Wie gefällt

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der Schreibstil des Autors? - Note 1
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die aktuelle Entwicklung des Zyklus? - Note 1
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Axo
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Robert Corvus hat geschrieben:Worauf ich hinaus möchte: Wenn die Handlung eines Romans nicht überzeugen kann, ist es nach meiner Erfahrung nicht richtig, das allein der Exposévorgabe anzulasten. Der Handlungsverlauf in der Form, wie er sich der Leserschaft präsentiert, ist in wesentlichem Maße vom Autor beeinflusst.

Danke für Deine Darlegung - wird die lieben Mitforisten (zumindest manche davon) aber nicht daran hindern, den Expokraten alles Schlechte in die Schuhe zu schieben. Erinnert mich an William Voltz, der sinngemäß mal auf einer LKS gesagt hat (damals wohl auch vom ewigen Expokraten-Bashing genervt), dass er sich nicht erinnern könne, in den Exposés verankert zu haben, der Autor solle einen schlechten Roman abliefern. :unschuldig:
Und bei dieser Gelegenheit einmal ein aufrichtiges Danke für das Mitdiskutieren. Es ist immer wieder erfrischend, auch die Sicht der "anderen Seite" zu lesen. Als Leser gehe ich mit dem abgelieferten Ergebnis des Autors nicht immer konform, es hilft mir aber, zumindest die Absicht verstanden zu haben.
Der Umgang mit Büchern bringt die Leute um den Verstand.
Erasmus von Rotterdam
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PJoppen
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Axo hat geschrieben:
Robert Corvus hat geschrieben:Worauf ich hinaus möchte: Wenn die Handlung eines Romans nicht überzeugen kann, ist es nach meiner Erfahrung nicht richtig, das allein der Exposévorgabe anzulasten. Der Handlungsverlauf in der Form, wie er sich der Leserschaft präsentiert, ist in wesentlichem Maße vom Autor beeinflusst.

Danke für Deine Darlegung - wird die lieben Mitforisten (zumindest manche davon) aber nicht daran hindern, den Expokraten alles Schlechte in die Schuhe zu schieben. Erinnert mich an William Voltz, der sinngemäß mal auf einer LKS gesagt hat (damals wohl auch vom ewigen Expokraten-Bashing genervt), dass er sich nicht erinnern könne, in den Exposés verankert zu haben, der Autor solle einen schlechten Roman abliefern. :unschuldig:
Und bei dieser Gelegenheit einmal ein aufrichtiges Danke für das Mitdiskutieren. Es ist immer wieder erfrischend, auch die Sicht der "anderen Seite" zu lesen. Als Leser gehe ich mit dem abgelieferten Ergebnis des Autors nicht immer konform, es hilft mir aber, zumindest die Absicht verstanden zu haben.


Mhh.. ich bin gerade von Demenz geschlagen. Könntest du bitte mal die Stelle zitieren wo jemand in letzter Zeit der Expokratur die Schuld für explizit einen schlechten Roman gegeben hat?.
aktueller Status der EA: Bild .. Die Dekonstruktion des Blues schreitet voran...

.. die IT .. schläft nie.., weshalb ich mehr als oft nicht Antworte. Keine Absicht und ich entschuldige mich schon mal prophylaktisch..
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Axo
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PJoppen hat geschrieben:
Axo hat geschrieben:
Robert Corvus hat geschrieben:Worauf ich hinaus möchte: Wenn die Handlung eines Romans nicht überzeugen kann, ist es nach meiner Erfahrung nicht richtig, das allein der Exposévorgabe anzulasten. Der Handlungsverlauf in der Form, wie er sich der Leserschaft präsentiert, ist in wesentlichem Maße vom Autor beeinflusst.

Danke für Deine Darlegung - wird die lieben Mitforisten (zumindest manche davon) aber nicht daran hindern, den Expokraten alles Schlechte in die Schuhe zu schieben. ...


