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Lumpazie
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Am Montag, den 18. Juli 1983 erschien der Band 615 der Atlan-Serie:

Angriff der Unsichtbaren

von Hans Kneifel

Bild


Handlung:

Zwei Tage ist es her, seit Barleona ihre Erinnerungen teilweise zurückgewann und nun weiß, dass sie Iray Vouster heißt. Ihr ist ebenfalls bewusst, dass ihr Bruder Benjamin mit Anti-Homunk identisch ist und es fragt sich, wie sich das auf die Beziehung zu Atlan auswirken wird. Doch zunächst fliegt die TAUPRIN weiter durch den Staubmantel, gefolgt von der CHYBRAIN und der FARTULOON. Dazu empfängt Federspiel weiterhin einen schwachen Impuls von Cpt'Carch.

Nach einiger Zeit kollidiert Manifest J mit einem unsichtbaren Riff und die Tauprin-Intelligenz hält Reparaturen für unerlässlich. Das Schwanenschiff steuert eine nahe Sonne mit sechs Planeten an. Die zweite Welt wird, wie Federspiel feststellt, von ihren Bewohnern Uhzwutz genannt (steinzeitliche Kultur), die Sonne Emtau.

Nach der Landung erweisen sich die Uhzwutzer als 1,50 Meter große Wesen, eine Mischung aus Pflanze und Tier mit Schädeln, die an Darstellungen altägyptischer Götter erinnern. Sie werden von Aork angeführt und halten die Ankömmlinge anfangs für kalacktische Dämonen. Doch dann gestaltet sich der Kontakt friedlich. Ihr Hinweis auf allgegenwärtige unsichtbare Geister (die sich zu bestimmten Zeiten zeigen und als weiße Säulen beschrieben werden) klingt glaubhaft.

Unterdessen tasten sich die FARTULOON und die CHYBRAIN langsam in der Dunkelzone voran. Bjo Breiskoll hat keinen Kontakt zu Federspiel oder Sternfeuer, dafür taucht plötzlich der Name Murrleufer in seinem Bewusstsein auf. Kurz darauf wird ein Würfel voraus geortet. Er hat eine Kantenlänge von elf Kilometern, ist durchlöchert und besteht aus Basalt. Er scheint nicht von Bedeutung zu sein und der Flug wird fortgesetzt.

Die TAUPRIN wird tatsächlich von unsichtbaren Hammerschlägen attackiert. Das Atlan-Team, allen voran Insider, Tyari, Sanny und der Techniker Jork Garrett, geht auf die Jagd auf Unsichtbare. Dabei kreuzt der Begriff Whyburin in ihren Gedanken auf. Zur Unterstützung lässt die Tauprin-Intelligenz die Beiboote TOCHTER und SOHN starten. Nach einiger Zeit kann der erste Kalackter sichtbar gemacht werden. Er versteckt sich hinter einem ovalen Feld und gleicht einer weißen Säule. Das bleibt aber der einzige Erfolg und wenig später sind beide Beiboote zerstört, die TAUPRIN selbst wird diesen Planeten nie wieder verlassen können.

Die Tauprin-Intelligenz hat nur noch eine Bitte, nämlich aus dem Gefängnis, in dem ANTI-ES sie eingekerkert hat, befreit zu werden, um in die Namenlose Zone zurückkehren zu können. Das jedoch können nicht die Solaner bewerkstelligen, sondern nur die Kalackter. Entsprechend machen die Solaner die Unsichtbaren ausfindig und locken sie zum Schiff und hinein. Wenig später ist die TAUPRIN endgültig zerstört – aber Tauprin ist frei und kehrt in die Namenlose Zone zurück. Er weist noch darauf hin, dass er der Gefangene von Anti-ES war, Anti-Homunk aber für das Ende des Manifests verantwortlich zeichnete.

Das Atlan-Team ist gestrandet und hofft darauf, dass Breiskoll bald eintreffen wird. Zu zweit oder zu dritt versuchen die Solaner, sich vor den Kalacktern zu verstecken, die jetzt Jagd auf sie machen. Dabei finden Atlan und Iray Hilfe bei dem Uhzwutzer Dork vom Stamm der Wasserrandjäger. Plötzlich, am 1. Dezember, scheinen die Übergriffe aufzuhören, was ein Rätsel bleibt (die Solaner können nicht wissen, dass Anti-Homunk den Kalacktern um Whyburin den entsprechenden Befehl gab und damit wieder ganz im Sinne von Anti-ES agierte. Dass er die Kontrolle über das Manifest C verloren hatte, war schlimm genug).

Als Nächstes machen die Solaner das subplanetare Versteck der Kalackter ausfindig, die verschwunden zu sein scheinen. Dort existieren technische Anlagen, womit die Sperren um das Emtau-System kontrolliert werden. Sie werden zerstört – und über Funk melden sich CHYBRAIN und FARTULOON. Das Atlan-Team wird geborgen und die beiden Schiffe verlassen das Emtau-System. Der Flug in das von der Dunkelzone abgeschottete Zentrum von Xiinx-Markant kann nun problemlos fortgesetzt werden. Und Tyari spürt mit ihrer Telepathie deutlich, von wo aus die ganzen Mental-Relais gesteuert werden. Atlan kürt diesen Punkt zum Ziel, als Sanny der Frau aus Bars-2-Bars zustimmt.

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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Yman
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Lumpazie hat geschrieben:Am Montag, den 11. Juli 1983 erschien der Band 614 der Atlan-Serie:

Zone der Gefahren

von Falk-Ingo Klee


Grauer Lord hat geschrieben:Der Rest ist wieder ein typischer Klee-Roman mit biologisch-genetischem Exkursen, einer von Blödel angerührten Wunder-Medizin (diesmal für die Staubflieger) und einem aus dem Nichts erfundenen und erdachten Mental-Translator, der passend zur Handlung die Kommunikation mit den riesigen Wesen im Staubmantel ermöglicht. Dass diese in nur höchstens 100 Jahren entstanden sein sollen, ebenso wie der Staubmantel übrigens auch, finde ich viel zu knapp bemessen. Vieles in Xiinx-Markant geht ja auf HIDDEN-X zurück, und der war ja nun durchaus schon etwas älter; also: mehr Zeit für die Erschaffung der ganzen Szenerie hätte auch etwas mehr Glaubwürdigkeit bedeutet; es hätte ja auch sein können, dass der ganze Prozess noch im Gange gewesen und dadurch erläutert worden wäre. Eine Mutation von Walartigen Wesen zu den Staubfliegern, auch wenn Erstere parabegabt waren, halte ich für unglaubwürdig.
Als Instrument der Umwandlung bzw. Zerstörung von tausenden Sonnen und Planeten wird übrigens noch der „Struktor“ erwähnt.


Ja, es wird schon ziemlich dick aufgetragen, und wieder einmal muss der Begriff Superintelligenz als Erklärung herhalten. Der Struktor dürfte wohl aus dem Arsenal einer SI stammen. Die Entwicklung in 100 Jahren von Walen zu Staubfliegern erscheint kurz, aber FIK hat sich nun doch ein paar Gedanken über die Natur solcher Wesen gemacht. Der CO2-Ausstoß als Antrieb hat mich allerdings nicht überzeugt.

Und es ist auch nicht richtig, dass das Vakuum an sich ein noch besseres Medium als Wasser darstellt, denn es geht um die völlige Schwerelosigkeit, die es den Staubfliegern erlaubt, ihre Anatomie auszuleben. Vakuum und Schwerelosigkeit sind aber nicht dasselbe. Vakuum ist sogar ein schlechteres Medium als Wasser oder Luft, da es keinen Auftrieb gibt.

Xiinx-Markant wirkt etwas künstlich, alles ist arrangiert wie eine Bühne, und Atlan ist wieder einmal sehr vertrauensselig. Immerhin zeichnet sich Tauprin, das Manifest J, durch Gewissenskonflikte aus, und es ist keine einfach strukturierte Schwarzweiß-Welt in der wir uns bewegen. Tauprin will Atlan helfen, muss aber Anti-ES gehorchen, und Anti-ES wiederum spielt ein ganz eigenes Spiel mit Atlan.

Darin spielt nun auch Barleona eine Rolle, von der man nun auch nicht mehr weiß, was man von ihr halten soll, nachdem sie als Iray Vouster nun wieder einige Erinnerungen besitzt. Besonders auch Tyari ist ein grauer Charakter. Überraschend versucht sie, Barleona als Konkurrentin zu eliminieren und bringt dadurch alle in Gefahr. Atlan kann ihr kaum noch vertrauen. Erstaunlicherweise kommt Anti-ES in mysteriöser Form zu Hilfe, indem er die Explosion Barleonas verhindert.

Nockemann und Blödel, als die eigentlichen Helden des Romans, waren zu ertragen. Zwar wurde wieder einmal eine passende Erfindung (der Mentaltranslator) gemacht und in kürzester Zeit ein Wundermittel (Heilmittel) gefunden, usw., und die Nockemann-Blödel-Passagen nahmen einen Großteil des Romans ein, aber dabei wurden aber auch einige Rätsel gelöst, z.B. woher die Staubflieger kommen, was für Wesen sie sind und was es mit den Skulpturen auf sich hat.

Der Anfang des Romans, mit dem Flug in die Staubzone und dem Kampf gegen ferngelenkte Himmelskörper mittels Ausweichmanövern und Desintegratorbatterien, zog sich etwas hin, aber es wurde auch der Bogen geschlagen zu den Staubfliegern, mit der Erklärung, woher die Angriffe rührten, und der Sieg über Yuz und seine Yuz-Yuz hatte etwas Positives in der Befreiung vieler Staubflieger, aus denen sich Yuz zusammensetzte.

Als Gegner war Yuz durchaus ernst zu nehmen. Aus der Projektion der Pseudowesen an Bord der TAUPRIN hätte man jedoch noch etwas mehr machen können, auch wenn die Entführung Barleonas schon ein gefährlicher Vorgang war. Eine nicht viel geringere Gefahr bestand in der Uneinigkeit der Besatzung: Auf der einen Seite praktisch geschlossen das erfahrene Atlan-Team, auf der anderen Seite ängstliche Solaner, auf die Atlan nicht zählen kann.

So oder so hat die Tauprin nun eine Art Korridor für den Einflug von Atlans Schiffen CHYBRAIN und FARTULOON in die Dunkelzone geschaffen, so dass der Roman auch in dieser Hinsicht Fortschritte gebracht hat.
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Lumpazie
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Am Montag, den 25. Juli 1983 erschien der Band 616 der Atlan-Serie:

Das Spinar

von Peter Griese

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Handlung:

An Bord der CHYBRAIN versucht Atlan, Klarheit in seine Gedanken zu bekommen, und denkt über die vergangenen Ereignisse nach. Die Kosmokraten oder auch Hohen Mächte, die für ihn unbegreiflich bleiben, haben in den Kampf von ES und ANTI-ES eingegriffen und die negative Superintelligenz für zehn Relativ-Einheiten in die Namenlose Zone verbannt (laut dem kosmokratischen Roboter Laire sind Relativ-Einheiten Zeiträume, die sich menschlichen Begriffen entziehen). Doch Anti-ES strebt an, seine Verbannung vorzeitig zu beenden. Dazu hat er seinen Auserwählten Anti-Homunk in die Waagschale geworfen. Ihm gegenüber als Auserwählter steht der Arkonide, jedoch nicht für ES, sondern zurzeit für die Kosmokraten.

