Klassiker - Die Altmutanten (PR 570 - 599)

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Faktor10
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Re: Klassiker - Die Altmutanten (PR 570 - 599)

Beitrag von Faktor10 » 18. September 2018, 20:37

Spätestens mit diesem Roman fing für mich der langweilige Teil des Altmutanten Zyklus an.
Unbelehrbarer Altleser.Allem Neuen aber aufgeschlossen. Leider mit ausgeprägter Rechtschreibschwäche.

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Re: Klassiker - Die Altmutanten (PR 570 - 599)

Beitrag von thinman » 18. September 2018, 20:38

Heiko Langhans hat geschrieben:Am 17. November 1972 erschien der 586. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

H.G. Francis: Der Riese aus dem All
So, nach längerer Pause kann man auch wieder seinen Senf hinzufügen. Wie wohl Sauriersteak (durchgebraten) mit Senf schmeckt ?
So langsam fallen die Puzzelteile um Asporc auf ihre Plätze, plötzlich beginnt auch Whispers Ende einen logischen, nicht nur dramaturgischen Sinn zu ergeben.

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Re: Klassiker - Die Altmutanten (PR 570 - 599)

Beitrag von nanograinger » 19. September 2018, 00:03

thinman hat geschrieben: ...
So langsam fallen die Puzzelteile um Asporc auf ihre Plätze, plötzlich beginnt auch Whispers Ende einen logischen, nicht nur dramaturgischen Sinn zu ergeben.

thinman
Tatsächlich? Würdest du das (die Logik von Whispers Ende) erläutern?

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Re: Klassiker - Die Altmutanten (PR 570 - 599)

Beitrag von Clark Flipper » 19. September 2018, 10:49

Mir auch, das habe ich nie verstanden.
Sein Einführung allerdings auch nicht... :rolleyes:
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Re: Klassiker - Die Altmutanten (PR 570 - 599)

Beitrag von thinman » 19. September 2018, 11:32

nanograinger hat geschrieben:
thinman hat geschrieben: ...
So langsam fallen die Puzzelteile um Asporc auf ihre Plätze, plötzlich beginnt auch Whispers Ende einen logischen, nicht nur dramaturgischen Sinn zu ergeben.

thinman
Tatsächlich? Würdest du das (die Logik von Whispers Ende) erläutern?
Aus der Kombination der Asporcos mit zuviel direktem Kontakt mit PEW Metall. War nur ein kleiner Hinweis am Rande, wir Leser erfahren es nie, aber irgendeinen Grund wird es gegeben haben, dass sich auch auf Asporc nie jemand zwei Spangen in die Kämme gehängt hat, um seine Besonderheit hervorzuheben. Für Whisper war das im Endergebnis tödlich, was aus dramaturgischen Gründen positiv war. (Nicht umsonst hat man ihn aus den SiBäs rausgeschrieben.) Es wurde nicht sonderlich weiter hervorgehoben, aber das Aufwecken des Asteroiden könnte vielleicht sogar durch das Einschließen der Mutanten in der Höhle, von der mir jetzt immer noch nicht klar ist, wie diese sich befreien konnten, ausgelöst worden sein.
Ich gebe zu, es ist nicht zwingend, Whispers Ende logisch daraus ableiten zu wollen, aber für mich ist es ein deutlicher Hinweiß, daß es nicht nur darum ging, ein "der Nervt schon lange, der muß jetzt endlich weg." umzusetzen. So einfach haben KHS und WiVo nicht gedacht.
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Re: Klassiker - Die Altmutanten (PR 570 - 599)

Beitrag von Andreas Möhn » 20. September 2018, 12:56

Heiko Langhans hat geschrieben:Zum einen war er aus der Not geboren: Nach der Übernahme des Moewig-Verlages in den Bauer-Konzern wurde die Redaktion übersensibel für negative Resonanz. Angeblich ging es einigen Lesern beim Schwarm-Zyklus nicht schnell genug. Dieser wurde so weit verkürzt, dass K.H. Scheers geplanter Abschluss, die Sieben Mächtigen als die eigentlichen Lenker des Schwarms zu etablieren, erst sieben Jahre später in ganz anderer Form von William Voltz wieder aufgegriffen wurde.
Darf ich mich dazu kurz einmischen? Scheers geplanter Abschluss hatte mit den Sieben Mächtigen nichts zu tun. Er hatte zwar "neun Mächtige" als eigentliche Lenker des Schwarms vorgesehen (also noch keine Rede von BARDIOC), aber diese tauchten im Zyklus am Ende als die Neun Imaginären auf, die offenbar in den verbliebenen 30 Bänden die Hauptgegner hätten werden sollen.
Festplattenbackup? Wozu? Für mich erledigt das die NSA.

