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Re: Klassiker-Zyklus 4: die Abenteuer der SOL

Beitragvon NEX » 12. November 2017, 22:51

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Dann entspricht wohl der Container in der Risszeichnung nicht den Containern im Roman :rolleyes:
Die Zeichnung stammt von Gregor Puschmann, er ist hier im Forum aktiv. Frag ihn doch einmal.

Re: Klassiker-Zyklus 4: die Abenteuer der SOL

Beitragvon Yman » 13. November 2017, 04:53

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NEX hat geschrieben:Dann entspricht wohl der Container in der Risszeichnung nicht den Containern im Roman :rolleyes:
Die Zeichnung stammt von Gregor Puschmann, er ist hier im Forum aktiv. Frag ihn doch einmal.


Gregor Paulmann (*1970) kann ich gerne mal fragen, aber er ist nicht Günter Puschmann (*1963).

Re: Klassiker-Zyklus 4: die Abenteuer der SOL

Beitragvon Cardif » 13. November 2017, 07:35

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586 – Rettungsaktion für Chybrain – Kurt Mahr
Routinierter Roman von Mahr, ordentlich zu lesen. Allerdings ist es mir ein Rätsel, wie ein explodierender Roboter einen Parabolspiegel mit einem Durchmesser von mehreren tausend Kilometer vernichten kann. Hidden-X hat eine weitere Niederlage erlitten, so langsam geht es dem Bösewicht an den mentalen Kragen. Gegen Ende des Romans ging es mir dann alles viel zu schnell.

Re: Klassiker-Zyklus 4: die Abenteuer der SOL

Beitragvon NEX » 13. November 2017, 15:14

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Yman hat geschrieben:... Gregor Paulmann (*1970) kann ich gerne mal fragen, aber er ist nicht Günter Puschmann (*1963).

Asche auf mein Haupt ...

Re: Klassiker-Zyklus 4: die Abenteuer der SOL

Beitragvon Yman » 19. November 2017, 08:50

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Lumpazie hat geschrieben:Am Montag, den 20. Dezember 1982 erschien der Band 585 der Atlan-Serie:

Anschlag auf die Zukunft

von Peter Terrid



Der Roman gefällt mir nicht besonders. An Bord der SOL verbreitet sich eine Hautkrankheit. Zwei Buhrlos (Tristan und Hreila), die nicht gefunden werden wollen, haben sich irgendwo versteckt. Das hätte eine sehr spannende Handlung ergeben können, aber Peter Terrid hat einen sehr, sehr langweiligen Roman daraus gemacht. Seine Entscheidung, nicht mit den üblichen Handlungsträgern wie z.B. Atlan die Handlung zu bestreiten, sondern mit Hallam Blake eine Art Bordjournalist einzuführen, der die Ermittlungen aufnimmt, kann ich nur als Fehlentscheidung beurteilen, bzw. der Autor ist einfach unfähig, der Figur Charisma zu verleihen. Peter Terrid schafft es sogar, Atlan so darzustellen, als müde Figur, dass man sich fragt, warum der eine eigene Serie bekommen hat.

Dinge, die heute lächerlich wirken, wie z.B. der Vergleich der DNA als biologische Lochstreifenkarte, lasse ich ja noch durchgehen, aber dass sich Hallam Blake in Nockemanns Labor ein daumennagelgroßes Stück Haut entfernen lässt, war nicht mehr zu ertragen. Es geht hier um mind. 1 Quadratzentimeter Haut, nur um zu sehen, dass dieses Stück Haut anders aussieht als eine Probe von einem Buhrlo. Sonst nichts. 1 Quadratzentimeter Haut, wenn sich ein Autor nicht vorstellen kann, wie viel das ist, das ist ein Riesenloch, dann kann man eigentlich nur an der Zurechnungsfähigkeit des Autors zweifeln.

Sowieso, immer wieder Nockemann und Blödel, nichts dagegen, diese Figuren immer wieder auftreten zu lassen, aber bitte nicht so, als ob erstens Nockemann der einzige Wissenschaftler an Bord der SOL ist, und zweitens Blödel die einzige Positronik an Bord der SOL ist (SENECA hat seinen freien Tag, oder was?).

Die beiden Innenillustrationen zeigen zwar SF-Motive, eine außerirdische Mondlandschaft und einen toten Astronauten mit Skelettschädel unter dem Helm, aber beides hat mit dem Roman praktisch nichts zu tun. Ich bin gerade an der Stelle mit der zweiten Illustration und habe keine Lust mehr, den Roman zu Ende zu lesen, aber es muss wohl (irgendwie weiter gehen).

Re: Klassiker-Zyklus 4: die Abenteuer der SOL

Beitragvon Yman » 19. November 2017, 10:32

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Ich habe es geschafft, den Roman zu Ende zu lesen, aber ich befürchte, dass Terrid mit diesem Hallam Blake eine neue Nebenfigur etabliert hat, die in seinen nachfolgenden Romanen zum Einsatz kommt und mich einfach nur nervt.

Sehr unlogisch fand ich am Ende, dass die von Hidden-X auf die SOL zurückgeschickten, als Buhrlos maskierten Molaaten Oserfan, Sanny und Ajjar alle als Kopien von Tristan Bessborg herumlaufen, der überall an Bord der SOL gesucht wurde. Diese Maskierungen von Molaaten hatten wir ja schon im ganzen Unterzyklus mit Hapeldan immer wieder gesehen, nur konnte der die Masken immer wieder wechseln, und welchen Sinn macht es, drei Molaaten in ein und derselben Maskierung auf die SOL zu schicken?
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Am Montag, den 17. Januar 1983 erschien der Band 589 der Atlan-Serie:

Das Zeittal

von Peter Griese

Bild


Handlung:
Handlung

Bis zum 14. Dezember 3804 verschwinden die Dunkelplaneten der Zone-X. Als der Mentaldruck von HIDDEN-X verschwindet, kehren die Chailiden in ihre Heimat zurück. Die CHART DECCON wird weiter repariert. Am 15. Dezember um 1 Uhr 48 stoppen alle Uhren an Bord der SOL. SENECA vermutet, dass HIDDEN-X das Schiff in ein Zeittal verbannt hat.

Die HORNISSE irrt durch leeren Raum. Zur Besatzung gehören Bjo Breiskoll, Federspiel, Uster Brick, Cpt'Carch und Insider. Nachdem Kommandant Bolo Terebble durchdreht, übernimmt Bjo Breiskoll das Kommando über den Kreuzer. In der Nacht vom 14. zum 15. versucht Terebble, das Schiff zu sprengen, und wird getötet, als Insider und Cpt'Carch versuchen, ihn zu überwältigen.

Zu diesem Zeitpunkt entdeckt die HORNISSE das Utopia-System. Cpt'Carch gibt an, dass er vom innersten Planeten namens VIVARIUM eine Warnung über die Pläne Terebbles erhalten habe. Der Warner hat ihm auch mitgeteilt, dass HIDDEN-X im Begriff ist, sich zurückzuziehen.

Eine Space-Jet landet auf dem Planeten. Unsichtbare Wesen, die sich die Zeithüter nennen, geben an, Nachfolger zu suchen. Cpt'Carch und Insider werden mehreren ominösen Prüfungen unterzogen. Nachdem sie bestanden haben, erklären die Zeithüter die beiden Extras zu ihren Nachfolgern und sterben.

