Physik-Gebabbel

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astroGK
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Re: Physik-Gebabbel

Beitrag von astroGK » 16. September 2019, 17:09

AARN MUNRO hat geschrieben:

Ich kann KNF ja mal fragen, ob ich einen schreiben darf ... vielleicht in einem 12er- Minizyklus. Da kann nichts anbrennen.Dann könntest Du sowas darin lesen. :D
Ich bin ja nicht sicher, aber wahrscheinlich würde es helfen einmal bei einem Schreibseminar der PR-Autoren mitzumachen und eine Stellaris Kurzgeschichte zu verfassen, damit man für so etwas in Betracht gezogen wird.

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Eric Manoli
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Re: Physik-Gebabbel

Beitrag von Eric Manoli » 16. September 2019, 18:40

Arthur Dent hat geschrieben:Womöglich sind die Verfasser Profis und haben damit per se keine Ahnung.
Im allgemeinen Schreiben die ja eh nur was die Presse hören will.

:gruebel: Warum kommt mir das nur so bekannt vor? :unsure:
>>Sie unterscheiden sich nicht so sehr von uns, wie ich es befürchtet hatte. Die Anordnung der Organe ist klar, wenn auch unterschiedlich. Das Skelett ist ebenfalls abweichend. Immerhin haben sie Blut wie das unsere.<<

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nanograinger
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Re: Physik-Gebabbel

Beitrag von nanograinger » 17. September 2019, 16:22

Bei der Durchsicht der Beiträge hier fiel mir aus mehreren Gründen der Dunning-Kruger-Effekt wieder ein, für den Dunning und Kruger im Jahre 2000 den Ig-Noble Prize erhielten.

Kurz gesagt wiesen die beiden Herren 1999 nach, dass besonders inkompetente Personen auch inkompetent darin sind, ihre eigene Inkompetenz oder die höhere Kompetenz anderer Personen korrekt einzuschätzen. Gegen daraus folgende Selbstüberschätzung und Selbsttäuschung hilft (logischerweise) die Vermittlung von Kompetenz.

Bevor jetzt die Spekulationen losgehen, wenn ich hier konkret gemeint haben könnte: Ich meine, dass leider die gesamte Menschheit in der einen oder anderen Form davon betroffen ist. Mit Hilfe der Wissenschaft lösen wir uns zwar nach und nach von der einen oder anderen "Inkompetenz", aber gerade deshalb sind Wissenschaftler auch anfällig für diesen Mechanismus. Denn wenn einmal etwas als "gesichert" angesehen wird, wird man blind für alles, was durch dieses "Wissen" ausgeschlossen wird.

Auf den Blogs der NY Times habe ich gerade einen fünfteiligen Artikel zu diesem Thema aus dem Jahr 2010 gelesen (in Englisch). Teil 1 und 5 sind am interessantesten (die anderen Teile betrachten historische Fälle des neurologischen Phänomens der Anosognosie). Der Autor des Artikels, Errol Morris, endet im Teil 5 mit einer ziemlich bösen Parabel, die ich hier zitiere:

"When God created man (and woman), he gave them the ability to perceive the world, but withheld from them the ability to understand it. We could come up with one cockamamie theory after another, but real understanding would always elude us. It was mean-spirited on God’s part. And to make matters even worse, God gave us the desire but not the wherewithal to make sense of experience. One might easily foresee that this would lead to unending, unmitigated frustration and suffering. But here’s where self-deception, anosognosia and the Dunning-Kruger Effect step in. We wouldn’t be able to make sense of anything, but we would never be aware of that fact."

Eine optimistischere Variante wird aber auch zitiiert, nämlich Freeman Dysons Kritik an Steven Weinberg und der Idee der "Theory of Everything" etc. Zitat: (Freeman Dyson, “What Price Glory? A review of Steven Weinberg’s Lake Views, The World and the Universe,” New York Review of Books, June 10, 2010.)

“Our ape-brains and tool-making hands were marvelously effective for solving a limited class of puzzles. Weinberg expects the same brains and hands to illuminate far broader areas of nature with the same clarity. I would be disappointed if nature could be so easily tamed. I find the idea of a Final Theory repugnant because it diminishes both the richness of nature and the richness of human destiny. I prefer to live in a universe full of inexhaustible mysteries, and to belong to a species destined for inexhaustible intellectual growth.”

Und diese Sichtweise spricht meines Erachtens auch aus der Perry-Rhodan-Serie, insbesondere in der aktuellen Phase der Expokraten Christian Montillion und Wim Vandemaan.