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Re: Klassiker - Die Altmutanten (PR 570 - 599)

Beitrag von Haywood Floyd » 25. September 2018, 09:06

Ob nun 7 oder 9 - jedenfalls war das unmotivierte, konstruierte und abrupte Ende des großartigen Schwarmzyklus für mich damals der Moment, wo ich mich vom Fanboy zum Fan distanzierte - und im Laufe der Zeit dann schließlich vom Fan zum Leser zum Käufer zum Aussteiger...
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wearing smells from laboratories, facing a dying nation of moving paper fantasy.
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Re: Klassiker - Die Altmutanten (PR 570 - 599)

Beitrag von Andreas Möhn » 25. September 2018, 09:15

Großartig angefangen, aber dann lief es sich tot. Ich empfand insbesondere die Bände ab der Aufnahme des Solsystems in den Schwarm sehr ermüdend: Man trat auf der Stelle, es schien keiner zu wissen, wie es weitergehen sollte, und da war es auch aus meiner Sicht am Besten, einen radikalen Schnitt zu machen. Dem Vernehmen nach sollen die Autoren den Auftritt der Cappins als Retter sehr erschreckend gefunden haben: Zum ersten Mal war Perry Rhodan nicht fähig gewesen, eine Krise aus eigener Kraft zu bewältigen - das sollte nie wieder vorkommen!
Festplattenbackup? Wozu? Für mich erledigt das die NSA.

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Re: Klassiker - Die Altmutanten (PR 570 - 599)

Beitrag von Moonbiker » 25. September 2018, 09:48

Andreas Möhn hat geschrieben:Dem Vernehmen nach sollen die Autoren den Auftritt der Cappins als Retter sehr erschreckend gefunden haben: Zum ersten Mal war Perry Rhodan nicht fähig gewesen, eine Krise aus eigener Kraft zu bewältigen - das sollte nie wieder vorkommen!
Gabs doch schon mal.
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Re: Klassiker - Die Altmutanten (PR 570 - 599)

Beitrag von dandelion » 3. Oktober 2018, 21:04

Was ist ein interportabler Stützmassenhebelaufriß? Klingt imposant und wird im "Riesen aus dem All" auch erklärt. Hätte die Transitionstechnik zu neuen Höhen führen können. Weiß nicht, ob darauf später noch mal eingegangen wurde. Es könnte sich auch um einen einmaligen Geistesblitz von Francis gehandelt haben.

Gibt noch einen zweiten Zungenbrecher in diesem Roman, nämlich das "frequenzbedingte Machtbewußtsein auf verformungsmaterieller Paradoxintelligenz". Der Kollektivmutant hat diesen Begriff geprägt, kann aber anscheinend auch nicht erklären, was das bedeutet. Vielleicht klärt uns Hans Kneifel im nächsten Heft auf.

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Re: Klassiker - Die Altmutanten (PR 570 - 599)

Beitrag von gejotha » 3. Oktober 2018, 23:07

Das klingt wie Kreationen aus dem guten alten MAD-baukasten. :lol:
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Re: Klassiker - Die Altmutanten (PR 570 - 599)

Beitrag von Soulprayer » 15. Oktober 2018, 11:24

Ich lese gerade Band 576: "Ein Mutant verschwindet" von William Voltz - das Heft gefällt mir gerad besonders gut, mit der mysteriösen Kytoma und Alaska auf kosmischen Spuren. Sowas lese ich gern.
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Re: Klassiker - Die Altmutanten (PR 570 - 599)

Beitrag von Heiko Langhans » 31. Oktober 2018, 13:07

Am 24. November 1972 erschien der 587. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