Der Zellaktivatorträger ist froh darüber, Weggefährten gefunden zu haben, die ihn unterstützen. Dazu gehört auch Wöbbeking-Nar'Bon, der sich jetzt mit aller gebotenen Vorsicht wieder meldet. Das Wesen, das sich anfangs Born nannte, versetzt Atlan durch den temporären Reinkarnationseffekt erneut in die Namenlose Zone und auf die Basis des Ersten Zählers:

Atlan ist in der Zentrale der Basis mit dem Roboter Rico zusammen, der eigentlich die Bezeichnung Spyk-14 trägt. Hinzu kommt jetzt Zcryk-3 bzw. Pit, denn mit allen Maschinen der Basis besitzt er eine Übereinkunft, nämlich den Ersten Zähler Janv-Zount wieder zu finden. Der Flug durch die Namenlose Zone gestaltet sich schwierig, weil es keinerlei Bezugspunkte gibt. So stößt die Basis mit einem Objekt zusammen, in dem die Roboter einen Dryll vermuten. Ihnen ist ein Dryll bekannt und dabei handelt es sich um eine ehemalige Superintelligenz. Auch sie war in die Namenlose Zone verbannt worden, wo sie jedoch nicht das Ziel ihrer Verbannung erreichte. So wurde sie zum Dryll, zur toten Superintelligenz.

Der Dryll zeigt trotz allem Aktivität, vielleicht wird er von Anti-ES manipuliert. Die Basis folgt ihm und gelangt in die Nähe eines weiteren Objektes. Darin vermutet Atlan den Grenzwächter Ahratonn. Der Dryll scheint dessen Energien absorbieren zu wollen und der Arkonide bietet Ahratonn seine Hilfe an. Der Grenzwächter behauptet, einen der drei Zounts des Dryll ausfindig machen zu müssen, doch seien diese nicht mehr existent. Eine andere Lösung sei zwar möglich, werde aber sicherlich eine Strafe nach sich ziehen. Atlan ist dazu bereit und wechselt hinüber in den Körper des Grenzwächters.

Dort begegnet der Arkonide zunächst dem Wesen Kik, was ihm ein Rätsel bleibt. Dann denkt er sich einen Geschützstand herbei und vertreibt den Dryll durch Transformbeschuss. Aus Dankbarkeit weist Ahratonn auf das Spinar hin, in dem die Zähler bzw. Zounts aufbewahrt werden, die für Anti-ES zuständig sind. Damit hat die Basis wieder ein Ziel.

Nach drei Etappen mit dem Ego-Transmitter erreicht die Basis ihr Ziel. Das Spinar gleicht einer Scheibe, die 5422 Meter durchmisst und 1063 Meter dick ist. Es besteht aus einem Steuerkern und einem Außenring, dazwischen existiert magnetische Energie von so hoher Dichte, dass sie quasi-materiell ist.

Mit einem Beiboot setzen Atlan, Rico und Kik zum Spinar über, wo offenbar zehn Wohneinheiten existieren (entsprechend den Zählern der zehn Relativ-Einheiten, die Anti-ES verbannt ist). Dort werden Atlan und Rico von vier Neutralschwebern empfangen und gefangen gesetzt. Kik entkommt. Die Schweber nennen Anti-ES ihren neuen Herrn und der hat offenbar etwas Neues mit Atlan vor, nämlich ihn in ein Manifest zu verwandeln.

Atlan wird in eine Zelle gesteckt, wo er bald Besuch von einem Neutralschweber erhält. Offenbar stehen sie nicht alle unter dem Befehl von Anti-ES und Knautz, wie er sich nennt, will Atlan zu einem der ruhenden Zähler bringen (entweder Nummer Acht Wonat-Zount oder Nummer Zehn Taup-Zount).

Auf ihrem Weg berichtet Knautz, der von weiteren Schwebern begleitet wird, die auch Rico befreiten, dass Anti-ES einige Zähler schon in Manifeste verwandelt habe, nämlich Janv-Zount, Perv-Zount und Erf-Zount. Im Übrigen sind die Neutralschweber eigentlich bestimmten Zählern zugeteilt. Die Namen der anderen lauten Kayt-Zount, Tremt-Zount, Sank-Zount, Lasse-Zount und Pay-Zount.

Es ist schließlich Wonat-Zount, der Atlan berichtet, dass die Zähler im Spinar ruhen, bis es Zeit für sie ist. Zurzeit ist der Erste Zähler der Partner von Anti-ES und begleitet die Superintelligenz, bis sich eine Änderung im Verhalten zeigen wird. Janv-Zount wird entscheiden, wie lange die erste Relativ-Einheit dauern wird. Erst dann wird der Zweite Zähler aktiv werden. Als der Arkonide darauf hinweist, dass dieses Verfahren längst schon aus dem Ruder gelaufen und der Erste Zähler versklavt ist, erklärt Wonat-Zount, es bestehe kein Handlungsbedarf von Seiten der Zähler, denn alles, was die Kosmokraten machen, sei das Richtige.

Des Weiteren erklärt Wonat-Zount, Anti-ES könne die Manifeste auch außerhalb der Namenlosen Zone einsetzen. Deren Körper seien auch nicht unbesiegbar (Einsatz von Posimagno-Energie), nur der Geist des Zounts ist nicht zu töten. Letztlich habe er, Atlan, in den Plan der Kosmokraten eingegriffen, als er Born aus Anti-ES herausschnitt (von Chybrain ganz zu Schweigen).

Wenig später wird Atlan erneut gefangen gesetzt. Dabei erfährt er, wie er als Manifest aussehen wird (zehn Kilometer große Raumfestung, eine Hyperwaffe). Allerdings wird nur sein Extrasinn das Manifest mit Leben füllen. Als Nächstes muss Atlan erfahren, dass sein Extrasinn durch die Spinarmaterie belebt und beweglich wurde. Er verlässt den Arkoniden, der sich normal verhalten soll, um etwas zu ihrer Rettung zu tun.

Der Extrasinn sucht den Achten Zähler auf und befragt ihn zur Lichtquelle, die Hilfe benötigt und Hilfe geben kann. Wonat-Zount schildert ihm eine Geschichte in Bildern und Visionen, mit der der Extrasinn Kik aufsucht, der sich von Zeit zu Zeit ortsversetzen kann. So gelangt er zurück auf die Basis des Ersten Zählers und zur Lichtquelle. Der Extrasinn vermittelt der Lichtquelle Bilder und Visionen, die von den Vulnurern sprechen. Die Lichtquelle schenkt der Zukunftsvision Glauben und stattet Atlan mit einer vorübergehenden Aura der Unantastbarkeit aus. Sodann kehren Kik und der Extrasinn zum Spinar und zu Atlan zurück. Tatsächlich muss Anti-ES Atlan ungeschoren zur Basis zurückkehren lassen. Ihre Pläne wird die negative Superintelligenz jedoch nicht fallen lassen.

Mit diesen Gedanken endet die Schau der Ereignisse der Jahre 3600/3601. Atlan diskutiert das Erlebte mit den Mitgliedern seines Teams. Und nach einer kurzen Pause setzt der temporäre Reinkarnationseffekt erneut ein.
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Yman
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Lumpazie hat geschrieben:Am Montag, den 18. Juli 1983 erschien der Band 615 der Atlan-Serie:

Angriff der Unsichtbaren

von Hans Kneifel




Handlung:

Zwei Tage ist es her, seit Barleona ihre Erinnerungen teilweise zurückgewann und nun weiß, dass sie Iray Vouster heißt. Ihr ist ebenfalls bewusst, dass ihr Bruder Benjamin mit Anti-Homunk identisch ist und es fragt sich, wie sich das auf die Beziehung zu Atlan auswirken wird. Doch zunächst fliegt die TAUPRIN weiter durch den Staubmantel, gefolgt von der CHYBRAIN und der FARTULOON. Dazu empfängt Federspiel weiterhin einen schwachen Impuls von Cpt'Carch.

Nach einiger Zeit kollidiert Manifest J mit einem unsichtbaren Riff und die Tauprin-Intelligenz hält Reparaturen für unerlässlich. Das Schwanenschiff steuert eine nahe Sonne mit sechs Planeten an. Die zweite Welt wird, wie Federspiel feststellt, von ihren Bewohnern Uhzwutz genannt (steinzeitliche Kultur), die Sonne Emtau.

Nach der Landung erweisen sich die Uhzwutzer als 1,50 Meter große Wesen, eine Mischung aus Pflanze und Tier mit Schädeln, die an Darstellungen altägyptischer Götter erinnern. Sie werden von Aork angeführt und halten die Ankömmlinge anfangs für kalacktische Dämonen. Doch dann gestaltet sich der Kontakt friedlich. Ihr Hinweis auf allgegenwärtige unsichtbare Geister (die sich zu bestimmten Zeiten zeigen und als weiße Säulen beschrieben werden) klingt glaubhaft.

Unterdessen tasten sich die FARTULOON und die CHYBRAIN langsam in der Dunkelzone voran. Bjo Breiskoll hat keinen Kontakt zu Federspiel oder Sternfeuer, dafür taucht plötzlich der Name Murrleufer in seinem Bewusstsein auf. Kurz darauf wird ein Würfel voraus geortet. Er hat eine Kantenlänge von elf Kilometern, ist durchlöchert und besteht aus Basalt. Er scheint nicht von Bedeutung zu sein und der Flug wird fortgesetzt.


Die Voraussetzungen für den Roman mit dieser Ausgangsposition waren gar nicht so schlecht, und tatsächlich wird die TAUPRIN auch von den zunächst unsichtbaren Kalacktern angegriffen, aber dann auch relativ schnell zerstört, ohne dass es wirklich spannend wurde. Das Manifest J wird aus diesem von Anti-ES geschaffenen speziellen Kugelraum befreit und kehrt in die Namenlose Zone zurück. Die TAUPRIN, vor kurzem noch mit Risszeichnung präsentiert, ist Geschichte.

Von Bjo Breiskoll, der mit der FARTULOON und CHYBRAIN diesen seltsam Wächter-Würfel passierte, kommt bis zu seiner Ankunft auf dem Planeten, wo er Atlan und die anderen abholt, nichts mehr. Da hätte sich Hans Kneifel vielleicht auch etwas ausdenken können. So gab es praktisch nur eine Handlungsebene, auf der Atlan mehr oder weniger hilflos zusieht, wie die TAUPRIN zerstört wird.

Immerhin gelingt es ihnen am Ende noch, in die Schaltzentrale der Kalackter vorzudringen und die unsichtbaren Kraftfelder auszuschalten, welche die Raumschiffe gefährdeten, aber auf der anderen Seite hatte Anti-Homunk sowieso schon die Kalackter, wenn auch zu spät, zurückgepfiffen.