Im Flekto-Yn setzt sich Blödel mit Sanny, Wuschel und Argan U ab. Atlan wird von HIDDEN-X versetzt, um ihn von den Bakwern töten zu lassen. Selbst ist HIDDEN-X dazu nicht in der Lage, da Atlan von der Aura der Kosmokraten geschützt wird. Während die übrigen Solaner beeinflusst werden, bleibt Sternfeuer frei und deponiert Sprengsätze. Ebenso verfahren Blödel und Atlan.

Als Atlan von Bakwern eingeschlossen ist, erhalten diese durch ein Serum von Blödel ihre Intelligenz zurück. Wuschels Elter Syth hilft Atlan, zu Blödels Gruppe zu entkommen, wofür er von HIDDEN-X getötet wird. Sanny benutzt eine Maschine, mit der HIDDEN-X seine materiellen Spiegelungen erzeugt. Damit werden Transmitter zu den Solanern und eine 50 Meter durchmessende Notstation außerhalb des Flekto-Yns erzeugt, zu denen die Solaner entkommen.

HIDDEN-X zieht sich am 15. Dezember nach den Niederlagen zu den Zyanern zurück. Die Zeithüter sollen die SOL gefangenhalten. Das Flekto-Yn wird in ein »Universum ohne nennenswertes Leben« versetzt.

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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Re: Klassiker-Zyklus 4: die Abenteuer der SOL

Beitragvon Yman » 19. November 2017, 12:24

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Lumpazie hat geschrieben:Am Montag, den 27. Dezember 1982 erschien der Band 586 der Atlan-Serie:

Rettungsaktion für Chybrain

von Kurt Mahr


Der Roman von Kurt Mahr hat mir gut gefallen. Der Titel "Rettungsaktion für Chybrain" war eigentlich eine Rettungsaktion für Sanny, denn seltsamerweise wurde Sanny nicht von Hidden-X gegen die SOL eingesetzt. Chybrain versteckte sich in Sanny, kam nur ein Mal hervor, um ein Loch in eine Wand zu schmelzen und Sanny so freizusetzen, so dass sie im Flekto-Yn herumlaufen konnte. Das war nicht weiter aufregend, aber die Idee der Bakwer, kugelförmige pelzige Lebewesen, die organischen Müll, Chemikalien und Metalle fressen können und so als Putzkolonne fungierten, war nicht schlecht. Leider ist es nun um die Pelzwesen geschehen. Atlan, angesichts der Gefahr, die Hidden-X darstellt, ziemlich rücksichtslos, hat offenbar einen mit einer Arkonbombe versehenen Spezialroboter gegen den zentralen Hohlspiegel des Flekto-Yn eingesetzt und dabei möglicherweise einige Hunderttausend Bakwer geopfert, die im Erwachsenalter von Hidden-X zwar künstlich verdummt wurden, aber dennoch, es bleibt eine Katastrophe.

Mit Wöbbekings magischer Hilfe gelangte Atlan auf das Flekto-Yn und im richtigen Moment auch wieder zurück. Begleitet wurde er von Blödel. Kurt Mahr gelingt es, Blödel interessanter darzustellen, als ich es von HGF und Terrid gewohnt war. Roboter mit Persönlichkeit sind ein schwieriges Thema. Bei den meisten Autoren wird nur geblödelt. Hier hebt sich Kurt Mahr wohltuend ab.

Auf der Extra-Sinn-Seite erläutert Expokrat Griese, dass Hidden-X keine vollwertige Superintelligenz ist, was manches, aber nicht alles erklärt. Es wirkt leider auch ziemlich ratlos. Schade ist, dass die doppelseitige Illustration in der Heftmitte wieder einmal rein gar nichts mit dem Heftinhalt zu tun hat.

Re: Klassiker-Zyklus 4: die Abenteuer der SOL

Beitragvon Yman » 19. November 2017, 18:21

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Lumpazie hat geschrieben:Am Montag, den 03.Januar 1983 erschien der Band 587 der Atlan-Serie:

Krieger für Hidden-X

von Hans Kneifel


War Atlan 583 "Die fünfte Kolonne der Molaaten", Hans Kneifels vorheriger Beitrag zur Serie, nur guter Durchschnitt, so ist der nur vier Wochen später erschienene Roman "Krieger für Hidden-X" von Hans Kneifel wieder Spitzenklasse. Die SOL hat ein neues Spezialschiff fertiggestellt, den Hypervakuumverzerrer (Risszeichnung im nächsten Band), der gegen Hidden-X eingesetzt werden soll, aber es fehlen noch entsprechende Tests. Kommandantin ist die ehemalige Magnidin Ursula Grown, für die dies eine Bewährungsmöglichkeit darstellt. Ganz ohne die alte Garde geht es nicht.

Hidden-X bleibt nicht untätig und handstreichartig organisiert er sich ein neues Hilfsvolk, die katzenartigen Anterferranter, die mir außerordentlich gut gefallen haben. Hans Kneifel beschreibt alles sehr schön und erweckt dieses Volk auf wenigen Seiten zum Leben. Es ist alles sehr gut nachvollziehbar, wie es Hidden-X in sehr kurzer Zeit gelingt, die durchaus sympathischen Anterferranter als Hilfsvolk einzusetzen und zum Äußersten anzutreiben.

Sehr interessant fand ich, dass deren Heimatgalaxis Bars von einer anderen Galaxis im senkrechten Winkel durchstoßen wird und sich das Ganze zu einer Art Kreuz-Galaxis namens Bars-2-Bars (klingt schon super!) zu vereinigen scheint.

Ziel von Hidden-X ist es, die Solaner von der SOL zu entführen, dazu bedient er sich einer besonderen Teleportationsfähigkeit der Anterferranter, die 222 Auserwählte zu einem Parablock zusammenschließen. Prominentes Opfer ist Oggar, der bei der anschließenden, sehr spannend geschilderten Flucht als Anführer der Fliehenden sein Leben lässt. Über den Dunkelplaneten und dem Planeten der Anterferranter tobt eine gewaltige Raumschlacht. Dabei wird auch der HORT vernichtet, nur die SCHNECKE überlebt. Insider tritt Oggars Nachfolge an.

Das hier wieder einmal aufgeräumt wurde, im letzten Roman, Oserfan, jetzt Oggar und der HORT, ist offensichtlich, aber ich bin froh, wenn Sternfeuer wieder zurück in ihrem Körper ist, und über Oggar ist möglicherweise noch nicht das letzte Wort gesprochen.

Ziel der Attacke der Anterferranter ist ganz logisch der Hypervakuumverzerrer, und auch das war sehr spannend. Ohne Testrun wird er schließlich eingesetzt, und es kann vermutet werden, dass die Anterferranter und ihr Planet wieder in ihre Heimatgalaxis zurücktransportiert wurden, was zu schön um wahr zu sein ist, womit man als Leser aber leben kann.

Drei Solaner wurden ins Flekto-Yn teleportiert, Hidden-X verhindert einen Gegenangriff der SOL, d.h. einen erneuten Einsatz des Hypervakuumverzerrers, und holt wieder ein Mal zum Gegenschlag aus, was jetzt aber sehr spannend geworden ist.

