als auch als Schreiberling. Glaubhaft überrascht hätte mich, wenn Pey-Ceyan getötet oder Perry Rhodan verletzt worden wäre. Ich würde wahrscheinlich nicht auf diesem Punkt herumreiten, wenn es nicht von vorne herein klar gewesen wäre, das dieser Charakter stirbt. Was mich stört ist, dass durch die Sollbruchstelle das sehr früh verkündet wurde. Mit aus der Situation heraus meine ich, z.B. das Jurukao mit voller Kapazität gegen einen Gegner antreten muss, der es besonders auf sie abgesehen hat. Da wäre der Ausgang für mich nicht vorher klar gewesen.

Ich denke, ich verstehe was du in Bezug auf Perry im Roman aussagen wolltest. Die Ausgangslage sehe ich da genauso wie du sie beschreibst.

Persönlich gehöre ich aber zur Fraktion, die denkt, das Perry Rhodan da anders tickt. Es stört ihn nicht für den Buhmann gehalten zu werden (er akzeptiert den Hetork Tesser bei den Laren), er sieht das größere Ganze (bei der Dritten Macht), aber er ist definitiv nicht bereit jeden Preis für das höhere Ganze zu bezahlen (die Verweigerung der Antwort auf die Dritte Ultimative Frage). Ich kann mich nicht entsinnen, das Perry Rhodan jemals jemand aus seiner unmittelbaren Mannschaft bewusst für ein höherwertiges Ziel geopfert hätte. Risikoeinsätze ja natürlich, aber kein Durchhalten um jeden Preis.

Das war Perry Rhodan so besonders macht ist, ist dass er der "Sofortumschalter" ist. Er lösst Dinge dadurch, das er einen anderen Weg geht, wenn er merkt, das er auf die klassische Art und Weise nicht weiter kommt. Seine Stärke ist das er den unkonventionellen Weg geht, wenn er merkt, das die Situation das erfordert. Er überrascht mit Ansätzen, an die die anderen eben nicht denken. Er ergreift Gelegenheiten persönlich. Wenn es ein Risiko gibt, dann trägt er das auch persönlich. Genau das hat ihn ja überhaupt erst nach Orpleyd gebracht. Es würde seinem Charakter entsprechen, das er sein unmittelbares Team rettet und sich dann persönlich wieder in Gefahr begibt. Mit einer risikoreichen aber abgedrehten Änderung des Plans.
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Robert Corvus
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Perry-Science hat geschrieben:Fand den ersten Roman von dir auch etwas besser, dieser war irgendwie strukturierter.

In jedem Fall ist Unter allem Grund linearer ...

Perry-Science hat geschrieben:Zudem dürfen wir auch nicht die "entwickelten" Tiuphoren vergessen, welche ja mit dem einen Mächtigen Schiff bei dem Kampf ums Solsystem dabei waren. Diese haben sich ja auf das friedliche Sammeln von Bewusstseinen spezialisiert. Diese haben zwar verständnis für ihre archaischen Vorfahren jedoch sind sie deutlich reifer geworden. Ich hoffe dass diese Tiuphoren dann auch nicht vergessen werden, wenn Perry allen drei Gruppen von Tiuphoren eröffnet wie es um ihre Heimat und Ursprung so steht. Ich befürchte, dass diese genausogut überzeugt werden können, auf dem falschen Weg zu sein wie die die Zeugen Jehowas.

Ich glaube, diese drei Aspekte hat Rhodan auf dem Schirm:
»Ich bin gespannt, was wir über dieses System lernen.« Das Anliit kam mühelos über Rhodans Lippen. »Während ihrer Invasion in der Milchstraße, vor zwanzig Millionen Jahren, haben wir die Tiuphoren als rücksichtslose Schlächter erlebt. Was ich über die Urkunde von ihrer archaischen Phase gelernt habe, als die Gyanli ihren Planeten als Deponie benutzt haben, weckt dagegen mein Mitleid.«
...
»Und die Tiuphoren, die sich mit der Invasionsstreitmacht getroffen haben, scheinen auf hohem technischem Niveau zu operieren, aber kein Interesse mehr an Banner-Kampagnen zu haben.«


kleinobi1 hat geschrieben:Genauso möchte ich bemerken das ich es großartig finde wie sich Robert Corvus hier beteiligt.