Hans Kneifel: Die Flotte der Retter

Bild

Handlung
Die CMP-34 unter dem Kommando von Major Hoc Calvaniyz kommt am 17. Juni 3444 im Solsystem an, wo umgehend Reginald Bull und Julian Tifflor über die Zustände im Rattley-System informiert werden. Zur Rettung der notleidenden Bevölkerung Asporcs wird von den beiden Zellaktivatorträgern unverzüglich ein umfangreiches Hilfsprogramm mit einem Volumen von mehreren Billionen Solar initiiert: eine Hilfsflotte von insgesamt 3500 Raumschiffen, darunter fast 500 Lazarettschiffe, sollen sich spätestens bis zum 25. Juni in Richtung Asporc in Bewegung setzen. Nahrungsmittelproduzenten auf hunderten Planeten im Umkreis von 2000 Lichtjahren um das Solsystem werden zentral über Olymp von Roi Danton und Anson Argyris beauftragt, mehrere Millionen Tonnen von Konzentrat- und anderer Nahrung zu liefern.

Durch eine Indiskretion erfährt Bount Terhera frühzeitig von dem Hilfsprogramm und stellt daraufhin am 21. Juni 3444 einen Misstrauensantrag im Parlament gegen die amtierende Regierung und beantragt sofortige Neuwahlen. Reginald Bull verweist daraufhin auf das »Beistandsgesetz für durch Terra geschädigte intergalaktische Intelligenzen« vom 11. Mai 3021, nach dem das Solare Imperium zur Hilfeleistung verpflichtet sei, da die Notlage der Asporcos eine indirekte Folge der Anwesenheit der Altmutanten auf Asporc sei. Nun wird das Hilfsprogramm auch von anderen prominenten Fürsprechern unterstützt, so dass Terhera gezwungen ist, seinen Antrag zurückzuziehen.

Kurz darauf kommt es auf 44 Zulieferplaneten zu Anschlägen, bei denen für die Hilfsaktion vorgesehene Nahrungsmittel mit tödlichen Viren verseucht werden. Die Hintergründe können jedoch aufgeklärt und eine Geheimstation der Aras auf Olymp ausfindig gemacht werden. Die Aras haben für einen unbekannten Auftraggeber die Viren bereitgestellt, mit denen die Nahrungsmittel verseucht wurden.

Durch die Verzögerungen startet am 27. Juni 3444 erst gut ein Fünftel der Hilfsflotte nach Asporc.

---
Der obige Text wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.

Vor langer Zeit lass ich Arndt Ellmers Roman "Tränen vom Himmel", eine interessante "biologische Fantasy", wie Andreas Brandhorst sie in den 80er Jahren geschrieben hatte (z.B. "Mondsturmzeit" oder "Planet der wandernden Berge". Der Roman schildert u.a. den allmählichen ökologischen Zerfall eines Jahrhunderte zuvor von Terranern besiedelten Planeten (de facto also ein Schädigungsfall im o.g. Sinne) und spielt herleitbar im frühen 31. Jahrhundert. Dass Reginald Bull am Ende des Romans die notwendige Evakuierung leitet, war für mich ein weiteres Indiz für einen inhaltlichen Zusammenhang. "Tränen vom Himmel" spielte fortan für mich im Jahr 3020, und der Staatsmarschall hat in bekannter Kopf-durch-die-Wand-Manier das aus PR 587 bekannte Gesetz im Eilverfahren durch die Institutionen gebracht.

Dass Arndt Ellmer mir auf Anfrage glaubhaft versicherte, beim Verfassen der "Tränen" nicht an an PR 587 gedacht zu haben, meine zeitliche Einordnung aber durchaus guthieß, war die Bestätigung. Und so stand es dann in der Jahrmillionenchronik geschrieben ... B-)

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Re: Klassiker - Die Altmutanten (PR 570 - 599)

Beitrag von nanograinger » 31. Oktober 2018, 16:52

Heiko Langhans hat geschrieben:Am 24. November 1972 erschien der 587. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

Hans Kneifel: Die Flotte der Retter
Das war einer der Romane, die ich vor meinem eigentlichen Einstieg in die Serie gelesen habe. Das muss Ende der Siebziger gewesen sein, also ein Heft der 2. Auflage. Die Hefte kamen von meinem Schwager in spe und meinen älteren Bruder an mich, ich konnte mir das damals von meinem Taschengeld nicht leisten.