Diesen Roman kann man schnell abhaken. Die TAUPRIN ist Geschichte, das war wohl der eigentliche Zweck des Romans, und Uhzwutzer und Kalackter kann man auch schnell vergessen. Nicht einmal von Blödel und Nockemann bleibt irgend etwas Erwähnenswertes. So sehr das Geblödel von Blödel und Nockemann manchmal übertrieben wird, hier fehlt es, um die Handlung aufzulockern. Der vorhergehende Roman von Falk-Ingo Klee war deutlich besser.
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Grauer Lord
Siganese
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„Angriff der Unsichtbaren“ hatte ich als eher schwächeren Roman in Erinnerung, am Ende hat mir das Werk von Kneifel dann aber doch ganz gut gefallen. Wie einerseits rätselhaft und andererseits mörderisch gefährlich der Weg durch den Staubmantel ist, verdeutlicht der seltsame Würfel-Wächter „Murrleufer“ (ich mag diese eingestreuten Rätsel am Wegesrand der Story) und das Energie-Labyrinth im All. Es setzt sogar der TAUPRIN so hetig zu, dass nur noch eine Notlandung auf Uhzwutz (schlimmer Name, mal wieder) übrigbleibt. Dass der Arkoniden und seine Crew am Ende überleben liegt einzig und allein daran, dass Anti-Homunk den Befehl gibt, die Solaner auf ihrem Weg ins Zentrum nicht weiter zu behindern. Sonst wäre gegen die Kalackter wohl kein Kraut gewachsen gewesen, der Fallen-Planet zum sicheren Grab des Arkoniden geworden.

Was die Einführung des wunderschönen Schwanenschiffes eigentlich sollte, wo es nach so kurzer Zeit schon wieder entsorgt wurde? Da stellt sich die Frage nach dem dramaturgischen Sinn der Manifeste generell. Bis auf das schauerliche Wüten Janvrins im Aulerbaul-System haben sie sich bisher als nicht wirklich effektiv erwiesen. Immerhin deutet das Manifest J bei seiner Rückkehr in die Namenlose Zone noch an, dass seine Relativ-Einheit wohl nie beginnen werde. Also im
Klartext: das die Situation des verbannten Anti-Es gelöst sein wird, bis er an der Reihe wäre. So oder so.

Zu erwähnen sind noch zwei grottige innenillustrationen (wer soll das bloß sein?) und eine Frage: Ist Atlan mit seinem peinlichen Herumscharwenzeln um Iray Vouster eigentlich noch er selber, bloß in der typisch amourösen Kneifel-Auslegung wie in vielen Zeitabenteuern, oder geht von Barleona/ Iray eine Manipulation aus, die den Arkoniden fesselt, bis ihr Auftrag im kosmischen Schachspiel um Xiinx-Markant beendet ist?
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Yman
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Grauer Lord hat geschrieben:„Angriff der Unsichtbaren“ hatte ich als eher schwächeren Roman in Erinnerung, am Ende hat mir das Werk von Kneifel dann aber doch ganz gut gefallen. Wie einerseits rätselhaft und andererseits mörderisch gefährlich der Weg durch den Staubmantel ist, verdeutlicht der seltsame Würfel-Wächter „Murrleufer“ (ich mag diese eingestreuten Rätsel am Wegesrand der Story) und das Energie-Labyrinth im All. Es setzt sogar der TAUPRIN so hetig zu, dass nur noch eine Notlandung auf Uhzwutz (schlimmer Name, mal wieder) übrigbleibt. Dass der Arkoniden und seine Crew am Ende überleben liegt einzig und allein daran, dass Anti-Homunk den Befehl gibt, die Solaner auf ihrem Weg ins Zentrum nicht weiter zu behindern. Sonst wäre gegen die Kalackter wohl kein Kraut gewachsen gewesen, der Fallen-Planet zum sicheren Grab des Arkoniden geworden.


Ja, gefährlich war das alles schon, aber anders als in anderen Romanen hat man hier mit den Kalacktern, so gefährlich sie auch sind, ein gegnerisches Volk ohne jede Persönlichkeit. Sie sind sehr gefährlich, mehr aber auch nicht. Das ist dann für mich etwas langweilig.

Dass gegen die Kalackter kein Kraut gewachsen war, stimmt so auch nicht ganz. Unter den konkreten Gegebenheiten vermutlich ja, aber es gelingt Atlan und Tyari, als sie gemeinsam auf jeweils einen Kalackter schießen, dessen Schirm zu überlasten, so dass sich dieser weiße Zylinder (1 Meter hoch, 30 cm Durchmesser) zuerst gelb, dann braun verfärbt, dann grau wird und zu Asche zerfällt. So wurden in wenigen Augenblicken zwei Kalackter ausgeschaltet.

Der gute alte Punktbeschuss aus mehreren Waffen hätte also etwas gebracht. Die Kalackter hatten einfach das Überraschungsmoment und ihre Unsichtbarkeit auf ihrer Seite, und Atlan hatte nicht viele Leute und Ausrüstung zur Verfügung. Die FARTULOON (Korvette) und CHYBRAIN (Kreuzer) hätten die Kalackter nicht so einfach zerstören können wie die TAUPRIN, und eine Möglichkeit für den Autor wäre es natürlich auch gewesen, diese beiden Schiffe etwas früher eintreffen zu lassen, als Kavallerie gewissermaßen.

Von den Uhzwutzern, die man auf dem Titelbild sieht, hätte ich mir auch mehr versprochen als dass sie ein paar erste Informationen liefern und am Ende Atlans Leute ein paar Verstecke bieten. Das geht so in Richtung Folklore und schmückt das Ganze ein wenig aus, hinterlässt aber handlungstechnisch eine gähnende Leere.

Hans Kneifel als Autor mag ich schon und auch solche eingestreuten Rätsel wie diesen kosmischen Wächter-Würfel „Murrleufer“, aber es blieb bei einer kurzen nichtssagenden Begegnung, bei der auch die feinen Spürsinne Bjo Breiskolls praktisch nichts herausfinden konnten, genau so wenig die ins Innere des Würfels geschickte Sonde. Bis zum Ende des Romans ergeben sich keine neuen Erkenntnisse, und da hat sich bei mir dann eine gewisse Enttäuschung eingestellt.
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Grauer Lord
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„Das Spinar“ noch einmal zu lesen war für mich ein absoluter Hochgenuss. Allein der Anfang mit der lakonischen Beschreibung der Konstellation der Kräfte im Kosmos, so wie sie damals bekannt war, hat mich wieder neu gepackt. Die Mächtigkeitsballungen von Superintelligenzen nur Staubkörner in einem endlosen All, ihr Wirken nur mit Teilaspekten im Lebensbereich der Menschen und anderer Völker spürbar. Und die Völker selber? Es gibt unzählige davon, darunter auch die Solaner: „Knapp 100000 Seelen.“ Für mich eine klassische Gänsehautpassage.

Der Roman wartet mit weiteren Details über die Namenlose Zone auf; neben den bereits bekannten Grenzwächtern gibt es dort auch jene SIs, deren Relativ-Einheiten ohne die angestrebte Läuterung verstrichen sind: die Dryll. Normalerweise energetisch tote Überbleibsel von Superintelligenzen, deren Läuterung nicht geklappt hat, deren Zähler auch nicht mehr existieren. Durchs dunkle treibende, bösartige Schatten einstmals mächtiger Wesenheiten, die stark an die später in die Hauptserie eingeführten Leichen bzw. Psi-Korpusse von SIs erinnern. Im Innern des Grenzwächters wartet dann auch noch ein Wiedersehen mit dem immer rätselhafteren Kik und den anderen Gefangenen, wie Duusnorz & Co.

Im Spinar, der mit fest gewordener magnetischer Energie ausgefüllten Scheibe in der endlosen Schwärze der Namenlosen Zone, gibt’s dann weitere Erkenntnisse zu erringen und Kämpfe zu bestehen, denn Anti-ES hat sich hier bereits breitgemacht und will Atlan zu einem Manifest umwandeln. Das Manifest ist übrigens „der Plan“ von Anti-ES an sich, die umgewandelten Zähler/ Manifeste die Werkzeuge, um den Plan zu vollenden, ES auszuschalten und wieder eine eigene Mächtigkeitsballung zu übernehmen. Besiegen kann man sie nur durch magnetische Energie, die durch Positronenströme erzeugt werden, erfährt man am Rande.

Die Begegnung mit Taup-Zount, dem späteren Tauprin, klappt nicht, so dass Atlan mit dem schlafenden achten Zähler Wonat-Zount spricht. Die Rolle der Zähler als Partner der Verbannten wird klarer, ebenso wie die fremdartige Abgeklärtheit der Zähler und ihr grenzenloses Vertrauen darauf deutlich wird, dass die Hohen Mächte „das Richtige“ tun. Der erste Zähler selber war es demnach, der die Freiheiten von Anti-ES so und nicht anders festgelegt hat; ohne die daraus resultierende Entführung Atlans hätte es keinen Fortschritt gegeben, so Wonat-Zount. Alles habe seinen Sinn, sonst seien die Weichen schließlich nicht so gestellt worden. Stünde Anti-ES eine Zukunft als Dryll bevor, währe nur eine Relativ-Einheit gewählt worden.

Wieder wird Chybrain als „unerlaubtes Produkt und Bastard“ bezeichnet, und (interessanter Gedanke) möglicherweise hat Atlan durch das Herausoperieren Borns sogar die planmäßige Entwicklung der Verbannung gestört.

Neben weiteren Auffrischungen des Vulnurer-Themas, die sicher eng mit der Quelle der Jenseitsmaterie zu tun haben, erleben wir noch kurz einen eigenständig handelnden Extrasinn und eine wundersame Rettung bzw. Rückkehr des Arkoniden auf die Basis durch eine kurzzeitige Aura der Unbezwingbarkeit.

Ich finde, eine ganze Menge Input für einen Roman des Exposé-Redakteurs.

To be continued ....
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Cardif
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614 – Zone der Gefahren – Falk-Ingo Klee
Auch hier erhält der Autor die Möglichkeit, sich auf der LKS vorzustellen. Die Story selbst kann nicht überzeugen, zuviel Hage plus Blödel, viel zuviele Handlungsungereimtheiten und Handlungskonstrukte, die schlicht dämlich wirken. Dazu die Staubreiter, ein paar notwendige Erfindungen bzw. Diagnosen – nein, das war nichts.

615 – Angriff der Unsichtbaren – Hans Kneifel
Durchschnittlicher Roman, welcher von der Erzählkunst Kneifels profitiert. Die Hanlung konnte einmal mehr in der ‚Gegenwarthandlungsschiene‘ nicht überzeugen.

616 – DAS SPINAR – Peter Griese
Rundherum gelungen. Es wurden viele lose Fäden elegant und fantasievoll miteinander verknüpft. Sehr schöne Leistung des Expo-Autors. Die ‚Vergangenheitshandlungsschiene‘ ist deutlich unterhaltsamer.
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Lumpazie
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Am Montag, den 01.August 1983 erschien der Band 617 der Atlan-Serie:

Das Geschenk der Lichtquelle

von Arndt Ellmer

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Handlung:

Als der neuerliche temporäre Reinkarnationseffekt einsetzt, findet sich Atlan zusammen mit dem Roboter Pit in der Zentrale der Basis des Ersten Zählers wieder:

Die Basis fliegt durch die Namenlose Zone und Atlan fühlt sich an die Zeit erinnert, als die SOL der Sphäre der Inkarnation BULLOC hinterher jagte, die Perry Rhodan entführt hatte. Für die Roboter der Basis hat es den Anschein, als ob es spuke. Tatsächlich erblickt Atlan für einen kurzen Moment einen Ball aus Energie, der ihn an einen Kugelblitz erinnert. Dem Phänomen sollen sich die Roboter widmen, er selbst macht sich auf den Weg zur Lichtquelle bzw. Quelle der Jenseitsmaterie.

Im Auftrag von ARCHITEKT gehen 50 Jenseitsbohrer bzw. Arltra-Ranger daran, mittels der Sormyng in die Namenlose Zone einzudringen. Dort soll die Gruppe, die von Uflager angeführt wird, etwas für den Auftraggeber in Besitz nehmen. Sie sind mit allen nötigen Werkzeugen ausgerüstet, die allesamt aus dem Flekto-Yn stammen. So gelingt der Durchbruch problemlos und unter Zurücklassung der Sormyng landen die Ranger mit drei Schlitten auf dem vorläufigen Ziel, der Basis des Ersten Zählers.

