Spoiler 2986: Sonnenmord, von Leo Lukas

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Alexandra
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Spoiler 2986: Sonnenmord, von Leo Lukas

Beitrag von Alexandra » 9. November 2018, 22:47

Die Sonnen der Milchstraße emittieren Quintronen, der Weltenbrand hat begonnen. Zeit, einen Ort außerhalb der bedrohten Zone zu suchen, wie zum Beispiel die Hundertsonnenwelt. Dort existiert die Zivilisation der Posbis, der positronisch-biologischen Roboter. Und tatsächlich ist in diesem Roman viel von kybernetischen Zivilisationen und den sensiblen Stellen ihrer Angehörigen die Rede. Allerdings hört sich nicht alles davon nach Posbis an.
Perry Rhodan und Anna Patoman haben viel zu tun, als sie die Sonnen der Posbis schützen wollen. Wobei der Interessenkonflikt der nur teilweise Biologischen sich zu einem Aufeinandertreffen der Zivilisationen gestaltet und zu einer Fallstudie eingebauten Gehorsams, der nicht durch Erkenntnis scheitert.

Und hier der Spoiler:
Spoiler:
Der Ich-Erzähler des Prologs kämpft mit dem Schöpferblock, der einer Feld-Wald-Wiesen-Schreibblockade täuschend ähnlich sieht. Er geht zur Cycollogischen Ambulanz, kommuniziert dort via Symbolfunk, berichtet von mathematischen Spielereien und cybersozialen Netzen, die ihm genauso wenig halfen wie die Betreuung durch Matten-Willys. Tröstend rekapituliert der Therapeut die Aufwertung der hypertoyktischen Verzahnung zur biologischen Vernetzung, jenem durch die Aktivierung des Chronofossils verursachten Evolutionssprung, der sie alle zum Empfinden echter Gefühle befähigte.
Die Aktivität des Ich-Erzählers, das Entwickeln von im Normalraum angesiedelten Abenteuerparks, hält der Therapeut für wenig sinnvoll. Um die grässliche Selbstblockade zu überwinden, geht es zu einer Notgemeinschaft von ähnlich Betroffenen in der dünn besiedelten Region K-Süd.
*
Währenddessen legt die GALBRAITH DEIGHTON VII einen Zwischenstopp ein, hoch über der Milchstraßenebene und noch 300.000 Lichtjahre von der Hundertsonnenwelt entfernt. Kommandantin Anna Patoman und Perry Rhodan bemerken einen kleinen Pulk von Raumschiffswracks, eins könnte eine terranische Space-Jet sein. Die Wracks sind semimateriell und ihnen hängt was an – eine hyperphysikalische Fahne oder deren Abwesenheit.
Da kommt ein Anruf des Raumvaters SOOZORD. Kommandant Tropar Lendellec berichtet von den bisherigen Untersuchungsergebnissen, nach denen die Wracks durch einen Slingshot-Effekt an diesen Ort geschossen wurden. Die Beatzungen sind tot, eventuell hängen Echos ihrer ÜBSEF-Konstanten, landläufig inkorrekt als Seelen bezeichnet, noch im Halbraum fest. Besser nachschauen!
*
An dieser Stelle lernen wir einen Gefeierten kennen, der sich inmitten des Jubels übel fühlt. Das Anpassen der Ersten Manschette hat er sich anders vorgestellt. 1Jung aus Batazeé 42, wie sein neuer Rangname lautet, ist enttäuscht. Die sensorische Verschmelzung hat nicht stattgefunden. Er fühlt – nichts. 1jung 42 schluchzt, fühlt sich schadhaft, bekommt vom greisen Aufzieher den Tipp, einfach zu warten. Diese Blockaden träten gerade bei Hochbegabten auf; mit allzu frühen Voraussagen zu warten, fordert er seit Jahrzehnten von den Fadenmeistern ihrer Batazeé, der 42. und somit dem bislang vorletzten planetaren Ableger ihres Volkes in Sevcooris. 1jung 42 müsse der Manschette Zugriff auf sein bisheriges Selbst gewähren, dann würde er nie mehr derselbe sein wie bisher. Erst nach langer Zeit geschieht etwas, dann aber heftig.
*
Rhodan hat auf die 2100 Meter durchmessende SOOZORD übergesetzt. Der Flug zum kleinen Raumschifffriedhof dauert nur Minuten. Sie finden ein Ende 1332 NGZ vom Stapel gelaufenes Beiboot der LEIF ERIKSSON, Atlan da Gonozals Flaggschiffs im Sternenozean von Jamondi. Am 26. Mai hatte er es »verbündeten Kräften« übergeben. Aber warum nur?
Zwei andere Schiffstypen sind nicht identifizierbar. Das vierte Wrack gehörte den Zikkurer-Drills, das sind dreiarmige Dreibeiner mit birnenförmigem Torso. Rhodan denkt über die vielen immer noch unbekannten Zivilisationen der Milchstraße nach, die der Weltenbrand hinwegraffen wird. Und: In keinem der Wracks gibt es Leichen.
Die hyperphysikalischen Phänomene um die Wracks generieren eine lokale Zeit-Anomalie. Sie haben acht Stunden verloren! Mit der vermuteten Invasion der Thoogondu scheint dies in keiner Verbindung zu stehen. Die GALBRAITH DEIGHTON VII fliegt weiter.