Mhh.. ich bin gerade von Demenz geschlagen. Könntest du bitte mal die Stelle zitieren wo jemand in letzter Zeit der Expokratur die Schuld für explizit einen schlechten Roman gegeben hat?.

Das bezog sich nun nicht auf die letzten fünf Posts, sondern auf ein generelles Verhalten hier im Forum. Sorry, wenn ich Dein Langzeitgedächtnis damit überforderte. :o)
Wie Du siehst bzw. liest, bezog sich auch Robert Corvus auf dieses Verhalten, es scheint also auch ihm aufgefallen zu sein. Und wie Du meiner Antwort entnehmen kannst, gab es das auch bereits zu Zeiten eines Willi Voltz (und wahrscheinlich schon früher, aber ich kenne kein passendes Zitat von K. H. Scheer dazu.).
Aber wenn Du unbedingt etwas aus dem letzten Heft haben möchtest, bitte: viewtopic.php?f=4&t=9047#p508981
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Mehathor
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Gerade durchgelesen. Alles in Allem finde ich diesen Roman OK. Perry Rhodan muss zwischen dem beinahe religiösen Wahn des "auserwählten Volkes" der Tiuphoren und imperialer Arroganz der Gyanli behaupten, um einige wichtige Hinweise auf KOSH zu erhalten. Die Abschnitte aus der Lutoo-Perspektive standen hier im guten Kontrast zu den Überlegungen anderer Protagonisten. Ebenfalls gelungen fand ich die Zitate aus den Werken von Payne Hamiller. Sehr metaphysisch... :st:
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Mr Frost
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Robert Corvus hat geschrieben:
Mr Frost hat geschrieben:.
Was nun die "Story des Romans" angeht, ist das eine Mischnote. Das Exposé ist zwar vorgegeben, aber die Art, wie eine Geschichte erzählt wird, macht sehr viel aus. Ich hätte zum Beispiel durchaus die Freiheit gehabt, die Eröffnungssequenz mit der ODYSSEUS komplett wegzulassen und stattdessen direkt auf Tiu zu starten. Ob und wie viele (namenlose) Tote es gibt, ist keine verbindliche Vorgabe. Der komplette Lutoo-Strang war in diesem Roman optional (in Unter allem Grund dagegen nicht - da war explizit gefordert, eine Gyanli aus der Innenperspektive vorzustellen).
Worauf ich hinaus möchte: Wenn die Handlung eines Romans nicht überzeugen kann, ist es nach meiner Erfahrung nicht richtig, das allein der Exposévorgabe anzulasten. Der Handlungsverlauf in der Form, wie er sich der Leserschaft präsentiert, ist in wesentlichem Maße vom Autor beeinflusst.

Lieber Robert Corvus: Danke Dir sehr für die Klarstellung. Und sicherlich: Die Handlungsführung ist nicht den Expokraten allein anzulasten. Wohl aber die große Linie. Aber ich wollte mich vor allem über gute Romane freuen. Umso mehr: Lieben Dank!
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AARN MUNRO
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Mr Frost hat geschrieben:
Robert Corvus hat geschrieben:
Mr Frost hat geschrieben:.
Was nun die "Story des Romans" angeht, ist das eine Mischnote. Das Exposé ist zwar vorgegeben, aber die Art, wie eine Geschichte erzählt wird, macht sehr viel aus. Ich hätte zum Beispiel durchaus die Freiheit gehabt, die Eröffnungssequenz mit der ODYSSEUS komplett wegzulassen und stattdessen direkt auf Tiu zu starten. Ob und wie viele (namenlose) Tote es gibt, ist keine verbindliche Vorgabe. Der komplette Lutoo-Strang war in diesem Roman optional (in Unter allem Grund dagegen nicht - da war explizit gefordert, eine Gyanli aus der Innenperspektive vorzustellen).
Worauf ich hinaus möchte: Wenn die Handlung eines Romans nicht überzeugen kann, ist es nach meiner Erfahrung nicht richtig, das allein der Exposévorgabe anzulasten. Der Handlungsverlauf in der Form, wie er sich der Leserschaft präsentiert, ist in wesentlichem Maße vom Autor beeinflusst.

