Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Unvergessene Abenteuer, legendäre Zyklen - nachgelesen und neu diskutiert.
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Die PR-Serie erreichte mit dem Kosmischen Schachspiel ihren Höhepunkt.
2
9%
Interessanter/besser als die vorhergehenden Zyklen (Cappins, Schwarm, Altmutanten)
8
36%
Schlechter als die vorhergehenden Zyklen (Cappins, Schwarm, Altmutanten)
3
14%
Vergleichbar mit Apfelkuchen
9
41%
 
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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Faktor10 » 10. September 2019, 23:05

Ich meine gehört zu haben oder gelesen zu haben dass eine von den beiden Stationen vernichtet worden ist
Unbelehrbarer Altleser.Allem Neuen aber aufgeschlossen. Leider mit ausgeprägter Rechtschreibschwäche.

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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von dandelion » 10. September 2019, 23:13

Das ist Midway-Station. Wurde laut PP um 493 NGZ zerstört.

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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Faktor10 » 10. September 2019, 23:13

Leider.
Unbelehrbarer Altleser.Allem Neuen aber aufgeschlossen. Leider mit ausgeprägter Rechtschreibschwäche.

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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Tiberius » 11. September 2019, 14:22

dandelion hat geschrieben:Das ist Midway-Station. Wurde laut PP um 493 NGZ zerstört.
In Band 1404 erkundete die TS-CORDOBA vom Tarkan-Verband die Situation bei den Maahks und fand die Midway-Station zerstört vor.
Leser sind in der Überzahl und machen sich demzufolge mehr Gedanken über einen Roman, als es ein Autor je könnte.

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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von dandelion » 11. September 2019, 22:49

Über die näheren Umstände der Zerstörung von Midway ist anscheinend nichts bekannt. PP schweigt sich aus, die Nr. 1404 habe ich nicht. Lookout-Station existierte zur Handlungszeit von PR 1404 noch, wurde aber später wohl nicht mehr erwähnt. Oder doch???

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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Faktor10 » 11. September 2019, 23:03

?? Glaube nicht.
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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Tiberius » 12. September 2019, 17:41

dandelion hat geschrieben:Über die näheren Umstände der Zerstörung von Midway ist anscheinend nichts bekannt. PP schweigt sich aus, die Nr. 1404 habe ich nicht. Lookout-Station existierte zur Handlungszeit von PR 1404 noch, wurde aber später wohl nicht mehr erwähnt. Oder doch???
Wenn ich mich richtig erinnere, wurde in Band 1404 gesagt, dass Midway-Station bei einem Hauri-Angriff zerstört worden sei.
Lookout-Station könnte in den Zyklen Terranova, Negasphäre oder Stardust vorgekommen sein, da die Reise zwischen Milchstraße und Hangay und Andromeda wieder schwieriger geworden war aufgrund der Hyperimpedanzerhöhung. Genaue Heftangaben habe ich jedoch nicht.
Leser sind in der Überzahl und machen sich demzufolge mehr Gedanken über einen Roman, als es ein Autor je könnte.

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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von dandelion » 13. September 2019, 23:18

Klaus Eberhardt hat geschrieben: Interessant auch dass Hoffmann in diesem Vorwort fast hymnisch den Gehirnteil anpreist, der ungekürzt gebracht werden soll ("versprochen").
Ganz wurde dieses Versprechen dann doch nicht gehalten. Laut PP fehlen in den Silberbänden die Hefte 634, 638 und 639. Warum das gemacht wurde, wird vielleicht beim Lesen der Romane klar. Aber das dauert noch.

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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Nisel » 13. September 2019, 23:26

dandelion hat geschrieben:
Klaus Eberhardt hat geschrieben: Interessant auch dass Hoffmann in diesem Vorwort fast hymnisch den Gehirnteil anpreist, der ungekürzt gebracht werden soll ("versprochen").
Ganz wurde dieses Versprechen dann doch nicht gehalten. Laut PP fehlen in den Silberbänden die Hefte 634, 638 und 639. Warum das gemacht wurde, wird vielleicht beim Lesen der Romane klar. Aber das dauert noch.
Als ich an der Stelle war, hab ich mir so langsam Gedanken gemacht ob ich nicht auf die Hefte umsteigen soll... etwas später habe ich das dann gemacht und von Vorne angefangen. Und nie bereut!