*
Sobald er spürt, was das Exoplantat ihm geben kann, verfällt 1jung den Rohren. Er empfängt die Segnungen der Hüllen, der kybernetischen Verstärkungen und Verschlankungen, er wird 2jung, 3jung, dann 4jung. Er lernt über die Geschichte des Frühen Wirren Fadens. Nach dem schmerzhaften Abschnüren können die Tochterindividuen, wurm- oder schlangenähnliche Wesen mit flexiblen Kopfzangen, nur mit kybernetischen Exoplantaten mehr als wenige Monate weiterleben. Der greise Aufzieher weist ihn auf die mit jeder Erweiterung verbundenen inneren Verengung hin. Für 16jung ist das fair, er tauscht Zukunft gegen Vergangenheit. Der greise Aufzieher, der zunehmend seniler wird, berichtet von den Gönnern.
Ein Bataverwalter verrät 16jung, dass er vor der Vereinigung seiner Exoplantate zu einer Rüstung nichts wissen wird. Dann würde er den größeren Sinnzusammenhang erkennen.
*
Am 28. Juni 1552 NGZ erreichen die SOOZORD und die GALBRAITH DEIGHTON VII die Hundertsonnenwelt, die seit der Abschaltung des Polyportnetzes wieder völlig isoliert ist. 1800 Fragmentraumer sind dort versammelt. Rhodan hat das Zentralplasma gewarnt, dieses bat um Hilfe. Einige hundert Einheiten des Galaktikums sollen in den nächsten Tagen eintreffen. Von einer Invasionsflotte des Goldenen Reichs fehlt jede Spur.
Die Technobiologin Orla Trant bittet Rhodan um ein Gespräch. Der hat eine Bitte: Sie soll Spartakus Galouye zum Treffpunkt mitbringen, einen vierschrötigen epsalischen Raumsoldaten. Der Vierte im Bunde ist der Matten-Willy Helikon.
Sie wollen als unauffälliges Team die Hundertsonnenwelt infiltrieren, weil Puoshoor, der mit Puorengir konkurrierende Machthaber des Goldenen Reichs, bevorzugt auf Nummer sicher geht und den Gegner unterwandert, ehe er den offenen Konflikt riskiert. Das Zentralplasma wäre bei dieser Vorgehensweise ein bevorzugtes Angriffsziel. Der Posbi Königsstuhl, der sehr gern die Form dieser Sitzgelegenheit annimmt, soll auch mit. Das Team rüstet sich aus.
*
17jung lebt derweil auf einer Welt von ihm ähnlichen, weil mit kybernetischen und künstlichen Bestandteilen angereicherten Wesen. Als 33jung darf er endlich auf einen Einsatz mit, verfällt aber in Euphorie und muss reguliert werden. Er liebt diese Welt. Fast tut es ihm leid, dass sie sie zerstören wollen.
*
Das Team fliegt mit einem Shuttle auf die Hundertsonnenwelt. Sie besuchen Suntown, wo eine halbe Million Terraner leben. Der Swoon Erasteban Krolok ist begeistert. Er kreischt überdreht, bis er hinter seiner Datenbrille verschwindet. In Suntown gibt es den Van-Moders-Turm und vieles andere mehr.
Der aktuelle Liga-Botschafter Arpud Arcalotz, empfängt sie in einem Feinschmeckerlokal. Er versteht die verklausulierte Bitte nach dem Kontakt mit dem Geheimdienst.
*
Zwischendrin erfahren wir mehr vom Ich-Erzähler, der dem Rat des Cycollogen gefolgt ist. Die Kollegen vor Ort helfen ihm, sein Geltungsbedürfnis und die Sucht nach kurzfristiger Anerkennung zu reduzieren. Dadurch wird er geerdet und kann ein paar seiner Pläne verwirklichen. Freudig erschafft er Spielanordnungen, bis die Störenfriede kommen.
*
Das Team beginnt auf der Hundertsonnenwelt zu agieren. Das Gelände ist hochtechnisiert, und am besten abgesichert sind die Anlagen des Zentralplasmas, wo sie sich drei Tage später treffen.
Alles scheint in Ordnung zu sein – und doch nicht. Helikon und Königssitz haben die Gruppe der Kreativen in K-Süd bemerkt. Sie vermuten einen Fremdeinfluss. Wie müsste der sich tarnen, um sogar das Zentralplasma zu täuschen? Die epsalische Pilotin Aglaja Mohsen fliegt sie hin.
Sie bemerken eine übergeordnete Megastruktur in Form einer ovalen Arena. Auf der Bühne sehen sie – nichts von Bedeutung. Alle schauen gleich wieder weg, alle bis auf Königssitz, der seinen Plasmaanteil deaktiviert hat, um vor hypnosuggestiver Beeinflussung sicher zu sein. Sie landen. Das seltsame Ding – verschwommen, weißlich, würfelförmig – verursacht Übelkeit. Offiziell ist dieser Kubus aber als harmloses Kunstwerk definiert.
*
Die ersten Einheiten der Ligaflotte treffen ein und unterstellen sich der Admiralin Patoman. Königsstuhl informiert Rhodan über den Würfel. Er erinnert ihn an Objekte, die er in Sevcooris gesehen hat, und zwar an die Schiffe der Weißen und Roten Zeé. Königsstuhls Begleiter sind alle verwirrt, bezweifeln ihre Wahrnehmungen und sind von Fluchtimpulsen getrieben, er braucht einen Mentalstabilisierten. Rhodan wird hinkommen. Gucky befindet sich ja leider auf Terra.