Der Überfall auf die Basis kommt überraschend und zunächst macht Atlan die Superintelligenz ANTI-ES dafür verantwortlich. Dann taucht Kik wieder auf. Das Wesen in Gestalt eines Seesterns hatte zuvor einen mentalen Kontakt und erlebte visuell die Geburt von Born, dann jene von Chybrain. Kik vermeint zu wissen, mit wem er in Kontakt stand und soll für diesen Chybrain ausfindig machen.

Die Verteidiger der Basis haben den Angreifern nichts entgegenzusetzen. Diese beginnen damit, die Quelle freizulegen. Kik verschweigt Atlan seinen mentalen Kontakt und erhält den Auftrag, dem Arkoniden zu helfen. Während sich die Lichtquelle abkapselt (was durch eine Verdunkelung erkennbar wird) macht Kik (bzw. sein mentaler Kontakt) die Ausgrabungen der Angreifer zunichte. Diese werden nun aber auf ihn aufmerksam.

Kik wird von der Jenseitsbohrerin Sanny verfolgt. Als sie nahe heran ist, setzt er seine Begabung ein und befreit sie von ihrer Konditionierung. So erkennt Sanny, dass sie eine Molaatin ist und missbraucht wurde. Sie und andere Molaaten wurden von Heimat-3 entführt und zu Arltra-Rangern gemacht. Ihre Erinnerungen wurden gelöscht. Etwas später wird sie von ihren ebenso missbrauchten Artgenossen gejagt. Da opfert sich Kik für sie und im Sterben gehen seine Kräfte auf Sanny über. Sie wird aus der Namenlosen Zone herausgeschleudert und landet auf Heimat-11. Sie weiß, dass sie in Zukunft ohne Unterlass für die positiven Kräfte des Universums streiten und eines Tages Atlan begegnen wird. Sie verliert jedoch alle Erinnerungen an ihre Zeit als Arltra-Rangerin.

Atlan verliert Kik aus den Augen, andererseits scheint bei den Angreifern plötzlich auch nicht mehr alles zu stimmen. Und dann meldet sich Born mental bei dem Zellaktivatorträger. ANTI-ES weilt zurzeit nicht in der Nähe und Born kann es wagen, sich zu zeigen. Der Ableger der negativen Superintelligenz ist gewachsen, könnte aber gegen ANTI-ES nicht bestehen. Born ist auf der Suche nach Chybrain, der für ihn wichtig ist. Aber zunächst muss es darum gehen, die Lichtquelle zu bewahren. Nebenbei erwähnt Born das Schicksal von Kik und Sanny.

Die Quelle der Jenseitsmaterie trägt selbst etwas zu ihrer Rettung bei und sondert ein Stück Jenseitsmaterie ab. Diese trägt Atlan mit einem Beiboot zu jenen Punkt, wo der von den Jenseitsbohrern geschaffene Durchbruch ins normale Universum existiert. Mit der Jenseitsmaterie wird der Durchbruch verschlossen und als Atlan zur Basis zurückkehrt, sind die Arltra-Ranger verschwunden.

Aus Dankbarkeit ist die Lichtquelle bereit, Born einen Körper aus Jenseitsmaterie zu geben. Dieser wird von den Robotern der Basis nach Atlans Vorstellungen gebaut und ist nach 30 Stunden soweit fertig gestellt, dass Born ihn in Besitz nehmen kann. Born nimmt Sitz in seiner neuen Residenz und nennt sich fortan Wöbbeking/Nar'Bon. Er bricht zu einem Testflug auf.

Für Atlan folgt keine Zeit der Ruhe, denn nun taucht ANTI-ES auf. Die Superintelligenz will den Arkoniden immer noch in ein Manifest verwandeln, baut aber zunächst eine Falle für Born auf. Sie erkennt das unsichtbare Band zwischen ihrem Ableger und dem Extrasinn nicht, und so kann Wöbbeking erscheinen und der Falle entkommen. Nicht nur das, für den Augenblick kann er sogar Anti-ES vertreiben. Es folgt der endgültige Abschied von Atlan.

Als Atlan an Bord der CHYBRAIN erwacht, zieht es ihn vor allem zu Sanny, mit der er viel zu besprechen hat. Die beiden Beiboote der SOL halten währenddessen unentwegt auf ihr Ziel zu.


Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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Grauer Lord
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Vielen Dank @Lumpazie für das regelmäßige und zuverlässige Einstellen!

Der Ellmer-Roman fällt von der Schreibe her spürbar zum Vorgängerband von Peter Griese ab, gefiel mir aber immer noch gut. Das lag vor allem am listigen Weiterfabulieren des Namenlose Zone-Plots, der diesmal offene Fäden der Serien-Vergangenheit aufnimmt und weiterspinnt. So wird der ewige Versuch von HIDDEN-X bzw. ARCHITEKT, Zugriff auf die jenseitsmaterie zu bekommen, mit der Truppen der Arltra-Ranger aufgegriffen, bei denen es sich - Überraschung, Tusch - um eine konditionierte Truppe von Molaaten handelte, allen voran unsere allseits bekannte Sanny. Mit mysteriösen Machtmitteln, wie einer Art Schaufeln aus Energie ausgerüstet sollen die Jenseitsbohrer die Quelle der Jenseitsmaterie regelrecht ausgraben und in den Normalfall abtransportieren. Ob HIDDEN-X die Machtmittel hatte, regelmäßig solche Vorstöße zu starten, oder ob es sich dabei um einen Einzelfall handelte, blieb offen.

Mehr und mehr kristallisiert sich heraus, dass der mysteriöse Seestern Kik (ein bisschen viel „nicht wahr“ in diesem Heft) offenbar ein Werkzeug höherer Mächte ist, die Atlan dann am Ende wohl doch nicht so ganz allein in der Namenlosen Zone belassen haben. Miit seinem Tod gehen mysteriöse Kräfte auf Sanny über, u.a. auch ihre paramathematische Gäbe. Sanny wird in den normalraum zurückversetzt und weiß, dass sie eines Tages Atlan begegnen wird. Die Konditionierung durch HIDDEN-X wird sie vergessen. Eine schicksalhafte Konstellation über Zeit und Raum hinweg.

Der Rest ist Formsache: Atlan selber ist es, der mit der Lichtquelle den Körper Wöbbekings erschafft, inklusive Fiktivtransmitter (!) und heimstattt des Sohnes für Chybrain. Warum ein semi-superintelligentes Geschöpf wie Wöbbeking aber unbedingt eine Kometen-Aura erzeugen können muss? Klar, nachträglich wegen der Chail-Ereignisse, aber in der Sache ist das nicht wirklich erklärbar.

Die Rückblende-Romane bleiben die absoluten Highlights der Handlung ab Band 600; auffällig, wie wenig Mühe man sich von Exposes und Schreibe bei den
Abenteuern in Xiinx-Markant gegeben hat. Und genau da sehen wir uns nächste Woche wieder.
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Lumpazie
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Am Montag, den 07.August 1983 erschien der Band 618 der Atlan-Serie:

Planetoid der Forscher

von Kurt Mahr

Bild


Handlung:

Das Scientologen-Team Hage Nockemann und Blödel geht davon aus, dass der Ausgangsort der Mentalstrahlung, dem sich die FARTULOON und CHYBRAIN nähern, in irgendeiner Form getarnt sein wird und versuchen, ihn aufzuspüren. Ihr Experiment, an dem sich auch der Bakwer Wuschel beteiligt, scheint auf Interesse zu stoßen, denn plötzlich materialisiert eine zwei Meter große humanoide Gestalt mit zwei Köpfen und sechs Armen in dem Labor. Der linke Kopf nennt sich Veh-Shmool, der rechte Toi-Shmool. Ohne viele Umstände entführen sie die Scientologen.

Die beiden Beiboote der SOL stehen seit ein paar Tagen im Innensektor der Galaxie Xiinx-Markant. Weder die Telepathen Bjo Breiskoll und Federspiel, noch Tyari können dazu beitragen, das endgültige Ziel zu erreichen. Nun will Atlan, dass die Scientologen aktiv werden. Die aber sind spurlos verschwunden.

Nockemann und Blödel finden sich an einem unbekannten Ort wieder und werden von drei Doppelköpfen begrüßt. Veh-Pnuul/Toi-Pnuul stellt sich ihnen als Oberster Hauptforscher der unabhängigen Forscher vor und nennt diesen Ort Munater. Doch so unabhängig, wie sich die Vei-Munater nennen, sind sie wohl nicht, denn der Schirm, der Munater tarnt, stammt von Dem-der-uns-lenkt.

Indessen läuft das begonnene Experiment der Scientologen weiter und führt bald zum Erfolg. Die beiden Beiboote orten in vier Lichtminuten Entfernung einen künstlichen Planetoiden. Er ist ellipsoid und misst 800 mal 350 Kilometer. Die CHYBRAIN nähert sich dem bis auf die beiden Spitzen vollständig bebauten Objekt vorsichtig. So wird die unbebaute Nordspitze zum Landeplatz für die CHYBRAIN, die FARTULOON landet auf der Südspitze.

Den Vei-Munatern wird bald klar, dass sie entdeckt sind. Der dritte im Bunde, Veh-Knaal/Toi-Knaal, beginnt ein Gespräch mit Nockemann, um mehr über die Solaner in Erfahrung zu bringen. Blödel seinerseits stellt ebenfalls Nachforschungen an und vermutet einen Gen-Defekt bei den Forschern. Während sich der Scientologe in seinen Ausführungen zurückhält, spricht Veh-Knaal (die Toi-Köpfe sind Forschgenossen und reden nicht viel) vom Leuchtenden Auge, wo Der-der-uns-lenkt residiert, und dem Struktor. Der Kontakt zu Dem-der-uns-lenkt besteht seit 90 bis 100 Jahren und zuvor waren die Vei-Munater ein zweigeschlechtliches Volk mit jeweils einem Kopf (die Doppelköpfe sehen sich als männlich und vermehren sich synthetisch). Der-der-uns-lenkt wird mit Anti-Homunk gleichgesetzt. Blödel geht davon aus, dass die Doppelköpfigkeit infolge des Gen-Defekts entstanden ist. Als Gegenmittel will Blödel demutiertes Material erzeugen und über den Nährbrei, der allenthalben von den Vei-Munatern bezogen wird, verteilen. Nachdem das geschehen ist, kommt Unruhe bei den Vei-Munatern wegen der zerstörten Quelle auf.

Mit drei Gleitern fliegen Atlan und andere Solaner ein sechskantiges Gebäude auf Munater an, das für Tyari der Ausgangspunkt der mentalen Kriegsstrahlung ist. Dort begegnen sie Veh-Ksiil/Toi-Ksiil, dem Wächter der Quelle. Er wird paralysiert, die Quelle mit Sprengkapseln zerstört. Anschließend geht es zurück zur CHYBRAIN. Dort hat Federspiel plötzlich mentalen Kontakt zu seiner Schwester Sternfeuer an Bord der SOL.