Damals fand ich den Roman sehr gut. Neben der Dramatik fand ich toll, dass den armen Asporcos so umfassend geholfen wird, was ja weder damals noch heute in unserer Welt so stattfindet. Aber insbesondere fand ich die politische Dimension und konkret die Szene im Parlament sehr gelungen. Ich war schon immer politisch interessiert, und diese Szene ist ein der wenigen in der ganzen Serie (zumindest der SI-Zeit), in der klar wird, dass die SI-Regierung nicht einfach agieren kann, sondern sich im Parlament vorher eine Mehrheit holen muss. Was Bully erreicht, weil er als ZA-Träger natürlich bei der Verabschiedung des »Beistandsgesetz für durch Terra geschädigte intergalaktische Intelligenzen« vom 11. Mai 3021 "dabei" war, im Gegensatz zu seinem Widersacher Terhera. Die Darstellung der Rehtorik durch Kneifel war wirklich gelungen (soweit ich mich erinnnere).
Heiko Langhans hat geschrieben: ...
Vor langer Zeit lass ich Arndt Ellmers Roman "Tränen vom Himmel", eine interessante "biologische Fantasy", wie Andreas Brandhorst sie in den 80er Jahren geschrieben hatte (z.B. "Mondsturmzeit" oder "Planet der wandernden Berge". Der Roman schildert u.a. den allmählichen ökologischen Zerfall eines Jahrhunderte zuvor von Terranern besiedelten Planeten (de facto also ein Schädigungsfall im o.g. Sinne) und spielt herleitbar im frühen 31. Jahrhundert. Dass Reginald Bull am Ende des Romans die notwendige Evakuierung leitet, war für mich ein weiteres Indiz für einen inhaltlichen Zusammenhang. "Tränen vom Himmel" spielte fortan für mich im Jahr 3020, und der Staatsmarschall hat in bekannter Kopf-durch-die-Wand-Manier das aus PR 587 bekannte Gesetz im Eilverfahren durch die Institutionen gebracht.

Dass Arndt Ellmer mir auf Anfrage glaubhaft versicherte, beim Verfassen der "Tränen" nicht an an PR 587 gedacht zu haben, meine zeitliche Einordnung aber durchaus guthieß, war die Bestätigung. Und so stand es dann in der Jahrmillionenchronik geschrieben ... B-)
Verstehe ich das richtig? Du meinst, dass Bully nach der in den "Tränen" erzählten Geschiche, die in etwa im Jahr 3020 spielte (aber 1994 von AE ohne Referenz zu PR 587 geschrieben wurde) das »Beistandsgesetz für durch Terra geschädigte intergalaktische Intelligenzen« durchs SI-Parlament brachte? Um sich dann im Jahr 3444 in PR 587 (im Jahr 1972 geschrieben) darauf zu berufen?

Du solltest wirklich Expokrat deiner eigenen Serie werden. Zeitreisen hast du jedenfalls drauf. B-)

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Re: Klassiker - Die Altmutanten (PR 570 - 599)

Beitrag von Heiko Langhans » 31. Oktober 2018, 17:47

B-)

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Re: Klassiker - Die Altmutanten (PR 570 - 599)

Beitrag von thinman » 31. Oktober 2018, 19:41

nanograinger hat geschrieben: Verstehe ich das richtig? Du meinst, dass Bully nach der in den "Tränen" erzählten Geschiche, die in etwa im Jahr 3020 spielte (aber 1994 von AE ohne Referenz zu PR 587 geschrieben wurde) das »Beistandsgesetz für durch Terra geschädigte intergalaktische Intelligenzen« durchs SI-Parlament brachte? Um sich dann im Jahr 3444 in PR 587 (im Jahr 1972 geschrieben) darauf zu berufen?

Du solltest wirklich Expokrat deiner eigenen Serie werden. Zeitreisen hast du jedenfalls drauf. B-)
So sollten Historiker eigentlich arbeiten - lesen, lesen und nochmals lesen, und das ganze dann ohne größere Notizen im Kopf haben, dass dann bei einem einzelnem Fakt die ganze Erinnerung losläuft, um dieses einzelne Fizelchen an Information an der richtigen Stelle in einem völlig anderem Zusammenhang richtig einpassen zu können. Respekt, und dann beschwert sich jemand im Haushalt, daß man sich nicht die Reihenfolge, in welcher die Töpfe ineinander gestapelt werden müssen merken kann.