Vor Ort fordert Rhodan weitere Posbis an, die ihre Plasmakomponente abzuschalten bereit sind. Er soll ihnen einen neuen Weg zur Selbsterkenntnis versprechen, um sie zu motivieren. Sie sollen ein Beobachtungsnetz rings um den weißen Kubus errichten. Währenddessen beginnt das Team, die berühmte Nadel im Heuhaufen zu suchen.
*
34jung lernt, 35jung synchronisiert sich, 36jung darf wieder mit auf Erkundung. Er verschafft seiner Gemeinschaft Zugriff auf eines der sensibelsten Systeme der positronisch-biologischen Gemeinschaft. Bald wird die Invasion beginnen. Und die Rüstung, zu der sich seine Exoplantate inzwischen vereinigt haben, sollte sein Denken klären … Zeit für noch mehr Exoplantate.
Tatsächlich hat er als 37jung keine Zweifel mehr. Er sieht die Vorrangstellung der Thoogondu und den Segen des Goldenen Reichs. Er sieht auch das segensreiche Wirken, zu dem sie sich anschicken. Als 39jung erreicht er die Krönung des Daseins: den Dienst nach Vorschrift!
*
Dann geschieht der erste Mord. Das Team der Galaktiker hat zunehmend Probleme damit, die Lücken in seinem Überwachungsnetz zu schließen. Dabei sind die Störaktionen quasi hausgemacht, sie gehen von den Kreativen aus statt vom weißen Kubus. Es flackert eine Sonne. Dann erlischt sie.
*
Die Außenbeobachtung meldet 39jung die Annäherung dubioser Gestalten. Doch es scheint nur ein Eingeborener mit seiner schleimig-verformbaren Amme zu sein, begleitet von verschiedenen mittelsymmetrischen, kybernetisch unverstärkten Humanoide, allesamt minderwertige Kreaturen. Als sein ihm überlegener, weil höherwertiger Partner ausfällt, riskiert 39jung den Alarm. Das kann seine Karriere beenden.
*
Unser Einsatzteam untersucht den Fremden, eine drei Meter hohe schlangenförmige Kreatur, die sie betäubt haben. In Rillen am Boden schwappt dunkelgrüner, schleimiger Brei, der an den Stiefelsohlen haftet. Offensichtlich ist es wirklich ein Weißer Zeé. Sie dringen weiter vor. Messwerte und spürbares Zittern weisen auf den eingeleiteten Startvorgang hin. In einem heftigen Kampf treffen sie auf Leichen, die in vorprogrammierten Hüllen gegen sie kämpfen.
*
So erkennt Rhodan, dass die Roten und die Weißen Zeé sich schon im Vorfeld geopfert haben. Wahrscheinlich wollen sie den Sonnenring zerstören. Der Würfel beginnt eine Selbstzerstörungsfrequenz, die Galaktiker müssen raus.
Zugleicht ruft Patoman an. Die ersten Einheiten der Thoogondu materialisieren im System. Gleich darauf sind es Tausende.
Als Rhodan in der Zentrale der GALBRAITH DEIGHTON VII anlangt, erlöscht die zweite Kunstsonne, und bald darauf die dritte. Eine Raumschlacht beginnt, in der die Thoogondu eine Nadelstichtaktik verfolgen. Offensichtlich wollen sie die Terraner schwächen, indem sie ihre wichtigsten Verbündeten ausschalten. Danach, vermutet Rhodan, würden sie sich den Olymp-Komplex vornehmen, dann die Swoon und danach Oxtorne.
Außerdem entdeckt die Ortung mehrere Riesenschiffe außerhalb des Schlachtengetümmels. Offensichtlich sind es Leerraumfähren. Sie scheinen einen geschützten Korridor zu bilden. Dann startet eine von ihnen. Ihr Vektor zielt auf den Sitz des Zentralplasmas.
Zugleich meldet sich das Einsatzteam: Sie haben das Segment der Roten und Weißen Zeé wiedergefunden und wollen es angreifen.
*
Die vielfältigen Schiffstypen der Galaktiker unter Anna Patoman können durch koordinierten Beschuss die starken Schirme des angreifenden Trägerraumschiffs knacken. Weitere folgen, doch inzwischen hat die Verteidigung sich auf sie eingestellt. Meldung vom Einsatzteam: Nach dem fünften Sonnenmord konnten die Weißen und die Roten Zeé gestoppt werden.
Es folgen strategische Erwägungen, und Puorengir trifft ein, um ihren Bruder in die Schranken zu weisen. Rhodan heißt sie willkommen.
*
Zum Schluss treffen wir den Ich-Erzähler zum dritten Mal. Seine Inspirationsquelle wurde zerstört, er steht mit leeren Greifwerkzeugen da und weiß nichts mehr mit seinem Leben anzufangen. Dann klopft etwas bei ihm an, ein Wesen, ein Faden, das Echo eines Impulses, das ausgelaugt ist und um Aufnahme bittet. Unser Erzähler bietet ihm Platz, sich auszuruhen, bis es sagen kann, wer oder was es ist. Etwa ein Parasit? Den Einsamen beunruhigt das nicht. Endlich hat er einen Freund, es geht ihm besser.
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Re: Spoiler 2986: Sonnenmord, von Leo Lukas

