Klassiker - Die Altmutanten (PR 570 - 599)

Unvergessene Abenteuer, legendäre Zyklen - nachgelesen und neu diskutiert.
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Tennessee
Oxtorner
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Salut,

ich las den Altmutanten-Zyklus seinerzeit im Rahmen meiner großen "Aufholjagd" und kannte durch das alte zweibändige Lexikon schon die wichtigsten Inhalte des Zyklus'. Als großer Mutantenfan (Warum gibt es eigentlich keine Mini-Serie zu Mutantenabenteuern?) hatte ich mich schon auf die Altmutanten gefreut und den Beginn des Zyklus' nahm ich zum einen sehr begeistert auf, nämlich in der "Mutantenhandlungsebene Asporc", die ich durchaus spannend/rätselhaft fand.
Zum anderen fühlte ich mich aber zum ersten Mal in der/meiner Rhodan-Historie als ein für dumm verkaufter Leser! Die politische Ebene im SI, so richtig es m.E. war diese auch mal anzusprechen, war dermaßen hohl, nicht nachvollziehbar und elementar-trivial dargestellt (der böse Tehera, die netteren rhodanähnlichen Konkurrenten und vor allem Rhodans irrationale Weigerung des Wahlkampfes), dass ich wirklich dachte: Sag mal, für wie dumm halten die dich als Leser?!
Gerade diese Ebene hielt und halte ich für dermaßen missraten, dass ich denke, dass die damaligen Expokraten/Autoren/Redakteure so gar keine Ahnung hatten, wie sie eine solche politische Thematik in die Serie einbinden sollten und die m.E. auch dafür sorgt, dass der Altmutanten-Zyklus qualitativ eher am unteren Rand der Rhodan-Historie schwebt.

lg
Ten.
„Ein Wort“, sagte Humpty Dumpty, „bedeutet genau das, was ich es bedeuten lasse, nichts anderes.“
„Die Frage ist“, sagte Alice, „ob du Worten so viele Bedeutungen geben kannst“.
„Die Frage ist“, sagte Humpty Dumpty, „wer die Macht hat – das ist alles.“
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nanograinger
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Tennessee hat geschrieben:Salut,
....
Zum anderen fühlte ich mich aber zum ersten Mal in der/meiner Rhodan-Historie als ein für dumm verkaufter Leser! Die politische Ebene im SI, so richtig es m.E. war diese auch mal anzusprechen, war dermaßen hohl, nicht nachvollziehbar und elementar-trivial dargestellt (der böse Tehera, die netteren rhodanähnlichen Konkurrenten und vor allem Rhodans irrationale Weigerung des Wahlkampfes), dass ich wirklich dachte: Sag mal, für wie dumm halten die dich als Leser?!
Gerade diese Ebene hielt und halte ich für dermaßen missraten, dass ich denke, dass die damaligen Expokraten/Autoren/Redakteure so gar keine Ahnung hatten, wie sie eine solche politische Thematik in die Serie einbinden sollten und die m.E. auch dafür sorgt, dass der Altmutanten-Zyklus qualitativ eher am unteren Rand der Rhodan-Historie schwebt.

lg
Ten.

Dem ist von meiner Seite wenig hinzuzufügen. Wie du habe auch ich diesen Zyklus erst in den 80ern gelesen, aber selbst in der Zeit der Erstveröffentlichung 1972 ist das hier durchscheinende Politik-Verständnis ziemlich "veraltet", um es mal freundlich auszudrücken. Immerhin hatte man in Deutschland nun bereits einen echten Regierungswechsel hinbekommen, und die Welt war nicht untergegangen, im Gegenteil.
Dass Rhodan amtsmüde sein sollte, konnte ich nachvollziehen, aber dann hätte man es eben auch zum Wechsel kommen lassen sollen. Statt dessen muss Rhodan geradezu zur Kandidatur gezwungen werdern usw...
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Heiko Langhans
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Am 25. August 1972 erschien der 573. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

Hans Kneifel: Die Lady und der Barbar

Bild

Handlung
Im März 3444 kommen im Solsystem Gerüchte auf, dass Munisho Aerce einen Antrag von Bount Terhera zur Vorverlegung der Wahl zum Großadministrator des Solaren Imperiums unterstützen wolle. Als am 14. März in einem von Plophos kommenden Raumschiff eine Leiche gefunden wird, die Aufzeichnungen bei sich trägt, die von einer Erpressung des Obmanns sprechen, beschließt Galbraith Deighton, dieser möglichen Verschwörung nachzugehen.