Da fehlte mir einfach zuviel dann.
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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von GECP » 15. September 2019, 22:08

dandelion hat geschrieben: Ganz wurde dieses Versprechen dann doch nicht gehalten. Laut PP fehlen in den Silberbänden die Hefte 634, 638 und 639. Warum das gemacht wurde, wird vielleicht beim Lesen der Romane klar. Aber das dauert noch.
Ich habe den ES/Anti-ES-Zyklus nur teilweise gelesen und das ist auch schon ein paar Jährchen her. Hat man in den Büchern den Teil mit Andro-Rhodan komplett weggelassen (wie den Teil mit Heiko Anrath im M-87-Zyklus)?

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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Faktor10 » 15. September 2019, 22:29

Keine Ahnung. Ich kenne nur die Hefte. :(
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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Richard » 15. September 2019, 23:27

Ich denke nicht, dass man den Teil in den Silberlingen weggelassen hat. Womöglich wurde er gekürzt.

Aber siehe selbst in dieser Liste der nicht enthaltenen Hefte in den Silberlingen.

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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Yman » 24. September 2019, 18:56

1973 erschien Band 616 der Perry Rhodan Serie:

"Die Andro-Pest" von H. G. Ewers.

Nachfolgendes, Text und Bild, wurden per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen: Die Andro-Pest
Bild
Die MESACION verlässt am 7. April 3457 Lookout-Station mit der überlebenden terranischen Crew und begibt sich auf den Rückweg zur Milchstraße. Unterwegs durchfliegt der Kugelraumer den Richtstrahl einer permanenten, lediglich lichtschnellen Funksendung. Als Ausgangspunkt kann der Randbezirk der Andromeda-Galaxie lokalisiert werden. Der Inhalt des Funkspruches wird durch bakterielle Sporen dargestellt. Diese von Dr. Yüan Tsung entdeckten »Bakto-Sporen« sind offensichtlich bei Lookout-Station mit dem PAD-Erreger in Berührung gekommen, der sie mutieren ließ.

Die Sporen befallen mehrere Mitglieder der Besatzung. Nachdem die Bakto-Sporen in ausreichender Anzahl gekeimt sind, vermehren sie sich im gesamten Körper der infizierten Person. Innerhalb von einigen Stunden kommt es zur Ballung ungezählter Erreger und zur Bildung von »Modellen«, die zumeist geometrische Formen, aber auch Bauwerke oder Figuren darstellen. Diese Strukturen sind einige Zentimeter groß und können im gesamten Körper entstehen, bis sie schließlich durch die Haut aus dem Körper des Befallenen herausbrechen. Entstehen diese Gebilde in lebenswichtigen Organen, führt die Infektion zum Tode, sofern sie nicht rechtzeitig operativ entfernt werden.

Die bald Andro-Pest genannte Seuche greift allerdings auch anorganische Stoffe an und zerfrisst Schiffskomponenten aus Leichtmetall und verschiedenen Kunststoffen. Angesichts der zunehmenden Schäden an Material und Besatzung entscheidet Julian Tifflor, auf der Hundertsonnenwelt zu landen, die sich in relativer Nähe befindet. Diese Absicht lässt die von der PAD-Seuche betroffenen Terraner revoltieren. Mit der Hilfe der ebenfalls infizierten Plasma-Komponente der Biopositronik der MESACION können die Meuterer die Kontrolle über die Triebwerke erlangen und darüber hinaus die Selbstzerstörungsautomatik aktivieren. Erst als Goshmo-Khan sich mit dem Bordgehirn verbindet, können die Manipulationen rückgängig gemacht werden. Als das Raumschiff am 16. April 3457 die Hundertsonnenwelt letztlich erreicht, gibt es lediglich 14 Überlebende an Bord.

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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Faktor10 » 25. September 2019, 05:15

Ich finde das ist ein sehr gelungenes Titelbild
Nun ist wieder ein Kapitel abgeschlossen
Mir hat der Roman gut gefallen
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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von thinman » 25. September 2019, 09:51

Faktor10 hat geschrieben: Nun ist wieder ein Kapitel abgeschlossen
Und jetzt wissen wir auch, warum die Milstraße abgesperrt war, als die Maahks ihre Schatten fürchteten.
Ja, das war ein schöner Roman, vielleicht war da eine der erzählerischen Wurzeln der Abruse gelegt.

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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Klaus Eberhardt » 26. September 2019, 19:08

Ich hab den Band grad gelesen, sehr interessant wie sich hinter grauem Nebel manchmal die Erinnerung an eine Lektüre vor über 35 Jahren zeigte.