Beitrag von jogo » 9. November 2018, 23:50

Vielen Dank, Alexandra!
Die beste Möglichkeit seine Träume zu verwirklichen, ist aufzuwachen.

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Macca
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Re: Spoiler 2986: Sonnenmord, von Leo Lukas

Beitrag von Macca » 10. November 2018, 08:28

Prima Spoiler! :st:

ucdfo
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Re: Spoiler 2986: Sonnenmord, von Leo Lukas

Beitrag von ucdfo » 10. November 2018, 09:24

Danke für den Spoiler, Alexandra !
MfG
Heinz

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Haywood Floyd
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Re: Spoiler 2986: Sonnenmord, von Leo Lukas

Beitrag von Haywood Floyd » 10. November 2018, 11:34

Klingt spannend und ansprechend. Werde den Roman wahrscheinlich kaufen, möchte aber erst mal noch ein paar Meinungen von Foristen, die erfahrungsgemäß einen ähnlichen Geschmack wie ich haben, abwarten.

Danke für den Spoiler! :st:
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Re: Spoiler 2986: Sonnenmord, von Leo Lukas

Beitrag von ByOtherMeans » 10. November 2018, 14:22

Kann mir jemand erklären warum das auslöschen der Sonnen für die Posbis eine Gefahr darstellt?

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Alexandra
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Re: Spoiler 2986: Sonnenmord, von Leo Lukas

Beitrag von Alexandra » 10. November 2018, 14:47

ByOtherMeans hat geschrieben:Kann mir jemand erklären warum das auslöschen der Sonnen für die Posbis eine Gefahr darstellt?
Nun, ich vermute mal, dass ohne die Kunstsonnen die Temperaturen auf Leerraum-Nivaeu fallen würden. Die Bioplasmaanteile würden das nicht vertragen, und die kybernetischen Anteile könnten sich auch bald nicht mehr bewegen, ihnen ginge der Saft aus.

Was mich eher beschäftigt: Warum das Auslöschen der Sonnen als Mord gilt.
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Re: Spoiler 2986: Sonnenmord, von Leo Lukas

Beitrag von Haywood Floyd » 10. November 2018, 16:24

Eine Matapher? Wer lebensspendende Sonnen vorsätzlich, rechtswidrig und schuldhaft vernichtet / zerstört / unwiderruflich abschaltet begeht 'Sonnenmord' im metaphorischen (oder poetischen) Sinn - nicht im Sinn von § 211 StGB...