Re: Klassiker-Zyklus 4: die Abenteuer der SOL

Beitragvon Yman » 22. November 2017, 15:40

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Lumpazie hat geschrieben:Am Montag, den 10. Januar 1983 erschien der Band 588 der Atlan-Serie:

Das schlafende Heer

von Falk-Ingo Klee


Der Roman war gut, aber am Ende brachte der Hypervakuumverzerrer (gute Risszeichnung im Heft) wieder einmal innerhalb kurzer Zeit die Entscheidung. Dieses Mal wurde er gegen die SOL selbst eingesetzt, mit dem Effekt, dass die angreifenden Roboter des schlafenden Heeres sich um einen Faktor 75 verlangsamten. Bei einer früheren Gelegenheit wurde ein ganzer Planet in seine Galaxie zurückversetzt. Und danach wurde ein Durchgang in die Dimension des Flekto-Yn geschaffen. Das Gerät scheint alles zu können, was gerade gebraucht wird. Vermutlich wird man nun nicht mehr erfahren, warum die Roboter telepathisch zu registrieren waren, woher sie kamen, usw.

Für Atlan sieht die Sache wieder einmal wie so oft aus: Mit einer Handvoll Getreuer und minimaler Ausrüstung ist er unterwegs zur Höhle des Löwen. Besonders fies war, wie Hidden-X die drei zuvor entführten Solaner gegen die beiden Kreuzer einsetzte und immerhin einen zerstörte. Sehr gut gefiel mir Bjo Breiskolls rasche Reaktion, die sein Schiff vor der Zerstörung bewahrte. Atlan war wieder einmal zu vertrauensselig. Er hätte die drei Solaner auf einer Space-Jet lassen sollen.

Der Kampf auf der SOL war anfangs spannend, später ließ das aber nach. SENECA, unzählige SOL-Roboter und die Besatzung der SOL im Kampf gegen unzählige gigantische Roboter, das war einfach eine Riesen-Materialschlacht ohne echte Höhepunkte.

Sehr schön aber war das Eindringen bzw. das Vordringen in der fremden Dimension beschrieben, unter anderem mit einem Probe-Linearflug, der die Schiffe kein bisschen näher ans Flekto-Yn brachte, bis Sanny irgendetwas berechnete. Ich finde es immer interessant, wenn plötzlich andere physikalische Gesetze gelten, andere Gesetze, aber eben noch Gesetze, die gelten.

Re: Klassiker-Zyklus 4: die Abenteuer der SOL

Beitragvon Yman » 25. November 2017, 17:10

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Lumpazie hat geschrieben:Am Montag, den 17. Januar 1983 erschien der Band 589 der Atlan-Serie:

Das Zeittal

von Peter Griese


Mit diesem Roman habe ich wieder aufgeholt.

Es gibt vier Erzählstationen, d.h. vier Kapitel mit jeweils einem verschiedenen Ich-Erzähler. Der erste ist Breckcrown Hayes. Aus der Innenperspektive erfährt man von den Zweifeln an der Mission, Atlans Mission. Die Verluste waren zu hoch. Es passiert eigentlich nichts, außer dass die SOL plötzlich in einem Zeittal gefangen ist.

Die zweite Station ist Bjo Breiskolls Erzählung, in die eine kurze Ich-Erzählung von Insider eingeschachtelt ist. Sehr gut gefiel mir, dass man mal aus Bjos Perspektive etwas erlebt, der ein ganz besonderer Telepath ist und den Eindringling im letzten Roman, die irgendwie aus Jenseitsmaterie bestehende Solanerin, als Gefahr erkannte, was Sternfeuer (auch Telepathin, aber keine Kosmospürerin) entgangen war. Das machte Sinn.

An Bord der HORNISSE sieht es ähnlich düster aus wie an Bord der SOL, nur dass hier der ehemalige Kommandant das Schiff sprengen will, genau in dem Moment, als in der aussichtslosen Leere plötzlich doch ein Sonnensystem entdeckt wird. Der leere Raum, das Hypervakuum, was auch immer, ist schon sehr deprimierend leer, aber es ist auch fast zwangsläufig so, dass irgendetwas kommen muss, denn ein leerer Raum ist für Leser einfach zu langweilig. :D

Der siebte Kleinplanet heißt Technokrat und ist eine perfekte in Schutzschirme gehüllte Kugel, die erst mal links liegen gelassen wird. Die Fahrt geht weiter zum ersten Kleinplaneten, wo die Space-Jet TORSTEN mit Bjo, Federspiel, Cpt Carch und Insider landet. Die letzten zwei werden von den Zeithütern zu einer seltsamen Reihe von Prüfungen verdonnert, die sie aber bestehen. Dieser Teil hat mir sehr gut gefallen.

Das Titelbild zeigt die Landung der Space-Jet, und man muss Bruck loben, dass er sich bemüht, Romaninhalte abzubilden, während die doppelseitige Illustration in der Heftmitte mit dem Inhalt das Heftes nicht das Geringste zu tun hat.

Im 3. Kapitel erleben wir wieder Atlan, der wieder einmal mehr Glück als Verstand hat. Er dringt mit seinem Team ins Flekto-Yn ein, und Hidden-X will ihn von den Bakwern vernichten lassen. Die Roboter hätten es sicher auch getan. Hidden-X Plan misslingt natürlich wieder. Dabei hat mich aber wieder einmal Blödel bzw. Griese mit dem Geblödel sehr genervt. Aber das Atlan-Kapitel war dennoch gut, wie das bei Atlan als Ich-Erzähler fast immer der Fall ist.

Das 4. Kapitel, nur wenige Seiten, beschreibt den Rückzug von Hidden-X aus dessen Perspektive. Er aktiviert die Zeithüter, deren Nachfolger jetzt aber Insider und Carch sind, um die SOL zu bannen, was also auch nicht gelingen wird, und entschwindet in dieses seltsame Sternenuniversum mit dem verlangsamten Zeitablauf, um dort zu regenerieren. Eigentlich bräuchte er ja einen Ort, an dem die Zeit schneller abläuft. Hidden-X kann einem so langsam fast leid tun. Ihm stehen eine unglaubliche Fülle von Möglichkeiten zur Verfügung, aber er macht einfach nichts richtig.
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Am Montag, den 24. Januar 1983 erschien der Band 590er Atlan-Serie:

Exkursion in die Vergangenheit

von Horst Hoffmann

Bild


Handlung:
Handlung

In der Zeit vom 9. bis zum 13. Dezember 3804 beschäftigt sich Breckcrown Hayes mit dem Logbuch der SOL und entdeckt versteckte Berichte, die seine Mutter Idilpraheitbha Daraw für ihn hinterlassen hat:

Anfang 3749 sind die Ahlnatin Idilpraheitbha Daraw und der 41jährige Ahlnate Chart Deccon ein Paar. Deccon wird jedoch auch von Idilpraheitbhas Schwester, der machthungrigen Magnidin Tineidbha Daraw, begehrt. Daher lässt sie ihre eigene Schwester in eine Falle locken. Bei dem Anschlag wird Idilpraheitbhas Gesicht zerstört. Eine Gruppe von Extras und Monstern rettet sie und nimmt sie auf. Der Extra Fliege kümmert sich besonders um Daraw und wird ein treuer Freund. Von ihm erfährt sie, dass sie von Chart Deccon schwanger ist.