Lieber Robert Corvus: Danke Dir sehr für die Klarstellung. Und sicherlich: Die Handlungsführung ist nicht den Expokraten allein anzulasten. Wohl aber die große Linie. Aber ich wollte mich vor allem über gute Romane freuen. Umso mehr: Lieben Dank!




Stimme hier zu. Danke für die großartigen, tollen Romane. sehr gut geschrieben! Dass ich dem aktuellen Zyklusverlauf nicht so sehr zuneige, liegt nicht am Autor! Dass ich ein Gegner der inneren Schreibweise bin, liegt auch nicht am Autor. Der Kurzzyklus fing gut an, nicht immer sehr logisch in den Motiven der handelnden Personen aber immerhin schön actionlastig. Ich selbst schätze, auch und gerade in der Literatur, die behaviouristische Schreibweise mehr...in der die Handlung durch Außenbeobachtungen beschrieben wird...wie im realen Leben...das liegt wohl an meiner naturwissenschaftlichen Ausbildung...ist also keinem der Autoren vorzuwerfen...
"Doc war Pazifist, was ihn nicht daran hinderte, realistisch zu denken!" (Robert A. Heinlein in "The moon is a harsh mistress")
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Baptist Ziergiebel
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Nabend zusammen, von mir diesmal 3/2/2-.

Im Gegensatz zum Vorgänger mangelt es diesem Roman an einem echten Höhepunkt. Vielleicht wäre es besser gewesen, den Doppler so zu konzipieren, dass die Aufdeckung der Pläne Koshs erst in diesem Roman erfolgt wäre? So erinnert mich dieses Heft etwas an Transformers 4, an eine wellenförmige Aneinanderreihung von Actionszenen. Nach dem Hammer des letzten Heftes, tritt da zwangsläufig etwas Ermüdung/Gewöhnung ein.

Was jetzt aber nicht bedeuten soll, dass ich das Heft jetzt mit bayschen Albernheiten und seiner Effekthascherei auf eine Stufe stellen will, beileibe nicht. Robert Corvus gelingt es gut, mit Zwischentönen wie den Hamillerausführungen und der Luutofigur das Actiongetöse zu brechen und das Interesse hochzuhalten. Lediglich ein, zwei Formulierungen, wie sie etwa Kritikaster weiter vorne angeführt hat, schmälern die Note. Übertriebene Vergleiche fallen auch mir gerne mal störend in`s Auge, siehe frühere Romane von Michelle Stern. Insgesamt aber ein guter, lesenswerter Doppelband von RC.

Gruß.
Das ist ... TERRA!
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Robert Corvus
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Baptist Ziergiebel hat geschrieben:Vielleicht wäre es besser gewesen, den Doppler so zu konzipieren, dass die Aufdeckung der Pläne Koshs erst in diesem Roman erfolgt wäre?

In Teilen war das auch so geplant und wurde dann von mir verschoben. Unter anderem liegt das an der höheren Zeichenzahl, die für 2884 möglich war. Es schien mir aber auch kompakter, diese Thematik abschließend dort zu behandeln, wo man Klavtaud nachspioniert. Auf diese Weise hat man auch mit Unter allem Grund eine klare Agentenstoy und mit Der Leidbringer ein deutlich positioniertes Militärthema.

Baptist Ziergiebel hat geschrieben:Insgesamt aber ein guter, lesenswerter Doppelband von RC.

Das freut mich. :)
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Truktan
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Vielleicht bin ich zu alt, vielleicht arbeite ich zu viel mit Computern; alles was bei einem Rechner als "Persönlichkeit" oder "Eigenart" durchgehen könnte nervt mich als Benutzer im Alltag einfach nur.