Klingt auch besser und dramatischer, als 'Sonnensachbeschädigung'... :P

So wie 'Rufmord' besser klingt, als 'üble Nachrede' oder 'Verleumdung' und 'Selbstmord' besser als 'Selbsttötung' oder 'Suizid'. :unschuldig:
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Re: Spoiler 2986: Sonnenmord, von Leo Lukas

Beitrag von RolfK » 10. November 2018, 16:31

Mir hat das Heft sehr gefallen, da der Autor phantasievoll und anschaulich sowohl den krativitätsgehemmmten Posbi als auch die Gondunatsagenten zu schildern weiß.
Über die mangelnde Plausibilität und die absurde, dankenswerterweise wenig Raum einnehmende, Schilderung der Raumschlacht kann ich deshalb hinwegsehen.

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Re: Spoiler 2986: Sonnenmord, von Leo Lukas

Beitrag von Dunkle Geburt » 10. November 2018, 17:08

Ob die Posbis die Kunstsonnen nun wirklich brauchen (glaube ich nicht) oder einfach aus sentimentalen Gründen installierten oder wegen der Matten Willies oder der Ökosphäre, hat mich bisher eigentlich nicht umgetrieben. Ich finde das mit den 200 Sonnen als Rundstrahler nur schrecklich ineffizient. Der allergrösste Teil des Lichts und der Wärme verpufft einfach völlig nutzlos ins All und nur ein insignifikanter Teil der Gesamtleistung kommt überhaupt am Bestimmungsort an. Wenn man die Sonnen mit passenden Reflektoren versehen würde, die das Licht auf die Welt konzentrieren, käme man mit deutlich weniger Energieeinsatz aus. Eins ist sicher, Energieprobleme haben die Posbis nicht.

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Re: Spoiler 2986: Sonnenmord, von Leo Lukas

Beitrag von ByOtherMeans » 10. November 2018, 18:15

Alexandra hat geschrieben:
ByOtherMeans hat geschrieben:Kann mir jemand erklären warum das auslöschen der Sonnen für die Posbis eine Gefahr darstellt?
Nun, ich vermute mal, dass ohne die Kunstsonnen die Temperaturen auf Leerraum-Nivaeu fallen würden. Die Bioplasmaanteile würden das nicht vertragen, und die kybernetischen Anteile könnten sich auch bald nicht mehr bewegen, ihnen ginge der Saft aus.

Was mich eher beschäftigt: Warum das Auslöschen der Sonnen als Mord gilt.
Warum sollte das die Posbis jucken? Die stecken schließlich alle in resistenten Roboterhüllen. Die Biosphäre würde das nicht verkfraften, aber für die Posbis ist die doch rein dekorativ.

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Re: Spoiler 2986: Sonnenmord, von Leo Lukas

Beitrag von Kardec » 10. November 2018, 18:23

Irgendwann, in einer fernen Zeit, wurde mal geschrieben, dass das Zentralplasma auf Luft und Sonne angewiesen ist.

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Re: Spoiler 2986: Sonnenmord, von Leo Lukas

Beitrag von Dunkle Geburt » 10. November 2018, 18:47

War das Zentralplasma nicht unterirdisch, in riesigen Tanks gelagert? Da kommt keine Sonne hin. Luft (Sauerstoff) wird mit der Nährlösung synthetisch zugeführt. So jedenfalls mein Kenntnisstand.

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Re: Spoiler 2986: Sonnenmord, von Leo Lukas

Beitrag von Moonbiker » 10. November 2018, 18:48

“Was, Chef? Die Laurins schießen die Kunstsonnen zusammen?”
“Sie sind dabei. Die erste Kunstsonne haben sie schon vernichtet. Wenn es den Unsichtbaren gelingt, die zweihundert Kunstsonnen zu zerstören, rauben sie dem Zentralplasma das Leben. Zu seiner Existenz benötigt es Licht und extreme Temperaturen. Ohne Licht und Wärme stirbt es schneller ab als ohne Sauerstoff.
Quelle:PR149
Verstehen tu ichs aber trotzdem nicht.

Günther

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Re: Spoiler 2986: Sonnenmord, von Leo Lukas

Beitrag von ParaMag » 10. November 2018, 20:04

Danke für den guten Spoiler.

Ich habe mich schwer getan mit dem Einstieg in den Roman. Ein paar Passagen Anfangs nur quergelesen (wird wohl an mir liegen). Der interessanteTeil des Posbi Abenteuers wird wohl im nächsten Heft kommen, wenn die Geschwister aufeinander treffen.
Männergrippe ist kein Mythos!