Die Diskussion über meine eigenen Geschichten gehört zu meinen Lieblingsthemen. :lol:

Oceanlover hat geschrieben:Ich fand beide Bände toll geschrieben; beste Werbung auch für andere Bücher von Robert. :)

Vielen Dank. :)
Was die bodenständigen versus die "kosmischen" Handlungelemente angeht, vermute ich, dass man da immer eine Balance wird suchen müssen. Letztlich gehört beides zur Serie.

Hydors Golem hat geschrieben:Über die Aussage der Neutralität musste ich etwas grübeln. Wenn man ganz neutral an die Sache heran geht, hätte es theoretisch ja jeden in dieser Situation "erwischen" können. In der Realität der Serie wird es nie Perry Rhodan treffen, da ohne ihn die Serie zu Ende ist. Pey-Ceyan ist Perrys "Side-Kick" und wird wahrscheinlich noch benötigt. Somit bleibt Jurukao als Charakter, der erst kurz mit dabei ist und erst vor Ort kennengelernt wurde.
...
Glaubhaft überrascht hätte mich, wenn Pey-Ceyan getötet oder Perry Rhodan verletzt worden wäre.

Wim Vandemaan hat beim ersten PERRY-RHODAN-Tag in Osnabrück klargestellt, dass die Serie PERRY RHODAN heißt, nicht PERRY RHODAN UND SEINE FREUNDE. :D
Das war auf die Frage hin, welche Figur außer Perry Rhodan noch "unter Naturschutz steht": Gucky? Reginald Bull? Atlan? - Nein, keine davon.
Für die Exposéautoren leben die alle gefährlich - und Pey-Ceyan erst recht. Wenn Du als Leser mit Gewissheit davon ausgehst, dass Pey-Ceyan nicht sterben wird, dann wurde diese Entschlossenheit zu konsequentem Erzählen auch mit Tekkeners Ableben noch nicht ausreichend transportiert ...
Ich selbst hätte auch keine Hemmungen gehabt, Pey-Ceyan sterben zu lassen, nur ist das nicht meine Ebene - ein solcher Entschluss muss auf Exposéebene getroffen werden. Dann allerdings hätte ich kein Problem gehabt, ihn umzusetzen. Tatsächlich habe ich vorgeschlagen, dass ihr im Kampf in der Müllsammelanlage ein Arm abgeschossen wird, aber das kam bei den Exposéautoren nicht gut an.
Es wäre aber auch nicht wirklich wirkungsvoll gewesen, weil die Medizintechnik im Perryversum zu weit fortgeschritten ist. Man hat einen verlorenen Arm vermutlich binnen kurzer Zeit nachgezüchtet. Das habe ich in PR 2824 gelernt, als ich beschreiben wollte, dass die Bordärztin was auf dem Kasten hat. Das wollte ich damit illustrieren, dass sie ein Bein nachgezüchtet hat. Der Kommentar des Fact-Checkers war dann: "Das macht man im Praktikum im dritten Semester." :lol:
Das bedeutet aber auch, dass Verletzungen als "Teilschaden" nur bedingt funktionieren. Sie sind mehr ein "das war jetzt knapp" als ein "daran werde ich zu knabbern haben."
Und das ist auch die Crux mit der Figur Perry Rhodan. Solange ein Heft mit der nächsthöheren Nummer angekündigt ist, kann man als Leser sicher sein, dass er nicht sterben wird (und tot bleibt). Jeden anderen körperlichen Schaden kann er mit genügend Zeit ausheilen. Also kann die Autorenschaft die Figur Rhodan körperlich gar nicht in Gefahr bringen.
Er kann aber seelisch verletzt werden, zum Beispiel, indem ein enger und langjähriger Gefährte stirbt. Oder indem er etwas verliert, das ihm sehr wichtig ist - zum Beispiel die Einheit der Menschheit, den Frieden in der Milchstraße, solche Dinge.
Und natürlich kann er in seinen Absichten scheitern. Vielleicht fällt Orpleyd über die Klippe, das wäre eine Niederlage für Rhodan.
Trotzdem gebe ich Dir recht: Mit der Unverletzlichkeit Rhodans nimmt man den Serienmachern ein Spannungselement aus dem Werkzeugkasten. Das ist vermutlich der Fluch einer auf diese Art konzipierten Serie.