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Re: Physik-Gebabbel

Beitrag von gejotha » 17. September 2019, 17:23

Bin beeindruckt von deiner Lesekompetenz.
Wenn ich mal groß bin, werd ich auch englisch lernen und kluge Artikel lesen und zitieren
"Die Mikrobe der menschlichen Dummheit ist unausrottbar." (Curt Goetz)

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Re: Physik-Gebabbel

Beitrag von nanograinger » 17. September 2019, 17:42

DeepL Übersetzung des letzten Zitats:

"Unsere Affenhirne und Werkzeugmacherhände waren wunderbar effektiv bei der Lösung einer begrenzten Klasse von Rätseln. Weinberg erwartet von den gleichen Gehirnen und Händen, dass weitaus größere Naturräume mit der gleichen Klarheit beleuchtet werden. Ich wäre enttäuscht, wenn sich die Natur so leicht zähmen ließe. Ich finde die Idee einer endgültigen Theorie abstoßend, weil sie sowohl den Reichtum der Natur als auch den Reichtum des menschlichen Schicksals verringert. Ich bevorzuge es, in einem Universum voller unerschöpflicher Geheimnisse zu leben und zu einer Spezies zu gehören, die für ein unerschöpfliches intellektuelles Wachstum bestimmt ist."

Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator

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Re: Physik-Gebabbel

Beitrag von gejotha » 17. September 2019, 19:54

:st:
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Re: Physik-Gebabbel

Beitrag von AARN MUNRO » 18. September 2019, 08:15

Wenn wir in einer wissenschaftlichen (oder halbwegs wissenschaftlich sein wollenden) Diskussion aber mal den "God created man" Teil ausschalten ...

Andererseits geleten die von Nanograinger zitierten Aussagen nicht nur für diejenigen, die behaupten, dass wir auf einem bestimmten Gebiet etwas wissen, sondern auch für die, die es leugnen und behaupten, dass wir noch nichts wissen.
Das ist ja das Schöne an Wissenschaft: sie ist "trial and error" und somit falsifizierbar.Ihrerseits einer inneren Evolution unterworfen.Ein im Prinzip dynamisches System (das nur selten unterlaufen wird, wenn Daten gefälscht werden, und die Selbstkontrolle des Systems versagt). Ein System, das im Prinzip gegen Dogmen gerichtet ist. In der Praxis treten dann doch welche auf (Stichwort: "Aethertheorie"), die erst mühsam durch Messungen und Argumentation überwunden werden müssen. Das liegt an der Trägheit des mesnchlichen Gehirns, schätze ich..
"Doc war Pazifist, was ihn nicht daran hinderte, realistisch zu denken!" (Robert A. Heinlein in "The moon is a harsh mistress")
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Re: Physik-Gebabbel

Beitrag von nanograinger » 18. September 2019, 14:15

AARN MUNRO hat geschrieben:Wenn wir in einer wissenschaftlichen (oder halbwegs wissenschaftlich sein wollenden) Diskussion aber mal den "God created man" Teil ausschalten ....
Du verstehst aber schon, was mit einer Parabel in diesem Zusammenhang gemeint ist? B-)
AARN MUNRO hat geschrieben:...Man weiß über die dunkle Energie, denn die meint er hier, ganz gut Bescheid....
Nimm mir das bitte nicht übel, aber zu behaupten, dass "man" gut über Dunkle Energie Bescheid weiß, weil man sie in der einfachsten Form durch die komsologische Konstante in der Einstein-Gleichung berücksichtigen kann, wäre ähnlich unseriös, als würde ich behaupten, dass man alleine aufgrund der Kenntnis der Schrödingergleichung und des Coulomb-Potentials gut über beliebige Festkörper Bescheid weiß.
AARN MUNRO hat geschrieben:
halut hat geschrieben:Ja, diese Papers. Der Professor hat genickt, deshalb steht er als Erster. Der Lieblingsdoktor des Professors schreibt auf Anweisung eine Seite dazu, obwohl er damit eigentlich gar nichts zu tun hat: Platz zwei. Und schon werden zwei Leute, die einige Zeit dafür aufgewendet haben, auf Platz 5 und 6 als „et al“ gelistet.
So ist es.Mehr gibts wirklich nicht zu sagen.Das ist die Hackordnung im Wissenschaftsbetrieb.(Oder auf Tagungen)....
Wenn ihr unter solch einer Hackordnung gelitten habt, habt ihr mein Mitleid. Aber das ist eben nicht die "Hackordnung des Wissenschaftsbetriebs", sondern widerspricht ganz explizit den Publikationsregeln aller Förderorganisationen und Forschungsinstitute/Universitäten, die ich kenne (und das sind etliche, in ganz unterschiedlichen Gegenden der Welt). Die Publikationsregeln besagen nämlich explizit, dass die wesentlichen Autoren zuerst genannt werden, bei mehreren gleichwertig beitragenden Autoren wird das entsprechend gekennzeichnet. Die Personen, die "lediglich" die Mittel besorgt und das Thema gestellt/betreut haben, sollen alle danach genannt werden. Bei Publikationen von großen Kollaborationen wird schlicht nach dem Alphabet vorgegangen.