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Re: Spoiler 2986: Sonnenmord, von Leo Lukas

Beitrag von halut » 11. November 2018, 09:18

Moonbiker hat geschrieben:
“Was, Chef? Die Laurins schießen die Kunstsonnen zusammen?”
“Sie sind dabei. Die erste Kunstsonne haben sie schon vernichtet. Wenn es den Unsichtbaren gelingt, die zweihundert Kunstsonnen zu zerstören, rauben sie dem Zentralplasma das Leben. Zu seiner Existenz benötigt es Licht und extreme Temperaturen. Ohne Licht und Wärme stirbt es schneller ab als ohne Sauerstoff.
Quelle:PR149
Verstehen tu ichs aber trotzdem nicht.

Günther
Dito.

Ich fand's erstaunlich und angenehm, dass LL mehrfach physikalisch-technische Erklärungen in den Roman einstreute.

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Re: Spoiler 2986: Sonnenmord, von Leo Lukas

Beitrag von ovaron29 » 11. November 2018, 09:24

Alexandra hat geschrieben:
ByOtherMeans hat geschrieben:Kann mir jemand erklären warum das auslöschen der Sonnen für die Posbis eine Gefahr darstellt?
Nun, ich vermute mal, dass ohne die Kunstsonnen die Temperaturen auf Leerraum-Nivaeu fallen würden. Die Bioplasmaanteile würden das nicht vertragen, und die kybernetischen Anteile könnten sich auch bald nicht mehr bewegen, ihnen ginge der Saft aus.

Was mich eher beschäftigt: Warum das Auslöschen der Sonnen als Mord gilt.
Hallo Alexandra! Ich lese ja die Romane nicht und auch die Spoiler lese ich seit Wochen nicht. Bei diesem Roman verstehe ich nicht, warum die Terraner mit einer Flotte die Posbis verteidigen müssen. Die haben doch selbst mehr als hunderttausend Kampfschiffe. Kannst du mir da helfen?
Liebe Grüße.
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Re: Spoiler 2986: Sonnenmord, von Leo Lukas

Beitrag von Kardec » 11. November 2018, 09:54

Servus ovaron29,

darf ich? Wg. des Tiu-Krieges ist auch Posbi-Flotte massiv geschrumpft. Grad noch ca. 50.0000 Einheiten.
Zudem hat der Adaurest in Zusammenarbeit mit Lotho Keraete den Weltenbrand ausgelöst. Die meisten Fragmenter der Posbis sind zu Evakuierungsunterstützung in der Milchstr.

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Re: Spoiler 2986: Sonnenmord, von Leo Lukas

Beitrag von Günther Drach » 11. November 2018, 09:56

ovaron29 hat geschrieben:
Alexandra hat geschrieben:
ByOtherMeans hat geschrieben:Kann mir jemand erklären warum das auslöschen der Sonnen für die Posbis eine Gefahr darstellt?
Nun, ich vermute mal, dass ohne die Kunstsonnen die Temperaturen auf Leerraum-Nivaeu fallen würden. Die Bioplasmaanteile würden das nicht vertragen, und die kybernetischen Anteile könnten sich auch bald nicht mehr bewegen, ihnen ginge der Saft aus.

Was mich eher beschäftigt: Warum das Auslöschen der Sonnen als Mord gilt.
Hallo Alexandra! Ich lese ja die Romane nicht und auch die Spoiler lese ich seit Wochen nicht. Bei diesem Roman verstehe ich nicht, warum die Terraner mit einer Flotte die Posbis verteidigen müssen. Die haben doch selbst mehr als hunderttausend Kampfschiffe. Kannst du mir da helfen?
Liebe Grüße.
Wurden durch Tiuphoren doch stark dezimiert (und die Werften der Posbis sind auch nicht mehr, was sie mal waren).
Und dann sind alle dabei, die Milchstraße zu evakuieren.

(M***, Kardec ist mir natürlich zuvorgekommen.)

Sorry, ich fand den Roman leider ziemlich langweilig. Liegt wohl an mir.
Dieses kurze Zwischenspiel am Anfang, dieser kleine Raumschiffsfriedhof mit Eigenzeitverzerrung -- kann mir jemand helfen, ist das ein reiner Zeilenfüller (hat CD früher auch oft gemacht, bei ihm wurden z.B. kosmische Saatschiffe udgl gefunden) oder ... ?
Und habe ich das richtig verstanden? Rhodan ist der einzige Mentalstabilisierte an Bord der GB? Klar, sinnvoll.
Probleme habe ich auch mit dieser zeitaufwendigen, manuellen Auswertung, um den Infiltranten auf die Spur zu kommen. Eigentlich sollte diese Arbeit durch einen Computer, wenn's sein muss auch ohne Bioplasmaanteil (aber können Aufzeichnungen, Filmen, Audio udgl hypnosuggestive Impulse anhaften?), erheblich leichter zu erledigen sein. (Hab ich bestimmt auch falsch verstanden.)
Das Ende (3 Sekunden) irritiert mich genauso wie das anfängliche Intermezzo: soll das ein Cliffhanger für den nächsten Band sein? Klärt mich mal auf.
Der vollständige Fanroman des NGF (2004 - 2008) -- tut euch was Gutes, lest ihn!