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Re: Klassiker - Die Altmutanten (PR 570 - 599)

Beitrag von dandelion » 1. November 2018, 22:10

nanograinger hat geschrieben:Was Bully erreicht, weil er als ZA-Träger natürlich bei der Verabschiedung des »Beistandsgesetz für durch Terra geschädigte intergalaktische Intelligenzen« vom 11. Mai 3021 "dabei" war, im Gegensatz zu seinem Widersacher Terhera. Die Darstellung der Rehtorik durch Kneifel war wirklich gelungen (soweit ich mich erinnnere).
Ja, die Rede hat Hans Kneifel gut hinbekommen. Schon praktisch, wenn man so ein Gesetz aus der Schublade zaubern kann. Für den Überraschungseffekt war allerdings Voraussetzung, daß dieses Gesetz nie oder so gut wie nie zur Anwendung kam, sonst hätten ja doch ein paar Leute davon gewußt. Es scheint, als hätten sich die Terraner zwischen 3021 und 3444 gegenüber Außerirdischen mustergültig verhalten. Kein einziger Schadensfall, der Reparationsleistungen erforderlich gemacht hätte. Kann ich mir nur schwer vorstellen.

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Re: Klassiker - Die Altmutanten (PR 570 - 599)

Beitrag von Cybermancer » 2. November 2018, 00:25

Vor allem kann ich mir nicht vorstellen, dass Tehera keinen Zugang zu einer Biopositronik hat, die im alle einen Fall betreffenden Gesetze und Urteile präsentiert.

Mal wieder die Computertechnologie nicht mitgedacht.
It is no measure of health to be well adjusted to a profoundly sick society.
https://pgp.mit.edu/pks/lookup?op=get&s ... CC04F151DE
https://www.youtube.com/watch?v=WiMwVlpD-GU

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Re: Klassiker - Die Altmutanten (PR 570 - 599)

Beitrag von Richard » 2. November 2018, 02:08

Man könnte das wohl als einen typischen Fall für "plotdriven" Verhalten sehen.

Weiters trifft wohl auch zu, dass heuzutage (oder auch schon vor 20 Jahren) sehr viele Menschen mittels eines Computers Zugriff aufs Internet haben und wissen, dass man sich solche Infos dort suchen kann. Sprich in Bezug nahme auf die Entstehungszeit des Romans sehe ich das jetzt nicht als so grossen Fehler. Aber in einem aktuellen Roman wäre so ein Lapsus schon ein grösserer Fehler, da in unserer Gegenwart das Bewusstsein um relativ einfache Informationsbeschaffung deutlich mehr verbreitet ist.

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Re: Klassiker - Die Altmutanten (PR 570 - 599)

Beitrag von thinman » 2. November 2018, 09:48

dandelion hat geschrieben:
nanograinger hat geschrieben:Was Bully erreicht, weil er als ZA-Träger natürlich bei der Verabschiedung des »Beistandsgesetz für durch Terra geschädigte intergalaktische Intelligenzen« vom 11. Mai 3021 "dabei" war, im Gegensatz zu seinem Widersacher Terhera. Die Darstellung der Rehtorik durch Kneifel war wirklich gelungen (soweit ich mich erinnnere).
Ja, die Rede hat Hans Kneifel gut hinbekommen. Schon praktisch, wenn man so ein Gesetz aus der Schublade zaubern kann. Für den Überraschungseffekt war allerdings Voraussetzung, daß dieses Gesetz nie oder so gut wie nie zur Anwendung kam, sonst hätten ja doch ein paar Leute davon gewußt. Es scheint, als hätten sich die Terraner zwischen 3021 und 3444 gegenüber Außerirdischen mustergültig verhalten. Kein einziger Schadensfall, der Reparationsleistungen erforderlich gemacht hätte. Kann ich mir nur schwer vorstellen.
alles Zivilrechtlich lösbar, bzw es war Teil des Konfliktes mit der Antiterraniscchen Koalition und damit unter dem Normalen Haushalt des Außenministeriums zu verbuchen. Da war die Opposition nicht so bissig wie heute. Wenn man das ganze etwas realistischer schildert, dann kommt halt so was wie das Wahljahr 3444 raus.