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Re: Physik-Gebabbel

Beitrag von Soulprayer » 18. September 2019, 15:01

Oft sehe ich bei Publikationen "et al" - also so prominent werden wohl auch nicht alle Kollegen aufgezählt.
VG
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Neuer PR-Leser seit 2. Sept. 2015 - Durchgelesen: 662/2874 (<22 %) - seit Bd 2875 parallel am Lesen;
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Re: Physik-Gebabbel

Beitrag von AARN MUNRO » 19. September 2019, 12:40

sondern exakt und korrekt. Es hätte mich gefreut, wenn derjenige, der diesen Diskussionsfaden mit dieser doch recht scharfen Aussage eröffnet hat, das auch eindeutig eingeräumt und ebendiese seine mit drei Ausrufezeichen versehene Aussage zurückgenommen hätte.

RC: Falls Du mich damit meinst, nehme ich die Schärfe der Aussage gern zurück. Mea Culpa :o( . Die Pferde gehen einem eben leicht durch, wenn man solche Dinge liest, von denen man weiß, dass sie einfach ungenau formuliert sind und aus der eigenen akademischen ausbildung her mehr darüber weiß..Dein Artikel ist sicher sehr schön und keinesfalls "falsch".Diesen hatte ich auch gar nicht kritisiert. Nur die "Ungenauigkeit" einiger dieser Aussagen, ob sie nun von Dir kamen oder von den beteiligten Wissenschaftlern.
Aber lassen wirs gut sein ...
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Re: Physik-Gebabbel

Beitrag von AARN MUNRO » 19. September 2019, 12:44

Kardec hat geschrieben::D Etzat bist arg streng mit dem guten AARN

Der Berliner an sich u. A. speziell, neigt halt von Natur aus zur Großmäuligkeit u. Hochstapelei. Die "Berliner Schnauze" ist ja sprichwörtlich, muss man halt nur einordnen.
Hab ja seine Einlassungen weiter oben ironisiert.

A. schreibt ja er sei Gravitationsphysiker.
Ach :wub: , als ich das las, hab ich mir für einen kurzen Moment vorgestellt, wie er am Berliner Flughafen BER Antigravschächte baut, die zweifellos nicht funktionieren - also nicht wegen AARN, sondern weil am BER grundsätzlich nix funktioniert.
Aber, nach einer Schrecksekunde: es gibt ja gar keine Antigravschächte (seufz).
Im Berliner Kontext: Gravitationsphysiker heißt - er arbeitet bei einer Firma die Aufzüge herstellt bzw. wartet :P

Falls das so wäre, würde ich darauf achten, dass Du nicht abstürzt ... :D
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Re: Physik-Gebabbel

Beitrag von AARN MUNRO » 19. September 2019, 12:53

Aufgabe der Physik ist es unter anderem, adäquate Beschreibungen der beobacheteten Phänomene zu liefern und diese durch mathematisches Werkzeug bachvollziehbar und wiederholbar abzubilden. Ontologische Erklärungen gehören in den Bereich der Philosophie.Newton "erklärte" Kepler, indem er seine Gesetze aus dem einfachen Gravitationsgesetz mathrematisch erschloss bzw. herleiteteDem lag die Prämisse zugrunde, dass Materielle Körper sich durch eine Kraft anzihehen. Das hat er nicht weiter "erklärt". Die einsteinsche Fortsetzung dieser Theorie über Levi-Civita etc. beschreibt das beobachteteUniversum global und lokal bis auf Ereignisse nahe dem Urknall, wo die Mathematik der differentiellen und integralen Kontinuität versagtDeshalb gibt es noch keine wirklich kohärente Quantengravitation.
Die dunkle Energie ist aber aus den vollständigen Feldgleichungen der ART mit kosmologischer Konstante eindeutig "erklärbar", weil sie sich hier zwingend aus den Feldgleichungen ergibt. Beobachtung und mathematische Beschreibung stimmen überein.