Indessen rast das Hantelschiff mit halber Lichtgeschwindigkeit auf die Dunkelzone zu, wo sie in 86 Tagen zermalmt werden wird. Breckcrown Hayes und seine Stabsspezialisten wollen nun einen Energiestau an Bord der SZ-2 verursachen, um SENECA zum Handeln zu zwingen. Dadurch, so wird erhofft, wird die Inpotronik auch gegen das Manifest C Erfrin vorgehen, das SENECA kontrolliert. Ausführendes Organ soll der Extra Derblix werden. Der Garbil, ein Humanoide mit vielfach schattierter gelber Haut, ist zum engen Mitarbeiter Solania von Terras avanciert. Doch als es soweit ist, greift Erfrin suggestiv ein und unterbindet den Energiestau.

Dies Geschehen wird auf der CHYBRAIN bekannt, die wiederum berichtet, wie dem Manifest C beizukommen ist, nämlich mit Posimagno-Energie. Die SOL soll sich befreien und anschließend den Kernbereich Xiinx-Markants ansteuern und sich mit den Beibooten treffen. Doch es kommt zu einem Übertragungsfehler und Federspiel übermittelt seiner Schwester den Standort von Cpt'Carch (dessen Impulse nach der Zerstörung der Mentalquelle ebenfalls wieder deutlicher zu empfangen sind).

Die Befreiung SENECAS aus dem Griff des Manifests C ist schnell vollzogen. Als Nächstes wird festgestellt, dass die Kriegsstrahlung ausgesetzt hat und auch keine Raumschlachten mehr zu orten sind. Sodann lässt Hayes die Emotionautin Cara Doz Kurs auf das Zentrum von Xiinx-Markant nehmen. Nebenbei bedankt sich der Dritte Zähler Erf-Zount für seine Befreiung.

Die Unruhe auf Munater steigert sich in Panik, als die Vei-Munarer ihre Toi-Köpfe verlieren. Die Rückgängigmachung der genetischen Manipulation geschieht schneller als erwartet – ein kleines Wunder. Die Forscher erkennen aber, dass sie manipuliert worden sind, entsagen Dem-der-sie-lenkt und schließen Frieden mit den Solanern. Deren Ziel ist nun das Leuchtende Auge im absoluten Zentrum Xiinx-Markants.

Im Leuchtenden Auge ist Anti-Homunk wenig zufrieden mit der Entwicklung. Vor allem stört es ihn, dass Atlan schon so nahe ist. Da meldet sich ANTI-ES und teilt seinerseits mit, er sei zufrieden mit der Entwicklung. Der mächtige Helfer der Solaner wird bald eingreifen müssen – und darauf wartet die negative Superintelligenz.

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Yman
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Lumpazie hat geschrieben:Am Montag, den 25. Juli 1983 erschien der Band 616 der Atlan-Serie:

Das Spinar

von Peter Griese

Grauer Lord hat geschrieben:Der Roman wartet mit weiteren Details über die Namenlose Zone auf; neben den bereits bekannten Grenzwächtern gibt es dort auch jene SIs, deren Relativ-Einheiten ohne die angestrebte Läuterung verstrichen sind: die Dryll. Normalerweise energetisch tote Überbleibsel von Superintelligenzen, deren Läuterung nicht geklappt hat, deren Zähler auch nicht mehr existieren. Durchs dunkle treibende, bösartige Schatten einstmals mächtiger Wesenheiten


Das fand ich sehr interessant, auch wenn die Zerstörung des Drylls mit vier Transformgeschossen etwas zu einfach gelang. Wie Psi-Materie reagiert, weiß ich nicht. Ist auch nicht wichtig, aber die Idee, dass es Superintelligenzen oder ähnliche hohe Wesen gibt, die nach Ablauf ihrer Relativeinheiten als Dryll enden, gefällt mir. Anti-ES hatte zehn Relativeinheiten zu absolvieren, d.h. hier war wohl etwas mehr im Argen als bei der SI mit den drei Relativeinheiten.

Interessant ist, dass für jede Relativeinheit ein anderer Zähler (Zount, abgeleitet von englisch "count", zählen) zuständig ist.

Grauer Lord hat geschrieben:Im Spinar, der mit fest gewordener magnetischer Energie ausgefüllten Scheibe in der endlosen Schwärze der Namenlosen Zone, gibt’s dann weitere Erkenntnisse zu erringen und Kämpfe zu bestehen, denn Anti-ES hat sich hier bereits breitgemacht und will Atlan zu einem Manifest umwandeln. Das Manifest ist übrigens „der Plan“ von Anti-ES an sich, die umgewandelten Zähler/ Manifeste die Werkzeuge, um den Plan zu vollenden, ES auszuschalten und wieder eine eigene Mächtigkeitsballung zu übernehmen. Besiegen kann man sie nur durch magnetische Energie, die durch Positronenströme erzeugt werden, erfährt man am Rande.


Die magnetische Materie ist nun wieder etwas Neues, nach der Jenseits-Materie bereits die zweite exotische Materie im Zyklus, und das Spinar ist ein sehr interessantes Objekt, das in der Risszeichnung im Heft zwar nicht ganz so hervorragend dargestellt ist wie vor einiger Zeit die Basis des Ersten Zählers, aber dass der Extrasinn sich in der magnetischen Materie frei bewegen konnte, ergab interessante neue Möglichkeiten.

Die Namenlose Zone wartet mit vielen solchen Überraschungen auf. Der Plan von Anti-ES, diese Manifeste durch Umwandlung seiner Bewacher zu erschaffen und zu nutzen, um seine Materieballung zu erobern, ist raffiniert angelegt. Man weiß nun aber, dass es wohl nur zehn Manifeste geben wird, d.h. mit Manifest J sind die zehn erreicht.

Grauer Lord hat geschrieben:Die Begegnung mit Taup-Zount, dem späteren Tauprin, klappt nicht, so dass Atlan mit dem schlafenden achten Zähler Wonat-Zount spricht. Die Rolle der Zähler als Partner der Verbannten wird klarer, ebenso wie die fremdartige Abgeklärtheit der Zähler und ihr grenzenloses Vertrauen darauf deutlich wird, dass die Hohen Mächte „das Richtige“ tun. Der erste Zähler selber war es demnach, der die Freiheiten von Anti-ES so und nicht anders festgelegt hat; ohne die daraus resultierende Entführung Atlans hätte es keinen Fortschritt gegeben, so Wonat-Zount. Alles habe seinen Sinn, sonst seien die Weichen schließlich nicht so gestellt worden. Stünde Anti-ES eine Zukunft als Dryll bevor, währe nur eine Relativ-Einheit gewählt worden.


Das war alles sehr verquert, wie sich diese Zähler selbst gesehen haben und auch ihre Rolle im Auftrag der Kosmokraten, über die sie wenig wussten. Grenzenloses Vertrauen, dass alles, was im Grunde schief läuft, einem höheren Plan dienen könnte.

Trotzdem fand ich die Darstellung sehr gelungen. Die Zähler wirkten nicht so, als ob sie einfach nur den Verstand verloren hätten, sondern sie hatten wohl wirklich fremdartige Wertmaßstäbe, nach denen sie vermutlich auch für ihre Aufgabe bestimmt wurden. Andere Wesen hätte eine SI wie Anti-ES wohl einfach aus Panik bei der ersten Gelegenheit zu vernichten versucht.

Ähnlich verquert wie die Zähler waren auch die Roboter auf der Basis des Ersten Zählers, mit denen Atlan immer wieder gute Argumente austauscht. Das hat mir gut gefallen. Dieser Austausch von Argumenten ist eine Stärke des Romans, der natürlich von Atlan als Hauptfigur lebt, der immer noch mal eine Art zweite Instanz verfügbar hat, um solche Argumente auszufeilen.

Grauer Lord hat geschrieben:Wieder wird Chybrain als „unerlaubtes Produkt und Bastard“ bezeichnet, und (interessanter Gedanke) möglicherweise hat Atlan durch das Herausoperieren Borns sogar die planmäßige Entwicklung der Verbannung gestört.


Das lässt sich tatsächlich nicht von der Hand weisen, dass Atlan hier eine positive Entwicklung von Anti-ES durch das Heraustrennen des positiven Kerns nachhaltig gestört hat. Atlan hat in der Namenlose Zone nicht viel weniger Chaos verursacht als Anti-ES, aber dennoch stehen beide auf klar definierten Seiten: Atlan auf Seite der Kosmokraten, und Anti-ES auf der Gegenseite, die aber noch keinen Namen hat, d.h. Chaotarchen werden nicht genannt. Vielleicht kannte Anti-ES diese auch gar nicht.

Ein interessanter Querverweis auf die Atlan-Serie findet sich hier:

http://williamvoltz.de/teil-41.html Am 4. März 1982 schrieb Peter Griese an G.M. Schelwokat:

…auf Grund der letzten Telefongespräche habe ich nun eine andere Handlung für die ATLAN-Serie entworfen, in der weniger “Geisteswesen” und andere skurrile Figuren vorkommen und in der ein realerer Hintergrund gegeben ist. Natürlich kann ich nicht alle bisher aufgebauten Figuren, wie Catch, Chybrain, die Sounds, die Quelle der Jenseitsmaterie, die Grenzwächter usw. einfach verschwinden lassen. Ich habe versucht, durch den äußeren Rahmen und den Ablauf der Dinge realistischer zu sein.

Meine ursprüngliche Absicht, mit der SOL in die Namenlose Zone zu starten und dort den Anti-ES-Komplex zu lösen, habe ich ganz entfernt….


Da sind ein paar Fehler drin, da wahrscheinlich durch ein Rechtschreibprogramm verursacht wurden: Es müsste "Carch" statt "Catch" und "Zounts" statt "Sounds" heißen. Grieses Schreiben an GMS vom März 82 liegt einige Monate früher als das Erscheinen dieses Romans. Darüber, dass GMS sich damals in dieser Form eingemischt hat, will ich jetzt noch nicht urteilen, aber ich behalte dies mal im Hinterkopf.

Eine Sache, die mich bei diesem Roman etwas gestört hat, war allerdings, dass Atlan von der Lichtquelle eine magische Aura der Unantastbarkeit erhält, die sogar in der Lage ist, ein nur noch aus Trümmern bestehendes Beiboot der Basis des Ersten Zählers wie von Zauberhand wieder zusammenzusetzen.

Zwar gilt natürlich stets das sogenannte 3. Gesetz von Arthur C. Clarke, dass jede hinreichend fortgeschrittene Technologie wie Magie erscheint, nur sehe ich dabei nicht das Umgekehrte, dass man jeder von Form von Magie bedenkenlos eine höhere Technik zuschreiben kann. Mir wäre es lieber gewesen, Atlan hätte einen anderen Weg der Rückkehr gefunden, z.B. über ein zweites, von der Basis losgeschicktes Beiboot.
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Cardif
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617 – Das Geschenk der Lichtquelle – Arndt Ellmer
Der Blick in die Namenlose Zone ist wieder einmal interessant und einige weitere Rätsel können gelöst werden. Die Geschichte von Sanny wird erzählt. Wöbbeking entsteht. Im Großen und Ganzen ordentlich geschrieben. Kik hat bis zu seinem Ableben noch etwas genervt, nicht wahr? Aber sonst durchaus gut lesbar.
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Cardif
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618 – Planetoid der Forscher – Kurt Mahr
Hier enden dann einige Handlungsfäden. Die kriegerische Strahlung kann abgeschaltet werden. Die Kriegszelle wird über kurz oder lang verschwinden. So ganz nebenbei wird die SOL gerettet und Efrin befreit. Guter, flüssiger Schreibstil, wie gewohnt von Mahr. Passt.
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Grauer Lord
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Also, vor „Planetoid der Forscher“ hätte ich einen regelrechten Leser-Horror. Aus meiner Erinnerung wusste ich noch, dass die Vertreter des Forscher-Volkes der Munater in allerkürzester Zeit einen zweiten Kopf (mit Bewusstsein natürlich) entwickelt haben, der wiederum durch eine geniale Gen-Operation der Scientologen wieder verschwindet (so als wären gar keine Knochen etc. drin gewesen) und wie eine schlappe Luftballonhülle auf der Schulter hängt. Oh Graus!