Der Chef der Solaren Abwehr entsendet Orana Sestore und Sandal Tolk nach Plophos. Ihr Auftrag lautet, den Hintergründen der möglichen Erpressung nachzugehen und insbesondere eine Beteiligung Terheras daran zu ergründen. Sestore wird, da zwischenzeitlich in den Rang eines Majors berufen, als offizielle Abgesandte des Solaren Imperiums in das Eugaul-System geschickt, während Tolk als ihr Leibwächter auftritt. Nach der Landung des Leichten Kreuzers TOROSA auf dem Raumhafen von New Taylor beginnen beide mit ihren Nachforschungen. Sandal Tolk wird jedoch schon nach kurzer Zeit von dem Báalol-Priester Horcyrov Vuzton gefangen genommen und aus der Hauptstadt verschleppt. Er kann sich jedoch befreien und in New Taylor Kontakt zu Derek Aragon, einem Agenten der Solaren Abwehr, herstellen.

Im Laufe der folgenden Ermittlungen finden sie heraus, dass es der Anti ist, der Aerce erpresst. Er droht ihr, Rufmordkampagnen gegen ihre Gegner bei ihrer Wahl zum Obmann auf Plophos öffentlich zu machen, die zwar ohne ihr Wissen lanciert worden waren, aber ihren Sieg begünstigten und nun geeignet sind, ihre Glaubwürdigkeit zu beschädigen. Das Ziel Vuztons ist, über Aerce auf die terranische Politik einwirken zu können. Der Anti versucht, sich seiner Verhaftung zu entziehen, und wird auf der Flucht von Sandal Tolk getötet.

Sestore und Tolk kehren am 27. März mit der TOROSA ins Solsystem zurück, ohne eine direkte Beteiligung Bount Terheras an der Erpressung beweisen zu können, obwohl alle Indizien gegen ihn sprechen. Munisho Aerce gibt währenddessen bekannt, dass sie weiter am bisherigen Wahltermin festhalten will.

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Der Verdacht kommt auf, dass das Titelbild mit dem des folgenden Romans verwechselt worden ist.
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dandelion
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Heiko Langhans hat geschrieben:
Der Verdacht kommt auf, dass das Titelbild mit dem des folgenden Romans verwechselt worden ist.


Scheint so zu sein, denn auf Plophos gibt es wohl kaum Asporcos. Im Hintergrund ist anscheinend der Meteorit auf Asporc zu sehen, obwohl ich mir einen "schräggestellten Monolithen" eigentlich anders vorgestellt habe.
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Richard
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Ich denke auch, dass hier das TiBi verwechselt wurde.

Sandal Tolk als Haupthandlungstraeger war fuer mich schon ein Grund den Roman etwas skeptisch zu sehen; ich mochte die S.T. Romane im Schwarmzyklus nicht sonderlich (dieses standige "Rache fuer ... ging mir auf den Geist ..).
Der Band war im Vergleich dazu ok und ich fand es gut, dass man hier auch Orana wieder in die Handlung brachte.
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thinman
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dandelion hat geschrieben:
Heiko Langhans hat geschrieben:
Der Verdacht kommt auf, dass das Titelbild mit dem des folgenden Romans verwechselt worden ist.


Scheint so zu sein, denn auf Plophos gibt es wohl kaum Asporcos. Im Hintergrund ist anscheinend der Meteorit auf Asporc zu sehen, obwohl ich mir einen "schräggestellten Monolithen" eigentlich anders vorgestellt habe.


Ich weiß nicht ... das Schiff auf dem Tibi von 574 paßt jetzt auch nicht sonderlich gut zu den Antis oder Plophos. Vielleicht gehört es zu dem nicht geschrieben 574a B-) .
An den 573 hab ich absolut keine Erinnerung.

thinman
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Heiko Langhans
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a-Ausgaben gint es nur bei Jerry Cotton und Lassiter, Du Schelm B-)

In der Heftserie hat Sandal Tolk nur noch einen Auftritt; zwei Taschenbücher beenden dann seine Geschichte.
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thinman
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Heiko Langhans hat geschrieben:a-Ausgaben gint es nur bei Jerry Cotton und Lassiter, Du Schelm B-)


nicht geschriebene ?
Der Kneifel hat mich jetzt ein wenig an die ZBVs erinnert und an 1960er Thriller sowie an Barrie McKenzie. :???: Aber wie wäre damal ein Kontakt nach Australien zustandegekommen.
Hat jedenfalls Spaßgemacht den mal wieder zulesen.