Am 22. Juni 3749 wird Breckcrown Hayes geboren, benannt nach Flieges richtigem Namen, soweit er sich aussprechen lässt. Inzwischen haben die Extras herausgefunden, dass Tineidbha Daraw hinter dem Mordanschlag steckt. Auf der anderen Seite entdeckt Deccon Hinweise, dass Idilpraheitbha noch lebt. Als er Tineidbha davon erzählt, will diese ihr Werk vollenden. Sie schickt ein Überfallkommando zu dem Versteck, das auch alle Mitwisser des ersten Anschlags tötet. Dank Flieges Fähigkeiten kann Idilpraheitbha mit ihrem Kind und den Solanern Hallito und Laro entkommen. Ansonsten gelingen nur Fliege und zwei weiteren Personen die Flucht.

In den folgenden Monaten findet sich Chart Deccon mit dem vermeintlichen Tod Idilpraheitbhas ab und erwidert zum Schein Tineidbhas Liebe, um in der Hierarchie aufzusteigen. Tineidbha wiederum nutzt die Liebe des High Sideryt Amalmann II aus. Verzweifelt sucht Idilpraheitbha Deccon in Maske auf. Als sie nicht erkannt und als Monster weggejagt wird, lässt sie sich eine Maske anfertigen und nimmt am 16. März 3750 eine neue Identität als Eloisa Hayes an. Breckcrown Hayes lässt sie in der Obhut von Laro und Hallito zurück. Dann fordert sie Tineidbha in einem Hangar zum Duell und täuscht mit Hilfe von Wesen namens Kyos, die Illusionen erzeugen können, ihren Tod vor, indem die Kyos an ihrer Stelle ins All gerissen werden, was für diese Wesen die nächste Stufe ihrer Entwicklung bedeutet.

In den folgenden Monaten muss Eloisa Hayes bei ihren Besuchen feststellen, dass Breckcrown ungewöhnlich schnell altert. Am 11. Juli 3751 stirbt Amalmann II und Tineidbha Daraw wird neuer High Sideryt. Chart Deccon rückt als neuer Magnide nach. Daraw lässt Deccon immer wieder Bestrafungsaktionen gegen rebellische Solaner durchführen, um seine Menschlichkeit zu zerstören.

Im Jahr 3754 entkommen Hallito und Laro mit etwa zwei Dutzend Verfolgten mit einer Korvette zu einem Planeten, was zur ersten blutigen Strafaktion Daraws an Bord der SOL führt.

Am 15. Oktober 3788 wird Eloisa Hayes fast selbst Opfer einer Strafaktion und kommt dabei Chart Deccon sehr nahe, der die Aktion mit Aksel von Dhrau zusammen leitet. Eloisa fasst endlich den Entschluss, ihre Schwester zu töten. Zunächst lässt sie Breckcrown und Deccon je eine Fotomontage zukommen, die sie vor ihrem Unfall mit dem neugeborenen Breckcrown Hayes zeigt. Durch eine Botschaft an ihre Schwester treibt sie diese in Verfolgungswahn.

Am 4. Dezember 3788 macht sich Eloisa auf, ihre Schwester zu töten und ihre Berichte ins Logbuch zu schmuggeln.

An diesem Tag ist Tineidbha tatsächlich eines scheinbar natürlichen Todes gestorben. Chart Deccon hat sein Amt als High Sideryt angetreten. In ihrem Bericht rät Eloisa ihrem Sohn, nach Fliege zu suchen, wenn er sie finden will.


Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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Da ich morgen einen Tagesausflug nach Regensburg mache, kommt die Besprechung des nächsten Atlan-Romans ausnahmsweise schon heute:

Am Montag, den 31. Januar 1983 erschien der Band 591er Atlan-Serie:

Der letzte Zeithüter

von Peter Terrid

Bild


Handlung:

Auf dem Planeten Sinohr lebt das Volk der Dymohden in kleinen Dörfern. Wenn das Fell eines Dymohden anfängt zu ergrauen, ist es Brauch, dass er in die Stadt Uhranzhar wandert. Als sich der Dymohde Skohl zu alt fühlt, um den Weg zu bewältigen, begleiten ihn die jungen Dymohden Berle, Uryde und Groch.

Unterwegs müssen sie gegen die Urshaddin kämpfen, die in Uhranzhar hausen und die Alten auf dem Weg plündern. Die Stadt selbst erweist sich als düster und verfallen. Ein vollständig ergrauter Dymohde namens Lokh, der in der Stadt lebt, ist der Beweis, dass die alten Dymohden lange vor ihrer Zeit zum Sterben nach Uhranzhar gehen.

Die Halle der Erkenntnis erweist sich als Anlage, um die Lebensenergie der alten Dymohden abzuzapfen und ins All abzustrahlen. Die drei jungen Dymohden durchschauen den Betrug und zerstören die Anlage. Im Quell des Lebens wird eine Substanz in das Wasser des Planeten gemischt. Die Dymohden zerstören auch diese Anlage und entkommen aus der Stadt, die nun vollständig zerfällt.

Damit endet die Zeit der Großmächtigen auf Sinohr, die früher auch mit Sternenschiffen auf den Planeten gekommen sind und gelegentlich Dymohden ins All mitgenommen haben.

Auf dem Planeten Technokrat existieren noch ein Computer und Zeithüter-Null. Bei diesem handelt es sich um einen entkörperten Dymohden, der durch die Energie aus der Halle der Erkenntnis unsterblich ist. Durch den Verfall der Anlage zeigt er Alterserscheinungen.

Als Insider und Cpt'Carch nach Technokrat kommen, lässt er sie aus Langeweile passieren. Jedoch lässt der Computer sie in die Zentrale, als die beiden Extras sich als Zeithüter ausgeben. Zeithüter-Null muss sie sogar herumführen, obwohl er Zweifel an ihrem Status hegt. Insider und Cpt'Carch entdecken eine Steueranlage für das Zeittal, in dem die SOL und die CHART DECCON gefangen sind. Zeithüter-Null warnt, dass ein Abschalten des Zeittals zu einem Sturz der Schiffe in die Zukunft führen könnte. Auf Geheiß der beiden Extras holt er die Rettungskugel mit Atlan an Bord in die Nähe der HORNISSE.

Zeithüter-Null wird von Oggar angegriffen und verliert, da die Anlage auf Sinohr zerstört worden ist. Danach findet sich Oggar in Pers-Mohandot wieder, wo er von Chybrain neue Energien erhält.

Angesichts des Endes von Zeithüter-Null und der Zweifel an der Berechtigung der beiden Extras verweist der Computer sie von Technokrat. Insider und Cpt'Carch kehren zur HORNISSE zurück, während der Rechner sich zum letzten wahren Zeithüter ernennt.