Hydors Golem hat geschrieben:Damit ist sie quasi der "Opfercharakter". Ein etwas besseres Redshirt. Welche per Default sterben ...

Hm, in einem früheren Posting erläuterst Du, dass es Dir besser gefallen hätte, wenn ein namenloser Tiuphore an ihrer Stelle gestorben wäre. Das wäre quasi ein "Otto-Normal-Redshirt" anstelle eines "besseren Redshirts" gewesen. Wieso hätte Dir das besser gefallen? Für mich hätte es den Nachteil gehabt, dass der Leser in den Todesfall - und damit die Gefährlichkeit der gesamten Aktion - emotional weniger involviert gewesen wäre.

Hydors Golem hat geschrieben:Was mich stört ist, dass durch die Sollbruchstelle das sehr früh verkündet wurde.

Welche "Sollbruchstelle"? Vielleicht liegt es daran, dass Du vermutet hast, Jurukao sei die einzige Wuutuloxo im Einsatz? Da haben wir ja geklärt, dass das ein Missverständnis war, weil im Roman an zwei Stellen steht, dass alle Wuutuloxo beteiligt waren ...

Hydors Golem hat geschrieben:Persönlich gehöre ich aber zur Fraktion, die denkt, das Perry Rhodan da anders tickt. ... Ich kann mich nicht entsinnen, das Perry Rhodan jemals jemand aus seiner unmittelbaren Mannschaft bewusst für ein höherwertiges Ziel geopfert hätte. ... Er ergreift Gelegenheiten persönlich. Wenn es ein Risiko gibt, dann trägt er das auch persönlich. ... Es würde seinem Charakter entsprechen, das er sein unmittelbares Team rettet und sich dann persönlich wieder in Gefahr begibt.

Nun, er begibt sich ja auch persönlich in Gefahr - er ist ebenfalls auf dem Gefechtsfeld, statt aus dem Hintergrund von einem Kommandostand aus zu koordinieren. Er mutet Jurukao nichts zu, was er nicht auch den Tiuphoren oder sich selbst zumuten würde.
Ich glaube, es ist eine Anforderung für jeden Offizier in einem Kampfeinsatz (und eine solche Position bekleidet Rhodan hier), dass er damit klarkommen muss, dass Leute, die ihm anvertraut sind, sterben können, während sie versuchen, das Einsatzziel zu erreichen. Wer das psychologisch nicht hinbekommt, kann kein Kommando übernehmen, sondern nur als Einzelkämpfer agieren.

Für mich bringt zephydia die Thematik am besten auf den Punkt:
zephydia hat geschrieben:Wenn man es so sieht hast Du recht. Der Punkt ist nur wie weit will man den "Realismus" in einer an sich komplett irrrealen Serie wie Perry Rhodan treiben.