thinman
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Heiko Langhans
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Am 1. Oktober 1972 erschien der 574. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

Clark Darlton: Das Himmelsmetall

Bild

Handlung
Auf ihrem Weg nach Asporc im Rattley-System stößt die TIMOR auf ein Raumschiff der Asporcos von 400 Metern Länge. Dieses Generationsschiff befindet sich auf dem Weg in ein angrenzendes System. Nachdem die Terraner Kontakt zu den Raumfahrern aufgenommen haben, erfahren sie, dass bei ihnen, wie bei ihren Artgenossen auf Asporc, auch eine Intelligenzsteigerung durch die Aktivitäten des Schwarms eingetreten ist.

Im weiteren Verlauf der Gespräche erfährt die Besatzung der TIMOR mehr über die Kammspangen der Asporcos. So ist das Metall, aus dem die Spangen bestehen, in seiner natürlichen Form grau und leicht formbar. Erst durch die Gehirnimpulse des jeweiligen Trägers wird es im Laufe von dreizehn Jahren hart und nimmt eine türkisgrüne Farbe an. Perry Rhodan gibt dem von den Asporcos »Himmelsmetall« genannten Material daraufhin den Namen Parabio-Emotionaler-Wandelstoff oder kurz PEW-Metall.

Die TIMOR erreicht das Rattley-System und landet auf Asporc. Dort wechseln einige Positroniker auf die OSSATA über, um die Datenspeicher der Bordpositronik auf verwertbare Informationen zu prüfen. Zur gleichen Zeit untersuchen Atlan, Roi Danton, Icho Tolot sowie die Mutanten Gucky, Ras Tschubai, Ribald Corello und Takvorian heimlich ein Bergwerk zum Abbau des PEW-Metalls. Dabei handelt es sich um einen Meteoriten von 70 Kilometern Durchmesser, der in einem 45 Grad-Winkel aus einem Gebirge herausragt. Durch die Anwesenheit der Mutanten wird das unbehandelte Metall in ihrer Umgebung sehr schnell in seine harte, türkisgrüne Form umgewandelt, so dass das Stollensystem für den Stoßtrupp zu einer Parafalle wird. Das gegen Strahlwaffen unempfindliche Material lässt weder eine Teleportation noch die Benutzung eines Transmitters zu.

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dandelion
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Im Vorroman durfte sich Sandal, der Supermann von Kneifels Gnaden, austoben. Nun ist Darltons Supermaus an der Reihe und Gucky ist mir doch um Einiges sympathischer. Liegt auch am Handlungsfaden, denn das Geschehen um die Asporcos heizt die Rätselmaschine an und ist sehr viel ergiebiger als dunkle politische Umtriebe. Wer steckt hinter den Attacken und was sind die Gründe? Noch tappen die Terraner im Dunkeln.

"Immer noch war das Universum voller Geheimnisse..." heißt es zu Beginn und das wird und soll auch so bleiben. Für mich einer der besseren Darltonromane, auch wenn Guckys körperliche Verwandlungen im Transmitter in mir doch ein leichtes Unbehagen ob der Wahrscheinlichkeit ausgelöst haben.
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Yman
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dandelion hat geschrieben:"Immer noch war das Universum voller Geheimnisse..." heißt es zu Beginn und das wird und soll auch so bleiben. Für mich einer der besseren Darltonromane, auch wenn Guckys körperliche Verwandlungen im Transmitter in mir doch ein leichtes Unbehagen ob der Wahrscheinlichkeit ausgelöst haben.


Das hat mir auch weniger gefallen. Sehr viel besser hat mir gefallen, wie unsere Helden, allen voran ein gewisser Mausbiber, sich selbst im Inneren des PEW-Meteoriten gefangen haben. Der Meteorit, 70 km hoch, der als eine Art Splitter in der Oberfläche des Planeten der Asporcos steckt, ist aber leider viel zu wenig beschrieben worden. Interessant ist nun, wie Atlan, Gucky, Tschubai, Takvorian, Tolot und Corello dem Meteoriten entkommen. Meine Vermutung war, dass nur Corello mit seinen überragenden Fähigkeiten eine Chance hat, dem PEW beizukommen. Insgesamt war es auch für mich einer der besseren Romane Clark Darltons. Den Anfang mit der Begegnung mit dem Asporco-Schiff fand ich aber eher langweilig.
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Heiko Langhans
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Am 8. September 1972 erschien der 575. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