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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Re: Klassiker-Zyklus 4: die Abenteuer der SOL

Beitragvon Yman » 3. Dezember 2017, 18:13

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Lumpazie hat geschrieben:Am Montag, den 24. Januar 1983 erschien der Band 590er Atlan-Serie:

Exkursion in die Vergangenheit

von Horst Hoffmann


Guter Roman von Horst Hoffmann. Die Logbücher erinnern immer wieder an die nun überwundene dunkle Zeit auf der SOL, in der die SOLAG herrschte. Die Zeit der Logbücher nähert sich aber laut einem LKS-Hinweis allmählich einem Ende.

Der Roman beginnt mit dem Versuch einer Magnidin, ihre Schwester zu ermorden. Eine kleine Schwäche des Romans ist, dass die Geschichte der beiden Schwestern etwas im Dunkel liegt. Eifersucht ist natürlich ein klares Motiv, aber es fehlt trotzdem noch einer genaueren Erklärung, wie es so weit kommen konnte. Es dauert dann sehr lange, bis Idilpraheitbha soweit ist, ihrerseits an ihrer machthungrigen, mörderischen Schwester Tineidbha, Chart Deccons Vorgängerin im Amt des High Sideryt, Rache zu üben, wobei dieser Moment im Roman dann ausgespart ist. Man erfährt auch hier nichts Genaues.

Zum ersten Mal seit längerer Zeit passten aber wenigstens die Illustrationen zum Roman. Ich nehme mal an, dass es sich bei den Porträts um Idilpraheitbha Daraw nach dem Unfall, und um Breckcrown Hayes handelt.
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Da ich morgen auf einer Weihnachtsfeier eingeladen bin, kommt die Besprechung des nächsten Atlan-Romans ausnahmsweise schon heute:

Am Montag, den 7. Februar 1983 erschien der Band 591er Atlan-Serie:

Der neue Seher

von Peter Griese

Bild


Handlung:

Oggar stellt eine allmähliche Wandlung an sich fest: Er ist nicht mehr auf die Anwesenheit anderer Bewusstseine angewiesen und entwickelt die Fähigkeiten eines Sehers. Sein Weg führt ihn zum Planeten Fjujal, wo die Fjujaler die Drugger bekriegen. Dabei wehren die Drugger die Angriffe mühelos mit robotischen Systemen ab.

Oggar übernimmt den fjujalischen Raumschiffskapitän Tastran und erfährt so von einem irrationalen Hass der Fjujaler gegen die Drugger. Mit einem gekaperten Schiff der Drugger fliegt er in das Gebiet der Drugger, das von einem Energieschirm geschützt wird.

Aus Angst vor Geisteswesen soll der Drugger Rems Oggar vernichten. Im Kampf übernimmt Oggar Rems und löscht dessen Bewusstsein aus. Als Rems lernt er die Zivilisation der Drugger besser kennen. Nach einigen Tagen wird er von Tastran durchschaut, dessen Hass gegen die Drugger vollkommen abgeklungen ist. Oggar nutzt seine neuen Fähigkeiten als Seher und sieht in der Zukunft ein interstellares Schiff der Drugger, das er gekapert hat. Außerdem wird der vielzitierte Gasvulkan verschlossen.

Dadurch findet Oggar heraus, dass der Hass der Fjujaler von Mikrolebewesen aus dem Vulkan herrührt. Er kapert das einzige hochmoderne Schiff, das die Drugger gebaut haben, und nennt es FASTRAP. Mit den Waffen der FASTRAP verschließt er den Vulkan. Danach setzt er Tastran ab und verspricht den Druggern in einer Botschaft, ihnen ihr Schiff später zurückzubringen.

Danach fliegt er einen namenlosen Planeten an, auf dem die primitiven Nachfahren von Pers-Oggaren leben. Mit den Pers-Oggaren hat er schon bei früherer Gelegenheit Kontakt aufgenommen. Neben dem Sprecher Enterer hat sich jedoch inzwischen eine starke Opposition unter Plaus gebildet. Diese bricht jedoch nach einer Demonstration von Oggars Fähigkeiten zusammen. Oggar bringt rund 100 Pers-Oggaren zur geheimen Basis nach Vasterstat.

Unterwegs fängt er einen Funkspruch auf, durch den er von den Zyanern erfährt. Diese sind von HIDDEN-X aus Bars-2-Bars geholt worden. Oggar täuscht vor, er sei auf Zwaach-Egerlin aktiv, worauf eine Flotte der Zyaner den Planeten zerstört. Oggar kann den Waffenmeister Gyar-Ya auf dem Flaggschiff GLORIA (Anm: eigentlich "Der leuchtende Schein des alleswissenden Admirals von Bars, der Ewigsiegende") übernehmen.

Das Schiff fliegt die Dimensionsspindel im Deignar-System an und wechselt in das Sternenmeer über. Dort fliegt es ein Gebiet an, in dem unzählige Planeten und das Flekto-Yn versteckt sind. Oggar wird im Flekto-Yn fast von HIDDEN-X vernichtet, kann jedoch mit einem Sprung in die Zukunft entkommen. Danach kehrt er mit der GLORIA in das normale Universum zurück.

Dort sucht er nach Atlan. Er entdeckt bei der Zone-X das Zeittal. Für ihn stellt es sich als zweigeteilte Sphäre dar, mit dem Utopia-System in der einen und der SOL in der anderen Hälfte. In der Mitte sitzt ein Energiewesen als Hüter. Die SOL hat bereits den 3. März 3805 erreicht. Oggar kann sein Wissen an einen Solaner übermitteln, bevor er nach Pers-Mohandot zurückkehrt.

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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Re: Klassiker-Zyklus 4: die Abenteuer der SOL

Beitragvon Yman » 17. Dezember 2017, 10:05

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Lumpazie hat geschrieben:Da ich morgen einen Tagesausflug nach Regensburg mache, kommt die Besprechung des nächsten Atlan-Romans ausnahmsweise schon heute:

Am Montag, den 31. Januar 1983 erschien der Band 591er Atlan-Serie:

Der letzte Zeithüter

von Peter Terrid


Ich hoffe, du hattest einen schönen Tagesausflug!

Der Roman hat mir eigentlich sehr gut gefallen, aber die vier Dymohden hatten es viel zu leicht, die zwei wichtigsten Gebäude der Stadt zu zerstören. Peter Terrid verwendet bzw. verschwendet am Anfang sehr viel Zeit, um das beschauliche Leben der Hobbits, äh, Dymodhen im Auenland darzustellen. Es ist Brauch, dass die "Alten" beim ersten Anzeichen des Ergrauens den Weg ins Jenseits antreten, wobei diese Reise ins Jenseits sehr konkret einige Tage Fußmarsch zu einer konkret gebauten Stadt bedeutet. Dieser Teil hat mir sehr gut gefallen, auch die Kämpfe unterwegs und das Eindringen in die Stadt und die Beschreibung der Gebäude.

Dann aber wurde es langweilig. Einer der Dymohden, Berle, vielleicht das Alter Ego von Peter Terrid, ist nun mal besonders schlau. Er hat zwar noch nie eine technische Schaltstation mit Kontrollen und Bildschirmen gesehen, aber er begreift alles sehr schnell und weiß sofort, was gespielt wird: In dem einen silbernen Gebäude wird den vermeintlich Alten in einem etwa ein Jahr dauernden Prozess, in dem sie sich auf einer gigantischen Scheibe in Tiefschlaf-Särgen liegend spiralförmig ins Zentrum bewegen, nach und nach sämtliche Lebenskraft entzogen, die zu den Zeithütern abgestrahlt wird, welche dadurch unsterblich werden. Dies wird dann unterbrochen, mit katastrophalen Folgen für die Zeithüter, wie wir es in einem vorangehenden Roman lesen konnten.