Beim Neu-Lesen gab es aber auch positives zu entdecken. Etwa die nächtliche Szene mit Breckcrown Hayes in der SOL, in der Sternfeuer den High Sideryt lässig als rückständigen Chauvi entlarvt.. Der Dialog mit Erfin, nachdem die Meiler hochgefahren wurden, war auch ganz spannend, wenn auch dieEntsorgung des Manifestes erwartbar war. Auch der Forscherplanetoid Munater ist zunächst ganz gut dargestellt; ein komplett künstliches, artifizielles „Football-Ei“, auf dem weltfremde und abgehobene Wesen hausen, die immer wieder wissenschaftliche Hochleistungen für Anti-Homunk verrichten müssen, aber die Erinnerung daran sofort verlieren. Frauen wurden genetisch weggezüchtet, lenken nur ab. Der Schacht mit dem roten Leuchten am Grund, verantwortlich für die grausame Kriegsstrahlung in Xiinx-Markant, wird wie erwartet ausgeschaltet, ein entsetzliches Szenario zur Ermittlung eines Kriegervolkes, das früher einmal HIDDDEN-X und sein namenloser Ableger betrieben haben, ist beendet.

Schwach ist aber schon, dass die genialen Konstrukteure von Struktor und Leuchtendem Auge nicht in der Lage sind, Manipulationen ihrer Nahrungsbrei-Leitung zu erkennen und so einem im Handumdrehen von Blödel erzeugten Wundermittel zum Opfer fallen. Auch die extrem kurzen Zeiträume der gewaltigen Veränderungen stören mich: Struktor, Leuchtendes Auge, Staubmantel, Manipulation zu den Vei-Munatern alles nur in 90 bis 100 Jahren? Überzeugt mich nicht.
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Cardif
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Grauer Lord hat geschrieben:..

Schwach ist aber schon, dass die genialen Konstrukteure von Struktor und Leuchtendem Auge nicht in der Lage sind, Manipulationen ihrer Nahrungsbrei-Leitung zu erkennen und so einem im Handumdrehen von Blödel erzeugten Wundermittel zum Opfer fallen. Auch die extrem kurzen Zeiträume der gewaltigen Veränderungen stören mich: Struktor, Leuchtendes Auge, Staubmantel, Manipulation zu den Vei-Munatern alles nur in 90 bis 100 Jahren? Überzeugt mich nicht.


Stimmt. Das war bizarr und störte. Überhaupt drängt sich ein wenig die Erkenntnis auf, dass die Handlungsvorgaben zwar sehr fantasiereich sind, jedoch bei weitem nicht immer stimmig.
Ich persönlich hangle mich auch mehr an der unterschiedlichen Qualität der Schriftsteller entlang. Und da hat Mahr eben einiges zu bieten. Im Gegensatz dazu schaue ich mit einem mulmigen Gefühl eher zum Folgeroman.
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Lumpazie
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Am Montag, den 14.August 1983 erschien der Band 619 der Atlan-Serie:

Planet in Flammen

von Horst Hoffmann

Bild


Handlung:

Als Lichter am Himmel über Cpt erscheinen, gehen Twoxl (der einmal Cpt'Carch war) und der Kalmorer Promk davon aus, dass Anti-Homunk einen neuen Gegner geschickt hat, nachdem der körperlose Roboter Zeepkörob nicht mehr existiert. Die Gefahr entpuppt sich in Gestalt von pilzförmigen Objekten unterschiedlicher Größe, bei denen es sich um lebende Bomben handelt, die Unheil über den Planeten bringen.

Indessen erreicht die SOL die Innenzone von Xiinx-Markant und Breckcrown Hayes lässt eine gelbe Sonne mit zwölf Planeten von Cara Doz ansteuern. Im Orbit des siebten Planeten stehen acht Raumschiffe – und vom Planeten vernimmt Sternfeuer die mentalen Impulse von Cpt'Carch bzw. Twoxl. Dieser bittet um Hilfe gegen die von den lebenden Bomben ausgehende Bedrohung. Die acht Schiffe gleichen Halbkugeln mit einem Basisdurchmesser von 280 Metern und einer Höhe von 150 Metern. Sie sind energetisch tot und offenbar von ihren Besatzungen verlassen. Sternfeuer setzt mit fünf Leichten Kreuzern, geführt von der CHAIL, zur Landung an.

Im Leuchtenden Auge beobachtet Anti-Homunk den Einsatz der Metaplasmaten, seinem letzten Hilfsvolk vor Ort. Sie sprengen Schächte für die Hyperbomben in den Planeten, die dem Volk der Cpt'Cpt den Garaus machen sollen. Damit wäre der Platz für die Pläne von ANTI-ES geräumt und auch die SOL wird daran nichts mehr ändern können.

Auch wenn er sich in seine sieben Komponenten teilt, kann Twoxl nicht genug gegen die lebenden Bomben ausrichten. Er fragt sich, weshalb die Vergeistigten nicht eingreifen, um deren Heimat es schließlich geht. Doch der Cpt'Kul muss selbst aktiv werden und beschließt, eine lebende Bombe zu kontaktieren. Mit Hilfe der Kalmorer gelingt das Unterfangen. Wenig später erscheint Sternfeuer bei Twoxl, die das Kommando über die Kreuzer an Henny Lupino von der NAMENLOS übergeben hat.

Die lebende Bombe gibt zu, einmal das Wesen Torl gewesen zu sein. Er handelt im Auftrag von Anti-Homunk und erwartet ein besseres Leben nach der Zündung der Bombe, mit der er verbunden ist. Doch tief in seinem Innersten hofft er, wieder zu Torl werden zu können. Dieses Hoffen allerdings tritt nicht in den Vordergrund und Torl, der eine von 15 Hyperbomben ist, wird unsichtbar und verschwindet. Die einfachen Bomben hingegen können mit allen Beibooten der SOL ins All geschleppt werden, wo sie explodieren. Sie greifen aber auch an und bedrängen die SOL samt ihren Beibooten. Dann aber endet das Geschehen von einem auf den nächsten Moment.

Anti-Homunk musste die Metaplasmaten zurückpfeifen, um die SOL nicht zu gefährden. Nur den Einsatz der 15 Hyperbomben darf er durchführen, um Cpt zu vernichten. Das ist der nächste Schritt.

In diese Situation hinein erscheinen die CHYBRAIN und die FARTULOON. Gemeinsam mit Federspiel und Bjo Breiskoll kann Sternfeuer die 15 Hyperbomben ausfindig machen, die aber eher bereit sind, sich zu zünden, als die von Anti-Homunk gesäte Hoffnung aufzugeben. Da hat Atlan eine verrückte Idee und lässt mit allen möglichen Mitteln nach Anti-ES rufen.

Offenbar trägt die Idee Früchte, denn plötzlich bauen sich energetische Sphären über den Schächten auf, in denen die 15 Hyperbomben stecken. Diese explodieren nicht und in der Folge werden die Metaplasmaten wieder zu den Wesen, die sie früher einmal waren. Auch die acht Raumschiffe verschwinden und der ganze Spuk hat ein Ende.

Im Nachhinein stellt sich heraus, dass Anti-ES nur die Raumschiffe hat verschwinden lassen (womit Anti-Homunk keine weiteren Machtmittel mehr zur Verfügung hat). Die Sphären ihrerseits stellen eine weitere Stufe in der Evolution der Cpt'Cpt dar, nämlich die Vorstufe zu den Vergeistigten. Einen Tag später kommt für die SOL der Abschied von Twoxl und seiner Heimat Cpt. Allerdings bleibt die Korvette BANANE mit einigen Freiwilligen um Lupino vor Ort. Twoxl weist noch auf die Wichtigkeit des Struktors für die Zukunft von Xiinx-Markant hin, dann nimmt das Hantelschiff Kurs auf das Leuchtende Auge.

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
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Yman
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Lumpazie hat geschrieben:Am Montag, den 01.August 1983 erschien der Band 617 der Atlan-Serie:

Das Geschenk der Lichtquelle

von Arndt Ellmer


Grauer Lord hat geschrieben:Der Ellmer-Roman fällt von der Schreibe her spürbar zum Vorgängerband von Peter Griese ab, gefiel mir aber immer noch gut. Das lag vor allem am listigen Weiterfabulieren des Namenlose Zone-Plots, der diesmal offene Fäden der Serien-Vergangenheit aufnimmt und weiterspinnt. So wird der ewige Versuch von HIDDEN-X bzw. ARCHITEKT, Zugriff auf die jenseitsmaterie zu bekommen, mit der Truppen der Arltra-Ranger aufgegriffen, bei denen es sich - Überraschung, Tusch - um eine konditionierte Truppe von Molaaten handelte, allen voran unsere allseits bekannte Sanny. Mit mysteriösen Machtmitteln, wie einer Art Schaufeln aus Energie ausgerüstet sollen die Jenseitsbohrer die Quelle der Jenseitsmaterie regelrecht ausgraben und in den Normalfall abtransportieren.


Das mit diesen Schaufeln war eine sehr einfache Idee, der ich wenig abgewinnen konnte. Das Titelbild, das die Molaaten mit den Schaufeln zeigt, wie sie gegen Atlan und Kik kämpfen, gefällt mir nicht besonders. Aber ich bin auch skeptisch, ob mir das Bild besser gefallen hätte, wenn Bruck sich ein paar künstlerische Freiheiten weniger genommen hätte.

Wir erfahren, wie Hidden-X zu Jenseitsmaterie kommen konnte, was es mit Kik usw. auf sich hatte, aber ich fand den Roman sehr langweilig. Atlan kann gegen diese Arltra-Ranger wenig bis nichts ausrichten. Die Handlung zieht sich hin. Diese ganze Verbindung von Kik und Sanny, die Übertragung der Kräfte und die Versetzung der auf Atlan konditionierten Sanny über Raum und Zeit auf einen Molaatenplaneten fand ich an den Haaren herbei gezogen.

Cardif hat geschrieben:617 – Das Geschenk der Lichtquelle – Arndt Ellmer
Der Blick in die Namenlose Zone ist wieder einmal interessant und einige weitere Rätsel können gelöst werden. Die Geschichte von Sanny wird erzählt. Wöbbeking entsteht. Im Großen und Ganzen ordentlich geschrieben. Kik hat bis zu seinem Ableben noch etwas genervt, nicht wahr?