H.G. Francis: Stadt im Lavameer

Bild

Handlung
Während Atlans Stoßtrupp sich noch in dem von PEW-Metall durchzogenen Meteoriten befindet, kommt es am 5. April 3444 zu einer neuen Welle der Beeinflussung auf Asporc durch die »Stimmen der Qual«, von der sowohl die TIMOR als auch die Asporcos selbst betroffen sind. Als der Schwere Kreuzer mit Atomwaffen attackiert wird, gelingt es Mentro Kosum, den Kugelraumer aus dem unmittelbaren Einflussbereich der unbekannten Kraft zu bringen. Die TIMOR nimmt eine Warteposition im Rattley-System ein.

Auch der Stoßtrupp im PEW-Metall-Bergwerk ist von der beeinflussenden Kraft betroffen. Mehrere plötzlich auftretende Energiefelder von rötlicher Farbe sorgen für eine Versetzung in ein gläsernes Labyrinth. Als sie diesem folgen, erreichen sie nach einiger Zeit die Ruinen einer unterirdischen Stadt. Magmaströme, die einen hemmende Einfluss auf die »Stimmen der Qual« zu haben scheinen, umgeben die Überreste, so dass dieses Gebiet frei von der Wirkung der Stimmen ist.

Zwischen den Ruinen stößt die Gruppe auf einen asporcischen Priester namens Alombo Troyd-Samare, der seit einem Sturz unempfänglich für die »Stimmen der Qual« ist und glaubt, im Reich der Toten zu sein. Um endlich den Meteoriten verlassen zu können, dabei aber nicht Opfer der Stimmen zu werden, lässt Atlan sich und seine Begleiter etwas später durch die mitgeführten Roboter paralysieren und anschließend zur OSSATA tragen. Dort werden die Mitglieder des Stoßtrupps kurz darauf von der TIMOR aufgelesen, bevor der Kugelraumer endgültig Asporc mit dem Ziel Solsystem verlässt.

Als es während der Fluges wieder zu neuen Fällen von Beeinflussung kommt, wird entdeckt, dass einer der Roboter PEW-Metall auf die TIMOR gebracht hat. Die Maschine und das Metall werden aus dem Schweren Kreuzer entfernt und vernichtet.

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dandelion
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Schade, daß keine Zeit blieb, sich in der Stadt näher umzusehen. Irgendwelche Hinweise auf die Erbauer würden sich wohl auch in Ruinen finden.

Rätselhaft sind die Bücher der Sieben, in denen die Intelligenzsteigerung der Asporcos vorausgesagt wurde. Was dahintersteckt, bleibt vorerst unbeantwortet, wie es überhaupt wenig Antworten gibt. Rhodan sinniert deshalb passenderweisezum Schluß noch einmal über all die ungeklärten Vorkommnisse nach. Wie auch immer, Asporc bleibt ein gefährliches Pflaster.

Es gab ein Großaufgebot von "Stars" in diesem Roman. Auch a Hainu war dabei, von Francis gut in Szene gesetzt. Hat mir gefallen.
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thinman
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[quote="dandelion"]Schade, daß keine Zeit blieb, sich in der Stadt näher umzusehen. Irgendwelche Hinweise auf die Erbauer würden sich wohl auch in Ruinen finden.

Rätselhaft sind die Bücher der Sieben, in denen die Intelligenzsteigerung der Asporcos vorausgesagt wurde. Was dahintersteckt, bleibt vorerst unbeantwortet, wie es überhaupt wenig Antworten gibt. Rhodan sinniert deshalb passenderweisezum Schluß noch einmal über all die ungeklärten Vorkommnisse nach. Wie auch immer, Asporc bleibt ein gefährliches Pflaster.

Deswegen nimmt man die Beine in die Hand und tritt erstmal einen strategischen Rückzug an. Man war in einem perfektem Gefängnis eingeschlossen und war dann plötzlich danke Deus ex Machina wieder draußen und keiner weiß eigentlich wie. Ich vermute, daß da ein paar Manuskriptseiten irgendwie verloren gegangen sind, vielleicht ein Band sich sogar in Nichts aufgelöst hat.
Tatsache ist, daß in meinen Augen der Vorgänger der schönere der beiden Romane war.

thinman
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Heiko Langhans
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Nun handelt es sich ja um einen Francis-Roman -- und in den meisten davon spielen Logik, Handlungsführung und Motivation höchstens sekundäre Rollen.