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Re: Klassiker - Die Altmutanten (PR 570 - 599)

Beitrag von nanograinger » 3. November 2018, 22:39

thinman hat geschrieben:
dandelion hat geschrieben:
nanograinger hat geschrieben:Was Bully erreicht, weil er als ZA-Träger natürlich bei der Verabschiedung des »Beistandsgesetz für durch Terra geschädigte intergalaktische Intelligenzen« vom 11. Mai 3021 "dabei" war, im Gegensatz zu seinem Widersacher Terhera. ...
...Es scheint, als hätten sich die Terraner zwischen 3021 und 3444 gegenüber Außerirdischen mustergültig verhalten. Kein einziger Schadensfall, der Reparationsleistungen erforderlich gemacht hätte. Kann ich mir nur schwer vorstellen.
alles Zivilrechtlich lösbar, bzw es war Teil des Konfliktes mit der Antiterraniscchen Koalition und damit unter dem Normalen Haushalt des Außenministeriums zu verbuchen. Da war die Opposition nicht so bissig wie heute. Wenn man das ganze etwas realistischer schildert, dann kommt halt so was wie das Wahljahr 3444 raus.

thinman
Genauso sehe ich das auch. Tatsächlich wird im Roman auch geschildert, dass Bowarote von Bullys Erwähnung des Beistandsgesetzes nicht überrascht war. Lediglich Terhera, der sich bekanntlich um Gesetze wenig kümmert, wird überrascht, weil er es natürlich nicht für nötig gefunden hat, in diese Richtung zu denken/recherchieren. Auf solch eine Idee kommt der gar nicht, noch interessiert es ihn.

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Re: Klassiker - Die Altmutanten (PR 570 - 599)

Beitrag von Faktor10 » 12. November 2018, 19:34

Terhera tramt halt rum. :D
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Re: Klassiker - Die Altmutanten (PR 570 - 599)

Beitrag von Rudisorglos » 23. November 2018, 05:56

Heiko Langhans hat geschrieben:Savrin kann allerdings die Solare Abwehr alarmieren, und die von den Altmutanten beseelten Wesen werden von Corello per Teleportation abgeholt. Looman tötet Savrin, damit die Abwehr die Spur der Synthos nicht weiter verfolgen kann.
Entschuldigung, wenn ich mich hier einen älteren Beitrag zitiere, aber da ist was nicht ganz richtig. Ich habe Heft 581 gestern zu Ende gelesen, und die Szene liest sich tatsächlich so, als ob Savrin getötet werden würde. Im nächsten Abschnitt wird er allerdings wieder zu Bewsstsein gebracht und erzählt der Abwehr alles, was passiert ist. Looman muss also einen Schocker oder Lähmstrahler benutzt haben.
"Auch der beste Koch ist nur so gut wie seine Zutaten."
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Re: Klassiker - Die Altmutanten (PR 570 - 599)

Beitrag von dandelion » 23. November 2018, 21:46

Ja, Savrin war nur bewußtlos. So steht es in Heft 581 geschrieben. Nachdem der Roman nicht in die Silberbände aufgenommen wurde, kann es auch keine nachträgliche Umschreibung der Szene gegeben haben. Scheint sich um einen Flüchtigkeitsfehler in der PP-Zusammenfassung zu handeln.

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Re: Klassiker - Die Altmutanten (PR 570 - 599)

Beitrag von Heiko Langhans » 25. November 2018, 15:30

Es folgt ein Doppelroman:

Am 1. Dezember 1972 erschien der 588. Roman der PERRY RHODAN-Serie:

H.G. Ewers: Die Überlebensspezialisten

Bild

Handlung
Auf Asporc hat der Astralkörper der Altmutanten mit dem Nachlassen der Strahlung des PEW-Metalls zu kämpfen, da auf dem Planeten von diesem Material lediglich die Kammspangen der Asporcos verblieben sind. Diese verlieren ihre Wirkung allerdings zusehens, so dass der PA-Körper nur noch mit großer Mühe seine Existenz im Normalraum beibehalten kann. Währenddessen landet die AGATHA, ein Frachtraumer und Vorhut der Hilfsflotte für die Asporcos, auf Asporc. Mit an Bord befinden sich Dalaimoc Rorvic und Tatcher a Hainu, der als so genannter Inspirator des Albinos nun ebenfalls Mitglied des Neuen Mutantenkorps ist.