Dass in einem verbesserten Modell noch mehr "erklärt" werden kann, ist trivial.Dass dunkle Materie z.B: irgendwann eindeutig beschrieben oder wegerklärt wird, ist auch erwartbar.Dass wir viele Ding (noch) nicht wissen, ist ebenfalls klar. Ontologie als Grundfrage nach dem Sein aber ist nicht Bestandteil der Physik.Die Physik fragt eher nach dem "wie", weniger nach dem "warum".
Wenn eine Gleichung eines Theorie-Modells die Beobachtung eindeutig "erklärt", ist gut.Dass jede Theorie offene FRagen am Rande enthält, ist Bestandteil der Struktur der Naturwissenschaft.Theorien sind eben nur falsifizierbar nicht beweisbar.
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Re: Physik-Gebabbel

Beitrag von AARN MUNRO » 19. September 2019, 13:10

AARN MUNRO hat geschrieben:
sondern exakt und korrekt. Es hätte mich gefreut, wenn derjenige, der diesen Diskussionsfaden mit dieser doch recht scharfen Aussage eröffnet hat, das auch eindeutig eingeräumt und ebendiese seine mit drei Ausrufezeichen versehene Aussage zurückgenommen hätte.

RC: Falls Du mich damit meinst, nehme ich die Schärfe der Aussage gern zurück. Mea Culpa :o( . Die Pferde gehen einem eben leicht durch, wenn man solche Dinge liest, von denen man weiß, dass sie einfach ungenau formuliert sind und aus der eigenen akademischen ausbildung her mehr darüber weiß..Dein Artikel ist sicher sehr schön und keinesfalls "falsch".Diesen hatte ich auch gar nicht kritisiert. Nur die "Ungenauigkeit" einiger dieser Aussagen, ob sie nun von Dir kamen oder von den beteiligten Wissenschaftlern.
Aber lassen wirs gut sein ...

Aber lassen wirs gut sein ... ich glaube, es ist nur noch ein Streit ums Rechthaben. Ich muss nicht rechthaben, denn ich weiß, dass ich rechthabe. :D

Kehren wir also alle in die Höhlen zurück, beten die Sonne an und leben auf der flachen Erde.Ketzer wie ich werden verbrannt.

PS: Warum kann ich eigentlich keine Admins "ignorieren"? Das ist unfair.Auch hier tritt nämlich mitunter ganz schön persönlicher Angriff auf (nicht wahr, Kardec?). Gibt es Bots bei Euch?Seid Ihr alle echte Menschen?
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Re: Physik-Gebabbel

Beitrag von nanograinger » 19. September 2019, 14:36

Soulprayer hat geschrieben:Oft sehe ich bei Publikationen "et al" - also so prominent werden wohl auch nicht alle Kollegen aufgezählt.
"et al" wird beim Zitieren gerne benutzt, letztlich aus Platzgründen. Genau deshalb ist es ja wichtig, dass die relevantesten Autoren vorne stehen.
Bei den Autorenlisten der Publikationen wirst du normalerweise kein "et al" finden (wäre ja noch schöner). Ausnahmen mag es bei Großkollaborationen geben. Ein Physical Review Letters ist nunmal auf vier Seiten begrenzt, da kann man keine drei Seiten für eine Autorenliste verwenden.

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Re: Physik-Gebabbel

Beitrag von nanograinger » 19. September 2019, 16:01

AARN MUNRO hat geschrieben:Aufgabe der Physik ist es unter anderem, adäquate Beschreibungen der beobacheteten Phänomene zu liefern und diese durch mathematisches Werkzeug bachvollziehbar und wiederholbar abzubilden. Ontologische Erklärungen gehören in den Bereich der Philosophie.Newton "erklärte" Kepler, indem er seine Gesetze aus dem einfachen Gravitationsgesetz mathrematisch erschloss bzw. herleiteteDem lag die Prämisse zugrunde, dass Materielle Körper sich durch eine Kraft anzihehen. Das hat er nicht weiter "erklärt".
Das ist ein gutes Beispiel, wie Physik und Philosophie/Ontologie eng miteinander verknüpft sind. Newton und Galilei haben nicht nur einfach mathematische Beschreibungen ("Erklärungen") für Beobachtungen geliefert, sie haben neue ontologische Begriffe definiert, bzw. geändert. Vor Newton und Galilei galt das aristotelische Prinzip, dass zur Aufrechterhaltung einer Bewegung eine Kraft aufgewandt werden muss. F = m * a ist nur eine mathematische Formel, aber dahinter steht das Prinzip, dass Kraft und Beschleunigung (nicht Geschwindigkeit) korrespondieren.