Ich denke mal, bei den hochentwickelten Rechnern in PR ist das halt ein Quid pro Quo. Was unseren heutigen Computern fehlt, ist Kreativität. Wenn man es schafft, so wie bei den Computern in PR, deren Rechenprozesse ziemlich weit an die Denkvorgänge von biologischen Lebewesen anzunähern, erhält man Rechner mit Kreativität.

Das hat dann den großen Vorteil, daß diese Rechner auch ungewöhnliche Lösungswege prüfen und ungewöhnliche, aber effektive Lösungen finden, auf die ihre mehr 'mechanischen' Kollegen nie kommen würden. Und sie kommen wesentlich besser mit ganz neuen Situationen zurecht, wo es nicht immer reicht, vorgegebene Programmierungen zu nutzen und abgespeichertes Altbewährtes abzurufen und anzuwenden.

Offenbar ist aber der Nachteil dieser Annäherung an 'echtes Denken', daß sich gelegentlich - wie bei biologischen Lebewesen - Macken und Absonderlichkeiten entwickeln, die dann in der Tat beim Umgang mit den 'kreativen' Maschinen ganz schön nerven können.

Aber offenbar wird das wegen der oben beschriebenen Vorteile im Perryversum generell in Kauf genommen, solange man einigermaßen sicher ist, daß es nicht soweit kommt, daß der betreffende Computer unbrauchbar wird, wie es bei "Spinoza" *) passierte, der sich mitten einer gefährlichen Aktion komplett zurückzog, um die Situation erstmal philosophisch zu bewerten :-)

*) siehe PR 301 "Die Plattform des Schreckens"
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AARN MUNRO
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Spinoza war ein experimenteller Testroboter der Whistler-Company...kein ausgereiftes Serienexemplar...insofern greift hier der Vergleich nicht ganz...obwohl ich sonst zustimme...nimm doch lieber Seneca von der SOL und sein das wüßte ich aber als Vergleich. Fortgeschrittene "Positroniken" sind wahrscheinlich mindestens fuzzylogische, quantenverschränkte Parallelrechner auf der Basis eines künstlichen Bewußtseins einer Turingmaschine usw. Ihre Persönlichkeit mag verschroben wirken...solange sie funktionieren...gilt eben auch für die "Red Queen" Anansi.
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Richard
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Hm - dieses "Das wuessste ich aber" wurde meiner Erinnerung nach mal so erklaert, dass es da irgendwo einen Fehler gab/gibt (irgendwas falsch angeschlossen/verlegt ..) sodass er auf Fragen, auf die SENECA keine Antwort kennt, mit dieser inzwischen altbekannten Replik antwortet. Die Perrpyedia meint dazu, dass es sich um eine überzählige Balpirol-Halbleiterverbindung handelt - siehe auch hier.
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AARN MUNRO
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Richard hat geschrieben:Hm - dieses "Das wuessste ich aber" wurde meiner Erinnerung nach mal so erklaert, dass es da irgendwo einen Fehler gab/gibt (irgendwas falsch angeschlossen/verlegt ..) sodass er auf Fragen, auf die SENECA keine Antwort kennt, mit dieser inzwischen altbekannten Replik antwortet. Die Perrpyedia meint dazu, dass es sich um eine überzählige Balpirol-Halbleiterverbindung handelt - siehe auch hier.




ich weiß jetzt nicht, was die PP dazu sagt, aber meiner Erinnerung nach wurde SENECA auch von ES manipuliert,um dieses keloskische gerät auf Last Stop an Bord nehmen zu können usw...also hatte der Alte zumindest auch seine Hand im Spiel, so dass S nicht genau im direkten Sinne der Terraner funktionierte...zusätzlich zu dem überflüssigen Balpirolhalbleiter hätte es also eine Art Manipulation durch Kraftfeldüberlagerung von ES geben können/sollen/müssen...aber das ist jetzt alles OT...und führt diese Diskussion kaum weiter, grins.
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Alexandra
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Nun, die Aufholjagd ist einen Schritt weiter, der Blogeintrag zu 2885 geschrieben.
Ich kopiere den Anfang rein, den Rest kann man dort weiterlesen. Ich habe meine Form verändert: Ich schreibe zuerst eine Besprechung und erzähle dahinter den Inhalt, mit Signal zur Spoilergefahr.