Am Anfang plätschert alles dahin, mir zu detailverliebte Beschreibungen von Technik, Ausrüstung und ärztlichen Tätigkeiten und Operationen (zB ein Röntgen a la 60ger Jahre; oja und Männer in Weiss sind halt immer tolltoll). Dann ein Seuchen in der Seuche-Wahnsinn-Meuterei-Arzt Roman, jedes dieser Themen gab es schon damals x-fach. Das Geschreibsel ist flott lesbar, mit der typischen Mischung aus steifen und hölzernen Phasen und halb (oder besser viertel) lustigem, zur Handlung unpassendem Klamauk. Aufgefallen ist mir noch die seltsame Nicht-Gliederung des Textes, kein Absatz wo ein klarer Bruch in der Handlung war, hin und wieder ein verlorenes Sternchen. Die Rettung bzw. der Schluss ist an den Haaren herbeigezogen, aber auch nicht viel anders als heute in zB Hollywood-Blockbustern oder manchem PR Roman.

Durchaus ein interessantes Leseerlebnis, aber ein unterdurchschnittlicher Roman.

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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Nisel » 27. September 2019, 18:36

Also ganz ehrlich, ich hab keinerlei Erinnerung an diesen Roman. Null, nix, nicht vorhanden.... irgendwie find ich das bedenklich und erkläre es mir so, daß ich den höchsten quergelesen habe, weil mich das ganze PAD-Thema mehr genervt hat als unterhalten...
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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Yman » 29. September 2019, 19:38

1973 erschien Band 617 der Perry Rhodan Serie:

"Der Kampf um die Positronik" von Clark Darlton.

Nachfolgendes, Text und Bild, wurden per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen: Der Kampf um die Positronik
Bild
Nachdem sich die Posbis bereits Mitte März 3457 ausnahmslos aus der Milchstraße zurückgezogen haben, erhält Perry Rhodan am 3. April im Solsystem einen Hilferuf des Zentralplasmas. Der Großadministrator schickt daraufhin die KOGHANOR, ein von Major Pera Kondor kommandiertes Forschungsschiff auf der Basis eines Superschlachtschiffes der IMPERIUMS-Klasse, zur Hundertsonnenwelt. Am 11. April erreicht der Kugelraumer mit Geoffry Abel Waringer und seinem Team, Gucky und Takvorian an Bord sein Ziel.

Die Expedition findet Suntown verlassen vor, da alle Terraner durch die PAD-Seuche zurück in die Milchstraße gezogen wurden. Lediglich ein insektoides Lebewesen, das sich selbst als Kreehl bezeichnet, verweilt noch dort. Das telepathisch begabte Geschöpf ist nach eigenen Angaben mit einem der ehemaligen Bewohner Suntowns zur Hundertsonnenwelt gelangt.

Weitere Erkundungen ergeben, dass das Zentralplasma sich bisher durch seine schiere Masse erfolgreich gegen die PAD-Seuche zur Wehr setzen konnte. Allerdings sind zahlreiche Plasmakomponenten von Posbis und Fragmentraumer-Kommandanten infiziert worden, die jedoch alle rechtzeitig vernichtet werden konnten, bevor sie allzu großen Schaden anrichteten. Diese Taktik führt aber nicht bei den verseuchten Knotenpunkten zum Erfolg, da sich diese innerhalb der zentralen Hyperinpotronik der Hundertsonnenwelt befinden. Waringer und sein Team versuchen, zu den infizierten Komponenten vorzudringen, werden aber durch den Zentralrechner eingeschlossen und können nur durch den Einsatz Guckys und des Kreehls befreit werden. Ähnlich erfolglos erweisen sich weitere Versuche, zu den Knotenpunkten vorzustoßen.

Unterdessen erreicht auch die MESACION die Posbi-Heimatwelt. Die Andro-Pest hat dem Kugelraumer jedoch bereits so massive Schäden zugefügt, dass die 14 Überlebenden das Raumschiff im  Wikipedia-logo.png Orbit aufgeben und sprengen müssen. In der Folge kann Waringer herausfinden, dass die »Bakto-Sporen«, die sich auch in den Körpern der MESACION-Überlebenden befinden, durch den Einsatz von entsprechend modulierten Magnetfeldern entfernt werden können. Nachdem die auf diese Weise entzogenen Sporen in Behälter gesammelt werden, entwickeln Julian Tifflor und Gucky einen Plan, bei dem das Plasma der verseuchten Knotenpunkte durch den gezielten Einsatz der Andro-Pest getötet werden sollen. Dieses Vorhaben gelingt, und das Zentralplasma kann wieder die vollständige Kontrolle erlangen. Die KOGHANOR fliegt ins Solsystem zurück, wobei sie unterwegs den Kreehl auf dessen Heimatplaneten Kreehlos absetzt. Das Schiff erreicht am 25. April 3457 Terra.