Über die Revolution des Denkens, die Einsteins Relativitätstheorien oder die Quantenphysik darstellen, brauchen wir gar nicht erst anfangen zu reden.
AARN MUNRO hat geschrieben: Die dunkle Energie ist aber aus den vollständigen Feldgleichungen der ART mit kosmologischer Konstante eindeutig "erklärbar", weil sie sich hier zwingend aus den Feldgleichungen ergibt. Beobachtung und mathematische Beschreibung stimmen überein.
Die dunkle Energie bzw. die kosmologischer Konstante ergibt sich keineswegs "zwingend" aus der Einstein-Gleichung. Die Einstein-Gleichung erlaubt Terme im Energie-Impuls-Tensor, die nicht mit dem Skalenfaktor a des Raumes skalieren, mehr nicht.

Dass die kosmologischer Konstante nicht "zwingend" notwendig ist, sieht man alleine schon daraus, dass Einstein sie erst einführte, und dann wieder strich und als "greatest blunder" bezeichnete ("größte Eselei", bin nicht sicher welche Sprache Einstein hier benutzte). Kein Mensch (außer Wissenschaftshistorikern) würde heute ein Wort dazu verlieren, wenn nicht die astronomischen Beobachtungen seit etwa 20 Jahren immer klarer zeigen, dass die Expansion des Universums sich "in letzter Zeit" (seit ein paar schlappen Milliarden Jahren) beschleunigt. Falls a) das stimmt und b) die ART hier anwendbar ist, folgt daraus die Existenz einer expansionsunabhängigen "dunklen" Energiedichte, die aktuell etwa 70% der gesamten beobachteten Energiedichte darstellt (dazu 25% dunkle Materie und etwa 5% bekannte Materie, deren Energiedichten mit 1/a3 skalieren). Die Herausforderung dieses Bereiches der Physik ist es, entweder i) die bisherigen Beobachtungen wiederlegen, ii) mögliche Erweiterungen der ART zu finden, oder iii) eine plausible Erklärung für die dunkle Energie zu geben (die Erklärung als "Vakuuumenergie" ist bekanntlich sehr problematisch, weil auf grandiose Weise viel zu groß).

Wer des Englischen mächtig ist und sich noch etwas an die Schulphysik erinnert, dem empfehle ich die auf Youtube verfügbaren Vorlesungen zu Kosmologie von Leonard Susskind von der Stanford University, die sehr nachvollziehbar die Grundlagen moderner Kosmologie erklären. Insbesondere Lecture 1, Lecture 2 und Lecture 4 erläutern die oben angerissenen Zusammenhänge.

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Re: Physik-Gebabbel

Beitrag von AARN MUNRO » 20. September 2019, 11:39

AARN MUNRO hat geschrieben:
Wenn wir in einer wissenschaftlichen (oder halbwegs wissenschaftlich sein wollenden) Diskussion aber mal den "God created man" Teil ausschalten ....


Du verstehst aber schon, was mit einer Parabel in diesem Zusammenhang gemeint ist? B-)
Du verstehst aber schon, was Kantsche nichtzusammenhängende Kategorien sind, deren Schnittmenge ergo leer ist?
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Re: Physik-Gebabbel

Beitrag von AARN MUNRO » 20. September 2019, 13:28

Deshalb schätze ich Rüdiger Vaas, der als BdW-Redakteur vom Fach ist und das Perry-Journal wirklich professionell gestaltet. Dafür übrigens auch mal Danke! Für Laien sind auch seine Sachbücher über Kosmologie und Relativität zu empfehlen.
Sie enthalten nur wenige Fehler ... :D
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Re: Physik-Gebabbel

Beitrag von AARN MUNRO » 20. September 2019, 13:34

naongrainger schreibt:
AARN MUNRO hat geschrieben:
Die dunkle Energie ist aber aus den vollständigen Feldgleichungen der ART mit kosmologischer Konstante eindeutig "erklärbar", weil sie sich hier zwingend aus den Feldgleichungen ergibt. Beobachtung und mathematische Beschreibung stimmen überein.


Die dunkle Energie bzw. die kosmologischer Konstante ergibt sich keineswegs "zwingend" aus der Einstein-Gleichung. Die Einstein-Gleichung erlaubt Terme im Energie-Impuls-Tensor, die nicht mit dem Skalenfaktor a des Raumes skalieren, mehr nicht.