Ist so. Leider.
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Nisel
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Also ich finds echt immer wieder faszinierend, wie Ihr es schafft, die Autoren so auseinander zu halten. Das hab ich noch nie geschafft, das geht völlig an mir vorbei.


Ich muss außerdem gestehen, ich habe die Altmutanten damals nur in den Silberbänden gelesen und die Hefte dann beim Neuanfang größtenteils quer oder überhaupt nicht gelesen. Dieser Kurzzyklus hat mich einfach schon beim ersten Lesen so abgestoßen, daß ich mir das kein zweites Mal antun konnte. Wenn ich Euch dann hier so lese, bestätigt sich meine Meinung erneut... aber es ist höchst interessant, hier mitzulesen :)
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Quinto
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Heiko Langhans hat geschrieben:Nun handelt es sich ja um einen Francis-Roman -- und in den meisten davon spielen Logik, Handlungsführung und Motivation höchstens sekundäre Rollen.

Sehe ich nicht so. Richtig ist aber, dass Francis anfangs eher ein schwacher Autor war, und hier sind wir noch am Anfang seiner Rhodan-Zeit. Später hat er nach meiner Ansicht sehr schöne Romane geschrieben. Eiin konstant gut lesbarer Autor, der gerade bei Nebenhandlungen glänzte.
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Clark Flipper
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Ich finde das Phantasie ein wichtiger Punkt in den Francis Romanen war.

Ein Grund warum ich persönlich diese immer gern gelesen habe. Da darf die Logik und anderes manchmal "ruckeln".

Ich interpretiere Heiko einfach mal ähnlich. :D
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thinman
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Nisel hat geschrieben:Also ich finds echt immer wieder faszinierend, wie Ihr es schafft, die Autoren so auseinander zu halten. Das hab ich noch nie geschafft, das geht völlig an mir vorbei.

Also das Himmelsmetal ist fast der archetypische Darlton. Ein Erstkontakt, der in ein fröhliches Feiern übergeht, bei dem dem Schwächeren noch kräftigst geholfen wird, ohne daß dieser den Eindruck gewinnt, er hätte um Hilfe gebeten, so kann er vor sich selbst das Gesicht wahren. Gucky als Garant der Fairness im Hintergrund (Als Umpire bei den Paladinmeisterschaften im modernen Hindernislauf, als Grichischer Chor zum Verhältnis Priester Arbeiter bei den Asporcos) und als tragische Witzfigur (sein Versuch mit dem Transmitter zu entkommen). Und das alles schön geschildert. Ich persönlich frage mich, ob dieser Band mitursächlich für den wunderbaren Nachruf im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung war.
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Heiko Langhans
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Es ist natürlich auch hilfreich, die Autorenangaben in den Heften ebenfalls zur Kenntnis zu nehmen. Dann erschließt sich schon die eine oder andere Zuordnung. B-)

:unschuldig: :rolleyes:
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Nisel
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Selbst dann schaff ich das nicht, da Zusammenhänge herzustellen über Inhalt und Qualität des Romans. Ich mein, ich hab ja nun schon einige gelesen, aber dennoch krieg ichs nicht hin, Autoren mit einer gewissen Erwartungshaltung zu verbinden. Für mich ist da einer wie der Andere.


Das ist kein Vorwurf oder so an Euch, bitte nicht falsch verstehen, ich find das halt einfach wirklich faszinierend, wie Ihr das hinkriegt.





So drüber nachgedacht... es könnte natürlich sein, daß mein grottenschlechtes Namensgedächtnis mit ursächlich dafür ist. Ich les den Namen des Autors jetzt und zwei Stunden später weiß ich schon nimmer wie der hieß.
Wären jeweils Bilder der Autoren mit drauf, könnts sein, daß sich das ändert. Gesichter kann ich im Lauf der Zeit dann doch mit Namen auch verbinden.
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dandelion
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Scheer und Darlton sind in den frühen Romanen relativ leicht als Autoren zu identifizieren, auch Kneifel oder Voltz. Sie hatten halt ihre ganz spezielle Art zu schreiben. Bei Francis oder Vlcek fällt mir die Zuordnung wesentlich schwerer.
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Richard
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Autoren der ersten und zweiten Generation konnte man nach meinem Gefühl schon gut auseinander halten.
Und klar - wie Heiko schon geschrieben hat - wenn man jeweils die Autorenangabe liest und dann den Band dazu faellt einem die Identifikation mit der Zeit natuerlich leichter.
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Heiko Langhans
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Am 15. September 1972 erschien der 576. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