Er fing so langsam an, zu nerven.
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Cardif
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619 – Planet in Flammen – Horst Hoffmann
Die Geschichte von Cpt‘Carch wird hier weitererzählt. Der Roman liefert recht konfusen Lesestoff ab. Vor allem am Schluss kann alles irgendwie nicht schnell genug gehen. Die Idee der lebenden Bomben war nicht neu. Hier kam dazu, dass alles recht oberflächig erklärt wurde. Nicht sehr erbaulich das Ganze. Dem Handlungsfortschritt hat der Roman auch nur unwesentlich gedient.
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Yman
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Lumpazie hat geschrieben:Am Montag, den 07.August 1983 erschien der Band 618 der Atlan-Serie:

Planetoid der Forscher

von Kurt Mahr


Grauer Lord hat geschrieben:Also, vor „Planetoid der Forscher“ hätte ich einen regelrechten Leser-Horror. Aus meiner Erinnerung wusste ich noch, dass die Vertreter des Forscher-Volkes der Munater in allerkürzester Zeit einen zweiten Kopf (mit Bewusstsein natürlich) entwickelt haben, der wiederum durch eine geniale Gen-Operation der Scientologen wieder verschwindet (so als wären gar keine Knochen etc. drin gewesen) und wie eine schlappe Luftballonhülle auf der Schulter hängt. Oh Graus!

Beim Neu-Lesen gab es aber auch positives zu entdecken. Etwa die nächtliche Szene mit Breckcrown Hayes in der SOL, in der Sternfeuer den High Sideryt lässig als rückständigen Chauvi entlarvt.. Der Dialog mit Erfin, nachdem die Meiler hochgefahren wurden, war auch ganz spannend, wenn auch dieEntsorgung des Manifestes erwartbar war. Auch der Forscherplanetoid Munater ist zunächst ganz gut dargestellt; ein komplett künstliches, artifizielles „Football-Ei“, auf dem weltfremde und abgehobene Wesen hausen, die immer wieder wissenschaftliche Hochleistungen für Anti-Homunk verrichten müssen, aber die Erinnerung daran sofort verlieren. Frauen wurden genetisch weggezüchtet, lenken nur ab. Der Schacht mit dem roten Leuchten am Grund, verantwortlich für die grausame Kriegsstrahlung in Xiinx-Markant, wird wie erwartet ausgeschaltet, ein entsetzliches Szenario zur Ermittlung eines Kriegervolkes, das früher einmal HIDDDEN-X und sein namenloser Ableger betrieben haben, ist beendet.

Schwach ist aber schon, dass die genialen Konstrukteure von Struktor und Leuchtendem Auge nicht in der Lage sind, Manipulationen ihrer Nahrungsbrei-Leitung zu erkennen und so einem im Handumdrehen von Blödel erzeugten Wundermittel zum Opfer fallen. Auch die extrem kurzen Zeiträume der gewaltigen Veränderungen stören mich: Struktor, Leuchtendes Auge, Staubmantel, Manipulation zu den Vei-Munatern alles nur in 90 bis 100 Jahren? Überzeugt mich nicht.


90-100 Jahre sind eine lange Zeit, und ich denke, dass auch in unserer Realität die Entwicklung der nächsten 100 Jahre sehr viel schneller verlaufen wird als in den letzten 100 Jahren, in denen auch bereits viel geschehen ist.

Das Wegschrumpfen des zweiten Kopfes ging allerdings sehr schnell und grenzt ein wenig ans Lächerliche, aber Kurt Mahr war Softwareentwickler, und seine Vorstellungen von genetischen Vorgängen waren vermutlich davon geprägt. Vielleicht stellte er sich unter DNA/RNA-Stücken so etwas wie Computerprogramme vor, die leicht geändert werden können, und dass diese Änderungen relativ schnell Auswirkungen zeigen können.

Die Raumschiffe im PR-Kosmos fliegen ja auch mit Überlichtgeschwindigkeit. Auch diese "Prozesse" laufen ja sehr viel schneller ab als in der Realität.

Die Vei-Munater, ihre künstliche Welt und ihr ganzes Verhalten, ganz auf Forschung ausgerichtet, fand ich sehr interessant. Nur noch ein Geschlecht, aber als Folge dieser genetischen Änderung nun zwei Köpfe. Auf so eine Idee muss man erst einmal kommen. Die entsprechenden Innenillustrationen haben mir gut gefallen. Dass die Vei-Munater alle aus einer Nahrungsbrei-Leitung essen und diese offenbar nicht besser kontrollieren als wir unser Trinkwasser, finde ich auch nicht sehr überzeugend.

Mir hat der Roman aber gefallen, insbesondere auch die von dir angesprochenen Punkte.

Das Manifest C gibt es nicht mehr. Der Zähler wurde befreit. Das ging dann doch sehr viel einfacher als ich es für möglich gehalten hatte. Vielleicht hat es aber auch etwas mit dem Kurswechsel zu tun, den Peter Griese offenbar auf Druck von G.M. Schelwokat vornehmen musste.

Ich zitiere noch mal den Querverweis auf die Atlan-Serie:

http://williamvoltz.de/teil-41.html Am 4. März 1982 schrieb Peter Griese an G.M. Schelwokat:

…auf Grund der letzten Telefongespräche habe ich nun eine andere Handlung für die ATLAN-Serie entworfen, in der weniger “Geisteswesen” und andere skurrile Figuren vorkommen und in der ein realerer Hintergrund gegeben ist. Natürlich kann ich nicht alle bisher aufgebauten Figuren, wie Catch, Chybrain, die Sounds, die Quelle der Jenseitsmaterie, die Grenzwächter usw. einfach verschwinden lassen. Ich habe versucht, durch den äußeren Rahmen und den Ablauf der Dinge realistischer zu sein.

Meine ursprüngliche Absicht, mit der SOL in die Namenlose Zone zu starten und dort den Anti-ES-Komplex zu lösen, habe ich ganz entfernt….
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Lumpazie
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Am Montag, den 22. August 1983 erschien der Band 620 der Atlan-Serie:

Das leuchtende Auge

von Hans Kneifel

Bild


Handlung:

Die SOL fliegt in das Zentrum von Xiinx-Markant. Dort verbirgt sich Anti-Homunk im Leuchtenden Auge, das von einer Ballung von Sonnen mit einer effektiven Oberflächentemperatur von nur 3000 °C umgeben ist.

Anti-Homunk erwartet mit seinem Begleiter Plabistas die Ankunft der SOL. Der Teil von ihm, der ursprünglich der Diener von HIDDEN-X gewesen ist, will die SOL vernichten. Der andere Teil, ehemals Benjamin Vouster, befolgt die Befehle von Anti-ES, der die SOL unversehrt braucht, um Wöbbeking anzulocken.

Beim Verlassen des Linearraums in einer Entfernung von 2,09 Lichtjahren zum Leuchtenden Auge schlafen alle Solaner bis auf Atlan und Foster St. Felix durch äußeren Einfluss ein. Da SENECAS Plasmakomponente ebenfalls betroffen ist, ist der Arkonide hilflos.

Foster entdeckt ein Hologramm von Anti-Homunk, mit dem dieser an Bord agieren kann. Atlan lässt einen Roboter Barleona tragen und präsentiert sie Anti-Homunk, was diesen durch die verschüttete Erinnerung an seine Schwester verwirrt. Schließlich schaltet Anti-Homunk das Hologramm ab und schleudert mehrere Sonnen auf die SOL. Atlan legt Cara Doz seinen Zellaktivator an, woraufhin sie erwacht. Während die Emotionautin das Schiff aus der Schlafzone fliegt, zerstört Atlan anfliegende Sonnen mit den Transformkanonen.

Nach dem Entkommen der SOL am 9. Dezember 3807 lässt Anti-ES Anti-Homunk freie Hand und verspricht ihm die gehärteten Manifeste Wonatrin und Kaytrin als Hilfe. Foster St. Felix kann die Dialoge zwischen Anti-ES und seinem Diener durch seine unbekannten Fähigkeiten mithören.

Nachdem die Besatzung der SOL wieder wach ist, fliegen Tyari, Insider, der Solaner Garrett und Vorlan Brick mit der Space-Jet CRICKET DELTA ein nahegelegenes Sonnensystem an, aus dem Bjo Breiskoll einen Notruf aufgefangen hat. Als sie das Zielsystem untersuchen, entdecken sie den alten Buhrlo Tarf Verter, der als blinder Passagier an Bord gekommen ist. Ein Wesen namens Muor hat ihn gerufen. Der Name steht für Multipler Organismus. Die Jet landet auf dem Planeten, der aus Muor zu bestehen scheint. Dieser kann die Evolution der Wesen auf seiner Oberfläche nicht mehr weiterführen, da eine wichtige Komponente gestohlen oder neutralisiert worden ist. Tarf Verter will sich als Element von außen zur Verfügung stellen, mit dem ein Weiterführen der Evolution möglich wird.

Als die anderen Solaner wieder starten, will der Planet sie zuerst festhalten, da der Buhrlo als Weltraumbewohner nicht geeignet ist. Schließlich gibt er sich mit ihm zufrieden und hofft, seine Gene anpassen zu können. Nach ihrer Rückkehr warten sie mit den anderen Solanern auf den Angriff von Anti-Homunk.

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
Es is kein’ Ordnung mehr jetzt in die Stern’,
D’ Kometen müßten sonst verboten wer’n;
Ein Komet reist ohne Unterlaß
Um am Firmament und hat kein’ Paß;
Und jetzt richt’ a so a Vagabund
Und die Welt bei Butz und Stingel z’grund
(Johann Nestroy)
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Grauer Lord
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Der Roman „Planet in Flammen“ von Horst Hoffmann konnte mich größtenteils fesseln und ganz gut unterhalten. Die lebenden Bomben bzw. Metaplasmaten verdeutlichen allein in ihrer äußeren Erscheinung auf tragische Weise die perfide Bösartigkeit Anti-Homunks; der kurze Blick auf das, was von Torls Beinen übrig war, hat da bereits gereicht. Warum allerdings keine „normalen Bomben“ eingesetzt werden konnten, das blieb offen. Vermutlich ist das ganze der allgemeinen Dramaturgie geschuldet, oder es liegt eben an den mysteriösen Bedingungen auf dem Planeten Cpt, den Anti-Homunk wegen der rätselhaften Vergeistigten wie einen Stachel im Fleisch empfindet. Als die lebenden Bomben dann auch noch zu teleportieren begannen, wurde es in der Szene um Henny Lupino sogar recht spannend.

Aus heutiger Sicht würde man die Metaplasmaten, die sich in der aufgepfropften Hoffnung auf ein besseres Leben nach dem Tod sehnen, natürlich schnell mit dem klassischen Selbstmordattentäter unserer Zeit in Verbindung bringen, aber von diesem traurigen Thema war 1983 ja wohl noch nicht die Rede.

Der Zwist zwischen Anti-Homunk und Anti-ES über den Umgang mit der SOL tritt erneut zutage. Es geht eben nicht um die Rache des Namenlosen-Teils in Anti-Homunk für das Ende von HIDDEN-X, es geht nur um das Ziel von Anti-ES, die SOL so in Bedrängnis zu bringen, dass Wöbbeking am Ende eingreifen muss. Dieser hinderliche Dualismus bei den Bösewichten kommt unseren Helden und einem reibungslosen handlungsfortschritt natürlich sehr entgegen.

Wenig gefiel mir das ewige Herumgehopse von Twoxl als „Energiestaubsauger“, Retter und was weiß ich alles. Ich habe bereits geschrieben, dass mir die Figur Cpt‘Carch auserzählt erscheint und mich in dieser neuen Evolutionsstufe nicht mehr begeistern kann. Naja, jetzt ist er ja fürs erste einmal auf Cpt geparkt
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Yman
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Lumpazie hat geschrieben:Am Montag, den 14.August 1983 erschien der Band 619 der Atlan-Serie:

Planet in Flammen

von Horst Hoffmann

Bild


Handlung:

Als Lichter am Himmel über Cpt erscheinen, gehen Twoxl (der einmal Cpt'Carch war) und der Kalmorer Promk davon aus, dass Anti-Homunk einen neuen Gegner geschickt hat, nachdem der körperlose Roboter Zeepkörob nicht mehr existiert. Die Gefahr entpuppt sich in Gestalt von pilzförmigen Objekten unterschiedlicher Größe, bei denen es sich um lebende Bomben handelt, die Unheil über den Planeten bringen.