Fairy tales do not give the child his first idea of bogey. What fairy tales give the child is his first clear idea of the possible defeat of bogey. The baby has known the dragon intimately ever since he had an imagination. What the fairy tale provides for him is a St. George to kill the dragon.
― G.K. Chesterton

nolite te bastardes carborundorum.

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Re: Spoiler 2986: Sonnenmord, von Leo Lukas

Beitrag von Alexandra » 11. November 2018, 10:49

ovaron29 hat geschrieben: Hallo Alexandra! Ich lese ja die Romane nicht und auch die Spoiler lese ich seit Wochen nicht. Bei diesem Roman verstehe ich nicht, warum die Terraner mit einer Flotte die Posbis verteidigen müssen. Die haben doch selbst mehr als hunderttausend Kampfschiffe. Kannst du mir da helfen?
Liebe Grüße.
Hallo Ovaron 29,
dann finde ich ja nett, dass du diesen Spoiler liest. :)
Na ja, das Lesen der Romane ist natürlich erhellender als so ein Spoiler, der nur knapp Wesentliches des Roman skizziert und hoffentlich genug außen vor lässt, um das Lesen eben nicht zu ersetzen.
Aufhänger der ganzen Aktion ist die Gefahr der Infiltration, weil die Thoogondu typischerweise hinterrücks vorgehen und die Hundertsonnenwelt, die weitab vom galaktischen Geschehen liegt, davon sehr wahrscheinlich wenig weiß, also keine entsprechenden Sicherungsmaßnahmen tätigt. Wegen Hyperimpendanz, Erlöschen des Polyportsytems etc fliegen dann ja auch erst mal zwei Schiffe hin. Wobei pünktlich zur Raumschlacht dann doch viele da sind.
Ob man dies als deus ex machina oder plotdriven verurteilen soll, weiß ich nicht - sie sind da oder nicht da. Wäre die Flotte nicht rechtzeitig eingetroffen, gäbe es am Ende des Romans halt keine Hundertsonnenwelt mehr.

Habe ich Auskünfte über den Grad an Schädigung des Zentralplasma überlesen?

Puoshors Strategie wird als plausibel dargestellt, indem er als hochgradig intriganter Gegner auftritt, der grundsätzlich nicht den geraden, einleuchtenden Weg geht, den seine Feinde verstehen könnten.
Den Lesern geht es also wenig besser als den Galaktikern, und ihr Informationsvorsprung ist gering. Das Faszinierende am Roman ist die konsequent begrenzte Perspektive der drei Handlungslinien.

Auf die hohen Verluste der Posbis in den Auseinandersetzungen der letzten paar hindert Romane wurde schon hingewiesen.
Den Erklärbar kann ich aber nicht machen, es ist ja nicht mein Roman. Frag den Erklärlöwen. Oder lies selber.
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R.B.
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Re: Spoiler 2986: Sonnenmord, von Leo Lukas

Beitrag von R.B. » 11. November 2018, 11:07

Günther Drach hat geschrieben:Sorry, ich fand den Roman leider ziemlich langweilig. Liegt wohl an mir.
Nein. Es liegt nicht an dir. Zumindest mir ging es genauso. Ich hatte massive Schwierigkeiten, in den Roman samt Handlung hineinzukommen und fand das alles ziemlich zäh.

Ja, der Raumschiff - Friedhof. Entweder wars ein reiner Füller, um auf die notwendige Seitenzahl zu kommen oder der spielt noch eine Rolle. Sind ja noch ein paar Romane bis 2.999. Dieser Roman wars für mich nicht. Überhaupt nicht. Da kann ich nur auf bessere Zeiten hoffen.

Daher geht mein Dank an unsere Spoilerantin Alexandra. Den Spoiler wird ich mir die Tage noch mal zu Gemüte führen, vielleicht bleibt dann etwas haften...
"It is a pleasure and an honor to sign the Golden Book of this ancient city (...).
It is in this spirit that I come to Cologne to see the best of the past and the most promising of the future. May I greet you with the old Rhenish saying: Kölle Alaaf!"
John F. Kennedy am 23. Juni 1963 auf dem Balkon des Rathauses zu Köln am Rhein.