Geschrieben habe ich, dass sich die dunkle Energie zwingend ergibt, wenn man die KK in die Feldgleichung einfügt, nicht, dass die KK "zwingend" ist.Das hast Du wohl falsch gelesen oder interpretiert. Das ist sie nicht, da hast Du recht!
Die Feldgleichung wurde auch lange Jahre ohne die KK betrachtet bzw. diskutiert. Mit dem Faktor ist sie bloß die maximale Umsetzung einer gravitativen Beschreibung im Viererraum.D.h. es gibt nicht noch mehr Terme in der Gleichung, solange man bei reinen Tensortheorien bleibt.Andere Arten der Erweiterung zur "Rettung der Phänomene" sind natürlich möglich. (z.B: Skalar-Tensortheorien etc.)Ansonsten stimme ich Deinem letzten Posting zu.
Ich selbst vermute aber, dass ein neuer Ansatz vonnöten ist, um alle beobachteten Phänomene widerspruchsfrei zu klären.Dieser Denkansatz würde eben auch neue Paradigmen hereinbringen.

Noch mal kurz zu der Ontologie in der Physik: Auch Newton erklärt nur, "wie "die Keplergesetze aus der Kraftgleichung herauskommen, nicht "warum". Dass die G-Kraft deren Ursache ist, ja ...natürlich, aber er erklärt die Kraft nicht ontologisch, leitet sie nicht aus Seinsfragen des "warum"her. Er beschreibt nur die mathematische Form der Beobachtungen.Auch die für Laien gedachte Einsteinsche, geometrische Interpretation der G-Kraft über die einfachen Modellbilder der "Mulden" der Raumzeit als gespanntes Tuch hilft da ontologisch kaum weiter.Sie verlegt nur die Erklärung des "wie" aus der Newtonschen Fernfeld-Überlegung in den geometrischen Bereich des Nahfeldes.
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Re: Physik-Gebabbel

Beitrag von AARN MUNRO » 20. September 2019, 13:47

AARN MUNRO hat geschrieben:
AARN MUNRO hat geschrieben:
Wenn wir in einer wissenschaftlichen (oder halbwegs wissenschaftlich sein wollenden) Diskussion aber mal den "God created man" Teil ausschalten ....


Du verstehst aber schon, was mit einer Parabel in diesem Zusammenhang gemeint ist? B-)
Du verstehst aber schon, was Kantsche nichtzusammenhängende Kategorien sind, deren Schnittmenge ergo leer ist?

"Gott" gehört in die Theologie und das Universum in die Physik.Versuche von Schnittmengen mit nichtleere Bildung a la deChardin sind bis jetzt allemal schiefgegangen.
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Re: Physik-Gebabbel

Beitrag von Eric Manoli » 20. September 2019, 14:39

AARN MUNRO hat geschrieben:"Gott" gehört in die Theologie und das Universum in die Physik.
Das haben viele große Physiker anders gesehen.
>>Sie unterscheiden sich nicht so sehr von uns, wie ich es befürchtet hatte. Die Anordnung der Organe ist klar, wenn auch unterschiedlich. Das Skelett ist ebenfalls abweichend. Immerhin haben sie Blut wie das unsere.<<

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Re: Physik-Gebabbel

Beitrag von nanograinger » 20. September 2019, 15:35

AARN MUNRO hat geschrieben:naongrainger schreibt:
AARN MUNRO hat geschrieben:
Die dunkle Energie ist aber aus den vollständigen Feldgleichungen der ART mit kosmologischer Konstante eindeutig "erklärbar", weil sie sich hier zwingend aus den Feldgleichungen ergibt. Beobachtung und mathematische Beschreibung stimmen überein.


Die dunkle Energie bzw. die kosmologischer Konstante ergibt sich keineswegs "zwingend" aus der Einstein-Gleichung. Die Einstein-Gleichung erlaubt Terme im Energie-Impuls-Tensor, die nicht mit dem Skalenfaktor a des Raumes skalieren, mehr nicht.
Geschrieben habe ich, dass sich die dunkle Energie zwingend ergibt, wenn man die KK in die Feldgleichung einfügt, nicht, dass die KK "zwingend" ist.Das hast Du wohl falsch gelesen oder interpretiert. Das ist sie nicht, da hast Du recht!
Ich störe mich hauptsächlich an deiner Formulierung "zwingend". Die Einstein-Gleichung mag manches erzwingen, aber sicher nicht die dunkle Energie und/oder Kosmologische Konstante. Über den Begriff "erklärbar" brauchen wir nicht zu streiten, das hängt wesentlich von der jeweiligen Person ab, genauso wie es von der jeweiligen Person abhängt, ob man gewisse Dinge in PR als "plausibel" betrachtet.
AARN MUNRO hat geschrieben: Noch mal kurz zu der Ontologie in der Physik: Auch Newton erklärt nur, "wie "die Keplergesetze aus der Kraftgleichung herauskommen, nicht "warum". Dass die G-Kraft deren Ursache ist, ja ...natürlich, aber er erklärt die Kraft nicht ontologisch, leitet sie nicht aus Seinsfragen des "warum"her. Er beschreibt nur die mathematische Form der Beobachtungen.Auch die für Laien gedachte Einsteinsche, geometrische Interpretation der G-Kraft über die einfachen Modellbilder der "Mulden" der Raumzeit als gespanntes Tuch hilft da ontologisch kaum weiter.Sie verlegt nur die Erklärung des "wie" aus der Newtonschen Fernfeld-Überlegung in den geometrischen Bereich des Nahfeldes.
Wir haben offenbar unterschiedliche Meinungen, was alles unter "Ontologie" zu verstehen ist. Wenn wir Wikipedia heranziehen:

"Die Ontologie ... ist eine Disziplin der (theoretischen) Philosophie, die sich mit der Einteilung des Seienden und den Grundstrukturen der Wirklichkeit befasst."

Physik befasst sich meines Erachtens durchaus mit den "Grundstrukturen der Wirklichkeit". Und spätestens mit der Frage, ob die Wellenfunktion real ist, berührt es auch die Frage des Seienden.

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AARN MUNRO
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Re: Physik-Gebabbel

Beitrag von AARN MUNRO » 21. September 2019, 08:54

nanograinger schreibt:
Die Ontologie ... ist eine Disziplin der (theoretischen) Philosophie, die sich mit der Einteilung des Seienden und den Grundstrukturen der Wirklichkeit befasst."
Physik befasst sich meines Erachtens durchaus mit den "Grundstrukturen der Wirklichkeit". Und spätestens mit der Frage, ob die Wellenfunktion real ist, berührt es auch die Frage des Seienden.
Nach oben

Physik beschäftigt sich mit der Frage: "Wie ist die Welt?" nicht "Warum ist die Welt?" Das ist Ontologie und somit Bestandteil der Philosophie ... zumindest heutzutage noch. Später mag das anders sein, falls Disziplinen verschmelzen ... und man der Beschreibung des Urknalles in den ersten Zeiteinheiten näher kommen kann.
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Kardec
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Re: Physik-Gebabbel

Beitrag von Kardec » 7. Oktober 2019, 14:46

AARN MUNRO hat geschrieben:..........................................
Kardec:
Hitzig? Nicht wirklich ... alles blieb rein sachlich, auf die Themen bezogen. Und Dein netter Link hat keineswegs "Luft raus" gelassen." Ich habe den Text im Standard gelesen. Wenn Du mächtest, kann ich ihn sachlich kommentieren, auch im Thread: Physik-Gebabbel gern, nicht hier. B-)
Ich seh, offen gestanden, grad keinen aktuellen Diskussionsbedarf. Weiiiiiiil: Ich durchforste täglich 11 Zeitungen nach für mich interessanten Themen - plus Fachzeitschriften, die natürlich nicht täglich.
Meine Quintessenz daraus - bewusst für die mitlesenden Forumler kurz u. verständlich dargestellt:
Die Spitzenwissenschaft in den Bereichen Kernphysik u. Astrophysik ist aktuell komplett verzweifelt weil 0,nix vorangeht.
Alles nur mathematische Trockenübungen. Nur weils mathematisch möglich ist, bedeutet dies ja noch lange nicht, daß dies auch existiert.
Aber dies muss ich dir ja nicht erzählen.

Im klassichen wissenschaftlichem Vorgehen, entdecken, messen, experimentell wiederholen, herrscht aktuell absolute Windstille.
Drum fand ich auch, offen gestanden, deine und "haluts" Argumentation, Robert Corvus gegenüber in diesem Thread hier, reichlich absurd.