Im zweiten wichtigen, dem schwarzen Gebäude, werden Chemikalien ins Wasser gemischt, die sich auf dem gesamten Planeten verteilen und die Dymodhen irgendwie beeinflussen. Auch dies durchschaut Berle sofort und zerstört die Anlagen. Der Rest der Geschichte, wie die vier entkommen und in ein Dorf gelangen, in dem sie freundlich aufgenommen werden, hat mich nicht mehr besonders interessiert. Eine spannendere Handlung zuvor wäre mir wichtiger gewesen.

Es gibt aber noch eine Parallelhandlung, die mir sehr gut gefallen hat, in der Insider und Carch als neu ernannte Zeithüter zum Planeten Technokrat fliegen, wo der letzte Zeithüter, Zeithüter-Null, und der Zentralrechner als Rivalen über die Station herrschen. Beiden ist langweilig, und sie vertreiben sich gerne die Zeit mit solchen Spielen wie Eindringlinge herankommen lassen, ihre Kräfte zu messen, und sie dann zu vernichten. Insider und Carch als neu ernannte Zeithüter allerdings entgehen diesem Schicksal, da sie Zweifel wecken. Es wird für möglich gehalten, dass sie Zeithüter sein könnten, obwohl sie keinen fähigen Eindruck machen.

An diesem Teil der Geschichte hat mir das allgemeine philosophische Problem sehr gut gefallen, wer für eine Aufgabe am besten geeignet ist bzw. überhaupt dafür geeignet ist und wie man das herausfindet. Im Roman selbst ist das zwar nicht zufriedenstellend für den Posten des Zeithüters erörtert, denn man weiß gar nicht so richtig, was die Qualifikation dafür sein soll, man kann es erahnen oder sich selbst ausdenken, aber die Lösung am Ende, bei der der Zentralrechner sich nach der Auflösung von Zeithüter-Null mangels besserer Alternativen selbst zum Zeithüter ernennt, hat mir sehr gut gefallen. Er lässt Insider und Carch entkommen, weil er immer noch Zweifel hat, sie könnten die sein, für die sie sich ausgeben, aber er traut ihnen die Aufgabe nicht zu.

Ziemlich gut gefällt mir auch das klassische Titelbild von Bruck.
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Am Montag, den 14. Februar 1983 erschien der Band 593er Atlan-Serie:

Die Atlantreuen

von Hubert Haensel

Bild


Handlung:

Auf VIVARIUM werden Atlan, Hage Nockemann, Blödel, Sanny und Federspiel einige Tage in die Vergangenheit versetzt, als Blödel mit Anlagen auf dem Planeten experimentiert. Sie durchschauen Versuche der Zeithüter, sie gegeneinander aufzuhetzen, und entdecken die Bewohner VIVARIUMS, die Tyler. Nach einigen Tagen beobachten sie ihre eigene Landung und melden sich bei der HORNISSE, nachdem sie ihr eigenes Verschwinden beobachtet haben.

Das Festsitzen der SOL sorgt für allmählich zunehmende Unruhen an Bord. Auf der CHART DECCON kommt es durch menschliches Versagen zu Explosionen. Von den beiden eingesetzten Space-Jets attackiert eine die eigenen Einheiten, als die Pilotin Merca Ribbs durchdreht und mit Hilfe von Kampfrobotern überwältigt werden muss.

An Heiligabend 3804 macht ein Wirrkopf namens Jonathan Swift erstmals von sich reden, der bald einige Anhänger um sich schart.

Am 2. Januar 3805 wird aus einem Lagerraum Gift gestohlen, mit dem die Schiffsführung erpresst werden soll. Am 20. Januar wird der Hypervakuum-Verzerrer durch einen Anschlag einer »Opposition gegen den Hypervakuum-Verzerrer« beschädigt. Am 25. Januar werden Waffen aus einem Lager gestohlen. Die jungen Solaner Jylene Tapsin und Trunk B. Deuergal, die treu zu Atlans Idealen stehen, verdächtigen zu Recht Melbar Wedenscoe und helfen, ihn zu überwältigen. Nach dem Vorfall gründen die beiden die Gruppe der Atlantreuen, um den umstürzlerischen Tendenzen an Bord entgegenzuwirken.

Am 2. Februar wird zum ersten Mal Trinkwasser vergiftet. Ab dem 20. Februar kommt es zu Fällen von Desorientierung, die dem Zeittal zugeschrieben werden. Am 1. März sind die Atlantreuen bereits in offene Auseinandersetzungen verwickelt worden.

Am 3. März 3805 erhält Deuergal bei einem Weltraumspaziergang Kontakt mit Oggar, der ihm Informationen über das Zeittal übermittelt, und wie es zu zerstören ist. Die Stabsspezialisten an Bord der SOL lassen ihn jedoch nicht zu Breckcrown Hayes durch. Tapsin hilft Deuergal, an eine Schwebeplattform zu kommen, mit der er zur CHART DECCON übersetzt. Ursula Grown zeigt sich seinen Eingebungen gegenüber aufgeschlossen und informiert Hayes.

Am 10. März attackiert die CHART DECCON die Grenzschicht. Die SCHNECKE wird geopfert, um das Energiegebilde in der Trennschicht zu vernichten. SOL und CHART DECCON greifen Technokrat an. Bei dem Kampf muss die CHART DECCON aufgegeben werden, sie wird vollständig zerstört. Jedoch kann die SOL Technokrat vernichten. Das Zeittal bricht zusammen, was die SOL und die HORNISSE zum 1. September 3807 schleudert. Die SOL nimmt die HORNISSE an Bord und nimmt Kurs auf Pers-Mohandot.

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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Re: Klassiker-Zyklus 4: die Abenteuer der SOL

Beitragvon Yman » 17. Dezember 2017, 12:54

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Lumpazie hat geschrieben:Da ich morgen auf einer Weihnachtsfeier eingeladen bin, kommt die Besprechung des nächsten Atlan-Romans ausnahmsweise schon heute:

Am Montag, den 7. Februar 1983 erschien der Band 591er Atlan-Serie:

Der neue Seher

von Peter Griese


Ich hoffe, du hattest eine schöne Weihnachtsfeier.

Der Roman hat mir anfangs ganz gut gefallen, aber dann wurde es langweilig. Oggar driftet als körperloses Bewusstsein, mit Chybrains Energie aufgeladen, durch den Raum, bis er mit einer winzigen zylindrischen Raumstation (20 Meter Länge, 2 Meter Radius) im Orbit eines Planeten zusammenstößt. An Bord sind vier Fjujaler, darunter der Kommandant, der als angeblicher Verräter von den anderen bedroht wird. Die Fjujaler kämpfen voller Hass gegen die überlegenen Drugger, die auf ihren Stationen und Schiffen, mit denen sie den Fjujalern Raumschlachten liefern, aber nur Roboter einsetzen, was die Fjujaler nicht wissen. Dieser Teil hat mir gut gefallen, auch die anschließende Landung auf dem Gebiet der Drugger, der Kampf Oggars gegen Rems, und die Erbeutung des Space-Jet-ähnlichen Fernraumschiffs der Drugger.