Der Kampf der Tiuphoren gegen die Gyanli geht weiter. »Der Leidbringer« schließt sich handlungstechnisch an »Unter allem Grund« an. Allerdings konzentriert sich der zweite Teil des Doppelromans auf eine Reihe aufeinander folgender Auseinandersetzungen, die Perry Rhodan und Pey-Ceyan quer über den Planeten Tiu führen.

Bei der Landung hilft ihm die Wundertechnik der Wuutuloxo, doch mehr und mehr rücken persönliche Konfrontationen und differenziert gezeichnete Charakteren wie die Soldatin Lutoo auf der Seite des Feindes, der undurchschaubare Klavtaud als ihr mächtiger Schutzbefohlener, der Gestaltwandler Attilar Leccore und Perry Rhodan in den Vordergrund. Der Unsterbliche tritt als erfahrener Soldat auf, der zum Wohle des Ganzen entscheidet, auch wenn als Konsequenz das Wohl seiner Freunde an zweite Stelle rückt. Ein Tiuphoren erkennt ihn als den ersehnten Leidbringer.
Der Roman ist anschaulich und detailreich geschrieben, mit vielen eindrucksvollen Szenen und gründlich ausgemalten Feinheiten. Allerdings stehen eher gereihte Einzelszenen im Vordergrund, um Textpassagen außenstehender fiktionaler Charaktere ergänzt, so dass es streckenweise schwer ist, den Überblick über den Handlungsfortschritt zu behalten. Fans von Fantasy und mythischen Soldatenabenteuern mögen sicherlich die tableauartigen Szenen und emotionalen zwischenmenschlichen Begegnungen. Wem das, wie mir, nicht so liegt, kann sich an Lutoos Charakter und den informativen Einschüben über Superintelligenzen erfreuen. Superintelligenzen sind mächtige Gemeinschaftswesen aus Millionen körperloser Bewusstseine, die einen bestimmten Platz in der Kosmologie der PERRY RHODAN-Welt einnehmen und sich weiterentwickeln können.

Sehr schön sind auch die beschriebenen Orte, hier die tiuphorische Stadt Baxrotas: »Sie erreichten einen sechseckigen Platz, den drei Hochhäuser umstanden. Eines davon neigte sich bedenklich, in einer seiner Flanken klaffte ein Riss. Oberhalb von fünfzig Metern Höhe war es sehr schmal, verbreiterte sich aber nach unten hin und endete in einem glühenden Krater. Die Struktur drohte nachzugeben, das Knirschen und Knacken der Träger innerhalb des Gebäudes erinnerte an den rasselnden Atem eines Sterbenden. Die Verbindungsbrücken zu den anderen Gebäuden waren größtenteils eingebrochen. Der Einschlag konnte sich erst vor Kurzem ereignet haben, denn der Schnee lag nur dünn auf den Trümmern.«

https://blaetterfluggedankenschnuppendo ... s-pr-2885/
DORGON http://www.dorgon.net/

Meine PERRY RHODAN-Besprechungen und Miniserien-Interviews auf dem Geisterspiegel.
http://www.geisterspiegel.de/?author=197
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Julian
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Wohnort: Darmstadt
Aus dem gelungen Spoiler zitiert:

An Bord der ODYSSEUS: Perry muss sich mit dem panischen Tiu Mixandrac auseinandersetzen. Und einem Gyanli-Raumer, der ihnen auf den Fersen ist. Während Perry die Ruhe selbst und Zweimechanikerin Jurukao die Fachfrau par excellance ist,


Diese Anfangs-Sequenz gehört für mich zu den besten schriftstellerischen Leistungen die ich in letzter Zeit hier bei Perry-Rhodan lesen konnte.