William Voltz: Ein Mutant verschwindet

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Handlung
Als Perry Rhodan mit der TIMOR am 16. April 3444 auf Terra landet, berichtet ihm Orana Sestore von der aktuellen politischen Lage und den Verschwörungen rund um den Wahlkampf. Rhodan informiert daraufhin unverzüglich das Solare Parlament über die Geschehnisse bei den Asporcos, nicht wissend, dass Bount Terhera kurz zuvor verlauten ließ, dass Rhodan versuchen werde, durch eine vorgebliche extraterrestrische Bedrohung von den innenpolitischen Problemen abzulenken.

Unterdessen spürt Alaska Saedelaere, dass sich Ribald Corello seit dem Aufenthalt auf Asporc verändert hat und wieder eine Gefahr für die Menschheit darstellen könnte. Er wendet sich daher an Captain Chirkio Rakkells, der ihm bei der Überwachung des Mutanten helfen soll. Rakkells, genannt »Waschbär«, ist in seiner Jugend an einer Schule der Antis ausgebildet worden, wodurch er besondere Kenntnisse in Parapsychologie und Paraphysik sowie eine gewisse Psi-Immunität erworben hat. Während der Supermutant einen Selbstmordversuch im Reaktorraum der TIMOR unternimmt, trifft Saedelaere auf Kytoma, die ihn sofort über die Absichten Corellos informiert. Der Mutant kann gerettet werden, teleportiert jedoch wenig später aus seiner Kabine an Bord des Kugelraumers.

Einige Zeit später bricht Corello am 20. April in eine Nahrungsmittelfabrik in Addardin in Südostasien ein, um wiederum einen Reaktor zu erreichen. Rhodan, der unverzüglich informiert wird und sich mit den Mutanten Gucky, Fellmer Lloyd und Ras Tschubai zur Fabrik begibt, gelingt es jedoch nicht, den Supermutanten zu stellen, der abermals teleportiert. Er rematerialisiert in einem Maisfeld.

Währenddessen erfährt Saedelaere von Kytoma über deren Herkunft. Sie gehöre zu den Erbauern des Schwarms, die einen geistigen Zusammenschluss von 36 Völkern darstellten. Neben der Verbreitung von Intelligenz im Universum durch den Schwarm würden die Erbauer hoffen, weitere Völker in ihren Zusammenschluss aufnehmen zu können, bis eines Tages alles intelligente Leben im Kosmos zu einer einzigen Vereinigung geworden ist. Als den Cynos der Schwarm anvertraut worden sei, sei Kytoma selbst als Beobachterin zurückgeblieben und habe nun den Anschluss an ihr Volk verloren.

Nun beabsichtigt Kytoma, gemeinsam mit Saedelaere in eine verborgene Stadt ihres Volkes einzudringen. Da Rakkells in dem Moment, als sie sich und den Terraner per Absoluter Bewegung auf einen unbekannten Planeten versetzen will, in der Kabine Saedelaeres erscheint und Kytoma dem Captain durch seine Psi-Immunität nicht die Erinnerungen an ihre Anwesenheit nehmen kann, nimmt sie ihn ebenfalls mit. Die kleine Gruppe findet sich an den sprechenden Wassern des Sees Talsamon wieder, wo Kytoma die Sperre der STADT löst, die sich in einer anderen Wirklichkeitsebene befand.

Während Rakkells davor zurückbleibt, betreten Saedelaere und Kytoma die verlassene STADT der Schwarmerbauer. Diese besteht aus transparenten Körpern, die in einer harmonischen Anordnung drei Existenzebenen in sich vereinigen. Von ihren Erschaffern mit einer Art Seele versehen, schaffen sie eine einträchtige Gemeinschaft, da alle negativen Intentionen von ihnen offenbart werden. Hier findet Kytoma auch den Schlüssel zur Rückkehr zu ihrem Volk.

Nachdem sie die STADT verlassen haben, müssen sie feststellen, dass Rakkells verschwunden ist. Kytoma vermutet, dass der Terraner bei dem Versuch, selbst in die STADT einzudringen, auf eine andere Existenzebene versetzt worden ist, aus der es keine Rückkehr für ihn gibt. Sie versetzt Saedelaere nach Terra zurück, wo er in einem Maisfeld rematerialisiert.

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Clark Flipper
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