Danach wurde es aber langweilig. Oggar kehrt zu einer Kolonie von Pers-Oggaren zurück und fängt zufällig Funksprüche auf, aus denen hervorgeht, dass die Zyaner (Innenillustration), ein Hilfsvolk von Hidden-X, Jagd auf Pers-Oggaren und deren Hinterlassenschaften machen. Darüberhinaus entdeckt Oggar die Dimensionsspindel (sehr gute Risszeichnung im Heft), mit der man vom Normaluniversum ins Sternenuniversum (75-fach verlangsamter Zeitablauf) wechseln kann, sofern die Abmessungen des Raumschiffs 600 Meter nicht übersteigen. Die SOL kann die Dimensionsspindel also nicht nutzen. Man erhält zwar viele Informationen, aber es war trotzdem langweilig zu lesen, wie ein körperloses Bewusstsein dies alles einfach so herausfindet.

Spannend wurde es nur noch mal kurz vor Schluss, als Oggar von Hidden-X direkt angegriffen wurde. Hidden-X versucht keine Spielchen mehr zu spielen, sondern auf direktem Weg Oggar zu vernichten, was ihm aber nicht gelingt, da Oggar inzwischen neue Fähigkeiten erlangt hat und wie der Titel des Romans schon sagt, zu einem Seher geworden ist, der beinahe wie ein Ernst Ellert durch Raum und Zeit reisen kann.

Das abermals sehr klassische Titelbild von Bruck zeigt Oggar vor seinem erbeuteten Fernraumschiff namens FASTRAP in der Gestalt des von ihm übernommenen Drugger-Körpers (mit Antigrav-Organ), in der er von den Pers-Oggaren nicht erkannt wird.

Re: Klassiker-Zyklus 4: die Abenteuer der SOL

Beitragvon Yman » 17. Dezember 2017, 19:30

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Lumpazie hat geschrieben:Am Montag, den 14. Februar 1983 erschien der Band 593er Atlan-Serie:

Die Atlantreuen

von Hubert Haensel


Der Roman war nicht langweilig, aber etwas chaotisch. Durch einen Wechsel in die Vergangenheit erlebt Atlans Team auf VIVARIUM einige Verrücktheiten, wieder ist Blödel mit am Werk, während auf der im Zeittal gefangenen SOL das Chaos ausbricht. Wieder einmal kocht es auf der SOL, Gewalt bricht aus, es kommt zu Mord- und Selbstmordversuchen, aber eine Schar von Atlantreuen, daher der Titel, versucht das Schlimmste zu verhindern. In all diesem Chaos wird auch versucht, die SOL zu befreien.

Das Zeittal ist eine Halbkugelhälfte eines geteilten Raums, in der Grenzschicht existiert ein energetisches Gebilde, und auf der gegenüberliegenden Seite, in der anderen Halbkugelhälfte befinden sich die Planeten VIVARIUM und Technokrat. Die SCHNECKE wird im Einsatz gegen die Zeithüter bzw. das energetische Gebilde geopfert, der Hypervakuumverzerrer, d.h. die CHART DECCON wird ebenfalls zerstört, und auch der Planet Technokrat vergeht im Feuer der SOL.

Hier wird wirklich reiner Tisch gemacht, es gibt aber auch gleich wieder einen Zeitsprung um mehrere Jahre. Atlan kam 3791 auf die SOL, nun schreibt man den 1. September 3807. Wie viel Zeit real an Bord vergangen ist und wie viel übersprungen wurde, ist kaum noch nachzuvollziehen.

Ich fand es sehr seltsam, dass die Zeit einerseits stillsteht, symbolisiert durch Digitaluhren, die nicht mehr richtig vorwärtsgehen oder sogar rückwärts laufen, während Sanduhren aber noch ein Verstreichen der Zeit anzeigen und die Solaner an Bord nach wie vor weiterleben, essen, schlafen, usw. Die SOL ist also nicht in der Zeit eingefroren. Ich glaube, es ist ganz gut, dass der Unterzyklus mit den Zeithütern nicht weiter ausgedehnt wurde.

Atlan ist auch wieder an Bord der SOL, und es geht irgendwie weiter mit der von Oggar entdeckten Dimensionsspindel. Nach der Vernichtung des Hypervakuumverzerrers braucht man nun wohl auch diese Alternative, um irgendwie an Hidden-X zu gelangen, der sich ja zu seinem eigenen Schutz ins Sternenuniversum zurückgezogen hat.

Das Titelbild gefällt mir im Vergleich zu den letzten beiden nicht so besonders, und die Innenillustration, die zwei Drugger zeigt, kommt evtl. einen Roman zu spät. Es sei denn, die Drugger haben noch mal einen Auftritt.
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Am Montag, den 21. Februar 1983 erschien der Band 594er Atlan-Serie:

Das Tor zum anderen Universum

von Falk-Ingo Klee

Bild


Handlung:

Während die SOL nach Pers-Mohandot fliegt, macht ein Mann namens Skrempeleck von sich reden, der den Solanern den baldigen Sieg über HIDDEN-X predigt. Besonders die Atlantreuen zeigen sich beeindruckt und erzählen jedem unaufgefordert ihre Botschaft.

Am 15. September 3807 trifft sich die SOL in dem Dreifach-System Trio mit Oggar. Das Treffen muss abgebrochen werden, als vier 120-Meter-Schiffe der Zyaner Vasterstat anfliegen. Der Kreuzer ANDORRA, der von Han Setrak kommandiert wird, die NIXE, die YEOMAN und die ZEUS vertreiben drei der Schiffe und schießen eines ab. Überlebende retten sich mit Beibooten auf einen Nachbarplaneten Vasterstats. Oggar kümmert sich um seine Pers-Oggaren, die dank des Eingreifens der Solaner knapp dem Beschuss der Zyaner entgangen sind.

Auf der SOL stellt Atlan fest, dass Skrempeleck über die Zyaner informiert ist, obwohl die Informationen noch nicht öffentlich sind. Nachdem die SOL die Zyaner vertrieben hat, will das Atlan-Team sich um die Überlebenden kümmern. Sternfeuer stellt telepathisch fest, dass sich ein Sohn des Vize-Admirals Zaut-Zy namens Bruce-Zy unter den Zyanern befindet. Dieser kann an Bord genommen werden und zeigt sich durchaus verständigungsbereit. Die Solaner erfahren, dass alle Erinnerungen der Zyaner, die älter als zwei Jahre sind, gelöscht sind.

Die SOL wehrt weitere Zyaner-Schiffe ab, die bei ihrem Rückzug die Solaner ins Deignar-System locken. Beim Vorstoß zur Dimensionsspindel wird die SOL von starken Forts auf den Planeten beschossen, kann sich jedoch zurückziehen. Oggar kommt auf die SOL und gibt seine Erkenntnisse über die Spindel weiter. Danach verabschiedet er sich auf Dauer, da er sich fortan nur noch um sein Volk kümmern will.