Kurz nachdem der Tibeter und der Marsianer auf die MARCO POLO übergewechselt sind, verschwinden der Astralkörper und Rorvic aus dem terranischen Flaggschiff. Während die Suche aufgenommen wird, kommt es zu unzähligen Diebstählen von Kammspangen der Asporcos. Unter anderem an der Suche beteiligt sind die beiden USO-Spezialisten Powlor Ortokur und Neryman Tulocky mit ihrem Okrill Saladin. Diese beiden auch Tongh und Tungh genannten Männer sind Oxtorner und erst kürzlich mit der VELATHA im Rahmen des Hilfsprogramms auf Asporc eingetroffen.

Unterdessen kann a Hainu Rorvic aufspüren, der die Gestalt eines Drachen von blaugelber Farbe angenommen hat. Mit der Hilfe von Gucky, der das B'havacca Krah des Albinos dem Drachen telekinetisch in den Rachen befördert, kann der Marsianer erreichen, dass Rorvic sich wieder in einen Menschen verwandelt. Der Multimutant berichtet, dass die Altmutanten für die Diebstähle der Kammspangen verantwortlich seien. Sie hätten acht Asporcos übernommen, die jeweils mit zahlreichen Spangen ausgestattet seien, um eine ausreichende Konzentration an PEW-Metall zu erreichen, damit sich die Altmutanten im Normalraum halten könnten.

Inzwischen sind die acht übernommenen Asporcos in die MARCO POLO eingedrungen und haben das Ultraschlachtschiff in ihre Gewalt bringen können. Sie beabsichtigen, mit dem Kugelraumer den Riesenmeteoriten zu erreichen.

---
Der obige Text wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.


... und am 8. Dezember 1972 erschien der 589. Roman:

H.G. Ewers: Station der Gegenwelt

Bild

Handlung
Die von den Altmutanten übernommene MARCO POLO startet am 1. Juli 3444 von Asporc, um den Riesenmeteoriten anzufliegen. Gucky kann zusammen mit Ras Tschubai das terranische Flaggschiff während des Starts per Teleportation erreichen. Wenig später stößt der Kugelraumer im übergeordneten Kontinuum mit einer Sonne zusammen. In der Folge ent- und rematerialisiert das Ultraschlachtschiff zweimal, wodurch die Altmutanten in den übernommenen Asporcos das Bewusstsein verlieren. Die beiden Mutanten sperren die Körper in eine Antipsi-Kammer, und die MARCO POLO kehrt nach Asporc zurück.

Die Altmutanten können wenig später ihrem Gefängnis mit Guckys passiver Mithilfe entkommen. Sie dringen in das Lazarettschiff HENRI DUNANT ein, übernehmen es und fliegen zu dem Krater, den der Riesenmeteorit in der Planetenkruste Asporcs hinterlassen hat. Neben Gucky, Dalaimoc Rorvic und Tatcher a Hainu nehmen auch die beiden Oxtorner Powlor Ortokur und Neryman Tulocky an der Verfolgung der Altmutanten teil. Während die Gruppe den Krater absucht, der von ständigen Magmaausstößen und Orkanen erschüttert wird, dringen der Marsianer und der Tibeter in ein darunter gelegenes Höhlenlabyrinth ein und stoßen auf acht kleine Pyramiden, die in einem schwachen, farblosen Licht pulsieren. Auffällig an den Gebilden ist, dass sie keine Schatten werfen.

Kurz darauf finden sie eine Beobachtungsstation unbekannter Herkunft, die eine Versetzung Rorvics und a Hainus in ein Antimaterie-Universum verursacht. Als pseudomaterielle Projektionen treffen sie dort auf Ruuroa die Savii, eine humanoide Frau, und die Altmutanten, die sich ebenfalls dort aufhalten. Es stellt sich heraus, dass die Pyramiden lediglich Projektionen der Altmutanten darstellen. Ruuroa die Savii erklärt, sie habe die Altmutanten in dieses Universum geholt, um zu verhindern, dass sie in den Hyperraum geschleudert werden. Ihr gelingt es, sie wieder in das Standarduniversum zurückzubringen, nachdem Rorvic den Altmutanten zur Stabilisierung ein Quantum seiner Schwingungsaura übertragen hat.

Die Rückkehrer werden von Gucky, Ortokur und Tulocky gefunden und zur MARCO POLO gebracht. Die Altmutanten sind seit ihrer Rückkehr in eine Scheintodstarre gefallen, da sie sich nur auf diese Weise im Normalraum halten können. Perry Rhodan bestimmt daraufhin, sie zum Riesenmeteoriten zu fliegen.

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