Wenn ich die Diskussion in ihrer Gesamtheit betrachte, scheint mir, dass das Problem eben nicht ist, dass die Handlung unrealistisch sei oder Rhodan der Situation unangemessen handeln würde. Vielmehr ist die Handlung realistischer (oder konsequenter?) als gewohnt, und üblicherweise scheint Rhodan mit Aktionen durchgekommen zu sein, von denen früher oder später eine zu einer gewaltigen Katastrophe hätte führen müssen. Er hat sich also bislang immer darauf verlassen, dass ein Schutzengel hinter ihm herfliegt und - wenn es hart auf hart kommt - alles für ihn richtet. Nun scheinen einige enttäuscht, weil er sich in Der Leidbringer nicht auf diesen Schutzengel verlässt, sondern davon ausgeht, dass die Konsequenzen seines Handelns oder Nichthandelns voll durchschlagen werden ...
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zephydia
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Robert Corvus hat geschrieben:Wim Vandemaan hat beim ersten PERRY-RHODAN-Tag in Osnabrück klargestellt, dass die Serie PERRY RHODAN heißt, nicht PERRY RHODAN UND SEINE FREUNDE. :D
Das war auf die Frage hin, welche Figur außer Perry Rhodan noch "unter Naturschutz steht": Gucky? Reginald Bull? Atlan? - Nein, keine davon.
Für die Exposéautoren leben die alle gefährlich - und Pey-Ceyan erst recht. Wenn Du als Leser mit Gewissheit davon ausgehst, dass Pey-Ceyan nicht sterben wird, dann wurde diese Entschlossenheit zu konsequentem Erzählen auch mit Tekkeners Ableben noch nicht ausreichend transportiert ...
Ich selbst hätte auch keine Hemmungen gehabt, Pey-Ceyan sterben zu lassen, nur ist das nicht meine Ebene - ein solcher Entschluss muss auf Exposéebene getroffen werden. Dann allerdings hätte ich kein Problem gehabt, ihn umzusetzen. Tatsächlich habe ich vorgeschlagen, dass ihr im Kampf in der Müllsammelanlage ein Arm abgeschossen wird, aber das kam bei den Exposéautoren nicht gut an.
Es wäre aber auch nicht wirklich wirkungsvoll gewesen, weil die Medizintechnik im Perryversum zu weit fortgeschritten ist. Man hat einen verlorenen Arm vermutlich binnen kurzer Zeit nachgezüchtet. Das habe ich in PR 2824 gelernt, als ich beschreiben wollte, dass die Bordärztin was auf dem Kasten hat. Das wollte ich damit illustrieren, dass sie ein Bein nachgezüchtet hat. Der Kommentar des Fact-Checkers war dann: "Das macht man im Praktikum im dritten Semester." :lol:
Das bedeutet aber auch, dass Verletzungen als "Teilschaden" nur bedingt funktionieren. Sie sind mehr ein "das war jetzt knapp" als ein "daran werde ich zu knabbern haben."
Und das ist auch die Crux mit der Figur Perry Rhodan. Solange ein Heft mit der nächsthöheren Nummer angekündigt ist, kann man als Leser sicher sein, dass er nicht sterben wird (und tot bleibt). Jeden anderen körperlichen Schaden kann er mit genügend Zeit ausheilen. Also kann die Autorenschaft die Figur Rhodan körperlich gar nicht in Gefahr bringen.
Er kann aber seelisch verletzt werden, zum Beispiel, indem ein enger und langjähriger Gefährte stirbt. Oder indem er etwas verliert, das ihm sehr wichtig ist - zum Beispiel die Einheit der Menschheit, den Frieden in der Milchstraße, solche Dinge.
Und natürlich kann er in seinen Absichten scheitern. Vielleicht fällt Orpleyd über die Klippe, das wäre eine Niederlage für Rhodan.
Trotzdem gebe ich Dir recht: Mit der Unverletzlichkeit Rhodans nimmt man den Serienmachern ein Spannungselement aus dem Werkzeugkasten. Das ist vermutlich der Fluch einer auf diese Art konzipierten Serie.

Hydors Golem hat geschrieben:Damit ist sie quasi der "Opfercharakter". Ein etwas besseres Redshirt. Welche per Default sterben ...

Hm, in einem früheren Posting erläuterst Du, dass es Dir besser gefallen hätte, wenn ein namenloser Tiuphore an ihrer Stelle gestorben wäre. Das wäre quasi ein "Otto-Normal-Redshirt" anstelle eines "besseren Redshirts" gewesen. Wieso hätte Dir das besser gefallen? Für mich hätte es den Nachteil gehabt, dass der Leser in den Todesfall - und damit die Gefährlichkeit der gesamten Aktion - emotional weniger involviert gewesen wäre.

Hydors Golem hat geschrieben:Was mich stört ist, dass durch die Sollbruchstelle das sehr früh verkündet wurde.

Welche "Sollbruchstelle"? Vielleicht liegt es daran, dass Du vermutet hast, Jurukao sei die einzige Wuutuloxo im Einsatz? Da haben wir ja geklärt, dass das ein Missverständnis war, weil im Roman an zwei Stellen steht, dass alle Wuutuloxo beteiligt waren ...

Hydors Golem hat geschrieben:Persönlich gehöre ich aber zur Fraktion, die denkt, das Perry Rhodan da anders tickt. ... Ich kann mich nicht entsinnen, das Perry Rhodan jemals jemand aus seiner unmittelbaren Mannschaft bewusst für ein höherwertiges Ziel geopfert hätte. ... Er ergreift Gelegenheiten persönlich. Wenn es ein Risiko gibt, dann trägt er das auch persönlich. ... Es würde seinem Charakter entsprechen, das er sein unmittelbares Team rettet und sich dann persönlich wieder in Gefahr begibt.