Am 18. September ist die Schiffsführung ratlos, wie sie zumindest Kreuzer durch die Dimensionsspindel zum Sternenmeer durchschleusen soll. Skrempeleck sucht Atlan auf und bittet den Arkoniden, ihn zu Zaut-Zy zu lassen, um das Dilemma zu beheben.

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:snowman: Liebe Atlanauten - ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch wünsche ich Euch. Danke an alle, die sich an der Reise der SOL mit beteilligen :feuerwerk:
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Re: Klassiker-Zyklus 4: die Abenteuer der SOL

Beitragvon Yman » 24. Dezember 2017, 12:16

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Ich wünsche auch allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr 2018!

Vielen Dank, Lumpazie, fürs Einstellen der Bilder und Texte!

Kurz nach den Weihnachtstagen melde ich mich hier auch wieder mit der Besprechung des aktuellen Atlan-Romans von Falk-Ingo Klee.

Re: Klassiker-Zyklus 4: die Abenteuer der SOL

Beitragvon Cardif » 25. Dezember 2017, 13:09

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Von mir ebenfalls ein Gruss an alle Beteiligten. Danke. :st:

Ich hänge momentan ein wenig, das wird sich aber bald wieder ändern.

Re: Klassiker-Zyklus 4: die Abenteuer der SOL

Beitragvon Yman » 26. Dezember 2017, 20:21

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Lumpazie hat geschrieben:Am Montag, den 21. Februar 1983 erschien der Band 594er Atlan-Serie:

Das Tor zum anderen Universum

von Falk-Ingo Klee


Das Titelbild gefällt mir sehr gut, aber mit dem Roman war ich nicht ganz so zufrieden. Inhaltlich hat der Roman einige Ergebnisse vorzuweisen: Oggar übermittelt der SOL sein Wissen über die Zyaner und die Dimensionsspindel. Man weiß sogar, wo sie ist und dass man über sie zu Hidden-X gelangt, kommt aber an den zwei Festungsplaneten nicht vorbei. Das fand ich sehr merkwürdig. Die Raumschiffe der Zyaner sind den Beibooten der SOL nicht gewachsen, wie man an den Kämpfen in Oggars System feststellen konnte, aber ihre beiden Planeten sind unüberwindbare Hindernisse für die SOL?

Wie steht es denn mit den Reichweiten von Waffen? Planeten sind keine Raumschiffe, sie bewegen sich mit vielleicht 30 km/s auf einem sehr vorherberechen Kurs, und man kann ihnen sehr leicht entkommen. Das ist schon mal ein Punkt, der mir nicht so gefallen hat, da der Autor hier bei allem sehr vage bleibt.

Oggars Geschichte scheint zu einem Abschluss zu kommen, aber auch hier bleibt vieles im Ungewissen. Oggar und seine Leute bauen ihre Zivilisation wieder auf, aber Hidden-X hat den Zyanern den Befehl erteilt, die Pers-Oggaren zu vernichten, deren neue Heimatwelt ihre alte, Hidden-X nach wie vor bekannte alte Heimatwelt ist, die nun auch schon von den Zyanern angegriffen wurde. Welche Sicherheit haben Oggar und sein Volk? Dies wird nicht beantwortet.

Dazu kommt nun noch eine neue Figur ins Spiel, eine Art Prophet namens Skrempeleck, der ziemlich viel über Hidden-X und die Zyaner zu wissen scheint. Auch über Skrempeleck werden nur sehr vage Angaben gemacht. Immerhin hängt alles irgendwie zusammen, Oggars Sonnensystem, in dem ein Zyaner gefangen genommen wird, die Zyaner, die Dimensionsspindel, Hidden-X und dieser Skrempeleck. Aber der Roman endet an einer Stelle, bei der man keine klare Vorstellung hat, wie es weiter geht.

Womöglich wird wieder so ein bizzares Einsatzkommando gebildet: Atlan, Bjo Breiskoll, Sanny, Hage Nockemann und Blödel, dazu noch Skrempeleck und der gefangen genommene Zyaner Bruce-Zy. Leider hatte der Roman bereits wieder einen Anteil Nockemann-Blödel, der mir nicht besonders gut gefiel. Die Nockemann-Blödel-Karte wurde in den letzten Romanen einige Male zu oft ausgespielt.
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Am Montag, den 28. Februar 1983 erschien der Band 595er Atlan-Serie:

Zwischen Krieg und Frieden

von Hubert Haensel

Bild


Handlung:
Am 19. September 3807 wird Skrempeleck mit der Space-Jet ÜBERZEUGUNG mit Insider, Jylene Tapsin und Trunk B. Deuergal zu den Zyanern geschickt. Die Zyaner bringen die Space-Jet auf, nachdem Skrempeleck eine Flucht trotz Provokationen der Zyaner verhindert hat. Das Quartett wird per Transmitter auf eine der Stützpunkt-Welten des Deignar-Systems gebracht.

Die Zyaner benutzen den automatischen Notruf der ÜBERZEUGUNG, um die SOL in eine Falle zu locken. Dabei muss ein Kreuzer aufgegeben werden, das Generationenschiff kann den Angriff jedoch abwehren.

Skrempeleck macht bei seinem Gespräch mit dem Stützpunkt-Kommandanten Kyrm-Bra durch seine Taubheit einen Fehler. Das Quartett wird erst einmal eingesperrt. Daraufhin nutzt Insider die nächste Gelegenheit zur Flucht.

Erst danach wirkt Skrempelecks Überzeugungskraft voll auf die Zyaner. Nacheinander überzeugt er den Polizeichef Lort-Cham, den Vizekommandanten Shert-Gorm und Kyrm-Bra. Die Zyanerin Maut-Irik bleibt unbeeinflusst und warnt Zaut-Zy vor den Solanern. Der Vizeadmiral lässt die Solaner und die bekehrten Zyaner aussetzen, um sie von wilden Tieren töten zu lassen. Als Skrempeleck sogar die Tiere bekehrt, redet Zaut-Zy mit ihm und lässt sich überzeugen, dass die Zyaner von HIDDEN-X manipuliert werden.

Insider begegnet in der Wildnis den Klippern, intelligenten Vogelwesen, die sich seit der Ankunft der Zyaner vor zwei bis drei Jahren verstecken müssen.

Auf der SOL meldet sich ein Erpresser, der den Rücktritt der Schiffsführung bis zum nächsten Tag fordert. Blödel spürt ihn mit Hilfe von Sternfeuer auf. Es handelt sich um den Solaner Haile Newman, der von einem Hypnosender kontrolliert wird, den das Schlafende Heer von HIDDEN-X bei seinem Angriff zurückgelassen hat. Eine Vergiftung des Trinkwassers durch Newman vor seiner Sicherstellung trifft jedoch ausgerechnet den Zyaner Bruce-Zy.

Atlan fliegt mit dem geschwächten Bruce-Zy die Stützpunkt-Welten an, um den Friedensschluss perfekt zu machen. Bei der Landung greift Maut-Irik mit Getreuen an und trifft Skrempeleck tödlich, der sich für Atlan opfert. Insider und die Klipper überwältigen die aggressiven Zyaner. Danach kommt es zu Verhandlungen zwischen Zyanern, Klippern und Solanern. .

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.[/quote]
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