Da merkt man als Leser, mit welchem Ehrgeiz hier noch geschrieben werden kann um den Leser zu bannen, geradezu ihn auf den Stuhl festkleben zu lassen bis dieser zumindest diese Anfangs-Story wirklich verinnerlicht hat.

Vor allem gefällt mir die Schilderung von Rhodan als wirklichen Risikopiloten bei dieser Absturzphase. Das war filmreif, eine Vorlage für jedes Regiebuch wie ich mir den Perry Rhodan immer vorgestellt habe bei seinen Einsätzen.


Schon damals bei seiner Ausbildung war der Perry einer der Besten. Im NEO-Universum wird ja sogar mal geschildert wie er bei einem Gruppenbesuch bereits geglänzt hat in der Raumfahrtindustrie.

gruß J., Du Robert überzeugst nicht nur menschlich auf den Fan-Con´s sondern vor allem als Geschichtenerzähler

Damit liegst Du bei mir mit Leo Lukas auf Platz 1 der Autoren


http://www.geisterspiegel.de/?p=38116
bis auf die falsche Space-Jet sei dem hiesigen Autor verziehen(IMHO)
Neugier, Trailer, Spoiler - der Weg zur dunklen Seite sie sind.
"Es ist ein Gesetz, daß das Universum intelligentes Leben tragen soll". (Atlan 499)
»Nachor dachte darüber nach, aus welcher schier endlos großen Menge täglicher Erlebnisse sich die Persönlichkeit eines Lebewesens formte, wie vielen Veränderungen und Verfeinerungen ein Charakter ausgesetzt war, wie er wachsen konnte oder zerbrechen unter dem Eindruck immer neuer, nie versiegender Erfahrungen ...«
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Robert Corvus
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Julian hat geschrieben:Da merkt man als Leser, mit welchem Ehrgeiz hier noch geschrieben werden kann um den Leser zu bannen, geradezu ihn auf den Stuhl festkleben zu lassen bis dieser zumindest diese Anfangs-Story wirklich verinnerlicht hat.

Oh, das freut mich, vielen Dank! :)
Und dass ich mir auf Deiner Autoren-Sympathieskala einen Platz mit Leo Lukas teile, freut mich natürlich auch. Leo und ich haben uns bei dieser Geschichte sehr angenehm zu den Wuutuloxo ausgetauscht.
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Hydors Golem
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Robert Corvus hat geschrieben:Und dass ich mir auf Deiner Autoren-Sympathieskala einen Platz mit Leo Lukas teile, freut mich natürlich auch. Leo und ich haben uns bei dieser Geschichte sehr angenehm zu den Wuutuloxo ausgetauscht.


Mich deucht, das könnte auch bei Perry Rhodan selbst passiert sein, oder? Die Interpretation der Figur ist sowohl bei Leo als auch bei dir sehr an die eigene Person angelegt. Von hause aus ist eher ja eher etwas blass und farblos um es quasi jedem Leser zu erlauben sich mit ihm zu identifizieren.
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Robert Corvus
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Hydors Golem hat geschrieben:Mich deucht, das könnte auch bei Perry Rhodan selbst passiert sein, oder?

Bei unserem Austausch vor dem Doppelband ging es nicht um die Figur Perry Rhodan, sondern im Kern um die Wuutuloxo und ein bisschen um die ODYSSEUS, mit ein, zwei Abstimmungen auch um Pey-Ceyan. Aber wenn wir ein ähnliches Bild von Perry Rhodan haben, ist das ja auch nicht schlimm.
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Langschläfer
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Truktan hat geschrieben:...
Das hat dann den großen Vorteil, daß diese Rechner auch ungewöhnliche Lösungswege prüfen und ungewöhnliche, aber effektive Lösungen finden, auf die ihre mehr 'mechanischen' Kollegen nie kommen würden.
...