Währenddessen wird ANTI-ES von ES ermahnt, im kosmischen Schachspiel nicht mit Kräften zu wirken, die diejenigen des Universums übersteig

en. Der Gegenspieler der Superintelligenz entgegnet, dass die Spielfiguren, obwohl sie bei seinem letzten Zug einer besonderen Härte ausgesetzt gewesen wären, nicht vernichtet werden würden.

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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Klaus Eberhardt » 1. Oktober 2019, 08:54

617:

Sprachlich eine Nummer besser als der Vorgänger. Das Titelbild mit Gelbstich, so wie die inzwischen vergilbten Seiten im Heft. Die Gucky-Pferd-Wespe Geschichte ist märchenhaft-kindlich, vgl. auch das Innenbild auf S.60. War das bewusst so weil der Leserkreis vielleicht im Durchschnitt sehr jung war? Könnte ein typischer Gucky-Darlton sein.
Witzig die Leserbriefe, besonders einer: Spitzenautoren Voltz und Mahr, und "Wenn Clark Darlton nicht einen Narren an Gucky gefressen hätte, gehörte er auch dazu." :lol: Schon damals die belehrenden Physik- und Technik Experten und Zuschriften, aus denen die Ernsthaftigkeit ("eigentlich will ich ja nur unterhalten werden, aber …"), mit welch manch einer an PR herangeht, hervorgeht.

Inhalt beginnt gut mit einem sympathischen Forschungsschiff. Dann kommen mehr oder weniger interessante Versuche, die Positronik zu säubern. Dann landet zufällig der geniale Tifflor, dem kommt die rettende Idee (no-na). Bemerkenswert ist die Schilderung eines Tierversuchs und die bildliche Beschreibung des Plasmas. Insgesamt eine bescheidenen Story. Höhepunkt die pseudo-philosophisch universale Weltsicht des Kreehlos. Menschen sehr (Auto)aggressiv. Trotz aller Technik ist die Erde kein Paradis mehr, unwiderbringlich. Dass aber ein Paradisplaneten keinen interessiert weil die dortigen Lebewesen so nett und friedlich sind (dass sie von Menschen wie Haustiere gehalten werden)… das versteht nicht einmal der geniale Tifflor. Aber Gucky hat es sofort kapiert.

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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von dandelion » 3. Oktober 2019, 23:06

Die Erde wäre ein Paradies... wenn es kein Solares Imperium geben würde. Hört sich seltsam an, noch dazu aus dem Munde eines Mausbibers, der beileibe nicht immer zart besaitet ist und war.

Die Idee des Solaren Imperiums stammte wohl, wie so vieles andere, von Scheer. Da musste Darlton ab und zu kräftig opponieren.

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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Yman » 11. Oktober 2019, 17:57

1973 erschien Band 618 der Perry Rhodan Serie:

"Zweikampf der Immunen" von Hans Kneifel.

Nachfolgendes, Text und Bild, wurden per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen: Zweikampf der Immunen
Bild
Der Androide Anti-Homunk wird von ANTI-ES entsandt, um im Solsystem den »Wissenden« zu töten. Dieser stelle insofern eine Gefahr dar, dass er als einzige Person in der Lage sei, die Vernichtung der Terraner durch die PAD-Seuche noch aufhalten zu können. Als Anti-Homunk am 2. Mai 3457 im Solsystem ankommt, ist dort die Seuche bereits in ihre dritte Phase getreten, die durch die stetige Abnahme der Lebensenergie mit dem Tod der Infizierten endet. Das Kunstwesen kann den »Wissenden« in Terrania lokalisieren.

Kol Mimo, so der Name der gesuchten Person, stammt nach eigenen Angaben von Plophos und ist das einzige Wesen in der Milchstraße, das gegen die PAD-Seuche immun ist. Er ist fast zwei Meter groß und sieht aus wie ein Skelett, das lediglich mit einer Haut übergezogen wurde. So wirkt auch der Schädel totenkopfähnlich, die Haut pergamentartig und straff. Er hat schwarze, ausdrucksvolle Augen. Die körperlichen Veränderungen wurden durch einen Paradim-Unfall bewirkt, bei dem es zu einem so genannten »Normalmassenschwund« gekommen ist. Seine körperliche Kraft und geistigen Fähigkeiten wurden dadurch allerdings nicht beeinträchtigt.