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Re: Spoiler 2986: Sonnenmord, von Leo Lukas

Beitrag von Dunkle Geburt » 11. November 2018, 11:20

Normalerweise hätte ich gesagt dieser "Angriff" wäre ein klassisches Ablenkungsmanöver gewesen und die Thoos planen in Wirklichkeit etwas wesentlich fieseres für die Posbis. Aber für mehrere Bände "Angriff auf die Hundertsonnenwelt" fehlt inzwischen wohl einfach der Raum wo es noch so viele offene Fäden zu verknüpfen gibt. Also bleibts wohl ein unausgegorener Schulterzucker.

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Re: Spoiler 2986: Sonnenmord, von Leo Lukas

Beitrag von Ce Rhioton » 11. November 2018, 11:26

Mühsam. Der Roman las sich ausgesprochen mühsam.
Ich empfand den Spannungsaufbau als, hm ... sehr bemüht. Konstruierte Spannung ist nicht wirklich eine.
Mir wird auch langsam klar, was der wahre Grund für die Vertreibung der Thoogondu war: ES wollte vermeiden, zu Tode gelangweilt zu werden. :rolleyes:

Es gibt keine Füllromane. Es gibt Romane wie diesen.

4/3/3

Kritikaster
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Re: Spoiler 2986: Sonnenmord, von Leo Lukas

Beitrag von Kritikaster » 11. November 2018, 13:04

Günther Drach hat geschrieben: Sorry, ich fand den Roman leider ziemlich langweilig. Liegt wohl an mir.
Dieses kurze Zwischenspiel am Anfang, dieser kleine Raumschiffsfriedhof mit Eigenzeitverzerrung -- kann mir jemand helfen, ist das ein reiner Zeilenfüller
Das Ende (3 Sekunden) irritiert mich genauso wie das anfängliche Intermezzo: soll das ein Cliffhanger für den nächsten Band sein? Klärt mich mal auf.
Gern kläre ich dich auf. Da ich aber zu den Hintergründen nichts weiß und alles im Roman bewusst verschleiert und vage beschrieben wurde, bin ich dabei auf meine ganz persönlichen Interpretationen angewiesen.
Der Roman war langweilig? Ja, habe ich auch so empfunden. Abgesehen von der Information, dass die Thoogondu ihre Leerraumfähren nicht mehr benötigen, also wohl alles auf Transmittertransport setzen oder gar nicht mehr in ihre derzeitige Heimat zurückwollen, kam hier nicht viel Neues.
Früher hätte der Autor diese Längen im Roman mit seinem Humor überspielt. Den hat man ihm aber anscheinend ausgetrieben - ist ja oft genug von den"Knochentrockenen" hier im Forum auch dafür gerügt worden. Einziger Lichtblick waren die Zikkurer-Drills, die sich per Knotensprache mit ihren Bärten vesrtändigen (köstliche Idee).
Kerninhalt des Romans waren aber auch gar nicht der Angriff und die Infiltration sondern das Raumschiffsfriedhofsintermezzo und der dadurch vorbereitete Schluss mit dem Besuch des Fadens. Hier wurde der lang angekündigte Auftritt von GESHOD als Teil des Zyklusschlusses eingeleitet. Wir erfahren, dass die SI von ihrem Koma wie von einem Netz umsponnen ist, dass sich allerdings ein Faden hat befreien können und nun auf der Suche nach einem Halt in der Welt Unheil anrichtet ("Fortan flog es hin und her zwischen verschiedenen Schiffen und deren Beibooten" - siehe Raumschiffsfriedhof). Sobald es diesem Faden gelingt, den Kontakt zu seiner " Keimzelle" herzustellen, wird GESHOD wieder aktiv werden können und es richten (sprich: Die Bedrohung der Milchstraße durch Gemeni und Thoogondu beseitigen, möglicherweise auch seine Versprechen gegenüber ES erfüllen und irgendwas mit Eiris anstellen). Die Zeitangabe von "3 Sekunden" deutet auf den abweichenden Zeitverlauf von GESHOD hin, der uns auch schon beim Intermezzo begegnete.
So weit nachvollziehbar? 8-)

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Re: Spoiler 2986: Sonnenmord, von Leo Lukas

Beitrag von Kritikaster » 11. November 2018, 14:07

Wenn ich darf, möchte ich hier noch eine Frage ans Forum einstellen, die mich während des Romans beschäftigt hat und deren Beantwortung ich auch in der Perrypedia nicht finden konntre. Haben die Eyleshionen eigentlich ein Gegenmittel gegen die Posbiviren entwickelt und kam es zur Anwendung? Sind die Posbis jetzt virenfrei? Wurde das explizit beschrieben? 8-)

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