Mir würde ja schon ein Compi reichen dessen Kreativität ausreicht aus meinen drei bis acht(zig) ungenau formulierten Suchanfragen zu erkennen was ich wirklich wissen will, und mir die entsprechenden Artikel dann auf den Bildschirm bringt.

Auch gerne mit einem "hättest du mich doch einfach nach *xyzabc* gefragt, du Depp". :o(


Edit:
(Zu erkennen, wonach wirklich gefragt wird, könnte bei den immensen Datenmengen die etwa ein Sensornetz eines Schiffes oder Flottenverbandes generieren würde, durchaus auch wichtig sein. Oder bei einer Abfrage nach Daten in einer Bibliothek.)
Neun von zehn Stimmen in meinem Kopf sagen mir ständig das ich nicht verrückt bin. Die zehnte pfeift die Melodie von Tetris.

"Fighting for peace is like screwing for virginity." - George Carlin

Polls sind doof. ;)
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AARN MUNRO
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Langschläfer hat geschrieben:
Truktan hat geschrieben:...
Das hat dann den großen Vorteil, daß diese Rechner auch ungewöhnliche Lösungswege prüfen und ungewöhnliche, aber effektive Lösungen finden, auf die ihre mehr 'mechanischen' Kollegen nie kommen würden.
...

Mir würde ja schon ein Compi reichen dessen Kreativität ausreicht aus meinen drei bis acht(zig) ungenau formulierten Suchanfragen zu erkennen was ich wirklich wissen will, und mir die entsprechenden Artikel dann auf den Bildschirm bringt.

Auch gerne mit einem "hättest du mich doch einfach nach *xyzabc* gefragt, du Depp". :o(


Edit:
(Zu erkennen, wonach wirklich gefragt wird, könnte bei den immensen Datenmengen die etwa ein Sensornetz eines Schiffes oder Flottenverbandes generieren würde, durchaus auch wichtig sein. Oder bei einer Abfrage nach Daten in einer Bibliothek.)




sehr gute Suchnetze zu programmieren bzw. die Rechner darauf hinzuleiten, sollten die ausgebildeten Positroniker der LFT eigentlich hinbekommen...in der Realität 0.1. sieht es natürlich noch anders damit aus...
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Atlantis
Postingquelle
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Der Roman hat 3x2 verdient. :st:
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Alraska
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Robert Corvus hat geschrieben:Was nun die "Story des Romans" angeht, ist das eine Mischnote. Das Exposé ist zwar vorgegeben, aber die Art, wie eine Geschichte erzählt wird, macht sehr viel aus. [...] Wenn die Handlung eines Romans nicht überzeugen kann, ist es nach meiner Erfahrung nicht richtig, das allein der Exposévorgabe anzulasten. Der Handlungsverlauf in der Form, wie er sich der Leserschaft präsentiert, ist in wesentlichem Maße vom Autor beeinflusst.


Na endlich schreibt das mal einer! Sehr schön auf den Punkt gebracht und genau der Grund, warum ich nicht mehr meine Kreuzchen setze. Meiner Meinung nach würde der "TV-Spielfilm"-Daumen ausreichen, um einen Roman subjektiv(!) zu beurteilen: Daumen hoch, zur Seite oder runter.

Für mich ist PR reine Unterhaltungsliteratur und weder Lebensinhalt, noch Ersatzleben. Und bei diesem Doppelband habe ich mich bestens unterhalten gefühlt. Danke an den Autor!

(sry, ich hänge der EA hinterher, daher erst jetzt mein Beitrag)
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