Heut dazu mal wieder im "STANDARD" entdeckt.
https://www.derstandard.at/story/200010 ... ze-bleiben

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nanograinger
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Re: Physik-Gebabbel

Beitrag von nanograinger » 8. Oktober 2019, 09:47

Aus dem Spoiler-Threas zu PR 3031
nanograinger hat geschrieben:
Kardec hat geschrieben:...
Der rechte Ort dafür ist der Thread "Physik-Gebabbel"
https://forum.perry-rhodan.net/viewtopi ... 0&start=25

Übrigens ein schöner Ort die Methode "halut" zu beobachten. Da wurde, zusammen mit "AARN M." Robert Corvus belehrt, daß er so schlichte und leicht zu erklärende Dinge wie die "Dunkle Energie" doch bitte nicht unnötig verkomplizieren möge :D

Das wurde zwischen den Dreien doch recht schön hitzig - so wie ich es gern habe :P

Da ich, wenn ein Autor im Spiel ist, naturgemäß genauer hinschaue, hab ich mich entschlossen auf Vagnichn zu verzichten und hab einen herzlosen, aktuellen Link aus dem Wissenschaftsteil des "Standard" gesetzt. Da ist dann aus dem aufgeblasene Ballon pfffffffffffffffffft die Luft entwichen - fertig.
Das ist ein schönes Beispiel wie selektiv Wahrnehmung ist, und wie gerade Selbstwahrnehmung und Fremdwahrnehmung weit auseinanderklaffen können. B-)

Mehr dazu im oben zitierten Thread.
halut hat mitnichten bemängelt, dass "man" die "Dunkle Energie" "unnötig verkomplizieren" würde. halut hat vollkommen zurecht daruf hingewiesen, dass Aussagen wie "We only understand 4% of what makes up the universe." reißerischer Marketing-Unfug der beteiligten Wissenschaftler und Institutionen ist.
Und Robert Corvus Formulierung "Dieses Phänomen macht uns deutlich, dass wir so gut wie nichts über das Universum wissen." übernimmt dieses Marketing-Sprech nahezu unreflektiert.

Es ist für mich schwer vorstellbar, dass Robert Corvus bspw. RWE besuchen würde, um sich über den Klimawandel o.ä. zu informieren. Und dann in einem Artikel die entsprechende Eigendarstellung der Firman ähnlich unreflektiert übernehmen würde. Der Grund ist klar: Über das Eigeninteresse von RWE braucht man kein Wort zu verlieren. Dass aber gerade in den USA (aber nicht nur da) auch Wissenschaftler und deren Institutionen Eigeninteressen haben, wird leicht übersehen.

Zu deinem "Der Standard-Zitat": Danke für das Link, aber den Eindruck, dass du damit die "Luft" aus einem "aufgeblasenen Ballon" hast entweichen lassen, ist vermutlich nur dein eigener. Die "Diskussion" war nämlich schon beendet, sowohl halut als auch Robert Corvus hatten ihren Standpunkt klar gemacht.

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Re: Physik-Gebabbel

Beitrag von nanograinger » 8. Oktober 2019, 10:07

Kardec hat geschrieben:...
Ich seh, offen gestanden, grad keinen aktuellen Diskussionsbedarf. Weiiiiiiil: Ich durchforste täglich 11 Zeitungen nach für mich interessanten Themen - plus Fachzeitschriften, die natürlich nicht täglich.
Sehr lobenswert. B-)
Kardec hat geschrieben:...
Meine Quintessenz daraus - bewusst für die mitlesenden Forumler kurz u. verständlich dargestellt:
Die Spitzenwissenschaft in den Bereichen Kernphysik u. Astrophysik ist aktuell komplett verzweifelt weil 0,nix vorangeht.
Alles nur mathematische Trockenübungen. Nur weils mathematisch möglich ist, bedeutet dies ja noch lange nicht, daß dies auch existiert.
Aber dies muss ich dir ja nicht erzählen.

Im klassichen wissenschaftlichem Vorgehen, entdecken, messen, experimentell wiederholen, herrscht aktuell absolute Windstille.
Drum fand ich auch, offen gestanden, deine und "haluts" Argumentation, Robert Corvus gegenüber in diesem Thread hier, reichlich absurd.

Heut dazu mal wieder im "STANDARD" entdeckt.
https://www.derstandard.at/story/200010 ... ze-bleiben
Deine Darstellung, dass "in den Bereichen Kernphysik u. Astrophysik" "0,nix" vorangeht, ist wiederum dein eigener Endruck. Tatsache ist aber, dass gerade die Astrophysik in den letzten Jahren und Jahrzehnten gewaltige Fortschritte gemacht wurden (und zwar experimentell, d.h. Beobachtungen), was die ganzen Fragen nach Dunkler Materie und Dunkler Energie ja überhaupt erst ausgelöst hat. Und die beginnenden multi-modalen Beobachtungen durch die neu hinzukommende Gravitationswellen-Detektoren läuten gerade wieder eine neue Phase der Astro(teilchen)physik ein.

Von "absoluter Windstille" "im klassichen wissenschaftlichem Vorgehen" kann überhaupt keine Rede sein, im Gegenteil.

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