Danke für Deinen Post und den Einblick in die Denkweise der Macher der Serie. Interessant das besagte Aussagen von WV eben doch gemacht wurden und auch noch Gültigkeit haben. Damit ist für mich an sich klar wie die Zukunft der Serie aussehen wird. Es werden letztlich alle Elemente an die, die Leserschaft eine Bindung hat (was ich jetzt hauptsächlich auf Charaktere beziehe, aber auch für Planeten, ganze Spezien oder Raumschiffe gelten kann wenn Ihr den Eindruck habt das sie für eine größere Zahl an Lesern von Bedeutung sind) rausgeschrieben.
Stets mit dem selben Argument das die Leser Euch sonst nicht glauben werden das Ihr es ernst meint: Also sage ich jetzt schon mal Goodbye zu Bully und Atlan (das Gucky all zu schnell abserviert wird glaube ich aber trotzdem nicht: KNFs Bosse würden es im Moment einfach nicht gut finden wenn ihr das konzerneigene Gegenstück zu Rocket Racoon abserviert - zumindest nicht solange Guardians of the Galaxy beim Mainstream so angesagt ist wie jetzt ) und den anderen.
Damit ist für mich die Spannung wie es weitergeht aber eigentlich nicht mehr vorhanden. Denn ganz ehrlich, Perry himself finde ich als Hauptperson ziemlich langweilig.
Interessant auch dass, das Argument das "alte Zöpfe abgeschnitten" werden müssen um Platz für neues zu machen in Wahrheit keine so große Rolle spielt und es letztlich nur um den Schockeffekt geht und darum zu beweisen das man es kann.
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christianf
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Bei PR sind immer wieder liebgewordene Charaktere über die Klinge gesprungen, mindesten zweimal ganze Flagschiffbesatzungen. Das ist nicht neu und bedeutet jetzt nicht, dass alle ausser Perry aus der Serie herausgeschrieben werden.
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nanograinger
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zephydia hat geschrieben:Danke für Deinen Post und den Einblick in die Denkweise der Macher der Serie. Interessant das besagte Aussagen von WV eben doch gemacht wurden und auch noch Gültigkeit haben. Damit ist für mich an sich klar wie die Zukunft der Serie aussehen wird. Es werden letztlich alle Elemente an die, die Leserschaft eine Bindung hat (was ich jetzt hauptsächlich auf Charaktere beziehe, aber auch für Planeten, ganze Spezien oder Raumschiffe gelten kann wenn Ihr den Eindruck habt das sie für eine größere Zahl an Lesern von Bedeutung sind) rausgeschrieben. ...

Das ist eine sehr "eigenwillige" Interpretation des Postings von Robert Corvus. Ich möchte mal an eine Antwort von WiVa auf einen Leserbrief in PR 2731 (kein Tippfehler) erinnern, in dem er auf "archetypische" Charaktere der PR-Serie verwiesen hat. Das heißt sicher nicht, dass man diese Charaktere auf der gleichen Stufen wie Perry selbst sehen sollte, aber zu erwarten, dass "letztlich alle Elemente" "rausgeschrieben" werden, ist vollkommen überzogen.
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Robert Corvus
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christianf hat geschrieben:Bei PR sind immer wieder liebgewordene Charaktere über die Klinge gesprungen, mindesten zweimal ganze Flagschiffbesatzungen. Das ist nicht neu und bedeutet jetzt nicht, dass alle ausser Perry aus der Serie herausgeschrieben werden.

Richtig.
Es bedeutet lediglich, dass es jeden (außer Perry) treffen kann, nicht, dass es jeden treffen wird. Das eine Extrem wäre genauso vorhersehbar wie das andere, für Spannung braucht man aber Unvorhersehbarkeit. ;)
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zephydia
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christianf hat geschrieben:Bei PR sind immer wieder liebgewordene Charaktere über die Klinge gesprungen, mindesten zweimal ganze Flagschiffbesatzungen. Das ist nicht neu und bedeutet jetzt nicht, dass alle ausser Perry aus der Serie herausgeschrieben werden.