Ein sehr eindrucksvolles Titelbild gibt wieder, was uns hier erwartet.

Cardif hat geschrieben:619 – Planet in Flammen – Horst Hoffmann
Die Geschichte von Cpt‘Carch wird hier weitererzählt. Der Roman liefert recht konfusen Lesestoff ab. Vor allem am Schluss kann alles irgendwie nicht schnell genug gehen. Die Idee der lebenden Bomben war nicht neu. Hier kam dazu, dass alles recht oberflächig erklärt wurde. Nicht sehr erbaulich das Ganze. Dem Handlungsfortschritt hat der Roman auch nur unwesentlich gedient.


Ich bin da in fast allen Punkten anderer Meinung.

Grauer Lord hat geschrieben:Der Roman „Planet in Flammen“ von Horst Hoffmann konnte mich größtenteils fesseln und ganz gut unterhalten. Die lebenden Bomben bzw. Metaplasmaten verdeutlichen allein in ihrer äußeren Erscheinung auf tragische Weise die perfide Bösartigkeit Anti-Homunks; der kurze Blick auf das, was von Torls Beinen übrig war, hat da bereits gereicht. Warum allerdings keine „normalen Bomben“ eingesetzt werden konnten, das blieb offen. Vermutlich ist das ganze der allgemeinen Dramaturgie geschuldet, oder es liegt eben an den mysteriösen Bedingungen auf dem Planeten Cpt, den Anti-Homunk wegen der rätselhaften Vergeistigten wie einen Stachel im Fleisch empfindet. Als die lebenden Bomben dann auch noch zu teleportieren begannen, wurde es in der Szene um Henny Lupino sogar recht spannend.


Ich fand den Roman allgemein sehr spannend. Die Idee, intelligente, fühlende Wesen so zu missbrauchen, erzeugte eine Menge Dramatik, aber ich denke, dass dies nicht unbedingt als alleiniger Grund gesehen werden muss. Diese intelligenten Teleporter-Hyperbomben waren sehr viel gefährlicher als normale Transformbomben, also schon etwas Passendes, aus dem Arsenal einer negativen Superintelligenz, um skrupellos Ziele zu erreichen, die mit normalen Waffen unerreichbar wären.

Grauer Lord hat geschrieben:Der Zwist zwischen Anti-Homunk und Anti-ES über den Umgang mit der SOL tritt erneut zutage. Es geht eben nicht um die Rache des Namenlosen-Teils in Anti-Homunk für das Ende von HIDDEN-X, es geht nur um das Ziel von Anti-ES, die SOL so in Bedrängnis zu bringen, dass Wöbbeking am Ende eingreifen muss. Dieser hinderliche Dualismus bei den Bösewichten kommt unseren Helden und einem reibungslosen handlungsfortschritt natürlich sehr entgegen.


Das war für mich eine Überraschung und einer der interessantesten Punkte des Romans. Die Dynamik zwischen Anti-Homunk und Anti-ES läuft doch ganz anders ab als dieses fürchterliche Geplänkel zwischen dem unsagbar überheblichen Hidden-X und dem Schalter, dem immer nur seine Unfähigkeit vorgeworfen wurde.

Anti-ES und Anti-Homunk sind beide ernst zu nehmen, beide verfolgen unterschiedliche Ziele, arbeiten aneinander vorbei, kommen aber auch nicht so ganz ohne einander aus. Das hat mir sehr gefallen.

Grauer Lord hat geschrieben:Wenig gefiel mir das ewige Herumgehopse von Twoxl als „Energiestaubsauger“, Retter und was weiß ich alles. Ich habe bereits geschrieben, dass mir die Figur Cpt‘Carch auserzählt erscheint und mich in dieser neuen Evolutionsstufe nicht mehr
begeistern kann. Naja, jetzt ist er ja fürs erste einmal auf Cpt geparkt


Ich finde auch, dass Cpt'Carch auserzählt ist, und es ist auch Zeit für neue Ideen. Carch wurde, auch in diesem Roman, oft benutzt, um mit sonderbaren Fähigkeiten einzugreifen. Gut, dass dies so langsam ein Ende hat.

Interessant fand ich noch, dass sich Breiskoll, Federspiel und Sternfeuer zu einem Parablock zusammenschlossen, und dass Nockemann/Blödel, ganz ohne herumzublödeln, den überlebenden Metaplasmaten mit neuen kybernetischen Unterkörpern helfen konnten. Die Aufgaben waren sehr stimmig (auf Mutanten, Wissenschaftler und Stabsspezialisten) verteilt. Das Atlan-Team macht in diesem Roman einen sehr guten Eindruck.

Mir ist auch noch aufgefallen, dass (im Grunde veraltete) Moskito-Jets eingesetzt wurden. Das Nachfolgemodell Lightning-Jet steht an Bord der SOL auch zum Einsatz bereit, wurde auch schon eingesetzt, wird hier aber nicht erwähnt. Damit dürfte dieser Roman einer der letzten sein, in dem Moskito-Jets eingesetzt wurden.

Der Handlungsfortschritt ist auch beachtlich: Atlan ist wieder auf der SOL, die wieder voll einsatzfähig ist, Cpt'Carch und die Cpt'Cpts, die ja als wertvolle Verbündete einzustufen sind, sind gerettet, und das Atlan-Team hat einiges über die Hintergründe wie Anti-ES und Anti-Homunk "zusammenarbeiten" erfahren, insbesondere, dass es möglich ist, die beiden gegeneinander auszuspielen. Der Handlungsfortschritt könnte kaum größer sein.
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Yman
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Lumpazie hat geschrieben:Am Montag, den 22. August 1983 erschien der Band 620 der Atlan-Serie:

Das leuchtende Auge

von Hans Kneifel

Handlung:

Die SOL fliegt in das Zentrum von Xiinx-Markant. Dort verbirgt sich Anti-Homunk im Leuchtenden Auge, das von einer Ballung von Sonnen mit einer effektiven Oberflächentemperatur von nur 3000 °C umgeben ist.


Diese Sonnen haben mich sehr irritiert. Dass diese Sonnen von Anti-Homunk wie Torpedos gesteuert werden können, um Jagd auf die SOL zu machen, fand ich genauso übertrieben unglaubwürdig wie die Möglichkeit, sie mit Transformkanonen einfach abschießen zu können.

Insgesamt war der Roman sehr langweilig, sowohl der erste Teil, bei dem der direkte Anflug aufs Ziel daran scheitert, dass es Anti-Homunk gelingt, die Besatzung der SOL einschließlich SENECA in Schlaf zu versetzen, als auch der zweite Teil, in dem eine kleine Space-Jet-Expedition (Insider, Tyrai, Vorlan Brick und ein sterbender Buhrlo als blinder Passagier) den Planeten Muor erforscht.

Als Atlan der Emotionautin Cara Doz seinen Aktivator um den Hals hängt, um diese aufzuwecken, geht er ein großes Risiko ein. Alles schläft, bis auf Atlan, den Buhrlo-Jungen Foster und Cara Doz. Dieser Teil der Geschichte hat mir noch am besten gefallen, wie Atlan in dieser Situation noch versucht, das Beste daraus zu machen.

Die Anti-Homunk und Anti-ES-Passagen konnten mich nicht überzeugen. Insgesamt war dies ein sehr schwacher Roman von Hans Kneifel. Sehr gut hingegen war wieder die Risszeichnung, die auch genau zum richtigen Zeitpunkt im richtigen Heft erscheint. Anti-Homunks Festung bleibt uns anscheinend auch noch eine Weile erhalten. Ich kann mir gut vorstellen, dass es in diesem leuchtenden Auge zu einer Begegnung von Atlan, Anti-Homunk und Iray-Barleona kommt.
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Lumpazie
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Am Montag, den 30. August 1983 erschien der Band 621 der Atlan-Serie:

Die Geheimnisse von Orz-Otan

von H.G.Francis

Bild


Handlung:

Anti-Homunk ist bereit, die SOL mit den Manifesten Kaytrin und Wonatrin anzugreifen. Als erste Phase feuert er überlichtschnelle Raketen auf die SOL ab.

Auf der SOL sorgt die Anspannung für Unruhen. Wortführer ist der Transformforscher Hower Crabb, der mit seinen Leuten mit der CHYBRAIN die SOL verlassen will. Die verbale Auseinandersetzung zwischen ihm und Atlan wird von den eintreffenden Raketen unterbrochen. Diese zwingen das Raumschiff, auf dem Planeten Orz-Otan zu landen.

Bei ihrer Landung zerstört die SOL unabsichtlich die Hütten der einheimischen Orz-Otaner. Der Anführer Torekan ist einverstanden, dass die Solaner beim Wiederaufbau helfen.

Während des Planetenaufenthalts stoßen die Solaner auf merkwürdige Phänomene. Scheinbar gezielte Unwetter und Zonen erhöhter Gravitation gefährden die Menschen. Hage Nockemann entdeckt Ungereimtheiten, als er die Orz-Otaner gegen eine Krankheit behandelt: Ein Eingeborener verschwindet, als er die Impfung erhält, und taucht an anderer Stelle wieder auf. Hower Crabb tötet bei einem Unfall mit einem Gleiter drei Orz-Otaner, die ebenfalls spurlos verschwinden.

Auf der SOL entdeckt Crabb einen organischen Klumpen, worauf ihn sein Assistent Cecil Quate attackiert. Als Crabb ihn besiegt, verschwindet er. Stattdessen verwandelt sich der Klumpen in den echten Cecil zurück.

Das Atlan-Team entdeckt, dass Wonatrin Kopien von wichtigen Solanern erzeugt hat und die Originale als Organklumpen im Schiff versteckt sind. Fast die gesamte Zentralbesatzung ist ausgetauscht. Mit einem gezielten Schlag werden die Opfer befreit und damit auch Wonatrin, der in die Namenlose Zone zurückkehrt.

Atlan, Sanny, Hage Nockemann und Blödel steigen mit der Space-Jet BLINDER VOGEL auf, um die Lage zu erkunden. Bjo Breiskoll und Insider müssen die Orz-Otaner aufrütteln, die von einer Todesahnung befallen sind. Diese wird bestätigt, als das Manifest Kaytrin sich als der ganze Planet entpuppt und die SOL ins Planeteninnere zieht. Die SOL befreit sich mit Waffengewalt und rettet Torekan mit 500 Orz-Otanern. Danach wird der Planet zerstört und damit Kaytrin befreit, der in die Namenlose Zone zurückkehrt. Anti-Homunk triumphiert, weil seine Schrumpfmikroben an Bord der SOL sind.

Atlan fliegt mit einer Space-Jet auf das Leuchtende Auge zu, als sich Wöbbeking meldet und ihm neue Erinnerungen zurückgeben will, damit Atlan mehr über Anti-Homunk weiß.

Der obige Text und Bilder wurde per GNU-Lizenz der Perrypedia entnommen.
Es is kein’ Ordnung mehr jetzt in die Stern’,
D’ Kometen müßten sonst verboten wer’n;
Ein Komet reist ohne Unterlaß
Um am Firmament und hat kein’ Paß;
Und jetzt richt’ a so a Vagabund
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