Mimo befindet sich in Imperium-Alpha, wo er das Eintreffen Anti-Homunks im Solsystem mithilfe seiner Parasinne spüren kann. Er versucht, den Androiden in der Kontrollzentrale in eine Falle zu locken, aus der dieser sich jedoch mit einem Mikro-Transmitter befreien kann. Nachdem der PAD-Immune das Raumschiff des Gesandten von ANTI-ES vernichten konnte, führt die Auseinandersetzung die beiden Kontrahenten über ganz Terra. Schließlich kommt es am 7. Mai 3457 in einem Hochtal in den Anden zum finalen Duell, bei dem Mimo Anti-Homunk mit einem Colt-Revolver töten kann. Bei der Pistole handelt es sich um ein Modell Peacemaker Kaliber 45 vom gleichen Typ, wie sie von Perry Rhodan auf Wanderer im Rahmen des Galaktischen Rätsels im Jahre 1976 benutzt wurde. Anschließend begibt sich Kol Mimo wieder nach Terrania.

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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Faktor10 » 11. Oktober 2019, 19:25

Zwei Kampf der Immunen. Wie ja viele wissen mag ich die Romane von Kneifel überhaupt nicht. Aber dieser Roman hat mir sehr gut gefallen. Diesmal passte sein Schreibstiel zum Roman und brachte die Atmosphäre einer untergehenden Galaxis sehr gut rüber. Kol Mino möchte etwas einleiten was unter den Lesern sehr lange sehr kontrovers diskutiert wurde. Ich fand seine Lösung aber sehr gelungen. Aber dazu kommen wir ja noch. Einfach gesagt, der Roman ist flott und unterhaltsam geschrieben und das Tibi passt gut zum Roman.
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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Quinto » 11. Oktober 2019, 20:03

Tja, Heft 618 hätte ein prima Duellroman werden können, wenn ihn nicht Kneifel geschrieben hätte. Aber so wurde es nur eine recht fade Geschichte aus drei Teilen.

Teil 1: Anti-Homunk betet seinem Meister seine Aufgabe herunter, um zu zeigen, dass er prima auswendig lernen kann: Losfliegen, suchen, eliminieren. Sehr gut, Note 1. Drei Seiten durch und der Leser weiß, worum es geht.

Teil 2: Anti-Homunk fliegt ab, sucht, beobachtet Belangloses und irgendwann, "ping", hat er was gefunden. Zwischendurch überaus intelligente Unterhaltung mit dem Bordrechner. Umblende: Kol Mimo überlegt sein Vorgehen, als es auch bei ihm irgendwie "ping" macht. Begleitet von beiderseitigen Selbstgesprächen über die Situation kommen sich beide Kontrahenten näher.

Teil 3: Sie treffen sich und ersetzen nun die Selbstgespräche durch gegenseitige Versicherungen, man werde den anderen erledigen. Genialer Höhepunkt: Anti-Homunk wird mittels einen antiken Revolvers erschossen. Klar, darauf wäre doch jeder gekommen, der Band 19 kennt. Damals allerdings steckte Logik dahinter, denn der Wildwest-Bandit konnte, wie er Rhodan mitteilte, nur "in seiner Zeit" besiegt werden, eben mit der altertümlichen Waffe, die Rhodan vorher gefunden hatte (auch in Computerspielen muss man manchmal die richtige Waffe haben, sonst klappt's nicht). Klar, dass Anti-Homunk als moderner Nicht-Wildwestler auch nur damit erschossen werden kann. Ich nehme zu Kneifels Gunsten an, dass das so im Exposé stand.

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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Faktor10 » 11. Oktober 2019, 20:31

So unterschiedlich sind die Meinungen.So kann man den Roman auch sehen.
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Re: Klassiker - Das Kosmische Schachspiel (PR 600 - 649)

Beitrag von Klaus Eberhardt » 18. Oktober 2019, 09:36

Ein "Man fliegt in ein Sonnensystem, wandelt über einen fast leeren Planeten und kämpft dann zwei" -Roman. Herrlich der muskelbepackte Arnold als Werbeanzeige, das war schon 1973, da war noch nicht abzusehen welche Ikone aus ihm entstehen wird.
Es beginnt mit einer anscheinend Kneifel-typischen mit Superlativen herumschmeißenden Eigenschaftswort-technikbeschreibende-Einleitungsorgie. Wenn man das überstanden hat ist das Heft recht lesbar.
Aufgrund der Einführung der Figur KolMino wurde das Heft auch im Silberband verwurschtet.

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