Wenn die Leser aber weiterhin dieser Meinung sind werden die Macher sich gezwungen sehen genau das zu tun...

Robert schrieb ja:
Robert Corvus hat geschrieben:
Wim Vandemaan hat beim ersten PERRY-RHODAN-Tag in Osnabrück klargestellt, dass die Serie PERRY RHODAN heißt, nicht PERRY RHODAN UND SEINE FREUNDE. :D
Das war auf die Frage hin, welche Figur außer Perry Rhodan noch "unter Naturschutz steht": Gucky? Reginald Bull? Atlan? - Nein, keine davon.
Für die Exposéautoren leben die alle gefährlich - und Pey-Ceyan erst recht. Wenn Du als Leser mit Gewissheit davon ausgehst, dass Pey-Ceyan nicht sterben wird, dann wurde diese Entschlossenheit zu konsequentem Erzählen mit Tekeners Tod noch nicht ausreichend transportiert...
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Robert Corvus
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zephydia hat geschrieben:
christianf hat geschrieben:Bei PR sind immer wieder liebgewordene Charaktere über die Klinge gesprungen, mindesten zweimal ganze Flagschiffbesatzungen. Das ist nicht neu und bedeutet jetzt nicht, dass alle ausser Perry aus der Serie herausgeschrieben werden.


Wenn die Leser aber weiterhin dieser Meinung sind werden die Macher sich gezwungen sehen genau das zu tun...

Robert schrieb ja:
Robert Corvus hat geschrieben:
Wim Vandemaan hat beim ersten PERRY-RHODAN-Tag in Osnabrück klargestellt, dass die Serie PERRY RHODAN heißt, nicht PERRY RHODAN UND SEINE FREUNDE. :D
Das war auf die Frage hin, welche Figur außer Perry Rhodan noch "unter Naturschutz steht": Gucky? Reginald Bull? Atlan? - Nein, keine davon.
Für die Exposéautoren leben die alle gefährlich - und Pey-Ceyan erst recht. Wenn Du als Leser mit Gewissheit davon ausgehst, dass Pey-Ceyan nicht sterben wird, dann wurde diese Entschlossenheit zu konsequentem Erzählen mit Tekeners Tod noch nicht ausreichend transportiert...

Zunächst einmal glaube ich, dass die Leser eher früher als später verstehen werden, dass jeder (außer Perry) in Gefahr schwebt, wenn er sich in Abenteuer begibt.
Ich erwarte auch keinen totalen Kahlschlag unter den Protagonisten, dafür sehe ich keinerlei Anzeichen. Aber ab und zu wird jemand sterben, und ab und zu wird eine neue Figur in die Handlung eingeführt. Manche der Neuen verschwinden nach ein oder zwei Heften wieder (Jurukao, vermutlich Mixandrac), andere bleiben lange Zeit erhalten. Manche werden eines friedlichen Todes sterben, manche werden unsterblich, manche gehen in höheren Wesen auf - und manche kommen gewaltsam zu Tode. Diese Ungewissheit liegt im Wesen der Spannungsliteratur. Niemand bangt um einen Protagonisten, wenn er weiß: Dem wird nichts Schlimmes zustoßen. Niemand hofft für einen Protagonisten, wenn er weiß: Der wird das Ende des Hefts nicht erleben. Was wir brauchen, ist die Offenheit für alle Möglichkeiten.

Als genereller Disclaimer: Ich darf zwar ab und zu etwas zur Serie beitragen, aber meine Einschätzung basiert auf eher grundsätzlichen Überlegungen und einzelnen Gesprächen mit den Teamautoren und den Expokraten. Weder bin ich selbst Teamautor, noch bin ich Expokrat - mein Einblick ist also begrenzt.
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Klaus N. Frick
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zephydia hat geschrieben:[
Danke für Deinen Post und den Einblick in die Denkweise der Macher der Serie. Interessant das besagte Aussagen von WV eben doch gemacht wurden und auch noch Gültigkeit haben. Damit ist für mich an sich klar wie die Zukunft der Serie aussehen wird.


Nein.

Nein.

Nein.

Und ich weigere mich, zu dieser Aussage mehr zu sagen.
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